Memoriae Ex Aeterna Nocte

08.10.2007 um 15:16 Uhr

Die Idioten vom Arbeitsamt

Also, was ich nun schon die gesamte Zeit schreiben wollte (abgesehen davon, dass mir wieder fast die Finger abfrieren :( ): Nachdem ER letzte Woche festgestellt hatte, dass die Telefonnummer des Arbeitsamtes nicht gerade billig ist und man auch ewig in der Warteschleife zu haengen scheint, haben wir im Internet eine Email-Adresse heraus gesucht und mal dorthin geschrieben. Inhalt: ER sei im Februar 2008 mit seiner Ausbildung zum XY fertig und wuerde sich gerne beraten lassen, was man danach machen koennte, also zweite Ausbildung, Studium, Umschulung, u.ae., oder wie die Chancen seien, einen Beruf in dem Bereich zu bekommen. Also haben wir quasi nach einem Berufsberatungs-Termin gefragt, weiter nichts. Dann kam heute tatsaechlich eine Antwort, wo ich mir nur an den Kopf fassen konnte: (sinngemaess)

"wir koennen Ihre Meldung zur Arbeitssuche nur persoenlich annehmen, also kommen Sie mit Personalausweis doch mal waehrend der regulaeren Oeffnungszeiten vorbei. Oder rufen Sie an. (Wie - nur persoenlich mit Ausweis ODER per teurer Telefonnummer?!) Termine zur Arbeitsvermittlung koennen wir Ihnen nur telefonisch oder persoenlich mitteilen."

Also abgesehen davon, dass ich nicht weiss, wieso sie eine Email-Adresse haben, und trotzdem nur telefonisch Termine vergeben (das klingt bei den hohen Telefonkosten doch fast nach einer Abzock-Masche!), haben sie mal absolut gar nicht verstanden, worum es geht. Sitzen da nur noch Analphabeten?! In unserer Email kam in keinem Wort vor, dass wir gerade arbeitslos und arbeitssuchend seien oder dass wir gerne einen Beruf vermittelt bekaemen. Es ging ganz deutlich nur um eine BERATUNG was NACH der Ausbildung machbar ist! Sind die ganz hohl im Hirn?! Ich koennt mich derart aufregen, und mit solchen Vollidioten muss man sich herum schlagen... Nun wird mir aber auch klarer, wieso das mit dem Wohngeld und der Auszubildendenhilfe abgelehnt wurde. Wahrscheinlich haben sie ihr eigenes Formular nicht verstanden. Also wirklich... Vollidioten, mehr kann ich dazu gar nicht sagen.

cn P

P.S.: Mir fiel gerade noch etwas ein, wieso man unbedingt - auch als Arbeitsloser - einen Internetanschluss braeuchte: Anders kommt man an keine Amtsadressen heran, kann sich nirgends per Email melden, muss teure Telefonate fuehren - und ich koennte gar nicht ohne Internet studieren! Das ist wohl das groesste Problem, da das ganze Studium auf Websites basiert, und da brauch ich einen PC mit Online-Zugang zu, sonst kann ich gleich das Studium schmeissen. Irgendwie isses wirklich zum Verzweifeln...

08.10.2007 um 03:00 Uhr

Ein paar Gedanken vor dem Schlafengehen

Ich friere hier wieder stark und befuerchte (wohl leider zu Recht :( ), dass ich morgen wieder erkaeltet sein werde. Wegen einem neunmalklugen Narren, der meint, er wuerde ersticken, wenn er die Fenster und die Balkontuer bei Aussentemperaturen von 5 Grad mal einen Abend schliessen wuerde. Und das, obwohl die Heizung noch ausgeschaltet ist. Also ich "freue" mich schon darauf, nachher zu versuchen, bei der Kaelte einzuschlafen. Das faellt mir erfahrungsgemaess bei niedrigen Temperaturen schwer... Also schreibe ich noch ein wenig, kann ja doch nicht schlafen.

Wieso sehen viele Menschen Dinge, die ich als gewoehnlich betrachte, als ueberdurchschnittlich an? Da heisst es, irgendwer sei ein Genie, und wenn dann beschrieben wird, was er koenne, denke ich mir oft nur "Und?". Das liegt nicht immer an der Auffassung, dass die hoechste Intelligenz nichts nuetzt, wenn man sie im Leben nicht anwenden kann. Meist eher daran, dass ich an dem, was hoch gelobt wird, nichts Besonderes empfinde. Vielleicht habe ich andere Relationen? Vielleicht, weil man mir ja doch taeglich sagt, ich koennte nichts? Ich weiss natuerlich, dass das nicht stimmt, aber so komme ich mir unbewusst doch sehr durchschnittlich in meinem Denken vor, und verstehe fast nicht, wie andere Leute da doch in einigen Bereichen mir gegenueber defizitaer sind - gar nicht boese gemeint, aber wenn man mir sagt, ich sei normal, und ich problemlos 7 Sprache spreche, dann frage ich mich, wieso "normale Menschen", da ich ja als normal bezeichnet werde, das nicht auch koennen. In meinem Kopf erscheint das Bild, die Massen seien gar nicht "normal" sondern "unterdurchschnittlich". Was natuerlich paradox ist, da man die "Normalitaet" genau an der Masse misst, und die spricht keine 7 Sprachen. Also bin ich da wohl schon uebernormal. Die Logik weiss das, aber sag das mal dem Unterbewusstsein ;)

Ich bedauere es uebrigens ausserordendlich, dass ich mein Leben bisher nicht gut genug genutzt habe. Wenn ich mehr Disziplin haette, koennte ich so viel Sprachen mehr! Ich koennte irgendwie stolz darauf sein, ich moechte auch mehr wissen, kennen, lernen, beherrschen, aber meine Tendenz, mich staendig wegen Depressionen haengen zu lassen, verhindert das. Ich lebe nun 20 Jahre... Da haette man doch mehr lernen koennen, als mickrige 7 Sprachen! Deutsch und Thai als Muttersprachen, meinentwegen, aber Englisch erst ab der 5. Klasse! Was fuer eine Zeitverschwendung! Da haette ich frueher beginnen koennen. Franzoesisch dann ab der 7., Latein ab der 9., Italienisch erst ab der 11... Also das haette man auch um ein Jahr vorziehen koennen. In der 14. quasi folgte Mittelhochdeutsch. Ja, das zaehle ich als eigenstaendige Sprache, schliesslich hats eine vollkommen andere Grammatik und andere Worte. Sonst koennte man ja behaupten, Niederlaendisch sei auch keine eigene Sprache, da es dort auch Parallelen zum Neuhochdeutschen gibt.

Ansonsten verstehe ich gut Spanisch und Portugiesisch, das habe ich auf fremdsprachigen Websites (und im Kontakt mit dementsprechenden Muttersprachlern beim Postcrossing) bemerkt. Niederlaendisch klappt auch ganz gut. Ich lerne nebenbei Finnisch, Japanisch und ein wenig Norwegisch. Gerade Finnisch und Japanisch verstehe ich dabei eigentlich schon sehr gut. Wenn ich leider auch noch nicht viele Kanji kenne, aber Gehoertes (Gesprochenes) verstehe ich gut, und auf Romaji Geschriebenes. Aber auch hier koennte ich mehr leisten, wenn ich mich denn zusammenreissen koennte. Gerade jetzt in den Ferien haette ich doch eigentlich genug Zeit gehabt... (Ja, und an bzw gegen meine/r Vergesslichkeit koennte ich auch arbeiten ;) )

Zuletzt noch etwas ueber meine tolle Schwieger"familie". Die davon absieht, uns finanziell zu unterstuetzen. Natuerlich, ich mag sie nicht und sie mich nicht, daher erwarte ich nicht, dass sie mir irgendwie helfen. Aber zumindest ihrem eigenen Sohn, der ihnen nichts getan hat, koennten sie unterstuetzen! Dabei werfen sie schon an allen Ecken das Geld zum Fenster heraus, dabei koennte ER es sicher dringender brauchen. Nun haben sie selbst kaum mehr Geld. Daran sind sie aber selbst Schuld, auch, wenn das jetzt sicher hart klingt. Mal im Ernst: Wenn ich noch ein Eigentumshaus abzubezahlen haette, dann wuerde ich doch sparen bzw Geld nur fuer dringende Dinge ausgeben. Gerade, als dann noch eine Verwandte ins Krankenhaus kam und eine relativ teure Operation hatte. Da haette man doch wenigstens in anderen Dingen sparen muessen, aber nein, das taten sie nicht. "Freunden" haben sie nicht gerade kleine Geldbetraege geliehen (bis heute gabs nichts zurueck), einer Verwandten haben sie zur Kommunion oder Konfirmation (ich weiss es nicht genau) extrem teure Geschenke gemacht. Ihren Untermieter haben sie rausgeworfen, weil ihnen dessen Lebensgefaehrtin nicht passte (bzw wird der dann von alleine gegangen sein, weil er sich die Schikanen nicht mehr gefallen lassen wollte), somit fehlt eine wichtige Geldquelle.

Aber der Gipfel war dann noch die Hochzeit SEINER Schwester. Obwohl das Geld sehr knapp war, wollte sie sich natuerlich nicht mit einer standesamtlichen Hochzeit mit folgendem Essen im Restaurant zufrieden geben. Stattdessen bekam sie eine standesamtliche (mit Festessen am Abend), eine kirchliche (wieder mit Festessen am Abend) und hinterher haben sie sich noch fuer ein ganzes Wochenende ein Schloss gemietet, eine bekanntere Mittelalterband nur fuer sich selbst herbestellt, und danebst natuerlich allen Gaesten das Essen ueber die zwei Tage, die Anreise und die Uebernachtung im nicht gerade billigen Hotel, bezahlt! Ich habe gedacht, die sind bescheuert, als ich das gehoert habe... So schon in Schulden stecken, und dann fuer eine Hochzeit etliche tausend Euro verpulvern... Und ER kann kaum die Wohnung zahlen, bekommt aber nichts ab.

Selbst Schuld, haette ja auch ein Maedchen werden koennen. Eine Tochter, ein kleines Prinzesschen, haben sie sich immer gewuenscht. Dazu kommt, dass ich nicht bereit bin, Kinder zu bekommen. Unser Stamm wirft keine Enkel ab, damit enden wir als irgendeine unliebsame "Nebenfamilie", aus der ja sowieso nichts wird. Toechterchen hingegen moechte natuerlich am liebsten gleich morgen Kinder bekommen, das, obwohl sie mitten im Studium steckt, selbst kein Geld verdient, und charakterlich wohl kaum in der Lage waere, mit einem Kind klar zu kommen. Sie ist eine infantile, launische, unbedachte Person. Mit vielen Vorurteilen und einer "Ich bekomme alles, was ich will"-Mentalitaet einer verwoehnten Goere. Mutti aendert natuerlich nichts daran, sie bekommt weiterhin immer alles, was sie will, und sei es noch so teuer. Sie hat sich schliesslich immer eine Tochter gewuenscht, und Enkel sowieso.

(Uebrigens werde ich weiterhin pausenlos vollgesuelzt und werde langsam wahnsinnig und vor Allem cholerisch davon, bzw bin stehe irgendwo zwischen einem aggressiven Wutanfall und einem Weinkrampf... Ja, ich sollte mich jetzt verabschieden. Gute Nacht!)

cn P

08.10.2007 um 01:18 Uhr

6. und 7.10.07

Toll. Ich bin noch keine 10 Minuten wieder "zuhause" und fuehle mich schon beschissen. War ja klar: Sobald ich auch nur einen Fuss in diese Wohnung gesetzt habe, oeffnete sich auch schon die Tuer vom Wohnzimmer aus und ich wurde bloed vollgesabbelt. "Ach, du bist ja schon hier, haetteste dir auch sparen koennen." - Wenn ich das gewusst haette, haette ich es mir sehr gerne gespart, aber wenn ichs denn getan haette, haette es auch Aerger gegeben! Sobald ich dann, nach dem ich meine Sachen in meinem Zimmer bzw auf meinen 8-10m² (ich weiss es nicht genau, auf jeden Fall ist davon auch nicht viel nutzbar, weil zwei Schraenke, ein Schreibtisch, ein Bett und zwei Regale drin stehen - die Luecke dazwischen reicht, dass eine Person hindurch an Fenster gehen kann, aber zwei Menschen wuerden nicht einander vorbei kommen) abgestellt hatte, und ins Wohnzimmer ging, wurde auch bloed weiter gelabert. Ich moechte es gar nicht weiter ausfuehren, sonst rege ich mich nur noch mehr auf. Meine Erkaeltung ist fast weg, dafuer habe ich Bauchschmerzen und leichte, motorisch verursachte, Augenschmerzen. Und mein "Vater" hat mir wieder auf die Fuesse getreten, was dieses Mal nach einem lauten Knacken richtig weh getan hat, und mich danach nur bloed angeschnauzt: "Nerv nich!".

