Memoriae Ex Aeterna Nocte

08.10.2008 um 16:01 Uhr

Scheiss Studium; oder: Wer ist der Verantwortliche fuer diese bekloppte Planung?!

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Studium, Universität, Stress

Folgende Kurse muss ich noch alle belegen, irgendwann. Links steht das Fach, rechts, wann es stattfindet.

 Fruehe Neuzeit  DI 12 bis 14 Uhr
 Antike  DI 12 bis 14 Uhr
 Historische Ansichten
 DI 10 bis 12 Uhr
 Neuzeit  DI 10 bis 12 Uhr


Jetzt wuensche ich mir noch einen vorherigen Kurs von spontaner Knospung oder Bilokation, sonst ist das irgendwie nicht machbar... *huestel*

Ein weiteres Problem besteht uebrigens darin, dass die Veranstaltungen von 10 bis 12 ganz woanders stattfinden, als die von 12 bis 14 Uhr. Dazwischen liegen 4 Stationen mit der S-Bahn und ein Fussweg. Also da weiss ich auch nicht, wie ich von einem Ort rechtzeitig zum anderen kommen soll, ohne jedes Mal die erste Viertelstunde des Unterrichts zu verpassen  (was gerade, wenn man an Klausuren denkt, ziemlich bloed waere).

*seufz*

Ich ueberlege weiter, was ich waehle und wie das hinkommen soll...

cn P 

 

07.10.2008 um 18:40 Uhr

7.10.08

Man koennte ja auch mal wieder nen "normalen" TAGEBUCHeintrag schreiben... ;) Aber es gibt an sich nicht viel zu sagen...

Traeume jede Nacht irgendwas, letzte Nacht von Pere Lachaise, was schon ziemlich angenehm war, vor einigen anderen Tagen glaubte ich, ein Kind zu sein, das mit anderen Kindern im Schnee spielt. Dann bin ich von der Kaelte aufgewacht, war ich am ganzen Koerper ausgekuehlt, und habe erstmal das Fenster geschlossen... Das war weniger nett.

Dabei kuehle ich eigentlich immer sehr schnell aus. Beim Baden bekomme ich eigentlich immer in kuerzester Zeit, egal, wie warm das Wasser ist, violett anlaufende Fingernaegel und blassgraeuliche Haende. Andererseits glaenzt meine Haut immer etwas silbern (nicht "typisch fettig", sondern komplett trocken, aber irgendwie silberfarben), keine Ahnung, woran das liegt. Medizinisch gesehen ist wohl alles in Ordnung.

Kurse gewaehlt hab ich jetzt auch noch nicht, wollte ich morgen oder uebermorgen machen. Montag geht die Unterrichtszeit wieder los, ich denk ungern dran. Mal sehen, wie es wird. Jedenfalls find ichs daemlich, dass Linguistik mittlerweile nicht mehr aus nur 2 Kursen besteht, sondern aus 3 ;/ Werden immer mehr, ausgerechnet bei diesem Fach, das ich wirklich hasse. Bin ja auch schon einmal in der Klausur dort durchgefallen (und in der Nachholklausur auch, was aber klar war, weil man ja nie erfaehrt, was man in einer Klausur richtig oder falsch hatte - es gibt nur die Zensur, keinerlei Hinweise - wie soll man sich da verbessern?). Ich hoffe, es passiert nicht noch mehrfach. Was ich auch unschoen finde, ist uebrigens, dass ein Kurs mittlerweile samstags stattfindet... Wenns so weitergeht, hat man keinen Tag mehr frei. Wo soll man sich noch erholen?

Ausserdem hab ich jetzt ne Mimose als Haus"tier" ;) Nur mal nebenbei. Niedliche Pflanze, werd demnaechst mal Fotos oder auch ein Video machen. Wer es nicht weiss: Mimosen reagieren auf Temperaturwechsel, Beruehrung, Luftzuege, etc, und bewegen sich, und das sogar ziemlich schnell. Ausserdem haben sie einen Schlaf-Wach-Rhythmus.

Und zuletzt noch zwei sinnlose Testergebnisse...

1. Ich nutze zu 79% meine linke Hirnhaelfte, zu 64% meine rechte, nach irgendeinem Test ("Hirndominanztest") sind es 11:9 Punkte. Nun habe ich also eine Gesamthirnnutzung von 143% ;) ER kommt "nur" auf 120nochwas. Keine Ahnung, irgendwie ist mir das suspekt. Jedenfalls ist die linke Hirnhaelfte angeblich die rationalere und ich muesste angeblich Linkshaender sein (war es nicht eigentlich genau andersrum, dass man die jeweils gegenueberliegende Hirnhaelfte genutzt hat?!)... Wie dem auch sei, der Unterschied sei nicht gross genug, daher sei ich ein "Ganzhirn-Typ", die bescheiden seien und sich im Hintergrund halten wuerden und sich oft kuenstlerisch betaetigen, denn ohne Nutzung beider Hirnhaelften sei keinerlei Kreativitaet moeglich (aetsch ;) ). Ausserdem haetten sie, im Gegensatz zu den Typen, die eine Haelfte viel intensiver nutzen, keine Extremmacken... Logik und raeumlicher Orientierungssinn seien auch vorhanden. Aha.

2. Laut irgendeinem Test laesst sich anhand von Fragen feststellen, ob das Hirn von sich aus eher maennliche oder weibliche Eigenschaften hat. Fuer mich klang das alles nach traurigen Klischees (Frauen sind kommunikativ, Maenner gut in Mathe und beim Stadtplanlesen, usw), aber wenn das wirklich wissenschaftlich bestaetigt sein sollte... Dann weiss ich, wieso ich mich unter Frauen so seltsam fuehle *huestel* Gut, viele Maenner sind mir auch suspekt, eigentlich sind mir das fast alle Menschen. Jedenfalls sei das Hirn ab 190 Punkten oder mehr weiblich, ab 150 Punkten oder weniger maennlich, und alles zwischen 189 und 151 Punkten sei ein Mischbereich. Natuerlich habe ich bloss 105 Punkte erzielt, und daher werd ich jetzt sofort an meinem nicht vorhandenen Auto schrauben, Fussball gucken und Matheaufgaben loesen gehen... *zyn*

Zum Glueck nehm ich solche Ergebnisse nicht zu ernst. Leute, die das tun, muessen ja wirklich am Verzweifeln sein (siehe: Probleme mit Normen).

cn P

07.10.2008 um 16:06 Uhr

Kommunikation

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Gesellschaft, Sprache, Internet

Die Meinung anderer Menschen bezueglich Beziehungen kann frustrierend sein, wenn man auch selbst eine perfekte Beziehung fuehrt und einen all das gar nicht tangieren sollte - Aber so isses bei Dummheit, sie regt mich auf ;) Und ich sage nicht "Dinge, die nicht meiner Meinung entsprechen = dumm", sondern definiere dumme Thesen daran, dass sie undurchdacht wirken, auf Halbwahrheiten oder vollkommen falschen Vorurteilen basieren oder alles viel zu einseitig betrachten. Ausserdem sind fuer mich die meisten Behauptungen dumm bzw die, die diese Aeusserungen machen - weil sie es oft nicht mal ein Stueck hinbekommen, ihre Meinung auch mit einer Argumentation (bestehend aus Argumenten!) zu begruenden. Bei Geschmaeckern ("Ich mag rote Blumen mehr als weisse") braucht man keine objektiven Argumente, aber bei Angelegenheiten, die nicht mehr nur eigene Vorlieben betreffen, sondern eine Auswirkung auf andere Menschen haben ("Polen sind dumm", "Rassistische Denkweisen sind gefaehrlich") sieht das schon etwas anders aus... Merkt man, dass ich ein Semester Kommunikationstheorien studiert habe? Wobei ich glaube, vorliegende Meinung hatte ich schon vor dem Kurs...

