Manchmal ist diese Welt fuer mich wirklich zum Davonlaufen. Die Gesellschaft einfach unglaublich unangenehm und/oder enttaeuschend, und das, wo ich schon weiss, dass mich bestimmte Dinge nichts angehen, und ich daher schon ueber sie hinweg sehe. Leider tun das einige Menschen bei mir nicht; ich moechte dazu nur noch einmal anmerken: liebe Kommentierer, die ihr hier manchmal beleidigende Kommentare zurueck lasst, weil euch meine Meinung nicht passt - 1. Ich schalte sie sowieso nicht frei, sondern loesche sie sofort, (wie schon oft erwaehnt: Argumente und konstruktive Kritik gern, aber keine stumpfsinnigen Beleidigungen), 2. Nur weil mir eure Meinung nicht passt, spamme ich ja auch nicht eure Blogs voll und beschimpfe euch niveaulos von vorn bis hinten. Ein bisschen Gegenseitigkeit koennte manchmal nicht schaden. Gestern Nacht noch ein Desaster zwischen leichem SVV und Zahnfleischbluten, danach wehmuetige Nachtgedanken ueber die Vergangenheit... Ein Absurdum der Gesellschaft: noch vor 4 Jahren musste man horrende Summen in speziellen Laeden fuer Patchouly-Lotion und schwarzen Nagellack ausgeben - mittlerweile gibt es soetwas in wirklich fast jeder Drogerie! Es ist massentauglich geworden. Nicht verstehen kann ich jedoch, dass die Menschen einen damals als "Aussenseiter" anstarrten - es aber heute NOCH IMMER tun, auch wenn dieses Aeussere mittlerweile als "Mode" anerkannt zu sein scheint. Irgendwie doch ambivalent, oder nicht? Oder man sieht eben doch noch Unterschiede, auch rein aeusserlich, zwischen irgendeinem 14-jaehrigen MODE-Gothic-Girlie und jemandem, der sich aus persoenlichem Stil heraus dunkel kleidet.
Individuell ist weder der, der jeder Mode hinterher rennt, noch der, der strikt jede Mode demonstrativ meidet - der individuelle Mensch kuemmert sich gar nicht um Moden, sondern handeln nach seinem eigenen Willen, egal, was gerade in Mode oder ausser Mode ist. Zwischen 2 und 2:30 schrieb ich noch ein wenig, ich beeilte mich, denn die Nacht sollte nicht zu kurz werden. Um 7:30 musste ich schliesslich schon wieder hinaus. Hatte zuerst arge Probleme mit Herrn "Vater", der sich weigerte, aufzustehen. Bestimmt 10 Minuten musste ich herumdiskutieren, und war dann wieder in Zeitnot. Und bei den Nachbarn (denen mit dem Kind) hoerte man wieder sehr lautes Geschrei. Ich glaube fast, es wird immer schlimmer... Kann man wegen Geschrei schon jemanden beim Jugendamt melden, als Verdachtsfall? Ich will niemanden kriminalisieren, ich moechte nur auch nicht, dass ein Kind, wenn die Mutter tatsaechlich gewalttaetig sein sollte, unnoetig leiden muss. Das hat kein Kind verdient. In den Radionachrichten uebrigens schon wieder eine Meldung ueber unsere lieben Busfahrer: gestern hatte wohl einer, da er ueber eine rote Ampel raste, ein bei gruen ueber die Strasse gehendes Kind ueberfahren. Der Bus wollte noch bremsen, wodurch sich im Bus nochmals zwei Personen schwerer verletzten. Nun sind 3 Menschen stationaer im Krankenhaus. Wieso wundert mich das bei diesen Verkehrsbetrieben nicht?
Dazu kommt uebrigens, dass eben diese grottigen Verkehrsbetriebe naechste Woche streiten wollen. Wie ich zu meinen Klausuren an der Uni kommen soll, weiss niemand. Ohne Verkehrsmittel kann man nicht dorthin, es sind gut 25km Luftlinie - ich habe kein Fahrrad und kein Auto und kenne auch niemanden, der etwas davon haette. Ein Taxi wird mir Herr "Vater" nicht zahlen. Ich selbst habe das Geld dazu nicht. Soll ich wegen so eines besch*ssenen Streiks mein gesamtes Semester widerholen?! Ueber 200 Euro Studiengebuehren (ich weiss, ist relativ wenig, aber auch eine Menge Geld)... Uebrigens wollen aktuell alle moeglichen Organisationen streiken. Wieso sieht keiner ein, dass so die gesamte Infrastruktur zusammenbricht? Einen Gewinn durch Streik zu erzielen, mag ja schoen sein, nur wenn darunter etliche andere Personen leiden, finde ich das schon sehr egoistisch und daher wieder negativ. Und wenn gar gegen etwas gestreikt wird, gegen das nichts getan werden kann - so scheitert vielleicht der ganze Konzern dran und statt Lohnerhoehung gibt es einen Konkurs und sehr viele Arbeitslose. Mit Streiks kann man sein Leben auch ziemlich verschlechtern. Aber weiter als an die naechsten 5 Minuten wollen viele Menschen wohl auch nicht denken... Zumal man immer bedenken sollte, dass Dinge zwei Seiten haben (wenn nicht mehr): nicht alles muss klappen, es kann auch sehr schief gehen. Und nicht alles muss scheitern, man kann auch Glueck haben. Nur sollte man sich immer bewusst sein, dass es eben in beide Richtungen gehen kann.
