Memoriae Ex Aeterna Nocte

31.05.2007 um 14:38 Uhr

Gemischtes.

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Post, Literatur, Kunst, Gesellschaft, Gesundheit, Schmerzen

Die Idioten von der Post haben es heute geschafft. Nicht nur die zwei Postkarten, die im Briefkasten lagen, waren vollkommen zerknickt, sondern auch ein Brief und selbst die zwei Buechersendungen waren offen. Manchmal frage ich mich wirklich, was alles schon unterwegs geklaut wurde. Schliesslich kommen Briefe hier grundsaetzlich nur noch offen an.

~*~

Nebenbei noch vier nette Zitate vom Herrn C.D. Friedrich:

"Der Maler soll nicht bloß malen, was er vor sich sieht, sondern auch, was er in sich sieht. Sieht er aber nichts in sich, so unterlasse er auch zu malen, was er vor sich sieht."

"Vielen wurde wenig, wenigen viel zuteil: Jedem offenbart sich der Geist der Natur anders, darum darf auch keiner dem andern seine Lehren und Regeln als untrügliches Gesetz aufbürden."

"Wie groß ist die Zahl derer, so sich Künstler nennen, ohne zu ahnen, dass noch etwas ganz anderes dazu gehöre als bloße Geschicklichkeit der Hand."

"Willst du wissen, was Schönheit sei? Befrage die Herren Ästhetiker: Beim Teetisch kann's dir nützlich werden, aber vor der Staffelei nicht, da musst du fühlen, was schön ist."

~*~

Ausserdem frage ich mich gerade, wieviel Jahre (oder eher Monate?) ich noch habe werde, ehe ich ein kuenstliches Kniegelenk brauche. Denn vorhin wurde mal wieder im Treppenhaus gewischt. Sehen konnte man es nicht mehr, einen Hinweis gab es nicht, aber es war rutschig. Ich habe mich zwar noch fangen koennen, aber mein - genau: rechtes Knie - hat einen kleinen Zusammenstoss mit der Wand gehabt. Das linke auch ein wenig, aber das machte mir nie sonderlich viele Probleme. Das rechte hingegen ist wiedermal angeschwollen, es gibt einen Bluterguss und heute hat es sogar sehr stark geblutet. Auch jetzt pocht es noch seltsam, obwohl ich es mal wieder mit einer Eispackung kuehle. Wie mittlerweile alle paar Tage :/ Lange geht das wohl nicht mehr gut.

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Zuletzt noch ein Aufruf! Ich habe einen wichtigen Zettel in einem Buch gefunden. Sollte dies hier ein Ernst Karsten aus Breslau lesen, der am 19.9.1908 wegen der goldenen Hochzeit seiner Grosseltern die Schule nicht besuchen konnte - Lieber Ernst, ich habe deinen Entschuldigungszettel gefunden! Melde dich und ich kann ihn dir zurueck schicken ;)

cn P

31.05.2007 um 01:42 Uhr

30.5.07

2:30 bin 3:30 geschrieben, schlafen gelegt, etwas Angenehmes getraeumt. "War" bei Tiia in Finnland, hatten n nettes Haeuschen, nen Garten, Wald und See direkt vor der Tuer. Ich war mit IHM im Urlaub dort, wir hatten eigentlich richtig angenehme Tage, haben allen moeglichen "Bloedsinn" gemacht... Ich denke, dass ich jetzt schon von Urlaub traeume, und dass ich seit Jahren keinen wirklichen mehr hatte, sagt deutlich aus, dass ich ihn mal wieder braeuchte. Wann bin ich das letzte Mal laenger als einen Tag verreist? Das war 2000, ist bald 7 Jahre her. Das letzte Mal das Ausland gesehen habe ich vor 15 Jahren. Aber was soll man machen, wenn man weder Zeit noch Geld hat? Wobei - das Geld wuerde reichen. Nur komme ich wegen meines "Vater"s nicht dazu, laenger als ein Wochenende weg von hier zu sein. Es macht mich krank.

Bin erst um 12:30 aufgestanden. Wurde 15 Minuten wegen des Fruehstuecks genervt. Der Idiot kann mich 10x fragen, ob ich nicht lieber etwas Warmes essen will, wenn ich NEIN sage, dann meine ich NEIN, verdammt! Dann beschimpfte er mich als "magersuechtig", nur, weil ich in letzter Zeit fast nichts essen wuerde. Aber was soll ich denn machen, wenn ich nie Appetit habe und mich staendig uebergeben muss?! Da kann ich nichts essen. Seit Tagen und Wochen esse ich kaum... Bzw eigentlich nur, wenn ich dazu gezwungen werde. Hunger- oder Appetitgefuehl kenne ich gar nicht mehr. Manchmal esse ich schon noch von mir aus ein wenig, aber auch nur, weil ich Angst habe, sonst wieder starke Bauchschmerzen zu bekommen. Ich WEISS, dass ich die IMMER bekomme, wenn ich einen Tag nichts oder nur sehr wenig esse. Daher MUSS ich... Will aber eigentlich gar nicht. Essgestoert bin ich so also vielleicht ein wenig. Aber nicht, weil ich es woellte; koennte das der Stress sein?

Das ganze Gemecker am Morgen besserte die Sache natuerlich nicht. Auch nicht der aggressive Busfahrer, dumm starrende Nachbarn, Kopfschmerzen oder aber die Deutsche Post... Zum Einen lag eine Notiz im Briefkasten, man solle den "anderen Abholschein" beachten. Nur war keine "anderer Abholschein" vorhanden. Aber man konnte sich ja auch ueber eine teure Telefonnummer bei der Post erkundigen... Und natuerlich wurde mein Hinweisschild am Briefkasten auch nicht beachtet. Hatte neben dem Zettel noch eine Buechersendung (Grossbiref) und zwei Postkarten im Kasten. Die Karten lagen eindeutig UNTER dem Buch... Heute zum Glueck nicht kaputtgebogen. Aber das war nur Zufall... Oh, und dann stellte sich wegen des verpassten Paeckchens noch etwas heraus, nach dem Anruf (musste ja sein): Die Abholung sei dieses Mal ganz woanders, als sonst! Und zwar schon irgendwo hinter der Stadtgrenze; da bin ich mal gespannt, wie man dort hinkommen soll. Ohne Auto und Busanbindung. Ein langer Fussweg.

Ich setzte mich eine Weile an den PC, wollte mich noch schnell beim Postcrossing-Forum fuer die neuen Karten bedanken, und habe dann doch noch ein wenig woanders gelesen. Dass viele Psychologen Homosexualitaet immernoch fuer krank halten und die Ursachen dafuer in der Kindheit erforschen wollen (Als sei Homosexualitaet keine natuerliche Neigung, sondern eine Traumafolge!) und viele behaupten, Bisexuelle seien nur verkappte Homosexuelle, die sich nicht trauen, sich zu outen, fand ich schockierend! Wenn so genannte "Aerzte", auch noch "professionelle" Psychologen, so einen Muell behaupten... Dann gute Nacht, Gesellschaft! Eigentlich bestaetigt es nur die Ahnung, die ich schon laenger bezueglich vieler Aerzte hatte. Wie kann man nur glauben, die Zuneigung zu Menschen des gleichen Geschlechts oder die Nichtunterscheidung zwischen Maennchen und Weibchen bei der Partnerwahl sei neurotisch... Und da wundern sich alle, dass es noch immer viele Vorurteile gegenueber Nicht-Heterosexuellen gibt und dass einige Angst vor dem Outing haben oder sogar noch Suizid begehen, weil sie Angst vor den Reaktionen der Umwelt haben (oder in einigen Laendern sogar strafrechtlich verfolgt werden!)...

Ich bin ja nicht der Meinung, dass man jeden moegen muss, aber was spricht eigentlich GEGEN Bisexualitaet? Es zaehlen doch angeblich immer nur die inneren Werte, heisst es, wenn man sich erkundigt... Wieso entscheiden sich viele Menschen dann also nur fuer einen Partner des anderen Geschlechts? Es gibt viele feminine Maenner, viele "burschikose" Frauen... Sollte man Maenner und Frauen wirklich anhand des Charakters voneinander abtrennen koennen? Sicher, es gibt auch Dinge, die sind wirklich nur frauen- oder maennerspefizisch, beispielsweise das Gebaeren von Kindern, u.ae. Aber es gibt auch genuegend heterosexuelle Paare, die keine Kinder wollen. Aber wie dem auch sei, jeder muss SELBST wissen, von wem oder was er sich angezogen oder eben nicht angezogen fuehlt, da bin ich tolerant. Die einzige Vorraussetzung: Die an der Beziehung beteiligten muessen ALLE damit einverstanden sein. Dann koennen sich Damen und Herren auch gerne kopfueber in Keller haengen und sich den Hintern mit nem Stoeckchen rotklatschen lassen. Wenn alle Beteiligten es wollen, wieso nicht?

Und was mir auch immer auffaellt: Wie oberflaechlich grosse Teile der Bevoelkerung doch sind. Da heisst es, ein Mensch wuerde nur zB blonde Partnerinnen moegen, und alle andershaarfarbigen schliesse er kategorisch aus. Oder Menschen beiderlei Geschlechts schustern sich irgendein Traumbild des Partners zusammen, und stellen dabei eine Wunschliste auf, die kaum erfuellt werden kann. Und dann verstehen sie nicht, wieso sie nie einen Partner finden. Aber wie denn auch, wenn sie nichts auf sich zukommen lassen! Wenn sie keine Kompromisse finden koennen, wenn sie eine charakterlich "perfekte" Person nicht annehmen, nur, weil sie nicht die gewuenschte Haarfarbe hat oder die Nase zu krumm ist. Ich meine zwar auch nicht, dass man jeden als Partner waehlen sollte, natuerlich, Ansprueche sind wichtig. Aber gerade im koerperlichen Bereich sollte man doch auch einige Dinge lockerer betrachten koennen, und eine Beziehung nicht davon abhaengig machen (Ich weiss, ich habe mit IHM, der auch aeusserlich sehr meinem "Idealbild" nahe kommt, gut reden).

Neulich (okay, einige Tage ist es schon her), hatte ich auch mal ein kurzes Gespraech mit einem Gehbehinderten, in einer Community. Er war deprimiert, dass keiner sich fuer ihn interessiere, weil er eben unterschenkelamputiert sei. Ob das stimmt, sei mal dahin gestellt. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass viele Menschen solchen Koerperbehinderten gegenueber distanziert sind. Selbst, wenn sie mit Prothese oder Kruecken einigermassen gut laufen koennten. Und ich meine ja auch nicht, dass man Amputationen unbedingt sehr aesthetisch finden muss, aber andererseits - Muss man denn einen ganzen Menschen von der Anzahl seiner Beine abhaengig machen? Ist ein ansonsten huebscher Mensch mit gutem Charakter denn ein anderer Mensch, ob er nun eins oder zwei Beine hat? Aber ob man nun mit einem Behinderten eine Beziehung eingehen woellte, oder nicht - das ist natuerlich wieder eine individuelle Entscheidung. Da will ich niemandem irgendwelche Vorwuerfe machen oder ihm etwas einreden. Ich finde es nur schade, dass es wohl viele Behinderte gibt, die sehr deprimiert darueber sind, durch ihre Behinderung keinen Partner finden zu koennen. Denn auch ein behinderter Mensch ist auch nur ein Mensch und braucht nicht mehr oder weniger Waerme als ein nicht-Behinderter (von den individuellen Abweichungen von Person zu Person mal abgesehen).

Es wurde Abend. Um 18 Uhr sollte ein Elektriker kommen, um die Tuerklingel auf Kosten des Vermieters zu reparieren. "Natuerlich" kam er schon eine halbe Stunde zu frueh, als ich gerade badete. Ich bin natuerlich schnell heraus gerannt, habe mir etwas ueber gezogen und wollte dann an die Tuer, da war er aber auch schon weg. Und kam erst nach Anruf wieder, und dann endlich puenktlich... Danach hat er insgesamt eine gesamte Zeitstunde an der Klingel herumgefummelt! Was er da so lange gemacht hat, weiss ich nicht. Ich fand es nur ein wenig stoerend, in der Zeit nichts online unternehmen zu koennen, weil der Strom abgeschaltet werden musste. Die neue Klingel klingt uebrigens sehr "gewoehnungsbeduerftig", aber was solls. Es gibt schrecklichere Dinge... ZB dass SEIN toller Arbeitgeber mal wieder vergessen zu haben scheint, Urlaubsgeld zu ueberweisen (wie in eigentlich ALLEN Vorjahren... Dann gabs das Geld gewoehnlich zwei Monate spaeter gezahlt, Ersatz fuer die so verloren gegangenen Zinsen gab es aber natuerlich nie - gilt uebrigens nicht nur fuers Urlaubs-, sondern auch fuers Weihnachtsgeld jedes Jahr).

Abends hatte ich wieder starke Kreislaufprobleme und Bauchschmerzen. Es scheint sich bei Stress zu verschlimmern. Das begruendet auch, wieso ich besonders morgens direkt nach dem Aufstehen (bevor ich also meinen "Vater" wieder sehen und zur Uni fahren muss) und abends auf dem Nachhauseweg (bevor ich meinen "Vater" wieder sehen muss :/ ) daran leide. Draussen nieselte es. Es waren erstaunlich viele Menschen dafuer unterwegs und der Bus war voll. Was danach "zuhause" geschah, habe ich schon berichtet. Nun frage ich mich, ob ich morgen zur Uni komme. Ich MUSS! Aber es deprimiert mich dermassen, dass ich nicht die Kraft dazu habe. Allein beim Gedanken daran schon koennte ich heulen. Es erscheint mir dermassen sinnlos. Und dieser ganze Muell, bsp die Sache heute mit dem Referat wieder! Es ist das reinste Chaos, verursacht zusaetzlich immer mehr Arbeit als noetig, und es erscheint mir nicht, als haette das je ein ordendliches Ergebnis... Nur leider interessiert es meinen "Vater" nicht, dass ich das Studium abbrechen moechte. Aber das Thema hatten wir schon mehr als einmal...

cn P

31.05.2007 um 00:49 Uhr

"Und warte auf ein Morgenrot, in dem ich frei bin, oder tot..."

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Stress, Studium, Internet, Universität

Stimmung: Vergesse bei dem Chaos alles. Meine Laune schwindet auch, sofern noch vorhanden. Am Liebsten wuerde ich alles hinschmeissen :/
Musik: Keine.

Wieso bin ich nicht einfach gleich schlafen gegangen? Seitdem ich wieder "zuhause" ankam, fuehle ich mich immer schlechter. Zum einen schreibt mein "Vater" die gesamte Zeit herum und ich muss morgen mal wieder wegen ihm frueher aufstehen (Weil ich mal wieder einen Brief irgendwohin bringen muss - ich haette es ahnen koennen), zum anderen gibt es wieder Chaos mit dem Studium.

Ich bin froh, das Referat noch nicht geschrieben zu haben! Denn sonst waere ich jetzt wohl nicht nur genervt, sondern Amok gelaufen. Denn eben erhielt ich eine Email von dem Prof (Die vom Geschichtskurs hat sich uebrigens immernoch nicht gemeldet und die Uni-Website stuerzt bei mir sowieso staendig ab), die besagte, ich koenne dieses Referat doch nicht halten, sondern muesse ein anderes uebernehmen. Denn er habe, als er mir dies vorgeschlagen hatte, vollkommen vergessen, dass das ja schon jemand anderes uebernommen haette. Und das sagt er jetzt, ueber eine Woche spaeter...

