Memoriae Ex Aeterna Nocte

30.11.2007 um 16:56 Uhr

Ich kann nicht kolorieren.

von: AngelInChains   Kategorie: Bilder

Nach 5 Minuten:

(MS Paint, freihand mit der Maus gezeichnet)

Und nun die grauenhafte Coloration, die eine halbe Ewigkeit gedauert hat und trotzdem nicht zu gut aussieht:

Ich weiss auch, dass die Haare grausig aussehen und der Faltenwurf vom Tuch falsch ist. Evtl mache ich nachher auch noch Schattierungen, je nachdem, wieviel Zeit ich habe. (Ansonsten sollte ich mich doch lieber aufs Zeichnen auf Papier konzentrieren)

cn P 

30.11.2007 um 14:22 Uhr

Knapp 14 Uhr, und...

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Natur, Fotografie, Stress, Post, Blog, Finanzen

Stimmung: Geht so.
Musik: Entwine - Time of Despair (komplettes Album).

...schon mehrere Male am liebsten laut geschrieen. 

1. Vor der Haustuer im See stand, als ich hier ankam, wieder der Kranich... Zuerst hat er sich erhoben und ist eine Runde direkt ueber mich geflogen (und zwar enorm tief), dann setzte er sich wieder. Ich bin die Treppen hinauf gerannt, um meine Kamera aus der Wohnung zu holen, ging wieder hinunter, und der Kranich sass immernoch da :) Ich war nur noch wenige Schritte entfernt, die PERFEKTE Gelegenheit fuer ein gutes Foto... Da kommt ein LKW vorbei gedonnert, der Kranich erschrickt vom Laerm und fliegt davon :( Kein Foto ist was geworden.

2. Ich sehe in den Briefkasten. Neben HAUFENWEISE Werbung (und keinem Brief und keiner Postkarte fuer mich :( ) lagen zwei Paketscheine drin. Der eine hat einen neuen Zustellungsversuch angekuendigt, fuer Montag zwischen 9:30 und 10:30. Sollte er sich wirklich an die Zeiten halten, waere das ja sogar machbar, da ich ab ca 9:15 zuhause sein werde.

Aber der andere Paketschein trieb mich in den Wahnsinn... Abholung bei Familie F., mein Strassenname und dahinter eine "+5". Ich sah erst einmal an den Briefkaesten unten nach, ob wir eine Familie F. hier im Haus haben. Dem war nicht so. Weil es das naechste war, bin ich dann trotzdem nochmal in den 5. Stock gelaufen, um nachzusehen, ob F. da nicht als Zweitname irgendwo an der Klingel steht. Auch Fehlanzeige. Was koennte es nun heissen? Meine Hausnummer plus 5? Das waere das Schwachsinnigste ueberhaupt, aber was traut man der Post nicht mittlerweile alles zu... Trotzdem versuchte ich es lieber erst einmal bei Hausnummer *5, da ich in *4 lebe - das "+" koennte ja auch eine gekrakelte willkuerliche Zahl sein. Und eine Abholung direkt im Nachbarhaus waere ja noch halbwegs logisch gewesen. Allerdings gab es dort auch keine Familie F. Und die zentrale Hausverwaltung hat freitags geschlossen, daher konnte ich da auch nicht nachfragen. Ich war langsam am Verzweifeln... Hausnummer 5? 45? 75? Eine 5 gab es weit und breit nicht, 45 auch nicht, 75 war weit weg, auf der anderen Seite des Sees (fuer die, die es noch nicht wussten: ich lebe direkt am Seeufer). Tja, ich habs dann aber doch versucht und bin zur 75 gelaufen, im stroemenden Regen und bei der Kaelte... Angekommen, dachte ich, mich trifft der Schlag: da gabs wirklich eine Familie F., nun musste es nur noch die richtige sein. Und ich fragte mich, wer eigentlich auf die hirnrissige Idee kommt, Post fuer mich ganz woanders abzugeben...

Ich klingelte und erstaunlicherweise ging die Tuer sofort auf. An der Haustuer erwartete mich erst einmal ein Hiphopper der klischeehaftesten Sorte, mit Hosenboden zwischen den Knien, schief aufgesetzter Muetze, vielen Pickeln im Gesicht und irgendwie bloedem Gesichtsausdruck (wobei der arme Junge dafuer sicher nichts kann). Dann hoerte ich noch weitere Kinder im Hintergrund und ein kleiner Mischlingshund rannte vorbei. Dann kam eine aeltere Frau mit fettigen Haaren und gammeliger Kleidung, nicht gerade gepflegt. Sie war wohl die Mutter. Ich sagte, sie haetten ein Paket fuer mich. Als sie fragte, von welcher Hausnummer, und dann auch noch, fuer welchen Namen, wurde ich schon stutzig... Sie erklaerte, sie wuerde nun immer die gesamte Post des Wohngebietes annehmen, denn die Post in A. waere geschlossen worden und man muesste sonst immer nach G. fahren, und das ist gut 25km weit weg von hier... Wieso nicht einfach die Hausverwaltung die Post annehmen koennte, habe ich mich gefragt, mich dann aber bedankt und bin mir dem Paket gegangen. Im Moment bedeutet diese Aktion fuer mich uebrigens einen Nachteil. Zum einen befuerchte ich, wird der Paketmensch hier gar nicht mehr klingeln, sondern die Pakete gleich zu Frau F. bringen, zum anderen haben WIR die Post frueher schon IMMER nach G. bestellt (und nicht nach A.), da ER dort auf dem Heimweg von der Arbeit immer mit der Bahn vorbei kommt. Wobei - bald ist ER ja sowieso arbeiteslos, dann ist das so vielleicht besser... Wobei ich es kommen sehe, dass das auch nicht immer klappen wird, sondern ab und zu die Post doch wieder in G. landet... Naja, abwarten.

Das Paket an sich war uebrigens erfreulich. Aussen 4 Briefmarken drauf, alle ungestempelt (ich weiss, man DARF sie gar nicht wiederverwenden, aber Sammler duerften sie moegen und ich bin arm, ich hab kein Geld fuer Porto...), einige huebsche Sticker (eher wertlos fuer mich, aber trotzdem sehr nett), und drinnen dann sehr viel Kuechenrolle, mehrere nagelneue Briefumschlaege und mein neuer Mantel :) Passt wie angegossen, ist genau knielang (mein kuerzester Mantel bisher, aber besser, als mit den alten Lumpen herum zu laufen), und sieht auch gut aus :) Nagelneu, duerfte original 50-100 Euro (ja nachdem, ob regulaer oder als Sonderangebot) gekostet haben, ich habe (Porto schon inbegriffen) nichtmal 22,50 gezahlt :) Nur ueber die Stabilitaet mache ich mir ein wenig Sorgen, aber wir werden ja sehen, wie er sich haelt. Glueck im Unglueck? ;)

3. Blogigo geht mal wieder nicht. Naja, tippe ich den Kram eben aufm Notepad vor... Mal sehen, wann und ob es je wieder funktioniert...

4. Ich habe graessliche Nackenschmerzen ;/ 

cn P

29.11.2007 um 20:17 Uhr

1. Aus SEINEM gesamten Jahrgang werden nach der Abschlusspruefung alle ausser zwei Menschen, die in Familienbetrieben unterkommen, arbeitslos.

2. Die Studienberaterin ist im Urlaub, keiner weiss, wann sie wiederkommt. ER beklagte sich dann auch, er habe die Anfrage schon schriftlich Ende September(!) gestellt, und da sie koenne ja unmoeglich schon zwei Monate im Urlaub sein. Dann hiess es, den Brief haetten sie seit Ende Oktober gehabt (1. wieso liegt der einen Monat irgendwo anders herum? 2. Dann liegt er da aber auch schon einen Monat - sollte jemand so lange im Urlaub sein?). Es gibt insgesamt zwei Berater, eine ist, wie gesagt, irgendwie verschwunden, die andere sitzt im selben Raum und sieht seelenruhig zu, wie sich auf dem Schreibtisch gegenueber die Briefe stapeln. Bis es also ueberhaupt zu einer Beratung kommen koennte, ist bestimmt Mitte Dezember, und dann isses zum Bewerben fast schon zu spaet. Dazu muss man glaub ich gar nichts mehr sagen...

Hachja, die Japaner habens einfach, die koennen so gut wie alles Schlechte mit einer Silbe mitteilen (Metaphern machens moeglich):

Kunst muss man nicht verstehen. Aber Nagellack eignet sich fuer Bemalungen ausgezeichnet, habe ich neulich festgestellt ;)

cn P

29.11.2007 um 14:17 Uhr

Alltag

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Studium, Fotografie, Kunst, Friedhof

Draussen schreien die Laubgeblaese. Die Luft ist staubig. Im Haus laermen die Nachbarn wieder mit Bohrmaschinen. Wirklich entspannen kann ich mich da nicht. Und um 14:45 muss ich wieder zur Uni. Vor 19:30 bin ich nicht wieder zuhause *seufz* Donnerstage sind grausig.

cn P 

29.11.2007 um 01:37 Uhr

28.11.07

Bin immernoch krank. Habe immernoch Fieber. Und ich merke, psychisch bin ich auch angeknackst. Aber vielleicht ist es ja positiv, dass ich immerhin noch merke, dass etwas nicht stimmt. Um 2:30 war ich gestern schlafen gegangen, morgens war ich zwischendurch mal wach, habe danach aber nochmal ca 20 Minuten geschlafen und auch getraeumt. Die Traeume der letzten Tage waren immer "Fortfuehrung der Wachsituation", Alltag, nichts Ungewoehnliches. Mein "Vater" hat heute auch wieder lange herumgetroedelt, bloed vor sich hin gelabert, ich hatte Kopfschmerzen, litt unter meiner Erkaeltung, sass bei 7(!) Grad im Wohnzimmer... Das ist der neue Tiefstwert (ich glaube, meine Blase hats schon zu spueren bekommen, hoffentlich gibt das nicht wieder eine Entzuendung). Derweil machte ich mir natuerlich noch einige Gedanken zur Arbeitslosigkeit bzw wie es dann weitergehen soll... Ich koennte dann ja nicht einmal mehr mit IHM telefonieren, wenn er woanders leben wuerde. Mein "Vater" hat natuerlich einen Verbindungsnachweis angefordert, dh man sieht jeden Monat alle gewaehlten Nummern, und man kann sich vorstellen, dass Herr "Vater" mich nicht mit irgendwem telefonieren laesst... Ausserdem steht das Telefon eh im Wohnzimmer, wo ich nie allein bin, also in Ruhe unterhalten koennte ich mich sowieso nicht... Und Handytelefonate kann man sich dann finanziell erst recht nicht mehr leisten.

Generell frage ich mich, wie das klappen sollte: auch, wenn ich offiziell nicht bei IHM lebe, auch, wenn ich bei meinem "Vater" uebernachte - tagsueber bin ich ja bekanntlich bei IHM, weil ich mir das Gestreite mit meinem "Vater" nicht bieten lassen will. Und mein ganzes Leben ist darauf eingestellt, tagsueber eben woanders zu sein, als bei meinem "Vater". Wenn ich nun wieder jeden Tag hier waere, gaebe es nur noch mehr Streit, noch mehr Stress, ich wuerde evtl wieder mit SVV anfangen oder wieder Suizidgedanken bekommen. Wie damals, als ich noch nicht tagsueber in S. war... Auch mein Studium funktioniert nur, weil ich in S. uneingeschraenkten Zugang zum Pc habe, zu einem Drucker, zur Kamera, usw. Ohne geht es gar nicht. Und hier bei meinem "Vater" waere "ohne". Mal abgesehen davon finde ich diese ganze Idee, durchs Land zu ziehen, um irgendwelche Billigjobs anzunehmen, die sowieso nach wenigen Wochen wieder Geschichte sind, einfach nur schwachsinnig, weil sie auch finanziell eine Sonderbelastung ist. Jedes Mal die Umzugskosten - mal abgesehen davon, dass ich nicht weiss, wie unsere Sachen zB von hier ans andere Ende Deutschlands gefahren werden koennen sollten. Es geht einfach nicht.

Ausserdem haben wir unsere Moebel vor gerade mal 2,5-1 Jahren fuer genau diese Wohnung gekauft, genau darauf angestimmt, weil wie hier ja jahrelang bleiben wollten. Ein Umzug bedeutet immer Beschaedigung, die Sachen verlieren an Wert, oder koennen gar nicht mitgenommen werden, dann muss man sie wegwerfen oder verkaufen. Und viele Dinge bekommt man, obwohl sie fast nagelneu sind, sicher nicht zum Originalpreis weiterverkauft... Geld geht verloren... Ich sehs nicht ein, ein Moebel, fuer das ich vor wenigen Monaten noch mehrere 100 Euro ausgegeben hab, jetzt nur fuer 50 bis 70 Euro hoechstens weiterverkaufen zu muessen, nur, weil ich es nicht mitnehmen kann und umziehen MUSS. Generell weiss ich nicht, ob sich so ein Zwang ueberhaupt mit dem GG und den Menschenrechten vereinbaren laesst: hiess es nicht, jeder Mensch duerfe seinen Aufenthaltsort selbst bestimmen? Oder gelten Menschenrechte fuer Arbeitslose nicht? Ich finde, unser Staat sollte wenigstens so ehrlich sein und sich keine Demokratie nennen, sondern sich offiziell zur Diktatur bekennen. So weit sind wir NOCH nicht, aber das kommt sicher noch, denn viele Menschen scheinen nie dazu zu lernen, erst Recht nicht aus der Geschichte. Und ich warte darauf, mich von diesem Staat vollkommen verarmen zu lassen.

Mein "Vater" fror deutlich sichtbar, weigerte sich aber dennoch, das Fenster zu schliessen. Er wolle schliesslich nicht ersticken, er brauche seine frische Luft. Und dann bekam ich wieder den ekligen, heute uebrigens eiskalten, Saft aufgetischt... Ich habe mich heute, wie eigentlich JEDEN Tag, wieder darueber beklagt. Die Ausreden, wieso es nicht anders ginge, waren bloedsinnig: es gaebe nichts Anderes (waer mir neu, dass Supermaerkte mittlerweile nur noch eine Art Saft verkaufen), ich muesse doch Vitamine zu mir nehmen (das ginge auch mit anderen Getraenken), und sowieso, nachher wuerde ich ja noch Tee bekommen (1. Was aendert das daran, dass ich trotzdem die restliche Zeit Saft bekomme, der nicht schmeckt, aber dafuer auf der Zunge brennt? 2. Wenn ich gerade aufgestanden bin und mein Hals so trocken ist, dass mir schlecht wird, kann ich nicht bis "nachher", wann auch immer das ist, warten). Und abgesehen davon haette ich hier im Haushalt sowieso nichts zu sagen. Und ich versuchte, irgendwie das Fruehstueck hinunter zu bekommen, und schnellstmoeglich aus der Wohnung zu kommen. Eigentlich war ich schon zu spaet. Und, aus irgendeinem Grund, kam mir wieder in den Sinn, dass mein "Vater" sich dieses gesamte Jahr auch waehrend der Allergiezeit immer geweigert hatte, die Fenster zu schliessen, obwohl ich davon schlimmste allergische Anfaelle bekam. Die Begruendung: ich haette doch Tabletten, und wenn die nicht wirkten, muesste ich mir eben andere besorgen. 1. Tabletten LINDERN Beschwerden nur, und beseitigen sie nicht komplett, daher sollte man auch andere Massnahmen treffen. 2. Ich habe schon alle Tabletten, die auf dem Markt sind, ausprobiert. Sie wirken endweder ueberhaupt nicht oder nur partiell. Aber damit habe ich ja schon immer zu kaempfen...

Und um irgendetwas Anderes ging es auch noch, genau erinnere ich mich aber nicht mehr. Nur daran, dass mir nie zugehoert wird und alles, was ich sage, nur mit einem eklig eitlen "jaja" (mit "ist mir doch egal, was du niedere Kreatur von dir gibst"-Unterton) abgetan wird. Danach aergerte ich mich ueber weitere eingelaufene Kleidung (ich kanns selbst nicht glauben...) und dann verliess ich diese Bruchbude. An der Haltestelle wieder kettenrauchende Tussis, gegenueber auf dem Baum eine Horde Raben... Schoen anzusehen. Und ueberall dichter Nebel. Naja, ueber die Strasse reichte die Sicht noch, aber nicht weiter. Und dann kam kein Bus, das bei der Kaelte... Neben den ueblichen Chaoten gab es dann auch wieder eine Auseinandersetzung zwischen einem Busfahrer und einem Hundehalter mit Schaeferhund aber ohne Maulkorb. Dieses Mal blieb der Busfahrer nett, meinte, er muesse sich leider an die Vorschriften halten, sogar kompromissbereit war er. Dafuer rastete der Hundehalter aus und beschimpfte ihn, schlug gegen die Tueren, groehlte lautstark herum, etc. Da war der Hund sicher friedfertiger als der Mensch. Irgendwie ekelte es mich... Die draengelnden Menschenmassen, die Aggression, Gestank, Laerm, Gepoebel...

