Memoriae Ex Aeterna Nocte

30.05.2007 um 01:01 Uhr

Von Freud´scher Militaerpornografie und anderen Spaesschen der Psychoanalyse

Die ganze Nacht ein unglaubliches Gewitter. Sehr nah, und in S. soll wohl ein Blitz in den See direkt vor der Haustuer eingeschlagen haben. Da haben wir Glueck gehabt, nicht gerade dort draussen gewesen zu sein. Habe zwischen 2 und 2:30 noch geschrieben, war aber muede, fuehlte mich krank und ausgelaugt. Daher musste ich auch bald wieder aufhoeren und mich schlafen legen. Neulich fragte mich eine Bekannte, ob es nicht moeglich waere, dass ich am Burnout-Syndrom leide. Ich habe nachgeschlagen und muss feststellen, dass einige Punkte wirklich sehr zutreffend sind. Andere aber wiederum gar nicht. Aber selbst, wenn ich nun darunter leiden wuerde, und wenn ein Arzt mir das auch bescheinigen koennte: Das wuerde am Studium doch sicher nichts aendern. An der Uni interessiert es niemanden, ob man sich vor Stress selbst zerstoert, schon gar nicht die Professoren. Und meine "Eltern" noch weniger. Da zaehlt nur Leistung, oder was sie dafuer halten (eigentlich nur gute Zensuren und ein schnell erreichter, ueberdurchschnittlicher, moeglichst 1er-Abschluss).

Und was wuerde der Arzt machen? Wahrscheinlich wuerde es wieder so ablaufen, wie immer bei den Damen und Herren Therapeuten. Man schwafelt den Patienten zu, sucht nach irgendwelchen abstrusen Ereignissen in der Vergangenheit, und verschreibt im Medikamente, die ihm die Selbstbestimmung nehmen. Der einfachste, LOGISCHSTE Weg, wird meistens uebersehen: Einfach den Stress zu reduzieren! Ich hasse es sowieso, dass Logik in der Psychologie haeufiger gar keine Bedeutung zu haben scheint. Wenn ein Mensch vor mir steht und sagt, er fuehlt sich, zB, von den Eltern misshandelt, wird geschlagen, beschimpft, u.ae., da muss ich ihn nicht erst Bildchen malen lassen, um irgendetwas Wirres nach einem laengst ueberholten Handbuch hinein zu interpretieren, sondern ich muss ganz einfach ZUHOEREN, was die Person mir sagt: Naemlich "Ich werde schlecht behandelt, man tut mir Gewalt an, davor habe ich Angst und daher moechte ich da heraus!". Da hilft kein Antidepressivum und kein Einreden, dass alles gut sei; die Gewalt ist da und sie zu verhindern ist das einzige, logischste und sinnvollste Ziel!

Zu Freud will ich jetzt auch fast gar nichts mehr sagen. Wer mich kennt und die Menschen, die hier regelmaessig mitlesen, wissen, wie sehr ich seine Lehren verabscheue. Wie unlogisch, manchmal sogar ueberaus diskriminiered, ich sie finde, und wie affig es in meinen Augen erscheint, dass es auch heute noch etliche "Affen" gibt, die den manchmal sogar schon in sich selbst widerspruechlichen Kram glauben. Freud ist fuer mich eigentlich nur fuer eines "gut": Man kann seine Lehren nett fuer Parodien nutzen. Denn schaut euch mal irgendeinen x-beliebigen Film an und versucht ihn dann, nach Freud´scher Manier zu interpretieren! Da gehts dann immer um irgendwelche inzestuoesen Beziehungen zwischen irgendwelchen Personen, und wenn man jedes laengliche Objekt als Phallussymbol klassifiziert, wie der Herr Freud es tat, dann wird aus einem Kriegsfilm schnell ein Schwulenporno ;)

cn P

28.05.2007 um 20:27 Uhr

Diskussion: Kinder quaelen fuer die Kunst?

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Kunst, Schmerzen, Gesellschaft

Nicht ganz aktuell, aber als ichs heute zum 1. Mal gelesen habe, hats mich trotzdem angeekelt: http://www.sueddeutsche.de/,tt5m3/kultur/artikel/610/81529/

In Kurzform: Eine "Kuenstlerin" hat sich diverse Kinder von ca 3 bis 4 Jahren gebucht, hat sie zum Weinen gebracht und davon Fotos gemacht, diese etwas nachbearbeitet und ausgestellt. Um sie zum Weinen zu bringen, so heisst es, habe man ihnen Suessigkeiten geschenkt und sie ihnen danach sofort wieder weggenommen. Und manchmal ging es sogar noch einfacher: "Oft genügte die Tatsache, dass die Kinder ohne T-Shirt auf einem Podest im hellen Studiolicht stehen mussten, von fremden Menschen umzingelt. Schon schrien sie wie am Spieß." Es soll den Kindern nicht geschadet haben. Die Kuenstlerin meint ausserdem, Kinder wuerden sowieso staendig heulen und ihre junge Tochter habe selbst an der Fotoaktion teilgenommen, und daher sei das alles nicht so schlimm.

Ich muss ehrlich sagen, ich finde diese Aktion pervers. Und ob man den Kindern nur"wenig schlimme" Dinge antut, spielt fuer mich keine Rolle - Das Kind empfindet Leid, und soetwas fuer die Kunst zu tun, finde ich unmenschlich. Und von wegen "das Kind erinnert sich bald sowieso nicht mehr daran" - Man soll zwar nicht von sich auf andere Menschen schliessen, aber ich denke schon, dass es auch von einem Kind als ziemlicher Vertrauensmissbrauch empfunden wird, wenn es etwas geschenkt und sofort wieder weggenommen bekommt. Gerade, wenn die Mutter daneben steht und nichts unternimmt. Das Kind nicht troestet, usw. Und was die Aussage betrifft, die Kinder haetten zum Teil schon geweint, "nur" weil sie sich nackt auf ein Podest stellen mussten - das finde ich noch schrecklicher. Da kann keiner behaupten, Kinder kannten keine Scham, usw. Auch ein Kind hat sicher nicht unbedingt Lust, nackt von Kameras zu posieren, gerade in dem Alter. Und wenn es weint, richtig schrecklich weint, weswegen auch immer, dann bedeutet das immer Leid fuer das Kind! Darf man fuer die Kunst soetwas absichtlich herbeifuehren?

Gerne wuerde ich fremde Meinungen dazu hoeren.

cn P

12.05.2007 um 15:13 Uhr

Pessimismus?

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Blog, Blumen, Pflanzen

"Pessimismus hat weder mit Angst noch mit der Unfaehigkeit zur Freude zu tun. Ich wuerde mich selbst als Pessimistin bezeichnen und kenne viele andere Menschen, die ebenfalls nicht gerade zu den Optimisten gezaehlt werden koennen, und wir alle koennen erfreuliche Erlebnisse durchaus geniessen. Nur sind wir uns, im Gegensatz zum Friede-Freude-Eierkuchen-Optimisten auch BEWUSST, dass nicht alles eitel Sonnenschein auf dieser Welt ist. Und wir sind realistisch, wenn etwas mit aller Wahrscheinlichkeit schief gehen wird. Das erspart uns mehr Enttaeuschung, als Leuten, die hoffen, dass alles immer gut enden. Die fallen tiefer."

In Bezug auf einen Eintrag bei sternenschein (HIER KLICKEN).

cn P

P.S.: Ich werde heute Abend erst spaet nach Hause kommen, bin mal wieder auf ner Sonderveranstaltung in nem Stadtgarten... Wuenscht mir, dass es nicht regnet ;) Den Grand Prix werde ich demzufolge auch nur aufzeichnen. Und an die Uni denke ich besser gar nicht erst ;/

12.05.2007 um 01:41 Uhr

Ploetzlich erschien alles anders

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Kunst, Fotografie, Familie, Erinnerung

Es ueberkam mich das Gefuehl, ploetzlich durch fremde Augen zu blicken. Zu erkennen, was mich seit Jahren verwunderte, was mir unglaublich und unverstaendlich erschien. Nun sah ich es und vieles erschien so logisch. Sollte ich darueber Frieden schliessen und mich versoehnen koennen? Koennte sich somit alles verbessern? Zum Guten, wie "damals", wenden, sicherlich nicht. Aber nun, wo ich nachvollziehen kann, zumindest zum Teil, wo ich mir selbst fremd bin und als jemand Fremdes denken kann - Kann das mir, uns, der Gesellschaft nutzen? Kann es irgendetwas veraendern? Mit einem Schlag, ganz ploetzlich. Wird es aber auch laenger anhalten - Oder so schnell wieder verhallen, wie es mir erschienen war?

cn P

 

11.05.2007 um 12:27 Uhr

Nachtrag: Eurovision Song Contest 2007 Semi-Finals: Ergebnis

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Musik, Medien, TV

Sieger des gestrigen Halbfinales waren:
Weissrussland - Dimitry Koldun - Work Your Magic
Mazedonien - Karolina Goceva - Mojot svet
Slowenien - Alenka Gotar - Cvet z juga
Ungarn - Magdi Rúzsa - Unsubstantial Blues
Georgien - Sopho Khalvashi - Visionary Dream
Lettland - Bonaparti.lv - Questa notte
Serbien - Marija Šerifović - Molitva
Bulgarien - Elitsa Todorova & Stoyan Yankulov - Water
Moldawien - Natalia Barbu - Fight
Tuerkei - Kenan Doğulu - Shake It Up Shekerim

Verdammt schade um Island... Und irgendwie finde ichs sehr "interessant", dass wieder so viele befreundete Staaten durchgekommen sind... Weder Schweiz noch Oesterreich, kein Daenemark oder Norwegen... Irgendwie seltsam. Ich dachte, zumindest DJ Bobo kommt durch, allein wegen seiner Bekanntheit.

