Memoriae Ex Aeterna Nocte

31.07.2007 um 02:24 Uhr

Brief an Tiia, 31.7.2007

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Familie, Liebe, Studium, Universität, Internet

"Hi,

The exams didn't go very well, but I haven't received the results yet, they will - at least that's what they claimed - inform me after the 10th of August. So I don't know if I passed or not. The questions were partially about stuff they never told us during lessons... They said it was "general knowlegde" everyone knew even without studies (but where's the sense in asking such questions in a subject-based exam?!). For example, one task in one of my history exams was to explain and compare the "understanding of history in scientific, ancient mythological and Christian-biblical sense". How can one believe that everyone knew about all that? They had only told us about the scientific sense in lessons... (And, last but not least, the question itself could be understood in many so different senses, that I didn't know what exactly I was asked for) Anyhow, my vacation started on July 24, which is, compared to German schools, very late.

Honestly, my parents are totally not the way parents should be... They seem to think a child is just there to fulfill their wishes and to live a life they want him/her to live. Even in childhood it was always the case, that they wanted to push me into hobbies and interests I just didn't have. For example, I was never interested in dolls, and my mother always complained like "How will you ever be able to be a good female, girls HAVE to be interested in dolls!" They never accepted it. Later it was the same concerning my studies. Actually my father even wanted to force me to study economy, I was lucky enough to convince him to be "allowed" to study language and history... The problem is always that I'm dependent to them. No obedience (more or less) means no money. And I just need money to live.

I don't think I have a secret in my relationship... It's just that we're very much the same, in our charactre, our way of thinking and our interests. We can be together practically all the time (during free time, when I'm not at university and he's not working), because we're interested in the same things. I think that's a positive aspect for a relationship. Plus, he's just too beautiful, so I couldn't think of anyone else ;)

You saw Jarkko Ahola? Well... I haven't talked to him for some time now, but since there was no argument I think we're still in contact somehow ;)

cn P" 

 

31.07.2007 um 02:00 Uhr

30.7.07

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Internet, Stress, Familie, Gesundheit, Arbeit, SVV, Tod, Universität, Studium

Es ist bereits spaet, ich lese auch schon wieder eine Weile und beantworte eifrig einige Emails (Ich bin immernoch nicht fertig, daher entschuldige ich mich an dieser Stelle - mal wieder *re* - bei jenen, denen ich noch nicht geschrieben habe - ich gehe chronologisch vor; wer zuerst schrieb, bekommt zuerst eine Antwort), aber den heutigen Tagebucheintrag will ich auch nun, gegen 2 Uhr, nicht ausfallen lassen...

Beginnen kann man vielleicht damit, dass ich mich gestern schon um 1:30 aus dem Staub machte, weil mir das ewige Gejammer hier zu viel wurde. Ich war genau genommen wieder nah am Ausrasten, die SVV-Neigung war hoch, und mir blieb einfach nichts Anderes uebrig, als schnell diesen Ort zu verlassen, um nicht noch mehr Aggressionen anzustauen. Ehrlich gesagt frage ich mich mittlerweile auch immer wieder, wieso ich die Aggressionen, die eigentlich - zu Recht! - gegen meinen so genannten "Vater" gerichtet sind, gegen mich selbst ausuebe, nur, weil ich keinen fremden Menschen verletzen moechte. Bin ich zu weichherzig? Oder nur zu logisch - und habe einfach keine Lust, wegen Gewaltanwendung gegen einen Idioten eingesperrt zu werden?

Ich schrieb noch bis 3 Uhr ein wenig Lyrik; gestoert von Ungeziefern und der Kaelte im Raum. Am naechsten Morgen hoerte es mit dem Stress nicht auf. Um 11 Uhr wollte ich aufstehen, mein "Vater" schlief allerdings noch, wollte mich aber auch nicht einfach so gehen lassen. Es gab wieder unnoetiges Gezanke, auch ueber das Essen, was wohl niemals enden wird... (Es ist immer dasselbe: Man will mir irgendetwas vorsetzen, was ich absolut niemals essen moechte, und wenn ich meine Abneigung aeussere, rastet er aus - und versucht es am naechsten Tag wieder. Das KANN gar kein Ende haben) Generell nahm das Gejammer kein Ende. Und der Raum war noch immer voller Muecken (in meinem Zimmer fanden sich ebenfalls einige, sowie ein kleinerer Kaefer. Na toll *zyn*).

Nachdem ich endlich gehen konnte, besserte sich meine Stimmung nur kurz. Es war herbstlich draussen, der Himmel schoen, die Temperatur jedoch evtl schon ein wenig zu niedrig. ER hatte heute bekanntlich EINEN Tag Urlaub, konnte mich nun aber nicht abholen, da der Handwerker, der eigentlich bereits zwei Stunden zuvor haette kommen sollen, immernoch nicht da war. Er kam schliesslich uebrigens ueber 2,5 Stunden zu spaet. Und an der Bushaltestelle war ich wieder 20 Minuten drei Kettenrauchern ausgesetzt, die dort zum Kaffeekraenzchen sassen, erst allein BILD-"Zeitung" lasen, und dann miteinander schwatzten, natuerlich gar nicht gewillt, den Bus zu benutzen. Genau genommen sassen sie nur dort, um zu reden, alle Plaetze zu besetzen und die Luft zu verpesten. Ich habe mir uebrigens mal ausgerechnet, dass ich bei einer ueblichen Wartezeit von 20 Minuten mittags (Abends warte ich etwas weniger und meist allein ohne Rauchbelaestigung) pro Tag in einem Monat mit 30 Tagen schon 10(!) Zeitstunden passiv rauche, in einem Jahr sinds sogar ca 122 Stunden. Dazu kommen diverse andere Situationen, in denen man vollgequalmt wird, ausserdem warte ich an einigen Tagen auch mehrmals und laengere Zeiten. Und das soll der Gesundheit nicht schaden? Eigentlich ist es doch eine Zumutung.

Irgendwie geriet ich so gedanklich wieder zum Thema "Sterben" ;) Ich kann nur immer wieder betonen, dass man wohl versuchen sollte, das Beste aus der Zeit, die man hat, zu machen. Ich frage mich ausserdem haeufiger, ob ich, wenn ich wuesste, dass mein Tod (oder der Tod einer Person, die mir viel bedeutet) naht, Angst haette. Oft denke ich, das sei gar nicht moeglich, so rational, wie ich bin. Aber was, wenn der Charakter sich bis dahin wandelt? Ich koennte glatt Angst bekommen, mal vor dem Tod Angst zu bekommen - mich einer also absolut sinnlosen Handlung hinzugeben. Was werde ich wohl empfinden, wenn es mal so weit ist, dass zB ER stirbt? Ich bin mir sicher, ich werde trauern, aber werde ich es verkraften, oder wird es mich gar so eiskalt lassen, wie die bisherigen Todesfaelle in der Familie?

Einige moegen mich antipathieunfaehig nennen, aber als meine Grossmutter - die ich wirklich mochte - starb, dachte ich mir nur ganz rational, es sei "schade", dass das passiert sei, und ich haette sie vorher gerne noch einmal getroffen. Aber nun sei eben passiert, was in der Natur immer geschieht, und das sei in Ordnung so. Sie hat ein gutes Leben gehabt, und das freute mich. Mehr empfand ich in dem Moment nicht, mehr empfinde ich bis heute nicht. Soll das "herzlos" sein? Es ist ja nicht so, dass ich gleichgueltig gewesen waere, ich hatte mich nur sofort damit abgefunden, trauerte und weinte nicht.

Aber bevor es UNS trifft, werde ich - hoffentlich(? ich weiss, wenn ich dies nun schreibe, klingt das sicher missverstaendlich) - noch einige andere Abschiede erleben. Hoffentlich daher, dass ich meine, ich sei noch ein gutes Stueck juenger, als - logischerweise - beispielsweise meine "Eltern". Und da ich doch hoffe, einen Altersschwaechetod zu sterben, bin ich ganz einfach nicht frueher "dran", als sie. Wie werde ich wohl reagieren, wenn mein "Vater" nicht mehr lebt? Mich freuen? Es genauso gleichgueltig annehmen, wie bei anderen Menschen auch? Oder werde ich gar trauern, nur, weil ich bis dahin ueber 20 Jahre meines Lebens mit ihm verbringen musste? Weinen, weil all die Gewohnheit fort ist? Aber ich bin mittlerweile doch auch kaum mehr hier und ich vermisse nichts... Generell ist dieses Siechtum nicht wirklich etwas, nachdem ich mich sehnen wuerde. Das Gejammer, der Stress, die Insekten, der Dreck, der Gestank... Wieso sollte ich das vermissen? Auch, wenn ich im Jahr 122 Stunden zugequalmt werde, gaebe es keine Raucher mehr, wuerde ich sie auch nicht vermissen - Rauchgestank und staendig ascheverdreckte Kleidung.

Ich fuhr nach S., dort habe ich eigentlich nur noch am PC Bilder bearbeitet, einige neue Fotos hergestellt, Emails beantwortet, all das. Aber hinaus gegangen bin ich nicht mehr. ER hingegen war nachmittags mal einkaufen. Habe uebrigens noch einige Sachen fertig genaeht, Fotos muessen noch gemacht werden, online stelle ich sie dann demnaechst. Und es gibt, generell, so viele Dinge, die ich in diesen Ferien gerne machen wuerde, und nun ist bereits eine Woche um, und was habe ich geschafft? Auch nach dem Reisen sehne ich mich sehr, aber ohne IHN habe ich keine Lust, und ER hat keine Ferien :( So werde ich wohl doch weiter zuhause vor dem PC sitzen, zeichnen, schreiben... Morgen muss ER dann wieder arbeiten gehen *seufz* Urlaub wird es im August wohl leider nicht mehr geben. Genau genommen gab es dieses Jahr noch gar keinen. Und das Urlaubsgeld ist auch noch nicht da. Aber vielleicht ist ER ja wieder einige Tage krank... Mal sehen, was sich wegen der Mobbing-Sache machen laesst, ich bin mir sicher, die Verantwortlichen muessen mal zur Rechenschaft gezogen werden!

Abends schien der Mond wieder wunderschoen weiss... Es war kuehl, jedoch nicht unangenehm (bisauf Motten und Konsorten *re*). Zuhause stoerte ich mich jedoch wieder am offenen Fenster - auch wegen der Temperatur, schliesslich laufe ich drinnen gewoehnlich nicht mit Jacke oder Mantel herum. Muesste ich nun aber wohl, denn vorhin war es dort genauso kalt, wie draussen. Also knapp 10 Grad, wenn ueberhaupt. Und dort soll ich schlafen? Von der Universitaet habe ich uebrigens noch keine Email bekommen, was nicht bestandene Pruefungen betrifft. Aber das wird sich sicher alles noch haeufen, wahrscheinlich bekomme ich dann an einem Tag alle 4 Emails und soll dann in zwei Tagen alle 4 Klausuren nachholen. Das wuerde mich nicht wundern... (Wobei ich doch glaube, zumindest eine der Klausuren bestanden zu haben, aber wer weiss das schon, bei einem vollkommen willkuerlichen Bewertungssystem?) Wie lange ich nun noch online oder wach bleibe, weiss ich nicht. Genervt bin ich schon durch das ewige Gemecker...

cn P

31.07.2007 um 01:30 Uhr

Ein Stoeckchen, das niemand uebernehmen wird...

von: AngelInChains   Kategorie: Stöckchen   Stichwörter: Stock, Stöckchen, Umfrage, Fragebogen, Kunst

Eingesammelt habe ich es HIER : "Zeichne ein Bild von dir selbst!"

- Wer traut sich? Es darf ruhig ein wenig abstrakter sein ;)

Meine Wenigkeit:

Noe, das ist nicht wirklich getroffen, aber ich dachte, man kann es gelten lassen ;)

cn P

30.07.2007 um 01:10 Uhr

28./29.7.07

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Stress, Familie, Erinnerung, ÖPNV, Finanzen

2-3 Uhr geschrieben, am naechsten Tag um 10 aufgestanden, es folgte das uebliche Geschrei, Getroedel, Gemecker. Dumme Fragen, nur um mich danach zu beschimpfen, ich sei dumm und haette keine Ahnung, Gejammer wegen des Essens, und die typischen "Frueher war alles besser!"-Sprueche sowie Verherrlichungen des 3. Reichs. Ich erinnerte mich wieder zu gut daran, wie Ana Angst hatte, hier wegen der Hausarbeiten anzurufen. Wenn mein "Vater" als Telefon ging, haette sie am liebsten sofort wieder aufgelegt, weil er gleich aggressiv herumgeschrieen hatte, wer ihn stoeren wuerde. Und wenn sie mich mal direkt erreichte, hoerte sie auch sofort im Hintergrund das Schreien meines "Vaters" und haette sich auch am Liebsten sofort verkrochen. Ich frage mich manchmal, ob das nicht ein absichtlicher Versuch war, mir alle Freunde zu vertreiben. Lange telefonieren durfte ich uebrigens auch nie, auch, als es laengst schon Telefonflatrates gab. Da hat mich mal ein Freund oder eine Freundin angerufen, und wir hatten uns keine 5 Minuten unterhalten, da schrie mein "Vater" schon, ob wir bescheuert waeren, das sei teuer, ich solle gefaelligst auflegen. Als ich dann die Flatrate erwaehnte, behauptete er nur, soetwas gaebe es ja gar nicht und wir wuerden ihn nur anluegen, weil wir "dumm herumschwaetzen" woellten. So war ich dann wirklich nur noch per Handy erreichbar, und das wurde dann natuerlich wirklich teuer... Nicht, dass ich sonderlich Interesse daran gehabt haette, einfach zu tratschen, aber wenn es mir schlecht ging, habe ich mich schon gerne mit Freunden unterhalten, und wie soll man das sonst machen, wenn ich weder hinaus, noch an den PC, durfte?

Es folgten weitere dumme Sprueche, etliche. Von "Buttermilch ist dreckiger Abfall, die Leute von heute bescheisst man damit nur!" bis hin zu "Die Auslaender... blah blah blah". Und nach 11 konnte ich endlich die Wohnung verlassen, traf mich mit IHM, und wir machten uns sofort auf den Weg nach Hause nach S. Was sollte man auch sonst tun, ohne Geld? Richtig nervig waren uebrigens - wie auch schon in den letzten Tagen - die Verkehrsmittel, die nun alle nur noch extrem selten fahren. Das gibt pro Umstieg meist Wartezeiten von 15-20 Minuten. Zuhause wurde die Wohnung ein wenig aufgeraeumt, ich sass eine Weile am PC, habe gezeichnet, das Aquarium mal wieder gereinigt... Ich weiss es kaum mehr. Erinnere mich nur noch, dass ich abends starke Magenschmerzen hatte, gegen die auch Tabletten nicht wirklich wirkten. Nach einem Bad hatte ich mich dann wohl gleich wieder schlafen gelegt. Wobei "gleich" im diesem Fall morgens zwischen 4 und 5 Uhr war... Ich konnte vorher einfach nicht schlafen.

