Memoriae Ex Aeterna Nocte

30.11.2006 um 22:24 Uhr

Siehe da, es funktioniert wieder:

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Blog, Internet

Über dieses Weblog

Weblog gehört:  AngelInChains
Aktualisiert am:  30.11.2006 um 22:02 Uhr
Weblog online seit:  15.09.2004
Kategorie:  Tagebuch
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cn P 

30.11.2006 um 22:02 Uhr

Jean Sibelius

von: AngelInChains   Kategorie: Skandinavien   Stichwörter: Finnland, Musik, Skandinavien, Sagen, Mythologie

Jean Sibelius, eigentlich Johan Julius Christian Sibelius, geboren am 8.12.1865 in Haemeenlinna, gestorben am 20.10.1957 in Jaervenpaeae bei Helsinki, war ein finnischer Komponist der Spaetromantik im Uebergang zur Moderne, und dazu der einzige, der weltweite Bekanntheit erlangen konnte.

Er wuchs zweisprachig auf (Finnisch/Schwedisch) und lernte spaeter zusaetzlich die deutsche Sprache und studierte bei den Musikprofessorin Richard Faltin, Martin Wegelius, Albert Becker (Berlin) und Karl Goldmann und Robert Fuchs (Wien). Nach seinem Studium war er zuerst Musiklehrer an der Helsinkier Universitaet, erst spaeter, nach dem Erlangen finanzieller Unabhaengigkeit, arbeitete er vollzeitig als Komponist, unter anderem fuer Orchester-Suiten, Kammermusik, Chorwerke und Sinfonische Dichtungen. Auch eine Oper begann er, sie blieb jedoch unvollendet.

Bevorzugte Themen waren finnische Maerchen und Sagen (zB Symphonische Dichtung "Die Waldnymphe"), auch die Kalevala war eine seiner wichtigsten Inspirationsquellen (zB Symphonie "Kullervo", und die Sinphonischen Dichtungen "4 Legenden" mit dem "Schwan von Tuonela" und "Luonnotar"). Ausserdem wurde er von traditioneller finnischer Volksmusik beeinflusst.

Bereits Ende der 1920er Jahre beendete Sibelius sein Schaffen, also ueber 30 Jahre vor seinem Tod. Zu seinen letzten Werken gehoerte Ritualmusik fuer die Freimaurerloge in Helsinki, der er seit 1922 angehoerte und die noch heute existiert.

Heute erinnern an Sibelius unter anderem die Sibelius-Akademie in Helsinki, der Wihuri-Sibelius-Preis der Wihuri-Gesellschaft und die deutsche Jean-Sibelius-Akademie fuer finnische Musik (Website - HIER KLICKEN).

Exemplarisch zum Schluss noch einmal der Text der "Finlandia-Hymne":

Oi, Suomi, katso, sinun päiväs' koittaa,
Yön uhka karkoitettu on jo pois,
Ja aamun kiuru kirkkaudessa soittaa,
Kuin itse taivahan kansi sois'.
Yön vallat aamun valkeus jo voittaa,
Sun päiväs' koittaa, oi synnyinmaa.

Oi, nouse, Suomi, nosta korkealle,
Pääs' seppelöimä suurten muistojen.
Oi, nouse, Suomi, näytit maailmalle,
Sa että karkoitit orjuuden,
Ja ettet taipunut sa sorron alle,
On aamus' alkanut, oi synnyinmaa.

Auf Deutsch:

O Finnland, sieh des Morgens helle Schwingen,
der siegreich Nacht und Trübsal überwand.
Die Lerche hör ich voller Jubel singen,
da Schmach und Kerkersnot endlich schwand.
Ein neuer Tag will neue Freiheit bringen
frei wirst du wieder, mein Vaterland!

Geliebte Heimat, deiner Freiheit Stunde,
dein Volk hat sie erkämpft mit starker Hand!
In alle Welt drang froh die stolze Kunde:
Frei ist nun Wald und See, frei dein Strand!
Der Zwingherr fiel, der einst dir schlug die Wunde,
In Freiheit lebe, mein Vaterland!

Bemerkenswert an dieser Hymne ist, dass ihre Melodie auch ausserhalb Finnlands verwendet wurde, so in England als Kirchenlied "Be still, my soul" und als Nationalhymne der afrikanischen Republik Biafra unter dem Titel "Land of the Rising Sun".

cn P

30.11.2006 um 21:01 Uhr

Kuhmo, Winter 2005

von: AngelInChains   Kategorie: Skandinavien   Stichwörter: Fotografie, Skandinavien, Finnland

 

 

30.11.2006 um 15:35 Uhr

Japan ist seltsam

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Asien, Internet, Sexualität, Gesellschaft, Gewalt

Aus Wikipedia:

Chikan (jap. 痴漢, チカン, oder ちかん; „Sittenstrolch, Perverser") bezeichnet eine spezielle Art sexueller Belästigung in Japan.

Die Enge in einer Menschenmenge (vor allem in Pendlerzügen) wird von Männern genutzt, um zufällig in der Nähe stehende Frauen sexuell zu berühren und daraus einen Lustgewinn zu ziehen. Vereinzelt sind auch Chikan-Fälle von Frauen an Männern oder homosexuelles Chikan bekannt.

