Geschrei, Gemecker, immer und immer wieder. Heute Abend, gestern Abend. Daemliche Sprueche und Unterstellungen. 2:30 offline, bisschen geschrieben, 3 Uhr schlafen gegangen. Irgendetwas getraeumt, frueh wach geworden, 9:30 aufgestanden. Wieder nur Gemotze, Bloedsinn, Aggression. Ich fuehlte mich krank, muss nachher auch noch eine Tablette nehmen, habe die vorhin ganz vergessen. Es war heute den gesamten Tag ekelhaft grell und heiss. Wenn einem dann auch noch ueberall Idioten ueber den Weg laufen, kann man nur schlecht gelaunt sein. Musste zum Bus rennen, da der mal wieder zu frueh vorbei fuhr. Hatte Kopfschmerzen. Bei der Umstiegshaltestelle wurde ich mal wieder von einer zittrigen Asi-Tussi vollgequalmt. Ich frage mich immer wieder, wieso sich "sozial schlecht gestellte" Menschen immer aehnlich kleiden. Ich meine, ich habe auch ziemlich wenig Geld und denke, ich bin dafuer doch ganz ansehnlich gekleidet. Fleckige ausgeblichende Tshirts und fusselige Leggins muessen doch wirklich nicht sein... Klar, jeder sollte tragen, was er moechte, aber manche Erscheinungsbilder wirken nun einmal leider sehr ungepflegt.
Im anderen Bus bekam ich schliesslich Ohrenschmerzen und wurde auch wieder mit einigen unangenehmen Menschen konfrontiert. Wie einige Menschen glauben, sie haetten absolute Narrenfreiheit gegenueber jedem, nur, weil sie alt seien... In der Uni wars eigentlich ganz interessant. Die heutige Vorlesung handelte von ersten Gesetzestexten und auch von Benimmregeln in der fruehen Neuzeit. Anstrengend war nur der stickige Raum und die Tatsache, dass die Tische und Stuehle, wie schon angemerkt, irgendwie fehlgeplant sind. Die Klapptische sind viel zu lang fuer die schmalen Abstaende der Reihen, dh klappt man den Tisch herunter, hat man ihn fast in den Rippen haengen. Ein maessig dicker Mensch haette dort nicht sitzen koennen. Auch nicht so toll war wieder der lange Weg durch den Wald, aber das uebersteht man irgendwie. Auch nicht schoen: Laut Website sollte am 25.5. frei sein, nun ist der Termin irgendwie von der Website verschwunden. Einfach so. Sieht aus, als haette ich da doch Unterricht. Dabei hat ER sich wohl schon extra frei genommen :(
Die Rueckfahrt war auch wieder so eine Sache. Es zeigte sich wieder, wie unlogisch viele Menschen handeln. An einer Haltestelle standen ein gewoehnlicher Bus und ein "Express-Bus" direkt nebeneinander, also rannte etwa ein Dutzend Menschen hinueber vom "normalen" Bus zum X-Bus. Bis die Menschen alle im X-Bus waren, war der andere laengst weiter gefahren. Alles uebrigens eine Station vor der Endhaltestelle. Fazit: Der "normale" Bus kam dadurch sogar frueher an, als der X-Bus. Wozu sind also so viele Menschen umgestiegen? In der Hoffnung, der X-Bus koenne Wunder vollbringen und ploetzlich in Lichtgeschwindigkeit bei der Endhaltestelle auftauchen? Vollends unlogisch. Ist wohl so, wie mit den "Light"-Nahrungsmitteln. Habe schon Menschen gesehen, die glaubten, es wuerde nicht fett machen, 5 Liter Eiscreme zu fressen, so lange auf der Packung "light" steht... Ach, eine irre Person ist mir dann auf dem Weg auch noch begegnet. So eine Tussi, die mitten auf der Strasse urploetzlich parkte, dann seelenruhig im Auto sass und eine Zigarette rauchte, waehrend sich hinter ihr alles staute. Menschen gibts...