(Man merkt, ich kopiere wieder nur aus einem Kommentar ;) )

Aber was ich nochmals genauer betrachten wollte, was fuer LIEDER da eigentlich gewonnen haben, denn mit den Laendern kann ich gerade nicht mehr viel anfangen, ausser mit Weissrussland, die auch Rock gemacht haben ;)

Tja, was kann ich nun noch dazu sagen? Erstaunlich viele Frauen sind dabei, erstaunlich viele nicht englische Titel... Und das graesslichste, was geschehen koennte, waere, wenn die Tuerkei gewaenne. Fuer mich war der Titel gestern schon reinste Ohrenbelaestigung. Bulgarien fand ich auch nicht so toll. Oder um ganz genau zu sein: Von den gestrigen Siegern fand ich eigentlich nur Weissrussland, Lettland und Moldau relativ in Ordnung.

cn P

03.05.2007 um 00:42 Uhr

Dinge - existierende, nuetzliche und solche, die die Welt nicht braucht

Stimmung: Wieder kurz vorm Ausrasten. Kann mittlerweile nicht einmal mehr eine halbe Stunde in Ruhe mein Blog aktualisieren, werde hier pausenlos dumm angesuelzt, jede einzelne Sekunde! *AMOK*
Musik: Keine.

Es gibt viele Dinge im Leben, die sinnlos erscheinen. Ob nun die alljaehrlichen Maikrawalle, die mittlerweile seit 20 Jahren einige Teile B.s verwuesten, oder einige Handlungen von Individuen. Neulich ist mir so ein Mensch begegnet, da konnte ich nur den Kopf schuetteln. Eigentlich eine verdammt traurige Angelegenheit. Diese Person erzaehlte in ihrem Blog von ihrer ersten Begegnung mit Menschen einer bestimmten Nationalitaet. Und nur, weil diese paar Menschen, eine Handvoll, sich etwas daneben benommen haben soll, folgerte die Person, alle Menschen aus diesem Land waeren so. Das koennte man jetzt als "normale" dumme Vorurteile abstempeln, aber dann die Behauptung "Na das liegt wohl an den Genen" - Da konnte ich sauer werden! Als wenn es bestimmten Voelkern genetisch angeboren sei, dumm, schlecht, faul, egoistisch oder weiss ich was zu sein. Da kommen wir ja gleich wieder im 3. Reich an... "Der geizige Jude", "Der faule Neger", etc... Wie Menschen heute noch so denken koennen, ist erschreckend. Aber irgendwie haette ich mir das doch schon vorher denken koennen, der Mensch veraendert sich ueber all die Jahre nicht sonderlich.

Ich stellte gestern auch noch fest, dass Alkohol und Tabletten mir wirklich schlechter bekommen, als gedacht. Ich hatte eine Schmerztablette und ein Antiallergikum zu mir genommen und danach nur einen kleinen Schluck Bier getrunken, an die Tabletten hatte ich gar nicht mehr gedacht. Aber mir ist ploetzlich davon extrem schlecht geworden, ich habe Kreislaufprobleme und Schwindenanfaelle bekommen. Sehr merkwuerdig. Und dann habe ich noch einen Onlinetest zum Thema Empfindsamkeit bzw hypersensible Menschen gemacht. Ich denke, www.zartbesaitet.net war die URL, die Adresse habe ich von einem anderen Blog, weiss leider nicht mehr, von welchem. Die Seite hat mir gefallen, das Forum schien interessant. Dass ich hypersensibel bin, weiss ich schon laenger, laut diesem Test jedoch soll ich schon zu den Menschen gehoeren, die sehr stark betroffen sind. 254 Punkte - Irgendwie erschien mir das selbst schon zu viel. ER hat uebrigens 206 Punkte und ist damit auch schon weit ueber der "Normalgrenze"... Wobei ER immer der Meinung war und auch noch ist, er sei viel empfindsamer/empfindlicher, als ich. Dem wuerde ich eigentlich auch zustimmen. Oder es aeussert sich bei uns einfach sehr unterschiedlich (ER tendiert zum Heulen und ich eher zur seelischen Aggression wie Rachegedanken, etc, wenn uns etwas "Unschoenes" widerfaehrt). Aber so ist das eben bei irgendwelchen Anklick-Tests... Keine Gewaehr fuer die Richtigkeit. Ich denke ja auch noch, ER ist eigentlich empfindlicher...

Dinge, die die Welt nicht braucht... Davon habe ich auch noch zwei Meldungen. Zum einen veroeffentlichte (oder veroeffentlicht demnaechst - keine Ahnung) eine gewisse qualitativ einfach nur laecherliche Band, die von Kritikern gerne als "Kinder-Rock" bezeichnet wird, ein Album mit englischen Texten. Ihr erstes. Und zwar sind es... Im Grunde nur woertliche Uebersetzungen ihrer alten dt. Texte ins Englische. Dementsprechend schief und daemlich klingt es. Wenn sich das trotz der miserablen musikalischen und lyrischen Qualitaet dennoch sehr gut verkauft, wuerde mich das nicht wundern, sondern nur meine Annahme bestaetigen, dass man den Massen jeden Muell verkaufen kann, solange er gut genug vermarktet wurde. Zweite Sache, die ich erwaehnen wollte: Ich bekam neulich wieder einen "niedlichen" Werbespruch im Fernsehn mit. Ein Shampoo wurde beworben, mit dem Slogan: "Fuer Haare wie zum Anbeissen!"... Danach folgte eine andere Werbung, in der eine Dame ueber rissiges, duennes Haar klagte. Meine Folgerung: Das kommt vom vielen Haareknabbern ;) Ob die Werbe"fachleute" ueberhaupt bemerkt haben, wie laecherlich diese Werbung ist? Oh weh...

cn P

02.05.2007 um 02:22 Uhr

Theorien - Wissenschaft und Glaube

Stimmung: Sehr schlecht. Werde die gesamte Zeit genervt und koennte eigentlich einfach nur noch ausrasten.
Musik: Keine.

Bipolare Stoerung... Glueckliche, arbeitssame Phasen, im Wechsel mit niedergeschlagenen, depressiven, in denen man den gesamten Tag nur im Bett liegt. Niedrige Reizschwelle, Probleme mit dem Umfeld, mit Mitmenschen, "Familie" falls vorhanden, etc. Schlaflosigkeit, ohne Ermuedung. Manchmal Neigung zu Groessenwahn, Selbstueberschaetzung oder starker Eitelkeit. Kennt man das nicht eigentlich alles von mir? Alles typische Anzeichen einer manisch-depressiven Krankheit. Aber ich, wie ichs bereits sagte, schaetze mich selbst, wie ich bin. Daran aendere ich nichts, auch, wenn es mich zu Grunde richten sollte. Da ist sie wieder, die Sturheit. Gestern Abend hatte ich auch wieder eine flashback-aehnliche Situation, die mich ziemlich traf. Dennoch bin ich sehr sicher, ich will niemandens Hilfe (psychologisch gesehen), sondern will und "muss" diesen Weg allein und selbst gehen! Ich habe das Gefuehl, wuerde mir da jemand unter die Arme greifen, wuerde ich auf ewig ungluecklich damit sein und mich zu bloed fuehlen, mein Leben in den Griff zu bekommen. Ganz klar sage ich es: Ich will alles SELBST schaffen! Ich komme an den Problemen alleine wieder heraus. Menschen, die sich uebermaessig einmischen wollen, sind mir eher im Weg...

Um 3 Uhr war ich offline gegangen und in zahlreichen Gedanken versunken, die sich ueber Stunden zogen. Geschrieben habe ich nur wenig und spaet, bis ich dann um ca 4 bis 4:30 schlafen ging bzw mich zumindest hinlegte. So, zwischendurch quasi, denn danach kehrten all die Gedanken zurueck... Es laesst mich nicht mehr los, wie unglaublich komplex diese Welt und das gesamte Universum sind. Wieviele Energien es gibt, die der Mensch nicht sehen kann (Elektrizitaet, Magnetismus, usw) - und wie viele es noch in dieser Art geben koennte, die der Mensch bislang noch nicht kennt. Eine Notiz am Rande: Ich bin manchen Strahlen gegenueber sehr empfindlich. Ich bemerke es, wenn jemand mich aufs Handy anruft, noch bevor es klingelt. Mit der Sekunde, an der das Signal ankommt, bevor der Ton anspringt. Und ich kann mit geschlossenen Augen in einer fremden Umgebung sicher sagen, wo sich der naechste Sendemast befindet. Die Richtung, ungefaehrte Entfernung... Was ich mich dabei frage, ist, womit man diese Strahlen wahrnimmt und wie eigentlich. Es ist keiner unserer "anerkannten" 5 Sinne. Ich wuerde sagen, es sei einfach "ein Gefuehl" - Aber das muesste man doch praezisieren koennen. Man kann unmoeglich sagen "ich merke es einfach". Das ist unlogisch...

Ich sollte vielleicht genauer ergruenden und austesten, wo und wie genau ich es spuere. Denn wenn es spuerbar ist, muss es auch ein Organ geben, das eben fuer dieses Gefuehl zustaendig ist. Wo liegt es? Wie funktioniert es? Ich weiss nicht, ob das irgendwelche Relevanz fuer die Forschung hat, aber denkbar waere es doch. Und wenn es nur ein bestimmtes Nervengeflecht ist. Wie die Sache mit dem Schwindelgefuehl, im Ohr, vielleicht nur ein Zusammenspiel bestimmter koerperlicher Komponenten... Ich weiss es nicht. Aber da sein muss etwas, sonst koennte man es nicht fuehlen. Es liegt so viel in naechster Naehe, direkt im menschlichen Koerper, was man noch genauer erforschen muesste. Aber stattdessen reist man in die Weltmeere oder ins All, weit weg, dabei liegen noch einige "Geheimnisse" direkt in uns. Und eine Frage stelle ich mir auch immer wieder, besonders, wenn ich irgendwelche medizinischen Bilder sehe, von Operationen. Wie gering die Huelle, die Haut, das, was als "Schoenheit" bezeichnet werden koennte, am Menschenkoerper doch ist! Ein klitzekleiner Schnitt, schon sieht man Blut, Sehnen, Fleisch. Was andere Menschen gar ekelhaft finden. Und doch bestehen wir alle daraus, wir SIND es. Unter einer Milimeter duennen, zerbrechlichen Huelle sind wir alle blutiges Fleisch. Ein Koerper ist verdammt widerstandsfaehig.