Ich war frueh wieder wach und am spaeten Vormittag mussten WIR auch schon wieder gehen. Zu meiner "Mutter" - na, was fuer eine Freude *zyn* Ich hatte Hunger, zum Fruehstuecken war aber keine Zeit mehr. Die Bahnfahrt dauerte planmaessig weit ueber eine Stunde und war somit einfach nur frustrierend. Die Bahnen und Busse waren erstaunlich ueberfuellt und es sassen massenhaft Menschen darin, die einfach nur unangenehm waren. Bei meiner "Mutter" angekommen, ging auch wieder das Gemecker los. Dieses Mal zog es sich ueber den gesamten Tag und endete praktisch gar nicht, bzw erst, als WIR wieder gegangen waren. Die Haupt-Mecker-Punkte waren heute, wie so ueblich, fast nur oberflaechliche Dinge: 1. Ich haette ja immernoch nicht abgenommen (Ich habs auch nicht versucht), 2. Ich haette meine Haare ja nicht ordendlich genug gekaemmt (Ich glaube, bei so gut wie jedem sind die Haare etwas unordendlich, wenn man eben ca 400m bei staerkerem Wind durch den stroemenden Regen gelaufen ist), 3. Ich wuerde mich ja immernoch so schrecklich kleiden... Pfui, in meinem Alter ginge das doch nicht mehr! Ich muesse mich gefaelligst weiblicher und eleganter kleiden! Als ich sagte, in meinem Alter lasse ich mir nicht mehr von den "Eltern" vorschreiben, was ich anziehe, wurde meine "Mutter" nur noch saurer, aber das war mir recht so.

Ach ja, und - neben einigen anderen kleineren Motzereien - wurde auch noch kritisiert, dass ich ja "immer" so unhoeflich sei... Nur, weil ich nicht sofort gegruesst hatte, als ich ankam, weil ich dabei war, meinen Brechreiz zurueck zu halten. Haette ich ein Wort gesagt, haette ich mich wohl uebergeben. Was ist da "hoeflicher" (derb gesagt): Gruessen und kotzen oder nicht gruessen und dafuer sauber bleiben? Neben einigem Papierkram, den ich erledigen sollte, und dem ueblichen Gemotze, wurde danach noch etwas umgeplant... Also, einige Moebel bekomme ich doch nicht und die anderen werden Ende des Monats mit einem Mietwagen gebracht. Ausserdem bekaeme ich, sobald meine Studienzeit um ist, kein Taschengeld mehr. Sehr schoen. Wovon soll die Miete gezahlt werden? Die ist faellig, ob ich studiere, oder nicht. Irgendwie versteht das hier nur niemand... Eigentlich koennte ich mich gleich umbringen, aber da ich im Moment noch leben KANN, spar ich mir das fuer in drei Jahren, wenn ich obdachlos bin... :P Danach gings noch essen, was auch nicht weiter angenehm war. Was soll denn ueberhaupt angenehm sein koennen, wenn man die gesamte Zeit nur kritisiert wird?!

Vor Allem bekomme ich immer dieselben Vorwuerfe, reicht es nicht endlich mal? Dass ich auch gute Seiten an mir habe, woran ich glaube, wollen die lieben "Eltern" wohl nie einsehen. Stattdessen ist das Kind immer BOESE, sofern es nicht pariert und nicht beruflich macht, was man ihm vorschreibt. Manchmal glaube ich, dass zu meinen "Eltern" das Motto passt: "Lieber ein unglaublich dummes, aber gehorsames Kind, als eines, das intelligent ist, aber nicht gehorcht!" Ich frage mich, womit ich so eine beschissene Familie "verdient" habe. Sie stehen NIE hinter mir, die unterstuetzen mich nicht, sie glauben nicht an meine Kunst, und dass meine "Mutter" mich als kleines Kind einfach sitzen liess, will ich mir gar nicht nochmals naeher vor Augen halten. Seit heute habe ich uebrigens wieder Neurodermitis an den Armen, die war ich seit einigen Wochen eigentlich los gewesen...

Ich war froh, als WIR endlich gehen konnte. Es folgte wieder eine ermuedende, sinnlose, deprimierende, ueber 1-stuendige Fahrt mit Bus und Bahn. Zuhause habe ich mich erst einmal hingelegt. Ich hatte wieder Magenbeschwerden. Aber bald war leider auch schon wieder Abend. Es bedeutete wieder Unmengen an Insekten, kaltes Wetter, sehr herbstliches sogar, und einen ueberfuellten, lauten Bus. Und sobald ich bei meinem "Vater" ankam, begann auch gleich wieder das alltaegliche Gemecker und ich habe wieder Kopfschmerzen. Ausserdem ist es hier arschkalt, da wieder das gesamte Wochenende alle Fenster offen standen. Voller Insekten ist es hier natuerlich auch. Und mit den dummen Spruechen komme ich wohl auch niemals zurecht.

cn P

30.07.2007 um 00:39 Uhr

Menschen

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Gesellschaft, Gewalt

Es ist sicher bequemer, sein Leben auf Luegen aufzubauen und selbst zu glauben, was man sich und den anderen vormacht, aber ist es auch sinnvoller?

Attribute und Gegebenheiten, wieso ich die Massen der Menschheit (nicht jeden einzelnen Menschen, aber viele) verabscheue:

- Gewalt gegen Unschuldige
- Folter, Morde, Kriege, u.ae.
- Intoleranz und Vorurteile gegenueber Fremdem
- Unbekuemmertheit gegenueber Problemen, die man nicht ignorieren sollte
- Hang zum Luegen, ob aus Selbstsucht oder aus Bequemlichkeit (s.o.)
- Häufig absolut unlogisches Handeln
- Werden oft vollkommen unnötig laut
- Meinen, alle Menschen müssten sein, wie sie, um sie zu akzeptieren
- Jeder, der anders ist, wird verurteilt
- Kranken und Behinderten wird nicht geholfen, dafuer sollen sie sich fuers Anderssein schaemen

Die Liste liesse sich noch ein ganzes Stueck ergaenzen, aber jetzt gehts mir besser :P

cn P

29.07.2007 um 00:15 Uhr

"Asiaten sehen alle gleich aus"

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Internet, Kunst, Vorurteile, Asien, China, Japan, Korea

Ein weit verbreitetes Vorurteil... Damit beschaeftigt sich diese sehr amuesante Website: HIER KLICKEN .

Hier kann jeder sich testen, ob er anhand von Fotos Asiaten bestimmten Nationalitaeten zuordnen kann. Schaut es euch einfach an ;) Registrieren muss man sich zwar schon, allerdings braucht man nur einen Usernamen und ein Passwort, ausserdem sind wenige statistische Angaben gefragt, aber eine Emailadresse braucht man nicht (ist also alles recht anonym gehalten). Dauert nur wenige Minuten.

Ausser Menschen kann man auch versuchen, Baustile, Nahrungsmittel, Landschaften und Kunst den Laendern China, Korea und Japan zuzuordnen.

Wer nicht alles "auf die Reihe" bekommt, muss sich uebrigens nicht schaemen. Selbst ich als Asiatin habe nicht alle Loesungen richtig gehabt... (Am Besten habe ich seltsamerweise in der Kategorie "moderne Kunst" abgeschnitten)

cn P 

28.07.2007 um 01:17 Uhr

27.7.07

Stimmung: Manchmal fuehlt man sich einfach genervt.
Musik: Keine.

Dass es Menschen gibt, die glauben, durch Geschrei koenne man Probleme loesen... Etwa dieselbe Kategorie wie "Wer am lautesten schreit, hat Recht". Dass es Menschen gibt, die sich ueber jede Banalitaet - vor Allem solche, die sie gar nichts angesehen - aufzuregen... Es gibt viele Gruende, wieso ich immer mehr als Eremit lebe. Denn es kommt nicht unbedingt auf physische Einsamkeit an, sondern auf geistige, oder?

Gestern Abend war ich doch noch eine Weile laenger am PC, um mir aus verschiedenen serioesen (da muss man schon eine Weile suchen) Quellen Informationen ueber dieses Arbeits-Hickhack und ueber Mobbing zu suchen. Es darf ja wohl nicht sein, dass man diese Arschloecher im Betrieb nicht irgendwie belangen kann... Nun habe ich festgestellt, dass die Symptome, die beim "Burnout-Syndrom" vorkommen, genau die sind, unter denen ER leidet. Bisher haben WIR das fuer Allergiebeschwerden gehalten, bzw ER ist bekanntlich haeufig zum Arzt gegangen, aber der hat nie koerperliche Ursachen feststellen koennen. Geht euch ein Licht auf? Die Frage waere nur, 1., wie weist man soetwas nach, 2. macht es Sinn, die Leute anzuzeigen, weil sie einen danach SICHER feuern? Vielleicht muss man es einfach wagen. Das mit den 10 Stunden Arbeit an einem Tag war uebrigens auch nicht legitim. Und diesen Freitag gab es auch wieder Probleme... Naemlich hiess es, ER solle zum Nacharbeiten heute eine Stunde frueher kommen. Und das tat er auch, nur war da niemand da. Und als er dann spaeter zum Vorstellungsgespraech wollte, hiess es ploetzlich, er habe davon nie etwas gesagt, und man wollte ihm zuerst wieder verbieten, zu gehen. Voelliger Bloedsinn, natuerlich... Aber noch "interessanter" ist, dass ploetzlich alle anderen Anwesenden mit auf IHM herum gehackt haben... Von wegen ja, er habe nie etwas gesagt, usw - alle Leute, ob sie nun neulich, als er es verkuendet hatte, anwesend waren, oder nicht. Ich nehme an, das erfuellt ganz klar den Bestand des Mobbing? Dieses ewige Herumgehacke und Suchen eines Suendenbocks fuer alles?

Um 2:30 gings wieder offline, danach schrieb ich... Irgendwie kam mir wieder eine Frage in den Sinn, die man mir neulich stellte: "Denkst du, du bist ein guter Mensch?" Als ich sagte: "Nein, jeder Mensch hat Gutes und Schlechtes in sich", glotzte man mich nur bloed an. Aber stimmt das denn nicht? Ich weiss nicht, ob man behaupten kann, man sei ein richtig guter Mensch, ein durchweg guter, weil doch zumindest die meisten von uns manchmal Dinge tun, die nicht so ganz "gut" sind. Das gestehe ich mir ein, bin ich deswegen aber ein schlechter Mensch? ;) Nein! Ich glaube, ich liege in der Mitte. Mit Tendenz zu welcher Seite, soll lieber mein Umfeld bestimmen, nicht ich.

Und dann kam mir noch eine Erinnerung... Ich weiss, ich hatte sie damals, als sie aktuell geschah, schon hier im Blog erwaehnt... Es muss also nach 2004 gewesen sein. Eines Tages wand sich meine "Mutter" an mich, ob ich nicht wuesste, woher man schwarze Stoffblumen und schwarze Kerzen bekaeme. Also schleppte ich sie dann zu diversen Laeden. Sie meinte, sich sicher zu sein, sie habe einen boesen todbringenden Geist getroffen, und den wollte sie nun besaenftigen. Sie hat einen Altar aufgebaut: schwarze Schalen, schwarze Vasen, schwarze Blumen, Kerzenhalter, Kerzen, eine selbst genaehte kleine schwarze Decke... Sie hat nie Genaueres gesagt, ich traute mich aber auch nicht, nachzufragen. Nunja, ueberlebt hat sie dann ja, also hats wohl gewirkt ;) Ich habe es immer damit abgetan, dass Geisterglaube im Buddhismus ja nichts ungewoehnlich ist, oder sagen wir: im asiatischen Glauben und Aberglauben... Wer sich halbwegs mit Thailand auskennt, kennt sicher all die Geisterhaeuschen, die sich auf jedem Grundstueck befinden, hier in Deutschland uebrigens auch in vielen Asia-Laeden (Ich weiss nicht, wie oft ihr solche besucht, ich jedenfalls bin haeufig dort - das waere aber wohl anders, wenn ich nicht asiatische Vorfahren haette, wobei... Nein, ich mochte diese Laeden schon immer ;) ).

Das einzige "Geistaehnliche", was mir mal begegnet war, war ein kleiner Junge auf einem Tretroller eines Winters. In welchem Jahr, weiss ich auch nicht mehr. Ja, ich wiederhole mich ;) Ich war auf einer geraden Strecke ohne Abzweigemoeglichkeiten unterwegs, es war frueh morgens, ich wollte zum Bahnhof, dann zur Schule. Ploetzlich stand ein kleiner Junge auf einem Tretroller hinter mir, und fuhr dann neben mir her. Ich hatte ihn nicht kommen hoeren. Er fragte mich, obwohl wir uns sicher nicht kannten, wie es mir ginge. Danach unterhielten wir uns ein wenig - seine Ausdrucksweise war fuer ein Kind recht erwachsen - und dann verabschiedete er sich schliesslich, er habe keine Zeit mehr und muesse schnell gehen. Die Strasse machte eine Kurve, abbiegen konnte man aber davor und dahinter noch immer nicht. Der Junge fuhr ca zwei Meter vor mir um die Ecke, ich kam langsam hinterher... Und ploetzlich war er verschwunden. Nichts mehr zu sehen, dabei war da absolut gar keine Moeglichkeit, abzubiegen, o.ae. Er MUESSTE noch dort gewesen sein, wars aber nicht. Nun ist es wohl eine Frage des Glaubens, was man darueber denkt: Einige christlich orientierte Esoteriker wuerden von "Schutzengel" reden, einige andere Menschen vielleicht von einem Geist, ein anderer wuerde mir sagen, ich muesse in der Fruehe und durch die Muedigkeit (obwohl ich da gar nicht muede war) halluziniert haben. Wer weiss das schon.

Um 3:30 ging ich schlafen, frueh wurde ich wieder wach, aber noch bis 13 Uhr blieb ich liegen. Ich weiss schon, warum. Denn als ich dann aufstand, wurde ich halb verrueckt von all den Muecken in der Wohnung, ich bekam Magenschmerzen, Nasenbluten, und meine Gelenke machten auch Probleme. Und mein "Vater" begann gleich wieder, wie ueblich, herum zu schreien. Details moechte ich euch fast ersparen... Es begann mit dem obligatorischen Gejammer wegen des Essens, dann hat er wieder ein Glas Wasser ueber den Tisch gekippt, und hat nur gejammert, statt irgendetwas zu unternehmen, dann plerrte das Radio wieder nervtoetend auf mich ein, schliesslich kam auch noch eine Wespe durchs Fenster, und mein "Vater" dachte natuerlich nicht dran, etwas dagegen zu unternehmen. Ausser bloed herum zu schreien. Und bei diesem Chaos sollte ich Mittag essen :/ Ach ja, und als die Wespe das erste Mal hier auftauchte, das war auch so eine Sache... Mein "Vater" haette fast draufgefasst, ich wollte ihn warnen, er hoerte mir allerdings nicht zu, sondern schrie nur "Halts Maul! Ich will das Radio hoeren!"... LEIDER wurde er nicht gestochen, gegoennt haette ichs ihm. Man muss schon ziemlich asozial sein, um jemanden, der es nett meint und einen warnen moechte, so zu beschimpfen.

