Memoriae Ex Aeterna Nocte

24.03.2007 um 00:40 Uhr

Was man nachts so tut...

von: AngelInChains   Kategorie: Stöckchen   Stichwörter: Stock, Stöckchen, Umfrage, Fragebogen

1.) ♥ - Schlafklamotte?
* Unterwaesche reicht mir vollkommen.

2.) ♥ - Bettwäsche?
* Irgendetwas weiches, Feinbiber, wenn moeglich. Satin kann ich gar nicht leiden. Saugt keinen Schweiss auf und klebt. Oh, und generell mag ich bei Bettwaesche eher zarte Farben. Bei knallbunten oder sehr dunklen habe ich immer das Gefuehl, sie wuerden abfaerben. Unschoen.

3.) ♥ - Schlafposition?
* Seitlich.

4.) Hast Du ein "Einschlafritual"?
* Ich schreibe gerne vor dem Schlafengehen noch eine oder zwei Stunden.

5.) Hast Du ein Kuscheltier, Knuddelkissen o.ä.?
* Nein.

6.) Was machst Du, wenn Du nicht schlafen kannst?
* Nachdenken, was die Einschlafprobleme dann meistens noch verstaerkt. Ansonsten schreiben.

7.) Wie groß ist Dein Bett?
* Das hier in R. hat wohl ein ganz normales Format fuer ein Einzelbett. Das in S. ist ein Doppelbett mit 2x2 Metern. Also sehr gross, da wuerden insgesamt 4 Leute hinein passen. Aber(!) ich teile nicht, ausser mit IHM ;)

8.) Wie viele Kissen hast Du?
* 1.

9.) Schläfst Du alleine?
* In R. ja, in S. nein.

10.) Linke oder rechte Seite?
* In S. auf der rechten. Das ist die Seite an der Wand. Dann kann ich wenigstens nicht aus dem Bett fallen...

11.) Wie lässt Du dich wecken?
* Meistens erwache ich von alleine genau puenktlich, ansonsten habe ich einen Funkwecker.

12.) Stehst Du direkt auf oder bleibst Du liegen?
* Ich stehe direkt auf.

13.) Dein erster Gedanke am Morgen?
* Das variiert. An Arbeits- bzw Studientagen oder solchen, an denen ich viele unschoene Dinge zu erledigen habe, wuensche ich mir meist, der Tag waere schon um und alles waere laengst ueberstanden.

14.) Was machst Du um wach zu werden?
* Nichts, das geschieht von alleine.

15.) Und zum Schluss hätte ich gerne noch ein Bild von deiner Schlafecke.
* Hatte ich doch schon einmal.

cn P

23.03.2007 um 15:59 Uhr

23.3.07, Teil 1

Jetzt renne ich schon seit ueber zwei Stunden hier hektisch herum, um diese ganzen Sachen zu regeln... Die Verkaeuferin des Produkts ist wirklich sehr nett und hilfsbereit, war wohl gerade online und hat gleich reagiert. Habe gleich eine Rechnung mit dem alten Datum bekommen bzw die, die IM Paket liegt (Ja, ich hatte Recht...) hat sie mir nochmals als Email-Anhang gesendet. Die werde ich zweimal drucken und dann hoffen, damit beim Zoll irgendwie durchzukommen...

Irgendwie ist heute generell ein hektischer Tag. Gestern Abend war ich um 3 Uhr offline gegangen, habe eine Motte erwischt und dann noch etwas geschrieben, allerdings nicht so viel, wie sonst. Bin schon um 4 Uhr schlafen gegangen. Gelesen hatte ich zuvor auch noch ein wenig. Am naechsten Mittag bin ich kurz vor 12 aufgestanden und musste mir gleich das uebliche Gemecker anhoeren. Was es bringen soll, wenn man mich fragt, was ich essen moechte, und dann sagt, ich duerfe es mir eh nicht aussuchen, kann man sich wohl denken... Reine Schikane und wieso man das einem Familienmitglied grundlos antun sollte, duerfte wohl nur mein so genannter "Vater" wissen.

In den Medien war auch wieder etwas Laecherliches... Der Spiegel hielt es fuer aeusserst wichtig, darueber zu klagen, dass es in einem Bad in irgendeiner Stadt nun einen "Musliminnen-Badetag" gaebe. Natuerlich gab es dazu passend gleich aggressive Zitate deutscher Maenner, wie "Die deutsche Kultur geht unter!", "Jetzt kann ich mittwochs nicht mehr mit meiner Familie schwimmen gehen, obwohl wir das seit Jahren immer so machen!" oder "Das ist typisch, dass man den Tuerken hier alles Recht macht!". Und der Spiegel laesst fremde Menschen damit scheinbar fuer seine eigene, doch irgendwie auslaenderfeindliche, Meinung sprechen. Was daran auslaenderfeindlich ist? Ganz einfach - Hier instrumentalisiert man eine Sache, die eigentlich mit Auslaendern GAR NICHTS zutun hat, um gegen sie Stimmung zu machen! Die Tatsachen sind naemlich etwas anders: Es ist kein "Musliminnen-Badetag", sondern ein Zeitraum jeden Mittwoch von 17 Uhr bis Schliessung des Bades (Also kein ganzer Tag, nur wenige Stunden!), in dem FRAUEN gleich ihrer Religion und Nationalitaet dort ungestoert schwimmen gehen koennen! Eine FRAUENbadezeit, wie es sie hier in B. schon vor Jahren in manchen Baedern gab. Es soll ja durchaus auch Frauen geben, die ohne Maenner schwimmen gehen oder Sport machen wollen, auch deutsche. Oder wie erklaeren sich die zahlreichen "Frauen-Fitness-Studios", die hier ueberall massenhaft aus dem Boden spriessen? Natuerlich ist nicht auszuschliessen, dass auch Musliminnen, die sonst nicht Schwimmen gehen, am Frauenbadeabend teilnehmen werden, wenn sie denn davon erfahren haben. Aber hier gleich wieder davon zu reden, "die Auslaender" wuerden die Deutschen beherrschen, das ist wieder ueble, luegnerische Manipulation!

Als mir das Gelaber meines "Vaters" zu dumm wurde (Luegen und die ueblichen Sprueche wie "XY gehoeren erschossen", "YZ sollte man den Hals umdrehen", "die ZA soll verrecken", kennen wir ja), ging ich noch schnell in mein Zimmer, um meine Tasche zu packen, sah dabei, dass an der Decke noch eine Motte sass... Woher die auch immer kam, aber ich kam nun nicht dort hin... Bin also gegangen. Entgegen der Behauptung meines "Vaters" (Ich haette es wissen muessen...) war es gar nicht so kalt und in Mantel und mit Schal schwitzte ich mich fast tot. Dann verpasste ich auch noch den Bus, weil ich aufgrund einer ganzen Schlange durchrasender Autos nicht ueber den Zebrastreifen(!) kam (Merke: Hier in B. scheint NIEMAND ausser mir zu wissen, was ein "Zebrastreifen" ueberhaupt ist, oder zumindest haelt sich niemand dran) - 10 Minuten Wartezeit :/ Und Asis an der Haltestelle. *seufz* Im Bus schliesslich stellte sich die haessliche Frau neben mich (Ich sass), die sich gestern oder vorgestern (Erinnere mich nicht genau) schon ueber "die Jugend von heute" aufgeregt hatte. Ohne irgendeinen ersichtlichen Grund taumelte sie ploetzlich herum und fiel mir auf den Schoss. Ruelpsend brachte sie nur ein "Ach" heraus (Und sie stank ekelhaft nach Zigaretten, Kaffee und Wurst), dann stellte sie sich, ohne mich auch nur noch einmal anzusehen, wieder hin. Einige Minuten spaeter sprach sie eine andere Frau an: "Schon erstaunlich, normalerweise rasten die Jugendlichen dann immer aus." Die fremde Frau: "Ja, aber warum entschuldigen Sie sich denn nicht?" Die alte Hexe: "Bei Jugendlichen entschuldige ich mich nicht!" Ob solche Leute jemals auf den Gedanken kommen, dass es ihr asoziales, jugendlichenfeindliches Benehmen ist, das einige Jugendliche erst zum "Altenhass" verfuehrt? Ich denke, dazu sind sie zu dumm.

Dann kam der Bus am Bahnhof an und obwohl der Schulschluss noch 5 Minuten vorraus lag, war schon alles voll mit Schuelern. Mit poebelnden, draengelnden Schuelern... *seufz* Da wars das mit der Ruhe, ein Geschrei und Gerempel... Ich kann nur nochmals betonen, dass ich froh bin, selbst nicht mehr zur Schule zu gehen, sonst waere ich immer in diesen Zeiten unterwegs... Dann kam ich zuhause an. Das mit dem Zoll ist natuerlich sehr aergerlich, aber es gab auch einige erfreuliche Dinge, so habe ich eine offizielle und eine private Postcrossing-Karte bekommen, und die von mir in die USA versendete, wo ich mir mit dem Porto nicht sicher war, ist auch sicher angekommen und die Person hat sich sehr gefreut, und ich habe finanziellen Gewinn gemacht *g* Ich habe vor einigen Wochen an einer Uni-Studie teilgenommen und habe heute meine "Aufwandsentschaedigung" ueberwiesen bekommen, hab ich gesehen... 10 Euro fuer einen fuer eine Stunde angesetzten Fragebogen. Ich denke, ich habe etwas laenger benoetigt (Wobei ich auch nebenbei noch andere Dinge erledigt habe), aber selbst wenn es zwei Stunden gewesen waeren... 5 Euro "Stundenlohn" sind fuer so eine Taetigkeit nicht uebel.

So, und nun werde ich weiter diverse Dinge erledigen, und ich meine nicht einmal unbedingt studienbezogene... Ich bin quasi richtig im Stress *re* Also gehabt euch wohl,

cn P

23.03.2007 um 15:06 Uhr

Scheiß Bürokratie!

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Post, Gesellschaft, Stress, Arbeit, Finanzen, Ebay

Wieso schafft es die Post eigentlich immer, einen in den Wahnsinn zu treiben? Ich erwarte seit einiger Zeit ein Paeckchen aus den USA. Bislang hat das nie Probleme gegeben (Ich habe schon einmal etwas fuer meine Kamera direkt dort bestellt), aber heute hatte ich einen Brief vom Zollamt im Briefkasten...

Laut neuen Regelungen scheint an Paeckchen aus dem Ausland heute eine einsehbare Rechnung draussen dran haengen zu muessen. Frueher reichte ein hellgruener Aufkleber, auf dem nur der Inhalt stand (Gewoehnlich "Geschenk", das reichte). Nunja... Und dieses Paket, das ich erwarte(te), hat wohl keine einsehbare Rechnung dran, deswegen soll ich zum Zollamt, das natuerlich am anderen Ende der Stadt liegt und nur vormittags geoeffnet hat (Da haette ich schon ausrasten koennen) fahren und eine Rechnung vorlegen: 2-fach und auf Deutsch. O_o Und natuerlich innerhalb von 7 Tagen, weil sonst Lagergebuehren fuer das Paeckchen faellig werden. - Was soll denn der ganze Scheiss?! Ich habe vorhin gleich dort angerufen und die meinten, die Rechnung koenne ruhig auch auf Englisch sein, aber ohne die zweimal (Koennen auch zwei Kopien sein) dort hin zu bringen, fertigen sie das Paeckchen nicht ab. Muss so viel Buerokratie sein? Letztendlich kostet es nur unnoetig Zeit und Geld.

