Memoriae Ex Aeterna Nocte

31.01.2007 um 01:08 Uhr

30.1.07

Ich oeffnete langsam die Augen. Schwer drueckte sich mein Koerper auf den steinigen Untergrund. Ich muss auf dem Ruecken gelegen haben, denn das erste, was ich sah, war ein hellblauer Himmel mit weissen Schaefchenwolken und grelles, sommerliches Sonnenlicht. Ich lebte noch? Muehsam versuchte ich, mich zu erheben. Da stand ich und blickte an mir herab. Blut, ueberall Blut. Aber ich lebte doch noch, trotz allem?

~*~

Um 3 Uhr offline - Was fuer eine muehsame Zeit noch auf mich zukommen wuerde. Muede legte ich mich schlafen. Am naechsten Morgen um 10 Uhr stand ich muede und schwach wieder auf. Den gesamten Morgen musste ich mir das uebliche Gelaber anhoeren, wirklich PAUSENLOSES Gelaber, und ich fuehlte mich krank - Aber heute musste ich wirklich durchhalten. Den Bus verpasste ich - Er war 5 Minuten zu frueh vorbei gefahren. Daher musste ich mich mit prostituiertenhaft gekleideten, kettenrauchenden jungen "Damen" abgeben, mit irgendwelchen schrulligen alten Herren, und mit besoffenen Obdachlosen. Und ich bekam wieder graessliche Kopf- und Bauchschmerzen aufgrund eines ueblen Parfuems. Der Busfahrer quatschte die gesamte Zeit mit einem Kollegen. Dabei verpasste er sogar mehrere Haltestellen und grosser Unmut machte sich unter den Fahrgaesten brei. Dann wusste der Kerl nicht einmal mehr, welche Linie er gerade fuhr. Stellen die Verkehrsbetriebe nur Idioten ein?

Ich sass herum und erinnerte mich an diverse Dinge... Beispielsweise an einen gewissen Unfall, den ich gestern bereits angesprochen hatte. Wie mich danach einige Leute, zumindest wenige Tage lang, fast umsorgten. Bevor der uebliche "Krieg" losbrach. Kranke Leute sind vielen Menschen doch nur ein Klotz am Bein. Das bekam ich deutlich zu spueren, so viel Mobbing haetten sie einer gesunden Person sicherlich nicht angetan, dazu waeren sie zu feige gewesen! Aber wenn es einem schlecht geht, schlagen sie in der Not nur noch weiter auf einen ein. Sie nutzen wie die Geier jede Schwaeche. Ich verabscheue solche Menschen. Aber die ersten Tage... Da machten sich einige wenige Leute ein wenig Muehe mit mir. Ich weiss noch, wie jemand fuer mich Weissbrot in Wuerfel schnitt (Ich konnte nicht einmal Besteck halten) und in Tee tunkte. Leider konnte ich die auch nicht essen, nein, eigentlich konnte ich gar nichts essen und trinken, weil mein ganzer Mund wund war. Ich habe einige Tage nichts zu mir genommen und habe schon einiges an Gewicht verloren. Danach ernaehrte ich mich zwei Wochen lang nur von Jogurt. Bin ich vielleicht deswegen verrueckt geworden? ;)

Ich dachte noch weiter zurueck. Wie ich frueher, als Kind, jedes Wochenende mit meiner Mutter im Tempel gewesen war. Und wie offen sie mich eigentlich erzogen hat. Manchmal hat sie seltsam verklemmte Phasen, manchmal ist sie so offen, dass ich eigentlich - laut Psychologenmeinung - in der Kindheit schon hoechst traumatisiert haette werden muessen. Wie dem auch sei - Ich fand diese offene Erziehung eigentlich sehr gut. Ich denke, von Homosexualitaet, als Beispiel, habe ich das erste Mal schon mit 4 oder 5 Jahren gehoert. Meine Mutter hatte auch Transgender-Freunde bzw -Freundinnen. Mit vielleicht 6 Jahren habe ich mal spaet abends eine Travestieshow gesehen, meine Mutter hatte mich mitgenommen. Nein, keine von den "seltsamen" deutschen Travestieshows, sondern eine mit thailaendischen Katoeys. Eine Modenschau, um genau zu sein. Vielleicht liegt es daran, dass ich eine Vorliebe fuer sehr feminine Maenner/Jungen entwickelt habe, aber das stoert mich nicht - Ich habe diese Neigung sehr gern ;)

Einige Asis rissen mich aus meinen Gedanken. Aber nicht lange. Wo war ich stehen geblieben? Ich denke, mein "Vater" hat meinen Charakter auch ordendlich versaut. Die Tatsache, jahrelang ohne Mutter aufgewachsen zu sein (Ich spreche hier von der Zeit, nachdem meine Mutter die Familie verlassen hatte - Danach war auch nichts mehr mit Modenschauen und Tempelbesuchen) muss mich sehr jungenhaft oder zumindest "maedchen-untypisch" gemacht haben. Meine Mutter hat sich danach noch lange Zeit beschwert, ich wuerde nur "maennliche" Kleidung tragen. Wenn ich mich so ansehe, aktuell, wie ich draussen herumlaufe... Ja, das stimmt. Aber muss man unbedingt "Frauenkleidung" tragen? Das tue ich ja auch ab und zu. Nur im Alltag sind mir Jeans und Tshirt praktischer, als Roecke und irgendwelche knappen Tops oder irgendwelche Blusen (Nur fuer besondere Gelegenheiten oder in der Freizeit laufe ich im Kleid herum, oder mit Rock, Bluse und Korsett). Aber auch, was mein Verhalten betrifft... Aber vielleicht ist das auch nur diese Offenheit? Fuer mich gab es nie "dafuer darfst du dich nicht interessieren", "das ist nichts fuer Maedchen" oder "das ist Jungenkram". Ich bin meinen Interessen nachgegangen, egal, ob sie eher jungen- oder maedchentypisch sein sollen, und ich denke, es hat mir keineswegs geschadet. Ich mag, was aus mir geworden ist (Besser, als eine "Tussi" zu sein, ist es allemal!).

ER kommt mit meinem Charakter auch sehr gut klar. Das ist auch so eine Sache, auf die es ankaeme ;) Was den Unterricht heute betrifft... Es war viel sinnloses Blahblah. Mehr kann ich dazu kaum sagen. Einige Stichworte habe ich mir gemacht. Dazu ein andern Mal. Und dann habe ich Buecher bekommen... Nicht nur das eine, worueber ich eigentlich schreiben sollte, sondern noch ein anderes in der Dicke eines Grossstadt-Telefonbuches, an dem ich mich dann totschleppen durfte! *amok* Und das nur, weil in diesem grossen Sammelding ein kleiner Artikel zu "meinem" Thema war - Also die 10 Seiten haette mir die Prof ruhig kopieren koennen! Aber nein, ich muss das ganze Buch hin und her schleppen... 10 Minuten ueberzogen hatten wir auch noch. Ich regte mich ausserdem ueber einige andere Studenten auf... Also wie dumm einige Leute sind, ist doch wirklich unglaublich! Wie asozial, ebenfalls... Und niveaulos. Oder gehoert es mittlerweile zum guten Ton, seine Lebensgefaehrtin als "die Nutte" zu bezeichnen?! Und dann haben sie noch Witze ueber Behinderte und ueber Kranke gemacht, danach meinte die eine Tussi, sie litt unter Depressionen, dabei bin ich mir sicher, sie weiss nicht einmal, wie man das schreibt. So viel Scheiss haben sie geredet und ich dachte mir nur eines: Mit solchen Leuten WILL ich gar nichts zutun haben!

Das Wetter war graesslich. Endlich sass ich, es war schon spaet, im Bus. Meine Haende sahen schrecklich aus... Schneeweiss und die Adern traten alle stark dunkelblau deutlich hervor. Gerade an den Fingerspitzen sahen sie erschreckend aus. Woher das so ploetzlich kam - Keine Ahnung. Ich sass also im Bus nach Hause und dachte wieder ueber seltsamste Dinge nach. Wieso ist die Handhaltung beim Beten in vielen Religionen so annaehernd gleich? Gibt es dafuer eine Erklaerung? Ich blaetterte ein wenig im Geschichtsbuch. An sich ein nettes Thema, nur sehr viel zu lesen und zu wenig Zeit :/ Also wird es noch sehr muehsam. Ich sinnierte weiter... Ich fragte mich, wie lange ER wohl braeuchte, um Thai zu lernen? Allein aus dem Umgang mit meiner Mutter heraus kennt er ja schon einige Worte. Ich habe die Angewohnheit, wenn ich unkonzentriert bin, und in einer Sprache gesprochen habe, andere Personen in derselben anzusprechen, auch, wenn sie sie gar nicht verstehen... Dh wenn ich gerade mit meiner Mutter auf Thai sprach und ER mich dann etwas fragte, antwortete ich gewoehnlich automatisch auf Thai... Also Phrasen wie "Warte mal", "Ja", "Nein" oder "Komm her" kennt ER schon ;) Soetwas ergibt sich einfach aus dem "Zusammenleben". Es ist schon erstaunlich... Aber ich habe die Sprache ja auch durchs Leben gelernt, nie in irgendeiner Schule oder weiss ich was. Einfach durch den Umgang mit anderen Kindern.

Es war auf meinem ersten Urlaub in Thailand. Ich sprach nur Deutsch, die anderen Leute nur Thai. Irgendwie kam man trotzdem miteinander klar und ich sprach binnen nicht einmal einer Woche fluessig Thai :) Zumindest das, was man alltaeglich brauchte. Mehr hat sich mit der Zeit ergeben. Und ich frage mich immer: Wie viel, von dem, was sich in meinem Charakter befindet, ist "typisch asiatisch"? Ich denke schon, es ist eine Menge. Und wie weit spiele ich eine "Rolle"? Ich weiss es nicht. Dann war es Zeit, auszusteigen. Ich verpasste die Bahn wegen einiger im Weg stehenden und die Rolltreppen blockierenden Menschen. 10 Minuten Wartezeit! Dann Busausfall... Asis, schreiende Kinder, hysterische Hausfrauen. Ein violetter Himmel... Die Baumwipfel lagen schwarz davor. Waere es moeglich gewesen, haette ich den Anblick gerne fotografiert. Im Bus sass dann ein komischer Typ neben mir. Er war mir vom gesamten Verhalten her sehr suspekt. Zuhause: Keine Post, dafuer ganz toller Uringestank im Aufzug *zyn* Und dann koennen diese Leute nicht einmal die Lueftung einschalten!

Ich war eine Weile online, habe gelesen und Hausaufgaben gemacht. ER sollte erst noch heim kommen - Heute erst gegen 7, es sollte also sehr spaet werden :( Gezeichnet habe ich auch wieder und massenhaft Ideen. Dann habe ich noch etwas bei Youtube gefunden, worueber ich einerseits den Kopf schuetteln, anderseits herzhaft lachen konnte. Den Link habe ich leider nicht mehr. Es war ein 15(!)-minuetiges Video, in dem ein "Aktionskuenstler" in Jeans und Tshirt dastand und sich kreisrunde Loecher in die Kleidung schnitt. Von derselben Person gab es auch ein Video, in dem er Butterkloetze an eine weisse Zimmerwand warf. Vielleicht hielt sich der arme Mensch fuer Beuys. ER kam heim. Eigentlich gibt es nicht mehr viel zu sagen. Morgen - Mein 1. Vortrag :/ Drueckt mir bitte die Daumen! Und dann muss ich weiter lernen und einen anderen Vortrag schreiben. Es folgen: Montag - Klausur, Dienstag - Vortrag, Samstag - Klausur, danach muss ich mich um meine Semesterarbeiten kuemmern und eine muendliche Pruefung im Maerz habe ich auch noch :(( Die bereitet mir am meisten Sorge. Denn davon hab ich keinerlei Ahnung :/ Abends nervte wieder der Besoffene an der Haltestelle. Mensch, ist der strunzdumm *seufz* Und soetwas von nervraubend. Im Bus sassen dann auch nur Chaoten. Der Fahrer wurde lautstark angepoebelt, dann wurde Bier verschuettet, einige senile Alkoholiker sassen auch herum und eine alte Frau, die auch schon geistig nicht mehr klar war. Sie war die einzige, die mir von all den Menschen Leid tan. Die anderen konnten sehr wohl etwas fuer ihr unangebrachtes Verhalten.