Mir war uebel, ich hatte von all dem Stress und Laerm Kopfschmerzen, und irgendwie nahm all das kein Ende... ER war mittlerweile mit dem Vorstellungsgespraech fertig, es sah gut aus, nur solle er sich nach dem Ende der aktuellen Ausbildung eben sofort wieder melden. Haette er im Moment keine Ausbildung gehabt, haette er auf der Stelle eine bekommen... Direkt Montag haette er anfangen koennen. Waere zu schoen gewesen... *seufz* Aber es ist wohl doch sinnvoller, die alte - so schrecklich sie ist - erst einmal zu beenden. Ich verbrachte eine Weile lesend in meinem Zimmer und machte mich dann schliesslich auf den Weg zum Bahnhof. Es war unglaublich heiss und grell, gar nicht angenehm fuer meine Augen, aber die Wolken waren schoen. Natuerlich lag meine Kamera wieder zuhause. In der Bahn begegneten mir dann wieder Menschen, die stark nach Rauch und Parfuem stanken, sowie diverse betrunkene Chaoten. Knieschmerzen hatte ich auch wieder oder noch, setzen konnte ich mich zumindest am Bahnhof nicht (Ja, Details sind wichtig!), da die Baenke - angeblich - frisch gestrichen waren. Am Center traf ich IHN. Wir haben nur noch schnell einige Nahrungsmittel besorgt und sind dann wieder nach R. gefahren.

Eigentlich haette ich ja ggf noch einige andere Dinge besorgen muessen, nur finanziell siehts hier im Moment richtig uebel aus. Schuld bin ich dieses Mal auch selbst, ich habe falsch geplant... Hatte ja eigentlich noch Geld auf dem Konto, aber habe vergessen, etwas abzuheben... Stattdessen den Grossteil auf SEIN Konto ueberwiesen (weil von dort die Miete abgebucht wird), und naja - nun ist das Geld bei mir schon abgebucht und bei IHM noch nicht angekommen - ergo: Im Moment kann niemand dran, obwohl es eigentlich da ist :/ Ich hoffe doch, es kaeme morgen schon an, aber wie gross ist die Wahrscheinlichkeit an einem Samstag? So weiss ich nicht, obs morgen Abend etwas mit dem Mittelalterfest wird, zum einen aus Zeitmangel, zum anderen eben auch wegen des Eintrittsgeldes... Auch auf wenige Euro kommt es an. Und dann wollten WIR eigentlich auch mal ins Kino... Und... Ach, es gibt zu viele Dinge zu tun, und zu wenig Zeit und Geld! Wobei ich mich frage, wo das diesen Monat geblieben ist. Es kommt mir vor, als sei weniger zur Verfuegung, als sonst, aber die Ausgaben waren soweit eigentlich dieselben, wie sonst auch, evtl sogar etwas weniger.

Was gibt es sonst noch zu sagen? Eigentlich nicht viel. ER naehte wieder, doeste etwas, ich sass am PC... Post war heute gekommen. Lustigerweise war alles irgendwie geknickt, sogar ein Umschlag von der Post selbst, auf dem gross "Nicht knicken!" stand. Typisch? Den gesamten Tag hatte ich ausserdem Schmerzen, die sehr an die Wachstumsschmerzen in der fruehen Pubertaet erinnerten... Aber wachsen - ich? in dem Alter noch? Abends wurde ich ueberaus melancholisch. Ich hatte diverse Bilder im Kopf, Stimmungen, Erinnerungen, an reale Erlebnisse, aber auch alte Traeume. Ich hatte frueher, Jahre ist es her, oft traeume, in denen ich am Fenster sass und auf eine Moorlandschaft sah. Die meisten Menschen haetten das sicher nicht gemocht, es war die "trostlosesten" Landschaft, die man sich vorstellen konnte, aber ich fuehlte mich richtig gut dort...

Und es gibt auch andere Dinge, die ich in letzter Zeit bemerke... 1. Ich spuere meinen physischen Koerper kaum mehr. Ich fuehle mich nicht lebendig, ich habe keinen Bezug mehr zu der Welt, irgendwie will ich all das auch gar nicht mehr. Merkwuerdig ist es schon, so - nur eine Seele zu sein. Aber das Thema hatten wir schon... 2. Ich fuehle mich selten irgendwo zuhause. Oft nirgends - wo sollte ich auch? Sehnsucht habe ich manchmal nach den Straenden und Gaerten Thailands, aber... Das ist auch nicht meine Heimat. Wenn ich mich mal irgendwo zugehoerig fuehle, dann ist das UNSER Haushalt. Wenn ich bei IHM bin, habe ich das Gefuehl, hier soll ich sein und nirgendswo anders... Aber ich kann leider - NOCH - nicht IMMER bei ihm sein... Ich weiss, IHM wuerde es so sicher auch besser gefallen, sehr anhaenglich ist er ja, aber die Gesellschaft laesst soetwas nicht zu. Und doch, irgendwie fuehle ich mich UEBERALL etwas fremd... Mal mehr, mal weniger. Ja, ich weiss, meine Gedanken moegen wirr klingen. Liegt vielleicht daran, dass ich nebenbei noch mit jemandem chatte ;)

Beispielsweise ueber unseren Englischunterricht frueher... Ich koennte den Idioten von Lehrer immernoch dafuer erwuergen, dass wir im LEISTUNGSKURS nie Shakespeare behandelt haben, aber dafuer die ach wie tollen Texte von Eminem analysieren sollten. Da habe ich mich auch mit ihm angelegt und ich bin heute noch sauer, wenn ich daran zurueck denke... Wieso konnten wir nicht einmal etwas Anspruchsvolles machen?! Es hiess, wir sollten doch froh sein, etwas Leichtes zu behandeln... Als wenn das die Hauptsache waere. Mit Shakespeare hat man im Studium zutun und Shakespeare gehoert zum Allgemeinwissen... Damit kann man spaeter im Leben eher etwas Professionelles anfangen, als mit Ghettogestammel irgendeines weissen Rappers! *seufz*

Es war Nacht. ER hat neben mir geschlafen, ich hatte meine rechte Hand auf seine Brust gelegt, habe mich auf seinen Atem konzentiert... Merkwuerdig, wie beruhigend soetwas auch auf mich sein kann. Und wie merkwuerdig sich Atem eigentlich in der Hand anfuehlt, wenn man sich richtig darauf konzentiert. Oder es ist Einbildung, denn was soll denn mehr geschehen, als dass der Brustkorb sich hebt und senkt? Aber angenehm war es... Kann man nachvollziehen, oder auch nicht ;) Doch dann war leider auch schon wieder Zeit, zu gehen. Der Mond war schoen, gross, WEISS - aber die Kamera lag immernoch zuhause :( Der Bus war ueberfuellt, die Menschen unangenehm. Und draussen alles voller Spinnen :( Und mein "Vater" schrie wieder herum, wie sonst auch immer... Aeusserst unangenehm. Naja, nun werde ich hier aufhoeren, mich noch ein wenig unterhalten...

cn P

27.07.2007 um 19:23 Uhr

Etwas Interessantes in Sachen Blogigo...

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Internet, Blog, Kunst

Habe ich hier gefunden. Schaut euch mal diese Website an und scrollt bis zu "blogigo" herunter: HIER KLICKEN . Dann bitte auf "Screenshot" klicken.

Meine Frage: Sah es hier jemals so aus? Frueher vielleicht? Oder ist das eine Planung fuer ein neues Design?

Auch interessant finde ich die Aussage, blogigos Zielgruppe seien "Frauen zwischen 15 und 45 Jahren".

Ausserdem find ich das Logo nicht so anspruchsvoll, dass man dafuer jemanden haette anstellen muessen *raeusper* Soetwas bekommt man in einer Viertelstunde mit Paint gezeichnet (oder die Schriftart besteht sogar schon und nur das Gaensebluemchen wurde drueber gemalt - 5 Minuten Arbeit, nicht mehr!). 

cn P 

27.07.2007 um 01:48 Uhr

26.7.07

Ich hatte eigentlich nicht mehr viel zu sagen, bzw zu grosse Kopfschmerzen, um mich noch um meine Emails zu kuemmern (Ich bitte um Verzeihung!), aber ich hatte Bonaventura gelesen und ehe ich mich versah, war schon wieder 3 Uhr. Dann ging ich offline, kritzelte noch vor mich hin, denn zum Zeichnen war ich zu muede, und bis ich um 4 Uhr schlafen ging, kamen mir noch etliche Gedanken. Beispielsweise, wie lange ich nicht mehr auf dem Friedhof fotografieren war. Oder, wie wenig Muehe ich mir mittlerweile bei der Inszenierung meiner Statuen gebe, wobei man sich streiten kann, ob das eine Verbesserung oder Verschlechterung der Umstaende ist. Frueher hatte ich noch haeufiger Blumen mitgenommen, gekaufte oder gepflueckte, um Kraenze zu flechten oder die den Statuen in die Hand zu druecken oder die Bluetenblaetter auf dem Kleid zu verteilen. Ich habe noch viele solcher Fotos hier herumliegen, alle analog - Generell habe ich noch etliche Schuhkartons mit vielleicht insgesamt 2500 bis 3000 analogen Fotos, was sich eben ueber einige Jahre gesammelt hat, bevor ich digital zu fotografieren begann.

Um 13 Uhr war ich aufgestanden, und wurde sofort wieder angeschrieen und beschimpft. Meine Laune war demnach zum Sichuebergeben, und das besserte sich nicht, als wieder das daemliche Gejammer wegen des Essens begann. Und das Radio schrie. Und durch den Laerm hatte ich Kopfschmerzen. Und das Waschpulver, das auf meine Bettwaesche angewendet wurde, schadet mir auch. Das interessiert hier nur niemanden. Dann begann auch das Kluggescheisse... Und was fuer ein Muell. Bei so vielen daemlichen Halbwahrheiten wird mir nur schlecht. Ich frage mich immer, ob es mir in nicht so gut wie JEDEr anderen Familie besser ginge. Ich habe doch nicht viele Ansprueche. Wahrscheinlich waeren viele Menschen froh darueber, mich als Tochter zu haben. Kein Gezicke, keine hohen Ansprueche, was Kleidung, Schminke und den Krams betrifft, kein Interesse an Gesaufe und Drogen, uebermaessig oft gehe ich auch nicht aus... Von meinem "Vater" verlange ich ja eigentlich nur eines! Naemlich in RUHE gelassen zu werden. Ist das so schwer?! Ich will nur dieses ewige Geschrei und Gemecker los sein. Ich will morgens in Ruhe aufstehen und dann gehen koennen, und abends heim kommen, eine Weile am Pc sitzen, und dann in meinem Zimmer noch der Kunst nachgehen, und dann in Ruhe schlafen. Mehr will ich gar nicht! Doch nicht einmal das bekomme ich hier. Es ist wirklich zum Kotzen. Denke ich mir jedes Mal, schon, wenn ich morgens ausschlafen will und staendig wach werde, weil wieder alle Tueren zugeknallt werden...

Aber es geht immer noch kranker... Jetzt suchte dieser Psychopath von "Vater" auch noch danach, ob es im Hauptgebaeude meiner Uni eine Webcam gaebe, wahrscheinlich auch noch mit der Hoffnung, mich auch dort kontrollieren zu wollen... Damit ich ja nicht schwaenze (Was fuer ein Depp). Und ploetzlich musste ich auch wieder an meine Kindheit denken, nicht nur an diesen ununterbrochenen Kontrollwahn... Was mir auch einfiel, wieso auch immer: Ist es nicht normal so, dass Eltern einen kennen sollten, und einem damit zB zum Geburtstag und zu Weihnachten auch Geschenke machen, die einem gefallen? Das war hier NIE der Fall. Hohe Ansprueche hatte ich dabei auch nie. Aber ich bekomme ja selbst von Fremden, mit denen ich paarmal im Internet gechattet habe, bessere Geschenke als von "Eltern", die mich bald 21 Jahre kennen sollten *re* Wenn meine "Mutter" mir etwas schenkte, war es grundsaetzlich Kleidung, die mir gar nicht gefiel. Ganz gezielt - Sie wollte mich von dieser "abscheulichen, depressiven" schwarzen Kleidung, die ich nun einmal gerne trage, abbringen. Sie wollte mir einen anderen Stil aufzwingen, meinte, wenn sie mir nur genug bunte Klamotten kaufen wuerde, wuerde ich schon dazu kommen. Es hat nur zu einem gefuehrt: Dass ich ab und zu fuer meinen eigenen Geschmack unglaublich haesslich herumlaufe, naemlich 1-2x im Monat, wenn ich sie besuchen gehe, um ihr eine Freude zu machen. Aber ansonsten bleibe ich meinem Stil treu, da muss sie sich mit abfinden! Naja, wenn sie ausgewandert ist, wird sich das Problem wohl erledigt haben *re*

Aber noch schlimmer war es mit meinem "Vater". In der Kindheit, sowie in der Jugend, wollte er mir auch immer aufzwingen, wie ich "zu sein" haette. Als Kind beispielsweise meinte er immer, ich wuerde mich nicht "ordendlich" wie ein Maedchen benehmen. Nicht klischeehaft genug, wuerde ich sagen. Daher bekam ich staendig Puppen geschenkt. Ich konnte 1000x sagen, dass ich mich nicht fuer Puppen interessiere, aber ich bekam sie weiterhin und wenn ich dann natuerlich nicht damit spielte, wurde herum gemeckert. Ich sei ein schlechtes Maedchen und was nur aus mir werden sollte. Und kaum, dass ich aelter wurde, wollte er sich um meine "Bildung" kuemmern. Als Geschenke gab es immer nur etwas, was "bilden" sollte. Manchmal waren es Buecher, da hatte ich meist Glueck, dass sie mir gefielen, da hatte ich wenigstens meine Freude dran. Aber manchmal - manchmal waren es auch Buecher, bei denen ich nur den Kopf schuetteln konnte. Je aelter ich wurde, sozusagen. Ich erinnere mich noch gut an meinen 15. oder 16. Geburtstag. Ich packte das Geschenk aus... War irritiert... Sah nochmals hin... War eigentlich nur enttaeuscht, weil mich dieses Buch wirklich NULL interessierte! Es war im Grunde das daemlichste ueberhaupt, wirklich, so gut wie ALLES waere besser gewesen... Es war ein Buch ueber Wirtschaft. Mein "Vater" meinte, ich solle mir das gut durchlesen, denn ich wuerde nach dem Abitur Wirtschaft studieren. Ich sagte ihm, dass ich nicht einmal im Traum daran denke, da rastete er aus und der Tag war verdorben. Ich sass nur noch in meinem Zimmer, bis ich gen Mitternacht schlafen ging. Einer der schrecklichsten Geburtstage ueberhaupt? Ach iwo, das war schon "normal"...