Tja, die Probleme sind nun: 1. Wie komme ich vormittags dort hin? Bzw wie kommt ER dort hin? (Ich befuerchte, ich wuerde das Paeckchen nicht bekommen, weil ER als Empfaenger angegeben ist) - Schliesslich muss er arbeiten und hat nie vor 17 Uhr Schluss. 2. Woher bekomme ich eine Rechnung? Ich bin mir sicher, dass IM Paekchen eine drin ist... Ich habe eben die Verkaeuferin angemailt und sie gebeten, mir noch eine Rechnung zu mailen. Hoffentlich wird das was bzw hoffentlich reicht denen eine nicht handunterschriebene Rechnung aus.

Oh, und eine Sache kommt noch dazu... Im Brief heute lag ein Formular, das ebenfalls beim Zoll vorgelegt werden muss, mit den zwei Rechnungen. Auf diesem Formular (Arbeiten bei der Post denn NUR Idioten?!) sind UNSERE Strasse und sogar der Ort falsch angegeben... In der Strasse befindet sich ein Schreibfehler, als Ort ist B. angegeben, obwohl das hier der Nachbarort S. ist. Wenn man einen ekelhaft pingeligen Beamten erwischt, kann das unter Umstaenden auch Probleme geben (Hatten wir auch schon einmal...).

Muss das alles sein? Ich weiss, ich muesste meine Sachen ja nicht im Ausland bestellen. Auch, wenn sie dort um Einiges billiger sind, als hier im Laden.

cn P

23.03.2007 um 01:38 Uhr

Stoeckchen: Ueber Freizeit und Religion

Eine nicht wirklich ernste Reihe von Fragen... Sehr unernst, gar kindisch, durch die Annahme, ein Mensch koenne zum Gott werden... Und die Idee, alle Menschen koennten einen einzigen Kult haben, halte ich auch fuer uebelst schwachsinnig...

Was allerdings nicht bedeutet, dass man die Antworten zu diesen Fragen nicht mit SINN fuellen koennte... 

1. Welche Art von Göttin/Gott würdest du gerne sein? Die der Rache? Liebe? Weisheit? Gerechtigkeit? Oder lieber was ganz anderes?
* Ich waere gerne ein Wesen, das das "Gute" und das "Boese" in sich vereint, Dunkel und Licht, so genannte "Suende" und "Tugenden". Kann ein Gott aber auch negative Attribute besitzen? In der griechischen Antike funktionierte es noch (Man denke an den luesternen Zeus, der sowohl Europa, als auch Leda, und noch diverse andere Maedchen raubte *raeusper*), aber die antike Welt hatte ja auch noch eine ganz andere religioese Glaubensweise, als die monotheistischen Weltreligionen seit dem Mittelalter bis heute. Also wenn ich ein, sagen wir, "unmenschliches" bzw "uebermenschliches" Wesen waere, waere ich gerne kein Klischee, sondern ein aeusserst ambivalentes Wesen, was jedoch gerade in dieser Ambivalenz wieder etwas Menschliches hat. Denn nur das Menschliche kann auf die Menschen anziehend wirken, kann verstanden werden. Ich moechte Menschen nicht durch dummes starres Befolgen von Regeln, sondern durch Denken und Verstaendnis leiten.

2. Welches Attribut würdest du wählen?
* Eine Fackel mit der rechten Hand erhoben zum Zeichen der Erleuchtung, des Wissens und der Wahrheit, ein Schwert in der linken, auf den Boden gestuetzt, als Ermahnung zur Gerechtigkeit - Ich gebe es zu, natuerlich auch als Zeichen des Richtens ueber die Unrechten, und als Symbol fuer Schutz und Macht (Denn ein Schwert muss nicht unbedingt aktiven Angriff bedeuten, sondern kann auch nur zur Selbstverteidigung dienen), und auf meiner linken Schulter moechte ich eine Schlange sitzen haben, als Zeichen von Suende, der staendig lockenden Verfuehrung zu dieser und natuerlich zur Mahnung an die Imperfektheit des menschlichen Wesens, die man niemals vergessen sollte. So sollte mein Standbild aussehen.

3. Wie sollte man dir huldigen?
* Da viele Menschen leider nie aus eigenem Anhieb nachdenken moechten, sollte man regelmaessige "Gedenktage" anordnen, in der sie ueber meine Philosophien nachdenken sollen. Natuerlich kann man niemanden zum Denken zwingen (Oder kann man doch?), aber es waere schon schoen, wenn man Menschen "abstossen" koennte, dass sie sich ggf. mal Gedanken machen... Waeren viele Menschen nicht so unbedacht, saehe die Welt sicher besser aus. Und natuerlich, das will ich dazu sagen, sollen die Menschen nicht blind glauben, was ich sage. Diese "Gedenktage" sind keine Veranstaltungen, bei denen sie mir alles nachplappern sollen... Es geht darum, dass ich moechte, dass die Menschen einfach mehr ueber das, was sie tun, und ueber die Welt, nachdenken!

4. Welche Farbe hätte deine Aura?
* Sie strahlt silbern. Kann eine Aura sich farblich veraendern? Dann sollte sie mal heller, mal dunkler, strahlen.

5. In deiner Religion, hättest du da Götter neben dir oder wärst du die allumfassende Göttin/ der allumfassende Gott?
* Wenn ich die einzige bin, gibt es keine anderen, die alles, was ich aufgebaut habe, wieder zerstoeren koennen ;)

~*~

1. wochenende!!! welchen tag magst du am liebsten: freitag, samstag oder sonntag? warum?
* Eigentlich den Freitag, allerdings erst ab den Abendstunden... Wenn ich die Uni hinter mir habe. Weil dann endlich einige freie Tage beginnen... Wenn ich jedoch so oder so arbeiten muss, bis ich dumm und dusselig werde, ist mir der Wochentag egal. Ihr wisst ja, das letzte Wochenende habe ich die ganzen Tage durchgearbeitet, es war einfach nur schrecklich.

2. was war das beste wochenende deines lebens?
* Sicherlich eines, das ich mit IHM draussen verbrachte. Ich habe sogar noch einen bestimmten Tag im Gedaechtnis, aber ob das am Wochenende oder wochentags in den Ferien war, weiss ich nicht mehr. Ich glaube aber, es war ein Sonntagnachmittag... Gegen 16 Uhr... WIR waren an jenem Friedhof in K., der auf dem alten Weinberg liegt... Es war Sommer, aber relativ angenehm "kuehl" von den Temperaturen her. ER haette eigentlich abreisen sollen, aber wir haben den Mut gefunden, einfach hier zu bleiben. ER hat seine Mutter angerufen und ganz klar gesagt, er bliebe hier. Natuerlich ist sie ausgerastet und meinte, dann muesse ER eben gar nicht mehr heim kommen. So ist er eben noch einige Tage hier geblieben... Bis sie angekrochen kamen und gebettelt haben. Wie es eigentlich vorhersehbar gewesen war... Diese Tage waren einfach wundervoll.

3. welches wochenende im jahreslauf ist dir das liebste?
* Kein spezielles. Aber vielleicht das erste zu Ferienbeginn... Weil ich dann weiss, ich habe noch viel freie Zeit vor mir. :)

4. hast du irgendwelche angewohnheiten, etwas, was du am wochenende immer machst?
* 10 Uhr aufstehen, mich mit IHM treffen, dann erstmal... Naja, nein, eigentlich gibt es da nicht unbedingt Gewohnheiten, die sich lange gehalten haetten.

5. beschreibe deine ideale samstagnacht.
* Im Moment zuhause bleiben, doesen, paar DVDs sehen oder schreiben, malen, usw... Einfach Ruhe haben. Frueher fand ich es aber durchaus auch schoen, mal nachts durch die Stadt (Oder gar den Wald) zu laufen, einfach so, mehr oder minder ziellos.

cn P

23.03.2007 um 01:13 Uhr

22.3.07, Teil 2

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Post, Depression, Nahrung, Krankheit, Stress, Internet, TV, Medien, Musik

Ich war zur Post gegangen und habe mir noch einige Marken besorgt. Habe auch gleich mal eine ganze Menge Luftpost-Aufkleber bekommen... 19 Stueck *g* Die reichen wirklich eine ganze Weile. Erstaunte mich, dass es heute doch recht gut ging. Obwohl ich demnaechst wieder hin muss... Natuerlich habe ich jetzt genug Marken, von denen ich glaubte, ich wuerde sie brauchen... Aber jetzt brauche ich doch noch eine mit einem anderen Wert, die sich daraus nicht zusammensetzen laesst *re* So spielt das Leben. Im Bus unterhielten bzw laesterten oder beklagten sich zwei alte Frauen ueber "die Jugend von heute". Da bekam ich wieder daemliche Vorurteile zu hoeren... Zum Teil wirklich unglaublich. Zuhause habe ich dann erstmal meine Post registriert und noch einige Tauschgeschaefte organisiert bzw Briefe und Karten fertig gemacht. Weiss jemand von euch, woher ich guenstig eine Briefwaage mit Digitalanzeige bekomme, die auch moeglichst genau sein sollte? Ich habe IHN heute mal bei einem Elektroladen hier in der Naehe vorbeigeschickt, digitale gibt es dort erst ab 44(!) Euro - Das muss wirklich nicht sein.

Nachmittags habe ich ein wenig gedoest und hatte wieder mit meinen Depressionen zu kaemen (Auch jetzt noch - Ich hoffe, ich kann sie nachher irgendwie bekaempfen, mich irgendwie wirklich ablenken), abends dann habe ich mich beim Abendessen vollkommen ueberfressen. Ich stellte fest, dass ich heute keine 3 Mahlzeiten pro Tag mehr schaffe. Ich kam mir vor, als wuerde ich gleich platzen, und mir war zum Erbrechen uebel... Ich hatte das Gefuehl, kaum mehr laufen zu koennen. Gesund ist das sicher nicht... Aber seit Studienbeginn nehme ich gewoehnlich pro Tag nur zwei Mahlzeiten, allerhoechstens, zu mir. Wuerde mein "Vater" mich nicht zum Fruehstueck zwingen, dann waere es nur eine abends... Und mein Fruehstueck ist auch nicht gerade ueppig... Gewoehnlich nur eine Scheibe Brot mit magerem Schinken darauf... Ich hab eigentlich gar kein Beduerfnis mehr zu essen, wirkliches Hungergefuehl habe ich auch schon eine Weile nicht mehr. Aehnlich ist es mit dem Schlafen geworden. Frueher bin ich einfach eingeschlafen, wenn ich zu muede wurde, bin zT sogar direkt vor dem Computer umgekippt. Heute merke ich Muedigkeit manchmal gar nicht mehr, bzw erst dann, wenn ich Kopfschmerzen oder unglaubliche Halluzinationen bekomme. Aber selbst dann kann ich manchmal nicht schlafen...