Die Strassen waren voller Asis und sehr unfreundlicher anderer Personen. Auch die unzaehligen Trampel, die einem im Bus taeglich auf die Fuesse treten, an den Haaren ziehen oder mit ihren Einkaufstaschen gegen die Schienbeine rammen, gehen mir deutlich auf den Geist. Im-Weg-Steher sind "harmlos" dagegen. Und ER kraenkelte heute den gesamten Tag, das die Fahrt zur Uni auch kompliziert machte - leider. Stau gab es auch wieder, und Busverspaetungen - die gesamte Woche bisher bin ich kaum puenktlich im Unterricht angekommen. Es graut mir vor den naechsten - letzten - zwei Wochen Vorlesungszeit. Zumal Klausuren sein werden. Mir war uebel. Der Busfahrer unglaublich aggressiv und poebelte Passanten und Fahrgaeste an. Ich bin schon der Meinung, man muss sich von seinem Fahrer nicht als "Penner" oder "Vollidiot" beschimpfen lassen, nur, weil dieser "einen schlechten Tag" hat. Das waere fuer mich auch keine Entschuldigung dafuer, staendig ueber Rot zu fahren, dauerhaft wegen Belanglosigkeiten zu hupen, oder mit Vollbremsungen zu drohen. Es ist schon fast ein schlechter Witz; all diese Busfahrer mit ihrem vor Wut hoch roten Kopf, alle mit Dialekt, und alle gewaltsam am Herumschreien. 90% sehen aus, wie geklont.
Der Unterricht war relativ unspannend. Die 3. oder 4. Woche in Folge pfiff die Heizung, und zwar lauter und greller denn je. Grausig. Natuerlich verschlechterte sich so auch die Stimmung aller Anwesenden enorm. Ich habe wirkich den Eindruck, sie werden aggressiver davon. Und auf dem Rueckweg, bzw auf der Fahrt von der Uni zum Center, hatte ich auch wieder einen Choleriker ohne gleichen als Fahrer. Der war noch schlimmer als der im vorigen Bus. Ich glaube, soetwas muss man selbst erlebt haben, um es zu glauben (obwohl ich es niemandem wuensche - ausser den cholerischen Fahrern selbst vielleicht, wenn sie dann mal im Urlaub oder spaeter in Rente sind ;) Vielleicht bringt es sie zum Denken, wenn sie man die "andere Seite" wahrnehmen - wobei, ich bezweifle es!). Ein kurzer Einkauf, schnell nach Hause, und die Lohnsteuerkarte ist immernoch nicht da, obwohl ANGEBLICH am Montag abgesendet, und die Zeit wird immer knapper. Vom "tollen" Stellenangebot im Allgaeu habe ich schon geschrieben; ER wird morgen frueh anrufen und mal anmerken, dass er weder einen Fuehrerschein, noch Geld fuer einen Umzug oder eine Zweitwohnung hat, und dass er auch ab 1.4. studieren moechte. Ob die genug Verstand haben, um IHN dann NICHT einzustellen? Das waere doch der schlechteste Witz ueberhaupt, wegen allerhoechstens 1,5 Monaten Arbeit hier in S. die Wohnung aufzugeben, in den Allgaeu zu ziehen, und dann wieder hier in S. eine Wohnung zu suchen - und evtl gar keine mehr zu bekommen! Denn die Wohnungen hier sind begehrt (da sie guenstig sind und trotzdem nicht im Ghetto liegen). Da sollte man froh sein, wenn man eine hat.
Ware Mensch, wohin ich sehe. Mehr als Sklavenschieberei ist das irgendwie nicht, und ich dachte, es gaebe soetwas wie Menschenrechte in der BRD. Zumindest theoretisch. Und ich finde es definitiv unmenschlich und illegal (wie war das mit der angeblichen Freizuegigkeit?!), vom Amt durch ganz Deutschland gehetzt werden zu duerfen, sich nicht aussuchen zu duerfen, wo man leben will, und immer wieder aus seinem sozialen Umfeld gerissen zu werden. Ich dachte mal, der Mensch habe ein Recht auf ein soziales Umfeld. Aber das muss auch abgeschafft worden sein *zyn* Was sind Gesetze noch wert, wenn sich niemand daran haelt, an erster Stelle nicht einmal mehr der Staat selbst? Und am Abend regnete es wieder in Stroemen. Schlimmerweise soll ueber Nacht alles gefrieren, dh morgen gibts Glatteis - zu meiner Un-Freude. Und der Busfahrer waere fast an mir vorbei gefahren, ich weiss nicht, was das sollte. Haette mich jedenfalls sehr geaergert, bei dem Wetter, in der Kaelte, nachts noch einmal 20-40 Minuten in der Gegend herumstehen zu muessen. Nur weil irgendein Busfahrer keine Lust hat, zu halten. Denn zu sehen muss ich gewesen sein, die Haltestelle zumindest ist hell beleuchtet. Zuhause angekommen: eine Motte im Zimmer :/ Und im Bad leben seit Monaten Weberspinnen und vergehen einfach nicht...
Es missfaellt mir schon, gerade die Motten, dabei haben wir gerade Ende Januar, und da muessten doch Insekten noch gar nicht zu finden sein. Gerade Kleidermotten - nein, ueberwintert haben sie nicht in der Wohnung - zum Glueck! - jeden Winter ist ueber mehrere Monate Ruhe. Dh es ist definitiv keine mehr hier drin. Hinein kommen sie erst wieder, wenn es waermer wird und da Herr "Vater" jeden Tag ueber Stunden die Fenster offen stehen laesst *amok* Ich glaube, in den naechsten Monaten wird es wieder sehr viel schlimmer werden... Hoffen wir, es schiebt sich wenigstens noch bis zu den Ferien auf. Oder es kaeme moeglichst gar nicht vor, aber das waere wohl zu utopisch. Gute Nacht!
cn P