Und dann die Frage - Wenn wir den Koerper betrachten, dann sind wir alle aus denselben Bestandteilen erschaffen. Fleisch, Hormone, Nervenbahnen, etc. Wieso unterscheiden wir uns dann voneinander schon bei der Geburt? Wieso fuehlen und reagieren wir nicht gleich, auch, wenn es auf der Welt Milliarden von Menschen gibt? Gibt es eine "Seele"? Was ist es, was Menschen voneinander unterscheidet? Koerperlich waere da nichts, was wir bislang kannten... Heisst das, allein logisch gesehen, dass es noch mehr geben MUSS, was wir einfach noch nicht sehen koennen? Wenn wirs eines Tages erkennen wuerden... Vielleicht wuerde es unser gesamtes Denken veraendern. Vielleicht wuessten wir dann, was nach dem Tod kommt, was vor der Geburt war, etc. Vielleicht wuerden viele Fragen sich klaeren, aber koennte der Mensch dabei nicht vielleicht auch verrueckt werden? Eine andere Frage: Wie kann es sein, dass die Masse der Welt immer gleich bleibt und die Zahl der Menschen doch zunimmt? Das muesste heissen, es gaebe immer weniger andere Dinge. Immer weniger Natur, usw... Oder wiegt der einzelne Mensch nun durchschnittlich weniger? Wieder einmal verdeutlicht sich, dass alles, alle Lebewesen, miteinander zusammen haenge, in einem grossen Kreislauf.

Auch interessant ist hierbei die Fragestellung, ob man bestimmten Dingen einen "Wert" auf der Welt geben koennte. Losgeloest vom menschlichen Denken, einfach als Art "Klassifizierung" in der Natur. Nicht sortiert, nicht als Mass fuer Wichtigkeit oder was weiss ich. Einfach nur ein abstrakter Wert, der einen Gegenstand fuer diese Existenz definiert. Wenn ja, wieviel waeren die Gegenstaende in Relation zueinander wert? Bzw was waere ein Mensch, was eine Pflanze, ein Sandkorn, ein Lufthauch - Was fuer eine Relation haben sie zueinander? Ist eines wichtiger als das andere? Wieviele Sandkoerner haetten den "Wert" eines Pferdes? Wieviele Menschen haben den "Wert" eines Blitzeinschlags? Generell denkt der Mensch irgendwie zu sehr menschzentriert. Dabei ist er nicht bedeutsam im grossen All, wenn man so will. Dennoch sieht er sich als Mittelpunkt und baut die gesamte Wissenschaft auf seiner kleinen beschraenkten Ideenwelt auf. Wer sagt, dass woanders nicht ganz andere Naturgesetze gelten? Aber es ist normal, dass Menschen ihr Wissen auf sich selbst aufbauen. Irgendwo muessen sie schliesslich beginnen, und wer nichts anderes kennt, kann auf dem Anderen auch nicht aufbauen...

Generell kann ich nur noch einmal wiederholen: Viele Menschen wissen das Leben zu wenig zu schaetzen. Haben zu wenig Achtung davor, dabei ist es etwas Unglaubliches. So komplex, dass man es sich nicht wirklich vorstellen kann (Niemand von uns kann sich allein schon vorstellen, was den gesamten Menschen seiner Stadt gleichzeitig in einer Sekunde geschieht), unueberschaubar, und von keinem Menschen zu imitieren... Der Mensch mag mittlerweile so einiges synthetisch herstellen koennen, aber Totes belebt hat er beispielsweise noch nie... Wird er das je? Dazu braeuchte man mehr Erkenntnis. Die grosse Frage waere dann auch: Wie ginge es danach weiter? Der Mensch koennte noch mehr zum "Monstrum" werden, als schon bislang.

Wo wir schon in dem "Bereich" sind, will ich noch ein letztes Thema anschneiden... Habe neulich von einer Esoterikbegeisterten mal wieder etwas zum Thema Aura und Aurafotografie gehoert. Es wird sogar offen zugegeben, dass die "Aura" eine elektromagnetische Strahlung sei und die Kamera diese nur sichtbar darstelle. Da frage ich mich: Wo soll daran noch etwas Uebersinnliches sein? Es ist doch klar, dass das elektrisch funktionierende Wesen Mensch auch elektromagnetische Strahlen abgibt. Ich will sogar behaupten, dass es gar nicht abwegig ist, durch Beobachtung dieser zB feststellen zu koennen, wo etwas nicht "normal" ablaeuft. Vielleicht kann man damit Krankheiten erkennen... Aber wo ist da das angeblich Uebersinnliche? Das ist doch alles irgendwie wissenschaftlich... Was das wirklich esoterische "Aura-Sehen" jedoch betrifft... Hm... Also ich sehe um Dinge manchmal auch bunte Farben. Aber ich glaube, das sind auch alles optisch ganz logisch erklaerbare Phaenomene. Und ich habe sehr gute Augen, das weiss ich durch Vergleiche mit anderen Menschen. Aber Uebernatuerlich, Unmenschlich? Hm... Es wird immer wieder uebertrieben. Kein Wunder, "Skandaloeses", "Wunderliches" verkauft sich am besten.

Frage: Ab wann ist ein Mensch ein Mensch? Dazu muesste man genau feststellen, welches Teil den Menschen menschlich macht. Siehe meine oberen Gedanken zur "Seele", u.ae., also dass der Koerper immer gleich ist, und daher irgendetwas existieren muss, was ihn aussergewoehnlich macht... Wenn man darueber bescheid wuesste, wuesste man, ich denke, das habe ich eigentlich auch schon erwaehnt, auch ueber das Sterben und das Danach bescheid... Und wenn man schon so weit waere, waere eine Frage auch, woher die Seele stammt. Wie und woher ist sie entstanden? Wo liegt der Ursprung? Das ist fuer den menschlichen Geist einfach nicht vorstellbar... Es erscheint unlogisch, dass irgendwann einmal ein Anfang vom Universum da gewesen sein muss. Aber auch das ist widerspruechlich... Einerseits sagt die Logik, zu allem muss es einen Beginn geben. Andererseits: Woher kam der Beginn? Es kann doch nicht einfach irgendwann aus dem Nichts (Was ist das Nichts ueberhaupt?) etwas aufgetaucht sein... Woher denn? Oder doch? Das kann den Menschen wirklich verrueckt machen. Es gibt Dinge, die uebersteigen eben unsere Vorstellungskraft und unserer Auffassung von "Logik". Was heissen koennte, dass unsere Wissenschaft auf einem Fehler basiert und damit komplett gelogen und wertlos ist.

Und selbst, wenn wir glaubten, es gaebe einen Gott. Nach unserem Denken muesste selbst dieser irgendwoher stammen. Dasselbe Problem, wie gerade genannt... Ich versuche, solche Gedanken zu ergruenden, ohne die in der wissentschaft oft verbreitete "Alles Humbug"-Attituede gegenueber Unbekanntem und auch ohne esoterisches Aberglauben-Blahbla, nach dem Motto "Wenn man die Haende aneinander haelt, ist die AURA warm, nicht die Koerperwaerme", etc... Ich denke, um in der Wissenschaft weiter zu gelangen, muss man immer vermuten und darf nichts ausschliessen. Man muss ein Traeumer sein, um sich Dinge auszudenken, Theorien, und diese dann zu ueberpruefen. Man darf nicht einfach alles als "falsch" oder "unwahrscheinlich" ausschliessen, denn so uebersieht man vielleicht die Wahrheit. Genauso sollte man aber auch nicht alles glauben, sondern sich an Regeln, an so genannte "Logik", halten, wenn diese auch truegerisch sein kann... Wir kleine Menschen haben eben keine Ahnung, wie die Realitaet WIRKLICH aussieht... Wir wissen ja nicht einmal, wie Farben "wirklich" aussehen, weil fuer uns auch nur die verschiedenen Lichtwellenlaengen Dinge bunt ERSCHEINEN lassen. Was ja heisst, dass sie eigentlich gar nicht bunt sein muessen. Wie sehen sie also "wirklich" aus? Alles dunkelgraune verwaschene Toene? WIR sehen, was unser KOERPER sieht. Wir sind nicht frei, unser Geist ist immer koerpergebunden. Wer sagt, dass unser Koerper die Wahrheit erkennt? Vielleicht ist alles eine einzige Luege, weil unser Koerper uns von Natur aus beluegt. Wer weiss das schon.

Unser gesamtes Leben, unser Denken, unsere Vorstellungen haengen von dem ab, was wir kennen. Ein Blinder, der nie Farben sah, kann sich schlecht Farben vorstellen (unter Umstaenden). Also koennen wir als Menschen uns wohl auch Dinge nicht vorstellen, die es zwar gibt, die wir aber bisher noch nicht sahen oder kannten... Versteht ihr, was ich meine? Wir sind als Menschen beschraenkt und sollten uns daher nicht selbst ueberbewerten. Das All ist gross, wie kann man da glauben, wir koennten das einzige Leben sein? Was waere das fuer ein grosser Zufall? Alles ist ein riesiger Zufall... Dass ihr dies lest, dass ich lebe, dass diese Welt ueberhaupt existiert... Das gesamte Dasein ist ein riesiger Zufall. Sollten wir dankbar sein, dass wir so viel Glueck hatten, entstanden zu sein? Es haette ganz anders kommen sein. Es kam manchmal nur auf Bruchteile von Sekunden an. Viele Dinge haetten ganz einfach ganz anders verlaufen koennen. Und alles hat einen Einfluss auf das Heute und das Morgen. Eine Kette, ein Gebilde von Zufaellen. Ob man es nun "Schicksal" nennt - Das ist fuer mich in etwa dasselbe.