Draussen war es relativ winterlich, Schnee lag allerdings kaum mehr. Zum Fotografieren war ich heute nicht gekommen. Meinem Magen ging es immernoch graesslich. Dann war ich heim gekommen, wurde gleich wieder vollgesuelzt und angeschrieen... Nach einer Begruendung habe ich gar nicht erst gefragt. Und online treiben sich hute auch wieder so einige Leute herum... *seufz* Da ist es gleich weniger schlimm, dass ich mich heute erst recht spaet eingeloggt habe *re* Und im Fernsehn laeuft gerade eine Reportage, mit dem ewig gleichen, alle paar Minuten wiederholten, penetranten Hintergrund-Gedudel, die mich in den Wahnsinn treibt... Aber mein "Vater" will sie unbedingt sehen :/ Letzte Notiz nochmals an mich selbst: 3 Karten in einem Umschlag gehen noch als Standardbrief durch. Aber 4? Muss ich samstag wiegen lassen... Ja, dazu will ich endlich meine eigene Waage haben... Um nicht immer zum Postdings laufen zu muessen. Um nicht ewig anstehen zu muessen. Ach... Gehabt euch wohl.

cn P

23.03.2007 um 00:52 Uhr

22.3.07, Teil 1: Von Depressionen und seltsamen Menschen

3 Uhr offline, ein sehr merkwuerdiges Déja-Vu gehabt (Ich wuesste nicht, wie sich soetwas wirklich wiederholt haette haben koennen), und dann wieder an einer Novelle geschrieben... Festgestellt: Diese Nacht war ich zu depressiv. Alles endete immer tragisch, mit dem Tod der/des Protagonisten, mit Suizid, Mord, Trauer, Verzweifelung. Ich habe mir so wohl einige Arbeiten richtig "versaut", ich habe sogar darueber nachgedacht, ob ich das Schreiben nicht lieber eine Weile sein lassen sollte, bis ich wieder in der Lage dazu bin... Aber ich kann einfach nicht ohne das Schreiben leben, und doch ist meine Stimmung im Moment so schlecht, ich weiss auch, warum sie so schlecht ist, aber ich habe keinen Einfluss darauf. Ich weiss nur, es wird definitiv wieder vergehen, nur wann, kann ich nicht sagen. Ich hoffe, es hindert mich nicht zu sehr am Arbeiten und vermiest mir nicht die restlichen freien Tage. Um 5 Uhr bin ich schlafen gegangen.

Am naechsten Mittag erst nach 13 Uhr aufgestanden. Gleich musste ich mir wieder Gemecker anhoeren, musste lange warten, und wurde auch wieder angeschrieen, mit der Begruendung: "Ihr Goeren hoert einem ja nicht zu, wenn man normal mit euch spricht!", was natuerlich voelliger Bloedsinn ist. Laute Leute ueberhoere ich eher als leise, weil ich nichts von Menschen halte, die glauben, sich mit Laerm wichtig machen zu koennen, obwohl ihr Blahblah keinerlei Inhalt hat. Wer mich kennt, weiss, ich kann auch bei sehr leisen Toenen zuhoeren. Wenn ich mal taub werde, dann nur von dem ganzen schwachsinnigen aggressiven Geschrei hier... Dann begab ich mich aus dieser Wohnung. Musste wieder an gestern denken, ihr wisst noch, was ich ueber die Leute eines gewissen Forums schrieb? Irgendwie kam ich dazu, mir vorzustellen, wie es wohl waere, wenn diese sich im Alltag genauso benehmen wuerden, wie online...

1. Stellt euch vor, ihr kaemet in einen Blumenladen und dort wuerde so ein Mensch arbeiten... Ihr wuerdet Tulpen "bestellen" und bekaemet als Antwort keine Tulpen, sondern die Gegenfrage: "Sind Sie denn Hollaender?" 2. Stellt euch vor, ihr wuerdet an einem Flohmarkt teilnehmen und staendig kaemen Menschen an euren Stand, hoben die Waren an, riefen dann nach euch, um schliesslich nur eines zu sagen: "Das da moechte ich NICHT kaufen." 3. Und zu guter Letzt... Stellt euch vor, ihr haettet eine Anzeige aufgegeben, weil ihr jemanden braeuchtet, der zB eurem Kind Nachhilfe gibt... Und dann wuerden staendig Personen anrufen und sich mit "Hey Sie, wollen Sie quatschen?" melden... Oh ja... Wenn Menschen sich im Alltag so benaehmen, wie sie sich online zu benehmen wagen - Dann gute Nacht!

cn P

22.03.2007 um 01:37 Uhr

Stoeckchen (21.3.07)

von: AngelInChains   Kategorie: Stöckchen   Stichwörter: Stock, Stöckchen, Fragebogen, Umfrage

F: Um was für eine Uhrzeit wurdest du geboren?
A: 11 Uhr irgendwas.

F: Welche CD ist gerade in deinem Player?
A: Im Moment laeuft nichts, aber drin liegt noch "Samsas Traum".

F: Und was hörst du allgemein?
A: Das wisst ihr doch mittlerweile ;)

F: Wovon hast du letzte Nacht geträumt?
A: An die letzte erinnere ich mich mal nicht.

F: Welche Farbe hat deine Tastatur? (ursprünglich und mittlerweile)
A: Frueher schwarz mit weissen Buchstaben. Mittlerweile schwarz ohne jegliche Buchstaben (Die ganze weisse Farbe hat sich ueber die Jahre abgekratzt). Ich schreibe also quasi "blind".

F: Wo drauf sitzt du gerade?
A: Ein altes Sofa.

F: Womit verdienst du dir dein Geld?
A: Im Grunde gar nicht.

F: Wenn du über dem Monitor geradeaus blickst, was siehst du?
A: CD-Stapel.

F: Wann hast du das letzte Mal das Haus verlassen?
A: Vorhin um Mitternacht bin ich heim gekommen. Verlassen hatte ichs letzten Mittag.

F: Was stört dich gerade am meisten?
A: Meine Kopfschmerzen.

F: Was war das letzte, das du gehört hast (abgesehen vom Getippe)?
A: Fernsehn.

F: Welche Farbe hat dein Schlafsack?
A: Hab keinen.

F: Hast du überhaupt einen?
A: Nein.

F: Wie groß ist der Abstand zwischen deinem Bett und dem Fußboden?
A: Keine Ahnung, nicht sonderlich hoch.

F: Und welche Farbe hat deine Bettwäsche?
A: Im Moment ist es so schilfgruen, ocker, dunkelbraun... Genau genommen so ein Muster mit Bambuspflanzen. Ich finds schoen.

F: Gehört der PC, an dem du sitzt, dir?
A: Der hier nicht. Wohlgemerkt, ich bin grad bei meinem "Vater".

F: Wie viele Kerzen stehen in deinem Zimmer?
A: Keine Ahnung, muessten so einige sein.

F: Wieso bist du gerade am PC und nicht draußen oder sonst wo?
A: Weil ich meine Emails abrufen wollte und gewoehnlich wochentags nicht um halb 2 nachts draussen unterwegs bin. So einfach ist das.

F: Hast du eine Digicam?
A: Ja.

F: Bist du etwas genervt?
A: Im Moment nur von meinen Kopfschmerzen.

F: Hast du ein Schwert?
A: Mehrere. Die haengen in S. im Wohnzimmer herum. (Aber was sind das eigentlich fuer Fragen?)

F: Willst du eins haben?
A: Noch eins? Gerne doch.

F: Und, was ist jetzt das Letzte, das du gehört hast?
A: Immernoch der Fernseher.

F: Juckt es dich auch irgendwo?
A: Nein.

F: Welche Farbe haben deine Gardinen?
A: In S. habe ich keine, hier sind sie weiss.

F: Und was ist deine Lieblingsfarbe?
A: Schwarz ist kleidsam.

F: Was denkst du gerade?
A: Ich frage mich, wie lange ich nachher noch schreiben kann, so muede, wie ichs bin.

F: Was hast du zuletzt gegessen?
A: Einen Jogurt.

F: Und getrunken?
A: Pfefferminztee.

F: Was tut dir gerade am meisten weh?
A: Mein Fuss.

F: Was ist dein Lieblingsinstrument?
A: Aktiv oder passiv?

F: Hast du Poster an deinen Wänden?
A: Nein.

F: Und was ist sonst so an deiner Wand?
A: An welcher? Da gibt es eine ganze Menge. Bilder, die Schwerter, eingerahmte Fotos, Spiegel, diverses Dekozeug, Uhren, Regale...

F: Hast du einen Scanner?
A: Ja.

F: Willst du mal Kinder haben?
A: Nein.

F: Was ist dein Lieblingsname für männliche Wesen?
A: Keine Ahnung.

A: Und für weibliche?
F: Ich bleibe bei Jana.

F: Wer ist der lustigste Mensch, den du kennst?
A: Hm... Wen kenne ich?

F: Und der dämlichste?
A: Ich nenne diesen lieber nicht beim Namen...

F: Was ist dein momentan häufigster dummer Spruch?
A. Ich rede wenig, und wenn ueberhaupt, dann nur Sinnvolles.

F: Und was war dein erstes Wort?
A: Keine Ahnung.

F: Was war im Kindergarten deine Lieblingsfarbe?
A: Ich war nie im Kindergarten.

F: Willst du aufhören?
A: Bevor die Fragen noch seltsamer werden...

cn P

22.03.2007 um 01:22 Uhr

SMS-Abkürzungen in Neuseeland auch in Schularbeiten erlaubt

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Schule, Sprache, Kultur, Medien

Schüler in Neuseeland dürfen lieb gewonnene SMS-Abkürzungen jetzt auch in Schularbeiten benutzen, ohne dafür einen Fehler angekreidet zu bekommen.

In Zukunft sind Kreativität und Auffassungsvermögen neuseeländischer Lehrer beim Korrigieren von Klassenarbeiten besonders gefordert, denn: NZQA sez OK 2 SMS-txting in xms. Was soviel heißt wie: Die neuseeländische Schulbehörde lässt SMS-Sprache in Schularbeiten zu, meldete die Tageszeitung "The Press". Abkürzungen wie "txt" statt "text", willkürliche Groß- und Kleinschreibungen und Zahlen als Buchstabenersatz - all das soll von nun an möglich sein.

Sind neuseeländische Schulen toleranter gegenüber sprachlichen Entwicklungen - oder kapitulieren sie vor dem grammatikalischen Verfall? Die neuen Prüfungsregelungen blieben nicht unumstritten und lösten eine heftige Debatte im Parlament aus. Die Opposition warf Bildungsminister Steve Maharey vor, "nur cool sein" zu wollen, berichtete die Tageszeitung "Dominion Post". "Die Schüler laufen Gefahr, von den Lehrern nicht verstanden zu werden und durchzufallen, wenn sie die Abkürzungen benutzen", sagte Oppositionspolitiker Bill English im Parlament.

Die Schulbehörde hingegen findet nichts Besonderes an ihrer Entscheidung, SMS-Sprache in Schularbeiten zuzulassen. Die Schüler müssten zeigen, dass sie verstanden haben, was sie schreiben. Dann gebe es auch keinen Grund, ihnen Abkürzungen als Fehler anzurechnen. "Auch jetzt ist es schon so, dass die Schüler volle Punktzahl bekommen, wenn der Inhalt stimmt. Auch wenn sie Fehler in Grammatik oder Zeichensetzung machen", sagte Bali Haque von der Behörde der "Press".

