Noch ein wenig Text
ER hatte diesen FR auch wieder Unterricht und morgen ebenfalls. Grausigen. Eigentlich wollten wir abends ja noch zu einer Freiluftausstellung fahren, es werden bestimmte Sehenswuerdigkeiten ungewoehnlich farblich bestrahlt werden, aber wenn ER SA Schluss hat, ist es wohl schon zu spaet bzw duerften wir da keine Lust mehr haben, raus zu gehen (eingekauft werden fuers Wochenende muss aber auch noch :/ ) und SO fahren keine Nachtbusse... Aber diese Veranstaltung geht noch bis zum Wochenende darauf, hoffen wir, den FR oder SA klappt es. Aber wo wir schon beim Studium sind - abgesehen davon, dass viel Zeug drankommt, was unserer Meinung nach nicht wirklich mit dem Studiengang zutun hat, sind die Online-Aufgaben einfach zum Schreien. Ich weiss, darueber habe ich gestern schon geschrieben. Aber was ich noch anmerken wollte: Es sind nicht nur bloede Aufgaben, nun kamen auch komplette, zusammenhaengende Texte dran, und es ist nichts weiter als Schleichwerbung! Wenn ich in Lueckentexten Saetze wie "Heute ist das Auto kein reines Fortbewegungsmittel mehr, sondern ein Ausdruck der Persoenlichkeit des Besitzers, ein wahrer Lebensstil. Deswegen haben die Autos von XY jetzt alle serienmaessig...", dann ist das meiner Meinung nach schon Gehirnwaesche (abgesehen davon, dass es NULL mit dem Studienfach zutun hat, ausser, dass es englischsprachige Texte sind)! Was haben die sich bloss dabei gedacht (nebenbei: ich hasse es, wenn Menschen sich ueber Aeusserlichkeiten, wie Produkte, definieren sollen)? Offiziell ist diese Werbepartnerschaft jedenfalls nicht. Und solche Texte Tag fuer Tag ein Semester lang bearbeiten zu muessen, finde ich weitaus schlimmer (da mehr auf einen einwirkend), als wenn man drei Werbeposter im Foyer haengen hat oder ein Schild im Hoersaal "dieser Raum wurde eingerichtet von". Darueber beschwerden sich einige Studenten an anderen Unis... Ueber diese Lueckentexte sollte man sich erst recht aufregen! Ich hoffe, ER kommt am SA mal dazu, das beim Dozenten anzusprechen. Wenn der es denn hoeren will, viele Dozenten sind ja taub gegenueber jeglicher - auch hoeflicher - Kritik.
Ein weiteres Beispiel, wie die Uni (oder auch, stellvertretend gesehen, der Beruf) sich immer mehr auch ins Privatleben einmischen sollen/wollen. Das geschieht, wie es mir scheint, in zwei Richtungen: Zum Einen soll man immer mehr Infos (oder Werbung *huestel*) und Arbeit aus dem Beruf ins Privatleben mitnehmen, also nie vor all dem zur Ruhe kommen, zum Anderen soll man immer wieder "weils doch so schoen persoenlich ist" im Beruf erzaehlen, was man denn in der Freizeit mache. Geht das irgendwen etwas an? Wenn sie einen bitten oder einem frei stellen, ob man darueber reden moechte, meinentwegen. Aber unter Zwang laeuft da was falsch... Es mag Leute geben, die gern Beruf und Freizeit verbinden und alles zu einer Einheit machen wollen, aber Leute sind verschieden. Ich habe gern meine zwei getrennten Sphaeren: in der Uni Leistung erbringen, arbeiten, in der Freizeit meine Ruhe haben und Hobbies nachgehen und von der Uni moeglichst NICHTS sehen und auch nicht dran denken. So waere es perfekt fuer mich.
