Memoriae Ex Aeterna Nocte

07.06.2007 um 15:48 Uhr

ADHS?

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Krankheit, Gesundheit, Depressionen, Stress

Ich habs mal wieder geschafft. Es ist schrecklich, wie sehr ich in letzter Zeit neben mir stehe und mich staendig verwirren lasse. Eben wollte ich mir etwas zu essen machen, und was geschah? Mir ist ein Messer aus der Hand gefallen, natuerlich nicht einfach auf den Boden, sondern auf meinen rechten Fuss ;/ Blutete schrecklich, jetzt auch noch, und tut nicht minder weh. Ich hoffe nur, das entzuendet sich nicht. Mindestens genauso erschreckend finde ich die Tatsache, mittlerweile bei jeder Kleinigkeit Panikattacken oder Heulanfaelle zu bekommen. Das war noch vor 2 Wochen nicht so. Es scheint, als haette sich bei mir am letzten Wochenende ein Schalter umgelegt und seitdem bin ich so schrecklich...

Und, was schon fast nervtoetend ist: Kaum berichtet man irgendwem im Bekanntenkreis mal nebensaechlich davon ("Tut mir Leid, dass ich nicht geantwortet habe, ich habe mir gerade ein Messer auf den Fuss geschmissen"), wollen so gut wie alle irgendwelche Ferndiagnosen stellen. Heute vermutet: ADHS. Bei mir? Glaube ich nicht.

~*~

"Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) schätzt, dass zwischen 2,5 und 4 Prozent aller Erwachsenen unter ADHS leiden. Menschen mit Depressionen, Sucht- und Angsterkrankungen sowie Persönlichkeitsstörungen werden oft nicht auf ADHS untersucht. Dabei sind diese typischen Folgeerkrankungen bei erwachsenen ADHS-Patienten weit verbreitet.

Insgesamt reagieren sie viel emotionaler als andere Menschen und empfinden Gefühle "ungebremster". Das kann auch Vorteile haben: Einigen gelingt es nämlich, ihren Wust von Ideen kreativ für Ihren beruflichen Erfolg zu nutzen.

Das Beschwerdebild bleibt nicht in jeder Alterstufe gleich, sondern wandelt sich mit dem Alter. Überaktivität und Impulsivität weichen oft einer allgemeinen Leistungs- und Konzentrationsschwäche. Fast alle erwachsenen ADHS-Patienten fühlen sich innerlich ruhelos und getrieben. Im Berufs- und im Privatleben erreichen sie oft nicht die Ziele, die sie sich ursprünglich gesteckt hatten.

Checkliste

ADHS-Betroffene haben oft erhebliche Schwierigkeiten im Alltag. Beispiele sind:

• Fehlendes Zeitgefühl, Verspätungen und Hektik vor Terminen
• Langweilige Alltagsaufgaben werden auf die lange Bank geschoben oder gar nicht erledigt.
• Auffällige Unordnung oder Überkompensation durch zwanghaften Perfektionismus
• Desorganisation - vor allem, wenn mehrerer Aufgaben gleichzeitig anstehen

• Unbeständiges Arbeiten mit unerklärlichen Einbrüchen
• Vergessen von Aufgabenteilen mit unvollständigen Arbeitsergebnissen
• Fehlende Aufmerksamkeit, besonders in Gruppensituationen
• Leseunlust aufgrund von Verständnisschwierigkeiten für den Gesamtinhalt

• Vergesslichkeit, kann Erinnerungen nicht abrufen, z.B. "Ich weiß es, kann es aber nicht sagen."
• Flüchtigkeitsfehler, Verdrehen von Buchstaben und Telefonnummern
• Der Betroffene führt ständig Terminkalender, Karteikarten, Notizbücher und Zettel mit sich.

• Sehr starke Empfindlichkeit für bestimmte Sinneseindrücke (z.B. Geruch, Geschmack, Geräusche), aber auch für atmosphärische Spannungen in allen zwischenmenschlichen Beziehungen
• Oft intuitiv begabt, kreativ und intelligent
• Stimmung und Leistung sind besonders stark von äußeren Faktoren abhängig
• Temperamentsausbrüche in jede Richtung

• Übertriebenes Ruhebedürfnis bei Überforderung
• Probleme, sich auf neue Situationen einzustellen
• Andauerndes Grübeln, auch mit Einschlafstörungen

• Viele zwanghafte Verhaltensmuster
• Versuch, die Leistungsfähigkeit mit hohen Mengen Schokolade, Kaffee, Kola, Energydrinks und Nikotin zu steigern
• Manche "behandeln" ihre innere Anspannung mit Alkohol, Cannabis oder Kokain und verschlimmern die Situation noch mehr.

• Erst handeln, dann denken
• Provokation anderer durch verbale Entgleisungen
• Erhöhte Unfallneigung
• Missachtung von Regeln, Gesetzen, Vorschriften
• Kann sich schlecht bremsen: Kaufrausch, riskantes Autofahren etc.

• Innere Ruhelosigkeit, körperlicher Bewegungsdrang (viel Sport)
• Kann nicht stillsitzen (z.B. beim Zahnarzt, Essen, im Flugzeug)
• Trommelt mit den Fingern, spielt mit Stiften, nestelt an sich herum
• Wippt im Sitzen mit den Füssen rhythmisch vor und zurück
• Starker Rededrang, Abschweifen vom Thema, schwer zu unterbrechen

• Langeweile in Ruhesituationen mit künstlicher Überaktivität

Frauen leiden deutlich seltener als Männer unter ADHS und zeigen auch ein etwas anderes Beschwerdebild. Deshalb wird die Störung bei Frauen zu selten erkannt. Mädchen mit ADHS sind weniger hyperaktiv, sondern neigen zu langanhaltenden Tagträumereien und sind schnell ablenkbar. Ab dem Zeitpunkt der Pubertät treten besonders ausgeprägte Beschwerden vor der Menstruation mit starken Stimmungsschwankungen auf. Erwachsene Frauen fallen durch eine sehr selbstunsichere, ängstliche Persönlichkeit mit einer starken Neigung zu Depressionen auf."

~*~

Und wenns so waere: Ich habe keine Lust, mich mit Medikamenten vollpumpen zu lassen. Ich tippe bei meinen Beschwerden eher auf chronische Gleichgueltigkeit und Depressionen.

cn P 

07.06.2007 um 02:18 Uhr

Die liebe "Familie"

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Familie, Stress

Das liebe Arschloch von "Vater" langweilt mich langsam... Es ist doch immer dasselbe Gemotze.

Da habe ich einmal etwas laecheln muessen, weil ich gerade noch eine sehr nette Email erhalten hatte. Da glotzt der mich an und schnauzt gehaessig: "Wieso lachst du so? Is etwa was?" Darauf sagte ich, ganz ruhig: "Ich laechle, weil mir jemand etwas Nettes geschrieben hat." Darauf er: "Alles Spinnerei! Du tickst ja wohl nich richtig! Dich kann doch keiner moegen! Du bist doch so eine ekelhafte Schande fuer diese Welt!"

Der bekommt keinen Grabstein von mir, wenn er endlich abkratzt.  Und soetwas nennt sich "Vater" - DAS ist eine Schande fuer eine "Familie"!

cn P 

07.06.2007 um 01:56 Uhr

6.6.07

Stimmung: Ist man wirklich verrueckt, wenn man noch bemerkt, dass an einem etwas seltsam ist?
Musik: Keine.

Der Eintrag fuer den heutigen Tag wird evtl ein wenig kuerzer werden, als sonst. Ich intelligente Person habe naemlich mein Handy (das mir eher als Notizbuch als als Telefon dient) in S. vergessen :/ Hoffe ich zumindest; jedenfalls hatte ich es nicht in meiner Tasche. Ob es noch auf dem Wohnzimmertisch in meiner Wohnung liegt, wird ER mir wohl nachher noch per Email mitteilen.

Auf jeden Fall war ich gestern Abend noch sehr von meinem "Vater" belaestigt worden, hatte dann aber dennoch noch etwas zuende lesen wollen, und bin daher erst um 3 Uhr offline gegangen. Dann schrieb ich noch ein wenig und ging vielleicht gegen 3:30 schon schlafen. Am naechsten Tag wurde ich frueh wach (Jaja, die lieben Nachbarn mit ihrem Renovierungslaerm :/ ), bin aber erst um 12 aufgestanden. Gleich folgte das uebliche Gejammer und Geschrei :/ Und im Radio wurde auch wieder von so einigen merkwuerdigen Dingen berichtet. Kommt es euch auch langsam seltsam vor, dass die Eltern eines gewissen vermissten Maedchens nun durch ganz Europa reisen und ueberall in den Medien auftreten? Schoen und gut, dass sie sich scheinbar so sehr bemuehen, das Kind wieder zu finden, aber bei dem ganzen Medienrummel kommen mir diese Personen etwas ungewoehnlich ruhig vor, als traefe sie der Verlust der Tochter gar nicht und es ginge nur darum, in moeglichst vielen Talkshows zu sitzen. Ich weiss, das ist natuerlich eine boese Unterstellung...

Meine Allergie nahm mich ziemlich mit und die Temperaturen sind mir auch zu hoch. Zuhause habe ich mich wieder mit Videoschnitt beschaeftigt (na endlich habe ich bestimmte Formate auf meinem Notebook abspielbar gemacht! Auf dem anderen PC gehts immernoch nicht :/ ), dann noch bisschen Musik gehoert, geschrieben, skizziert... Es gaebe so viele Dinge, die ich gerne zeichnen wuerde! Ich koennte Wochen daran setzen. Heute war die Zeit auch viel zu knapp. Und mein Referat muss ich auch noch schreiben; dafuer habe ich das Wochenende. ER kam wieder nach 18 Uhr nach Hause, hatte noch Nelkenoel besorgt. Dieses, so hatte man in verschiedenen Aquaristikforen und auch im Zoogeschaeft versichert, koenne man nehmen, um einen schwer kranken, leidenden Fisch ohne Qualen einzuschlaefern. Ich bedauere es zutiefst, diesen Rat befolgt zu haben :(( BITTE, TUT DAS EUREM FISCH NIEMALS AN! Selbst, wenn er leidet, es muss bessere Methoden geben, ihn zu toeten, Nelkenoel ist wirklich alle andere als schonend!

Ich habe die empfohlene Dosis genommen, auch im Wasser eingeruehrt, aber den Fisch kuemmerte das gar nicht. Nach einer leicht erhoehten Dosis begann er, panisch durch den Eimer zu rasen, sich zu ueberschlagen und hektisch zu atmen. Von wegen schneller, ruhiger Tod! Ich habe gehofft, er wuerde dann wirklich schnell sterben, weil ich ihm weiteres Leid ersparen wollte, aber er lebte einfach immernoch... Auch nach einer halben Stunde! Er tat mir so leid... Ich habe die Dosis noch einmal drastisch erhoeht, in der Hoffnung, er wuerde dann sofort bewusstlos werden. Ist er aber immernoch nicht. Erst, nachdem ich die halbe Flasche ins Wasser geschuettet hatte, wurde er ruhig, atmete nur noch sehr langsam und trieb dann an einer Ecke. Ich weiss nicht, ob er dann schliesslich wirklich tot war, aber er war auf jeden Fall komplett bewusstlos. Atmete nicht mehr merklich und liess sich auch wehrlos hochheben. Ich habe ihn dann in Brennspiritus eingelegt. So hatte es dann endlich ein Ende - Nach ueber einer Stunde! Ich glaube, da waere so gut wie ALLES andere besser gewesen, als das Oel...

