"Sag mal, du bist doch auch son Grufti, oder...?"
Sachverhalt ist eigentlich "nur", dass eine junge Frau duestere Fotos hergestellt hat und scheinbar auch BDSM praktizierte. Nur ist sie dummerweise bei Letzterem ums Leben gekommen. Unfall, wuerde ich sagen (es gibt eben auch Risiken dabei, und man muss vorsichtig sein und das Wissen haben, wie man das vermeidet), aber natuerlich wird jetzt die Frage in den Raum gestellt, ob ihr Freund sie nicht etwa absichtlich umgebracht habe. Und diverse Zeitungen - nicht (!) nur die BLOED - bauschen das absolut ekelhaft auf...
"Gothik-Fans" = "Sado-Maso-Szene"
"Auf dem Fensterbrett eine runtergebrannte schwarze Kerze"
(Verbietet schwarze Kerzen! Dann wird auch keiner mehr ermordet)
"Nachmittags aß das Paar im gegenüberliegenden Restaurant Pfannkuchen mit Pfifferlingen. Dort fiel Gästen auf, dass das Mädchen aufreizende Netzstrumpfhosen trug."
(Pfui, wie ordinaer, Netzstrumpfhosen zu tragen! Ist ja auch so viel schlimmer, wie ein guertelbreites Roeckchen ohne Strumpfhose...)
"Anja P. († 20) war eine behütete Tochter. Bis sie sich in gefährlichen Fantasien von Blut, Vampiren und Fesselsex verlor - Wie wurde aus dem braven Mädchen das Blut-Model?"
(Neue Erkenntnisse: 1. Wer sich ab und zu fotografieren laesst, ist ein "Model", 2. Blut ist gefaehrlich - Am Besten gleich verbieten!)
"„(...) rutschte sie plötzlich in die Emo-Szene ab. Sie trug nur noch Schwarz mit grellen Farben. Im Kunstunterricht bastelte sie eine Lampe - ein kniender Engel."
(Wer schwarz-bunt traegt, ist also ein "Emo". Und wer Engel mag, auch. Aha)
"Mit einem Gothic-Typen in der Schweiz spielte sie ein Rollenspiel"
(Rollenspiele sind also auch total boese)
"Sie liebte Annett Louisan"
(Wie "gruftig")
"Rendezvous mit dem Tod"
(Gabs da nicht mal so nen Film oder so? ;) )
"Wann kroch die Finsternis in ihre Seele?"
(Der Autor sollte Gedichte fuer 14-jaehrige Gruftimaedchen schreiben)
"Erst vor vier Monaten hatte das Hobby-Model sich zum ersten Mal mit einem Fotografen aus der Gothic-Szene zu härteren Aufnahmen verabredet."
(Hart?! Das Maedel hat in schwarzen Kleidern auf Ruinen gehockt und sowas, was ist daran hart?! Okay, auf einem Bild traegt sie zerfetzte weisse Kleidung mit viel "Kunstblut", das aussieht, wie Ketchup... Das mag nicht jeder ausserhalb der Faschingszeit lustig finden, aber weh tut daran auch nichts...)
"Im Gepäck habe sie unter anderem ein Katzenkostüm gehabt."
"Ihre Familie sei entsetzt über ihre Kleidung und ihre Zugehörigkeit zur Gothic-Szene. Die persönlichen Pläne der 20-Jährigen waren seriös"
(Die haben ja auch einen guten Grund, entsetzt zu sein *zyn* Gothic zu sein und "serioes" denken zu koennen schliessen sich scheinbar aus...)
der moegliche Taeter sitzt im "im Vorstand eines Friedhofs-Förderkreises"
(Friedhoefe = auch boese)
Noch "interessanter" wird ein Interview mit dem "renommierten Hamburger Erziehungswissenschaftler und Jugendforscher Prof. Peter Struck (65)" O_o Ich weiss nicht, ob das als Beleidigung gelten wuerde, wenn ich hier jetzt schreiben wuerde, was ich von seinen Thesen halte, also lasse ich sie einfach fuer sich stehen. Aber Herr Struck haelt Neurodermitis und Migraene ja auch nicht fuer Krankheiten, sondern fuer bewusst selbstverletzendes Verhalten mittelstaendischer psychisch kranker Kinder. Und NUR dieser.
Frage: Was steckt hinter so einer blutigen Selbstinszenierung im Internet?
Prof.: „Der Wunsch nach Trost. Wenn man sich auf Fotos blutig darstellt, tröstet es einen, weil es dem virtuellen Wesen schlechter geht als einem selbst."
(okay, ich kommentiere mal doch... Herr Prof. haette nur EINEN Menschen, der solche Fotos macht oder Bilder malt, fragen sollen, was er damit aussagen will; ich kenne NIEMANDEN, den es troestet, ein Bild von jemandem zu sehen, dem es scheinbar schlechter geht, sonst wuerden sich alle SVVler nur noch verstuemmelte Soldaten und hungernde Kinder ansehen. Wenn ueberhaupt, geht es ja wohl darum, Schmerz/Trauer/Unzufriedenheit mit der Kunst auszudruecken und sie dadurch abzubauen; und manche moegen Splatterbilder herstellen, weil sie es "cool" finden - Horrorfilmwelle etc.)