Aber es faellt mir schon deutlich auf, dass es verschiedene Weisen gibt, miteinander zu kommunizieren, verschiedene Diskussions- und Argumentationsstile. Nicht nur unbedingt kulturell oder regional unterschiedlich, sondern natuerlich auch rein individuell. Etwas schwierig wird es, wenn zwei Menschen mit einem unterschiedlichen Diskussionsverstaendnis aufeinander treffen. Als intelligenter Mensch wird man versuchen, seine Aussagen und seinen Stil zu erlaeutern, dem Gegenueber begreiflich zu machen, was man warum sagt und was es bedeuten soll (wenn die Person es wirklich nicht von sich aus merken sollte; ich denke, ich kann unterschiedliche Argumentationsweisen schon gut nachvollziehen). Nur dummerweise gehoeren zu einem Dialog immer zwei Menschen, und wenn einer nicht verstehen WILL, was der andere sagt, und seine Erklaerungen auch ignoriert, kann dieser sich so bemuehen, wie er will, kann hundertmal mit immer anderen Beispielen und immer anderer Wortwahl erlaeutern - das bringt dann nichts. Und dazu sag ich salopp: Es nervt! Es nervt einfach tierisch, wenn ich jemandem sag, er soll es bitte alles nicht als Angriff empfinden und etwas lockerer sehen, weil ich einfach nur meine Meinung erlaeutere und versuche, Gegenargumente zu widerlegen, und dann keift er/sie weiter herum! Ich kann 100x sagen "Das ist nicht boese gemeint", und die Person motzt weiter herum, gern auch noch auf persoenlicher Ebene (ist immer so: wenn die logischen Argumente ausgehen, wird abgelenkt oder persoenlich beschimpft - dass die Leute, die nach diesem Schema ticken, das nicht merken?! Es ist dermazsen berechenbar! Denken die denn nie darueber nach, wie sie handeln und warum sie das tun? Ich verbringe einige Zeit damit, mich selbst zu beobachten).

Jedenfalls ist es oefters dasselbe... Person X stellt eine Meinungsfrage. Person Y antwortet. Ich sage dazu, was ich meine, und aeussere - wenn denn ein Grund besteht - meine Zweifel an der Aussage von Person Y und begruende die auch (ich nehme doch an, wenn jemand an einer Diskussion teilnimmt, will er auch eine Diskussion und nicht einfach seine Meinung aeussern und nicht drueber reden! Sonst soll ers vorher sagen). Person Y faengt dann gewoehnlich an, einen anzukeifen, weil man sie angegriffen habe. Besteht man dann (unter der Anmerkung, dass es nicht boese gemeint sei, sondern man nur diskutieren wolle) darauf, dass die Argumente von ihr aber widerlegt werden koennen und sie gern mal versuchen koennte, meine Argumente zu widerlegen (um zu sehen, was uebrig bleibt, also am wahrscheinlichsten der Realitaet entspricht), fangen dann meist unsachliche Beschimpfungen an. Ich denke nicht, dass das der Sinn einer Diskussion ist. Fuer mich sollte die ideale Diskussion so aussehen, dass man selbst Argumente nennt und Gegenargumente zu widerlegen versucht. Ohne Beschimpfungen, Halbwahrheiten, sondern wirklich nur mit FAKTEN, die als Argumente zur Vertretung der eigenen Meinung genutzt werden. Zum Schluss sieht man dann, was als nicht widerlegbar "uebrig bleibt", und dann sollte die Person, der nichts mehr einfaellt, fair sein und nachgeben. Es geht hier wohlgemerkt nicht um Geschmacksfragen, weil jeder gluecklicherweise einen anderen Geschmack hat und man darueber nicht diskutieren sollte, sondern um "Faktenfragen"... Siehe Erlaeuterungen im ersten Absatz.

Abschliessend anzumerken bleibt vielleicht noch, dass ich nicht verstehe, wieso viele Menschen so schnell cholerisch werden. Das Leben ist doch schwer genug (vielleicht fuer diese Leute nicht, weshalb sie woanders herumjammern muessen?), da brauch ich mich doch nicht ueber irgendwelche Leute online in Diskussionen tatsaechlich aufregen. Diese Meinung koennen einige Leute nicht nachvollziehen, merk ich immer wieder. Mir wird gern unterstellt, ich wuerd wuetend werden, nur, weil ich gern mal ueberzeichne und auch eine moeglicherweise kraeftige Sprache benutze (was ich persoenlich beides als STILMITTEL, nix weiter, betrachte). Dabei isses mir, entschuldigung, scheissegal, was irgendwer sagt. Ich mag dagegen argumentieren, aber wirklich beruehren tuts mich nicht. Dazu ist mir meine Laune viel zu schade. Menschen sollten eben nicht immer von sich auf andere schliessen.

cn P

07.10.2008 um 15:23 Uhr

Gesellschaft III

"Schade, dass nicht alle Menschen gleich denken." Den Satz hab ich in letzter Zeit auch haeufiger gelesen. Ich kann ihn ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Waer die Welt wirklich interessant, wenn alle gleich denken wuerden, alle die gleiche Meinung haetten? Vielleicht gaebe es dann keine Diskussionen mehr, das koennte einem Nerven sparen, das stimmt. Aber wuerde nicht auch etwas fehlen? Lernt man nicht auch, indem man verschiedene Meinungen hat, diskutiert, Meinungen vergleicht und daraus versucht, mit Vernunft, die sinnvollste Sicht zu ermitteln? Eine Frage waere auch, wenn alle das gleiche denken wuerden, was wuerden sie dann denken? Der Mensch kann nicht immer richtig liegen. Wenn also alle Menschen glauben wuerden, die Erde sei eine Scheibe, und es kann fuer diesen Gedanken gar keine andere Meinung haben... Ohne den Diskurs haetten wir keine Forschung, keine Erkenntnis, keinen Fortschritt. Ausserdem faend ichs langweilig, gaebe es keine verschiedenen Geschmaecker, denn dann saehe alles in der Welt, von der Gebaeudeeinrichtung ueber die Kleidung und Frisuren bis hin zu Gaerten o.ae. gleich aus. Ausserdem haetten alle dieselbe Meinung und wuerden einander nur nachschwafeln. Einige Menschen stoeren sich daran vielleicht nicht, ich persoenlich faends aber schade. Und die, die es noch nicht so sehen, koennen ja mal drueber nachdenken, wie gut ihre Chancen, einen Partner zu finden, waere, wenn alle den gleichen Partnergeschmack haetten ;) Und Menschen sehen bekanntlich unterschiedlich aus... Vielleicht entspricht man aus irgendeinem Grund nicht dem Schoenheitsideal, und wenn ALLE ausnahmslos dieses vertraeten, faenden einen ALLE haesslich? Was waer das dann noch fuer ein Leben (in unserer oberflaechlichen Gesellschaft)?

Viele Menschen koennen sich nicht in andere Menschen hineinversetzen und wollen das vielleicht auch gar nicht. Sie empfinden es wahrscheinlich als unnoetige Muehe, haben keine Lust, sich anzustrengen. Kann ich mir durchaus vorstellen, viele reden ja, weil sie zu faul dazu sind, nicht einmal mit ihrem Partner, den sie sich selbst ausgesucht haben. Aber selbst, wenn einige es versuchen, frage ich mich, wieso viele es nicht schaffen, sich auch nur ansatzweise in die andere Person hinein zu versetzen? Was bindet sie so stark an ihre eigene Meinung, ihre eigene Denkweise, dass es ihnen gar nicht moeglich ist, alles aus einer anderen Sicht zu betrachten? Fehlt da eine bestimmte Denkkultur bzw -tradition, gibts die selten, vielleicht nur in einigen Gegenden? Waeren sie in dem Fall wenigstens tolerant! Doch auch das kann man bei vielen vergessen. Wie viele wollen einem ihren Lebensstil aufzwingen... Ich muss in dem Fall immer zurueck daran denken, wie es bei mir in der 10. Klasse war. Schon damals trug ich, und das seit gut 3-4 Jahren, meist dunkle, unauffaellige Kleidung, Silberschmuck, schminkte mich aber nicht oder nur dezent. Ich tat das, weil ich mich so mochte, weil ich es so mochte, und es mir egal war, was andere dachten - es sollte MIR gefallen, schliesslich war es mein Koerper. Ich war damit vollkommen zufrieden und meine Freunde (alle ausserhalb der Schule) hatten auch nichts daran auszusetzen. In der Schule aber, war es ein wenig anders. Dort wusste keiner wirklich etwas ueber mich, geschweige denn ueber meine Freunde und IHN, aber trotzdem wollten sich fuer mich fremde Personen (wenngleich sie in meiner Klasse waren, allein deswegen kennt man sie ja nicht automatisch) staendig in meine Privatsphaere einmischen. Nahezu taeglich musste ich mir Sprueche anhoeren wie "Zieh dir doch mal was Buntes an und benutz bisschen Makeup, dann findest du bestimmt schnell ganz viele Freunde!" oder "Wenn du mehr aus dir machen wuerdest, haettest du bestimmt nen Freund!"... 1. Was heisst, ich wuerde nichts aus mir machen, nur, weil ich meinen eigenen Stil habe? 2. Wieso braeuchte ich noch einen Freund, ich kannte IHN da schon einige Monate! 3. So viel Oberflaechlichkeit stoesst mich ab, was soll denn das, wenn man sich "korrekt" kleidet und schminkt, habe man "ganz schnell" "viele" Freunde?! Ich moechte lieber wahre Freunde, die mich akzeptieren, wie ich BIN, nicht solche, die mich nur moegen, wenn ich in einem Kostuem mit Maske herumlaufen und nichts von mir wissen woellten, waere ich einfach nur ich. Leider hat sich diese Auffassung von "Freunden" bei vielen auch beim Schulabschluss noch nicht veraendert. Ich weiss nicht, wie es heute ist, weil seitdem kein Kontakt mehr besteht. Aber immerhin wurde ich, nach einigen Jahren des Gejammers, in Ruhe gelassen, mit einem eingeschnappten "Dann eben nicht, du undankbare Pute, wir wollten dir doch nur helfen!" oder "Du bist eine schlechte Freundin, sonst haettest du dir helfen lassen!"... Ich sehe Manipulationsversuche nicht als Hilfe an und Leute, die das anders sehen, sind mir ziemlich sch-egal und keine Freunde. Und haben mir vor Allem nicht zu sagen, wie ich mich kleiden soll.

