Das Fest
Gekauft haben wir, abgesehen von etwas zu essen, nichts, Mieder gabs uebrigens nicht, nur Kleider, Blusen, etc. Was das kuenstlerische Programm betrifft: Es traten einige Bands auf, unter Anderem Potentia Animi, es gab eine huebsche Pranger/Folter-'Vorstellung' ganz nach mittelalterlichem Vorbild mit Massen an Gaffern, auch sonst noch ne Menge Krams, und am aufdringlichsten war wohl noch der mit groesster Wahrscheinlichkeit homosexuelle Narr, der Maennern unter die Roecke sah und IHM gegenueber besonders aufdringlich war. Nicht nur, dass er uns scheinbar schon verfolgte, auch wenn wir ihn gewoehnlich ignorierten, IHN staendig begrapschte und uns von Weitem schon Kuesschen zuwarf. Naja, wie dem auch sei. Ich waere gerne noch eine Weile dort geblieben, doch wir beschlossen, schon einige Zeit vor dem Ende zu gehen, 1. um nicht mit den Massen durch den Wald zu hetzen (Wir moegen beide kein Gedraengel), 2. weil wir sonst recht spaet in Berlin angekommen waeren. Nunja. Einige Menschen hatten sich uns ziemlich eingepraegt... Ein seltsamer Mann mittleren Alters mit Spazierstock und... Doch, 'interessanter' Bekleidung, sonst auch nur diverse Gothics, unter Anderem einer mit kuerzerem schwarzen Haar und einem Flusenpullover, sowie einem kurzen Roeckchen und rasierten Beinen, den wir schon am Bahnhof gesehen hatten, komplett mittelalterlich eingekleidete Familien mit Hund (Bobtails, Weimaraner, etc), etc etc etc. Doch, es war ein wirklich nettes Fest, wenn auch ein wenig anders, als ichs mir vorgestellt hatte, doch das stoerte nun ueberhaupt nicht.
Es war kurz nach 17 Uhr, als wir gingen. Bei der Ankunft war es wohl zwischen 13 und 14 Uhr gewesen. Wir wollten eine 'Abkuerzung' durch den Wald nehmen, die auf einen anderen Wanderweg quer ueber die Berge fuehrte. Dabei war es erstaunlich, wie weit es in die Hoehe ging... Ich haette es nie erwartet. Und im Nebel wirkte alles noch merkwuerdiger. Ich machte auch paar Fotos... Kommen, wenn sie gelungen sind, auch irgendwann hier hinein ;) Der Weg duerfte uebrigens nicht viel kuerzer gewesen sein, als der andere, den wir beim Hinweg genommen hatten, er ging nur steiler bergauf und bergab... Doch, war an sich huebsch. Bekomme nur leider gerade nicht raus, wie hoch der hoechste Punkt, der Aussichtspunkt auf einem der Berge, war... Aber laut Gefuehl wars ein ziemliches Stueck... Ungewoehnlich fuer Brandenburg. Der Weg endete dort, wo der Wald begonnen hatte. Wir gingen noch kurz auf den Friedhof, um uns nach den wenigen alten Graebern umzusehen. Setzten uns doch zuerst auf eine Bank nahe des Eingangs. Bald kamen zwei Einwohner und sahen uns ziemlich boese an. Wir liefen noch ein wenig dort herum, dann wieder die Dorfstrasse herunter, zum Bahnhof. Und war stand dort? Wieder die Familie, die uns auf der Hinfahrt mit ihrem Laerm belaestigt hatte, sowie... Etliche Gothics. Und wie durch ein Wunder kam der Zug schon nach wenigen Minuten :)
cn P