Aber in den letzten Jahren hat es sich immerhin gebessert. Da wurde ich meist angeschnauzt, weil ich mir "nie" etwas wuenschen wuerde, oder man vergass meinen Geburtstag ganz. Das war mir noch lieber, als das, was in meiner Kindheit immer Ende November los war... Da wurde ich jahrelang immer in irgendwelche Geschaefte geschleift und zum Teil allen Ernstes angeschrieen, ich wuerde mir nun gefaelligst etwas aussuchen, vorher duerfte ich den Laden nicht verlassen. Ein Kind, so denkt man, koennte sich nun freuen... Von wegen, einfach etwas aussuchen... Nur leider war es so, dass, was immer ich mir aussuchte, immer "falsch" war und es hiess, ich solle mir gefaelligst etwas "Vernuenftiges" suchen. Und wenn ich einfach keinen anderen Wunsch hatte, dann wurde das nicht akzeptiert. Schon im Alter von 8 Jahren habe ich meist geweint und gesagt, ich will doch nur nicht mehr angeschrieen werden und meine Ruhe haben, das sei mein EINZIGER Wunsch, dann ist mein "Vater" erst recht ausgerastet. Von wegen, das stimme ja gar nicht, ich wuerde nie angeschrieen wuerden, und wenn ich so einen Scheiss jemandem erzaehlen wuerde, dann wuerde ich schon sehen, was es heisst, wirklich angeschrieen zu werden. Die ueblichen Drohungen. Ich hatte regelrechte Angst vor meinem Geburtstag, jedes Jahr, bzw vor dem damit verbundenen Stress. Habe dann immer versucht, Moeglichkeiten zu finden, mich da heraus zu stehlen, also dann zu meiner "Mutter" zu verschwinden, oder krank zu werden, damit ich nicht hinaus muss, usw. Bin ich froh, dass das heute vorbei ist.

Es folgte weiteres dummes Halbwissen. Es war kaum auszuhalten. Besonders intelligent war auch noch die Frage: "Was heisst Bretagne?" Ich: "Das ist eine Region in Frankreich." Er: "Ja, aber was heisst das?" Ich (langsam genervt, weil es keinerlei Rolle spielte): "Was heisst Rom, Muenchen und Potsdam?" Und danach wunderte er sich, was denn bitteschoen Brest mit Frankreich zutun habe, das laege doch in Russland. Also wenn ueberhaupt, dann in Weissrussland oder Polen, und in Tschechien gibt es wohl auch eins, aber Russland waere mir neu... Naja, mehr muss man dazu wohl nicht sagen. Ich begab mich in mein Zimmer, setzte mich aufs Bett und nahm mir meinen Kalender zur Hand. Ich komme zum Teil wirklich nicht mit meinen Plaenen hinterher... Manchmal frage ich mich, wieso ich generell mit Deutschen meist schlechter zurecht komme, als mit Menschen anderer Nationen. Ist das die "deutsche Mentalitaet"? Neulich hatten wir dasselbe Thema mit den Bewohnern von B., ich weiss, mit denen stehe ich sowieso "auf Kriegsfuss", etwas uebertrieben ausgedrueckt. Aber generell, "die Deutschen"... Natuerlich kann man da nicht verallgemeinern! Es gibt viele tolle Menschen aus Deutschland, mit denen ich auch super zurecht komme.

Aber... Auch allein beim Postcrossing ist es so, dass ich, wenn man irgendwo gezankt wird, immer an Deutschen "haengen bleibe", wobei es mit "Auslaendern" nie Probleme gab. Sicher, auch mal kleine Ungereimtheiten, aber da hat man sich eben wieder vertragen, aber... unter Deutschen "klappt" das wohl irgendwie nicht, ich weiss ja auch nicht, warum. Ich versuche, mit jedem gleich umzugehen, freundlich zu sein, etc. Auch gegenueber Deutschen - aber von diesen tauchen staendig irgendwelche Anfeindungen auf... Wenn mal ein Brief nach zwei Tagen nicht da ist, wird man beschuldigt, man habe betrogen, oder wenn man irgendeine Meinung hat, die von ihrer abweicht, wird gleich herum gepoebelt. Bei den Nicht-Deutschen, mit denen ich bisher in Kontakt stand, gab es das nie... Da wurde die fremde Meinung einfach toleriert und wenn ein Brief mal laenger brauchte, eben nach einer Woche nachgefragt, ob schon versendet wurde, oder was sonst sein koennte. Gemeinsam hat man nach einer Loesung gesucht. Anschuldigungen, wie betrogen zu haben, hat man nie sofort an den Kopf geklatscht bekommen. Generell scheinen viele auslaendische User einfach gelassener und generell hoeflicher mit den anderen umzugehen. "Respektvoll" ist wohl das passendste Wort. Die Deutschen hingegen (verallgemeinernd gesprochen) gehen streng an die gesamte Sache heran, krampfhaft, gezwungen, ja, schon fast aggressiv.

Bei ihnen scheint die Gemeinschaft als solche keinen wirklichen Wert zu haben. Da gehts immer nur ums "Geschaeftemachen", sprich: Karten tauschen, und das nach extrem strengen Richtlinien ("Wie, die Karte ist einen Milimeter dicker, als eine Standardpostkarte? Die will ich nicht mehr!"), und... Ach, das ist schon fast krankhaft verbissen. Verstehen kann ichs ja, dass man schoene Karten erhalten moechte, und da natuerlich auch Ansprueche stellt (dh keine beschaedigten Karten, keine Flecken auf dem Bild, etc), aber die Ansprueche EINIGER User, und da habe ich bislang nur deutsche so erlebt, sind wirklich schon laecherlich kleinkariert. Bei den meisten internationalen heisst es dann nur beispielsweise "Ich haette gerne eine Karte aus Potsdam" oder "Ich haette gerne eine, die eine Schneelandschaft zeigt" und gut isses... Da steht auch noch die Kommunikation im Mittelpunkt, aber naja, was solls. Uebrigens: Ich habe heute wieder eine offizielle Karte bekommen: Wieder aus den USA. In der letzten Zeit habe ich nur noch Karten aus den USA erhalten, die letzte aus Texas, die beiden davor aus Californien. Schade ist es insofern, dass die Welt so viele schoene Laender hat... Aber kaeme ich, wie einige andere User, auf die Idee, nun zu fordern, Amerikanern die Teilnahme zu verbieten?! NEIN! Es ist doch bloedsinnig. Wer sich nicht mit dem Prinzip abfinden kann, zufaellig nach Losprinzip Post zu bekommen, und zwar von UEBERALL her (da kanns eben zufaellig auch 3x USA o.ae. sein!), der soll eben nicht teilnehmen...

Der Bus war ueberfuellt und es war unglaublich warm. Zuhause habe ich erst einmal eine Weile am PC gesessen, weit kam ich aber nicht. Den Kirschwein gab es irgendwie nicht mehr im Supermarkt, endweder er war ausverkauft, oder er wurde gar nicht geliefert... Und ich sass herum, dachte ueber alles moegliche nach, und wartete auf IHN... ER war erst gegen 19:30 nach Hause gekommen. Ich weiss, ich sollte nicht sauer auf ihn sein, aber etwas unwohl ist mir schon dabei, gehoert zu haben, dass er heute schon 2 Stunden nachgearbeitet haben soll... Verdammt - Das ist alles unrechtens, da muss man doch nicht nacharbeiten und diesen Idioten auch noch in den Arsch kriechen!!! Auch, wenn sie meinen, sie haetten Recht und koennten einen feuern, wenn man nicht pariert, und auch, wenn sie sich schon als "Gutmenschen" geben, und IHM gegenueber ja so "gnaedig" sind, dass er "nur" 4 Stunden nacharbeiten muesse, statt - wie sie es eigentlich wollten - noch 10 oder mehr... Das kann doch nicht wahr sein! Es ist ALLES nicht rechtens, eigentlich muesste ER keine einzige Stunde nacharbeiten! Aber aus Angst vor Kuendigung will ER die 4 machen... 4 Stunden Arbeit mehr, unbezahlt *seufz* Heute hat er, wie gesagt, 2 gemacht... Hat dadurch heute insgesamt 10 Stunden gearbeitet. Ich waere wohl ausgerastet... Ich wuerde mir das nicht bieten lassen... Es ist das reinste Mobbing!

Nur leider, da sind sich sogar Organisationen, die Mobbingopfern "helfen" sollen, einig, kann man dagegen nichts tun... Selbst sie - und das ist irgendwie pervers - raten dazu, endweder zu kuendigen und arbeitslos zu werden, oder aber alles zu erdulden... Denn die Firma saesse sowieso immer "am laengeren Hebel". Aber das darf doch nicht wahr sein, dass solche Ungerechtigkeiten geduldet werden, dass soetwas akzeptiert wird, nur, weil der, der Unrecht tut, das Geld und die Macht dazu hat... Ich sehe es sowieso kommen: Wenn ER alles nachgearbeitet hat, dann feuern sie ihn so oder so... Hauptsache noch eine Weile eine kostenlose Arbeitskraft haben... Ich koennte mich dermassen darueber aufregen! Und zu dem Vorstellungsgespraech morgen darf ER (Wie dumm das schon klingt, als wenn man es einem muendigen, erwachsenen Menschen verbieten duerfte, sich irgendwo zu bewerben!), aber (War ja klar, dass dann noch ein "Aber" kommt...): Er darf nicht viel frueher frei bekommen, sondern nur so, dass es genau reicht, von der Arbeit zu diesem Gespraech zu fahren. Da ist nichts mehr mit vorher nochmals nach Hause, fein anziehen, sich nochmals kaemmen, nochmals duschen, etc... Ist das nicht eigentlich auch schon Schikane? Jemanden zu zwingen, zu einem Vorstellungsgespraech moeglicherweise - bei diesem Wetter - schon geschwitzt und absolut "unfrisch" hinzugehen, weil er vorher nicht nach Hause darf? Das verschlechtert die Chancen, angenommen zu werden, doch deutlich, oder nicht?

Aber, um es nicht ganz zu schlimm zu machen... Wurden dann eben heute Abend nochmals die Haare gewaschen, feinere Kleidung als sonst heraus gesucht, usw, was man da eben noch unternehmen musste. Noch einige Unterlagen bearbeitet, usw, da war der Tag schon um. Viel mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Nur, dass Abends die Busfahrerei auch wieder frustrierend war, nicht nur wegen der vielen Muecken und Motten an der Haltestelle. Aber es ist so, dass auf dieser Strecke ein normaler Bus und ein "Express-Bus" (da haben wir das "schoene" Wort wieder) fahren: Der normale ist der einzige, den WIR nach R. nehmen koennen, der andere verbindet nur einen Fernbahnhof und den naechsten U-Bahnhof, und passiert dabei eben diese Haltestelle, an der WIR immer warten. Ach ja, und dieser Fernbahnhof ist der Anfangspunkt beider Linien. Nun, dann fuhr gerade der Express-Bus vorbei... Komplett leer, und dann auch noch einer der groessten Busse mit Obergeschoss. Und knapp hinterher der normale Bus... Ein kleiner, 1-etagig, und von oben bis unten mit Menschen vollgestapelt. Ein Gedraenge und Geschrei! Einer duemmer als der andere, Gepoebel, Alkoholgestank, Ruecksichtslosigkeit... Schrecklich. Und bei meinem "Vater" zuhause sollte es natuerlich auch nicht besser werden.

Es begann gleich damit, dass Taetowierte alle asoziale Verbrecher seien, usw... Die ueblichen dummen Vorurteile, und auch noch so einige andere. Danach gab es wieder Probleme damit, dass ich noch etwas trinken wollte. Dazu sei es schon viel zu spaet nach Mitternacht (Haeh?! O_o). Das Geschwafel ging weiter, und ich beschaeftigte mich online mit einigen Konversationen, um es zu ueberhoeren... Was eine Weile auch gut gelang. Nur online wurde es dann mindestens genauso bloed. Unglaublich, was fuer Prolls mittlerweile Zugang zum Internet haben *re* Ich haette mir gleich noch einige Sprueche fuer die "Sammlung der duemmsten Anmachen ueberhaupt" notieren koennen. Und nun, wo es noch nicht einmal 2 Uhr ist? Ich merke schon, mir wird das Geschrei hier zu viel. Kopfschmerzen habe ich auch. Ach, ja, ich weiss, ich sollte noch einige Nachrichten beantworten! Ich wuerde auch gern, aber bevor ich hier ausraste... So gehe ich lieber und muss das noch einen Tag verschieben. Es tut mir Leid. Es ist JEDEN Abend dasselbe... Zuerst schreibe ich mein Tagebuch und danach nervt mich hier alles dermassen, dass ich schon "gehen" muss, ohne mich an die Emails gewagt zu haben... Gruesse an diverse Menschen, neben meinen regelmaessigen Lesern, die hier bei Blogigo registriert sind, auch an Jana, Julia, Richard und meine kleine Alchemistin Ve (Seltsamer Name, ich weiss ;) ). Ach, und auch an all die, die ich mal wieder vergessen habe...

cn P

26.07.2007 um 01:51 Uhr

Das Wort zum Donnerstag:

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Gesellschaft, Aberglaube, Religion

Erstaunlich - Es gibt tatsaechlich noch Menschen, die glauben, wenn sie etwas Schlechtes taeten, seien sie nur durch Daemonen ferngesteuert worden. So einfach ist es, als seltsam-glaeubiger Mensch, die Schuld von sich zu streifen... So muss man nie Verantwortung uebernehmen. Einen Fehler gemacht? Ach was: "Das war ich nicht, das waren die boesen Geister!"...

cn P

26.07.2007 um 01:25 Uhr

25.7.07

Um 13 Uhr begab ich mich schliesslich aus dem Bett, was sollte ich auch frueher da draussen? Gleich folgte das uebliche Gemotze, es gab wieder Diskussionen wegen des Essens (Wieso "MUSS" ich denn bitteschoen eine warme Mahlzeit zu mir nehmen? Ich koennte genausogut gar nichts fressen, so schlecht, wie mir morgens ist, landet es sowieso binnen Minuten wieder im Klo), und dann gings weiter mit Kleidung/Waesche... Das uebliche Thema, nur, dass ich heute - oh Wunder! - mal erfahren habe, dass die schon seit Wochen gewaschen sei. Wie bitte?! Und wieso hat mir niemand bescheid gesagt und wo ist das Zeug ueberhaupt? Ach ja - einfach in einen Muellsack gepackt und in die Ecke geschmissen. Denn der Schrank sei angeblich voll (Haette der Depp nur EINmal hinein gesehen, haette er bemerkt, dass darin gaehnende Leere herrscht - eben WEIL hier hoechstens einmal halbjaehrlich gewaschen wird). Und ich sei ja sowieso selbst Schuld, wenn ich so ignorant (Ach ja?) durch die Gegend laufen wuerde, dass ichs nicht einmal bemerke, dass irgendwo zwischen all den anderen Muellsaecken irgendwann ein neuer undurchsichtiger Muellsack lag, in dem ganz zufaellig meine Waesche haette eingepackt sein koennen. Hellsehen kann ich immernoch nicht.

Es wurde weiter getroedelt, frauenfeindliche und daemlich-rassistische Sprueche fielen, es wurde mal wieder ekelhaft verschwenderisch umgegangen ("tausend oder hundert Euro oder paar Groschen oder andere Kleinigkeiten" - und ich soll von knapp 4 Euro taeglich leben - wohlgemerkt nicht 4 Euro Taschengeld "fuer nebenbei", sondern fuer alles, was man braucht, inklusive Nahrung und Kleidung, Medikamenten, Koerperpflegeprodukten, etc), und das Gemecker nahm einfach kein Ende mehr. Dann ging es schliesslich - wie ueblich - zu Juden und Auslaendern ueber, und mir hats gereicht, sodass ich mich in Richtung Ausgang begab... Soviel Dummheit tut doch wohl weh. Aber ich sollte noch nicht gehen. Gut, so setzte ich mich eben in mein Zimmer, und las noch etwas, hoerte dabei im Treppenhaus herumtratschende Nachbarn; auch hier im Haus geht der Klatsch hinter dem Ruecken anderer Menschen um, ich finde es schrecklich, aber was soll man erwarten, in einer Gesellschaft, in der Tratsch gesellschaftsfaehig ist und man sogar Geld damit machen kann? Schliesslich humpelte ich mit Knieschmerzen, an denen ich jetzt noch leide, los, und begab mich so zur Bushaltestelle... Fotografiert habe ich auch ein wenig, doch bald war der Akku leer, und bis zum Abend hatte ich vergessen, ihn neu zu laden.