Binnen Sekunden hat er die Farbe verloren. Zuerst war er noch schoen dunkelblau, wurde dann blasser, war dann schliesslich grau mit violettem Stich. Die Flossen sind komplett weiss geworden. Das Auge leuchtete vorher noch schoen feuerrot, war dann aber nach ca 4 Minuten komplett getruebt, dann undurchsichtig weiss. Wenn man ihn sich so ansah, war er wirklich ziemlich krank gewesen, der gesamte Koerper aufgedunsen, an einer Koerperstelle eine dicke Beule, fast schon tumorartig. Er waere wirklich nie mehr gesund geworden bzw haette auf jeden Fall bis zum Tod weiter gelitten. Ich fragte mich, wen das alles eigentlich mehr belastete: IHN oder mich. Und bei meinen Praeparaten fiel mir auf, dass es wohl Fischarten gibt, die sich nach dem Tod kaum veraendern und auch farblich gleich bleiben, und solche, die... naja... danach nicht mehr so toll aussehen. Wobei das manchmal auch nur punktweise passiert, ich weiss ja auch nicht, warum... Obwohl der gesamte Koerper gleich eingelegt ist, ist der Koerper des Betta-splendens-Weibchens, das letzten Monat starb, komplett grauschwarz geworden, aber die Flossen leuchten immernoch feuerrot.

Gerade noch online gefunden: "Wenn das Nelkenöl einfach in das Wasser gegeben wird, vermischt es sich nur schlecht mit dem Wasser. Es dauert dann länger, bis der Fisch betäubt ist und es wird eine größere Menge benötigt. Allerdings empfindet der Fisch während dieser Zeit keine Schmerzen." - Woher wollen die das wissen, ob der Fisch dabei leidet, oder nicht? Ich denke nicht, dass der Herr oder die Dame, die das geschrieben hat, hellsehen kann... und schon gar nicht die Gedanken eines Fisches lesen. Redet man sich da wieder etwas ein, was gar nicht stimmt? Naja, aber nun ist der Fisch tot und ich hoffe, in den naechsten Monaten wird keiner mehr erkranken.

Abends dann gab es wieder nur Streit. Kein Wunder wohl, bei der allgemein herrschenden, schlechten Stimmung. Und das ausgerechnet an diesem Datum... Verlobungstag :( Eigentlich wollten wir mal an diesem Tag heiraten. Eigentlich schon letztes Jahr. Aber mittlerweile habe ich das Interesse am Heiraten komplett verloren, hat wohl familiaere Gruende...

Draussen wurde wieder herum gegroehlt. Im Bus und draussen, gerade am Bahnhof lungerten wieder etliche Personen herum, soffen und poebelten. Ich hatte Kopfschmerzen. Irgendwie ist mir der gesamte Tag zu viel. Dann bemerkte ich, wie gesagt, auch noch, mein Handy irgendwo vergessen zu haben... ER ist immernoch nicht zuhause oder meldet sich zumindest nicht bei mir, was ich auch alles andere als "lustig" finde. Wenn ich dann auch noch an den Unterricht morgen denke, wird mir schlecht. Im Moment gehts mir so mies :(( Ich komme einfach nicht mehr heraus. Sollte einen aber auch nicht wundern. Sobald ich "nach Hause" gekommen war, fing seitens meines "Vaters" schliesslich gleich wieder das dumme Gerede an. Die ueblichen Beschimpfungen und hirnlosen Unterstellungen, Gemecker, Geschrei, Besserwisserei, rassistische und frauenfeindliche Sprueche, verblendete Schoenrednerei von Krieg, Diktatur und Gewalt, und als er, senil, schon zum 50. Mal wieder dasselbe erzaehlen wollte, meinte ich auch, ich will das nicht mehr hoeren (weil es mir einfach auf die Nerven geht), da ist er auch ausgerastet und hat ca eine Viertelstunde pausenlos auf mich eingeschrieen, wie missraten und was fuer eine Schande fuer die Familie ich doch sei. Welche Familie? Ich habe keine.

Es wurde mir zu viel. Habe wieder SVV begangen, und war dabei zu unvorsichtig; blute... Mache mir zu viele Sorgen. So sollte es nicht enden. Und gleichzeitig muss ich wieder an eine Person denken, mir der ich frueher in engerem Kontakt stand. Eine Person gar, von der ich mir heute auch noch sicher bin: Waere ich damals nicht schon in einer Beziehung gewesen, wir waeren sicher ein Paar geworden. Ich weiss ja auch, dass es schon paranoid erscheint, wenn ich jetzt schreibe, dass ich mir Gedanken ueber ihn mache und mich schon fast Sorge, er koennte gar keine oder eine "schlechte" Freundin gefunden haben, weil ich weiss, er ist ein sehr kindlicher, naiver Mensch gewesen... Und betrogen zu werden, oder belogen, koennte er niemals verkraften. Er war so sensibel. Ich sollte morgen mal wieder bei ihm anrufen. Er erinnert sich sehr sicher noch an mich und ich hoffe doch mal, es geht ihm gut.

Was werde ich heute noch tun? Ich haette noch viel zu schreiben, etliche Nachrichten zu beantworten, aber irgendwie denke ich, ich will trotzdem bald gehen. Fuehle mich einfach zu schlecht, neige weiter dazu, Dinge zu tun, die ich nicht tun sollte, und das Geschrei hier hoert einfach nicht auf. Wie kann ich nur wieder unter Depressionen leiden. Als ER endlich hierher zog, dachte ich, es sei vorbei, ich haette endlich meine Ruhe (Um nichts anderes geht es mir im Leben! Ich will einfach nur meine Ruhe haben! Aber selbst die laesst mir niemand)... Und nun ist alles wie damals, ich reisse mir regelmaessig die Haut mit den Fingernaegeln auf, heule vor Wut, bekomme Ausschlag, raste bei jeder Kleinigkeit aus und bin eigentlich dauerhaft krank. Seit Wochen war ich nicht mehr ohne mindestens eine Stunde pro Woche zu fehlen, in der Uni. Genau genommen bin ich seit Laengerem fast nie mehr in der Uni anwesend, ich zweifle, dass ich je nachkomme. Sicher, ich bin selbst Schuld! Das weiss ich auch. Aber wie soll ich lernen, wenn ich mich so scheisse fuehle, dass ich morgens kaum die Augen oeffnen kann, weil ich mich gleich so eklig fuehle, diese Welt nicht sehen will.

Da mag es noch so viele Menschen geben, die mich moegen. Solche, die an mir haengen, ein paar, die mich gar bewundern. Seit einigen Wochen habe ich etliche Kunstkarten gebastelt und weltweit verschickt; ich bekomme fast taeglich Emails, mit Anfragen, ob ich nicht eine meiner selbstgebastelten Karten tauschen woellte... Ja, ich werde dort geschaetzt, mein kuenstlerisches Talent wird anerkannt. Ich fuehle mich geschmeichelt. Aber ich kann noch so viele Menschen haben, die mir positiv gegenueber stehen. Solange die Mehrzahl immernoch so handelt, dass sie mir das Leben versaut, so lange kann ich einfach nicht daran glauben, noch lange durchzuhalten...

cn P

P.S.: Gerade in einem Forum eingefangen: "Nein, natürlich ist das Unfug, dass man ohne Allgemeinbildung dumm ist. Wenn es so wäre, dann wäre ja fast jeder dumm." Schoen, dass ein Mangel an Allgemeinbildung mittlerweile als normaler, akzeptabler Standard gilt. Das erklaert natuerlich einiges :/

P.P.S.: Was tut man gegen SVV, wenn man gerade keine anderen Moeglichkeiten zur Stressbewaeltigung hat? Ich kann doch nicht den gesamten Tag in meinem Zimmer sitzen und zeichnen oder schreiben. Was soll ich tun, wenn mir etwas Aergerliches auf der Strasse passiert, oder beim Fruehstueck, wenn ich im Wohnzimmer sitze und nicht einfach weg kann? Wenn ich dem Stress quasi "ausgeliefert" bin? Ich kann doch nicht ploetzlich einen Block aus der Hosentasche ziehen und etwas hinkritzeln...

06.06.2007 um 21:29 Uhr

Buecher

von: AngelInChains   Kategorie: Bilder   Stichwörter: Literatur, Kunst

Dante: Die Goettliche Komoedie; Wilde: Das Bildnis des Dorian Gray; Eichendorff: Novellen; Deutsche Märchen (Ausgabe 1940); Boccacio: Das Decameron; Field: Hoelle wo ist dein Sieg; Hofmann: Lebensansichten des Katers Murr; Hoffmann: Menschen und Maechte; ... ich merke gerade, aus dem Gedaechtnis bekomme ich einige gar nicht mehr zusammen. Ganz links steht auf jeden Fall noch 4x Goethe, davor 2x Hoffmann, davor evtl Kleist, das im beigen Einband davor ist ein englisches Kinderbuch von 1885... (Ich weiss, eigentlich muesste ich mein Buecherregal kennen, so oft, wie ich davor stehe, aber seit dem letzten Umraeumen herrscht ein wenig Chaos... Und ich habe VIELE Buecher mit beigem Papiereinband...) Fest steht: ich brauche ein richtiges Buecherregal. Das hier ist eigentlich mehr ein Geraeteschrank, die Buecher stehen 2- bis 3-reihig drin. Eine Unordnung... (Und ich habe noch einen riesigen Karton voller Buecher, die nicht mehr hinein gepasst haben :/ ) 

Und wer schenkt mir das passende Buecherregal? ;)

cn P

06.06.2007 um 01:48 Uhr

5.6.07

Stimmung: Sehr schlecht.
Musik: Keine.

2 Uhr offline, mit Kopfschmerzen, und tatsaechlich 15 Minuten an der einen Naht gesessen :/ Dafuer haelt sie auch und sieht ganz okay aus. Einen Silberfisch totgeschlagen, geschrieben, 3:30 schlafen gegangen. Wie viele Jahre es wohl noch dauert, bis ich hier endlich mal alles umraeumen kann? :/ 7:30 aufgestanden und schreckliche Kopfschmerzen gehabt. Haette heulen koennen. Musste mir wieder nur Gemecker anhoeren, pausenlos, lautstark, und meine Kopfschmerzen nahmen nur weiter zu. Am liebsten haette ich laut geschrieen. War wieder kurz vorm Ausrasten, was aber auch nicht wundert, schliesslich komme ich hier nie zur Ruhe, und die braeuchte ich, um aus der Misere heraus zu kommen. Und dann hat dieser Vollidiot sich auch noch neben mich gestellt, mir auf den Fuss getreten und mich angestarrt, wie bloede, was auch immer das sollte. Wegen des Essens gab es uebrigens auch wieder Aerger, wegen der Kleidung sowieso. Er ist der Meinung, nun, wo ich schon laenger erwachsen sei, muess ich doch mal "ordendliche" Kleidung tragen. Ich koenne doch nicht immernoch mit schwarzer Kleidung herumlaufen, damit saehe ich ja aus, wie ein Totengraeber. Aggressiv wurde herumgeschrieen und ich musste mir zahlreiche daemliche Beschimpfungen anhoeren. Rassistische Sprueche fielen, er schrie auf mich ein, und das Radio plerrte von der anderen Seite. Meine Kopfschmerzen wurden bei dem Laerm natuerlich immer schlimmer. Genau genommen ging es mir wieder so beschissen, dass ich am liebsten sofort nach S. gefahren und mich schlafen gelegt haette. Die Fahrt zur Uni und der Unterricht selbst wuerden noch schrecklich werden, aber ich hatte keine andere Wahl.