Dazu kommt, dass bei dem Prof immer das reinste Chaos herrscht. In seiner letzten Email teilte er mir mit, dass ich das Referat zum 5.6.07 nicht halten koennte, dabei war ich da sowieso nicht dran, sondern am 12.6.07. Als ich das sagte, meinte er, er habe sich verschrieben, er meinte den 12.6.07. Dann hiess es, an dem Tag koenne ich zwar schon noch ein Referat halten, nur eben nicht zum Thema X. Leider hatte ich das Thema X aber auch nie bekommen! Dann schlug er mir vor, Thema Y zu nehmen. Da hab ich einfach mal zugesagt, obwohl das weder mit Thema X noch mit meinem wirklichen vorigen Thema zutun hatte. Also: Nun soll ich zum 12.6. Thema Y vorbereiten. Davon bin ich ueberzeugt, denn am 12.6. ist ein Unterrichtstag. Im Gegensatz zum 13.6., also mache ich mir nichts daraus, dass der Prof die Email mit "Ich freue mich auf Ihr Referat am 13.6." schloss...

Noch eine Bemerkung am Rande: Das Thema Y ist eine Quellenanalyse, das Material hierfuer haette sich eigentlich online auf der Website des Profs zu unserem Kurs finden lassen muessen. Da ist es aber nicht. Zum Glueck war ich so querdenkend, dass ich mir gleich dachte, der Prof koennte es auf die Website seines anderen Kurses (zu einem ganz anderen Thema *re*) gestellt haben. Recht hatte ich! Es ist faszinierend, wie ich den Wahnsinn hier schon systematisieren kann... O_O

cn P

30.05.2007 um 02:13 Uhr

29.5.07

Schon als ich um 7:30 aufstand, hatte ich wieder starke Kopf- und Rueckenschmerzen, ausserdem Magenprobleme. Meinem Kreislauf ging es auch schlecht; ich konnte mich kaum auf den Beinen halten. Es schien sich alles zu drehen, mir war schrecklich schwindlig. Und Schweissausbrueche hatte ich ebenfalls, sowie Herzrasen, und meine Kopfschmerzen verstaerkten sich bei Geraeuschen oder bei Bewegungen (auch beim langsamen Laufen) noch. Im Wohnzimmer ging der Stress dann weiter. Das Fruehstueck war ekelhaft; mein "Vater" schmatzte und ruelpste beim Essen wie ein Schwein, bzw bin ich sogar der Meinung, dass Schweine "gesitteter" fressen. Ausserdem schwafelte er mich die gesamte Zeit mit irgendeinem Bloedsinn voll und uebel war mir ebenfalls. Musste mich sogar wieder uebergeben. Und als ich danach aus dem Bad kam, hatte mein "Vater" nichts Besseres zutun, als mich anzumotzen, ich wuerde heute Abend gefaelligst fuer ihn einkaufen gehen, und wehe, wenn nicht! Wie es mir geht, interessierte ihn, wie immer, nicht. Aber wieso rege ich mich ueberhaupt auf? Es war schon immer so, dass ich ihm egal war. Ich bin sowieso nur dazu da, Drecksarbeiten zu erledigen, einkaufen zu gehen, Briefe wegzubringen, weil er zu geizig fuer 55 Cent Porto ist, oder aber mir einfach "nur" den gesamten Tag und jahrelang dummes Gemotze anhoeren zu muessen. Weil das ja sonst niemand tut.

Ich verliess die Wohnung sehr viel spaeter, als sonst. Mir war dermassen uebel, ich dachte schon, ich komme nie weg. Mein "Vater" wurde darueber natuerlich auch wieder aggressiv und beschimpfte mich nur, ich solle nicht so "herumtroedeln". Dass ich mich fast wieder uebergeben musste, sagte ich ihm auch, aber es interessierte ihn nicht. Ich bin nach R. gegangen, wartete Ewigkeiten am Zebrastreifen, weil die Schlange vorbeirasender Autos nicht abbrechen wollte (Ich sagte es doch: Die Bedeutung eines Zebrastreifens scheint hier niemand zu kennen), und so bekam ich den Bus nur knapp. Bin nach S. gefahren, habe mir gleich Schuldgefuehle verursacht, wieso ich wieder nicht zur Uni gefahren bin, aber was solls. Hatte nun auch noch starke Schulter-, Ruecken- und Knieschmerzen wegen des schweren Gepaecks. Ich hasse es sowieso... Mehrere Ordner, Schreibzeug, was weiss ich noch, 0,5l Wasserflasche, Hustenbonbons, Geld, Schluessel, Handy, und dann auch noch das ekelhaft schwere Buch. DIN A 4, ueber 1000 Seiten, gebunden mit schwerem Deckel. Das zu tragen, ist jedes Mal eine Qual. Einmal pro Woche. Ich frage mich, wozu wir in der Uni Schliessfaecher haben, wenn man die nur tagsueber benutzen kann, also sie jeden Abend geraeumt werden muessen?! Die Stunden, die man sich INNERHALB der Uni bewegt, kann man die Buecher ruhig tragen, das sind ja nur jeweils wenige Minuten. Aber zur Uni hin und dann wieder nach Hause... Das ist Rueckenqual.

Der Busfahrer raste wie ein Henker ueber das wacklige Kopfsteinpflaster, das Wetter war grell und heiss. Die Menschen starrten, der Fahrer poebelte mal wieder einsteigende Fahrgaeste an. Meine Laune verschlechterte sich weiter, mein gesundheitlicher Zustand ebenfalls. Magenschmerzen kamen hinzu. Und ich hatte irgendwie absolut keine Motivation, spaeter extra zum Center zu fahren, nur um meinem bloeden "Vater" ein Brot zu kaufen, weil er zu faul ist, selbst einkaufen zu fahren. Wegen eines Brotes jeweils uebr eine halbe Stunde Hin- und Rueckfahrt. Und das, obwohl mir richtig schlecht war. Aber anders ging es nicht... Und das Geld? Bekomme ich wohl auch wieder nie wieder. Sind zwar "nur" 50 Cent, allerhoechstens, aber ueber die Monate summiert sich das. Ich schwitzte und das verdammte Waschpulver, dass der "liebe" Herr "Vater" immer benutzt, reizte meine Haut. Alles juckte. Ich habe schon haeufiger den Verdacht geaeussert, dagegen vielleicht allergisch zu sein, aber das interessierte ihn natuerlich auch nicht. Wie alles, was mich betrifft - das interessiert ihn alles nicht, selbst, wenn ich mich umbringen wuerde, wuerde ihn das nicht interessieren, da bin ich mir mittlerweile SICHER.

Spaeter kam noch ein "lustiges" Muskelzucken in den Beinen dazu. Ich wollte mich eine Weile hinlegen, hatte aber lange nicht meine Ruhe, weil alle 15 Minuten irgendein Paketdienst hier klingelte. Insgesamt wirklich 5 Stueck (DHL, DPD, UPS, Hermes, GLS), zusaetzlich noch einmal die "normale" Post und noch ein privater Briefversender. Und die ganzen Male war eigentlich nur ein Paeckchen fuer mich dabei (mit Buechern) und dann eben noch die Karte und der Katalog von der normalen Post... Alles andere waren nur Dinge fuer Nachbarn. Zu den "neuen" Buechern: Einige Menschen sind wirklich dreist, was sie als "fast neu, keine Gebrauchsspuren" bezeichnen. Der Buchschuber war so abgewetzt, so kaputt sind zum Grossteil nicht einmal meine antiken Schuber, und die sind mindestens 80 Jahre aelter... Aber wenigstens waren die Buecher in Ordnung; habe 7 Euro gezahlt, fuer 5 Buecher (Porto schon mit einberechnet), Originalpreis war 20 Euro. Nach dem ganzen Postzeug habe ich mich dann doch wieder auf den Weg gemacht, nun ins Center, Brot kaufen... Der Bus war wohl wieder viel zu spaet, ausserdem machten diverse Asis sich einen Spass daraus, extra durch Pfuetzen zu fahren (Wie man das sicher sagen kann? Was sollte sie sonst dazu bewegen, auf der Strassenmitte zu fahren, und sobald sie einen Menschen sehen, an ihn heran durch die Pfuetze steuern?), um Personen nass zu spritzen.

Ich bemerkte schnell, dass ich einen anderen Zeitpunkt zum Einkaufen haette waehlen sollen. Wie konnte ich so bloed sein, wieder nicht daran zu denken, dass gerade Schulschluss war?! Demnach begegneten mir zahlreiche groehlende Asis und geistige Krueppel. Gerade im Center. Beim Einkaufen und unterwegs. Es war wirklich unglaublich. Eklig. Unfreundlich. Selbst die Kassiererin. Und wegen eines Brotes musste ich auch wieder ca 20 Minuten in dem Chaos an der Kasse stehen. Hinter mir standen zwei Erwachsene mit einem Kind. Das Kind spielte mit einem Puppenwagen herum und fuhr mir damit mehrfach in die Hacken. Dann ermahnte die Mutter es und hielt den Wagen selbst. Fuhr mir dann aber selbst damit noch zweimals in die Hacken. Dann raeumte sie den Einkaufswagen aus und ihr Mann hielt den Wagen. Und fuhr mir wieder in die Fersen. Ist das ein Beweis, dass Ignoranz und Dummheit erblich sind? :P Dieser Einkauf war unglaublich deprimierend. Soviele Leute, die man einfach nur verabscheuen kann... Und das elende Gepoebel. Saetze wie "Ih, guck ma! Die traegt ja krass nur schwarze Sachen! Is ja voll eklig, ey!" (Schwarz = eklig? Ich find ja eher weisse Huefthosen, ueber die Bauchfett und ein mit nem rosa String wie eine Salami eingeschnuerter Hintern quillt eklig, aber das ist wohl Ansichtssache). Oder: "Boah ey! Voll der Satanist!" (sortieren wir Satanisten neuerdings in "voll", "halbfett" und "mager" ein? Oder eher "Halb-Satanist", "Viertel-Satanist", "Drei-Achtel-Satanist"?).

Ich frage mich immer wieder, wieso ich noch nicht ausgerastet bin... Sass zuhause eine Weile am PC, legte mich dann hin, doeste. Und schaffte es mal wieder, obwohl ich kaum etwas gegessen hatte, die Mundschleimhautwunde wieder aufzureissen. Hat lange geblutet. Ich hoffe, die entzuendet sich nicht schon wieder... Magenschmerzen hatte ich auch noch, und all die anderen Dinge. ER kam relativ spaet heim. Es stellte sich uebrigens heraus, dass unser Kampffisch auch an Altersschwaeche gestorben sein koennte und dass das Maennchen auch bald soweit ist. Denn von der Groesse her muesste er schon mehrere Jahre alt gewesen sein. Kampffische werden, zumindest hier in der Gegend, wohl schon sehr alt verkauft (oft 1-2 Jahre und wir haben ihn nun auch schon bald ein Jahr). Ich denke, das naechste Mal suchen WIR uns gezielt einen kleinen Jungfisch. Die Frage waere aber, ob man damit nicht lieber noch wartet, bis auch das letzte Kampffischweibchen an Altersschwaeche gestorben ist. Denn so ein "riesiges" ausgewachsenes, mehrere Jahre altes, Weibchen und ein erst wenige Wochen altes Maennchen - Vertraegt sich das?

Ich hatte Kopfschmerzen und fuehlte mich zum Teil immernoch ein wenig genervt. Wirklich viel geschafft hatte ich den gesamten Tag nicht und auch jetzt, am Abend, fuehlte ich mich noch nicht wirklich besser. Es war Zeit, zu gehen. Es nieselte leicht, Insekten stoerten mich, den Bus bekamen WIR nur knapp. Der gesamte Himmel schien hellrot. Habe ich eigentlich schon erwaehnt, dass ich am Briefkasten einen Aufkleber mit dem Hinweis angebracht habe, Karten zu oberst (also nach schweren Buechersendungen, u.ae.) einzuwerfen? Vielleicht bringt es ja etwas. Ich hoffe, es ist nicht zu anspruchsvoll fuers durchschnittliche Postbotenhirn und sorgt nicht fuer noch mehr Chaos *re* Das klingt sicher boshaft, aber es kann ja wohl nicht angehen, dass die Post hier mittlerweile nur noch beschaedigt ankommt. Kaum dass ich zuhause antraf, ging das Gemecker wieder los. Mein "Vater" hoerte mir nie richtig zu und unterstellte mir daher die bloedsinnigsten Dinge, und beschimpfte mich fuer irgendetwas, was ich nie gesagt habe, ausserdem wurde wieder aggressiv herumgeschrieen, munter diverse Menschen beschimpft, usw. Bei so viel Dummheit wird mir schlecht. Wegen des Einkaufs gabs uebrigens - auch wie immer - weder Bitte, noch Danke. Nur noch mehr Gemotze. Mein Wohlbefinden besserte sich so garantiert nicht.

Im Fernsehn laeuft gerade ein Film aus dem Jahr 1977. Durch Zufall bin ich darauf aufmerksam geworden, denn er spielt zum Grossteil auf meinem Lieblingsfriedhof. Wie anders einige Dinge damals noch aussahen! Wie gut erhalten einige Graeber waren, wie viele Statuen noch dort standen, die mittlerweile stark zerstoert oder komplett abgerissen wurden. Aber man erkennt deutlich, dass es dieser Friedhof ist. An den Graebern, den Wegen, den Namen an bestimmten Graebern. Erstaunlich, wie leicht ich diesen Friedhof identifizieren kann. Aber ich kenne mich dort auch ziemlich gut aus; kenne jede Ecke, und so gibt es soch eine klare Wiedererkennung, wenn auch einige Veraenderungen von 1977 zu heute ein wenig verwirrend wirkten. Ausserdem hatte ich heute Abend noch einige Gespraeche mit einer Bekannten. Es ging unter Anderem darum, dass sie von einem Ereignis sprach, von dem sie meinte, wenn sie das taeglich erleben muesste, wie bestimmte andere Menschen, dann faende sie das unglaublich erschreckend und wuerde immer in Angst leben. Ich glaube das nicht, denn da traue ich dem Menschen mal eines zu: Der Mensch hat Angst vor dem UNBEKANNTEN, das heisst aber auch - wenn er etwas taeglich erlebt, dann erscheint ihm etwas, das er sonst vielleicht Angst einfloessend faende, "normal" und er haette keine Furcht mehr davor. Natuerlich kann man nicht pauschalisieren, aber bei vielen Dingen scheint es wirklich so zu sein.

Eigentlich ist es ja sinnvoll, vor Fremdem vorsichtig zu sein. Evolutionstechnisch hat dies dem Menschen das Ueberleben gesichert. Natuerliche Vorsicht, sich anderen Lebewesen langsam und versteckt zu naehern, nicht alles zu essen, einfach - Dinge zu beobachten, bevor man blind auf sie zurennt und positiv bewertet (was in vielen Faellen fatal waere). Das Problem ist, dass sich daraus heute bei vielen Menschen ein regelrechter Hass gegen alles Fremde entwickelt hat. Die Muehe, das Fremde zum Vertrauten zu machen, machen sich viele nicht. Aus Faulheit, oder was auch immer. Viele WOLLEN Vorurteile sogar beibehalten, haben Angst, dass sich dadurch ihr "Weltbild" veraendern koennte. So entstehen dann immer mehr Vorurteile, Klischees bauen sich auf, und was bringt es? Vielleicht gibt es wenige positive Aspekte, aber richtig erscheint es dennoch nicht. Ausserdem kann es der vom Vorurteil diskriminierten Person sehr schaden, in den meisten Faellen sogar. Schade, dass die Menschheit sich heute fuer so intelligent, offen und emanzipiert haelt, aber sich oft noch streng zur Wehr dagegen setzt, Vorurteile abzubauen...