Obwohl Chikan in Japan eine Straftat ist, kam es lange Zeit kaum zu Anzeigen. Einerseits überwiegt bei vielen Opfern auch heute noch die Scham, sich als solches öffentlich zu erkennen zu geben; stattdessen wird die Belästigung erduldet, oder versucht, unauffällig zu entkommen. Andererseits kommt es auch vor, dass selbst Frauen, die "Chikan" rufen, keine Hilfe von den Umstehenden erhalten. Seit einiger Zeit versuchen aber Polizei, Bahnbetreiber und Medien, das Problem stärker ins öffentlichen Bewußtsein zu bringen und bitten auf Plakaten in den Bahnhöfen und Zügen darum, beim Chikan ertappte Männer sofort einem Bahnangestellten zu überstellen.

Zudem weisen immer mehr japanische Bahngesellschaften zur Hauptverkehrszeit und in den Abendstunden einen Waggon jedes Zuges als Frauenwaggon aus, in den nur Frauen einsteigen dürfen.

In dem extremen Gedränge, das zu den Stoßzeiten in japanischen Pendlerzügen herrscht, sind zufällige Berührungen nahezu unvermeidlich. Täter machen sich dies und das oben genannte Zurückschrecken vieler Opfer vor Aufmerksamkeit zunutze: ein potentielles Opfer wird auf zunächst zufällig wirkende, aber immer zudringlichere Weise berührt. Wehrt sich das Opfer frühzeitig, kann der Täter aufhören, und behaupten, es hätte sich nicht um Absicht gehandelt. Wird die Belästigung jedoch stillschweigend hingenommen, kann der Täter davon ausgehen, daß dies auch bei weiterer Eskalation so bleiben wird.

Gleichzeitig leiden immer wieder Unschuldige unter der Schwierigkeit, Chikan objektiv zu beweisen, und der durch das Bemühen, Chikan zu bekämpfen, teilweise schon wieder übereifrigen Bereitschaft zum drastischen Durchgreifen. Einmal des Chikan beschuldigt, ist es für einen Mann nahezu unmöglich, seine Unschuld zu beweisen. Weigert sich ein Verdächtiger jedoch, seine Schuld einzugestehen, droht ihm eine mehrjährige Freiheitsstrafe. Um die eigene Familie vor einer gesellschaftlichen Stigmatisierung zu bewahren, bekennen sich die Beschuldigten in den meisten Fällen zur Tat und nehmen damit hohe Geldstrafen in Kauf. Um ungerechtfertigten Chikan-Anschuldigungen vorzubeugen sind manche Männer dazu übergegangen, falls sie sich im Gedränge neben einer Frau wiederfinden, beide Arme gut sichtbar in die Höhe zu strecken.

Der Aufruf zur Denunziation von Chikan-Verdächtigen hat in der jüngsten Zeit seinerseits ein neues Verbrechen hervorgebracht. Jugendgangs schicken Mädchen in volle Züge, die sich gezielt neben wohlhabend aussehende Männer stellen, und unabhängig davon, ob sie angefasst wurden oder nicht, nach einigen Minuten "Chikan" rufen. Die Gang-Mitglieder greifen sofort ein und schleppen den vermeintlichen Täter am nächsten Bahnhof auf den Bahnsteig. Dort fordern sie eine Geldzahlung, damit sie ihn nicht der Polizei übergeben. Aus Scham und Angst zahlen die meisten.

Seit einigen Jahren existieren in Japan spezielle Organisationen, die sich um die Rechte zu Unrecht sexueller Belästigungen in Bahnen beschuldigter Männer kümmern und sie bei ihren juristischen Schritten beraten.

 

30.11.2006 um 13:47 Uhr

Von gestern

von: AngelInChains   Kategorie: Kunst   Stichwörter: Studium, Universität, Kunst

Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Hier als erstes die Zeichnung, die ich in der 1. Haelfte der Germanistik-Stunde angefertigt hatte:

Und hier die Links zu dem Unterrichtsstoff bzw wiedereinmal einer Sammlung der wirrsten Behauptungen. Besonders "schoen" ist auf der Rueckseite das Thema "Geschlechterspezifik".

Vorderseite

Rueckseite

cn P 

30.11.2006 um 01:57 Uhr

"Kinder haben Angst vor'm Nikolaus"

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Gesellschaft, Tradition, Religion

"Nikolaus hat in Wiener Kindergärten Hausverbot

Kinder hätten zu große Angst - aus pädagogischen Gründen gibt es statt dessen eine gemeinsame Feier

In Wiens Kindergärten haben Nikolaus und erst recht sein finsterer Geselle Krampus Hausverbot - aus pädagogischen Gründen. Die Kinder würden sich vor den beiden Gestalten zu sehr fürchten, heißt es sowohl aus den städtischen wie auch aus den katholischen Kindergärten. Der traditionelle Besucher von außen ist deshalb meist durch ein gemeinsames Verkleiden mit den Betreuern ersetzt worden.

Früher habe es nach dem Besuch der Gesellen teils extrem verstörte Kinder gegeben, begründet eine Sprecherin von Jugendstadträtin Grete Laska den pädagogischen Paradigmenwechsel. Das Schema "Bin ich brav, oder werde ich bestraft" sei nicht mehr zeitgemäß. Die Abschaffung des Nikolaus sei also nicht aus Rücksicht auf Kinder mit nicht-christlichem Glauben erfolgt, wurde betont.