Im Unterricht las ich insgesamt 3 Texte. Ich beendete zuerst mein angefangenes Kunstmaerchen von Tieck, las danach noch eines von ihm - ich fand sie beide okay, aber Fontanes Erzaehlung von neulich hatte mir besser gefallen. Danach fing ich eine Erzaehlung von Adalbert Stifter an, die gefiel mir gar nicht, aber da muss ich durch... Danach war der Kurs auch schon wieder um. Ich hatte vorher noch darueber nachgedacht, ob ich nicht frueher gehen sollte, aber nein, das waere vielleicht zu auffaellig. Dann begab ich mich wieder zum Bus - der wieder viel zu spaet kam. Bei der Kaelte. Der Busfahrer erwies sich auch wieder als Chaot, ist gerast, hat so extrem die Kurven geschnitten, dass jeder Fahrgast die Tendenz hatte, aus seinem Sitz zu fallen. So ist die Busfahrt dann auch nicht mehr angenehm, hat etwas von einer Achterbahnfahrt, und schlafen kann man so dort natuerlich auch nicht. Abgewechselt hat sich das Gerase mit einigen Passagen im Stau, kein Wunder, irgendwie waren heute etliche Strassen widerrechtlich zugeparkt. Und draussen war alles neblig... EXTREM neblig. So stark hab ich das hier noch nie gesehen. Vor allem ueber der GESAMTEN Stadt... Ich passiere sie ja jeden Tag auf meinem Weg zur Uni einmal. Und heute war es wirklich nicht nur regional, sondern ueberall, dicht neblig.

Ein schoener Anblick. Und die Seen (davon passiere ich auf dem Weg auch mehrere groessere) waren auch alle gefroren. Einer liegt vertieft, um ihn herum unzaehlige Weiden, und darueber lag heute die grauweisse Decke... Irgendwie fehlt mir meine Kamera immer haeufiger. Die Sonne war uebrigens wieder eine hellgraue Scheibe am dunkler grauen Himmel. Scharf geschnittene Konturen. Wirklich - wie ein Kreis, eine kalte, glatte, tote Scheibe, unwirklich, an einem monotonen Himmel. Aber gerade durch den Anblick auch irgendwie interessant. Ich habe neulich schon einmal ein Foto davon gemacht, es ist in meinem Fotoblog zu finden, ich glaube, der Titel hiess "Sonne im November". Aber dann war die Stille vorueber: eine Klasse, nein, vielleicht auch mehrere, von Schuelern zwischen 16 und 18 Jahren (so zumindest wirkten sie koerperlich), stieg ein. Sie haben herumgeschrieen, wie wir frueher nicht einmal in der Grundschule. Damit meine ich nicht nur mich als einzelne Person, da ich sowieso nicht repraesentativ bin mit meiner Ruhe, sondern meine damalige Klasse. Und nun schrieen hier die fast "Erwachsenen" herum, benahmen sich wie Affen, und ihr Geschwaetz qualifizierte sie hoechstens fuer die Baumschule. Das uebliche Gepoebel... Moechtegern-Rapper, laut "Musik" hoerend, mit ihren Handies herumspielend bzw einander ach wie "coole" Klingeltoene demonstrierend, und sich dabei gegenseitig immer schoen beschimpfend. Es scheint wirklich keinen mehr zu geben, der seine "Freunde" nicht "H*rensohn", "Schl*mpe" o.ae. nennt. Ich weiss, diese Leute sehen das dann auch nicht mehr als Beschimpfung, sondern als normale Anrede, aber irgendwie finde ichs dennoch stillos.

Und von Station zu Station wurden es mehr solcher Menschen - Schulschluss. Es war wirklich nicht angenehm. Uebrigens, falls noch jemand bestreitet, dass es in Deutschland Ghettos gibt: man sieht es irgendwie schon, dass in manchen Gebaeudekomplexen eher arme oder eher etwas ungepflegte Menschen leben (das fand ER neulich uebrigens graesslich beim Arbeitsamt: haufenweise Alkoholiker). Alkoholiker sind mir dann in der Bahn uebrigens auch wieder begegnet. Und einige psychisch "vertickte" Menschen. Und in R. war der Bus schon wieder verspaetet - was wieder eine laengere Warterei in der Kaelte bedeutete. Und all die starrenden Menschen... Aber einige taten mir wirklich Leid: denn die Anzeigetafel der naechsten einfahrenden Busse zeigte fuer eine Linie 50(!) Minuten an... Bei normal 20 Minuten zwischen zwei Bussen muss da ja einiges nicht geklappt haben... Also ehrlich, wenn ich irgendwo ankaeme und dann sehen wuerde, der Anschlussbus kaeme erst in fast einer Stunde, und das bei den Temperaturen... Ich fuehlte mich, als wuerde mich ein Schlag treffen. Woher ich das weiss? Schon erlebt, bloss "gluecklicherweise" im Sommer... Dann kam der Bus und eine alte Frau quatschte den Fahrer erst einmal 5-10 Minuten zu und verhinderte die Weiterfahrt. Aber bald wuerde ich in S. sein - wo heute uebrigens wieder keine Post kam, das nur mal am Rande.

Seit heute werden Weihnachtsbaeume verkauft. Und erstaunt war ich ueber die Massen an Menschen, die dicker waren, als ich. Ich habe mich dabei schon immer fuer etwas pummelig gehalten, aber dass dann Unmengen an Personen noch dicker sind? Also endweder, es hat eine Menge an Leuten sehr stark zugenommen, oder ich bin doch nicht uebergewichtig... Denn wenn ich das bin... dann waren das heute ja Fettwuerste ohne gleichen. Und nein, es lag nicht an der Kleidung. In der Bahn jedenfalls haben viele Menschen ihre Jacken/Maentel offen. Zuhause habe ich mich kuenstlerisch betaetigt. Gemalt, fotografiert, es gab so viel zutun... Ich habe wirklich eine Menge Neues "produziert"... Ablenkungsstrategie? Leider mache ich mir damit vielleicht auch ein wenig selbst Stress. Deprimierend fand ich, dass ER, nachdem er heim gekommen und wir gemeinsam gegessen hatten, sich eigentlich sofort schlafen gelegt hat. Da sehen wir uns nur so selten (RELATIV gesehen - wenn ER erst nach 18 Uhr heim kommt), und dann komme ich kaum dazu, mit IHM zu reden (obwohl immernoch weitaus mehr, als die angeblichen 5 Minuten, die ein Durchschnittspaar pro Tag miteinander kommuniziert - so wenig koennt ich mir gar nicht vorstellen, da koennte man ja gleich allein bleiben). Aber ich kann es ihm auch nicht uebel nehmen, seit gestern ist er wieder stark erkaeltet und fuehlt sich, wie ich, grausig. Kommt wohl davon, dass, als ER zum Amt musste, die Bahnen wieder nicht "ordendlich" fuhren, und ER so lange in der Kaelte stand. Dort auf dem Dorf.

Das Amt erstattet uebrigens nur Fahrtkosten, keine Anrufe und Porto. Das macht mich auch aergerlich, denn es ist auch nicht gerade wenig und ich bin froh ueber jeden Cent, den ich sparen kann. Und die von der Studienberatung haben endgegen wochenlanger Beschwichtigungen immernoch nicht angerufen. Kann man da anders, als sich - vielleicht berechtigte - Sorgen machen? Morgen habe ich noch einmal Abendunterricht, dann Wochenende... Ich freu mich nicht recht, was ich schade finde. Ich sollte doch froh sein, wieder eine Woche hinter mir zu haben. Aber ich fuehle mich einfach nur Uebel - Sorge, Krankheit, Stress. Stimmen hoeren ;) Heute wieder starke Kraempfe ;/ Und dann noch 3 Wochen, bis ich einige Tage frei habe, ueber Weihnachten bis zum Jahresende. Danach nochmal 6 Wochen. Mal sehen, wie es klappt. Die Bahn macht uebrigens auch von Tag zu Tag mehr Probleme. Da klappt gar nichts mehr; mittlerweile weiss man nie, wo man ankommt, wenn man irgendwo einsteigt - Linien wechseln ploetzlich mitten auf der Fahrt die Liniennummer und den Zielort, man wird von einem Bahnhof zum naechsten ploetzlich aus dem Zug geworfen, da aus irgendwelchen Gruenden dort Endstation sei, und regelmaessig muss man auch mal 40 Minuten oder laenger auf einen Zug warten. Und man wird, wenn mal Personal auftaucht, immer extrem unfreundlich behandelt. Bei den Fahrkartenkontrollen, so scheint es, ist man fuer sie kein Fahrgast, sondern ein Krimineller - ob man eine Karte hat, oder nicht. Freundlichkeit hat dabei noch nie jemandem geschadet. Also eigentlich verdienen sie bei so einem Verhalten kein hoeheres Gehalt...

Ich war deprimiert. Ich sehe gerade - bald ist Dezember, noch wenige Tage. Noch weitere wenige Tage und ich bin 21. Manchmal habe ich so eine Stimmung, innerlich, als sei dies mein letzter Winter. Irgendwie seltsam, wenn man daran denkt, dass man, wenn man 70 Jahre alt wird, im Leben nicht mehr als 70 Mal den Wechsel der Jahreszeiten gesehen hat... Nur 70 Winter, 70 Herbste, 70 Sommer... Es erscheint eigentlich gar nicht so viel. Und nun im TV machen sich wieder "Experten" wichtig, von denen einige lieber ihre Eigenbezeichnung ablegen sollten. Irgendwie erscheint es mir immer haeufiger so. Und ich habe mal nachgesehen - WIR haben nachgesehen... Das Amt hat ein Profil fuer IHN online gestellt, auf das Arbeitnehmer suchende Betriebe quasi reagieren koennen... Noch einmal mehr koennte ich - nein, ich will nicht "den Hals umdrehen" schreiben, das koennte missverstaendlich wirken ;) Aber ich bin mal wieder - aber gar nicht ueberrascht - enttaeuscht vom Amt. Denn die haben es geschafft, in der Anzeige nicht nur mehrere Tippfehler unterzubringen, sondern haben auch einige Dinge einfach falsch eingefuegt, widerspruechliche Angaben gemacht (oben steht zB "Suche deutschlandweit", unten "Mobilitaet: kein Umzug moeglich), ausserdem sollten sie bei Ort B. angeben, weils einfach die naechst groessere Stadt ist und wir dort am besten hinkommen, aber nein, stattdessen haben sie S. angegeben - und dass es in diesem Paar-Seelen-Dorf keine grosse Firma gibt, ist ja wohl klar! *seufz*

Aber das spielt eh keine Rolle, denn - auch, wenn hier nur das Amt "Schuld" ist - auf eine Anzeige mit etlichen Ungereimtheiten und Tippfehlern, o.ae., wuerde ich als Firma sowieso nicht eingehen. Aber 5x zugegriffen wurde auf die Seite schon (meine und SEINE Ansicht mal schon abgezogen). Da bin ich gespannt, ob man nicht doch Angebote bekommt - und ob die hier in der Naehe waeren. Ansonsten - muss ich ehrlich sagen - wuerde ich fast lieber versuchen, den Beruf absichtlich nicht zu bekommen. Denn WIR wollen uns nicht trennen, das mit dem Umzug geht einfach nicht... Ah, ich merke gerade, ich schreibe ab und zu "ich", obwohl es "wir" oder gar "er" heissen muesste. Ist wohl unser Einheitsdenken, da spielt es kaum eine Rolle, ob er, ich, wir... Erst recht nicht in einem Tagebuch. Gute Nacht.

cn P

28.11.2007 um 17:35 Uhr

Bildbearbeitung ist was Tolles

von: AngelInChains   Kategorie: Bilder   Stichwörter: Kunst, Natur, Lyrik, Fotografie

Original:

Was herauskommt, wenn man mich basteln laesst:

Das ist nur Teil zwei... Der erste Teil des Gedichts kommt noch (ja, ich fange immer hinten an ;) )... Wird dann beides zusammen ins Fotoblog gestellt, evtl auch nochmal ins Lyrik-Blog... Wenn ich fertig bin. Kommentare - immer gern.

cn P 

28.11.2007 um 02:22 Uhr

27.11.07

Versuche, mich wieder zu beruhigen, bei dummem Gequatsche und knapp 9 Grad Raumtemperatur. Ich friere. Vorhin habe ich keine Temperaturen mehr wahrgenommen. Ich hatte/habe Fieber. Es macht mich alles krank. Am Montagabend hatte ich mich noch ueber meinen "Vater" und seine dummen, extremistischen Meinungen aufgeregt (-> Blutrache) - ein gutes Beispiel uebrigens, dass extreme, barbarische Meinungen nicht nur bei Islamisten oder anderen religioesen Extremisten gefunden werden koennen, sondern auch bei "normalen" Deutschen. Passt gar nicht in das Klischee in den Hirnen vieler Menschen: "Deutschland ist ja zivilisiert, hier kann soetwas nicht passieren, sondern nur im wilden Ausland!". Um 2:30 ging ich offline. Ich wusste, ich sollte schlafen gehen, war aber nicht muede. Ich schrieb dennoch nur bis 3, danach traeumte ich auch wieder irgendetwas. Morgens erinnerte ich mich noch gut, mittlerweile nicht mehr. Um 7:30 war ich wieder aufgestanden, es war kalt, laut, das Essen mies, ich litt unter starken Allergie- und Erkaeltungsbeschwerden, und mein "Vater" troedelte wie bloed herum... Ich war viel zu spaet und hatte Kopfschmerzen vom Geschrei und von den dummen rassistischen und gewaltverherrlichenden Spruechen. Auch hasse ich es, wenn er sich ueber Unfall- oder Kriminalitaetsopfer lustig macht. Aber Schadenfreude scheint vielen Menschen ja angeboren zu sein und wird auch nicht hinterfragt.

Derweil plerrte Frau Besserwiss im Radio, dass die Gesellschaft heute so beschissen sei, wegen Killerspielen (kein Kommentar...), den ach wie schrecklichen, gewalttaetigen Fernsehsendungen, und weil so viele heutige Erwachsene schon eine schlechte Kindheit gehabt haetten - und wer ohne Liebe aufwuchs, koenne doch niemals selbst welche abgeben. NIEMALS und fuer niemanden. Dass damit sowieso schon misshandelte Kinder/Jugendliche noch einmal diskriminiert werden, geht den meisten, die so reden, wohl nicht ins Hirn. Ich jedenfalls meine, dass sie dazu beitragen, dass noch viele Kinder das erleben werden muessen, was ich erlebt habe: naemlich, dass in Schule, Kindergarten oder unter Nachbarn getuschelt wird "Schau mal, ist das nicht die, deren Eltern geschieden sind? Na, aus der kann ja dann gar nichts mehr werden!" Schoen in einen Topf mit den Eltern geworfen. Vater Schlaeger -> Kind Schlaeger? Mutter Alkoholikerin -> Kind Alkoholiker? Bloedsinn! Das Kind kann immernoch versuchen, es besser zu machen... Es nimmt ja nicht jeder die Eltern ohne zu hinterfragen als Vorbild. Sonst waer ich bei meinem Vater sicher Adolfine persoenlich... (ich weiss, darueber sollte man nicht scherzen). Ich jedenfalls meine, dass man Kindern, die es schon schlecht hatten, somit erst Recht alle Chancen nimmt, indem man sie aufgrund ihrer Eltern in eine Schublade werfen, aus der es nicht mehr heraus kommt. Sicher hat eine "schlechte Kindheit" immer Folgen... Aber es muss nicht gleich ein Monster aus dem Kind werden. Ausserdem gibt es sicher Kinder mit geschiedenen Eltern, denen es besser ging und geht, als Kindern mit verheirateten (die sich dann uU doch auch heimlich streiten...).