Frage: Wie schnell kann so etwas süchtig machen?
Prof.: „Das hängt von der Häufigkeit und der Dosierung ab. In der Regel tritt nach einem halben Jahr die Gewöhnung ein."
(Suechtig? Moment, ich dachte es ging um Kunst - wenn auch um morbide?! Und feste Zeiten fuer "die Gewoehnung" anzugeben, finde ich auch nicht serioes)
Frage: Welche Rolle spielt Bizarr-Sex dabei?
Prof.: „Da findet eine Reizverknüpfung statt. Die Reize beim Sex werden durch diese Praktiken mit visuellen Fantasien verknüpft, die für einen besonderen Kick sorgen sollen."
(Da wird wieder schoen alles in einen Topf geworfen... Erst Kunst, dann Sucht, jetzt Sex?! Sex kann Kunst sein und Kunst befriedigender als zwischenmenschliche Kontakte, und vielleicht mag man das beides auch so sehr, das man danach suechtig wird ;) Aber wo gibt es einen LOGISCHEN Zusammenhang und wo ein Problem damit?)
Frage: Wer ist besonders gefährdet?
Prof.: „Es sind oft sehr intelligente und kreative Menschen, die sich sehr viele Gedanken über ihr Leben machen und mit vielen Faktoren unzufrieden sind."
(Aha, wer intelligent ist, mag also SM. Wieder dazugelernt. Dabei heisst es doch sonst immer, das sei nur was fuer Perverse ;) Oder lautet der Umkehrschluss, dass intelligente Menschen krank und pervers seien?)
Damit noch mehr Klischees eingeworfen werden koennen, hat die BLOED-Zeitung noch eine schoene Extra-Info-Seite eingerichtet, mit dem Titel "Die bizarre Welt der Emo und Gothic-Fans" (also als Germanistin muss ich anmerken, dass da entweder ein Bindestrich oder ein "s" fehlt). Da wird definiert, was "Gothic", "Sado-Maso", "Emo", "Fetisch" und "Satanismus" seien, damit man wieder schoen Dinge in Verbindung bringen kann, die nicht in Verbindung stehen *wuerg*
Ausserdem lernt man da, dass Gothics sich alle "aus der realen Welt zurueckziehen" und sich auf Friedhoefen treffen wuerden. 1. Ich habe selten Goths auf Friedhoefen gesehen. 2. Wie aber auch, denn Friedhoefe gehoeren ja zur realen Welt, und da gibt es keine Goths mehr ;) 3. Oder gehoeren Friedhoefe doch nicht zur realen Welt?! Denn wenn Goths sich aus dieser zurueckziehen und dennoch immer auf Friedhoefen unterwegs sind... O_O Ich glaube, ich habe soeben eine wissenschaftliche Feststellung gemacht! Sollte mich gleich mal fuern Nobelpreis anstellen... Und - "Ihre depressive Lebenseinstellung drücken sie durch dunkle Farben (Schwarz, Blau, Violett) und Symbole wie Kreuze, Pentagramme aus." Die meisten Deutschen moegen die Farbe Blau, haben die jetzt alle eine depressive Lebenseinstellung? Und was ist mit den Christen? Und sind bayerische Klassenzimmer depressiv, weil in ihnen ein Kruzifix haengt? Fragen ueber Fragen...
Zuletzt noch, liebe Kinder: "Teufels-Anbeter leben ihren Protest gegen Gesellschaft und Religion in Ritualen und Mutproben aus, bei denen es auch zu Verletzungen und sexuellen Spielen kommt." Mutproben als Protest? Hab ich was verpasst? Auch der Rest ist mir bislang nicht bekannt gewesen, aber jetzt weiss ich ja bescheid ;)
Und mal wieder - genug gemeckert.
...
cn P


satanist (schwarze klamotten, metal)
grufti (schwarze klamotten, war vorgesetern auf dem friedhof)
emo (schwarze klamotten auch mal kombiniert mit farbe)
nazi (intersse für nordische mythologie, pagan/viking-metal)
BDSM-fan (punkt 1-3 qualifizieren mich ausreichend dafür)
potenzieller amokläufer (ich spiele online-RPs, in denen monster mit äxten getötet werden - und DAS mit irgendwelchen typen)
.
.
.
und so weiter und so fort...ich bin dann mal auf dem weg in die psychatrie - die geBILDetet menschheit vor mir schützen...
Das Mädel war wohl Mitglied in der Community, in der ich auch bin - da geht es grad auch wie eine Welle durch die Profile.. Daß beim BDSM jemand stirbt ist tatsächlich ein realistisches Risiko, der Worst Case, der aller paar Jahre auch passiert, leider. Diese Spielart ist im wahrsten Wortsinn mit Vorsicht zu genießen... ;-)Aber das sollte jeder wissen, der sich darauf einlässt..
