Memoriae Ex Aeterna Nocte

29.09.2007 um 23:00 Uhr

Neue Merkwuerdigkeiten bei Blogigo

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Blog, Internet

1. Wenn man falsch angezeigte "ungelesene Nachrichten" hatte, hat sich die angezeigte Zahl mit jedem Oeffnen einer bestehenden Nachricht um einen Punkt verringert. Wenn man jedoch einmal "zu viel" oeffnet, dh bei angezeigten 255 Nachrichten 256-mal, dann wird der Wert wieder auf 255 zurueck gesetzt O_o Also nach 1 ungelesenen landet man wieder bei 255 ungelesen. Scheint also irgendein Zaehlproblem zu sein.

2. Wenn man Eintraege um einige Minuten vordatiert, dann erscheinen sie sofort. Manchmal zumindest.

3. Wenn eine Umfrage noch null Abstimmungen hat, dann gibts eine Fehlermeldung, wenn man die Ergebnisse ansehen will.

4. Kann mir mal einer erklaeren, wieso das "Filmszenen"-Blog in der untersten Leiste steht?! War das schon immer so? Gibts eine Kooperation mit dem Blogigo-Betreiber? Wenn ja, dann waere es nett, wenn der Filmszenen-Mensch darueber mal Auskunft geben koennte. Hier, was ich meine:

 

cn P

29.09.2007 um 15:47 Uhr

3. Semester

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Studium, Universität, Internet, Stress

Jetzt bastel ich wieder an meinem Stundenplan fuers naechste Semester und bin ratlos. Kein Mensch, auch die "Experten" von der Beratung nicht, koennen mir sagen, welche Module ich dieses Mal waehlen muss. Ich glaube aber, ich hab mir das Richtige heraus gesucht... Hoffe ich zumindest mal, nicht, dass mir in 3 Jahren einer sagt, ich darf alles nochmal machen, weil irgendetwas falsch ist :/ Sowieso ist das an diesem Schweinestall dieser Uni das reinste Chaos. Man beachte allein schon die Aenderungen aller Ordnungen. Und die Liste ist - als Beispiel - nichtmal aktuell. Es sind noch neue dazu gekommen, allein fuer den Bereich:

 

Jetzt wisst ihr, wo ich studiere, aber das ist irgendwie mittlerweile auch egal ;) Nun, was ist ausserdem mit ABV? Ich habe wirklich gar keine Ahnung. Muss ich das jetzt waehlen? Wo, wann und warum? Und ich soll ein Praktikum machen - wann denn? Und woher soll ich einen Platz bekommen? In welchem Bereich? Weiss auch keiner. Und dann glaubt man mal, einen nuetzlichen - Uni-Website-internen - Link gefunden zu haben, und dann kommt das:

 

Also, es folgt noch harte Arbeit... (Habe ich schon einmal erwaehnt, dass ich dieses organisatorische Chaos jedes halbe Jahr schlimmer finde, als den Unterricht an sich?)

Aber immerhin glaube ich, einen Stundenplan gebastelt zu haben. Dieses Mal habe ich mich echt mal lieber auf interessante Themen konzentriert und weniger darauf, moeglichst wenig hingehen zu muessen :

MO 10-12 Uhr: Vorlesung Geschichte des 20. Jh.
MO 12-14 Uhr: (2 Stunden) frei
MO 14-16 Uhr: Vorlesung Geschichte des Mittelalters

DI 10-12 Uhr: Unterricht Lyrik und Drama
DI 12-14 Uhr: Vorlesung Liebe im Mittelalter

MI 10-12 Uhr: Unterricht Erzaehltheorie

DO 16-18 Uhr: Unterricht Melancholie

Man merkt deutlich... Ich konzentriere mich aufs Mittelalter. Soweit es geht. Und ABV kommt noch dazu :/ Ich weiss nicht, wie viele Wochenstunden. Ich habe uebrigens auch noch keine Nachricht bekommen, ob ich die letzte Klausur bestanden habe. Wenn ja, dann muss ich noch eine Wochenstunde mehr Geschichte machen. Wenn nicht, dann kann ich die getrost auch in dem Jahr machen, das ich wiederholen muss... Da spar ich mir jetzt zusaetzlichen Zeitdruck. Ich find schon die 2 freien Stunden am Montag aergerlich. In DER Gegend! Da hab ich nichts weiter, als Wald, und zu essen gibts in etlichen Kilometern Umgebung nichts... Dazu kommt, dass im Winter dort kein einziger der Wege gestreut ist. Das kann noch heiter werden...

Und der Melancholie-Unterricht gefaellt mir sehr... Da akzeptiere ich auch die spaete Zeit und dass ich dann dann nie vor 20 Uhr zuhause sein werde. Da hat man wenigstens einen Grund, melancholisch zu sein ;) Ich hoffe nur, die Lehrerin ist "ordendlich". Ich hoffe, da begegnet mir dann keine Theorie-Mumie, die staendig grinsend herumhuepft und MIR (ja, jetzt folgt wieder die Selbstueberschaetzung ;) ), ausgerechnet MIR, etwas ueber Melancholie beibringen will...

Wir werden sehen.

cn P

 

29.09.2007 um 13:31 Uhr

Polarlicht!

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch

Fuer die, die es nicht sehen koennen: 6, 5, 4, 4, 4, 4, 3, 2, 2, 4, 5, 5, 5, 5. :)

Es sieht also besser aus, als seit langem. Zwischen dieser und naechster Nacht wirds also spannend. Ich warte noch auf das Ausschlagen der Werte auf 7 oder mehr ;)

Nur eine Befuerchtung habe ich: Im Moment ist es stark bewoelkt und nicht sehr windig :(

cn P

29.09.2007 um 02:15 Uhr

Irrsinn gestern und heute

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Kunst, Medien, Literatur, Wissenschaft, Geschichte

Darf ein Regisseur ein Theaterstueck nach einem literarischen Text inszenieren, den er scheinbar nicht einmal verstanden hat? Ich muss ehrlich sagen, eben lief im TV ein regionales Kultur-Magazin und ich bin entsetzt. Da sollte der ach wie tolle Intendant des Theaters XY, der nun als Regisseur Faust 2 auf die Buehne gebracht hat, doch mal fuer die Zuschauer schnell erklaeren, worum es in Faust 2 geht. Mir haben sich die Haare gestraeubt. Bitte, wer sich nur ansatzweise mit Faust 2 beschaeftigt hat, sollte wissen, dass ein Homunculus kein Buch ist! *kopfschuettel* Was fuer eine Blamage. Wenn der das Stueck mit diesem Halbwissen (wobei, das ist schon kein Halbwissen mehr, sondern ein Nichtwissen!) produziert hat, dann gute Nacht...

Fuer die, die nicht wissen, was ein Homunculus ist, und es wissen moechten: Ein Homunculus ist ein kuenstlicher, durch Menschen erschaffener, Mensch. Hohenheimchen a.k.a. Paracelsus, heute Namenspate fuer Schwimmbaeder und Mineralwasser (was fuer eine Karriere ;) ), hat im 16. Jahrhundert versucht, einen herzustellen. Dazu hat er Sperma (ob es sein eigenes war, weiss ich nicht, ich wills auch gar nicht wissen) in eine Flasche gepackt, Blut, Mineralsalze u.ae. hinein geworfen, das ganze erhitzt, und gewartet. Ich glaube, ein Mensch ist aus dem Zeug nie entstanden, lebendig wurde es aber nach gut einem halben Jahr trotzdem *wuerg* Und da sagt man immer, Alchemisten seien oft an Quecksilber-Vergiftungen gestorben, dabei war es nur vergammeltes Sperma ;) Wer mir nicht glaubt, kann sich ja erkundigen, online muesste man dazu doch einiges finden.

cn P

29.09.2007 um 01:40 Uhr

Besucherzaehler, Polarlicht und neue Umfrage!

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Blog, Gesellschaft

(1) Aktuelle Besucherzahl: 219.200 - Wer wird Besucher 220.000? ;)

(2) Ausserdem gerade bemerkt: Naechste Nacht koennte es Polarlichter geben :) Gestern bis heute gab es Solaraktivitaets-Stufen 6, 5, 4, 4, 4, 4, 3, 2, 2, 4. Gelb ist ueberdurchschnittliche Aktivitaet, rot sehr starke. Also: Augen auf!

(3) Ansonsten mal zu meiner letzten Umfrage ;)

Umfrageergebnisse:

Luegen sind...
Nicht in Ordnung, daher distanziere ich mich von Luegnern. 26 %
Bei kleinen, unwichtigen Fragen in Ordnung. 24 %
In Ordnung, wenn ein Mensch sich dadurch besser fuehlt. 19 %
Nicht in Ordnung, aber ich sehe ueber sie hinweg. 11 %
Absolut verdammenswert, die Wahrheit sollte das Hoechste sein. 11 %
Dazu habe ich keine Meinung, will aber trotzdem was anklicken. 9 %
Immer absolut in Ordnung. 0 %

Stimmen insgesamt: 54

Was soll ich dazu sagen? Kein Mensch findet Luegen in jedem Fall in Ordnung, das ist doch schon einmal positiv. 9% haben sich in nicht konstruktiver Weise geaeussert (ziemlich viele, die keine Meinung haben - habe ich schon einmal erwaehnt, dass eigentlich jeder Mensch zum Thema Ehrlichkeit eine Meinung haben sollte?).

Ganze 37% lehnen Luegen strikt ab. 11% koennen Luegner allerdings tolerieren. 43%, und damit die Mehrzahl, finden Luegen in Einzelfaellen in Ordnung. Ein Fazit moechte ich dieses Mal gar nicht ziehen, nur soviel: Die Meinungen gehen mit den unterschiedlichen Charakteren auseinander. Eine neue Umfrage wird noch heute Nacht auftauchen, ich hoffe auf rege Beteiligung!

cn P

P.S.: Noch ein schoenes Zitat von meinem "Vater": "Arme Kinder haben Intelligenzzertifikate." *lol* Da sieht man mal, wer hier wirklich ein DEFIZIT hat...

29.09.2007 um 01:22 Uhr

28.9.07

Um 3 Uhr offline gegangen. Kann frisch gekochter Tee verwest riechen? Also ich habe ihn lieber weggeschuettet O_o Habe dann wieder schreiben wollen, kam heute aber so gar nicht mit Ideen zurecht. Ich hatte zwar schon einzelne Situationen oder Bilder im Kopf, aber fuer eine Kurzgeschichte haette das nicht gereicht und Lyrik, die nur eine Stimmung beschreibt, schreibe ich nicht mehr gerne. Also habe ich auf die Methode, die man schon seit der Grundschule kennt, zurueck gegriffen: Man nehme sich ein Lexikon zur Hand, schlage zufaellig einige Seiten auf und zeige blind mit einem Finger auf ein Wort - und wenn man dann 6-8 Worte zusammen hat, schreibt man daraus irgendetwas. Was ich belustigend fand: Dass ich beim 1. Durchlauf unter meinen 6 Worten durch Zufall 3 Todsuenden hatte: Hochmut, Voellerei und Traegheit. Nein, ich habe in keinem Fachbuch ueber Todsuenden geblaettert, sondern in einem normalen alten Englisch-Woerterbuch O_o Auch in den kommenden Durchlaeufen hatte ich so einige seltsame Zufaelle. Das passte alles 100%ig wie die Faust aufs Auge. Wie soetwas sein kann? Keine Ahnung. Manchmal ist die Welt seltsam.

Um 5 Uhr war ich schlafen gegangen, um 1 stand ich wieder auf. Sofort wurde ich mit Gejammer konfrontiert und aus dem Radio erfuhr ich, dass ich vor einigen Jahren mit der Schule Deutschlands schlechtestes Opernhaus besucht hatte. Na das wundert mich irgendwie nicht ;) Wobei ich die Architektur des Gebaeudes damals schoen fand. Das Stueck hingegen leider nicht. Und ich wurde damals, in der 8. Klasse bzw mit 14 Jahren, von meinem "Vater" dazu gezwungen, weisse Kleidung zu tragen :/ Ich koenne ja nicht in meiner boesen, boesen, verkommenen schwarzen Kleidung da hinein gehen. Absolut laecherlich, denn wir waren mit etlichen Schulklassen dort und die meisten Schueler waren absolut normal gekleidet. Soweit ich mich erinnere, was das sogar eine Extra-Auffuehrung fuer Schulen, also hat man da mit Sicherheit keine spezielle Abendgarderobe erwartet. Ausserdem bin ich der Meinung, in meiner normalen schwarzen Kleidung haette ich eleganter ausgesehen, als in dem gammeligen weissen Zeug, das mein "Vater" aus der hintersten Ecke des Kleiderschranks gekramt hatte, weil das das einzige Weisse war, was ich hatte. Ich verstehe bis heute nicht, wieso es unbedingt weiss hat sein muessen. Voelliger Bloedsinn.

Habe ich mich in letzter Zeit eigentlich schon mal wieder ueber das mangelhafte Radioprogramm hier in B. aufgeregt? Im Grunde gibt es hier nur zwei Arten von Sendern: "Rentnersender" fuer Oldies und Schlager, und Charts-Sender, die alle dasselbe spielen und nicht mehr als 10 verschiedene Lieder pro Tag (da die in den Charts hoch plazierten jede Stunde mindestens einmal, oft auch zweimal, gesendet werden). Die einzigen Ausnahmen von diesen Schemata sind ein Klassiksender, der aber mehr Werbung als Musik spielte, und zwei Sender allein fuer Rap, wobei Rap ja auch Chartsmusik ist, wenn man so will... Wo bleibt da ein Jazz- oder World-Music-Sender? Wieso haben wir keinen Rock-Sender und keinen fuer Country? Also ich empfaende das als normal. Sogar Helsinki hat allein schon 6(!) Sender, die sich auf Rock, Metal und sogar Gothic spezialisiert haben. "Nischenmusik" wuerde man in Deutschland sagen, in Finnland jedoch Normalitaet. Ich glaube, Helsinki ist auch weltweit die Stadt mit den meisten Rock-orientierten Bars, Kneipen und Clubs. Und von so schrecklichem Radio-Einheitsbrei wie hier in B. habe ich anderswo auch noch nie gehoert.