Vom Bad aus hoerte ich durch die Waende die Nachbarn mal wieder schreien. Soviel dazu. Dann machte ich mich auf den Weg zur Uni. So viele Idioten waren unterwegs, und es scheint ein neuer Modesport zu sein, Autos auf Fusswegen, Zebrastreifen oder quer mitten auf Kreuzungen zu parken. Damit auch ja keiner durchkommt, man ewig wartet oder weite Umwege laufen muss. Und im Bus gings dann weiter... Dreiste Rentner, wirklich nicht gebrechlich, die, obwohl alle Plaetze frei sind, genau da sitzen wollen, wo man gerade sass. Um eine Station zu fahren. Dann setzt man sich zurueck - schon kommen die naechsten und draengen einen wieder weg. Immer garniert mit Spruechen "Scheiss Jugend von heute"... Und Getrete, Gepoebel, Geglotze... Die einen stehen im Weg oder laufen so lahm, dass sie dabei fast einschlafen. Die anderen treten einem auf die Fuesse und gegen die Beine. Ein alter Mann drohte gar mit einem Stockschirm, und fuchtelte damit um sich, damit er auch ja als 1. in den Bus kam und keiner ihm auch nur irgendeinen Sitzplatz haette nehmen koennen. Von den jetzt schon saufenden Leuten an der Haltestelle und den haufenweise qualmenden, und eklig nach Rauch stinkenden, Tussen mal ganz abgesehen. All das gilt uebrigens fuer den Hin- UND Rueckweg.

Da ich spaet dran war, bekam ich keinen guten Sitzplatz mehr. Schliesslich sass ich die gesamte Zeit mit dem Ruecken zur Klasse, was viele irgendwie lustig fanden, aber mir eigentlich egal war. Hauptsache, ich konnte ein Kreuz auf der Anwesenheitsliste machen und mir irgendwie die Zeit vertreiben. Und so habe ich meine letzte Novelle fertig gelesen und danach die naechste angefangen. So wirds weitergehen, bis das Jahr um ist. Ich denke, einige stoerten sich daran, aber das kuemmerte mich auch nicht mehr. Im Uebrigen stoerte mich ihr pausenloses dummes Gekicher nicht minder... Und den Rueckweg-Bus bekam ich dann uebrigens auch nur noch durch Gerenne, und zwar quer ueber die Kreuzung, da ich bei der Kaelte nicht 20 Minuten auf den naechsten warten wollte... Der Busfahrer war dann auch wieder unfaehig. Ist wie bescheuert gerast (wie ueblich 40 in 30er-Zonen, usw), hat hysterisch herumgeschrienen und gehupt, hat keine einzige Kurve bekommen, sondern hat staendig die Bordsteinkanten gerammt... Mal abgesehen davon wurde ich spaeter in R. auch fast vom Bus angefahren, da ich an den Strassenrand gedraengt wurde und kaum zurueck konnte, als der Bus einfuhr, weil sie mich einfach nach vorn draengelten...

Irgendwie kann man vom Leben in B. wirklich aggressiv werden... All die nervigen Menschen... War dann im Center, wollte Karten fuers Postcrossing besorgen (das Jahr mache ich noch...), habe nichts Ordendliches gefunden (aktuell verkaufen sich nur Weihnachtskarten), aber nicht nur das... Da war zB eine alte Frau, die eine junge Frau mit Kinderwagen noetigen wollte, mit dem Fahrstuhl zu fahren. Die wollte bloss die Rolltreppe hoch... Aber nein, die alte Frau schwafelte pausenlos auf sie ein, das ginge doch nicht, nein nein, sie muesse den Fahrstuhl nehmen, und packte dann ihren Kinderwagen samt Kind und schob ihn in Richtung Fahrstuhl. Die Mutter protestierte und wollte zurueck zur Rolltreppe und so zankten sie dann da herum... Irgendwie ist unsere Gesellschaft oft derart absurd! Und oben, im Center, begegneten mir dann auch wieder hordenweise Asis... Wie ueblich in Gruppen umher ziehend, Menschen belaestigend, oder einfach randalierend... Gehen dann zu ca 6-10 Leuten in Laeden, werfen dort Sachen herum oder beschaedigen sie, klauen etwas, und bei der Menge an Leuten traut sich natuerlich keiner, etwas zu unternehmen. Gerade in Laeden, wo zwei Kassiererinnen allein da sitzen. Die haetten gegen 10 Maenner wohl auch kaum eine Chance. Obwohl es haeufig minderjaehrige (oder sehr knapp volljaehrige) Asis sind...

Gestarre... Und irgendwie ist es faszinierend, dass "Tussis" ueberall gleich zu sprechen scheinen... Derselbe Tonfall, dieselbe Aussprache, die selben Worte... Bsp das uebertrieben echauffierte: "Ach Gott!" oder "Oh Gott, ey!" bei den juengeren ;) Und ueberall die Jugendlichen, die glauben, es sei eine unglaubliche Not, wenn sie mal einen Abend nicht auf eine Party duerften... Als wuerden sie davon sterben. Einige Leute sollten mal darueber nachdenken, was Not bedeutet, bevor sie sich ueberall fuer ach wie notleidend bezeichnet, wo es ihnen doch eigentlich gesundheitlich, sozial, etc, gut geht... Aber das muss natuerlich jeder selbst wissen. Mancher Mensch wird meine Probleme nicht verstehen koennen, wie ich manchmal auch die von anderen nicht nachvollziehen kann. Zuhause beschaeftigte ich mich... Ich hatte schon eine ueble Ahnung wegen des Amts... Der Himmel sah unglaublich aus, alle Farben strahlten in der Daemmerung: blau, gruen, rot, gelb, pink, orange... Alle Nuancen. Ich habe Fotos gemacht. Und kurz nach 16 Uhr setzte sie innere Leere wieder ein :( Heute konnte ich sie aber mildern. Wobei ich wohl aktuell auch etwas "gelaehmt" bin. Irgendwie bin ich nicht muede und empfinde auch so nicht viel... Ich WEISS, was ich fuehle, aber es hat nicht die sonstigen physischen Folgen. Naja, vielleicht laesst sich so der Unterricht morgen besser ertragen...

Spaeter bekam ich extreme Kopfschmerzen. Stundenlang. Unangenehm. Im Bus wieder ruecksichtslose psychisch "Blinde"... Und der Fahrer war auch unfaehig. In S. wollte er behaupten, das sei die Endstation, dabei war das nicht einmal die HALBE Strecke... Dann stieg er auch noch aus und ging auf dem Haltestellenschild nachsehen... Dabei standen die Tueren weit offen und die Kaelte flog hinein... Der Mond war grell weiss, die Sterne auch - unglaublich. Der Himmel so tiefschwarz, wie lange nicht mehr. Viele Sternbilder, so deutlich zu erkennen... Schoen. Aber anders, als noch gestern, als sich um den Mond gleich zwei "Regenboegen" bildeten... Schade, dass ich meine Kamera nicht bei mir hatte. Damals sah man keinen einzigen Stern, der Himmel war dunstig und rot... Dann kam ich "zuhause" an... Das gesamte Treppenhaus, auch die Flure und die Wohnung zT, stinkt extrem nach Farbe. Irgendwer muss irgendwo etwas gestrichen haben. In meinem Zimmer stand das Fenster wieder offen. Mir ist kalt geworden. Herr "Vater" plerrt und schreit wieder herum. Muede bin ich nicht, schlafen muss ich aber, wegen morgen. Dabei wuerde ich gern so viel schreiben, vielleicht fuehlte ich mich dann besser. Und ueberall nur Gewalt... Allein das deprimiert mich schon.

cn P

28.11.2007 um 01:41 Uhr

Das Ende nach 5 Jahren?

Tja, wo fange ich an? Vielleicht mit dem "Harmlosesten"... Dass ER heute beim Arbeitsamt gleich gefragt hat, ob sie als Amt Zeugniskopien beglaubigen koennten, und sie meinten, das ginge nicht, und ihn dann zum Amtsgericht nebenan schickten. Da fragte er auch, und die schickten ihn weiter zum Finanzamt. Die meinten auch wieder, sie seien dazu nicht berechtigt (dabei kann das JEDE staatliche Institution, ich habe meine damals bei meiner frueheren Schule bekommen, obwohl ich da mein Abitur schon hatte, also kein Schueler mehr dort war). So ist er dann erst einmal ohne gegangen. Die muss er aber dringend mal machen lassen (Bloss wo?), wegen der Bewerbungsschreiben...

Weiterer Punkt: Fahrt- und Portokosten werden erstattet, aber natuerlich erst im Nachhinein und nur, wenn man einen schriftlichen Antrag stellt und Beweise wie abgestempelte Fahrscheine beilegt. Eine unnoetige Arbeit (wo wieder Porto anfaellt)... Ausserdem kann man Geld, das man nicht hat, nicht ausgeben, da nuetzt es einem auch nichts, wenn man es danach, nach Monaten, irgendwann wieder zurueck ueberwiesen bekommt... Des Weitrn gab es heute uebrigens wieder Probleme mit dem Bahnverkehr. Wenigstens ist ER trotzdem zum Amt gekommen, sogar puenktlich. Nun muss er staendig dort hin.

Und da faengts schon an mit den Auflagen: so bekommt er regelmaessig Anrufe und Briefe (angeblich...), mit Adressen, bei denen er sich bewerben soll, und dass er sich dort beworben hat, soll er dann beweisen. Wie auch immer. Scheinbar rufen sie stichprobenartig bei den Betrieben an, um zu fragen, ob Herr XY ihnen eine Bewerbung geschickt haette. Mich wuerde es als Betreiber einer Firma nerven. Bis zum naechsten Termin, 11.12., muss ER schon zwei Bewerbungen mindestens durchfuehren. Telefonisch ist noch erlaubt... Hat er heute schon gemacht, beide bei Betrieben, wo er bislang in der Ausbildung Arbeiten gemacht hat, und natuerlich hat er nur Absagen bekommen. War ja klar - eigentlich war es auch fast beabsichtigt so. Das eine war sogar der Betrieb, wo er monatelang gemobbt wurde, dass die nicht annehmen, weil sie nicht wieder Post vom Anwalt bekommen wollen, war schon klar. Es geht nur darum, die zwei Pflichtbewerbungen hinter sich zu haben - ich erwaehnte schon: ER hat aktuell Pruefungen, und da so viel um die Ohren, dass er nun wirklich Wichtigeres zutun hat, als irgendwelche dummen Bewerbungen zu schreiben, die sowieso abgelehnt werden. Die Pruefung wird schwer und lernen muss er auch noch.

Und da geht es weiter: dieser tolle Ausbildungsberuf, den ER gelernt hat, wird nirgends benoetigt. Hier in der gesamten Region nicht. Die einzigen Ausschreibungen, die dem Amt vorlagen, waren in Hamburg und in Sueddeutschland: Muenchen, Stuttgart. Das heisst, alle Azubis, die nun ihren Abschluss machen, die ganzen Leute aus SEINEM Kurs, werden alle arbeitslos sein - mal abgesehen von zwei, die bei den bisherigen Betrieben unterkommen, aber das sind "seltsamerweise" alles Leute, die da mit Verwandtschaft drin haengen... Vetternwirtschaft eben.

Nun kommt das naechste Problem: Das Amt hat schon deutlich gemacht, dass ER bundesweite Angebote annehmen muss. Als Folge: Stundenlanges Pendeln jeden Tag, zwei Wohnungen (eine in B., eine am Arbeitsplatz - was natuerlich erhebliche Mehrkosten sind), oder Umzug. Das ist legitim. Als oertlich gebunden gilt naemlich nur ein verheirateter Mensch. Und WIR sind es bekanntlich nicht und werden es auch laenger nicht sein. Und daher... muss ER umziehen. Sonst gibt es kein ALG2. Und das muessen wir beantragen, da bei ALG1 wieder die Regelungen geaendert wurden... Es gibt bei ausgelernten Berufen nicht mehr 50% des spaeteren Lohns, sondern nur noch 50% des letzten erhaltenen Entgelds... Von ca 250 Euro koennen wir nicht leben, das reicht nicht einmal fuer die Wohnung. Tja, und da beginnen die Sorgen...

Waer es bloss ein Umzug innerhalb B.s, waer das schon schlimm genug. Ich will nicht ins Ghetto. Ich will nicht in ein Abrisshaus. Und billiger als unsere aktuelle Wohnung, die aber immernoch zu teuer sein soll, sind nur wegen schrottreife Altbauwohnungen hier in B.... Da wuerden auch keine Anti-Pollen-Gitter in die Fenster passen. Richtig heizen kann man in manchen auch nicht. Verhaeltnisse, wie direkt nach dem zweiten Weltkrieg. Das kann man erst glauben, wenn mans gesehen hat, und ich habe es gesehen.

Und wenn ER nun ganz in eine andere Stadt ziehen muesste... Mal abgesehen davon, dass es hirnlos ist, jeden Monat an eine andere Ecke Deutschlands zu ziehen, das aber bei bestimmten Berufen, die man nach einem "Probe"monat (als Billigarbeitskraft) wieder verliert, vorkommt - wenn er denn nun, zum Beispiel, nach Hamburg oder nach Muenchen zoege, um dort zu arbeiten: dann bliebe er ja laenger dort. Jahre. Und ich muss hier in B. studieren, komme also auch nicht weg. Wann wuerden wir uns noch sehen? Gerade, wenn er dann so wenig verdient, dass er nicht einmal den Zug hierher leisten kann. Und dann wieder Hotelkosten... Das geht einfach nicht. Wir wuerden uns kaum mehr sehen koennen und der Gedanke macht mich schon krank. Ich habe nicht umsonst ueber 2 Jahre an einer Fernbeziehung gelitten... Ich war danach so froh, dass wir zusammen wohnten, ich habe gedacht, es waer endlich vorbei, und trennen koennte uns niemand mehr. Denkste - das Amt kann es.

Mal abgesehen davon... Wenn ER die Wohnung hier aufgeben muss... Was ist mit den Pflanzen und vor Allem mit meinen Sachen? Das kann man alles unmoeglich umziehen. Und hierher in die Wohnung nehmen kann ichs wegen meines Vaters erst recht nicht. Richtige Sorgen mache ich mir auch um meine Haustiere. Viele ignorante Menschen denken "es sind doch nur Fische". Es gibt ja auch solche, die werfen skrupellos lebende Tiere in den Muell oder lassen sie ersticken, weil sie denken, "ist ja nur ein Fisch". Bei Hund oder Katze wuerden sie vielleicht anders denken... Aber fuer mich sind es alles Lebewesen und wer sich genauer damit befasst, dem wachsen auch Fische sehr ans Herz. Die kann man nur ueber hunderte von Kilometern umziehen! Sie wuerden den Transport nicht ueberleben, gerade jetzt, im Winter. Sollen wir sie alle toeten? Weil ER umziehen muss, weil irgendein beschissener Idiot vom Amt es vorschreibt? Seine Haustiere aufgeben, umbringen (verkaufen kann man alle so schnell sicher nicht, ausserdem wuerde ich es auch nicht unbedingt wollen, weil man nie weiss, wie asozial der Mensch ist, der sie danach pflegen soll)? Ich glaub, ich muss kotzen.

Mal abgesehen davon: wenn ER hier keine Wohnung mehr hat... dann habe ich auch keine mehr. Ich muss dann wieder die gesamte Zeit bei meinem "Vater" bleiben. Ich habe kaum mehr Internet-Zugang, ausser irgendwann nachts. Ich habe keinen Zugang mehr zu Scanner, Drucker (-> Studium kann ich dann gleich hinwerfen), Bilder hochladen koennte ich auch nicht mehr. Wir wissen ja, dass Herr "Vater" einen Kontrollwahn hat, und so koennte ich hier nie auf dem PC irgendwie private Daten haben, er wuerde sie durchsehen, darueber herziehen, oder sie einfach gegen meinen Willen loeschen, wenn ich nicht da bin. Kuenstlerisch waer dann auch mein Ende gekommen, zumindest, was Fotografie betrifft und das Praesentieren von Kunst. Herumsitzen und auf Papier zeichnen ginge natuerlich immer, aber irgendwie wuerde ich mich schon eingeschraenkt fuehlen. Und dann wieder die Schikane... hier, zwischen Staub und Insekten, keine Gitter in den Fenstern, ueberall Spinnen und Motten, medizinisch ginge es mir auch wieder schlechter... Kein Raum, irgendetwas zu tun, was ich hier nicht duerfte... Wenn ich bisher nicht taeglich zu IHM in die Wohnung gekonnt haette, sondern mir taeglich dauerhaft das Gelaber meines "Vater"s haette anhoeren muessen - ich haette mich laengst umgebracht.

Tja, natuerlich bleibt mir nichts, als das, was geschehen wird, irgendwie zu verkraften. Es macht mich krank, ich mache mir Sorgen. Die "Eltern" koennen und wollen nicht helfen. Und das Amt macht alles schwerer. Uebrigens sollen sie sich heute beschwert haben, dass ER noch kein Abschlusszeugnis bei sich hatte, dabei gibt es das erst im Februar - was ER auch mehrfach gesagt und geschrieben hatte. Und bis zum 11.12. solle er auch bescheid sagen, ob er den Studienplatz hier in B. bekommen hat - guter Witz! Die Bewerbungsfrist dort geht bis Februar und vorher erfaehrt doch kein Mensch, ob er genommen wurde, oder nicht. Umschulungen zahlt das Amt uebrigens auch nicht, Studienhilfe gibts nicht... Ich denke, wir sollten versuchen, einen privaten Kredit zu nehmen und dann zu versuchen, einen Studienplatz zu bekommen... Schulden hin oder her, vielleicht hat man danach ja einen Job in der Naehe und kann sie abbezahlen... Sonst erscheint es mir, sind wir hier schon am Ende, hier und jetzt.