Aber nun zum Samstag: Um 2 war ich gleich schlafen gegangen, weil es mir mit der Erkaeltung zu schlecht ging. Um 10 bin ich wieder aufgestanden, wurde natuerlich gleich wieder angemeckert, und habe dann die Wohnung Richtung R. verlassen. Bin mit IHM ueber den Markt gegangen, und dann auf der Hauptstrasse einkaufen. Die Blindheit (sage ich mal so beschoenigend) der lieben Mitmenschen war heute noch unglaublicher, als sonst! Dass sie einen umrennen (oder einem mit Freude die Spitze ihres Regenschirms in den Bauch rammen) oder bloed im Weg herumstehen, bemerke ich ja taeglich (sicher stehe ich auch mal im Weg, aber ich vermeide es, absichtlich mitten in einem kleinen Gang stehen zu bleiben und dort ploetzlich fuer mehrere Minuten in meiner Tasche zu kramen, wenn ich das auch wenige Meter weiter machen koennte, wo der Weg nicht so eng ist, um nur ein Beispiel zu nennen), aber heute gabs davon noch eine Steigerung... Denn die Autofahrer benahmen sich heute genauso. Ich wollte gerade die Strasse ueberqueren, da kommt ein Auto angefahren, ich wartete also, und anstatt ein Stueck vor mit zu bremsen oder durchzufahren, hielt es genau vor meinen Fuessen, ohne ersichtlichen Grund, und blieb dann dort stehen. Natuerlich wollte ich dann vorne daran vorbei laufen, aber just da fuhr es natuerlich weiter, aber auch nur zwei Meter, um wieder zu stoppen. Ich haette ausrasten koennen. Am Steuer sass uebrigens eine alte Frau, die ich eindeutig nicht kannte.

Und dieses Verhalten hat sich mir an diesem Mittag gleich 3x so aehnlich gezeigt, von den Fussgaengern, die irgendwo blind herumstanden oder so lahm waren, dass sie fast durch die Erdrotation rueckwaerts gezogen wurden, will ich gar nicht erst etwas schreiben. Manchmal ergibt sich da schon der boshafte(?) Gedanke, dass diese Personen wohl nur 3 Gehirnzellen haben: 1 zum Atmen, 1 zum Tratschen, und 1 um bloed zu gaffen... Da reicht es zum Laufen natuerlich nicht mehr aus. Es war strapazioes, so war ich froh, als ich zuhause angekommen war. Habe mich auch ziemlich bald schlafen gelegt ;) Und dabei leider einen immensen Teil vergessen... Ausserdem schien ich heute wohl starke Durchblutungs- und/oder sensorische Wahrnehmungsstoerungen gehabt zu haben. Auf jeden Fall fror ich die gesamte Zeit, auch unter drei(!) Bettdecken, und mein Koerper kam mir eiskalt vor, dabei meinte ER, ich wuerde foermlich gluehen. Ich hatte laut Thermometer dennoch kein Fieber. Abends war ich noch lange wach, bin eigentlich erst gegen Morgen eingeschlafen, und hatte danach seltsam, unwirkliche, aber auch nicht wirklich schoene, Traeume.

Erst sehr spaet wieder aufzustehen, war deprimierend, aber daran konnte ich nun sowieso nichts mehr aendern. Draussen sah es schon sehr winterlich aus, abends war es eiskalt, stark neblig, und auf der noch nicht eroeffneten Autobahn fuhr mal wieder ein Auto entlang. Unten stieg ein Mensch aus, oeffnete den Bauzaun, fuhr hindurch, schloss ihn wieder, und fuhr dann Richtung R. Natuerlich war das illegal, aber das kuemmerte keinen Menschen. Wobei ich schon sagen muss, mir gefaellt das langsam gar nicht mehr, in einer Gegend zu wohnen, wo nachts alles voller Krimineller ist (bzw nicht einmal voll Krimineller, sondern man beobachtet fast taeglich irgendwelche Straftaten). Dennoch gefaellts mir dort besser, als hier bei meinem "Vater", wo im Moment der Pc fast nicht funktioniert, ich mir die gesamte Zeit hirnlose rassistische Sprueche anhoeren muss, und mich andauernd Muecken anschwirren (ich habe uebrigens wieder ein paar neue Stiche). Muesste ich nicht hierher, muesste ich abends auch nicht auf die Strasse, koennte schoen in der warmen Wohnung bleiben, und wuerde auch keinen seltsamen Gestalten mehr begegnen.

Mir faellt gerade ein: Neulich waren hier wieder Vertreter an der Tuer. Ist das ueberhaupt legitim? Staendig - von den schon klischeehaften Staubsaugerverkaeufern, bis hin zu solchen, die einem ein Zeitschriftenabo aufschwatzen wollen. Wenn sie mir begegnen, gehe ich eigentlich immer gleich vor... Meist halten die letztgenannten schon eine Fernsehzeitschrift in die Tuer, da falle ich ihnen gleich ins Wort, ob diese kostenlos sei, und sobald sie das bejahen, reisse ich sie ihnen aus der Hand und knalle die Tuer zu. Meistens stehen sie dann noch ca 5 Minuten verwirrt da und klingeln mehrfach, aber dann verschwinden sie und man hat seine Ruhe. Ich hoffe ja (obwohl ich es bezweifle), dass das vielleicht einen Lerneffekt hat, und ich hab ja zumindest eine kleine Entschaedigung fuer die Belaestigung (obwohl ich auch sehr gut ohne Fernsehzeitung leben kann) :P Ich weiss, mein Verhalten in dem Fall ist alles andere als fein, aber es ist auch nicht fein, mich ungefragt aus dem Mittagsschlaf zu klingeln und mir penetrant Waren andrehen zu wollen!

Gestern wurde mir bestaetigt, dass ich ein Kindchenschema auf zwei Beinen zu sein scheine. ER findet nach eigenen Angaben jedenfalls meine rundlichen Wangen, meine kleine Nase und die relativ grosse Stirn, am niedlichsten an mir O_o Dazu kommt ein relativ kleiner Mund und eine hoehenmaessig eingeschraenkte Koerpergroesse. Mit grossen Augen kann ich hingegen nicht immer dienen ;) Aber kleine Haende habe ich :/ Jetzt weiss ich zumindest, wieso meine Mutter immer betonte, ich haette ja so ein schoenes Gesicht (nur abnehmen muesse ich und die Fingernaegel waeren zu lang und die Haare zu unordendlich, blah blah blah, wir kennen das ja). Oder ER hat im Moment einfach einen Ueberschuss an weiblichen Hormonen ;)

Ansonsten gibts noch ein weniger humoristisches Thema: SEINE Ausbildung endet im naechsten Februar, und noch ist sehr unklar, was danach wird. Ob er einen Studienplatz bekommt, wer das Studium zahlen soll, wer die Wohnung zahlen muss... Ob wir die Wohnung ueberhaupt halten koennen. Umziehen moechte ich nicht. Weil ich weiss, die einzigen Wohnungen, die billiger sind, befinden sich in irgendwelchen Ghettos, wo man tagsueber schon bedroht wird und nachts erst recht. Dort wuerde ich mich nicht wohl fuehlen, genau genommen koennte ich mich ja nicht einmal alleine vor die Haustuer trauen. Ich weiss es erfahrungsgemaess aus einigen Gegenden, wenn ich da hindurch musste, wurde ich bisher jedes einzelne Mal aggressiv belaestigt. Also nicht, wie ueblich, dass man dumme Sprueche zu hoeren bekommt, sondern, dass sie einen richtig anquatschen, sich einem in den Weg stellen, provozieren wollen, usw. Das jeden Tag wuerde mich krank machen, und ausgerechnet die Gegend ist (zu Recht!) die, mit der niedrigsten Miete. Wenn ich dorthin muesste, wuerde ich verzweifeln. Weiss einer, wie viel Wohnraum einer Person laut Sozialdingsbums zusteht? Ich denke, da hat es Aenderungen gegeben, weiss es jetzt aber nicht...

Ausserdem habe ich gelesen, mit ALG2 bekaeme man 60% von seinem letzten Ausbildungsgehalt. Habe es allerdings nur online gelesen, und da wird viel behauptet (ja, zum Arbeitsamt muss ER demnaechst sowieso). Das wuerde fuer die Miete reichen, das habe ich mir durchgerechnet, aber da waeren keine 50 Euro mehr fuer die Nahrung, Strom, Internet, usw. uebrig. Klar, sparen muesste man, aber ich glaube kaum, dass 50 Euro reichen wuerden, fuer Nahrung und Strom allein. Internet faende ich uebrigens auch wichtig, sonst waere die Suche nach einer Arbeit o.ae. sicher noch schwerer. Dass ich meine Hobbies abschaffen muesste, also keine Post mehr versenden, keine Buecher kaufen, waere klar. Schade, aber ich wuerde es aushalten. Nur reichte es auch so an allen Ecken und Enden nicht... Finde das sehr beunruhigend. Aber wie schon gesagt - die meisten Sorgen mache ich mir ueber die Wohnung. Ich will einfach nicht in ein "sozial schwaches" Viertel, unbeschoenigt auch "Ghetto" genannt, ziehen.

cn P

06.10.2007 um 00:58 Uhr

5.10.07

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Krankheit, Familie, Nahrung, Stress

Ab 10 Uhr wurde meine Geduld wieder sehr strapaziert. Erst wollte man es nicht akzeptieren, dass ich keinen Hunger hatte (und schon gar nicht auf ein ueppiges Mittagessen), und dann, als ich zugesagt habe, wenigstens eine Scheibe Brot zu essen, habe ich die nicht etwa sofort bekommen, sondern musste mir 45(!) Minuten lang eine Moralpredigt anhoeren, wie wichtig doch das Essen sei und dass mein Essverhalten ungesund sei und ich davon noch Probleme bekommen wuerde, usw. Also ich denke, die Wahrscheinlichkeit, dass ich vom Fleisch falle, ist relativ gering. (Gerade eben soll ich uebrigens wieder einen Jogurt angedreht bekommen - ich habe keinen Hunger, wie oft denn noch?!). Nun, schliesslich wartete ER schon auf mich und ich wartete immernoch aufs Essen. Es tut mir jedes Mal so Leid, wenn jemand auf mich wartet, ich unbedingt nicht zu spaet kommen will, aber dann von meinem "Vater" am Gehen gehindert werde! Es ist richtig aergerlich, dass er mich sogar zum Teil absichtlich belaestigt, damit ich viel zu spaet bin, denn wenn ich ihm sage, ich habe es eilig, so habe ich den Eindruck, laesst er sich bei allem noch viel mehr Zeit. Und ich kann doch nicht einfach aufspringen und gehen, oder? Oder ist Hoeflichkeit so einem Menschen gegenueber gar nicht angebracht (wobei ich mich nicht mit ihm auf eine Stufe stellen will)?

Die dummen Sprueche nervten mich. Da waren wieder so einige dabei, bei denen man wirklich nur den Kopf schuetteln konnte. Beispiele habe ich heute keine. Als das Essen dann da war, habe ich es hinunter geschlungen, bin durchs Bad (heute warens wieder 2 Spinnen, eine Motte und ein Silberfisch - mindestens, natuerlich habe ich nicht danach gesucht) gehetzt, und dann hinunter zum Treffpunkt... Ich war ueber eine halbe Stunde zu spaet. Es ist wirklich derart aergerlich. Uebrigens hatte ich immernoch sehr mit meiner Erkaeltung zu kaempfen, den gesamten Tag noch. Es war so anstrengend, dass ich wirklich nichts zu Stande bekam, ausser ein wenig im Bett zu liegen, zu lesen, und spaeter ein Moorbad zu nehmen (mangels Weihrauch, Damiana und auf Artemisia hatte ich heute keine Lust - fuer Weihrauch habe ich leider keine Bezugsquelle mehr, Damiana besorge ich mir bald wieder). Eigentlich heisst es, Moor sei bei Neurodermitis nicht zu empfehlen, aber ich habe den Eindruck, seit dem Bad geht es meiner Haut besser, als vorher. Auch jetzt noch, und es ist mittlerweile gut 8 Stunden her. Als ich abends wieder nach R. kam, war es in der Wohnung wieder kalt. Ich habe meine Beine aufs Sofa genommen, sonst frieren mir die noch ab :/ Der PC ist ueberlastet, ich habe leichte Kopfschmerzen und fuehle ich kraenklich, ich werde von grossen Muecken umschwirrt und mein "Vater" redet das uebliche Blahblah. Kein undurchschnittlicher Abend.

cn P

06.10.2007 um 00:42 Uhr

Vom letzten Abend

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Gesellschaft, Psychologie, Stress, Liebe

Kann unsere Gesellschaft als "gesund" gelten? Mit all der Gewalt, Ignoranz, den Vorurteilen... Viele Menschen sind so, also kann man - rein linguistisch - von der Norm sprechen. Aber wenn das normal sein soll, wer moechte dann noch normal (in der Hinsicht) sein? Vielleicht kann ichs nicht nachvollziehen, weil ich diese sinnlose Gewalttaetigkeit nicht nachvollziehen kann. Es gibt Gefuehle, die empfinde ich einfach nicht, da kann ich mich anstrengen, wie ichs moechte - letztendlich stehe ich davor, dass man mir von diesem Gefuehl erzaehlt und ich mich frage, ob ich es kenne, oder nicht - wie soll man denn wissen, ob man ein Gefuehl schon einmal hatte? Man hat keine objektive Grundlage und kann auch nicht wirklich dieses innere Symptom mit einer Beschreibung vergleichen. Erst recht, wenn man vielleicht eher ungewoehnliche Relationen hat. Genauso, wie bestimmte Emotionen, kann ich bestimmte, angeblich in jedem (immer diese Verallgemeinerungen) vorhandenen Triebe nicht nachvollziehen. Ich weiss nicht - ich unterdruecke sie nicht, sie sind einfach nicht da. Manchmal frage ich mich sogar, ob es mit nicht "schoener" waere, aber sich bestimmte Wuensche einzureden, die man nicht hat, ist sicher auch nicht das Richtige.