Auch Christine Spiess, Chefin der rund 360 städtischen Kindergärten, weint dem langbärtigen Besucher keine Träne nach. Er sei durch eine gemeinsame Feier mit Geschenken ersetzt worden, die mit allen Kindern begangen werde - aber eben ohne Nikolaus, der von draußen durch die Tür marschiere. Allerdings sei es möglich, dass sich ein Pädagoge mit den Kindern gemeinsam verkleide. Einer hat in den Kindergärten der Stadt aber definitiv ausgedient: "Der Krampus, der ist tot", konstatierte Spiess.

Renate Gschlad vom Dachverband der privaten Wiener Kindergärten betonte gegenüber der APA, dass man zwar keine einheitliche Regelung habe. Aber auch hier bleibt der Nikolaus meist unsichtbar - zwar klopfe es an der Tür und die Kinder würden dort ein Packerl finden, aber es erscheine kein leibhaftiger Mann. Es gehe nicht darum, Brauchtum zu vernachlässigen, sondern zu vermeiden, dass Kindern vor großen Personen Angst bekommen. Eltern würden allerdings aus Unkenntnis der Materie des öfteren den Wunsch nach einem "externen" Nikolaus äußern, so Gschlad.

Die "Causa Nikolaus" sieht man auch beim katholischen Kindergartenwerk, das der Erzdiözese Wien zugeordnet ist und knapp 150 Einrichtungen betreibt, nicht anders. Generalsekretärin Brigitte Stehlik bestätigte, dass der Nikolaus nicht mehr in ihre Kindergärten kommt: "Das ist schon lange nicht mehr der Fall - Gott sei es gepriesen." Stattdessen werde den Kleinen im Rahmen eines Festes die Legende vom Nikolaus erzählt - eine Variante mit der übrigens auch die Eltern der zahlreichen muslimischen Kinder keine Probleme hätten.

Klar sei jedenfalls: "Der Nikolaus ist keine pädagogische Figur." Es sei zutiefst widersinnig, dass man den Kindern etwas schenke und zuvor Angst mache. Das sei wie bei Erwachsenen, wenn eine Perchte auf sie zukomme: "Da kommt auch der stärkste Mann ins Schwitzen", so Stehlik."

30.11.2006 um 01:49 Uhr

29.11.06 Ende

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Aquarium, Alkohol, Shopping, Werbung, Gesellschaft, Studium, ÖPNV

Den Bus bekam ich nur knapp. In B. angekommen bin ich zuerst mit IHM ins Zoogeschaeft gegangen, wo wir von einer etwas merkwuerdigen Hippie-Frau bedient wurden, was aber auch nett war. Jetzt hoffe ich nur, das Medikament wirkt auch... Danach noch zur Bank, Gebuehren bezahlt (Ja, diese tolle Bank, wo WIR unsere Konten haben, hat natuerlich nirgends hier in der Gegend auch nur eine Filiale :/ ), dann essen gegangen und sehr vielen Asis begegnet... Erschreckend. Und so viele Besoffene. Geschrei, Gepoebel. Ueberall. Dann hinunter in den Supermarkt... Ist das "normal" oder neu so, oder Amerikanisierung, dass ueberall irgendwelche Produktaktionen durchgefuehrt werden? Verkostungen, riesige Aktionsstaende an jeder Ecke, von 50 Kisten Apfelsinen bis hin zu einem ebenso grossen Aktionsstapel Shampoo, und dann war da noch der Jaegermeister-Stand ;) Vielleicht erinnern sich noch einige, wie fuer mich die letzte Sektprobe endete. Okay. Heute einmal Jaegermeister mit Limette. Klang apetitlicher als Jaegermeister mit Kaffee oder Kakao. So wenigstens halbwegs trinkbar. Uebel wurde mir dann doch noch, aber erst spaeter. Irgendwie hat der Alkohol tatsaechlich gewirkt, und das bei so einer kleinen Menge. Beim Gewinnspiel hatte ich auch kein Glueck. Vielleicht stehen sie morgen und uebermorgen nochmals da, dann schau ich nochmal vorbei ;)

Dann die Fahrt heim. Noch mehr Chaoten, ueberall. Noch mehr Besoffene. Die NICHT nach Kraeuterschnaps rochen. Und dann der lange Fussweg heim... Wieder keine wichtige Post. Heute habe ich mal wirklich eine Beschwerde-Email geschickt, kann ja wohl nicht sein, dass die Bestellung nach 16 Tagen noch nicht angekommen ist! Und dann der restliche Postkram... Also Werbung, etc. Und ich finde es immer wieder faszinierend, wie viele Menschen scheinbar zu bloed sind, simple Adressen abzutippen. Wie kann denn bitteschoen jeder 2. Brief, der hier ueberhaupt ankommt, falsch adressiert sein?! Sie ALLE bekommen die Adresse korrekt von uns uebermittelt, und dann schreiben sie sie doch fast alle falsch! Ich frage mich wirklich, was das soll. Zumal die Daten gar nicht kompliziert sind. Dann haben wir erst einmal das Medikament ins Aquarienwasser gegeben. Es scheint zu wirken... Ein wenig gebessert hat es sich sogar schon. Aber es ist noch ein LANGER Weg. Dann setzte ich mich an den PC. Auf die Emails haben die Geschichts-Profs schon geantwortet. Ich habe noch nicht zurueck geschrieben, kann ich ja gar nicht... Natuerlich halten sie sich wieder fuer den Nabel der Welt und haben gefragt, ob ich denn schon alles nachgelernt haette. Wie denn, wo ich die Literaturliste erst GESTERN erhalten habe?! Und dann sinds mehrere 100 Boegen. Super. Ich werde mich morgen den gesamten Tag quaelen muessen, nix mit "freier Tag" :/