15 Minuten musste ich auf den Bus warten, derweil erfuhr ich von dem Gehacke bei IHM auf der Arbeit... Statt zu arbeiten macht es ja auch so viel mehr Spass, anderen Menschen die Schuld fuer Dinge in die Schuhe zu schieben, die sie gar nicht zu verantworten haben. Ist ja immer so: Verschwindet irgendwo ein Paket Papier, heisst es sofort, ER habe es gestohlen, selbst, wenn er fuer den Raum keinen Schluessel hat oder an dem Tag gar nicht da war. Taucht das verschlampte Paket dann wieder auf, denkt man nicht einmal daran, sich zu entschuldigen, sondern tut das - wie mein "Vater" - mit "noch einmal Glueck gehabt" ab. Natuerlich ist das Mobbing. Und irgendwie habe ich den Eindruck, die Chef-Pute ist mindestens genauso dumm wie mein "Vater"... Liegt das an der Luft hier? Wird man automatisch bloed, wenn man laenger als 40 Jahre in B. gelebt hat? Alle sicher nicht, aber bei vielen habe ich den Eindruck. Immer wieder faszinierend: Wenn ich Freunde hatte, die nicht von hier kamen, und die einmal nach B. reisten... Alle waren schockiert von den asozialen Menschen hier. Auch Menschen, die von anderswo nach B. eingewandert sind... Viele wollten nach einem halben Jahr wieder weg, weil sie mit den unfreundlichen Menschen, um nicht zu sagen: der daemlichen Mentalitaet, nicht klar kamen...

Mittlerweile soll es sich uebrigens geklaert haben, dass ER am Freitag zum Vorstellungsgespraech kann und am Montag frei bekommt - nicht aber am Dienstag. Und das nur mit der "Begruendung", er habe ja schon zu oft gefehlt. Dabei weiss bei dem Sauhaufen, da es keine wirklichen Aufzeichnungen gibt, nie jemand, wer wann und wo nicht da oder da war... Es ist der reinste Idiotenhaufen. Und die lieben Kollegen haben uebrigens alle Urlaub genehmigt bekommen... ER als einziger nicht. Ich sehe es einfach nicht ein, wie man sich so eine Schikane bieten lassen soll! Nur, weil dem Chef die Frisur, die Hautfarbe oder die Nasenlaenge nicht passt! Jetzt kann ich das Reisen also ganz vergessen; ER soll bei der Firma gar keinen Urlaub mehr bekommen, und wenn er bei ihnen weg ist, kommt nur noch Schulunterricht, und innerhalb dieses kann man sich nicht frei nehmen... Es aergert mich dermassen! Wenigstens eine Woche der Sommerferien wollten wir doch gemeinsam verbringen... Ich werde rasend, wenn ich daran denke! Zumal - selbst wenn man alle SEINE Fehlzeiten mit den Urlaubstagen aufrechnen wuerde, da wuerden noch einige Urlaubstage uebrig bleiben... Ach ja, und 5 Stunden nacharbeiten soll er auch noch. Ich koennte einfach nur Amok laufen, bei dieser Sache... Da haben wir extra Urlaubstage angespart, im Fruehjahr keine gebraucht, usw, damit wir in den Sommerferien gemeinsam frei haben, und nun das... Meinentwegen duerfen diese ganzen Arschloecher verrecken. Wie jeder Mensch, der sein mangelndes Selbstbewusstsein aufputschen will, indem er auf anderen Personen, die nicht am laengeren Hebel sitzen, herumhackt.

Ich begab mich gerade nach Hause, an ganzen Horden von Asis vorbei, die es sich am See bequem machten und soffen. Das Namensschild am Briefkasten blieb uebrigens bis heute um 23 Uhr kleben, mal sehen, ob es morgen weg ist. Ich habe am PC gesessen und so einige Dinge erledigt - bin mit meiner Liste jedoch nicht einmal zum Viertel durch... Ich setzte mir evtl zu viele Ziele? Fakt ist, ich war den gesamten Tag am "arbeiten", so hatten WIR uns auch nicht mehr draussen getroffen, sondern ich machte meinen Kram, bis ER schliesslich gegen 18:30 oder 19 Uhr heim kam. Und spaeter wieder naehte. Viel war nicht mehr los. Ich kann ausserdem nur bestaetigen, dass der Stress auf der Arbeit IHM ziemlich schadet. Genau genommen hat er durch den Scheiss heute wieder solche psychosomatischen Probleme bekommen, dass er die naechsten zwei Tage fehlen muesste. Natuerlich loest sich so ein Problem, das auf angeblich zu vielen Fehlzeiten basiert, erst recht nicht, sondern verschlimmert sich nur. Aber das sag mal einer den Fachidioten, die sowieso nie zuhoeren, sondern blind und bloed auf einen anschreien. Doch, das erinnert mich sehr an meinen "Vater" - kanns wirklich noch mehr solche Idioten geben?

Draussen schien der Mond, niedrig am Himmel, riesig, und unglaublich dunkelorange. Ein typisches Aergernis: Ich hatte doch meine Kamera bei mir, aber der Akku war leer :/ Nun muss ich versuchen, morgen dran zu denken. Im Bus sassen wieder einige Betrunkene und lallten laut vor sich hin, und bei meinem "Vater" "zu Hause" standen wieder die Fenster offen, Muecken und Motten fliegen durch die Gegend, und zu dem ganzen daemlichen Gesabbel muss ich gar nichts mehr sagen. Es treibt mich heute wirklich fast in den Wahnsinn, ich bin so aggressiv, wie laenger nicht mehr. Irgendwann laeuft jedes Fass ueber... Es ist zum Kotzen. Ach ja, das gilt uebrigens auch fuer all die anderen Menschen, die immer glauben, ueber Dinge urteilen zu muessen, von denen sie keinerlei Ahnung haben. Das ist nicht nur dumm, nicht nur peinlich, sondern fuer das gesamte Leben und die gesamte Sozialgesellschaft aeusserst schaedlich...

cn P

26.07.2007 um 00:45 Uhr

Manchmal schreit man in die Welt hinaus...

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Gesellschaft, Stress, Internet

Stimmung: Ein Hallo an alle Dumpfbacken!
Musik: /

Manchmal ueberlege ich, ob es nicht eine Sache gaebe, mit der man alle psyschisch blinden Menschen auf einen Schlag aufwecken koennte. Ein symbolischer Akt, der ihnen mal vor Augen fuehrt, dass sie aufhoeren muessen, ihre Augen vor allem zu verschliessen, weil es mit dieser Welt durch ihre Dummheit Ignoranz den Bach hinunter geht! Aber leider glaube ich nicht mehr an eine intelligente Menschheit. Intelligent heisst: Eine, die durchweg aus Fehlern lernt. Und wenn es sie vorher 5x machen muss. Nein - Ich habe Menschen gesehen, die machen Fehler IMMER wieder, ihr leben lang, taeglich, woechentlich, jaehrlich - und sie lernen einfach nicht! Blind ist man sicher nicht von Geburt an, man wird es durch sein Umfeld, durch "Erziehung", durch den Alltagstrott. Man muss schon dagegen ankaempfen, es nicht zu werden. Aber das ist den meisten Menschen zu muehsam. Wieso sollten sie sich denn auch anstrengen - auf einer Welt, bei der man blind richtig gut und bequem durchs Leben kommt?

Auch gestern verliess ich das Wohnzimmer wieder gen 2 Uhr, weil ich das schwachsinnige Geschwafel nicht mehr hoeren wollte. Ich bin immer wieder gewillt, diesem Menschen meine Meinung zu sagen, aber auch da denke ich mir immer, bei dieser extremen Dummheit Blindheit ist es sowieso zwecklos. Ich habe es schliesslich schon haeufiger versucht, nie hat es etwas gebracht, im Gegenteil: Oft verschlimmerte es alles noch. Aber manchmal frage ich mich, ob nicht gerade diese Verachtung einen am Leben haelt. Immerhin hat man so immer einen Grund, weiter zu kaempfen, so vergehen Jahre. Ich woellte sogar behaupten, Rache hielt einem am Leben. Der Wunsch, dass man irgendwann ueber all die Idioten triumphiert... Besser spaet, als nie. Und so ist man seinem Leben lang einem Ziel hinterher gerannt, einem wenigstens - was sollte daran schlimm sein? Natuerlich gefiele vielen Menschen eine heile Rosa-Bluemchen-Welt besser, und natuerlich ist ein friedliches, stressfreies Leben das schoenste - aber man muss das beste aus dem machen, was man BEKOMMT. Ein Millionaersblag, das von vorn bis hinten verhaetschelt wurde, die besten Schulnoten erkauft bekommt, und spaeter reich ist, und dann evtl sogar noch Liebe von den Eltern erhalten hat, hat durch den ganz anderen Lebensbeginn natuerlich einen anderen Weg vor sich, als ein Kind, das im Heim aufgewachsen ist - weder mit Geld, noch mit Liebe. Wir alle muessen aus dem, wohin wir geboren wurden, das Beste zu machen versuchen. Da kann man keinen allgemeingueltigen Weg aufstellen, es ist immer etwas Individuelles.

Und gestern erhielt ich dann in einem Forum noch einen selten dummen Kommentar... Es ging um die spannenden Nachbarn, das sei vorweg gesagt, ich hatte einfach mal herum gefragt, ob man dagegen rechtlich etwas unternehmen koennte. Da meinte ein Vollidiot, behaupten zu muessen, als Frau solle man doch froh sein, den gesamten Tag angestarrt zu werden, das bedeute doch, dass man erotisch anziehend sei! Und wer damit nicht klar kaeme, solle in psychiatrische Behandlung, denn er haette ein Problem mit seinem Selbstbewusstsein. Mal abgesehen davon, dass man es sehrwohl nicht moegen muss, von irgendwelchen haesslichen Fremden ausspioniert und angesabbert zu werden (das hat mit Schuechternheit nichts zutun, sondern mit Privatsphaere!), betrachte ich das mit dem Selbstbewusstsein eher gegenteilig: Wer Selbstbewusstsein HAT, ist nicht auf Bewunderung Fremder angewiesen und will nicht ueberall um jeden Preis auffallen. Staendig angestarrt werden, weil sie glauben, das wuerde ihren Wert steigern, wollen doch eher die, die KEIN Selbstbewusstsein haben... Habe noch bis um 4 geschrieben und bin dann schlafen gegangen.

cn P

25.07.2007 um 16:53 Uhr

Daemliche Luegen

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Arbeit, Gesellschaft, Stress

Ich komme gar nicht mehr hinterher; habe so viel zu erledigen, es ist unglaublich... Das alles trotz Ferien. Hoffentlich vergesse ich nicht wieder die Haelfte... Auch die Menschen draussen sind ein wenig stoerend; am See sassen vorhin wieder einige Asis und soffen, das Gegroehle hoert man bis hier... Schlimm, wie sich das diesen Sommer "eingebuergert" hat, nun scheint dieser See der reinste Sammelplatz fuer Asis, Obdachlose und Saeufer zu sein. Wogegen noch letzten Sommer nur aeltere Anwohner oder Familien mit Kindern dort sassen oder spazieren gingen. Nun, wo es dort so laut und dreckig geworden ist, werden wohl auch die Wildtiere, die man bislang oefters dort sah, fortziehen...

Aber was ich eigentlich loswerden wollte: SEINE Arbeitgeber benehmen sich wieder auf so eine Art, dass man sich nur darueber aufregen koennte. Fast "lustig", wenn die gesamte Sache nicht so traurig waere, finde ich dabei folgendes, was sich heute Morgen abspielte...

Zuerst hatte ER sie informiert, dass er am Freitag zu einem Vorstellungsgespraech muesse. Da wurde noch nichts gesagt, aber etwa zwei Stunden spaeter brachte man ihm einen schriftlich verfassten Brief vorbei. Eine Abmahnung, und "Einladung", zu einem Gespraech mit der Geschaeftsleitung, "seltsamerweise" genau zu dem Datum und der Uhrzeit, wo das Vorstellungsgespraech stattfindet, und das alles mit der Begruendung, er habe (Achtung!) seit dem 20.7. schon wieder 6 Arbeitstage komplett gefehlt. "Lustig" nur, dass es, sogar inklusive des 20.7., bis heute insgesamt nur 3 Arbeitstage waren! Also daemlicher luegen kann man wohl nicht mehr... Was kommt als naechstes? Von 356 Tagen im Jahr 500 gefehlt? Duemmer gehts gar nicht mehr. Ach ja, dazu muss man sagen, dass von diesen insgesamt 3 Arbeitstagen, die zwischen dem 20. und heute liegen, kein einziger blau gemacht wurde... Montag ist er mal frueher gegangen, weil er zum Zahnarzt musste, aber ich glaube nicht, dass diese 1(!) Stunde frueher gleich als "6 Tage" bezeichnet werden kann :P Und gestern und heute war er auch auf der Arbeit. Freitag ebenfalls. Also, was soll man dazu noch sagen?

Uebrigens will man ihm nun den Urlaub, den man ihm eigentlich schon genehmigt hatte (sogar mit Unterschrift) ploetzlich zurueck ziehen, da er so schon zu oft fehlen wuerde. Ist das ueberhaupt legitim, nach Lust und Laune gegebenen Urlaub wieder zu verbieten? Zumal fuer die zwei Tage (naechsten MO und DI) schon etliche Dinge anstanden. Zum einen, das ist auch der Grund, wieso ueberhaupt Urlaub genommen wurde, kommt da morgens ein Handwerker, und man MUSS dann einfach zuhause sein, und zum anderen haben wir dann auf die zwei Tage auch den Moebeltransport von der Wohnung meiner Mutter aus gelegt und ein Bekannter von IHM wollte ggf. auch vorbei kommen und helfen. Das alles wieder absagen? Ich glaube, die ticken nicht richtig...

cn P

25.07.2007 um 01:19 Uhr

24.7.07

Das Gemotze wurde mir gestern schon um 2 Uhr zu viel; von 2-3 schrieb ich noch etwas, bis 12 schlief ich; dann wurde das Gemotze fortgesetzt... Ich hatte eine starke Neigung, meinem "Vater" mal ins Gesicht zu schreien, was fuer ein daemlicher, rassistischer Idiot er ist, aber ich kam sowieso nicht zu Wort. Wieder wurde ueber alles gemeckert... Ueber "die Auslaender", "die Politiker" (die natuerlich ALLE verlogen und korrupt sind, weil man das bei etlichen 100 Menschen ja auch so einfach verallgemeinern kann), das Essen, etc. Und als "Sicherheitsfanatiker" hat er sich auch wieder zu gut demonstriert, das ist einfach nur krank. Schliesslich musste ich Ewigkeiten darauf warten, dass das Mittagessen fertig wurde, das mir aufgezwungen wurde, obwohl ich keinen Hunger hatte und mir uebel war. Und aus dem Radio toente wirklich grottenschlechte Musik und verursachte mir Kopfschmerzen. Dieser Mittag war schrecklich. Als ich dann endlich die Wohnung verlassen wollte, wurde ich noch einmal aufgehalten. Ich sollte mal wieder einkaufen gehen, weil der Herr "Vater" sich selbst zu schoen dafuer ist. Ohne Bitte und Danke, aber wenn ich mich geweigert haette, haette es auch nichts gebracht, dann haette er noch die naechsten 2 Wochen jeden Tag darueber gejammert, statt irgendwann einfach selbst loszugehen. Und auch ganz typisch war die Tatsache, dass er mir das erst sagte, als ich schon mit einem Bein draussen war - obwohl ich ihm mehrfach gesagt habe, er soll mich frueher informieren, damit ich es mir aufschreiben kann! Wenn ers mir einfach ins Treppenhaus hinterher ruft, muss er sich eigentlich nicht wundern, dass ich es nicht hoere oder vergesse, weil ich nicht die Moeglichkeit habe, einfach im Laufen meinen Kalender und einen Stift aus der Tasche zu kramen und mir alles zu notieren. Und ich habe durchaus auch andere Dinge im Sinn, als fuer einen Idioten einkaufen zu gehen, und ich kann nicht an 100 Sachen gleichzeitig denken.

