Memoriae Ex Aeterna Nocte

28.12.2007 um 01:51 Uhr

27.12.07

1:30-2:30 geschrieben, dann auch recht bald eingeschlafen, irgendetwas halbwegs Ertraegliches getraeumt, sehr frueh wieder wach geworden. Wieder erst 10:30 aufgestanden, mit dem ueblichen Gemecker konfrontiert gewesen, grausiges Fruehstueck bekommen. ER kam zu spaet, da wohl ueber 40 Minuten kein Bus mehr gefahren war - ich "liebe" unsere Verkehsbetriebe! Nach unserem Treffen fuhren WIR nach S., da verbrachte ich den Tag dann auch wieder zeichnend, Musik hoerend... Ein wenig habe ich ja schon berichtet. Mit meinem "Arbeitsplan" bin ich nicht weiter gekommen, habe einige neue Chemikalien, aber zur Praeparation brauche ich noch eine ganz wichtige, und da weiss ich nicht, wo ich sie herbekommen soll. Einen Praeparatnamen kenne ich, aber online finde man keinen Shop, bei dem es das noch gibt. Nun werde ich demnaechst wohl durch die Gegend irren, im Anglerladen, Bastelbedarf und evtl bei der Apotheke fragen, oder beim Herrn Bestatter, mit dem ich frueher gearbeitet habe ;D Wobei ich glaube, der giesst keinen Grossonkel Heinz in Kunstharz ein, waer ja auch viel zu viel Masse ;) Und mit Fischchen hat der sich auch eher nicht beschaeftigt, wobei, vielleicht hat er ja ein Aquarium.

Er wohnt sogar hier in der Strasse. Aber wenn ich da morgen klingle und frage, ob er weiss, wie man in tote Tiere eingiesst, dann ruft er bloss die Psychiatrie ;) Uebrigens ein Thema, zu dem man online nichts findet. Ich glaube, andere Leute beschaeftigen sich nicht so sehr mit dem Thema. Aber wer hat auch schon tote Fische, die solche Prachtexemplare sind, dass man sie nicht einfach im Garten begraben will? Wobei ich schon von jemandem gelesen habe, dessen Opa wohl einen konservierten Goldfisch hatte, der schon ueber 40 Jahre alt war. Helfen kann mir trotzdem keiner... Dabei muessten doch Praeparatoren, Tier- und Humanmediziner eine Ahnung davon haben, sie stellen schliesslich auch Organpraeparate her! Ist hier nicht zufaellig ein Arzt, der mein Blog mitliest? ;) Ich glaube, ich werde selbst Experimente machen muessen, auch, wenn das Material teuer ist. Zuerst mit eingegossenem Schinken oder so ;) Und Blumen moechte ich auch eingiessen. Von denen werde ich dann sicher mal Bilder online stellen. Ja, dass ichs machen werde, ist sicher, ich habe schliesslich schon den Grossteil der Materialien... "Kind, wieso kannst du dir keine normalen Hobbies suchen?", haette meine "Mutter" wohl vor 10 Jahren gefragt. Aber das hier ist kein Hobby, sondern Notwendigkeit... Irgendwie.

Abends im Bus war wieder eine riesige, laute, sich dumm anstellende, poebelnde, Reisegruppe :/ Es war grausig. Und wenn einem taeglich 4 Leute auf die Fuesse treten, kann ich meine neuen Schuhe auch bald wegwerfen. Die zerquetschen Zehenknochen gleich mit. Und mein verknackstes, ziemlich schmerzendes, Handgelenk wuerde ich aktuell auch gern hinterher werfen... Bleibt noch zu erwaehnen, dass die Busse aktuell wieder nach Ferienfahrplan fahren, ob Ferien sind, oder nicht :/ Das heisst: noch laengere Wartezeiten. Wobei sich an die Fahrtzeiten eh keiner haelt, denn auch nach diesen muesste in 40 Minuten auf einer Strecke, die 3 verschiedene Buslinien anfahren, mindestens einmal ein Bus kommen... Passiert aber nicht. Ich glaube, die Ferien werden noch anstrengend... Aehnliche "Probleme" habe ich uebrigens auch mit der Post: da ist seit Anfang Dezember irgendwie nichts mehr gekommen. Dabei erwarte ich mittlerweile gut 10-15 Karten und Briefe aus aller Welt... Offizielle Postcrossing-Karten, Tauschgeschaefte uebers Forum, Weihnachts(!)karten von Bekannten... Es kommt NICHTS mehr! Manchmal befuerchte ich fast, meine Post wird gestohlen.