Frau Argh: Dem Klischee nach bin ich sicherlich auch ein amoklaufender satanistischer Grufti-Emo-Nazi-Punk mit "Bizarr-Sex"-Neigungen. Noch gefaehrlicher macht mich allerdings die Tatsache, dass ich mir zudem manchmal japanische Filme ansehe - die sind mindestens genauso gefaehrlich wie "Killerspiele" (Frag mal "Jugendforscher" ;) ). Hoffentlich liest das keiner, sonst steht gleich die Polizei vor der Tuer... :P
Wenn ich so daemliche Zeitungsartikel finde, kann ich sie meinen Bloglesern irgendwie nicht vorenthalten. Ausserdem brauchen daemliche Thesen einfach eine Kommentierung ;)
lady_bright: Schlimm, dass solche Leute wegen ihres Titels ernst genommen werden und ihren Gedankenmuell auch noch an Studenten weitergeben, die zum Teil blind alles glauben, was ihnen aufgetischt wird. So verstaerken sich Vorurteile von Jahr zu Jahr...
Zum Vorfall selbst: Es ist noch nicht ganz erwiesen, woran das Maedchen gestorben ist, aber ein BDSM-Unfall waer gut denkbar. Zwar kann man Risiken minimieren, aber je nach Praktik kann eben ein Unfall passieren... Wobei man jetzt nicht so tun sollte, als muesse jeder SMler binnen 20 Jahren an seiner Neigung sterben ;) Aber Unfaelle koennen eben immer geschehen... Wer auf Leitern klettert, kann umkippen, wer zum Fensterputzen aufs Fensterbrett klettert, abrutschen und stuerzen... "Die meisten Unfaelle passieren im Haushalt" ;) Nur fuer die Medien (und scheinbar leider auch einige Richter) ist ein Haushaltsunfall ein uninteressanter offensichtlicher Unfall, ein BDSM-Unfall aber gleich Mord...
Es ist wirklich erschreckend unsachlich, wie - ich habe es in einigen Foren gesehen - obwohl noch keine Todesursache wirklich sicher feststeht, ueberall von Mord gesprochen wird und dass der Taeter das aufgrund seiner perversen SM-Neigungen getan haette, usw. Koennen die Leute nicht begreifen, dass auch Unfaelle passieren koennen? Und dass man als SMler nicht gleich jemanden umbringen will? Viele wissen offensichtlich absolut nicht, wovon sie schreiben, aber urteilen trotzdem. Eine grausige Macke unserer Gesellschaft.
immer wieder gerne genommen...
was ist der unterschied zwischen bloed und berliner morgenpost???
Oder, falls dir der Unterschied tatsaechlich nicht bekannt ist:
Boulevardmedien = BILD, Berliner Kurier, BZ, Hamburger Morgenpost, Kronenzeitung Oesterreich, SUN GB usw
Definition auf http://de.wikipedia.org/wiki/Boulevardzeitung
Nicht-Boulevardmedien = zB Morgenpost, Berliner Zeitung, Frankfurter Rundschau, FAZ, LVZ
Zumindest frueher gab es da einen Unterschied, was Themen und Niveau betrifft.
danke, damit ist alles gesagt,
genau das meinte ich... :o))
Ich hatte nur online in der Netzeitung davon gelesen. Die schrieben sie sei Fotomodel gewesen.;-)
Erst einmal, traurig, dass sie sterben musste, egal welcher Richtung sie angehörte, glaube ich kaum dass sie sterben wollte. jedenfalls nicht jetzt, nehme ich mal einfach an.
Den Mann kenne ich natürlich auch nicht, aber wir alle wissen nicht, ob sie mit dem würgen einverstanden war. Wehren konnte sie sich dagegen wohl eher nicht, da sie gefesselt war.
Also können wir nicht beurteilen ob es ein Unfall oder ein vorsätzlicher Mord war.
Wenn der Mann ihre Neigungen zu einem Mord nutzte, würde ich es schlimm finden.
Ich weiss jetzt auch nicht, ob er sofort den Notarzt und die Polizei gerufen hat, wie es bei einem Unfall hätte sein sollen, oder versuchte es zu vertuschen?
Dem ganzen anderen Dingen, mit den Vorurteilen stimme ich zu.
Naja, wer weiss, was herauskommt, die Medien schreiben aktuell auch wieder alle etwas anderes, muss ich gerade feststellen... Uebrigens scheint er nicht den Notarzt gerufen zu haben, aber ich kann mir das schon mit Angst erklaeren... Einmal der Schock, dass die Frau tot war, dann die Angst, sofort als Moerder zu gelten, weil die wenigsten Leute glauben, dass sich einige Menschen freiwillig wuergen lassen; und dann natuerlich allgemein die Furcht darueber, was die Gesellschaft denkt, wenn man allein schon als BDSMler geoutet wird... Sofern ich weiss, versuchen viele, Unfaelle in diesem Bereich moeglichst zu vertuschen. Es gibt online sogar Listen von Aerzten, die SM gegenueber tolerant sind und die einem nicht gleich zur Psychotherapie gegen SM raten, wenn man sie nach so einem Unfall aufsucht. Was bei "normalen" Aerzten oft geschehen soll.