Woher auch immer das kommt... Charakter von Geburt an, Erziehung bzw Deprivation im Kindesalter, keine Ahnung, aber ich habe das in der Hand, was nun einmal da ist, und damit muss ich leben. Eigentlich komme ich damit den Grossteil meines Lebens auch sehr gut zurecht. Ja, aber (ich weiss, ich wiederhole mich in dieser Sache wieder) manchmal fragt man sich trotz aller Zufriedenheit ueber einen Zustand, wie es zu diesem kommt. Gerade, wenn man daran glaubt, dass das meiste irgendwelche logischen Ausloeser hat, kann man ja nicht grundlos seltsame psychische Abweichungen haben. Woher also meine Faehigkeit zur extremen Selbstkontrolle (ich weiss, schreiben kann ich viel) - Alles durch den Zwang, meine Fassung ueber all die ahre nicht zu verlieren? Gewoehnt sich der Koerper irgendwann daran? Oder ist es die Tatsache, dass ich jeden Tag mit Freude an meiner Psyche "arbeite"... Nein, keine Gedaechtnisuebungen (sonst waere ich nicht so vergesslich), eher solche, die die Faehigkeit, zu denken, zu fantasieren und kuenstlerische Wahrnehmung verbessern. Ich arbeite natuerlich auch daran, aeusseren Einfluessen so gut wie moeglich zu trotzen und meinen Weg zu gehen, wie ich es fuer richtig halte. Ohne mich von Faulheit, Angst, Zorn, Bedrohung, und all den anderen Dingen, mit denen man konfrontiert wird, gegen meinen eigenen Willen abbringen zu lassen.

Natuerlich bin ich oft genug dennoch nicht gegen Stress immun. Aber manchmal denke ich mir, es koennte mir noch viel schlechter gehen, wenn ich eben nicht diese doch relativ starke Psyche haette. Was ich mich gerade frage - Auswirkungen auf die Psyche beeinflussen den Koerper (siehe autosomatische Krankheiten) - ist es ebenfalls nachgewiesen, dass man mit der Psyche gezielt den Koerper formen kann? Ich weiss noch nicht recht, ob ich das als logische Umkehrung betrachten soll, oder nicht. Da muesste ich erst weitere Nachforschungen anstellen ;) Wobei natuerlich klar sein sollte: Man kann sich 10 Jahre lang ununterbrochen sagen, man koenne fliegen, davon wachsen einem auch keine Fluegel. So war das auch gar nicht gemeint. Was meinem Leben auch sehr geholfen hat, ist sicherlich ER. Aber darueber muss man gar nicht diskutieren, das ist keine eindeutige Logikfrage, sondern ein Gefuehl (ja, fuer ALLE bin ich nicht tot) der tiefsten Zusammengehoerigkeit. Ich denke oft, und da koennen tausend Menschen meinen, man solle nie nie sagen, dass wir eigentlich nicht mehr zu trennen sind. Eine gute Vorraussetzung dafuer ist, dass ER es genauso sieht. Also fuer mich ist es klar - da ich auch nicht mit IHM aus einem Nutzen heraus verbunden bin - selbst, wenn ER im Rollstuhl saesse, ich bliebe da. Schliesslich koennte er dafuer nichts und ich wuesste auch nicht, was es an seiner Psyche aendern sollte. Und auf seine Psyche kommt es mir an, egal, ob ein Mensch ein oder zwei Beine hat, oder was auch immer.

Klar, der Koerper veraendert die Psyche. Eine schwere Krankheit kann den Lebensmut und das Selbstvertrauen schwinden lassen. Aber mal im Ernst... Ich liebe eine Person doch nicht wegen ihres Selbstvertrauens. Oder wegen des Optimismus - das tun sicher viele Leute, aber wieso sollte ICH das tun? Ich kann Menschen lieben, die in der Irrenanstalt sitzen und ueber Jahre kein Wort reden. Ich kann Menschen lieben, die selbst eher schwach sind - und? Sie sind doch Menschen, egal, ob krank oder gesund, extrovertiert oder introvertiert, optimistisch oder pessimistisch. Es kommt nur auf gegenseitige Achtung, auf Respekt und Toleranz an. Wieso es keine Ausnahme geben sollte? Vielleicht, weil ich - siehe weiter oben, Thema Selbstkontrolle - sehr streng mit anderen Menschen, aber auch mit mir selbst (vor Allem mit mir selbst) bin. Uebrigens nicht ueber Banalitaeten, ueber die rege ich mich doch nicht auf! Die Streitereien ueber hochgeklappte Toilettendeckel oder das Fernsehprogramm lasse ich lieber Paaren, die keine anderen Probleme haben. Gestern Nacht fror ich die gesamte Zeit und habe mich schwer erkaeltet. Das duerfte mir noch die letzte Ferienwoche vermiesen, aber nun muss ich eben das Bestmoegliche draus machen. Es wird Winter - die Zeit der schneeweissen Haut und der violett gefrorenen Fingernaegel. Ich wurde schon mehrfach gefragt, ob ich halbtransparenten Nagellack in "Pflaume" truege. Kommt von einer schlechten Durchblutung... Zwischen 3 und 4 habe ich geschrieben, das war es fuer den heutigen Tag.

cn P

05.10.2007 um 14:23 Uhr

Fasten, so so.

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Religion, Gesellschaft

"Es werden für die Fastenzeit, anstelle des Verzichts auf feste Nahrung, auch folgende Aktivitäten empfohlen:

# nicht rauchen.
# Zeit haben für die schwierigen Dinge des Lebens.
# weniger oder gar nicht Auto fahren.
# Briefe schreiben.
# am Abend spazieren gehen.
# Tagebuch schreiben.
# besser zuhören.
# keinen Alkohol trinken.
# Zeit für mich haben.
# beenden, was ich begonnen habe."

~*~

Geht man nach der kleinen Liste, hab ich fast dauerhaft Fastenzeit, und nicht nur die mickrigen 7 Wochen im Jahr... *re* (Nimmt man den Alkohol aus der Liste, habe ich gar 365 Tage im Jahr "Fastenzeit" - und da gibts Leute, die halten das keine zwei Monate aus?)

cn P

05.10.2007 um 12:53 Uhr

Drei Feststellungen

1. Ich habe mich in der Wohnung meines "Vater"s stark erkaeltet (was zu erwarten war, wenn es immer zieht und die Temperaturen auf Aussenniveau liegen) und warte nun auf die naechsten dummen Sprueche darueber. Wie, dass ich selbst schuld sei, wenn ich bei dem Wetter ohne Jacke herum liefe (natuerlich, ich hab auch nichts Besseres zu tun, bei nicht einmal 10 Grad!), und dass es an der Wohnung gar nicht liegen koenne, da es hier naemlich nicht kalt sei (mein Thermometer sagt etwas Anderes) und dass er mich aus der Wohnung wirft, falls es so weitergeht, da er keine Lust habe, sich anzustecken. Nein, diese Vorstellung ist nicht aus der Luft gegriffen, so war es bisher JEDES Mal, wenn ich mich erkaeltet habe. Sich selbst Schuld eingestehen will er niemals und daran, sein krankes Kind aus der Wohnung zu werfen, nur, weil man sich nicht anstecken will, findet er auch nichts moralisch verwerflich. Das sagt viel ueber den Charakter aus.

2. Das Arbeitsamt von K., das fuer IHN zustaendig ist, hat eine teure, kostenpflichtige Rufnummer. Damit Hartz-4-Empfaenger nicht anrufen koennen und Arbeitgeber nicht anrufen wollen, weil ihnen das Inserat ein halbes Vermoegen kostet. Dafuer gibts auch tolle lange Wartezeiten und viel Warteschleifenmusik. Absurd.

3. Bei einer bestimmten Oeko-Drogerie kostet ein Stueck Duftseife aus Naturrohstoffen 18 Euro. Also fuer den Preis bekomme ich aus einem mir bekannten Online-Shop 2 Geschenkkoerbe voll aus natuerlichen Inhalten handgearbeitete Seifen und andere Koerperpflegeartikel... Porto aus den USA nach Deutschland schon inklusive. (Ich weiss, das ist dann nicht mehr ganz so oeko, aber selbst die Naturrohstoffe, aus denen die 18-Euro-Seife produziert wird, werden mit Sicherheit ueber weite Strecken mit Bahn, LKW, Flugzeug oder Schiff transportiert)

cn P

05.10.2007 um 00:50 Uhr

4.10.07

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Kunst, Gesellschaft, Kultur, Arbeit, Studium, Universität, Asien

Gestern Nacht erst um 3 wieder in mein Zimmer verschwunden und skizziert. Den vielen Menschen, die meinen, um jemals einen Beruf zu bekommen, sei ich nicht arschkriecherisch genug und zu eigenwillig, kann ich problemlos zustimmen. Nun bin ich aber eben so, und so werde ich noch als Sozialfall in der Gosse landen. That's life ;) Habt ihr eigentlich auch bestimmte Lieblingsgemaelde? Ich weiss, die meisten "normalen" Menschen sind kulturell leider nicht so ganz bewandert, haben hoechstens einen Lieblingsschauspieler und einen Lieblingssaenger (und vielleicht noch eine Lieblingskneipe), aber die lesen wohl auch eher weniger mein Blog. Und wenn sies tun, dann sollen sie sich wirklich nicht wundern, dass sie sich regelmaessig nicht angesprochen fuehlen. Mein Lieblingsgemaelde... Hm... Ich kann mich da auch nicht komplett festlegen. Ich habe schon vor einigen von Friedrich gestanden, vor einer Variante von Boecklins Toteninsel, vor vielen Vanitas-Gemaelden... Ich fand sie alle beeindruckend. Spitzweg auch, wobei der eher belustigend, als eindrucksvoll war. Die "Hochzeit von Amor und Psyche" hingegen hat mich richtig erschlagen, da habe ich mich heimlich von der Schulklasse, mit der ich in der Galerie war, getrennt, und eine halbe Stunde davor gestanden.

In derselben Galerie wird angeblich auch die Vorarbeit von Botticellis Geburt der Venus ausgestellt, nur war die immer an andere Galerien verliehen, wann ich auch dort war. "Amor als Sieger" vom Moerder Caravaggio ist mir auch in guter Erinnerung, ausserdem einige Verkuendigungsszenen und zwei Gemaelde, die ich keinem Kuenstler zuordnen kann. Das eine war eine Szene, in der Jesus aufgebahrt lag, und dabei so eine tolle blaugruensilbrige Koerperfarbe hatte, dass man fast geblendet wurde, das andere ein silbrig-blasses Maedchen, das nackt bei Mondschein in einem See stand, in den einige Weiden hingen. Wunderschoene Farbkomposition. Beides in der Gemaeldegalerie Berlin. Schade, dass viele Personen kein Auge fuer Kunst haben (wollen). Um 4 Uhr war ich schlafen gegangen, wurde jedoch sehr frueh wieder wach. Um 10 stand ich dann auf, war uebermuedet, von Muecken belaestigt, vom dummen Gerede meines "Vaters" ohnehin. Draussen begegneten mir dann Unmengen verantwortungsloser Menschen... Seltsam, dass die Menschheit noch nicht ausgestorben ist - denke ich mir haeufiger. Ich bin einkaufen gefahren, habe dabei noch einen ganz amuesanten Drachentanz beobachten koennen, als Werbeaktion eines neu eroeffneten chinesischen Restaurants. Die Art, wie einige Passanten sensationsgierig gafften und dabei die daemlichsten Kommentare machten, war befremdlich. Wenn man die Kultur nicht versteht, dann soll man darueber nicht auch noch dumme Behauptungen aufstellen.