Eine Motte und eine Fliege umschwirrten mich und ich wurde sie nicht los. Ich wurde etwas muede, meine Gedanken unergruendlicher, vielleicht halluzinierte ich auch schon wieder ein wenig. Ein Gedanke nochmals in Bezug auf das Erfahren von Strahlung... Stoeren diese elektromagn. Strahlen evtl unsere Nervenreaktionen im Koerper bzw das Senden von Stromimpulsen von einem Nerv zum anderen, sodass wir sie durch diese Veraenderung als vorhanden bemerken? Was erklaeren wuerde, dass einige Menschen empfindlicher und andere gar nicht empfindlich sind. Manche Strahlen stark bemerken, andere gar nicht. Aber wie dem auch sei. Eine letzte Frage noch: Wieso haben einige Kinder eignetlich so eine enorme Lust am Zerstoeren? Experimentieren sie mit der Vergaenglichkeit, wollen sie "Boeses" oder verstehen sie nicht, was sie tun? Ich erinnere mich an vieles aus meiner Kindheit, was ich sah... Kinder zertreten absichtlich Ameisen oder Kaefer, reissen Schmetterlingen die Fluegel ab, zertrampeln Pilze, reissen Blumen die Koepfe ab, und werfen sie dann unbetrachtet weg... Was soll das? Machtfantasien? Wie Kinder, die anderen zB die Sandburg kaputt treten und sich darueber freuen... Reine Gemeinheit... Ist das krank oder "normal"? Ich habe es bei so vielen Menschen gesehen. Diese absichtliche, ruecksichtlose Zerstoerungswut. Gehoert das einfach zum Reifen dazu? Wo liegt der Zweck? Ehrlich gesagt konnte ich das als Kind nicht verstehen, kann es heute nicht. Damals, als ich das bei Gleichaltrigen sah, haette ich manchmal sogar weinen koennen. Ganz einfach, weil ich es falsch und grausam fand, zB Blumen zu zertreten oder gar Tiere. Ich weiss nicht... Wieso ich das nie tat, weil ich es schlimm fand, aber die Mehrheit der Kinder sogar Spass daran zu haben schien.

Um 4:30 ging ich schlafen und traeumte einen merkwerdigen Traum... Unter Anderem von Menschen, die an einer seltsamen Krankheit erkrankten, am gesamten Koerper seltsamen Ausschlag bekamen und daran starben. Ich blieb gesund, sass zwischen den Sterbenden und da es kein Gegenmittel gab, konnte ich nur daneben sitzen und zusehen, wie alles um mich herum vergeht und ich bleibe einsam zurueck.

cn P

02.05.2007 um 01:11 Uhr

Schmerz

Stimmung: Besessen am Schreiben.
Musik: Keine.

Es ist mir raetselhaft, wie einige Menschen nicht einfach mit ihrem Leben zufrieden sein koennen, obwohl es ihnen verhaeltnismaessig gut geht. Ich weiss, es geht mich gar nichts an, es ist nicht meine Sache, aber wenn ich sehe, wie einige Menschen heulen, sie woellten sich umbringen, nur, weil sie einmal von Snobmami und -papi nicht erlaubt bekommen, mit ihrem Jaguar zur Disco zu fahren, dann finde ich das lachhaft und, darauf kommt es mir an, verspottend gegenueber Menschen mit "wirklichen" Problemen. Sicher, fuer einige Menschen mag jedes "Nein" schmerzhaft erscheinen, aber selbst ich mieses, selbstsuechtiges Ding denke oft, dass es viele Menschen gibt, denen es noch schlechter als mir geht, und dass ich verdammt noch einmal aufhoeren soll, zu heulen... Wieso koennen einige Menschen das einfach nicht? Gehe ich zu streng mit mir und mit dem Rest der Welt um? Oft denke ich es mir. Aber das ist auch wieder so eine meiner Macken: Ich kann sehr schlecht gnaedig sein. Ich kann eigentlich nur zu Menschen richtig nett sein, die auch zu mir nett sind. Endweder meinen Freunden gegenueber, oder solchen Menschen gegenueber, von denen ich glaube, sie seien "rein" und "unschuldig". Kinder beispielsweise stehen bei mir in Sachen Respekt ganz oben, auch, wenn ich nie selbst eines bekommen moechte. Kinder sind wunderbar, sie sind noch nicht verdorben, wie der Rest dieser beschissenen Welt, mich eingenommen... Ich habe oft den Eindruck, dass man mit dem Altern nicht unbedingt reift, sondern eher verdirbt. Man verliert viel, welches man eigentlich besser nicht verlieren sollte. Einige Dinge bewahre ich mir. Kinder sind auch die einzigen Menschen, die mir fremd sein koennen, und denen gegenueber ich trotzdem nicht misstrauisch bin. Was bei mir ansonsten bei jedem Menschen ueber 12 Jahren vorhanden ist - Sofern ich ihn nicht sehr gut kenne. Ich zeige somit, wenn man so will, die typischen Folgen von Misshandlung im Kindesalter. Ich habe neulich Listen gesehen, die Betroffene charakterisieren sollen. Es ging eigentlich eher darum, wie Psychologen betroffene Kinder und Jugendliche erkennen koennten und was fuer Spaetfolgen Missbrauch hat. Es hat mich erschrocken, dass bei diesen Listen wirklich der Grossteil auf meine Situation zutrifft, auch heute noch. Bei einigen Punkten jedoch bin ich richtig froh, bereits darueber hinweg zu sein oder nie in diese Lage geraten zu sein. Aber eine Menge hat bei mir doch "hinein geschlagen", aber mein Charakter ist heute eben, wie er ist, und ich achte mich selbst, wie ich bin. Das, was ich geworden bin, ohne jegliches Bedauern.

Viele Menschen wollen mir sicherlich nicht glauben, dass ich mich achte. Ich gebe auch offen zu, ich tue haeufiger Dinge mit meinem Koerper, die man - "logisch" gesehen - mit einem geachteten Koerper nicht tun sollte. Gerade im Moment leide ich auch wieder unter SVV und ich koennte fast sagen, ich sei so krank, es zu geniessen, die Wunden an mir sichtbar zu machen, aeusserlich, die mir ein gewisses Arschloch seit Jahren taeglich zufuegt. Auch im Moment wuerde ich gerne meinen Koerper so formen, dass er zeigt, was mir geschehen ist. Die Schmerzen werden da absurderweise fast zur Nebensache. Der Koerper zur Skulptur, die, als Kunstwerk, mit einem wahren Hintergrund geschlagen werden soll, bis sie die Form hat, die als "perfekt" im Sinn von "die Wirklichkeit am allerbesten wiedergebend" gesehen werden kann. Mit jedem dummen Wort, jeder daemlichen Beschimpfung, habe ich den Drang, mich umzuformen. Mit Blut, Schmerzen, Traenen. Ich bin noch lange nicht ueber alles hinweg, ich bin noch mittendrin. Ich bin noch nicht fort von hier. Jeden Tag derselbe Scheiss, derselbe Schmerz... Ich koennte haeufig einfach nur noch schreien. Ausrasten. Aber dazu habe ich mich doch zu sehr unter Kontrolle. Wenn wir uns das aber schon ansehen: Seitdem ich vorhin hier ankam, wurde ich wieder bloed beschimpft, muss mir PAUSENLOSES Geschrei und Gemecker anhoeren. Rassistische Sprueche, dumme Vorurteile. Ausserdem stinkt es hier wie in der Kanalisation. Irrational gedacht woellte ich am Liebsten alles beenden. Ich weiss, viele Menschen fuehlen sich schlechter, aber das bringt mir auch nichts, wenn es mir doch trotzdem beschissen geht. Das ist FAKT! Es GEHT mir beschissen! Daran kann nichts etwas aendern... In Situationen wie diesen - Koennte ich mir nur einreden... "Anderen geht es schlechter, also heul nicht!" - Ich kann es VERSUCHEN, sicher ist es nicht...

cn P

30.04.2007 um 21:40 Uhr

"Deutsche Paare reden taeglich durschnittlich nur 4 bis 10 Minuten miteinander"

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Liebe, Gesellschaft, Blog

Gerade bei Nimien / Sternentanz gelesen:

"Paare verbringen in Deutschland pro Tag im Durchschnitt nur vier bis zehn Minuten im Gespräch." 

Laut Statistiken. Inwiefern die stimmen, darueber kann man sich streiten, aber die mickrige Zeit von 4  bis 10 Minuten finde ich doch sehr erschreckend. Wie kann man nur so wenig miteinander sprechen? Allein "Alltags-Blahblah" muesste doch schon mehr Zeit verbrauchen, oder nicht? Und dann soll es noch Paare geben, die sich wundern, dass der Partner ihre "Beduerfnisse" nicht kennen wuerde (Wie denn auch - Kann er etwa hellsehen?), oder die es merkwuerdig finden, wenn nach monatelangem Schweigen die Beziehung ploetzlich um ist. Hm. Ich will nicht herzlos klingen, aber in solchen Faellen sind die Betroffenen nun wirklich selbst schuld. Daran kann ausser ihnen selbst niemand etwas aendern.

cn P 

23.04.2007 um 15:11 Uhr

Mineralwasser?