Interessant ist uebrigens auch, dass solche Leute, die einem, obwohl man ruhig und zufrieden ist, Ratschlaege geben, zu leben, wie sie, oft selbst vollkommen unzufriedene Menschen sind. Sie waren staendig am jammern, wegen aller moeglicher Personen, weil die Frisur nicht richtig sass, weil die Kleidung schon wieder aus der Mode war, weil das Makeup immer so viel Zeit kostet... Es stimme ja, dass man soetwas in Kauf nehmen muesse, um "nen tollen Boy" kennen zu lernen, aber es sei doch trotzdem nervig... Und das alles war dann auch noch voellig vergebens! *g* Es endete schliesslich so, dass ich in der 10. Klasse IHN kennen gelernt hatte (meine 1. Beziehung hatte ich schon etwas vorher) und die Dame, die mir besonders viele Ratschlaege geben wollte und staendig den Jungmaennern hinterher war, bis zu unserem Abschluss, damals war sie 19, noch nie eine Beziehung hatte. Vielen anderen gings nicht anders. Wollen diese ungluecklichen Leute einen vielleicht mit ihren Ratschlaegen so ungluecklich machen, wie sie selbst, damit sie sich besser fuehlen? Vielleicht auch rein unbewusst? Nein, ich will niemandem Boeses unterstellen muessen...

Apropos Beziehungen... Ich habe nun auch schon mehrfach gelesen, dass eine dauerhafte Beziehungsarbeit gar nicht moeglich sei, schon gar nicht mit Mitte 20 bis Ende 30, weil man da noch "experimentieren" sollte (Ach ja? Hier klappts super und ich bin sogar noch juenger), da zu anstrengend. Nun denke ich persoenlich aber, dass man eigentlich gar nicht so viel arbeiten muss, vorrausgesetzt, man hat sich einen passenden Partner gesucht, und dass man das bisschen schon akzeptieren sollte, sonst kanns mit der Beziehung ja nichts werden. Aber viele tun ja gern nichts und jammern am Ende... Ich weiss, es ist moeglich, dass man sich psychisch nicht in der Lage fuehlt, etwas zu tun, aus welchen Gruenden auch immer. Und dann ist es irgendwie gemein, zu sagen "Selbst schuld"... Aber wenn wir der schonungslosen Wahrheit ins Gesicht sehen wollen, ist es wohl so. Da nehme ich mich selbst nicht aus. Ausserdem habe ich gelesen, dass viele Paare ungluecklich werden wuerden, wenn aus einer Fernbeziehung eine ohne Distanz wird, weil man dann ja immer den Partner am Hals habe. 1. Ist es ja wohl nicht so, dass man, nur, weil man zusammen wohnt, nicht auch mal was allein machen koennte. 2. Hat man sich seinen Partner selbst ausgesucht, also geh ich davon aus, dass man mit ihm auch Zeit verbringen moechte. 3. Wenn man den Tag allein auswaerts verbringt, sieht man den Partner abends paar Stuendchen, und ist das wirklich so unertraeglich schrecklich? Wenn ja, wieso geht man dann eine Beziehung ein? Ich war damals jedenfalls sehr froh, als ER hierher gezogen ist, sodass ich ihn mal haeufiger, als nur einmal pro Monat zwei Tage sehen konnte. Natuerlich ist jeder Mensch anders, aber man sollte sich schon einen Partner mit einem aehnlichen Naehebeduerfnis suchen.

Naechster Punkt. Nun, ich durfte mir im Lauf meiner Beziehung, an der bis jetzt nix broeckelt und mit der wir beide ziemlich zufrieden sind, haeufiger von zum Teil voellig Fremden anhoeren, diese Beziehung koenne gar nicht gut werden, da ich dazu ja noch viel zu jung sei. Irgendwann wuerde ich bereuen, treu geblieben zu sein, denn ich haette meine ganze Jugend keine Chancen gehabt, zu "experimentieren". Nun sehe ich keinen Grund, wieso ich etwas ohne IHN versuchen sollte, weil ich IHN aeusserst anziehend finde (abgesehen davon liebe ich ihn, und was ich von Fremdgehen halte, habe ich schon einmal geschrieben...). Ich seh gar keinen Grund, mir jemand anderen zu suchen, und wenn ich irgendetwas hochgradig Perverses ( ;) ) ausprobieren will, frag ich IHN. Im Gegensatz zu vielen Menschen bin ich naemlich nicht so seltsam, mich nicht zu trauen, paar Worte mit dem eigenen PARTNER zu wechseln. Ich wuerd nie mit jemandem eine Partnerschaft eingehen, mit dem ich nicht mal ehrlich sein koennte bzw mich nicht trauen duerfte, etwas anzusprechen, was auch schlecht ankommen koennte. Aber ich weiss, wir tolerieren einander bei Meinungsverschiedenheiten, daher gibts da gar kein Problem. Die Neugier, auch mal mit einem anderen Mann sexuell zu verkehren, die ja angeblich "bei jedem mal" auftritt... Hm... Nein, eigentlich empfinde ich das nicht so. Sicherlich sehen alle Menschen anders aus, aber um das festzustellen, kann ich auch an den FKK-Strand gehen und niemanden anfassen. Was soll da anders sein? Gut, Menschen riechen anders, bewegen sich anders, aber ich hab kein Beduerfnis, das genauer zu erfahren. Zumal mir ausser IHM hoechstens ein bis zweimal im Jahr jemand begegnet, den ich wenigstens nicht zutiefst unattraktiv finde. Ich bin da wohl zu anspruchsvoll. Ich meine mit "attraktiv" hier uebrigens mal die rein optische Ebene, die mir bei Gespraechspartnern vollkommen egal ist. Aber wenn man sich paart, vielleicht doch eine Rolle spielt :P Und in der Hinsicht... Gibts wenige Leute, die mich ansprechen.