Zuhause hatte ich bald Kopfschmerzen, da bei den Nachbarn (wie jeden Tag) wieder Bohrarbeiten durchgefuehrt wurden. Ich frage mich, was der Bloedsinn soll! Schlafen konnte ich am spaeteren Nachmittag dann dennoch... Wohl normal, bei der Uebermuedung (daran, wies wird, wenn ich wieder studiere, moechte ich gar nicht denken - habe uebrigens immernoch keine Antwort wegen meiner ABV-Frage erhalten, die scheinen alle noch im Urlaub zu sein :/ Naja, eine Woche habe ich noch). Mehr gibt es nicht zu sagen, sonst muesste ich mich wiederholen, und das langweilt hier sicherlich alle.

cn P

04.10.2007 um 01:08 Uhr

Erinnerungen an die Schulzeit

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Schule, Erinnerung, Studium, Universität, Stress

Sich ueber Lehrer zu unterhalten, kann selbst, nachdem man die Schule schon einige Jahre verlassen hat, ganz interessant sein. Da gibt es die verschiedensten Erinnerungen...

In meinem Fall zum Beispiel an eine Biolehrerin, die uebelst brutal war, die wollte, dass wir alles, was sie (in normaler Sprechgeschwindigkeit) sagte, woertlich mitschreiben, und dass wir danach gleich ueber alles einen Test schreiben koennten. Und dann gab es bei ihr sowieso jede Stunde einen kleineren Test und immer mussten mindestens zwei Schueler muendlich irgendwelche Fragen beantworten und wurden dafuer benotet. Das ist ja so gesehen normal, wenn ihr Unterricht denn verstaendlich gewesen waere, was er allerdings nicht war - bis auf 2 oder 3 Schueler aus der gesamten Klasse mit 40 Schuelern, hat oft keiner ein Wort verstanden. Wie sollten sie auch, wenn die Frau mit Fachworten um sich wirft, sodass man nicht einmal von einem Satzteil auf einen anderen schliessen konnte, und nie eines von den Worten erklaerte? Viele Schueler hatten Angst vor ihr, wenn waehrend der muendlichen Tests ging sie immer sehr unfreundlich und aggressiv mit den Getesteten um. Beschimpfungen, wie, dass man dumm sei, waren dabei noch das Harmloseste. Viele Schueler haben wegen ihr begonnen, dauerhaft zu schwaenzen. Es gab Beschwerden ueber sie, aber das hatte niemanden interessiert.

In dieselbe Kategorie faellt eine bestimmte Sportlehrerin, die auch immer alle Schuelerinnen schikaniert hat. Wenn jemand bsp beim Dauerlauf nicht mehr weiter laufen konnte, weil er keine Luft bekam oder Schmerzen hatte, hiess es immer, das sei nur eine dumme Ausrede und nichts weiter als Faulheit. Dann bekam man wegen "Arbeitsverweigerung" (es hiess wirklich so) eine 6. Ich hatte jede Stunde eine, weil ich mich natuerlich mit ihr angelegt habe (wie uebrigens auch mit der Biolehrerin) - das war schon Grund genug. Weil ich es irgendwann auch nicht mehr eingesehen habe, mich abzumuehen, und dann trotzdem nur eine 6 zu bekommen, aus zum Teil wirklich an den Haaren herbei gezogenen Gruenden.

Das wiederum erinnert mich an meine Kunstlehrerin, die staendig meinte, meine Bilder saehen ja alle toll aus, eigentlich muesse man sie mit einer 1 bewerten - aber dann habe ich doch nur eine 3 oder sogar 4(!) bekommen - mit Begruendungen wie "Sie haben den Pinsel falsch gehalten, so kann das gar nichts werden".

Dann gab es natuerlich auch noch die Kategorie "voellig unfaehig". Dazu zaehle ich in erster Linie meinen Englischlehrer, der mich wirklich hasste. Es begann damit, dass er eine stundenlange Diskussion darueber fuehrte, in welcher Form die Tische im Raum aufgestellt werden sollten. Wirklich jeden einzelnen Schueler hat er gefragt, ob er denn mit seinem Sitzplatz zufrieden waere! Ist zwar nett gemeint, aber auf Dauer - da es auch alle zwei Wochen vorkam - auch langweilig. Als er mich dann fragte, was ich denn zum Thema zu sagen haette, antwortete ich: "Es ist mir egal, ich wuerde lieber Unterricht machen." Da ist er knallrot geworden, hat erstmal gar nichts gesagt, und dann ist er ausgerastet und hat wie bescheuert geschrieen. Seitdem hasste er mich. Und ich hielt ihn auch fuer dumm, was evtl auch daran lag, dass er uns mal um 9 Uhr vor ein Museum bestellte (Exkursion). Dort stellte er fest, dass sie erst nach 10 Uhr ueberhaupt oeffnen wuerden - dabei hatte er vorher auf der Museenwebsite gelesen und sogar dort angerufen! Dazu muss man nichts mehr sagen...

Unterfordernder Unterricht war fuer mich nicht nur an der Grundschule ein Thema... Wobei ich an der Grundschule wirklich in jedem Fach gelangweilt war und eine 1 bekam, am Gymnasium nur in einigen. Aber in denen dann uebermaessig... Gerade der Englischunterricht war da immer so eine Sache. Da bin ich staendig mit den Lehrern aneinander geraten, weil mir ihre Aufgaben zu sinnlos erschienen. Beispielsweise sollten wir bei einem vorgefertigte Saetze lernen, die dann in einer Klausur wiedergegeben werden mussten (natuerlich gab es eine Zensur). Dass die Lehrerin meinte, eigen erdachte Saetze mit gleichem Inhalt seien nicht erlaubt, fand ich sehr aergerlich! Denn ich finde es einfach hirnrissig, auswendig zu lernen, wenn man dasselbe auch selbst ausdruecken kann (und zum Teil sogar besser, als mit den Vorlagen). Oder ein anderer Lehrer - er gab uns haeufiger die stupide Aufgabe, alle Worte mit einer bestimmten Vorsilbe aus dem Woerterbuch abzuschreiben und daraus Saetze zu bilden :/ Dafuer haben wir 90 Minuten Zeit bekommen, spaeter auch mal 120 Minuten. Es widerstrebte mir, da ich die Aufgabe sinnlos und niveaulos fand, aber dann hab ich sie doch gemacht. Wie gesagt, 90 Minuten bekamen wir... In 7 war ich fertig, hatte alles richtig, bekam eine 1, und hab mich an meinem Platz schlafen gelegt, wenn ich schon nicht gehen konnte!

Uebrigens: Die Abitur-Klausur in Englisch war auf 6 Stunden ausgelegt. Ich war nach 1 fertig und bin nach Hause gegangen und bekam trotzdem meine 1. Und der "Informatikunterricht" kommt mir da in Gedanken auch wieder hoch... Bitte - 7. und 8. Unterrichtstunde, im Winter, also bis irgendwann abends, wo es laengst wieder dunkel war... Und dann so daemliche Themen wie "Kopieren und Einfuegen", "Fenster oeffnen und schliessen" oder "einen Text schreiben" - Wozu muss man, wenn man zu dem Zeitpunkt selbst schon in der Freizeit etliche Jahre am PC sass, soetwas verpflichtend mitmachen? Das war uebelste Zeitverschwendung! Und dann mussten wir uns, aus Mangel an PCs, auch zu dritt einen teilen, das heisst man konnte eigentlich sowieso nicht viel machen... Ich hab also wieder am Tisch gelegen und gedoest. Da kam einmal die Lehrerin vorbei, und fragte mich, ob ich denn ein Problem mit dem Thema haette, ob ich nicht zurecht kommen wuerde, ich saehe so frustriert aus. Da bin ich dann absolut ausgerastet (ich weiss, darauf kann man nicht stolz sein). Aber ich habe sie mal gefragt, welcher Hirni denn bitteschoen nicht wisse, wie man auf der Tastatur einen Text tippt und wieso man das 2 Stunden lang ueben muesse. Dann sagte sie allen Ernstes, sie habe das vor ihrer Weiterbildung selbst nicht gewusst. Und solche Leute sollen "Informatik" unterrichten *kopfschuettel*

Man sieht also, Unterricht kann sehr frustrierend sein. Bei mir erfahrungsgemaess entweder unter- oder ueberfordernd. Zu guter Letzt faellt mir da noch meine Deutschlehrerin ein. Die mal vor allen Schuelern - mehrfach - sagte, ich braeuchte mich nicht mehr melden, ich haette schon genug gesagt, wuerde sowieso eine 1 bekommen, und solle den anderen auch mal eine Chance lassen. Ein Glueck war meine Klasse so sozial, nicht aus Neid mit dem Mobben anzufangen O_o Aber irgendwie wars dann doch langweilig, immer im Unterricht zu sitzen und gar nicht mehr mitmachen zu duerfen. Natuerlich, bei 40 Schuelern im Kurs versteh ichs, dass die anderen auch mal etwas sagen sollten, aber dennoch... :/ Ich habe dann die Schwaeche der Lehrerin entdeckt und genutzt, um doch mitzuarbeiten *lach* Wenn irgendwo getuschelt wurde, neigte sie dazu, zu fragen, ob man etwas zum Thema zu sagen haette. Ich habe also immer mit der Sitznachbarin getratscht und als sie mich dann fragte, gesagt, was ich sowieso sagen wollte, und gut wars *g*

Schon seltsam, die Erinnerungen an die Schule. Und so schlimm es manchmal auch war (muss gerade an den Biolehrer denken, der mir unterstellte, immer zu schwaenzen, weil ich ein einziges(!) Mal krank war - der hatte auch nicht alle Tassen im Schrank, aber solche dummen Lehrer gabs im letzten Jahr leider sogar mehrere) - es gab auch durchaus positive Erlebnisse. Und besser, als jetzt an der Uni, war es irgendwie schon allemal. Denn jetzt gibts quasi keine Kommunikation mehr (ausser mit dem einen Germanistikprofessor, den ich im 1. Semester hatte - der mochte mich und ich mochte seinen Unterricht - wir kamen super zurecht - nur leider war das der einzige Prof, der mir bisher gefallen hat, und er macht immer nur das 1. Semester :( ).

cn P

04.10.2007 um 00:35 Uhr

3.10.07

3 Uhr offline, bis 4 Musik gehoert, weil ich noch nicht muede war, dann schlafen gegangen. Ach so, ja, vorher noch in einigen alten Zeichnungen und Bildbaenden geblaettert. Ich frage mich beim Anblick mancher Friedhofsstatuen, gerade solchen, die halb oder gar nicht bekleidete Damen zeigen, ob sich die Auffassung von Nacktheit von damals zu heute nicht sogar verschlechtert hat. Damals, so habe ich den Eindruck, hatte man ein gesuenderes Gefuehl dafuer. Heute mag man offener nackt sein, aber das Gefuehl dafuer kraenkelt meines Erachtens irgendwie. Was bringt die Freiheit des Nackten, wenn der Geist immer unfreier wird? Denn Nacktheit kann so viel bedeuten: Zerbrechlichkeit, Schutzlosigkeit, Zartheit, Natuerlichkeit. Heute denken die meisten Menschen dagegen gleich nur ein eines: Sexualitaet. Natuerlich ist Nacktsein AUCH mit Sexualitaet verbunden, aber meines Erachtens nicht nur. Aber wer macht den Menschenmassen vor, dass es nichts anderes mehr gaebe? Wer sorgt dafuer, dass Nacktheit sich als sexuell ins Hirn einbrennt - Medien, Gesellschaft, populaere Sozialwissenschaftler, komplexbeladene Psychologen (ich bin mir sehr sicher, dass Freud nicht nur nach eigenen Theorien krank war!)? Es aeussert sich in zwei Extremen: Die einen, die sexsuechtig sind, die anderen, die ueberpruede sind. Die einen sabbern, wenn sie eine nackte Frau sehen, die anderen sehen weg, weil sie es ekelhaft finden. Das alles beim erst einmal voellig neutralen Anblick, zB einem Gemaelde einer nackten Dame. Natuerlich stelle ich es etwas uebertrieben dar, aber so eine Tendenz kann man schon beobachten. Ich finde es auf jeden Fall irgendwie ungesund.

Ich traeumte davon, in einem grossen Konflikt mit den Medien zu stehen, passend zu vorigen Abendgedanken ;) Um 10 bin ich wieder aufgestanden. Habe ich schon erwaehnt, dass ich Feiertage nicht so toll finde? Da hat man mal Zeit, aber kann nirgends hingehen. Die Busse und Bahnen fahren kaum, kein Laden hat geoeffnet, Post kommt auch nicht. Natuerlich kann ich es verstehen, wenn alle Menschen an diesem Tag frei haben moechten. Aber den Sinn hat er fuer viele doch laengst verloren, oder? Mein "Vater" jammerte daemlich herum, die ueblichen Vorurteile ("Langhaarige sehen alle aus wie Penner und sind alles Kommunisten" - zum Beispiel Stalin, der hatte sehr viel Haar ;) ). Mich nervten die Motten und Muecken (die haben gerade im Bad auch wieder zugenommen :( ), also machte ich mich schnellsten auf den Weg. Das Dorf glich einer Geisterstadt, erst am Bahnhof standen einige Menschen. Unter anderem eine Tussi mit einem duemmlich wirkenden Machotypen (sorry, aber ich kann daran, wie ichs drehe und wende, NIE etwas Aesthetisches finden und so ein penetrant daemlicher Charakter wirkt auf mich niemals attraktiv, sondern geistig beschraenkt und abstossend - vielleicht habe ich auch einfach zu viel Selbstbewusstsein, um nem Typen sein Bier hinterher zu tragen und mir frauenfeindliche Sprueche anzuhoeren (vielleicht bin ich auch zu aggressiv, denn wenn so ein Typ mir in die Quere kommt, und meint, mich bloed anmachen zu muessen, dann knallts)).