Da faellt mir ein (ich habe sicherlich einiges vergessen, aber irgendwie kann ich meine Gedanken kaum ordnen): ER sollte ja bekanntlich eine Studienberatung vom Amt erhalten... Wegen des Termins haben sie schon mehrfach einen Brief senden wollen, taten sie aber nie. Naturlich hat ER heute nachgefragt... Stellte sich heraus, die fuer IHN zustaendige Stelle ist gar nicht dort, sondern ueber 40km entfernt in einer anderen Stadt!!! Da faehrt man auch wieder 2,5 Stunden mit der Bahn und dann noch mit dem Bus... Da muss man sich erst einmal zurecht finden... Irgendwie glaube ich, ist das auch sinnlos. Wieso diese Stelle? Naja, ER habe sein Abitur ja nicht hier gemacht, sondern in einem anderen Bundesland, und da muesse dann eine andere Stelle her, die darauf spezialisiert sei... So ein Scheiss.

Generell sehe ich schwarz. ER finde es uebrigens auch aeusserst schlimm. Vielleicht schlimmer, als ich. Ich mache mir auch um ihn sorgen, da ich weiss, wie sensibel er ist. Dann allein, in einer fremden Stadt, keine Kontakte, keine Ortskenntnis, fuer irgendeinen beschissenen Beruf, womoeglich in einer vollkommen anderen Branche und auch nichts, was man gerne machen moechte... Unser "Sozial"system zerstoert soziale Bindungen! Ich bin nicht nur traurig, sondern auch enorm wuetend, wenn ich daran denke. Wegziehen... Menschen trennen... Nur, weil sie nicht VERHEIRATET sind... Als wenn eine Bindung nur etwas wert waere, wenn man verheiratet ist... Natuerlich - so sehr, wie wir uns lieben, wuerde uns eine raeumliche Trennung immernoch nicht seelisch trennen... Wir wuerden es wohl irgendwie ueberleben, aber ich glaube schon, es wuerde mich krank machen und unsere Leben erschweren. Aber wenn ich das zu laut sage, wuerde mir irgendeiner sicher wieder einreden, ich sei krank: denn in meinem Alter sei man doch noch ungebunden und koenne sich halt jemand anderen suchen. Und wenn man das nicht moechte, sei man gestoert. Habe Verlustangst. ICH SEHE ES EINFACH NICHT EIN, WIESO ICH MICH VON EINER GELIEBTEN PERSON TRENNEN SOLL, NUR WEIL IRGENDEIN AMT DAS SO VERLANGT!!! Da beschweren sie sich schon, dass es immer weniger Paare und Familien gibt und immer mehr Singles, und dann tragen sie selbst noch dazu bei... WIR lieben uns wirklich sehr. Alles waere bestens. Eine Trennung waere das letzte, was wir woellten.

Seelisch herrscht bei mir nun ein Wirrwarr an verschiedenen Stroemungen... Zwischen ueber-enthusiastischem "Das schaffen wir schon, und wenn wir Jahre getrennt sind" ueber "irgendwie muss man aus dem System ausbrechen" bis hin zu "leben wir noch die letzten Wochen so schoen wie moeglich, und dann beenden wir es". Eine Abschiedsstimmung hat sich breit gemacht, auf welche Art auch immer. Ob es eine physische Trennung ist, ein Abschied von unserer Gesellschaft und die Flucht auf ganz absurde Wege, oder ein Abschied aus dieser Welt... Ich weiss nicht. Nicht, wieviel Zeit wir noch haben, was noch passieren wird, wie wir uns entscheiden. Ein Kampf bis zum traurigen Ende, oder lieber einige letzte Wochen Glueck, und danach Resignation? Falls wieder die "such dir einen anderen"-Masche kommt: ich moechte nicht. Es ist nicht so, dass ich ohne IHN nicht zur Not koennte. Aber ich WILL nicht. Ich habe vorher nicht leben wollen, ich habe es nur IHM zuliebe weiter getan, nachdem wir uns kennen gelernt hatten. Sollten wir wieder getrennt werden, nun endgueltig, sollte es IHN nicht mehr geben - sehe ich keinen Grund, meinen alten Kurs wieder zu verfolgen, und das zu tun, was ich damals "eigentlich" tun wollte: Abschied nehmen. Was sollte mich hier halten.

cn P

27.11.2007 um 02:01 Uhr

26.11.07

"And the wind blows through my heart
 Shivers me one last time
 As I now reach out in the dark
 No one there...

 Why did it have to be so hard
 For us to live our lives?
 Again I reach out in the dark
 In despair"

~*~

Um 10 Uhr stellte ich mich wieder den alltaeglichen Tuecken - Geschrei, dummen Unterstellungen, ekligem Essen, Allergiesymptomen. Irgendwie schmerzte mein gesamter Koerper. Es waere schoen, nach Wochen endlich wieder wenigstens einen einzigen Tag gesund zu sein. Stattdessen fresse ich jeden Tag Tabletten - seit letzten Februar die gegen meine Allergien (die werde ich wohl mein restliches Leben lang nehme muessen), aktuell manchmal auch welche gegen die Erkaeltungsbeschwerden, weil ich einfach, wenn ich gleichzeitig allergisch reagiere und erkaeltet bin, keine Luft mehr bekomme... Bei zu schlimmen Magenbeschwerden muss auch mal eine Schmerztablette her, dann versuche ich aber, wenn moeglich, fuer den Tag die anderen Tabletten auszulassen. Einfach mal zuhause bleiben und alle Krankheiten, soweit wie moeglich, auskurieren, geht ja in diesem bloeden Studium nach den neuen Regelungen nicht mehr. Wobei ich mich sowieso frage, wieso ich weiter mache, ich werde doch sicher eh wieder krank und dann falle ich sowieso durch... Im Radio wurde gerade von "Buechern mit Qualitaet" gesprochen, was mein "Vater" aus irgendwelchen Gruenden sehr lustig fand, auf jeden Fall hoerte er mit dem bloeden Gelaechter gar nicht mehr auf.

Und ihr erinnert euch sicher noch daran, dass er am SA meinte, mein Mantel sei doch noch tragbar, obwohl an allen Seiten etwas abfaellt... Ich war heute Morgen gerade dabei, ein Sweatshirt aus dem Schrank zu holen, dann glotzt er mich ploetzlich an und sagt: "Da is ja ne Naht offen. Den musste wegschmeissen." Wie bitte?! Das war eine vollkommen ueberfluessige Ziernaht, die koennte auch komplett auftrennen, das wuerde das Kleidungsstueck nicht wirklich beschaedigen! Und das soll untragbar sein, aber einen neuen Mantel bekomme ich nicht. Das versteh mal jemand... Irgendwie macht mich das wirklich aergerlich. Wenn er schon Kindergeld kassiert, soll ich gefaelligst auch was davon haben, und nicht in Lumpen herumlaufen, bei 10 Grad (mehr haben wir aktuell wieder nicht) im Wohnzimmer sitzen, und nur die billigsten Nahrungsmittel aufgetischt bekommen, egal, ob ich sie vertrage, oder nicht. Ich hatte Muskelschmerzen, noch immer, musste mich dann aber langsam auf den Weg machen. Falls einige sich wundern, wieso ich heute so spaet war: ich hatte am vorigen Abend einfach behauptet, der Kurs am Morgen sei ausgefallen. So konnte ich ausschlafen. Hingegangen waere ich so oder so nicht.

Ich musste zurueck an meine Schulzeit, oder genauer: die Zeit am Gymnasium, denken. Dass angeblich "gebildete" Menschen graessliche Vorurteile haben koennen. Damals, als ich in der 7. Klasse dort begann, waren wir 33 Schueler in der Klasse: davon hoechstens 15 Deutsche, ich glaube eher, nur 12. Wobei von diesen wieder nur 5 "richtige" Deutsche waren, der Rest bestand aus in Deutschland geborenen Auslaendern mit deutscher Staatsbuergerschaft und aus Menschen, die zumindest ein auslaendisches Elternteil haben - dazu zaehle ich auch mich. Also, wie gesagt, wir hatten von 33 Schuelern nur 5, die in einer komplett deutschen Familie, ohne Auslaender, aufgewachsen sind. Die anderen hatten alle moeglichen Wurzeln - Tuerkei, Griechenland, Italien, Polen, Russland, alle moeglichen frueheren Sowjet-Staaten wie Ukraine oder Moldau, Aegypten, Mexiko, usw. Eine grosse Mischung an Nationen und Kulturen. Sicher gab es manchmal Gezanke, es kam auch vor, dass Menschen untereinander in ihrer Muttersprache ueber Leute, die diese Sprache nicht verstanden, laesterten. Bis das dann waehrend der Schulzeit verboten wurde, solange jemand dabei war, der die Sprache eben nicht sprach (ausserhalb der Schule und allein untereinander war das natuerlich kein Problem). Fand ich eigentlich gut so, auch, wenn einige Menschen aus Prinzip meinten, man wuerde ihnen ihre Kultur verbieten. Aber ich schrieb ja schon einmal: Ruecksichtnahme auf andere Menschen muss sein.

Bei der Anmeldung an der Schule musste man die Nationalitaet beider Elternteile und die Religion angeben. Das war mir damals schon sehr suspekt. Sie behaupteten, die Nationalitaet der Eltern sei nur fuer eine anonyme Statistik, und die Religion wichtig wegen des Religionsunterrichts. Letzteres fand ich auch logisch. Und so steckten dann ploetzlich zu Beginn des Jahres alle Auslaender in einer Klasse, mit mir. Die anderen 4 Klassen des Jahrgangs waren komplett deutsch. Wir entwickelten uns mit der Zeit jedoch auch nicht anders als sie, kamen gut miteinander zurecht und waren in den Leistungen nicht schlechter, als andere Klassen. (Dabei kennt man ja die Vorurteile, dass Klassen mit vielen Auslaendern nicht weit kommen wuerden). Wieso ich das schreibe? Erst Jahre spaeter, mittlerweile gingen wir aufs Abitur zu, wurde durch ein Versehen bekannt, dass unsere Sortierung in der Klasse ein Experiment sein wollte! Und eines, das fehlgeschlagen sei: Denn sie wollten uns dazu instrumentalisieren, zu zeigen, dass Auslaendermengen die Leistung verschlechtern wuerden, um damit zu protestieren, dass so viele Auslaender an den Schulen in B. seien. Ich fand das unglaublich. Selbst, wenn sie ihr Ziel erreicht haetten - sie nahmen dafuer selbstverstaendlich in Kauf, dass die wenigen deutschen Schueler unter Umstaenden schlechtere Chancen gehabt haetten, indem man sie in die Experimentierklasse geworfen hat.

Mal abgesehen davon, dass ich diese ganze Aktion wirklich ekelhaft finde (Menschenexperiment...), und dass ich auch dieses rassistische Denken absolut verurteile - ich weiss nicht, wieso Auslaender, die schon eine Gymnasial-Empfehlung erhalten haben (die bekommt man ja auch nicht geschenkt), schlechter sein sollten, als deutsche Schueler mit derselben Leistung. Es ist manchmal schon unglaublich, was so an einigen Schulen geschieht... Erinner mich noch an eine Aktion, bei der einige auslaendische Schueler von einer rassistischen Lehrerin mies gemacht werden wollten. Sie wollte sie beim Direktor anzeigen und hat dann versucht, deutsche Schueler zu bestechen, damit sie fuer sie beim Direktor aussagen... Eine deutsche Freundin hats mir erzaehlt und ich habe dann zufaellig auch eines der Gespraeche mitbekommen... Ungeheuerlich. Ehrlich gesagt nehme ich es dieser Lehrerin noch heute uebel, aber wenigstens ist sie mittlerweile in Pension und kann solchen Wahnsinn nicht mehr ausloesen...

Draussen nur Deppen. Viele Autofahrer waren wohl auch gerade nicht da, als Gott Hirn verteilte ;) In R. wollte ich paar bestimmte Postkarten fuers Postcrossing besorgen, aber der Laden hatte umgeraeumt und hat nun nur noch Weihnachtskarten im Verkauf :/ Ich versuche es morgen nochmals woanders... Und so ging ich, mit Lungenschmerzen von der Kaelte, weiter zur Bushaltestelle. Am Nachmittag beschaeftigte ich mich eine Weile kuenstlerisch, aber je spaeter es wurde, desto schlechter wurde meine Stimmung. Ich bekam enorme Schwankungen, es beunruhigt mich, da es eigentlich "untypisch" ist - ich weiss, ich habe Phasen, in denen es geschieht, sehr regelmaessige Phasen, aber aktuell duerfte keine sein... Ich sass dann nur noch im Dunkeln und starrte vor mich hin. Zuerst durchstroemten mich unglaublich viele Gedanken, ich fuehlte mich irreal, als wuerde ich in einem Strudel aus Stimmungen schweben... treiben. Irgendwie war alles verschwommen, absolut seltsam.

Aber irgendwann war dann alles weg. In mir herrschte unglaubliche, seelische Leere. Ich kaempfte dagegen an, aber irgendwie regte sich nichts. Ein im gesamten Koerper vorhandenes Gefuehl: dass NICHTS vorhanden ist. Ich kann es kaum beschreiben und ich weiss auch nicht, ob sich das jemand einfach so vorstellen kann - aber es war eine gleichzeitig physische, seelische, psychische Leere... Nichts. Gar nichts war mehr da. Ausser diese Leere, diese Kaelte, Schwaerze, die mich immer depressiver machte, weil eben nichts mehr in mir war. Und schlimm fand ich gerade, dass ich nicht wusste, woher es so ploetzlich kam, und vor Allem fuehlte es sich an, als wuerde es NIE mehr enden. Natuerlich macht das Angst, wenn ich an die naechsten Tage und Wochen denke. Obwohl es absolut irrational ist. Ich wusste es auch, mein Geist wusste es, aber die Seele, die beachtete das Wissen nicht. Auch, als ER abends wieder da war (uebrigens erst gegen 19 Uhr, weil der Arzt - ein seniler, alter Mann - ihn gut 1,5 Stunden mit seiner Familiengeschichte zugeschwafelt hatte), aenderte sich kaum etwas. SEINE Schuld ist es 100%ig nicht, er hat sein Bestes getan, und ich weiss es auch zu schaetzen, aber wenn ich mich komplett leer fuehle, kann wirklich NIEMAND etwas dagegen tun. Da muss ich warten, und hoffen, es verschwindet bald.

Es war wirklich so, dass ich tun konnte, was ich wollte. Ich versuchte, mich abzulenken, und tat Dinge, die mir sonst Freude machen - ich habe nichts mehr gespuert. Alles war mir egal. Nur Kopfschmerzen habe ich dann doch bekommen. Und der Tag war schnell um... Abends nervten mich wieder einige Menschen im Bus. Langsam klingt die Leere ab - ich hoffe, morgen ist sie weg. Und irgendwie werde ich den Tag schon ueberstehen... Hier, "zuhause" angekommen, geschah dann auch wieder etwas Unglaubliches. Mein "Vater" echauffierte sich darueber, dass Blutrache bestraft wuerde und findet es wohl ganz normal, dass man, wenn jemand versehendlich einen Angehoerigen von einem toetet (wirklich in einem UNFALL), diesen oder einen dessen Angehoerigen auch einfach ermorden solle. Und er behauptete, dass einer fuer Totschlag eine Bewaehrungsstrafe bekommen haette - kann das sein? Ich dachte, wenn man jemanden toetet, gibts keine Bewaehrung? Ich konnte das irgendwie nicht glauben und sagte das auch. Darauf mein "Vater":

"Bei Totschlag is doch nix dabei, wenn ein Boxer dem anderen an die Omme haut und der steht dann nich mehr auf (als wenn das mit absichtlicher Toetung vergleichbar waere!), was is dann? Totschlag is doch nix, das kommt gleich nach Koerperverletzung (waer mir auch neu - ich glaube, da kaeme erstmal "schwere Koerperverletzung" und dann "Koerperverletzung mit Todesfolge"). Ich weiss nich, was du wieder denkst, aber das is doch nix Schlimmes." - Wenn ich soetwas hoere, wuerde ich meinem "Vater" gerne zeigen, dass Totschlag "doch nix Schlimmes" sei, und zwar am Besten am eignen Leib! Wirklich, wenn ich so viel Bloedsinn hoere, da koennte ich glatt aggressiv werden... Ich kanns einfach nicht glauben, wie man so viel Mist schwafeln kann... Naja, abwarten, er ist bald 70, irgendwann stirbt er von allein und dann ist auch Ruhe *re* Ich weiss, das klingt sicher grausam, aber ich denke, er wird sich bis zu seinem Tod nicht aendern, er wird nicht mit mir reden und nicht zuhoeren, da kann ich nichts weiter, als warten, und dann nach seinem Tod das Beste aus meinem Leben machen... So lange muss ich abwarten. Wie lange auch immer. Ich habe uebrigens seit dem Gerede vorhin wieder Kopfschmerzen.