Seit bald 6 Jahren "vergeben" - und so gluecklich wie am ersten Tag (oder sogar gluecklicher), wuerde nix daran aendern wollen :P Da kann von beziehungsfrustrierten Tussen so lange gejammert und miesgemacht werden, wie sie wollen.

cn P

07.10.2008 um 00:19 Uhr

Gesellschaft II

Alle Menschen sind wertvoll auf ihre Weise. Und gehen sie einem noch so auf die Nerven ;) Aber an sich haben wohl doch alle den Zweck auf dieser Welt, ein gewisses Gleichgewicht herzustellen. Sehr egoistisch koennte man fast sagen, irgendeiner muss ja die Infrastruktur am Laufen halten, damit man leben kann ;) Aber auch man selbst traegt ja seinen Teil zur Welt bei, negativ gesehen nutzen wir uns alle gegenseitig aus, positiv gesehen schaffen wir einander, jeder den anderen, eine Grundlage zum Leben. Natuerlich koennte man jetzt sagen, natuerlich erfuellt der Muellmann einen Sinn, der Kanalarbeiter, der Fabrikarbeiter. Aber was tut der Schueler, der keine Arbeiten verrichtet, was das Kind, das noch nicht einmal zur Schule geht? Immerhin sind sie die Zukunft. Nun koennte man aber auch behaupten, aus Kindern, die irgendwann nur noch herumlungernde, Sozialhilfe kassierende Alkoholiker sind, koennte man auch verzichten. Vielleicht koennte man das dann auch, aber soetwas weiss man vorher nicht. Ausserdem sollte man Menschen nicht nach Nutzen betrachten, sie moechten doch keine Gegenstaende sein, die man BEnutzt! Und selbst Gegenstaende muessen ja nicht immer einen objektiven Nutzen haben. Aber obwohl man die Tatsache, dass es auf der Welt auch Dinge gibt, die einem missfallen, akzeptieren muss... heisst das noch lange nicht, dass man nie meckern darf, und da fang ich jetzt an! ;)

Taeglich zeigen sich mir neue Armutszeugnisse unserer Gesellschaft. (ACHTUNG! Ich nutze manchmal gern absichtlich Ueberzeichnungen als Stilmittel und um allem eine kleine Ironie zu geben, wer mich "kennt", sollte erkennen koennen, wann das der Fall ist; ausserdem disputier ich auch gern mal etwas rauer mit Bekannten, die auch wissen, was dahinter steckt, naemlich der Spass am Wortwechsel... Feindlich oder aggressiv isses eigentlich nicht gemeint). Aber hier meine ich mal ganz unlustig wirklich Dinge, die ich nicht leiden kann (das koennte ich noch vulgaerer ausdruecken, aber wozu sollte ich?). Seien wir mal ernst; wobei auch im Ironischen oft ein trauriger Kern steckt...

Neulich las ich, mehrfach und im Beziehungskontext, Aussagen im Tenor "Wieso sollte ich fuer meinen Partner auf was verzichten, wenn ich es doch will!"... Da wuerd ich gern "Aus Ruecksicht? Aus Liebe?" zurueckfragen. Oder, angreifender, "Was ist diese Aussage mehr, als purer Egoismus?". Aber stimmt es denn nicht? Wenn man IMMER will, dass geschieht, was man will, und es einem scheissegal ist, was der Partner, den man doch angeblich LIEBT, darueber denkt, gerade, wenn er direkt involviert ist, wo bleibt dann die Liebe? Sich selbst zu verleugnen, ist auch nicht der richtige Weg, aber man kann doch nicht einfach sagen "Mein Wort sei Gesetz, scheiss drauf, was der andere will!" - so stelle ich mir keine gleichberechtigte Beziehung vor. Wenn Maenner so handeln wuerden, wuerde man gleich politisch korrekt "Scheiss Macho!" schreien, aber wenn Frauen dasselbe tun, ist das legitim? Ich finds traurig. Wenn man etwas moechte, meinentwegen auch "will", was aber beide Partner betrifft, sollte man doch darueber sprechen und nicht einfach, scheiss auf den anderen Menschen, einfach tun, was man will. Da fragt man sich doch, was solche Egoisten unter "Liebe" verstehen. Der Partner wird dann meist auch noch gern als Geisel genommen, a la "Wenn ich das nicht darf, verlass ich dich!"... Erpressung, wie passt das mit Liebe zusammen? Dann sollen die doch zugeben, dass sie den Partner nicht lieben, sondern allerhoechstens sein Geld oder seinen Ruhm oder meinentwegen auch sein Geschlechtsteil. Oder dass sie bloss keine Lust haben, allein zu sein. So ein Verhalten ist fuer mich Beziehungsunfaehigkeit. Das sage ich so offen, und wer sich angesprochen fuehlt, soll doch bitte drueber nachdenken. Ich weiss, dann kommt die uebliche Ausrede "Aber die Triebe!"... Sind wir Tiere? Ja, sind wir, aber sollten uns Triebe wichtiger sein, als die Liebe? Dann aber bitte mit einem Partner leben, der das genauso sieht! Und wenn dann kommt, der Partner sei doch egoistisch, weil er ein Veto einlegt und dem wollenden Partner nicht zustimmt - ich denke, bei einigen Dingen ist es ein gutes Recht, nein zu sagen, natuerlich vorrausgesetzt, man ist selbst involviert! Man kann doch auch nicht sagen, eine Frau, die von einem Fremden nach Sex gefragt wird und nein sagt, handelt egoistisch und das sei falsch. Und man kann genauso wenig sagen "Aber die Triebe!" und damit eine folgende Ve*g*wal*igung rechtfertigen. Ich nenne wenige Dinge pervers, aber das hier ist es!

Egoismus ist ein grosses Uebel unserer Gesellschaft. Manchmal ist er in Ordnung, gerade, wenn es um das Recht auf Selbstbestimmung geht. Egoismus toetet aber frueher oder spaeter auch Beziehungen. Dass viele Partner nicht miteinander reden, gar nicht, ist mir auch suspekt. Was obiges Problem angeht, einer will etwas und der andere nicht: Dann muss ein KOMPROMISS gefunden werden! Wenn das nicht klappt, sollte man sich fragen, ob die Partner zueinander passen. Bei UNS gabs da noch NIE Probleme, das in bald 6 Jahren. Es kann also sehrwohl funktionieren. Was ich auch schwer nachvollziehen kann, ist, wieso man fremd geht, und gleichzeitig behauptet, den betrogenen Partner angeblich zu lieben. Wieso hintergeht man ihn dann anstatt mit ihm ueber bestehende Probleme zu reden? Nur, weils einfacher und bequemer ist? Ist die eigene Bequemlichkeit wichtiger, als der angeblich geliebte Partner? Will man jemanden, den man liebt, allen Trieben zum Trotz, nicht vor Verletzungen schuetzen? Das passt also auch nicht zusammen. Bevor ich jemanden betruegen wuerde, wuerde ich ihn lieber verlassen. Das taete wohl weniger weh, als hintergangen worden zu sein. Mag aber auch jeder anders sehen.

Was ich an dieser "Was ich will, passiert"-Auffassung auch kritisch finde, ist, dass damit wohl auch Verg*walt*gungen "begruendet" werden koennen. Meist heisst es, eine V sei eher eine Machtdemonstration und habe mit Sex und Trieb nicht unbedingt etwas zutun. Das kann ich mir vorstellen, das ist sicher leider auch oft der Fall. Aber dass es nicht manchmal doch "nur" der Trieb ist, will ich nicht ausschliessen. Bei so einem Denken, wie oben beschrieben, "Ich WILL aber doch!", was ich neulich erschreckend oft erlebt habe (vorher konnte ich mir das, da mag ich naiv sein, so extrem gar nicht vorstellen, und dachte, fast jeder wuerde zumindest ein bisschen ans Gegenueber denken), kann sowas wohl passieren... Ja, da ist das fast "logisch". Ich frage mich, wie werden Menschen so selbstzentriert und egoistisch? Es waere sicher zu einfach, zu sagen, diese Menschen seien die "verwoehnten Goeren", die in der Kindheit immer sofort alles bekommen haben, was sie wollten, denn diese Leute sind im Leben ja nicht alle kriminell. Oder sind sie es nur nicht, weil sie Angst vor der Strafe durch das Gesetz haben? ;) Nein, ich denke, so schlecht ist "der Mensch" dann doch nicht. Andererseits empfinde ich mich persoenlich als genuegsam und glaube, dass das damit zusammenhaengt, dass ich viel sparen musste und in der Kindheit aus Prinzip eigentlich fast NIE bekam, was ich wollte. Aber man muss daraus nicht schliessen, dass das Gegenteil auch "funktioniert", ausserdem bin ich bloss eine Einzelperson und alle Menschen sind unterschiedlich.

cn P

06.10.2008 um 23:35 Uhr

Nur mal eine Randbemerkung

27.9. Groessere Mengen Blut wurden auf einem Waldweg gefunden. Man geht von Mord aus.

28.9. Man stellt fest, dass es sich um Tierblut handelt.

29.9. Zeugen haben "Angehoerige der sogenannten Gothic-Szene" dort gesehen, die allein wegen ihres Auftretens mit Sicherheit eine schwarze Messe abgehalten haetten. Die Polizei fahndet wegen Tierquaelerei.