"Die Entscheidung reflektiert die Situation, mit der Lehrer ohnehin jeden Tag umgehen müssen", sagte auch eine Sprecherin des Lehrerverbandes. Die Lehrer zeigten sich allerdings besorgt, sollte diese Umgangssprache in der geschriebenen Sprache alltäglich werden. Zu den Abkürzungen ermutigen würden sie ihre Schüler jedenfalls nicht.

Euphorischer reagierte ein Schulleiter aus der Stadt Christchurch. Er finde, die SMS-Sprache sei eines der aufregendsten Dinge seit langem. "Es ist eine weitere Entwicklung dieser wundervollen Sache, die wir englische Sprache nennen", sagte er "The Press".

Die SMS-Sprache sei alles andere als schädlich für die Kinder, urteilten Forscher der University Coventry fest. Sie hatten nach einer Untersuchung mit Elfjährigen festgestellt, dass regelmäßige SMS-Schreiber in Sprachtests sogar oft besser abschnitten als andere Schüler. Wer "C u L8r" statt "See you later" schreibe, stelle seine Fantasie unter Beweis.

~*~

So ein Bloedsinn. Aber wenn dort Schreibfehler allgemein nie einen Einfluss auf die Zensur einer Klausur hatten, wundert es dann, dass die Kinder dort bessere Zensuren haben, als die deutschen Kinder (Hier ist die Rechtschreibung naemlich selbst in Mathematikklausuren ein wichtiger Faktor!)?

Irgendwie wuerde ich am liebsten bei dem ganzen Nachrichtenartikel (Quelle: dpa) an einen Aprilscherz glauben. Ist es aber leider nicht.

cn P

22.03.2007 um 01:11 Uhr

21.3.07

Stimmung: Krank. Laut meinem "Vater" gibt es zur Zeit angeblich keine Pollen. Das merke ich. *zyn*
Musik: Keine.

3 Uhr offline, eine Motte ist mir entwischt, eine habe ich bekommen, spaeter in der Nacht erwischte ich eine dritte... Die andere sass immernoch an der Decke. Ich fuehlte mich krank und hatte demnach keine Kraft, zu lernen. Aber ein wenig geschrieben habe ich. Eigentlich bekam ich schon ein wenig ein schlechtes Gefuehl, weil ich nicht lernen konnte, denn fuer eine muendliche Pruefung gar nicht (Oder ggf. nur am naechsten Morgen oder im Bus) zu lernen, kann eigentlich nur schlimm enden, dachte ich mir. Um 5 Uhr war ich schliesslich schlafen gegangen, am naechsten Tag um 11:30 wieder aufgestanden, von meinem "Vater", der noch schlief und natuerlich nicht aufstehen wollte, genervt. Mir war uebel - Nicht nur von der Luege, er sei schon heute morgen um 9 wach gewesen und habe sich eben nur nochmals kurz hingelegt. Ich weiss naemlich, da ich auch schon frueher wach geworden war, dass er sehrwohl um 9 NICHT wach gewesen war... Oder schnarcht er jetzt auch schon im Wachzustand? Weiter musste ich mir geschmacklose und frauenfeindliche Sprueche anhoeren, das Essen war schlecht, in meinem Zimmer erwischte ich noch eine Motte, und danach verliess ich die Wohnung, noch puenktlich.

Den Bus hatte ich knapp verpasst, da ich wieder nicht ueber die ueberfuellte Kreuzung kam, durch die netten Abbieger, die einen sonst ueber den Haufen gefahren haetten. Ich war genervt. Es war gerade Schulschluss und die Buslinie kam an zwei Hauptschulen vorbei - Wie das mit den Hauptschulen hier in B. ist, kann man sich eigentlich denken, nehme ich an... Gleich fing es im Bus an mit Geschrei und Poebeleien, sie haben sich sogar direkt beim Einsteigen gepruegelt und einer von den kleineren Idioten ist mir fast auf den Schoss gefallen, ans Entschuldigen hat er natuerlich nicht im Geringsten gedacht. Und dann ging die Fahrt auch nicht mehr weiter, weil der Fahrer die Tuer nicht mehr zu bekam... Es wurde weiter gepruegelt und meine Laune wurde immer schlechter. Unter den Umstaenden, ich hatte schon wieder Kopfschmerzen, konnte ich einfach nicht lernen. Dann habe ich am Center auch fast dem Umstieg verpasst, der andere Bus waere mir fast davon gefahren, weil ich aus dem anderen nicht heraus kam, weil sich ein Rollstuhlfahrer mit einem Kinderwagen in der Tuer verkeilt hatte :/ Nur, weil diese Egoisten einfach nicht warten konnten, bis der andere ausgestiegen war bzw nicht hintereinander aussteigen konnten, sondern gleichzeitig in die Tuer fahren mussten...

Im anderen Bus war es nicht besser. Neben einem stark nach Alkohol stinkenden Menschen, der mir gegenueber sass, waren auch noch zwei Kinder im Bus, die unentwegt, sehr laut und unglaublich schief sangen und pfiffen. Lernen konnte ich so wirklich nicht... Irgendwann war ich so mit den Nerven am Ende, dass ich eigentlich nur haette heulen koennen. Und dann der lange Fussweg zum Institut, 15 Minuten durch den Wald, an einem Museum und an einigen Villen vorbei. Doch, D. ist irgendwie schoen mit seinen ganzen alten Bauten... Von Fachwerkhaeusern ueber klassizistische Gebaeude mit zweigeschossigen Marmorsaeulen, ueber Schloesschen mit Tuermen, bis hin zu an Italien erinnernden Landhaeusern... Den Raum, wo die Pruefung stattfinden sollte, habe ich relativ schnell gefunden. Allerdings war ich eine halbe Stunde zu frueh da. Habe mich also in den Flur gesetzt und wollte noch lernen, aber irgendwie hinderte mich nun eine tiefe innere Blockade daran. Spaetestens jetzt haltet ihr mich sicher fuer verrueckt, aber ich konnte einfach nicht! Ich war so nervoes, dass ich keinen Satz mehr lesen konnte. Stattdessen bekam ich durch die hellhoerigen Waende die Pruefung von meiner mit. Der Mensch hatte fast gar nichts gewusst und nur eine 4 bekommen, was unter den Umstaenden allerdings schon sehr gnaedig war.

Dann war ich dran. Ich bin freundlich ins Zimmer gegangen, habe gegruesst, nach einem Platz gefragt, habe dann die Pruefung durchgestanden (Mit zugegeben viel Raterei!), habe zum Schluss noch einige Fragen zum Semester bzw auch zur Kurswahl fuer das naechste Semester stellen koennen, und dann ging ich, nachdem ich meine Zensur fuer die heutige Pruefung, die uebrigens doch nicht nur 15 Minuten, sondern ganze 30(!) gedauert hatte: Eine "1,5 bis 2" soll es sein, das muesse sie noch genauer ueberlegen - Ich denke, es ist Willkuer, allerdings freut mich der Ausgang. Zumal sie sagte, sie tendierte eher zur 1,5... :) Als ich das Gebaeude nun wieder, gegen 15 Uhr, verliess, fuehlte ich mich richtig gut. Leider waehrte das nicht lange, aber so ein paar glueckliche Momente koennen einem trotzdem viel Kraft geben. Aber wieso mir die Laune wieder so schnell verging? Nunja, an der Haltestelle standen wieder einige poebelnde Menschen der Kategorie "Klischee-Hauptschueler"... Auch im Bus waren spaeter wieder massenhaft Menschen, die mir unsympathisch waren oder die man getrost als "verhaltensgestoert" haette bezeichnen koennen. Und kann mir eigentlich jemand sagen, wieso ich heute nach dem Aufstehen 3 grosse Kratzer auf der Wange hatte? Vielleicht sollte ich meine Naegel doch etwas runder schneiden ;)

Ich war muede. Im Center habe ich noch schnell ein Paeckchen Briefumschlaege besorgt, dann bin ich nach R. gefahren... Da der Zug wieder fast 5 Minuten im Tunnel haengen geblieben war, was hier auch haeufiger vorkommt, habe ich den Bus um 2 Minuten verpasst :/ Also ueber 10 Minuten Wartezeit... Schrecklich waren nicht nur die Menschenmassen an der Haltestelle, unter denen sich wieder viele derer befanden, die mich heute schon haeufiger gestoert hatten, sondern auch die Tatsache, dass alles schon nach Rauch stank, als ich den Bahnhof gerade erst verlassen hatte... Jetzt stellt euch mal ueber 50 Menschen vor, die dicht aneinander gedraengt rauchen! Was fuer ein Gestank! Da bekam man fast keine Luft mehr. Und meine Haare stanken danach wieder so, als habe ich einen ganzen Abend in einer rauchigen Kneipe gesessen. Na das macht einen guten Eindruck... *zyn* Ich hatte Kopfschmerzen und beim Gedanken daran, noch zwei Arbeiten schreiben zu muessen, grauste es mir. Weiter groehlten die Menschen, die Sitzplaetze im Wartehaus waren zu 50% von Rauchern belegt, die darin qualmten, die andere Haelfte besetzte ein liegender Obdachloser, der vor sich am Boden noch eine Schnapsflasche liegen hatte und auch sehr danach roch. Eklig.

Endlich zuhause... Ich kurz nach halb 5, ER etwa um 6 Uhr. Von der Post habe ich bereits erzaehlt. Ich habe am Abend mal wieder ein wenig geruht, bzw habe mir mal wieder Freizeit gegoennt... Ein langes Bad, abends eine Weile geschlafen, gedoest, leider nicht sehr wirkungsvoll gegen meine Kopfschmerzen. Nun ueberlege ich, ob ich mir morgen wieder Ruhe nehme, oder schon die naechste Arbeit schreibe. Das entscheide ich wohl spontan. Abends, als WIR gehen mussten, war der Himmel graurot, in eine Richtung am Horizont sogar grau-orange, und so hell, fast taghell, so erschien es mir! Gestern Nacht war der Himmel komplett brombeer gewesen, wobei ich nicht die Farbe der Beeren meine, sondern das, was man bei zb Stoff als "brombeer" bezeichnet. Mittlerweile halte ich die Behauptung, nachts sei der Himmel schwarz, schon fuer einen Mythos... Ich bin jede Nacht draussen (Bis auf kleine Ausnahmen samstags) und ich sehe den Nachthimmel somit sehr oft... Ausserdem schneite es diese Nacht zu meiner Verwunderung stark. Ich bin ehrlich: Ich liebte diesen Anblick! Ich haette zu gern meine bei mir Kamera gehabt, es war einfach wunderschoen; Der Schnee auf all den Pflanzen, dazu der orange Himmel, das um Mitternacht, Schnee auf den Kirschblueten, auf den Graesern... Und ansterbende Pollen *g* Das freut mich zumindest bei denen, gegen die ich allergisch bin, auch wenn das natuerlich ein gaenzlich naturfeindliches, egoistisches Denken ist. Aber so bin ich eben. Ab und zu bin ich egoistisch und schaeme mich nicht einmal dafuer.