Draussen war es abends richtig schoen herbstlich, fast schon winterlich. Meine Gesundheit ist in der Kuehle, sobald es dunkel war, richtig aufgeblueht. Abends zwischen 19 und 20 Uhr war ich noch schnell zum Einkaufen draussen. Das einzige, was mich stoerte, waren die hunderte von Regenwuermern auf den Gehwegen! *wuerg* Ich habe ein Problem damit, auf Lebewesen zu treten und sie damit evtl zu toeten (okay, ganz sicher sogar). Das ist bei Kaefern, Ameisen, Schnecken, aber auch anderen Tieren so. Ameisenmengen sind der Horror fuer mich, Regenwuermer und Schnecken (besonders Nacktschnecken) sowieso. Und ich erinnere mich gut an Thailand. Da gabs eines Mittags, als ich mit meiner "Mutter" am Strand unterwegs war, eine wahre Krebs-Invasion. Ich habe mich an meine "Mutter" gehaengt und die Beine in die Luft gehoben und habe mich geweigert, den Boden auch nur noch einmal zu beruehren. Damals, mit 4 Jahren, war das zum Glueck nicht ein zu grosses Problem, so wurde ich eben am Strand vorbei getragen. Generell hatte ich, so merke ich gerade, damals einen Drang, an Dingen hochzuklettern. *g* Einmal sollte ich etwas bei den Nachbarn abgeben und die waren nicht zuhause. Ihr Hund aber, wider Erwarten. Der war nicht boesartig, aber kam natuerlich angelaufen und bellte mich an. Irgendwie wars mir nicht geheuer und ich bin das hohe Tor hinauf bis auf die Mauer geklettert. Und da habe ich gesessen. Aber die Nachbarn kamen ja auch bald ;)

Abends hatte ich wieder Magenbeschwerden. Und der Bus kam 12(!) Minuten zu spaet und war mit poebelnden Deppen ueberfuellt. "Zuhause" dann war es wieder schrecklich kalt. Es zog und wie immer waren alle Fenster, auch in meinem Zimmer, offen. Das sind sie wohl auch 256 Tage im Jahr, egal, wie kalt es ist. Ich finde das derart krank! Ausserdem wird wieder herum gemotzt. Das uebliche duemmliche Geschwafel. Krieg hier, Terror da. Wie kann man nur so paranoid sein?! Und ich bin hier die boese psychisch Kranke, dabei glaube ich, weitaus harmloser zu sein, als diverse Menschen, die sich "normal" schimpfen duerfen. Was fuer eine verdrehte Welt ist das. Aber naja, das WE steht bevor. Vielleicht habe ich ja auch ein wenig Freizeit. Vielleicht gehe ich abends wieder spazieren. Der Mond ist schoen, und alle Strassen neblig.

cn P

29.09.2007 um 00:57 Uhr

Ein Schluessel zu meinen anormalen Empfindungen

Ich habe vor Langem schon bemerkt, dass an meiner Psyche irgendetwas "nicht stimmt". Ich fragte mich immer nur, ob man das irgendwie klassifizieren koennte, einfach interessehalber. Dabei habe ich schon vor Laengerem festgestellt, dass man nicht 1 Syndrom diagnostizieren koennte, sondern dass es eine grosse Mischung aus allen moeglichen Phaenomenen ist. Und gestern habe ich noch etwas Interessantes gefunden, was zwar nicht "die Loesung schlechthin" ist, aber schon eine Erklaerung fuer einige meiner Denkweisen. So gesehen erscheint es logisch und ich bin schon blind gewesen, eigentlich haette man doch wissen muessen, dass mein Sozialempfinden anders sein muss, weil ich in meiner Kindheit und auch danach kaum Menschenkontakt hatte. Auch, wenn ich danach wieder "aufgeholt" habe und viel "draussen" war, die Kindheit praegt eben doch. Und so habe ich jetzt meine Erklaerung, wieso ich glaube, Logik zu "empfinden" statt Emotionen, wieso ich alles sehr nuechtern betrachte, und das auch, wenn ich meine, dass es mir gut geht. Nicht etwa, wenn ich so ueberbelastet bin, dass es "logisch" ist, gar nichts mehr zu fuehlen (das hatte ich auch schon einige Male und es war definitiv anders, als sonst).

Ich habe eben eine andere Art, meine Empfindungen auszudruecken, ich tue es in meiner Kunst und durch Schrift. Viele koennen sich, die meine Briefe kennen, gar nicht vorstellen, dass ich im Alltag gar nicht sonderlich sozial interessiert (im Sinn von "redefreudig") bin und meist vor mich hin schweige und, wie man es mir schon mehrfach bestaetigt hat, "erschreckend kalt" wirke. Ich schreibe gerne - Das Schreiben ist meine bevorzugte Kommunikationsart. Das Reden erscheint mir oft irgendwie "unnoetig muehsam". Physisch vor einem Menschen zu sitzen, ebenfalls, denn es kommt mir auf Informationsaustausch an, und da ist die logischste und schnellste, einfachster (und vielleicht auch schoenste?) Form fuer mich die Schrift. Ich kann mir nun auch erklaeren, was ich in der Schule haeufig erlebt habe. Man hat mir so oft vorgeworfen ich sei undankbar, und eine der meistgestellten Fragen war wohl "Freust du dich denn nicht?". Wenn andere eine gute Note hatten, sind sie schreiend und jubelnd durch die Klasse gesprungen, auch als "Erwachsene" noch. Ich habe mich gefreut, aber nichts gezeigt. Oft nicht einmal gelaechelt. Wieso auch? Ich habe Freude empfunden, aber hatte keinen Anlass gefuehlt, irgendwie meine Mimik oder meine Koerperhaltung oder was weiss ich zu wechseln. Ich habe es nicht unterdrueckt, sondern es war gar kein Drang da. Das hat leider staendig zu dem Missverstaendnis gefuehlt, ich haette mich nicht gefreut. Dank dem ewigen Vorurteil "Koerpersprache luegt nie" haben sie mir dann nicht einmal geglaubt, dass ich mich freue, sondern auf mir herum gehackt, ich wuerde luegen. Was fuer ein Bloedsinn. Aber es beweist: Koerpersprache scheint irgendwie schon erlernt und nicht unbedingt natuerlich zu sein.

Aber wie kann ich das Gegenteil beweisen?! Wenn ich etwas empfinde, aber mein Koerper das nicht nach aussen zeigt, dann empfinde ichs doch trotzdem. Wie soll ich das beweisen? Mehr als behaupten kann ichs nicht. Im gegenteiligen Fall jedoch, wenn man physisch so tut, als empfinde man etwas Bestimmtes, da wird nie nachgefragt, ob man das ehrlich meine. Oder, ein anderer Gedanke: Damit man mich in Ruhe laesst, haette ich mir ihr Verhalten ja einfach absehen koennen und dann bei den Empfindungen so reagieren koennen, wie sie es getan haetten. Um "normal" zu wirken. Aber das wollte ich nie, denn es waere eine Maske, ein Theaterspiel gewesen! Wenn ich nicht das Gefuehl habe, laechelnd und jubeln zu muessen, dann tue ich das auch nicht, auch, wenn das von mir erwartet wird. Denn ich verabscheue Luegen und das waere eine Luege. Die einzigen Gelegenheiten, wann ich luege, sind - wie gesagt - Gruende, wo ich eine "Regel" breche, weil ich den Sinn der Regel nicht sehe. Das altbekannte "Ich uebernachte dieses WE bei einer Freundin" - Weil ich anders niemals hinaus gedurft haette. Ich haette IHN nie wieder sehen duerfen, und nun sind wir bald 5 Jahre ein Paar. Ohne Luege waere das gar nicht moeglich gewesen. Ich hatte anfangs schon einige Zweifel, ob ich in dem Fall luegen "duerfe", aber ich habe schnell "eingesehen", dass es das einzig richtig fuer meine Liebe war, und damit hatte ich dann auch keine Gewissensbisse o.ae. mehr.

Ich luege nicht grundlos. Nicht aus Bequemlichkeit. Nicht, weil es so einfacher waere. Nur, wenn ich ein richtiges "Herzensziel" vor mir habe und es anders nicht erreichen kann. Und dann auch nur, wenn die Barrieren, denen ich nur mit der Luege entgehen kann, fuer mich sinnlos wirken, wie eben zB das Verbot, IHN zu treffen, bzw das Verbot, generell bei Jungen/Maennern zu uebernachten. Das sollte mit 16-18 Jahren doch wohl normal kein Problem sein. Was die Emotionen betrifft, noch einmal: Erstaunlicherweise lache ich oft, und ich lache wirklich "ernsthaft", von ganzem Herzen. Das liegt wohl daran, dass es eine sehr starke Emotion ist. Ich weine auch, wenn es mir sehr schlecht geht. Das sind wohl die Prioritaeten; solche Dinge wie eine gute Zensur (zB) sind zwar schoen, aber sie bedeuten mir nicht wirklich viel. Der andere Punkt, der die schizoide Persoenlichkeitsstoerung ausmacht, ist das Desinteresse am Begegnen von anderen Menschen. Es ist wirklich so; Freunde will ich nur wenige, aber dafuer verlaessliche haben. Mehr ist wohl auch gar nicht moeglich, weil ich - das sage ich offen und ich finde es gut so - einen schwierigen Charakter habe. Und wenn ich Menschen "haben" moechte, dann moechte ich mich nur gedanklich mit ihnen austauschen. Physik brauche ich gar nicht.

Vielleicht verstehen die Menschen das nun ja... Diese Menschen, die mich staendig fragten, ob ich sie denn nicht leiden koennte, nur, weil ich sie nicht sprechen oder treffen wollte. Es ist ein Missverstaendnis. Einem "normalen" Menschen wird das vielleicht nicht einleuchten, aber ein Mensch kann mir sehr viel bedeuten, kann eng mit mir befreundet sein, und doch kann ich oft gar keine Lust haben, ihn zu treffen, mit ihm zu telefonieren, etc. Ich mag das einfach nicht. Dadurch bedeutet mir der Mensch nicht weniger! Und diese Menschen, die mir nahe stehen, die sollten sich geehrt fuehlen ;) Wirkliche "Vertrauenspersonen" habe ich zeitgleich nie mehr als 2 oder allerhoechsten 3. Aber was heisst "Vertrauenspersonen" - ueberhaupt, Menschen, mit denen ich mich ueber laengere Zeit persoenlicher unterhalte ;) ER ist es nun schon seit einigen Jahren, vorher waren es immer irgendwelche "Schwestern". Franziska, die nun in der Anstalt sitzt, war eine dieser Personen, die mich genauso gut kannte, wie ich mich selbst. Ich habe fast alles mit ihr geteilt, ich wusste auch alles ueber sie. Wir waren spiegelbildlich. Und irgendwie neige ich dazu, mich nur mit Menschen zu befassen, mit denen ich wirklich eine extrem enge Bindung fuehren kann. Alle anderen interessieren mich gar nicht. Sie gehen an mir vorbei, weil sie fuer mich sowieso bald wieder weg und daher vollkommen unbedeutend sind.

Wenn ich mich mit einem Menschen intensiv befasse, dann moechte ich das laenger tun, sonst ist es fuer mich verschwendete Muehe. Was uebrigens nicht heisst, ich waere an den Belangen der Masse an Menschen desinteressiert. Ich interessiere mich sehr wohl fuer unsere Gesellschaft, fuer Kultur, fuer Politik, fuer die Lebensverhaeltnisse verschiedenster Menschen. Nur ist das doch vielleicht ein wenig abstrakt. Wenn man das so nennen kann. Was mir auch aufgefallen ist, war der letzte Punkt auf der Symptomliste zur schizoiden Stoerung: Die Unfaehigkeit, mit Normen zurecht zu kommen. Also ich denke, das trifft bei mir nicht so zu, aber es muessen ja auch nicht 100% der Symptome bei jedem Betroffenen(?) auftreten. Das einzige, was bei mir in diese Richtung geht, ist wohl, dass ich Normen immer hinterfrage, nichts einfach so hinnehmen will, und dass ich auch Dinge nicht ernst nehme, bei denen ich selbst keinen logischen Sinn sehe. Faellt das auch schon in den letzten Punkt? Aber es ist ja wohl logisch; ich erwaehnte vor wenigen Tagen schon einmal: Ich wuchs relativ "unerzogen" auf und musste mir daher immer SELBST Gedanken machen. Ich musste selbst richtig und falsch entscheiden, nur nach Logik und dem, was ich fuer sozial bzw asozial hielt. Meine Regel fuers Leben ist: Alles sei erlaubt, was niemand anderem gegen seinen Willen schadet. Das ueberschneidet sich manchmal mit unseren Traditionen und Normen, manchmal nicht.

Uebrigens habe ich nie eine wirkliche Beziehung zu meinen "Eltern" gehabt. Wenn ueberhaupt, dann war sie viel schwaecher und oberflaechlicher, als die, die ich zB zu Schwestern oder IHM hatte/habe. Meine "Mutter" habe ich bekanntlich ab ca 7 Jahren nicht mehr wirklich oft gesehen, davor sah ich meinen "Vater" nie, weil er immer arbeiten war, und danach sass ich eigentlich den gesamten Tag immer nur allein in meinem Zimmer und habe Musik gehoert, gelesen und geschrieben. Lyrik, Kurzgeschichten. Schon mit 8 Jahren. Menschenkontakt interessierte mich damals schon nicht zu recht. Aber er ist ja unvermeidbar... Was nicht bedeutet, dass man ihn dennoch auf ein geringstes Masz reduzieren kann.

cn P

28.09.2007 um 02:02 Uhr

Schizoid

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Psychologie, Gesellschaft

Das habe ich vorhin beim Googlen gefunden:

"Die schizoide Persönlichkeitsstörung (griechisch: schizo = abgespalten; nicht zu verwechseln mit Schizophrenie oder der Schizotypischen Persönlichkeitsstörung) zeichnet sich aus durch einen Rückzug von affektiven, sozialen und anderen Kontakten mit übermäßiger Vorliebe für Phantasie, einzelgängerisches Verhalten und in sich gekehrte Zurückhaltung. Die Betroffenen verfügen nur über ein begrenztes Vermögen, Gefühle auszudrücken und Freude zu erleben. Darüber hinaus besteht eine Vorliebe für Phantasie und einzelgängerisches Verhalten (ICD-10 GM). Beim geselligen Umgang fällt die Unzugänglichkeit des Wesenskerns auf, obwohl formal ein perfekter und sogar eleganter Umgangsstil beherrscht werden kann. Menschen mit einer solchen Störung bilden kompensatorisch oft ein hohes Maß intuitiver Fähigkeiten aus, mit denen sie sich zugleich schützen und Überlegenheit gewinnen können. Soweit die sonstigen Voraussetzungen bestehen, entwickeln sie ein hohes Maß an intellektueller Differenziertheit. Es wird von weniger als 1 % Betroffenen in der Bevölkerung ausgegangen, d.h., dass die Störung im Vergleich zu anderen Krankheiten relativ selten vorkommt.

Verlauf

Nach vorherrschender Auffassung nimmt diese Persönlichkeitsstörung ihren Ausgang von der frühen Kindheit. Eine hochgradige angeborene Sensibilität und Irritierbarkeit wird ebenso als Voraussetzung für ihre Entstehung angesehen wie Formen starker emotionaler Vernachlässigung, chaotischer sozialer Verhältnisse oder auch Formen brüsker mütterlicher Fürsorge. In vielen Fällen weist ein Elternteil psychische Störungen auf und/oder konnte ihr Kind nicht verstehen. Dem Säugling und Kleinkind fehlt ausreichender Schutz zum Ausbilden der ersten selbstständigen Kontakte mit der nächsten Umgebung - solche Versuche wurden entweder gar nicht beantwortet und konnten sich nicht weiterentwickeln, oder es wurde so stark auf sie reagiert, dass nicht die Freude an der Antwort, sondern die Beängstigung durch sie als bleibende Erfahrung im Gedächtnis bleibt.