Ich wollte mir im Center etwas zu Essen besorgen, sollte mein heutiges "Mittagessen" werden. Im Supermarkt hing eine Horde Asis herum und groehlte, poebelte, machte Randale. Haben Nahrungsmittel durch die Gegend geschmissen und sind dann mit einem Kasten Bier verschwunden. Gestarrt hat das Ladenpersonal, gesagt hat keiner etwas. Oben im Center habe ich die Asis dann wieder gesehen, dieses mal ein Bekleidungsgeschaeft verwuestend. Einfach diverse Kleider von den Staendern gerissen und auf den Boden geworfen, dann groehlend weiter gelaufen. Hat irgendwer etwas unternommen? Natuerlich nicht. Auf den Bahnhof ging der "Spass" weiter. Ich musste 5 Minuten auf die Bahn warten, wurde aber zum Glueck in Ruhe gelassen. Und wieder schienen nur psychisch Gestoerte unterwegs gewesen zu sein... Es lief gerade ein Mann vom Reinigungsdienst ueber den Bahnsteig und leerte die Muelleimer, da meinte ploetzlich ein Mann mittleren Alters, der sich dabei anscheinend auch noch sehr "cool" fuehlte, grinsend den Arbeiter anpoebeln zu muessen: "Ey sach ma, du Muellmann! Spacken wie du ham bestimme keene Freundin, wa? Sag mal, Muellmann! Stimmt doch, oder?" Ich habe das Gefuehl, je waermer es wird, desto duemmer wird die Menschheit.
So ging es weiter. Auch heute musste ich wieder 40 Minuten auf den Bus warten, er kam aus undefinierten Gruenden einfach nicht. Wieder poebelten einige Menschen herum. Asis groehlten laut, hoerten in etwas ueberhoehter Lautstaerke "Musik" (Rap bleibt fuer mich Gestammel). Der Busfahrer, der den naechsten Bus fuhr, war auch wieder so ein Negativbeispiel. Nur am Fluchen, etc. Und im Bus, mir gegenueber, sass wieder so ein Mensch, der sich meines Erachtens irgendwie "krank" verhielt. Und viele Tussen, ich sehe immer mehr, lassen sich im Moment wohl taetowieren. Ich freue mich schon auf das Geheule in vielleicht einem halben bis einem Jahr, wo sich 75% das Tattoo wieder entfernen lassen wollen. Bei den Motiven ist das nur absehbar. Wie alles, was Moden unterliegt - Deswegen wuerde ich meinen Koerper, wenn ich modebewusst waere, nicht dauerhaft so veraendern, wie es eine Mode verlangt - Moden sind immer nur kurze Phasen. Als ich endlich heim kam, zeigte sich: Fuer den Heimweg hatte ich heute ueber 2 Stunden gebraucht. Da ist es irgendwie gar nicht mehr von Bedeutung "schoen frueh" kurz vor 14 Uhr Schluss gehabt zu haben... Wenn man dann sowieso nicht vor 16 Uhr zuhause ankommt, weil man 40min auf den Bus wartet, oder was weiss ich.
Hinaus gegangen bin ich heute Nachmittag doch nicht mehr. Einige Dinge nahmen unnoetig viel Zeit in Anspruch. Naja, wenigstens konnte ich wieder einige Zeit in der Wanne verbringen, hatte das richtig vermisst... Abends bin ich wieder relativ "hyperaktiv" geworden. Nicht, dass es mir unbedingt Freude machen wuerde, mich zu bewegen, aber ich merke, dass ich den Drang habe, mich zu zwingen, irgendetwas zu tun, alle Schmerzen zu ignorieren, und einfach zu kaempfen, bis ich daran kollabiere. Ein weiterer Fall von Selbstzerstoerung bzw SVV/Autoaggression? Vielleicht sind es auch nur etwas rabiate Ablenkungs-/Beschaeftigungsversuche... Abends war es relativ warm. Die Menschen im Bus - dazu kein Wort. Heim gekommen - Alles war "wie immer" - Das Gemecker, etc. Ich frage mich, ob ich zu streng mit meiner Umgebung umgehe? Ich bin der Meinung, dass ich Streit nicht beginne. Ich lasse es mir nur nicht gefallen, wenn mir jemand bloed kommt oder einfach nur geistigen Duennschiss schwafelt. Genauso kann ich einfach nicht meine Klappe halten, wenn ich zB rassistische Parolen hoere. Da ist etwas in mir, was mich "zwingt", der Dummheit Paroli zu bieten. Natuerlich, wenn ich woellte, koennte ich mich zwingen, zu schweigen. Aber irgendwie will ich gar nicht - Ich will Wahrheit.