Das Einzige, was sehr unschoen an diesem Wetter ist, ist die Tatsache, dass alles nass war und es morgen sicher Glatteis geben wird, mal sehen, wie ich da voran komme, zu laufen war heute schon schwierig. Zuhause erschlug ich gleich mal schnell eine Motte in meinem Zimmer (Mit etwas Glueck nehmen die durch die Kaelte auch ab), dann ging ich ins Wohnzimmer, musste mir das uebliche bloede Gerede anhoeren, und konnte dann irgendwann online. Interessehalber habe ich mal nachgeschaut, was aus meiner Frage in einem Forum geworden war... Ihr erinnert euch sicher, dass ich mal raetselte, wieviel eine Postkarte wiegt und wieviele in einem Umschlag als normaler Brief versendet werden koennten. Ich stellte beim Ansehen des Forums eines fest: Viele Leute haben viel zu viel Freizeit! So viele idiotische Antworten wie da habe ich ja noch nie gesehen... Zum einen Leute, die vollkommen zusammenhanglos "Hallo? Willst du quatschen?" gepostet haben (Ja klar, deswegen stelle ich doch eine praezise Frage, ich will keine Antwort, sondern nur Aufmerksamkeit! *zyn*), dann etliche, die zum Besten geben mussten: "Sorry, keine Ahnung!" (Schoen, dass ihr keine Ahnung habt, aber muesst ihr das 30x antworten?) und dann waren da noch die Leute, die sich fuer sonderlich witzig hielten und solche tollen Kommentare abgaben wie "Bist du etwa Schotte?" oder "Verschickst du die Geburtstagskarten fuer die naechsten 5 Jahre immer auf einmal?" - Ihr seid ja so unglaublich lustig, kaum zu glauben! *zyn* Bei fast 50(!) Antworten war keine dabei, die die Frage beantwortete :/ Sagt einiges ueber diese Menschen aus.

cn P

21.03.2007 um 21:20 Uhr

Gustav Vigeland

von: AngelInChains   Kategorie: Skandinavien   Stichwörter: Skandinavien, Norwegen, Kunst

Gustav Vigeland (11.4.1869 - 12.3.1943) war einer der bedeutendsten Bildhauer Norwegens. Seine Werke stellen gewoehnlich Menschen (Sowohl Erwachsene als auch Kinder und Saeuglinge) dar, die oft unbekleidet sind, und sich in ungewoehnlichen Koerperhaltungen befinden.

Im Osloer Frognerpark gibt es eine "Vigeland-Anlage", die zwischen 1924 und 1943 entstand. Zu den Skulpturen im Park zaehlen 58 Bronzefiguren auf einer Bruecke, das so genannte "Lebensrad", welches aus aneinander geklammerten Menschen besteht, sowie zahlreiche Granitfiguren: Darunter eine 17 Meter hohe Saeule aus Menschenkoerpern.



(Die Bruecke, im Hintergrund die Menschen-Saeule)

 

(Geknaeulte Menschen auf den Treppen hinauf zur Saeule)

 

(Die Menschen-Saeule)

Weitere Informationen und Bilder (zB vom Brunnen und vom Lebensrad) gibt es hier: HIER KLICKEN .

Bildquelle: Wikimedia.org

cn P

21.03.2007 um 17:27 Uhr

Glueck ist...

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Studium, Universität, Post

... wider Erwarten nicht versagt zu haben :)

gratuliert mir zu einer 1- in der muendlichen Pruefung!

~*~

Ansonsten... Haben sich heute einige interessante Dinge in Sachen Postcrossing getan. Also schaut in ca einer Stunde ins Postcrossing-Blog (HIER KLICKEN), dann duerfte ich alles aktualisiert haben...

cn P

21.03.2007 um 01:17 Uhr

20.3.07, Teil 2

Ich hatte die Wohnung verlassen und wurde fast auf einem Zebrastreifen von einem abbiegenden Auto ueberfahren. Sehr schoen, dass die meisten Menschen scheinbar nicht einmal mehr wissen, was ein "Zebrastreifen" ist, sondern einfach jenseits aller Verkehrsregeln alles umfahren, was ihnen auf der Strasse im Weg ist. Getreu dem Motto: "In meinem Auto bin ich sowieso staerker, als ein bloeder Fussgaenger/Radfahrer/Motorradfahrer." Ich merke an: Die Kreuzung war einfach einzusehen, nichts hat die Sicht blockiert. Aber naja, ist ja nicht das erste Mal... *re*

Im Bus dann setzte sich mir eine Frau gegenueber, die penetrant nach Parfuem stank. Eine Station weiter stieg eine ein, die irgendwie absolut in das Klischee einer (Euphemismus) "sozial schwachen Person" passte: Kurzes, aber dennoch fettiges Haar, dreckige, farblich absolut nicht zueinander passende Kleidung, extrem dick (Fast breiter als hoch), stark nach Bier und Zigarettenrauch stinkend, mit einer Plastiktuete in der einen Hand und an der anderen ein schreiendes Kleinkind. Wieso muss das sein? Ich habe auch nicht viel Geld und glaube, mich trotzdem recht ordendlich zu kleiden. Und wenigstens ab und zu seine Kleidung waschen sollte man doch koennen. Also... ich weiss ja auch nicht, wieso einige Menschen meinen, sich nicht wie "andere" Menschen geben zu koennen, nur, weil sie arm sind. Klar muss man sparen, man muss auch einige Entbehrungen ertragen, aber erfahrungsgemaess muss man sich nun wirklich trotzdem nicht auf das Niveau des "Klischee-Asozialen" herab begeben.

Aus dem Bus heraus fiel mir eine Werbewand auf. Fuer einen Fernsehsender, der nur hirnloses Zeug bringt, DMAX genannt. Der Werbespruch sollte scheinbar provozieren: In etwa "Programm fuer die besten Menschen der Welt: Maenner". Also mir sagt das (Zusammen mit ihrem Programm) nur eines ueber die Zielgruppe dieses Senders: Es scheinen schwule angelnde Biker mit Frauenphobie zu sein. Ob man damit werben kann?

Zuhause wurde mal wieder das Treppenhaus gereinigt und UNSERE Fussmatte dabei sehr unsorgfaeltig behandelt. Jetzt sind schon 3 von 4 Ecken abgeknickt. Wenn die schon meinen, es sei nicht noetig, die Matte vor Reinigungen in die Wohnung zu holen, koennten sie wenigstens vorsichtig mit fremdem(!) Eigentum umgehen... *re* Zuhause habe ich dann ein wenig gelernt und mich online mit einigen Sachen beschaeftigt. Post kam ausser einer gewissen Einladung keine. Konnte im Postcrossing-Forum noch einen Tausch mit Hawaii organisieren, ausserdem gibts bald eine antike religioese Karte aus Russland, usw... Wird man dann sehen. Abends dann bekam ich schreckliche Kopfschmerzen und meine Allergie war gar nicht mehr zu ertragen. Tabletten brachten nichts. Ich konnte einfach nicht mehr weiter lernen :( Abends habe ich mehrere Stunden geschlafen, danach ging es mir auch nicht besser. Ich bin de facto gar nicht mehr zum Lernen gekommen, was sich auf die morgige Pruefung schrecklich auswirken wird :( So hoffe ich, kann ich diese Nacht (Auch wenn ich lieber schliefe oder Privates schriebe - Ich muss mich zwingen, aber mir ist so unwohl dabei!) noch lernen, oder aber morgen waehrend der Busfahrt. Die Sachen habe ich ja alle... *seufz* Ich habe den Eindruck, waere mein schlechter Gesundheitszustand nicht "dazwischen gekommen", wuerde ich bei der Pruefung sicher besser abschneiden. :(

Habe ich eigentlich schon erwaehnt, dass die Pruefung laut Professorin nur 10 bis 15 Minuten dauern wird? Und dafuer fahre ich hin und zurueck jeweils 1,5 Stunden ;/ So eine Zeitverschwendung... Ich muesste noch Briefe zur Post bringen, habe mein Portmonee allerdings in S. vergessen, wo ich vor der Pruefung nicht mehr hin komme... Ja, einige Dinge koennten im Leben wirklich weniger problematisch sein *re* Abends im Bus kam der Besoffene nicht mit *g* Er hat knapp den Bus verpasst, ich hab ihn rennen sehen, aber geschafft hat ers nicht, was mich natuerlich sehr freute. Hat mittlerweile jemand von euch eine Idee entwickelt, wie man ihn loswerden koennte? Zuhause angekommen, sassen im Bad immernoch die zwei Motten, in meinem Zimmer auch wieder zwei. Die eine habe ich sicher erwischt, die andere ist nach einem heftigen Schlag mit der Zeitung davon geflogen... Ob lebend oder tot und nur noch durch den Luftzug getrieben, weiss ich nicht. Ich denke aber, sie lebte noch. Irgendwie werden die Motten immer hartnaeckiger... Das uebliche Gerede meines "Vaters" musste ich mir dann auch wieder anhoeren. Online ist auch alles "alltaeglich". Gehabt euch wohl. Mal sehen, wann ich offline gehe, um zu lernen.

cn P

21.03.2007 um 00:50 Uhr

20.3.07, Teil 1: Gedanken, Skandale und Geschichtsverfaelschung

Nachtrag zum Thema "Hochzeit meiner Schwaegerin": Nicht einmal die Anreise per Bahn bekaeme ich erstattet. Und das als "Familienmitglied". ;) Ausserdem dauerte die Fahrt an die 6 Stunden :/ Also damit schliesst sich die ganze Sache entgueltig aus. Ich kann also nur darauf warten, bis wieder ein unnoetiger, unnoetig aggressiver und wahnsinnig bloedsinniger Streit mit den Schwieger"eltern" ausbricht. Wieso koennen sie einen auch einfach nicht in Ruhe lassen...

Andere Notiz: Am 1.4. haelt UNSERE Beziehung nun schon 4 Jahre. Gerade in den ersten zwei Jahren waren unsere "Rahmenbedingungen" nicht gerade die einfachsten, und auch nicht die "normalsten". Eigentlich eine sehr bizarre Geschichte. Wie sollte man diesen Tag in besonderer Weise wuerdigen? Ich ueberlege noch. Ich haette etliche Ideen. Fuer das Studium werde ich da nicht viel machen muessen (Ausser evtl Kurse waehlen, etc, aber der letzte Abgabetermin fuer die ganzen Arbeiten ist am 30.3., also zwei Tage vorher). Aber ob ich gesundheitlich in der Lage sein werde, nicht nur bettlaegerig zuhause zu liegen? Ob ich nicht absolut uebermuedet sein werde? *seufz* Und ist das nicht auch das Wochenende, an dem meine "Mutter" wieder nach Deutschland kommt? Ich weiss es gar nicht so genau.