Aber wir pauschalisieren wohl alle (Wieder eine Pauschalisierung ;) ) manchmal. Oft aergert man sich auch ueber eine Masse an Menschen und glaubt dann, alle verabscheuen zu muessen. Mir geht es manchmal so, dass ich schon morgens aufwache, vielleicht "schlecht" getraeumt habe, und ploetzlich stehen mir all die Dinge, fuer die ich die Menschheit (als Allgemeinheit betrachtet, ohne damit jeden Einzelnen anklagen zu wollen!) HASSE, vor Augen: z.B. Krieg, Vergewaltigung, Gewalt gegen Unschuldige, ob Menschen, Tiere oder Natur, Ungerechtigkeit, usw... In solchen Momenten neige ich dazu, diese Menschheit dermassen zu hassen, dass ich mich dafuer selbst schaeme, ein Mensch zu sein, weil ich mit diesem "Haufen Idioten" nichts zutun haben woellte, wenn ich eine Wahl haette. Es gibt Menschen, die sind so grausam... Sicher kann man nicht auf alle Menschen schliessen. Und niemand kann etwas dafuer, auch ein Mensch zu sein, genau, wie viele schlechte Menschen. Aber irgendwie bin ich manchmal doch sehr getroffen von all diesen negativen Dingen, da sie ueberwiegen, sodass es manchmal (aber zum Glueck eher selten!) kaum mehr gelingen will, auch an Personen zu denken, die Gutes getan haben. Die "Gegenbeweise" quasi, dass Menschen nicht alle schrecklich sind. Ich frage mich, ob die Mehrheit der Menschen "gut" oder "schlecht" ist?

Das Problem waere schon, gut und schlecht zu definieren, denn alles hat zwei Seiten. Und jeder definiert und interpretiert Handeln anders. Eine fuer einige Menschen gute Handlung kann fuer andere Menschen auch schlecht sein. Aber es gibt Handlungen, die kann man wohl sicher als moralisch schlecht bewerten, wie eben zB Gewalt gegen Unschuldige. Was meint ihr, gibt es mehr Menschen, die "gut" handeln, oder solche, die Dinge tun, die wir als moralisch schlecht bewerten? Sicher, Moral variiert auch von Gesellschaft zu Gesellschaft, Land, Religion, Zeit, usw. Aber ihr versteht sicherlich, wie ich das meine - Dass es einige Dinge gibt, die eben kaum gut erscheinen koennen.

Aber nun werde ich mich wohl verabschieden. Im Moment ist es relativ "ruhig" draussen. Unglaublich, wie gewaltig ein Gewitter ist - Das habe ich gerade gestern nochmals feststellen muessen. Ob es morgen wieder eins geben wird?

cn P

30.05.2007 um 01:01 Uhr

Von Freud´scher Militaerpornografie und anderen Spaesschen der Psychoanalyse

Die ganze Nacht ein unglaubliches Gewitter. Sehr nah, und in S. soll wohl ein Blitz in den See direkt vor der Haustuer eingeschlagen haben. Da haben wir Glueck gehabt, nicht gerade dort draussen gewesen zu sein. Habe zwischen 2 und 2:30 noch geschrieben, war aber muede, fuehlte mich krank und ausgelaugt. Daher musste ich auch bald wieder aufhoeren und mich schlafen legen. Neulich fragte mich eine Bekannte, ob es nicht moeglich waere, dass ich am Burnout-Syndrom leide. Ich habe nachgeschlagen und muss feststellen, dass einige Punkte wirklich sehr zutreffend sind. Andere aber wiederum gar nicht. Aber selbst, wenn ich nun darunter leiden wuerde, und wenn ein Arzt mir das auch bescheinigen koennte: Das wuerde am Studium doch sicher nichts aendern. An der Uni interessiert es niemanden, ob man sich vor Stress selbst zerstoert, schon gar nicht die Professoren. Und meine "Eltern" noch weniger. Da zaehlt nur Leistung, oder was sie dafuer halten (eigentlich nur gute Zensuren und ein schnell erreichter, ueberdurchschnittlicher, moeglichst 1er-Abschluss).

Und was wuerde der Arzt machen? Wahrscheinlich wuerde es wieder so ablaufen, wie immer bei den Damen und Herren Therapeuten. Man schwafelt den Patienten zu, sucht nach irgendwelchen abstrusen Ereignissen in der Vergangenheit, und verschreibt im Medikamente, die ihm die Selbstbestimmung nehmen. Der einfachste, LOGISCHSTE Weg, wird meistens uebersehen: Einfach den Stress zu reduzieren! Ich hasse es sowieso, dass Logik in der Psychologie haeufiger gar keine Bedeutung zu haben scheint. Wenn ein Mensch vor mir steht und sagt, er fuehlt sich, zB, von den Eltern misshandelt, wird geschlagen, beschimpft, u.ae., da muss ich ihn nicht erst Bildchen malen lassen, um irgendetwas Wirres nach einem laengst ueberholten Handbuch hinein zu interpretieren, sondern ich muss ganz einfach ZUHOEREN, was die Person mir sagt: Naemlich "Ich werde schlecht behandelt, man tut mir Gewalt an, davor habe ich Angst und daher moechte ich da heraus!". Da hilft kein Antidepressivum und kein Einreden, dass alles gut sei; die Gewalt ist da und sie zu verhindern ist das einzige, logischste und sinnvollste Ziel!

Zu Freud will ich jetzt auch fast gar nichts mehr sagen. Wer mich kennt und die Menschen, die hier regelmaessig mitlesen, wissen, wie sehr ich seine Lehren verabscheue. Wie unlogisch, manchmal sogar ueberaus diskriminiered, ich sie finde, und wie affig es in meinen Augen erscheint, dass es auch heute noch etliche "Affen" gibt, die den manchmal sogar schon in sich selbst widerspruechlichen Kram glauben. Freud ist fuer mich eigentlich nur fuer eines "gut": Man kann seine Lehren nett fuer Parodien nutzen. Denn schaut euch mal irgendeinen x-beliebigen Film an und versucht ihn dann, nach Freud´scher Manier zu interpretieren! Da gehts dann immer um irgendwelche inzestuoesen Beziehungen zwischen irgendwelchen Personen, und wenn man jedes laengliche Objekt als Phallussymbol klassifiziert, wie der Herr Freud es tat, dann wird aus einem Kriegsfilm schnell ein Schwulenporno ;)

cn P

29.05.2007 um 14:47 Uhr

Alltaeglicher Aerger

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Gesellschaft, Shopping, Post

Ich bin viel zu nett zu dieser Menschheit. Eben sind mir beim Einkauf auch etwa zu 90% blinde Hornochsen unter den lieben Mitbuergern begegnet, und was mache ich? Schweigend weitergehen, mir einreden, sie seien die Aufregung sowieso nicht wert, obwohl einige statt mitleidigem Schweigen wohl eher einen Schlag ins Gesicht oder eine ordendliche Schreiattacke gebrauchen koennten. Wieso? Weil sie, wenn man schweigt, wohl nie verstehen werden, was fuer asoziale, verkorkste Personen sie eigentlich sind. Mag jetzt hart klingen, aber mittags im Einkaufszentrum bekomme ich eigentlich hoechstens zweimal im Jahr NICHT die Krise vor ignoranten, intoleranten, asozialen, unverschaemten oder einfach nur dummen menschlichen Wesen. Was soll man tun? Nicht mehr einkaufen gehen?

Die Post hat mich ebenfalls erfreut. Und zwar kamen heute eine Postkarte und ein kleiner Katalog an. So sahen sie aus:

Ich denke darueber nach, ob ich an den Briefkasten nicht ein Schild kleben sollte, dass die Karten NACH schweren Katalogen, Buechern, usw, eingeworfen werden sollten. Aber ob der Postbote, der so bloed ist, das nicht von sich aus zu tun, das verstehen wird?

Und kaum oeffnete ich die Wohnungstuer, grinste mir auch schon wieder mein Nachbar von gegenueber von seinem Balkon entgegen. Er hatte wohl schon die ganze Zeit wieder durchs Fenster in UNSERE Wohnung gestarrt, weshalb ich vermute, dass er scheinbar sehr viel Langeweile hat. Aber das muss er ja auch, schliesslich sitzt er jeden Tag den gesamten Tag, selbst im Winter, auf dem Balkon und glotzt hier in die Wohnung. Eine Arbeit scheint er also nicht zu haben. Und den gesamten Tag, auch die gesamte Nacht ueber, brennt dort immer Licht. Der Herr sieht uebrigens aus, als waere er noch nicht einmal 30 Jahre alt. Vielleicht sollte ich ihn mal fragen, wie es sich als faule Voyeuristensau lebt?

cn P

29.05.2007 um 00:56 Uhr

28.5.07

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Stress, Krankheit, Schmerzen, Gesellschaft, Wetter

3 Uhr offline. Vorher wieder nur die alte Erfahrung gemacht, dass einige Idioten meinen, nur, weil man Auslaender sei, wuerde man auf jeden Bloedsinn hereinfallen. Manche Menschen halten wohl alle anderen fuer dumm... Wobei sie da bei einem Grossteil der Menschen wohl sogar Recht haben. Denn wenn solche Maschen erfolglos blieben, wuerden sie sie ja wohl nicht weiter spinnen... Habe noch geschrieben, bis ich um 4 Uhr schlafen ging. Am naechsten Morgen musste ich, totmuede, um 10 Uhr aufstehen. Am liebsten waere ich liegen geblieben :/ Mein "Vater" jammerte auch wieder nur herum, es gab wieder Gemecker wegen des Essens (ich esse mittlerweile morgens kaum mehr etwas, allerhoechstens eine Scheibe Brot, wenn ich dazu gezwungen werde), und ich fuehlte mich unglaublich krank. Das Bad war voller Muecken (ausserdem gabs in meinem Zimmer neue Spinnenweben *wuerg*) und es war mal wieder so heiss, dass mich den gesamten Tag mein Kreislauf quaelte. Dazu das Gemecker meines "Vaters" und schon waren die Kopfschmerzen da. Ich traf mich mit IHM und nach einer halben Ewigkeit des Wartens auf den Bus fuhren WIR schliesslich nach S.

Eigentlich wollte ich nur noch ein wenig schlafen, um danach ordendlich das Referat schreiben zu koennen, aber daraus wurde nichts. Ich wurde ploetzlich wach und hatte hoellische Schmerzen am gesamten Koerper, besonders an Ruecken und Schultern. Ich konnte mich vor Schmerz nicht mehr bewegen und die Traenen liefen nur so ueber etliche Minuten. Ich weiss nicht, woher es kam, denn irgendwie erschien es unglaublich, dass solche Schmerzen entstehen koennten, nur, weil man sich vielleicht ein wenig unbequem hingelegt hatte. Auf jeden Fall hatte ich ca eine Viertelstunde stark damit zu kaempfen, danach hatten die Schmerzen auf gerade noch ertraegliches Mass abgenommen, aber insgesamt waren sie doch den gesamten Nachmittag und Abend noch da. Dazu kamen bald auch noch starke Kopfschmerzen (habe vorhin eine Tablette genommen, leide aber immernoch drunter), die auch nicht verschwinden wollten, bei dem Laerm draussen. Geschrei, Autolaerm, groehlende Personen, Polizei- und Feuerwehrsirenen, laute Musik, spaeter dann ein starkes, Stunden andauerndes, Gewitter. Das war jedoch nicht so belaestigend, wie die Tussis, die tatsaechlich ca eine Viertelstunde vorm Fenster standen und lautstark durch die gesamte Strasse groehlten, wen sie, Zitat, alles gerne "ficken" wuerden, weil sie so "geil" aussaehen.

Auch als WIR losgehen mussten, regnete und gewitterte es noch. Die Insekten spielten verrueckt und flogen einen massenhaft an. Die Bushaltestelle war auch voller Spinnen. Und bei einem nahen Gewitter bin ich ohnehin ungern draussen unterwegs, aber mir blieb heute nichts Anderes uebrig. Als ich endlich zuhause ankam, war ich voellig durchnaesst und fror. Die Kopfschmerzen hatte dies noch verschlimmert. Mein "Vater" jammerte auch wieder nur. Magenschmerzen haben sich dann auch noch entwickelt und irgendwie bin ich ploetzlich muede. Wollte dabei noch einige Dinge schreiben, haette so viel zutun. Morgen habe ich dann wieder von 10 bis 14 Uhr Unterricht, bin also gegen 16 Uhr zuhause, muss morgens um 7:30 aufstehen und bin somit schon eine ganze Weile auf den Beinen. Wobei - ich werde sicher noch spaeter heim kommen, muss schliesslich noch einkaufen. Gehabt euch wohl.

cn P

28.05.2007 um 20:27 Uhr

Diskussion: Kinder quaelen fuer die Kunst?

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Kunst, Schmerzen, Gesellschaft

Nicht ganz aktuell, aber als ichs heute zum 1. Mal gelesen habe, hats mich trotzdem angeekelt: http://www.sueddeutsche.de/,tt5m3/kultur/artikel/610/81529/

In Kurzform: Eine "Kuenstlerin" hat sich diverse Kinder von ca 3 bis 4 Jahren gebucht, hat sie zum Weinen gebracht und davon Fotos gemacht, diese etwas nachbearbeitet und ausgestellt. Um sie zum Weinen zu bringen, so heisst es, habe man ihnen Suessigkeiten geschenkt und sie ihnen danach sofort wieder weggenommen. Und manchmal ging es sogar noch einfacher: "Oft genügte die Tatsache, dass die Kinder ohne T-Shirt auf einem Podest im hellen Studiolicht stehen mussten, von fremden Menschen umzingelt. Schon schrien sie wie am Spieß." Es soll den Kindern nicht geschadet haben. Die Kuenstlerin meint ausserdem, Kinder wuerden sowieso staendig heulen und ihre junge Tochter habe selbst an der Fotoaktion teilgenommen, und daher sei das alles nicht so schlimm.

Ich muss ehrlich sagen, ich finde diese Aktion pervers. Und ob man den Kindern nur"wenig schlimme" Dinge antut, spielt fuer mich keine Rolle - Das Kind empfindet Leid, und soetwas fuer die Kunst zu tun, finde ich unmenschlich. Und von wegen "das Kind erinnert sich bald sowieso nicht mehr daran" - Man soll zwar nicht von sich auf andere Menschen schliessen, aber ich denke schon, dass es auch von einem Kind als ziemlicher Vertrauensmissbrauch empfunden wird, wenn es etwas geschenkt und sofort wieder weggenommen bekommt. Gerade, wenn die Mutter daneben steht und nichts unternimmt. Das Kind nicht troestet, usw. Und was die Aussage betrifft, die Kinder haetten zum Teil schon geweint, "nur" weil sie sich nackt auf ein Podest stellen mussten - das finde ich noch schrecklicher. Da kann keiner behaupten, Kinder kannten keine Scham, usw. Auch ein Kind hat sicher nicht unbedingt Lust, nackt von Kameras zu posieren, gerade in dem Alter. Und wenn es weint, richtig schrecklich weint, weswegen auch immer, dann bedeutet das immer Leid fuer das Kind! Darf man fuer die Kunst soetwas absichtlich herbeifuehren?

Gerne wuerde ich fremde Meinungen dazu hoeren.

cn P

28.05.2007 um 02:21 Uhr

27.5.07

Nicht unbedingt eine schoene Nacht, aber sie endete auch frueh. Denn gegen 6:30 erwachte ich auch schon wieder, denn irgendwelche "lieben" Nachbarn machten wieder Baulaerm. Danach setzte auch noch der Rasenmaeher ein und anderswo sehr laute Musik, dazu die obgligatorischen Leute, die mit dem Auto und wummerndem Techno-Gekloppe hier einparken. Ein schrecklicher, Schlaf raubender Laerm. So lag ich die naechsten Stunden einfach nur herum und bekam kein Auge mehr zu. An zwei Traeume erinnerte ich mich aber noch, die ich in der kurzen Zeit des Schlafes gehabt haben musste. Der eine ist mir bis jetzt leider entfallen, bzw war es am fruehen Nachmittag schon, der zweite blieb mir noch bis zum Abend in Erinnerung, ist nun aber wieder verschwunden :( Ich weiss nur noch, zumindest letzterer war sehr interessant, und ich haette gerne darueber geschrieben. Aber wo keine Erinnerung mehr vorhanden ist, laesst sich leider nichts machen...