Angefangen hat es letzten Sommer, da schob ichs noch auf die Sommerferien, dass kaum Postcrossing-Karten ankamen. Ich dachte, es sei eben weniger los, weil so viele Leute verreist seien und die, die nur ueber die Schule online koennen, aktuell keinen Zugang haben. Aber ich irrte mich: die Ferien waren um, der Herbst kam, nun der Winter, und noch immer herrscht ziemliche Flaute. Liegts an der deutschen Post? Ausserdem beunruhigt mich, dass in letzter Zeit staendig Sachen falsch eingeworfen werden, dass ich Karten nach Tagen von den Nachbarn eingeworfen bekomme, weil sie sie versehentlich erhalten haben (will nicht wissen, wie viele die Sachen schweigend behalten wuerden - oder wie oft das schon passiert ist!), oder dass Paeckchen verschwinden... Denke immer, das darf doch nicht sein. Aber in dem Haus ist wohl alles moeglich, da wird vielleicht auch gestohlen. Heute Mittag zB herrschte ein grosser Streit, lautes Geschrei, vor der Eingangstuer: zwei Hausmeister redeten mit einem Hundebesitzer, der - ich habe es schon berichtet - wohl regelmaessig seinen Hund in Treppenhaus und Fahrstuhl sabbern und kotz*n laesst. Das hat wohl nicht nur mich gestoert, und so wollten die Hausmeister ihn heute ermahnen. Ob das etwas gebracht hat? Ehrlich gesagt bezweifle ichs.

Wir haben hier ja so einige Unmoeglichkeiten im Haus... Abgerissene Namensschilder, in die Briefkasten geworfener Muell, vollgesabberte Fahrstuehle, von Fremden verdreckte Fussmatten, Laerm mitten in der Nacht, usw, eine ganze Menge. Ist das in jedem Mietshaus so? Ich glaubs irgendwie nicht. Was wollte ich noch erwaehnen? Gegen Mitternacht kam ich wieder in R. an und ich durfte mir wieder das uebliche Gemaule und bloede auslaenderfeindliche Sprueche anhoeren. Seis drum. Anreissen moechte ich noch, dass Menschen bei Beratungsstellen in "Not"situationen (wie auch immer das ausgelegt ist), einen wohl generell fuer ein dummes Haeufchen Elend ohne eigene Meinung halten, wenn man sich dort meldet. Selbst, wenns nett gemeint ist, ich finde es nicht richtig. Und zwar ist es so - ich schaeme mich nicht - dass ich, als es ums Thema Arbeitslosigkeit ging bzw dass ER evtl wegen eines Berufs wegziehen musste, ueberall mal gefragt habe, ob man nicht etwas dagegen tun koenne, und erreichen koenne, dass ER bei mir bleiben darf, auch, wenn WIR nicht verheiratet sind. Ob einer eine Idee haette, ob es Verbaende gaebe, die sich damit beschaeftigen, usw. So fragte ich nicht nur in Arbeitslosenforen o.ae., sondern auch bei einem, sagen wir, "Jugendnotdienst". Denn sich bei verschiedenen Stellen zu erkundigen, kann nicht falsch sein.