Gestern Abend musste ich mir wieder eine Menge dummes Geschwafel und viel aggressives Gefluche anhoeren. Um 3 Uhr ging ich offline, mir war extrem kalt, was meinen "Vater" nicht interessierte, die Fenstern standen trotzdem weit offen. Im Bad sassen noch immer zwei Motten (Auch jetzt, 24 Stunden spaeter, noch), in meinem Zimmer allerdings ebenso zwei. Ich habe sie nicht erwischt, diese Biester... Geschrieben habe ich noch bis um 5:30, dann ging ich schlafen. Eigentlich "funktionierte" es heute ganz gut. Als ich schlafen ging, erschien es mir dunkler als sonst, aber die Voegel zwitscherten schon. Am naechsten "Morgen" bin ich um 12 Uhr aufgestanden und musste mir gleich wieder dumme Luegen anhoeren. Wie ich das hasse. Wenn ich mit LUEGEN konfrontiert werde, habe ich immer den Drang, die Sache richtig zu stellen. Das ist das Problem, wenn ich irgendwie auch nur nebenbei aeussere, mein "Vater" habe sich in einer Sache geirrt oder laege falsch, schon rastet er vollkommen aus. So war es auch heute Morgen. Aber bei Luegen, egal, ob schwer wiegend ("Das Dritte Reich war nicht schlimm") oder weniger ("Ich bin schon seit 8 Uhr wach und nicht so faul wie du"), ueber soetwas kann ich einfach nicht schweigen. (Woher ich das habe, obwohl mir das NIEMAND anerzogen hat? Ich weiss es nicht)

Ich hatte starke Kopfschmerzen, wie mittlerweile leider jeden Morgen, und meine Allergie machte sich auch deutlich bemerkbar. Im Radio liefen einige Dinge, die ich sehr seltsam fand, Nachrichtenmeldungen. Eine war ein Interview mit einem regionalen Politiker, der meinte, die Jugendlichen heute wuerden in der Schule "NIE" ueber das 3. Reich aufgeklaert werden. Aha. Na dann habe ich mir all das Gerede, das man sich an meiner Schule mindestens einmal WOECHENTLICH und das all die Jahre ueber, anhoeren musste, sicherlich nur eingebildet. Die zweite Meldung stand mit der ersten in Zusammenhang. Es sei, was fuer ein Skandal, an einer Polizeischule hier in B. waehrend einer "Informationsveranstaltung" zum Thema Antisemitismus zu "antisemitischen Aeusserungen" gekommen. Das klingt jetzt schrecklich, aber nachdem praezisiert wurde, woraus denn diese schock-schreck-schwere-not "antisemitischen Aeusserungen" bestanden, habe ich gedacht, unsere heutige Gesellschaft sei sehr SEHR ueberempfindlich: "Antisemitische Aeusserung" Nr. 1: "Muessen wir das Thema denn schon wieder behandeln?" - Oh weh, das ist ja schon fast Holocaustleugnung! *zyn* "Antisemitische Aeusserung" Nr. 2: "Es gab auch einige reiche Juden." - Da will doch wohl nicht jemand behaupten, Juden haetten es jemals gut gehabt! Was fuer ein Skandal!

Ich sehe die beiden Aeusserungen absolut nicht so schrecklich. Zur 1. kann ich nur sagen: Natuerlich ist die Nazizeit schrecklich gewesen und es mussten viele unschuldige Menschen leiden. Allerdings sollte man vielleicht mal bedenken, dass es nicht nur Juden, sondern auch viele andere Personen waren! Aber wie dem auch sei - Egal, wie schrecklich die Zeit war, und natuerlich, man MUSS gedenken, man MUSS darueber reden - Aber dass es einigen Leuten zu viel wird, 24 Stunden am Tag als Schuldige fuer etwas hingestellt zu werden, was 40 Jahre vor ihrer Geburt geschah und wofuer sie nun wirklich absolut nichts koennen (In der Gefahr, dass ich mir hirnlose Beschimpfungen anhoeren muss: ICH fuehle mich auf jeden Fall nicht schuldig daran, was vor meiner Geburt geschah! Ich bin der Meinung, ich kann dafuer nichts, auch, wenn einem in der Schule regelmaessig gehirnwaescheartig eingeredet wurde, man sei schuldig), das kann ich verstehen! Man kann das Thema gerne mehrfach behandeln, aber wenn man es wirklich uebertreibt und staendig darueber und ueber nichts anderes mehr redet, dann ist es doch nur "natuerlich", dass einige Leute es nicht mehr hoeren wollen. Und das ist wirklich traurig, dass man Menschen dazu bringt, davon nichts mehr erfahren zu wollen. Ich denke, bei einer vernuenftigen "Dosierung" gaebe es nicht so ein Widerstreben.

Zur zweiten Aeusserung: Ich kann da auch nichts Judenfeindliches sehen. Es ist eine TATSACHE, dass es zumindest in der Anfangszeit auch wohlhabende Juden gab. Sicherlich nicht alle, aber schon einen beachtlichen Teil. Wenn man sich mit der juedischen Religion und Tradition beschaeftigt, erfaehrt man auch warum: Da sie vor Allem Berufe ergriffen, traditionell, die eben zu Wohlstand fuehren, bsp als Aerzte, Kaufleute, Bankiers, etc. Sicher ging es den Juden waehrend der Verfolgung und nach der Enteignung von Eigentum und Unternehmen NICHT gut. Aber vorher war es natuerlich der Fall - Sonst haetten viele Deutsche ja gar keine Abneigung gegen Juden entwickeln koennen. Denn Propaganda ist auch nicht alles, Neid spielte auch eine wichtige Rolle. Also wie man sieht - Was heute schon als "antisemitisch" bezeichnet wird bzw wie schnell man Menschen als Antisemiten an den Pranger stellt - Das grenzt an Paranoia. (Und ist es nicht irgendwie auch Geschichtsverfaelschung?)

cn P

20.03.2007 um 14:36 Uhr

Einladung zur Hochzeit

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Familie

Wieso verstehen einige Leute es eigentlich einfach nicht, dass man sie nicht leiden kann? Heute lag ein Brief meiner "geliebten" Schwaegerin im Briefkasten, mit einer Einladung zu ihrer Hochzeit, die natuerlich genau an dem Wochenende stattfinden soll, an dem ich mein wirklich geliebtes Festival in C. besuchen werde. Natuerlich erwartet niemand, dass sie sich die Muehe macht, wegen mir ihre Hochzeit so zu planen, dass ich dafuer NICHT auf mein Festival verzichten muss, aber sie weiss, dass sie mir weniger bedeutet, als das Fest (Oder sollte das zumindest wissen), also wieso schickt sie mir dann ueberhaupt eine Einladung?

Dazu kommt, dass sie sich am Freitag kirchlich und am Folgetag standesamtlich trauen will. Am Sonntag soll dann ein grosses Fressen auf irgendeinem Schloss stattfinden. Alles in Sueddeutschland. Ich muesste im Hotel uebernachten, drei Tage lang - Als wenn ich das Geld dazu haette! Ausserdem halte ich von der gesamten Hochzeit nichts: 1. Mag ich Frau Schwaegerin nicht mehr als die Pest, den Scharlach oder waessrigen Durchfall, 2. Kann diese Ehe sowieso nichts werden, weil ihr Verlobter und sie sich eigentlich IMMER nur streiten (Ich frage mich sowieso, wieso sie heiraten wollen) und 3. Hasse ich scheinheilige, verlogene Dinge, also auch Friede-Freude-Eierkuchen-wir-haben-uns-alle-so-doll-lieb-Familienfeiern, zumal ich mit der gesamten Sippe auch gar nichts zutun habe - Was soll ich also dort?

Ein weiterer Punkt ist die Einladung an sich. Schoen, dass sie einen beigen Strukturumschlag genommen hat. Toll, dass vorn auf die Karte rote Roeschen gedruckt sind. Aber das beeindruckt mich wenig. Daraus, dass auf der Karte nur knapp die Daten stehen und wie teuer das Geschenk sein sollte(!), aber nicht einmal eine persoenliche Anrede an UNS, geschweige denn eine Unterschrift, vorhanden ist, schliesse ich, es kann ihr gar nicht so wichtig sein. Wenn Schwiegermutter anruft, ist ganz klar: "Welche Karte? Wir haben hier keine Karte!" Stimmt ja auch, denn jetzt liegt sie im Muell. Aber immerhin dazu, einen Beitrag ueber sie zu schreiben, hat sie mich gebracht.

cn P

20.03.2007 um 01:43 Uhr

19.3.07

Stimmung: Genervt.
Musik: Noch immer keine.

Erst um 1 Uhr bin ich aufgestanden, muede. Hunger- und Durstgefuehl fehlen mir seit Samstag jedoch weiterhin. Seit Samstagmorgen habe ich praktisch so gut wie nichts mehr gegessen. Auch heute hat sich das nicht geaendert, es wundert mich, dass mein Magen das noch mitmacht. Nach dem Aufstehen wurde ich gleich wieder angemotzt, es ist immer dasselbe. Immer geht es um das 3. Reich, um Hitler, um den Krieg, darum, dass heute alles "verkommen" sei, etc. Dazu habe ich mich schon im vorletzten Beitrag geaeussert. Ich fuehlte mich krank. Im Bad sass heute nicht nur eine Motte, sondern auch ein marienkaefergrosser Kaefer, komplett schwarz. Als ich die Wohnung verlassen hatte, genau genommen keine 30 Sekunden spaeter, begann es ploetzlich, stark zu Hageln. Nur eine Minute spaeter war der Hagel allerdings wieder verschwunden. Um etwa 3 Minuten spaeter wieder einzusetzen, nun aber laenger anhaltend. "Aprilwetter"? Ich machte mich auf den Weg zur Post. Irgendwie fuehlte ich mich schrecklich, vermisste IHN intensiv, obwohl WIR uns doch zur letzten Mitternacht noch gesehen hatten, und ALLES haette mich zum Heulen bringen koennen. Ich fuehlte mich wirklich nur graesslich und in Momenten wie diesen habe ich zu NICHTS mehr Kraft.

Bei der Post musste ich laengere Zeit warten, aber wenn ich die Preise nicht schon auf die Briefumschlaege geschrieben haette, haette es wohl noch laenger gedauert. Ich habe festgestellt, dass die Postangestellten keinerlei Ahnung von ihren eigenen Tarifen haben. Kann ein Brief, der direkt mit einem Aufkleber frankiert wurde, durch einen Postangestellten, eigentlich noch wegen zu geringem Porto zurueck kommen? Bei einem Brief war ich mir im Gewicht nicht sicher, und die Frau hat auch nicht nachgewogen, sondern ist von einem Standardbrief ausgegangen. Weiss den einer von euch, ob 4 duenne Postkarten in einem Umschlag noch zum Normaltarif versendet werden koennen, oder ist das zu schwer? Den Bus bekam ich knapp. Obwohl der Fahrer durch mich nicht sonderlich gestoert wurde, obwohl die Tuer noch offen war und es durch mich keine Verzoegerung gab, wurde ich vom Fahrer angeschnauzt. "Eigentlich" haette ich auf den naechsten Bus warten sollen. 10 Minuten im Hagel stehen, wegen so einem Idioten? Nein danke. Was die von den Verkehrsbetrieben sich mittlerweile erlauben, ist wirklich eine Frechheit. Ich erinnere an die Umfrage durch sie am Samstagmittag.