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Nahrung, Bizarr

"Kuehl und lichtgeschuetzt lagern. Nach Anbruch innerhalb weniger Tage verzehren." Steht zumindest auf der Flasche O_o Ich glaube, ich habe Mineralwasser bisher unterschaetzt.  Und ich wuesste immernoch nicht, wie Mineralwasser verderben soll.

cn P

22.04.2007 um 16:34 Uhr

Gewalt unter Jugendlichen

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Gewalt, Gesellschaft, Medien, Alkohol, Schule, Politik

AngelInChains schreibt am 22.04.2007 um 16:12 Uhr:Ich denke, mit Auslaendern hats an sich nicht viel zutun... Hier in B. finde ich alle Bezirke gleich schrecklich, und das, obwohl sie sehr im Auslaenderanteil variieren... Bei denen, die Krawall machen, laesst sich zT auch kaum unterscheiden, ob sie Auslaender oder Deutsche sind. Immer dasselbe laecherliche Moechtegern-Rapper-Gehabe, Gepoebel, dieselben laecherlichen Klamotten, Sprueche, usw.

Bin ich eigentlich die einzige Person, die es seltsam findet, zu Abifeiern ueberhaupt die Polizei zu schicken, egal, ob "nur" ein Streifenwagen oder gleich mehrere Beamten? Meines Erachtens kann man auch feiern, ohne damit irgendetwas Strafbares zu tun, aber jetzt weiss ich, wieso ich um alle moeglichen Vor-Abi- und Abi-Feiern einen Bogen gemacht habe...

Was das Gesaufe, usw, betrifft... Ich hab das schon in der 7. Klasse festgestellt. Auch, dass ein grosser Teil der Mitschueler (Gymnasium!) Hasch geraucht hat. Mir wollte ja keiner glauben... Und jetzt ist das Geschrei gross, weil endlich mal einer, der angehoert wird, die Augen aufgemacht hat.

~*~

Zur Diskussion gehts hier: HIER KLICKEN .

cn P 

21.04.2007 um 01:24 Uhr

2 Hauptgedanken

Hach, und die Medien kramen mal wieder ihre alten Texte aus und verkaufen sie als aktuell... Die "Checkliste fuer zukuenftige Massenmoerder" ist auch wieder dabei. Erinnern wir uns (Zitat):

* möglichst martialische Waffen, mit denen man auch vorher schon für Fotos posiert hat,
* lange schwarze Mäntel wie aus den "Matrix"-Filmen,
* harte Metal-Musik mit menschenverachtenden Texten.

Komisch, dass das weder auf Hitler noch Haarmann zutrifft. Sind bestimmt nur Ausnahmen. Weil: Massenmord und so, das geht ohne boese Satansmusik und Killerspiele gar nich. *zyn*

Anderes Thema. Ihr erinnert euch vielleicht auch noch an das "reisende Poesiealbum", das ich vor 11 Tagen ins Leben gerufen habe. Die Liste der Teilnehmer ist nun komplett:

8 Menschen, davon:
* 1 aus Deutschland
* 1 aus Ungarn
* 1 aus Finnland
* 2 aus USA
* 1 aus Israel
* 1 aus Estland
* 1 aus Niederlande

Die Sendereihenfolge wird wahrscheinlich von Europa aus in die USA und von dort nach Israel und dann zu mir zurueck sein. Mal sehen, muss alles noch koordiniert werden. Wenn man danach jedem 1 Woche Zeit zum Schreiben laesst und jeweils noch 1 Woche Transportzeit dazu rechnet... 14 Wochen = 2,5 Monate. Dann waere es Anfang Juli zurueck bei mir. Wenn alles klappt und das Heft nicht auf dem Postweg verloren geht. Was sehr schade, aber nicht ausgeschlossen, waere. Ich lasse mich ueberraschen. Morgen besorge ich ein Heft mit 80 Seiten, dh 40 Blatt, mindestens. Ich weiss, dass ich soetwas schon oefters gesehen habe. Hoffentlich finde ich morgens eins. Am Sonntag wird dann (falls WIR nicht spazieren gehen, o.ae.) mein Eintrag fertig gemacht und Montag kann das Heft dann ggf. schon losgeschickt werden. Wohlgemerkt, wenn das Organisatorische dann schon durch ist, also wenn die Sendereihenfolge feststeht, usw. Irgendwie merke ich, dass ich in letzter Zeit sehr viel Dinge anpacke, dh mich selbst beschaeftige... Ich muss irgendwie immer in Bewegung sein, wuerde am liebsten jeden Nachmittag selbst nach dem Studium noch raus gehen, evtl spazieren, Rad fahren, was weiss ich... Eigentlich kann ich nur irre sein ;) Es ist wohl Ablenkung.

Ablenkung von was - Vom stressigen Studium oder von dem Horror hier "zuhause" (Gerade eben wurde mir mal wieder etwas auf den Tisch geknallt, ich muss mir pausenlos Gemecker anhoeren und bekomme daemliche Fragen gestellt und diverse sinnlose Anschuldigungen zu hoeren)? Beides. Meine ich wohl.

cn P

20.04.2007 um 01:25 Uhr

Von Amoklaeufen, Medienhetze und "Satanisten"

Gestern Abend (genau wie im Moment *amok*) wurde ich wieder von meinem so genannten "Vater" genervt. Die gesamte Zeit durfte ich mir pausenlos hirnloses Gesabbel anhoeren, die ueblichen rassistischen Sprueche, Vorwuerfe, Beschimpfungen - Ich koennte einfach nur kotzen! Die Welt soll gluecklich sein, dass ich einigermassen Selbstbeherrschung habe, sonst waere ich sicherlich schon laengst Amok gelaufen. Wo wir schon bei dem Thema sind: Natuerlich beginnt in den Medien wieder die ausgelatschte "Killerspiel"-Debatte, dabei gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass der Amoklaeufer von neulich irgendetwas damit zutun gehabt haette. Nach dem Motto: Wird schon stimmen, deswegen koennen wir ja wieder einen Suendenbock daraus machen... Ausserdem soll der Taeter natuerlich Metal gehoert haben und homosexuell gewesen sein. "Komisch" nur, dass es so einige schwule Metler gibt, und die, die ich davon kenne, bislang alle sehr nette Menschen waren. Und dann das andere "Argument": Der Taeter habe brutale Theaterstuecke geschrieben. Und - Schon einmal etwas von der Trennung zwischen Fiktion und Realitaet gehoert? Schon einmal darueber nachgedacht, dass jemand, wenn er grausame Dinge beschreibt, vielleicht etwas damit ausdruecken will, und sich nicht an den eigenen Szenarien ergoetzt?

Natuerlich kann soetwas auch vorkommen, gerade bei psychisch gestoerten Menschen. Aber es muss nicht - Da oute ich mich mal. Ich habe in einigen meiner Werke schon die uebelsten Szenarien beschrieben, die Menschen Traenen in die Augen getrieben haben oder den Angstschweiss auf die Stirn. Wieso tue ich das? Weil ich den Menschen zeigen will, wie grausam der ach so geachtete Mensch ist! Ich will die Leser darauf aufmerksam machen, was fuer grausame Dinge es gibt. Und dass man davor nicht die Augen schliessen darf, sondern etwas unternehmen muss! Und natuerlich - natuerlich, in meinem Fall - ist es auch die Verarbeitung eigener Erfahrungen. Die Versinnbildlichung seelischen Leids, in Form koerperlicher Folter. Dabei tue ich aber auch nichts anderes, als auf eine spezielle Weise die Realitaet umzusetzen... Und selbst, wenn wir komplett fiktive Dinge beschreiben, wieso sollte das nicht erlaubt sein? Ich denke nicht, wenn ich einer Figur eines meiner Werke ein schreckliches Erlebnis in die Biographie einbaue, um den Charakter genauer zu beschreiben (durch Erlebten wird das Handeln und Denken des Charakters nachvollziehbarer), muss ich zwangslaeufig die beschriebene Gewalt gut heissen. Schon gar nicht, wenn der Protagonist das Opfer war.

Zugegeben, manchmal schreibe ich auch aus einer "Beobachterperspektive". Und es wuerde mich reizen, evtl auch mal etwas aus Taetersicht zu schreiben. Ein krankes Profil - Kennt einer von euch "Das verraeterische Herz" von Edgar Allan Poe? Das ist auch aus der Sicht eines Moerders geschrieben, und wie viele Menschen wuerden deswegen nun behaupten, Poe haette deswegen Amok laufen koennen? Alles eine Frage der Akzeptanz der jeweiligen Person. Ein "grosser" Autor kann schreiben, was er will, es wird gefeiert, schreibt dasselbe ein Schueler, schickt man ihn zum Psychiater... Aber das ist ein anderes Thema. Aber um wieder auf die Taetersicht zurueck zu kommen... Es interessiert mich einfach, nachzuvollziehen, was einen Menschen dazu bringt, ein Verbrechen zu begehen, evtl gar einen Menschen zu toeten. Ich will hierbei nichts gut heissen, und ich will auch nicht sagen, so zu reagieren, sei "gesund". Aber ich moechte erfahren, ob man, wenn man beachtet, wie der Taeter denkt, eine Logik, einen Sinn in der Tat findet. Generell finde ichs sinnvoller, sich mit fremden Ansichten zu beschaeftigen, als alles Fremde gleich als "krank" in eine Schublade zu werfen. Klar, es ist "krank", ein Massenmoerder (zB) zu sein. Aber fuer den Taeter sah es vielleicht "gesund" aus. Und wieso dies so ist, sollte ergruendet werden.