Zum Thema "Dinge fuer die Liebe aufgeben" noch ;) : Wenn man so moechte, ist das ja auch nichts Neues bei UNS - und ich finde es, wenn es sicher auch krass erscheint, vollkommen okay, denn WIR taten es gern... ER hat praktisch seine Familie aufgegeben (weil die mich nicht akzeptierten, ER hat sich fuer mich entschieden), seine "Freunde", seinen Wohnort, den moeglichen Beruf (er haette dort eine Ausbildung mit spaeterer Anstellung sicher gehabt)... Ist nach B. gezogen, weil ich hier noch festhing, mitten in der Oberstufe. Ich konnte nicht weg, so kurz vorm Abitur, deswegen musste ER zu mir, und so hat er dort alles aufgegeben und ist dann zu mir nach B. gezogen... Aber auch ich habe einige Dinge hingeworfen: Mich mit meiner Sippe noch mehr zerstritten (wobei ich das wohl auch so getan haette), Unabhaengigkeit (im Sinn von Bindungslosigkeit und grenzenloser Mobilitaet) habe ich auch verloren... Aber das ist kein Zwang, sondern ich bin selbst "Schuld": Auch, wenn ich als Single durch die Welt haette ziehen koennen, ohne auf irgendwen Ruecksicht zu nehmen, ohne Bindungen zu haben - nun in der Beziehung gefaellts mir eindeutig besser, auch, wenn ich ortsgebunden bin - bzw KOENNTE ich ja trotzdem reisen, aber ich WILL es NICHT, weil ich nicht wieder weg von IHM will... Nach der langen Fernbeziehung bitte nicht schon wieder.

Und eine Menge Geld ist mir durch die Beziehung auch "verloren" gegangen. Der Mietanteil, die Reisekosten, was weiss ich, ich zahle eine Menge, brauche eigentlich jeden Monat alles auf... Haette ich dieses Leben nicht und dennoch dieses Geld bekommen, ich haette schon einige tausend auf dem Konto... So habe ich nichts, aber irgendwie mussten WIR ja zusammenlegen, um die Miete zahlen zu koennen. Wollten wir ja auch gemeinsam, das war immer klar. Aber letztendlich, wenn man Verluste und Gewinne aufwiegen wuerde - habe ich doch sehr viel mehr gewonnen, als verloren. Denn haette ich IHN nicht kennen gelernt, ich waere wohl nicht mehr am Leben. Damals war mir die Welt zuwider und ich sah keinen Sinn im Leben. Als ich IHN hatte, hielt er mich auf dieser Welt - als letztes - vielleicht ist es heute nicht anders. Denn ich habe ja immernoch so meine Probleme mit unserer Gesellschaft und mit einigen Einzelpersonen. Aber fuer IHN bleibe ich noch eine Weile lebendig. Ob das gut so ist... Ich denke, schon. Denn im Gegensatz zu vorher, als ich komplett allein war, habe ich aktuell ja noch den einen oder anderen schoenen Moment. Wenn ich nicht mehr gelebt haette, haette ichs nie erlebt und koennte es auch nicht vermissen - das ist natuerlich klar. Aber ich glaube, es macht schon alles irgendwie Sinn, wie es eben geschehen ist. Darum sollte ich froh ueber UNSERE Begegnung sein, es ist definitiv ein Gewinn ;) Gute Nacht.

cn P

27.11.2007 um 00:55 Uhr

Gedanken, 26.11.07 morgens

Meine sensorischen Hypersensibilitaeten kennen wir ja: wenn ich einen doeneressenden Mitmenschen 200 Meter gegen den Wind rieche, wenn ich von der Wohnung aus deutlich hoere, was die spielenden Kinder unten auf der Wiese bequatschen... Und dann die Faehigkeit, mitten im Dunkeln sehen zu koennen, wo sonst kein anderer Mensch, den ich je gesprochen habe, noch etwas erkennen konnte (fuer mich sieht die Welt dann aus, wie tagsueber, bloss dunkler, etwas verschwommen und schwarz-weiss). Meine Halluzinationen, die immer dann auftreten, wenn ich uebermuedet bin, sind auch nichts Neues: meistens Lichtblitze, oft Gerueche (Nahrungsmittel, Spuelmittel, Blumen - ganz ploetzlich, mitten im abgeschlossenen Raum, mitten in der Nacht - sie konnten gar nicht real sein), aber die Stimmen waren neulich doch etwas ganz Anderes. Aber psychisch-neuronal ist bei mir im Moment sowieso einiges an Merkwuerdigkeiten im Gange. Ganz anders jedoch verhaelt es sich dann wieder mit dem, was ich als "Phantomberuehrungen" beschreibe: ich bemerke eine Beruehrung, die ich vorher intensiv wahr genommen habe, noch Tage spaeter, ganz ploetzlich wieder. Im Wachzustand. Als wuerde ich wieder beruehrt werden, nur ist niemand da.

Besonders oft geschah es frueher, als WIR noch getrennt wohnten: nach einem langen Wochenende mit IHM, sass ich Sonntagabend wieder allein in meinem Zimmer. Eigentlich fuehle ich mich unglaublich schlecht, denn bis zum Wiedersehen muss ich noch 3 oder 4 Wochen warten, nur, fuer ein weiteres Wochenende (wobei das auch nur Samstag, 10 Uhr, bis Sonntag, 18 Uhr, war). Und ganz ploetzlich spuere ich Beruehrungen im Nacken, am Ruecken, an den Armen, und ich weiss genau, es war, wie, als ER mir am vorigen Abend den Ruecken massierte. Haargenau so. Es ist, als sei ER noch hier, aber er war ueber 500km entfernt... Wieso auch immer, das Gefuehl war wieder hier, vollkommen real... Ich schiebe es mal auf irgendwelche sensorischen Anpassungsschwierigkeiten. Aber ich weiss nicht - hat soetwas von euch schon einmal jemand erlebt? Ich hatte das frueher oefters, habe aber nie gehoert, dass jemand anderes es schon erlebt haette. Nun wuerde es mich interessieren - ist das gelaeufig, oder habe ich da wieder eine Anomalie am Koerper? ;) Betroffene bitte melden.

Zwischen 2:30 und 4:30 habe ich wieder geschrieben, hatte noch so einige Ideen, war aber zu muede, um weiter zu arbeiten. Nebenbei hatte ich noch Musik gehoert... Mal wieder Teraesbetoni. Und wenn ich mir vor Augen fuehre, wie weit ihr Saenger gekommen ist - und dass ich ihn persoenlich kenne - er hat mehrere Platinalben, und wir stehen ganz "normal" in Kontakt, er ist kein bisschen abgehoben, sondern noch ganz Mensch geblieben, trotz Erfolg. Neulich schrieb mir Tiia wieder, sie habe ihn privat auf einem Festival gesehen, den Musikern einer befreundeten Band Mineralwasserflaschen hinter die Buehne tragend *g* Das ist auch so eine Sache - viele Musiker leben ein Klischee und wahren dies streng, die, die ich persoenlich kenne, jedoch, geben sich ganz natuerlich. Da ist es das vollkommen "untrue" rosane Polohemd und die hellblaue Jeans, oder dann trinkt man halt Wasser, obwohl - das weiss doch jeder ;) - boese Rocker alle nur Bier trinken. Ich weiss nicht, ob es an der "Szene" liegt. Pop-Musiker neigen ja schon sehr zur "Abgehobenheit", aber Metler und Goth-Musiker kenne ich so einige... Viele haben Kontakt zu Fans und zu anderen Menschen - absolut am Boden geblieben. Und irgendwo in SEINER Sippschaft sind wohl auch welche dabei... Generell haben WIR relativ viel Kontakt in diese "Szene", obwohl ich zumindest mich eigentlich gar nicht so sehr bemuehe... Waere aber so eine Naehe zu "Stars" im Pop- oder Rap-Geschaeft denkbar?

Uebrigens auch zu beachten: ich stand/stehe seit einigen Jahren mit dem unter Gruftleuten sehr populaeren Kunstfotografen Gerald Axelrod in Kontakt - ganz normal. Welcher Kunstfotograf sonst, der halbwegs Erfolg hat, steht so einfach mit kleinen Maedchen in Kontakt? ;) Isolde Ohlbaum, ebenfalls kuenstlerische Fotografin, wuerde bsp nicht einmal ihre Emails selbst beantworten... Wobei ich ihre Arbeiten dennoch mag, das nur am Rande. Gestern Abend machte ich mir noch so einige Gedanken. Irgendwie erschlug mich eine wahre Empfindungsfuelle - schade nur, dass man dabei so viel "ueberfliegt", es scheint, man koenne es kaum zu genuege wuerdigen, denn schon ist es wieder weg... Ich kann uebrigens verstehen, wenn einige Menschen dieses Blog fuer Fiktion halten und mich fuer eine Kunstfigur (siehe da, nun rechtfertigt sich diese fiktive Person schon selbst! ;) ) - ich habe wirklich, wenn ich zurueck blicke, muss ich das selbst einsehen, unglaubliche Dinge in den letzten nicht einmal 21 Jahren erlebt. Angefangen mit dem Tropenfieber mit 2 Jahren, an dem ich fast gestorben waere, der Mutter, die mit 7 Jahren fortgelaufen ist, die verschollene Halbschwester, die zwei toten Geschwister, der schwere Unfall im September 2000 mit folgender Schizophrenie... Dann ab dem Alter von 16 Jahren eine heimliche Fernbeziehung, ab 18 eine "richtige" Beziehung... Und der ganze Schmarrn mit meinem "Vater". Dann die Hobbies - all die Kunst, der Gesang ueber mehrere Jahre als Solistin, und die Kaempfe mit dem Jugendamt... Ich denke, ich hatte bisher schon ein chaotisches Leben. (Frage mich uebrigens gerade, wo meine Mutter wohl ist - sie muesste ja laengst ausgewandert sein. Dass sie sich nicht meldet, kann ich ihr nicht uebel nehmen. Schliesslich haette ich mich ja auch bei ihr melden koennen, irgendwo habe ich ihre Telefonnummer sicher - wenn ich das Telefoniern nicht so hassen wuerde).

cn P

26.11.2007 um 01:51 Uhr

24. und 25.11.07

Um 2 schlafen gegangen, um 10 wieder aufgestanden. Getraeumt hatte ich auch wieder: naemlich, dass mein Lieblings-Fisch sterbenskrank gewesen sei und ich ihn aber nochmals aufpaeppeln konnte. Seltsamerweise schien es im Traum sogar so, als sei er schon tot gewesen, aber wiedererweckt worden, nachdem ich ihn einfach nicht aufgab. Dr. Freud, ihre Analyse bitte! ;) Apropos Fische, oder, genauer: Guppies - die Farben der naechsten Generation Maennchen werden immer deutlicher. Dieses Mal ist leider(?) kein gruener dabei. Ich erinnere daran: Die beiden Maennchen, die WIR uns urspruenglich gekauft hatten, waren ein schwarzes und eines mit dunkelgruenem Leopardenmuster. Das gruene hat sich fortgepflanzt, das schwarze scheint schwul zu sein - auf jeden Fall hat es sich nie um Weibchen gekuemmert, sondern balzt immer Maennchen an *g* So gab es nur Nachkommen vom gruenen. In der 1. Nachfolgegeneration hatten WIR zwei Weibchen (ein graues und ein hellblaues - das hellblaue ist neulich an Geburtskomplikationen gestorben :( ) und ein Maennchen (mein absoluter Liebling - gruen mit schwarzen Flecken und einer wirklich RIESIGEN "blonden" Rueckenflosse - so einen schoenen habe ich wirklich noch nie gesehen).

Mit den Fischen haben WIR weiter gezuechtet, bis wir sie schliesslich trennen mussten, weil wir fuer mehr Nachwuchs keinen Platz mehr hatten. Das Maennchen mit Leopardenmuster war mittlerweile verstorben, aber Weibchen koennen die Befruchtung ueber Monate herauszoegern - dh sie koennen, auch, wenn seit Monaten kein Maennchen mehr in Sichtweite war, weiterhin neue Jungfische gebaeren. Und das tun sie im Moment immernoch, aber ewig kanns ja auch nicht so gehen ;) Alle Nachkommen stammen also vom "Leoparden"-Maennchen und/oder von dessem Sohn. Die Mutter von diesem ist uebrigens auch schon laenger tot... Aus der zweiten Nachzuchtgeneration entstanden mehrere Weibchen und zwei blaue Maennchen. Bald danach kamen die naechsten zur Welt und wurden, sobald das Geschlecht erkennbar war, ins Maennchen-Becken gebracht: ein blauer mit Leopardenmuster und ein sehr heller, weiss-blauer. Insgesamt haben wir also aktuell 6 Maennchen. Weibchen sind es 3. Und dann noch etliche geschlechtlich noch nicht bestimmbare Jungtiere. Und obwohl sich die neuen 4 relativ aehnlich sehen - ich finde schon, man kann sie auseinander halten. Ob nun durch ein helleres Blau, einen schwarzen Fleck an der Wange, oder an einer herzfoermigen Schwanzflosse... Ich bin mal gespannt, wie sie sich weiter entwickeln, jetzt sehen sie schon sehr schoen aus. (Hab auch wieder etliche neue Fotos, aber ich glaube, die meisten Leser hier wuerden sie eher langweilen...)

Ich komme aus dem Schwafeln irgendwie gar nicht mehr heraus... Wurde SA-Morgen wieder angemotzt, hatte extreme Allergiebeschwerden, bekam wieder ein ekelhaftes Fruehstueck aufgetischt, und gestunken hats auch von draussen... Ich war erkaeltet und mein Magen machte Probleme - auch jetzt uebrigens noch. Und dann die dummen Sprueche meines "Vater"s... Von wegen das Jugendamt muesse sich gefaelligst besser darum kuemmern, wenn Kinder misshandelt werden und was gegen die Eltern unternehmen. Er scheint unglaublich dumm zu sein, und sich gar nicht bewusst zu sein, was fuer einen Scheiss er in seinem Leben gemacht hat, er waer naemlich auch einer, der sofort eingesperrt werden wuerde, wenn das Jugendamt denn haerter gegen Kindesmisshandlung vorginge... Aber nein! Er meint ja auch, nur Alkoholiker wuerden ihre Kinder misshandeln, Nicht-Alkoholiker haben wohl Narrenfreiheit... Sofern sie Pruegel und nicht-physische Misshandlungen mit der daemlichen Ausrede von "Erziehung" schoenreden koennen, dabei ist und bleibt es nichts anderes als Misshandlung, egal, wie sehr sich ein Kind angeblich "daneben benommen" hat. Allein schon dieses ewige aggressive Geschrei hier macht einen krank. Ich bins schon gewohnt, aber wenn ich daran denke, wie einige Leute immer zusammen zucken wuerden, sobald hier wieder geschrieen wird... Da bekommt man fast zwangslaeufig einen psychischen Knacks.