Tja, was gibt es sonst noch? Einige Dinge aendern sich nie. Beispielsweise, wie "Privilegierte" das Leben einfacher haben (sollen), als "gewoehnliche" Menschen. Gut, sonst waeren sie verbal gesehen auch keine Privilegierten mehr, aber die andere Frage waere, ob wir solche ueberhaupt brauchen. Reiche... adoptieren sich schnell mal hier und da ein Kind auf jedem Urlaub, souvenirartig. Tingeln dann weiter um die Welt, Filmdreh hier, Filmdreh da, evtl nochmal irgendwo eine CD aufgenommen, zuhause warten derweil 5-10 aus allen Ecken der Welt adoptierte Kinder, und wenn sich ueberhaupt wer um sie kuemmert, dann irgendein wechselnder Bediensteter. Nichts gegen Adoptionen, vielleicht ist das auch eine Besserung zum bisherigen Leben der Kinder, aber sollte ein Kinderleben so aussehen? Optimal ist es sicher auch nicht. Auch immer faszinierend, wenn Medien dem "kleinen Menschen" wegen des Welthungers empfehlen, weniger zu essen, weniger zu kaufen, o.ae. Ich weiss, wir muessen moeglichst alle helfen, aber trotzdem ist es "interessant", dass man denen, die moeglicherweise selbst nicht viel haben, gern ein schlechtes Gewissen machen und ihnen noch mehr nehmen will, und die, die sehr viel Geld haben, davon komplett unberuehrt bleiben. Wuerden einige "Prominente" auch nur die Haelfte ihres Vermoegens dafuer spenden, dass man sich in armen Laendern Infrastruktur aufbauen, landwirtschaftliche Geraete und Saatgut kaufen und auch mal Felder bestellen koennte - das waere ein weitaus effektiverer Schlag gegen den Hunger, als wenn Frau Mueller mit zwei Kindern und Hartz 4 pro Tag zwei Broetchen weniger isst! Was nicht heisst, dass wir nicht auch etwas unternehmen sollten. Aber bitte AUCH die, die so viel Geld haben, dass sie sowieso nicht mehr wissen, wohin damit. Meine "Mutter" besucht wohl immernoch persoenlich verschiedene Kinderheime und bringt privat Grundnahrungsmittel, Getraenke, Obst, ab und zu auch mal Suessigkeiten, usw, fuer die Kinder vorbei.
Zuletzt vielleicht noch einige nette Gedanken zum Thema Sprache (Dinge, auf die mich nicht etwa mein Germanistikstudium, sondern privates Nachdenken und "sinnlose" Gedankenspiele gebracht haben...): "Sarkophag", so fiel mir wegen "phagere" = "verzehren" ein, muesse doch irgendwie Seltsames bedeuten... Tut es auch. Ein Sarkophag bedeutet woertlich "Fleisch verzehrend" und bezeichnete in der Antike ein Behaeltnis aus einem bestimmten Stein (Alaunschiefer), der Leichen besonders schnell bis auf die Knochen zersetzt. Ich weiss nicht, wieso man damals Leichen so schnell wie moeglich verschwinden lassen wollte, aber vielleicht hatte es mit Seuchen oder dem Anlocken gefaehrlicher Tiere zutun. Und eine andere Sache, da waeren wir wieder beim Studium und bei den sprachfixierten Feministinnen: Die Wortschoepfung "herstory" statt "history" - GRAUSIG! Es wird dann auch immernoch so falsch abgeleitet, dass "history" frauenfeindlich sei, da es von "his story" (also "SEINE Geschichte") kaeme ;/ NEIN (das tut jedem, der sich fuer Sprache interessiert, weh)! "historia" heisst der Ursprung, und das heisst aus dem Griechischen uebersetzt nichts weiter als (und das finde ich wichtig) "durch Beobachtung Gelerntes", hat also mit "his" oder Maennlichkeit oder Aehnlichem nicht im Geringsten etwas zutun! - aber sage das mal einer einer sturen, extremfeministischen Historikerin, aeh, Tschuldigung, "Herstorikerin" ;P (PS, zum Thema Gleichheit noch: Wieso gibt es Computerkurse extra fuer Frauen und keine Sprachkurse nur fuer Maenner? Wieso werden Maenner 1. benachteiligt, indem sie keine Vorteile bekommen, und 2. Frauen, die sich mit Computern auskennen, als unweiblich und unnormal dargestellt?).