...und weiterhin wird in den Online-Magazinen alles schoen in einen Topf geworfen, Grufties seien alle Fetischisten und SMler und sowieso, und dass der Mann "seine Vorlieben zum Beispiel für Friedhöfe und verfallene Gebäude dargelegt" habe, wird auch immer wieder betont. Da frage ich mich nur: Warum?! Was ist schlimm daran, Friedhoefe zu moegen? Wird man jetzt automatisch zum Moerder, nur, weil man Friedhoefe mag? Gut, auf einem Friedhof, den ich oefters besucht habe, wurde auch mal jemand willkuerlich von einem geistig Verwirrten angegriffen und getoetet, aber der haette das auch an jedem anderen Ort getan.
habe jetzt aufgrund deines Eintrages jetzt auch einen Eintrag darüber aus meiner Sicht geschrieben.
Natürlich gibt es das, dass sich Menschen freiwillig aus sexuellen Gründen die Luft abschnüren lassen. Dass es dabei leicht zu *Unfällen* kommen kann stimmt auch.
Nur, wenn diese Menschen die doch trotzdem getötet haben, selbst wenn es einvernehmlich war, straffrei ausgingen, wäre es ein Unding, egal welcher Richtung sie angehören.
Der Mörder, der sein Opfer teilweise verspeiste, wurde ja auch verurteilt. Obwohl das Opfer sich wahrscheinlich freiwillig töten liess. Nur ob dem in letzter Konsequenz wirklich so war, wissen wir nicht, da wir nicht dabei waren.
Wenn man jetzt für alle BSMler Straffreiheit fordern würde, bei Tötung durch einen Unfall, wäre es schon sehr seltsam.
Wenn sie es nicht können, sollten sie es lassen.
Und ich glaube keine Ehefrau, keine Vergewaltigte, die getötet wurde, würde es gut finden wenn der Täter einfach nur zu behaupten bräuchte, es war ein Sexunfall. Es war einvernehmlich und ich wollte sie ja garnicht töten. Und damit auf freien Fuss kämen.
Denn wie würdest du, wenn dir so etwas geschehen würde, hinterher wenn du nicht mehr am Leben bist, das Gegenteil der Aussage des Täters beweisen wollen.
Das er sie hat liegen lassen, nicht den Notarzt angerufen hat, einfach so sterben lassen um seine eigene Haut zu retten, spricht gegen ihn, selbst wenn er aus Angst machte um nicht als Mörder zu gelten. Da kommt zur Tötung aus niederen Beweggründen auch noch unterlassene Hilfeleistung hinzu.
Und in meinen Augen ist es egal, ob er nun ein Friedhofsliebhaber, Fetischist, SMLer, BMW Fahrer oder Theaterbesucher ist. Die Tat bleibt die gleiche. Egal ob der Täter einer Minderheit angehört oder nicht.
Wie aber in den Medien über dieses Mädchen hergezogen wird gefällt mir garnicht. Da wird sie quasi mit verurteilt und praktisch fast für ihren Tod selbst verantwortlich gemacht.
Liebe Grüsse
Im Uebrigen koennen Unfaelle auch bei geuebten Praktizierenden geschehen. Mit Koennen oder Nichtkoennen muss das nichts zutun haben. Vielleicht passieren Unfaelle bei nicht geuebten Personen schneller, aber auch bei geuebten kann soetwas passieren. Ungluecke eben. Sonst wuerden auch keine Flugzeuge auf Linienfluegen abstuerzen, denn Piloten sind gewoehnlich auch geuebt ;)
Das einzige Problem, das ich sehe, ist, dass sich schlecht beweisen laesst, ob der Todesfall ein Unfall ist oder ein Mord. Das koennten wohl nur Zeugen entscheiden, und die gibt es wohl nicht.
Nun ist die Frage: Ist es gerechter, jemanden, dessen Partner an einem Unfall verstorben ist, fuer Mord zu inhaftieren, als einen Moerder aufgrund einer Ausrede laufen zu lassen? Nein! Es ist BEIDES ungerecht. Und da liegt das Problem.
Und natuerlich ist es egal, welchen Personengruppen die Beteiligten angehoeren. Aber bei SMlern sind solche Handlungen (NICHT in Toetung resultierend!) eben eine Eigenschaft der Gruppe. Es geht nicht darum, dass sie eine Minderheit sind, und deswegen nicht bestraft werden sollen! Es geht darum, dass SMler wohl die einzigen Leute sind, die andere zB wuergen, ohne sie dauerhaft verletzen oder toeten zu wollen. Wozu sollte ein BMW-Fahrer, der kein SM praktiziert, jemanden wuergen? Oder ein Kaninchenzuechter? Oder ein beliebiger anderer Nicht-SMler? Das sind Straftaten, da sie auf Verletzung oder gar Ermordung zielen. Und, das ist das Wichtige, sicher nicht einvernehmlich geschehen. In einer einvernehmlichen sadomasochistischen Beziehung ist das meiner Meinung nach einfach etwas Anderes, da es nicht darum geht, jemanden schwer zu verletzen oder zu toeten. Fahrlaessige Toetung waere vielleicht denkbar, aber kein Mord, denn Mord muss geplant sein, und auch kein Totschlag, denn Totschlag geschieht im Affekt und auch mit dem (wenn auch spontanen) ZIEL, zu toeten. Alles, wo die Toetung nicht gezielt geschieht, kann doch eigentlich nichts Anderes als fahrlaessige Toetung sein.