"Zuhause" war alles wie immer. Auch das Gelaber ist immer dasselbe und immer gleich belaestigend. Online ist auch alles wie ueblich. Gehabt euch wohl!

cn P

30.01.2007 um 01:21 Uhr

29.1.07

Stimmung: Geht so.
Musik: Brahms.

Ich weiss ehrlich gesagt nicht recht, was ich ueber den heutigen Tag noch schreiben sollte. Ich war um 2 Uhr offline und bald schlafen gegangen, wurde frueh morgens aufgrund von Renovierungslaerm und Kindergeschrei wach (Ja, wie ueblich :/ ), stand um 11 Uhr auf und danach musste ich mir den gesamten Morgen daemlichste Unterstellungen, bloedsinnige Vorurteile und was weiss ich noch von meinem "Vater" anhoeren. Und ich wartete Ewigkeiten auf mein Fruehstueck. Ich haette angesichts des vielen dummen Gelabers auch ganz darauf verzichten wollen, aber ich hatte keine Wahl... Der Morgen war einfach nur nervtoetend. Das Gequassel aus dem Radio, das stellenweise auch nicht gerade intelligent war, ging mir auch auf den Geist. Dann quaelte ich mich zum Bus... Das Wetter war nicht das beste. Es sah zwar interessant aus, aber angenehm, dabei herum zu laufen, war es garantiert nicht. Den Bus verpasste ich uebrigens knapp - 10 Minuten Wartezeit.

Ich musste irgendwie wieder ueber meinen "Vater" nachdenken, und immer, wenn ich das tue, werde ich aus nicht unbedingt so undurchschaubaren Gruenden, sauer. Ich muss nur zB daran denken, dass das erste, was er nach einem Unfall von mir, nachdem ich im Krankenhaus war, gefragt hatte, war, ob ich etwas Materielles beschaedigt haette. Und wehe, er habe keine Lust, Schaeden, die ich anrichte, zu bezahlen. Um meinen Gesundheitszustand hat er sich keinen einzigen Moment gekuemmert! Als ich erwaehnte, dass ich im Krankenhaus war (Es geschah zu einer Zeit, bei der ich auf Reisen war und demnach nur telefonisch irgendwie mit meinem "Vater" in Kontakt treten konnte), sagte er nur "Ach", und meinte daraufhin, ich wuerde doch sicher uebertreiben. Selbst, als ich zwei Wochen spaeter wieder "nach Hause" kam (Sagen wirs so: Verletzt auf Reise ist immernoch besser als verletzt in der Hoelle bei meinem "Vater", deswegen bin ich nicht frueher zurueck gekehrt!), und immernoch deutlich sichtbare Wunden hatte (Ich rede nicht nur von bleibenden Schaeden, auch die kleineren Abschuerfungen, usw, waren noch stark verschorft und zT eitrig), kuemmerte dies meinen "Vater" nicht im geringsten. Ich weigerte mich, mit dem Fahrrad heim zu fahren, das ich auf der Reise bei mir gehabt hatte... Ich wollte es eher schieben... Konnte durch die Verletzungen in den Handinnenflaechen eigentlich auch gar nicht fahren. Ich wurde dazu gezwungen. "Stell dich doch nicht so an, so schlimm ist es nicht!".

Fotos aus der Zeit gibt es keine. Ich habe mich damals strikt dagegen gewehrt, da ich mich selbst nicht im Spiegel ansehen konnte. Die ganzen Wunden, das Blut, das ebenfalls dunkelrote Desinfektionsmittel, die Narben... Ich konnte mich einfach nicht so sehen. Es war so, als haette ich ein Monster vor mir. Seid ehrlich: Wuerdet ihr nicht erschrecken, wenn ihr eine Person vor euch haettet, deren halbes Gesicht komplett verschorft ist? Bin ich froh, dass das alles so weit abgeheilt ist, dass man bis auf eine kleine Narbe an der Augenbraue nichts mehr vom Unfall sieht! Davor hatte ich ebenfalls Angst gehabt. Wo ich schon psychisch komplett angeknackst war, wollte ich nicht auch noch haesslich sein. Nicht haesslicher als sonst, zumindest. Der leere Blick und das seltsame Grinsen, das ich eine Weile nach dem Unfall hatte, waren schon krank und abstossend genug.

Insgesamt war es jedoch eine interessante Erfahrung. Sicherlich hat sie viele Schmerzen bedeutet, einiges habe ich auch fuer immer verloren (Erwaehnte ich schon einmal, dass mir ein halber Schneidezahn fehlt?), aber diese Erfahrung, was geschieht, wenn ein Koerper einen "Notfall" erlebt - Wie ploetzlich das Schmerzempfinden komplett aussetzt und was fuer psychische Schaeden man davon traegt... Das hat mir viel ueber das Wesen "des Menschen" und ueber mich selbst als Person gesagt. Klar hatte ich Monate nach dem Unfall noch Angst, ich koennte wieder verrueckt werden (Hatte einige Wochen Dissoziationen, inklusive Depersonalisation und Derealisation -> Interessierte koennen hier nachlesen: HIER KLICKEN), aber zum Glueck ist es nie wieder passiert. Doch hat mich das Erlebte als Person natuerlich sehr gepraegt. Eigentlich koennte ich "dankbar" sein. Ich mag mich als Wesen eigentlich sehr, um ehrlich zu sein... So, wie ich es heute bin. Und dieses Erlebnis hat dieses heutige Ich mit geformt. Ohne dieses Unglueck - Wer weiss, wer/wie ich dann waere!

Aber im Moment war ich eigentlich nur genervt vom Gelaber meines "Vaters" und voll an den anderen Dingen um mich herum. Zuhause - Keine Post, ansonsten habe ich eigentlich den gesamten Tag fotografiert und exzessiv gezeichnet. Es ist nichts fertig geworden, was man veroeffentlichen koennte, aber ich habe den gesamten Tag geuebt, neue Techniken probiert, skizziert, usw. Ich habe immernoch etliche Ideen im Kopf, leider wird es noch eine Weile dauern, bis ich alles umsetzen kann - Wer weiss ausserdem, wie viel ich in der Zwischenzeit leider wieder vergessen werde. Zur Uni ging ich also nicht - Aber das wird schon irgendwie. Gelernt habe ich am Abend leider wenig. Viel weiter gezeichnet, am PC gesessen... Keine Ahnung. Es wurde leider schnell sehr spaet. Wenigstens nervte der Besoffene nicht mehr im Bus... Heute bekamen WIR ihn gar nicht zu sehen. ER hat uebrigens noch kein Ergebnis der Blutprobe vom Arzt erhalten. Auf der Arbeit gab es aber wieder Probleme, weil sie wiedermal behaupten, das Attest sei nie bei ihnen angekommen *amok* Was fuer ein Sauhaufen! Und solche Idioten entscheiden darueber, ob man seinen Abschluss bekommt, oder nicht... Solche Deppen, die organisatorisch NICHTS im Griff haben.

Es wird langsam wieder "waermer" draussen. Angeblich sollen es im Moment 2 Grad draussen sein. Aber... Es kuemmert mich wenig. Eigentlich hoffe ich im Moment nur eines: Dass ich die naechsten 2 Wochen irgendwie ueberlebe. Dann habe ich erst einmal ein wenig Ruhe... Keine Vorlesungen, dafuer muss ich in der Zeit die Semesterarbeiten schreiben. Aber das geht fast noch... Ich hasse nichts mehr, als gewisse Professoren als Person sehen zu muessen, und die langen Busfahrten... 3 Stunden pro Tag :/ Oh, mir wird schlecht, wenn ich an morgen denke, da werde ich mit der Geschichtsprof wegen des Buches sprechen muessen - Ich bin gespannt, was sie mir dieses Mal vorwirft :/ Oder sie hat das Buch vergessen und dann habe ich den Salat - Wuerde mich absolut nicht wundern! Aber irgendwie... MUSS ich das ueberstehen! Das Leben geht doch irgendwie weiter... Hier, mit meinem "Vater", wie immer derselbe Stress... Spaet online... Ich wuerde gerne noch einiges lesen. Bin ein wenig muede. Aber eine Weile bleibe ich wohl noch... Gehabt euch wohl.

cn P

29.01.2007 um 18:11 Uhr

*seufz*

von: AngelInChains   Kategorie: Bilder   Stichwörter: Kunst, Wetter, Fotografie, Studium, Universität, Depression

Die eine Haelfte des Tages habe ich wie besessen gezeichnet, die andere bin ich vorm Balkonfenster herumgerannt und habe den Himmel fotografiert. Eigentlich wollte ich ja zur Vorlesung... Aber dann verpasste ich den Bus, und im Nachhinein erfuhr ich, dass heute sowieso nur Fragestunde zur Klausur waere... Wozu brauche ich die, ich habe den Ordner und den Rest kann man irgendwie erfragen... Nun werde ich wohl noch ein wenig lernen, was vorhin aufgrund schon fast manisch-depressiver Stimmungsschwankungen leider nicht moeglich war. Ich verabscheue meine Sprunghaftigkeit manchmal. Meine ploetzlichen Stimmungswechsel, bei denen ich manchmal nicht einmal weiss, woher sie stammen. Der Himmel sieht wirklich seltsam aus... Ich denke, gleich werde ich zum 100. Mal ans Fenster rennen, mit der Kamera in der Hand. Statt einfach dort stehen zu bleiben...

Der Himmel sah wirklich so aus. Bild wurde NICHT nachkoloriert oder veraendert!

Aber eines ist doch nicht ganz so, wie man vielleicht glauben koennte: Das Bild ist nicht von heute, sondern vom 1.1.07. 

cn P 

29.01.2007 um 01:43 Uhr

27. und 28.1.07

Um 2:30 offline, krank, unterkuehlt... Am naechsten Morgen um 9:30 aufgestanden, ich "wollte" zur Bibliothek, und deren Oeffnungszeiten waren sehr beschraenkt... Und zwar auf den Vormittag bis zum fruehen Nachmittag. Aber es musste einfach sein, trotz Krankheit und Muedigkeit. Mein "Vater" jammerte, troedelte und schrie auch wieder nur herum... Alles ging mir ziemlich auf gen Geist. Dann rief auch noch meine Mutter an: Sie wuerde bald wieder nach Thailand reisen, und woellte dort - einfach mal so - noch eine Ausbildung zur Anwaltshilfskraft beginnen... Wer es noch nicht wusste: Meine Mutter "sammelt" Ausbildungen... Waehrend der letzten Reise vor einem Jahr erlernte sie offiziell Massage und Akupressur... Ihr erster Arbeitsplatz war in Thailand auf dem Amt gewesen, sie war, wenn man so will, Beamtin, und nachdem sie in Deutschland angekommen war bzw nachdem sie sich dann nach Jahren von meinem "Vater" trennte, begann sie erst einmal wieder mit Verkaufstaetigkeiten in einer Baeckerei, einem Blumenladen oder danach in einem Restaurant, und ich bin gespannt, was als naechstes kommt... Und dann bockte auch noch mein Akku herum... Was solls. Ich musste sowieso gleich los. Wenn ER endlich hier ankommen wuere. Bis dahin habe ich noch ein wenig gelernt...