Eine tiefgehende Kontaktstörung prägt diese Menschen, ihre emotionale Beziehung zur Umwelt und anderen Menschen ist zentral gelockert, sie beschreiben ihr Lebensgefühl häufig wie "unter einer Glasglocke" lebend. Die Welt bleibt blass, die spontane Erlebnisfähigkeit und das unmittelbare Ansprechen der Gefühle sind stark gehemmt. Tiefsitzendes Misstrauen hält sie fast instinktiv anderen Menschen gegenüber auf Distanz. Die ausgeprägte Zwiespältigkeit ihrer Erlebnisart hat dieser Störung den Namen gegeben. Während einerseits der Wunsch nach inniger Gemeinsamkeit mit anderen Menschen durchaus vorhanden ist, sind andererseits die Wege zum Ausdrücken und Mitteilen überwiegend blockiert, starr und hölzern tritt der Mensch auf, der gleichzeitig innerlich glühen mag. Und unter Druck gesetzt, durch z.B. zu enges Zusammenleben oder heftige Kritik, reagieren sie oft abrupt und befremdlich, scheinen sich gerade gut unter Kontrolle zu haben, bevor sie einen Augenblick später explodieren. Sowohl perfekte Selbstkontrolle als auch explosives Ausbrechen sind die zwei Seiten einer Persönlichkeit, deren emotionale Verbundenheit mit anderen Menschen nur gering belastbar ist.

Beruflich fühlen sie sich in abstrakten Wissenschaften fern ab von Menschen wohl und können dort zu überaus guten Leistungen fähig sein. Ebenfalls kommt ihnen ihre Flexibilität durch zumeist soziale Ungebundenheit zugute. In der Schule liefern sie mitunter schlechte Leistungen ab, die nicht in Relation zu ihrem Intellekt stehen und ziehen oft Hänseleien auf sich.

Der Begriff der Persönlichkeitsstörung legt eine Fixierung auf die beschriebenen Merkmale nahe. Dennoch ist davon auszugehen, dass solche Störungen unter günstigen Bedingungen sich mildern, Plastizität beweisen und zu Veränderungen gebracht werden können.

Klassifikation nach ICD und DSM

ICD-10

Mindestens drei der folgenden Eigenschaften oder Verhaltensweisen müssen vorliegen:

1. wenn überhaupt, dann bereiten nur wenige Tätigkeiten Freude;
2. zeigt emotionale Kühle, Distanziertheit oder einen abgeflachten Affekt;
3. reduzierte Fähigkeit, warme, zärtliche Gefühle für andere, oder Ärger auszudrücken;
4. erscheint gleichgültig gegenüber Lob oder Kritik von anderen;
5. wenig Interesse an sexuellen Erfahrungen mit einem anderen Menschen (unter Berücksichtigung des Alters);
6. fast immer Bevorzugung von Aktivitäten, die alleine durchzuführen sind;
7. übermäßige Inanspruchnahme durch Phantasien und Introvertiertheit;
8. hat keine oder wünscht keine engen Freunde oder vertrauensvollen Beziehungen (oder höchstens eine);
9. deutlich mangelhaftes Gespür für geltende soziale Normen und Konventionen. Wenn sie nicht befolgt werden, geschieht das unabsichtlich.

DSM-IV

A: Ein tief greifendes Muster, das durch Distanziertheit in sozialen Beziehungen und eine eingeschränkte Bandbreite des Gefühlsausdrucks im zwischenmenschlichen Bereich gekennzeichnet ist. Die Störung beginnt im frühen Erwachsenenalter und tritt in den verschiedensten Situationen auf. Mindestens vier der folgenden Kriterien müssen erfüllt sein:

1. hat weder den Wunsch nach engen Beziehungen noch Freude daran, einschließlich der Tatsache, ein Teil der Familie zu sein,
2. wählt fast immer einzelgängerische Unternehmen,
3. hat, wenn überhaupt, wenig Interesse an sexuellen Erfahrungen mit einem anderen Menschen,
4. wenn überhaupt, dann bereiten wenige Tätigkeiten Freude,
5. hat keine engen Freunde oder Vertraute außer Verwandten ersten Grades,
6. erscheint gleichgültig gegenüber Lob und Kritik von Seiten anderer,
7. zeigt emotionale Kälte, Distanziertheit oder eingeschränkte Affektivität.

Korrelation zu anderen Krankheiten und MBTI

Es wird eine starke Korrelation zwischen den MBTI-Typen INTJ und INTP angenommen (siehe auch: Keirsey). Des Weiteren sind männliche Personen öfter betroffen als weibliche.

Ebenfalls tritt eine schizoide Persönlichkeitsstörung meist nicht isoliert, sondern kombiniert mit anderen Krankheiten auf. Es gibt Überschneidungen mit anderen Störungen, vor allem mit dem Asperger-Syndrom, der vermeidenden Persönlichkeitsstörung und Depressionen, weswegen die Diagnostizierung oft schwerfällt. Unterschiede sind, dass sich Personen mit schizoiden Persönlichkeitsstörungen im Vergleich zu depressiven Leuten nicht unterlegen fühlen, im Gegensatz zu Menschen mit vermeidender Persönlichkeitsstörung bzw. sozialer Phobie keine Angst vor sozialen Interaktionen haben, sondern diese wegen ihrer Gleichgültigkeit meiden, und keine körperlichen Symptome wie beim Asperger-Syndrom haben. Im Vergleich zu Schizophrenen haben sie keine Wahnvorstellungen oder kognitiven Störungen. Die ähnliche schizotypische Persönlichkeitsstörung unterscheidet sich von der schizoiden dahingehend, dass sie durch mehr Naivität und Interesse an Pseudowissenschaften wie Esoterik und Magie geprägt ist. Durch Fokussieren auf das Äußere der Betroffenen, welches sich stark vom Inneren unterscheidet, kann es schnell zu Fehldiagnosen kommen.

Behandlung

Schizoide Menschen suchen in aller Regel keine psychologische Behandlung auf, es sei denn, sie werden dazu gezwungen. Sie können von einem sozialen Trainingsprogramm profitieren, wobei es die Ansicht gibt, dass dabei nicht ihre Krankheit behandelt wird, sondern sich nur ihr Auftreten ändert. Ebenfalls darf man auf keinen Fall vom äußeren Verhalten auf die Gedankenwelt schließen, weil diese meist um einiges gefühlvoller und lebendiger ist, als es den Anschein hat.

Kritik

Es ist umstritten, ob die schizoide Persönlichkeitsstörung als Krankheit gewertet werden soll oder nicht. Oft leiden weder Betroffene selbst noch Angehörige, oder sie nehmen es nicht wahr. Es ist außerdem unklar, ab wann deren Verhaltensweisen als krankhaft oder als sonderbar zu bezeichnen seien. Nicht selten werden Verhaltensweisen nur aus dem Grund abgelehnt, weil sie in dem jeweiligen Kulturkreis, in dem diese Personen leben, eine geringe Verbreitung haben. Tatsächlich aber können abweichende Verhaltensweisen durchaus Sinn ergeben oder, wenn dies nicht der Fall ist, zumindest völlig harmlos sein."

Also ich komme locker auf ueber 3 der Listenpunkte. Alles trifft nicht zu, also ich weiss ja nicht... Wo ist man krank oder psychisch anders, wo ist man noch "normal" und einfach nur charakterlich ungewoehnlich? Ehrlich gesagt ist es mir egal, ich finde mich sehr gut so, wie ich es bin. Nur interessant, dass es wohl doch mehr Menschen gibt, die so "seltsam" sind. Laut obigem Text ca 1% der Bevoelkerung, ja, das ist wenig. Und denen begegnet man dann nicht, weil man nur zuhause sitzt und sie dasselbe tun *lach* Ironie der schizoiden Stoerung ;) Irgendwie find ichs im Moment schon belustigend. So ist das Leben.

cn P

28.09.2007 um 01:16 Uhr

27.9.07

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Stess, Familie, Nahrung, Gesellschaft, Schule

Schon direkt nach dem Aufstehen begann wieder das duemmliche Gerede. Ich wartete gerade auf das Essen, als mein "Vater" aus heiterem Himmel fragte: "Kannst du beissen?" Es verwundert mich selbst, dass ich nur mit "Was soll die Frage?" geantwortet habe, ohne "daemlich", "dumm" oder "bescheuert" im Satz. Vielleicht war ich auch einfach zu verwirrt, was das Gerede sollte. Ich hatte schon schnell verstanden, dass es um das Essen ging, aber ich war trotzdem wie erschlagen von dieser Frage. Ich meine, was soll denn das?! Ich hatte zwar von ueber 7 Jahren mal einen Unfall, wo ich mir die Schneidezaehne angebrochen habe, aber seitdem wurde ich NIE gefragt, ob ich irgendwelche Beeintraechtigungen beim Kauen davon haette. Und ich habe immer alles problemlos gegessen. Also was soll die Frage, heute morgen, 7 Jahre spaeter? Wieso sollte ich heute nicht mehr essen koennen, wenn ich noch gestern und die gesamten 7 Jahre zuvor gegessen hatte? Auf Fragen kommt dieser Mensch... Und dann noch in einem derart aggressiven Ton! Also wirklich, davon koennte man sich glatt auch noch den Morgen versauen lassen...

Leider nahm das Blahblah kein Ende. Und an der Bushaltestelle musste ich 10 Minuten warten, umgeben von haufenweise Asis von der in der Naehe befindlichen "Gesamtschule". Wenn die von der gymnasialen Oberstufe kamen, die dort integriert ist, dann gute Nacht! Wenn man sich die Menschen so ansieht, und sich dabei vor Augen fuehrt, dass das unsere zukuenftige Erwachsenengeneration sein soll - dann bin ich geneigt, mich von der naechsten Bruecke zu schmeissen. Ich will sie ja nicht alle in einen Topf werfen, aber da waren haufenweise solche Menschen dabei, die schrieen, poebelten, wie aus der Gosse gekleidet herum liefen, und so weiter. Das, was der mediengepraegte Mensch vorm inneren Auge hat, wenn er zB "Ruetli-Schule" hoert. So laufen hier mittlerweile die Massen herum. Soll ich damit zufrieden sein? Irgendwie ist es ironisch, aber ich kann kaum darueber lachen. Ich bin selbst nicht viel aelter, manchmal, bei solchen zB, die sitzen geblieben sind, bin ich sogar genau so alt, wie sie. Und doch fuehle ich mich von ihrer Aggression und ihrem Gehabe derart abgestossen, als laegen 50 Jahre zwischen uns. Oder eine andere Welt. Ich verstehe die Massen, die in meinem Alter sind, einfach nicht. Ich fuehle mich aelter, ich sehe deutlich, dass ich mir mehr und andere Gedanken mache, als sie. Wieso? Wieso findet sich keiner in meinem Alter, der mir auch nur irgendwie aehnelt? Es ist wirklich eine gaenzlich andere Welt.

Wobei ich uebrigens auch den Eindruck habe, dass psychische Unreife sich mittlerweile auch bis zum Alter von 40 oder mehr Jahren zieht. Ich habe bei vielen den Eindruck, sie wuerden nie "erwachsen" werden - aber sie haben einen erwachsenen Koerper, erwachsene Rechte und Pflichten! Das passt doch irgendwie nicht. Wenn Menschen waehlen, wenn Menschen Auto fahren, gefaehrliche Dinge tun, ueber unsere Welt bestimmen sollen - Menschen, denen ich geistig nicht einmal ein Aquarium oder eine Topfpflanze anvertrauen wuerde, ohne Angst darum haben zu muessen! Bei vielen siehts wirklich so aus: Kaum reifen sie einigermassen, degenerieren sie auch schon wieder und werden senil... Schon seltsam, wie sich unsere Menschheit entwickelt. War es wirklich schon "immer" so? Wenn ich mir diese Schueler so ansah, war ich wieder richtig froh, nicht mehr zur Schule zu gehen. Wobei ich ihnen so schon zu oft begegne. Aber das Thema hatten wir schon einmal. Und alle waren sie am Rauchen... Ca 20 Leute. Den ekligen Qualm koennt ihr euch vorstellen. Und man sah deutlich den Gruppenzwang: Viele sahen so aus, als haetten sie gar keine Lust, zu rauchen. Sie qualmten bloss, weil ihre "coole" Freundin neben ihnen auch zu qualmen beging. Und dann husteten und spuckten sie alle. Also ich denke, ein Mensch, der wirklich Freude am Rauchen hat, sieht anders aus.

Ich habe mittlerweile uebrigens festgestellt, dass ich nicht mehr ganz so hysterisch aufs Passivrauchen reagiere, wenn ich alle paar Monate mal selbst an einer Zigarre schnupper oder ein wenig damit herum paffe. So gewoehnt man sich wohl an den Geruch ;) Klar macht man sich damit auch die Gesundheit kaputt. Andererseits - wer weiss schon, wie lange ich so oder so noch haette. Was ich auch seltsam finde - viele tun ja so, als seien sie schrecklich suechtig. Als koennte man gar nicht mehr mit dem Rauchen aufhoeren, wenn man nur mal eine Zigarette geraucht haette. Also ich hatte bisher nie Entzugserscheinungen. Ich hatte nie einen Drang, zu rauchen, war nicht zitterig, o.ae. Ich denke auch nie ans Rauchen... Ausser vielleicht einmal im Vierteljahr, nach dem Motto: "Man koennte ja ggf mal eine rauchen", und dann wuehle ich hinten im Schrank bei den Zigarren, die ich noch aus diversen Gruenden uebrig habe. Dann stecke ich mir, wenn ich Lust habe, eine an, und dann wars das wieder fuers naechste halbe oder ganze Jahr. Das letzte Mal vor vor ein paar Tagen hatte ich uebrigens geraucht, als WIR noch nicht in S. lebten, also vor - ich schaetze - 3 Jahren. Und davor mal vor - von heute aus gesehen - 4 Jahren. Einmal im Jahr, manchmal seltener, manchmal auch bisschen haeufiger. Ich koennte jederzeit aufhoeren, habe da keinen Kontrollverlust.