Dann gings im Radio darum, dass man die Kinder zu Vorsorgeterminen beim Arzt schicken sollte, und Herr "Vater" verstand dabei nur, man solle die Eltern einsperren... Was vollkommen falsch war. Bloed, wie ich war (ich lerns halt nicht...), habe ich ihn dann berichtigt. Dann hat er mit "Ja!" geantwortet, und "sag ich doch", und dann wieder von Festnahme geschwafelt... Das koennte mich auch krank machen. Will nie wirklich zuhoeren, sondern hoert nur, was er hoeren will. Mit diesem Menschen KANN man gar nicht reden, ueber gar nichts, weil er gar nicht mitkriegt, was man ihm sagt. Das nervt mich auch regelmaessig... Und dann wollte ich losgehen und habe mal gefragt, ob ich Geld fuer einen neuen Mantel bekaeme. Da hiess es nur, auf Aeusserlichkeiten kaeme es nicht an, und der Mantel wuerde doch noch warm halten, das wuerde doch reichen, da braeuchte ich keinen neuen. Dass aber an beiden Aermeln schon die obere Schicht abgerissen ist und man bis aufs Innenfutter sehen kann, ist ihm wohl egal. Die meisten Obdachlosen laufen in besser erhaltener Kleidung herum und eigentlich duerfte ich mich so gar nicht mehr hinaus trauen. Und ja, meinentwegen kommt es auf Aeusserlichkeiten nicht an, aber die Menschen starren doch und behandeln einen danach, und auch ich SELBST moechte herumlaufen, wie ich es aesthetisch finde - und das ist nicht der "frisch aus der Altkleidersammlung"-Look... Mal abgesehen davon ist es schon kaelter, als vorher, weil eine ganze Schicht Textil fehlt... Naja, hab dieses WE das Geld fuer den neuen Mantel ueberwiesen, hoffentlich kommt er Ende naechster oder Anfang uebernaechster Woche an (die Ueberweisung dauert ja leider zwischen 2 und 5 Tagen). Die Schaeden am alten Mantel versuche ich so lange, wenn ich draussen bin, mit einem Schal zu kaschieren. Geht eigentlich ganz gut, ist auf Dauer aber unbequem.

Und im Treppenhaus gafften und tuschelten die Nachbarn wieder. Ziemlich sicher zwar aufgrund meines Aeusseren - aber nicht wegen eines KAPUTTEN Mantels, sondern wegen des Mantels an sich, nehme ich mal an. Aktuell scheinen medienglaeubige Personen ja panische Angst vor Menschen in schwarzen Maenteln zu haben - mal wieder. In R. musste ich 20 Minuten auf den Bus warten, wo wieder Asis herumgroehlten und -vandalierten, und wo im Bus spaeter wieder Grossfamilien sassen, die auf ihre Kinder nicht im GERINGSTEN aufpassen konnten... Das waere in der Situation aber schon nicht unwichtig gewesen, alleinig schon fuer die Sicherheit der Kinder. Den Nachmittag beschaeftigte ich mich grossteils mit Bildbearbeitung, abends wurde ich muede und wollte eine Weile schlafen, waehrend ER einkaufen war. In der Hoffnung, dass nun nicht die Maenner mit den weissen Kitteln kommen: ich hatte immer den Eindruck, Stimmen zu hoeren. Oder besser gesagt, eine Stimme, immer hinter mir, die ausgerechnet "guck mal" oder "hier" sagte :/ Ich konnte nicht einschlafen. Und da war auch nichts, woher so eine Stimme haette kommen koennen. Ich tippe mal auf Halluzinationen aufgrund von Uebermuedung, seltsame Tagtraeume, oder aber Tinitus. Denn wenn man einfach so Klingelgeraeusche hoeren kann, wieso keine einfachen Woerter?

Bedrohlich, unheimlich o.ae., fand ichs nicht, sondern einfach nur stoerend. Aber bald wars wieder weg, ich sehe darin auch keine schwerwiegenden Probleme. Ihr kennt vielleicht die Situation, zumindest ab und zu mal, dass ihr - wenn ihr mit anderen Menschen in einer Wohnung lebt - und die Person gerade nicht zuhause ist, eine Tuer hoert und glaubt, diese Person sei nach Hause gekommen. Dann seht ihr nach und keiner war da. Das waer im uebrigen auch so eine Erklaerung fuer die Stimmen... Vielleicht kams von den Nachbarn, die werden ja manchmal etwas lauter. Ich sehe da keinen Grund zu Beunruhigung, schliesslich hat sich die Stimme nicht als Jesus vorgestellt und hat mir auch keine komplexen Aufgaben erteilt ;) Abends litt ich - und auch den gesamten SO - unter starken Muskelschmerzen und Kraempfen. Auch absolut nicht schoen. Schlafen gegangen bin ich erst gegen 4 Uhr, vorher hat ER mich wach gehalten. An mehr erinnere ich mich kaum. Schon bald darauf wurde ich wieder wach - immernoch mitten in der Nacht. Extrem lauter Laerm, ER war wach, meinte, das seien Schneeraeumfahrzeuge, draussen liege richtig viel Schnee. Mit Kopfschmerzen versuchte ich, weiter zu schlafen. War dann bald wieder wach. Da wieder, weigerte ER sich, aufzustehen. So bin ich bis zum fruehen Nachmittag liegen geblieben. Und als ich aufstand, lag gar kein Schnee mehr...

Ich war erkaeltet. Hals- und Nasenschmerzen. Ich fuehlte mich wie geraedert - denkbar unguenstige Vorraussetzungen fuer einen Sonntagmorgen, denn bald muss ich wieder frueh aufstehen - die Uni ruft :( Fehlen kann ich ja nicht mehr. Mein Kopf und mein Magen schmerzten immernoch. IHM ist heute eine Zahnprothese abgebrochen, morgen Abend muss er also zum Zahnarzt, Dienstag muss er zum Arbeitsamt. Die haben wegen des 2. Termins uebrigens immernoch nicht angerufen. Die von der Arbeit werden sicher wieder ausrasten, weil ER staendig fehlt - und es ist auch insofern bloed, als dass sie diese Woche fuer die Abschlusspruefung lernen, und ER da natuerlich auch einiges verpasst... Es ist schon frustrierend. Abends im Bus waren wieder nervige Trampel drin, kein weiterer Kommentar... Die Dorfstr. von R. war schon weihnachtlich geschmueckt: ueberall Lichter an den Baeumen, an den Laternen, Lichterketten in den Fenstern, und vor allen Geschaeften in Kuebeln stehende, noch ungeschmueckte, Weihnachtsbaeume. Am 1.12. ist Weihnachtsmarkt, bis dahin wird der Schmuck haengen. Zuhause wars kalt... Wieder alle Fenster offen und ein mieder Gestank in der Wohnung... Eine spontane Verschlechterung meiner Stimmung... Gemecker. Sofortige Allergiesymptome... Grauenhaft. Naja, muss man das Beste draus machen. Gute Nacht.

cn P

26.11.2007 um 01:47 Uhr

Gender-Problematik

Eben habe ich meinen "Vater" mal wieder gegen mich aufgehetzt, nachdem ich ihn, weil er gerade in der englischen Wikipedia las und sich darueber aufregte, dass der Text so schwer zu verstehen sei, fragte, wieso er sich nicht die deutsche Version ansehe, worauf er zuerst nur "Weiss nich, lass mich in Ruhe" sagte und danach nur herummaulte, ich wuerde wohl glauben, ich wisse alles besser, usw... Und nun stelle ich fest: Blogigo ist wieder abgesoffen. Zumindest hab ich die letzten 10 Minuten mehrfach versucht, darauf zuzugreifen, aber es kam nur eine Fehlermeldung, die User-Datenbank sei nicht vorhanden, und nun steht dort " Service unavailable - we're currently moving the database to a faster server ;-)". Ich denke, wenn man das Smiley als Ironisierung deutet, dann liegt man damit leider alles andere als falsch. Haette ich mal doch heute Nachmittag meine Blogs gesichert :/

Auch schon am Freitagabend wurde ich angesuelzt, vom Herrn "Vater" naemlich, der staendig etwas am TV-Programm bemaengelte, aber nicht dran dachte, einfach umzuschalten. Eine halbe Stunde herumheulen ist ja auch so viel einfacher. Dann wollte ich gerade offline, doch - zu frueh gefreut. Da meinte er, um diese Uhrzeit im Bad Waesche aufhaengen zu muessen, und ich musste warten. Derweil hatte ich dann noch mit einer meiner "Schwestern" eine Diskussion ueber das Genderdenken unserer Menschheit. Denn - auch, wenn es - zugegeben auch eine sehr geringe Minderheit - von Menschen gibt, die sich keinen Geschlechterrollen unterwerfen wollen, unsere gesamte Welt baut darauf auf und von Vorurteilen wimmelt es nur ueberall. Ich finde es auch nur natuerlich, dass man einsieht, dass es verschiedene Geschlechter gibt, und dass da medizinisch andere Beduerfnisse existieren - siehe Menstruation, Schwangerschaft, usw. Aber muss man ausserhalb des medizinischen Bereichs immer so geschlechtlich denken? Auch, wenn Herr oder Frau Psychotherapeut mich nun in die Sprechstunde winkt: Ich denke nicht den gesamten Tag daran, dass ich eine Frau bin (es sei denn, ich blute wieder, wie Sau), ich fuehle mich meist nicht als Frau (allerdings auch nicht als Mann :P) - sondern ich fuehle mich einfach als MENSCH, als Neutrum, wenn man so will, und ich bin GLUECKLICH damit! (Auch, wenn die meisten Psychologen mir hiermit eine schwere Identitaetsstoerung attestieren wuerden - ICH sehe das anders, und ICH muss ja wohl mit meinem Empfinden zufrieden sein, und kein anderer).

Und als Mensch mit so einem Empfinden bekomme natuerlich die absolute Krise bei Vorurteilen, wie Frauen und Maenner denn nun seien, empfinden oder handeln muessten. Und bei Spruechen wie "XY ist nichts fuer Frauen" - im juengeren Alter von mir oft gehoert in der Form "XY ist Jungenkram und nichts fuer Maedchen wie dich" - und anderen Dingen, bei denen man, weil man nicht "der Norm" entspricht, als krank, abartig, oder was auch immer dargestellt wird, bekomme ich auch Wuergeanfaelle. Aber wenn Toechterchen nicht mit Puppen spielen will oder Soehnchen kein Interesse an Spielzeugautos zeigt, fragen sich immernoch zu viele Eltern "Was haben wir falsch gemacht?", anstatt einfach einzusehen: "Okay, unser Kind hat diese oder jene Interessen." - Diese Annahme - man habe etwas FALSCH gemacht, das Verhalten des Kindes sei FALSCH - das finde ich grauenhaft. Unsere Gesellschaft leidet unter einem strengen Regelwahn. Faengt dabei an, dass begonnen wird, kleine Maedchen rosa zu kleiden und kleine Jungs hellblau, geht darueber, dass Vorurteile aufgestellt werden, wie "Frauen lieben Schuhe, Maenner lieben Fussball", und endet dabei, dass Maennern und Frauen unterstellt wird, bestimmte Dinge nicht zu koennen (Frauen haben keine Ahnung von Technik, Maenner koennen nicht kochen), alleinig, weil sie ihrem Geschlecht angehoeren. Dass es in der IT-Branche auch Frauen gibt und die meisten bekannten Koeche Maenner sind, will ich dabei gar nicht verschweigen.

Dann bin ich gestern auch mal dazu ueber gegangen, mich im Spiegel anzusehen, nur auf mein Gesicht zu sehen, und mich dann zu fragen: Sehe ich weiblich aus? Klingt jetzt sicher verdammt daemlich, denn jeder Mensch, der mich kennt, wuerde fragen, wie ich denn auf die Idee kaeme, dass ich NICHT weiblich aussaehe. Aber, ich habe mir schon diese Frage gestellt, da in den letzten Jahren haeufiger Menschen die Neigung hatten, mich mit "junger Mann" anzusprechen. Also im Ernst: Es sei denn, man geht von einem EXTREM femininen asiatischen Mann aus, finde ich schon, mein Gesicht sieht eher weiblich aus. Also wie kommen Menschen darauf, ich koenne maennlich sein? Und da glaube ich wieder an die ueblichen Vorurteile, wie oben beschrieben: Diese Leute sehen meine (grad im Winter die Figur kaschierende) Kleidung, sehen, ich zupfe mir nicht die Augenbrauen, und ich schminke mich nicht, und weil sich Frauen ja niemals nicht die Augenbrauen zupfen und ungeschminkt auf die Strasse gehen koennen, muesse ich ja ein (juengerer, femininer) Mann sein? Wobei das ja schon etwas unlogisch ist, wenn man mein langes Haar beachtet... Andersherum: ER wird von einer Unmenge an Menschen fuer eine Frau gehalten, nur wegen seines langen Haars und seiner Koerperform. Es stimmt wirklich, es ist unglaublich, wie oft er von irgendwelchen heterosexuellen Ghetto-Asis bloed angeflirtet wird... "Hey Suesse" und so ein Kram... (was mich jeden Mal zutiefst amuesiert)

Aber erschreckend ist es schon, wie leicht sich unsere heutige, ach wie "aufgeklaerte", Gesellschaft verwirren oder taeuschen laesst. Wir haben in der 8. Klasse mal ein Drama gelesen, ueber eine Frau im Mittelalter, die sich Maennerkleidung anzog und auf einem Schiff anheuerte. Und nur wegen der Maennerkleidung hielt man sie auch fuer einen Mann. Im Geschichtsstudium hat sich mir bestaetigt: Frueher sei das sehr einfach gewesen, mit der richtigen Kleidung konnte man ALLES vorgeben, und keiner hat es nur in Frage gestellt. Und immer lachten alle Anwesenden, wie naiv die Menschen damals doch gewesen seien, und heute koenne soetwas doch niemals passieren. Wie sie sich irren, ich sehs jeden Tag. Fast haette ich Lust, mal zu sehen, wie lange sich das absichtlich spielen laesst ;) Aber das waer mir dann wohl doch zu muehsam... So mach ich eben weiter, wie bisher: trage am einen Tag feminine Kleider und frisiere und schminke mich, und ziehe mir am anderen Tag Jeans und Tshirt an und lass meine Haare Haare sein und lass jegliche Form von Koerperbepinselung achtlos stehen... Eine Frau bin ich trotzdem, aber da sollen sich "die Anderen" befassen. ICH lebe einfach, wie ich will.

cn P

24.11.2007 um 19:11 Uhr

Garnelen, Betta splendens, Harnischwelse

von: AngelInChains   Kategorie: Bilder   Stichwörter: Aquarium, Fotografie

Wie ueblich - zum Vergroessern anklicken:

Diese Amano- und Red-Fire-Garnelen gehoeren IHM. Ich finde sie nicht ganz so huebsch, liegt wohl an den Augen. Von beiden Arten haben wir 5 Stueck, die Red-Fire immerhin koennten sich hier vermehren. Die grauen benoetigen Salzwasser... Ausserdem auf den Bildern zu sehen: Schnecken und ein wenig Laich ;)

Die Bilder sind schon uralt... Mein Betta-splendens Maennchen (violett-blau-rot) und sein gruen-rotes Weibchen. Die mittleren Bilder zeigen die Paarung. Die Augen vom Weibchen auf Bild 2 finde ich auch erschreckend, muss vom Blitz kommen, denn sonst sahen sie immer normal aus. Das allerletzte Bild zeigt das Maennchen im Alter. Gestorben ist es letzten Juni, das Weibchen vor wenigen Tagen.

Ohrgitter-Harnischwelse. Von unten und von der Seite ;)

cn P 

24.11.2007 um 00:50 Uhr

23.11.07

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Stress, Familie, Krankheit, Allergie, Gesellschaft, Ebay

Stimmung: Noch ein Monat bis Weihnachten.
Musik: Keine.

Ohne eine Stunde nur fuer mich kann ich wohl kaum schlafen. So habe ich auch gestern zwischen 2:30 und 3:30 noch geschrieben, obwohl ich relativ muede war. Getraeumt habe ich danach sicher auch noch etwas, erinnere mich aber nicht recht. Am naechsten Morgen gings um 10 Uhr aus dem Bett. Wieder habe ich bis nach 11 aufs Essen warten muessen, wieder musste ich mir bloede Sprueche anhoeren, und erkaeltet war ich auch. Ehrlich gesagt habe ich es gestern im Unterricht schon befuerchtet, nachdem ich zwei Stunden neben einer staendig hustenden Person gesessen hatte. Jetzt habe ich es auch. Und meine Allergie scheint im Moment, aus unbekannten Gruenden, auch noch besondere Probleme zu machen. Und wenn es mir sonst gut ginge, ist da immernoch mein "Vater", der mir alles verderben kann. Ich war gerade einen Schritt ins Wohnzimmer gekommen und nahm sofort einen starken chemischen Geruch wahr. Ich sagte das auch meinem "Vater", worauf der nur genervt meinte: "Jaja, kann sein." Ich sagte, es koenne bitte das Fenster schliessen, damit nicht noch mehr davon herein kommt. Darauf schnauzte er mich wieder nur an, ich wuerde ja uebertreiben und er wolle nicht hier drin ersticken, er brauche frische Luft von draussen. Da sieht man mal, wer uebertreibt...

