Machen wir mal weiter mit den Gedanken zu unserer "lieben" Gesellschaft ;)
1. Wieso werden Kinder ab einem bestimmten Alter als vorrausgesetzt gesehen? Ich bin zum Glueck noch in einem Alter, in dem man sich einreden kann, es koenne ja in den naechsten 5-9 Jahren noch passieren, aber wenn ich danach noch keine Kinder habe - was ziemlich sicher ist - dann werde ich als "seltsam" gelten. Ich dachte, unsere heutige Gesellschaft sei so fortgeschritten, dass man Menschen kein Lebensschema mehr aufzwingt - bzw zumindest nicht so offen. Und, ganz im Gegensatz dazu, erlebe ichs immer wieder, dass man, allein schon, wenn man sagt, man plant nicht, Kinder zu bekommen, als merkwuerdig bis asozial dahingestellt wird. Es reicht von unglaeubigen Nachfragen bis hin zu Ueberzeugungsversuchen und Beschimpfungen: "Wie, du willst keine Kinder? Wieso denn?", "Aber Kinder sind doch soooo suess!", "Du bist ja noch jung, ich wette, bis in spaetestens 5 Jahren hast du dir das anders ueberlegt!" (uebrigens habe ich schon beim allerersten Sexualkundeunterricht in der Schule, damals war ich 10, gesagt, dass ich NIE Kinder haben moechte, und bis heute hat sich daran nichts geaendert!), "Wegen Leuten wie dir stirbt die deutsche Bevoelkerung aus und die Renten sind nicht mehr sicher!", "Leute wie du sind egoistisch und denken nur an die eigene Karriere, statt auch mal eine Familie zu gruenden!"... 1. Ist es mein Koerper, damit ist es meine Sache, ob ich wen gebaeren will, oder nicht. 2. Wer redet von Karriere? Ich will nicht viel Geld verdienen, ich moechte nur meinen Interessen nachgehen koennen. 3. Vielleicht eigne ich mich ja gar nicht als Mutter? Ist es etwa besser, koste es, was es wolle, ein Kind auf die Welt zu setzen, als wenn Menschen, die mit Kindern nicht umgehen koennen oder wollen, lieber gar keins bekommen? In den Heimen sitzen genug Kinder solcher Muetter! Ich bin zwar nicht der Meinung, dass die alle ungluecklich sein muessen, aber bevor man neue Kinder erzeugt, sollte man vielleicht lieber die vorhandenen adoptieren. Ein grosses "Argument" ist hingegen immer, man wolle doch seine Gene weitergeben. Also ich find meine Gene nicht wichtiger, als die anderer Menschen, und wuesste demnach auch nicht, wieso sie weiterexistieren sollten. Und ob "die Deutschen" aussterben, oder nicht, ist mir ganz ehrlich auch egal, weil Menschen fuer mich Menschen sind. Die Kultur kann auch von Menschen mit anderen Genen weiter gepflegt werden, sofern noetig. Ausserdem hab ich sowieso keine "reindeutschen" Gene und sollte mich daher vielleicht gar nicht erst fortpflanzen *zyn* Und wo man Leuten, die keine Kinder moechten, immer vorwirft, egoistisch zu sein: Sind das Leute, die Kinder bekommen, nur, weil SIE Kinder haben wollen, nicht? Leute, denen egal ist, ob sie Kinder versorgen koennen, trotzdem welche haben wollen. Oder die glauben, sie koennten damit bloss ihren Partner an sich binden. Oder Kindergeld kassieren. Oder ihre Gene weitergeben. Das ist doch alles nicht weniger egoistisch, als zu sagen "Mein Koerper gehoert mir, wenn ich nicht gebaeren moechte, dann muss ich auch nicht!". Soll doch jeder einfach machen, was er moechte. Auch merkwuerdig finde ich uebrigens die Ansicht, Kinder gehoerten zu einer gluecklichen Partnerschaft dazu. Viele wollen ja gar nicht glauben, dass man ueberhaupt einen Partner hat, wenn man sich keine Kinder wuenscht. Und wenn sies dann doch endlich glauben, nehmen sie einem nicht ab, dass man gluecklich mit dem Partner sei und ihn auch lieben koenne, und trotzdem keine Kinder moechte. Und sowieso wuerden Maenner doch so gern ihre Gene weitergeben *klatsch*
Wieso kann die Gesellschaft nicht einfach so tolerant sein, dass ein Kind bekommt, wer das auch moechte, und dass die, die keine moechten, in Ruhe gelassen werden?! Jedem nach seinem Willen. Ohne irgendwelche Vorwuerfe, beiderseits. Ginge das so einfach, waere jeder dabei gluecklich, zumindest in dieser Angelegenheit, oder?