Dann jammerte mein "Vater" mich auch noch voll, er muesse ja so dringend ins Bad. Irgendwann ist mir dann auch der Kragen geplatzt und ich habe ihm gesagt, er soll endlich gehen oder aber aufhoeren, herumzunoergeln wie ein kleines Kind. Generell scheint die Degeneration schon sehr weit fortgeschritten zu sein... Aber das war natuerlich noch nicht schrecklich genug. So lange ich noch fruehstueckte, jammerte er nur herum und ging nicht ins Bad. Aber promt als ich fertig war und mir die Zaehne putzen gehen wollte, rannte er dorthin und schloss sich ein. Ich musste eine halbe Stunde(!) warten... Langsam hatte ich aber - salopp gesagt - wirklich die Schnauze voll! Da stehe ich mal frueher auf, weil ich spaeter nicht so hetzen will, und nun bin ich verdammt, bloed herumzusitzen (ich habe zwar schon meinen Kram gepackt, aber dann hatte ich auch noch ca 20 Minuten) und nachher zu rennen, meinen Bus zu verpassen und ggf auch noch viel zu spaet zur Uni zu kommen. Ohne diesen Idioten ginge es mir taeglich viel besser. Dann hatte er endlich das Bad verlassen und musste aber gleich wieder nur herummeckern. Wenn man es dann irgendwann schafft, so abzustumpfen, dass man so einem Deppen NICHT an die Kehle springen will, kuemmert einen die ganze Menschheit nicht mehr sonderlich... Ich merke es an mir. Leider. Ich waere gerne ein "normaler" Mensch in dieser Hinsicht, aber ich bin mittlerweile ziemlich erkaltet gegenueber den meisten menschlichen Lebewesen.

Endlich konnte ich mich auf den Weg machen, war das Gemecker zumindest fuer eine Weile los. Draussen war es sehr warm... Von wegen Herbstwetter! Der Weg zum ZD war auch schon zugewuchert. Kaum zu glauben, wie lange ich schon nicht mehr dort war *re* Beim Baecker musste ich wieder eine halbe Ewigkeit herumstehen und warten, an der Kreuzung ebenfalls wegen "netter" daemlicher Autofahrer. An der Haltestelle lungerten Asis herum und einer wagte es sogar, mir hinterher zu pfeifen. Sein Unglueck, dass ich schon gereizt war, so konnte ichs nicht mehr einfach ignorieren... Im Bus sass ich dann relativ muede, mit leichten Knieschmerzen (habe ich immernoch, aber das wird auch noch eine Weile zum Heilen brauchen), sowie immernoch Kopfschmerzen. Tabletten wirkten wieder nicht. Und beim Umsteigen gab es auch wieder unnoetigen Stress, weil mein Bus mal wieder eine Station zu frueh Pause machte und der Bus, in den ich haette umsteigen muessen, einfach vorbei fuhr. An der naechsten Haltestelle bekam ich ihn dann doch noch knapp, aber dafuer keinen Sitzplatz mehr :/ Ueber soetwas "freut" man sich am fruehen Morgen... Im Weg stehende Personen, Parfuemgestank, dummes Gerede, Gepoebel, ueberall Laerm... Heute war ich, wie gesagt, schon extrem geraeuschempfindlich (wie am Sonntagmorgen) und daher bei jedem Ton schon fast vorm Amoklaufen... Dann die ganze Zeit mit lauten Motorgeraeuschen, Gehupe, Gegroehle und letztlich sogar gut einer halben Stunde Saeuglingsgeschrei konfrontiert zu sein, ist nicht gut...

Es waren unglaublich viele Menschen unterwegs; dabei war gar keine Schul- oder Arbeitsschlusszeit... Der Busfahrer war cholerisch und dann gabs noch eine Vollbremsung, weil ploetzlich ein Fuchs vor den Bus rannte. Da hat der Fahrer mehr gebremst, als wenn ein Mensch vors Auto gerannt waere... Mittlerweile bekam ich auch noch Bauchschmerzen, sehr starke sogar, und versuchte, mich irgendwie abzulenken, indem ich ueber irgendwelche unsinnigen Dinge zwischen Leben und Tod nachdachte (naja, sich zu verinnerlichen, dass man stets beides in sich traegt, kann nicht schaden - ich denke nicht nur an neu entstehende und sterbende Zellen). Dann stand der Bus auch noch im Stau, mir wurde uebel, die Schmerzen nahmen insgesamt zu, und ich fragte mich, wieso ich mir das alles antun musste... Der Unterricht war uebrigens verdammt langweilig und sinnlos; nur aus dem Buch abgelesen und die xte Wiederholung von Zeug, das wir schon seit Wochen immer gleich behandeln :/ Dann hatte der Prof nicht einmal die Anwesenheitsliste dabei (zuhause vergessen), so verschwand selbst der letzte und einzige Grund, wieso ich ueberhaupt hier war :/ Frustriert und weil die Schmerzen zunahmen, bin ich danach gegangen. Scheiss auf die 2. Stunde, dieses Studium geht mir auf den Geist...

Ich weiss, ich bin ein schlechtes Vorbild, daher rate ich hiermit strikt davon ab, mich zum Vorbild zu erwaehlen *re* (Aber wer sollte das auch tun?) Ich war muede und hatte Kreislaufprobleme. Ich haette direkt ueber dem Tisch und spaeter im Stehen umkippen koennen. Im Bus war ich auch kurz davor. Trotz Geruettel und Schmerzen. Und trotz Asis, dumm kreischenden, hysterischen Tussis, Gaffern, geistig Gestoerten, usw... Wie schoen waere es, haette ich ein Auto! Dann wuerde die Fahrt zur Uni auch nicht immer 1,5 Stunden pro Richtung dauern und waere weitaus weniger frustrierend :/ Da braeuchte ich vielleicht 30 Minuten und waere auch schnell in der Innenstadt. Nur koennte ich so uebermuedet, wie ich sonst im Bus sitze, besser kein Auto selbst steuern... Aber andererseits waere mit Auto sowieso ein Teil meines Lebens komplett anders. Ich haette abends auch mehr Zeit mit IHM. Aber wen kuemmert, was nicht ist und was in den naechsten Jahren auch nicht sein wird :( Dann blieb die Bahn auch noch im Tunnel stehen und ich durfte noch einige unnoetige Minuten mehr mit diversen unangenehmen Personen in einem Wagen verbringen. Es ist unglaublich, was man fuer dummen und dreisten Personen begegnet *seufz* Ich will das kaum mehr praezisieren, weil es sowieso jeden Tag dasselbe ist (Und ich kann mich leider nicht dran gewoehnen - oder ist das vielleicht besser so? Sich abzufinden kaeme wohl Resignation gleich...).

Zuhause habe ich erst ein wenig gedoest, dann die Nachbarn mit meinem Gesang belaestigt, danach wollte ich bisschen Videos schneiden, aber mein tolles Schnittprogramm wollte nicht, weil angeblich ein Codec fehlte. Den habe ich dann auch geladen und installiert, aber das Programm wollte trotzdem nicht und trieb mich zur Weissglut :/ Vielleicht versuche ichs morgen nochmal und probiere weiter herum :/ Dann wollte ich, da immer noch unter Bauch- und Kopfschmerzen leidend, schlafen. Das gelang nicht und meine Kopfschmerzen nahmen sogar noch weiter zu, weil die lieben Nachbarn insgesamt genau 2 Stunden und 40 Minuten Laerm machten! Und zwar Bohrlaerm. Wie eigentlich alle paar Tage. Meine Stimmung wurde stetig schlechter... Dann wurde draussen auch noch Rasen gemaeht, was trotz geschlossener Fenster (wenn ich die Wahl zwischen Laerm und stickiger Luft habe, finde ich den Laerm schrecklicher) sehr gut zu hoeren war... Wieso trifft einen eigentlich das ganze Pech immer geballt? ER kam, wie ueblich, kurz nach 18 Uhr nach Hause. Ich habe kaum etwas gegessen, war bald eingeschlafen und wurde erst nach halb 10 wieder wach. Und dann doeste ich weiter. Irgendwie war mir das alles zu viel :( Und so gings bis nach 23 Uhr und schon wieder war ein Tag um.

Der Himmel war heute deutlich auberginefarben, gestern war er so gefaerbt, wie man es bei Geweben "brombeer" nennen wuerde. Die Himmel hier sind in letzter Zeit nachts immer rotviolett, einen wirklich schwarzen habe ich laenger nicht mehr gesehen. "Zuhause" ging das ewige Gemotze wieder los :/ Es bringt mich noch um. Die Kopfschmerzen waren ploetzlich auch wieder da. Es ist so ekelhaft hier... Das ganze Geschrei und Gegrunze. Ich leide wieder an SVV, bin gereizt, wirklich aggressiv, meine Neurodermitis blueht auch wieder auf :/ , und irgendwie bin ich im Moment sehr geneigt, mein Glas gegen die Wand zu werfen und laut zu schreien, wenn es so weitergeht. Davon werde ich, logisch betrachtet, aber sicher lieber absehen, sonst gibt es nur noch mehr Aerger :/ Und ER ist heute auch wieder schlecht gelaunt gewesen *seufz* Ich warte sehnlichst auf meine naechsten Ferien Ende Juli. Es ist noch lange, bis dorthin, und vorher kommen noch 1 Referat und 5 Klausuren :( Und wer weiss, was sonst noch kommt; alles ist denkbar. Das wird noch anstrengend.

cn P

05.06.2007 um 01:28 Uhr

4.6.07

Der Betta splendens lebt seltsamerweise noch. Aber er sieht ziemlich krank aus. Ich weiss nur nicht, wie man ihn moeglichst schmerzlos toeten koennte und auch nicht, ob ich mir zutraue. Ich weiss auch gar nicht, ob er so sehr leidet, oder einfach "nur" schwer krank ist. Eigentlich taumelt er nur noch durch die Gegend und liegt den Grossteil des Tages nur noch am Boden auf der Seite. Aber er leuchtet bunter denn je, in einem schillernden Violett mit feuerroten Flossen.

Mir geht es gesundheitlich uebrigens schon ein wenig besser. Hatte ich vor einigen Tagen noch staendig Weinanfaelle, habe tagelang nicht geschlafen und kaum gegessen, ueberall Schmerzen gehabt, usw, kann ich mich nun mehr oder minder beherrschen. Halsschmerzen habe ich nicht mehr (aber die kamen sowieso nur vom Weinen), schreiben kann ich wieder (wenn ich Zeit habe und nicht zu muede bin), aber einige Dinge werden wohl immer gleich bleiben. So das Generve meines "Vaters", das aggressive Geschrei und Gefluche, die saudummen rassistischen Sprueche, usw, was mich staendig in den Wahnsinn und vor Allem zur Aggression treibt. So habe ich den gesamten Abend wieder das Gefuehl, bei dem Geschwaetz hier noch zu verbloeden, und ich fuehle mich immer schlechter, bin immer leichter reizbar, und derart geneigt, einfach nur auszurasten... Es ekelt mich hier alles dermassen. Meine SVV-Neigung ist hoch, Fingerschmerzen habe ich auch wieder. Das Studium abbrechen darf ich nach meinem "Vater" auch nicht, er interessiert sich nicht dafuer, dass ich aufhoeren moechte, und behauptet, Gesundheit sei unwichtig. Hoffentlich verreckt dieser Idiot bald und ich habe endlich meine Ruhe... Mag hart klingen, aber ich glaube, nach auf den Tag genau 20,5 Jahren desselben ekelhaften Theaters kann ich das sagen.