Wie wuerde das Gericht wohl entscheiden, gaebe es eine schriftliche Einverstaendniserklaerung ueber das Wuergen? Es wird ja haeufiger geraten, sich auch schriftlich abzusichern, allein damit es nicht noch schlimmer wird, wenn mal etwas passiert... Machen aber wohl leider viel zu wenige Leute. Aber ich bin mir auch nicht sicher, ob es ueberhaupt viel bringt...
Ansonsten kann man allgemein wohl nur raten: Viel ueben, vorsichtig sein, sich so gut wie moeglich absichern, nicht mit dem Erstbesten eine Session starten (Vertrauen ist hier noch wichtiger als bei jedem "normalen" One Night Stand, wuerde ich behaupten), und die Scheu vor unangenehmen Gespraechen beim Arzt abbauen *re* Falls doch mal etwas Schlimmeres passiert, MUSS das sein, also sollte man sich darueber vielleicht im Vorfeld schon einige kleine Gedanken machen...
Jedenfalls ist es schlimm, was passiert ist, und ich sag auch nicht, dass es kein Mord gewesen sein KANN (das moechte ich nebenbei noch einmal betonen). Das war es vielleicht doch, wir kennen ja den, der das Maedchen getoetet hat, nicht und koennen daher nicht darueber urteilen. Was mich nur stoert, ist der Glaube vieler Menschen, es MUESSE Mord gewesen sein und ein Unfall waere nicht moeglich, was wohl aus dem Glauben "Erwuergt = vorsaetzlich zur Ermordung" und der Unkenntnis resultiert, dass manche Leute sich *freiwillig* soetwas unterziehen.
"Schon in der Mittelstufe hatte sich Anja in ihrem Kinderzimmer ihre eigene Welt geschaffen. An der Wand hing das Bild eines Vampirmädchens, dem Blut aus dem Mund läuft. Daneben ein Korsett und schwarze Stiefel. Nach dem Abitur geriet Anja in die Gothic-Szene. Im Internet lernte sie Gleichgesinnte kennen, machte mit ihnen Rollenspiele, bei denen getötet wird. Ihren 20. Geburtstag im Februar feierte sie unter dem Motto „dark and dirty“ (dunkel und schmutzig). Im Internet gestand sie, dass sie voll auf „Fesselspiele“ abfährt. Dann machte sie die ersten bizarren Fotos."
Klaert vielleicht ansatzweise, seit wann sie in der Szene ist, aber ich finds einfach grausig, solche Details zu erwaehnen, als seien sie von Relevanz. Und dann noch mit dem "Wenn Ihr Kind das auch tut, ist es bestimmt bald tot"-Unterton :/
Es scheint uebrigens mittlerweile fest zu stehen(!), dass sie einvernehmlich SM praktizierten und er sie dabei auch mit Erlaubnis wuergte(!), bevor sie starb. Ich weiss nicht, wenn das stimmt, wie man da noch auf geplanten Mord kommt. Er soll sich allerdings "an der Leiche vergangen haben". Wobei sie direkt waehrend des Geschlechtsverkehrs gestorben sein koennte, und laesst sich ueberhaupt sicher feststellen, ob er das wenige Minuten vor, beim oder nach dem Tod tat? Oder sie war zuerst bewusstlos und er hat erst zu spaet gemerkt, dass sie nicht mehr wach wird...
Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß das so genau feststellbar ist, ob die Frau schon tot war, als der Geschlechtsverkehr stattgefunden hat. Es sei denn, es wäre Stunden oder Tage (was ja nicht sein kann) hinterher passiert.
Es kann nicht sein, weil er ja ziemlich direkt nach der Tat in den Wald gerannt ist, um sich das Leben zu nehmen.
Und sie hatte mit SM nichts am Hut. Sie liess sich als Model nur so fotografieren, wie es Modesl eben tun.
Was da dran ist, kann ich natürlich nicht sagen.
Und eine Studentin schrieb, er wäre ihr Dozent, und sie wollten im September eine Excursion machen. Bei dem Gedanken packt sie das Grauen.
Im Schwarzkittelforum zerfleischen sie sich gegenseitig. Da behaupten einige sie zu kennen.
Anderen tut er wahnsinnig leid und sie versteigern sich zu der Aussage, sie hätte einen schönen glücklichen Tod gehabt. Und einer wie er, aus dieser Scene könnte niemals und nemanden etwas böses antun.
Ich bin mir aber einigermassen sicher, den Tod hat sie nicht haben wollen.
Ich denke auch nicht, das er sie ausversehen gewürgt hat, sondern Vorsätzlich und mit Absicht. Einen Menschen würgt man nicht zufällig. Wenn ich einen Menschen würge bzw. erwürge nehme ich im Grunde billigend seinen Tod in Kauf.
Ich weiss auch nicht, wenn du mit deinem Dozenten, der so gerne über Freudenhäuser spricht, auf Excursion wärest und wüsstest, er hätte z.B. die Neigung Frauen zu würgen/erwürgen. Eine hat er schon erwürgt, aber es war ja "nur" ein Unfall und deswegen wurde es nicht weiter verfolgt.
Und wie gesagt, die Gefahr würde bestehen, dass dann jeder der eine/seine Frau tötet, sagt es war ein Unfall.