Zuhause habe ich mich erst einmal an den PC gesetzt, um noch einige Dinge zu erledigen. Habe gelesen, etwas gelernt. Was ich mit meiner Geschichts-Professorin "erlebt" habe, habe ich ja auch schon erwaehnt... Randbemerkung: Bei der dt. Post gibt es erbaermlich wenige Briefmarken fuers Ausland... Insgesamt gibt es 1-Euro-Marken (Postkarte weltweit) nur mit drei verschiedenen Motiven (Eine Blume, die Porta Nigra, eine Politikerin der Weimarer Republik), 65-Cent-Marken (Postkarte europaweit) habe ich bislang gar nur mit einem Motiv gesehen (Blume). Fuer den Tarif fuer einen Brief ausserhalb Europas, 1,70 Euro, gibt es gar gar keine fertigen Marken! Marken fuer einen Europabrief (70 Cent) gibt es immerhin als mittelalterliches Segelschiff, Gemaelde von Rembrandt und rosa Nelke. Aber was soll das alles ueberhaupt? Wenn ich in der Postfiliale nach solchen Marken frage, werde ich sowieso nur beschimpft, ich solle sie nicht aufhalten, sondern die Marken doch einfach beim Automaten drucken (Toll... Verwischende schwarze Tinte auf haesslichem gelb-blaugrauen Papier!) oder die druecken einen schwarz-weissen Stempel drauf: "Entgeld bezahlt".

ER hatte abends gegen 18 Uhr (Das ist zeitlich knapp geworden) noch meine Semestarbeiten bei meinem Geschichtsinstitut abgegeben. Ausser der Professorin war niemand mehr da. ER meint, sie habe "merkwuerdig" gemerkt, das kann ich unterschreiben. Mal sehen, wie sie mich uebermorgen darauf anspricht... Erst gegen halb 8 kam ER heim :/ Schade, wieder so wenig Zeit fuereinander an diesem Tag... Dabei habe ich die letzten zwei Tage schon sehr wenig mit IHM zutun gehabt, habe ich nur gearbeitet, nur gelernt, geschrieben... Vom Abendessen habe ich auch so gut wie nichts gegessen, und das, obwohl es eigentlich ganz ordendlich schmeckte. Aber mir war einfach nicht danach. Ich bin froh, wenn ich die Pruefung am Mittwoch hinter mir habe, vielleicht erhole ich mich dann ein wenig. Nur dummerweise muss ich dann schon die naechsten 2 Arbeiten schreiben... Wirklich "frei" bin ich erst nach diesen, also spaetestens nach dem 30.3., aber dann sind die Ferien auch schon wieder fast vorbei, und ich habe ja auch noch anderen Stress, durch die liebe "Familie" beispielsweise :/

Der Bus am Abend war schoen leer. Es ist wieder "kalt" geworden, im Moment sind laut Weather Underground hier im Viertel 1 Grad. Mehr nicht. Was passierte, als ich heim kam, habe ich ja auch schon vorweg genommen. Diese Nacht werde ich wohl wieder schreiben, morgen MUSS ich einfach lernen. Wuenscht mir Glueck und habt eine angenehme Nacht!

cn P

20.03.2007 um 01:01 Uhr

Zwei Uebel: Von Eiterblasen und Produktumfragen

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: ÖPNV, Gesellschaft, Krankheit, Insekten

3 Uhr offline, eine Motte in meinem Zimmer gehabt. Natuerlich hat sie sich so hingesetzt, dass ich sie mit der Zeitung nicht erreichen konnte :/ Und dort kroch sie noch den gesamten Abend herum. Was haette ich da tun koennen? Scheinbar sind die Tiere ja lernfaehig, auf gut zu erreichende Flaechen kommen sie gar nicht mehr hoch. Ich habe noch geschrieben, zuvor auch noch zwei Briefumschlaege vorbereitet, bzw auch kleine Briefchen geschrieben, dann die Postkarte/n dazu, zugeklebt und mal sehen, wann ich meinen Anteil des Tauschs bekomme.

Ich musste auch wieder irgendwie an den Samstagmorgen zurueck denken, als WIR nach S. fuhren. Das hatte ich ganz vergessen, zu erzaehlen: Die Verkehrsbetriebe haben wieder Umfragen stattfinden lassen. Das sieht sehr nach steigenden Preisen und schlechteren Verbindungen aus... Aber statt, wie man es erwarten sollte, wenn sie etwas wollen, hoeflich und freundlich zu sein - Ich habe mich erschrocken, wie unverschaemt diese Befragerin war! Eine ungepflegte aeltere Frau, die gar nicht erst gefragt hat, ob man an der Umfrage teilnehmen moechte, rannte sofort auf den neuen Fahrgast zu und plapperte darauf los: "Hallo, dies ist eine Umfrage der XXX, dies ist die 1. Frage: ..." Wenn der Fahrgast sagte, er wolle keine Fragen beantworten, wurde er sofort angeschnauzt (Und das meine ich ernst!): "Jetzt stellen Sie sich nicht so an! Ich muss meine Boegen ausgefuellt kriegen und will nicht wegen hier herumrennen! Also antworten Sie endlich..." Bei einer anderen Frau, die teilnahm und sich nicht weigerte, kam es vor, dass sie sich an einer Stelle irrte und sich sofort korrigierte. Die Umfragetussi schrie gleich herum: "Oh Gott, jetzt muss ich wegen Ihnen alles wieder durchstreichen! Ueberlegen Sie sich das naechste Mal vorher, was Sie sagen! Das ist ja ekelhaft mit Ihnen!" Es hat mich gewundert, dass sich ueber diese daemliche Kuh keiner beschwert hat! Dann wollte sie auch noch auf uns zugehen. Ich habe sie aber schon mit boeserster Mine angesehen und demonstrativ zu IHM gesagt, dem naechsten, der mich belaestigt, schluege ich ins Gesicht. Das war natuerlich nicht die feinste Art und nicht einmal wahr, aber die Oma hat es davon abgehalten, UNS anzusprechen. Stattdessen drehte sie auf der Stelle um und laberte die naechsten Menschen an... Ich habe mir einige weitere Frechheiten anhoeren muessen und war einfach nur entsetzt, was A) solche Menschen sich erlauben, und C) was sich die Befragten so alles gefallen liessen!

Um 5 Uhr war ich schlafen gegangen. Ganz nebenbei, mein einer Zeh entzuendet sich immer weiter, ist stark angeschwollen. Ggf ein eingewachsener Fussnagel. Eine grosse Eiterblase. Was nun? Heilt das von alleine oder "muss" man das aufstechen und den Eiter mit Watte aus der Wunde saugen? Bei eitrigem Zahnfleisch schneidet der Zahnarzt das schliesslich auch raus... *re* (Als Kind hatte ich das Problem zweimal, als ich meine Milchzaehne verlor... Zweimal hat die Wunde sich entzuendet und ist so angeschwollen, dass ich kaum essen konnte.)

cn P

20.03.2007 um 00:13 Uhr

Alle Scheiben zertruemmern.

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Stress, Familie, Erinnerung, Schule, Gewalt, Insekten

Stimmung: Kopfschmerzen. Belaestigt.
Musik: Keine.

Ein Schritt hinein ins Treppenhaus. Die Werbezeitungen und Prospekte waren im Gang verteilt, durcheinander geworfen, auf dem Fussboden liegend. Dunkelblaue Steinkacheln. Ein beiges Gelaender, Metall, mit gummierter, schwarzer Griffschiene. Die Haustueren ebenfalls beige, die Waende weiss, rauer Stein, die Spione und Briefschlitzabdeckungen aus glaenzendem, silbernen Metall. Ein Schritt in die Wohnung. In meinem Zimmer eine Motte, draufgeschlagen - Keine Ahnung, ob es sie erwischt hat. Mit Pech nicht. Dann ins Bad. Ekel. Zwei Motten rannten an der Wand entlang und die Toilette war ungespuelt. Es stank. Ich sprach meinen "Vater" darauf an, worauf er mich nur anschrie, das interessiere ihm nicht, wenn ich hier leben woellte, muesse ich mich eben damit abfinden. Ich solle ihm nicht auf die Nerven gehen, ich wuerde sowieso immer nur stoeren. Danach durfte ich mir das uebliche "frueher war alles besser" und diverse Beschimpfungen gegenueber Juden und Muslimen anhoeren. Die gehoerten alle "erschossen". Die ewig gleiche Leier. Ich freue mich richtig, dass mein "Vater" schon bald 70 ist, das heisst, lange wird er nicht mehr leben. Dann ist die Welt seinen beschissenen Charakter endlich los.

Ich ueberlege ausserdem, ob und wann ich vorher von hier ausziehe. Wie sich das machen lassen koennte. So, dass ich nicht aufgehalten werden kann. Ich muss ungestoert sein und alle meine Sachen hinaus transportieren koennen. Das geht leider nicht in wenigen Minuten. Ausserdem ist mein "Vater" so gut wie immer hier, ich habe keine Gelegenheit. Ich glaube, wenn er mal wieder ins Krankenhaus kommt, bestenfalls fuer eine Woche, dann werde ich von hier fortgehen. 7 Tage sind genug, um alles zusammen zu packen und evtl noch jemanden mit Auto zu finden, der mir helfen koennte, die Dinge zu transportieren. Es waere ein radikaler Bruch mit meinem bisherigen Leben, aber vielleicht ist er einfach noetig. Vielleicht warte ich schon viel zu lange darauf! Im Moment ginge es mir ohne diese beschissene Umgebung auf jeden Fall weniger schlecht. Ich muss an eine fruehere Freundin, Jeanne, denken. Sie war mein komplettes Gegenteil: Sehr gross und duerr, hell gekleidet, hellblond, blaue Augen. Sie hoerte Hip Hop und sah schnulzige Filme. Aber wir verstanden uns immer super. Wir unterhielten uns ueber viele Dinge. Ueber Philosophie, ueber Politik, die Gesellschaft, Kunst, Geschichte. Wir verstanden einander sehr gut.

Einmal waren wir in der 1. Etage des Schulgebaeudes herumgelaufen. In der grossen Pause, einfach so. Es war ein Sommertag, warm, es war grell. Ich denke, wir wollten uns einfach die Zeit vertreiben, ein Ziel hatten wir nicht. Es muss in den letzten Jahren gewesen sein, die ich dort verbrachte. Ploetzlich fragte sie mich, zusammenhangslos, kichernd, ob ich folgendes Szenario verstehen koennte: Oder besser, was ich tun wuerde - Wuerde mir nun jemand erlauben, mit einem Knueppel alle Glasscheiben laut schreiend zu zertruemmern. Wenn ich keinerlei Strafe bekaeme, wenn danach alles fuer mich so sein koennte, wie zuvor - Sie fragte mich, ob ich das Angebot annaehme. Sie sagte, sie wuerde es tun. Stressabbau. Sehr viel Stress hatte uns in den Wahnsinn getrieben. Ja, ich war dem Wahn, dem Verzweifeln, genauso nahe. Viele Dinge liefen schief. Damals war ich mir nicht sicher, ob ich das Angebot angenommen haette. Im Moment woellte ich es. Natuerlich nur, wenn es fuer mich keine Konsequenzen gaebe und wenn kein Lebewesen zu Schaden kaeme. Es waere wohl ein sehr intensiver Stressabbau.

cn P

19.03.2007 um 17:23 Uhr

*schreikrampf*

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Stress, Studium, Universität, Gesellschaft

So. Mittwoch habe ich meine muendliche Pruefung. Ich wusste/weiss nicht, in welchem Raum sie stattfindet. Daher habe ich der Professorin mittlerweile 3 Emails geschickt.