Gestern war ich ab ca 3 Uhr offline, musste mir vorher noch eine Menge Gesuelze anhoeren und hoffte somit umso mehr, mich mit dem Schreiben auf andere Gedanken bringen zu koennen. Aber bei den vielen Muecken hier fiel das etwas schwer... Ausserdem hatte ich Kopfschmerzen. Aber bis um 4 Uhr war ich dann doch noch wach. Am Montag bin ich erst um 12 Uhr aufgestanden, was aber auch daran lag, dass mein "Vater" wieder lautstark herumfluchte, was ich bis in mein Zimmer hoerte, und auf noch mehr Stress hatte ich einfach keine Lust. Aber so wurde ich dann eben "erst" ab 12 Uhr belaestigt... Das uebliche Getroedel, Geschrei, u.ae. Pausenloses Geschwafel. Muecken und Motten. Gefluche. Generve wegen es Fruehstuecks. Dann machte ich mich mit Knieschmerzen (ja, heute hatte ich wieder welche) auf den Weg. Kopfschmerzen bekam ich auch noch, denn an der Haltestelle stank es penetrant nach Rauch und Parfuem. Der Bus kam auch wieder nicht, was fuer mich fast 20 Minuten Wartezeit bedeutete; ausserdem kam ich so wieder genau in den Schulschluss :(

Aber nicht nur das Schrei bestimmter Hauptschueler war ein wenig nervtoetend, bemerkenswert fand ich auch gleich mehrere verhaltensgestoerte Personen. Eine setzte sich auch neben mich; war vollkommen verdreckt, trug eine Plastiktuete von Katzenstreu mit sich herum, und hatte vorher den Muelleimer am Laternenmast durchwuehlt, Dinge heraus gezogen und danach wieder hinein gestopft. Wieso auch immer. Dazu musste ich mir von 3 Menschen merkwuerdige Selbstgespraeche anhoeren. Aber was solls. Auch, wenn ich ein wenig genervt war und Schmerzen in Bauch, Ruecken und Knie hatte (alles erklaerbar und fast im Bereich des "Normalen" fuer mich), und auch wenn es hier immernoch so stank, dass ich davon Niesanfaelle bekam - bald wuerde ich ja zuhause sein. Und da legte ich mich hin, doeste, schlief, schaute ab und zu etwas online und las den Unikram, worueber ich das Referat schreiben muss - und irgendwie war der Tag somit ganz ertraeglich. Er verging nur leider ein wenig zu schnell.

Abends hatte ich immernoch die Kopf- und Bauchschmerzen, aber das wird auch noch vergehen. Blass bin ich uebrigens immernoch, aber das stoert mich nicht. Stoerender finde ich meine mal wieder ueberaus "fluffigen" Haare, ER meint zwar, sie stuenden nicht ab, und eigentlich kommt es ja nicht auf Aeusserlichkeiten an - aber bei dem Haar grapschen mir haeufiger Menschen hinein (weil sie auch staendig welche an meiner Rueckenlehne festklammern muessen, statt an den Haltestangen :/ ), als sonst, und das Geziepe geht mir auf den Geist. Alltagswehwehchen ;) Abends zickte ER wieder ein wenig herum (das ist legitim, ich bin manchmal auch nicht besser gelaunt) und die Leute im Bus waren auch wieder eine Sache fuer sich.

Wie im Zoo! So komme ich mir jeden Abend vor, wenn der Bus mal wieder voellig ueberfuellt in S. haelt und kein Mensch der Anweisung folgt, doch einfach mal ein paar Schritte nach hinten zu ruecken, und ich schliesslich den Busfahrer mit Glueck doch noch ueberzeugen kann, mich hinten, wo alles frei ist, einsteigen zu lassen. Und dann das ewige Geschrei und Gegroehl... Und viele Menschen, die scheinbar zu dumm sind, Haltestellenschilder zu lesen, und daher staendig falsch aussteigen. Oder die Menge an Personen, die am Bahnhof staendig zum Fahrer rennen und hysterisch fragen, ob dies der Bahnhof sei... Dabei heisst die Haltestelle so und der Bahnhofseingang ist auch in riesiger Leuchtschrift ausgeschildert! Ich habe jeden Abend den Eindruck, unglaublich dummen Menschen zu begegnen. Wie der Typ heute, der zwei Sitzplaetze mit seinem Koffer blockierte und daneben im Gang stand. Ich meinte, wenn er sich nicht setzen wolle, koenne er bitte die Taschen entfernen, damit ich mich setzen kann. Er sah mich genervt an und stellte den Koffer dann vom Sitz auf den Fussbereich direkt davor :/ So, dass man sich nun trotzdem nicht setzen konnte. Dann war er, aggressiv, der Meinung, das muesse reichen, wenn man sich jetzt dort nicht setzen koenne, sei das nicht sein Problem.

Sehr interessant fand ich auch das schon fast klischeehaft dumme Gespraech zwischen zwei Menschen, die wohl gerade im Urlaub gewesen waren. Sie beschwerten sich darueber, dass es in Tunesien zwar ganz schoen gewesen sei - aber es dort zu viele Muslime gegeben habe. So viel Ignoranz tut schon weh, aber man erlebt sie leider jeden Tag :/ Draussen waren zahlreiche und immer riesigere Insekten unterwegs, und auch einige laute Personen... Und der Weg "nach Hause" wird auch immer ueberwucherter, mittlerweile kann man den Weg nur noch gebueckt gehen, weil alles zugewuchert ist, und niemand sich zustaendig fuehlt, Buesche und Baeume mal ein wenig zu stutzen.

"Zu Hause" war ich dann auch gleich wieder schlechter gelaunt. Dasselbe, wie gestern: Fenster weit offen, Muelleimer umgekippt, Muecken im Zimmer, dazu heute auch noch ein Buchstapel umgekippt und die Bettwaesche war von meinem Bett abgezogen. Ich ging also nach neuer fragen und bekam nur die Antwort, die sei irgendwo im Schrank, die wuerde er mir "nachher" geben. Ich warte immernoch und "freue" mich schon darauf, nachher um 3 noch das Bett beziehen zu "duerfen". Denn er wird es ja wohl nicht wagen, das noch weiter hinaus zu zoegern, auch wenn er vorhin ekelhaft frech behauptet hat, er habe keine Lust, zu suchen, ich koenne diese Nacht doch auch im Sitzen auf dem Stuhl oder gar nicht schlafen. Dazu kommt uebrigens noch, dass mein Kleiderschrank mal wieder sehr leer ist, da mein "Vater" sich weigert, die Sachen zu waschen. Obwohl er mir mehrfach versichert hatte, ich brauchte meine Kleidung nur in den Waeschekorb legen, und bekaeme den gewaschenen Korb dann bald zurueck, ist es ja auch viel einfacher, einfach alles vom Korb in einen Muellsack zu kippen und den dann in die Abstellkammer zu werfen, wo er ueber ein halbes Jahr liegen bleibt *amok* Und ich soll nackt herumlaufen?

Online konnte ich dann aber auch erst recht spaet... Begegnet sind mir einige unangenehme Menschen, die Bestaetigung der Ahnung, dass SEINE "Eltern" mal wieder zu Besuch kommen wollen (Bitte nicht! ;/ ), zahlreiche bizarre Nachrichten (ich lese taeglich das Online-Angebot einiger regionaler und ueberregionaler Zeitungen), und... Ansonsten leide ich auch wieder unter Zeitdruck und das Gemecker meines "Vaters" nervt mich auch ziemlich. Also... Nachher noch das Bett beziehen, zusehen, ob ich irgendetwas gegen meine "Frisur" unternehmen kann, dann noch meine Jacke naehen (Muss ich, ob ich will, oder nicht) - Die Nacht wird lang :( Werde dann wohl auch mal etwas frueher gehen, sonst bin ich morgen, wenn ich um 7:30 aufstehen muss, halbtot... Mein "Vater" jammert mir im Moment auch wieder zu viel; weiss nicht, ob ich mir das noch lange anhoeren will :/ Und heiss ist es hier drin auch noch. Und irgendwie fuehle ich mich wieder kraenklicher.

Wieso luegen eigentlich einige Menschen "wie gedruckt" und haben dabei kein schlechtes Gewissen? Und wieso wird man in letzter Zeit wieder mit so schrecklichen Ausdrucksweisen wie dem komparativen Wie ("Das ist ja schoener wie...") und der Phrase Tun ("Er tut arbeiten gehen.") belaestigt?

cn P

05.06.2007 um 00:44 Uhr

Statistik

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Blog

Weblog gehört: AngelInChains
Aktualisiert am: 05.06.2007 um 00:44 Uhr
Weblog online seit: 15.09.2004
Kategorie: Tagebuch
Besucher: 215.527
Einträge: 3.926
Kommentare: 1.968

05.06.2007 um 00:40 Uhr

Vom Traeumen

von: AngelInChains   Kategorie: Stöckchen   Stichwörter: Stock, Stöckchen, Umfrage, Fragebogen, Traumdeutung

1. Kannst du dich oft an deine Träume erinnern?
* Manchmal. Aber ich wuerde mich auch gern noch haeufiger erinnern koennen.

2. Erinnerst du dich gerne an deine Träume?
* Ja. Auch, wenn sie Alptraeume sein sollten, sie haben eine Aussage. Das ist fuer mich das Interessante an Traeumen: Zu erkennen, wie das Unterbewusstsein bestimmte Dinge bewertet und verarbeitet. Auch wenn es negative Dinge sind.

3. Sind deine Träume oft eher positiv oder negativ?
* Meist handeln sie in eher "negativen" Szenarien, die aber irgendwie auch ihren Reiz haben. Also nicht, dass ich es toll faende, zB im Krieg zu leben, das ist ganz und gar nicht schoen, aber ich finde meine Traeume meist sehr interessant zu deuten.

4. Ist schonmal einer deiner Träume wahr geworden?
* Viele zum Glueck nicht. Positive... also Wunschtraeume: Leider selten. Vielleicht einmal in all den Jahren. Aber das war auch kein zu ausgefallener Traum ;)

5. Fürchtest du dich vor deinen Träumen, wenn du z.B. vorher einen Horrorfilm gesehen hast oder dich schlechte Gedanken vorm Einschlafen bedrücken?
* Manchmal hoffe ich dann schon, dass ich nicht schlecht traeume. Allerdings nicht nach Horrorfilmen, sondern eher nach persoenlichen unschoenen Erlebnissen. Aber wirkliche Angst habe ich nicht davor.

6. Träumst du eher lange Träume oder nur kurze "Ausschnitte"?
* Variiert. Meist sind es eher Ausschnitte.

7. Erzählst du deinen Mitmenschen von deinen Träumen, weil sie dich z.B. bewegen, oder schweigst du darüber, weil du Träume für unwichtig hälst?
* Ich schreibe gewoehnlich darueber.