Wobei gerade gestern uebrigens noch ein sehr aehnlicher Fall stattgefunden hat, habe ich vorhin beim Googlen gesehen... Eine Frau in den USA hat ihrem Freund auch zu lange im BDSM-Kontext die Kehle zugeschnuert und er ist daran verstorben... :/ Wie viele solcher Vorfaelle geschehen also taeglich weltweit? Wie viele gehen als Mord durch, wie viele als Selbstmord, wie viel wird vertuscht?
Sternenschein: Durch einzelne Behauptungen laesst sich leider schwer die Wahrheit ermitteln. Die meisten Menschen behaupten, die Frau habe eindeutig SM praktiziert und das aus eigenem Willen, was natuerlich stimmen kann - oder aber auch nicht. Vielleicht weiss darueber ja jemand aus der Community bescheid? Ihr Profil ist ja mittlerweile offline, aber wenn sie darin stehen hatte, dass sie SM mag, dann wird es wohl so gewesen sein (wozu sollte man sich sonst outen, wenn es nicht stimmt?).
Es ist natuerlich Quatsch, dass irgendeine Szene Menschen automatisch davor schuetzt, schlecht zu handeln. Aber bevor man genau weiss, was wirklich passiert ist - was vielleicht nie der Fall sein wird - sollte man auch niemandem irgendetwas vorwerfen.
Natuerlich wuergt man niemanden *zufaellig*. Aber NEIN! Es heisst nicht unbedingt, dass man jemanden umbringen will. Das wollen die, die jemanden wuergen, mit dem ZWECK, ihm zu schaden. In einer Beziehung, in der das EINVERNEHMLICH geschieht, soll es nicht schaden, sondern einen positiven Nutzen bringen. Und den bringt es Menschen mit diesem Fetisch auch, auch, wenn das Aussenstehenden schwer faellt zu verstehen. Fuer diese Menschen ist das keine negative, schaedliche Handlung, sondern etwas Positives. Dabei soll keiner sterben. Passiert doch etwas, ist es ein UNGLUECK und NICHT gewollt.
Es ist ein Unterschied, ob jemand gerne andere wuergt oder ERwuergt. Beim Ersteren wuerde ich mir denken, es ist eben ein SMler mit dieser Vorliebe - und das ist mir ganz ehrlich egal, denn es ist seine Sache, was er im Bett mit anderen Menschen macht, solange alle Beteiligten einverstanden sind. Ich wuerde dann bloss hoffen, dass er dabei vorsichtig vorgeht. Ginge es aber um das ERwuergen, dann waere das eindeutig Lust am Mord und Mord finde ich eindeutig nicht mehr akzeptabel! Da ist ein grosser Unterschied.
Aber das Wuergen an sich soll doch gar nicht auf den Tod abzielen... Und wenn ich wuesste, dass er versehentlich jemanden erwuergt hat, und es wirklich versehentlich geschehen ist, dann, muss ich ehrlich sagen, wuerde er mir Leid tun (und die arme Person, die verunglueckt ist, natuerlich auch). Gerade, wenn er die Person geliebt hat. Es waere fuer mich ein tragischer, trauriger Ungluecksfall, "mehr" nicht. Ein Unfall, der uebrigens oefters geschieht. Viele Leute entziehen sich auch selbst die Luft und verungluecken dabei. Obwohl sie nicht sterben wollten! Das ist dann doch auch kein (Selbst)Mord, sondern ein Unfall.
Im Bestfall sollte man sich, wie ein Piercer oder Taetowierer, vor den Handlungen eine schriftliche Erlaubnis ausstellen lassen, dass man an der Person koerperverletzende Handlungen durchfuehren DARF, dass man das erlaubt bekommen hat. So koennte man nachweisen, dass die Handlungen in Gegenseitigem Einverstaendnis geschehen sind. Wenn solche Dokumente beachtet werden, jedenfalls; ich weiss nicht, wie es in der Praxis aussieht, aber SMlern wird gewoehnlich dazu geraten, sich schriftlich juristisch abzusichern. Nur in der Praxis tun das wohl eher wenige, gerade in laengeren, festen Beziehungen.
...und theoretisch koennte auch jeder Autofahrer vorsaetzlich in eine Menschenmenge rasen und behaupten, es sei ein Unfall gewesen. So wie man jemandem, dem das als Unfall passiert, auch vorwerfen koennte, es sei geplanter Mord gewesen.
Und die eigentlich simple Antwort ist, wie du es beschrieben hast, Angel, nicht jedes Würgen ist ein ERwürgen wollen!