2. Wo der "Durchschnittsmensch" sich gern als uebermaessig kinderlieb darstellt, scheint er dennoch oft zu vergessen, wie Kinder denken koennen. Als seien sie selbst nie Kinder gewesen. Es mag daran liegen, dass ich erst 21 bin, aber ich erinnere mich noch sehr gut an bestimmte Situationen aus meiner Kindheit, wie ich sie wahrgenommen und empfunden habe. Jedenfalls bemerke ich haeufiger, dass "Erwachsene" Kinder nur ihres Alters wegen fuer dumm halten. Nun moegen sie selbst in dem Alter dumm gewesen zu sein, aber daher von sich auf andere zu schliessen? (Ach moment mal, das Thema hatten wir ja neulich... *huestel*) Jedenfalls sehe ich oft Situationen, in denen ueber etwas geredet wird und es dann heisst "Ach, das Kind versteht das sowieso noch nicht". Bevorzugt, wenn es um etwas geht, was als "nicht fuer Kinder geeignet" gilt oder wenn ueber das Kind selbst geredet wird. Nun, es mag Kinder geben, die verstehen es dann wirklich nicht oder kriegen es einfach nicht mit, weil sie anders beschaeftigt sind, aber dennoch ist es absolut nicht ungewoehnlich, wenn das Kind es dann eben doch mitkriegt und versteht. So, wie es gemeint ist, oder sogar "noch falscher", noch negativer. Viele Erwachsene scheinen Kinder fuer viel dummer zu halten, als sie tatsaechlich sind. Ich jedenfalls habe das in meiner Kindheit erlebt und auch bei anderen Kindern gesehen... Als Erwachsene. Und wie entsetzt die Eltern dann sind, wenn das Kind nicht nur schweigend mithoert, sondern sich auch dazu aeussert, so, dass klar ist, dass es alles verstanden hat. Und dennoch scheinen die Erwachsenen nicht dazu zu lernen, sondern es kommt immer wieder zu haargenau derselben Situation. Immer wieder "Das Kind versteht das sowieso nicht", immer wieder "Mist, es versteht es doch"... Menschen = lernfaehig?!
3. Das Beziehung- und Sexualleben von "normalen Menschen"... Immer wieder soetwas, was ich merkwuerdig finde, aber das ist wohl Ansichtssache und ich habe nur so eine verschrobene Ansicht, weil ich selbst total pervers und merkwuerdig bin ;) Aber da es fuer viele Menschen eine sehr grosse Rolle spielt, ist es auch immer wieder eine interessante Betrachtung... Jedenfalls gibts da so einige Fragen, die ich mir stelle und die ich aus meiner persoenlichen Sicht gar nicht loesen kann. Ich kann hoechstens spekulieren, wie "normale Menschen" das sehen, indem ich mich in ihre Denkweise hinein versetze. Das gelingt manchmal gut, wirkt auf mich aber immernoch sehr befremdlich, da ich mich immernoch frage, wie sie ueberhaupt zu diesen Denkweisen kommen und wieso ich anders denke. Dass alle Menschen verschieden sind, ist ja klar, aber dennoch gibt es manchmal Denkweisen, die besonders weit verbreitet sind; kennen wir (ich nehme an, ich habe Leser, die nicht konventionell sind und die moechte ich hier mal ansprechen) nicht fast alle die Situationen, in denen wir eine Meinung vertreten, die wir ganz natuerlich finden, und scheinbar ALLE um uns herum stimmen dem absolut nicht zu und halten uns fuer vollkommen seltsam? Situationen, in denen wir glauben, wir stehen mit unserer Meinung allein da? Dabei muesste, wenn alle Menschen anders sind bzw alles gleichmaessig verteilt waere, ja in jede Richtung ungefaehr gleich viele Meinungen existieren. Dem ist aber nicht so. Wieso?