8. Hast du schonmal in einem Traumdeutungsbuch nachgeschaut, was deine Träume bedeuten?
* Ja, vor einigen Jahren habe ich das ab und zu gemacht, aber eher selten. Ist mir nicht so wichtig.

9. Wenn ja, fandest du die Erklärung(en) glaubhaft oder schwachsinnig?
* Einige Interpretationen klangen verstaendlich, andere ueberaus schwachsinnig. Deswegen interpretiere ich auch lieber selbst nach meinem Gefuehl, als nach irgendwelchen Handbuechern. Ich denke, ich weiss auch selbst noch am besten, was mich beschaeftigt hat, und in welchem Zusammenhang ich einen Traum daher verstehen sollte.

10. Wenn es möglich wäre, dass andere deine Träume sehen können, würdest du das erlauben?
* Nein.

11. Hast du schonmal etwas geträumt, und nach dem du aufgewacht bist, konntest du das Geträumte noch "fühlen"?
* Ja, leider. Soetwas ist gewoehnlich der Fall, wenn einem wirklich etwas wiederfaehrt und dieses dann unterbewusst in den Traum eingebaut wird (zB Weckerklingeln, Bauchschmerzen, eingeschlafener Arm, etc). Einmal traeumte ich, von einigen Tieren angefallen und in den Bauch gebissen worden zu sein und als ich erwachte, hatte ich noch schreckliche Schmerzen im Magen.

12. Bist du schonmal schlafgewandelt?
* Angeblich ja. Ich denke, schon.

13. Hast du schonmal im Traum bemerkt, dass du nur träumst?
* Eigentlich ist mir das immer bewusst. Mein Schlaf ist sehr merkwuerdig; wenn ich Alptraeume habe, wiederhole ich gewoehnlich Phrasen wie "Wach auf" oder "Das ist nur ein Traum", bis ich dann auch wirklich aufwache. (Da ich das im wirklichen Leben bei Ungluecksfaellen nicht tue, beweist wohl, dass ich Traum und Wachzustand unterscheiden kann ;) ) Ich kann meine Traeume auch bewusst kontrollieren. Wohlgemerkt im Schlaf!

14. Kannst du manchmal deine Träume steuern und dann tun und lassen, was du willst?
* Wie gesagt, ja.

15. Erzähl uns von deinem schlimmsten Alptraum!
* Ich weiss es gar nicht mehr. Ich bin mir nur sicher, dass es einer derer war, in dem ich ziemlich grausam zu Tode kam.

16. Erzähl uns deinen schönsten Traum!
* Das kann ich leider auch nicht praezisieren, aber gewoehnlich empfinde ich Traeume als schoen, in denen ich mich mit Menschen, die mir etwas bedeuten, umgeben in einer huebschen Landschaft bewege und dabei das Gefuehl habe, einfach tun und lassen zu koennen, was ich will, ohne irgendwelche Verpflichtungen zu haben (Im "wirklichen Leben" kommen mir leider immer wieder irgendwelche Studien-Aufgaben ins Gedaechtnis :/ ).

17. Kannst du gut schlafen, wenn jemand anderes neben dir im Bett liegt?
* Das variiert. Oft ist es mir einfach nur egal, ob ich alleine bin oder noch jemand da ist. Dann gibt es aber auch Naechte, in denen ich mich davon belaestigt fuehle, oder solche, bei denen ich am naechsten Morgen schreckliche Ruecken- und Kopfschmerzen habe, weil ich die gesamte Nacht verknaeult auf IHM gelegen habe.

18. Gibt es eine Sache/Person/Tier/etc., von der du besonders häufig träumst?
* Ich komme in all meinen Traeumen vor ;) In letzter Zeit traeume ich oft von von Menschenmassen ausgehender Gewalt (Krieg, Aufstaende, Mobs, usw).

19. Hat dich schonmal ein Traum den ganzen Tag gedanklich beschäftigt?
* Ja.

20. Träumst du nur nachts, oder bist du auch ein(e) Tagträumer(in)?
* Ich traeume manchmal vor mich hin, wenn ich nicht einschlafen kann oder wenn ich morgens viel zu frueh wach werde und noch einige Stunden habe, bis ich zur Uni muss. Und manchmal auch im Bus oder im Unterricht *re* Je nachdem, wie schlecht es mir geht oder wie langweilig mir ist.

cn P

04.06.2007 um 02:12 Uhr

2. & 3.6.07: Zusammenbruch und auf dem Weg der Besserung

Freitagabend ging es mir immernoch richtig schlecht. Dennoch hatte ich abends noch ein wenig geschrieben. Wenn man dazu jedoch anmerken muss, dass ich bald wieder meine in letzter Zeit haeufig auftretenden Depressionen und Heulanfaelle bekam. So ging es dann wohl auch ueber eine Stunde. Habe kaum mehr Luft bekommen, und mich schliesslich hingelegt, in der Hoffnung, wenn ich endlich eingeschlafen bin, merke ich von dem ganzen Leid nichts mehr.

Am naechsten Morgen ging es mir eigentlich genauso schlecht. Frueh war ich wach geworden und schrieb gleich wieder, hoffend, mich dadurch irgendwie zu beruhigen. In letzter Zeit schreibe ich eigentlich nur noch, um mich zu entspannen, nicht mehr, um die Sachen jemals irgendwo zu veroeffentlichen. Gelesen habe ich auch wieder. Nur als ich dann meinen "Vater" wieder traf, verschlechterte sich meine Laune wieder stark und ich war eigentlich wieder da, wo ich in der vorigen Nacht war. Mir war uebel und ich hatte ueberall Schmerzen. Meine Finger waren immernoch taub, mein Bein ebenfalls. Erstaunlich, wie mein "Vater" dann jedoch nachgab, als ich stur und recht salopp sagte: "Ich will heute nichts essen, habe keine Lust, wieder zu kotzen." Ich dachte, wenn ich deutlich werde, hoert er mir vielleicht einmal zu. So kam es, dass ich heute tatsaechlich ohne Fruehstueck gehen konnte! Das ist bislang nie passiert.

Bald verliess ich die Wohnung endlich und traf mich mit IHM. Vorher konnte man auf so einige schaedliche Gedanken kommen, wenn man sich schlecht und krank fuehlt, Schmerzen hat, genervt wird, sieht, wie alles hier zerfaellt, die Pflanzen eingehen, Dinge zerstoert werden... Wenn dazu dann noch die bedrueckenden Gedanken kommen, was man noch so alles tun muesste, was man aber nicht schafft, und was das fuer schlimme Folgen haben koennte...

Zuhause habe ich mir eigentlich nur selbst im Weg mit meinen Gedanken gestanden. Viel erledigt habe ich nicht. Wenig geschrieben, konnte irgendwie auch nicht weiter machen, denn sofort waren die Depressionen wieder da. Es wurde mir klar: In diesem Zustand konnte ich nicht schreiben, und ohne professionelle Hilfe waere ich aus dieser Blockade sicher nicht hinaus gekommen. Die haette ich aber erst dann bekommen, wenn es zeitlich zu spaet gewesen waere. Also konnte ich diesen Aufsatz nicht mehr schreiben... Den gesamten Tag litt ich dann noch an Uebelkeit, Appetitlosigkeit, Schmerzen, usw. Aber gegen Abend nahm es schon wieder ab. Wie froh ich war, als dann auch das Kribbeln in der Hand endlich weg war! Sicher, ich wusste, es wuerde noch laenger dauern, bis ich wieder gesuender sei, aber ein wenig Besserung war doch schon besser, als gar keine.

Nur als der Tag dann schon vergangen war, ohne dass ich den Aufsatz auch nur im Geringsten fertig gestellt hatte, ging es mir natuerlich schlechter. Diese nahende Gewissheit: Der Aufsatz KANN nicht mehr bewaeltigt werden! Die Zeit war zu schnell vergangen und nun ging das einfach gar nicht mehr... Ich habe mich damit verrueckt gemacht. Und dann... war ich muede, konnte aber nicht schlafen. Meine Augen haben gebrannt, aber ich konnte nichts weiter tun, als die ganze Nacht mit Schmerzen an die Decke zu starren. Tabletten brachten nichts. Und ich war extrem geraeuschempfindlich. Das Windrauschen belaestigte mich schon sehr. Spaeter sogar SEIN leises Atmen, was so weit ging, dass ich mich wahnsinnig im Bad verschanzte, bis ER von sich aus ins Wohnzimmer ging, um auf dem Sofa zu schlafen (obwohl ich das gar nicht unbedingt wollte, aber ER wollte es, weil er dachte, dann koennte ich vielleicht doch schlafen).

Leider wurde es dadurch nicht besser. Ich lag da und - das sage ich ganz ehrlich - bemerkte, dass ich zumindest phasenweise wirklich psychisch wahnsinnig geworden bin. Ich habe mich durch ALLES belaestigt gefuehlt... Jedes winzigste Geraeusch. Dann, als es Morgen wurde, und ich immernoch nicht geschlafen hatte, begann auch schon das Vogelgezwitscher, und bald hoerte man auch schon wieder menschliche Stimmen, Schritte und Autos. Irgendwann war ich dann soweit, dass ich wirklich ausrastete. Ich hatte eine ausgepraegte SVV-Neigung, schrie wie am Spiess, weinte wieder ganze zwei einhalb Stunden, und dann haben es weder meine Nerven, noch mein Kreislauf, weiter ausgehalten, und ich bin in einem cholerischen Anfall zusammen gebrochen. Auch mein Kreislauf funktionierte nicht mehr und gedanklich herrschte gaehnende Leere.

Ich weiss noch, dass ich danach bei IHM auf der Couch auf dem Schoss lag, und ploetzlich wie auf einen Schlag diese ganzen Depressionen verschwunden waren. Eigentlich spuerte ich fast gar nichts mehr, und nach einiger Zeit kam dann Zuversicht auf. Ich war fest ueberzeugt, gleich eine Nachricht an die Prof zu schreiben, zu verkuenden, dass ich den Aufsatz NICHT schreibe, sondern stattdessen lieber den Kurs wiederhole. Ja, das hatte mir psychisch wirklich geholfen. Natuerlich bestehen noch einige Schwierigkeiten und Unklarheiten, aber nun ging es mir trotzdem erst einmal besser. Dann konnte ich mich auch hinlegen und bin eingeschlafen... Ein wunderbares Gefuehl.

Nachdem ich wieder erwacht war, liess ich den Tag ruhig angehen. Es war klar, dass ich mich zumindest heute, wohl auch morgen, schonen sollte. Ich habe mich zwar kurz mit dem Unikram beschaeftigt, bisschen gelesen, Emails beantwortet, usw, aber dann abends eben nur noch gedoest, bisschen Bilder bearbeitet, Sachen hochgeladen, persoenlich Interessantes gelesen, usw. Spaeter abends konnte ich auch endlich wieder ein schoenes langes, entspannendes, Bad nehmen. Leider war es dann aber auch bald wieder Zeit, zu gehen.