Ich hatte Kopfschmerzen. Menschen standen im Weg. Die Bushaltestelle wurde wieder zum Kaffeeklatsch missbraucht und von 2 Rentnerinnen blockiert, die nicht einmal Busfahren wollten. Ich musste gut 20 Minuten in der Sonne stehen. Konnte der Tag noch gut werden, so uebel, wie er bislang war? Im Bus sassen einige psychisch verwirrte Menschen, eine Wespe und mindestens zwei Spinnen. Also meine Stimmung hatte noch keine Moeglichkeit, sich zu bessern. Doch dann war ich online und habe mal meine Emails durch gesehen... Also dass es mit meinem "reisenden Maerchenbuch" weiter geht, freute mich sehr; mittlerweile hat es die Niederlande, Finnland und Estland passiert, jetzt ist es auf dem Weg nach Ungarn. Danach geht es noch an die Ost- und die Westkueste der USA, dann zum Schluss nach Israel, und dann zurueck zu mir... 2 Monate koennte es noch dauern; das war dann ein langes Projekt, aber es war sicherlich die Muehe wert! Hoffentlich geht es so gut weiter, wie bislang... Ach ja, und dann habe ich noch einen sehr netten Brief einer Bewunderin meiner Kunst erhalten :) Ich war geruehrt... Ueber die netten Worte und auch ueber die Information, dass ein kleines Paeckchen an mich unterwegs ist, ich solle es mir einfach ansehen, Freude damit haben, zurueck braeuchte ich nichts senden. Natuerlich denke ich daran, wenigstens einige meiner Fotos zurueck zu senden, denn Geschenke erhalten ist schoen - sich fuer ein schoenes Geschenk mit einem anderen zu bedanken, noch schoener. Es muss ja nicht teuer sein; irgendetwas wird man sicher arrangieren koennen.

Ich hatte nicht lange am PC verbracht, da musste ich mich auch schon wieder auf den Weg machen. Ja! Ich war schon wieder unterwegs, heute, am offiziellen 1. Ferientag (gestern fiel nur der Unterricht aus), blieb ich nicht faul im Bett liegen! Ein Wunder, eigentlich... Ich dachte immer, sobald ich nicht mehr gezwungen waere, weg zu fahren, wuerde ich den gesamten Tag schlafen. Stattdessen bin ich kaum aufzuhalten und laufe staendig irgendwo durch die Gegend... Auch morgen werde ich das wohl, und uebermorgen vielleicht auch. Und am Wochenende sowieso... Wenn ich nicht wieder krank werde. Mag all das vielleicht daran liegen, dass ich den Alltagsstress, den das Studium sonst verursachte, los bin? Dass ich allein dadurch so aktiv und leistungsfaehiger werde? Kaum zu glauben; aber man sollte es nutzen. Die naechste Depression kommt bestimmt, und seis erst, wenn ich erfahre, welche Klausuren ich alle nicht bestanden habe und wann ich all diese nachschreiben muss... Aber wo war ich stehen geblieben? Ich aergerte mich durch Bus und Bahn und traf mich schliesslich mit IHM am H.platz. Wir haben im Kaufhaus noch etwas Stoff besorgt, ich noch einige schwerer zu findende Postkarten (ich suche IMMER nach Karten, die auf irgendeine Weise Engel oder den Mond zeigen - letztere gerade, weil ich einige Leute kenne, die solche sammeln und die sich immer sehr darueber freuen). Danach gings weiter zum Center. Essen gegangen, was heute wahrlich viel Zeit in Anspruch nahm, weil der Imbiss vollkommen ueberfuellt war, dann noch schnell in den Supermarkt, u.a. Brot fuer meinen "Vater" besorgen, und die paar anderen Dinge, die er noch wollte. Viel mehr gibt es wohl gar nicht zu sagen.

Ach ja, vielleicht noch, dass die Buchhandlungen dort alle nur Schrott sind... Nichts nur im Geringsten Anspruchsvolles! Nicht mal einen massentauglicheren Eco gab es dort... Zwischen Maedchen-Pubertaets-Liebesschnulz und Hausfrauenlektuere à la "die 50 tollsten Plaetzchenrezepte". Selbst geschriebene Pornos, gerne als anspruchsvoll unter dem Begriff "Erotischer Roman" getarnt, findet man dort zahlreicher, als literarische Klassiker. Ach ja, bevor hier wieder einige "pruede!" schreien: Gegen EROTISCHE Literatur habe ich nichts, aber das, was heute als "erotisch" verkauft wird, hat mir im Allgemeinen viel zu wenig Anspruch und Stil. Vielleicht liegt das daran, dass viele Leute heute generell nichts mit hoeherer Sprache anfangen koennen, aber ich stelle da schon Ansprueche... Wobei ich sagen muss, einmal habe ich eine Geschichte, die auch "explizitere" Szenen enthielt, gelesen, und sie gefiel mir super. "Absurderweise" war das jedoch kein professionelles literarisches Werk, sondern ein "Hobbygekritzel" eines Maedels etwa meines Alters, online gestellt auf ihrer Website... Eine Liebesgeschichte, mit unglaublich schoenen Naturmetaphern, ein Schicksal, angelehnt an das Aufbluehen und Ersterben der Welt im Verlauf der Jahreszeiten... Sehr klischeehaft fast, ich weiss, aber ungewoehnlich schoen geschrieben. Und dabei nicht kitschig. DAS wuerde ich als erotische Literatur durchgehen lassen. Nicht das, was zum Grossteil darunter verkauft werden soll (Soll ja Menschen geben, die glauben, ein Buch sei "erotisch", nur, weil nackte Brueste und vulgaere Begriffe fuer "Geschlechtsverkehr haben" drin vorkommen).

Als WIR zuhause ankamen, war es schon ziemlich spaet. Ich habe dann eigentlich nicht mehr viel unternommen, ER hat... genaeht *l* Fuer einen Mann ungewoehnlich? Ist ja auch kein Mann, hoechstens ein physisch verdrehtes Weibchen ;) Und wenn ich das sagte, wuerde es IHN gar nicht stoeren... Und so verging der Abend dann auch schon. Sind dann ein wenig frueher als sonst los gegangen, habe unten am Briefkasten ein neues Schild angebracht. Und habe das Klebeband, mit dem es angeklebt wurde, oberflaechlich schoen mit Farbe versehen, die bis morgen Abend nicht trocknen wird... Und zwar alles so sorgfaeltig aufgetragen, dass man nicht sieht, ob nicht das Papier unter der Folie farbig ist... Soll heissen: Wenn jemand versucht, das Schild abzureissen, dann hat er wenigstens schwarze Finger. Also wenn ich eine Oma mit schwarzen Haenden im Treppenhaus sehe, weiss ich, wer sich an meinem Briefkaster vergriffen hat *re* Ein wenig besorgt bin ich dann aber doch, ob diese Person dann nicht vollkommen ausrastet und weiss ich was tut. Irgendwie ist das doch schon nicht "normal", einfach so Sachen von fremden Briefkaesten zu reissen. Ich weiss auch gar nicht, wem ich irgendetwas getan haben sollte, dass er sich das bei mir erlauben kann. Ich habe nie jemanden belaestigt, ich gruesse immer, wenn ich jemanden sehe (da koennten sich viele Nachbarn eine Scheibe abschneiden!), ich hoere immer leise Musik und wenn ich doch mal lauter hoere, schliesse ich vorher die Fenster. Selbst, wenn die Musik trotzdem jemanden stoeren wuerde, die 1. Methode waere doch wohl, zu klingeln und sich verbal zu beschwerden, nicht gleich, irgendwelche Dinge zu beschaedigen. Aber es soll ja Menschen geben, die stoeren sich schon daran, wenn ein Auslaender (oder was dafuer gehalten wird) bei ihnen im Haus lebt.

Nun heisst es abwarten, wie es weiter geht. Ich werde mir schon noch etwas einfallen lassen, wobei ich sagen muss, wenn das so weiter geht, finde ich das Wohnen hier immer unertraeglicher. Allein schon die Spanner im Haus gegenueber, und jetzt auch noch die Idioten direkt hier im Haus... Was soll dieser Mist?! Und im Haus meines "Vaters" hat mich auch mal jeden Abend jemand heimlich beobachtet. Ist denn die gesamte Welt krank?! Ich habe dann heute Abend uebrigens auch noch gesehen, dass eine Art "Markierung" draussen an UNSEREM Klingelknopf angebracht war. Ich weiss nicht, wie lange sie dort schon ist, weil ich nie dorthin sah, aber ich habe mal einen guten Willen und rede mir ein, die stammt vom Hausmeister vor einigen Monaten. Damals war die Klingel kaputt, mag sein, dass er sich den Namen so markiert hat, um die richtige zu reparieren... Der Bus war uebrigens wie ueblich ueberfuellt und einige Menschen stanken stark nach Alkohol. Generell war der Abend jetzt wieder unangenehmer... Zuhause angekommen, immer dasselbe: Fenster offen, ueberall Muecken, Treppenhaus voller Insekten, meckernder "Vater". Und zT erstaunlich daemliche Anmachen online... Und Knieschmerzen habe ich jetzt auch schon eine Weile. Hatte gestern Abend geknackt und seitdem ziept alles... Zum Generve meines "Vaters", wieder ein "tolles" Beispiel: Er: "Hast du draussen gefroren?" Ich: "Nein" Er: "Musst du aber! Im Wetterbericht stand, es ist kalt!" Jaja, was die Zeitung sagt, ist immer richtig... *zyn*

cn P

24.07.2007 um 20:34 Uhr

Was tun?

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch

Der "liebe" Nachbar, der gestern Mittag einfach die Namensschilder von meinem Briefkasten gerissen hat, hat heute bei denen, die ich gestern Abend neu angebracht habe, wieder zugeschlagen. Kann man da offiziell irgendetwas tun, ausser ihm aufzulauern und ihm ordendlich die Meinung zu geigen?

cn P 

24.07.2007 um 01:40 Uhr

23.7.07

Es heisst immer, Beziehungen zwischen Menschen mit einem grossen Altersunterschied seien schwierig, da beide sich in unterschiedlichen Lebenssituationen befinden. Das muss nicht immer stimmen; ich weiss, es kann dennoch klappen. Aber umgekehrt ist es auch nicht unbedingt wahr, dass man es einfach hat, wenn man gleichaltrig oder in einem aehnlichen Alter ist. Was die Beziehung als solche betrifft, kommen WIR bei einem Altersunterschied von etwas ueber 2 Jahren, sehr gut klar. Aber ich finde es schrecklich, dass wir nie zur gleichen Zeit frei haben... Und dass SEINE Urlaubstage bei weitem nicht dazu ausreichen, auch nur einen kleinsten Bruchteil meiner Ferien gemeinsam zu verbringen. So verbringe ich viel Zeit in den Ferien einfach nur allein und sitze zuhause herum. Ich weiss, reisen kann man auch allein. Aber irgendwie machts mir allein einfach keinen Spass mehr, und so komme ich nie hinaus, weil nie jemand da ist, der mit mir reisen wuerde. So konzentrieren sich alle moeglichen Reisezeiten immer auf die Wochenenden, weil nur dann WIR gleichzeitig frei haben, und wenn ich dann auch noch krank bin oder irgendwelche anderen Dinge erledigt werden muessen (weil bsp meine Mutter auch nur am Sonntag frei hat und mich andauernd sehen will), kann mans auch wieder vergessen. Ich finde das ganz ehrlich frustrierend. Und soetwas kommt dabei heraus, wenn ein Partner arbeitet und der andere studiert. Selbst, dass ER wochentags taeglich erst nach 18 Uhr nach Hause kommt, finde ich schrecklich. Muss ich mich damit abfinden? So wirds wohl leider das gesamte Leben weiter gehen...

Um 2:30 war ich offline gegangen, weil mein "Vater" mich zu sehr nervte, dann schrieb ich noch, bis 3:30. Und dachte noch ueber diverse Dinge nach. Schrecklich, dass durch Zeitmangel, berufliche Probleme und Schwierigkeiten mit den Aerzten selbst (bei einigen muss man Wochen auf einen Termin warten) Krankheiten ueber Wochen verschleppt werden. Das kann gesundheitlich doch nur schaedlich sein, aber man kann nichts dagegen unternehmen. Ach ja, und ER wurde heute wieder belaestigt, er muesse am Freitag alle Fehlzeiten nacharbeiten, und das, womit er nicht fertig wird, auch noch die Folgetage, evtl gar Samstag... "Leider" fuer die daemliche Kuh, die das so anordnen wollte, gibt es einen Paragraphen, der das untersagt. Und wenn sie deswegen weiter herum zickt, dann gibts eine ernsthafte Anklage bei der Berufsschule, da wird sie schon sehen, was sie davon hat... Am naechsten Morgen wurde ich frueh wach. Ich hatte einen Traum, an den ich mich allerdings nicht mehr erinnern konnte. Wach wurde ich, weil mein "Vater" staendig alle Tueren zuknallte. Bei dem Laerm konnte ich einfach nicht schlafen, Kopfschmerzen hatte ich auch schon. Um 13 Uhr bin ich dann erst aufgestanden, wurde gleich wieder angemotzt, es gab Gemecker wegen des Essens, meine Mutter rief an und wollte, dass ich am Sonntagmittag vorbei komme, etc...