Zum Aufenthalt an der frischen Luft lassen sich folgende Dinge anmerken: 1. Man wurde irgendwie ueberall angestarrt. 2. Es schneite. 3. In Bus und Bahn begegneten einem viele Menschen, die man lieber nicht getroffen haette (Asis, hysterische alte Damen, poebelnde Hausfrauen, Menschen, die mit 5 Kinderwagen in einen ueberfuellten Bus steigen wollen, usw, Penner, reine Idioten, Menschen, die nach Alkohol und Urin stinken)... Irgendwie war alles katastrophal. Dann gab es noch eine Buspanne. Stau. Einen Krankenwageneinsatz, nachdem eine alte Frau zu hysterisch geworden war. WIR standen in der Kaelte und warteten auf den naechsten Bus. Meine Fingernaegel wurden schon dunkelblau. Eigentlich hatte ich den gesamten Tag damit zu kaempfen. Dazu die Erkaeltung und all die anderen Wehwehchen... Was sich schliesslich in der Bibliothek abspielte, habe ich euch ja schon berichtet. Kein Wunder, dass man nach so einem Tag deprimiert ist, oder? Die Heimfahrt war auch nicht besser, als der Weg nach P., irgendwo hatten wir dann wieder eine gesperrte Bahnstrecke und es ging einfach nicht weiter, zum Glueck war in der Naehe zufaellig ein asiatisches Restaurant, wo wir nun am Nachmittag (Der gesamte Tag war im Grunde verschwendet) unser Mittagessen zu uns nahmen... Ich fand die Beschaeftigten im Restaurant sehr seltsam... "Heimliches" Verhalten und die Tatsache, dass ausser einem niemand dort ist, sind mir immer sehr suspekt... Aber das Essen war okay. Etwas teurer als sonst, vielleicht, aber ich denke, bald haette ich mich vor Hunger uebergeben, da musste es einfach sein. Sonst gab es ja in der gesamten Umgebung nichts :/ Kein Wunder, dort, am A* der Welt...

Es wurde immer kaelter. In S. schliesslich habe ich noch ein wenig fotografiert. Ca 3 Uhr waren WIR endlich zuhause. Eigentlich doch noch frueher, als ichs erwartet haette - Anderseits natuerlich trotzdem daemlich, wenn man bedenkt, dass es alles NICHTS gebracht hat - Ohne den "Umweg" waere ich schon um 10:30 zuhause gewesen. ER war noch schnell einkaufen gewesen, ich hab gleich online ein bisschen was erledigt... Allerdings besserte sich meine Stimmung nicht gerade, mit der Zeit wurde sie sogar immer schlimmer... Depressionen... Wirkliche... Ich denke nicht gerne daran zurueck. Habe auch viel verdraengt - uebrigens auch, was den heutigen Tag betrifft. Post gab es heute uebrigens keine. Den gesamten Abend habe ich mich um das eine Referat gekuemmert... Nein, nicht das, wofuer ich das Buch brauche, natuerlich nicht, waere auch gar nicht moeglich gewesen, aber... Ein anderes hatte ich schliesslich auch noch zu bearbeiten, muss es am Mittwoch vortragen. Ist ganz okay geworden. Das ueberlebe ich schon. Nun noch 1 Vortrag, 2 Klausuren... Das kann ja heiter werden. (Und ich werde etwas hektisch - Ich nehme an, man merkt es deutlich).

Erst um 2 Uhr in der Nacht wurde ich mit dem Vortrag fertig. Eine Weile verbrachte ich noch lesend, dann bin ich irgendwann eingenickt. Ich weiss nur, ich wurde irgendwann gegen 5 wieder wach und das Licht war noch an; ER war auch eingeschlafen, der PC lief aber auch noch... Ich fuehlte mich immernoch ziemlich elend. Aber es musste irgendwie weiter gehen... Das naechste Mal wurde ich ca 10 Uhr wach. ER schlief aber noch, so wollte ich auch noch nicht aufstehen. So kam es, dass ich noch bis um 13 Uhr herumlag. Danach habe ich mich ein wenig um Hausaufgaben gekuemmert und musste feststellen, dass die eine Prof IMMER binnen 10 Minuten antwortet, egal, wann man ihr eine Email schreibt - Selbst mitten in der Nacht! Hat die Dame denn gar keine Freunde, keinen Mann und keine Freizeit? Die letzte Nachricht von ihr war uebrigens ein Hinweis, wenn ich ein Buch braeuchte, koennte ich doch auch andere Studenten danach fragen. Schoen, nur hat keiner dieses eine Buch, da bin ich mir sicher! Dazu kommt, dass ich niemanden an der Uni kenne. Und ich kann ja kaum jeden irgendwo im Flur anlabern: "Entschuldigung, aber kannst du mir ein Buch ausleihen gehen?", obwohl wir uns gar nicht kennen! Das ist auch so ein Problem... Wenn ich Fragen habe, kann ich kurz mit Menschen darueber reden, vielleicht 10 Minuten, vielleicht einen Kurs lang. Danach aber wars das und es ergibt sich kein weiterer Kontakt. NIEMANDEN an der Uni kenne ich wirklich! Es sind alles Blablagespraeche, nichts, was einen irgendwie verbindet. Wird es immer so bleiben? Es macht alles schwerer, aber zu einer laengerfristigen Verbindung gehoeren immer zwei. Und da kann ich noch so gern jemanden naeher kennen lernen bzw laenger mit ihm in Kontakt bleiben, wenn er das nicht will. Und wieso sollte er es wollen? Die anderen, die, nicht wie ich im Nachrueckverfahren, sondern zum regulaeren Datum, mit dem Studium begonnen haben, kennen einander alle schon. Unter diesen Leuten haben sich schon Freundschaften ergeben. Ich kam erst, als dieser Prozess schon vorbei war. Demnach... Bin ich einfach nicht in diese Gruppe aufgenommen worden.

Was soll ich zum restlichen Tag sagen? Ich habe gelesen, herumgedoest, wieder zu lange im Bad verbracht (Wie uebrigens auch am Vortag schon), bisschen Hausaufgaben gemacht, online geschaut... Abends dann wurden WIR wieder vom Besoffenen belaestigt. Ich finds einfach nervtoetend... Kann man da nichts gegen unternehmen? Was wuerdet ihr tun? Es war wieder windig, einige Medien werden schon wieder hysterisch und reden schon wieder von Sturmkatastrophen, ich kanns jedoch absolut nicht bestaetigen, fand das heute Abend draussen eigentlich ziemlich "normal" fuer die Jahreszeit. Mein "Vater" jammerte und meckerte wieder nur herum, ich kann es nicht mehr hoeren, immer dasselbe daemliche Geschrei... Online konnte ich auch erst spaet, weshalb ich auch mit allem irgendwie eine halbe Stunde spaeter dran bin, als sonst... Mal sehen, was... Oder ob ich nun ueberhaupt noch etwas schaffe; dieses daemliche Gebloeke die ganze Zeit macht mich krank... Und einige Leute, mit denen ich gerade online kommunizieren konnte, waren auch nicht grad die Kluegsten... Ach... Gehabt euch wohl! Das Leben geht weiter.

cn P

28.01.2007 um 22:23 Uhr

Noch ein Stoeckchen ueber die Liebe

von: AngelInChains   Kategorie: Stöckchen   Stichwörter: Liebe, Stock, Stöckchen, Umfrage, Fragebogen

01. Wie oft warst Du schon verliebt?
* Am "Durchschnitt" gemessen, nicht sonderlich oft.

02. Aussehen oder Charakter?
* Der Charakter ist das Wichtigste.

03. Bist Du mit Deiner großen Liebe zusammen?
* Ja.

04. Wolltest Du schonmal wegen Liebeskummer sterben?
* Nein.

05. Was ist Dir das Wichtigste in einer Beziehung?
* Man kann es nicht auf eine Sache beschraenken. Aber ich denke, die Grundvorraussetzung ist - wer haette das gedacht - die Liebe. Alles andere ergibt sich daraus.

06. Darf Dein Partner fremdgehen?
* Niemals.

07. Möchtest/ hast Du Kinder?
* Beides nicht.

08. Was ist das Verrückteste, was Du im Rausche der Verliebtheit angestellt hast?
* Vielleicht die Tatsache, im Grunde mit meinem gesamten bisherigen Leben und meinem gesamten Umfeld gebrochen zu haben, um meine Liebe leben zu duerfen.

09. Bist Du aktuell verliebt?
* Ja.

10. Eroberst Du, oder lässt Du Dich erobern?
* Ersteres. Definitiv.

11. Hast Du einen Fetisch?
* Wuerde man sie auflisten, haetten die Aufzeichnungen die Dicke eines Telefonbuchs.

12. Willst Du heiraten?
* Ist nicht unbedingt noetig.

13. Was darf Dein Partner auf keinen Fall?
* Fremdgehen.

14. Wie sollte der Charakter Deines Partners aussehen?
* Ich will nicht wiederholen, was wohl gut 80% aller Menschen auf diese Frage antworten wuerden. Natuerlich sollte er verstaendnisvoll, zaertlich, blah blah, usw, sein.

15. Wo hast Du Deinen Partner kennengelernt?
* Unsere 1. Unterhaltung fuehrten wir Weihnachten 2002 in einem Gothic-Forum, dass wir uns im Jahr darauf trafen, war mehr oder minder nur freundschaftlich gedacht.

16. Ist Dir Geld wichtig?
* Eher weniger, wobei es schon schoen waere, problemlos ueber den Monat zu kommen. Daran muessen WIR wohl leider noch arbeiten.

17. Großer Altersunterschied...
* Es kommt auf die geistige Ebene an. Ich will keine Zahl festlegen. Im Moment sind es nur(?) zwei Jahre. Ich haette uebrigens auch gegen einen Mann, der juenger ist, als ich, nichts einzuwenden. Wenn man jemanden liebt, liebt man ihn eben, egal, wie alt er ist.

18. Sex vor der Ehe?
* Muss jeder fuer sich selbst entscheiden. Ich lasse mich nicht davon beeinflussen, ob meine Beziehung auf irgendeinem Papier als "Ehe" bezeichnet wird, oder nicht. Fuer mich aendert das nichts an der Beziehung.

19. Liebe und Partnerschaft auch ohne Sex?
* Ja, gern.

20. Essen gehen oder gemütlich zu Hause futtern?
* Beides.

21. Fallen Dir Trennungen sehr schwer?
* Ja.

22. Wo möchtest Du mit Deinem Partner leben?
* Die naechste Zeit erst einmal weiter hier in B.

cn P

28.01.2007 um 16:30 Uhr

Zum 5. Todestag: Astrid Lindgren - Biographie

von: AngelInChains   Kategorie: Skandinavien   Stichwörter: Literatur, Skandinavien

Astrid Lindgren (* 14.11.1907 in Vimmerby; † 28.1.2002 in Stockholm an einer Virusinfektion), mit buergerlichem Namen Astrid Anna Emilia Ericsson, war eine der weltweit beruehmtesten Kinderbuchautorinnen. Ihre Werke wurden in 78 Sprachen uebersetzt und es existieren ueber 100 Millionen Exemplare ihrer Geschichten. 43 Filme und Fernsehserien basieren auf ihnen. Lindgren hat auch selbst Drehbuecher und Theaterstuecke verfasst. Bekannte von ihr erfundene Figuren sind, neben der wohl bekanntesten, Pippi Langstrumpf ("Pippi Långstrump"), Michel aus Loenneberga (im Schwedischen "Emil"), Madita ("Madicken"), Ronja Raeubertochter und Karlsson vom Dach.