Wegen der Frage nach "Mord oder Unfall" habe ich noch etwas bei der Wikipedia gefunden, da wird es ziemlich treffend beschrieben, auch, wenn es in dem Fall um SM-Handlungen an sich selbst geht (da faellt, so makaber es klingt, wenigstens die Frage nach der Strafbarkeit weg, seitdem Selbstmord(versuche) nicht mehr strafbar sind):
"Ein autoerotischer Unfall ist ein Vorgang, bei dem sich ein Mensch bei der (...) autoerotischen Betätigung unabsichtlich eine erhebliche Verletzung zufügt. Im Falle einer tödlichen Verletzung verwendet man den Begriff autoerotischer Selbsttötungsunfall. (...) Überwiegend kommt es bei autoerotischen Betätigungen zu leichten oder schwereren Verletzungen, die nicht erfasst werden. (...) Da viele Patienten den tatsächlichen Unfallhergang aus Scham dem Arzt gegenüber verschweigen, liegen genaue Zahlen über die Häufigkeit nicht vor. Auch bei tödlichen autoerotischen Unfällen werden diese häufig nicht als solche erkannt und untersucht. (...) Problematisch sind Praktiken der Selbstbefriedigung, die auf unterschiedliche Weise zu einem Sauerstoffmangel im Gehirn führen und so ein Lustgefühl verursachen. (...) Schon um 1900 wurden einzelne kuriose Auffindesituationen bei Todesfällen mit offenbar autoerotischem Hintergrund in Aufsätzen beschrieben (...) Forensische Probleme: Auch ohne Verschleierungsversuche von Hinterbliebenen oder der Betroffenen selbst, besteht die Schwierigkeit einen tödlichen autoerotischen Unfall von einem allgemeinen Unfall, einem Sexualdelikt oder von einem Suizid zu unterscheiden."
Und bei Handlungen mit mehreren Beteiligten kommt dann noch die juristische Frage dazu :/ Eigentlich bei allen SM-Handlungen, wobei bei der Asphyxiation das Toetungsrisiko hoeher als bei den meisten anderen sein duerfte. Denn schlagen ist nicht gleich ERschlagen ;)
Wobei wuergen korrekt auch nicht ERwuergen heisst, aber es schon schneller dazu kommen kann... Ich kenne mich da medizinisch nicht gut genug aus, weil es auch nicht so meine Neigung ist, aber ich habe gelesen, man koennte den Kehlkopf bei zu grossem Druck "eindruecken", sodass die Person ohne operativen Eingriff auf jeden Fall erstickt, und das sogar ziemlich schnell? Wenn das stimmt, wuerde ein Notarzt es ueberhaupt schnell genug zu so einem Unfall schaffen?
Ich geh auf Friedhöfe um Skulpturen zu fotografieren. Früher war ich durchaus auch oft nachts dort. Ich hab den Sex, der mir gefällt und der hat mit Missionaren wenig zu tun, ausserdem trage ich seit 21 Jahren fast nur schwarz und guck mir auch mal Gruselfilme oder Vampierfilme an. Laut Hernn Prof bin ich also seit ca 20 Jahren süchtig...*kicher*
Wenn mein Vater noch leben würde, der würd sich bestimmt kringelig lachen über solche Zeitungsartikel. Er hat mir immer gepredigt, dass ich alles was ich tue, auch verantworten können muss. Ahhhhh ich habs, er ist der Übeltäter, genau, mein Dad hat mich dahin gebracht, dass ich das bin, was ich bin ;-)
Heute habe ich noch so einen grauenvoll schlechten Artikel gefunden:
http://www.welt.de/welt_print/article3069395/Spiele-zwischen-Leben-und-Tod.html
Ich frage mich, wie viel davon wirklich der Realitaet entspricht... Das mit den Handabdruecken finde ich gerade irgendwie erschreckend, denn die habe ich, als ich im Dezember da war, auch gesehen. Okay, an der Ferienwohnung, wo sie ermordet wurde, bin ich auch vorbei gelaufen, und ich war auch in dem Restaurant, in dem sie aszen, weil es dort sonst keines gibt. Aber da waren natuerlich keine Zeugnisse dieses Schicksals mehr zu sehen.
Ich dachte es wäre ein Artikel aus der Märkischen oder Berliner Online, in dem ihr Treffen mit dem Fotografen dort beschrieben wurde.
Mit dem sie sich dort traf, da eines seiner Fotoarbeiten ihr so gut gefiel. Mit dem sie dann Shootings mit Kunstblut machte, und der sagte, er sei noch einmal hingefahren um den blutigen Händeabdruck vom Shooting an der Wand noch einmal zu sehen und zu berühren.
Mir erschien der Artikel ein wenig aufgesetzt, auch der Bericht über den Vermieter darin "der die Bettwäsche wechselte" und das Zimmer neu vermietete.
Nach dem Artikel könnte man fast meinen, sie lernte den mutmasslichen "Täter" erst nach diesem Fotoshooting mit dem anderen Fotografen kennen. Als sei sie garnicht mit ihm dort verabredet gewesen, sondern mit dem ersten Fotografen.
Wie dem auch ist, der Artikel wurde wohl so geschrieben um etwas mehr anbieten zu können als die knappe Info der Staatsanwaltschaft, dass jetzt Anklage wegen Mordes erhoben wurde. Vielleicht auch deshalb die Namensänderung, da der Artikel über die sachlichen Fakten hinausging und wohl mehr das emotionale ansprechen sollte.
Bei Mordanklage muss schon recht viel an gerichtsverwertbaren Beweisen und Spuren da sein, dass diese Tat aus niederen Beweggründen, hinterlistig oder unter Ausnutzung der Arglosigkeit des Opfers geschehen ist.