Aber dann auch die anderen Aeusserungen... Die eine war extrem unfreundlich, die andere ging so. Die hat nicht gleich herumgeschnauzt... Aber diese Aussagen wie "Ich bin jeden Tag im Institut". Und dann die beruflichen Emails auch erst um 23 Uhr beantworten... Also... Haben diese Menschen gar kein Privatleben? Keine Hobbies? Keine Freunde? Wieso erwartet man von mir, dass ich genauso verkuemmere? Ich moechte das nicht. ICH brauche meine Freizeit. Und bezueglich der muendlichen Pruefung wurde gleich wieder ein ganz anderer Tenor deutlich, im Gegensatz zu dem im Unterricht, paar Stunden zuvor nur. Da hiess es noch, es sei eine Erleichterung fuer die Nachzuegler. Jetzt heisst es, es sei Pflicht, um zu pruefen, dass sie schoen alles Verpasste nachgelernt haben. Das klingt ganz anders. Und es graut mir! Derweil ist auch die Frage noch offen, worueber ich das andere Referat schreibe. Ich habe einen guten Vorschlag bekommen, nur dummerweise gibt es da schon eine Gruppe und ich soll mich irgendwie mit ihnen zusammenfinden. Wie, wo ich sie nicht kenne, nicht einmal weiss, wer in der Gruppe ist? Mir sagt auch kein einziger Name etwas. Das wird noch heiter. Aber auch nichts Neues... *seufz*

Ich habe nicht viel geschafft. Hausaufgaben gemacht, ich werde mich noch totarbeiten... Dann war tatsaechlich schon 23 Uhr, schon wieder Zeit, zu gehen. Wirklich erholt fuehlte ich mich nicht, habe auch weder gedoest, noch geschlafen, war aber muede. Und diese Nacht sollte ich eigentlich noch lesen, morgen auch den gesamten Tag. Was bringt die Zukunft wohl... Es war etwas kuehl, Ungeziefer flogen dennoch noch herum, der Bus kam spaet, war ueberfuellt. Es stank nach Schnaps. Dort sassen auch wieder extrem besoffene Maedchen herum, tranken im Bus auch noch, direkt aus der Vodka-Flasche, immer abwechseln, immer grosse Schlucke... Dabei konnten sie kaum mehr stehen. Sind dann spaeter am Bhf R. hinaus getorkelt. Lagen bestimmt bald irgendwo im Strassengraben. Das finde ich irgendwie merkwuerdig. Konsumieren bis zum Umfallen - Meinentwegen. Aber im Bus und dann auch noch ohne eine Person, die einen zur Not wieder aufsammelt ;) Noe, das wuerde ich nicht tun.

Dann nach Hause gekommen. Gleich wieder Gemecker meines "Vaters". Viel Hektik, viel unnoetiger Aerger. Nur Mist. Online kam ich auch nicht weit. Habe irgendwie viel zu tippen, viel funktioniert auch nicht, nun ist fast 2 Uhr und ich habe dies noch nicht einmal fertig. Mein "Vater" gafft auch immer wieder *wuerg* Muesste noch viel tun. Morgen, an meinem "freien Tag"? Nein, da werde ich mich auch noch totarbeiten. Auch wieder massenhaft zutun. Es graut mir wirklich extrem! Aber da muss man durch... Ich habe nun fast 4 Wochen Studium hinter mir und es ist graesslich. Ich werde mich wohl niemals gewoehnen. Noch 5 Jahre derselbe Scheiss... Und es reicht mir jetzt schon. Wie kann man das ueberstehen...

cn P

30.11.2006 um 01:24 Uhr

Studien-<strike>Wahn</strike>Alltag (29.11.06)

Mein "Vater" laberte auch wieder nur bloedsinnigen Muell. Oberflaechlicher Kram. Schrecklich. Und dann troedelte er auch noch herum, obwohl ich schon sehr spaet dran war. Genau genommen konnte ich nicht einmal zur Haelfte das Mittagessen essen, weil ich dann losgehen musste... Uebel war mich auch noch. Ich fuehlte mich krank, muede. Draussen war es neblig und es regnete, kalt war es aber nicht. Aber viele Strassen waren ueberschwemmt, es gab Sperrungen... Und ich habe mal wieder feststellen muessen, dass Impraegnierspray im Regen kraeftig schaeumt *re* Den Bus bekam ich recht bald. Und auch wieder Nasenbluten, wie schon am Vorabend :/ Und dann all die Gaffer und haufenweise Asis... Draussen eine zerschlagene Glasscheibe. Erinnerunen an meinen einen Unfall, damals war ich wohl in der 3. Klasse, wurden wieder wach. Glassplitter, Scheppern... Das Thema hatten wir schon einmal, oder? Aber auf diesem etwas ueber einstuendigen Weg kamen mir auch viele weitere Gedanken.