Was ich zB immer wieder seltsam finde, ist die Betrachtungsweise, dass Frauen Maenner als Beschuetzer woellten. Ich erklaere es mir 1. mit dem Klischeedenken, das genau das propagiert, 2. mit der Kriminalitaet in einigen Staedten und dem daraus resultierenden Gefuehl, man koenne sich allein nicht mehr wehren. Zu 1, wir kennen sie ja, die klischeehaften Rollenvorstellungen "Mann = stark, aggressiv, tapfer, usw", "Frau = zart, schwaecher als ein Mann". Auch, wenn viele immer emanzipiert sein wollen, da kriechen sie doch in die Vorurteile zurueck... Nun mag es biologisch stimmen, dass Frauen eine schwaechere Muskulatur haben, als Maenner, aber das ist ja auch nicht IMMER so. Die wirkliche Frage, die ich mir stelle, ist aber, wenn ich mich bedroht fuehle, wieso suche "ich" (bzw die "Durchschnittsfrau") mir einen Mann, der mich beschuetzt, und tue nicht SELBST was daran, mich verteidigen zu koennen? Wieso uebe ich nicht, wieso denke ich nicht darueber nach, was ICH tun kann, wenn soetwas geschieht. Bequemlichkeit? Klischeedenken ("Ich schwache Frau kann mich sowieso nicht verteidigen, das geht einfach nicht")? Fakt ist, man kann nicht IMMER einen Mann bei sich haben und wenn man sich darauf verlaesst, staendig verteidigt zu werden, statt sich selbst zu verteidigen, dann ist man irgendwann wehrlos... Oder ist das ganze die Folge einer ueberbehueteten Kindheit (ich weiss, das Thema hatten wir auch schon einmal), nicht nur mit "Ich kriege alles, was ich will", sondern auch "Wenn mir was passiert, regelt das Papa fuer mich"?
Was jedenfalls klar ist: Koerperliche Staerke ist bei der Verteidigung sowieso nicht alles. Ich denke, in UNSEREM Fall waer ich die Person, die uns beide besser verteidigen koennte *huestel* Zwar hat ER kraeftigere Arme (ich denke, das kann man daraus schliessen, dass er muehelos mit einem Zweihaender hantieren kann, den ich keine 10 Minuten hochhalten kann - da find ich Dolche weitaus praktischer, aber das nur mal am Rande), dafuer meine ich, auf Menschen psychologisch sehr stark einwirken zu koennen. Und wenn ich wirklich wuetend bin, dann wird auch eine sonst nicht vorhandene, koerperliche Kraft frei und dann wars das fuern Angreifer ;) Ich will jetzt nicht genauer auf die Situationen, in der das bisher vorgekommen ist, eingehen, aber es passiert ab und zu und ist durchaus praktisch. Was natuerlich nicht heisst, dass man nicht auch mal dem Angriff unterliegen koennte. Das weiss man vorher leider nicht. Auf jeden Fall ist es sowieso besser, koerperlichen Angriffen aus dem Weg zu gehen! Ich halte es bei unsinnigen Konflikten (wie wenn man angepoebelt wird, zb) sowieso fuer besser, einfach weiterzugehen und sich auf keinen Streit einzulassen, das ist es einfach nicht wert. Zuschlagen wuerde ich nur, wenn die Person einen schon koerperlich angegriffen hat bzw dabei ist, einen anzugreifen. Dann kommt man nicht mehr drum herum... Und wenn man die Wahl hat, sich zu wehren und davon zu kommen, oder sich wehrlos verpruegeln zu lassen - was wird man waehlen? Ich denke doch, selbst eine geringe Chance, halbwegs unverletzt davon zu kommen, ist besser, als gar keine. All das muss ich wohl dazu schreiben, bevor mir noch jemand vorwirft, ich wuerde Gewaltanwendungen verharmlosen...