Und die Unfalltheorie halte ich nach meiner persönlichen Meinung nicht für haltbar, denn ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass es bei SM Spielen üblich sein soll den Partner durch Schläge mit einer Bratpfanne auf den Kopf bewusstlos zu schlagen, ihn zu erwürgen und dann den GV zu vollziehen.
Da gebe ich 1Mishou recht, dass 20 jährige, aber auch Frauen jeden Alters, die diese Neigung haben, in der Wahl ihres Partners äusserst vorsichtig sein sollten.
Erstaunlich finde ich es, dass dieser Handabdruck dort immer noch zu sehen ist, und nicht von der Polizei entfernt wurde. Dass dort jetzt Fotografierverbot herrscht, wusste ich auch noch nicht.
Ansonsten finde ich es schade, dass diese doch recht schönen Gebäude so sehr dem Verfall und Vandalismus preisgegeben wurden, wo so vieles andere dem Denkmalsschutz unterstellt wird.
Liebe Grüsse
sternenschein
Wieso sollten die Handspuren entfernt worden sein? Es ist ja nichts, was direkt mit dem Mord zusammenhaengt, sondern, wenn man so will, "gewoehnlicher Vandalismus", indem man Farbe an eine Wand geschmiert hat. Ob nun mit einer Spraydose, einem Pinsel oder mit der Hand, ist da ja zweitrangig. Es geschah ja nicht im Rahmen der Straftat, sondern fuer das Shooting. Da waere also nichts "Schlimmes" dran, waer da nicht die Gewissheit, dass die Spuren von einer Person stammen, die kurz darauf (aber anderswo) ermordet wurde.
Generell bleiben dort in der Anstalt viele Farbspuren zurueck... Darueber, ob es so "kuenstlerisch" ist, alte Moebel und auch die Waende und Boeden, die einem nicht gehoeren, mit roter Farbe einzuschmieren, darueber kann man sich jetzt auch streiten *re* Ich jedenfalls setze rote Akzente, wenn ich sie auf meinen Fotos moechte, nachtraeglich am PC.
Ich bin uebrigens der Meinung, dass nicht nur BDSMlerinnen bei der Wahl ihres Partners aufpassen sollten, sondern alle Maedchen und Frauen. Vergewaltigt werden kann man schliesslich auch von NICHT-BDSMlern.
Offiziell wird das Fotografieren wirklich nicht mehr gern gesehen, aber genug Menschen gehen immernoch dazu hin. Man sollte bloss aufpassen, dem Betreiber nicht zu begegnen. Schlimmer finde ichs, dass mittlerweile ueber das halbe Gelaende komplett gesperrt wurde und gar nicht mehr betreten werden darf, dabei ist es nicht schlechter erhalten, als der Teil, der noch offen ist.
Ja, schade ist es auf jeden Fall. Allein im letzten Jahr ist so viel verfallen. Viel, was ich von Fotos von 2007 "kenne", war 2008 nicht mehr da. Gestohlen oder zerstoert. Zumindest den aktuellen Zustand koennte man bewahren, wenn schon nicht ganz restauriert wird. Letzteres faende ich aber auch fast etwas schade, denn gerade die Ruinenhaftigkeit finde ich interessant. So lange eben noch ein wenig erhalten bleibt. Denn eine ganz leere Ruine ist fuer mich dann auch wieder etwas weniger interessant, als eine, wo man noch Relikte findet.
Leider ist das so bei unseren Medien, dass immer mehr verfaelscht und uebertrieben wird, das habe ich auch oefters mitbkommen muessen :/
Es ist mir auch unverständlich, weshalb so viele Menschen die Neigung haben, in leerstehenden Gebäuden alles zu demolieren und zu zerstören. Wenn man sich vorstellt, es wäre dort wirklich noch in etwa dem Zustand, in dem es verlassen wurde, ohne diese willentlichen Zerstörungen, dann hätte das ganze wohl noch mehr zu bieten, als es das heute hat.
Ja, alles Frauen, egal ob BDSM oder nicht, sollten im gewissen Masse vorsichtig sein. Sehe ich auch so.
@1Mishou, deine Anmerkung fand ich gut.;-))
Liebe Grüsse
Was Gewalt und Vandalismus angeht, ist es doch so, daß das in großen Städten schon immer geballter auftrat, als in kleinen. Selbst hier, in unserer 40tausend Einwohner-Provinz gibt es genug davon. Überall dort, wo viele Menschen aus vielen Kulturen auf engstem Raum zusammentreffen, dazu noch, Langeweile und Frust über Armut und Perspektivlosigkeit zusammentreffen, wird sich das so entladen. Es gibt wohl kaum einen Stadtteil von Berlin - oder Hamburg, oder Köln, oder Leipzig - in dem das nicht passiert. Vielleicht nicht in Charlottenburg, die High-Society-Jugend dort hält sich lieber ans Koksen - und sucht sich für die Aggressionsentladung einen anderen Stadtteil aus.
Was den Rest betrifft, kann ich nur zustimmen.
@Mishou: Ja, es gibt wohl kaum jemanden anderen als Engländer die nach einem versehentlichen Anrempeln, "I'm so terrible, horrible sorry" sagen würden. ;-)
Die Nazis tummeln sich eher in Richtung (Ober)schoeneweide.