Lindgren wurde 1907 in Näs bei Vimmerby in Småland als zweites von vier Kindern des Pfarrhofpaechters Samuel August Ericsson und dessen Frau Hanna Ericsson, geb. Jonsson, geboren. Sie hatte einen ein Jahr aelteren Bruder namens Gunnar und zwei Schwestern namens Stina (4 Jahre jueger) und Ingegerd (10 Jahre juenger).

Schon in der Schule fiel ihre schriftstellerische Begabung auf, nach dem Abschluss arbeitete sie als Volontaerin bei einer Zeitung in Vimmerby. Unverheiratet und mit 18 Jahren wurde sie schwanger vom Chefredakteur der Zeitung, weigerte sich jedoch, ihn zu heiraten, und reiste daraufhin nach Stockholm, um eine Ausbildung zur Sekretaerin zu beginnen. Am 4.12.1926 gebar sie ihren Sohn Lars in Kopenhagen in der einzigen Klinik Skandinaviens, in der Geburten nicht amtlich gemeldet wurden. Er wurde an Pflegeeltern vermittelt.

Ab 1927 arbeitete Lindgren in der schwedischen Buchhandelszentrale in Stockholm, ein Jahr spaeter wurde sie Sekretaetin beim koeniglichen Automobilklub, wo ihr spaeterer Ehemann Sture als Buerovorsteher angestellt war. 1929, jedoch erst nach schwerer Erkrankung von Lars' Pflegemutter, nahm sie ihren Sohn zurueck zu sich und brachte ihn zu ihren Eltern, wo sie spaeter auch gemeinsam mit ihre Ehemann lebte. Spaeter zogen sie ins Vasaviertel in Stockholm. 1934 wurde Tochter Karin geboren.

Ab 1937 arbeitete sie als Stenographin fuer einen Kriminalistikprofessor, erst ab 1943 begann sie, sich schriftstellerisch zu beschaeftigen. Wegen eines verstauchten Knoechels war sie gehindert, die Arbeit zu besuchen, und schrieb so zum 10. Geburtstag ihrer Tochter "Pippi Langstrumpf". Den Namen hatte sich die Tochter ausgedacht. Lindgren reichte eine Kopie des Manuskripts an ein Verlagshaus weiter, wo es jedoch abgelehnt wurde. Lindgren jedoch schrieb weiter; das Maedchenbuch "Britt-Mari erleichtert ihr Herz" erschien und gewann den 2. Platz bei einem Schreibwettbewerb. Daraufhin uberarbeitete sie "Pippi Langstrumpf" (1968 erstmals verfilmt) und gewann bei einem anderen Wettbewerb damit den 1. Preis. 1949 erschien das Kinderbuch erstmalig in Deutschland.

1941 bis zu ihrem Lebensende lebte Lindgren im Vasaviertel. Das Haus ist heute mit einer Gedenktafel gekennzeichnet. Zeitlebens setzte sie sich fuer Tierschutz, Menschen- und Kinderrechte ein. Ihre Person wurde immer mehr zu einem Mythos. 40 schwedische und sogar 140 deutsche Schulen tragen ihren Namen.

1973 brach ein Skandal ueber "Die Brueder Loewenherz" los, das nach Kritikermeinung den Suizid verherrlichen soll. Lindgren war ausserdem Mitglied im Verein "Das Recht auf unseren Tod", der sich nicht nur fuer ein Sterben in Wuerde, sondern auch fuer aktive Sterbehilfe einsetzte.

Auch im hohen Alter war noch viel von Lindgren zu hoeren. Sie schrieb "Erwachsenenmaerchen" und unternahm eigentlich eher Kindern zugeschriebene Dinge, wie zum 80. Geburtstag einer Freundin medienwirksam mit dieser auf Baeume zu klettern. Auch politisch war sie noch aktiv. So rief sie zur Abwahl der sozialdemokratischen Regierung unter Olof Palme auf, obwohl sie seit den 30er Jahren selbst Mitglied dieser Partei war.

(2. Teil folgt)

cn P

NACHTRAG:

Das "Steuermaerchen" Pomperipossa in Monismanien gibt es in 14 Teilen bei Leo14 zu lesen: HIER KLICKEN

28.01.2007 um 15:31 Uhr

Entleibungssucht und mehr... Dumme Zitate aus der Uni, Teil XY

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Studium, Universität, Gesellschaft

1. Kurs

Neulich im Geschichtskurs... An der Tafel steht gross "Carlo Ginsburg". Meldet sich eine Person und fragt: "Wie wird er ausgesprochen? Ginsburg oder Ginsberg?"

Professorin: "Inquisitoren und Anthropologen haben vieles gemeinsam. Sie beide befragen Menschen, suchen eine Antwort, haben ein Ziel vor Augen, fuehren in ihrem Beruf Dialoge, koennen das Ergebnis beeinflussen und unter Umstaenden finden auch Monologe statt."
-> Dann hat sicherlich auch ein Fleischer viel mit einem Hochschulprofessor gemeinsam. Sie beide koennten prinzipiell mit Menschen sprechen, haben definitiv ein Ziel vor Augen und das Ergebnis ihrer Taetigkeit wird auch sehr von ihnen beeinflusst...

...und all das soll so schwer zu verstehen sein?

2. Kurs

Studentin: "Ich hab keine Ahnung, was eine Metapher ist."

Professorin: "Wir spielen unbewusst alle nur Rollen." (wuerde wohl zumindest Freud sagen...)

weiteres leeres Gelaber...

Professorin: "Man kann sich nie in jemanden hinein versetzen!"
-> das erklaert wieder, wieso diese Welt so beschissen ist.

Auf die Wahl zur Studentenvertretung bezogen: Studentin: "Ich habe keine Ahnung, welche Partei ich waehlen soll, also hab ich einfach mal die Leute angekreuzt, die den schoensten Namen hatten."
-> *seufz* So dumm kann man doch nicht sein, oder? Da hoffe ich nur, dass bei den naechsten staatlichen Wahlen die "schoensten" Namen nicht NPD-Politikern gehoeren.

3. Kurs

Professorin: "Gewalt... Das kennen wir nur aus Erzaehlungen"
-> Wieso duerfen Blinde und Taube lehren?!

Professorin: "Es ist doch absurd, dass sich jemand die Pulsadern aufschneidet, nur um auf sich aufmerksam zu machen. Da wuerden doch subtilere Methoden ausreichen."
-> Bei Menschen, die glauben, es gaebe in Deutschland keine Gewalt, sicherlich nicht! Und es nervt mich immernoch, dass Lehrende so viel Bloedsinn erzaehlen duerfen.

Professorin: "Suizid ist nicht umsonst in der Bundesrepublik immernoch strafbar."
-> Nicht einmal davon hat sie eine Ahnung. Suizid ist NICHT strafbar!

4. Kurs

Professorin: "Werther ist ein Dilettant. Er kann niemals wirkliche Kunst schaffen, da er eins mit ihr wird und ihm somit das Gemisch aus Distanz und einfuehlender Naehe fehlt."
-> Bevor man soweit seine Klappe aufreisst, sollte man lieber mal in den Spiegel sehen. Genau diese Frau Prof ist naemlich auch nicht faehig, ihren Beruf auszuueben. Genau genommen nicht einmal ansatzweise.

Professorin: "In der Literatur geht es immer um Neuerungen."
-> Immer.

weiteres sinnentleertes Geschwafel, das niemand versteht... Aneinanderreihungen von Fachbegriffen, von denen einige meines Erachtens sogar falsch angewendet wurden... Mehrere Minuten lang...

cn P

27.01.2007 um 23:21 Uhr

Tiefe Depression.

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Studium, Universität, Stress, Depressionen, Krankheit

Stimmung: Sicherlich erscheine ich albern.
Musik: Keine.

Ich habe Bauchschmerzen. Den gesamten Tag nichts gegessen. Ich bin unterkuehlt... Wohin ich sehe... Bestiae, Fratzen. Irgendetwas ist in mir, was meine Gedanken vollkommen zerfrisst.

Ich habe soeben eine Nachricht an meine Professorin geschrieben. Ich bat, mir ihr Exemplar leihen zu koennen (Allerdings auf ihr "Notfall-Angebot" hin), da ich auf das in P. in der Bibliothek nicht zugreifen kann. So pessimistisch(?), wie ich es bin, erwarte ich nun eine beleidigende, verletzende Antwort, und ich muss sagen, das verstaerkt meine Magenschmerzen noch. Aber ich habe doch keine andere Wahl! Geld, das nicht da ist, kann man nicht ausgeben. Es geht einfach nicht. Ich hoere schon, was ich immer wieder hoere: "Wer es sich nicht leisten kann, sollte eben nicht studieren".

Es macht mich krank. Wenn ich daran denke, dass auch noch zwei grosse Klausuren bevorstehen, uebernaechste Woche schon, wird mir richtig schlecht. Ich koennte den Kopf nur noch im Sand vergraben, eigentlich auch den Rest von mir mit. Mehrere Meter tief. Schoen viel kalte Erde darauf... Blumen erwarte ich nicht, es muss auch niemand an meinem Grab weinen.

Ich habe Depressionen, das ist klar. Mein Magen hat sich komplett umgedreht. Und dann ist da noch... S., du verdammtes Monstrum! Ich werde dich niemals mehr ansehen. Nein. Wir verlieren alle immer wieder. Ich sollte kein Wort mehr sagen.

cn P

27.01.2007 um 16:35 Uhr

Studium: Zum Sichuebergeben.

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Studium, Universität, Literatur, Finanzen, Stress

Da hat man eine Professorin, die einen beauftragt, ueber ein Buch ein Referat zu schreiben, das es weder in der Unibibliothek mit ihren 20.000 Buechern, noch ueberhaupt in ganz B. gibt; und sich gerade damit abgefunden, extra in die Stadt P. zu fahren - Und da faehrt man auch dorthin... Und stellt, nachdem man in der Bibliothek eine Viertelstunde nach einem freien Schliessfach gesucht hat, und hinein gehen moechte, fest, dass die Nutzungsbedingungen zu Jahresbeginn geaendert worden sind. Das an sich ist weniger ein Problem, als das, was die neuen Bedingungen besagen: 1. Zutritt zur Bibliothek gibt es nur mit Ausweis. 2. Den Ausweis muss man mehrere Stunden zuvor beantragen. 3. Die Beantragung des Ausweises mit einem Monat Gueltigkeit kostet 25 Euro!

Ich bin empoert wieder hinaus gegangen. Klar, die zwei Stunden Anfahrt haette ich mir dann auch sparen koennen. Eigentlich haetten sowohl die Professorin, als auch die Bibliothekswebsite darauf hinweisen koennen, dass das Betreten schon 25 Euro kostet. Fuer den Preis koennte ich mir das Buch fast schon kaufen. Genauer haette ich mehr davon; Schliesslich koennte ichs nach dem Gebrauch wieder verkaufen, den einen Eintritt in die Bibliothek bzw die 25 Euro dafuer bekomme ich nirgends wieder. Ich bin gegangen. Ich weiss, man soll Privates nicht am Arbeits- oder Studienplatz zum Thema machen. Aber ich bin sehr gewillt, der Professorin am Dienstag mal klar zu machen, dass nicht jeder einen Geld scheissenden Esel zuhause hat und ich nicht einfach mal 25 Euro ausgeben kann, um in einer Bibliothek am Arsch der Welt einmal fuer wenige Stunden in ein einziges Buch zu sehen!