Und Frauen, die solchen Typen hinterher rennen, fragen sich, wieso sie frueher oder spaeter ungluecklich werden? Da muss man schon ziemlich daemlich sein. Oder naiv. Genauso wie die Personen, die staendig Kompromisse eigehen wollen. Bei kleinen Meinungsverschiedenheiten klappt das sicherlich, aber viele Menschen gehen das RIESIGE "Kompromisse" ein, verleugnen sich selbst, unterdruecken sich selbst, und dann wundern ie sich, wieso sie nicht gluecklich sein koennen. Sowieso verstehe ich diese Panik nicht, lieber irgendeinen Partner haben zu wollen, als gar keinen. Zumindest ein Zeichen fuer Staerke ist das nicht... Naja, viele Menschen sind leider(?) einfach gestrikt. Sieht man nicht nur am Herrn S. ;) Naehmen wir an, wir wuerden jetzt auch schon Neigungen, Denkweisen und Phantasien verbieten. Wie weisen wir die nach? Wenn einer sich unter Zeugen verbal oder schriftlich aeussert, mag das noch gehen. Aber was ist mit all denen, die bloss DENKEN "Dem Nachbarn mit seiner lauten Musik drehe ich den Hals um?" Das ist ja fast schon Mord! ;) Tja, wenn man nun so paranoid waere, wie Herr S., dann muesste man das auch unter Strafe stellen. Zum Glueck gibts noch keine Geraete zum Gedankenlesen. (Oder wollen wir in Zukunft alle mit geringem Serotoningehalt verhaften? Wenig Serotonin = ungluecklicher Mensch = negative Gedanken = potentieller Straftaeter!)

An der Haltestelle standen auch drei dumme Glatzkoepfe in Militaerkleidung und scheinbar rechter Gesinnung. Ich bekam einen Lachanfall, als ich mir vorstellte, wie sie nach A. fahren, um dort in die S-Bahn Richtung Umland zu steigen, um sich einen echten deutschen Wald anzusehen. Und sie sich da wie Wildschweine grunzend im echten deutschen Eichenlaub suhlen *lol* Ich habe zu viel Phantasie. Zuhause angekommen, wurde ich gleich visuell von den Nachbarn "begruesst", die heute - Feiertag sei dank - den gesamten Tag auf ihrem Balkon sassen und hier in die Wohnung starrten O_o Habe diverse Sachen am PC erledigt, Postkarten eingescannt, eingeklebt (Morgen muss ich neue Klebeecken besorgen, die ersten 1000 sind aufgebraucht O_o - also 250 Bilder habe ich schon in den Alben), usw. Zum Abend laesst sich nichts mehr sagen. Hab relativ viel geschlafen. Draussen wars wieder neblig und kuehl. Und in meinem Zimmer ist es wieder genauso kalt, wie draussen :( Und mein "Vater" nervt mich, ausserdem ist der PC heute noch schlimmer ueberlastet, als noch vor wenigen Tagen.

cn P

03.10.2007 um 22:34 Uhr

Briefmarken - Oesterreich, Finnland, Aland

von: AngelInChains   Kategorie: Bilder   Stichwörter: Post

Ich finde sie toll... Leider gibts beim Postcrossing keine User aus Aland und kaum welche aus Oesterreich. Hoffentlich habe ich das Glueck, jemanden zu finden, von dem ich doch die eine oder andere bekomme, meinentwegen auch schon gestempelt ;)

Zum Vergroessern das Bild anklicken!

cn P

03.10.2007 um 02:46 Uhr

Opfer, Taeter, und alle anderen

Ist es nicht eigentlich eine Frechheit, dass "Verbraucherschutz"-Vereine Geld fuer Beratungen verlangen, und nicht gerade wenig? Natuerlich muessen die Beschaeftigten auch von irgendetwas leben, aber manchmal habe ich den Eindruck, da wird auf die Hilfe dem Verbraucher gegenueber gesch*ssen und man will ihn genauso abzocken, wie die, wegen denen er sich ueberhaupt an den Verein wendet... Das mal nur nebenbei.

Eigentlich wollte ich ueber eine viel ungeheuerliche Sache schreiben, die mir neulich in einem Blog, in dem ich ab und zu gelesen habe (nicht bei blogigo), untergekommen ist. Als Einleitung: Ich finde es gut, wenn man sich als Verein fuer Dinge einsetzt, oder fuer Menschen, besonders solche, die wirklich Hilfe benoetigen, zB Kranke, Opfer von Katastrophen, Unfaellen oder Kriminalitaet (Traumabewaeltigung nach Ueberfall, psychische und physische Gewalt, etc). Aber auch hier ist Extremismus mit das schlimmste, was auftreten kann. Natuerlich verstehe ich es, wenn bei bestimmten Themen (wie haeuslicher Gewalt) die Wut in den Betroffenen kocht, aber man sollte trotzdem nicht den gesunden Menschenverstand und den Sinn fuer "richtig und falsch" verlieren. (Wobei - sag das mal einer den meisten Menschen - bei vielen schaltet das Hirn abrupt ab, wenn sie ein bestimmtes "Schlagwort" hoeren, und da hilft dann kein Reden mehr - da sprudeln dann die ekelhaften Vorurteile).

Da gibt es beispielsweise einen anerkannten Verein, der sich fuer Ueberlebende von M*ssbrauch (ich weiss nicht, wieso das nicht triggern sollte, dasselbe Wort mit einem "i" allerdings schon - man kann doch beides gleich lesen; aber gut, ich tus mal trotzdem) einsetzt. Das ist lobenswert! Auf jeden Fall. Und nicht, dass mir gleich einige vorwerfen wollen, ich wuerde die Thematik verharmlosen, das will ich absolut nicht! Aber dieser Verein - und einige andere - uebertreibt es. Allein schon die Aussage, man koenne die Menschenrechte missachten, wenn es um Taeter geht, finde ich dabei schon uebel. Okay, darueber kann man sich streiten - bei "Kopf-um-Kopf"-Mentalitaet koennte man sagen, man kann die Person ruhig koerperlich misshandeln, sie hats mit einer anderen ja auch getan. Aber dann muesste man auch fuer die Todesstrafe sein. Eine Aussage, die ich weitaus schlimmer finde, ist jedoch, dass man, um "Schuldige" zu finden, ruhig auch mal einige "Unschuldige", quasi als Kollateralschaden, verkraften kann, und das sei voellig okay und kein moralisches Problem.

So geschehen dem Betreiber des Blogs, in dem ich gelesen habe. Ich war mir zuerst nicht sicher, ob das wirklich ernst gemeint sein kann, habe dann aber nach dem Verein und dem Vorsitzenden und einigen Mitarbeitern gegoogled, und da habe ich erkannt, dass es mit diesen Wohl schon bei etlichen Menschen, "Unschuldigen", Probleme gab. Und zwar geht dieser Verein wie folgt (fast schon mittelalterlich O_o) vor: Wenn ihnen irgendwo in einem Forum eine Aussage begegnet, die sie als paedophil oder Paedophilie verharmlosend empfinden (das kann weit reichen), versuchen sie, den, der es geschrieben hat, zu ergooglen. Also wahre Identitaet, Name, Beruf, etc. So haben sie dann irgendwann diverse Verbindungen heraus bekommen - und dann denunzieren sie die Person bei Familie, Nachbarschaft, Beruf, Schule, Umfeld (Rathaus, naechster Kindergarten, etc) als gefaehrlichen Paedophilen, um ihm das Leben zu vermiesen. Das finde ich selbst bei wirklichen Paedophilen ungeheuerlich, da (auch, wenn ich mir damit Feinde mache) meines erachtens ein Paederast nicht unbedingt gewalttaetig sein muss. Einer, der junge Menschen sexuell attraktiv findet, m*ssbraucht nicht jedes Kind. Sonst koennte man auch sagen, ein Mann, der erwachsene Frauen sexuell attraktiv findet, m*ssbraucht jede Frau. Und da wuerde man mir wieder widersprechen.

Ich weiss, das hoert man ungern. Ist in unserer Gesellschaft eben nicht anerkannt. Uebrigens will ich auch nichts verharmlosen, nur ist es eben so. Klar gibt es Opfer sexueller Gewalt. Beider Geschlechter, jeden Alters. Nur ist mittlerweile auch nachgewiesen(!), dass viele Paedophile nie ihre Gedanken ausleben und auch nie Gewalt gegen Kinder/Jugendliche anwenden, und dass viele, die ein Kind m*ssbrauchen, eigentlich an erwachsenen Frauen interessiert sind, sich aber mit Gewalt nur an ein Kind wagen, weil es koerperlich schwaecher ist. Nur mal nebenbei, aber ich schweife schon wieder ab. Also, dieser Verein vermiest vermeintlich paedosexuellen Menschen das Leben, in dem es sie im Internet sowie durch Telefonate, Flugblaetter, Emails, etc, im Umfeld an den Pranger stellt. Nur gehen sie (ich werde keinen Namen nennen, sonst nerven die mich auch noch O_o) so daemlich vor, dass sie Namen ergooglen und dabei nicht sonderlich achtsam sind. Nehmen wir an, sie haben einen User "Sophokles" in einem Forum gefunden, der ihnen "paedophil" wirkt. Dann scheinen sie nach Menschen mit dem Usernamen zu googlen, und nehmen das 1.beste Resultat. Egal, wer sich in dem Fall "Sophokles" nennt. Und dann belaestigen sie dessen Umfeld und behaupten, dieser Sophokles sei paedophil und gefaehrlich.

So geschehen dem Blogger, bei dem ich gelesen habe. Aus irgendeinem Grund habe man wohl einen "Paedophilen" (in Klammern, da ich mir da bei dem Verein nicht sicher bin) mit seinem Usernamen gesehen, und dann seine Website unter dem Usernamen gefunden, und schliesslich lag eines Tages ein Brief beim Chef seiner Firma, in dem vor ihm gewarnt wurde. Natuerlich gab das Aerger. Entschuldigt hat sich der verwirrte Verein nie. Dass soetwas ein eingetragener Verein in Deutschland sein kann... Da wundert man sich *re* Uebrigens faellt er auch sonst eher negativ auf. Beispielsweise hat er ein ganz bestimmtes Bild, wie ein Ueberlebender von M*ssbrauch sich zu verhalten und zu denken habe. Es gibt solche, die wollen sich mit dem Taeter austauschen, um zu verarbeiten. Das wird vom Verein strikt abgelehnt. Jedem Ueberlebenden, der nicht nach dem, was der Verein fuer richtig haelt, handelt, wird unterstellt, er wuerde mit dem Taeter "kollaborieren" oder wuerde sowieso nur luegen und sei nie m*ssbraucht worden. Einem Menschen, der all das wirklich durchgemacht hat, soetwas an den Kopf zu klatschen, nur, weil er das Klischee nicht annehmen will, ist aeusserst uebel! Da frage ich mich, wie viel dem "Opferschutzverein" an den Opfern liegen kann, dass er so mit ihnen umspringt...

Wollte das nur mal loswerden. Ist nicht alles, aber ich denke, das reicht.

cn P

03.10.2007 um 01:59 Uhr

Random thoughts

In der Wohnung war es kalt. Im Bad sassen immernoch beide Spinnen. Mein "Vater" trat mir wieder auf den Fuss und maulte nur unfreundlich und aggressiv herum. Zusaetzlich noch zu meinem letzten Beitrag: Dass Menschen in einem bestimmten Alter "ihre Grenzen austesten", mag normal sein, aber ich denke, man sollte zumindest so authoritaer sein, dass man unterbindet, dass es dazu zu Gewalt kommt (ob Pruegeleien, Raub, Tierquaelerei, oder in welcher Form auch immer). Denn das finde ich weitaus schlimmer, als wenn das Goer sich mal besaeuft. Ist zwar beides nicht so toll, aber Gewalt gegen Unschuldige finde ich trotzdem um einiges schlimmer. Draussen ist es neblig. Die Zahl der Insekten hat abgenommen, nun muss nur noch die Wohnung "nachziehen"... Mein "Vater" regte sich dann wieder ueber bestimmte Musik auf (ich mag sie ja auch nicht, aber statt zu meckern, kann man auch einfach umschalten!), und ich musste mir wieder einige irrsinnige Behauptungen anhoeren. Dazu spaeter, erst einmal andere andere Sache (Nein, nicht die Frage, ob "totes" Material bestimmte Eigenschaften speichern kann - wenn auch die Idee, dass es nichts Totes gibt, sondern alles irgendwie lebt, eine interessante Grundlage fuer das menschliche Denken bilden wuerde - wobei, dann wuerde der Mensch sicherlich ganz verrueckt werden!).