Und auch von IHM bekam ich eine Nachricht. Heute habe er einen Anruf bekommen, von einer Firma, bei der er sich vor 2 Jahren beworben habe. Sie haetten ihn gebeten, gleich morgen zu einem Vorstellungsgespraech zu kommen, dann koenne er demnaechst dort anfangen. Er hat erst einmal den Termin verschoben, und am Freitag wird sich dann klaeren, wann und ob er dort beginnt. Vielleicht, wenn er nach der aktuellen Ausbildung keinen Studienplatz bekommt? Fakt ist, die aktuelle Ausbildung wird er NICHT abbrechen, selbst, wenn er dann die neue nicht bekaeme. Ganz einfach: Wenn er nun aufhoerte, ein halbes Jahr vor dem normalen Abschluss, und dann in der neuen Ausbildung nach dem Probehalbjahr schon gehen muesste, dann haette er GAR KEINE abgeschlossene Ausbildung, und das muss wirklich nicht sein. Also das letzte halbe Jahr muss er dort noch durchstehen, danach wird sich zeigen, wie es weiter geht: eine zweite Ausbildung oder ein Studium...

Ich sass derweil immernoch im Wohnzimmer und die Radionachrichten verkuendeten gerade, dass die Verkehrsbetriebe von B. in Zukunft mit der Zeit alle Rolltreppen abschaffen woellten. Denn Treppen wuerden ja ausreichen und die Gehbehinderten koennten ja immernoch die Fahrstuehle nutzen, die es auf jedem ca 5. Bahnhof gaebe. Was ich uebrigens schon immer daemlich fand, denn Rollstuhlfahrer koennen nur an diesen wenigen Bahnhoefen aussteigen, und muessen dann einen Bus nach Hause nehmen oder sogar kilometerweit selbst fahren... Diese Stadt hat eines der erbaermlichsten Systeme ueberhaupt. Jetzt auch noch alle Rolltreppen abzuschaffen, nur weil das billiger sei, finde ich krank! Gerade bei halbjaehrlich stark steigenden Preisen, und das schon seit ueber 10 Jahren. Es ist die reinste Abzocke, der Service ist beschissen, aber wenn man keinen Fuehrerschein hat, muss man sich jeden Scheiss bieten lassen. Es ist eine Zumutung... Und ploetzlich suelzte mein "Vater" mich wieder an, er habe etwas Wichtiges zu sagen: Irgendeine Bahnstrecke sei gesperrt. Welche, konnte er mir nicht sagen, das habe er vergessen. Was fuer eine sinnlose Info... *seufz* Und dann machte ich mich auf den Weg. Wurde heute mehrfach von Unbekannten angesprochen, sehr merkwuerdig.

Auch, wenn es bei den Bussen ein ziemliches Chaos gab, hatte ich mich spontan entschlossen, irgendwohin zu fahren. Meine Kamera hatte ich bei mir. So fuhr ich, schliesslich in einem Bus voll mehrerer chinesischer Reisegruppen, ins Gruene... Eine ungewoehnliche Athmosphaere, und irgendwie erinnerte mich das sehr an eine Bahnfahrt, die ich mal in meiner Kindheit gemacht hatte. Es ging ueber Nacht durch gesamt Thailand... Vom Sueden in den Norden. In den Schlaf geheult hatte ich mich am Vorabend noch in einem kleinen Dorf aus Holzhuettchen, in dem meine Grosseltern lebten und meine Tante, die nicht viel aelter als ich war, und die ich sehr mochte. Und nun war ich erwacht, irgendwann mitten in der Nacht, ich war verwirrt, ich wusste nicht, wo ich war, es war stockdunkel. Ich erkannte jedoch im durch die Baeume, an denen wir vorbei rasten, flackernden Mondlicht, dass ich in einem Zug sass. Zwei gegenueber liegende Baenke, also 4 Sitzplaetze, gegenueber von mir schliefen sitzend meine "Eltern", und ich lag dort. Meine "Eltern" bekam ich nicht wach und ich wollte nicht laut werden. Ungewoehnlich fuer ein Kind von 4 Jahren, habe ich weder geheult, noch Laerm gemacht, ich schaute mich um, und setzte mich dann aufs zusammen gefaltete Kissen, um groesser zu sein, ans Fenster, und schaute hinaus. Was fuer eine Landschaft an mir vorbei rauschte! Tropische Baeume, Seen, ein Meer? Hinten ein Gebirge, viele Graustufen, Nebel... Es war Nacht und es war wunderschoen. Ich habe einfach hinaus gesehen, bis ich, nach Stunden wohl erst, wieder eingeschlafen bin. Der gesamte Wagen hatte geschlafen.

Wo nun die Gemeinsamkeiten zwischen einer schaebigen Mittagsfahrt durch deutsche Felder und einer Nachtreise im Zug durch die wilde Natur Thailands liegen? Das Gefuehl - dort hinaus zu sehen, sich in der Ferne zu fuehlen, und war sie noch so nah, diese gewisse Unbekuemmertheit, irgendwie allein, aber nicht ungluecklich zu sein. Einfach irgendwohin zu fahren, nicht recht zu wissen, wo man ist und wohin man kommt, aber irgendwie ist der Blick in die Natur so schoen, dass man den Moment geniesst und es einen nicht kuemmert, was in einem Moment, in 10 Minuten, oder in 3 Stunden passiert... Und dort, wo ich heute angekommen war, lief ich durch die Wiesen, und sah mich einfach um. Viel gab es wirklich nicht zu sehen, also kehrte ich irgendwann um und fuhr, wieder mit Umwegen, zu einem der Flughafen B.s Wieso? Einfach aus einer Laune heraus. Ich schaute mich dort um, machte noch einige Fotos, schaute nach Prospekten, evtl Werbepostkarten - die gibt es leider nicht mehr. Ich war schon lange nicht mehr dort gewesen. Und dann wollte ich also wieder weg, nun, je nachdem, wie viel Zeit noch war, weiter ziellos durch die Gegend, oder aber nach Hause nach S., fahren. Und dann stand ich dort und wartete auf den Bus, der aber nicht kam. Ueber 20 Minuten habe ich gewartet :( Bei einem schoenen Wetter, aber auch enormer Hitze.

Es war Abend, als ich heim kam. Ja, es war schon so spaet, dass ich beschlossen hatte, heim zu fahren. Frueher Abend. Ich hatte das schoene Gefuehl, das Leben haette mir noch so viel zu bieten. Ich hatte wieder einen Sinn vor Augen und die Lust, meine Zeit, so gut wie moeglich, zu nutzen. Nur: wie lange dies anhalten wuerde? Fuer den Moment hatte ich viel zutun, konnte kaum nachdenken. Ich hatte noch einiges zu erledigen, Postkarten schreiben, Weblogs sichern (nun weiss ich schliesslich nicht, wie lange sie noch bestehen bleiben), neue Schilder am Briefkasten anbringen, Bilder bearbeiten, schreiben, zeichnen, usw... Ich wurde nicht fertig, da war ER schon wieder heim. Eigentlich wollten wir noch in die Innenstadt fahren, aber das hatte zeitlich nicht geklappt. Morgen vielleicht! Aber nebenan einkaufen gegangen sind wir noch, irgendwann gegen 19:30. Wieder durch die Wiesen, nur leider dieses Mal ohne Kamera :( Da muss ich das naechste Mal dran denken. Spaetestens am Donnerstag moechte ich sowieso wieder dorthin; da gibts Sakura-Wein (Ich weiss, an Japan komme ich irgendwie nicht mehr herum *re* - Welch merkwuerdige Zufaelle; auch gestern, als ich nach Schnittmustern fuers Naehen gesucht hatte, kam ich online zum Grossteil auf japanische Websites und Hinweisen auf japanische Buecher). Ach ja, Sakura ist die japanische Kirsche. Und da gibt es so einige Unterschiede zur europaeischen.

Habe heute zwei Postkarten bekommen. Eine leider ziemlich beschaedigte von den Phillippinen, und eine aus Mexiko, die leider auch etwas zerrupft war. Und ich habe neue Adressen aus der Lostrommel gezogen, immer ungewoehnlichere Ziele werden es. Frueher hatte ich meistens die USA oder Finnland, meine letzten drei gezogenen Karten hingegen gingen nach Taiwan, Japan und Brasilien. Leider werden auch die Reisezeiten immer laenger, liegt das daran, dass viele User im Urlaub sind oder ist die Post wegen des Sommers langsamer? Auch uebers Forum habe ich mal wieder einen Tausch mit Japan ausgemacht, und mal sehen, was sich sonst noch ergibt. Oh, ich sehe gerade, wir sind wieder bei Japan O_o Ich nehme es schon kaum mehr wahr. Abends habe ich mich noch etwas genauer mit dem Aquarium befasst und dann musste ich auch schon wieder gehen... Der Bus war ueberfuellt, der Fahrer dreist, die Menschen drin generell irgendwie daemlich, und es war wieder ein ruecksichts- und hirnloses Gedraenge... Und dann stank es auch einfach ekelhaft darin, dass ich mich fast uebergeben haette... Einfach grauenhaft. Zurueck in R. habe ich mich erst einmal ordendlich mit Patchouly parfuemiert, nun finden mich einige Leute vielleicht ekelhaft, aber ich bin den anderen Gestank los und fuehle mich wohl.

Patchouly ist manchenorts uebrigens als "Totengraeberparfuem" verschrieen, da es traditionell von Menschen, die mit Leichen arbeiteten, benutzt wurde, da es konserviert, Verwesung stoppt und vor Allem einen intensiven, jeden anderen Geruch ueberdeckenden, Duft hat, also einmal ein Spruehstoss Patchouly auf den Koerper, schon stinkt nichts mehr... Daher benutze ichs auch gern, wenn ich laengere Zeit mit etwas Ekligem in Kontakt war, beispielsweise auch lange Zigarettenrauch ausgesetzt war, sodass meine Kleidung danach stinkt. Mein Parfuem ueberdeckt es... Gemischt mit Veilchen-Parfuem wirkt es uebrigens sogar noch angenehmer, das ist dann aber wohl eher etwas fuer "Frau Toetengraeber" ;) Ich weiss uebrigens, dass Patchouly schon klischeehaft mit Grufties assoziiert wird. Von Menschen, die aus Gruppenzwang Dinge tun, die sie gar nicht moegen, halte ich nichts. Ich nutze Patchouly auch, weil ich es praktisch finde und den Duft mag, nicht, weil das ach wie gruftig sei. Aber ich gebe zu: Kennen gelernt habe ich es erst durch die "Szene", ich hatte eine Bekannte, die benutzte es und ich liebte diesen Geruch, so habe ichs dann irgendwann auch selbst zu benutzen begonnen... Wonach riechen eigentlich "Opium"-Duftkerzen? Die Droge duerfte ja nicht riechen, oder? Und das Parfuem "Opium", das so schweineteuer sein soll, wonach riecht das?

Im Bad sass wieder eine Spinne, im Wohnzimmer schwirren ueberall Muecken und Motten herum und belaestigen mich. Zusaetzlich habe ich leichte Schmerzen im linken Arm. Muede bin ich kaum, Kopfschmerzen habe ich nur leichte. Aber mein "Vater" nervt. Er klugschiss mal wieder, und meinte, er habe Ahnung von etwas, denn er habe damit ja vor 40 Jahren schon zutun gehabt. Ich sagte ihm daraufhin, dass er aber die letzten 10 Jahre nichts mehr damit zutun hatte, und dass Zeiten sich aendern. Nur, weil er vor einem halben Jahrhundert mal irgendetwas erlebt haette, muesse er nicht glauben, es sei heute auch noch so. Daraufhin beschimpfte er mich, ich solle mir nichts einbilden, nur, weil ich ein Jahr studiert haette. Was hat das denn bitteschoen damit zutun?! Aber naja, was soll man von einem Menschen halten, der glaubt, eine bestimmte Bahnlinie gaebe es noch, denn die haette es vor 40 Jahren ja auch noch gegeben, und der mich dann beschimpft, ich solle mir nichts darauf einbilden, dass ich die letzten 2 Jahre Bahn gefahren sei (es sind ueber 8, die ich taeglich fahre, aber egal) - aber irgendwie ist das genau dasselbe, wie heute. Genau so unsinnig und genauso dumm. Dann beschimpfte er noch diverse Menschen aus sinnlosen Gruenden, und eben hat er mich angeschnauzt, wieso ich gegaehnt haette. Ist das etwa verboten?! Als ich das sagte, fluchte er erst recht herum. Die ueblichen Unterstellungen und Beschimpfungen - was fuer ein Idiot.

cn P

24.07.2007 um 00:31 Uhr

Was ist bei blogigo eigentlich los?!

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Internet, Blog

Wieso stehen in den letzten Tagen staendig irgendwelche Blogs mit aktuellen Eintraegen in der Liste, sind dann aber nicht anwaehlbar? Man gelangt, wie, wenn ein Blog geloescht wurde, auf die Hauptseite von Blogigo zurueck. Kann das irgendjemand erklaeren? Eine Stellungnahme vom Betreiber waere "nett", wenn er schon staendig irgendwelche Blogs loescht (bei vielen verschwundenen Blogs glaube ich nicht, dass der User sie selbst geloescht hat), dann wird ein Eintrag in seinem eigenen Blog doch wohl nicht zu viel verlangt sein. Oder konnte ihn hier irgendjemand irgendwie erreichen und weiss, was los ist? Muessen wir uns jetzt auch Sorgen machen, dass unsere Blogs willkuerlich verschwinden?

cn P 

23.07.2007 um 20:28 Uhr

Rechtschreibreform von 1944

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Sprache, Geschichte

Immer wieder hoert man von der letzten Rechtschreibreform in den 1990er Jahren. Aber wer weiss schon, dass es auch 1944 eine geben sollte? Wir koennen froh sein, dass der Vorschlag scheiterte, denn zumindest eine der Ideen, naemlich, alle Fremdwoerter einzudeutschen, ist sprachlich sehr unschoen:

Filosof
Fosfor
Teater
Tese
Kautsch
Miliö
Ragu
Träner
Tur

um nur einige Beispiele zu nennen. Oder wem gefaellt dies besser, als unsere heutige Schreibweise?

cn P

 

23.07.2007 um 02:18 Uhr

22.7.07

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Krankheit, Kunst, Reisen, Arbeit, Stress, Recht, Gesundheit

Ich war erst spaet, irgendwann gegen 4 Uhr, direkt beim Naehen eingeschlafen. Am naechsten Vormittag, als ich erwachte, hatte ich gleich schreckliche Bauchschmerzen. Den gesamten Tag litt ich an einer Uebelkeit und einem flauen Gefuehl im Magen, das mich irgendwie daran hinderte, nach Potsdam, in den botanischen Garten, zu irgendeinem weiter entfernten Friedhof, in den asiatischen Garten, zu irgendeinem Museum oder auch nur in den Park nebenan zu fahren/gehen. Und auch in den Wald wuerde ich eigentlich gern mal wieder, oder zur P.insel, oder zu einem gewissen Mittelalterdorf in D.... Nur die Magenprobleme liessen die Lust ziemlich schnell schwinden. So habe ich eben weiter genaeht, und aus den Resten (ich sagte doch, bei 1,50x0,2 kommt eine Menge heraus!) noch einige Sachen gefertigt. Um genau zu sein: Bisher... 1 Waschlappen, 2 Stoffhunde, 1 Stofflamm, 1 Armbandding, und was noch kommen soll, ist mindestens 1 Paar Armstulpen und ein weiteres Lamm (ja, ich stelle Tierchen immer in Paaren her ;) ). Und danach kann man mal sehen, was noch produziert wird. Ich weiss schon einmal, die lieben Schwieger"eltern" haetten gerne auch einen oder zwei Stoffterrier, aber so viel bedeuten sie mir nicht, dass ich mir diese Muehe machen woellte ;) Mal sehen. Einige Leser fragen sich jetzt vielleicht, wieso ich das naehe und wohin die Sachen danach kommen. 1.: Ich vertreibe mir einfach die Zeit, uebe meine Fingerfertigkeit und freue mich, wenn danach etwas Praktisches oder Dekoratives herauskommt. Vielleicht kann man auch jemandem eine Freude damit machen. 2.: Die Viecher kommen aufs Regal oder neben das Bett, das Armband zu meinem Schmuck, die Armstulpen in den Kleiderschrank oder die Waescheschublade, und der Lappen liegt gerade zum Trocknen im Bad *g*

