Memoriae Ex Aeterna Nocte

02.05.2007 um 02:22 Uhr

Theorien - Wissenschaft und Glaube

Stimmung: Sehr schlecht. Werde die gesamte Zeit genervt und koennte eigentlich einfach nur noch ausrasten.
Musik: Keine.

Bipolare Stoerung... Glueckliche, arbeitssame Phasen, im Wechsel mit niedergeschlagenen, depressiven, in denen man den gesamten Tag nur im Bett liegt. Niedrige Reizschwelle, Probleme mit dem Umfeld, mit Mitmenschen, "Familie" falls vorhanden, etc. Schlaflosigkeit, ohne Ermuedung. Manchmal Neigung zu Groessenwahn, Selbstueberschaetzung oder starker Eitelkeit. Kennt man das nicht eigentlich alles von mir? Alles typische Anzeichen einer manisch-depressiven Krankheit. Aber ich, wie ichs bereits sagte, schaetze mich selbst, wie ich bin. Daran aendere ich nichts, auch, wenn es mich zu Grunde richten sollte. Da ist sie wieder, die Sturheit. Gestern Abend hatte ich auch wieder eine flashback-aehnliche Situation, die mich ziemlich traf. Dennoch bin ich sehr sicher, ich will niemandens Hilfe (psychologisch gesehen), sondern will und "muss" diesen Weg allein und selbst gehen! Ich habe das Gefuehl, wuerde mir da jemand unter die Arme greifen, wuerde ich auf ewig ungluecklich damit sein und mich zu bloed fuehlen, mein Leben in den Griff zu bekommen. Ganz klar sage ich es: Ich will alles SELBST schaffen! Ich komme an den Problemen alleine wieder heraus. Menschen, die sich uebermaessig einmischen wollen, sind mir eher im Weg...

Um 3 Uhr war ich offline gegangen und in zahlreichen Gedanken versunken, die sich ueber Stunden zogen. Geschrieben habe ich nur wenig und spaet, bis ich dann um ca 4 bis 4:30 schlafen ging bzw mich zumindest hinlegte. So, zwischendurch quasi, denn danach kehrten all die Gedanken zurueck... Es laesst mich nicht mehr los, wie unglaublich komplex diese Welt und das gesamte Universum sind. Wieviele Energien es gibt, die der Mensch nicht sehen kann (Elektrizitaet, Magnetismus, usw) - und wie viele es noch in dieser Art geben koennte, die der Mensch bislang noch nicht kennt. Eine Notiz am Rande: Ich bin manchen Strahlen gegenueber sehr empfindlich. Ich bemerke es, wenn jemand mich aufs Handy anruft, noch bevor es klingelt. Mit der Sekunde, an der das Signal ankommt, bevor der Ton anspringt. Und ich kann mit geschlossenen Augen in einer fremden Umgebung sicher sagen, wo sich der naechste Sendemast befindet. Die Richtung, ungefaehrte Entfernung... Was ich mich dabei frage, ist, womit man diese Strahlen wahrnimmt und wie eigentlich. Es ist keiner unserer "anerkannten" 5 Sinne. Ich wuerde sagen, es sei einfach "ein Gefuehl" - Aber das muesste man doch praezisieren koennen. Man kann unmoeglich sagen "ich merke es einfach". Das ist unlogisch...

Ich sollte vielleicht genauer ergruenden und austesten, wo und wie genau ich es spuere. Denn wenn es spuerbar ist, muss es auch ein Organ geben, das eben fuer dieses Gefuehl zustaendig ist. Wo liegt es? Wie funktioniert es? Ich weiss nicht, ob das irgendwelche Relevanz fuer die Forschung hat, aber denkbar waere es doch. Und wenn es nur ein bestimmtes Nervengeflecht ist. Wie die Sache mit dem Schwindelgefuehl, im Ohr, vielleicht nur ein Zusammenspiel bestimmter koerperlicher Komponenten... Ich weiss es nicht. Aber da sein muss etwas, sonst koennte man es nicht fuehlen. Es liegt so viel in naechster Naehe, direkt im menschlichen Koerper, was man noch genauer erforschen muesste. Aber stattdessen reist man in die Weltmeere oder ins All, weit weg, dabei liegen noch einige "Geheimnisse" direkt in uns. Und eine Frage stelle ich mir auch immer wieder, besonders, wenn ich irgendwelche medizinischen Bilder sehe, von Operationen. Wie gering die Huelle, die Haut, das, was als "Schoenheit" bezeichnet werden koennte, am Menschenkoerper doch ist! Ein klitzekleiner Schnitt, schon sieht man Blut, Sehnen, Fleisch. Was andere Menschen gar ekelhaft finden. Und doch bestehen wir alle daraus, wir SIND es. Unter einer Milimeter duennen, zerbrechlichen Huelle sind wir alle blutiges Fleisch. Ein Koerper ist verdammt widerstandsfaehig.