Gegen 11:30 mussten WIR los. Also sind WIR ca eine Stunde vorher aufgestanden. Dann gab es aber Probleme mit dem Bus und WIR kamen doch ca 10 Minuten zu spaet :/ Waren zum ZD gefahren und hatten dort meine "Mutter" getroffen. Sie hat sich heute ueber so einige Dinge aufgeregt, aber irgendwie auch nicht mehr, als sonst. Noch immer hat sie panische Angst vorm Dickwerden (Das kann nicht mehr normal sein...) und hatte mal wieder ueber meine Figur und meine Frisur zu meckern. Und dass ich mich so selten melde, hat sie mir auch vorgeworfen (Wie oft denn noch?! Ich kann irgendwann, wenn ich mitten im Unterricht sitze, nun einmal nicht ans Telefon gehen! Ausserdem habe ich gerade wichtige Arbeiten zu schreiben; versteht das denn keiner?!?). Und wie oft ich mir anhoeren musste, ich sei erwachsen und somit alt genug, fuer immer alleine bzw von der "Familie" getrennt zu leben. Ich denke, viele Menschen sehen das anders. Denn eine Familie kann durchaus auch bis ins hoehere Alter hilfreich sein. Aber nun werde ich in den Halbwaisenzustand geworfen (oder bin ich doch Vollwaise? Einen "Vater" habe ich schliesslich seit Jahren nicht mehr wirklich) und man tut so, als sei das ganz normal.

Heute wurde viel organisatorischer Kram erledigt. Staendig war die Rede vom Auswandern, davon, welche Dinge ich aus der Wohnung uebernehmen koennte, und darueber, dass meine "Mutter" noch ein Testament anlegen und mich zur Alleinerbin erklaeren muesste. Ich bekam Papiere ueber ihren Eigentum vorgelegt, mit Erklaerungen. Mit Beschreibungen, zu erledigenden Geschaeften, um nicht zu sagen: Stuerbe meine "Mutter", haette ich ein ganzes Netzwerk von "Familienunternehmen" und waere im Grunde beruflich selbststaendig. Und selbst, wenn ich all das nicht weiterfuehren woellte, ich haette so viel Geld durch die Verkaeufe, dass ich mir eine Wohnung kaufen koennte und sogar fuer ein paar Jahre ausgesorgt haette. Dennoch will ich das eigentlich gar nicht. Es waere ja schoen, eine Weile genug Geld zu haben, um nicht mit Abstrichen leben zu muessen, aber wieso muss ich dazu erst Waise werden? Wieso muss alles immer solche "Nebenwirkungen" haben... Ich glaube, das ist das Problem bei jedem Erbe ;) Aber wieso kann ich nicht einfach eine "normale" Familie haben? Bei zwei Eltern leben, nicht immer alleine dastehen. Unterstuetzung haben, wenn ich welche brauche. Ich aber stehe allein da. In wenigen Monaten bin ich sogar noch einsamer, als zuvor. Da fehlt nur noch, dass mein "Vater" stirbt (was wohl bald der Fall sein wird), und dann habe ich gar keine Familienangehoerigen mehr bzw nur meine "Mutter", und die lebt am anderen Ende der Welt...

Ich fuehle mich schon fast kindisch, wenn ich mit 20 noch so sehr davon beeinflusst werde, ob ich nun noch eine "Mutter" habe, oder nicht. So oft habe ich sie doch sowieso nie gesehen. Aber ich WUSSTE, notfalls stuende sie mir meistens zur Verfuegung... Ich haette einfach anrufen brauchen, haette jemanden gehabt, der mich mit dem Auto durch die Gegend fahren kann (was bei einigen Transporten sehr praktisch haette sein koennen), haette Rat bekommen, was weiss ich. Aber nun, wo sie abreist, in wenigen Wochen wirklich am anderen Ende der Welt lebt (die Distanz in km kenne ich leider nicht, wuesste auch nicht, wo man sie berechnen koennte), fuehlt sich dieser Gedanke seltsam an. Und dann sagen auch alle moeglichen Menschen in meinem Umfeld mir kritisch: "Stell dich nicht so an! Du bist erwachsen! Du bist alt genug, um allein zu leben." Und ich frage mich, ob ich wirklich zu kindisch bin, dass ich das irgendwie nicht mag, oder, ob sie nicht scheinheiligen Bloedsinn reden. Denn wie viele Menschen leben denn bitteschoen mit 20 noch bei den Eltern (oft sogar bei beiden und auch noch mit Geschwistern)? Ich denke, das ist die Mehrzahl! ER ist zwar auch mit 20 von Zuhause ausgezogen, und das finde ich an sich auch charakterlich stark, aber ich denke, die Mehrheit lebt in dem Alter noch bei den Eltern oder steht zumindest noch immer in regem Kontakt zu ihnen.

WIR fuhren erst einmal essen. Das Restaurant war teuer, das Essen ertraeglich, aber eigentlich nicht dem Preis angemessen. Ich starrte hinaus... Sommer, Hitze, Unmengen sehr junger Hundewelpen, ueberall in der Stadt *g* Menschen finden zusammen. Wie viele sind einsam, wie viele nehmen Abschied? Ich steigere mich mal wieder daemlich in etwas hinein... Und meine "Mutter" wird sicherlich irgendwann auch mal zu Besuch kommen. Vielleicht einmal im Jahr oder alle zwei Jahre. Ich denke, es haengt sehr mit meinen Depressionen zusammen, dass ich im Moment Veraenderungen und Einsamkeit wirklich extrem schlecht vertrage. Eigentlich schlaegt mir ALLES auf den Magen. Alles, was mir falsch erscheint, ebenfalls... Das kann eine Kleinigkeit sein, im Moment macht sie mich verrueckt! Ich hoffe, ich rutsche nicht weiter in wirklich schwere psychische Probleme hinein. "Zuhause" dann musste ich ein paar Sachen am neuen Notebook meiner Mutter erledigen, paar Sachen tippen, Einstellungen machen. Dann Sachen aussuchen und packen. Heute konnten WIR nicht viel mitnehmen. Nur ein paar Pflanzen (riesige, die bis zur Decke reichen - Es waere schade, sie wegzuwerfen!), kleinere Dinge, bisschen Geschirr, Bettwaesche, u.ae. Die Moebel bekommen wir dann irgendwann mal angeliefert (Sofa und Sessel, Waschmaschine, Tisch Kuehlschrank) - Eigentlich sollte ich ja gluecklich sein. Nun bekommen WIR endlich die Moebel, die wir seit langem brauchen. Sonst haetten wir wohl noch Jahre warten muessen. Finanziell wurden wir heute wirklich sehr beschenkt. Aber irgendwie... *seufz*

Und noch ein 3. Mal sollten wir vorbei kommen, noch bisschen "Kleinkram" mitnehmen. Schade fand ichs, dass meine "Mutter" einige Dinge schon verkauft hat. Paar Buecher, die eigentlich mir gehoerten (*raeusper*), meine ueber-lebensgrosse Pluesch-Bulldogge, und sofern ichs sah, hat sie auch das Erbbesteck meiner dt. Grossmutter, das sie bei der Scheidung bekommen hat, irgendwie verschwinden lassen... Und ich bekam heute von meiner "Mutter" ihre Mutterschaftspapiere ausgehaendigt. Sie moechte keine Kinder bekommen und hat mir die Sachen daher gegeben. Klingt irgendwie, als sei sie dabei, ihr Leben zu beenden. Ich habe nochmals nachgelesen: Ihre 1. Fehlgeburt hatte sie doch nicht nur zwei Jahre vor meiner Geburt, sondern schon 1981! Mit 20 Jahren. Damals lebte sie schon mit meinem "Vater" zusammen. Alles sehr merkwuerdig. Ich haette also einen 5 Jahre aelteren Bruder gehabt. Uebrigens ziemlich genau 5 Jahre, der Geburtstermin sollte im Winter sein. Und auch, was meinen 2. Bruder betrifft, die 2. Fehlgeburt meiner "Mutter", hat mein Gedaechtnis mich sehr getaeuscht. Auch er sollte uebrigens im Winter geboren werden, im Januar, aber die Wehen setzten 5 Monate zu frueh ein. Das Todesdatum ist laut Dokument der 28.8.2000. Damals war ich 14 Jahre alt. Ich kann mir kaum vorstellen, dass er, wenn er ueberlebt haette, mittlerweile eingeschult worden waere. 6 Jahre und 9 Monate ist es schon her! Er waere nun etwa 6,5. Wie sehr anders das Leben in diesem Fall verlaufen waere...

Bei Regen trugen wir die Sachen ins Auto. Es dauerte eine Weile, bis alles verstaut wurde. Der Abschied zieht sich ueber Wochen. In S. folgte eine ebenfalls lange Ausraeumaktion. Keine wirkliche Verabschiedung, WIR fuhren die Sachen mit dem Fahrstuhl hinauf und raeumten dann zuhause ein. ER kuemmerte sich wieder ums Aquarium, ich sah eine zeitlang zu, ging dann ins Schlafzimmer und legte mich aufs Bett und starrte vor mich hin. Die ueblichen, nicht ignorierbaren, Depressionen. Zudem habe ich immer wieder Schmerzen in Bauch und Gelenken, ab und zu auch Kopf- und Nackenschmerzen. Spaeter abends gab es wieder Streit. ER ignoriert mich ja in letzter Zeit sehr gekonnt. So kam es, dass WIR heute erst einen Bus spaeter nahmen. Es regnete, gewitterte, der Bus war puenktlich und relativ leer. Trotz des schlechten Wetters lungerten draussen auf den Strassen viele Menschen herum. Und als ich schliesslich das Gebaeude betreten wollte, in dem mein "Vater" lebt, ging wieder die Tueroeffnung... Dieser verdammte Nachbar hatte mich also wieder beobachtet! Ich muss ehrlich sagen, es macht mich krank, beobachtet zu werden! Das ist schon sehr beunruhigend, wenn man weiss, man wird von irgendwem Fremden angestarrt, man weiss nicht, wer er ist, aber er scheint den Abend darauf zu warten, dass man heim kommt, und beobachtet alles, was man - zumindest zu der Zeit - tut. Ich kann im Grunde kein Wort mehr mit IHM reden, wenn wir abends hier ankommen, das dieser Nachbar nicht mitbekommt. Und was ich noch "kranker" finde: Dass dieser Nachbar wirklich die gesamte Zeit auf mich zu warten scheint. Oder hat er einen Spiegel oder eine Kamera angebracht? Selbst dann wuerde er staendig darauf starren. Denn egal, wann ich ankomme! Ob wie heute ca eine halbe Stunde spaeter als sonst, laengst nach Mitternacht, oder, wie auch manchmal geschehend, eine halbe Stunde oder mehr frueher... Immer geht die Tueroeffnung los. Immer werde ich beobachtet.

Und vor Allem geht das immer erst los, wenn ER gegangen ist. Manchmal stehen WIR schon noch einige Minuten dort herum. In der Zeit gibt sich keiner zu erkennen, dass er uns beobachtet. Ist das schon psychopathisch? Oder bin ich paranoid und mache mir zu viele Gedanken ueber einen Nachbarn, der vielleicht einfach nur "nett" sein will? Kaum kaum ich heim, haette ich fast wieder vor Aerger explodieren koennen. Mein Zimmer war zerwuehlt, das Fenster stand offen, ich hatte dadurch Ungeziefer im Raum (mehrere Muecken und Fliegen), dazu jammerte mein "Vater" auch noch die gesamte Zeit um. Soetwas kann einem wirklich die Laune verderben. Spaet konnte ich dann online; seitdem schreibe ich. Heute bin ich zu nicht viel gekommen. Uni-betrefflich habe ich gar nichts geschafft, und das macht mich irgendwie krank. Im Moment sieht es hier also wirklich nicht gerade gut aus.

cn P

28.05.2007 um 01:29 Uhr

26.5.07

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Gesellschaft, Stress, Liebe, Aquarium, Natur

Freitagabend um 1:30 offline, geschrieben, von einem Silberfisch mehrfach genervt worden (und ich habe ihn einfach nicht erwischt...), um 3 Uhr schlafen gegangen. Vorher gab es noch, nun, mitten in der Nacht, lautes und lang anhaltendes Kindergeschrei zu hoeren. Und meinen "Vater" hoerte ich auch schon vom Nachbarzimmer aus fluchen :/ Noch dazu lief bei irgendeinem Nachbarn laut Musik. Klang nach Techno. Und das bis um 3 nachts... Ich dachte, ich werde verrueckt von dem Laerm. Aber dann konnte ich zum Glueck trotzdem einschlafen.

Am Samstag stand ich um 10 Uhr auf. Im Bad wimmelte es vor Muecken. Ich wurde angemotzt und fuehlte mich krank. ER hatte es zudem verpasst, heut Morgen vor dem Treffen zur Post zu fahren, um ein Paeckchen abzuholen (Ja, ich habe immernoch nicht alle ersteigerten Buecher bekommen). Und dann fuhren die Busse auch wieder nur unregelmaessig. Wie viel schlimmer sollte es heute noch werden? WIR waren, sofern ich mich erinnere, erst einmal nach S. gefahren, haben dort evtl kurz im Supermarkt eingekauft und dann... Ach, keine Ahnung. Ich muss ehrlich sagen, viel weiss ich nicht mehr. Nur, dass ER mittags weg war, einkaufen, waehrend ich ein wenig am PC sass, Bilder bearbeitete und zeichnete. ER kam spaet zurueck. Und ging abends wieder. Habe ihn den gesamten Tag kaum gesehen, und empfand das ehrlich als deprimierend. Da hat man schon einmal einen freien Tag, und dann das... WIR sehen uns so doch schon selten genug. Da ist es fast ein Fluch, dass die Laeden Samstags mittlerweile immer bis Mitternacht geoeffnet haben. So kam es, dass ER erst nach 22 Uhr zurueck kam. Was sollte ich tun? Ich fuehlte mich so beschissen, dass ich weder zum Schreiben, noch zum Lernen, kam. Habe seit einigen Tagen wieder starke Depressionen und kann nichts mehr erledigen. Aber das hat seine "Richtigkeit", ich bin hormonell genau an der Stelle, an der ich leider IMMER Depressionen bekomme, jeden einzelnen Monat und das seit ueber 8-9 Jahren.

Wenigstens hatte ER Guppies mitgebracht. Zwei Maennchen und vier Weibchen. Sehen alle sehr schoen aus, nur das eine wirkte nach dem Transport etwas krank. Es hat sich bis zum naechsten Mittag zum Glueck erholt, aber ich bin immernoch skeptisch. Der maennliche Kampffisch benimmt sich aber leider noch seltsamer. Ich weiss nicht, ob er das ueberstehen wird, er scheint krank zu sein. Die Medikamente im Wasser bringen nichts. Und gerade nun, nachdem vor einigen Tagen ploetzlich ein Kampffischweibchen gestorben war, frage ich mich, was da los ist. Eine Krankheit, die nur diese Art betrifft? Die anderen Fische sind alle richtig munter. Aber um das Kampffischmaennchen sieht es leider schlecht bestellt aus. Wobei das andere Weibchen, das wir noch haben, auch noch gesund ist... Ich weiss auch gar nicht, ob ich mich trauen sollte, ein neues Maennchen zu kaufen, falls dieses stirbt. Nicht, dass evtlle Krankheitskeime immernoch im Wasser sind, auch nach mehreren Wasserwechseln? Dabei woellte ich gern eine seltenere Zuchtform haben, und die sind teuer. Das waere dann natuerlich sehr schade bei einem Verlust. Aber nicht nur das - Meine Fische sind fuer mich nicht irgendwelche Dekoobjekte, sondern Lebewesen! Und ich woellte nie einen Fisch in ein verseuchtes Becken kaufen, sodass dieser dann auch gleich krank wird und stirbt. Das muss man keinem Tier antun.