Und dann geschah noch etwas, wo man nur den Kopf schuetteln kann. Es gibt, wie bereits erwaehnt, mit SEINEN Arbeitgebern immer Aerger. Diese haben sogar heute, am SONNTAG, nachmittags angerufen... Zur Vorinfo fuer die, die es noch nicht wissen: ER macht seit Laengerem eine Ausbildung, die abwechselnd (so im 2-Wochen-Rhythmus wechselnd) aus Arbeit bei einem Betrieb und normalem Schulunterricht an einer Berufsschule besteht. ER durfte wegen ueberdurchschnittlicher Leistungen sogar ein ganzes JAHR ueberspringen, also soll mal keiner behaupten, er koenne nichts leisten... Nur leider neigt ER zum Kranksein (Allergien, Rheuma und noch einige staendig wiederkehrende, immernoch nicht klassifizierte Beschwerden), und hat dieses Jahr (ab 1. Januar) schon einige Tage gefehlt. Darunter beim Betrieb allerdings nur 2 Tage (und einmal war er spaeter gekommen, weil er beim Arzt morgens eine Blutabnahme hatte), den Rest waehrend der Schulzeit (was uU auch daran liegt, dass ER sich trotz Krankheit oft zum Erscheinen im Betrieb zwingt, eben WEIL die - im Gegensatz zur Schule - immer Aerger machen und einem unterstellen, blau zu machen). Tja, und gerade Freitag hatte man sich wieder beim Betrieb beschwert, ER wuerde ja "immer" fehlen. Und heute gab es den Anruf.

Es war klar, dass ER am Montag frueher gehen muss, weil dann eine SCHULveranstaltung stattfindet, zu der JEDER aus dem Kurs die Arbeit verlassen muss. Es geht um die Abschlusspruefung naechsten Winter. Also ist jeder da ganz legitim fuer die Arbeit entschuldigt, weil er eben zur Schule muss. Und das hat ER dem Arbeitgeber am Freitag auch gesagt, woraufhin dieser ausrastete, ER koenne nicht schon wieder fehlen. Aber daran kann ER doch nichts aendern, wenn das schulisch so vorgesehen ist... Tja, und heute riefen sie bei uns an, um IHN zu "ermahnen", am Montag gefaelligst NICHT frueher zu gehen. Sie drohten ihm, wie ueblich, 1. mit Entlassung, 2. damit, dass er die Zeit an einem anderen Tag, auch samstags, nacharbeiten muesse, und... Ach, ich koennt mich einfach nur ueber so viel Dummheit aufregen! ER ist einfach nicht dreist genug... Ich glaube, wenn man mit mir so umspringen wuerde, waere ich laengst ausgerastet oder haette sie zumindest an die Berufsschule gemeldet oder an die Schuelervertretung und andere Auszubildendenorganisationen... Generell tun sie so einige Dinge, die absolut gar nicht zulaessig sind:

1. Wie bereits erwaehnt, Fehlzeiten aufgrund von Schulveranstaltungen duerfen nicht als Krankheits-Fehlzeiten angerechnet werden und schon gar nicht verboten. 2. Auch, wenn das immer wieder versucht wird: Man darf Menschen nicht verbieten, die Arbeit fuer einen Arztbesuch zu verlassen (gerade, wenn es zB um ein akutes Problem geht, wie ploetzlich auftretende Zahnschmerzen - da sollen sie aber auch schon behauptet haben, da muesse man eben warten, bis man sich - natuerlich bei einer Frist von 3 Wochen! - Urlaub genommen habe. In den 3 Wochen waere ein kranker Zahn dann aber sicher schon ausgefallen oder weg gefault)! 3. Es wurde gedroht, man wuerde Atteste nur noch akzeptieren, wenn ER eine schriftliche Entschuldigung dazu abgebe, auf der auch die genaue Erkrankung steht (KEIN Arbeitgeber darf jemanden zwingen, seine Krankheiten preis zu geben, noch darf er versuchen, den Arzt auszufragen! Es besteht nicht umsonst die Schweigepflicht). Also alles in allem herrschen dort merkwuerdige Ansichten vor, die genannten und noch einige andere, die so gar nicht legal klingen und fair noch weniger. Also ich haette mich laengst ueber diesen Betrieb beschwert. Dort soll diese Uni keinen Auszubildenden mehr hinschicken, das ist die reinste Schikane... Aber es zeigt sich wieder: Wer Arbeitsplaetze hat, hat das Sagen, und wenn er ein asozialer Idiot ohne jegliche Bildung ist... Traurig, aber wahr. Und bezeichnend fuer unsere Gesellschaft.

Dabei hat ER dort sowieso nicht einmal mehr 20 Tage zu verbringen, dann ist die Zeit bei dem Betrieb um. Dass die jetzt noch herumzicken muessen... *seufz* Dabei hat ER dort gar nicht so oft gefehlt und ein gueltiges aerztliches Attest hatte er auch IMMER. Versteh also einer mal die Menschen. Wahrscheinlich ist es doch wieder nur absichtliche Schikane, weil irgendjemand Probleme mit seinem Ego hat... Abends war der Bus wieder voll, zu spaet, und Muecken schwirrten in Massen durch die Luft. Der Himmel? Relativ klar, nichts von Polarlichtern gesehen (vor 2 Naechten gab es eine leicht erhoehte Strahlung). Bei meinem "Vater" begann er uebliche Stress: Fenster offen, Zimmer verwuehlt, ueberall ekelhafte Insekten, und das unendliche Gelaber und Gemecker. Und gegen irgendetwas hier bin ich stark allergisch, es ist schrecklich; meine Nase und Augen hoeren gar nicht mehr auf zu jucken, ich habe Halsschmerzen und Schnupfen und generell koennte es mir viel besser gehen...

cn P

23.07.2007 um 01:44 Uhr

21.7.07

Am meisten ging mir nach den ueblichen Spruechen von "Frueher war alles besser!" bis "Die Jugend von heute ist verkommen!" wohl noch das ewige Getroedel auf die Nerven. Um 10 Uhr war ich aufgestanden, nach 11 erst gab es Fruehstueck... Dabei war behauptet (von Versprechen kann man hier nicht reden) worden, das Essen gaebe es spaetestens um 10:30... Auch der Laerm machte mich halb wahnsinnig, das Radio, das Geschrei meines "Vaters", draussen ein Rasenmaeher, und dann noch die Maschinen in der Kueche und zusaetzlich das Rauschen des PC-Luefters. Ich hatte Kopfschmerzen, fuehlte mich schlecht, und mit jedem daemlichen Spruch ging mir alles nur noch mehr auf die Nerven. Die ueblichen dummen Behauptungen, Beschimpfungen, Unterstellungen. Wohl der duemmste Satz des Tages: "Jeder mit nem IQ von ueber 110 is doch psychisch krank! Die sind alle nich mehr normal im Kopf und verwirrt und so asozial, dass sie von der Welt nix mehr mitkriegen!" Das klingt sehr nach Neid. Naja, was soll man von einem Idioten erwarten?! Von einem Idioten, der sich in seiner Mittelmaessigkeit fuer den Allertollsten haelt und staendig ueber Dinge urteilt, von denen er wirklich NULL Ahnung hat. Aber jetzt weiss ich einen Grund mehr, wieso er mich hasst. Schon als ich ein Kind war, hasste er es, dass ich hochbegabt war, hasste mich dafuer, nicht "normal" (=durchschnittlich, wie alle anderen) zu sein. Er hat immer alles gehasst, was irgendwie "anders" war. Er haette lieber ein durchschnittliches oder sogar dummes Kind gehabt, als ein intelligentes, das dadurch unter anderen Kindern auffaellt. Ich hoffe doch, die meisten Eltern sehen das anders und lieben ein Kind unabhaengig von seiner Intelligenz, und freuen sich, wenn das Kind gut in der Schule ist.

Was mir, wie gesagt, auch sehr auf die Nerven fiel, waren all diese dummen, falschen Behauptungen, bei denen er glaubte, ach wie viel Ahnung zu haben, und unbeirrbar bei seinem Gerede war, obwohl es einfach alles nicht stimmte. Allein die Behauptung beispielsweise, Finnland habe heute noch einen Koenig, weil "die da oben alle" einen Koenig haetten, war selten daemlich. Oder dieser Unglaube gegenueber der heutigen Wissenschaft, von wegen, das sei ja heute "alles nur noch Spinnerei, um Geld zu machen". So glaubt er beispielsweise, Mondfische seien nur Fiktion und ist auf einem wissenschaftlichen Stand in manchen Gebieten, der sich seit 1930 nicht veraendert hat. Wuerde ich ihn mal auf Homosexuelle ansprechen, wuerde er wahrscheinlich auch behaupten, das seien geisteskranke Perverse, die man einsperren sollte. Daher schneide ich das Thema erst gar nicht an. Ach ja, Behinderte bezeichnet er uebrigens auch durchgehend als "schwachsinnig", was auch nicht korrekt ist. Aber zu so viel Dummheit muss man wohl gar nichts mehr sagen. Ich verliess die Wohnung und fuhr mit IHM nach S. Nach einer langen Wartezeit auf den Bus... Wir waren extra einen Umweg gelaufen, hatten dann noch in einige Laeden geschaut, bsp in einen Blumenladen direkt an der Haltestelle, aber die Wartezeit verging einfach nicht... Ca 12 Minuten waren es, naja, urspruenglich waeren es 20 gewesen.

So genau erinnere ich mich gar nicht mehr. Ich weiss nur noch, dass ich zuhause kurz am PC war und dann die Idee bekam, aus einem alten, kaputten Waschhandschuh etwas zu naehen. Aus einer Laune heraus. Also sind WIR dann zum Einkaufen ein wenig weiter weg gefahren und ich habe mir im Kaufhaus noch die Naehabteilung angesehen. Ich war richtig begeistert von der Auswahl, und die Preise waren auch in Ordnung. In der Stoffabteilung jedoch war erst einmal nicht so viel Brauchbares gefunden... Sehr viel fuer Kleidung ja, aber das traue ich mir noch nicht zu. Ich habe vorher noch nie wirklich genaeht (bzw nur einfache Sachen ausgebessert, kaputte Naehte nachgenaeht, aber mehr nicht). Aber dann habe ich doch einige nette Sachen gefunden und mir wurde deutlich, dass ich gar nicht auf die Restabteilung zurueck greifen musste, da ich auch von den ganzen Stoffrollen ein Teilchen von mindestens 20cm Breite nehmen konnte, ohne dass das zu teuer war. Nur war 20cm ziemlich viel als Mindestmasz, gerade, wenn die andere Kante 1,50m hat... Aber naja, bei Meterpreisen von 6-10 Euro pro Meter x 1,50m war das vollkommen okay, eben nur allerhoechstens 2 Euro fuer ein Stueck und das wuerde lange genug reichen... Und wenn ich gut zurecht komme, freue ich mich schon auf die 1. selbst geschneiderten Kleidungsstuecke... Ein Rock wird doch wohl nicht so schwer sein ;) Und die Stoffe dort waren so huebsch. Aber man sollte vielleicht doch mal auf dem tuerkischen Markt suchen, dort ist es billiger, wenn man mehrere Meter braucht...

Noch schnell einige besondere Farben Garn besorgt, u.ae., und dann noch ins Center... Schliesslich noch ein paar Laeden abgeklapptert und nach Borte gesucht, dann in den Supermarkt, Nahrungsmittel gekauft, nach R. gefahren... Unglaublich, was fuer Idioten heute so herum liefen! Sehr viele poebelnde Glatzkoepfe, sehr viele Asis, gerade auf dem Weg zur Alkoholabteilung, die so dreist waren, mitten im Supermarkt Randale zu machen, Dinge durch die Gegend zu werfen und Passanten zu beschimpfen. Und keiner wirft sie raus, aus Angst... Ueble Zustaende. In R. war die Wartezeit auch wieder enorm. Zurueck zuhause in S. begann ich dann mit dem Naehen. So lange dauerte es gar nicht. Nebenbei unterhalten, Musik gehoert, spaeter noch ein schoenes Bad genommen, IHM die Haare gefaerbt (ich bin ehrlich, der Farbton sieht merkwuerdig aus, und ich weiss nicht, ob ich mich daran gewoehne, oder ob man das noch einmal uebertoenen sollte), danach noch bisschen weiter gearbeitet... Irgendwie neige ich in jeden Ferien dazu, ein neues Hobby zu beginnen *g* Genau so begann ich auch mit dem Zeichnen, der Fotografie und dem Postcrossing... Nur zum Finnischlernen werde ich wohl leider nie kommen ;) Und irgendwie behalte ich die Hobbies immer dauerhaft bei. Wie viele Hobbies koennen sich wohl hoechstens ansammeln? Wann hoert man mit alten auf oder nimmt keine neuen mehr an? Die Zeit fuer jedes einzelne nimmt mit der Anzahl ab, das merke ich auch. Aber irgendwie tue ich all das doch noch regelmaessig, nur eben insgesamt seltener.

Nachts dann war ER noch hinunter zum Keller gegangen, um nach einer alten kleinen Handnaehmaschine von der Groesse eines dickeren Tackers zu suchen (ja, vorher wurde alles rein per Hand genaeht!). Dabei fiel ihm auf, dass irgendein A*loch alle Schilder von den Briefkaesten abgerissen hat! Was am Abend, als WIR heim kamen, noch nicht so war... Alle Schilder abgerissen, von Namensschildern ueber "Werbung verboten!"-Schildern bis hin zu meinen Hinweisen ueber das Beachten von Sorgsamkeit bei den Postkarten... Bei jedem Kasten, ausser bei einem einzigen Nachbarn, der sein Schild so fest angebracht hatte, dass es wohl nicht mehr ab ging. Jetzt muss ich mir die Muehe machen und morgen alles (oder zumindest die Namensschilder - sonst kommt gar nichts mehr an) neu ankleben. Ich ueberlege schon, wie man soetwas sicherer macht? Und ich kann einfach nicht verstehen, wieso jemand soetwas tun sollte. Und vor Allem: Wer?! Um die Uhrzeit kam doch sicher nur ein Bewohner dieses Hauses hinein, und wieso sollte der alle Schilder abreissen? Generell kann ich mir so ein asoziales Verhalten einfach nicht erklaeren. Und was kommt als naechstes? Muessen jetzt alle Fussabtreter versteckt werden, damit sie keiner klaut?!

cn P