Und dann die Frage - Wenn wir den Koerper betrachten, dann sind wir alle aus denselben Bestandteilen erschaffen. Fleisch, Hormone, Nervenbahnen, etc. Wieso unterscheiden wir uns dann voneinander schon bei der Geburt? Wieso fuehlen und reagieren wir nicht gleich, auch, wenn es auf der Welt Milliarden von Menschen gibt? Gibt es eine "Seele"? Was ist es, was Menschen voneinander unterscheidet? Koerperlich waere da nichts, was wir bislang kannten... Heisst das, allein logisch gesehen, dass es noch mehr geben MUSS, was wir einfach noch nicht sehen koennen? Wenn wirs eines Tages erkennen wuerden... Vielleicht wuerde es unser gesamtes Denken veraendern. Vielleicht wuessten wir dann, was nach dem Tod kommt, was vor der Geburt war, etc. Vielleicht wuerden viele Fragen sich klaeren, aber koennte der Mensch dabei nicht vielleicht auch verrueckt werden? Eine andere Frage: Wie kann es sein, dass die Masse der Welt immer gleich bleibt und die Zahl der Menschen doch zunimmt? Das muesste heissen, es gaebe immer weniger andere Dinge. Immer weniger Natur, usw... Oder wiegt der einzelne Mensch nun durchschnittlich weniger? Wieder einmal verdeutlicht sich, dass alles, alle Lebewesen, miteinander zusammen haenge, in einem grossen Kreislauf.

Auch interessant ist hierbei die Fragestellung, ob man bestimmten Dingen einen "Wert" auf der Welt geben koennte. Losgeloest vom menschlichen Denken, einfach als Art "Klassifizierung" in der Natur. Nicht sortiert, nicht als Mass fuer Wichtigkeit oder was weiss ich. Einfach nur ein abstrakter Wert, der einen Gegenstand fuer diese Existenz definiert. Wenn ja, wieviel waeren die Gegenstaende in Relation zueinander wert? Bzw was waere ein Mensch, was eine Pflanze, ein Sandkorn, ein Lufthauch - Was fuer eine Relation haben sie zueinander? Ist eines wichtiger als das andere? Wieviele Sandkoerner haetten den "Wert" eines Pferdes? Wieviele Menschen haben den "Wert" eines Blitzeinschlags? Generell denkt der Mensch irgendwie zu sehr menschzentriert. Dabei ist er nicht bedeutsam im grossen All, wenn man so will. Dennoch sieht er sich als Mittelpunkt und baut die gesamte Wissenschaft auf seiner kleinen beschraenkten Ideenwelt auf. Wer sagt, dass woanders nicht ganz andere Naturgesetze gelten? Aber es ist normal, dass Menschen ihr Wissen auf sich selbst aufbauen. Irgendwo muessen sie schliesslich beginnen, und wer nichts anderes kennt, kann auf dem Anderen auch nicht aufbauen...

Generell kann ich nur noch einmal wiederholen: Viele Menschen wissen das Leben zu wenig zu schaetzen. Haben zu wenig Achtung davor, dabei ist es etwas Unglaubliches. So komplex, dass man es sich nicht wirklich vorstellen kann (Niemand von uns kann sich allein schon vorstellen, was den gesamten Menschen seiner Stadt gleichzeitig in einer Sekunde geschieht), unueberschaubar, und von keinem Menschen zu imitieren... Der Mensch mag mittlerweile so einiges synthetisch herstellen koennen, aber Totes belebt hat er beispielsweise noch nie... Wird er das je? Dazu braeuchte man mehr Erkenntnis. Die grosse Frage waere dann auch: Wie ginge es danach weiter? Der Mensch koennte noch mehr zum "Monstrum" werden, als schon bislang.