Aber ich sagte ja schon einmal, irgendwie erscheinen mir Draenge und Triebe unglaublich fremd. Ich habe ja nicht einmal ein richtiges Hungergefuehl. Ich kann das Essen ueber Tage vergessen, wenn mich niemand dazu ermahnt. Generell bin ich wohl ungewoehnlich trieblos, in allen moeglichen Bereichen. Heisst das, ich bin nah am Nibbana? ;) Vielleicht kann ich die meisten Menschen daher nicht verstehen. Denn sie jagen ja immer und ueberall nach Befriedigung irgendwelcher diverser Triebe. Und wieder frage ich mich: Wieso bin ich anders? ... War ich froh, als der Bus kam und ich bald in S. aussteigen konnte. Endlich war ich die ganzen qualmenden 13- und 14-Jaehrigen (die ja offiziell gar nicht rauchen duerften, es aber trotzdem staendig tun) los. Zum Abend dann kann ich auch nicht mehr viel sagen, ausser, dass der Tag sehr schnell verging, und ER wieder uebermuedet war und unangenehm herum troedelte. Und als ich nach R. "nach Hause" kam, stank es wieder ekelhaft in der Wohnung. Oder nehme ich das nur uebertrieben wahr, da mein Geruchssinn im Moment intensiver funktioniert? Ich werde ja foermlich verrueckt von all den Sinneseindruecken :/

Und gleich wurde ich wieder angemotzt. Dieses Mal wurde mir unterstellt, ich habe den PC "kaputt gemacht". Komisch, dass mein "Vater" ihn heute Mittag benutzte und er da noch einwandfrei ging. Ich hingegen hatte ihn das letzte Mal in der Nacht davor verwendet, und da ging er auch noch. Also zwischenzeitlich habe ich ihn nicht angefasst, und dennoch soll ich ihn beschaedigt haben? Aber natuerlich! Denn der goettliche, unfehlbare Herr "Vater" kann es ja nicht gewesen sein, schliesslich ist er unfehlbar! *zyn* Ausserdem nerven mich die Muecken hier. Fast mehr als das Geschwafel, das ich laengst nicht mehr ernst nehmen kann. "Schade" finde ich auch die Attituede - ich weiss, ich koennte mich mal wieder wiederholen - die einige Menschen an den Tag legen, mit der sie sich selbst "dumm" halten: Sie sagen sich staendig, sie koennten bestimmtes nicht, dabei versuchen sie es nicht einmal. Vielleicht ist es auch ein Vorwand, um gar nicht erst nachdenken zu muessen, nach dem Motto: "Ich verstehs sowieso nicht, also wozu die Muehe". Ist das Faulheit oder Mangel an Selbstbewusstsein durch Umfeld und Erziehung?

cn P

28.09.2007 um 00:48 Uhr

Was mich so in den letzten Tagen beschaeftigte:

Stimmung: Ich verstehe diese Welt mit all ihrer unnoetigen Aggression nicht.
Musik: /.

Unsere Welt basiert auf Verbindungen. Es wird erwartet, dass der Mensch moeglichst viele Freunde, Bekannte und Verwandte habe. Ganz offen heisst es sogar: Ohne Beziehungen ist man verloren. Ohne Beziehungen kommt man in der Schule nicht weit, bekommt schwerer einen Ausbildungsplatz oder einen Job, und selbst an die Uni kommt man viel besser, wenn man schon einen Verwandten hat, der bei einem Dozenten im Unterricht sitzt und diesen beschwafelt. Ganz offiziell duerfte es gar nicht so sein, so ist es aber, und alle geben es zu. Und wenn ein Schueler, der versetzungsgefaehrdet ist, ploetzlich mit Bestnoten ins naechste Semester kommt, nachdem Vati, Mutti oder Omi der Schule Geld fuer einen neuen Werk- oder PC-Raum gespendet hat, dann ist sehr offensichtlich, was da vorgegangen ist, aber niemanden kuemmerts. Schon in fruehster Kindheit wird erwartet, dass man moeglichst viele Freunde habe. Und eine moeglichst grosse Verwandtschaft. Man wird angeleitet, mit allem und jedem befreundet zu sein. Qualitaet zaehlt nicht, nur Quantitaet - das wird einem beigebracht. Man soll am besten mit jedem eng befreundet sein.

Schon im Kindergarten wird ein "Ich will mit XY nicht spielen, weil wir uns nicht verstehen" oder weil man andere Interessen hat, nicht akzeptiert. Man soll gefaelligst so "sozial" sein und auch mit dem von einem Teller essen, mit dem man sonst nicht einmal dieselbe Luft atmen woellte. Beispielsweise auch, wenn diese Person einen soeben beschimpft oder die rassistischen Sprueche des Vaters nachgeplappert hat, die man zutiefst verabscheut. Ja, schon im Kindergarten findet man Kinder, die rassistische, neonazistische Parolen plappern. Und wenn man einfach mal allein sein moechte, dann wird das erst recht nicht akzeptiert. Das kenne ich zugut aus meiner Kindheit, das kennt ER genauso: Man will viel lieber malen oder mal kurz allein etwas basteln, schon kommt in einer Minute eine "Erzieherin" angerannt, reisst einem die Sachen weg, unterstellt einem, unsozial zu sein, und zwingt einen, mit irgendwem zu spielen. Und wenn man nur zu Fremden in den Sandkasten gesetzt wird, dann neben denen sitzt, und weniger damit anfangen kann, als vorher allein beim Malen. Und wenn man haeufiger zeigt, dass man auch mal allein sein will, kommt der Onkel Psychologe und unterstellt einem, kontaktgestoert zu sein.

In der Grundschule hatten wir da auch mal etwas. Religionsunterricht. Da gab es eine - benotete - Hausaufgabe, wo man 5 bis 10 Menschen aus der Familie oder der Nachbarschaft einen Textanfang geben und sie bitten sollte, die Geschichte weiter zu schreiben. Mindestens eine Seite DIN A 4. Da hat sich klein Gruftengelchen mit einem einzigen Familienmitglied und nur Freunden aus der Schule natuerlich "gefreut". Denn Klassenkameraden durften wir nicht fragen. Es sollte um "ausserschulisches Leben" gehen. Ihr koennt euch sicher vorstellen, dass mein "Vater" sich nicht bereit erklaerte, einen Text fuer mich zu schreiben: Ich will ehrlich sein, im Normalfall haette ich das wohl auch nicht getan, es war eine pure Zeitverschwendung (fuer meine Tochter jedoch haette ich die Zeit auf jeden Fall aufgewendet, aber meine "Eltern" sehen das bekanntlich anders!). Aber so sass ich dann allein da. Hausaufgabe zu in zwei Tagen, 5-10 Texte zu schreiben, und keiner da, der mir dabei helfen koennte. Nein: Gar keine Vorraussetzungen da, um die Hausaufgabe ueberhaupt zu machen! Allerdings war ich schon damals mit 8 Jahren nicht unbedingt bloed. Ich will nicht eitel klingen, aber ich hatte wohl mehr "drauf", als meine lieben Mitschueler. Mehr, als man es einem Kind in dem Alter zugetraut haette, und das war meine Chance.

Ich hab den ganzen Kram allein geschrieben. 8 Texte waren es zum Schluss, alle von mir in einem anderen Sprachstil, von kindlich bis erwachsen (und das konnte ich damals schon gut), geschrieben - und vor Allem alle in einer anderen Handschrift. Auch heute kann ich noch jeden Tag anders schreiben, irgendwie geht es einfach. Und so habe ich dann nach zwei Tagen die Texte abgegeben und habe eine 1 bekommen. Keiner dieser Blinden hat den Betrug(?) bemerkt :P Vielleicht kommt mein uebersteigertes Selbstbewusstsein daher... Mit 8 Jahren eine 40jaehrige Lehrerin herein zu legen. Es blieb nicht bei dem einen Mal, Menschen sind haeufig so blind, dass ich es schaffe, mich bei irgendetwas durchzumogeln. Ich weiss, man kann eigentlich nicht stolz darauf sein, zu betruegen, aber ich bin ja auch kein Mensch, der immer Menschen "bescheisst". Nur, wenn ich nun wirklich nicht anders kann, muss ich mir irgendwie "unehrlich" behelfen. Oder haette ich fuer meine Ehrlichkeit etwa eine 6 bei obiger Hausaufgabe bekommen und mir damit mein Zeugnis versauen lassen?

Gestern Abend erinnerte ich mich wieder sehr gut an die Zeit vor UNSERER ersten Begegnung. Das sind nun auch bald 5 Jahre, und dennoch erschien mir alles davon gestern Nacht wieder so klar. Normal meint man zwar immer, Vergangenes wuerde immer verklaert und schoen geredet werden. Aber ehrlich gesagt habe ich in den letzten Tagen oefters das Gefuehl, ich faende manche Dinge aus der Vergangenheit nun schlimmer, als damals. Was ich immer sehe, und darueber - und ueber viele andere Dinge - habe ich gestern zwischen 2:30 und 5 Uhr geschrieben (nachdem ich vorher online mal wieder Bradbury gelesen habe *seufz*): Ich bin immer irgendwie "anders" gewesen. Ich komme damit klar, aber manchmal frage ich mich schon, wie das sein kann. Ich beobachte Menschen - viele Gruppen, die sich voneinander abgrenzen, die sagen, sie staenden sich gegenueber, sie seien beide sehr unterschiedlich - ja, ich sehe ein, sie sind anders. Da gibts ja so einige Gruppen. Aber ich passe in keine, ich verstehe keine! Ueberall, egal, wie unterschiedlich sie sind, ueberall finde ich Dinge, die kann ich kaum nachvollziehen, die erscheinen mir unlogisch, blind. Ich weiss ja auch nicht, warum. Normalerweise sollte man meinen, man passt immer irgendwo herein, irgendeine Nische gibts immer (nie sei man allein): Aber ich stehe immer "dazwischen". Ich bin ANDERS ANDERS.

Ich frage mich hierbei, ob das Denken eines Menschen nicht sehr von seinem Leben beeinflusst wird. Und wie viele Menschen leb(t)en so, wie ich? Ich denke, so viele gibt es nicht. Und daher ist es wohl nur logisch, dass sehr wenige so empfinden und denken, wie ich. Oder suche ich einfach am falschen Ende der Welt? Ich habe bemerkt, dass ich Asiaten zum Teil leichter verstehen kann. Normalerweise glaube ich ja nicht an irgendwelche Rassenschubladen, aber Mentalitaeten gibt es wohl schon unterschiedliche - wurde ich asiatisch erzogen, und ist man als Asiate im Denken so sehr anders, als Europaeer? Kann ich den "Durchschnittsdeutschen" nicht verstehen, weil ich keine Deutsche bin? Aber ich bin hier aufgewachsen, und ich habe auch ein deutsches Elternteil und habe daher wohl auch eine "deutsche" Erziehung bekommen. Und ich bin auch sehr anders als meine "Eltern". Wieso also bin ich so anders als die meisten Menschen, die ich je gesehen habe? Die wenigen Menschen, die ich richtig gut verstanden habe, und die ich ins Herz geschlossen habe und mit denen ich mich auch gerne, und das lange, beschaeftigte, leben nicht mehr oder sitzen in der Anstalt. Eigentlich bin ich dazu praedestiniert, auch mal da zu landen *re*

ER ist natuerlich eine Ausnahme, wobei er natuerlich auch seine psychischen Knackser hat. Aber ich merke auch, dass es zwischen uns auch Unterschiede gibt. Aber das empfinde ich als "normal", das ist kein Problem. Aber so sehr aehnlich sind wir und dann eben doch nicht. Wie schnell doch die Zeit vergeht. Es kommt mir vor, als sei gestern noch Sonntag (und ich bei meiner "Mutter") gewesen, und nun ist schon Freitag :/ Bald - Nein! Ich hoere ja schon auf, zu jammern, wenn ich natuerlich definitiv keine Vorfreude aufs Ferienende habe. Habe gestern noch angenehm Musik gehoert, bis ich dann um 5 schlafen gegangen war. Am naechsten Tag stand ich um 1 Uhr auf. Und im Moment... Bin ich wieder etwas genervt. Von meinem "Vater" natuerlich. Der mit auf den Fuss trat und sich wieder nicht entschuldigte (der Idiot merkt wohl gar nichts mehr; ja - ich weiss, das ist nur eine Kleinigkeit, aber auf Dauer nervt es doch!). Und der meint, wer seine Familie nicht liebe, gleich, was sie einem angetan habe, sei "undankbar". Na das soll der Depp mal allen in der Familie misshandelten Kindern sagen! Die bekommen das von ihren "Eltern" sicher schon oft genug zu hoeren: "Du bist undankbar! Wir wollen nur das Beste fuer dich!" Genau den Scheiss muss ICH mir auch staendig anhoeren.

Und das Wort "fiktiv" versteht er wohl auch nicht. Ich haette vorhin kein Beispiel mit "wenn" und "waere" bzw "wuerde" machen sollen. Denn immer, wenn ich das tue, und wenn ich 1000x dazu sage, es ist rein fiktiv, dann bekomme ich als Antwort nur "Ist aber nicht so!" zu hoeren. Kein Verstaendnis fuer das, was ich eigentlich sagen wollte. Nicht mal die Muehe macht er sich, mich zu verstehen! Ich rege mich jedes Mal ueber so viel Daemlichkeit auf! Und ueber Blogigo derzeit auch. Es werden ja immer mehr Fehler *seufz* Schade, es gibt Dinge, die waeren vermeidbar.

cn P

27.09.2007 um 18:01 Uhr

Solidaritaet mit der Zivilbevoelkerung von Burma

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Politik, Asien

Seit einigen Tagen soll eine Nachricht zur Solidarisierung mit der Zivilbevoelkerung von Birma kursieren, heute hat sie auch mich erreicht:

"In support of our incredibly brave friends in Burma: May all people around the world wear a red shirt on Friday, September 28. Please send forward!"

Ich weiss nicht, wie ernst man die Aktion nehmen soll, oder ob das nur mal wieder Spam auf Kosten anderer ist, aber ich denke, es schadet nichts, wenn ich sie hier online stelle. Und auch, morgen ein rotes Hemd zu tragen, wird niemanden umbringen. Wer moechte, darf die Nachricht weiter verbreiten, alle anderen koennen sie gern ignorieren.

cn P

P.S.: Wer nicht weiss, worum es geht, sollte sich wenigstens heute Abend mal die Nachrichten ansehen, oder Zeitung lesen, oder online nachschlagen.

27.09.2007 um 02:23 Uhr

Wie nah sind wir einer Dystopie?

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Gesellschaft, Politik, Literatur, Geschichte

Stimmung: Erinnerungen, Hoffnungen, Befuerchtungen...
Musik: /.

Unter einer "Dystopie" versteht man eine endzeitliche, komplett negative Vorstellung von dem Zustand der Welt. Es handelt sich also um das Gegenteil der Utopie.