Generell koennte es noch so viele Energien (oder andere Formen) geben, die der Mensch noch nicht kennt, obwohl es sie gibt. Der Mensch hat noch viel Zeit und einige Dinge werden ihm wohl fuer immer verschlossen bleiben. Irgendwo muss der Schluessel zum Dasein liegen, aber der menschliche Geist ist durch seine beschraenkte Wahrnehmung wohl (noch) nicht in der Lage, darueber mehr zu erfahren. Ich bin keine Esoterik-Anhaengerin, aber glaube, dass es noch Unentdecktes gibt. Wie es es auch frueher gab, als unsere Wissenschaft noch nicht so weit war. Irgendwie schliesse ich es einfach nicht aus, dass noch Dinge da sind, bei denen der Mensch technisch einfach noch nicht weit genug ist, um sie zu erkennen (wie frueher zB Magnetismus und Elektrizitaet). Immer wieder interessant finde ich es uebrigens, dass es Dinge gab, die verschiedene alte Kulturen fast zur selben Zeit quasi "zufaellig" erreicht haben. Gab es doch mehr Kommunikation, als wir es heute wissen? Heute haben wir Datenspeicher und wir halten alles fest. In der Zukunft wird man von unserem Leben relativ viel wissen. Aber alte Kulturen, die keine haltbaren Informationsspeicher hatten, sind im Laufe der Zeit verschwunden... Da gibt es viel, wovon wir heute nichts mehr wissen koennen. Aber ich schweife ab.

Uebrigens: Alle halten das All fuer unglaublich weit entfernt - dabei sind wir mit der gesamten Erde doch mittendrin! ;) Und bewegen uns mit unglaublicher Geschwindigkeit. Eigentlich ist es logisch und jeder weiss es. Aber man muss es sich mal bildlich vorstellen, was fuer Dimensionen das All ausserdem hat... Der Mensch ist so winzig, kanns da moeglich sein, dass er irgendwann alles ergruendet hat? Wer weiss. Aber vom heutigen Denken aus erscheint es unrealistisch. Allerdings haetten die Menschen in der Bronzezeit auch unglaeublich die Koepfe geschuettelt, wenn man ihnen von Flugzeugen erzaehlt haette. Das Denken der Menschen ist, ob man will, oder nicht, immer von der Zeit, in der sie leben, abhaengig. Das Wissen, mit dem man aufwaechst, ist immer ein anderes, das gesamte Umfeld, die Erklaerungen, wie die Welt erklaert. So haette frueher wohl kaum einer an Gottes Existenz gezweifelt, weil es eben gar kein anderes Denken gab. Gott wurde einem von Anfang an eingeblaeut und es gab gar kein Gegenmodell! Das Denken, Gott koenne eine Erfindung sein, konnte sich gar keiner vorstellen, weil es nie als "Vorbild" von irgendwem gelebt wurde. Ob es Gott nun gibt und in welcher Form, soll sich jeder selbst beantworten, ich bin da tolerant (und ein bisschen mehr Toleranz wuerde vielen Fanatikern, egal, aus welcher Richtung, nicht schaden).

Eigentlich wollte ich nun noch etwas zum Thema Extremismus schreiben, aber ich glaube, daraus bastel ich mir einen eigenen Beitrag. Erst einmal noch einige "Banalitaeten" - die mich fast dazu gebracht haetten, mich zu uebergeben! Denn eine gewisse Person, die mit mir verwandt sein soll, meint, das, was in Burma geschehe, sei gar nicht schlimm. Sowieso wuerde man es mit dem Gerede ueber Diktaturen uebertreiben und arm seien die Menschen dort auch nicht. Und die Deutschen (von ihm als "Spinner" bezeichnet), die sich "so anstellen", haetten sowieso gar keine Ahnung, die wuessten "nicht einmal, wo Burma liegt". Sagt einer, der so beschraenkt ist, wie mein "Vater". Also wenn ich solche Sprueche hoere, wie, dass eine Diktatur und die willkuerliche Toetung von Menschen nicht schlimm seien, da raste ich jedes Mal aus, auch, wenn ichs wegen der rechten Sprueche meines "Vater"s eigentlich schon gewohnt sein muesste! Schade fast, dass man gegen so ein dummes familiaeres Gerede gar nichts unternehmen kann. Gleich danach hat er uebrigens behauptet, in der DDR habe es keine Geschaefte gegeben. Klar, wahrscheinlich haben die alles in jeder Familie selbst produziert *zyn*

Und ueber Tierschuetzer hat er sich auch beklagt. Das seien "doch nur Tiere", also sei "das Theater" wegen ihnen uebertrieben. Tierschuetzer seien alles verwirrte Oekos, die nicht lebensfaehig waeren, usw. Bei so einem veraechtlichen Umgang mit der Natur, bzw allein schon der Gedanke, Tiere seien nichts wert, kommt mir dermassen das Essen hoch! So viel kann ich nicht fressen, wie ich dann kotzen moechte. Uebrigens habe ich schon etwas gegen extremistische Tierschuetzer, wie gegen ALLE Extremisten, aber der Schutz der Umwelt (Menschen, Tiere, Pflanzen) an sich sollte eigentlich fuer jeden Menschen etwas Positives sein! Was sich einige Menschen erlauben, wie sie mit ihrer Umwelt umgehen, ist wirklich dreist. Wie bescheuert zerstoeren sie ihren Lebensraum, als waere nichts dabei, und glauben dann wohl, die Katastrophe wuerde sich von allein wieder loesen. Ich weiss nicht, ob ich dieses Verhalten blind oder dumm nennen sollte. Es ist vielleicht beides. Wir haben zu viele Menschen, die so denken... Uebrigens faengt im Moment (ich sage nur: 3.10.) auch wieder das Ossi-gegen-Wessi-Geschrei in allen Medien an. Da muss ich mich mal aufregen: Man muss sich nicht wundern, dass Ost- und Westdeutsche staendig aufeinander herumhacken, wenn man es in den Medien immer wieder vormacht! Wuerde nicht staendig von Ossis und Wessis geredet werden, wuerde man in den Medien diese Unterteilung nicht machen, dann waere dieses feindliche Denken auch schnell aus den Koepfen verschwunden! Wieso vestehen so viele Sturkoepfe einfach nicht, dass wir EIN Volk sind? Wir koennen doch logisch gesehen gar nicht zwei verschiedene Voelker sein, weil durch diese kuenstliche Grenze Familien, u.ae., zum Teil willkuerlich, getrennt wurden. Da ist doch offensichtlich, dass das DIESELBEN Menschen sind, und dass man daher keine wirkliche Trennung heraufbeschwoeren kann...

Jetzt haengt der PC wieder :/ Vollkommen ueberlastet, seit dem ich ihn heute Abend uebernommen habe. Es nervt :/ Und ich werd immernoch angemotzt. Kann es aber mittlerweile halbwegs ignorieren... Noch zum Schluss mal etwas Kulturelles(?) ;) Gibts hier vielleicht noch paar Menschen, die ab und zu Trickfilme sehen oder frueher welche gesehen haben? Ich meine hier speziell mal Disney... Als Kind habe ich diese Filme gemocht, den Zeichenstil fand ich auch toll (und ich finde ihn bei den alten Filmen immernoch gut). Hingegen die neuen Disney-Produktionen... Grauenhaft! Das sind zum Teil ja hoechstens noch Strichmaennchen, da wird so vereinfacht... Und zwar nicht kuenstlerisch abstrahiert, sondern es wirkt so, als haetten die Zeichner einfach keine Lust, sich mehr Muehe zu geben. Finde die Entwicklung irgendwie traurig. Habe im Moment den Eindruck, die einzigen noch zeichnerisch anspruchsvollen Serien kaemen aus Asien, besonders Japan. Ueber die Inhalte kann man sich streiten (ausserdem kann man bei der Vielzahl von Serien/Filmen sowieso nicht verallgemeinern - das waeren wieder Vorurteile) - aber kuenstlerisch-zeichnerisch sind sie aktuell wohl noch das beste, was es an Zeichentrick gibt. Besonders toll finde ich nahezu fotorealistischen Stil, aber solche Serien schaffens ja selten nach Deutschland, da sie thematisch keine Kinder-Serien sind (bei Erwachsenen-Trickfilmen steigt eben nicht nur der inhaltliche, sondern auch der zeichnerische, Anspruch).

Und wo in Deutschland haben sich bisher gezeichnete Filme fuer Erwachsene etabliert? (Ich rede nicht von Pornografie oder Gewaltexzessen - das ist auch nur ein Klischee). Hier haben wir ja leider dieses Vorurteil, Gezeichnetes sei immer "Kinderkram". Da haben andere Kulturen aber andere Vorstellungen von. Und das finde ich auch gar nicht schlecht, denn zu zeichnen ist auch immer eine Form von Kunst. Ich mag fast sagen, manchmal steht hinter rein gezeichneten Filmen mehr Aufwand, als bei derselben Handlung mit realen Darstellern. Aber leider haben viele Menschen ihr Schubladendenken (Zeichentrick = Kinderkram, Comic = Schund), und so gibts hier in Deutschland (noch?) keine Oeffnung fuer diese Form von Kunst, ausser eben ausserhalb der Massenkultur.

cn P

03.10.2007 um 01:03 Uhr

Gleichgueltigkeit gegenueber den Kindern (und Anderes)

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Gesellschaft, Alkohol, Familie

Alkoholkonsum als gesellschaftlicher Zwang... Ihr koennt sicher alle Anlaesse nennen, bei denen klischeehaft Alkohol getrunken werden "muss". Da haben sich viele gesellschaftliche Konventionen in den Koepfen festgesetzt: Keine Preisverleihung ohne Sektempfang, keine Party ohne Alkohol, kein Fussballspiel ohne Bier, und wer nicht mitspielt, wird schief angesehen. Manchmal habe ich gar den Eindruck, als Mensch, der keinen Alkohol trinkt, muesse man sich bei den "Normalen", die Alkohol trinken, entschuldigen. Man wird hingestellt, als stamme man von einer weltfremden Sekte, nur, weil man nicht saufen moechte. Statt, dass es einem nicht schmeckt oder man die Folgen nicht mag, glauben sie, man habe wirre esoterische Gruende fuer seine Entscheidung, einen anderen Geschmack akzeptieren sie einfach nicht. Man wird manchmal fast hinein genoetigt: Man bekommt ein Sektglas in die Hand gedrueckt, man wird aufgefordert, doch mal ein "Bierchen" mitzutrinken, wenn man nein sagt, sei man der "Spielverderber" (Wieso? Die anderen koennen doch trinken, so viel sie wollen!). Ehrlich gesagt finde ich diese gesellschaftliche Entwicklung irgendwie krank. Natuerlich hat man in allen Kulturen gemeinsam Drogen konsumiert, aber heute, wo man sich fuer so modern haelt, sollte man Menschen, die es nicht mitmachen, nicht diskriminieren. Ich habe uebrigens gar nichts gegen Menschen, die Alkohol trinken, ich trinke manchmal selbst welchen. Nur dieses ewige "Gruppenzwang"-Zeug ist negativ - und das hier ist mal ein Beispiel dafuer, dass dieses als infantil verschrieene Verhalten auch bei aelteren, "erwachsenen" Menschen durchaus oft vorkommt.

Ganz nah damit im Zusammenhang steht das, was ich mir heute Nacht wieder gedacht habe, als ich an der Bushaltestelle saufende, poebelnde Jugendliche sah (wenn ich im folgenden Text "Kinder" schreibe, meine ich nicht das Alter, sondern die direkte Nachkommenschaft eines Elternteils, das mal vorweg): Dass sie sich betrinken, weil sie sich fuer hoffnungslos halten, das "cool" finden, es tun, weil es "alle tun", oder was auch immer - das ist nur eine Seite. Ich frage mich: Was ist mit den Eltern? Viele waren sicher nicht volljaehrig, und einige sahen so aus, als seien sie auch noch unter 16. Was ist mit den Eltern (Waisen sind die bestimmt nicht, also muss mindestens ein "Erziehungsberechtigter" vorhanden sein)? Sitzen die alle besoffen in der Kneipe? Also ich wuerde mir ja Gedanken machen, wenn mein Kind jede Nacht weg ist. Jede Nacht erst nach Mitternacht nach Hause kommt, und das, obwohl es zur Schule muss (wobei morgen Feiertag ist - dadurch wohl auch die hohe Zahl von Poeblern). Ausserdem duerfen Menschen bis 16 Jahren ueberhaupt nur bis 22 Uhr allein heraus, bis 18 bis Mitternacht, aber auch nicht laenger. Irgendetwas muss da in den Familien sehr schief laufen.