Wie ich damals mit IHM an der Klosterruine in M. war... Wir hatten so viele Fotos gemacht, und nachher waren alle im Eimer :(( Und dann war ich mal alleine nochmals dorthin gefahren, in 2 Unterrichtsausfallstunden. Das war ein extremes Gehetze, und ich habe es auch nur sehr knapp geschafft. Dennoch sind sehr schoene Fotos dort entstanden. Gehoeren zu den besten, die ich ueberhaupt so produziert habe. Und dann der Tag, an dem ich eines davon abzeichnete. Es war in der Schule, ging auf die Ferien zu, es war nicht mehr viel los. Es war grell und heiss. Die anderen Schueler sassen draussen auf der Wiese und schwatzten. Ich setzte mich im Schulgebaeude in den Schatten, war ja auch allergiegeplagt, und dort zeichnete ich, an einem Schreibtisch, auf dem der einzige oeffentliche Internet-PC der Schule stand, was an dem Tag aber wirklich niemanden kuemmerte. Ich zeichnete hoechstens 2 Schulstunden an dem Bild, und finde es dennoch sehr gelungen. Wer moechte, kann es sich ja mal ansehen: HIER KLICKEN .

Es waren so viele Deppen im Bus, mittlerweile. Dann stieg noch ein Besoffener an, was extrem ekelhaft war. Er groehlte durch den gesamten Bus, schrie herum, poebelte Menschen an, spukte andauernd auf den Fussboden, und schliesslich uebergab er sich auch noch im Bus. Das war wirklich unertraeglich. Aber natuerlich hat der Busfahrer nichts unternommen. Sehr typisch fuer diese Leute hier in B. Wenigstens musste ich kurz darauf sowieso aussteigen.

Zu den Leuten im Kurs passen die Worte "dumm", "unfreundlich", "ahnungslos", "desinteressiert" und "intolerant" wohl noch am besten. Viele gafften, poebelten gar, sogar im Klassenraum, und gelaestert/getuschelt wurde natuerlich auch eine Menge. Kindisch. Und so wenig Fachwissen hatten sie, dass es erschreckend ist. Ich komme mir dort regelmaessig vor, wie sehend unter einer ganzen Horde voellig Blinder... Der Prof gab mir heute aber auch zu denken. Zuerst ging es aber ploetzlich, relativ zusammenhanglos, um Jesus... Wie interpretiert man, dass er die Haendler aus dem Tempel vertrieb? Ist das "Anti-Kommerz"? Ist das ein klarer Verstoss, dass die Kirche, gerade die katholische, danach selbst ziemlich viel Geld kassierte - Andenken, Kerzen, Ablassbriefe? Oder ist es einfach ein "Alles zu seiner Zeit, an seinem Ort"? Viele Moeglichkeiten. Aber was ich eigentlich sagen wollte... Der Prof war fuer die Buchpreisbindung. Das Argument: Massenproduktion wuerde immer das Niveau fallen lassen. Seien Buecher billiger, gaebe es bald "nur noch Schund". Also das finde ich schwachsinnig! Es ist wieder das Elite-Denken, das ich HASSE: Nur die Reichen sollen Bildung bekommen, nur sie sollen Buecher kaufen koennen, die Massen sollen dumm gehalten bleiben, "DUERFEN" nicht lernen, nicht wissen... Wie kann man soetwas bitteschoen gutheissen?! Ich finde das krank. Bloedsinn... Das Niveau faellt dadurch nicht. Goethe, Schiller, usw, wird es weiterhin geben, und wenn die Buecher billiger wuerden. Ich sage sogar: Umso besser! Dann koennten Arme auch mal "Hochwertigeres" lesen. Aber das Befuerworten einer Klassengesellschaft finde ich erschreckend. Statt sich dafuer einzusetzen, dass JEDER Bildung erhalten kann, die Armen auch noch extra ausschliessen. Und da reden alle von Chancengleichheit... Ekliges Geheuchel.

Ich fand einiges an diesem Unterricht mies. Und zum Teil war es einfach nur bloedes Gerede... Und wieder mussten etliche Menschen stehen, da es nicht genug Stuehle gab. Was fuer Zustaende... Zum Schluss mussten wir wieder eine Suchuebung in der Bibliothek machen, was recht rasch ging. Ich arbeitete mit einer 3.-Semester-Studentin zusammen, sie war eigentlich nett, wenn auch etwas sehr hektisch, sogar etwas cholerisch. Aber relativ nett... Also netter, als die anderen Menschen, mit denen ich bislang dort zutun habe. Ich frage mich eh, ob ich je Kontakte dort knuepfen werde... Irgendwie sieht es im Moment nicht so aus. Man hat einfach zu wenig miteinander zutun und ich bin eben auch kein Smalltalk-Mensch. Aber dann erlebte ich wieder eine Ueberraschung... Auch, wenn ich mich nicht verbunden fuehle, MICH scheinen sehr viele Menschen dort zu kennen! Ich werde taeglich von mindestens einer Person angesprochen, die wohl in irgendeinem meiner Kurse ist. Heute wurde ich gar nach einer anderen Person gefragt. Erstaunlich, immer werde ich angesprochen, sogar beim Namen...