4. Aber wir sind nun ja mehr oder minder ganz vom merkwuerdigen Geschlechtsleben "normaler" Menschen abgekommen. ;) Was ich seltsam finde, ist, von Liebe zu sprechen, angeblich aus Liebe eine Beziehung einzugehen, diese dann aber, sobald SEXUELL das erste Mal was nicht klappt, aufgegeben wird. Wie kann das sein, wo angeblich die LIEBE der Grund war, die Beziehung einzugehen, nicht der Sex? Sollte man, wenn man angeblich liebt, nicht vielleicht auch etwas Interesse dran haben, die Beziehung weiterzufuehren, indem man - okay, das hatten wir auch schonmal, viele sind einfach zu faul, um mit dem Partner zu reden. Aber das ist dann sowieso keine Liebe. Und beim Thema "von sich auf andere schliessen" waeren wir auch wieder, wenn ich nun schriebe, dass viele glauben, eine Beziehung ohne regelmaessigen Sex koennte nicht halten. Also ich denke, wenn sich zwei Partner gefunden haben, die WIRKLICH zueinander passen, koennen Beziehungen auf jede nur denkbare Art und Weise funktionieren, so seltsam es "normalen" Menschen auch vorkaeme - ALLES funktioniert, wenn alle daran Beteiligten darueber dieselbe Meinung haben. Diverse Fetischisten (als anderes Beispiel) koennten also miteinander auch eine perfekte Beziehung fuehren; die, die es vermiesen, sind dann meist das intolerante Umfeld, das das alles nicht gutheissen will, ob es sie ueberhaupt etwas angeht, oder nicht. Es ist heute noch so, wie vor einigen Jahrzehnten bei Homosexuellen. Damals galten die auch noch als pervers und man hat ihnen die Moeglichkeit, Beziehungen, die genauso gut oder schlecht sind, wie die von Heterosexuellen, zu fuehren, abgesprochen. Bezeichnend, dass die, die das damalige Denken als altmodisch verteufeln, dafuer heute einfach andere Gruppen genau so, wie sie es verdammen, verurteilen. Vielleicht merken sie es nicht einmal. Aber was ich eigentlich schreiben wollte; es geht mir nicht darum, dass man Dinge, die man als "seltsam" empfindet, weil man selbst in der Hinsicht ganz anders ist, unbedingt nachvollziehen koennen muss. Aber man sollte die "Anderen" nicht diskriminieren. Und ein Zeichen von Intelligenz ist es auch nicht, dass man sich alles, was einen nicht direkt selbst betrifft, gar nicht wahrhaben will oder gar nichts davon weiss oder wissen will (vgl. "Was ist Metal? Nie gehoert!" von neulich; Gruesse an Frau Argh ;) ).
Nunja, Dinge, die als "Norm" gelten, und die ich seltsam finde (wobei jeder tun soll, was er moechte): Anmache als Aufwertung zu betrachten und sich drueber zu freuen (Viele Asis pfeifen doch allem, was sie als Frau erkennen, nach, das sagt meiner Meinung nach nichts ueber die Qualitaeten der Angemachten aus, nicht einmal unbedingt etwas ueber ihre Attraktivitaet), Maenner dumm zu finden und staendig zu beschimpfen aber ihnen aber trotzdem staendig hinterher zu rennen (das equivalent waere wohl, staendig zu betonen, wie sehr man Kaelte hasst, und sich dann sehnlichst einen Urlaub in der Arktis zu wuenschen), Sex als reine Selbstbestaetigung zu sehen bzw sich wegen des Fehlen desselbigen nutzlos zu finden - also Quasi die Umkehrung von "irgendwelche haesslichen Kerle pfeifen mir nach, deswegen bin ich total toll" (also ich weiss ja nicht, aber ich denke, Menschen sollten noch andere Qualitaeten haben, als nur ihr Aeusseres; ich hab jedenfalls keinen Grund, mein Leben als sinnlos zu betrachten, nur, weil ich nicht jedentag von Fremden angeflirtet werde - denn ich hab viel mehr zu bieten, was sich anders aeussert; wer sein ganzes Selbstbewusstsein davon abhaengig