"Eine dystopische Gesellschaft weist für gewöhnlich mindestens einen der folgenden Züge aus dieser Liste auf:

* eine augenscheinlich utopische Gesellschaft, frei von Armut, Seuchen, Konflikten und sogar emotionaler Niedergeschlagenheit. Unter der Oberfläche offenbart sich jedoch genau das Gegenteil.
* Soziale Schichtung, wobei die Gliederung der Gesellschaft in soziale Klassen streng definiert ist und ebenso streng durchgesetzt wird.
* ein von der Oberschicht regierter Staat mit wenigen demokratischen Idealen, wenn überhaupt.
* staatliche Propaganda und ein Bildungssystem, das die meisten Bürger in die Anbetung des Staates und seiner Regierung nötigt, und ihnen die Überzeugung aufzwingt, das Leben unter dem Regime sei gut und gerecht.
* strikter Konformismus und die allgemein herrschende Annahme, dass Dissens und Individualität ein Übel seien.
* in der Regel gibt es eine Repräsentationsfigur des Staates, die von den Bürgern fanatisch angebetet wird, in Begleitung eines aufwendigen und ins Extrem getriebenen Personenkultes
* Angst bzw. Abscheu vor der restlichen Welt außerhalb des eigenen Staates.
* die allgemein herrschende Ansicht, das traditionelle Leben (insbesondere die traditionellen organisierten Religionen) sei primitiv und unsinnig. Alternativ dazu die vollständige Dominierung der Gesellschaft durch eine Staatsreligion
* das historische "Gedächtnis" der bürokratischen Institutionen hebt das kollektive historische Gedächtnis der Menschen auf oder hat Vorrang vor diesem.
* ein Strafvollzugsgesetz, dem eine angemessene Strafprozessordnung fehlt.
* permanenter Mangel an lebensnotwendigen Gütern für weite Teile der Bevölkerung, u.a. auch Nahrungsmittel-Kürzungen.
* permanente Überwachung durch die Regierung oder ihre Behörden.
* Abwesenheit oder aber vollständige Kooptation einer gebildeten Mittelschicht (z.B. Lehrer, Journalisten, Wissenschaftler), die in der Lage wäre, das herrschende Regime zu kritisieren.
* militarisierte Polizeikräfte und private Sicherheitskräfte.
* die Verbannung der natürlichen (biologischen) Umwelt aus dem Alltag.
* Konstruktion fiktionaler Ansichten über die Realität, die der breiten Masse aufgezwungen werden.
* Korruption, Unfähigkeit oder Usurpation der demokratischen Institutionen.
* vorgetäuschte Rivalität zwischen Gruppen, die in Wahrheit ein Kartell bilden.
* die etablierten Kräfte bestehen darauf, dass
o sie die beste aller möglichen Welten verwirklichen und
o alle innerstaatlichen Probleme durch die Kräfte des (wenn nötig auch fiktiven) Feindes verursacht werden.
* ein übergreifender, langsamer Zerfall aller Systeme (politisch, ökonomisch, religiös, infrastrukturell...), der der Entfremdung des Einzelnen von der Natur, dem Staat, der Gesellschaft, der Familie sowie sich selbst geschuldet ist.
* das Geflecht der gesellschaftlichen Beziehungen und Abhängigkeiten nähert sich einem Nullsummenspiel an.
* Kritik, die trotz repressiver Maßnahmen des Regimes öffentlich wird, wird von der Medien- und Vergnügungskultur der Gesellschaft aufgesogen, trivialisiert und damit ins Absurde verkehrt"

Wie weit sind wir schon?

cn P

27.09.2007 um 00:47 Uhr

26.9.07

Das uebliche Blahblah, das uebliche Ungeziefer, und zwischen 2 und 4einhalb herumgelegen und Musik gehoert. Dinge, die mich in vergangene Zeiten zurueck versetzen, Dinge, die Erinnerungen wecken. Unglaublich, wie nah auch wieder einige ueber 15 Jahre zurueck liegende Kindheitserinnerungen waren. Ich habe das subtropische Klima gefuehlt, die Palmen gesehen, das Meer gerochen. Um mich herum Stimmen und Sprachen, die man hier nicht hoert. Nachtspaziergaenge, Fackeln, Grillfeste im Garten (das gibts nicht nur in Deutschland!). Die meisten der Menschen, die ich wieder "sah", leben laengst nicht mehr. Meine Grosseltern sind nun schon seit einigen Jahren alle nicht mehr am Leben. Die anderen Verwandten werden auch schon alt. Taeglich zeigt sich mir, dass es nicht lange dauert, bis ich auch physisch komplett allein bin. Ich wollte mich dann schlafen legen, was anfangs auch gut gelang. Nur wurde ich um 7 leider schon wieder wach, da draussen Rasen gemaeht wurde :( Genau genommen wurde ununterbrochen ueber Stunden Rasen gemaeht, der Laerm schmerzte mit in den Ohren und Kopfschmerzen hatte ich auch schreckliche. Ich bin richtig verrueckt geworden von dem Laerm! Selbst, als ich um 1 aufstand, hatte es noch kein Ende.

Statt mich in Ruhe zu lassen, schrie mein "Vater" auch nur herum. Auch um 14 Uhr noch. Auch um 14:30 noch, als ich ging! Gibt es denn keine Mittagsruhe mehr? Und so viel Rasen, dass man ihn ueber 7 Stunden pausenlos maehen koennte, haben wir hier doch eigentlich auch nicht. Draussen stank alles nach Gras und meine Allergie verstaerkte sich daher noch einmal :( Und von meinem "Vater" gab es unglaublich bloedsinnige Sprueche. Wollte bloss gehen, und musste bei dem Laerm dann auch noch viel zu lange aufs Essen warten. Kopfschmerzen koenne ich ja gar nicht haben, das sei doch bloss Einbildung. Und dann hoerte ich sogar mehrere Rasenmaeher gleichzeitig... Also vom Geraeusch her waren das eindeutig mehrere Quellen gleichzeitig, wenn mir das auch seltsam vorkam, aber mehrere Quellen muessen von mehreren Geraeten kommen. Ich hatte das Gefuehl, mein Kopf wuerde gleich platzen. Die Fenster wollte mein "Vater" natuerlich noch immer nicht schliessen. Hab kaum Luft bekommen. Und dann wurde ich noch mit dem Schuheanprobieren genervt. Sind uebrigens dunkelgrau, bloss mit dunkelroten Oesen fuer die Schnuerung. Ist ganz okay so, haette weitaus schlimmer sein koennen. Die Schnuerung sieht sowieso keiner, wenn die Hose drueber haengt.

Draussen rasten mich fast 3 Autos mitten auf dem Zebrastreifen um (die meisten Leute hier scheinen gar nicht zu wissen, was ein Zebrastreifen ist). An der verdreckten Haltestelle musste ich zwischen groehlenden Hauptschuelern gut 5 Minuten warten. Richtig verrueckt machte mich jedoch mein Geruchssinn... Ich habe es ja bekanntlich phasenweise einige Tage lang, dass meine Sinne alle verrueckt spielen. Dass ich von Reizen so ueberreagiere, dass ich es kaum aushalte. Heute wars wieder so... Bei der Unmenge an Menschen konnte ich einzeln etliche verschiedene Parfueme wahrnehmen, ich konnte bei jedem einzelnen riechen, was er fuer ein Waschpulver verwendet, ich roch durch die Tueten und Verpackung, was Menschen eingekauft hatten, und vor mir sass eine Frau mit einer Papierverpackung aus der Baeckerei. Eindeutig Bienenstich oder Obstplunder, auf jeden Fall etwas mit Pudding und viel Zucker. Und als ich dann in S. ausstieg, hoerte ich ein Kind reden. Sah mich um. Das einzige Kind weit und breit, das man haette hoeren koennen, war gut 300-400 Meter entfernt, in den Feldern. Und es hat geredet. Meine Sinne waren heute schrecklich nervtoetend...

Die Menschen starrten. Ich wollte nur schnell nach Hause. Wieder in einigen Foren umgeschaut. Wieso muessen einige Menschen sich vollstaendig durch ihre Krankheit identifizieren und sie jedem an den Kopf schmeissen? Ist das jetzt "in"? Ich sag doch auch nicht jedem, der mir irgendwann vor die Augen kommt, ich sei eine "Depressive". Eher wuerde ich sagen, ich sei "auch depressiv", wie ich auch Asiatin bin, auch Schuhgroesse 40 habe und auch gerne zeichne, etc. Es ist hoechstens ein Attribut, und doch nicht mein Lebenssinn, und wenns doch so einschneidend ist! Habe mich dann bald etwas schlafen gelegt. Das, was ich am Morgen nicht hatte, nachgeholt. Bisschen am PC gesessen, wieder, danach. Habe uebrigens jetzt sicher festgestellt, dass mein Familienursprung vaeterlicherseits im Russischen liegt. Selbst der Name. Der so selten ist, dass ich ihn nicht nennen werde ;) Nur soviel: Man kann sicher sein, dass alle, die ihn heute noch tragen, irgendwie mit mit verwandt sind. Alles derselbe Stamm, der sich ueber die gesamte Welt verbreitet hat. Wenn davon nur 50% so uebel sind, wie mein "Vater", dann weiss ich jetzt, wieso unsere Welt so schlecht ist ;)

Es wurde sehr frueh sehr dunkel. Dafuer war es in der Nacht erstaunlich hell. Andererseits scheint der Mond auch ziemlich kraeftig (bitte keine Belehrungen, dass der Mond nur reflektiert und nicht selbstaendig scheint). Es wird Winter und irgendwie mag ich das. Es ist eine andere Stimmung, irgendwie kraeftigt sie mich, im Gegensatz zum Sommer. Ich weiss, die meisten Menschen wird das eher weniger freuen. Im Bus sassen wieder so einige *seufz* Gepoebel wird es wohl immer geben. Und dann kam ich heim. Wurde SOFORT angesuelzt, die Toilettenspuelung wuerde bald kaputt sein und natuerlich sei ich schuld. Ich, die ich seit ueber einem Jahr diese Spuelung hoechstens 2x am Tag benutze (einmal morgens, einmal abends), weil ich den restlichen Tag nicht in dieser Wohnung bin, und auch immer achtsam mit Dingen umgehe (im Gegensatz zu meinem "Vater"). Aber war ja klar, IMMER soll ich an ALLEM Schuld sein. Dieses Gejammer war mal wieder derart unnoetig. Mehr habe ich gar nicht mehr zu sagen. Ausser, dass bald auch wieder der Uni-Stress dazu kommt. Ich freue mich definitiv NICHT.

cn P

26.09.2007 um 01:12 Uhr

25.9.07

2 offline. Bisschen skizziert. Mir Gedanken ueber Postkartenkunst gemacht. Die Klosterruine kann ich mitterweile binnen 5 Minuten auf Postkartengroesse per Hand reproduzieren, da muss man etwas anderes her ;) Was nun sucht man sich, was (so gut wie) jeden anspricht? Das, was ich einer Schwester letztes Weihnachten sandte, sicherlich nicht: Einen nackten Juengling mit laszivem Blick, zwischen Geschenken und Lametta vor dem Weihnachtsbaum liegend, anstelle des beruehmten Feigenblatts ein praktisch plaziertes Geschenkpaket im Vordergrund. Die Postbotin bekam rote Ohren (was geht es sie auch an, was auf den Postkarten zu sehen ist, die sie ausstellt?), der kleine Bruder fand es seltsam, der Vater war indifferent, und die Mutter ueberaus amuesiert. Schwesterchen selbst empfand es als eines ihrer schoensten Weihnachtsgeschenke, wenns auch nur ein Blatt Pappe war, und schickte mir bald darauf gleich ein kleines Paeckchen mit Schmuck zurueck, und einer netten Engel-Karte anbei. Ich kenne ihnen Geschmack eben, ihren Humor ebenfalls - da sind wir einander sowieso sehr aehnlich.

Ich schrieb noch ein wenig, hoerte jedoch schon kurz nach 3 wieder auf, weil meine "Erkaeltung" zu schrecklich war. Habe mir dann noch ein wenig ueber meine Anormalitaet Gedanken gemacht (Fazit: Mein Umfeld ist in mancherlei Hinsicht noch anormaler als ich, als ist wohl alles noch im Bereich des Akzeptablen ;) ), und bin ausserdem zu dem Schluss gekommen, dass ich viele Dinge viel offener sehe, als viele andere Menschen. Alt galten Konventionen und Traditionen fuer mich nicht. Es liegt vielleicht daran, dass ich ohne Eltern aufgewachsen bin oder dass man mir generell nie Tradition wirklich beigebracht hat - wodurch ich mich nicht fuer einen schlechteren Menschen halte, sondern eher fuer einen toleranteren (nicht, dass traditionell lebende Menschen intolerant seien, aber durch diese "Konventionslosigkeit" muss man sich schon mehr Gedanken machen, sich sein eigenes Weltbild aufbauen, SELBST urteilen, was man richtig und falsch haelt, was normal und anormal). Ich finde es in meinem privaten Fall sehr gut so. Denn ich toleriere jeden, der niemandem schadet. Das kann ein Transsexueller sein, ein Punk, eine Klofrau - Menschen, ueber die "das Buergertum" sonst die Nase ruempft, weil es meint, solche Menschen seien seltsam oder minderwertig. Zu viele Menschen denken leider noch in Klassen.

Etwas Anderes, was mir immer auffaellt, ist, dass ich oft glaube, Dinge logisch zu "empfinden". Als haette ich gar kein Empfinden, sondern meine Logik waere an den Platz getreten und wuerde mich auf bestimmte Weisen reagieren lassen. Im Grunde, als haetten wir ein Ich und ein Ueber-Ich, aber kein Es. Wobei man sich das Ich dann auch sparen koennte ;) So viele Dinge, die als normal gelten, Triebe, Wuensche - ich empfinde sie gar nicht. Dies Draenge der meisten Menschen erscheinen mir unglaublich fremd, unverstaendlich und oft auch unglaublich sinnlos. Aber ich bin nicht unzufrieden, wie ich bin. Mein Empfinden kommt mir nie unlogisch vor, weil es irgendwie Logik IST, und das kann im Leben einige Wirrheiten ersparen. Zumindest komme ich nie in "Eigentlich sollte ich nicht, aber ich will..."-Situationen. Denn was ich will, das soll ich auch. Denn ich will nichts, was ich nicht auch sollte. Diese Nacht hatte ich auch wieder einen Traum. Ich war wohl auf einer Art Klassenfahrt in Tschechien. Wir waren auf irgendeiner Ausstellung und haben Zeug umgeraeumt und eingeraeumt. Es hiess, am naechsten Tag wuerden wir wieder heim fahren, also bin ich dann auf mein Zimmer gegangen und habe gepackt. Aus mehr bestand der Traum nicht.

Ich war noch keine Minute im Wohnzimmer, schon wurde ich wieder belaestigt *amok* Eine Viertelstunde lang bekam ich zu hoeren, wie asozial, unnormal, dumm, etc, ich waere, nur, weil ich um die Zeit (kurz nach 13 Uhr) noch Brot essen "wolle" - und das taete MAN doch um die Zeit nicht mehr, um diese Zeit habe man gefaelligst zu Mittag zu essen! Dieses gesamte daemliche Geplerre. Dann folgten ca 10 Minuten, in denen er mir erklaerte, dass er Wildreis hasste, da da so eklige schwarze Koerner dabei waeren. Dann soll er aufhoeren, zu jammern, und sich einfach keines mehr kaufen! *seufz* Ich fuehlte mich krank. Draussen war es heiss und grell, kein Regen in Sicht. Aber am Abend merkte man, dass es langsam Winter wird. Der Himmel war wieder pink-orange - Wie ich das liebe! :) Ich erklaerte es ja neulich schon einmal, dieses Phaenomen versuesst mir jeden einzelnen Winter und ich freue mich schon im Sommer darauf. Alle Fenster waren wieder aufgerissen und alles voller Staub... Ich hatte natuerlich immernoch Allergiebeschwerden :/ Und mein "Vater" jammerte schon ueber das naechste: Dieses WE wuerden die Museen ueber Nacht eroeffnet sein, hiess es im Radio. Meinem "Vater" passte das natuerlich gar nicht: "Nachts schlaeft der normale Mensch!" Es sei eine Unverschaemtheit, dass staatliche Organisationen das Volk dazu verleiteten, sich "wie die Hippies" zu benehmen, denn nachts muesse man schlafen, da haetten gefaelligst alle Museen (und auch Laeden, Lokale, usw) zu schliessen.