Wo wir schon in dem "Bereich" sind, will ich noch ein letztes Thema anschneiden... Habe neulich von einer Esoterikbegeisterten mal wieder etwas zum Thema Aura und Aurafotografie gehoert. Es wird sogar offen zugegeben, dass die "Aura" eine elektromagnetische Strahlung sei und die Kamera diese nur sichtbar darstelle. Da frage ich mich: Wo soll daran noch etwas Uebersinnliches sein? Es ist doch klar, dass das elektrisch funktionierende Wesen Mensch auch elektromagnetische Strahlen abgibt. Ich will sogar behaupten, dass es gar nicht abwegig ist, durch Beobachtung dieser zB feststellen zu koennen, wo etwas nicht "normal" ablaeuft. Vielleicht kann man damit Krankheiten erkennen... Aber wo ist da das angeblich Uebersinnliche? Das ist doch alles irgendwie wissenschaftlich... Was das wirklich esoterische "Aura-Sehen" jedoch betrifft... Hm... Also ich sehe um Dinge manchmal auch bunte Farben. Aber ich glaube, das sind auch alles optisch ganz logisch erklaerbare Phaenomene. Und ich habe sehr gute Augen, das weiss ich durch Vergleiche mit anderen Menschen. Aber Uebernatuerlich, Unmenschlich? Hm... Es wird immer wieder uebertrieben. Kein Wunder, "Skandaloeses", "Wunderliches" verkauft sich am besten.

Frage: Ab wann ist ein Mensch ein Mensch? Dazu muesste man genau feststellen, welches Teil den Menschen menschlich macht. Siehe meine oberen Gedanken zur "Seele", u.ae., also dass der Koerper immer gleich ist, und daher irgendetwas existieren muss, was ihn aussergewoehnlich macht... Wenn man darueber bescheid wuesste, wuesste man, ich denke, das habe ich eigentlich auch schon erwaehnt, auch ueber das Sterben und das Danach bescheid... Und wenn man schon so weit waere, waere eine Frage auch, woher die Seele stammt. Wie und woher ist sie entstanden? Wo liegt der Ursprung? Das ist fuer den menschlichen Geist einfach nicht vorstellbar... Es erscheint unlogisch, dass irgendwann einmal ein Anfang vom Universum da gewesen sein muss. Aber auch das ist widerspruechlich... Einerseits sagt die Logik, zu allem muss es einen Beginn geben. Andererseits: Woher kam der Beginn? Es kann doch nicht einfach irgendwann aus dem Nichts (Was ist das Nichts ueberhaupt?) etwas aufgetaucht sein... Woher denn? Oder doch? Das kann den Menschen wirklich verrueckt machen. Es gibt Dinge, die uebersteigen eben unsere Vorstellungskraft und unserer Auffassung von "Logik". Was heissen koennte, dass unsere Wissenschaft auf einem Fehler basiert und damit komplett gelogen und wertlos ist.

Und selbst, wenn wir glaubten, es gaebe einen Gott. Nach unserem Denken muesste selbst dieser irgendwoher stammen. Dasselbe Problem, wie gerade genannt... Ich versuche, solche Gedanken zu ergruenden, ohne die in der wissentschaft oft verbreitete "Alles Humbug"-Attituede gegenueber Unbekanntem und auch ohne esoterisches Aberglauben-Blahbla, nach dem Motto "Wenn man die Haende aneinander haelt, ist die AURA warm, nicht die Koerperwaerme", etc... Ich denke, um in der Wissenschaft weiter zu gelangen, muss man immer vermuten und darf nichts ausschliessen. Man muss ein Traeumer sein, um sich Dinge auszudenken, Theorien, und diese dann zu ueberpruefen. Man darf nicht einfach alles als "falsch" oder "unwahrscheinlich" ausschliessen, denn so uebersieht man vielleicht die Wahrheit. Genauso sollte man aber auch nicht alles glauben, sondern sich an Regeln, an so genannte "Logik", halten, wenn diese auch truegerisch sein kann... Wir kleine Menschen haben eben keine Ahnung, wie die Realitaet WIRKLICH aussieht... Wir wissen ja nicht einmal, wie Farben "wirklich" aussehen, weil fuer uns auch nur die verschiedenen Lichtwellenlaengen Dinge bunt ERSCHEINEN lassen. Was ja heisst, dass sie eigentlich gar nicht bunt sein muessen. Wie sehen sie also "wirklich" aus? Alles dunkelgraune verwaschene Toene? WIR sehen, was unser KOERPER sieht. Wir sind nicht frei, unser Geist ist immer koerpergebunden. Wer sagt, dass unser Koerper die Wahrheit erkennt? Vielleicht ist alles eine einzige Luege, weil unser Koerper uns von Natur aus beluegt. Wer weiss das schon.

