Memoriae Ex Aeterna Nocte

30.05.2007 um 01:01 Uhr

Von Freud´scher Militaerpornografie und anderen Spaesschen der Psychoanalyse

Die ganze Nacht ein unglaubliches Gewitter. Sehr nah, und in S. soll wohl ein Blitz in den See direkt vor der Haustuer eingeschlagen haben. Da haben wir Glueck gehabt, nicht gerade dort draussen gewesen zu sein. Habe zwischen 2 und 2:30 noch geschrieben, war aber muede, fuehlte mich krank und ausgelaugt. Daher musste ich auch bald wieder aufhoeren und mich schlafen legen. Neulich fragte mich eine Bekannte, ob es nicht moeglich waere, dass ich am Burnout-Syndrom leide. Ich habe nachgeschlagen und muss feststellen, dass einige Punkte wirklich sehr zutreffend sind. Andere aber wiederum gar nicht. Aber selbst, wenn ich nun darunter leiden wuerde, und wenn ein Arzt mir das auch bescheinigen koennte: Das wuerde am Studium doch sicher nichts aendern. An der Uni interessiert es niemanden, ob man sich vor Stress selbst zerstoert, schon gar nicht die Professoren. Und meine "Eltern" noch weniger. Da zaehlt nur Leistung, oder was sie dafuer halten (eigentlich nur gute Zensuren und ein schnell erreichter, ueberdurchschnittlicher, moeglichst 1er-Abschluss).

Und was wuerde der Arzt machen? Wahrscheinlich wuerde es wieder so ablaufen, wie immer bei den Damen und Herren Therapeuten. Man schwafelt den Patienten zu, sucht nach irgendwelchen abstrusen Ereignissen in der Vergangenheit, und verschreibt im Medikamente, die ihm die Selbstbestimmung nehmen. Der einfachste, LOGISCHSTE Weg, wird meistens uebersehen: Einfach den Stress zu reduzieren! Ich hasse es sowieso, dass Logik in der Psychologie haeufiger gar keine Bedeutung zu haben scheint. Wenn ein Mensch vor mir steht und sagt, er fuehlt sich, zB, von den Eltern misshandelt, wird geschlagen, beschimpft, u.ae., da muss ich ihn nicht erst Bildchen malen lassen, um irgendetwas Wirres nach einem laengst ueberholten Handbuch hinein zu interpretieren, sondern ich muss ganz einfach ZUHOEREN, was die Person mir sagt: Naemlich "Ich werde schlecht behandelt, man tut mir Gewalt an, davor habe ich Angst und daher moechte ich da heraus!". Da hilft kein Antidepressivum und kein Einreden, dass alles gut sei; die Gewalt ist da und sie zu verhindern ist das einzige, logischste und sinnvollste Ziel!

Zu Freud will ich jetzt auch fast gar nichts mehr sagen. Wer mich kennt und die Menschen, die hier regelmaessig mitlesen, wissen, wie sehr ich seine Lehren verabscheue. Wie unlogisch, manchmal sogar ueberaus diskriminiered, ich sie finde, und wie affig es in meinen Augen erscheint, dass es auch heute noch etliche "Affen" gibt, die den manchmal sogar schon in sich selbst widerspruechlichen Kram glauben. Freud ist fuer mich eigentlich nur fuer eines "gut": Man kann seine Lehren nett fuer Parodien nutzen. Denn schaut euch mal irgendeinen x-beliebigen Film an und versucht ihn dann, nach Freud´scher Manier zu interpretieren! Da gehts dann immer um irgendwelche inzestuoesen Beziehungen zwischen irgendwelchen Personen, und wenn man jedes laengliche Objekt als Phallussymbol klassifiziert, wie der Herr Freud es tat, dann wird aus einem Kriegsfilm schnell ein Schwulenporno ;)

cn P


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