1.10. Ein Metzger meldet sich, ein netter Junge habe bei ihm paar Liter Blut gekauft.

2.10. Der nette Junge hat bloss eine Horror-Fotosession mit drei Freunden im Wald gemacht und hats nicht hinbekommen, alles restlos zu reinigen. Ausserdem haetten gut 10 Passanten dabei zugeguckt und es haette keinen gestoert.

Was lernen wir daraus? Liebe Splattereure und Splattereusen, immer schoen danach aufraeumen ;) Schont Nerven fremder Menschen und die Umwelt. Ich frag mich nur, wieso die Polizei fast ne Woche gebraucht hat... Das fand in ner doerflichen Gegend statt, da haette man auch gleich den Metzger fragen koennen, und man haette ein Ergebnis gehabt. Ausserdem finde ichs fragwuerdig, von schwarz gekleideten Menschen nahe des Fundorts gleich auf Satanisten zu schliessen. Da hat wohl immernoch einer nicht verstanden, dass Satanismus eine Geisteseinstellung ist und Satanisten sich nach aussen "normal" kleiden, wie jeder andere auch.

cn P

06.10.2008 um 22:20 Uhr

Gesellschaft I

Hat jeder Mensch einen Ort, an dem er sich wohlfuehlt? Haben Laender allgemeine Mentalitaeten und zu manchen fuehlt man sich eher hingezogen, als zu anderen? Finde ich dieses Land bzw die meisten (natuerlich gibts auch Ausnahmen!) Menschen, die dieses Land bewohnen, nur so scheusslich, weil ich mehrere Jahre meiner Kindheit in einer vollkommen anderen Kultur verbracht habe und auch hier von meiner "Mutter" "undeutschkulturell" erzogen wurde? Meinen "Vater" habe ich, so lange er gearbeitet hat, immer nur ab 18 Uhr abends fruehstens gesehen (was nicht viel war, weil ich als Kind um 19 oder allerspaetestens 20 Uhr wieder im Bett war, bzw in den ersten Jahren noch frueher, da hab ich ihn ausser am Wochenende gar nicht sehen koennen) und am Wochenende auch mal ganztaegig. Nicht, dass das was Ungewoehnliches waer, gerade zur damaligen Zeit. Aber was meine Erziehung betrifft, hatte bis zum Alter von 6 Jahren eigentlich meine "Mutter" den alleinigen Einfluss. Wuerde ich mich in einem anderen Land besser fuehlen? Ich glaube nicht, dass ich ein schrecklicher Mensch bin. In Finnland moegen mich viele Leute. Bekannte in Japan, mit denen ich schon etlichen ausdiskutiert habe, habe ich auch. Die beiden Laender mag ich, nicht nur kulturell. Finnland ist dabei ein richtiger Traum... Was ich lese und auch, was ich direkt von Finnen erfahre, klingt perfekt auf mich zugeschnitten. Unglaublich passend. Also zumindest "probehalber", als Urlaub, sollte ich dort mal ein bisschen Zeit verbringen, dann werde ich sehen, ob es wirklich so ist, wie es scheint. Es gibt viele negative Dinge, die ueber Finnen berichtet werden. Dass sie so wortkarg seien, "schwermuetig", schwarzhumorig, manchmal auch zynisch. Das sind fuer mich alles keine Maengel, im Gegenteil, ich glaube, da wuerde ich mich wohl fuehlen. Denn seichter Humor, maskenhafte Dauerfroehlichkeit und staendiger Smalltalkzwang gehen mir unglaublich auf die Nerven... Mal abgesehen davon ist der "Mainstream"-Geschmack in Finnland auch naeher an meinem, zum Beispiel, was Musik betrifft. In den aktuellen finnischen Charts sind auf den ersten vier Plaetzen 3 finnischer Metal (der in allen Faellen zumindest ueberdurchschnittlich gut klingt, in zweien wuerde ich sogar sagen, richtig super nach meinem Geschmack). 2 dieser Lieder sind finnischsprachig, die anderen zwei englisch. Abschliessend sollte ich vielleicht noch sagen, dass es natuerlich auch unter Finnen Attribute gibt, die ich an Menschen nicht mag, und ich kenne auch direkt Finnen, die mir unsympathisch sind. Aber gibts "mentalitaetsbedingt" vielleicht doch mehr Finnen, die ich sympathisch finde, als beispielsweise Deutsche?

Was mir unsympathisch ist, duerften die meisten meiner regelmaessigen Leser wissen. Vor einigen Jahren fand ich einige dieser Dinge sogar so grausig, dass ich an einem "gesunden Menschenverstand" gezweifelt habe und daran schon depressiv wurde. Heute hat sich am ersten Teil auch nichts geaendert: Manchmal denke ich, je mehr ich ueberhaupt ueber "die Menschen" (damit meine ich jetzt die Masse, die so genannte "Norm") erfahre, desto schrecklicher finde ich sie. Aber ich gewoehne mich langsam daran, einfach damit leben zu muessen, weil es auch Dinge auf der Welt gibt, die mir Freude machen, die ich nicht missen moechte. Daher gebe ich mein Leben nicht auf, und wenn mich manches sehr nervt. Ich sollte einfach versuchen, das, was mich belaestigt, moeglichst zu umgehen. Aber blind sein will ich trotzdem nicht, schliesslich sind die Probleme da, ob ich hinsehe, oder nicht.

Eine Sache, die mir immer sehr unsympathisch erscheint, ist Oberflaechlichkeit - die sich vor Allem darin aeussert, Menschen, die nicht der Norm entsprechen, zu diskriminieren bzw fremden Menschen, die man nicht kennt, aufgrund ihres Aeusseren, ihrer Nationalitaet oder Religion Dinge vorzuwerfen, die gar nicht unbedingt stimmen muessen, a la "Du bist Asiat, also frisst du Hunde!" oder "Du kommst aus Ostdeutschland, also bist du arbeitslos und asozial (im Gegensatz zu mir tollem westdeutschen, gebildeten Luxus-Wohlstandkind)!". Sowas ist besonders schlimm, wenn bloss gaengige, durch Medien auch noch weiter verbreiteten, Klischees nachgeplappert werden, die scheinbar, ohne sich nur einen einzigen Gedanken darueber gemacht zu haben, blind uebernommen wurden. Ausserdem immer aergerlich finde ich Menschen, die schwafeln, obwohl sie keine Ahnung haben, bzw glauben, grosskotzig Halbwahrheiten verbreiten zu koennen, nur, weil sie "studiert" seien oder von einer "Eliteschule" kaemen. Menschen, die sich einbilden, etwas zu sein bzw etwas Tolles zu koennen, nicht, weil sie etwas dafuer getan haben, sondern, weil sie irgendeiner Gruppe angehoeren... womoeglich noch, indem sie sich "reingekauft" haben. Dem aehnlich auch sind die "Ich trage [wie hunderte von Jugendlichen, Anm. d. Verf.] ein Nietenarmband, deswegen bin ich voll individuell!"-Kinder und -Jugendlichen. Wobei solches Verhalten in anderen Dingen leider genauso bei juristisch und gesellschaftlich "Erwachsenen" vorkommt. Statt auf ihr Wesen, ihren Charakter zu bauen, statt bei anderen Menschen auf den Charakter zu sehen, gehts nur darum, was man nach Aussen darstellt. Das beschreibt fuer mich Oberflaechlichkeit am besten. Ich finde das widerlich.