Und ich habe es auch schon erlebt, dass mich Menschen als verrueckt abgestempelt haben, weil ich dies ausgesprochen habe. Weil meine Fische fuer mich Lebewesen sind, die mir auch irgendwie etwas bedeuten, und nicht nur irgendetwas, was man in die Ecke stellt und wovon man sich eben einen neuen kauft, wenn einer stirbt. Sicher, so niedergeschlagen wie bei zB einem Hund oder einen Menschen war ich bisher noch nicht, nachdem ein Fisch gestorben ist (waere auch sehr "hinderlich", bei der geringen Lebenserwartung vieler Arten und bei der hohen Anzahl von Fischen, die wir besitzen) - aber traurig macht es mich dennoch jedes Mal. Und daher finde ich den Spruch: "Dann schmeisst du ihn eben ins Klo und kaufst dir nen neuen!" auch irgendwie ekelhaft. Selbst "nur" ein Fisch ist ein Lebewesen! Und wenn ich mir meinen Kugelfisch ansehe, bekomme ich das Gefuehl, er sei intelligenter, als viele Menschen es Fischen zutrauen. Ich sehe schliesslich, wie er mich ansieht, wie er auch darauf reagiert, was ich auf der anderen Seite der Glasscheibe mache. Er beobachtet mich und scheint manchmal Dinge sogar "heimlich" zu tun. Zum Beispiel beisst er nur in Pflanzen, wenn er sich unbeobachtet fuehlt. Er sieht sich vorher sogar um. Klingt sicher bescheuert, koennte ich aber sogar per Video beweisen ;) Habe heute ein schoenes aufgenommen.

Dadurch, dass ER erst so spaet heim kam, hatte ich ein etwas verdrehtes Zeitgefuehl und war sicher auch noch muehelos bis um 4 oder 5 Uhr wach, ohne mich muede zu fuehlen. Die Fenster standen weit offen (hier kein Problem durch Fliegengitter!) und es war dennoch immernoch richtig heiss in der Wohnung. Und leider auch laut. Es ist unglaublich, wie viel Laerm heute draussen gemacht wurde! Nicht nur uebertrieben laut losfahrende Autos oder quietschende Reifen, auch, mitten in der Nacht, Kindergeschrei, lautes Gelaechter, und eine Horde mit Bierflaschen stand auch vor dem Fenster und hat etwa 20 Minuten lang ununterbrochen herumgeschrieen und -gegroehlt. Feststellung: Die Zahl der Deppen, die nachts durch die Gegend zieht, hat hier in S. sehr radikal zugenommen. Am wenigsten angenehm finde ich hierbei kleine Grueppchen von Menschen mit zumindest scheinbar rechtsradikaler Gesinnung. Die Herren, bei denen alle paar Tage die Polizei vor der Tuer steht... Auch der Vandalismus hat stark zugenommen. Wie soll es hier weitergehen? Das klingt jetzt sicher bloed nach "frueher war alles besser" - aber vor noch einem Jahr war es hier wirklich viel ruhiger und sauberer. Oder ist das positive Verklaerung? Oder bin ich durch den Winter den Trubel einfach nicht mehr gewoehnt? Schliesslich erscheint es logisch, dass im Sommer mit steigenden Temperaturen mehr Leute nachts draussen herumlungern... Nicht gerade gut gelaunt schlief ich gegen 5-6 Uhr ein.

cn P

28.05.2007 um 00:51 Uhr

Stoeckchen: Assoziationen.

von: AngelInChains   Kategorie: Stöckchen   Stichwörter: Stock, Stöckchen, Umfrage, Fragebogen

Das Leben ist... manchmal grausam.

Sterben müssen heißt... Normalitaet.

Menschen können... sehr dumm sein.

Menschen sollten... so handeln, dass niemand dabei verletzt wird.

Die Welt braucht... mehr Menschen, die sich verantwortlich fuehlen!

Das Wichtigste im Leben ist... es nicht nur mit Pflichten zu verbringen, sondern so zu leben, dass man auch seinen Spass daran hat!

Unwichtig ist... viel weniger, als viele Menschen denken.

Vergangenheit ist... ein wichtiger Faktor, der unser heutiges Handeln beeinflusst.

Zukunft bedeutet... Chancen, dass Dinge sich bessern.

Zeit ist... zu knapp, wenn man sie benoetigt, und zu viel vorhanden, wenn man sich langweilt.

Liebe ist... kein Geschaeft, sondern ein komplexees Zusammenspiel von Emotionen. Sie zu regeln und zu protokolieren, halte ich fuer falsch.

Freunde haben ist... grosses Glueck.

Glück ist... nicht zu sehr unter Zwaengen (ob nun psychisch, durch die Gesellschaft, durch soziale Not oder was auch immer) zu stehen.

Gefühle sind... wichtig.

Konflikte bedeuten... manchmal wichtige Auseinandersetzungen, die auch positive Folgen haben koennen, manchmal aber leider nur puren, unnoetigen Stress.

Hoffnung ist... wichtig, wenn man weiterleben will.

Glauben können ist... mir nicht wichtig.

Träume sind... ein schoener Bestandteil des Lebens, Alptraeume mal ausgenommen.

Visionen sind... oft leider nur Spinnerei, manchmal aber auch ein guter Antrieb mit positiven Resultaten, dh wirklichen Ergebnissen.

Veränderung bedeutet... Dualitaet.

Stagnation bedeutet... haeufig ein schreckliches Gefuehl der Apathie oder Sinnlosigkeit.

Ich brauche... mehr Zeit fuer mich und fuer Dinge, die mir gefallen. Mehr Zeit mit IHM. Ausserdem eine wirkliche "Familie", weniger Kontakt zu asozialen, gewalttaetigen Menschen, und einen Beruf, der mir Spass macht. Oder zumindest genuegend Geld, um nicht arbeiten zu muessen. *re*

Angst habe ich vor... nicht viel. Ich bin zu gleichgueltig, um vor Krankheiten Angst zu haben. Eine moegliche Todesangst wird von der starken Gewissheit uebermalt, dass JEDER mal sterben MUSS, wieso sollte ich also vor etwas Natuerlichem Angst haben? Einen geliebten Menschen zu verlieren, ist zwar auch sehr tragisch, aber es ist ja nicht so, dass man danach nicht dementsprechend handeln koennte (dh, wenn man es verkraftet, weiterleben, sonst - sein Leben beenden). Bis zum Tod geht das Leben IMMER irgendwie weiter. Wozu vor etwas Angst haben?

Mut bedeutet... Dinge zu tun oder zu sagen, von denen man ueberzeugt ist, auch, wenn das gesamte Umfeld dagegen ist.

Das Allerschwerste ist... wirklich frei zu sein.

Es ist so leicht... die Hoffnung zu verlieren, wenn man ein Leben mit vielen schlechten Erlebnissen und Schicksalsschlaegen hat.

Verlieren bedeutet... nicht mehr, als zu gewinnen: Ein gewoehnlicher Bestandteil des Lebens.

Gewinnen heißt... dass man ebensogut verlieren koennte. Beides ist doch so nah beieinander und ohne beides ZUSAMMEN existierte diese Welt nicht.

Perfekt sein bedeutet... mir nichts. Denn Perfektion gibt es nie. Man kann danach streben, aber man kann nur so nah wie moeglich heran geraten, aber nie vollkommen.

Versagen bedeutet... Menschen zu enttaeuschen.

Verlust ist... bei manchen Dingen nur schade oder aergerlich, bei persoenlichen Dingen, die einem viel bedeuten, zum Teil sehr traurig, und bei Menschen, denen man nahe stand, manchmal bis ans Lebensende herzzerreissend.

Schmerz ist... je nach Situation und Staerke: hinderlich, einschraenkend, Traenen in die Augen treibend, anstachelnd, Normalitaet, erregend, nicht auszuhalten, nur schwer zu ertragen, ein dumpfes Gefuehl, intensiv,...

Arbeiten bedeutet... wenn man Glueck hat, auch Spass, wenn man Pech hat, kann sie jedoch auch die Hoelle sein.

Geld bedeutet... haeufig, einfacher durchs Leben zu kommen. Es ist fuer unsere heutige Welt sicherlich unverzichtbar. Aber an sich ist es mir doch nicht so wichtig. Nur: ohne kann man schlecht ueberleben. Daher wuensche ich mir wenigstens so viel, um irgendwie durchs Leben zu kommen. Und: Es ist schon sehr traurig, dass reiche Familien es einfacher in Bildung, Beruf und Leben haben, als arme.

Leistung ist... entweder, Dinge, die von einem verlangt werden, sehr gut zu erfuellen, oder aber, seine eigenen Ziele zu erreichen. Ersteres kann einem sehr gleichgueltig oder gar laestig sein, letzteres bedeutet haeufig ein Gluecksgefuehl. Ich jedenfalls mag es, ein Projekt, welches mir sehr am Herzen liegt, erfolgreich zu beenden.

Stärke ist... fuer mich mehr geistig denn koerperlich bedeutend.

Phantasie kann... einen sehr gluecklich machen und aus dem Stress entfliehen lassen, in uebersteigertem Mass aber schaedlich sein. Wenn einige Menschen zB vollkommen die Realitaet darueber vergessen.

Kreativität ist... fuer mich eines der wichtigsten Dinge im Leben.

Menschen, die andere nach ihrem Bild formen wollen... sind mir im Leben leider sehr haeufig begegnet. Ich habe ihnen meine Meinung gesagt, mich mit ihnen zerstritten, und meide sie, wo es geht. Intoleranz kann ich gar nicht leiden, gerade, wenn man so intolerant ist, dass man Menschen gegen ihren Willen so formen will, dass sie einem besser ins Bild einer "guten" Welt passen.

Gesundheit für meine Lieben... ist mir sehr wichtig, aber ehrlich gesagt nicht wichtiger, als meine eigene. Das klingt jetzt vielleicht egozentrisch, denn viele Menschen neigen ja dazu, zumindest zu behaupten, sie wuerden sich selbst fuer ihren zB Partner aufgeben. Aber ich sehe es so: Was sollte ER davon haben, wenn er gesund ist, ich aber sterbenskrank? Dann koennen wir miteinander nicht mehr viel unternehmen und ich waere ihm auch nur eine Last. Und ich will niemandem eine Last sein, daher ist es besser, wenn beide Partner mehr oder minder gesund sind.

Gerechtigkeit... existiert auf dieser Welt nicht.

...will ich erreichen: Ein Leben nach meinen Vorstellungen.

...mag ich an mir besonders: Meine kuenstlerischen Faehigkeiten, meine Nachdenklichkeit, meine Zaehigkeit, meine noch vorhandene Kraft, trotz allen negativen Erlebnissen.

...hasse ich an mir: Mich manchmal nicht durchsetzen zu koennen und sehr oft krank zu sein, und manchmal bin ich auch zu schnell genervt und meine Stimmungen sind haeufig leider auch wenig stabil. Aber von Hass wuerde ich da nicht reden. Ich bin ich, und so soll ich sein. Damit habe ich kein Problem! Und ich bin mir meiner "schlechten" Charakterzuege durchaus bewusst!

cn P

27.05.2007 um 17:22 Uhr

Bugs und Wuensche?

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Blog

Tja, was einem zu muehselig wird, laesst man eben still und heimlich verschwinden... Soetwas spricht Baende ueber den Betroffenen. Oder spinne ich nur und es gibt den Link noch irgendwo?

cn P 

26.05.2007 um 01:00 Uhr

25.5.07

2 Uhr offline. Geschrieben, gegen 4 schlafen gegangen. Am naechsten Morgen frueh wach geworden, weil mein "Vater" Laerm machte ;/ Dennoch erst um 9:30 aufgestanden, und mich dann in der Hitze gequaelt. Es war heute kaum auszuhalten. Im Radio wurde auch bloed geschwaetzt, und durch meinen "Vater" sowieso. Es gibt Dinge, die sind so unlogisch, und sie geschehen dennoch taeglich. Es wundert mich immernoch. ER antwortete nicht auf SMS, nicht einmal auf Anrufe. Hatte verschlafen - War ja fast klar *re* Ca 10:45 machte ich mich auf den Weg, zuhause sass ich herum und wartete auf ein Paeckchen. ER machte mich mit seinem Gequaengel fast wahnsinnig. Danach fuhren WIR mit dem Bus nach G. und gingen dort essen. Es war in Ordnung. Danach fuhren und liefen wir weiter zu einer Tierhandlung, haben Aquarienpflanzen besorgt und auch noch Futterschnecken bekommen. Draussen zeigte das Thermometer unuebertrieben 39 Grad an. Ich fuehlte mich schrecklich. Im Bus und im Center lungerten auch wieder nur Asis herum. Besonders "interessant" fand ich, dass eine Tussis ploetzlich laut aufschrie "Boah igitt! Ih! Ey das is voll eklig, guck ma da, zwei Lesben!" und dabei deutete sie mit dem Finger auf UNS. Aergerlich an der gesamten Sache finde ich nur das "Igitt, Lesben" - Was sollte an lesbischen Frauen bitteschoen ekliger sein, als an heterosexuellen?!

Auch in R. hingen wieder massenhaft Personen herum, soffen und poebelten Passanten an. An einer Ecke, wo sie frueher immer versammelt waren, steht nun seit Monaten immer ein Polizeiwagen. Geaendert hat sich dadurch nichts: Nun stehen dieselben Asis eben zwei Strassen weiter und belaestigen dort Menschen. Und es gab Unfaelle. Pruegeleien. Viele im Weg stehende und unglaublich begriffsstutzige Menschen. Die Frau, die an der Kasse im Supermarkt vor mir stand, war an Dummheit wirklich nicht mehr zu ueberbieten. Schoen, dass sie ihre Sachen erst vom Band geraeumt hat, als die zwei Personen, die nach ihr dran waren, und die viel mehr gekauft hatten, schon fertig und gegangen waren, und dann parkte sie auch noch ihren Einkaufswagen quer im schmalen Gang, sodass niemand mehr durch konnte. Man konnte sie sogar ansprechen, sie solle bitte zur Seite gehen. Stattdessen stand sie nur da, mit dem Wagen im Gang, und starrte Loecher in die Luft. Auf die Ansprache starrte sie einen nur an und sagte vollkommen geistesabwesend: "Warten Sie doch." und blieb weiter nur stehen. In der ueberfuellten Bahn sah es spaeter nicht besser aus. Und in R. war die Strasse, in der sich die Bushaltestelle befindet, mit Menschen ueberfuellt. Kein Wunder! Der Bus, der eigentlich um 10-Minuten-Takt haette fahren sollen, war wohl schon seit einer halben Stunde nicht mehr vorbei gekommen.