Mich interessiert die menschliche Psyche und auch die Hintergruende hinter Taten. Das ist alles. So bin ich im Moment auch relativ interessiert an einem Fall, in dem eine Studentin von einem 19-jaehrigen Goth umgebracht wurde. Zumindest wird spekuliert, er habe sie getoetet. Er sieht aus, wie ein unschuldiger Junge - Natuerlich, im Aeusseren kann man sich taeuschen. Aber allein die Beschreibungen der Medien, kollektiv, gesammelt, lassen schon einiges durchscheinen. Ob nun pausenloses Weinen nach der Verhaftung, die Flucht an sich, die Tatsache, dass er sich wohl regelmaessig schwer selbst verletzt haben soll. In ALLEM liegt ein Hinweis darauf, wie es zur Tat kommen konnte. Ich wuerde es gerne weiter ergruenden, Hinweisen nachgehen, die sonst wohl eher nicht beachtet werden, aber - Leider fehlen einem die Informationen, und die Medien verdrehen sowieso alles so, dass es ihnen passt. Objektivitaet ist da Fehlanzeige. Das erinnert mich wieder an einen anderen Artikel, den ich neulich zufaellig las. Es ging ueber ein eigentlich sehr "spiessiges" Metal-Festival. Im Grunde passiert dort nichts Schlimmes, seit Jahren schon findet es statt, und obwohl eigentlich sehr klar sein muesste, dass sie Besucher auch nur "normale" Menschen sind und aus allen moeglichen Bereichen stammen, wurden sie in dem eigentlich gar nicht sonderlich langen Artikel 5(!)-mal ernst gemeint als "Satansanbeter" bezeichnet. Uebrigens vom Stern. Aber der ist sowieso nur noch ein Abklatsch der BILD.

cn P

13.04.2007 um 02:08 Uhr

Die Sippe

"Manchmal erscheint es mir, als kaempfte ich gegen die gesamte Welt, die bedrohlich sich ueber mich beugt, die mit Klauen und Fangzaehnen mich zu packen und zu toeten gedenkt. In meiner Kleinheit und Einsamkeit jedoch kann ich ihnen widerstehen, kann mich von ihnen loesen, denn ich bin, ohnehin, eigentlich nur von geringer Bedeutung fuer sie. Saehen das doch viel mehr Menschen ein! Ich haette meine Ruhe, ich koennte vielleicht meinen eigenen Weg sorglos gehen. Denn ich lebe nicht, um mich zu beugen, um Dinge zu tun, die andere von mir gerne saehen, nein, das waere kein Leben! Ich will leben, wie ich es moechte."

SEINE "Mutter" ist psychisch krank, dessen bin ich mit mittlerweile sicher. Wie ihr wisst, war es UNS nicht moeglich, zur Hochzeit SEINER "Schwester" zu erscheinen - ER muss(te) heute und morgen arbeiten, ich habe keine Lust, mich mit dieser Sippe abzugeben, weil ich diese Personen, gerade besagte uebereitle, dumme, rassistische Schwester, absolut nicht leiden kann. Und, weil ich Traditionen, die ausser Luegen nichts beinhalten, negativ gegenueber stehe. Man hat es schon im Vorfeld gesehen: Kaum stand die Hochzeit an, haben sich bei IHM alle moeglichen Menschen gemeldet, die seit JAHREN nichts mehr von sich hoeren haben lassen, weil sie irgendetwas wollten, ob nun irgendwelche Hilfen ("Wenn du schon hier bist, kannst du mir nicht beim Umzug helfen?" - Na klar, dafuer faehrt doch jeder fast 600km! *zyn*) oder materielle Gueter auch gern illegaler Art("Wenn du schon her kommst, kannst du nicht vorher CD XY brennen und mir mitbringen?"). ER mag die meisten Menschen aus seiner Sippe ebenfalls nicht, besonders aber verabscheut er den Verlobten seiner "Schwester", einen zwar reichen, aber verdammt dummen, intoleranten und vor Allem alkoholsuechtigen Arbeiter mit Hauptschulabschluss, der etliche Jahre aelter ist, als SEINE "Schwester". Damit ihr mich nicht falsch versteht: Ich habe weder gegen Arbeiter noch gegen Hauptschueler etwas. Aber bei dieser Person ist klar, wieso sie in der Schule nicht weiter gekommen ist... Und nicht nur das, nicht nur schulisch, sondern auch allgemein im Leben ist diese Person einfach nur dumm wie Stroh.

Ich habe schon von zahlreichen Streitereien gehoert. Besagter Verlobter soll IHN auch schon haeufiger uebelst beschimpft haben, mit und ohne Suff. Und noch dazu geht mit das krankhaft an Traditionen festhaltende dieser Sippe sehr auf den Geist. Dass sie einen ueberteuerten Polterabend machen wollten, und dabei Geschirr zerstoeren, worueber andere Menschen froh waeren, kann ich fast noch zaehneknirschend ignorieren (Auch, wenn ich persoenlich nicht erscheinen wuerde, aus Protest gegen geldverschwendenden Bloedsinn - Kann ja wohl nicht sein, dass selbst in dieser Familie der eine Teil Geld aus dem Fenster wirft und ein anderer Armut leidet!). Aber wenn ich da an so einige andere Dinge denke... Da kommt mir, derb gesagt, das Kotzen. Haben wir auf dieser Welt nicht genuegend unangenehme Zwaenge und "Moral"vorstellungen, die den Menschen an seiner Eigenstaendigkeit (auch zT am eigenstaendigen Denken) behindern? Das muss man nicht auch noch foerdern. Ich muss auch wieder daran denken, dass die Frau SEINES Bruders (der einige Jahre aelter ist, als ER) neulich einen Sohn bekam. Vorher hatte sie zwei Toechter bekommen und da wars jedem egal. Nun, da der 1. Sohn kam, ertoente ueberall grosses Freudengeschrei und alle fanden das ganz toll, es gab Geschenke und Jubel: "Herzlichen Glueckwunsch zum Stammhalter!". Den Maedchen, die vorher geboren wurden, hat keiner ein muedes Laecheln geschenkt. Was lernen wir daraus? Sind weibliche Nachkommen nichts wert?!

Aber eine Sache muss ich jetzt zuletzt auch noch erzaehlen, es wird noch "besser"! Heute Mittag, waehrend ER arbeiten war, wurde ER ploetzlich von der Uni angerufen. SEINE "Mutter" habe sich aggressiv telefonisch gemeldet und herumgeschimpft, wieso ihr Sohn nicht zur Hochzeit fahren wuerde und dass sie ihm gefaelligst sofort frei geben und ihn zum Flughafen schicken sollten. Aber ansonsten haste noch alle Tassen im Schrank, ne? *zyn* Mal abgesehen davon, dass es die Alte gar nichts angeht, was ER mit seiner Arbeit macht (Wie dreist ist das denn, einfach dort ohne SEIN Wissen anzurufen?!), finde ichs auch einfach nur laecherlich, dass sie meint, IHM in seinem Alter solche Vorschriften zu machen und vor Allem auch noch massenhaft andere Menschen mit hinein zu ziehen. ER hat sich nochmals bei der Uni gemeldet und sich fuer seine "alzheimerkranke alte Mutter" ( :P ) entschuldigt und damit war diese Sache erst einmal gegessen. Danach kamen von der Alten noch einige Drohanrufe, darauf haben WIR die Nummer der Frau auf dem Handy sperren lassen und beim Festnetztelefon erst einmal den Stecker gezogen. Im Moment bin ich also nur per Internet oder ueber mein privates Handy zu erreichen. Aber mich will sowieso niemand sprechen ;)

Es folgten noch einige andere Drohungen, wie, dass sie keinen Unterhalt mehr zahlen wuerden, dass sie einige noch ueber ihre Adresse laufende Vertraege kuendigen wuerden, usw und so fort... Na und? Ehrlich gesagt kuemmert das UNS wenig. Wenn sie den Unterhalt nicht zahlen wollen, wird er eben eingeklagt. Dann koennen sie auch nichts mehr in die eigene Tasche wirtschaften, koennen den Kredit fuer ihr Haus nicht mehr abbezahlen und schaden sich damit selbst nur mehr als UNS. Ich gebe es zu: Der Gedanke gefaellt mir. Ich bin eben ein ueberaus schadenfrohes, sadistisches Wesen (Aber wohlgemerkt nur bei Menschen, die mich gestoert haben, anderen Menschen gegenueber stehe ich immer positiv oder neutral).

cn P

11.04.2007 um 00:44 Uhr

Augenoeffner

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Gesellschaft, Psychologie, Sprache, Internet

Einige Menschen meinten, es gaebe fuer alles eine Loesung. Viele machen den Fehler, sich daraufhin auf eine Diskussion mit mir einzulassen. Das mag boshaft klingen, aber ich will den Menschen ja auch gar nicht aus Schadenfreude ihre Illusionen nehmen, aber bei einem Menschen, der mitten im Leben steht, geht meines Erachtens die Wahrheit vor. Denn ich mag keine geblendeten Wesen und Luegner. So werfe ich ihnen Beispiele entgegen, argumentiere, und niemand kann meine Argumente widerlegen. In der heutigen Zeit, wo viele eine Meinung haben, aber nie darueber nachdenken, ob sie auch logisch ist, koennen viele Personen scheinbar gar nicht mehr diskutieren. Kaum, dass sie mal mit Argumenten arbeiten sollen, herrscht grosses Schweigen im Walde. Zuerst ein einfaches Beispiel dafuer, dass Menschen nicht ALLES erreichen koennen, wie sehr sie auch darauf hoffen oder gar darauf hin arbeiten. Wenn ein Mensch mit amputierten Beinen beispielsweise wuenscht, diese seien nicht amputiert, dann kann er noch so sehr heulen und zu irgendeinem Gott beten, es hilft ihm nichts. Das sollte der eine oder andere Mensch, der behauptet, JEDES Problem koenne geloest werden, als erstes einsehen.