Ich war erstaunt, aber natuerlich gluecklich, als ich bemerkte, dass es meinem Knie nun schon wirklich besser ging. Komplett verheilt ist natuerlich noch nichts, aber die Schmerzen haben sehr abgenommen. Der Ausschlag hat sich auch gebessert. Im Moment habe ich eigentlich nur noch Kopf- und Bauchschmerzen, leichte Rueckenschmerzen, bisschen Ziepen in der Beinmuskulatur... Die Finger kribbeln nur noch sehr wenig. Ich blute uebrigens auch noch relativ stark, aber nicht mehr so schlimm, wie noch vor wenigen Tagen... Blass bin ich zwar noch, aber ich habe den Eindruck, seit diesem einschlagenden "Ereignis" heute Morgen ging es wieder bergauf. Es klingt sicherlich schon fast mythologisch-verklaert, aber ich meine ernsthaft, ab diesem einen "Punkt" ging es mir wieder besser... Und ich hoffe doch, es wird in den naechsten Tagen so weiter gehen. Eigentlich bin ich sogar fast zuversichtlich (auch, wenn ich ein wenig wegen des langen Unterrichts am Dienstag besorgt bin).

Gegessen habe ich heute uebrigens auch wieder ein wenig. Nicht besonders viel und auch nicht unbedingt gesund, aber ich glaube, verglichen mit dem Gar-Nichts-Essen der vorigen Tage ist das schon irgendwie ein Fortschritt. Der Heimweg dann war aber auch wieder ein wenig strapazioes. Der Bus war fast 7 Minuten zu spaet dran, und er war vollkommen zugestopft mit Menschen, die zu einem grossen Teil groehlten, schrieen und poebelten. Der Bus fuhr dann bald auch nicht mehr weiter, weil ein Fahrgast sich - heute wirklich zu Unrecht - mit dem Fahrer anlegen musste. Das haette handgreiflich enden koennen, so aggressiv war dieser (uebrigens betrunkene) Fahrgast. Die Weiterfahrt verzoegerte sich immer weiter, und die Menschen wurden mir dort auch immer unangenehmer. (Erinnert mich irgendwie an SEINE Eltern :/ Hoffentlich wollen die nicht demnaechst wieder zu Besuch *re*)

Als ich schliesslich "zu Hause" bei meinem "Vater" angekommen war, ging es mir leider mit einem Schlag wieder schlechter :( Mich erwartete das uebliche unfreundliche Gerede, das Geschrei, die uebliche Aggression... Und als ich mein Zimmer betrat, war es das sowieso mit der Laune: Muecken und Motten, ein weit offen stehendes Fenster, die Bettdecke hinters Bett geknuellt (da, wo sich die Insekten immer verkriechen *wuerg*), der Muelleimer lag umgekippt und halb ausgeschuettet auf dem Boden... Und meine Mueckenstiche nehmen auch von Nacht zu Nacht zahlreich zu :/

Ausserdem war ich spaet dran. Online begegneten mir auch wieder so einige seltsame Dinge. Wie kann es eigentlich geschehen, dass Menschen einfach so mit dem Fenster und Fensterrahmen einer Zugtoilette aus dem Zug fallen und dabei ums Leben kommen? Mir ist auf meiner letzten Fahrt nach C. Anfang April zwar aufgefallen, dass die Toilettenfenster im Zug erstaunlich gross waren und dass man dort leicht haette herausfallen koennen, wenn man sich hinueber gebeugt haette, aber wie bitteschoen kann sich der Rahmen loesen und man mit ihm hinaus stuerzen? Seltsame Dinge geschehen... Die andere merkwuerdige Feststellung, die ich machte, war, dass einige Menschen scheibar jede Person, die auch nur ein Mindestmass an Allgemeinbildung besitzen, als "intellektuell" bezeichnen. Ist Unwissenheit jetzt Standard? Ich hatte mal geglaubt, ein wenig Allgemeinbildung sei doch wohl "normal" bzw eigentlich selbstverstaendlich...

Mal sehen, wie lange ich heute noch am PC bleibe. Zu spaet wird es wohl nicht werden. ER ist auch wieder krank :/ Es ist schrecklich, wie Stress ihn aus der Bahn werfen kann (das soll keine bloede "witzige" Anspielung auf das wirkliche Aus-der-Bahn-fallen sein!), aber mir geht es schliesslich nicht anders. Mir kann auch von den einfachsten Dingen urploetzlich so uebel werden, dass ich glaube, mich uebergeben zu muessen. Aber wie dem auch sei - hoffentlich bin ich nachher nicht schon zu muede, denn schreiben wuerde ich heute schon gerne noch etwas. Und zeichnen - Wobei ich dazu wohl demnaechst leider nicht komme, auch, wenn ich einige gute Ideen fuer Motive habe. Gehabt euch wohl!

cn P

03.06.2007 um 17:24 Uhr

Nationalitaet?

von: AngelInChains   Kategorie: Stöckchen   Stichwörter: Fragebogen, Umfrage, Internet

Welcher Nationalitaet bin ich (nach Klischees) angehoerig? 

Danish

 
75%

Italian

 
63%

Belgian

 
63%

German

 
50%

Swiss

 
38%

Russian

 
38%

French

 
38%

Molvanian

 
25%

Turkish

 
25%

British

 
25%

Irish

 
13%

Dutch

 
0%

Spanish

 
0%

Polish

 
0%

Which European nationality should you have
created with QuizFarm.com

Irgendwie wundert mich das Ergebnis nicht ;)

cn P 

03.06.2007 um 14:10 Uhr

Fass uebergelaufen.

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Studium, Universität, Stress, Familie, Depressionen

Nachdem ich in der letzten Nacht einen Nervenzusammenbruch erlitt, der sich in wirklich unschoener Weise aeusserte, habe ich nun eine Email an eine gewisse Professorin geschickt und ihr mitgeteilt, dass ich den Aufsatz bis zum Abgabetermin nicht fertig stellen koennen werde. Ich habe gefragt, was fuer Moeglichkeiten es gibt, das Semester zu wiederholen bzw den Kurs irgendwann nachzuholen. Ist zwar schade, wegen einer Arbeit so viel Zeit "verschwenden" zu muessen, aber ich bin mir bewusst, dass ich die Arbeit bis Donnerstagabend einfach nicht fertig bekomme und dass ich mich jetzt schonen muss. Nun fuehle ich mich nur noch angespannt, bis die Antwort der Professorin eintritt. Was dann passieren wird, weiss ich nicht. Ich hoffe darauf, Infos fuer das Nachholsemester zu bekommen, und danach endlich meine Ruhe zu haben. (Dann muss ich zwar immernoch ein Referat schreiben, aber dazu habe ich noch ein paar Tage laenger Zeit; ausserdem ist es weniger umfangreich.) Die naechste Frage waere dann, wie mein "Vater" reagiert. Vielleicht kann ich ihn ja doch ueberzeugen, das Studium abbrechen oder die Kurse wechseln zu koennen? Fest steht, nun, wo ich selbst diesen Aufsatz aufgegeben habe und dies auch bekannt gegeben habe, fuehle ich mich wenigstens ein wenig besser. Der Stress hat geringfuegig, aber schon sehr merklich, abgenommen.

cn P

02.06.2007 um 18:21 Uhr

Danke

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Gesundheit, Blog, Krankheit

Zuallererst moechte ich mich fuer die nette Anteilnahme bedanken... Aber wieso nur nehmen diese Sache scheinbar alle so viel ernster, als ich selbst? Bitte nicht falsch verstehen; Es ist nicht so, dass ich eure Hilfsversuche nicht schaetzen wuerde, aber ich sehe die ganze Sache ein wenig anders. Ich habe zwar immernoch gesundheitliche Probleme, gerade mit der Durchblutung, aber es erscheint mir heute nicht mehr so, als wenn ich sofort daran sterben wuerde... Ausserdem ist evtl besser, in dieser Sache mal positiv zu denken, statt sich selbst fuer totkrank zu erklaeren und sich selbst nur Angst zu machen (Die habe ich nur vor der Tatsache, bis FR kaum meinen Aufsatz geschrieben zu haben, was wirklich uebel enden wird). In dem Sinne:

* Weisse Haut und unglaublich hellrosa Zahnfleisch sind laut Farbenlehre recht aesthetisch und man spart sich als Gruftimaedel endlich das Puder

*  Eisenmangel kann man sehr effektiv und schnell ausgleichen, allerdings duerfte das schaedlich fuer die Zaehne sein ;)

cn P 

02.06.2007 um 01:07 Uhr

1.6.07: Schrecklichster Tag seit langem

Kann kaum schreiben, habe das Gefuehl, gleich bewusstlos zu werden. Gestern 3 offline, weiter stark geblutet... In drei Tagen so viel verloren wie sonst ueber drei Monate. Wieso auch immer. Magenschmerzen, Rueckenschmerz und Uebelkeit gehabt. Von meinem tollen "Vater" zusaetzlich abgelaufene Milch angedreht bekommen; habs durch Mangel an Geruchs- und Geschmackssinn durch meine Allergie zu spaet bemerkt. Seitdem starke Magenbeschwerden, als seis so schon nicht genug. Immer aggressiver geworden. Ausschlag hat weiter geblutet und blutet jetzt noch. Geschrieben - gestern konnte ichs noch - bis um 4:30. Dann muede geworfen, schlafen gegangen. Verschiedenste Dinge getraeumt, kann mich nicht an alles erinnern. Ein Traum handelte davon, dass mich eine Gruppe Menschen verfolgte. Ich floh in ein Polizeirevier, wurde aber gleich rausgeworfen, mit der Begruendung, ich solle mich nicht so anstellen und man koenne mir nicht helfen. Draussen stuerzten sie sich dann auf mich. Interessiert hat es niemanden.

9:30 aufgestanden. Am Morgen von Insekten gestoert worden. Starke Schmerzen in Knie und Bein gehabt, irgendwie wieder an meine "Mutter" gedacht. Kraempfe bekommen und geheult. Vom "Vater" genervt worden. Noch viel mehr Blut verloren. Auch noch Bauchschmerz von gestern gehabt. An Fussschmerzen gelitten. Bemerk Probleme in beiden Kniegelenken, besonders im rechten, ausserdem wohl Sehnenzerrung oder -riss, den gesamten Unterschenkel bis zum Fuss, kann die Zehen kaum bewegen, Fuss nicht strecken, ab und zu ist er auch komplett taub. Habe auch Probleme mit der Bewegungskoordination, stosse staendig mit dem Fuss an oder knicke um (verursacht aber auch keinen Schmerz mehr), fuehlt sich so taub und starr an, als sei es eine Prothese. Weiter an Uebelkeit gelitten, Depression, blutender Ausschlag, Schmerzen. Genervt gewesen von einigen Menschen. Vergesslich geworden. Vor der Haustuer einer Fremden begegnet. Hat mich gegruesst - muss mich gekannt haben. Hat mich aber nicht aus dem Haus gehen sehen, ist hingegen selbst dort hinein gelaufen... Die Person, die abends immer auf mich wartet? Hat mich seltsam angesehen, die Unbekannte...

Zur Bushaltestelle gehumpelt. Asis, Gegroehle. Kopfschmerzen. Tussen laesterten, schwiegen sobald ich mich dazu setzte, standen ca 1 Min. spaeter auf und stellten sich lieber 5 Meter weiter weg hin. Bus knapp verpasst, also 10 Min. Wartezeit. Seltsame Frau laeuft auf mich zu, bleibt stehen, glotzt mich an, schuettelt Kopf, geht wieder... *re* Noch mehr Gegroehle. Noch mehr Heulanfaelle. Ich verzweifle, wenn ich daran denke, noch 1 Semesterarbeit (bis Freitag) und 1 Referat (bis Dienstag drauf) schreiben und die naechsten Wochen in der Uni immer funktionieren zu muessen. Nach S. gefahren. Erstaunt gewesen, dass die Post mal nur geringfuegig beschaedigt war. Abgesehen von einem Brief, der statt nach B. trotz richtiger Adresse nach Kassel gesendet wurde. Brauchte fuer den Rueckweg zu mir natuerlich Extra-Porto. Daher wurde so ein dummer schwarz-weiss-Aufkleber auf den Brief geklebt. Genau ueber die schoenen auslaendischen Marken :( Alle kaputt, Kleber ging nicht mehr ab. Die Post raubt einem wirklich die Nerven.