Ich habe nun zwar nicht vor, Kinder zu bekommen, aber wenn ich versuche, mich in diese Situation hinein zu versetzen... Mein Kind duerfte am Wochenende ausgehen und wochentags abends evtl bei besonderen Anlaessen (Konzert, Geburtstag, etc) ab und zu, wenn die Schule es zulaesst. Und nachmittags kann es natuerlich auch hinaus. Aber doch nicht jede Nacht ohne ersichtlichen Grund bis irgendwann nach Mitternacht, und dann auch noch auf der Strasse herumhockend und saufend! Selbst, wenn diese Kinder einen Grund vorluegen, soetwas glaubt man doch vielleicht einige wenige Male, aber nicht jede Nacht. Und wenn mein Kind sagen wuerde, es geht jeden Abend mit der Freundin in die Kneipe, dann finde ichs allein wegen des taeglichen Alkoholkonsums schon kritisch. Klar, mein "Vater" laesst mich in letzter Zeit auch immer bis weiss ich wann weiss ich wo herumhocken und kuemmert sich gar nicht mehr, was los ist. Aber er ist ja auch nicht der "Mustervater", sondern eher ein abschreckendes Beispiel... Ausserdem bin ich 20, ich glaube, da ist das legitim (obwohl ich mir an seiner Stelle doch Gedanken machen wuerde, wieso meine Tochter JEDE Nacht erst nach Mitternacht heim kommt und Samstags gar nicht). Also, ich weiss nicht, ob das uebervorsichtig ist, aber ich persoenlich haette ein Problem damit, wuerde mein (besonders minderjaehriges) Kind jede Nacht erst gegen 2 oder spaeter heim kommen. Es sei denn, es waere genauso anormal(?) wie ich und ich koennte mir sicher sein, dass es gegen halb drei niemanden anpoebelt und auch keine Drogen konsumiert, sondern im Park sitzt und den Mond anheult ;)

cn P

03.10.2007 um 00:47 Uhr

2.10.07, Teil 1

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Insekten, Stress, Familie, Kunst, Krankheit, Gesellschaft, Literatur

Eben habe ich mich wieder aufregen koennen, aber nun, da ich mich wieder halbwegs einbekommen habe, von Anfang an... Gestern Nacht hockten wieder zwei Spinnen im Bad. Es ist also leider immernoch nicht vorbei fuer dieses Jahr, wobei ich ja befuerchte, die Viecher haben sich im Abfluss eingenistet, wo man leider auch nicht heran kommt. Die Silberfische scheinen auch daher zu kommen. Ganz zustopfen kann man die Leitung natuerlich nicht, ein Gitter ist drin, aber haelt Silberfische nicht ab. Um 3 Uhr ging ich offline und machte mir allgemeine Gedanken. Beispielsweise ueber das Kopieren in der Kunst. Klar, ich mags auch nicht, wenn jemand 1:1 Werke kopiert und sie als seine eigene Idee ausgibt. Aber Teile kopiert JEDER irgendwie, und wenn er auch nur die Grundlage von woanders hat, und das dann auf seine eigene Art veraendert. Aber wir koennen nur Dinge zeichnen, die wir irgendwoher kennen. Etwas, was wir vor Augen haben oder auch nur in der Erinnerung, ist immer irgendwie eine Kopie - naemlich eine der Realitaet. Und in der Musik haben wir auch feste Regeln ueber das, was wohlklingend sei, und produzieren unsere Lieder nach dem Vorbild. Und der Dichter - auch, wenn er ab und zu eigene Metaphern erfindet, er benoetigt auch IMMER irgendwelche, die schon etabliert sind, sonst wuerde ihn der Leser naemlich nicht verstehen. Wir brauchen immer eine Grundlage, die in irgendeiner Form schon einmal da war. So viel zum Thema Kopieren.

Habe noch bis um 4 geschrieben (kopiert ;) ) und wollte dann schlafen gehen. Bekam noch einen Anruf (ungewoehnlich spaet!) von IHM, dass es ihm gar nicht gut ginge. Schlafen koenne er nicht, er habe Magenprobleme und Uebelkeit/Erbrechen. Sah sehr nach einer "typischen" Magen-Darm-Infektion aus. Wuerde es sich nicht bessern, muesse er morgen wieder zum Arzt. Am Morgen wurde ich auch sehr frueh wach. Es wurde bei den Nachbarn wieder Laerm gemacht, Bohrmaschine :/ So blieb es auch stundenlang (was machen die staendig und dann ueber Stunden?!), um 11 bin ich schliesslich wieder aufgestanden, mit Kopfschmerzen. Wurde gleich angemotzt, machte mich dann aber bald auf den Weg. Das liebe Ordnungsamt ist mir wieder begegnet. Ich habe ja nichts gegen gewisse Regeln, aber in den letzten Monaten lungern sie ueberall herum - und bestrafen Menschen fuer Kleinigkeiten! Selbst ich koennte dran sein, laufe ich doch in S. auf der einen zweispurigen Landstrasse immer mitten auf den Fahrbahn (ist sowieso kaum befahren), wenn es vorher geregnet hat. Wieso? Da der "Buergersteig" daneben nur auf einer Seite besteht, keinen halben Meter breit ist, komplett unbefestigt ist und bei jedem Regen komplett unter Wasser steht! Ich will aber nicht nach Hause tauchen, sondern laufen. Was bleibt mir also uebrig, wenn der Senat es nicht auf die Reihe bekommt, alle Strassen zumindest ansatzweise zu pflastern. Und die Anlieger tun mir da auch Leid. Sie legen bei groesseren Ueberschwemmungen immer mehrere Holzbretter von der letzten Bodenplatte auf ihrem Grundstueck hinunter auf die Fahrbahn, um irgendwie ueber den Schlamm zu kommen. Wenn das erst das Ordnungsamt sieht... *re*

Ach, da faellt mir noch ein, zwei tolle Aussagen meines "Vaters" heute Morgen... Als erstes hat er sich wieder ueber die Kommunisten, die ueberall lauerten, aufgeregt. Ist schon klar, jeder, der nicht wie er denkt, ist ein boeser, boeser, kinderfressender Roter... *zyn* Und dann regte er sich darueber auf, dass so viele Menschen draussen Nahrungsmittel oder Getraenke zu sich nehmen wuerden. Der Verkauf von Nahrung/Getraenken im Freien solle verboten werden, da das asozial und ekelhaft sei und zum moralischen Verfall der Gesellschaft beitrage. Ich hab gelacht... Aber ich mache mir langsam wirklich Sorgen: Das kann doch nur Senilitaet sein! Frueher war er doch zumindest in der Hinsicht nicht ganz so laecherlich. Ich habe den Eindruck, diese verwirrten Aussagen nehmen von Tag zu Tag zu. Wie es dann erst in 2 Jahren aussieht, will ich mir gar nicht vorstellen :/ Stoert ihr euch eigentlich daran, dass ich hier ueber Banalitaeten berichte? Ich schreibe genau so, wie ich denke, daher koennen da schon einmal Merkwuerdigkeiten dabei sein ;) Und man merkt vielleicht, dass ich mich ab und zu auch verschreibe, dass ich grammatikalisch falsch Bezug nehme, etc. Ach, wieso frage ich ueberhaupt, wers nicht mag, muss nicht lesen, ich bin schliesslich nicht das Unterhaltungsfernsehen und bekomme kein Geld dafuer, dass ich gelesen werde.

In R. vollzieht sich ein Wandel... Auf der Dorfstrasse, die ueber Jahre unveraendert war, schliessen und oeffnen in letzter Zeit immer neue Geschaefte. Vor einigen Jahren war es schlimm, da haben etliche Lebensmittelgeschaefte geschlossen und seitdem gibts in naher Umgebung keinen Supermarkt mehr, bis heute :/ Stattdessen standen die Gebaeude leer oder es zogen Dinge ein, die eigentlich kein Mensch wirklich braucht (meiner Ansicht nach), hauptsaechlich Telefonlaeden und gleich 3(!) Stueck fuer Hoergeraete (wer kauft schon taeglich ein Telefon oder ein neues Hoergeraet?). Nun haben als letztes etwa zeitgleich ein Getraenkemarkt, eine Zahnarztpraxis und ein Elektroladen geschlossen. Eingezogen sind dafuer ein kleiner Baumarkt, ein Frauen-Fitnessstudio und eine Buchhandlung O_o Also ich kann, wenn ueberhaupt, nur etwas mit der Buchhandlung anfangen, wenn die denn die Moeglichkeit haben, Fachbuecher zu bestellen. Dann muss ich fuer meinen Studienkram nicht staendig zu einer gewissen grossen Buchhandelskette in die Innenstadt fahren (und das dann jeden Tag, weil das bestellte Buch NIE zum angekuendigten Liefertermin da ist *seufz*). Ueber ein Antiquariat mit halbwegs guenstigen Preisen wuerde ich mich freuen. Aber da bekaeme mich wohl keiner mehr heraus und ich haette kein Geld mehr fuer die Miete ;)

Den gesamten Tag machte ich mir ueber so einiges meine Gedanken. Ich schlief auch relativ viel. Habe dabei eine Auktion verpasst :/ Ist schade, denn der Artikel wurde fuer nur einen Euro von jemand anderem gekauft :( Ich haette ihn gern auch fuer mehr erworben... *seufz* Es passiert mir immer wieder. :/ Nachmittags wurde auch in S. Laerm gemacht und ich bekam starke Kopfschmerzen. Bohrlaerm, ueber Stunden - Sind denn alle verrueckt geworden?! Vor Allem halten sie sich an keine Ruhezeiten, machen ihren Laerm auch mittags und nach 20 Uhr, sowie mitten in der Nacht, oder morgens um 6. Mehr zu diversen seltsamen Ideen von mir - im naechsten Eintrag.

cn P

02.10.2007 um 00:58 Uhr

1.10.07

Zum Freitag und Samstag habe ich eigentlich gar nichts mehr hinzu zu fuegen. Ich hatte gedacht, ich haette vielleicht noch einen lustigen(?) Spruch von meinem "Vater" notiert, aber dem war wohl nicht so. Alleinig eine relevante(?) Notiz hatte ich noch: Dass ich mir mal wieder eine unnoetig lange Zeit ueber den Gegenstand der Seele den Kopf zerbrochen habe. Wie und ob man diese Energie nachgeweisen koennte. Wie sie sich bewegt. Ob man sie irgendwann lenken koennte. Dann waers fast schon moeglich, Frankensteinsche Monster zu erschaffen, indem man die Seelen-Energie in ein totes Objekt leitet. Nun waere die Frage, wie man die Seele dort hinein bekaeme und was fuer Vorraussetzungen gegeben sein muessten, dass sie drin bleibt und den Koerper antreibt. Der muesste dazu aber physisch voll funktionsfaehig sein. Fragen ueber Fragen ;) Die unglaublichsten Dinge kann man versuchen, wissenschaftlich aufzuschluessen. Ein paar Biologie- und Physikkenntnisse koennen schon einiges ausloesen ;)

Die letzte Nacht habe ich von 2-4 geschrieben (Lyrik! *seufz* Ich hatte wieder einige interessante Ideen), bin um 10 wieder aufgestanden, und danach fing der Stress wieder an :/ Wieso wird nie eingesehen, dass ich keine Leberwurst esse?! JEDEN Tag werde ich damit belaestigt... Ich warte nur darauf, dass ich mal wieder zu wenig widerspenstig bin und dann mal wieder missverstanden werde... Ich frage mich haeufiger (ich hoffe, es klingt nicht zu eitel): Ist mein "Vater" dumm? Ich meine, er kann scheinbar nicht logisch denken, kommt mit ungewohnten Situationen gar nicht zurecht, kann nicht um die Ecke denken - er versteht ja nicht einmal einen normalen, kurzen Satz in seiner Muttersprache! Er hoert immer nur zwei oder drei Worte heraus und bastelt sich dann daraus irgendetwas zusammen. Dummheit? Senilitaet? Ignoranz? Mich frustriert es, dabei versuche ich schon immer, mich moeglichst einfach und praezise auszudruecken. Aber wenn ich auf die Frage, ob ich Leberwurst moechte, "NEIN" sage, und dann aber Leberwurst bekomme, und sage, ich hatte aber "nein" gesagt, und mir dann entgegnet wird, das stimme ja gar nicht, ich haette "ja" gesagt - und wenn das nahezu taeglich geschieht - da werde ich ungeduldig!