Trotz Halsschmerzen sollte ich dann wieder Multivitaminsaft aufgetischt bekommen, denselben, wie seit 15 Jahren, den ich schon immer ekelhaft fand, und der bei Halsschmerzen oder Schleimhautreizungen auch noch uebelst im Hals und auf der Zunge brennt. Das hat Herrn "Vater" aber auch in meiner Kindheit nie interessiert. Da kommt immer dieselbe Ausrede: wenn ich wegen meiner Allergien schon kein Obst essen koenne, dann muesse ich wenigstens Saft zu mir nehmen. Tabletten waeren mir ehrlich lieber, die brennen und jucken wenigstens nicht (ich frage mich hierbei immer, ob ich nicht evtl auch gegen den Saft allergisch bin, aber das ist andere andere Sache). Nachdem ich die Wohnung verlassen hatte, wurde ich auch gleich wieder von diversen Menschen angestarrt. In R. hat mich jemand von seinem Fenster aus fotografiert. Ich finde das schon sehr uebel, kann man nicht einmal mehr ruhig auf die Strasse gehen, ohne, dass einem irgendwelche Menschen auflauern? Am meisten stoert mich noch, dass ich nicht weiss, wohin diese Fotos kommen. Eigentlich ist es ja auch verboten, aber... Da haelt sich sowieso kein Mensch dran. In R. habe ich wieder auf den Bus gewartet und da wurde ich von einigen Asis von der nahe gelegenen Schule herumgepoebelt. Ein Tag zum Davonlaufen, aber leider alltaeglich...

Ich war noch nicht einmal in S., da war meine Laune schon wieder stark angeschlagen. Durch den Laerm, das Gepoebel, das Gestarre, den Gestank im Bus und sonstwo... Und das Treppenhaus ist mittlerweile so verdreckt von Hundespeichel, dass man kaum mehr weiss, wo man hintreten kann. Ich habe den Hund schon mehrfach gesehen, eine Bulldogge... Deren Besitzer einen nie zurueck gruesst, aber das tut hier ja ausser mir irgendwie sowieso keiner. Den Tag verbrachte ich insgesamt ziemlich ruhig, habe Bilder bearbeitet und gezeichnet, und viel zu lange am Pc gesessen, nebenbei noch einige Dinge erledigt... Ueber Ebay einen neuen (OVP und ungetragenen) Kunstledermantel erstanden... Nicht knoechellang, wie sonst, sondern nur knapp ueber die Knie reichend, aber noch laenger warten konnte ich nicht, mein einziger derzeitiger Wintermantel zerfaellt schon seit Wochen in seine Einzelteile. Eigentlich duerfte ich mich so gar nicht mehr auf die Strasse trauen. Aber einfach in den Laden gehen und einen neuen besorgen? Zum einen findet man solche Maentel generell selten, zum anderen passen mir die, die man findet, normal nicht. Wie schon erwaehnt, was soll einem passen, wenn man nur 1,67 gross ist und ueber 1,20 Oberweite hat :/ Und wenn mal das Glueck besteht, etwas Passendes zu finden, zahlt man im Laden gewoehnlich zwischen 50 und 150 Euro, und soviel habe ich auch nicht. Der, den ich heute erworben hab, kostet mir etwas ueber 22 Euro, das ist schon machbarer, und vielleicht bekomme ich das Geld ja von meinem "Vater" zurueck. Hoffen kann mans ja.

Und nun werde ich mir noch einige bloedsinnige Sprueche von meinem "Vater" anhoeren muessen (der mich schon die gesamte Zeit mit den ueblichen Vorurteilen zuschwafelt) - aber heute schaffe ichs relativ gut, ihn zu ignorieren. Und morgen und uebermorgen sehe ich ihn erst einmal nicht wieder :) Gute Nacht.

cn P

23.11.2007 um 21:48 Uhr

Aus dem Leben gegriffen:

von: AngelInChains   Kategorie: Bilder   Stichwörter: Humor, Schule

Aus dem Leben gegriffen. Absolut.

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cn P

23.11.2007 um 01:38 Uhr

22.11.07, Teil 2

Am Bahnhof von R. setzte ich mich auf eine Bank, um zu warten. Da kamen zwei Saeufer an und hockten sich neben mich, jeder mehrere Bierflaschen in den Haenden, und dann groehlten sie da herum und soffen. Eine Bank weiter sass einer, der mitten auf dem Bahnsteig, im Nichtraucher-Bereich, rauchte. Daneben stand eine Frau mit Kinderwagen, diesen genau in Zigarettenhoehe. Gleichgueltigkeit ist etwas Tolles. Dann sollte ich spaeter in den Bus am Center einsteigen, da rannte mich eine alte Frau um und poebelte nur wieder "...die Jugend von heute". Ich hasse die Grossstadt. Der Unterricht spaeter an der Uni war auch nicht sonderlich toll. Es ging um Freud - die Prof hatte keinerlei Ahnung vom Thema - die Kommilitonen wollten sich gar nicht damit auseinander setzen - und alles, was ueberhaupt erwaehnt wurde, wusste ich vorher schon. Dieses Semester habe ich in diesem Kurs wirklich noch kein einziges Wort gelernt. Die anderen Studenten nervten auch ein wenig - mit ihrem lauten Gekicher, dem penetranten Parfuem, dem Gestarre. Ich sass herum und las meine Novelle weiter, Genaueres werde ich berichten, wenn ich durch bin. Schaetzungsweise naechsten Dienstag - heute habe ich Kapitel 7 bis 17 geschafft, nur 3 fehlen mir noch. Da muss ich mir DI glatt noch ein zweites Buch mitnehmen, sonst sitze ich zu lange gelangweilt herum, ohne Lektuere.

Ich sah aus dem Fenster, als ich wieder im Bus sass. Ueberall Lichter: bunte Neonreklame, beleuchtete Fenster, und schon viele Lichterketten fuer Weihnachten - Mitte November. Ich glaube, frueher war es noch nie. Ich habe sogar Anfang dieser Woche schon jemanden einen Weihnachtsbaum tragen sehen. In S. beginnt der Verkauf am 1.12., da ist in R. auch wieder ein Adventsmarkt. Letztes Jahr war er schoen, ich werde dieses Jahr sicher wieder darueber gehen. Auf der Hinfahrt zur Uni boten sich draussen uebrigens auch schoene Ansichten: duester-blauer Dunst, Nebel ueber den Waeldern, Feldern und Huegeln, und der Mond schien leicht - mittlerweile stand er hell strahlend am tiefschwarzen Himmel - kurz nach 18 Uhr. Ich machte mir zahlreiche merkwuerdige Gedanken, zB wieso ich ueber mich in der verbalen Erzaehlung immer in der 3. Person rede, und mit/ueber ihn auch. Ein Psychologe wuerde sicher von Distanzierung und Unzufriedenheit reden, aber ich denke, es ist bloss Gewohnheit und Stil. Ich bekomme ja auch regelmaessig erklaert, ich muesse bei meinem Charakter (psychische Stoerungen wie schizoides Verhalten usw) ja absolut ungluecklich sein und man muesse mir helfen, mich heilen. Dazu sage ich nur eines: Ich bin mit mir und meinen "Krankheiten" absolut nicht unzufrieden! Ich moechte so bleiben, wie ich bin. Alleinig unzufrieden bin ich damit, dass einige Menschen einen staendig anfeinden, nur, weil man "anders" ist! Diese Attituede, diese "Fremdenfeindlichkeit" gewissermassen, die stoert mich, keine Krankheit, nichts Anderes!

Aber sagt das mal Menschen, die behaupten, wenn man sich an jemandem stoert, dann meint man eigentlich nur sich selbst. Klar, wenn ich mich ueber Nazis aufrege, dann doch nur, weil ich selbst einer bin *zyn* Manche Personen machen es sich wirklich zu einfach. Daher auch all die Verallgemeinerungen ;) Menschen schrieen aggressiv herum. Eine alte Frau schwafelte den Busfahrer an, erzaehlte ihm ihre halbe Lebensgeschichte. Der Bus hielt an einer Ampel, im Auto nebenan sass ein Pommernspitz auf der Rueckbank und starrte mich an, grinsend und schwanzwedelnd. Ein niedliches Tier. Generell waren heute unglaublich viele Hunde unterwegs... Mehrere, die aeusserst verwirrt und hektisch wirkten, als haette man sie mit purem Koffein gefuettert, und sehr unscheinbare, grosse, kleine, lang- und kurzhaarige... Insgesamt waren im Bus wohl ueber 10 Hunde. Ungewoehnlich. In der Bahn spaeter ein Zwergpinscher, auch sehr huebsch :) Und weil so ein Idiot mich umrannte, habe ich einen groesseren Spitz angerempelt, der Hund tat mir richtig leid, wir starrten einander erschrocken an. Gut erzogen war er aber, ich glaube schon, wenn man sich so erschreckt, koennte man zum Schnappen tendieren.

Der Busfahrer schwafelte bloedsinnige Dinge. Aber selbst die Leute an einer "Elite-Universitaet" sind ja nicht besser ;) Was ich mir heute wieder fuer laecherliche Sprueche und bloede Vorurteile anhoeren musste, im Unterricht... Was heraus kommt, wenn Menschen ueber Dinge urteilen, von denen sie keine Ahnung haben - zB Depression. Nicht einmal die Prof hatte im Geringsten Ahnung davon, dabei haette sie sich ruhig vorbereiten koennen, wenn sie einen Kurs leitet, der sich ein gesamtes Semester auch oft damit beschaeftigt... Im Bus schrieen Kinder, bellten Hunde, poebelten und groehlten "Erwachsene". Ich musste den Nicht-Express-Bus nehmen, da der Express-Bus irgendwie nicht kam :/ Und dieser Nicht-Express-Bus brauchte fast doppelt so lange, wie normal :( Dazu kam noch Stau. Und dass seine Haltestellen dermassen bloedsinnig waren... Da war eine Haltestelle vor und hinter jeder Kreuzung. Zwischen zweien lagen gewoehnlich keine 100 Meter Abstand. Manchmal ist der Bus sogar nur zwei Fahrzeuglaengen gefahren und musste wieder halten. Er kam gar nicht zum Beschleunigen, sondern stand staendig... Stellenweise waere man schneller gelaufen. Aber es gibt tatsaechlich Menschen - und nicht unbedingt gebrechliche - die wirklich lange auf den Bus warten, nur, um ueber die Kreuzung zu fahren, und dann wieder auszusteigen... Die 25m haette man bei einer fairen Ampel doch auch laufen koennen. Aber gut, ist ihre Sache.

Ich war am Center ausgestiegen. Frontal gegenueber der Haltestelle standen schon zwei Asis, die auf den Boden rotzten und dann meinten, mir bloed hinterher schreien zu muessen. Ich troestete mich damit, dass sie heute sicher noch verpruegelt wurden. Und keine 10 Meter weiter belaestigte mich ein Mensch mit einer Umfrage... Und R. waren auch nur Deppen. Und die Starrer in der Bahn. Und... Ach, dieses Geschrei, Gepoebel, die unnoetige Gewalt... Ich verabscheue es wirklich. Man kommt sich vor, wie unter Affen, wobei ich sogar glaube, Affen sind zivisierter und nicht ganz so dumm. Apropos Asis: ER hatte heute von der Bahn aus gesehen, wie ein alter Mann von mehreren Jugendlichen die Tasche weggerissen bekommen hat... Er rannte ihnen hinterher, fing den, der ihm die Tasche gestohlen hatte, und schlug auf ihn ein. Respekt, in dem Alter noch so rennen zu koennen, dass man damit (geistige und moralische) Kinder - Entschuldigung - "Jungerwachsene" einholen kann. Wobei es nebenbei noch erschreckend war, wie leicht man hier, mitten auf offener Strasse, bestohlen oder beraubt werden kann, mitten am Tag, zwischen Massen anderer Menschen. Die natuerlich nichts weiter taten, als zu starren. ER konnte nichts unternehmen, ER sass in der vorbei fahrenden Bahn.

Ich hatte kaum 3 Stunden zuhause. Habe etwas am PC gesessen, ein Abendessen zu mir genommen (vegetarische Mini-Fruehlingsrollen mit Chili-Sosse), viel mehr war gar nicht mehr. Ich muesste noch eine Email an eine Prof senden, aber dazu hab ich nicht die Nerven :( Mal sehen, wie der morgige Tag wird. Aktuell habe ich leichte Kopfschmerzen - aber jetzt ist praktisch Wochenende fuer mich. Danach noch 4 Wochen Unterricht bis Weihnachten - wobei mich der Feiertag kaum interessiert - hingegen die Tatsache, dann bis zum Jahresende endlich frei zu haben! Danach noch 6 Wochen... Dummerweise kommen dann auch all die Referate, Klausuren, und zwei schriftliche Arbeiten ueber je 15 Seiten :( Das wird noch hart. Ich erinnere mich gut, wie ich vor einem Jahr, in haargenau derselben Situation, so verrueckt wurde, dass ich bei einer der Arbeiten schliesslich kapitulierte. Ich hatte mich richtig krank gemacht mit der Arbeit, es ging nicht mehr, ich habe hingeschmissen. Hoffentlich schaffe ich es dieses Jahr besser. Andererseits sind dieses Mal auch nur 2 statt 4 Arbeiten noetig. Aber dafuer mehr Klausuren :/ Und in nicht einmal zwei Wochen ab jetzt habe ich Geburtstag.

Hier in R. ist das Wohnzimmer wieder voller Fliegen. Mit 12 Grad ist es erstaunlich mild, aber es ist ja auch draussen waermer geworden. Im TV lief, wie immer, Kriegskram, und mein "Vater" gab sein dummes, gewaltverherrlichendes Blahblah von sich - wie jeden Tag. Ich verabscheue es zutiefst, wenn er wieder Gewalt schoenredet oder rechtfertigt. Oder meint, ohne ginge es in manchen Dingen nicht. Oder, auch so ein Spruch, bei dem ich wuetend werde, "Tiere sind doch nur Tiere" - wann immer er es rechtfertigen will, dass nicht-menschliche Lebewesen von menschlichen gequaelt, misshandelt oder sinnlos getoetet werden. "Sind doch nur Tiere" - Ich bin immernoch der Meinung, einige Tiere sind "besser" als einige Menschen. Und ich kann es nicht nachvollziehen, wie viele Leute Tiere scheinbar als Wegwerfprodukt ohne Wuerde und ohne Wert sehen, anstelle dem, was sie wirklich sind: Lebewesen, die Gefuehle haben, Schmerzen empfinden koennen und bei Weitem nicht unbedingt dumm sind.

cn P

23.11.2007 um 00:59 Uhr

22.11.07, Teil 1

Unsere Gesellschaft hat so einige Tendenzen... Verschwendung ist so ein Wort. Wenn ich seh, wie Leute (so genannte "Experten") im TV repraesentativ irgendwelche Waren erst kaufen, um sie dann in den Muell zu werfen, um danach zu erklaeren, dass Supermarkt-Ware sowieso alles Dreck waere und man gefaelligst Artikel im Feinschmeckermarkt kaufen sollte, weil die einfach viel besser waeren (ohne genauere Begruendung oder Erklaerung, wie sich dieses "besser" denn bemerkbar mache) - da kann ich nicht anders, als zu denken, "ein armer Mensch (und nicht einmal einer aus der 3. Welt) waere froh ueber diesen 'Dreck' gewesen"... Aber dass einige auch nicht einsehen, dass der Name ueber Qualitaet nicht unbedingt etwas aussagt, und dass, selbt wenn, es viele Menschen gibt, die fuer eine Flasche Mineralwasser NICHT 4 Euro zahlen koennen... Es hat sich auch schon mehrfach herausgestellt, dass dieses 4-Euro-Wasser aus genau demselben Brunnen kam, wie ein anderes, das, von selber Qualitaet, nur 20 Cent pro Flasche kostet... Man koennte meinen, grossen Teilen unserer Gesellschaft ginge es noch "zu gut". Da kommen die Politiker glatt auf die Idee, die Steuern weiter zu erhoehen ;) Wobei - das tun sie sowieso.

Oberflaechlichkeit ist auch so ein Thema... Ich bestreite gar nicht, dass das Aeussere eines Menschen einen auch beeinflusst, wenn man ihm begegnet, aber Menschen bloss nach ihrem Aussehen zu beurteilen und danach - auch wider besseren Wissens - in Schubladen zu werfen, das finde ich schon arg dumm. Aber mehrfach habe ich es schon erlebt, dass Menschen andere Menschen kennen lernten und dann bemerkten "Der ist ja ganz okay", aber dann im naechsten Moment hinzufuegten "Aber so, wie der aussieht, kann das nicht sein; nee, mit so Leuten will ich nix zutun haben". Diese Menschheit muss schon unglaublich degeneriert sein: eine Mischung aus Homo sapiens und Affen - die jeweils schlechtere Haelfte von beidem ;) Uebrigens finde ich es auch laecherlich, dass es Menschen gibt, die bei vollkommen gleichgueltigen Dingen Angst haben, was andere Menschen darueber denken koennten. "Hach, darf ich denn eine beige Hose zu einem dunkleren Hemd tragen? Das macht man doch nicht"... Ich bin der Meinung, auch, wenn irgendein Mensch das Gegenteil behauptet hat, wenn es einem SELBST gefaellt (und man niemanden repraesentiert, also es eigentlich egal ist, was andere von einem denken), dann soll man das ruhig machen. Sich selbst leben, und nicht beschraenkt-aengstlich durch die Gegend kriechen, in Angst, die anderen koennten tuscheln.