ER kam bald heim. Habe den gesamten Tag nicht viel geschafft. Rumgelegen, Kreislaufprobleme, Schmerzen gehabt, nicht viel am PC gemacht, mir war schwindlig, konnte kaum etwas sehen, mich kaum bewegen. Tippe auf schwere Anaemie, bin ganzen Tag schneeweiss, zittere, habe taube Gliedmassen. Kann kaum etwas in der Hand halten und spuer zwei Finger (linke Hand) kaum mehr, macht mir Sorgen. Ab und zu spuere ich auch das gesamte rechte Bein nicht mehr und den linken Fuss. Aber nur die zwei Finger sind nun schon seit heute Mittag ununterbrochen taub. Massage oder kaltes/warmes Wasser bringen nichts. Abends wurde es noch schlimmer. Nur noch getorkelt, kann kaum stehen. Auch jetzt kann ich kaum sitzen, rutsch fast vom Stuhl. Beine sind wieder taub, Finger immernoch. Habe das schreckliche Gefuehl, mein Koerper entgleitet mir. Bekomme gar nichts mehr auf die Reihe. Dazu Bauch- und Kopfschmerzen, Rueckenschmerz, usw, all das... Schlecht ist mir auch wieder. Mundschleimhaut macht auch Probleme, Magen nicht minder. Muede bin ich nicht, fuehl mich eher so, als wenn ich gleich ohnmaechtig werde. Laesst sich schwer beschreiben.

Gegroehle und Gepoebel im Bus. Irgendwie nach hause gekommen. Viele Leute draussen unterwegs. Alles um mich verschwimmt. Heim gekommen. Nicht ernst genommen worden. Darf mir stattdessen sogar ganz "tolle" dumme Witze ueber Behinderte und Kranke anhoeren. Ausserdem sind hier ueberall Motten... Habe auch sensorische Wahrnehmungsstoerungen, besonders in Haenden und Fuessen. An den Fingern ist es besonders schlimm. Einige sind taub und kalt, andere scheinen heiss zu sein und stechen. Habe bemerkt, wenn ich gegen meine Hand atme, fuehlt es sich bei einigen Fingern normal an, bei den sonst tauben aber so, als wuerde man eine Flamme daran halten. Der Atem "brennt"... Wahrnehmungsstoerungen, eindeutig. Kann angeblich alles durch Blutmangel entstehen. Die ganzen Kreislaufprobleme, Blaesse, Taubheitsgefuehl, usw, sowieso. Hab ehrlich gesagt trotzdem fast Angst, dass die Finger bis ich morgen aufwache abgestorben sind. Oder manchmal glaube ich fast, ich "darf" nicht schlafen gehen, weil ich sonst gar nicht mehr aufwache. Bei dem schwachen Kreislauf, alles wird schwaecher, es geht mir seit Stunden immer schlechter. "Schlafe" ja jetzt schon fast ein. Ohne muede zu sein. Wenn es am Montag noch so schlimm ist, gehe ich zum Arzt. Das WE muss ich so irgendwie ueberstehen.

cn P

01.06.2007 um 02:26 Uhr

31.5.07

Ich war die gesamte Nacht ueber wach... Bis um 7 Uhr, da schlief ich kurz ein, aber auch nur fuer ca 20 Minuten. In der Zeit hatte ich tatsaechlich getraeumt. Aber nichts Gutes - Ich traeumte, in einer Art Anstalt festzusitzen. Eine Irrenanstalt? Schoen, dann weiss ich ja schon, was auf mich zukommt. Um 9:30 musste ich schliesslich aufstehen. Vollkommen uebermuedet, depressiv, heulend, krank. Kotzuebel war mir auch und ich hatte immernoch Bauch- und Rueckenschmerzen. Konnte kaum stehen, geschweige denn mich bewegen. Mein "Vater" motzte auch wieder nur herum. Beschimpfte mich wegen des Essens und regte sich ueber die Wasserkosten auf. Wir wuerden viel zu viel verbrauchen. Angeblich sei ein Wert von 40 pro Semester normal... Glaube ich aber nicht. Hier sollen es angeblich 50 sein, aber von was, bittesehr?! Ich bade und dusche nur bei IHM, mein "Vater" ist nicht sonderlich hygienisch (*wuerg*) und gewaschen wird hier auch kaum. Wenn ich nicht staendig Schmutzwaesche mit nach S. nehmen wuerde, um sie dort selbst zu waschen, haette ich jetzt schon ueber n halbes Jahr mit derselben Unterwaesche herumlaufen muessen :/

Heute Morgen war ich eigentlich fast gewillt, psychisch gesehen, zur Uni zu gehen. Aber meine Gesundheit liess es nicht zu. Ich denke, ich bekomme davon nur Schuldgefuehle, gehe dadurch immer seltener hin und das wars dann. Ich glaube, ich schaffe das alles zeitlich nicht, es gefaellt mir thematisch auch alles gar nicht... Ich kann einfach nicht mehr. Fuehlte mich so schlecht. Draussen benahmen sich viele Leute wieder aeusserst idiotisch, auch der Busfahrer. Und vorm Zebrastreifen stand ich auch wieder 5 Minuten, bis die Schlange vorbei fahrender Autos endlich abriss. Ich sass dann im Bus am Fenster und habe wieder geheult. Dabei wusste ich bewusst gar nicht, wieso. Sah draussen unglaublich viele Wildblumen auf den Wiesen bluehen. In den letzten Jahren hatte ich nie welche gesehen; das letzte Mal in meiner Kindheit. Wo kommen sie ploetzlich wieder her? Mich erfreuen sie auf jeden Fall. All die verschiedenen Wuchsformen und Farben. Ueberall. Selbst durch die Gehwegplatten brechen sie. Selbst unter der Autobahn wachsen sie, in Beten, direkt vor Haustueren, auf den Feldern, ueberall. Sogar Mohn und Fingerhut. Zahlreiche Silberdisteln. Fettkraut. Alle moeglichen Pflanzen. Storchenschnabel, wilde Nelken, Spitzwegerich...

Vom Wind verzottelt kam ich zuhause an. Der Nachbar starrte wieder durchs Fenster. Die Post hatte wieder Sachen zerstoert, das Hinweisschild kuemmert scheinbar niemanden. Ich denke drueber nach, das naechste Mal im Treppenhaus zu warten und dem Brieftraeger mal ordendlich meine Meinung zu sagen. Man sah mir an, dass ich krank bin... Sehr deutlich sogar. Bin wieder extrem blass, aber nicht nur das. Und wieder habe ich nur geheult, nichts auf die Reihe bekommen. So verging der gesamte Tag. Dann ergab sich noch die Sache mit meinem Knie und das wars dann sowieso. Habs den gesamten Tag gekuehlt, aber es tut auch jetzt noch hoellisch weh. Heute konnte mich kaum etwas aufheitern und der Tag verging viel zu schnell. ER kam spaet heim... Auch schlecht gelaunt. Denn er sollte ein Paeckchen bei der Post abholen, aber das sei da irgendwo verschwunden. Angeblich wurde es an die falsche Filiale geschickt, versehentlich. Sogar in eine andere Stadt als unsere! Na toll :/ Angeblich wird es zurueck geschickt, soll ja eine Woche dauern. Irgendwie nervt es mich... Und fuer IHN war der Weg auch umsonst. Ansonsten - "nur" die ueblichen Busausfaelle, usw. Und ich fuehlte mich auch wieder von meiner Uni verarscht. Das Chaos geht weiter - Ich erinnere an die Mail des Profs gestern. Und die vom Geschichtskurs wird wohl nie antworten.

Der Tag war um. Ich hatte Magenschmerzen, Uebelkeit, uebelste Blutung, usw. Es ging mir grottenschlecht. Meinem Kreislauf ebenfalls. Konnte kaum laufen, mit den Knieverletzungen und einer anderen durch Ausschlag aufgescheuerten Stelle am Oberschenkel. Schmerzen. Humpelte also zur Haltestelle. Konnte kaum stehen. Dann stellte ER fest, die Fahrkarte vergessen zu haben :/ Ich humpelte mit ihm zurueck zur Wohnung, weil ich in dieser Gegend nicht nachts alleine unterwegs sein will. Bei den vielen Irren hier... Und danach gings also zurueck zur Haltestelle. Der Bus, den wir eigentlich nehmen wollten, hatten wir natuerlich verpasst. Der folgende kam erst gar nicht. Erst der darauf, gut eine Stunde spaeter - schon nach Mitternacht! Was dann auch dreist war: Dass der Busfahrer UNS an einer Haltestelle heraus schickte, und meinte, wir sollten warten. Er muesse sein hier abgestelltes Fahrrad holen, dann koenne es weitergehen :/ Klingt absurd, ist es irgendwie auch. Aber naja, der Busfahrer weiss, wie schrecklich sein Verkehrsunternehmen ist, da vertraut er privat lieber aufs Fahrrad ;) Dann ging die Fahrt endlich weiter. Draussen lungerten Menschen herum. Im Bus sass auch eine besoffene Gruppe jugendlicher Touristen und groehlte herum. Meine Laune verschlechterte sich zusehends. Irgendwann ist das Fass ueber gelaufen...

Insekten schwirrten umher. Bei mir kamen wieder Depressionen auf. Es wurde wieder geheult, ich weiss kaum, wie ich da noch heraus kommen soll. Ueberlegte, ob ich nicht doch mal zum Psychologen sollte, vielleicht bescheinigt der mir eine Stoerung, vielleicht kann ich dann endlich mit dem Studium aufhoeren. Hatte wieder Schmerzen und war genervt. Es kann einfach nicht weitergehen... War erst um 0:30 zuhause, wurde natuerlich dafuer beschimpft. Werde mir morgen wohl auch noch viel Gemecker anhoeren muessen. Endweder fuer ein vollgeblutetes Laken (inklusive diverser Handtuecher) oder aber dafuer, die gesamte Nacht bei brennendem Licht in meinem Zimmer gesessen zu haben. Das gehoere sich ja nicht. Eines ist klar: Morgen kann ich nicht zur Vorlesung, und mittlerweile ist es mir fast egal! Dieser ganze Tag heute war sinnlos... ER wuerde auch erst sehr spaet heim kommen. Denn der letzte Bus fuhr bereits, und bis zum Einsetzen des Nachtbusses gibt es eine Pause von ca 40 Minuten. Das in einer Grossstadt... Irgendwie lachhaft. Und dann faehrt der Nachtbus auch nur 1x pro Stunde. Mein "Vater" motzte weiter herum und ich fuehlte mich nur kranker. Draussen groehlen wieder Nachbarn herum.