Und dann der 2. Unterricht fuer heute. Die Leute hier waren um ein Vielfaches unsympathischer noch als in Kurs 1. Der Unterrichtsinhalt: Daemliche Unterstellungen, rassistischer Muell. Absurd. Ich werde euch meine Mitschrift einscannen und hier online stellen. Koennt ihr vom Blatt lesen, wenn meine Schrift lesbar sein sollte... Ich hoffe es. Kurzer Inhalt: Studenten haben Angst vor Beratungsgespraechen. Sie nehmen sich zu sehr zurueck und verstehen zum Schluss gar nichts mehr. Das wage ich zu bezweifeln. Wie gesagt, die wirrsten Behauptungen habe ich mitskizziert und stelle ich morgen online. Aber nun hatte ich erst einmal Kopfschmerzen. Langweilte mich auch. In der 1. Stunde im Unterricht 2 hatte ich noch gezeichnet... In ca 45 Minuten eine ganze Statue, sieht recht okay aus. Nicht das beste, aber ich habe auch lange nicht mehr gezeichnet. Finde, es sieht gut aus, dafuer, dass ich aus der Uebung bin. Kommt morgen auch online. Und dann ging das leere Geschwafel weiter... Wirklich inhaltsleer! So viel hohles Blahblah... Ueberzogen haben wir auch. Und ich bemerkte oft, dass einige Studis wirklich extrem daemlich zu sein scheinen... Nicht nur so, dass ich ich frage, wie sie ihr Abitur machen konnten, sondern schon, wie sie es ueberhaupt je auf das Gymnasium schaffen konnten. Solche Intelligenz"bestien"...

cn P

30.11.2006 um 00:53 Uhr

Kaum glaubt man, aus dem Schlimmsten heraus zu sein, kommt der naechste Schlag. / Es gibt einige Tage, an denen woellte man am Liebsten nicht mehr die Augen oeffnen.

Alles voller Insekten, das Generve meines "Vaters", saubloede Menschen in einigen Communities - Um 2:30 war es hoechste Zeit, das Wohnzimmer und den PC zu verlassen. Geschlafen habe ich recht schnell... Und sehr viel getraeumt. Von meiner "Mutter", von SEINEN "Eltern", von Freunden, von IHM, von frueheren Mitschuelern, von poebelnden Asis, von Rache ;) Am naechsten Morgen stand ich um 11:30 auf.

Bekam per SMS von IHM gleich die schlimmsten Meldungen... 1. UNSER Kampffisch ist krank. Liegt nur noch am Boden herum, versteckt sich in den kleinsten Loechern, hat Ausschlag am Ruecken. Dummerweise kann so eine Bakterieninfektion ueberall her kommen, vom Futter, von Pflanzen, sogar vom Leitungswasser! Da sieht man mal, wie dreckig dieses ist... Da kann man nur in den Aquaristik-Laden gehen und hoffen, ein Medikament zu finden und dann, dass dieses wirkt...

2. ER hatte heute wieder Niesanfaelle am Arbeitsplatz, was an sich ja nicht weiter schlimm waere. Wenn nicht dieser Choleriker von Ausbilder gleich losschreien wuerde, wenn ER nochmals krank wuerde, wuerde man IHM kuendigen! ER hat sich natuerlich Panik gemacht und ist wieder depressiv geworden. Diese ganzen scheiss Drohungen machen einen erst recht krank! Und ich bin weiter der Meinung, man kann niemandem einfach so kuendigen, wenn er IMMER aerztlich nachweisen kann, dass er wirklich krank war. Die dumme Ausrede des Ausbilders ist nun, dass man bei 2 Wochen Fehlzeit (Uebrigens nicht am Stueck) gar nicht mehr "das Ausbildungsziel" erreichen koenne. Subjektiv sage ich dazu: 2 Wochen Kaffeekochen weniger haben IHN auch nicht duemmer gemacht! Objektiv sage ich: Die Pruefungen sollten entscheiden, ob jemand das noetige gelernt hat, nicht, ob er vielleicht zu selten dort war! Und ER hat bisher immer 1en geschrieben! Also ich sehe da kein Problem, dass ER nicht mitkommen wuerde. Zumal es, wie gesagt, im Moment sowieso nur Kaffeekochen, Werkstadtaufraeumen und diverse hirnlose Loetarbeiten sind. Eigentlich nicht Hauptbestandteile des zu erlernenden Berufs.