Was so aus dem Referat werden soll, weiss ich nicht. Ich finde das Studium nur nochmals mehr absolut zum Kotzen.

cn P

27.01.2007 um 01:29 Uhr

26.1.07

Ploetzlich hatte eine tiefe innere Leere sie ergriffen. Sie glaubte, erzittern zu muessen, doch ihr Leib zeigte keine Reaktion auf das Schrecken, das ihren gesamten Koerper vereinnahmte. Sie seufzte nicht, als sie das Buch schloss. Sie lehnte sich zurueck, ergriff die Waffe auf ihrem Schreibtisch, und erschoss sich.

~*~

Den gesamten gestrigen Abend wurde ich noch zugelabert, angestarrt, konnte kein Wort schreiben. Denn ich schreibe nicht, wenn jemand zusieht, der dies nicht verstehen koennte oder woellte. Es ging mir dreckig. Dieses ganze Geschrei... Dieser eklige Geruch in dieser Wohnung, das verdreckte Bad, dann noch meine Krankheit... Um 3 Uhr ging ich offline und lag noch eine Weile auf meinem Bett herum. Mir ging es wirklich schlecht. Mir war kalt. Ich hatte Halsschmerzen. Ich habe tatsaechlich noch ein wenig am Vortrag gearbeitet. Ab 4 Uhr versuchte ich, einzuschlafen. Es gelang nicht. Die gesamte Nacht lag ich wach und des Morgens begann schon wieder der Laerm aus den Nachbarswohnungen zu draengen. Erschlagender Laerm...

Um 10 Uhr stand ich auf, war muede und hatte noch immer starke Kopfschmerzen. Krank war ich natuerlich immernoch. Mein "Vater" plagte mich weiter. Heute war mir alles so egal, dass ich nicht mehr als "seis drum" denken und nicken konnte. So kam es, dass ich in angeblich rutschfesten und aus Thermomaterial genaehten Winterschuhen hinaus ging, die weder das Rutschen auf dem Schnee verhinderten, noch warm waren, wie auch, wenn sie kaum bis zum Knoechel reichen? Noch dazu waren sie irgendwie viel zu gross. Bei jedem Schritt rutschte ich hinaus, so kam ich kaum vorwaerts. Umkehren konnte ich nicht, die Zeit war zu knapp. Den Bus habe ich auch um etwa eine Minute verpasst, was 10 Minuten Wartezeit bedeutete. Ueber die Kreuzung kam ich uebrigens auch nicht so schnell, wie auch, wenn gleichzeitig die Fussgaengerampel und die fuer Abbieger Gruen zeigen und die Abbieger so lange vorbei rasen, bis es wieder rot ist... Ich war wirklich mies gelaunt. Es schneite. War kalt. In den Bus stieg eine Horde duemmlich herumkichernder Touristen. Sicher darf jeder lachen, wann und wie er will. Es freut mich auch, wenn Menschen so gluecklich sind, dass sie lachen. Aber was ich nicht leiden kann, sind Leute, die durch den ganzen Bus schreien und duemmlich herumgackern, dass einem die Ohren von der Lautstaerke schmerzen.

Es war neblig. Im Unterricht, den ich generell nicht so toll fand (Was fielen wieder fuer Zitate! Ich habe sowieso noch einige nachzureichen), habe ich an meinem Referat weiter gearbeitet. Ich muss nur noch eine Seite lesen, dann hab ich alle 60... Nun muss ich nur noch sortieren und mein Referat schreiben, bzw einen Stichwortzettel zum Verteilen erstellen. Das werde ich am Wochenende machen muessen, Mittwoch muss ich es vorstellen. Und Samstag muss ich zur Bibliothek in P... Da ich keinen Ausweis dafuer habe, werde ich kein Buch ausleihen koennen, ich werde Stunden da sitzen und lesen und dort den 2. Vortrag schreiben... Ich hoffe, alles geht gut und das Buch ist verfuegbar. Sonst koennte ich im Grunde nur noch heulen. Dazu kommen uebernaechste Woche 2 Klausuren. Eine am Montag, die andere am Samstag. Wie ich da mit den Verkehrsmitteln zur Uni kommen soll, frage ich mich jetzt schon, aber irgendeinen Weg wird es geben. Der Unterricht wurde ueberzogen. Ich hetzte los, bekam den Bus SEHR knapp. Ich renne ungern bei vereister Strasse ueber rote Ampeln. Aber wenn ich dazu nur die Alternative habe, 20 Minuten auf den naechsten Bus zu warten, tue ich das manchmal.

Ich hatte immernoch Kopfschmerzen und war stark verschnupft. Bauchschmerzen kamen dazu. Ich hatte im Bus eine Schmerztablette genommen (Wieso starren alle so, wenn man in der Oeffentlichkeit eine Tablette nimmt? Haben die alle eine Tablettenphobie?), aber die half nicht lange. Ich wurde noch von einigen Leuten aus der Uni angesprochen... Wirklich naehere Kontakte ergeben sich jedoch niemals, was solls. Ich war froh, als ich dann endlich am Center war... So war ich Asis, Zwiebel-, Parfuem- und Zigarettengestank und herumpoebelnde Deppen los. Und das hyperaktive Kind, das mir direkt gegenueber sass. Das war schon irgendwie nervig. Nicht minder gewisse alte Damen, die sich die ganze Zeit nur ueber "die Jugend von heute" aufgeregt und dabei alle ueber einen Kamm geschert haben. Ich wartete auf IHN. Die 1. Ueberraschung: ER hatte sich gestern Straehnchen ins hellblonde Haar gefaerbt. Eigentlich sollte es rot sein, aber irgendwie ist die Farbe schwach... Ich nenne es mal rosa ;) Wobei es eigentlich eher rot-orange ist... Ich finde es eigentlich ziemlich huebsch. Jetzt sieht ER noch weiblicher aus, mir ganz recht, die einzige Sorge, die ich hatte, war, dass er nun erst recht von intoleranten Idioten angepoebelt werden koennte, aber irgendwie scheint es niemanden zu interessieren. Ich bin froh darueber. ER ist eben ein huebsches Maedchen (Wie oft wurde er schon fuer eines gehalten... *lol* Es amuesiert mich immer wieder - Kam wirklich schon einige Male vor).

WIR waren einkaufen, von bestimmten Personen wurden wir nur passiv gestoert (zB dadurch, dass sie im Weg standen, u.ae.), im Bus nach S. wurde es jedoch schlimmer... Da stanken zwei Personen, als waeren sie schon am Verwesen *wuerg* Wie kann man das selbst nicht wahrnehmen? Es war einfach nur ekelhaft. Da war man fast gluecklich ueber den langen Fussweg heim... Die Schneewehen waren wunderschoen anzusehen. Ich haette gerne meine Kamera bei mir gehabt, so feinen Schnee sieht man selten... Die Linien, die sich auf dem Boden bildeten... Vielleicht sehe ich es morgen ja wieder. Oder irgendwann - Irgendwann sicher. (Wieso muessen die Medien eigentlich wieder Panik machen, wegen dem bisschen Schnee?!)

Zuhause angekommen war schon 4 Uhr. Post war keine gekommen (Kann es sein, dass sie mittlerweile nur alle zwei Tage gebracht wird?). Ich fuehlte mich krank... Weiss gar nicht, was ich alles gemacht habe. Ich war kurz am PC, dann legte ich mich hin und schlief... Ich erinnere mich nicht genau. Ich habe nicht mehr am Referat gearbeitet. Ich fuehlte mich einfach zu krank und zu schwach. Und muede... Abends haben WIR noch ein Lichtchen bei uns am Fenster angebracht. Eigentlich soll es nur die Gaffer von gegenueber blenden, und huebsch ausssehen, natuerlich, stattdessen scheint es den Leuten direkt bis ins Wohnzimmer... Klar ist das nicht nett. Aber vielleicht kann man es als "erzieherische Massnahme" nutzen. Es hat mich heute Mittag schon genug angekotzt, als ich wieder nach dem Duschen nur mit einem Handtuch um die Huefte aus dem Bad kam und gleich dem starrenden Nachbarn ins Auge blicken konnte.

Als WIR dann gehen mussten, das Licht angelassen hatten, stellte sich heraus, dass man es auch noch an der ca 350m entfernten Haltestelle deutlich sehen konnte *lol* Waere die Strasse an der Stelle nicht abgebogen, haette man es sicher von noch weiter weg sehen koennen. Mit so einer Leuchtkraft hatte eigentlich keiner von UNS gerechnet. Im Bus waren erstaunlicherweise, trotz dem Freitagabend war, keine Asis. Aber es waren eine Menge "normaler" Leute unterwegs. Es war ja auch noch ziemlich hell; der ganze Himmel hellrot - Eine "typische" Schneenacht. WIR stellten einander seltsame Fragen, und ja, manchmal frage ich mich tatsaechlich ernsthaft, ob ich an irgendetwas erkrankt bin, so oft, wie sich bei mir etwas entzuendet, oder, generell, so oft, wie ich unter Schmerzen leide oder irgendwie krank bin. Das kann doch kein "normales", gesundes Immunsystem sein... Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, so sonderlich alt zu werden. Aber es ist nun einmal so; Wenn es so ist, kann man es nicht aendern. Ich werde einfach irgendwie weitermachen, bis ich tot bin. Seis drum. Manche Dinge sind unveraenderlich - Im Moment stehe ich der Vergaenglichkeit wieder sehr "stolz" gegenueber. Sie akzeptierend, unaengstlich, ohne darunter zu leiden.

"Zuhause" wurde ich gleich wieder genervt. Wegen des Studiums, wegen der Schuhe (Ich habe nur erwaehnt, dass sie nicht ganz sitzen, schon wurde ich angeschnauzt, als koenne ich etwas dafuer), und dann bekam ich meine antiallergischen Tabletten. Darueber war ich froh, auch, wenn ich dann gleich wieder eine dumme Aeusserung zu hoeren bekam. Mein "Vater" hat Ahnung von nichts *seufz* Er las aus der Packungsbeilage, wie viele Tabletten man taeglich bei Allergien und wie viele man bei Asthma nehmen muesse. "Aber du hast ja noch kein Asthma", fuegte er hinzu - Schoen waers! Ich habe letzten Sommer extrem unter Asthma gelitten. Es verletzt mich nicht, dass mein "Vater" keine Ahnung davon hat, weil er sich kein bisschen fuer mich interessiert, aber es macht mich aergerlich, wenn jemand ueber Dinge schwafelt, ueber die er nichts weiss! Fakt ist, ich habe Asthma - Aber was geht das meinen "Vater" ueberhaupt an? ICH muss damit leben. Ihm kann das doch egal sein.