Zuletzt noch zwei Zitate aus Medien, wo ich einfach nur den Kopf schuetteln konnte. 1. "Abiturienten waren ebenso vertreten wie Harz[sic!]-IV-Empfänger" (suggeriert, dass ein "kluger" Abiturient ja nie zum Sozialfall werden koenne und dass Sozialhilfeempfaenger dumm sein muessten), 2. "Schon die Erfahrung, allein in relativ unberührter Natur zu sein, kann bei Jugendlichen unserer technologischen Zivilisation zu Angstzuständen führen." (Das lasse ich mal fuer sich stehen *lol* Traurig, dass es ernst gemeint ist). Mehr gibt es demnaechst.
cn P


Eher im Gegenteil. Jellinek schiesst sich übrigens scheinbar selbst ins Aus.
Hatte das mit den Adoptionen von Jolie auch gelesen. Fragte mich auch, wann sie die Zeit für die Kinder haben will bei ihrem Lebensstil.
Sicher wird ihnen es finanziell besser gehen. Aber ein Kind braucht doch im Grunde mehr, als nur Geld und Nahrung.
Dieses mit den Lückentexten fand ich sowieso sehr merkwürdig. Wenn da jetzt noch Werbung und unterschwellige Meinungsmache hinzukommt, ein Mensch sei wie das Auto, welches er fährt, dann ist es schon fast als absurd zu bezeichnen. Aber so ist Werbung nun einmal, absurd und unterschwellig verbreitet sie sich doch in vielen Köpfen.
Nur diese scheint es auf recht primitive Art unter Ansprechen der niederen Instinkte.
Da ich kein Auto fahre, bin ich kein Mensch. Habe nichts mit dem ich mich identifizieren kann.;-)
Als Historikerin könntest du natürlich auch Werbung in deine Vorträge einbauen, denn so mancher Feldherr des Mittelalters, hätte seine Schlachten gewonnen, wenn er damals schon ein Nokia Handy gehabt hätte um sich mit seinen Truppen schneller verständigen zu können. ;-)
An den Schulen wird von Eltern auch öfter gefordert, der Unterricht sole sich an den Forderungen der Industrie, Wirtschaft und VW ausrichten, damit die Schüler später einmal einen Job bekommen.
Und dieses forderten Eltern von Grundschülern.
Arbeitssklaven scheinen früh dazu gemacht werden müssen. Da schadet eigenes Denken und bewerten nur.
Dieses Beleuchtungsspektakel hört sich interessant an, hoffe ihr könnt es euch anschauen.
Liebe Grüsse
Professionelle Öffentlickeitsarbeit kostet viel Geld ... wäre wahrscheinlich in andere Bereiche gesteckt selbstverwirklichend.
Gruß,
leo
Leider vertreten die wenigsten Feministinnen tatsaechliche Gleichheit aller Geschlechter. Weder Frau Jelinek, noch Frau Schwarzer (Zitat: "Die Propagierung des weiblichen Masochismus durch Männer ist ein Angriff, durch Frauen ist es Kollaboration mit dem Feind" - ein Schlag ins Gesicht aller tatsaechlich freiwillig sexuell-masochistisch lebenden Frauen und realitaetsfremd! Ausserdem finde ich Schlagworte wie "Feind" unpassend, oder sind wir im Krieg? Aber allgemein sehe ich in solchen Zitaten auch, dass es Frau S. gar nicht um die Vertretung der Rechte von Frauen geht, sondern nur die ihrer eigenen Meinung, sonst wuerde sie auch andersempfindende und -denkende Frauen unterstuetzen), Frau Roche benutzt den Feminismus sowieso nur als Deckmantel, ihre niveaulosen Schriften als wichtig statt unsinnig durchgehen lassen zu koennen; aber am schlimmsten ist wohl tatsaechlich Frau Solanas, wobei man ueber ihre Forderung der "Abschaffung des maennlichen Geschlechts" ja auch herzlich lachen koennte. Ich glaube, ohne Maenner, dh ohne ca die Haelfte der Bevoelkerung, saehe es auf der Welt etwas leer aus. Ausserdem waers das dann mit der Menschheit gewesen - vielleicht besser so ;)
