Memoriae Ex Aeterna Nocte

28.11.2005 um 00:05 Uhr

Samstag

Es war 11 Uhr, als ich aufstand, und so, wie mein Vater herumtroedelte, war es schon klar, dass ich niemals puenktlich bei IHM sein wuerde, auch, wenn unser Treffen erst fuer 12 Uhr vereinbart war. Ich sass also im Wohnzimmer und wartete auf das Mittagessen, waehrend mein Vater konstrant auf mich einlaberte, mich mal wieder dieser oder jener Sache bezichtigte, mich anschrie und beschimpfte. Ich hoerte nicht mehr hin, sondern sass nur noch da. Ich kann SIE verstehen, die sie nie mehr spricht... Nach dem schlechten Essen, es war schon laengst zu spaet, hetzte ich noch schnell ins Bad, um danach moeglichst schnell zu IHM zu kommen, wobei man sagen muss, dass es nicht mehr puenktlich zu schaffen war... Als mein Vater mich dann auch noch aufhielt, als ich gerade die Wohnung verlassen wollte, naemlich damit, dass ich doch zu diesem und jenem Laden gehen sollte, was einen riesigen Umweg fuer mich bedeutet haette (Ich sagte ganz klar, dass ich nicht dorthin gehen wuerde - 1. Habe ich keine Lust, in eine ganz andere Richtung zu laufen, 2. Schleppe ich den Kram nicht den gesamten Tag mit mir herum, denn in eine Wohnung waere ich heute erst gegen Abend wieder gekommen...), war es bereits 12:15... Einige Minuten spaeter war ich endlich bei IHM. Wir unterhielten uns ganz gut, bald aber schon war ich genervt von seinem zum Teil sehr unqualifizierten, um nicht 'bloeden' sagen zu muessen, Kommentaren... Wie gut, dass mir das Ueberhoeren von Dingen heute nicht mehr so schwer fiel. So verging die erste Stunde... Wir fuhren noch immer. Diese Fahrt sollte uns zu einem Weihnachtsmarkt am anderen Ende der Stadt fuehren, offiziell wird gesagt, es sei sogar der schoenste der ganzen Gegend, und weil es UNS letztes Jahr schon sehr gut dort gefallen hatte, nahmen wir auch wieder die lange Anreise in Kauf... Und wenn ER auch dumme Kommentare machte und wenn auch etliche Passanten mir ein wenig daemlich kamen.

Irgendwann waren WIR angekommen. Der Markt war wirklich schoen... Kerzen, Tuecher, Patchoulyseifen ;) Kostproben von Gebaeck, merkwuerdige Leute, Handarbeitskrempel... Zum Teil war es wirklich sehr schoen, ich weiss nur nicht genau, was ich so im Detail schreiben sollte. Nun, das einzige, was mich neben draengelnden Menschen ein wenig nervte, war, dass manche Staende besitzerleer waren, und das ueber Stunden... Wenn einem das Risiko, sich einfach etwas mitzunehmen, zu gross ist, bleibt einem demnach keine Moeglichkeit, etwas zu kaufen, was ich zum Teil schon sehr schade fand. Und dann die ganzen regulaeren Laeden am Strassenrand... In der Altstadt waren zum Teil schon sehr schoene Sachen zu finden, aber naja, lassen wir das, was soll ich so viel schreiben? Nachdem wir uns einige Stunden auf dem Markt herumgetrieben hatten, fuhren wir ein Statioenchen mit der Bahn zu einem Einkaufscenter, um uns ein wenig zu Trinken und vor allem Toiletten zu suchen *re* Der Weg fuehrte uns zu McDoof, der vollkommen ueberfuellt war... Kaum zu glauben, aber wir mussten schon einige Zeit warten, bis wir einen Tisch bekamen, und die Toiletten waren auch... Merkwuerdig *re* Danach sahen wir uns noch im Einkaufscenter um und fanden einen extrem schoenen und billigen Laden. Nur... Ach, ich habe voellig vergessen, das bisher zu erwaehnen. So, wie es bei Madame Phoenix nun einmal ist, traegt man wenig Bargeld mit sich herum, sondern hat das meiste auf dem Konto... So auch heute. Nun, wir hatten keine 5 Euro mehr in der Tasche... Aber die Bankautomaten funktionierten nicht! *heul* Das war super. Alles war lahmgelegt. Ich freute mich schon ueber die Tortur, so irgendwie an Nahrungsmittel fuer das Wochenende zu kommen und fuer die naechsten Tage ;( Man fuehlt sich so verdammt verarscht, wenn man noch eine Menge Geld auf dem Konto hat, aber einfach nicht heran kommt... Und das Kleingeld, das man noch bei sich traegt, nicht fuer ein Abendessen reicht. Naja. So... Konnten wir erst einmal leider gar nichts unternehmen. Den Laden werden wir irgendwann wieder aufsuchen. Ich finds so verdammt deprimierend... Aber das Leben ist eben immernoch schwerer, als es eigentlich sein muesste.

WIR sassen wieder im Zug in Richtung R. Eigentlich wollten wir noch einige Zwischenhalte machen, aber ohne Geld hatte all das kaum einen Sinn. So folgte wieder eine Fahrt von ueber einer Stunde... Eine extrem langweilige Fahrt, das hasse ich sowieso an Reisen in den Nordwesten Bs... Dann machten wir etwas naeher an R., jedoch noch in der Innenstadt, einen Halt. Wir versuchten es nochmals an der dort gelegenen Bank und... Oh Wunder! Die Automaten hier gingen wieder. Danach fuehrte es UNS noch zu einem indischen Laden, wo ich mir ein Paeckchen Jasmintee besorgte, mir war einfach danach. Eigentlich wollten wir ja nach Seife schauen... Aber da gab es heute nichts ;) Danach fuhren wir letztendlich noch in ein Einkaufscenter, dort sahen wir in einen Krempelladen, was aber folgenlos blieb, dann gingen wir noch in den Supermarkt, wo die Menschen erstaunlich freundlich waren, danach fuhren WIR nach Hause... Im Fernsehen lief eigentlich nichts Sehenswertes, der Tee roch stark nach Verwesung, als er frisch war, nahm lustigerweise aber nach einigen Minuten einen angenehmeren Duft an. Soetwas habe ich auch noch bei keinem Jasmintee erlebt. Wer weiss, wie viele Ratten hineingeschnippelt wurden ;) ER spielte am PC, ich lag wieder herum, doeste wieder, schlief wieder. Es war bereits kurz vor 7 Uhr und irgendwie verging der Abend schnell. Eigentlich kann ich mich an keine Details erinnern... Irgendwie verging die Zeit einfach und ploetzlich war Mitternacht um und dann, als ich das naechste Mal auf die Uhr sah, schon halb 4. Im Fernsehen lief nur Mist, ER schlief zum Teil schon. Mein Tee hatte sich schwarz gefaerbt. Interessant O_o Irgendwann wurde auch mir alles zu bloed und ich legte mich schlafen. Irgendetwas wird sicherlich noch passiert sein, aber ich erinnere mich nicht mehr. Was soll es auch schon Schoenes gewesen sein...

cn P


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