Gleich im Anschluss hat er sich ueber die "asozialen, verkommenen Gruftis" beschwert, die alle Drogen konsumieren und alte Frauen ausrauben wuerden. Na klar doch. *re* Ich glaube, so einige zu kennen, und von denen konsumieren nicht mehr Drogen, als der Rest der Bevoelkerung auch (eher noch weniger) und ausgeraubt hat von denen noch niemand jemanden. Und dann war gleich das naechste Meckerthema da: In der Stadt wird ein hinduistischer Tempel erbaut. Natuerlich muesse das verboten werden, denn Inder seien alle Terroristen, da wuerde es nur Unruhe und Anschlaege geben und die deutschen Anwohner muessten darunter leiden. Generell koennten sich Auslaender ja mittlerweile alles erlauben und das sei eine Frechheit, dass das nicht unterbunden werden wuerde. Haette er uebrigens bei JEDEM Tempel, jeder Moschee und jeder Synagoge auch gesagt. Habe mir dann nur gedacht, was das fuer ein Vollidiot ist, aber eine Diskussion waere die Zeit nicht wert gewesen... Und ich dachte zurueck an die Zeit, die ich in Tempeln in Deutschland verbracht habe, und nie war mir irgendein Krimineller dort begegnet. Okay, Transsexuelle (die in Thailand ganz normal sind und besser anerkannt werden als im ach wie toleranten Deutschland!) waren da schon ein paar, und das wuerde meinen "Vater" sicherlich stoeren ("Alles ekelhafte Perverse!"), aber ich glaube nicht, dass die unter "Kriminelle" fallen :P Das einzige richtig Seltsame am Tempel war, dass er nur ein Telefon aus den 1930er Jahren besass, und das in den 90ern ;) Fand ich aber immer sehr aesthetisch, das Ding.

5 Minuten musste ich mit extrem vielen Asis an der Haltestelle stehen :/ Das war heute wirklich grauenhaft. Dabei war nicht einmal Schulschluss... Und in der Luft lag ein Fischgestank, der schlimmer war, als der Geruch eines Berges verwesender Leichen! Ich habe schon Exhumierungen mitbekommen und offene Graeber gesehen (das geschieht, wenn man viel Zeit auf dem Friedhof verbringt), die haben auch von Weitem gestunken, aber lange nicht so ekelhaft, wie der Fischgestank heute auf der Hauptstrasse! *wuerg* Ob Exhumierungen nicht sauber und restlos durchgefuehrt wuerden? In der Theorie vielleicht, in der Praxis aber riechen sie tatsaechlich uebel, und dann gibts natuerlich auch all die Grabraeuber, die Sarkophage in Gruften aufbrechen und den Rest dann verfallend stehen lassen... So ein Trauerspiel ist mir auch schon mehrfach begegnet, und in der Zeitung habe ich auch gelesen, dass sich das wohl lohnen muss. Einmal hat man einen Grabraeuber erwischt. Binnen kuerzester Zeit hatte er wohl etliche Halsketten, Ohrring-Paare und noch viel mehr Taschenuhren eingesammelt. Da verdient man beim Antiquariat sicher einiges, und wenn es dort nicht abgekauft wird, dann nimmts immernoch das Leihhaus.

Zuhause hatte sich wieder einiges an Post im Briefkasten gesammelt. Quasi auf einen Schwung all das, was letzte Woche nicht auf einen Schwung gekommen war ;) So sind die 3 Karten aus Israel (in einem Briefumschlag) da, und noch ein Umschlag aus Deutschland ist gekommen, mit verschiedenen Landschaftskarten, Kunstkarten, usw. 6 Stueck. Auf die Karten aus Mauritius warte ich noch, die muessten aber auch in wenigen Tagen kommen :) Ueber den Tag laesst sich nicht viel sagen, ausser, dass ER krank ist (mal wieder und noch kranker, als ich), sich aber trotzdem taeglich zur Arbeit mueht, dafuer aber praktisch den gesamten Tag nur herumjammert und troedelt. Was natuerlich das Zusammenleben nicht angenehmer macht. Wenn er sich bloss einfach mal krank schreiben lassen koennte! Er ist doch wirklich krank, und wenn er sich so weiter jeden Tag zur Arbeit quaelt, dann heilts noch langsamer ab. Ich hatte uebrigens auch noch eine erhoehte Temperatur. Den Bus bekamen wir knapp. Draussen hockten und liefen etliche poebelnde Asis herum. Man siehts auch an vielen Abenden, dass sie sich vor die Motorhaube stellen und den Busfahrer beschimpfen und sich ueber ihn lustig machen, weil er sich nicht wehren kann. Ueberfahren kann er sie schlecht, und bis er aufgestanden und hinaus gekommen waere, waeren sie laengst weggerannt. Fuer den Fall sollte man an Bussen vorn einen frontal ausgerichteten Wasser- oder Farbstrahler anbringen :P

Was kann man eigentlich in Slubice (Polen) machen? Ich wuerde so gern mal wieder aus Deutschland raus, vielleicht mal nach Frankfurt/Oder fahren und dann nach Polen rueber laufen... Irgendwann, wenn ich Zeit und Geld habe. Nun gibt es natuerlich einige Websites, die sich mit Slubice beschaeftigen, aber ein neutraler Bericht ueber eine Stadt und eine Erfahrungs-Erzaehlung von jemandem, der selbst da war - da gibt es natuerlich Unterschiede. Und ein persoenlich geschriebener Reisebericht ist irgendwie interessanter, da meist auch detaillierter und naeher an dem dran, was einen so als Tourist interessiert. Denn schoen, wenn ich bei Wikipedia etwas ueber bestimmte Sehenswuerdigkeiten lese und wieviel Einwohner die Stadt hat - wo ich dort essen gehen, welche Dinge ich privat besuchen kann, wo man evtl guenstig einkaufen kann, das steht dort natuerlich nicht. Also, wenn einer von euch schon einmal da war (was ich nicht glaube, da das schon ziemlich speziell ist - aber vielleicht wills der Zufall ja?), ein Kommentar waer nett ;)

Heim gekommen. Insekten im Bad und im Wohnzimmer. Im Wohnzimmer stank es ausserdem erbaermlich. Ich bekam Kopfschmerzen und Brechreiz. Musste mir wieder dummes Geschwafel anhoeren. Es ist so erbaermlich - in S. muss ich mir all das nicht antun, da ist es sauber, geruchsneutral, insektenfrei und ich werde auch nicht pausenlos angeschrieen :/ Mein "Vater" meint natuerlich, er rieche nichts, und begann gleich wieder mit feindlichem, gewalttaetigen Geschwafel uebelster Sorte. Er unterstellte mir dann auch noch, weil er nichts rieche, koenne es gar nicht riechen, und ich wuerde mal wieder nur hysterisch herumspinnen. Dann hat er aber, unlogisch, auch noch die Zimmertuer aufgerissen - ich habe gefordert, dass er sie sofort schliesse, ich will diesen Gestank schliesslich nicht auch noch in MEINEM Zimmer haben und dann dabei schlafen muessen! Habe beschlossen, einfach schnell zu bloggen und dann zu verschwinden. Es ist so uebel hier, man haelt es wirklich nicht aus! Und ausgerastet, weil ich mein Zimmerfenster wieder geschlossen habe, ist er auch. Wenns nach ihm ginge, solle es wohl auch 365 Tage im Jahr ununterbrochen offen stehen! *amok* Trotz Allergie, Kaelte und allem. Ich hoffe nur, es stinkt jetzt nicht noch die gesamte Woche so. Wenn Haare und Kleidung den Geruch annehmen, werd ich ja noch fuer einen Penner gehalten, wenn ich morgen Mittag so heraus gehe! Und im TV berichtete man mal wieder ueber irgendeine Schule, in der es nun das Unterrichtsfach "Glueck" gaebe. Lebensnaehe schoen und gut, aber muss man soetwas am Gymnasium unterrichten? Wobei es da sicher auch nur zu einem Einreden kommt, zu Gehirnwaesche quasi, worueber man gluecklich zu sein sein und worueber nicht, und vor Allem sollten wir alle gluecklich mit unseren Politikern sein, denn in Afrika ginge es uns schlechter, da muessten wir hungern! Mundtot machen, einlullen, wie ueberall, wie immer. (Nicht, dass es keine Laender gaebe, in denen es den Menschen schlechter geht, als hier - aber nur, weil es woanders schlimmer ist, heisst das nicht, dass hier alles in Ordnung sein muesse!)

cn P

25.09.2007 um 20:43 Uhr

Lustiges bei Blogigo

von: AngelInChains   Kategorie: Bilder   Stichwörter: Blog

Wer findet den Fehler?

cn P

25.09.2007 um 00:55 Uhr

24.9.07

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Allergie, Krankheit, Familie, Stress, Mode, Gesellschaft, Sprache

Ich hasse sinnlose Diskussionen. Gerade bin ich nach Hause gekommen, da meinte mein "Vater", ich braeuchte neue Schuhe. Morgen woellte er sich selbst welche besorgen und er koenne mit ein Paar mitbringen. Meinentwegen, dann muss ichs wenigstens nicht selbst zahlen. Ich sagte, die Schuhe koennten schwarz, anthrazit oder anthrazit-schwarz sein, waer mir egal, hauptsache dunkel und nicht bunt. Da motzte er herum, minutenlang, und es gab eigentlich nur die Aussage, ganz schwarz sei evtl nicht zu bekommen, ich muesse mich auch mit dunkelgrau zufrieden geben. Ich habe ihm daraufhin ca 6x gesagt, es muesse ja kein Schwarz sein, dunkelgrau waere kein Problem, aber er hat immer weiter geschwafelt. Probleme um nichts *seufz* Solches unnuetzes Blahblah gehoert fuer mich in die Liste sinnloser Aergerlichlichkeiten, an die Seite von: 1. Gemecker ueber Dinge, die einen nichts angehen, von denen man keine Ahnung hat oder die absolut belanglos sind. 2. Menschen, Bloedsinn schwafeln, um ueberhaupt den Mund aufzumachen (angenehmer waere es, wuerden sie gar nichts sagen - Ausnahme ist es, wenn man gemeinsam herumbloedelt, da kann verwirrtes Blabla fuer alle Beteiligten belustigend sein). 3. Menschen, die behaupten, sie haetten keine Vorurteile, aber noch im gleichen Satz zeigen, dass sie in Wirklichkeit hunderte davon herumtragen (oft in Saetzen wie zB "Ich habe zwar absolut gar keine Vorurteile, aber DIE Auslaender sind ALLE..."). 4. Menschen, die sich fuer das Allerhoechste halten und meinen, alle anderen Menschen seien minderwertig. Schon haetten wir wohl einige der nach meinem Empfinden widerwaertigsten Erscheinungen alltaeglicher sozialer Kommunikation aufgereiht.

Gestern Abend wurde ich uebrigens schon vor 1 Uhr bloed zugeschwafelt, ich solle endlich schlafen gehen. Das hat man also davon, wenn man mal einen Tag von sich aus frueher geht. Schon wird gefordert, man solle es immer tun (erinnert mich an das prominentere Beispiel des Umgangs mit Kindern; macht man einmal eine Ausnahme, heisst es beim naechsten Mal "Aber letztes Mal hast du auch..."). War dann um 2 Uhr gegangen und habe bis 3:30 geschrieben. Und danach tatsaechlich gut schlafen koennen! Wenn auch immernoch einige Viecher im Raum waren. Um 1 Uhr war ich wieder aufgestanden. Und das Gemecker begann von Neuem :/ Ich frage mich, wieso ich mir ueberhaupt Kleidung nach meinem Geschmack kaufe, wenn die nach dem 1. Waschen nie mehr im Kleiderschrank auftaucht. Besonders, wenn sie schwarz oder anderweitig der Meinung meines "Vater"s nach nicht tragbar ist. So haengen dann in wenigen Wochen nur noch uralte Gammeldinger im Schrank, der Rest ist irgendwie nicht mehr auffindbar (was nicht nur finanziell aergerlich ist), und weil ich nicht nackt heraus gehen will, muss ich dann den alten Schrott anziehen... Und JEDER sieht in Kleidung, die 8 Jahre alt ist und 3 Groessen zu klein (damals war ich erst wenige Jahre in der Pubertaet und hatte noch nicht einmal halb so viel Oberweite wie heute), aus, wie eine Presswurst :/

Und wenn man so beschissen herum laeuft, ist es natuerlich klar, dass sich daran irgendwelche Menschen stoeren. Wobei ich sagen muss, im Moment ist es mir dermassen egal. Ziehe ich eben meine Jacke ueber und mache sie zu, dann sieht man von dem Schrott nichts mehr, und zuhause in S. bin ich das Zeug sowieso wieder los. Raus gehe ich danach, ausser hoechstens bis zum Supermarkt, nicht mehr. Oder, wenns sein muss, dann ziehe ich eben etwas von IHM an. Aber das war nicht das einzige Problem heute Morgen. Ein anderes Aergernis war, dass meine "Mutter" heute schon wieder angerufen hatte. Reicht das nicht endlich mal?! *seufz* Und ich wurde dauerhaft angemotzt. Motten flogen im Wohnzimmer herum und grosse Fliegen. Leichte Bauchschmerzen. Blahblah vom Krieg, wie jeden Tag, seit Jahren. Dumme Sprueche ueber Auslaender. Und - das allerschlimmste! - ich hatte extrem schlimme "Erkaeltungssymptome". Husten, Schnupfen, Brennen im gesamten Atemsystem, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Probleme mit dem Hoeren, brennende Augen - genau! Die typischen Allergiesymptome. Und es scheint auch eine Allergie zu sein, die mich im Moment foermlich umbringt. Und in R. in der Wohnung scheint es mit am schlimmsten zu sein. Kein Wunder, sind die Fenster hier immer alle offen und staubig ist es auch im gesamten Wohnzimmer. Ich frage mich, ob das absichtliche Schikane ist. Ich meine, mein "Vater" WEISS, dass ich seit der Kindheit eine starke Pollenallergie habe, und es waere das Mindeste, die Fenster zu schliessen. Aber daran denkt er natuerlich nicht im Geringsten.