Weiter geht es mit den Mitteln. Ich wuensche mir beispielsweise, als Kuenstlerin zu leben. Schoen, dass ich das will, aber ich kann keine Kunst verkaufen, wenn es keine Kaeufer gibt. Das ist die grausame Realitaet, ich finde mich damit ab. Ich blende mich nicht weiter selbst, wie Personen, die glauben, wenn sies sich nur oft genug einredeten, koennten sie irgendwann, wenn sie wieder kraeftig mit den duerren Aermchen wedelten, fliegen wie der stolzeste Adler. Denn wir Menschen sind physische Wesen, keine Wunschbauten. Wer kein Geld hat, hat kein Geld. Das ist ein Fakt. Wir Menschen sind ausserdem alle von unserer Umwelt abhaengig. Hier zitiere ich mich mal selbst: 'Analysieren Sie sich selbst, ohne voreingenommen zu sein - Auch Sie sind von verschiedensten Faktoren abhaengig! Wie oft haben Sie sich selbst belogen, haben zu Verwandtschaft oder Partner "ja" gesagt, obwohl Sie eigentlich eine bestimmte Sache gar nicht wollten, aus reiner Bequemlichkeit? Wie oft haben Sie sich, in ihrem Beruf, gedacht, Sie woellten viel lieber andere Dinge unternehmen, aber der Beruf hat Sie gezwungen, zu arbeiten, statt, bsp, einem Hobby nach zu gehen? Wir alle leben in Fesseln. Wer schafft es, da auszubrechen? Wenn Sie sagten, sie haetten dieses Gefuehl nie, selbst jetzt, wenn Sie es sich vor Augen fuehren sollten, dann glaube ich das Ihnen ehrlich gesagt nicht, denn auch Sie sind "nur" ein Mensch und der Mensch ist kein Gott oder "gottaehnliches" Wesen, das vollkommen unabhaengig vom Rest der Welt irgendwo in der Hoehe schwebt.'

Hier kommen wir zur grausamen Gruppe "Betrachten Sie sich mal selbst, lieber Wunderglaeubiger". Es koennen daraus zwei Dinge resultieren: Im schlechtesten Fall weigert sich die Person, die Augen zu oeffnen und sein Leben, oder die Welt im Allgemeinen, zu analysieren und von seinen bisherigen Vorurteilen abzulassen. Der zweite Fall mag schmerzhaft sein, ich jedoch mag ihn: Die Person oeffnet die Augen und bemerkt ploetzlich, dass ihr Denkkonzept "Alles, was ich will, funktioniert" gar nicht funktioniert! Und dann ist das Geheule gross. Die Patientin hat mal wieder den Therapeuten zu Grunde gerichtet. Die Analysierte wird zur Analysierenden, die beiden Menschen haben Rollen und Plaetze getauscht und das arme Wuerstchen, dem geholfen werden sollte, hat ploetzlich den "Helfenden" in der Mangel, der heult und winselt, weil er bemerkt, dass er im Wirklichkeit schwaecher, hilfloser und unwissender ist. Dabei hielt er sich fuer so gross und toll und allwissend. Ein Irrtum. Und sicher leide auch ich an Eitelkeit und manche Male auch an starker Selbstueberschaetzung, aber dennoch, ich oeffne gerne Menschen die Augen, irgendwie belustigt es mich ehrlich gesagt auch (Hey, ich bin ein Mensch, ich habe auch schlechte Seiten!), und ist es nicht immer lustig, ironisch, wenn der Spiess umgedreht wird und Rollen sich richtig bizarr komplett vertauschen?

Auch kann man, das ist wohl das letzte, was ich anmerken moechte, die Methoden eines Menschen, der sich fuer ueberaus "hoch" haelt, so verdrehen, dass die Person darueber in Peinlichkeit erroetet. Es ist sicher nicht fair, Menschen die Worte um Mund umzudrehen und das so zu tun, dass er, schlussendlich, auch schon selbst glaubt, er habe es so gesagt und gemeint, und daher moechte ich darueber auch gar nicht schreiben. Aber wenn man die Aussagen eines neunmalklugen Menschen so analysiert und aufschluesselt, und ihm dann alle Widersprueche mit dem Spiegel vors Gesicht haelt, dann kann er schon einmal peinlich beruehrt im Boden versinken, weil er merkt, wie bloedsinnig eigentlich das ist, was er faselte. Ist das hilfreich, ist das boshaft? Nun duerft ihr gerne versuchen, dasselbe mit mir zu machen. Der Schlechtigkeit, die leider in jedem Menschen in geringem oder weniger geringem Masse lebt, bin ich mir naemlich sehr bewusst.

cn P

 

09.04.2007 um 00:38 Uhr

Existiert eine menschliche Seele?

Freitagabend machte ich mich selbst wieder mit Vergaenglichkeit, Natur und Wissenschaft verrueckt, mit Gedanken an Energieuebertragung und Umwaelzungen von Land- und Seemassen (Ich habe mich ueber ein halbes Jahr damit in der Schule beschaeftigt und fand es schon irgendwie wichtig), und schliesslich gelangte ich auch wieder in die religioes-philosophische Ebene... Zb mit der Frage, was zu leben sei oder was die Seele ausmache und ob es ueberhaupt eine Seele gaebe. Ich kann gerne ein andern Mal naeher drauf eingehen, aber heute will ich mich kurz fassen: Wenn man alle Attribute eines Menschen abzieht, die physisch zu erklaeren sind, wenn man die hormongesteuerten Attribute heraus nimmt, wenn man betrachtet, dass das Hirn elektrische Impulse sendet und empfaengt - Wenn man alles Koerperliche abziehe, muesste die "Seele" uebrig bleiben. Aber was bleibt dann uebrig? Gibt es irgendetwas? Es ist nachgewiesen, dass die Erinnerungen und Empfindungen des Menschen im Gehirn entstehen, also auch physisch erklaerbar sind. Wo und fuer was soll es dann noch eine Seele geben? Ist die "Seele" vielleicht nur eine Kraft, wie die Elektrizitaet, die den Koerper, alles Physische, antreibt? Aber wenn das so waere, wenn sie keinerlei Einfluesse auf Charakter, Empfinden, etc, haette, waeren dann im Prinzip nicht alle Menschen gleich bzw alle alleinig ein Produkt von Erfahrungen? Da waere sonst nichts. Ergo -> keine Seele, kein Leben nach dem Tod (Und keine Erinnerung, da diese koerpergebunden ist) -> Kein Himmelreich -> Religion = unsinnig und verlogen.

Wenn man sich angesichts dieser Idee nun fragt, wozu man ueberhaupt lebt, wenn alles mit dem Tod endet - Der Weg ist das Ziel. Demnach sollte man jetzt so leben, wie man leben moechte, man sollte sich nicht darauf verlassen, dass nach dem Tod alles "besser" wuerde, man solle nicht glauben, es wuerde ueber einen gerichtet werden, gerichtet wird hoechstens noch waehrend des Lebens. Wenn der Mensch nichts hat, als "nur" seinen Koerper - Was gibt es fuer eine groessere Basis fuer den Aufruf, JETZT zu leben und nichts aufzusparen? Natuerlich kann es auch sein, dass ich mich irre, natuerlich bin ich auch noch nicht festgelegt, und ich werde NIE wissen, was der Tod genau ist bzw ob und wenn ja was danach folgt. Irgendwie ist es auch schon bizarr genug, dass ausgerechnet ich mir solche Fragen stelle, weil sie mich interessieren, obwohl viele Menschen sicherlich mehr wissenschaftliches Wissen besaessen, um Theorien noch logischer und nachvollziehbarer aufzubauen. Aber ich bin sehr zufrieden damit, dass ich mein Leben hinterfrage, dass ich nach Wissen strebe, dass ich darin zumindest einen kleinen Sinn im Leben finde. Das Nachdenken ueber das Sein schliesst ein aktives Leben uebrigens nicht aus! Man braucht schliesslich nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch Erfahrungen, um einen Gegenstand zu ergruenden.

cn P

06.04.2007 um 00:27 Uhr

Huellen - sind nicht mehr als Huellen

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Familie, Gewalt, Liebe, SVV, Psychologie

2:30 offline, und irgendwie machte ich mir aus meiner schlechten Laune heraus die gemeinsten Gedanken, wie man SEINER "Mutter" mal eins auswischen koennte. Es sollte nicht zu boshaft sein, natuerlich, aber eine gewisse Strafe sollte es schon sein... Ein kleiner Schock vielleicht? Aber wie stellt man das an? Zumal ich die Frage sicher (eigentlich kann ich froh darueber sein) eine Weile nicht mehr sehen werde. Ich meine, sie wuerde es wirklich einmal verdienen, auch mal eine kleine Gemeinheit ertragen zu muessen. Wenn man bedenkt, was fuer einen Mist sie allein in den letzten 2 Jahren schon gemacht hat. Ob nun ohne Vorwarnung Verwandte mitzubringen (2x passiert), einfach so ploetzlich aufzukreuzen (1x passiert) oder ob sie irgendwelche Versprechen gibt und sie jedes Mal bricht (unzaehlige Male). Das letzte war ja wohl noch, ihr erinnert euch sicher, das Versprechen, WIR bekaemen ein altes Moebelstueck das sie nicht mehr gebrauchen koennte, dann wurde der Termin von einem Tag auf den anderen verschoben, dann noch einmal, und nun hiess es, es wuerde gar nichts mehr werden. Dasselbe hatten wir uebrigens auch schon einmal mit einem Hund, was ich noch uebler finde, denn mit Moebeln solche miesen Spielchen zu veranstalten, ist eine Sache, so mit Tieren umzugehen, eine andere!

Ausserdem ueberlegte ich mir, wo das Thema "Hochzeit" in letzter Zeit sehr praesent war, ob WIR einfach heimlich ohne irgendwelche Infos an die "Eltern" heiraten werden, ob wir sie kurz nach der Hochzeit mal anrufen, oder ob wir es ganz ausfallen lassen. Oder sollten wir ein riesiges graessliches Spektakel inszenieren, das mit einem Ohnmachtsanfall der lieben Schwieger"mutter" enden sollte? Sie einmal ordendlich reinlegen? Wobei sie mir die Muehe ehrlich gesagt gar nicht wert waere. Besser, sie laesst sich hier gar nicht mehr blicken, das spart auch Geld ;) Wieso kann man sich seine Eltern bloss nicht aussuchen? (rhetorische Frage) Mein "Vater" nervte auch noch den gesamten Abend, ich wurde wieder leicht SVV-geneigt, aber ich denke, so ist das immernoch besser, als wenn ich stattdessen andere Dinge taete, die schliesslich schrecklichere Auswirkungen haetten, generell machte ich mir diesen Abend extrem viele Gedanken verschiedenster Art, und, ach, bevor hier noch jemand glaubt, nur, weil ich einige Leute absolut nicht leiden kann, sei ich ein durchweg gemeiner Mensch: So ist es auch nicht. Ich begegne Menschen, wie sie mir begegnen. Ist ein Mensch neutral oder freundlich, bin auch ich freundlich. Aber wenn jemand mich angreift (verbal, physisch oder wie auch immer), dann bin ich SEHR wehrhaft. Um nicht zu sagen: Wer mir negativ gegenueber tritt, darf damit, dass ich mir dies gefallen liesse, absolut nicht rechnen.