1. Email - Fragen:
1. Wo findet sie statt?
2. Wie lange dauert sie?
3. Welche Themen kommen dran? 

Beantwortet wurde Frage 2. Zu Ort und Themen hat sie NICHTS gesagt.

2. Email - Fragen:
1. Wo findet sie statt?
2. Welche Themen kommen dran?

Beantwortet wurde die 2. Frage. Zum Ort - Wieder NICHTS.
Ausserdem fragte Frau Prof, ob ich denn brav gelernt habe.

3. Email - Frage:
1. Wo findet sie statt?

Antwort: Sie freue sich, dass ich gelernt habe.
Noch immer keine Antwort auf keine Frage, zum 3. Mal!

Es waere mir peinlich, noch eine 4. Nachricht zu schicken uns nochmals nach dem Ort zu fragen. Die letzten 3 Male hat sie die Frage ja irgendwie ignoriert... Was nun?

cn P 

 

 

19.03.2007 um 00:38 Uhr

17. und 18.3.07

Stimmung: Selbst das Gelaber meines "Vaters" ist zwar stoerend, beruehrt mich aber nicht mehr.
Musik: Keine.

Freitagabend um 3 Uhr offline, trotz Muedigkeit geschrieben, schon um 4 Uhr schlafen gegangen. Am naechsten Morgen um 10 Uhr aufgestanden und Ewigkeiten auf das Essen gewartet. Ohne Hunger. Aber vorher darf ich ja nicht gehen :/ ER wartete derweil draussen... Ich musste mir dummes Gerede anhoeren und hatte wieder starke Rueckenschmerzen. Letzte Nacht hatte ich unbequem geschlafen, habe dennoch getraeumt, allerdings aeusserst merkwuerdige Dinge. Als ich dann endlich die Wohnung verliess, leider ging es schon gegen 12 Uhr, quaengelte ER nur herum. Wohl auch aus Boshaftigkeit erzaehlte er mir dann eine Sache, worueber ich jetzt noch nicht weiss, was ich denken sollte. Der grobe Inhalt war, er habe neulich im Bus im Halbschlaf ein Maedchen gesehen, das er sehr huebsch gefunden habe. Mit langem blonden Haar, dunkel gekleidet, zartes Gesicht. Dann habe er auf den 2. Blick festgestellt, dass es nur eine Spiegelung von ihm selbst war. Worueber soll ich mich mehr sorgen: Ueber seine Selbstverliebtheit oder die Tatsache, dass er geglaubt hat, eine Frau schoen zu finden, die das komplette Gegenteil von mir darstellt? Sicher, ich habe auch ein recht zartes Gesicht, aber ich bin weder blond, noch habe ich gruene Augen, ich bin nicht hochgewachsen, nicht so schlank wie er, und sowieso... Wie kommt man dazu, seinem Partner von Menschen dessen Geschlechts zu erzaehlen, die man attraktiv gefunden habe?

Zuhause verschlechterte meine Stimmung sich schnell und ich lag weiter mit Ruecken- und Gliederschmerzen herum. Erstere waren extrem schlimm. Dann begann mein Koerper auch noch, zu zittern. Und ich bekam Muskelzucken. Meine Augen kniffen sich unkontrolliert zu, das ueber Stunden, ich konnte gar nicht lesen. Ich weiss nicht, was da los war. Ich habe die Augen wirklich nicht mehr oeffnen koennen. So aehnlich wie bei Lichtempfindlichkeit bei Fieber, nur willkuerlicher. Es ging mir graesslich. ER machte sich schliesslich auf den Weg zum Einkaufen. An viel erinnere ich mich gar nicht mehr. Nur, dass ER auch den gesamten Tag nur jammerte, was meine Stimmung auch nicht verbesserte. Ich habe die gesamte Nacht an dem bloeden Buch von Nietzsche gesessen, bin erst nachts um 4 mit dem Lesen und allen Notizen fertig geworden, und habe danach noch 3(!) Stunden gebraucht, bis ich den Aufsatz geschrieben hatte. Das hatte extrem lange gedauert, aber ich war um die Uhrzeit auch nicht mehr leistungsfaehig. Manchmal frage ich mich, wieso ich mir das alles antue, wird doch sowieso alles willkuerlich und subjektiv bewertet, und ich weiss, die Professorin mag mich nicht, daher kann ich nur durchfallen, und wenn mich ein anderer Prof mit einer 1 fuer dieselbe Arbeit bewerten wuerde...

Das gesamte Leben ist deprimierend. Augenringe habe ich bis jetzt. Ich sehe wirklich krank aus. Aber nach dieser Nacht hatten ploetzlich alle meine Empfindungen ausgesetzt. Keine Muedigkeit mehr, kein Hunger, kein Durst, keine Emotionen. Immerhin waren auch die Schmerzen somit eine Weile weg. Dann habe ich einige Zeit herumgelegen, konnte einfach nicht einschlafen. Es ging nicht. Ich stellte mich an den Balkon und machte Fotos vom tiefblauen Morgenhimmel. Irgendwie gefiel mir das Licht... So wie hier hatte ich es seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Es ist eine ganz andere Blickrichtung als in R. Auch die Luft ist anders. Hier ist es laendlicher. Dann habe ich ein wenig am PC gesessen, IHM zuliebe aber bald aufgehoert. Es war schon schlimm genug, dass ich ihn die gesamte Nacht stoeren musste, okay, geschlafen hat er trotzdem, aber ohne den angeschalteten PC und Monitor waere es sicher angenehmer gewesen - Aber was soll man machen, wenn der PC nun einmal in demselben Raum steht, in dem WIR schlafen? Aus Platzgruenden geht es nicht anders. Eigentlich kann ich verstehen, wenn ER mir boese ist, auch, wenn ich nichts dafuer kann, dass ich diese beschissenen Semesterarbeiten schreiben muss. Online habe ich mich mal wieder laenger mit Postcrossing beschaeftigt. Zwei regulaere Adressen gezogen (2x Finnland, regulaer), dann aber auch noch im Forum herumgeschaut und ein paar private Tauschgeschaefte organisiert. Bekomme so 6 alte Engel-Karten im Tausch gegen 6 Landschaftsbilder, ist schon in Ordnung so. Ich hoffe nur, all das klappt gut. Und vielleicht gibts auch noch eine Karte vom Ohlsdorfer Friedhof. Das ist noch nicht entschieden, da muss ich hoffen, die Person bekommt welche...

Mittags habe ich doch noch zwei Stunden oder eine geschlafen. Habe sehr merkwuerdig getraeumt: Einen gewoehnlichen Tagesablauf. Mit Busfahrten, Gemecker meines Vaters, Arbeit am Nachmittag - Ein "normaler" Tag eben! Sogar im Schlaf bin ich schon nur mit den bloeden Semesterarbeiten beschaeftigt :(( Mittags dann konnte ich nichts essen. Ich konnte bis jetzt nichts essen, bekomme einfach nichts herunter. Habe kein Beduerfnis. Es macht mich einfach krank... Die Schmerzen, gerade starke Lungen- und Rueckenschmerzen, sind wiedergekehrt. Den Nachmittag und Abend habe ich ununterbrochen an der naechsten Semesterarbeit geschrieben. Kurz nach 22:30 war ich fertig, relativ "puenktlich" - So koennen die Sachen morgen abgegeben werden. Besonders absurd finde ich es, mich mit einem Text beschaeftigt zu haben, der besagte, es sei der Untergang der Menschheit, dass diese sich nicht mehr mit dem fuer das Leben wichtige beschaeftigen koennte, sondern einem Lernwahn verfallen sei - Alles moegliche, moeglichst viel und moeglichst kompliziert zu lernen, ohne, dass man das jemals wieder braeuchte. Genau so habe ich mich auch beim Schreiben dieser Arbeit gefuehlt. Ist das nicht verrueckt?

Abend dann war kein Besoffener zu sehen, aber es war kalt und ein nach dem Weg fragen wollender Autofahrer blockierte die Bushaltestelle. Ich hatte ihn ziemlich schnell und ungewoehnlich unfreundlich erfolgreich vertrieben. Im Bus war es wie ueblich vorne voll und hinten leer, weil die Menschen scheinbar zu bloed sind, durch zu ruecken. Zuhause angekommen: 2 Motten in meinem Zimmer, beide nicht bekommen :(( Und eine im Bad, welche mich weniger kuemmerte. Dafuer roch es in meinem Zimmer ekelhaft nach Waschmittel. Seitdem laeuft meine Nase, ich habe Niesanfaelle und meine Augen brennen. Ich glaube, ich bin allergisch dagegen... Und jetzt muss ich damit leben :/ Ich werde hier systematisch krank gemacht! In dem Raum bei dem Geruch schlafen zu sollen... Werde ich nachher noch schreiben? Kann ich noch schreiben? Meine Gedanken sind so fern all dem, was ich liebe. Es ist, als sei ich tot - Ich empfinde nichts mehr, kann nicht kreativ sein, bin LEER, nichts ist mehr hier! Ich bin NICHTS mehr! Ich fuehle nicht und das waere die erste Vorraussetzung um ueberhaupt zu schreiben... Selbst jetzt, wo ich diese vielleicht schon emotionalen Zeilen tippe, ist das mehr Gewohnheit, als Empfinden. Ich kann vielleicht empfindsam schreiben, aber ich spuere dabei gar nichts mehr. Wie lange werde ich noch darunter leiden?

Und was meint ihr - Schaffe ich es morgen und uebermorgen, fuer die muendliche Pruefung zu lernen? Oder werde ich resignieren? Ich weiss es nicht... Eigentlich will ich einfach nicht mehr, andererseits bekomme ich vielleicht kurz bevor es zu spaet ist doch ein schlechtes Gewissen und dann ist es schon zu spaet :( Ich wuerde, der Tag der Pruefung wuerde niemals kommen. Aber das Leben geht immer weiter - Manchmal ist man froh darueber, manchmal nicht.

cn P

18.03.2007 um 22:23 Uhr

Der Tragoedie zweiter Teil

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Stress, Studium, Universität, Schmerzen

Ich moechte nur anmerken, soeben auch meine zweite Arbeit fuer das Geschichtsstudium beendet zu haben. Habe den gesamten Tag daran gesessen. Habe hoellische Rueckenschmerzen und werde langsam muede. Um 23 Uhr muss ich wieder los. Werde ich heute ueberhaupt noch Ruhe finden? Ich glaube, nicht.

Am Mittwoch habe ich dann eine muendliche Pruefung, dafuer muss ich morgen und uebermorgen noch lernen. Zum 30.3. muss ausserdem noch eine Geschichts- und eine Germanistik-Arbeit fertig sein. Ich weiss, ich wiederhole mich.

cn P