Nicht einmal das monatelange Fressen verschiedener Medikamente bringt mehr viel. Und als ich dann heraus ging, war mir schnell klar, wieso es mir ploetzlich so schlecht ging... Draussen war ueberall der Rasen gemaeht worden! So flogen natuerlich die ganzen Halme, Pollen, etc, durch die Gegend und in der Luft wurde der gesamte Staub aufgewirbelt. Im Treppenhaus standen alle Fenster offen und die Haustuer ebenfalls, sodass die Pollen natuerlich auch alle direkt bis in die Wohnungen kamen. Uebrigens waren wieder ueberall in der gesamten Gegend alle Haustueren offen, heute gar 8 oder 9 Stueck. Was soll das? Ist es jetzt "in", Insekten, Pollen und Strassendreck in der Wohnung zu haben? Mit den Insekten war es heute auch schrecklich... Und all die Gaffer. Asis. Eine absolut verdreckte Haltestelle. Kopfschmerzen (auch jetzt noch). Der Bus war zu frueh, ich verpasste ihn um wenige Sekunden. Insgesamt 13 Minuten Wartezeit, in dem Dreck, bei dem Staub und Pollen. Dummes Gerede von anderen Fahrgaesten spaeter im Bus. Ich weiss, fremde Gespraeche gehen mich gar nichts an, aber wenn ich so einige Vorurteile hoere. Und dass einige Menschen glauben, man muesse es ihnen im Urlaub in jedem Land Recht machen - da kann man manchmal schon nur den Kopf schuetteln. Aber eigentlich sollte mich ja nichts mehr wundern, soll ja auch Menschen geben, die Urlaub in Suedafrika gemacht haben und sich dann beschwerten, wieso dort ueberall Dunkelhaeutige herum gelaufen waeren.

Wie steht ihr eigentlich gegenueber dem Berlinerischen Dialekt? Hier in der Gegend wird er ja mittlerweile gerne mit proletenhaftem, ungebildeten, dummem Volk in Verbindung gemacht... Ich mag den Klang auch nicht. Wenn man sich meine Lyrik durchliest - die ich ja auch verbal vortrage - kann man sich die in Berlinerisch vorstellen? Das wuerde die gesamte Atmosphaere verderben. Aber soll jeder sprechen, wie er es moechte! Es gibt fuer mich zwar auch eine aesthetische Frage darueber, aber im Alltag kommt es mehr auf den Inhalt, als auf die Sprache an! (Wobei ich das Sprichwort "Der Ton macht die Musik" dennoch nicht ablehne; Hoeflichkeit kann nie schaden). ER war heute leider erst spaet zuhause, nach 18:30 Uhr. Die Bahn fuhr mal wieder nicht regelmaessig. Aber er war zwischendurch auch noch im Aquarienladen, hat ein paar neue Garnelen gekauft. Mensch, waren die teuer :/ Aber Garnelen sind eigentlich Gruppentiere und da musste man den zwei uebrigen schon noch ein bisschen Gesellschaft besorgen. Bei der Post war ER auch. Heute hatten sie den Brief endlich da. Nur eine Rechnung... So absurd. Abends dann machte der Busfahrer auch wieder ein Theater. Hielt an einer Haltestelle 7 Minuten, um Kaffee zu trinken, mitten auf der Strecke. Dass er noch Fahrgaeste hatte, die vielleicht auch endlich zu ihrem Ziel kommen wollten, kuemmerte ihn nicht.

Zuhause angekommen, folgte, wie schon erwaehnt, gleich das dumme Gerede meines "Vater"s. Die Pollenallergie, die in S. zuhause (dank der abgeschlossenen Wohnung) kaum Probleme machte, ist nun so schrecklich, dass mir wieder die Augen geschwollen sind und ich das Gefuehl habe, fast daran zu sterben. Ich hoffe, das hoert bald wieder auf. Da kann ich wohl nur auf Regenwetter und Kaelte hoffen, auch, wenn viele Menschen das nicht moegen, mir wuerde es dadurch besser gehen. (Selbst, wenn ichs woellte, ich glaube, ich koennte nie ein Mensch sein, der Sonne und Hitze mag, weil mich beides einfach - ob ich will, oder nicht - krank macht)

cn P

24.09.2007 um 01:07 Uhr

22.9.07

Da dachte man, es wuerde an Blogigo gearbeitet werden, aber es scheint ja doch nicht mehr weiter zu gehen. Zumindest sind die Kommentarzeiten, wenn ich das richtig sehe, immernoch falsch. Irgendwie haeufen sich die Fehler, aber positive Veraenderungen gibt es keine. Das "Bugs und Wuensche"-Forum ist bekanntlich vor einigen Monaten urploetzlich verschwunden, aber das macht nicht viel, da den Aussagen der User damals genauso wenig Gehoer geschenkt wurde, wie heute. Ich frage mich noch immer, was Herrn Blogigo daran hindert, einmal mal einen Eintrag in seinem Blog zu machen, eine Nachricht auf die Hauptseite zu schalten oder was weiss ich - so schwer ist es doch nicht und die User wuessten zumindest, dass es weiter geht! Irgendwie finde ich das hier sehr billig. Und ich habe die Befuerchtung, es endet bald alles mit einem grossen Knall. Ich denke weiter ueber das Wechseln nach, leider gibts kaum gute Alternativen, zumindest wuesste ich keine, wo man mehrere Blogs haben und Umfragen schalten kann - Kann mir da jemand helfen? Ein frei erstellbares Layout wuerde ich mir auch wuenschen, das ist ja bei einer kostenlosen Mitgliedschaft bei blog.de und bei twoday.net leider nicht moeglich. Ein Anbieter mit den Moeglichkeiten von blogigo und dabei einer fehlerfreien und verlaesslichen Funktion - das haette was!

Am Freitagabend ging ich schon vor 2 Uhr offline. Leider sollte es eine grauenvolle Nacht werden. Der Silberfisch im Bad war noch das Harmloseste. Dazu kamen, im selben Raum, 2 Spinnen, und im Schlafzimmer die Bremsen und etliche Muecken. Wieso fressen die einander nicht gegenseitig? Es graute mir, wenn ich daran dachte, sie koennten sich ueber das WE noch vermehren. Beim Schreiben stoerten sie mich. Um 3:30 versuchte ich, zu schlafen. Das wurde allerdings nichts. Eine Muecke setzte sich immer wieder auf mich. Egal, wie ich mich hinlegte. Wenn ich mich komplett unter die Decke rollte, oder zumindest so, dass ich noch irgendwie atmen konnte, wenn nur noch die Stirn oder Haar unbedeckt war - dann setzte sich die Muecke auf diese einzige noch freie Stelle. Ueber eine Stunde habe ich mich damit geplagt. Durch das Surren konnte ich nicht einschlafen und gestochen werden wollte ich nicht schon wieder. Irgendwie unglaublich, wie gierig diese Viecher waren, dass sie einen absolut gar nicht in Ruhe gelassen haben (das, obwohl ich mich nach einer Weile komplett mit Insekten abweisendem Patchouli eingesprueht hatte). Schliesslich setzte ich mich mit einer gefalteten Zeitung und moeglichst bedeckt aufs Bett und versuchte, die Muecke zu erwischen. Sie liess sich jedoch nicht blicken und war, wenn ich sie mal sah, in einem Bruchteil einer Sekunde wieder weg.

Um 5:05 war ich gluecklich - ich hatte sie erwischt! Ich hoffte nur, es gab nicht noch mehr solch aufdringliche hier. Aber ich irrte mich. Kaum hatte ich wieder 5 Minuten im Bett gelegen, kam die naechste an. Die Bremse und weitere kleine Fliegen liessen mich wenigstens in Ruhe - aber das brachte mir leider auch nichts. Und wenn ich mir ansehe, wie viele von den Viechern hier im Wohnzimmer herum fliegen, dann befuerchte ich, diese Nacht wird auch einfach nur schrecklich :( Wenn es dieses Mal wieder so wird, uebernachte ich von morgen auf Dienstag in S. - da lasse ich mich nicht mehr von abhalten. Die ganze Nacht blieb ich wach. Ich beschloss vor 9 Uhr schliesslich, aufzustehen, weil ich ja doch nichts anderes mehr tun wollte und es dort im Raum nicht mehr ausgehalten hatte. IHN konnte ich auch bald per Telefon erreichen, also wollten wir uns einfach mal frueher treffen, als sonst. Aber das wollte mir mein "Vater" dann mit seinem Getroedel vermiesen. Wieso bitteschoen ist er schon eine Ewigkeit untaetig und kommt ausgerechnet genau dann, wenn ich fruehstuecken "moechte" (ohne darf ich ja nicht gehen - ausserdem ist das meine einzige mehr oder minder regelmaessige Mahlzeit), auf die Idee, nach einigem Gemecker, erst einmal sich rasieren, Tee kochen, Geschirr spuelen und die Blumen giessen zu gehen?!

Dazwischen das uebliche Gemecker, dumme Aeusserungen, und im Getraenk schwamm ekelhaft viel Staub und Textilfasern. Die Fenster und Balkontuer waren immernoch, seit Wochen, ununterbrochen offen ;/ Aufs Fruehstueck wartete ich schliesslich genau 50(!) Minuten, das bei einer Scheibe Toastbrot mit lieblos draufgeklatschter Scheibe Magerkaese. Es wurde wieder vom Krieg geschwafelt und dann hat er sich ueber den Tee aufgeregt. Und ueberall hier flogen Viecher herum... Generell regt er sich ja ueber alles auf. Ich erinnere mich gut daran, dass ich mal morgens ins Bad ging, gerade die Tuer schloss und meine Zahnbuerste in die Hand nahm, eine Sache von SEKUNDEN, als er schon gegen die Tuer haemmerte und herumschrie, ich wuerde ja wieder Ewigkeiten brauchen, er habe keine Zeit, lange zu warten. SEKUNDEN! Lang war das nicht. Und ueber meine Kleidung hat er sich auch wieder aufgeregt *seufz* ER war dann auch spaet dran. Ich lief schon in Richtung R. - ueberall gaffende Proleten, eklig :/ Massenhaft Asis unterwegs... Meinem Kreislauf ging es durch die Muedigkeit nicht sonderlich gut, mir war schwindlig und schlecht, ich war kalkweiss im Gesicht, hatte Kopfschmerzen und, wie es sich spaeter heraus stellte, wohl auch eine leicht erhoehte Temperatur.

Zuhause sah ich, dass der Kugelfisch mir Garnelen vom Wert von ca 7,50 EUR weggefressen hatte, aber wenigstens bedeutete das, dass er nun ganz gesund war und auch wieder jagen konnte. Nun ist er wieder im anderen Becken. Und freundlicherweise hat er genau 2 Garnelen uebrig gelassen - eine maennliche und eine weibliche. Nun allein im Becken, haben sie sich auch gleich vermehren wollen :) Das ist natuerlich sehr positiv. Der Kugelfisch grinste mich wieder an und die Mimik dieser Tiere ist wirklich unglaublich... Im Gegensatz zu vielen anderen Fischen koennen sie uebrigens beide Augen einzeln bewegen. Man sieht also deutlich, wo sie hinsehen. Und mich verfolgt er aeusserst gern mit beiden Augen. Es ist niedlich zu sehen, wie er sich umsieht und Menschen und Tiere beobachtet. Ich habe mich dann erst einmal hingelegt und etwas geschlafen - hier vollkommen insektenfrei. ER ging derzeit einkaufen und zur Post, um den einen Brief abzuholen. Als ER dann heim kam, bin ich richtig wuetend geworden, aber nicht auf IHN: Die Post meinte, obwohl ER eindeutig puenktlich dort war, nie einen Brief fuer UNS bekommen zu haben! Also wenn der verschwunden ist, raste ich aus... Oder wenn sie irgendwie Probleme machen sollten, falls der Brief auf meinen Namen ging. Zum Kotzen, die deutsche Post *amok* Waer dann schon der 2. (Gross)Brief, der in den letzten 2 Jahren verschwunden ist. Andererseits - beim ach wie tollen Paketdienst "Hermes" sind schon zwei Paeckchen verschwunden. Den Schaden will einem natuerlich, selbst bei versicherten Sendungen, kein Schwein ersetzen.

Postcrossing mache ich trotzdem noch gern... Ich bin wohl unbelehrbar. Das Schlimme ist - selbst, wenn ich mir ein Postfach mieten wuerde, da wuerden die Briefe wohl auch nicht ankommen. Auf jeden Fall ist im Forum wieder das uebliche Gezanke wegen der vielen finnischen User losgebrochen. Eine Frechheit, was sich einige Menschen erlauben! Ein US-amerikanischer Teilnehmer echauffierte sich jedenfalls darueber, er habe keine Lust, so oft Post aus Finnland zu bekommen und Finnen sollten sich gefaelligst nicht mehr registrieren duerfen und muessten in Zukunft Post nur innerhalb Finnlands versenden. Deutsche uebrigens auch, denn davon gaebe es auch zu viele. Sowieso solle das fuer alle User aus oft vertretenen Laendern gelten. ER wolle schliesslich Post aus "seltenen" Laendern bekommen und nicht immer aus Europa. Ich habe ihm dann mal vor die Nase gehalten, dass die USA an Platz zwei der meisten Teilnehmer stehen (weit VOR Deutschland), und wieso er das Recht haben sollte, Post aus seltenen Laendern zu erhalten, aber Finnen und Deutsche nicht. Natuerlich konnte er nicht argumentieren, sondern warf mit Beschimpfungen um sich. Sowieso hat er sich wie der letzte Affe benommen, hat schoen auf verschiedene Nationen insgesamt und auf bestimmte User geschimpft, ganz nach dem Motto: "Alle, die meine Meinung nicht teilen, sind Idioten oder krank".

Dann spielte er sich auch noch wie der allergroesste Held auf, da er an den Betreiber eine Email mit einer Beschwerde ueber die vielen Finnen geschickt habe (das wuerde sich ja sonst keiner trauen und so koenne man das "Problem", wie er es nannte, ja nie loesen) und da er das Projekt ueber Schulwebsites aus "seltenen" Laendern beworben habe (nennt man auch Spam). Das Affigste ueberhaupt war wohl, dass er dann meinte, als sich gestern eine Vietnamesin registrierte, dass das nur an seinem Aufruf gelegen haette. Er sei quasi der grosse strahlende Retter von Postcrossing. Dass ich nicht lache... Dann kam aber noch der finale Gipfel: Ich habe mir mal das Profil (in dem steht, aus welchen Laendern man schon Karten erhalten und wohin man welche gesendet hat) von diesem "armen" Menschen, der ja staendig nur Post von Finnen und Deutschen erhaelt, angesehen - Er hat bislang sage und schreibe 2 Karten nach Finnland gesendet und eine aus Finnland erhalten! Aus Deutschland hat er auch nur eine und dorthin noch gar keine gesendet. Von ca 20 Karten - das sind immernoch 18 aus anderen Laendern - Was hat dieser Depp eigentlich?! Wenn ich ehrlich bin, ich hoffe, ich bekomme nie eine Karte von ihm oder muesste ihm eine schicken. Mit solchen Leuten woellte ich echt nichts zutun haben wollen (zumal er sich anderswo wohl beschwerte, dass eine Karte aus Japan nach 2 Tagen noch nicht angekommen sei).

