Die Reise nach C.
Wir mussten eine Stunde warten, die wir ein wenig herum liefen und bei Mc Fett fruehstueckten. Auf dem Bahnsteig dann begegneten uns gleich schon ein paar Gothics. Im Zug wurden es immer mehr... Allerdings sassen wir in einer eher unbequemen Ecke, gegenueber von uns nur eine Familie mit zwei jungen Kindern, die ziemlich viel Radau machten. Die Gothics sassen ein Stueck weg... Die Fahrt dauerte gut eine Stunde, die Umgebung war wie erwartet... Die ersten paar Bahnhoefe lagen noch innerhalb Berlins, wir sahen den Osten mit den typischen Plattenbauten, danach ging es nach Brandenburg... Wiesen, ab und zu ein Baum, dann wieder lange Strecken Wald... C. war eine durchschnittliche brandenburgische Kleinstadt, der Bahnhof fuer diese... Naja... Auch nicht ungewoehnlich. Nun begann es schon, ein wenig seltsam zu werden. Ein langer Zug von Reisenden, darunter eine Menge in mittelalterlicher oder schwarzer Kleidung, zog sich irgendwie durch das Dorf, an Kirche und Soldatendenkmal vorbei, bis zum Waldesrand und dem dort befindlichen Friedhof. Dann ging es in den Wald, ins... Naja... Das Kloster umgebende Naturschutzgebiet. Es war eine Strecke von 2,5 Kilometern etwa, bis zum Kloster, ein Wanderweg, immer wieder bergauf, bergab, durch den Wald. Es ging sehr weit in die Tiefe, unten war Wasser sichtbar und im Nebel ein paar Baeume. Generell war alles vernebelt... Wir liessen uns noch ein wenig Zeit, liefen weit hinten, dann kam noch eine Bruecke, die ueber einen kleinen Strom fuehrte, letztendlich eine Strasse und wieder eher doerfliche Gegend. In der Ferne im Nebel (Wer haette es sich gedacht *re*) war das alte Kloster zu sehen, davor die Ruinen einer Muehle.
Wir liefen dorthin, erst einmal um die Klosterruine herum, hinten lag ein grosser See, direkt daneben ein aelterer Friedhof, der allerdings nicht sonderlich huebsch war, nur ein paar wenig schmuckvolle Steine beinhaltete. Danach stellten wir uns an, das Kloster zu besichtigen, in dessen Hof sich ein Markt befand. Der Eintritt betrug regulaer 2 bzw 3 Euro, die wir dank der fehlenden Kooperationsbereitschaft der dummen Massen, doch einfach eine Gruppe mit uns zu bilden, um billiger hinein zu kommen, auch zahlen mussten. Der Markt war ein wenig seltsam, insofern, als dass dort alle moeglichen Waren verkauft wurden, die auch nicht einmal unbedingt sonderlich viel mit dem Kloster, nicht einmal mit Deutschland im Allgemeinen, zutun hatten. Und die jungen Damen und Herren in ihren Moenchs- und Nonnenkostuemen wirkten auch wenig authentisch. Da passten die zahlreichen Goths schon eher in die Kulisse... Die war schon recht huebsch, der Innenraum, und... Ach, es ist eben ein gotisches Backsteinkloster... Fotos davon habe ich gemacht, werden in den naechsten Tagen entwickelt und auch irgendwann gescannt, ich verspreche es. Die Ausstellung zum Kloster war ein wenig duerftig, es waren ein paar Steinchen zu sehen, ein paar misslungene Fotos, und das wars eigentlich... Im Grunde hat sichs nicht gelohnt, abgesehen davon, dass... Naja... Doch, ein Mal wollte ich die Ruine schon noch von Innen sehen, aber ich glaube, das reicht nun auch fuer eine Weile. Danach benutzte ich die, merke, kostenpflichtige Toilette (Als wenn Eintrittsgeld nicht schon genug ist und man fuer Getraenke und Wuerstchen nicht uebertrieben viel haette zahlen muessen), dann gingen wir wieder hinaus... Den Weg entlang, wieder weiter nach oben. Nun sollte es zum eigentlichen Mittelalterfest gehen. Auf einer Wiese, schon von Weitem zu sehen... Rauchfahnen und Barracken, sowie wie schiefer Zaun, aus ungleichmaessigen Holzlatten.
cn P