Leider kam auch die naechsten 45(!) Minuten kein Bus mehr. Es machte mich krank, die gesamte Zeit in der prallen Sonne stehen zu muessen. Diverse Nahrungsmittel in meiner Tasche sind geschmolzen, der Jogurt aus dem Supermarkt begann schon, zu gammeln, und die Aquarienpflanzen und Schnecken machten mir auch Sorgen. War ich froh, dass WIR heute keine Fische gekauft hatten! Die haetten die lange Zeit bei ca 40 Grad nie ueberlebt... Die Bahn haette nie Schadensersatz geleistet. Um Beschwerden, gleich, welcher Art, kuemmern sie sich gar nicht. Es macht mich aergerlich, was man hier so im Alltag allein schon beim Bus- und Bahnfahren erdulden muss, weil man kein eigenes Auto hat und auf diesen Muell angewiesen ist. Und die Preise steigen zweimal pro Jahr immer weiter... Seit Jahren! Und ein Ende ist nicht in Sicht... Mir war uebel und der Busfahrer benahm sich auch wieder idiotisch. Wie unglaublich unfreundlich er sich auch noch verhalten hat! Dann musste ich auch noch stehen, weil der Bus natuerlich vollkommen ueberfuellt war :/ Und ich war erst spaet zuhause, durch die lange Wartezeit. ER hat dann als erstes die Pflanzen ins Aquarium eingesetzt, ich habe mein eines Stundenprotokoll fuers Germanistikstudium geschrieben. Es ist ja schon einmal positiv, dass ichs hinter mir habe. Nun habe ich nur noch ein Referat und die Semesterarbeit zu fuerchten... Und das Nachholen alles Verpassten und natuerlich die 5 Semesterabschlussklausuren ;/

Nach der Arbeit ging ich erst einmal baden. Bemerkte danach, dass es dunkel geworden war. Es gewitterte stark. Habe ich eigentlich schon einmal erwaehnt, wie schwierig und stressig das Einkaufen mit IHM ist? ER ist uebertrieben waehlerisch... Kann sich nie entscheiden... Wird manchmal richtig zickig, und, nicht zuletzt, will er immer den Kauf irgendwelcher Dinge bis zum Gehtnichtmehr aufschieben, nach dem Motto: "Da muss ich erstmal sehen, ob es da nichts Besseres gibt." Ich warte auf den Tag, an dem er nackt herumlaeuft, weil seine gesamte Kleidung kaputt ist, er sich aber fuer nichts Neues entscheiden kann. Es war Abend geworden. In S. und in R. direkt vor der Haustuer sassen ganz tolle riesige Spinnen ;P Und in R. lungerten, selbst nun, im Regen(!), Asis auf der Strasse herum, richtige Massen, in Gruppen, und dort soffen sie und pruegelten sich miteinander. Zwei Stueck stiegen auch in den Bus ein, in dem es danach stark nach Bier und Schnaps stank. Es haette einem wirklich schlecht werden koennen. Und die Personen, wie sie sich benahmen, sprach schon Baende... Eine Tussi, stockbesoffen, nur noch lallend und kichernd, torkelte durch die Gegend und wusste nicht mehr, wo sie war. Dabei war ein Typ, der auch nur bloed lachte, ebenfalls besoffen war, und das Maedchen dauerhaft angrabschte. Beide sahen sie aus, als waeren sie allerhoechstens 17.

Zuhause angekommen. Neben meinem Bett hing wieder irgendetwas in einer Spinnenwebe. Sah aus wie eine Spinne, aber mit nur 4 oder 5 Beinen *wuerg* Lebt so eine verstuemmelte Spinne noch weiter? Mutieren die hier langsam? Hoffentlich bekomme ich sie nachher weg. Ansonsten... laesst sich nur feststellen, dass, sobald ich "nach Hause", zurueck zu diesem verhassten Ort, komme, gleich wieder alles ist, wie "immer": Laerm, Insekten, Aggressionen. All die Dinge, auf die ich gerne verzichten woellte. Dummes Geschrei, Unterstellungen, Luegen. Da hat mein "Vater" vorhin eine Realitaet um 180 Grad verdreht: Er habe mir ueber etwas berichtet, sonst wuesste ich ja gar nichts davon, meinte er. Dumm nur, dass ICH es war, der ihm davon erzaehlt hatte, denn sonst wuesste er bis heute nichts darueber! Aber er wuerde nie zugeben, etwas von mir zu wissen. Denn ich bin ja so dumm und ungebildet, es koenne ja niemals sein, dass ich etwas VOR meinem "Vater" wuesste. Bzw ist der ja so ein toller, hochintelligenter Uebermensch, er weiss sowieso immer alles, und vor Allem: Von allen anderen Menschen, als Allererster. Und er redete auch sonst nur den ueblichen Muell.

Einige andere Dinge machen mich hier auch wahnsinnig. Alle Fenster stehen offen und auch alle Tueren. Es zieht und die Insekten koennen nun ueberall hin (Toll, und ich darf mich nachher vorm Schlafengehen wieder darueber aergern! *amok*) und genau das tun sie auch. Ich werde hier dauerhaft von mindestens 5 Muecken gleichzeitig umschwirrt, habe schon mehrere Mueckenstiche - Interessiert das jemanden? Nein, natuerlich nicht! Es ekelt mich. Und dann immer das Geraeusch, wenn eine Muecke drueben gegen ein Bild an der Wand prallt. Das haben wirklich schon einige getan, in der letzten Stunde! Ich hoere immer diesen leisen Aufprall. Abartig. Und eine andere Sache will ich auch noch erwaehnen, zuletzt. Abgesehen davon, dass ich morgen, evtl nach einem kurzen Einkauf, das Referat schreiben will. Irgendwie ist mir mehr danach; da habe ich immerhin schon die Materialien alle da. Und danach will ich mit der Hausarbeit beginnen... Und Sonntag "muss" ich zu meiner Mutter. Mal sehen, was das wird. Es erscheint mir alles so seltsam. Dieses WE waere auch das grosse Mittelalterfest in B. gewesen, aber dorthin werde ich, aus Zeitgruenden, leider nicht fahren koennen. Mal sehen, ob es in zwei Wochen im anderen B. klappt. Ich bin mir da leider kaum sicher. Und am Montag? Da komme ich nicht zur Bibliothek. Werde aber wohl weiterschreiben muessen. Und kaum habe ich den Kram hinter mir, kommen auch noch 5 Klausuren :/

Aber was ich eigentlich erwaehnen wollte: Habt ihr auch schon den Eindruck gehabt, dass einige Menschen, wenn sie mit Auslaendern sprechen, aus Prinzip so tun, als seien sie dumm? Ich habe es leider schon haeufiger erlebt. Dass Personen meinten, mich wie ein kleines Kind oder wie jemanden, der kein Wort Deutsch spricht, behandeln zu koennen, nur, weil ich auslaendisch aussehe. Meinten, alles in "Babysprache" ausdruecken zu muessen. Selbst, als ich ihnen sagte, sie koennten sich auch normal artikulieren, da ich der deutschen Sprache durchaus maechtig bin, was u.A. daraus resultiert, dass ich seit 20 Jahren hier lebe, selbst dann meinten sie manchmal, mich immernoch wie einen Idioten, der kein Wort versteht, behandeln zu muessen. Mindestens genauso schlimm finde ich Menschen, die glaubten, sie duerften jeden Auslaender duzen, ob sie ihn kennen, oder nicht. Wo bei Deutschen immernoch gesiezt wird. Woran liegt das? Vorurteile? Ich finde es einfach nur unverschaemt. Aber vielleicht sollte ich auch das einfach als "Menschen sind nun einmal eklig und dumm" abtun und mich nicht mehr drueber aufregen... Dasselbe sollte ich mit dem daemlichen Gesabbel tun, dem ich im Moment wieder durch meinen "Vater" ausgesetzt bin *amok* Aber einige Dinge fallen immer und immernoch schwer. ZB die Ruhe zu bewahren, wenn Dinge geschehen, die einen nunmal ziemlich aergerlich machen.

cn P

25.05.2007 um 22:05 Uhr

Was fuer'n Abend.

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Familie, Asien, Reisen, Internet, Stress, Universität, Studium

Erst musste ich mich eine halbe Stunde mit dem Email-Dienst der Uni herumplagen, weil ich eine Email an eine Prof schreiben musste (aber der tolle Emaildienst immer wieder zusammenbrach, bzw sich die Seiten nie laden und ich so nicht dazu kam, ueberhaupt das Fenster "Neue Email" zu oeffnen...), und dann rief auch noch meine "Mutter" an und verkuendete, in einigen Monaten nach Thailand auszuwandern. Endgueltig. Sonntag darf ich vorbeikommen, paar Moebel abholen. Schade, dass vieles wohl keinen Abnehmer finden wird. Aber ein paar Dinge bekomme ich vielleicht. Moebel? Wuerden WIR dringend brauchen. Eine Schrankwand, Sessel... Aber wie soll man die tragen? Einige finden es sicher herzlos, dass ich nicht in erster Linie daran denke, dann meine "Mutter" noch seltener zu sehen, als jetzt, aber... Wo liegt der Unterschied? Wie gesagt, auch jetzt schon ist sie staendig auf Reisen und nie zu sprechen. Ausserdem bin ich alt genug, um allein zu ueberleben ;)

cn P

25.05.2007 um 01:41 Uhr

24.5.07, Teil 2

Ich war im Unterrichtsraum angetroffen und hatte in meinen Unterlagen geblaettert, da spuerte ich ploetzlich, wie jemand mir ueber die Schulter streichelte. Es war das Maedchen, die schon das letzte Mal neben mir gesessen hatte... und unbedingt Fotos von mir machen wollte. Sie unterhielt sich ein wenig mit mir; scheint mich zu moegen. Der Unterricht verlief langweilig, relativ inhaltsleer, aber er haette auch noch schlimmer sein koennen. Ich schrieb mein Protokoll - nur eines stoerte: dass ich eigentlich nach der 1. Stunde wieder gehen wollte (nachdem meine Bauchschmerzen wieder beachtlich zugenommen hatten ;/ Und mein Knie wird auch schlimmer) und das Thema, um das es in der 1. Stunde ging, in einer Stunde noch nicht beendet worden war... dh es sollte in der 2. Stunde noch ca 2 Minuten weiter darum gehen. Das unbekannte Maedchen neben mir versprach, sie wuerde mir das mitschreiben und per Email schicken, ich koenne also ruhig gehen. Das tat ich dann auch. Ich fand dann zufaellig im Flur, unter einer Bank versteckt, einen Stapel Buecher.

Bookcrossing! Es waren zum Grossteil Fachbuecher (Oekologie und Ingenieurswissenschaften), einige kommunistische Schriften, paar alte unbenutzte Kalender, ein Buch mit Kurzgeschichten (Paperback aus den 80ern) und ein antikes Buch. Letzteres nahm ich mit; an den anderen haben andere Menschen als ich sicher mehr Freude, da wollte ich nicht so habsuechtig sein, sondern ihnen diese Buecher lassen. Im Bus blaetterte ich dann etwas in diesem Buch. Ein Roman. So so ;) Mit einer Signatur vorne drin, fuer eine Person mit demselben Nachnamen, den ER traegt, Datum: "Weihnachten 1927", und mit Zusatz "Sanatorium XY"... Was Buecher ueber Menschen aussagen! Wenigstens, was man Menschen damals ins Sanatorium geschickt hat, um sie aufzuheitern. Man lernt so vielleicht etwas ueber das Empfinden, den "Geschmack" des Beschenkten, aber auch ueber den Schenkenden... So ein Buch sagt viel ueber seinen Besitzer aus. Naja, bestenfalls jedenfalls ;) Ich weiss noch, wie ich, wohl mit 15, ein Buch ueber Wirtschaftswissenschaft zu Weihnachten bekam O_o Das LETZTE, wofuer ich mich interessierte. "Natuerlich" hatte mein "Vater" mir dieses Buch aus irgendeiner Ramschkiste geschenkt. Er wollte mich so wohl "ueberzeugen", Wirtschaft zu studieren. Das wollte er immer. Etwas anderes kaeme nie in Frage. 2006 konnte ich mich dann aber doch durchsetzen und statt Wirtschaft Germanistik und Geschichte beginnen. Was aber leider auch nicht so nach meinen Wuenschen verlaeuft :(

Ich fuhr zum Center, von vielen Menschen belaestigt. Wollte mich mit IHM treffen, musste dann aber noch eine Viertelstunde am Bahnhof warten, da SEIN Bus einfach nicht gekommen war. WIR waren essen gegangen und ich besorgte nochmals einige bestimmte Postkarten, die man bei mir "bestellt" hatte. Wie verrueckt gerade US-Amerikaner nach allen Schloessern und Burgen sind, unglaublich! Danach gings auch schon wieder in Richtung S. Irgendwie dauerte es Ewigkeiten. Dann haben wir das Aquarium eingerichtet und die Fische vom alten uns neue uebergesiedelt. Das alte wird morgen und uebermorgen gereinigt und neu ausgestattet, und danach natuerlich auch mit Fischen gefuellt. Und leider bestaetigte sich bei dieser Aktion auch eine Ahnung, die WIR schon seit Tagen hatten. Ein Dornauge war verschwunden, spaetestens heute haette man es im Becken finden muessen. Da war aber nichts. Die einzige Loesung: es wurde gefressen. Aufgrund seiner Groesse sicher nicht im lebendigen Zustand. Ein Tod aus Altersschwaeche? Nun, es war schon mehrere Jahre alt... Wer weiss. Der maennliche Kampffisch hat heute auch herumgesponnen, sowie ein Gluehlichtsalmler. WIR haben zur Sicherheit ein Universalmedikament ins Becken gegeben, auch, wenn ich hoffe, dass dieses seltsame Verhalten nur aus der Aufregung wegen der Umsiedlung resultierte.

Ich weiss nicht, wie lange wir unser Aquarium nun schon haben, aber 4 Fische sind schon gestorben. Zwei Dornaugen, ein Juli-Wels, ein weiblicher Kampffisch. Beim Wels war klar, woran er starb, bei dem einen Dornauge ebenfalls. Nur bei dem Kampffisch bin ich mir nicht sicher und beim zweiten Dornauge wirklich ratlos. Es ist "einfach verschwunden". Aber soetwas soll ja etlichen Menschen passieren O_o Die Frage ist, was fuer Fische nun im zweiten Aquarium leben sollen. WIR haetten da an Guppies gedacht... Nicht, weil sie sehr pflegeleicht sein sollen, sondern weil es sie in etlichen Formen und Farben gibt und sie sich sehr leicht zuechten lassen. Ihr koennt gespannt sein, was ich mir da wieder fuer Farbkombinationen "zusammenbastel" ;) Ausserdem sollten in das Becken einige Schnecken (dort sollen sie sich vermehren, damit sie dem Kugelfisch im anderen Becken als Futter dienen koennen), und natuerlich Welse fuer Grund und Scheiben. Ansonsten bin ich mir noch gar nicht sicher. Einige Kugelfische sollten wir noch fuers andere Becken kaufen (da ist ja nun wieder etwas Platz), und... hm... Ich haette gerne einen Betta splendens in einer besonderen Zuchtform, Halbmond, Kronenschwanz, Vollmond... Die Farbe wuerde ich dann spontan entscheiden. Da gibt es so schoene Kombinationen wie bei wenig anderen Fischen. Habe neulich ein Bild von einem gesehen, mit schwarzem Koerper und dunkelviolett-transparenten Schleierflossen mit weissem Rand. Und im Laden soll ER neulich ein Weibchen mit weissem Koerper und schwarz-rosanen Flossen gesehen haben. Nur leider haben WIR fuer einen zweiten Betta im Moment keinen Platz :( Dazu braeuchten wir wohl erst ein 3. Aquarium ;)

Sehr schoene Gallerien sind uebrigens hier zu sehen:
http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Betta_splendens
http://images.google.de/images?q=betta+splendens&gbv=2&ndsp=20&svnum=10&hl=de&start=0&sa=N
http://www.bettasplendens.de/galerie/categories.php?cat_id=1 (Achtung, Vorschaubilder sind farblich schlechter als die eigentlichen Bilder!)