Ein anderer Punkt ist der grausige Konsum-Wahn... "Ich kaufe [XY], also bin ich!"... Menschen, die sich ueber die Marken, die sie konsumieren, definieren, profilieren wollen. Das ist die Tussi mit dem Gucci-Taeschchen genauso, wie der Teenie-Gruftie, der keine "normale" dunkle Kleidung tragen will, sondern nur Sachen von Xtrax. Es ist haargenau dasselbe in schwarz. Kein Deut schlechter, aber auch keiner besser. Wenn einer bestimmte Sachen mag, weil er sie mag, ist das okay. Wenn es nur darum geht, etwas darstellen zu wollen, mit der Marke prahlen zu wollen, sehe ich das wieder anders. Ich finde es generell kritisch, wenn Menschen sich nur ueber einen Aspekt ihres Lebens komplett definieren wollen. Sind "normale Menschen" wirklich so interessenlos? Das glaube ich nicht! Wenn jemand sein ganzes Leben darauf aufbaut, "Borderliner" oder "Linux-User" oder "Adidas-Traeger" oder "Professor" zu sein (was an sich sehr unterschiedlich wirkt, in diesem Kontext aber interessanterweise austauschbar ist!), dann kann das doch niemals seine volle Persoenlichkeit beschreiben! Hoffe ich jedenfalls... Und bevor hier jemand schreibt, Borderline beeinflusse das ganze Leben... Klar tuts das, aber ist man daher nur noch "Borderliner"? Ich habe auch Depressionen, die auch das ganze Leben beeinflussen, und trotzdem wuerde ich mich nicht als "Depressive" charakterisieren wollen, weil mein Leben noch viel mehr beinhaltet. Viele wissen, dass ich Kunst ueber alles liebe und dass ich mich manchmal auch als "Kuenstlerin" bezeichne. Aber das nur, wenn ein "Beruf" o.ae. angegeben werden soll - Mein ganzes Ich wuerde ich damit nicht beschreiben wollen, denn da ist mehr! Selbst "depressive, duestere Musik hoerende, Friedhoefe moegende Kuenstlerin" wuerde nicht alles aussagen. Ausserdem waere diese Eigenbezeichnungen verglichen mit den ganzen "Goths", "Aspies" und "Prof. Dr.s" da draussen viel zu lang ;) Ein letzter Gedanke noch... Wie schaffen Unternehmen eigentlich so starke Produktbindungen, dass sie "Fans" haben (wie kann man bloss richtig "Fan" von einem Produkt sein? Mir persoenlich nicht verstaendlich, aber jeder Mensch ist anders), die sie verteidigen und schon aggressiv gegen angebliche "Feinde" ihres angehimmelten Unternehmens werden? Gibts ja in einigen Bereichen, im Softwarebereich wie auch bei Handies, etc... Scheint ja gerade bei Elektronik gelaeufig zu sein. Ich stelle mir gerade vor, wie sich zwei Kinder kloppen, weil eins es gewagt hat, zu sagen, Pelikan-Fuellfederhalter seien viel besser als die von Herlitz *lol* Das kriegen nichtmal Kinder hin... ;) Da werden Produktbindungen scheinbar noch nicht irrational stark, oder irre ich mich? (Anm.: Etwas Humor muss manchmal sein, das Leben ist so schon zu ernst!)...

Abschliessend sollte ich vielleicht noch einmal anmerken, dass dieser Beitrag allein meine subjektive Meinung darstellt, die ich zwar anhand von Erfahrungen, gezieltem Nachdenken und dem Abwaegen diverser Informationen erreicht habe, die aber nicht unbedingt jeder nachvollziehen koennen muss, weil nicht jeder gleich ueber Dinge denkt und auch jeder andere Erfahrungen in seinem Leben macht. Ich moechte sie einfach aeussern und auch niemandem damit widerprechen; Ihr koennt gern was Anderes denken, mir ist es voellig egal, aber lasst mich bitte auch einfach meine eigene Meinung haben, selbst, wenn sie euch persoenlich nicht gefaellt. Das muss man mittlerweile ja immer dazuschreiben, dabei dachte ich, soetwas sei selbstverstaendlich. Danke.

cn P

06.10.2008 um 21:19 Uhr

6.10.08

Heute Nachmittag war ich wieder bei meinem "Vater". Er war wieder meckeriger, als die letzten Male, hatte ein grosses Mitteilungsbeduerfnis, draengelte die gesamte Zeit, ich muesse mir doch noch mehr Kleidung und neue Schuhe und was weiss ich noch alles mitnehmen, obwohl ich erwaehnt hatte, dass ich danach noch einkaufen gehen wollte, und nicht so viel schleppen will. Aber dagegen war ich machtlos. Dann meckerte er noch, weil ich nach ca einer halben Stunde "schon" gehen wollte, dass ich doch ruhig noch ein wenig laenger bleiben koenne. Aber die Laeden wuerden bald schliessen... Aber frueher war es unvergleichbar schlimmer. Und er scheint eingesehen zu haben, dass ich mein Studium nicht in "Regelzeit" schaffe, sondern mindestens ein Jahr laenger brauchen werde. Oder er hat mich einfach ueberhoert... Jedenfalls ist er nicht ausgerastet, als ich das gesagt hatte. Vielleicht ist er auch froh, dass ich mittlerweile beabsichtige, das Studium - in wieviel Jahren auch immer - zu beenden. Es ist einfach so, dass ich mich 2 Jahre gezwungen habe, schon so viele Kurse bestanden habe (und auch in vielen nicht *huestel*), ich bin quasi zur Haelfte fertig, da waers schade, wenn das umsonst waere. Also werd ich weiter machen, mich aber nicht quaelen: Ich nehme mir nur vor, was ich glaube, schaffen zu koennen. Ich mache weiter, vielleicht langsam, aber auch so kommt man irgendwann am Ziel an.

Danach war ich noch am Einkaufszentrum. Vom Parfuemgestank an diversen Menschen an allen Ecken habe ich ziemliche Kopf- und Nasenschmerzen bekommen. Da tun mir Hunde, die all das noch staerker wahrnehmen, richtig leid. Zudem findet dort im Einkaufszentrum(!) aktuell eine mir etwas fragwuerdig erscheinende Ausstellung exotischer Tiere statt. Es ist zwar schoen, dass Leute diese Tiere so kostenlos ansehen koennen, ohne Geld fuer den Zoo zahlen zu muessen, aber ob der Laerm, das Licht, die Gerueche und die bekloppten Menschen den Tieren nicht schaden? Ich weiss nicht, wie empfindlich Leguane und Schlangen so sind, und die Terrarien sahen auch aus, als seien sie aus ziemlich dickem Glas. Ich hoffe einfach, die Zustaendigen haben sich Gedanken ueber die Tiere und nicht nur ueber den Profit gemacht. In einer grossen Voliere hatten sie jedenfalls auch Flughunde. Worauf ich aufmerksam wurde, da eine Tussi schrill "Igitt!" schrie. So schrill, wie ich es sonst noch nie gehoert habe (und darueber bin ich froh). Dabei sind das so niedliche Tiere... Alle hingen zusammen an einer Stange und schliefen scheinbar.

Ich frage mich sowieso, was an Flughunden eklig sein soll. Dann muessten kleinere Hunde und Katzen oder auch Kaninchen und Meerschweinchen, uebliche Haustiere, auch eklig sein, aber, da bin ich mir sicher, da ist die Meinung gewisser Tussis wieder eine ganz andere. Es geht doch immer nur darum, was etabliert ist. Medien schreiben vor, was schoen und was haesslich sei, was normal und was unnormal, was "gesund" und was "krank" - obwohl die Definition der biologischen oder medizinischen gern gaenzlich widerspricht. Ich finde es schlimm, dass viele Menschen nicht mal mehr ansatzweise fuer sich selbst denken, sondern bloss Meinungen, die ihnen jemand vorgeschrieben hat, nachplappern. Menschen ermessen nicht mehr mit eigenen Gedanken, was sie von etwas halten, sondern richten sich nach "Vorschriften". Wollen ja nicht als "seltsam" gelten. Ich habe mich damals, als ich noch zur Schule ging, schon darueber aufgeregt, dass Maedchen in Sexbuechern blaetterten, in denen haarklein definiert war, was einem sexuell gefaelligst zu gefallen habe und was nicht. Wenn einem etwas "Schlechtes" gefiele, sei man pervers, wenn einem etwas "Gutes" nicht gefiele, pruede. Fuer Individualitaet bleibt kein Platz. Ich HASSE dieses Denken vor Allem nicht nur deswegen, sondern weil es dem Menschen nicht gerecht wird. Es ist WUERDELOS, Menschen zu Maschinen zu deklarieren, die alle gleich funktionieren sollten, statt einzusehen und damit zu leben, dass jeder anders ist und anders empfindet. Und diese Beeinflussung haben wir mittlerweile in allen Bereichen. Es faengt dabei an, dass "Experten" Menschen vorschreiben, welche Kleidung schoen waere und welche nicht (vgl. Mode, wobei das besonders "Perverse" dabei ist, dass Mode schnellstens wechselt und das, was eben noch als "haesslich" deklariert wurde, ploetzlich "wunderschoen" sein soll), und endet dabei, dass man mittlerweile nicht einmal mehr selbst entscheiden soll, was einem schmeckt, sondern sich auch das "lehren lassen" muss. Ich meine damit nicht das Lernen einer gesunden Ernaehrung, was ich sinnvoll finde, sondern tatsaechlich den reinen Geschmack als Streitpunkt.