Wie kann es eigentlich sein, dass sich "Ungluecke" so oft haeufen? Bedingt das eine das andere? Ja, wenn ich nicht krank waere, koennte ich mehr leisten. Dann haette ich weniger Probleme mit der Uni. Und waere dadurch wohl auch wieder gesuender. Ein Teufelskreis... Alles reisst sich gegenseitig hinunter. Ob ich es noch irgendwie schaffen koennte, den Aufsatz und das Referat zu schreiben? Ich WILL mich eigentlich auch gar nicht mehr totarbeiten. Das letzte Mal was so schrecklich, habe naechtelang durchgearbeitet. Danach ging es mir so graesslich. Und wenn ich das zum aktuellen Zustand dazu addiere - Nein danke! Ich habe meinem "Vater" auch gesagt, dass ich das alles nicht will. Dass es mich krank macht, dass ich aufhoeren will, dann ich lieber aermer bin und dafuer gesuender, als reich und dafuer krank! Aber ihn kuemmert es nicht. Er machte sich ueber mich lustig. Gesundheit sei doch nicht so wichtig. Und wenn ich psychisch krank wuerde; Professoren seien alle zerstreut, da koenne ich das auch werden. Und sowieso: Ein gutes Zeugnis und viel Geld seien wichtiger als alles andere. Denn Aerzte koennte man dann ja zahlen. Aber ich will nicht krank werden!!! Nicht noch kranker!! Das jetzt ist mir schon zu viel. Wieso versteht das niemand...

Ich werde wohl nicht eher meine Ruhe haben, bevor dieser Idiot nicht gestorben ist. Wie lange werde ich noch warten muessen? Werde ICH so lange ueberleben? Oder bringt mich all das vorher um... Der Mond ist voll und scheint stark orange. Ich habe weiter Bauchschmerzen, das Wasser schmeckt ekelhaft, online will ich nicht viel mehr erledigen. Einige Menschen nerven mich; Klugscheisser oder Idioten... Intolerante Bestien. Ein Grossteil dieser Gesellschaft macht mich krank. Es existiert so viel Unrecht! Nur Maria brachte mich vorhin kurz zum Laecheln. Ich hoffe, irgendwer oder irgendwas schafft es, mich morgen fuer laenger aus der Depression zu holen. Ich wuerde auch gerne selbst dazu beitragen. Ich weiss, ICH bin fuer mein Leben verantwortlich, ICH muss Dinge aendern, nicht andere Menschen fuer mich.

cn P

01.06.2007 um 01:52 Uhr

Mein persoenliches Leid

Stimmung: Wir haben den 1. Juni. Ich kann es kaum glauben. Und ich bin am Ende... Wo es gerade Sommer wird.

Es faellt mir heute schwer, dies zu schreiben. Bin gesundheitlich und psychisch sehr angeschlagen, eigentlich nur am Heulen. Gestern 2 Uhr offline. Motten im Bad. Zum Zahnarzt muss ich wohl auch sehr bald, weil meine Keramikschiene, die ich nach meinem Unfall vor 7 Jahren bekommen hatte, nun abgefallen ist. Und der Zahn demnach auch wieder instabil. Dabei habe ich schon zu wenig Zeit. Rueckenschmerzen hatte ich auch noch starke. Und dann bemerkte ich, ein Buch, das ich morgen in der Uni gebraucht haette, in S. vergessen zu haben. Schlug in meinem Zimmer eine Motte tot und schaute dann in meinem Kalender nach, was ich noch alles fuer Dinge in den naechsten Tagen erledigen muss. Ich bin krank vor Sorge geworden. Und bei der Erkenntnis, gerade einmal die Haelfte (nicht einmal!) dieses Semesters hinter mir zu haben - und alle Pruefungen, usw, kommen auch noch - konnte ich nur verzweifeln. Ich bin apathisch geworden, innerlich jedoch panisch, habe nur noch dagesessen und geheult. Die Bauchschmerzen wurden immer schlimmer. Ich habe gezittert. Wollte eigentlich schreiben, um mich abzulenken, wie ich es fast jeden Abend tue - Aber ich konnte den Stift nicht mehr anheben. Ich konnte es einfach nicht mehr, konnte kein einziges Wort schreiben, mit Ablenkung war dann auch nichts mehr. Es wurde mir klar: Es ist so weit. Ich bin wohl verrueckt geworden. Es war doch klar, dass das irgendwann passieren wuerde. Auch ein Grossteil der Arbeiter in Irrenanstalten wird nach wenigen Jahren krank. Das Umfeld - faerbt ab. Bei mir musste es doch bald soweit sein.

Ich versuchte, zu schlafen. Es gelang nicht. Ich lag wach, ueber Stunden. Ab 3 Uhr. Gesundheitlich ging es mir immer schlimmer. Mein Ausschlag ist wieder richtig schlimm, jetzt platzt die Haut schon wieder von alleine auf und blutet staendig. Noch vor wenigen Wochen war sie doch fast abgeheilt. Habe die ganze Nacht nicht schlafen koennen. Habe - ich bin so offen - mal wieder meine Blutung, und diese Nacht habe ich mehr geblutet, als sonst eine ganze Woche. Ich war staendig am Bad. Hatte starke Schmerzen am ganzen Koerper, besonders Bauch, Kopf und Ruecken. Und es macht mich so krank, wenn ich daran denke, wie lange ich das schon durchmache und dass es noch Jahrzehnte so weitergehn wird. Ich will schliesslich keine Kinder bekommen. Aber medizinische Eingriffe fuehrt niemand durch, da muss ich noch mindestens 20 Jahre warten... Aber ich will eindeutig keine Kinder bzw wenn ueberhaupt, dann ein Adoptivkind. Ich weiss auch, es ist schwer, eines zu bekommen, ist das nicht absurd? Ich woellte ein solches Kind aus zwei Gruenden einem eigenen, leiblichen Vorziehen: 1. Wozu ein Kind auf die Welt setzen, wenn woanders schon welche leben, die sich eine Mutter wuenschen? 2. Ein Kind von UNS haette ein schreckliches Leben. Allein gesundheitlich gesehen.

Ich meine - ich bin staendig krank, ER ebenfalls. WIR haben beide Neurodermitis, nur eben an unterschiedlichen Stellen. ER hat Knochenprobleme, ausserdem hat die Sippe einen kleinen genetischen Defekt. Nichts Auffaelliges, nichts, was nicht durch Umlernen bewaeltigt werden koennte, aber eben schon eine Hoerbehinderung fuer einige Frequenzen, die ein "normaler" Mensch hoeren kann. Und dann erst die Allergien... Daran will ich gar nicht denken. Wenn man meine und SEINE Pollenallergien addiert, haette unser Kind 10 Monate pro Jahr nur Allergiebeschwerden. Ich habe zudem Asthma. ER ist allergisch gegen allen moeglichen Staub, Bluetenstaub, Hausstaub, usw. Und dann die Nahrungsmittelallergien. Ich vertrage sogut wie alle Obst- und Gemuesesorten nicht, ausserdem bin ich auf bestimmte Getreide und auf Soja allergisch. ER ist gegen Milchprodukte allergisch, sowie gegen genau die Obst- und Gemuesesorten, die ich noch gerade so vertrage. Wenn das Kind von beiden Elternteilen die Allergien erbt - gute Nacht! Dann kann es gar nichts mehr essen, sich nie mehr draussen bewegen, usw. Das will ich keinem Kind antun. Daher will ich auch keines.

Es ist sowieso eine Plage auf dieser Welt. Es werden zu viele Menschen ungewollt schwanger (Kein Verhuetungsmittel ist, auch bei richtiger Anwendung, zu 100% sicher! Ein Kondom kann durch Produktionsfehler reissen, die Pille durch Hormonstoerungen oder Krankheit die Wirkung verlieren, usw) und zu viele, die Kinder moechten, bleiben kinderlos. So ist unsere Welt. Aber zumindest den Menschen, die keine Kinder moechten, koennte man doch helfen... Zudem moechte ich anmerken, dass mein Hormonhaushalt mir eine Qual ist. Diese Plage mit der Blutung habe ich nun schon seitdem ich 11 bin. Hat meine Kindheit zerstoert, wenn man so will. Und dann - jeden Monat starke Blutungen, starke Schmerzen, oft schon eine Woche vorher. Nur Geheule, Schmerzmittel, konnte oft nicht mehr am Schulsport teilnehmen. Oft war ich sogar komplett zuhause geblieben und lag den ganzen Tag nur heulend im Bett. Das spiegelte sich in zahlreichen Fehlzeiten auf dem Zeugnis. Spaeter dann konnte ich mich nicht so schonen, musste zum Gymnasium. Da hatte ich dann die Dosis an Schmerzmitteln erhoeht, habe wirklich zu viel konsumiert, und bin regelmaessig bei Kraempfen kollabiert. In der Schule, in der Bahn, auf dem Bahnhof. Die meisten Menschen wussten schon bescheid. Dann hiess es nur noch, als sei es normal: "Ach, du bist schon wieder kollabiert." Na dann. Denn Kreislaufprobleme gehoerten immer dazu.

"Lustigerweise" soll laut Aerzten bei mir alles "gesund" sein. Die Schmerzen waren trotzdem da, damit immer einhergehend Kreislaufprobleme und eine noch ueberdurchschnittlichere Krankheitsanfaelligkeit. Eigentlich werde ich so staendig krank. Und dann die Depressionen... Das ging eine zeitlang soweit, dass ich mindestens einmal pro Monat Suizidgedanken hatte. Ich wusste, es ist unsinnig und allein hormonell bedingt, aber die Gedanken kamen trotzdem... "Puenktlich" sozusagen. Spaeter dann... ging es mir eine zeitlang wenigstens ein wenig "besser". Zumindest die Schmerzen nahmen ab, depressiv war ich nun immer nur 2-3 Tage, und insgesamt dauerte alles nicht mehr so lang und war nicht mehr so intensiv, wie vorher. Aber nun, vor einigen Monaten, hats wieder angefangen. Die Schmerzen beginnen zT schon zwei Wochen vorher, dh ich habe pro Monat ueberhaupt nur noch eine Woche ohne Bauchschmerzen. Und in der bin ich meistens sowieso irgendwie erkrankt, dass ich sowieso Schmerzen habe. Und die Blutung? Naja, mittlerweile sinds zT 8 Tage oder mehr, begleitet von starken Depressionen, SVV, Suizidgedanken, und einem kompletten Abfall der Leistungsfaehigkeit. Um nicht zu sagen: Ich koennte wieder den gesamten Tag nur im Bett liegen und heulen. Und unter den Umstaenden soll ich studieren. Das kann doch gar nicht gut gehen...

cn P

P.S.: Es gibt ja noch den dummen Spruch, eine Frau koenne diese Schmerzen verlieren, indem sie ein "positives Gefuehl gegenueber ihrem Koerper aufbaut". Ach ja? Ich denke, ich gehoere noch zu den wenigen Menschen, die eigentlich im Alltag nie ueber ihren Koerper meckern. Ich hatte nie irgendwelche Probleme mit meinem Aeusseren. Mit meiner Statur, Haut- und Haarfarbe oder was weiss ich. Hingegen kenne ich etliche Menschen, die sich staendig nur ueber ihr Aeusseres aufregen. Ich gehoere nicht dazu - glaube doch, meinen Koerper sehr gut zu akzeptieren. Die Schmerzen sind natuerlich trotzdem da. Und darueber KANN ich nicht froh sein, wieso sollte ich denn auch, bei Schmerzen? Ich bin kein Masochist.