Ich war aergerlich, konnte aber nur noch schweigen. Ich habe nichts gesagt. Es haette NICHTS gebracht! Ich glaube zwar nicht, dass es der richtige Weg ist, immer nur zu schweigen, aber ich sehe auch keine andere Loesung. Ich will nicht noch mehr Streit. Im Moment nicht... Im Moment will ich eigentlich nur Ruhe. Verdammt, habe ich wieder viel vergessen :/ Im Moment woellte ich gerne schreiben. Viel schreiben - Ich habe massenhaft Ideen. Es sind melancholische - bis hin zu depressive - Dinge, aber ich wuerde gerne einfach schreiben. Ohne Qualitaetsanspruch, einfach nur Bilder, die ich in meinem Kopf habe. Es gibt Dinge, die haben im Moment eine gewisse Wirkung auf mich. Heute Nachmittag bsp bin ich wieder sehr zickig geworden, waehrend die Nachrichten liefen... Manchmal entwickele ich, wenn ich wieder von Unrecht, von Gewalt, von Misshandlungen hoere, so einen Hass auf den Menschen, dass ich einfach nur ausrasten koennte. Wohin ich auch sehe - Ueberall Uebel. Ueberall MENSCHBEDINGTE Uebel! Meine einstige "Schwester" 2 war mal so weit, dass sie sich keine Nachrichten mehr ansehen konnte und sich von der Welt abkapseln musste, damit sie nicht verrueckt wurde. So weit bin ich noch nicht, aber ich werde immer sehr emotional getroffen, wenn ich bestimmte Dinge hoere, sehe oder lese. Ich zweifle immer mehr am Sinn der Menschheit. Mittlerweile bin ich mir sicher, sie wird nicht mehr lange existieren. Seis drum. Was solls. Wir muessen alle mal enden.

~*~

Sie schloss die Augen. Der Wind, der ihr Gesicht und ihr Haar striff, fuehlte sich angenehm frisch an, an diesem warmen Fruehlingstag. Die Sonne schien grell. Einige Voegel zwitscherten und dazwischen vernahm sie das Geraeusch, das Klimpern, das einzelne Windboen in den hin und her schwingenden Metallketten verursachten, die die Ruine absperrten. Sie sah die eingestuerzten Waende vor sich. Darueber die hohe Betonkonstruktion, mostroes, monumental. Sie sah hinauf. Wie klein kam sie sich darunter vor. Das Geraeusch des Windes verunsicherte sie ein wenig. Sie glaubte, die Betonkloetze ueber ihr wuerden im Sturm schwingen. Sie wurde unruhig. Wenn diese tonnenschweren Platten auf sie stuerzen wuerden... Dieses Gebilde... Das schon ueber 50 Jahre dort stand. Der Grund, auf dem ihr Gewicht lag... Wie viele Menschen waren hier schon umgekommen? Sie konnte ihr leises Fluestern unter ihren Fuessen hoeren. Schnell kehrte sie diesem Ort ihren Ruecken.

cn P

27.01.2007 um 00:41 Uhr

Klassiker-Zitate - Zum Raten

von: AngelInChains   Kategorie: Klassische Zitate   Stichwörter: Literatur, Zitat, Kunst, SVV

"- So muss ich fort, muss hinaus! Und schweife dann weit im Feld umher; einen jaehen Berg zu klettern ist dann meine Freude, durch einen unwegsamen Wald einen Pfad durchzuarbeiten, durch die Hecken, die mich verletzen, durch die Dornen, die mich zerreissen! Da wird's mir etwas besser. Etwas! Und wenn ich vor Muedigkeit und Durst manchmal unterwegs liegen bleibe, manchmal in der tiefen Nacht, wenn der hohe Vollmond ueber mir steht, im einsamen Walde, auf einen krummgewachsenen Baum mich setze, um meinen verwundeten Sohlen nur einige Linderung zu verschaffen, und dann in einer ermattenden Ruhe in den Daemmerschein hinschlummre."

Frage: Woher und von wem stammt dieses Zitat?

cn P

26.01.2007 um 21:01 Uhr

Aktueller Blick aus dem Fenster

von: AngelInChains   Kategorie: Bilder   Stichwörter: Fotografie, Kunst, Wetter, Blog

So sahs um 17 Uhr aus und sieht es auch noch just in diesem Moment...  Der Himmel ist tief rotbraun. Wahrscheinlich wird es auch noch die gesamte Nacht ueber so bleiben.

cn P 

26.01.2007 um 01:40 Uhr

Betrachtet es bitte im uebertragenen Sinn.

von: AngelInChains   Kategorie: Kunst   Stichwörter: Musik, Lyrik, Gesellschaft, Gothic

Subway to Sally: Die Hexe

Ein fliegendes Wesen von zarter Gestalt
erhob sich bei Vollmond hoch über dem Wald
die Nebel sind lachend vorbei gezogen
man hat sie gesehnt, es ist nicht gelogen

sie war schön wie der Tag doch jetzt ist es Nacht
man hat schon das Holz für das Feuer gebracht
die Kirche im Dorf hat die Türen weit auf
der Wirt gibt heut Wein für alle aus

man sagt, sie hätte auf der Folter gelacht
so schön wie der Tag doch jetzt ist es Nacht

wohlauf, holt den Wagen und bringt das Weib her
das Holz ist gestapelt und heiss ist der Teer
das Fest kann beginnen, holt Heu von den Tennen
und noch ein Fass Wein, dann soll sie verbrennen

Herr Pfarrer der sie getauft und getraut
er hat es bezeugt sie ist Satans Braut
sie sassen heut alle beim grossen Gericht
und sagten sie hätte das zweite Gesicht

sie hat uns behext und zum Narren gemacht
so hell wie der Tag brennt das Feuer heut Nacht

wohlauf, holt den Wagen und bringt das Weib her ...

jetzt fliegt nur noch Asche und kein Hexenbesen
wir schlagen ein Kreuz, denn jetzt ist sie tot
so schön wie der Tag ist sie mal gewesen
nun tanzen die Funken ins Morgenrot

tut kund und zu wissen, für alle zur Lehr
das Holz ist gestapelt und heiß ist der Teer
für alle die anders und sich nicht bekennen
zum rechten Herren, die sollen verbrennen
die sich nicht bekennen, die sollen verbrennen

26.01.2007 um 01:00 Uhr

25.1.07

Stimmung: Nicht gut. Ich weiss auch nicht recht, ob ich - "logisch" gesehen - gluecklich oder deprimiert sein sollte.
Musik: Keine Ahnung, was es genau ist.

Der Himmel war schwarz. Schnee und Eis haben das Land ueberfallen. Als kuemmerte mich dies. Die wirklich relevante Schwaerze und Kaelte liegt woanders verborgen.

Um 3 Uhr ging ich offline, plagte mich mit neuen Spinnen im Bad und mit Kopfschmerzen. Ich lag noch eine Weile auf dem Bett und dachte nach. Habe ich eigentlich schon erwaehnt, dass ich Streiks nicht mag? Da sie so oft komplett kontraproduktiv verlaufen. Des Oefteren sind sie auch scheinheilig. Viele Menschen nehmen nur teil, damit sie frei haben... Zumindest bei Schueler- und Studentenstreiks ist es gewoehnlich so. Ausserdem ist es laecherlich, wenn Lehrer und Schueler gemeinsam gegen Stundenausfall demonstrieren - 1. freuen sich die meisten Schueler ueber viel Ausfall (Auch, wenn man das nicht offen aussprechen darf), 2. faellt durch die Streiks nur noch mehr aus. Aber eigentlich geht es mir am meisten um den Aerztestreik derzeit hier in B. Wer leidet darunter? Die, die es so schon schlecht haben, die Kranken. Die, die wegen des Streiks keine Versorgung bekommen oder ins Krankenhaus muessen, wo sie dann nochmals 100 Euro draufzahlen muessen. Wer kann sich das schon leisten? Und die, die nur "leicht" krank sind. Woher bekommt man ein Attest fuer die Arbeit, wenn die Arztpraxen geschlossen haben? Man kann sich gerne ueber Gegebenheiten beschweren, aber irgendwie finde ich die Streiks gar nicht so begruessungswuerdig.

Ich hatte noch einige Fotos angeschaut. Heute wurden sie bearbeitet, zT schon hochgeladen. 1993-1999. Soll ich meinen Fotoblog-Untertitel jetzt auf "1993-2007" ausweiten? Um 4 Uhr war ich schlafen gegangen. Ich traeumte ganz okay. Erwachte erkaeltet und mit Bauch- und Gliederschmerzen. Mein Nacken schmerzte ebenfalls und auch die Lunge ziepte wieder. Was sagte man mir dazu? "wahrscheinlich an einen vorübergehenden Verklebung von Pleura parietalis und visceralis. Auf deutsch deine Lunge war kurz verklemmt. Das ist nix schlimmes" - Ich hoffe es. ER war heute beim Arzt in R. gewesen, der hat "nur" morgen geschlossen. Den Rest der Woche ist ER noch krank geschrieben. Heute war Blutabnahme. Ich hoffe, es ist nichts Schlimmes. Mein "Vater" blockierte wieder das Bad und ich musste fast eine halbe Stunde warten! Natuerlich wurde er wieder aggressiv, als ich freundlich fragte, ob er sich bitte beeilen koenne. Nach dem kurzen Bad"besuch" ging ich schliesslich wieder in mein Zimmer. Bis zu dem Zeitpunkt, zu dem ich eigentlich aufstehen muesste, waren es noch ca 50 Minuten. Ich habe also noch ein wenig gelesen.

10:30 will ich schliesslich ins Wohnzimmer gehen. Gestern wurde abgemacht, dass das Essen dann fertig ist. War es aber nicht (War das nicht eigentlich zu erwarten?). Stattdessen wurde ich angeschnauzt und man versuchte, sich zu rechtfertigen, und zwar mit ziemlich dummen "Argumenten": "Weil du vorhin nicht aufgestanden bist, dachte ich, du willst gar nicht mehr aufstehen!" - Absolut bloedsinnig. Nicht, das ich so oder so irgendwann einmal aufstehen MUSS; wenn ich am Vortag gesagt habe, ich stehe um 10:30 auf, dann wird das doch nicht ungueltig, nur, weil ich vorher - deutlich gesagt - mal kurz aufs Klo muss. ER troedelte herum und schrie dauerhaft, laberte pausenlos Muell. Mir tat alles weh. Ich wartete. Wurde weiter angeschrieen und beschimpft. Und dann wollte er natuerlich wieder etwas, aber ich konnte - wie IMMER - nicht mit Bitte oder Danke rechnen. Ich weiss, es ist falsch, aber ich tats einfach trotzdem... In der Hoffnung, dass ich dadurch wenigstens danach schnell meine Ruhe haette. Nach dem Motto: Augen zu und durch. Mehr nicht. Mehr kann man wohl manchmal vom Leben nicht erwarten...

Aber meine Befuerchtungen traten ein: Natuerlich konnte ich ihm wieder nichts Recht machen. Natuerlich hatte ich danach nicht meine Ruhe. Ich sollte einen kurzen Brief schreiben, er diktierte. Ich hatte bei Zweifeln extra immer gefragt, wie ich es schreiben soll, habe nach jeder Einzelheit gefragt, wie die Schrift aussehen soll, usw. Er meinte, es sei egal... Danach sah er sich den Brief an und hatte an ALLEM etwas auszusetzen! Es war klar gewesen. Genau das hatte ich erwartet. Haette ich gesagt: "Wenns dir nicht passt, schreib deinen naechsten Brief doch selbst!", haette es nur noch mehr Aerger gegeben. Ich habe geschwiegen, wie so oft. Manchmal fuehle ich mich, wie vor 5 Jahren. Verdammt! Ich dachte, es wuerde vorbei sein, sobald ich 18 bin. Mittlerweile ist dies ueber 2 Jahre her. Aber ein Leben, ein ganzes Leben, wandelt sich nicht von einem Tag auf den anderen.