Und ich sage auch immer wieder: Wenn ihn meine Meinung zu etwas gar nicht interessiert, dann soll er erst gar nicht fragen, sondern allein seinen Kram machen. Denn wenn sowieso ignoriert wird, was ich sage, dann kann ich mir die Muehe, den Mund aufzumachen, auch sparen. Heute Morgen schrie mein "Vater" wieder hasserfuellt herum, dauerhaft, und ich musste mir daemliche rassistische Sprueche anhoeren. Dieselben, wie immer. Da gibts wohl keine Hoffnung auf Veraenderung. Ich kann ja bekanntlich sagen, was ich will, es hoert sowieso niemand zu. Auf jeden Fall hats mir dann irgendwann gereicht (und Details spare ich euch) und ich bin gegangen. Abends war ich noch mit IHM einkaufen. Da waren wieder Leute unterwegs *seufz* Bei vielen sah man klar, dass der Mensch vom Affen abstammt. Ob nun die Oma, die einem immer mit ihrem Einkaufswagen in die Hacken faehrt und einen dann anschreit, die Jugend von heute sei nur Abschaum, wenn man sie bittet, vorsichtiger zu sein, oder der Asi, der wirklich den Ruf der gesamten Jugend versaut, indem er staendig herumgroehlt, Passanten anpoebelt und den Boden mit Bier vollspuckt. Alles heute gesehen, und nicht nur einmal, sondern hordenweise.

Die Bahn war heute auch nicht angenehm, Busfahren sowieso nicht. Massenhaft Insekten in der Luft... Herbsttypisch. Das gesamte Klima... Wie anders die Luft im Vergleich zum Sommer riecht, die anderen Himmelfarben, dieser Geruch von vermoderndem Laub... Und ich freue mich auf den Winter ;) Wenn ich endlich keine Allergie mehr habe und wieder problemlos atmen kann. Es sind nur wenige Monate im Jahr. Ueber jeden bin ich gluecklich. Ich nehme nun fortwaehrend seit letztem Februar taeglich Tabletten und es ist schon irgendwie hinderlich. Das sind jetzt schon ueber 8 Monate. Ich hoffe ganz egoistisch, dieser Winter wird lang, damit ich nicht nach zwei Monaten wieder Medikamente nehmen muss. Aber wieder zu den Menschen in Bus und Bahn... Parfuemgestank, Laerm, Gelaester... An den Haltestellen wieder viele Rentner, die nicht warteten, sondern Kaffeeklatsch veranstalteten. Haben die denn keine Wohnung mehr? Dass Minderjaehrige dort herumsitzen und saufen, weil sie es zuhause nicht duerfen, ist ja noch logisch. Aber erwachsene Rentner? Habe heute uebrigens im Kaufhaus nach Alben fuer meine Postkarten gesucht. Im Karton, wie bisher, hat man so wenig davon. Ich fand es erschreckend, dass als Normalpreis fuer ein einziges laecherliches Album fuer vielleicht 200 Bilder 15 bis 25 Euro verlangt wurden!

Und dann, als krasser Gegensatz: Eine Abpackung von 3 Alben fuer je 600 Bilder, alle drei zusammen 10 Euro. Im gleichen Laden. Da habe ich mir gedacht, das kann ich ja mal investieren. Es sind noch Klebeecken dazu gekommen, aber das kann ich mir auch noch leisten. Duerfte ja fuer eine Weile reichen ;) Wenn gleich ich natuerlich auch uebergrosse Karten habe, die mal eine ganze oder halbe Seite allein beanspruchen. Normal passen 4 Karten auf eine. Bei 100 Seiten also 400 hoechstens pro Album... Ja, das reicht noch lange. Und abends habe ich dann mit dem Einfuegen angefangen. Habe meine Sammlung in Landschaftskarten (bzw diese typischen Karten, die einen Ort zeigen und die oft aus dem Urlaub versendet werden), Engel und Friedhoefe, und in alles andere (Gemaelde, Tiere, Blumen, etc) eingeteilt. Bin nicht fertig geworden. Morgen gehts weiter ;) Ab 5 Uhr war ich zuhause gewesen. Und ich hatte so ein Glueck... Hatte da gerade gesehen, dass sich einer der Gluehlichtfische in einer Wurzel verfangen hatte. Habe ihn unverletzt heraus bekommen. Ist schon erstaunlich, dass einige Fische so unbedacht sind, dass sie in viel zu kleine Luecken schwimmen und dann darin stecken bleiben. Wie viele wohl in freier Natur so umkommen? Das ist evolutionaer gesehen ja sehr unpraktisch.

Ansonsten faellt mir zum Tag nicht mehr viel ein. Vielleicht noch, dass die Busfahrt im Obergeschoss eines Doppeldeckers einen genauso durchschuettelte, wie eine durchschnittliche Achterbahn. Gerade auf Kopfsteinpflaster. Also Leute: Spart euch das Geld fuer den Jahrmarkt, fahrt Bus im Obergeschoss! ;) Aber die Aussicht war schon ganz huebsch. Mal sehen, ob ich naechsten Samstag nachts vielleicht mal wieder in die Stadt komme. Man siehts wieder: Die Ferien sind fast um, und ich bin wieder zu fast nichts gekommen :/ Verdammte Traegheit. Ach ja, fuer die Geschichts- und Germanistikkurse habe ich mich heute doch noch anmelden koennen :) Wenn da nicht wieder etwas geaendert wird, habe ich das schon einmal erledigt. Nur ABV habe ich noch nicht. Weiss ja auch nicht, wo, wann und wie, und hoffe, die von der Beratung beantworten meine Email noch! Ich habe ca 1-2 Wochen Zeit, bis ich da auch irgendetwas waehlen muss (wenn ich denn ueberhaupt etwas waehlen muss). Bin ratlos.

cn P

01.10.2007 um 17:58 Uhr

Wir sind nicht nur Deutschland, Weltmeisterinnen und Papst -

von: AngelInChains   Kategorie: Bilder   Stichwörter: Politik, Humor, Parodie

cn P

01.10.2007 um 12:39 Uhr

Wieder einmal Stress mit der Uni

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Stress, Studium, Universität

Immernoch keine Email vom Professor, ob ich die Klausur bestanden habe.

Immernoch keine Email von der Beratung, wann, wo und wie ich ABV machen soll.

Heute sollte ich mich zu den Kursen fuer das 3. Semester anmelden, aber die Uni-Website ist offline :/

Es ist zum Ausrasten. Wie ich diese Uni liebe.

cn P

01.10.2007 um 00:41 Uhr

WE

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Sprache, Schule, ÖPNV, Recht, Familie, Aquarium

Gestern wieder ein Beispiel fuer die Ausrede "weil ich XY bin, kann ich dieses oder jenes nicht, daher muss ichs gar nicht erst versuchen" demonstriert bekommen. Es ging um Kinder auslaendischer Familien, die in Deutschland aufgewachsen sind. Angeblich koennten die, egal, wie lange sie je hier lebten, niemals richtiges Hochdeutsch sprechen. Behaupteten vorgefuehrte Personen auch selbst. Ganz nach dem Motto: "Ich Auslaender, ich nix kann dafuer!". Was soll ich dazu sagen? Ich habe von meinen bald 21 Jahren ausser in Deutschland auch eine laengere Zeit dauerhaft in Thailand verbracht. Mit meiner "Mutter" rede ich fast nur Thai. Mit meinem "Vater" fast gar nicht ;) Seltsam, dass ich dennoch sehr gutes Hochdeutsch spreche. Dass ich mehrere Jahre den Deutsch-Leistungskurs besucht habe. Dass ich mein Abitur in Deutsch gemacht habe, und in der Abschlussklausur eine 1- bekam. Dass ich ein Maedchen kannte, das erst in der 3. Klasse, mit 9 Jahren, aus dem Kosovo nach Deutschland kam, und hier binnen eines Jahres fliessendes Hochdeutsch lernte. Und sie war kein Einzelfall. Da sieht mans wieder: Herkunft kann keine Ausrede sein. Odel melk man mil an, dass meine Glossmuttel Chinesin ist? ;)

Ansonsten gibts nicht viel zu schreiben. Notizbuch hat wieder keine Akkuleistung mehr. Was mach ich nur ohne mein elektrisches Hirn? *seufz* Ich weiss, an meinem Gedaechtnis sollte ich auch arbeiten. Aber an was erinnere ich mich noch? Gestern (SA) war ich praktisch nur zuhause, habe aufgeraeumt, gezeichnet, etc. ER war spaeter mal einkaufen. Und sehr aufgeregt hatte ER sich darueber, dass ein Bus ueber eine Stunde(!) lang nicht kam, das bei einem regulaeren 20-Minuten-Takt. Ausserdem regnete es stark. In R. kam der Bus am Vormittag auch lange nicht. WIR waren also noch in einen Blumenladen und durch eine Ladenkette namens W. gelaufen, wo ich mal wieder nach neuen Postkarten geschaut hatte. Dabei begegneten einem unzaehlige, extrem aggressive Rentner. Generell hatte ich an dem Tag den Eindruck, die Tollwut haette um sich gegriffen, so benahmen sich viele Menschen... Mittags rief SEINE Mutter an, um uns erst zu Fragen, ob wir Zeit fuer die Haltung eines Zwergpinschers haetten, da eine Freundin dringend einen abgezugeben hatte. WIR haben schon diskutiert, ob sich das irgendwie einrichten liesse, schliesslich soll der arme alte Hund nicht noch ins Tierheim, denn alte Hunde wollen bekanntlich viele Menschen leider nicht mehr. Gut eine Viertelstunde spaeter wurde noch einmal angerufen, dass der Hund schon vermittelt sei. O_o Also die kann sich nie entscheiden, was sie will...

Ansonsten... Gedaechtnisschwund :/ Abends lange wach gewesen. Am naechsten Tag mittags aufgestanden. Nicht viel unternommen. Morgen raeume ich, wenn ichs nicht wieder verschiebe, mal wieder mein Buecherregal um. Werde dann auch mal eine Liste aller Werke, die ich da habe, machen, mit Verlag und Jahr des Drucks, plus Anzahl der Kupferstiche. Abends war wieder einer meiner Gluehlichtsamlmler aus dem "Rentnerbecken" gestorben. Altersschwaeche. Es wundert mich fast, dass 8 von urspruenglich 12 noch leben, da sie die normale Lebenserwartung schon ueberschritten haben. Sie halten sich also eigentlich sehr gut :) Das Kampffischweibchen macht es aber wohl leider nicht mehr lange. Sie wird immer grauer, ist auch schon an der Hoechst-Lebenserwartung dran. Dem Kugelfisch geht es fuer sein sehr hoehes Alter hingegen noch richtig super. Dabei dachte ich neulich schon, das waere es gewesen... Aber so hoffe ich, dass er noch ein halbes Jaehrchen oder laenger lebt, bis auch er sich aufgrund des Alters verabschieden muss. Nachdem ein Guppy-Weibchen am SA einen ganzen Haufen neuer Junge bekommen hat, haben wir die Guppies nun in Maennchen und Weibchen aufgeteilt. Die Maennchen schwimmen jetzt im kleinen Becken bei den Garnelen. Anders geht es wohl nicht mehr, weil es sonst bald 50 oder mehr Fische im dem Becken gewesen waeren - und wenn die sich weiter miteinander vermehren! Da war es doch sehr praktisch, noch ein 3. Becken zu haben. Und wenn das Rentnerbecken sich langsam leert, kann man die Guppies ja auch dorthin uebersiedeln und dann in das derzeitige Maennchen-Becken Welse und einen Kampffisch setzen.

Abends im Bus sassen wieder besoffene Idioten. Der Busfahrer war unachtsam, und am Stadtrand ging es auch wieder kriminell her *re* Wie so gut wie jeden Abend hockten wieder irgendwelche Schmuggler im Gebuesch, die mit vorbei kommenden Autos irgendwelche Pakete tauschten. Das ist jedes Mal so auffaellig, da koennten sies auch gleich mitten auf der Strasse oder vor der Polizeiwache tun! Die Polizei stand uebrigens mit zwei Wagen nur drei Strassen weiter, ernaehrten sich von Doener und schwatzten. Ist ueberall dasselbe hier... Selbst im H.park, der fuer Drogendealer stadtweit bekannt ist. Da hat man den Eindruck, Dealer und Polizisten gruessen einander, aber keiner unternimmt etwas. Ist schon toll, wie man mit Kriminalitaet umgeht, wie ambivalent: Dem Dealer, der verpantschten Stoff an Junkies zu Wucherpreisen vertickt, die Hand schuetteln und andere Menschen einknasten, wenn sie sich illegal ein MP3 downloaden. Finde nur ich, dass daran etwas seltsam ist? Nun schwafelt mein "Vater" mich wieder voll. Dazu will ich eigentlich gar nichts sagen. Das, was ich nun nicht geschrieben habe oder nicht schreiben konnte, da mein Hirn darueber keine Informationen mehr verfuegt ;) , hole ich morgen Abend nach.

cn P

P.S.: Ich hab von SA auf SO wieder von der Schule getraeumt. Langsam wirds unheimlich ;)