Nun habe ich eigentlich nur geschrieben, dass ich mich mit meinem "Vater" nicht gut verstuende, weshalb ich sowieso staendig bei IHM waere, und dadurch sei es wichtig, dass ich da auch weiterhin bleiben kann, dh die Wohnung bestehen bleibt. Und ich fragte konkret, ob es sich nicht durchsetzen laesst, dass ER nicht umziehen muss, obwohl WIR unverheiratet sind. Dazu habe ich dann auch die Stelle mit Paragraphen zitiert, wo es um die Sache mit der Umzugspflicht zur Arbeitsannahme geht. Meine konkrete Frage war: gibt es eine Moeglichkeit, dass ER nicht umziehen muss, und an wen (Verbaende o.ae.) kann man sich wenden, dass die ggf auf das Amt einwirken koennen? Mehr nicht. Die Antwort war nicht sonderlich sinnvoll. Man hat wohl verstanden, was ich wollte, hat die Frage aber komplett uebergangen! Stattdessen wurden mir vollkommen unbedachte (besser: hirnlose!) Vorschlaege gemacht, die einfach nicht realisierbar sind, was sie auch haetten einsehen muessen, denn ich hatte es ihnen vorher schon erklaert. Es folgten dann Standardsprueche, wie "Sprich mit Deinen Eltern!", die auch kein bisschen weiterhelfen, ausserdem wollte man die gesamte Zeit nachhaken, wieso ich mich denn mit meinem "Vater" nicht verstuende, wobei das fuer die gesamte Sache doch keine Bedeutung hat und ich mich darueber auch gar nicht informieren wollte!

Generell kam ich mir vor, als hielten sie mich - und alle anderen Fragensteller - fuer arme, bemitleidenswerte, bloede Wesen, die keine Ahnung von nichts haben, die keinen Willen haben, sondern sich einfach Dinge einschwafeln lassen. Und die kein Hirn haetten, um selbst 1 und 1 zusammen zu zaehlen. Wie oft habe ich solche Dinge gelesen wie "Hast du denn schon einmal gedacht, dass...", und dann solche Vorschlaege, wo ich mir nur gedacht habe: "NATUERLICH habe ich das schon bedacht, ich bin ja nicht dumm! Wer da nicht von allein drauf kommt, muss schon sehr arm dran sein, aber ich habe es eben bedacht und kam zu einem negativen Ergebnis, und habe ich DAHER - leider G*ttes! - an diese absolut inkompetente Schwafel-"Beratung" gewendet!" Klar, fuer die, denen keiner zuhoert, und die einfach nur REDEN WOLLEN, fuer die ist es sicher toll, jemanden zu haben, mit dem sie gemeinsam nachdenken/reden koennen. Aber wenn man konkrete Fragen hat, und eine kompetente Antwort will, ist dieser "Service" unbrauchbar. Ich meine, es ist ja nett, dass sich da Menschen ehrenamtlich die Muehe machen, aber umbrauchbar bleibt dadurch leider immernoch unbrauchbar.

Ausserdem reagieren sie vollkommen verdutzt, wenn man noch Stolz besitzt, einen Weg einschlaegt, und auch eine Meinung hat, statt als grosses Fragezeichen mit einem Vakuum im Kopf im Raum zu stehen. Wenn man SELBST eine Idee hat und nur fragt, ob sie wissen, ob das so klappt oder was fuer Alternativen man hat. Wenn man sich eben nicht in einem riesigen "Weiss nicht" treiben laesst, sondern sein Leben in die Hand nimmt und einfach nur eine kompetente "Wissensstuetze" haben will. So wie ich fast immer einen Plan im Kopf habe, den dann aeussere, und nur frage "Meint ihr, das klappt so, oder was muss ich evtl aendern, was muss ich beachten?" statt, was sie wohl erwarten, "Was soll ich tun?", ohne jegliche vorige Idee. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine. Denn ich brauche niemandem, der mir vorgibt, wie ich zu leben haette. Ich brauche hoechstens Tipps von Menschen, die in einem Bereich mehr Ahnung haben, als ich, was sie von meiner BEREITS BESTEHENDEN Idee halten, etc. Und dass sie staendig vom Thema ablenken, nervt mich auch noch. Das waere, als wenn man als sexuell zufriedener Homosexueller wegen Hoehenangst zum Psychologen ginge, und der stattdessen anfinge, einem die Homosexualitaet "heilen" zu wollen, obwohl man das gar nicht will. Das hilft einem naemlich nicht weiter, es schadet eher noch.

In dem Sinne,

cn P


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