Aber es kommt noch schoener. ER hat jetzt abgemacht, mit der Auszubildenden-Vertretung am Freitg einen Termin fuer eine Beratung auszumachen. Also wenn die genauso desinformiert sind, wie die Leute an meiner Uni, dann gute Nacht! Und den Eindruck habe ich. Und jetzt ist die Frage, was man nun machen sollte. Ein Rauswurf sieht auf jedem Lebenslauf beschissen aus, daher plaediere ich ja fuer eine andere Loesung: Zur Not einfach selbst kuendigen. Und zwar vorher zum Allergologen gehen und sich die Werkstoffallergien, unter denen ER leidet, bescheinigen lassen. Und sagen, man kuendigt aus gesundheitlicher Indikation. Hat das dann nicht irgendwelche "Vorteile" gegenueber einer "normalen" Kuendigung? Schliesslich kann man doch auch niemanden zwingen, in einem Beruf weiter zu arbeiten, wenn er davon immer kranker wird, oder? Und ER ist definitiv allergisch gegen das Zeug, bekommt davon immer Ausschlag, ich sehe es doch. Aber die gesamte Sache, um darauf zurueck zu kommen, wird noch suspekter: Denn mehrere Menschen an diesem Betrieb haben dieselben Drohungen erhalten. Das sieht doch sehr nach einem "Herausekeln" oder "Arbeitskraftabbau" aus... Aber es ist doch immer wieder genau gleich beschissen auf dieser Welt: Der Arbeitgeber sitzt am laengeren Hebel und kann sich jeden Mist erlauben, der Arbeitnehmer muss alles erdulden. Aber das Thema hatten wir ja schon haeufiger.

Nicht missverstehen: Ich finde nicht, dass der Arbeitgeber sich alles gefallen lassen sollte. Auch haeufige Fehlzeiten sind definitiv nicht schoen. Aber wenn ein Mensch nun einmal krank wird, ein angeschlagenes Immunsystem hat, im Fruehjahr unter einer starken Pollenallergie leidet, im Sommer dann einmal einen Mageninfekt bekommt, im Winter dann eine Erkaeltung... Sicher, das ist schlecht. Aber denjenigen einfach hinaus zu werfen, auch noch in einer Ausbildung, obwohl er ALLES vom Arzt beweisen laesst?! Also ich weiss ja nicht. Klar, der Arbeitsmarkt ist hart. Aber man sollte einen Menschen, der arbeiten MOECHTE, eigentlich belohnen, und nicht noch mehr frustrierte Arbeitslose schaffen. Denn fuer jemanden, der oft krank ist, der mit diesem Problem immer konfrontiert sein wird, ist das alles so eine Situation, in der man sich langsam denkt, sollen sie ihren Scheiss doch allein machen... ALG ist eben auch bequemer... Ehrlich gesagt, ich werde langsam auch so trotzig, dass ich mir denke "Wieso mache ich diesen Mist ueberhaupt mit?!". Sie koennen 100x meckern, davon wird man auch nicht gesuender. Im Gegenteil. Ich meine, ER sollte den Beruf schmeissen. Es sind zwar gut 1,5 verschwendete Jahre, aber andererseits - Wenn er in der Zeit auf der Warteliste zu einem Studienfach gestanden und gar nichts getan haette? ER sollte sich schnellstens wieder fuer Informatik bewerben, moeglichst an einer Fachhochschule, die sind weniger ueberlaufen, und dann soll er mit dem Studium beginnen. Waere wohl das beste. Da gibt es nur wieder ein Problem: Wer zahlt dann die Wohnung und all das? Geld faellt nicht vom Himmel und bis das Befoeg-Zeug geregelt ist, dauert es vom Amt aus, das habe ich von Betroffenen gehoert, schon einmal ein halbes Jahr. In der Zeit kann man auch nicht verhungern. Was nun?

cn P

30.11.2006 um 00:30 Uhr

Blicke zum Wegesrand

1. Aus Wikipedia entnommen: "Die HipHop-Mode lebt von extrem weiten Schnitten bei Hosen und Oberteilen. Die gesamte Erscheinung wirkt üppig, schon fast barock mit vielen wuchtigen Emblemen und auffälligen Details." Jeder, der auch nur ein wenig mit der Epoche des Barock zutun hatte, dreht sich nun im Grab um oder springt, sofern noch am Leben, von der naechsten Bruecke. Wirre Behauptungen stellen einige Menschen auf - Und ueberaus absurde Vergleiche.

2. Nachrichtenmeldung im Regionalfernsehen: Naturschuetzer gehen in den "Biowald" und suchen dort einen schoenen Weihnachtsbaum zum Umschlagen aus. Ein moeglichst gesunder, schoener, hoher soll es sein. Sie haben ihn gefunden, dummerweise umsaeumt von anderen Baeumen. Wie loest man das Problem? Genau! Die Baeume, die den "Abtransport" behinderten, wurden einfach auch gefaellt. Was hat das mit Naturschutz zutun?! Es ist doch wohl schon seltsam genug, einen vollkommen gesunden, schoenen alten Baum abzuhacken. Eigentlich sollte man das nur tun, wenn man einen wirklichen Nutzen daraus ziehen kann oder wenn ein Baum krank ist... Und dann noch die gesamte Umgebung kleinzuhauen, damit man den Baum besser verschleppen kann... Mir wirklich sehr unverstaendlich, wie das eine Naturschutzorganisation alles tun kann.

3. Neulich im TV: Seltsame AIDS-/HIV-Aufklaerung. Maedchen sieht fremden Jungen. Junge kaut Kaugummi. Maedchen geht auf Jungen zu und fragt in etwa: "Benutzt du auch sonst Gummis?". Er bejaht und sie nimmt ihn mit. Was propagiert die Kampagne? Nimm jeden mit ins Bett, solange er verhuetet? Ich weiss ja nicht, aber ich finde es nicht verantwortlich, den allerersten auf der Strasse aufgegabelten Typen mit nach Hause zu nehmen. Schliesslich gibt es auf dieser Welt auch noch andere Risiken als "nur" (Geschlechts)Krankheiten...