Unser gesamtes Leben, unser Denken, unsere Vorstellungen haengen von dem ab, was wir kennen. Ein Blinder, der nie Farben sah, kann sich schlecht Farben vorstellen (unter Umstaenden). Also koennen wir als Menschen uns wohl auch Dinge nicht vorstellen, die es zwar gibt, die wir aber bisher noch nicht sahen oder kannten... Versteht ihr, was ich meine? Wir sind als Menschen beschraenkt und sollten uns daher nicht selbst ueberbewerten. Das All ist gross, wie kann man da glauben, wir koennten das einzige Leben sein? Was waere das fuer ein grosser Zufall? Alles ist ein riesiger Zufall... Dass ihr dies lest, dass ich lebe, dass diese Welt ueberhaupt existiert... Das gesamte Dasein ist ein riesiger Zufall. Sollten wir dankbar sein, dass wir so viel Glueck hatten, entstanden zu sein? Es haette ganz anders kommen sein. Es kam manchmal nur auf Bruchteile von Sekunden an. Viele Dinge haetten ganz einfach ganz anders verlaufen koennen. Und alles hat einen Einfluss auf das Heute und das Morgen. Eine Kette, ein Gebilde von Zufaellen. Ob man es nun "Schicksal" nennt - Das ist fuer mich in etwa dasselbe.

Eine Motte und eine Fliege umschwirrten mich und ich wurde sie nicht los. Ich wurde etwas muede, meine Gedanken unergruendlicher, vielleicht halluzinierte ich auch schon wieder ein wenig. Ein Gedanke nochmals in Bezug auf das Erfahren von Strahlung... Stoeren diese elektromagn. Strahlen evtl unsere Nervenreaktionen im Koerper bzw das Senden von Stromimpulsen von einem Nerv zum anderen, sodass wir sie durch diese Veraenderung als vorhanden bemerken? Was erklaeren wuerde, dass einige Menschen empfindlicher und andere gar nicht empfindlich sind. Manche Strahlen stark bemerken, andere gar nicht. Aber wie dem auch sei. Eine letzte Frage noch: Wieso haben einige Kinder eignetlich so eine enorme Lust am Zerstoeren? Experimentieren sie mit der Vergaenglichkeit, wollen sie "Boeses" oder verstehen sie nicht, was sie tun? Ich erinnere mich an vieles aus meiner Kindheit, was ich sah... Kinder zertreten absichtlich Ameisen oder Kaefer, reissen Schmetterlingen die Fluegel ab, zertrampeln Pilze, reissen Blumen die Koepfe ab, und werfen sie dann unbetrachtet weg... Was soll das? Machtfantasien? Wie Kinder, die anderen zB die Sandburg kaputt treten und sich darueber freuen... Reine Gemeinheit... Ist das krank oder "normal"? Ich habe es bei so vielen Menschen gesehen. Diese absichtliche, ruecksichtlose Zerstoerungswut. Gehoert das einfach zum Reifen dazu? Wo liegt der Zweck? Ehrlich gesagt konnte ich das als Kind nicht verstehen, kann es heute nicht. Damals, als ich das bei Gleichaltrigen sah, haette ich manchmal sogar weinen koennen. Ganz einfach, weil ich es falsch und grausam fand, zB Blumen zu zertreten oder gar Tiere. Ich weiss nicht... Wieso ich das nie tat, weil ich es schlimm fand, aber die Mehrheit der Kinder sogar Spass daran zu haben schien.

Um 4:30 ging ich schlafen und traeumte einen merkwerdigen Traum... Unter Anderem von Menschen, die an einer seltsamen Krankheit erkrankten, am gesamten Koerper seltsamen Ausschlag bekamen und daran starben. Ich blieb gesund, sass zwischen den Sterbenden und da es kein Gegenmittel gab, konnte ich nur daneben sitzen und zusehen, wie alles um mich herum vergeht und ich bleibe einsam zurueck.

cn P


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