Ich fuehlte mich krank und hatte Lust auf nichts mehr. IHM ging es auch schlecht. Gemeinsam liefen wir zur K.strasse und nahmen den naechsten, sehr verspaeteten, Bus nach S. Keine Post. An viel erinnere ich mich nicht. Die Sache mit der Prof habe ich schon erzaehlt. Ich fuehlte mich schlecht, habe ein wenig gelesen, aber nichts fuer die Uni gemacht, es ging einfach nicht mehr. Habe sogar mal wieder ein wenig fern gesehen. Bin stark erkaeltet. Der Lunge geht es wieder schlechter. Morgen habe ich bis um 14 Uhr Unterricht, danach werde ich zuhause hoffentlich endlich den 1. Vortrag beenden, Samstag muss ich nach P. zur Bibliothek und dann dort den 2. Aufsatz schreiben oder skizzieren, wie auch immer... Es wird noch anstrengend. Ich haette andere "Plaene", aber man muss sich "mal" zurueck nehmen :/ Fuer die ganzen Klausuren muss ich auch noch lernen. Das Leben ist kein Wunschkonzert.

Ich weiss gar nicht, was ich noch erwaehnen soll. Ich denke, alles zerbricht... Wie war das nochmal, was ich gerade gestern ueber die Vergaenglichkeit geschrieben hatte? Es trifft zu, sehr sogar. Oh, jetzt habe ich wieder etwas vergessen... Wieso reden so viele Menschen ueber Dinge, von denen sie keine Ahnung haben? Ich las heute viel in meinem eigenen Tagebuch. Dinge brachten mich zum Schmunzeln... Mein Stil von damals gefaellt mir, das moechte ich aussprechen, ohne selbstgefaellig zu klingen. Ich betrachte mich mit Distanz, ich fuehle mich manchmal, als stamme das, was ich gelesen habe, von einer anderen Person, nicht von mir. Allerdings habe ich immernoch Erinnerungen an diese beschrieben Dinge, die dann wieder in meine Gedaechtnis auftauchen, und manchmal muss ich wirklich laecheln. Manchmal werde ich auch nur depressiver - Es ist von der Erinnerung abhaengig. Gerade September bis November 2004 find ich lesenswert ;) Eigentlich habe ich einen bestimmten Artikel gesucht, gefunden habe ich Marotten, nette Sprueche, schoene Gedichte, an die ich mich gar nicht mehr erinnern konnte, kleine Macken, Krankheiten, glueckliche und sehr unglueckliche Tage. Es ist gut, ein Tagebuch zu fuehlen - Mir hilft es - Ich bin froh, all diese Erinnerungen nicht verloren zu haben.

Verloren... Man verliert so viel. Auch ich wurde vergessen. Von vielen. Was solls... Ich bin im Moment recht einsam. Aber vielleicht ist es auch Zeit fuer einen "Neubeginn". Ich habe mit vielen Leuten gar nichts mehr zutun; Ein Freund aus I. meldet sich kaum mehr, aber ist sicher noch eifrig am Lesen dieses Tagebuchs, dann ist da noch Mutti, die sich ab und zu mal meldet, aber... Ja, eigentlich wirklich regelmaessigen und guten Kontakt habe ich nur noch zu IHM. Meine leiblichen "Eltern" sind so eine Sache: Eigentlich habe ich mit ihnen nicht viel zutun. Meinen "Vater" sehe ich leider taeglich, meine Mutter hat sich seit Weihnachten nicht mehr gemeldet. Zugegeben: Ich bin auch nur am Schweigen. Alles zerbricht; Ich bin allein. Aber brauche ich ueberhaupt andere Menschen? So viele braeuchte ich nicht.

Ich hatte so Kopfschmerzen und habe sie im Moment immernoch. Aber vielleicht nehmen sie ab... Andere Wehwehchen stoeren mich mehr. Was war noch? Der Besoffene kam heute angerannt, als der Bus gerade kam. Er schrie ein wenig herum, aber quatschte ein Glueck nicht lange. Es war kalt. Es war fuer die Uhrzeit erstaunlich viel los. "Zuhause" angekommen begann das alte Gemecker. Manchmal denkt man, es geht nicht mehr weiter. Aber es wird weiter gehen. Bis man irgendwann wirklich am Ende ist. Aber im Moment denke ich, wird sich alles weiter schleppen. Vielleicht lebe ich irgendwann nicht mehr bewusst, aber mein Koerper atmet weiter, bis es das war. Gehabt euch wohl - Wer gemeint ist, weiss es selbst. Ich werde noch lesen, evtl schreiben... Meine Gedanken ordnen - Das kann nicht schaden. Wenn die Schmerzen jedoch schlimmer werden, werde ich wohl mal frueher schlafen gehen.

Aus einem Zitat: "ich bin erst im 1. Semester und quaele mich jeden Tag zur Uni... Obwohl ich das Studium hasse. Ich mache all das nur mit, weil meine "Eltern" es so wollen, sie interessiert es nicht, dass ich darunter leide, sie meinen, sie woellten immer nur das Beste - Aber mich macht es ungluecklich. Ich weiss, was ich stattdessen gerne machen wuerde, aber es sind Dinge, mit denen man angeblich keine Zukunft hat. Geld kann man nicht damit verdienen, das sehe ich ja ein. Toeten will ich mich (noch?) nicht. Ich bin wohl doch noch naiv genug, um zu glauben, irgendwann koennten sich die Dinge bessern. Aber ich befuerchte gleichzeitig, dass ich weiter ungluecklich leben werde. Leben - Das ist kein Leben! Was soll an Schule - Uni - Arbeit - Tod Leben sein? Wozu die ganze Arbeit? Ich will ein Leben, das ich geniessen kann, an dem ich zumindest ab und zu "Spass" habe. Es sieht nicht danach aus. Und irgendwie schleppe ich mich weiter."

Aus einem Lied: "Everything I touched was golden / Everything I loved got broken / (...) / Every mistake I've ever made / has been rehashed and then replayed / As I got lost along the way // There's nothing left for you to give / The truth is all that you're left with / Twenty paces then at dawn / We will die and be reborn"

So gehts wohl weiter. Und einige Menschen sind anders, als sie scheinen.

cn P

25.01.2007 um 22:17 Uhr

Alte Fotos

von: AngelInChains   Kategorie: Bilder   Stichwörter: Fotografie, Kunst, Blog, Erinnerung, Reise, Internet

1999 und frueher... Damals bin ich noch oefters gereist.  *seufz*

Die Bilder werden nach und nach in meinem Fotoblog online gestellt. Einige sind es schon. Leicht zu erkennen an der Jahreszahl im jeweiligen Titel. Gehabt euch wohl.

cn P 

25.01.2007 um 21:42 Uhr

Vom 20.11.2004

von: AngelInChains   Kategorie: Erinnerungen   Stichwörter: Erinnerung, Blog

"Menschen mit gebrochenem Herzen erkennt man. Man erkennt sie an ihrem Gang durch das Leben. Unabhängig ihrer Vitae, es gibt Erfolgreiche und Gescheiterte unter ihnen, tragen sie doch alle die Zeichen ihres geschundenen Herzens offen sichtbar, jeder Bruch, jeder Riss, erkennbar in ihrem Lachen, in ihrem Denken, in ihrem Atmen, in ihrem Fühlen. Allesamt lieben sie die Nacht. Nur in der Nacht dürfen sie offen leiden, bleiben Tränen unsichtbar, sind sie einsam und verloren, unbeobachtet und frei. Nichts gleicht mehr dem Schatten auf ihren Seelen. Die Nacht vergeht, Schatten aber bleiben. Menschen mit gebrochenem Herzen erkennt man. Sie sind unerschrocken und gleichsam ängstlich, sie sind weich wie Samt und gleichsam hart und verletzend wie schroffer Granit. Sie beißen zu, wenn andere bellen und sie umarmen zärtlich und liebevoll, da ihre Seele schmerzt. Menschen mit gebrochenem Herzen erkennt man. Sie besitzen die größten Herzen, doch alles was von ihrer Seele blieb, ist ein Haufen Scherben und ein Schild mit der Aufschrift: Betreten verboten!"

cn P

25.01.2007 um 19:30 Uhr

Ich hasse dieses verdammte Studium.

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Studium, Universität, Literatur

Ich bekomme immer weniger Lust, dieses beknackte Studium weiter zu fuehren. Heute Mittag hatte ich eine Email an die Prof geschrieben, was ich nun machen soll, wo das ich in ganz B. keine Quelle fuer das Buch, ueber das ich einen Vortrag schreiben soll, finde. Die Antwort kam am fruehen Abend. Es hiess in etwa, ich sei wohl zu bloed zum Suchen, sie habe alle Bibliotheken in der Umgebung online abgefragt und das Buch sei doch in P. zu finden. Wie bitte?! Jetzt soll ich wegen dem einen daemlichen Buch nach P. fahren?! Mir wird nichts anderes uebrig bleiben. Ich hab mir mal gleich die Adresse und andere Daten notiert und Samstag werde ich wohl den langen Weg dorthin antreten... Und hoffen, dass sie das Buch nicht gerade verliehen haben, sonst raste ich vollends aus...

Ich war so schon sauer genug. Wieso muss man bitteschoen einen Vortrag ueber ein Buch schreiben muessen, das weder in der Unibibliothek noch anderswo in der Stadt verfuegbar hat?! Haette man nicht irgendetwas "Freundlicheres" nehmen koennen? Wieso sagt man mir nicht gleich "Fahren Sie doch ein Wochenende nach Muenchen, da gibt es das Buch"?! Ich war stinksauer und meine Verfassung auf einen Schlag wieder aeusserst schlecht. Ein leichter Anklang von Depressionen, zeitlich wird das alles noch sehr problematisch. Ich hab mich erstmal schlafen gelegt. Heute wollte ich von dem Muell nichts mehr wissen. Nun habe ich wieder das Stechen in der Lunge. Jedoch irgendwie nur, wenn ich auf einer bestimmten Seite liege oder sitze. Woher auch immer das kommt. Fest steht: Diese Uni geht mir gewaltig auf die Nerven und mit jedem Tag bin ich entschlossener, mein Studium abzubrechen, egal, was andere darueber denken. Ich kann diesen Idiotenhaufen einfach nicht leiden, ich hasse ihre unfreundliche Art, ich hasse die Unorganisiertheit und sowieso... Sonderlich spannend ist all das nicht. 

cn P

25.01.2007 um 01:04 Uhr

24.1.07: Vergaenglichkeit

Stimmung: Soldaten sind nicht unbedingt Moerder. Aber oefters absolute Idioten.
Musik: L'arc en ciel.

Ist es innerliche Kaelte, die ich fuer Wohlbefinden halte? Ist es nur die Tatsache, keinen Schmerz zu fuehlen, da ich gar nichts mehr fuehle, weshalb ich glaube, es ginge mir gut?