Heute ist mir auch wieder aufgefallen, wie uniform gekleidet viele Leute herumlaufen, die sich fuer ach wie individuell halten. Emos... Und Hello Kitty ist auch total "in". Da waere ich ja richtig "hip", haette ich meine Hello-Kitty-Sachen noch... Aber damals war ich 5 und lebte in Thailand ;) Hier befassen sich Teenager, "Fast-Erwachsene", damit... Aber jedem das, was ihm Spass macht. Jedenfalls... Es ist laecherlich, immer als ach wie individuell gelten zu wollen. Waere die Welt nicht angenehmer, wuerde jeder einfach tun und moegen, was er MOECHTE?! Egal, ob konservativ oder modern, alternativ, wie auch immer... Einfach nur mal selbst sein koennen und moegen koennen, was man von sich aus moechte. Keinen Moden folgen. Nicht der Masse hinterherrennen, aber genauso nicht immer krankhaft alternativ sein wollen. Das ist sowieso laecherlich, weil das alle "Alternativen" machen und es dadurch schon wieder "Mainstream" ist. Ich bekomme manchmal vorgeworfen, konservative Meinungen zu vertreten. Ich koennte jetzt sagen, ich sei nicht konservativ, sondern nur alternativ-alternativ, indem ich alternativ dem gegenueber bin, was "Alternative", die doch alle gleich sind, vertreten... Aber das ist mir egal. Ich bin ich, ich tue, was ich moechte, egal, wie andere es beurteilen. Und als ich 16 oder 17 war, schrieb mir mal jemand, spaetestens nach der Schule seien die Menschen reif genug, um nicht mehr Moden zu folgen, sondern sie selbst zu sehen. Dem habe ich damals schon widersprochen. Nun aber, wo ich schon 2 Jahre aus der Schule draussen bin und sehe, dass die Leute meist genauso unreif sind, wie vorher, kann ich es sicher widerlegen.

cn P

05.10.2008 um 21:01 Uhr

Sehnsucht

von: AngelInChains   Kategorie: Bilder   Stichwörter: Reisen, Fotografie, Friedhof, Sprache

Der einzige Ort, den ich aus Paris wirklich vermisse, ist der Friedhof Pere Lachaise. Irgendwie aendern an der positiven Erinnerung auch die Fusschmerzen, die ich hatte, die Magenbeschwerden und all die anderen Widrigkeiten nichts.

Irgendwie mag ich das Wort "Sehnsucht" eigentlich gar nicht so wirklich... "Sucht" kommt drin vor, klingt, als koenne man sich selbst nicht kontrollieren, sondern sei durch eine hoehere "Macht" gezwungen... Als wenn man sich nicht selbst ausgesucht haette, das, wonach man "sehnsuechtig" ist, zu moegen.

Das Bild oben haette man sicherlich auch noch schoen nachbearbeiten koennen. Aber ich finde, unbearbeitet ist es schon so schoen, dass man nichts mehr aendern muss... Zumindest jetzt nicht.

cn P 

05.10.2008 um 20:21 Uhr

Letzte Hausarbeit des Semesters geschafft

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Studium, Universität, Stress

In den letzten zwei Tagen habe ich meine Hausarbeit geschrieben. Irgendwie wurde es mehr, als erwartet... 26 Seiten nur Text, dazu dann noch Inhaltsverzeichnis, Deckblatt, Literaturliste... Ich weiss gar nicht, wie viel wir schreiben sollte, glaube aber, es sollten zwischen 10 und 20 Seiten sein - allerhoechstens. Wahrscheinlich bekomme ich fuer meine 26 Seiten eins aufn Deckel *huestel* Absurderweise habe ich aber nur ausformuliert, was ich vorher schon geplant und so als Planung auch schon dem Dozenten geschickt hatte. Da meinte der, das sei thematisch viel zu wenig *rolleyes* Zum Glueck habe ich mir da nicht noch mehr gesucht, sonst waere ich wahrscheinlich auf 30-40 Seiten gekommen. Aber der Dozent hat immer zu jammern. Ich hoffe, ich falle nicht durch... Eigentlich bin ich der Meinung, meine Arbeit ist wirklich gut geworden. Aber bei einigen Dozenten kommt mir die Zensurenvergabe leider sowieso allzu willkuerlich vor... Uebrigens habe ichs (die reinen Textseiten betrachtend) auf 7146 Woerter gebracht. Ist das mein aktuelles Maximum? Weiss ich kaum mehr. Ich habe gestern 10 Stunden gearbeitet, heute 6. Aber mit Pausen dazwischen, zum Essen, Onlinesein und fuer andere disziplinlose Dinge ;) Also habe ich eigentlich gar keine 16 Stunden gearbeitet. Gut, ich habe an einem vorigen Tag schon meine Fotos ausgewertet. Aber die weiteren Zitate habe ich gestern erst gesucht, die GANZE Literatur... Die ganze Recherchearbeit. Und trotzdem komme ich, wenn ich die Wortzahl durch 16 Stunden teile, auf 7,5 Worte pro Minute O_O Das kann doch gar nicht sein... Schon merkwuerdig. Aber ich habe nichts dagegen...

Ich haette noch so einiges, was ich bloggen koennte und woellte. Fotos gabs von mir leider auch schon paar Tage nicht mehr. Hole ich demnaechst nach. Heute will ich erstmal meine Ruhe... Morgen bringe ich die HA weg. Danach noch bisschen durch die Stadt. Dann in der Woche noch die Kurse waehlen und die letzten freien Tage geniessen :( Die Folgewoche gehts, wenn ich mich nicht irre, wieder los mit dem Unterricht. Steht in meinem Kalender, da seh ich nicht vor Mitte naechster Woche rein ;)

cn P

03.10.2008 um 01:01 Uhr

O_o

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: TV, Medien, Musik, Metal, Asien, Japan

...wieso hab ich erst heute den Genuss japanischer Musiksender entdeckt?! O_O Da schau ich ahnungslos, was fuer japanische Sender ich neben TV Tokyo (den ich ab und zu sehe) empfangen kann, und stosse auf zwei Musiksender... Den einen hab ich mir jetzt noch nicht angesehen, aber der andere laeuft jetzt hier schon mehrere Stunden und es laeuft NUR regionaler Metal... Der kann definitiv mit europaeischem mithalten. Es ist zwar nicht jedes einzelne Lied ein Treffer, aber das ist hier ja auch nicht anders... Was hab ich in meinem Leben bisher verpasst?! ;)

cn P 

02.10.2008 um 15:58 Uhr

Uni ;/

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Studium, Universität, Stress, Internet

Schoen, dass es erst nach weiteren 3 Versuchen geklappt hat, sich einzuloggen... (Uebrigens: Den Account hab ich seit 2 Jahren, also nix mit "gerade erst angelegt")

Aber der Spass ging weiter! Ich HASSE die Planung an dieser Uni... ;/

1. Wieso finden fast alle Kurse gleichzeitig am Dienstag um 10-12 und 12-14 Uhr statt?! Ich kann dieses Jahr wohl nicht mehr als 3 (wenn ich Pech hab nur 2) Module waehlen, weil sich sonst alles zeitlich ueberschneidet!

2. Wieso werden die Teilnehmer mittlerweile bei fast jedem Kurs ausgelost? Wenn ich den Platz nicht bekomme, kann ich nicht einmal eine Alternative waehlen, weil in diesem Modul dieses Semester gar nichts anderes angeboten wird!

3. Wieso steht da schon wieder, dass "leider", "entgegen des Studienverlaufsplans" Linguistik (der Kurs, der mit seit dem ERSTEN Semester fehlt...) schon wieder ausfaellt?!

4. Wieso brauche ich zwei der wenigen Kurse, die ich bisher komplett bestanden habe, nicht mehr, weil mittlerweile schon wieder eine neue Studienordnung gilt, laut der es diese Kurse gar nicht mehr gibt?!

5. Ich haenge mittlerweile wegen nicht bestandenen Hausarbeiten aber auch nicht minder wegen Kursen, die ich nicht verlost bekommen hab, 5 Kurse hinterher - gerechnet an der Anzahl, wie weit ich sein muesste, haette ALLES geklappt... Wenn das so weitergeht mit dem "Plaetze nicht bekommen" oder Kursausfaellen, sitze ich in 3-4 Jahren noch da. Aktuell fehlen mir noch 4 Module Germanistik (pro Semester schafft man 2 - Module!, die aus jeweils mehreren Kursen bestehen) und 5 Module Geschichte (pro Semester schafft man nur 1), sowie irgendetwas in ABV. Ich brauche also auf jeden Fall noch ueber 2 Jahre statt dem einen laut "Regelzeit".