Wenn ich also so einige Dinge hoere... Gerade, wenn man sie sogar an mich richtet - Wieso sollte ich denn einfach darueber schweigen? Von vielen Menschen laengst erkannt: Der Spruch "der Kluegere gibt nach" erklaert die Vorherrschaft der Dummen! Ich weiss, ich masse mir viel an, wenn ich bestimme, wer dumm sei und wer nicht, aber ich halte mich da an "Richtlinien". Dh ich betrachte verschiedenste Aspekte und Fakten, und entscheide daran, ob die Schlussfolgerung der Person intelligent war, oder nicht. Es geht hier nicht um Geschmack - Jeder hat davon einen anderen, da kann man wirklich nicht urteilen! Aber es gibt bestimmte Dinge, die kann man schon beurteilen. Intelligenz wird unter Anderem so definiert:
"Intelligenz (lat.: intelligentia „Einsicht, Erkenntnisvermögen", intellegere „verstehen") bezeichnet im weitesten Sinne die Fähigkeit zum Erkennen von Zusammenhängen und zum Finden optimaler Problemlösungen."
oder
"Intelligenz ist ein Sammelbegriff für die kognitiven Fähigkeiten des Menschen, also die Fähigkeit, zu verstehen, zu abstrahieren und Probleme zu lösen, Wissen anzuwenden und Sprache zu verwenden."
Manchmal hoert man auch den Begriff "Logik" oder "gesunder Menschenverstand". Das sind fuer mich wichtige Dinge, wenn es um Intelligenz geht. Daher bin ich so arrogant, einen Menschen, der wiederholt lauter unlogische Dinge schwafelt und dabei auch kein wenig einsichtig ist (bzw nicht einmal willig, nachzudenken), als dumm zu bezeichnen. Ein grosses Problem ist hierbei uebrigens das... sagen wir "Millieu" der Menschen. Ein Mensch, ganz derb gesagt, aus der Gosse, wird sicher andere Dinge "normal" oder "akzeptabel" finden, als ein solcher, der mit sozialen Verhaltensregeln aufgewachsen ist, aber auch dahin gebildet wurde, fuer sich selbst nachzudenken. So mag ein Mensch, der zeitlang nur getrimmt wurde, zu arbeiten, vielleicht gar nicht auf die Idee kommen, bestimmte Dinge zu bedenken. Und viele Asis in den Ghettos von B. finden es zB "normal" selbst ihre Kumpels als "Hurensohn" anzusprechen. Worueber viele andere Menschen aus "hoeheren" Kreisen wohl eher die Nase ruempfen wuerden. Trifft nun ein wenig gebildeter Mensch auf einen hoeher gebildeten und ruft, weil er das fuer ganz "normal" haelt: "Ey du Hurensohn!" zur Begruessung - Da kracht es natuerlich. Ist dieses Problem je zu beheben?
Was aber niemals heissen soll, ein Mensch sei ewig an seine "Klasse" gebunden! Auch ein armes Kind kann ggf. einen guten Schulabschluss bekommen und mit Glueck spaeter auch beruflich erfolgreich sein. Ein Kind, das schlecht erzogen wurde, kann auch von selbst erkennen, was richtig und was falsch, was sozial und was asozial, ist. Es ist vielleicht schwer, aber nicht unmoeglich. Auf das Problem der Schul-/Studiengebuehren will ich hier nicht weiter eingehen, aber mir ist natuerlich klar, dass es sehr schlecht ist, dass Bildung immer mehr von den Finanzen des Individuums abhaengig wird. Eigentlich wollte ich nur eines sagen: Man darf einen Menschen nicht in eine bestimmte Schublade werfen, nach den Verhaeltnissen, aus denen er stammt. Man kann nicht sagen, ein Kind aus einer Arbeiterfamilie wuerde fuer immer ungebildet und plump bleiben. Man kann nicht behaupten, jemand, der zB in der Kindheit misshandelt wurde, wuerde fuer immer beziehungsunfaehig und zum Psychopathen werden. Wenn ich soetwas hoere (und das kommt haeufiger vor), macht mich das ehrlich gesagt sauer. Weil es eine Diskriminierung gegenueber all denen ist, die es sowieso schon schwer hatten. Und weil soetwas aus dem Mund von Menschen kommt, die selbst am wenigsten mit Betroffenen zutun hatten!