Um 3 Uhr offline, gleich schlafen gelegt. Frueh erwachte ich aus zahlreichen wirren Traeumen. Mein "Vater" troedelte die gesamte Zeit herum und sein pausenloses (Eine Stunde!), sinnloses (Und zT widerspruechliches) Geschwafel ging mir auf die Nerven. Und wie besserwisserisch er herumlabert, obwohl er von einigen Dingen ganz offensichtlich keine Ahnung hat! Er troedelte, so musste ich zum Schluss wieder hetzen, um noch puenktlich aus der Wohnung zu kommen. Ich hatte starke Bauch- und Gliederschmerzen, die Lunge ziepte auch noch ein wenig. Aber schon weniger, als gestern, was als positiv zu betrachten sein sollte. Als ich im Bus sass, hatte ich jedoch nur einen Gedanken, als die koerperlichen Schmerzen wieder viel staerker wurden: Wieso tue ich mir diese Qual an? Wieso bin ich nicht so vernuenftig, und bleibe zuhause, wenn ich derartige Magenkraempfe bekomme? Weil ich mein Studium schaffen "will", weil ich nicht noch mehr Aerger zuhause haben will. Das ist alles. Was fuer ein "Leben".

Ich wollte mir noch etwas zu Essen besorgen, stand gut 5-10 Minuten in der Baeckerei und wartete, bis jemand kam :/ Auf der Busfahrt begegneten mir auch einige Ungeheuerlichkeiten, so bsp Autofahrer, die ganz ploetzlich mitten auf der Strasse direkt vor dem Bus stehen bleiben. Aus welchen Gruenden auch immer. Gleich mehrere. Zur Uni laesst sich nicht viel sagen. Wir bekamen kurz erklaert, dass man auch im Internet recherchieren koenne und dass es dort so genannte "Suchmaschinen" gaebe. Als wenn das nicht schon alle wuessten. Mehr wurde dazu auch nicht gesagt. Wir machten sehr frueh Schluss. Ich hatte derweil einen Studenten ueberredet, mir gewisse Unterlagen zu senden, per Email, falls er auf diese eine Website zugreifen koenne. Nachmittags zeigte sich, dass ich sie tatsaechlich bekommen hatte :) Nur ein weiteres Problem gibt es: Sie lassen sich nicht ausdrucken *AMOK* Wer hat den Scheiss wieder verzapft?! Kopierschutz schoen und gut, aber was soll das, wenn man sich Infoboegen herunterladen soll und die nicht einmal zum Lesen ausdrucken kann? Es geht wirklich nicht. Das Problem gab es an der Uni schon immer.

Also eine Stunde frueher als sonst war Schluss... In der Stunde hatte ich gut am Vortrag weiter gearbeitet, ich hoffe, ich werde morgen fertig, spaetestens Sonntag. Ich habe so viel zutun *seufz* Ich begab mich in die Bibliothek. Eigentlich fuehle ich mich ganz wohl dort, auch, wenn ich aus irgendwelchen Gruenden immer angestarrt werde. Obwohl ich mich wohlgemerkt leise und "gesittet" benehme. Ich musste mal wieder einen Ordner kaufen, 80 Seiten, ca 3,50 Euro. Wucher. Und der Druck dauerte auch ziemlich lange. Immerhin konnte man sich relativ nett derweil unterhalten. Danach habe ich noch im Gesamtkatalog nach einem Buch geschaut, ueber das ich einen Vortrag schreiben muss. Ich musste feststellen, dass es im ganzen Unibereich NIRGENDS verfuegbar ist! Ich habe mir eingeredet, dass es vielleicht im Ordner sein koennte. Ist es nicht. Spaeter schaute ich bei Amazon, wenn es nicht zu teuer sei, koennte ichs ja ggf. kaufen. Wie teuer ist es? 40 Euro plus Versand!!! Das kann ich mir nicht leisten. Morgen schreibe ich der Prof eine Email, wie sie sich das vorstellt, wie ich einen Vortrag ueber ein Buch schreiben soll, das ich nicht lesen kann! (Erschwert wird alles uebrigens dadurch, dass es nicht einmal ein deutsches Buch ist und dann auch noch eines, das wirklich nur fuer Geschichtswissenschaftler interessant sein koennte, also in einer "normalen" Bibliothek wird man es noch weniger wahrscheinlich bekommen.)

Ich habe die Bibliothek verlassen und bin direkt zum Bus gelaufen und Richtung Center gefahren... Eigentlich haette ich jetzt noch einen Kurs haben muessen, aber das wuerde wie immer nur sinnloses Geschwafel werden - Noch dazu wuerde mich sowieso keiner vermissen. Dann doch lieber zuhause weiter am Vortrag arbeiten. Im Bus lungerten Asis herum... Seis drum. Ich traeumte vor mich hin, von Kindheitserinnerungen wie Ballonfahrten inklusive Notlandung aufgrund eines Gewitters (Und ich frage mich bis heute: Wieso hatte ich keine Kamera bei mir, als ich oben im Korb war?!) oder den Abenden am Strand in Thailand... Es waren viele Abende, auch viele Morgende und Tage. Ich habe vor dem Beginn meiner Schulpflicht ganze Monate dort verbracht. Trotz einiger schmerzlicher und gar nicht angenehmer Erinnerungen (Besonders denke ich hierbei an ein gewisses Tropenfieber, an dem ich fast verstorben waere), war es eine zum Grossteil schoene Zeit. Vielleicht lag es daran, dass ich noch nicht schulpflichtig war ;) Und dann erinnerte ich mich auch noch gut an die musikalischen Veranstaltungen an meiner Schule, vor Allem an die Weihnachtskonzerte, an denen ich immer gesanglich und auch manchmal in der Buehnentechnik beschaeftigt war. Auch die Proben, vor den Auffuehrungen mehrere Tage von 8 bis 15 Uhr, manchmal sogar laenger oder wochenends, sind mir noch gut in Erinnerung. Sie waren ziemlich anstrengend, aber dennoch immer sehr nette Erlebnisse bei grossartiger freundlicher Stimmung. Waeren die Leute an der Uni nur ein Viertel so nett! Aber dort habe ich mit keiner Person etwas zutun und dort will auch niemand etwas mit jemand "Fremden" zutun haben.

Ich sass im Center herum und wartete, es dauerte eine Weile, bis ER kam. Der Busverkehr war mal wieder ausgefallen gewesen. WIR gingen einkaufen und stritten uns mit einigen Trampeln herum, dann gabs wieder Poebeleien in R. an der Haltestelle, aber bald war ich ja zuhause... Waehrend der Busfahrt faerbte sich dann der Himmel pink-orange... Die Fotos koennen leider nicht ansatzweise wiedergeben, wie schoen es aussah... Nun, aber erst einmal hatte ich keine Kamera bei mir. Nun mag mich jeder fuer verrueckt halten, aber ich bin von der Haltestelle aus wirklich nach Hause GERANNT, habe meinen Mantel im Flur abgeworfen und bin sofort zur Kamera und dann mit ihr auf den Balkon gelaufen und habe dort endlich fotografiert, was noch zu sehen war. Erfahrungsgemaess halten solche Zustaende leider nur wenige Minuten, bis alles wieder "zusammenbricht". Aber erinnern wir uns an ein gewisses Zitat aus Buechners "Lenz" ;) Es ergeben sich immer wieder neue Bilder. Wuerde nichts vergehen, wuerden auch keine neuen Schoenheiten entstehen.

Kreislaeufe koennen einen krank machen. Die ganze Vergaenglichkeit kann einen schwer bedruecken. Eigentlich ist es nur logisch, dass es sie geben muss, aber die meisten Menschen tun sich sehr schwer damit, und wenn es auch nur der Fall ist, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Im Biologieunterricht wollte man uns einblaeuen, die ganze Welt bestuende nur aus Kohlenstoffkreislaeufen, mehr gaebe es nicht. Es mag so logisch aussehen, aber wir Menschen haben eben Emotionen, und wir empfinden es als unangenehm, schoene Dinge zu verlieren. Auch, wenn jeder begreift, dass man verlieren muss.

Erst als der Himmel komplett in Schwaerze versank, verliess ich den Balkon wieder und legte die Kamera weg. Nun schaute ich auch meine aktuelle Postcrossing-Karte an, die mich heute aus Tampere erreichte... Auf dem Postcrossing-Blog (www.blogigo.de/Postcrossing) zu sehen. Danach war eigentlich nicht mehr viel. Ich habe wieder einige Bilder bearbeitet, hochgeladen, etwas gedoest, viel gelesen... Ich fand es richtig schade, am Abend meine Leseaktivitaet abbrechen zu muessen, ich hatte gerade viel Freude daran. Und schoen, dass ich morgen wenigstens frei habe. Einen Teil der Zeit werde ich mir sicher wieder zum Vergnuegen nehmen, wenn ich natuerlich auch lernen und Unizeug erledigen muss. Aber bald war auch schon wieder Zeit, zu gehen... Draussen lungerte wieder der Besoffene herum und sang laut und poebelte mich an :/ Es stoert mich, dass er immer so aufdringlich ist und Laerm macht. Aber was soll man dagegen unternehmen?

Es war kuehl. Dennoch war es nicht angenehm, "nach Hause" zu kommen. Gleich musste ich mir wieder daemliches Gerede anhoeren, es nervt mich wirklich. Im Fernsehen machen sich auch wieder Leute in Talkshows wichtig, viele demonstrieren dabei jedoch nicht, wie toll sie doch seien, sondern im Gegenteil, sie machen sich sehr unsympathisch. Ich glaube nicht, dass das ihr eigentliches Ziel war. Jetzt weigert sich mein "Vater" auch noch, die Kopierkosten fuer den Unikram heute zu zahlen... Super! Ich koennte einfach nur kotzen, wenn ich soetwas hoere... Was soll der Mist - Er zwingt mich, zu studieren, da soll ers gefaelligst auch zahlen! Und wenn nicht: Von welchem Geld soll ich das denn finanzieren?! Ich habe KEINES. Aber das ist typisch fuer diesen Idioten, verlangt, dass man Geld ausgibt, wenn man keines hat... Fuer etwas, das man auch nur braucht, weil man von ihm dazu gezwungen wird. Manchmal wuerde ich am liebsten alles hinter mir lassen. Die schoene Seite der Vergaenglichkeit.

cn P

P.S.: Im TV schwafelten gerade eine hoehere Militaertypen, dass es gar nicht so schlimm sei, wenn im Krieg Zivilisten erschossen werden, denn das sei nun einmal so. Mir wird schlecht, wenn ich soetwas hoere. Es mag zwar stimmen, dass im Krieg immer Unschuldige leiden muessen - Aber kann man das so gleichgueltig und menschenverachtend als Normalitaet akzeptieren, ohne ueberhaupt dran zu denken, dass daran etwas falsch ist?

24.01.2007 um 21:05 Uhr

Temperamentenlehre.de

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Test, Internet

Aktuelles Ergebnis:

12% sanguinisch
93% melancholisch
24% cholerisch
18% phlegmatisch

Ob das im Vergleich zum letzten Test am 2.10.06 besser ist, weiss ich nicht so recht... Die alten Ergebnisse waren:

16 % sanguinisch
90 % melancholisch
56 % cholerisch
18 % phlegmatisch

Hier genauer nachzulesen: HIER KLICKEN .

cn P

 

24.01.2007 um 17:58 Uhr

2 Momentaufnahmen

von: AngelInChains   Kategorie: Bilder   Stichwörter: Fotografie, Kunst, Wetter

Da es mir oft moeglich ist, koerperliches und geistig-seelisches Wohlbefinden strikt zu trennen (Angeblich funktioniert es nicht, aber meine Erfahrungen sagen etwas Anderes), fuehle ich mich im Moment ziemlich gut... Trotz all der Wehwehchen. Trotz Stechen in der Lunge, Gliederschmerzen und Magenkraempfen. Der Anblick des Himmels "dort draussen" hat mein geistiges Wohlbefinden nochmals stark verbessert. 8 Fotos habe ich online gestellt... Hier zu sehen: HIER KLICKEN .

cn P