Und wieso passierts eigentlich staendig, dass ich einen Kurs entweder mit 1 bestehe oder durchfalle? Ich hab heute neue Noten fuer meinen Kurs mittelalterliche Literatur bekommen - 1,3 und 1,2 :) Wohl das einzig Erfreuliche.

Ausserdem werd ich mit dem Waehlen der Kurse noch paar Tage warten, weil ich gar nicht weiss, welches Vertiefungsmodul ich waehlen soll - weil noch nicht feststeht, welches Vorgaengermodul davon ich ueberhaupt bestanden habe ;/ Und das ist die Vorraussetzung zur Wahl des Folgemoduls...

cn P

02.10.2008 um 12:45 Uhr

1. und 2.10.08

Vorgestern Abend rief ich bei meinem "Vater" an, eigentlich nur, um zu fragen, wann ich mal wieder vorbeikommen sollte. Allerdings machte ich den Fehler, auf seine Frage, ob ich eine Telefonflatrate habe, mit "Ja" zu antworten - Er hat mich fast eine Stunde zugeschwafelt und wollte gar nicht mehr auflegen! O_O Das habe ich noch nie erlebt. Vor Allem war er die ganze Zeit freundlich und hat mich sogar ausreden lassen und sich noch einmal fuer die Fotos bedankt. So habe ich ihn noch NIE erlebt. Er hat die ganze Zeit irggendetwas erzaehlt, als haette er mich seit Jahren nicht mehr gesehen, dabei war ich vor 3 Tagen das letzte Mal fuer ueber ne Stunde da. Ausserdem hat er die ganze Zeit in einem Reiseprospekt geblaettert und mir Vorschlaege gemacht, wo ich noch ueberall hinfahren koennte O_o Frueher hatte er immer etwas gegen osteuropaeische Laender, jetzt hat er sogar Prag und Warschau vorgeschlagen. Kopenhagen ginge aber auch, genauso wie natuerlich Wien. Hamburg, Dresden, andere weniger entfernte Ziele koennte ich auch mal fuer ein Wochenende bereisen. Wuerde er mir sogar alles zahlen O_O Ich frage mich, woher der Sinneswandel so ploetzlich kommt. Andererseits kam mir seine Stimme aber auch viel aelter, kranker und trauriger vor, als sonst. Gelacht hat er aber auch. Ich weiss nicht so wirklich, was ich darueber denken soll. Aber weg von dort bin ich nun scheinbar entgueltig. Habe aber noch paar Sachen aus meinem Zimmer zu holen. Eigentlich sogar eine ganze Menge, hauptsaechlich Buecher und ein bisschen Zeichenkram. Nur bei einer Sache ist mein "Vater" immernoch streng: Wenns ums Studium geht :/ Von wegen ich muesste das in der Regelzeit schaffen... Dabei geht das sowieso nicht mehr, ich hab zu viel zu wiederholen bzw letztes Jahr durchs Auslosen ja auch einen Kurs nicht bekommen, der jetzt auch noch dazu kommt... Das, was ich alles noch machen muss, passt einfach nicht mehr in das eine Jahr, das mir laut Regelplan noch bliebe. Das schaffe ich zeitlich einfach nicht. Ich glaube, das gibt dann nochmal Aerger... Keine Ahnung, ob ich dann noch Geld zum Reisen bekomme.

Aber diese Freundlichkeit macht einen Abschied wirklich nicht leichter. Bedenkt man sein Lebensalter, und dass die Wahrscheinlichkeit, in den naechsten paar Jahren zu sterben, daher ziemlich gross ist... Vor einem Jahr, als er immer aggressiv und unfreundlich war, haette ich wohl nicht getrauert. Jetzt saehe es schon anders aus. Ich glaube, das ist die Absicht hinter diesem freundlichen Verhalten. Da weiss ich gar nicht genau, was ich davon halten soll.

In der folgenden Nacht habe ich dann auch gleich vom Reisen getraeumt - nach Polen.

Am naechsten Tag widmete ich mich also der Hausarbeit. Genuegend Infos zu den zwei Soldatenfriedhoefen, die ich behandle, habe ich jetzt. Es fehlen nur noch allgemeine Infos und ich brauche dringend noch einige Buecher nur fuers Literaturverzeichnis :/ Aktuell basiert mein ganzes Wissen auf den eigenen Besuchen dort und eigener Interpretation, und ich denke, das reicht eigentlich vollkommen. Nur Dozenten leider nicht, da muessen es mindestens 10 Buecher sein ;/ Ich bin mir sowieso nicht wirklich sicher, ob ich bei dem Dozenten bestehe. Auch in meiner Wortwahl muss ich sehr aufpassen, der Kerl uebertreibts immer mit "political correctness" und empfindet schon die Bezeichnung "Drittes Reich" als rechtsradikal und verdammenswert. Natuerlich ist das auch die Eigenbezeichnung der Nazis gewesen, aber wenns damals eben so hiess, kann man es doch wohl verwenden - und das ist in der Realitaet(!) sowohl umgangssprachlich als auch in Fachbuechern ja auch der Fall, weils einfach keinen anderen kurzen Begriff dafuer gibt! Und gerade in einer Diskussion empfinde ichs persoenlich als eher ermuedend, jedes Mal "deutscher Staat in der Zeit zwischen 1933 und 1945" oder aber "deutscher Staat zur Regierungszeit der Nationalsozialisten" zu sagen. Einen zu einer Zeit offiziellen Namen nicht mehr zu verwenden, nur, weil Idioten ihn verwendet haben, ist meiner Meinung nach nicht sinnvoll... Sonst muessten wir so einige Laendernamen streichen ;) Wobei die Behauptung, das nur mal am Rande, dass der Begriff von den Nazis erdacht wurde, eigentlich nicht einmal stimmt. Sonst haette man ihn nicht schon verwendet, als Hitler noch in die Windeln schiss (dafuer gibts literarische Belaege - nicht fuer die Windeln, sondern fuer die Verwendung des Begriffes in Zeitungen o.ae. schon 1800nochwas).

Aber einige Leute versteifen sich ja gern in Gedankenwelten, die mit der Realitaet nichts mehr zutun haben muessen. Und unter unnoetigen Aggressionen leiden auch so einige. Ich weiss nicht, wie oft ich von irgendwelchen cholerischen Personen angekeift wurde, weil sie in jeder Bemerkung einen Angriff sehen. Ich kann das nicht nachvollziehen, wieso einige Leute sofort auf 180 sind... Juengstes Beispiel: Jemand schrieb in seinem Blog, dass er in Japan erlebt habe, dass die Menschen dort auch nicht immer hoeflich sein. Mit einigen Beispielen. Ich schrieb dazu in etwa, dass es da zu Deutschland wohl kaum Unterschiede gibt und soetwas ueberall passiert - leider! (Ich wollte damit nur ausdruecken, dass ich zustimme, dass es solche Probleme ueberall gibt und ich das schade finde.) Als Antwort bekam ich ueberaus aggressives Geschrei, dass er ja auch der Meinung sei und ich keinen Grund haette, ihn bloed anzumachen und ihm irgendwelche Dinge zu erzaehlen, als sei er so dumm, dass er darauf nicht selber kommen koennte. Aehm... Wenn ich also jemandem zustimme, dann ist das also ein Angriff? Aha, interessant. *re*

Und jetzt schau ich nochmal, ob sich mittlerweile Kurse waehlen lassen. An der Hausarbeit arbeite ich heute Abend oder morgen weiter. Mal sehen.

cn P

01.10.2008 um 14:05 Uhr

Uni B. - genauso unfaehig, wie sonst auch

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Studium, Universität, Internet, Stress

Wenn man die Seite aufrufen will, auf der man sich fuer die Kurse des neuen Semesters anmeldet, kommt folgende Fehlermeldung:

Das ist ja schon einmal ein schoener Semesterstart *kotz* Alles wie frueher... Man fuehlt sich direkt wieder heimisch. Naja, ich hab ja noch knapp 9 Tage, um mich anzumelden, wenns bis dahin gehen sollte. Sonst habe ich ein grosses Problem.

Ich glaub, ich kuemmere mich jetzt erst einmal um die Hausarbeit...

cn P