Denn Sprueche wie "Ihh, die ist Missbrauchsopfer, die ist bestimmt kaputt, mit der will ich nix zutun haben!" oder "Baeh, die Mutter von der ist Verkaeuferin bei Aldi, die kann nur auf dem Strich landen!" oder was ich sonst schon fuer uebel derbe Sprueche gehoert habe, koennen nur von Menschen kommen, die mit Betroffenen gar nichts zutun hatten. Sonst wuessten sie naemlich, dass auch jemand, der misshandelt wurde, auch nur ein Mensch ist. Klar ist er psychisch beschaedigt, aber das heisst nicht, dass er ein Monster sei! Ueberlebende koennen sehr nette, und sehr liebe Personen sein. Manchmal bin ich geneigt, zu sagen, dass misshandelte Kinder nicht beziehungsunfaehig werden, sondern, im GEGENTEIL, intensiver lieben koennen, weil sie das erfahren moechten, was sie sich immer wuenschten, aber nie bekamen. Aber so ist das leider auf unserer Welt... Die Vorurteile gegenueber Armen, oder, genereller, gegenueber JEDEM, der irgendwie "anders" ist, bestimmen noch immer das Denken vieler Menschen, die sich fuer "normal", fuer der Masse zugehoerig, halten. Und den Begriff "Resilienz" - Man muss ihn vielleicht nicht woertlich kennen. Aber man sollte an ihn glauben. (Wer will, kann mal googlen ;) )
Ist es bei solchen Erfahrungen nicht irgendwann eigentlich fast "normal", dh logisch, die meisten Menschen zu verabscheuen? Ich meine, sehen wir uns all das an. All die Gewalt, die ich taeglich sehen muss, all diese Dinge, die ich einfach nur dumm und barbarisch finde. Dazu Menschen, die einfach nur dumm agieren, Unwissenheit, Vorurteile - sexuell belaestigt wurde ich mittlerweile schon zweimal im Leben, meine Mutter uebrigens auch schon einmal - scheint hier ja schon fast "normal" zu sein (Dabei leben wir NICHT in einem Bezirk, von dem es heisst, dass er "gefaehrlich" sei - Manchmal denke ich, ich woellte gar nicht wissen, wie es dann in "schlimmeren" Bezirken aussieht...). Dann all die Ungerechtigkeit, all das Leid, das ich bei vielen Menschen sehe. Soziale Probleme, Dinge, die nicht sein muessten. Kann man dann noch viel von der Menschheit als Gesamtheit halten? Ich liebe die Natur, und ich mag Menschen, die anders sind, als die, die ich verabscheue. Ich mag Kunst, ich mag auch meine eigenen kuenstlerischen Faehigkeiten. Ich liebe IHN. Ich denke, einige Dinge habe ich auf dieser Welt noch zu "erledigen". Deswegen gehe ich meinen Weg weiter, trotz aller Dinge, die mich dazu veranlassten, mich am Liebsten umzubringen. Ich gehe weiter, quaele mich manchmal unter Umstaenden auch, denn ich habe einfach das Gefuehl, nun aufzugeben, waere Verschwendung - Ich will die letzten 20 Jahre nicht umsonst gegangen sein. Vielleicht - so naiv bin ich - wirds irgendwann doch "besser"...
cn P
P.S.: Muss gerade wieder an eine dumme Frage denken, die mir gestellt wurde... Und zwar, ob meine Pollenallergie angesteckend sei. Und das in so einem ekligen Ton, von wegen "komm mir ja nicht zu nahe, ich will das nicht auch bekommen"... Weiss der 08/15-Mensch von heute nicht einmal mehr, was eine Allergie ist?