Abends schlief ich einige Stunden. War vollkommen uebermuedet. Habe dann doch noch ein wenig fuer die Uni erledigt. Eine gewisse Prof antwortet wohl gar nicht mehr :/ Ein einziges Chaos. Das kann noch etwas werden; muss in zwei Wochen den Aufsatz fertig haben und 4 Tage spaeter ein Referat. Und bald kommen auch noch die Klausuren... Erst 6 Wochen habe ich hinter mir! 10 kommen noch. Wenn ich mir das vor Augen fuehre, deprimiert es mich nur :/ Und der Heimweg - war nicht anders, als sonst, im ueberfuellten Bus. Irgendwie vergingen die letzten Tage schnell... Einerseits sollte mich das ja freuen, weil ich die 10 Wochen somit schnell hinter mir habe. Andererseits wird die Zeit, die ich fuer Referat und Aufsatz habe, so sehr schnell sehr knapp :( Oh, habe ich eigentlich schon erwaehnt, dass die Insekten hier in der Gegend immer groesser zu werden scheinen? O_O Sehe in den letzten Tagen nur noch riesige Motten und riesige Kaefer. Wie Hirsch- und Nashornkaefer, usw. Heute habe ich auf der Strasse wieder zwei solch riesige Kaefer gesehen. In den letzten Jahren war es nie so.

Nach Hause gekommen. Gleich das uebliche Gemecker. Die Hitze brachte mich fast um. Ich sollte gezwungen werden, Karottensaft zu trinken (*wuerg* - nicht nur, weil ich dagegen allergisch bin!). Fliegen umflattern mich. Meine Neurodermitis ist graesslich. Im Fernsehn gehts um Andy Warhol, den ich nicht leiden kann. Aber nicht nur das: Das Thema erinnert mich an meine Kunstlehrerin, die ich noch weniger leiden kann ;) Daher schaltete ich um. Bzw aus. Und nun frage ich mich, wie die naechsten Tage aussehen sollen. Spaetestens Samstag MUSS ich mit dem Aufsatz beginnen! Morgen muessen WIR Aquarienpflanzen besorgen. Und meine "Mutter" will mich auch noch sehen. Es gibt etliche Dinge zutun. Morgen zur Vorlesung, wo keine Anwesenheitspflicht herrscht? Hm... Eine fruehere Mitschuelerin schreibt fuer mich mit. Sollte ich die Zeit also nicht lieber dazu nutzen, andere Dinge zu erledigen, die auch schon lange ueberfaellig sind? Es faellt mir auf - ich habe noch nie aus Faulheit blau gemacht. Nur, wenn ich krank war, oder wenn ich andere Dinge zu erledigen hatte, die wirklich auch sehr wichtig waren. Es ist schon schwer, alles miteinander zu vereinbaren. Beziehung, Studium, Haushalt, eine staendig nervende "Familie" O_o Es waere auch alles ein wenig leichter, wenn ich nicht immer so einen bescheuert langen Fahrtweg zur Uni haette, von ueber 1 Stunde. So wuerde ich taeglich 2-3 Stunden sparen, die ich nur durchs daemliche Busfahren habe...

Ich werde wohl bald offline gehen. Vom daemlichen Gesuelze meines "Vater"s verbloede ich hier sonst noch ;P

cn P

25.05.2007 um 00:46 Uhr

24.5.07, Teil 1: Erinnerungen

Schon um 6 Uhr wurde ich wach, litt unter starken Allergiebeschwerden, konnte nich mehr schlafen, lag nur herum und bekam Schweissausbrueche, und ab ca 7:30 begann dann bei Nachbarn wieder Renovierungslaerm. Der zog sich krankerweise ununterbrochen bis noch nach 11 Uhr, als ich schliesslich endlich die Wohnung verliess. Schon, als ich aufstand, hatte ich also starke Kopfschmerzen, mein Knie macht auch Probleme, dazu Nackenschmerzen, Bauchkraempfe, Gelenk- und Rueckenschmerzen, starke Uebelkeit und Durchfall. Habe mich am Morgen mehrfach uebergeben muessen. Es sieht sehr nach einer Magen-Darm-Infektion aus (kein Wunder - hatte ich schon eine Weile nicht mehr, bekomme ich aber immer wieder), aber leider konnte ich heute in der Uni nicht fehlen, musste naemlich heute das Stundenprotokoll in der 1. Stunde anfertigen :/ 9:30 war ich also aufgestanden und quaelte mich zum Fruehstueck. Ich kam kaum voran. Meinem Kreislauf ging es schlecht. Gegessen habe ich fast nichts. Dazu das ganze dumme Gerede meines "Vaters" und absurde Nachrichten in der Online-Zeitung. So habe man in einer Mensa den Verkauf von Gerichten aus verschiedenen dt. Fischarten eingestellt, da der Fang dieser so umweltschaedlich sei. Stattdesen gaebe es nun in den Mensen einen speziellen Fisch - den Namen habe ich vergessen - zu essen. Das Absurde: dieser Fisch wuerde an der neuseelaendischen Kuest gefangen und dann hierher geliefert werden. Und das soll nun umweltfreundlicher sein?

Mit Knieschmerzen und noch immer Magenproblemen schleppte ich mich in mein Zimmer. Eine Motte sass an der Wand, kuemmerte mich aber wenig. Auch das Packen der Tasche dauerte wieder laenger, als sonst. Meinem "Vater" war es natuerlich egal, dass es mir schlecht ging, aber das wunderte mich nicht, hat er mich doch mal bei ueber 39 Grad Fieber und mit starker Uebelkeit einfach gewaltsam aus der Wohnungstuer geschoben, weil er meinte, wegen so einer "Kleinigkeit" koenne man doch nicht zuhause bleiben oder zum Arzt gehen, ich solle gefaelligst in die Schule. Nun humpelte ich also zur Bushaltestelle. Stellte fest, dass mir nie einer Werbeprospekte in die Hand drueckt, wenn ich mal eins haben woellte (zB von Troedellaeden oder evtl Rabattscheine, je nachdem, fuer was), sie behandelten mich, als sei ich Luft O_o Den anderen Menschen sind sie hingegen richtig hinterher gerannt und wollten ihnen unbedingt die Zettel unterschieben. Ich sass bald darauf im Bus und traeumte vor mich hin. Das ist das "Schoene" an starker Krankheit... Dass zumindest bei mir alles um mich herum verschwimmt, ich nichts mehr sehe, oder alles nur noch wie durch einen Filter. In einem abgeschotteten Raum, und niemand und nichts stoert mich. Nichts ist da, ausser mir und meinen Gedanken...

Das erinnert mich wieder an einen Tag, als ich vielleicht ca 13 oder 14 Jahre alt war. Ich hatte hohes Fieber und sass in meinem Zimmer in eine Decke gewickelt auf meinem Drehstuhl. Ich hatte den Kopf in den Nacken gelegt und an die Decke gestarrt, irgendwoher ertoente sphaerisch anmutende Musik, und ich fuehlte mich richtig gut... Die vorigen Tage hatte ich dauerhaft extreme Schmerzen gehabt. Habe nur geheult und keine Tablette zeigte mehr Wirkung. Und nun, je mehr das Fieber stieg, desto weniger Schmerz fuehlte ich. Nun fuehlte ich gar nichts mehr, da war nur Licht und Musik, nichts weiter, und ich fuehlte mich gut. Leider begannen die Schmerzen, sobald das Fieber sank, von Neuem :( Ich sah aus dem Fenster. Ja, einige Dinge sehe ich trotz allem noch. So eine Horde Nazis, die am Strassenrand herumpoebelte. "Toll". Es erinnerte mich daran, dass gestern und vorvorgestern mal wieder Polizisten bei den netten "Nazi-Nachbarn" in S. gewesen waren. Ihr wisst schon - die, bei denen staendig Polizei kommt, und die staendig auf dem Balkon herumgroehlen und mit rechter Musik die Gegend verpesten. Leider kann man dagegen kaum etwas unternehmen. Aber wenigstens kommt staendig die Polizei *re*

Ploetzlich roch ich im Bus wieder Blumen. Es war jedoch nicht ganz so intensiv, wie damals, mit den Bromelien (Wie lange ist es her? Einen Monat?). Ich erinnerte mich an viele weitere Dinge. Damals, im April 2003, als ich nachts heim kam und mich zufaellig im Spiegel sah, und erschrak: Ich war, unuebertrieben, weiss wie Schnee. Mein gesamter Koerper zeigte keinerlei Farbe mehr, was mich erstaunte, bin ich doch normal immer etwas dunkelhaeutiger, als der Durchschnittseuropaer (asiatische Abstammung, eben). Aber nun war ich komplett WEISS und blieb es auch einige Zeit. Nur meine Augenhoehlen schimmerten etwas graeulich, die Lippen violett. Ein eigentlich "erschreckender" Anblick. So wirkte ich auch auf meine Umgebung. Aber mir gefiel es irgendwie; so "untot" auszusehen, ohne Schminke und Puder! ;) Das spart als Grufti viel Geld ;) Ich wusste zwar grob, woran das alles gelegen haben konnte (Sekt, Unterkuehlung - mittags war es sommerlich warm, am abend hagelte es schwer und es gab Frost, und ich war natuerlich fuer den Mittag gekleidet - Aufregung, hormonbedingter Blutverlust, Kreislaufschwierigkeiten, und so viel mehr)... Dennoch bin ich nie wieder so blass geworden, obwohl auch ein andern mal wieder all diese Faktoren aufeinander trafen ;)

Was haette wohl ein Arzt dazu gesagt? Spielt es eine Rolle? Ich habe oft den Eindruck, manche Aerzte haben weniger Ahnung von meinem Koerper, als ich selbst. Ich erinnere mich gut an einige schmerzreiche Blutabnahmen in meiner spaeten Kindheit. Zum Teil wurde ich wirklich 5x vom Arzt angestochen und danach hat er mir den halben Arm abgequetscht, um wenige Tropfen Blut heraus zu bekommen. Ich hingegen weiss, wo ich meine Adern habe, und wenn ich woellte, braeuchte ich mich nur einmal mit dem Fingernagel in bestimmte Stellen pieksen, schon floesse das Blut zu Genuege... Aber ich habe sicherlich schon haeufiger erwaehnt, dass ich glaube, dass viele Aerzte hier in B. absolute Scharlatane sind. Der Meinung sind aber nicht nur WIR, sondern auch meine Mutter, Anna und Jeanne, um einige Menschen aus meinem Umkreis zu nennen, und zahlreiche andere. Also koennte etwas dran sein ;) Ich kam an der Uni an und hoerte schon die ersten Leute aus meinem Kurs motzen, dass das Nibelungenlied ja so schwer zu verstehen sei (Ach ja? *gaehn*). Das konnte ja noch heiter werden...

cn P

25.05.2007 um 00:19 Uhr

Dumme Menschen

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Gesellschaft, Religion, Internet, Vorurteile

Gestern begegneten mir online noch zwei unglaubliche Witzfiguren. Der erste, den ich nie gesprochen hatte, schrieb mir in einer Nachricht nur einen Satz: "warum bist du so böse". Ich habe mit "Warum bist du so dumm?" geantwortet und ihn auf die Anti-Spam-Liste gesetzt, damit war die Sache erledigt. Die zweite Person war duemmer und hartnaeckiger. Es begann schon damit, dass er behauptete, er faende mich intolerant, weil in meinem Profil so viele Dinge ausgeschlossen wurden. Oder, deutlicher: Weil ich geschrieben habe, ich suche keine Beziehung, keine Affaere und was weiss ich... Wie kann man da bitteschoen von Intoleranz sprechen? Nun... Diese Person meinte darauf, dass er das wohl etwas anders saehe, denn er sei Buddhist. Ich (buddhistisch aufgewachsen und mir sehr ueber diese Religion bewusst - und genau deswegen an dieser Person zweifelnd) fragte, ob er denn asiatischen Ursprungs oder spaeter konvertiert sei. Ob er schon die Lehren gelesen und Tempel besucht haette. Ich bekam die wohl duemmstmoegliche Antwort: Nein, das habe er alles nicht, aber er lerne seit 5 Jahren Karate und da gehoere die "budhistische Philosofi" (die Schreibweise sagt alles ueber diese Person aus) eben dazu. Ach ja? Waer mir neu...

Danach folgte noch weiteres Geschwafel, wieso er mich denn so intolerant faende. Ich konnte daraus nur schliessen, dass ich da mal wieder eine Person von mir hatte, die den Unterschied zwischen Toleranz und Gleichgueltigkeit bzw Toleranz und Ignoranz nicht kennt. Das habe ich natuerlich auch ausgesprochen, worauf er mir vorwarf, ich sei ueber 10 Jahre juenger als er, daher duerfe ich ihm nicht widersprechen (Oh wie tolerant). Und ich koenne mit 20 noch gar keine Ahnung von Leben haben, und von Religion schon gar nicht, denn dazu sei ich zu jung. Mit 20 seien Frauen doch alle nur naive Pueppchen, die haetten nichts zu sagen. Ich habe ihn darauf hingewiesen, dass das "naive Pueppchen" es nicht noetig hat, mit neunmalklugen Narren zu reden, und dass ich ihm wuensche, schnell und schmerzvoll zu verrecken. Ehrlich gesagt ist mir das egal, aber ich weiss, ueber den Spruch regen sich solche Typen meist extrem auf, und ueber den Aerger freue ich mich. Darauf habe ich ihn dann natuerlich auch gleich auf die Spam-Liste gesetzt. Dann bin ich, ca 3 Uhr, schlafen gegangen. Das Fenster in meinem Zimmer stand offen und ich wurde von einer Fliege belaestigt. Na toll :/ Habe noch geschrieben, bin aber um 4:30 schlafen gegangen. Hatte sehr starke Magenschmerzen.

cn P

24.05.2007 um 01:13 Uhr

23.5.07

Um 1:30 vollkommen uebermuedet offline und gleich schlafen gegangen. Um 10:30 wieder aufgestanden, und nun neben all den Gelenkschmerzen auch noch an starker Uebelkeit und Magenbeschwerden gelitten. Am liebsten waer ich gar nicht aufgestanden, es ging mir grottenschlecht und Schmerztabletten wirkten auch nicht wirklich. Von meinem "Vater" gab es nur das uebliche Gemecker zu hoeren. Ueber mich, ueber das Essen und ueber das angeblich ach wie schlechte Wetter, nur, weil mal drei Wolken am tiefblauen Himmel standen. Wegen dem Studiums sieht alles alltaeglich schlecht aus. Ich erwaehne staendig, dass ich damit nicht zufrieden bin, dass es mir schadet und dass ich nicht weitermachen wuerde, aber natuerlich passiert damit nichts weiter, als dass mein "Vater" extrem aggressiv wird und auf mich einschreit, ich MUESSE wenigstens bis zum Master-Abschluss weitermachen. Ich finde das "wenigstens" hier unangebracht, weil der Master-Abschluss der HOECHSTE ist, den man erreichen kann. Und bis dahin haette ich jetzt noch 4,5 Jahre. Wenn ich also damit fertig bin, duerfte ich schon 25 sein. Der Gedanke daran macht mich krank. Mal abgesehen davon, dass ich diesen Abschluss wohl eh nicht machen koennen werde, weil vom ganzen Jahrgang mit seinen ueber 200 Leuten in meinem Kurs hoechstens 10-20 zum Master-Studium zugelassen werden. Und zwar die besten des Jahrgangs, was in meinem Fall zweifelhaft bis unmoeglich ist. Also ich werde, wenn ueberhaupt, nur den 1. Abschluss schaffen, nach nun noch 2,5 Jahren, bzw wahrscheinlich auch erst spaeter, wenn ich naemlich ein Jaehrchen nicht bestehe, was mir durch meinen Geschichtskurs sehr gut passieren koennte. Und dadurch ist die Motivation, weiterzumachen, auch noch um Einiges gesunken.