Ist es nicht eigentlich irgendwie "interessant", dass ich ausgerechnet mit meinen so genannten "Eltern" und Schwieger"eltern" absolut nicht klarkomme? Bei meiner "Mutter" und SEINEM "Vater" mag es noch gehen, auch, wenn mich beide auch manchmal SEHR nerven, aber bei meinem "Vater" und SEINER Schwester und "Mutter" - Da sehe ich wirklich rot! Es mag vielleicht damit zusammenhaengen, dass diese Menschen alle den Drang haben, sich in mein Leben einmischen zu wollen, in einem Mass, das mir weder passt, noch angebracht ist. Entferntere Bekannte und Freunde hingegen sehen mich als gleichwertigen Menschen und versuchen es nicht mit bloeden Bevormundungen, etc. Daran liegt es, nehme ich an. Wenn man mich in Ruhe laesst, bin ich, wie schon erwaehnt, sehr friedlich. Nur, wenn jemand mich angreift/einschraenkt/belaestigt, dann...

Dennoch muss ich auch anmerken, dass ich generell recht wenig Menschenkontakt habe. Ich empfinde keinen Drang, die physische Anwesenheit von anderen Menschen als IHM wahrzunehmen. Eigentlich kommuniziere ich mit vielen Leuten (auch solchen, die ich schon einmal oder mehrfach traf) hauptsaechlich ueber PC, Post oder Telefon, Treffen gibt es selten. Im Moment habe ich gar nur zu meinem "Vater" und zu IHM "wirklichen" Kontakt. Aber das "Schlimme" ist - Ich habe gar keinen Drang, das zu aendern. Der Durchschnitts-Psychologe wuerde mir sicher eine Menschenangst bescheinigen, aber das ist es nicht, das kann ich sicher sagen: 1. Spuere ich gegenueber Menschen keinerlei Angst (Wenn ich gezwungen bin, mit ihnen zu arbeiten, klappt ja auch alles gut), 2. Hab ich einfach nur keine Lust. Generell erscheint mir alles Physische dermassen "langweilig" und "unnuetz" - Wenn ich Menschen brauche, dann benoetige ich die Konversation, ich benoetige nur ihren Geist, mehr braucht man dazu nicht! Ich muss keinen Menschen vor mir sehen, und Aeusserlichkeiten interessieren mich schon gar nicht. Wenn ich einen Menschen vor mir sehe, dann seinen funktionierenden Geist, seinen Charakter, seine Meinungen, sein Denken. Wozu braucht man da einen Koerper? Ausser vielleicht, um die Gedanken aeussern zu koennen.

cn P

04.04.2007 um 16:56 Uhr

Der Mensch ist nur ein groessenwahnsinniges Tier

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Gesellschaft, Nahrung, Natur

Das ist meine Meinung und die steht hier mal NICHT zur Diskussion.

"Ich finde es traurig, dass du dich gleich angegriffen fuehlst, nur, weil jemand mal nachfragt, was fuer Motivationen "der Vegetarier" hat. Ausserdem hat niemand behauptet, man koenne ohne tierisches Protein nicht ueberleben. Natuerlich taeten es pflanzliche Proteine auch. Aber wo liegt denn der Grund, nicht auch Tier zu konsumieren? Ich sags so deutlich: Tiere fressen zum Teil andere Tiere. Den Menschen nehm ich da nicht aus. Wo liegt das Problem? Ausserdem musst du nicht gleich aggressiv werden. Aber leider sieht man das bei Menschen, die sich fuer hoeher/besser als "die Massen" oder was weiss ich halten ja sehr oft.

Ich klinke mich hier aus der Diskussion aus. Ich sehe es naemlich nicht ein, MICH nun rechtfertigen zu muessen, weil ich so ein graessliches boeses Ungeheuer bin, das AUCH manchmal Fleisch isst. Ich boeses boeses Ding, am besten man zieht mir gleich die Haut ab oder wirft mich bei lebendigem Leib in einen Kochtopf! Ein bisschen Zynismus muss sein. Und ich verstehe einfach nicht, wieso einige Menschen, die staendig selbst nach Toleranz schreien, selbst nicht tolerieren koennen. Aber der Mensch ist und bleibt eben dumm. (Das interpretiere man in die Richtung, die man selbst fuer "am Richtigsten" haelt)

Wer sich an diesem Beitrag stoert, kann um Loeschung bitten. Mich kuemmerts nicht - Hier wird sowieso nur wieder um den heissen Brei herum geredet. Alle regen sich auf - ich nicht minder - aber keiner tut etwas. Wie so oft in unserer Gesellschaft. Fuer zwei Tage fuehlen wir uns schlecht und das restliche Jahr ueber redet keiner mehr ueber Grausamkeit X, Y oder Z. Wir haetten einen ganzen Katalog zur Auswahl, ueber den man sich jede Sekunde seines gesamten Menschenlebens aufregen koennte. Aber tun wir das? Waere es sinnvoll, wenn wir dies taeten?"

 

30.03.2007 um 01:30 Uhr

Diskussion erwuenscht!

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Mode, Schönheit, Gesellschaft

These:

"Jeder Mensch besitzt ein natürliches Ästhetikempfinden und kann damit naturgegeben entscheiden, ob etwas schön ist, oder nicht. Das Modediktat unserer Gesellschaft zerstört dieses Bewusstsein eher, als dass es dem Menschen nützt."

Sehen wir von der Unterschiedlichkeit des Geschmacks ab und betrachten die These eher allgemein. Gibt es einige Dinge, die auf jeden Fall schoen, und andere, die auf jeden Fall haesslich sind? Wenn ja, ist dieses Empfinden naturgegeben?

cn P

22.03.2007 um 01:22 Uhr

SMS-Abkürzungen in Neuseeland auch in Schularbeiten erlaubt

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Schule, Sprache, Kultur, Medien

Schüler in Neuseeland dürfen lieb gewonnene SMS-Abkürzungen jetzt auch in Schularbeiten benutzen, ohne dafür einen Fehler angekreidet zu bekommen.

In Zukunft sind Kreativität und Auffassungsvermögen neuseeländischer Lehrer beim Korrigieren von Klassenarbeiten besonders gefordert, denn: NZQA sez OK 2 SMS-txting in xms. Was soviel heißt wie: Die neuseeländische Schulbehörde lässt SMS-Sprache in Schularbeiten zu, meldete die Tageszeitung "The Press". Abkürzungen wie "txt" statt "text", willkürliche Groß- und Kleinschreibungen und Zahlen als Buchstabenersatz - all das soll von nun an möglich sein.

Sind neuseeländische Schulen toleranter gegenüber sprachlichen Entwicklungen - oder kapitulieren sie vor dem grammatikalischen Verfall? Die neuen Prüfungsregelungen blieben nicht unumstritten und lösten eine heftige Debatte im Parlament aus. Die Opposition warf Bildungsminister Steve Maharey vor, "nur cool sein" zu wollen, berichtete die Tageszeitung "Dominion Post". "Die Schüler laufen Gefahr, von den Lehrern nicht verstanden zu werden und durchzufallen, wenn sie die Abkürzungen benutzen", sagte Oppositionspolitiker Bill English im Parlament.

Die Schulbehörde hingegen findet nichts Besonderes an ihrer Entscheidung, SMS-Sprache in Schularbeiten zuzulassen. Die Schüler müssten zeigen, dass sie verstanden haben, was sie schreiben. Dann gebe es auch keinen Grund, ihnen Abkürzungen als Fehler anzurechnen. "Auch jetzt ist es schon so, dass die Schüler volle Punktzahl bekommen, wenn der Inhalt stimmt. Auch wenn sie Fehler in Grammatik oder Zeichensetzung machen", sagte Bali Haque von der Behörde der "Press".

"Die Entscheidung reflektiert die Situation, mit der Lehrer ohnehin jeden Tag umgehen müssen", sagte auch eine Sprecherin des Lehrerverbandes. Die Lehrer zeigten sich allerdings besorgt, sollte diese Umgangssprache in der geschriebenen Sprache alltäglich werden. Zu den Abkürzungen ermutigen würden sie ihre Schüler jedenfalls nicht.

Euphorischer reagierte ein Schulleiter aus der Stadt Christchurch. Er finde, die SMS-Sprache sei eines der aufregendsten Dinge seit langem. "Es ist eine weitere Entwicklung dieser wundervollen Sache, die wir englische Sprache nennen", sagte er "The Press".

Die SMS-Sprache sei alles andere als schädlich für die Kinder, urteilten Forscher der University Coventry fest. Sie hatten nach einer Untersuchung mit Elfjährigen festgestellt, dass regelmäßige SMS-Schreiber in Sprachtests sogar oft besser abschnitten als andere Schüler. Wer "C u L8r" statt "See you later" schreibe, stelle seine Fantasie unter Beweis.

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So ein Bloedsinn. Aber wenn dort Schreibfehler allgemein nie einen Einfluss auf die Zensur einer Klausur hatten, wundert es dann, dass die Kinder dort bessere Zensuren haben, als die deutschen Kinder (Hier ist die Rechtschreibung naemlich selbst in Mathematikklausuren ein wichtiger Faktor!)?

Irgendwie wuerde ich am liebsten bei dem ganzen Nachrichtenartikel (Quelle: dpa) an einen Aprilscherz glauben. Ist es aber leider nicht.

cn P