Ich blieb noch bis spaet abends wach. Mehr laesst sich nicht sagen. Zum Sonntag bin ich ja auch schon einiges losgeworden. Als ich dann heim nach R. kam, hing immernoch die eine Bremse an der Decke. Mehr habe ich noch nicht gesehen, andererseits habe ich mich auch nicht gezielt umgesehen. Hoffentlich wird die Nacht nicht wieder so grausam schlaflos. Und irgendwie traegt schon mein "Vater" die Schuld (ich weiss, das bringt nichts, ausser, dass es aussagt, dass es mir besser ginge, wenn er es nicht tun wuerde) - schliesslich ist er es, der staendig alle Fenster aufreisst. Wenigstens MEIN Zimmer koennte er doch in Ruhe lassen. Ach so, ich vergass, das ist gar nicht mein Zimmer, er ist nur so gnaedig, dass ich, als seine Tochter, darin ueberhaupt leben darf. Da hab ich natuerlich nichts zu sagen. Und da ist es wohl legitim, dass er, sobald ich das Haus verlasse, dorthin rennt und das Fenster aufreisst. Ich weiss es, denn ich bin schon einmal innerhalb wenigen Minuten nochmals nach Hause gekommen, weil ich ein Buch fuer die Uni vergessen hatte. Keine 10 Minuten - und da stand mein Zimmerfenster schon wieder offen. Interessanterweise scheint das aber auch keinen Einfluss auf diese ekelhaft stinkende Wohnung zu haben. Wirklich, wenn ich nach einem WE woanders zurueck hierher komme, da finde ich, dass diese Wohnung teils wirklich uebel riecht. Man gewoehnt sich schnell dran, aber angenehm ist es trotzdem nicht. Mein Zimmer riecht hingegen noch ganz okay... Vielleicht, WEIL nicht staendig die stinkende Strassenluft hinein kommt?!

Aufgrund meiner Verwirrtheit und meines Gedaechtnisschwunds faellt das letzte Thema, welches ich noch anschneiden wollte, wohl weg... Schrecklich, diese Zerstreutheit, eben wusste ich noch, was ich schreiben wollte :/ Kommt wohl vom ganzen Stress.

cn P

P.S.: Eben hats hier wieder geknallt. Es hat mir einfach gereicht. Der Herr "Vater" klagte, weil mal wieder EINE Fliege an ihm vorbei geflogen sei. Er habe ja seit Tagen keine mehr gesehen (Augen aufmachen wuerde helfen!). Ich sagte, er solle sich, wenn es ihn stoert, mal Gedanken machen, woran das liegt! Mal das Fenster zumachen oder ein Fliegengitter reinhaengen. Die Reaktion: "Spinnst du! Ich will mich nicht vergiften! Ich brauche frische Luft!" Ich sagte, dass kein Mensch erstickt, nur, weil er mal eine Stunde am Tag das Fenster schliesst. Die Antwort: "Was weiss du!" Dann behauptete er noch, Fliegen wuerden ja nur hinein kommen, wenn man Essensreste herumstehen habe, und das sei ja nicht der Fall. Er habe keine Ahnung, wieso trotzdem eine hinein gekommen waere. Dazu sage ich mal gar nichts mehr :/

23.09.2007 um 19:08 Uhr

Wie immer Stress mit der Uni *augenverdreh*

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Studium, Universität, Stress

Ach ja, ich hab immernoch keine Information ueber das Ergebnis meiner Nachklausur. Dabei muss ich in einer Woche schon die neuen Kurse waehlen und vorher sollte ich eigentlich unbedingt das Ergebnis wissen und den Prof noch einmal sprechen, wegen der Folgen... Um nicht zu sagen: Meine gesamte Semesterplanung haengt vom Ergebnis der Klausur ab. Wenn ich das erst in Wochen bekomme, dann gute Nacht! Zum K* diese Uni...

cn P

23.09.2007 um 19:02 Uhr

Sonntag, wie zu erwarten

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Familie, Stress, ÖPNV

Der Tag verlief in etwa so, wie ichs mir vorgestellt habe. Also wirklich HAARGENAU so, bis zu einem Punkt :/ Ich bin mittags aufgestanden (nachdem ich bis zum fruehen Morgen wach war), dann hatte ich gesundheitliche Probleme, es wurde wieder gehetzt, meine Laune war am Boden, meine "Mutter" rief an und fragte, ob ich nicht frueher kommen koennte (Guter Witz - ich waere in 5 Minuten sowieso losgegangen; dass die Fahrtzeit fast 2 Stunden dauert, will sie wohl nie wahrhaben!) der Bus kam 5 Minuten zu frueh und wurde daher verpasst, WIR mussten eine halbe Stunde auf den naechsten warten, und unterwegs begegnete man, wie erwartet, nur Besoffenen, Asis, poebelnden Kindern, mehreren bettelnden Obdachlosen, geistig Verwirrten und etlichen anderen Menschen, die einem am Sonntagmittag auf den Geist gehen. Wobei auch viele Menschen dabei waren, die... nunja... Sich noch daemlicher zu benehmen schienen, als wochentags, wobei ich normalerweise nicht daran glaube, dass der Wochentag irgendeinen Einfluss auf das Verhalten haette...

Nach einer langen Fahrt kam ich also bei meiner "Mutter" an. Der erste Satz von ihr, kaum, dass ich in der Tuer stand, war, "Du hast ja immernoch nicht abgenommen." Der zweite, ich war immernoch keinen Schritt in der Wohnung: "Und deine Haare sind auch unordendlich!" Ich habe ihr natuerlich gleich gesagt, dass ich mir das nicht bieten lasse, und es gab Streit. Sie hat die gesamte Zeit nur herumgemeckert *amok* Ich waere am liebsten gleich wieder gegangen. Wirklich an ALLEM Denkbaren hatte sie etwas auszusetzen und der Ton blieb die gesamte Zeit aggressiv, dabei hatte ich ihr gar nichts getan. Nach einer Weile schliesslich (Schreiben, Standpauken und Aufraeumen *re*), wurden einige Sachen hinunter getragen. Ein Taxi wurde gerufen, ein grosses, zum Transport der Dinge nach S. Und ein Taxi kam dann auch, nach einer halben Stunde statt der versprochenen 7 Minuten. Und es war auch nicht gross, sondern ein ganz normales. Es wurde wieder weggeschickt und versprochen, das naechste sei groesser. Das kam dann nach wieder einer Viertelstunde. War aber genauso gross. Das wiederholte sich, und das 3. war sogar noch viel kleiner. So gings dann weiter... Insgesamt sass ich ueber 2 Stunden im Treppenhaus und hab gewartet *re* Voellig verdreckt von den grossen Pflanzenkuebeln, voller Kalk und Erde, und komplett zugestaubt vom Altbautreppenhaus. Ich wuerd so gern baden... Nachher.

Irgendwann kam schliesslich ein 8-Personen-Taxi, das meine Mutter zahlte. Genau 39 Euro. Reichte fast fuer eine Busfahrt nach Hamburg, inklusive Rueckweg. Ca 30-45 Minuten dauerte die Fahrt nach S. Dann wurden die Sachen ausgeladen und schliesslich einzeln nach oben geschleppt. Dann aufgeraeumt, eingeraeumt, Sachen inspiziert: ein Standventilator, zwei grosse Pflanzen, ein thailaendisches Rueckenkissen, eine Tasche voll Geschirr, ein Koffer mit diversen Dingen, darunter einige teure Vasen, Kleiderhaken, Kerzen, ein paar Packungen Briefumschlaege, ein "neues" (aelteres, aber relativ modernes) Handy inklusive Zubehoer, 5 Kladden (absurderweise freue ich mich ueber die fast mit am meisten) und eine Keksdose voller alter Briefmarken. Und noch bisschen mehr, hab noch nicht alles ausgepackt. Naja, ist schon alles in Ordnung so... Danach hab ich mich erstmal hingelegt und nun dies hier geschrieben. Eigentlich hab ich heute noch viel zu viel zutun.

cn P

22.09.2007 um 00:47 Uhr

21.9.07

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Insekten, Stress, Rassismus, Gesellschaft, Post, Aquarium, Internet

Um 2 Uhr stellte ich fest, dass nun schon zwei Spinnen im Bad sitzen. An jedem Ende des rechteckigen Bades eine. Auch heute hat sich daran noch nichts geaendert. In meinem Zimmer, was mich mehr stoerte, sass hingegen eine Bremse an der Wand und einige Muecken flogen umher :/ Ich bin natuerlich nicht drangekommen. Morgen kaufe ich mir eine eigene Fliegenklatsche und eine Holzstange als Verlaengerung *re* Ich schrieb, sobald ich die Viecher ein Stueck von mir vertrieben hatte, noch ein wenig, und stellte fest, dass die "Das Leben geht weiter"-Mentalitaet, die ja oberflaechlich noch etwas Positives hat, eigentlich doch nicht die beste ist. Fuer mich klingt es mehr und mach nach einem Aufschieben, nach dem Motto: "Wenn nicht heute, dann eben morgen". Leider kommt aber auch irgendwann der Tag, der der letzte ist. Es kann ganz ploetzlich gehen... Irgendwie bringt in der Hinsicht das Aufschieben nichts. Sonst schiebt man sein gesamtes Leben, und hat dann nichts mehr davon. Um 4 beschloss ich dann, schlafen zu gehen. Genervt vom Kopfkissen, durch das wieder Federkiele in meinen Arm stachen (das ist doch nicht normal, oder?), und von den Insekten im Zimmer. Kann es nicht eine Nacht geben, wo ich mal keine Motte ins Gesicht bekomme oder am naechten Morgen mit etlichen neuen Mueckenstichen erwache? Ein Fliegengitter waere so eine einfache Loesung, aber das will mein "Vater" natuerlich nicht.

Als ich mittags erwachte, sassen schon zwei Bremsen in meinem Zimmer. Mein "Vater" benahm sich auch wieder wie der letzte Idiot. Ich machte mich auf den Weg... Im Bus und auf den Strassen war alles ueberfuellt, poebelnde Asis, aggressive Rentner, Besoffene, Stinkende (einige Menschen haben wohl noch nie etwas von Deo gehoert - oder einfach von "sich waschen"). Und ein rassistisch erzogenes Kind (an alle Ueberglucken: nicht wieder mit "Kinder koennen nicht rassistisch sein"-Spruechen anfangen, ihr macht euch laecherlich) sass auch wieder im Bus. Aber da habe ich Hoffnung, wenn die Eltern dem nicht entgegen wirkten. Das Kind hatte gesagt: "Aber XY ist auch Auslaender und trotzdem ganz nett". Das ist schon einmal EINE Erkenntnis. Es war eklig heiss und die Insekten haben in den letzten sonnigen Tagen stark zugenommen. Riesige Spinnen hingen vor der Haustuer, gleich drei Stueck. Dagegen war die haselnussgrosse neulich gar nichts. Am See lungerten wieder Asis herum und der Fussweg war mit 4 Autos zugeparkt. Komische Menschen, halten wohl alles, was gepflastert ist, fuer einen Parkplatz, dabei ist der deutlich ausgeschildert ein Stueck weiter weg.

Ich schaute in den Briefkasten: Ich wusste es doch, erst bekommt man wochenlang keine Post, nun stapeln sich die Karten! Bekam einen Brief aus Koeln und eine offizielle Karte aus Finnland. Sehr schoen, werde ich auch bald online stellen. Und ein Werbekatalog war auch im Briefkasten. Und ein Abholschein der Post fuer einen einzigen Brief ;/ Kein Wunder, so ist es regelmaessig: Den dicken Katalog als erstes hinein stopfen und sich dann wundern, wenn nicht einmal mehr eine normale Rechnung hinein passt... Dafuer darf man nun zur Filiale am A* der Welt fahren. Normal haette ich gesagt, haette ER das morgen frueh machen sollen, danach haetten wir uns treffen koennen. Aber nein, "Abholung nicht vor 16 Uhr" stand auf dem Schein. Hochintelligent: Auf demselben Schein standen die Oeffnungszeiten der Filiale. Die schliesst morgen um 16(!) Uhr... *re* Aber ich weiss sowieso nicht, ob ich das ernst nehmen soll, schliesslich waren auf dem Schein auch die Addresse und der Name falsch geschrieben (und das bei so einem simplen Nachnamen, kaum zu glauben). Und solche Analphabeten arbeiten bei der Post, in einem Beruf, in dem das Lesen eigentlich wichtig sein sollte!

Ich war heute wieder in vielen Aquarienforen online. Irgendwie habe ich festgestellt, dass Aquaristik immernoch sehr unerforscht zu sein scheint. Was Krankheiten und Lebensweisen von Fischen betrifft, sagt wirklich jeder etwas Anderes. Sogar komplett Gegenteiliges liest man. Da hilft es nur, sich viele verschiedene Ansichten durchzulesen und dann selbst zu entscheiden, was man fuer sinnvoll haelt. Irgendwie schon merkwuerdig, die Aquaristik gibts schliesslich nicht erst seit gestern. Was ich immer wieder schlimm finde, ist, wie verbissen und extrem unfreundlich viele Forenuser sind. Richtig psychisch krank finde ichs schon, wie aggressiv sie werden, wenn ihnen mal jemand freundlich widerspricht. Auch auf Fragen reagieren sie unfreundlich. Will ein Anfaenger etwas wissen, weil er es gut meint, wird er sofort beschimpft, er sei dumm, unfaehig und sollte sein Aquarium am besten sofort wieder verkaufen. Aber ist es nicht besser, wenn ein Anfaenger fragt, als etwas falsch zu machen? Woher soll das wissen denn kommen, vom Himmel fallen? Mit solchen Attitueden haben schon viele Foren User, gerade auch Anfaenger, vergrault. Ich werde meist nicht bloed angemacht, da ich mich auskenne und auch keine "Anfaengerfragen" stelle, aber dennoch mag ichs nicht, wo unterwegs zu sein, wo zwischen anderen Usern ein extrem aggressiver Umgangston herrscht. Uebrigens muss jetzt auch Aquarien Foren de auf meine Negativliste. Ehrlich gesagt finde ich bisher nur eine einzige allgemeine Seite okay und eine, die sich mit Kugelfischen beschaeftigt, aber die daher natuerlich fuer Fragen bezueglich anderer Fische nicht genutzt werden kann. Leider, denn die Leute dort sind ziemlich nett.

ER war heute lange unterwegs und bekam mit, dass auch in vielen "Fachgeschaeften" eine unglaubliche Ahnungslosigkeit herrscht, aber dennoch klugscheisserisch getan wird und falsche Ratschlaege erteilt werden. Und wieder muessen die Fische dieses Verhalten ausbaden. Als ich nach Hause kam, sassen nun schon 3 Bremsen in meinem Zimmer *amok* Eine Viertelstunde bin ich ihnen hinterhergesprungen, dann habe ichs aufgegeben :/ Es ist derart belaestigend... Meinen "Vater" kuemmert es natuerlich nicht. Morgen geh ich dann einkaufen, wohl mal wieder in die Innenstadt, mal sehen... Ein Gedanke noch, kontextlos: Man meint sicherlich oft, eigene Unreife wuerde man erst im Nachhinein bemerken. Es stimmt wohl auch meist... Aber es gibt doch Momente, in denen man selbst merkt, trotz aller Unreife ;) , dass man mal unreif handelt. Man weiss es, und man lebt damit, akzeptiert es, handelt trotzdem so... Wieso auch nicht; "kindisch" sein, kann auch manchmal entspannend wirken... Und mir graut es schon vorm Sonntag, mit meiner "Mutter". Und die Uni nervt auch bald wieder *seufz* Im Moment scheine ich wohl wieder in einer Art "Pechstraehne" zu sitzen.

cn P