Aber eine Frage waere auch, ob die Forderung nach Gleichstellung der Sinn von FEMInistinnen ist. Da sollte es doch einen besseren Begriff geben, etwas ueber GLEICHheit. Generell waere es schoen, wuerde man sich nicht staendig nur um FRAUEN und MAAENNER kuemmern, sondern um MENSCHEN. Dann waeren Feministinnen aber wohl arbeitslos, sofern sie sich nicht umorganisieren ;)
Prominente scheinen sich leider alles erkaufen zu koennen, auch Menschenleben. Denn sonst wuesste ich nicht, wie man so schnell mal hier und da ein Kind adoptieren kann, waehrend man im Normalfall wohl monatelang (wenn nicht Jahre) wartet, immer wieder psychologisch geprueft wird, die vorhandenen finanziellen und raeumlichen/wohnlichen Mittel geprueft werden, usw. Wenn ein nicht-prominenter Mensch ein(!) Kind adoptieren will, ist das ein langer, komplizierter Vorgang. Ein Prominenter muss nur mit einem Buendel Scheinchen wedeln und kann sich dann eins aussuchen... Auf Kosten der Kinder.
Dass sogar geFORDERT wird, schon Kinder zu Industriesklaven zu erziehen, finde ich schrecklich. Aber das war bei mir an den Schulen frueher auch nicht anders, eigenes Denken war nie gewollt. Die besten Zensuren hat sowieso der bekommen, der die Meinung der Lehrerin oder des Lehrers am besten kannte und demnach fehlerfrei nachplappern konnte. Aufsaetze wurden nicht nur anhand des Stils (obwohl der ja auch Geschmackssache ist) und der Rechtschreibung bewertet, sondern auch anhand des "Inhalts". Gefiel dem Pruefer die vertretene Meinung nicht, egal, wie viele Argumente dargelegt wurden, so gab es gleich eine schlechtere Zensur...
Aber wenn man es ganz genau nehmen moechte, sind Werbetexte als Arbeitsmaterial ja nicht wirklich eine Hilfe, spaeter einen Beruf in diesem Gebiet zu finden... Eher eine "Entscheidungshilfe", sich ein Auto von XY zu KAUFEN ;) Ich frage mich, ob soetwas tatsaechlich wirkt. Oder ob man es einfach nur tut, weil man hofft, es KOENNTE wirken. Ich weiss von mir jedenfalls, dass ich kein Auto von XY kaufen werde, weil ich keinen Fuehrerschein habe, und dass ich auch kein Fischfilet essen werde, egal, wie oft dafuer geworben wird, weil ich keinen Fisch esse. Auch die hundertste Werbung fuer Lufterfrischer wird meine Meinung, dass ich den Geruch von solchem Zeug nicht mag, nicht aendern. Und oft bekomme ich von Fernsehwerbung nichts oder nur irgendetwas mit, was irrelevant ist, und behalte nie im Gedaechtnis, fuer was eigentlich geworben wurde ("Gut, da haben Kinder die Tischdecke von Mami eingesaut, es duerfte sich also um Waschpulver handeln, aber welches, da habe ich keine Ahnung und das ist mir auch egal")...
Ich war schon vor 2 oder 3 Jahren mal bei der Veranstaltung und habe da auch fotografiert. Leider regnete es damals stark, demnach ist alles nicht gerade optimal geworden ;) Ich hoffe einfach, es klappt naechstes Wochenende.
Obwohl es eine Einzelmeinung ist, so denke ich, gibt es einige Dinge, die man einfach als Fakten bezeichnen kann. Dass in fast jedem Kurs, den ich besuche, Menschen stehen oder auf dem Boden sitzen muessen, weil es nicht genug Stuehle gibt, habe ich mir ja bsp. nicht ausgedacht ;) Die anderen Dinge auch nicht. Es moegen Einzelfaelle sein, aber es beschreibt die Realitaet.