Um 2 Uhr war ich offline gegangen, hatte solche Muskelschmerzen in den Haenden, dass ich kaum weiter schreiben konnte. Notizen machen konnte ich mir auch kaum, dabei hatte ich zahlreiche kuenstlerische Ideen - auch sehr experimentelle, neue Methoden. Wenn ich je dazu kommen, die Ideen umzusetzen - seid gespannt ;) Ich hetzte mich den Abend ziemlich und staendig kehrten irgendwelche Erinnerungen zurueck, sehr stark sogar, und ich kam kaum zur Ruhe. Habe noch geschrieben - bis 4 Uhr - dann bin ich schlafen gegangen. Und ich traeumte davon, in einer schaedigen DDR-Einraumwohnung zu sitzen und Blumen zu giessen. Was Freud wohl dazu sagen wuerde? ;) Um 10 bin ich wieder aufgestanden und musste Ewigkeiten aufs Essen warten. Bis nach 11 Uhr noch. Aus dem Radio plerrten merkwuerdige Ratgebersendungen und Menschen, die mit angeblichen "Luxus", der aber vollkommen sinnlos war, prahlten... Genauso duemmlich wie einige Gewinnspiele und Sprueche, die so vorgestellt wurden... Das Blahblah meines "Vaters" war auch kaum besser.

Ich verliess die Wohnung und die Nachbarn starrten... Auf der Strasse, in den Fenstern. Sie drehten sich nach mir um und tuschelten danach miteinander. Eine Nachbarin (die mit der Alarmanlage...) hing an ihrem Fenster, lehnte sich weit hinaus, aber sobald ich zu ihr sah, verkroch sie sich hinter den Gardinen und tat so, als sei nichts. Sobald ich aber wieder wegsah, war sie wieder vorm Fenster und starrte mich weiter an. Schlimme Gegend, hier... Ich wartete an der Bushaltestelle und sah Kraehen beim Knacken von Nuessen zu. Jede hat ihre eigene Methode... Ob der Wurf auf asphaltierte Strassen, der Versuch, einen kleinen Spalt mit dem Schnabel weiter auseinder zu druecken, oder sogar, eine Nuss zwischen zwei Steinen zu zerquetschen - und wie sie mich beobachteten, waehrend sie Nuesse verstecken wollten. Weil ich sie ansah, trauten sie sich gar nicht. Wenn ich weg sah, buddelten sie. Dann bemerkten sie, dass ich doch zugesehen hatte, gruben die Nuss wieder aus und suchten weiter nach Verstecken. Und glaube, ich habe sie zur Verzweifelung gebracht ;) Schliesslich ist sie mit der Nuss davon geflogen und hat sie wohl ganz woanders eingegraben.

Vorm See in S. stand wieder der Kranich, den man hier sonst nur im Sommer sah. Sind solche Voegel beim aktuellen Wetter und zur aktuellen Zeit wirklich noch in Deutschland unterwegs? Im Treppenhaus war der Boden heute noch mehr verdreckt mit Hunderotz, ob man evtl mal dem Hausmeister bescheid sagen soll, dass das gewischt werden muss? Oder mal einen Zettel ins Treppenhaus haengen, dass Herr Hundebesitzer seinen Dreck selbst wieder entfernen soll... Post kam heute uebrigens keine (wie gestern auch - nein, wie schon seit so einigen Tagen), in R. haengt schon die Weihnachts-Strassebeleuchtung. Ob sie abends schon angeschaltet wird, weiss ich nicht. Ich komme nur morgens dort vorbei, und nachts, wo sie schon wieder aus ist. Nun hatte ich keine 3 Stunden zuhause... Leider litt ich wieder - heute aus unbekannten Gruenden - unter enormem Brechreiz und Magenbeschwerden. Ich habe mich aber trotzdem nach draussen begeben, heute musste ich einfach zur Uni, und wenn sich mein gesamter Magen gedreht hat... An der Bushaltestelle lungerten mehrere Goeren von ca 8-10 Jahren herum, die sich schon wie die aelteren Asis benahmen... Sprich: den gesamten Boden vollgespuckt, sich gepruegelt, Leute angepoebelt, rumvandaliert. Wenns in dem Alter schon losgeht - gute Nacht.

Aber so gehts wohl nur in der Grossstadt... Da gibts 11-jaehrige Kinder, die ihre eigene Mutter schlagen oder als "N*tte" beschimpfen. Wieso auch nicht, Rapper XY machts ja vor und alle sagen, das waer "voll krass". Es waren heute generell viele Hirntote unterwegs. Standen im Weg, poebelten herum... Im Bus sassen heute zwei Busfahrer - einer fuhr, der andere sass schraeg gegenueber. Beide schwatzten - oder besser gesagt: keiften einander mehrfach aggressiv auf Berlinerisch an, und das, wo es immer heisst, waehrend der Fahrt duerfe der Fahrer nicht angesprochen werden, weil er sonst zu abgelenkt sei. Fuer normale Fahrgaeste gilt es... Und worueber sie redeten; das war wirklich unglaublich dumm. Und dann regte sich der eine auf, er wolle noch weiter fahren, duerfe aber nicht, nur wegen eines Herzinfarkts. Das koenne ja wohl nicht sein, er wolle nicht in Rente. Dass er wieder vom Sessel fallen koennte, waehrend der Fahrt, das sei doch hoechst unwahrscheinlich. Die sollten sich mal nicht so laecherlich anstellen, ihm wuerde sowas ja sicher nicht passieren (die typische "Ich doch nicht"-Mentalitaet). Naja, bei diesem Gerede haette ich mir eher ueber seine geistigen Faehigkeiten Sorgen gemacht, aber die Verkehrsbetriebe scheinen mittlerweile nur noch "Minderintelligente" einzustellen...

Mehr im naechsten Eintrag.

cn P

22.11.2007 um 01:07 Uhr

21.11.07

Um 2 Uhr hatte ich mich aus dem Wohnzimmer begeben, nicht nur, weil ich schon Muskelkraempfe von der Kaelte bekam. Der Hauptausloeser war, dass mein "Vater" ohne ersichtbaren Grund ploetzlich irgendein Schlager-Party-"Musik"-Gegroehl angeschaltet hatte, dann die gesamte Zeit rummaulte, wie "scheisse" das doch alles waere, und als ich sagte, er soll den Laerm (der uebrigens sehr laut war, besonders fuer die Uhrzeit) doch einfach ausschalten, bekam ich die duemmste Ausrede ueberhaupt zu hoeren: "Hab keine Zeit." Habt ihr das schon einmal gehoert? Keine Zeit, einmal mit der Maus zu klicken, um das MP3 zu stoppen! Und das, obwohl der sowieso nicht wirklich etwas zutun hatte, sondern nur am Pc Karten gespielt hat. Mir hats dann auch genervt und ich bin gegangen. Ein Stuendchen habe ich noch in meine Kladde gekrakelt, dann habe ich versucht, zu schlafen. Meine Laune war nicht die beste.

Um 7:30 bin ich aufgestanden. Mein Krankenstand hat sich auf DI 2, MI 2, DO 2 erhoeht, das hoechste, was ich mir dieses Jahr noch erlauben kann (und 4 Wochen muss ich noch ueberstehen). Wohlgemerkt sind das nicht 6 Tage, sondern 6 Kursstunden! So viel, wie man frueher an einem einzigen Schultag hatte (bzw eigentlich sogar weniger, wenn man bedenkt, dass man am Gymnasium oft 7 oder 8 Stunden hatte). Und mehr ist an der Uni nicht zulaessig! Ich finde das ganz ehrlich laecherlich, denn nur, weil man einen Tag gefehlt hat, ist meines Erachtens nicht so viel verpasst worden, dass das Semester nicht mehr zu schaffen waere. Am Gymnasium konnte man sogar zwei Wochen fehlen, wenn es hoch kam, mit Attest beliebig (bis zu 50% aller Kursstunden) - das waren dann vielleicht 70 Stunden und mehr insgesamt, und deswegen ist auch noch keiner sitzen geblieben. Meines Erachtens ist die Anwesenheitspflicht an der Uni reine Schikane. Es heisst immer, es waere eine Leistung, genauso, wie die Klausuren. Nur sehe ich es persoenlich immernoch nicht ein, wo da die Leistung liegt - schweigend im Raum zu sitzen, bis die Stunde um ist, und dann wieder gehen. Und auf dieselbe Stufe mit einer Klausur woellte ich das erst recht nicht stellen, die hat immerhin noch etwas mit Koennen/Wissen zutun.

Ich war muede gewesen, das Gemecker nervte mich (ich sags ehrlich, wenn er weiterhin behauptet, die Thematik haeusliche Gewalt waere uebertrieben, dann koennte ich dazu neigen, ihm mal zu zeigen, was haeusliche Gewalt ist!), aber das war noch nicht genug. Das Essen war es, was mir den Tag versaut hat (wieso haelt er sich nicht ein einziges Mal dran - ich hab ich mittlerweile 100x gesagt, ich moechte nur noch Schwarzbrot oder Knaeckebrot wegen meiner Allergie - ist das so schwer zu verstehen?!). Es gab Rosinenbrot mit irgendeiner ekelhaft schwammigen, knackenden Marmelade. Es hat schon ekelhaft gerochen und beim Geschmack hat sich mir der Magen richtig umgedreht. Camembert mit Preiselbeeren zB mag man ja noch essen koennen (wenn es meinen Geschmack auch schon nicht trifft), aber Rosinenbrot (= Weissbrot) mit dem Kaese und der Marmelade... Ich frag mich, wie man auf so eine daemliche Idee ueberhaupt kommen konnte. Obwohl ich dann wieder am Wuergen war, ging ich in Richtung Uni bzw Richtung Bushaltestelle. In Zeitdruck war ich schon (Herr "Vater" troedelte herum bzw schwafelte mich voll und liess mich nicht gehen) und der Bus kam einfach nicht.

Da stand ich dann mit Brechreiz und Bauchschmerzen, dann wurde direkt nebenan Laub zusammengeharkt, alles stank verwest, der Staub hat bei mir Allergien ausgeloest, Augenschmerzen, Niesreiz, Leute gafften bloed (Nebenbei: Bei den Nachbarn wurde heute morgen auch mal wieder sinnlos aufeinander eingeschrieen, ich erwaehnte ja schon einmal, dass sie das staendig tun und dass man es durch alle Waende hoert), es stank in der gesamten Gegend, und mir gings grottenuebel... Eine alte Frau poebelte mich an, und irgendwelche Asis pruegelten einander und poebelten Passanten an... Dann war da noch ein scheinbar geistig verwirrter Mensch, der laut schreiend Selbstgespraeche fuehrte, und eine Person hustete so lange, bis sie sich an den Strassenrand uebergab. Und der Bus kam einfach nicht. Ich habs dann auch nicht mehr ausgehalten und hab den Bus in die Gegenrichtung nach S. genommen :/ Und mich da erstmal hingelegt. Schlafen konnte ich noch lange nicht. Aber ich habe aktuell die "Faehigkeit", sehr extreme Tagtraeume zu erleben. Ich brauche nur Ruhe und kann dann meine Gedanken so konzentrieren, dass ich mit offenen Augen alles vor mir sehe und Dinge traeume, die ich sonst nur aus Traeumen im Schlafzustand kannte.

Die Detailiertheit war unglaublich. Einmal zB war ich in einer groesseren Stadt unterwegs, lebte dort eben, mehrere Tage, hatte die gesamte Zeit meine volle Erinnerung, wusste, dass es ein Traum war, hatte Entscheidungsfaehigkeit ueber meine eigenen Handlungen und konnte auch bewusst bestimmen, wie die Welt um mich herum aussieht. Viele Leute klagen ja auch, sie koennten im Traum keine Details sehen oder sich spaeter nicht mehr erinnern, koennten Gesichter nur schemenhaft erkennen und Schrift gar nicht (viele berichten von Zeitschriften, Strassenschildern, etc, in Traeumen, aber nie soll darauf etwas lesbar sein) - tja, ich habe in diesem Tagtraum mehrere Zeitungen durchgelesen, hab mich an Strassennamen orientiert, und konnte mich direkt, nachdem ich wieder zu mir kam, auch an alles erinnern. Mittlerweile weiss ich die Strassennamen allerdings nicht mehr, haette ich sie mir bloss aufgeschrieben ;) Es war ein unglaublicher Traum. Und bemerkenswert, dass ich eben gar nicht wirklich geschlafen habe, sondern zur Haelfte auch noch die reale Welt nebenbei mitbekommen habe. Als sei beides gleichzeitig in meinem Hirn als Erleben vorhanden, aber ich koennte beides unabhaengig voneinander problemlos bewaeltigen. Ehe ich mich versah und die 1. Anstalten machte, wieder aufzustehen, waren 2 Stunden vergangen.

Waere es nicht so aufwendig, faende ich es interessant, diese Art des Traeumens zu "trainieren". Dass es geht, habe ich von anderen Menschen gehoert. Angst, verrueckt zu werden (-> Vermischung der Ebenen), habe ich nicht. Ich weiss schliesslich, welche der Welten real ist, und welche nicht. Uebrigens glaube ich auch, dass dieser Traum mich sehr eng in Kontakt mit meinem Unbewussten gebracht hat. Ich hatte quasi direkten Zugriff darauf und es war sehr interessant, alles noch einmal bildlich vor mir zu haben und direkt darin herumpfuschen zu koennen ;) Wie fuehlt sich eigentlich Hypnose an? Entspannt war ich nach diesem Traum allerdings nicht, sondern ich merkte, dass mein Hirn sich in den letzten Stunden sehr angestrengt haben muss. Ich war muede und hatte Kopfschmerzen. Am Abend dann haben die Nachbarn sich mal wieder sehr "beliebt" gemacht... Ein gewisser Nachbar hier hat einen Hund und bemueht sich nicht, den Dreck wieder weg zu machen, wenn dieser sich in den Fahrstuhl uebergibt oder ins Treppenhaus uriniert. Generell wohnen hier so einige Leute, bei denen man sich fragt, ob die jemals etwas von Ruecksicht und Sozialverhalten gehoert haben.

Der Mond schien relativ hell, es war neblig, um den Mond hatte sich wieder eine Art Regenbogen gebildet. Und im Bus sass ein stark nach Alkohol stinkender Mensch, vor sich hatte er noch einen komplett vollen Bierkasten, aus dem er dann eine Flasche nach der anderen nahm und sie waehrend der Fahrt aussoff. Dann kam ich nach Hause - es ist jedes Mal deprimierend :/ So kann man auf Dauer wohl nie gluecklich bleiben... 10 Grad, das Fenster in meinem Zimmer stand offen, Spinnen hockten dazwischen (toll, bald hab ich die dann auch wieder am Bett :/ ), die Haustuer war uebrigens versperrt gewesen, und Nachbarn hatten auch wieder gestarrt (einige scheinen wirklich keine Hobbies zu haben, wenn sie noch um Mitternacht am Fenster sitzen und hinunter auf die Strasse starren). Dass mein "Vater" jetzt wieder aggressiv herumgroehlt und dumme Sprueche von sich gibt, koennt ihr euch sicher denken. Derweil stoere ich mich nebenbei noch am Mangel an Allgemeinwissen in unserer Gesellschaft (ich finde, bestimmte Dinge sollte man schon im Leben wissen...), und mit ihrer Oberflaechlichkeit (nein, nicht JEDER ist so - zum Glueck - aber leider viele Menschen) werde ich wohl nie zurecht kommen. Aber Sex n Crime sells und Bushido wird immer mehr Anhaenger haben, als Goethe oder Schiller (zumindest, so lange er noch in den Medien praesent ist)...

cn P

21.11.2007 um 22:22 Uhr

Guppiges

von: AngelInChains   Kategorie: Bilder   Stichwörter: Aquarium, Fotografie

Noch eine letzte Collage von Bildern, die nicht so toll geworden sind, aber... Naja, seis drum ;)

Zum Vergroessern, wie immer, klicken.

cn P 

21.11.2007 um 22:09 Uhr

Polarlicht-Vorschau

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch

Stand von heute Abend. Also naechste Nacht sollte man evtl mal genauer an den Himmel sehen, besonders im Norden Deutschlands oder in Suedskandinavien.

cn P