macht, ob andere Menschen ihn moegen, hat meiner Meinung nach keines!), heimliche Liebe und Anziehung einem Anderen gegenueber nicht als Fremdgehen zu bezeichnen, wohl aber die kleinste heimliche Beruehrung (ICH - aber ich kann nur fuer mich selbst reden, weil es reine Privatsache ist, wie man das sieht - bin der Meinung, dass endweder beides Untreue ist oder nichts davon, denn das Negative am Betrogenwerden ist ja wohl, dass der Partner einem etwas verheimlicht bzw einen hintergeht und Emotionen, die man fuer sich beansprucht - den Sinn des Ganzen kann man an anderer Stelle diskutieren - jemand anderem gegenueber empfindet - da ist es doch wohl egal, ob es heimlich nur emotional-gedanklich geschieht oder auch koerperlich geschieht, denn beides ist schon ein Hintergehen); Menschen, die sich anderen Menschen koerperlich anbieten, wobei sie diese Person lieben und ohne eine gegenseitige Liebe eigentlich lieber gar keinen Kontakt haetten, dann aber vorher nicht einmal sicher gehen, OB die andere Person an ihnen ueberhaupt ein emotionales Interesse hat, die sich dann auch noch aufregen, wenn dieser Fall eintrifft (oder, weniger kompliziert ausgedrueckt: "Nur bei gegenseitiger Liebe Sex haben wollen, dann aber, ohne zu wissen, was Sache ist, doch mit jemandem Sex haben, in der Hoffnung, er KOENNTE einen lieben, und dann herumheulen, wenn sich DANACH herausstellt, dass er einen niemals lieben wird" - kann es einfach nicht nachvollziehen, wenn Leute ein Unglueck ganz leicht haetten verhindern koennen - in dem Fall durch !VORHER fragen! - dann aber bereitwillig in ihr Unglueck rennen, danach aber doch heulen);
aus Modegruenden lesbisch sein, wie es so schoen in den Medien propagiert wird - Musik, Stars, usw (ich finds einfach grausig, dass "der moderne Mensch" gar nix mehr selbst entscheiden kann, sondern sich alles von Moden vorschreiben laesst, von der Farbe der Jeans ueber die Musik, die "in" ist, jetzt sogar bis zur "EIGENEN" sexuellen Ausrichtung, die man eigentlich selbst am besten kennen sollte - dass man gerade in der Jugend VON SICH AUS unsicher sein kann, ob man hetero/bi/a/homosexuell ist, ist klar, dass man sich VON SICH AUS darueber Gedanken macht auch, aber Dinge nur der Mode halber oder "weil es jetzt alle so machen" "AUSZUPROBIEREN" - das finde ich arm! Zum einen, weil es unglaublich fremdbestimmt ist, zum anderen, wie soll man eine sexuelle Ausrichtung "ausprobieren"? Man fuehlt es entweder (indem man sich eben von sich aus - ohne Modeeinfluesse u.ae. - zu zB gleichgeschlechtlichen Menschen angezogen fuehlt) oder man fuehlt es nicht. Dazu muss man nichts probieren, es ist immernoch eine emotionale Sache. Damit meine ich nicht einmal Liebe, sondern auch die rein sexuelle Anziehung. Sie ist da, oder eben nicht. Da kann man sogar einen unglaublich banalen Vergleich zu Kleidung ziehen, obwohl zwischenmenschliche Beziehungen eigentlich bedeutsamer sein sollten ;) : Wenn ich von mir aus absolut keine rosa Blusen mag, ziehe ich keine rosa Bluse an, im Glauben, es koennte mir ja doch gefallen. Man muss nicht alles ausprobieren, um zu wissen, ob man es mag, oder nicht. An manchem hat man einfach kein Interesse (nicht unbedingt Ekel, einfach nur kein Interesse): Ich hab zB nie Froschschenkel (oder meinentwegen auch etwas, was nicht ganz so abstossend ist, zB Sushi) gegessen, weiss also nicht, wie sie schmecken, will es aber auch gar nicht probieren. Einfach kein Interesse dran.
Ich glaub, das reicht erstmal. (Genug Text fuer die naechsten 5 Tage ;) ).
cn P