Leider erst gegen 11:30 traf ich mich mit IHM, und wir begaben uns mit dem Bus zu einem Tierbedarf etwas weiter in der Innenstadt. Leider hatte der gar keine Aquarienpflanzen, weswegen der gesamte Weg mehr oder minder umsonst war; so fuhren wir dann zurueck nach R. Ich konnte schliesslich auch nicht mehr laufen, wegen meines Knies... Habe dann zuhause gedoest, geschlafen, am PC gesessen und was weiss ich gemacht, bin nicht weiter gekommen, hatte wieder "leichte"(?) Depressionen, und habe dann eben herumgelegen und vor mich hin gestarrt, waehrend ER dann nochmals in die Innenstadt gefahren war, zu einigen anderen Laeden. Nach seiner Rueckkehr hat er dann erst einmal das neue Aquarium mit Pflanzen bestueckt und ich war immernoch betaeubt durch die Unlust in Gedanken an den morgigen Tag bzw den Unterricht. Leider verging dieser Tag zu schnell; Bis zum Abgabetermin fuer meinen Aufsatz werden es immer weniger Tage... Spaeter Abend dann gab es das uebliche Gerenne nach dem Bus. Selbst, wenn wir ihn verpasst haetten, so meinte ER, haetten wir den Besoffenen sicher nicht getroffen. ER habe ihn naemlich neulich abends woanders an der Haltestelle stehen sehen. Er scheint eine neue Stammkneipe gefunden zu haben, und stoert nun jeden Abend DORT die anderen wartenden Menschen. Dabei scheint er wieder besonders Asiatinnen zu belaestigen. Ich hoffe nur, irgendwann unternimmt mal jemand etwas gegen ihn. Ich bin ihn auch nur zufaellig losgeworden, weil sich die Fahrplaene geaendert haben - Einmal hatte ich Glueck!

Es war warm. Ich hatte meine ueblichen Kreislaufprobleme und immernoch Magenschmrzen. Es ist wirklich schlimm, was fuer ein launischer Mensch ich ausserdem bin. Wenn ich etwas tun soll, es aber NICHT WILL, dann KANN ich es auch nicht tun, weil sich alles in mir dagegen strebt, diese Sache durchzufuehren. Das kann manchmal sehr gut sein, aber im Falle meines ungeliebten Studiums ist es natuerlich hinderlich. Aber was ich auch tue, ich kann es mir irgendwie einfach nicht schoenreden und mich damit auch nicht dazu bringen, mich damit wirklich gerne und ausdauernd zu beschaeftigen. Alles in mir sperrt sich dagegen. Ist das schon Kontrollverlust? Und wie koennte man sich zum Studium motivieren? Es spricht so viel dagegen, und "es muss einfach so sein" war fuer mich noch NIE eine akzeptable Begruendung. Ich bin ein Mensch, der sich gegen Dinge wehrt, wenn sie ihm falsch erscheinen oder einfach nicht gefallen. Ich kann nicht einfach ja sagen, die Augen verschliessen, einfach weitermachen, wie eine Maschine... Eigentlich sollte ich froh darueber sein; nur manchmal waere es eben besser, wenn es nicht so waere... *seufz*

"Zuhause" angekommen, ging das Gemecker gleich wieder los. Ausserdem werde ich hier von Muecken umflattert und direkt neben meinem Bett an der Wand sass vorhin wieder eine Spinne. Natuerlich ist sie gleich wieder unters Bett verschwunden. Hoffentlich kommt sie nicht wieder hervor, wenn ich schlafe... ;/ Es ist ekelhaft mit den Spinnen hier. Dabei habe ich noch nicht einmal die letzte erwischen koennen, bisher. Online war bisher auch nicht viel Bemerkenswertes los. Einige Menschen verwundern mich tagtaeglich, erscheinen mir schrecklich unlogisch; aber das ist auch nichts Neues...

cn P

P.S.: Wie es mich nervt... Der "nette" Herr "Vater" hat die Sprache hier am PC irgendwie auf Russisch umgestellt. Aus welchem Grund auch immer. Daher kann ich bei etlichen Suchmaschinen, auch, wenn ich die .de-Endung angebe, nur noch die russischsprachige Seite erreichen. Bei Suchmaschinen mag es noch in Ordnung sein, aber es gibt auch Community- oder aehnliche Seiten, bei denen nun nur noch russische Schrift zu sehen ist. Folglich verstehe ich nur Bahnhof. Und da soll man mal versuchen, irgendwelche Informationen zu entnehmen... Zum Kotzen.

P.P.S.: Gibt es eigentlich Menschen, die sich diese daemliche Serie, die seit Monaten jeden Abend laeuft (auf diesem "Nachrichtensender"), die von der Sexualitaet von Menschen handelt, ansehen? Wenn ich mal gelangweilt vorbeischalte, dann wird da immer das ewig gleiche Zeug geschwafelt, das doch jedes Kind schon mit 11 Jahren im 1. Sexualkundeunterricht erfahren haben muesste... Sollte es Erwachsene geben, die nicht wissen, was fuer Geschlechtsorgane Maenner und Frauen besitzen? Und die sich das im TV ansehen wollen? Ich frage mich ausserdem, wie es davon an die 100 verschiedene Folgen geben kann. Und, der wohl "wichtigste" Gedanke - Ist die Menschheit mittlerweile so dumm, dass sie sich erklaeren lassen muss, wie man Sex hat? Bei vielen habe ich den Eindruck, ohne darueber Filme zu sehen oder Buecher zu lesen, wuerden sie das gar nicht auf die Reihe bekommen. Ist die heutige Menschheit zu grossen Teilen wirklich schon so degeneriert, dass sie sich nicht allein, ohne fremde Hilfe, fortpflanzen kann? Waeren wir ohne Ratgeber schon ausgestorben? (Frei nach dem Motto: "Dumme Menschen gehen nieder; Denn dumme Menschen kennen keine Glieder." ;)

23.05.2007 um 21:45 Uhr

Kaufe nie bei Missionaren!

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Nahrung, Ebay, Religion, Literatur, Kunst

Algen-Gelee... Mjam...  Mein heutiges, nicht sehr gesundes, Abendessen. Vielleicht kommt nachher noch etwas Warmes, sonst bekomme ich morgen wieder nur Magenprobleme in der Uni.

Und noch etwas habe ich "dazu gelernt": Bestelle bei Ebay nie bei Missionaren! Und ich dachte, es habe etwas Gutes, dass ich dadurch, dass er seinen Haushalt aufloest, um nach Suedamerika zu fahren, guenstig an neue Buecher komme... Das Buch immerhin ist angekommen. In einem Paeckchen, das ausserdem einen Katechismus, eine in Leder gebundene Bibel und 5 CDs mit geistlichen Liedern enthielt. Dazu noch ein Schreiben à la "Da haben Sie mal was Sinnvolles fuers Leben". Ehrlich gesagt finde ich soetwas ein wenig dreist. Woher will er wissen, dass ich etwas mit seinem Glauben zutun haben moechte? Aber wenigstens kann man die Sachen in die Sammlung stecken oder weiter verkaufen... Und ausserdem lag noch eine ganze Rolle Poster von Caspar David Friedrich dabei. Alle etwas geknickt zwar, aber vielleicht kann man eins etwas ordendlich plaetten, einrahmen und ins Wohnzimmer haengen...

cn P 

23.05.2007 um 00:47 Uhr

22.5.07

Gestern Abend um 2 offline gegangen, fuehlte mich relativ in Ordnung. Habe noch geschrieben und gezeichnet, bis um ca 3:30. Bzw eigentlich sogar noch ein wenig laenger. Am naechsten Morgen stand ich schon wieder um 7:30 auf und war auch schon hellwach, kam gut vorran. Das Gejammer meines "Vaters" stoerte mich dennoch. Das Geschrei, der ganze Laerm... Es war ekelhaft. Und das Essen fusselig und voller Haare. Ich verliess bald die Wohnung, bemerkte, dass die meisten Nachbarn hier sich wirklich sehr seltsam verhalten, bin dann, unter sehr starken Allergiesymptomen leidend, zur Bushaltestelle gekrochen. Ich bekam kaum Luft und dachte, ich wuerde sofort vor Hitze eingehen... Mein Knie schmerzte. Ich sass an der Haltestelle und beobachtete die Menschen am schraeg gegenueber befindlichen Kiosk. Immer ist das dasselbe Spiel: Sie kommen an, nehmen sich eine "BILD"-Zeitung und eine Schachtel Zigaretten, und ziehen dann wieder von dannen. Wenn sie meinen, dass so ein Morgen aussehen sollte... Gestoert hat es mich erst, als sich so eine Person dann an der Haltestelle neben mich setzte, abgewechselnd auf die Gazette und auf mich starrte, und dabei eine Zigarette nach der anderen rauchte. Und dann nicht einmal in den Bus einstieg, sondern spaeter einfach irgendwann weiterlief...

Auch der Parfuemgestank an der Haltestelle und im Bus verursachte mir Uebelkeit. Dann stieg auch noch eine Schulklasse zu, die sich auf Exkursion befand. Was fuer ein Laerm... Und das waren Personen, die sicher schon mindestens 15 oder 16 Jahre alt waren. Und dann noch dieser Idiot, der in den Bus stieg, mich bloed anglotzte und dann demonstrativ zu seiner Begleiterin rief: "Sind wir hier denn in China?!" In solchen Momenten frage ich mich immer wieder, wieso ich eigentlich so gutmuetig bin und solchen Menschen nicht gleich an die Kehle springe. Und, wie es besser waere... All das einfach zu akzeptieren, oder sich stark zur Wehr zu setzen... Einige Maedchen stiegen ein, die man unter der Tuer haette durchschieben koennen. Dass mal ab und zu eine Person von Natur aus sehr schlank ist, ist normal, aber gleich 8 Maedchen, so kollektiv? Das sah krank aus. Zuhause sass ich eine Weile herum, dann begab ich mich bald mit IHM zum Center. Post kam heute uebrigens wieder den gesamten Tag nicht. Ich finde es ziemlich merkwuerdig, dabei erwarte ich doch etliche Briefe und Karten, gerade die aus den Niederlanden ist laengst "ueberfaellig" und innerhalb Deutschlands kann eine Karte doch auch unmoeglich eine ganze Woche brauchen...

WIR fuhren also ins Center. Es waren unglaublich viele asoziale Menschen unterwegs, ueberall wurde gepoebelt und gepruegelt, es war heiss, ich hatte Kopfschmerzen, meinem Kreislauf ging es schlecht... Der Einkauf an sich war auch nicht das Wahre, oder wie kommt es, dass mittlerweile selbst Drogerien keine Pflaster mehr fuehren? Beim Zoobedarf haben wir noch "Einrichtung" fuer unser 2. Aquarium besorgt. Ich denke, das wird noch einiges an Arbeit, das Resultat duerfte aber sehr schoen aussehen... Der Heimweg war auch wieder seltsam. Irgendwie war man in der Bahn umgeben von irgendwie psychisch gestoerten Menschen. Neben mir sass jemand, der staendig etwas vor sich hin brabbelte, neben diesem, in einer 3er-Reihe, einer, der andauernd mit den Augenbrauen zuckte. ER sass mir gegenueber; neben ihm ein Kind, das unaufhoerlich jaulte und bellte, daneben die Mutter, geistesabwesend kichernd, und wie es sonst in dem Wagen aussah - Nicht anders, als allein schon in diesen zwei Reihen O_o Besonders "toll" war dabei, dass das Kind sich halb auszog und dann so durch den Wagen rannte, herumschrie, -sprang und um sich schlug und trat, andere Menschen belaestigte (Es hat sich wirklich vor sie gestellt und "Was glotzt du so?" geschrieen - Von welchem Verwandten hat es das?) - Und als es zurueck zur Mutter kam, nahm die es nur in den Arm, kicherte, grinste, und saeuselte etwas von "Ach, du bist ja so suess!". Einige Menschen sollten lieber keine Kinder bekommen.

Ist diese Stadt zur Freilicht-Irrenanstalt verkommen? Ich bekomme immer haeufiger diesen Eindruck. Eine merkwuerdige Entwicklung. Nun hiess es - Auf den Bus warten, was auch wieder eine ganze Weile dauerte... Ein Idiot rempelte mich an, ich stiess mal wieder - AUSGERECHNET mit meinem rechten Knie - an eine eiserne Haltestange... Das gab einen riesigen Bluterguss, Schmerzen, und das Knie ist nun richtig angeschwollen. Kann kaum laufen. Trotz schneller Kuehlung; es bringt einfach nichts. Irgendwie ist das doch aeusserst "typisch". Das Leben meint es manchmal sehr schlecht mit den Menschen, scheint es... Und genau das zeigte sich auch gleich im Anschluss noch einmal: Zuhause stellten WIR fest, dass der eine weibliche Kampffisch tot war. Es sieht aus, als haette sie mal wieder Probleme mit dem Eierlegen gehabt. Daran war vor Monaten schon einmal ein Dornauge gestorben. Angeblich soll das normal sein, ich finde es seltsam... Nun sind uns schon insgesamt 3 Fische verstorben, wie gesagt, der Fisch heute und das Dornauge letzten Sommer, und dazwischen einmal ein Wels, bei dem aber klar war, dass er schon beim Kauf krank gewesen sein muss. Denn er starb bald darauf und die Symptome waren auch eindeutig...

Es wird gestarrt und gerempelt... Und ein gewisser Nachbar sass wirklich den GANZEN Tag auf seinem Balkon und starrte UNS in die Wohnung. Wann immer ich vorbei kam, an diesem Tag, vielleicht einmal pro Stunde, sass dieser Mensch immernoch in seinem Liegestuhl und starrte hier her! Ich weiss, man kann es ihm nicht verbieten, aber ich finde es trotzdem nicht schoen, die gesamte Zeit beobachtet zu werden! Aehnlich wie bei den Nachbarn in R., die mir jeden Abend auflauern... Heute habe ich sie deutlich am Fenster gesehen. Ich sage es ja immer: Die Nachbarn hier haben irgendwie alle einen Tick... Ob in R. oder in S., wo ich nachts auf dem Weg zum Bus durch die Siedlung laufen muss, und dann dort auf etlichen Balkons irgendwelche nackten dicken alten Maenner stehen und auf die Strasse starren. Ich frage mich, ob das "normal" ist? Ich hatte starke Bauchschmerzen und mein Knie machte natuerlich immernoch Probleme. Leider wird das auch noch eine Weile so bleiben. Ueberall flogen Motten herum und das Treppenhaus hing mal wieder voller Spinnen... Ausserdem begegnete mir ein riesiger Hirschkaefer. Ich woellte sagen, er war groesser, als ein normaler Hirschkaefer, er hatte etwa das Ausmass einer... Hm... Es laesst sich schwer beschreiben. Aber 5cm Koerperlaenge waren es sicher. Und eine enorme Breite.

Mich krank fuehlend und vergesslich, kam ich nach "Hause". Mein "Vater" jammerte gleich wieder herum - Was solls. Wenigstens muss ich morgen noch nicht wieder zur Uni; ich werde zwar einiges erledigen muessen, den Aufsatz schreiben, Emails beantworten - Ein riesiger Haufen Arbeit - Aber wenigstens bin ich dabei zuhause, und wenn ich Schmerzen habe, kann ich mich kurz schlafen legen... Besser, als im Unterricht zu sitzen und es einfach ertragen zu muessen. Irgendetwas wollte ich noch erwaehnen, aber ich erinnere mich kaum mehr. Sollte es darum gehen, dass mir online schon wieder unglaublich unfreundliche Personen begegnet sind? Nein, das waere zu alltaeglich.

cn P