4. Erstaunlich lange haelt die Angst einiger wirrer Menschen vor langen schwarzen Ledermaenteln an. Dabei sind gewisse Zeitungsmeldungen laengst nicht mehr praesent. Und dennoch wird man gerade an der Uni an jeder Ecke angestarrt, als sei man eine wandelnde Zeitbombe. Und man koennte sich noch so laecherlich gebaerden, sie wuerden immernoch Angst haben. Seltsame Menschen. Wahrscheinlich wuerden sie sogar ein Stolpern ueber den viel zu langen Mantel so deuten, dass man versucht habe, sich auf sie zu stuerzen. Andererseits ist das natuerlich eine gute Ausrede, wenn man sich doch mal laecherlich gemacht hat ;)

5. Schaut mal in meine rechte Seitenleiste, relativ weit unten. Laed etwas langsam... Ich habe einen neuen Counter. Erst vor 2 Tagen habe ich ihn auf diese Website eingebunden und es waren schon Besucher aus 23 Laendern hier :) Ich frage mich immer, woher das kommt. Sicher, ich bin bei Google gelinkt, aber was fuer Inhalte biete ich an, dass Menschen aus so vielen Laendern sie gerne sehen wuerden? Songtexte? Gedichte? Ich weiss es nicht. Aber der eine oder andere koennte auch gerne mal einen Kommentar hier lassen ;)

Soviel zum "netten" Teil. Eigentlich war der Tag heute weitaus schlimmer, aber dazu moechte ich separat kommen.

cn P

30.11.2006 um 00:00 Uhr

Andreasnacht

"Die Andreasnacht ist die Nacht zum 30. November (Andreastag), Todestag des Hl. Andreas.

Die Andreasnacht markiert den Beginn eines Kirchenjahres, welches mit dem 1. Advent beginnt. In früheren Zeiten war es der letzte Tag im Jahr (heutiges Silvester).

Nach altem Volksglauben ist diese Nacht (sogenannte Losnacht, wie auch Weihnachten, Silvester oder Hl. Thomas (21.12.)) besonders dazu geeignet, den gewünschten künftigen Ehepartner an sich zu binden oder erstmal herauszufinden, wer es denn sein wird. Dies begründet sich darin, dass der Hl. Andreas nicht nur Schutzheiliger der Fischer, sondern auch der Liebenden und des Ehestandes ist.

Die Bräuche hierzu variieren: man schaut ins Feuer und sagt ein Sprüchlein oder Gebet auf (Andreasgebet), und im Feuer oder Spiegel soll dann Derjenige welcher erscheinen. Oder man aß eine Semmel in drei Bissen und wer einem dann als erster begegnet sollte es sein, usw. Die Brüder Grimm haben es in ihren „Deutschen Sagen" so aufgeschrieben: „Es ist Glaube, dass ein Mädchen in der Andreas-Nacht, Thomas-Nacht, Christ-Nacht und Neujahrs-Nacht seinen zukünftigen Liebsten einladen und sehen kann. Es muss einen Tisch für zwei decken, es dürfen aber keine Gabeln dabei sein. Was der Liebhaber beim Weggehen zurücklässt, muss sorgfältig aufgehoben werden, er kommt dann zu derjenigen, die es besitzt und liebt sie heftig. Es darf ihm aber nie wieder zu Gesicht kommen, weil er sonst der Qual gedenkt, die er in jener Nacht von übermenschlicher Gewalt gelitten und er des Zaubers sich bewusst wird, wodurch großes Unglück entsteht." Ein anderer Brauch ist das Pantoffelwerfen, bei dem ein unverheitatetes Mädchen seinen linken Pantoffel über die Schulter zur Tür werfen soll. Wenn der Pantoffel mit der Spitze zur Tür fiel, bedeutete das, dass sie noch im selben Jahr heiraten wird.

Es gibt aber auch Bräuche, die in anderem Zusammenhang stehen. Das stille Sammeln von Kastanien-, Birken-, Weiden-, Flieder- und Obstbaumzweigen am Andreasabend (sollte im Winter den Frühling ins Haus holen) gehört dazu. Auch liefen die Kinder maskiert, lustige Verse aufsagend, von Haus zu Haus und wurden dafür beschenkt (Halloween)."

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Soviel zum Thema "Christentum und Aberglaube". Ich persoenlich kenne die Andreasnacht aber eher aus Goethes Faust 1. Ich denke, im Werk selbst wird es nicht zeitlich beschrieben, aber man kann es irgendwie anhand anderer Daten im Werk berechnen: Die Nacht, in der Faust in der Hexenkueche Gretchen gezeigt bekommt, soll die Andreasnacht sein. Ansonsten faellt mir nur noch ein, dass die Andreasnacht traditionell-esoterisch als sehr gute Zeit zum Kristallkugellesen beschrieben wird und dass man irgendwie... Ach, irgendetwas mit Bergkristall war da noch ;) Gehabt euch wohl.

cn P