Memoriae Ex Aeterna Nocte

24.05.2008 um 14:10 Uhr

Klischees

Abgesehen davon, dass eine gewisse deutsche Tussengruppe immernoch bei JEDEM Interview betont, sie muessten gewinnen, da sie am meisten Haut zeigen und mit den Bruesten wackeln wuerden (wie primitiv muss man eigentlich sein, um sich selbst bereitwillig so bei einem GESANGSwettbewerb darzustellen, und NIE auch nur ein Wort von MUSIK zu reden?), noch eine tolle Meldung zum Thema "Klischee" und "Dummheit der Gesellschaft"...

~+~

Grausiges Angebot im Internet: Ein Paar aus dem Unterallgäu hat sein acht Monate altes Kind beim Internet-Auktionsportal Ebay feilgeboten (1 Euro Startgebot).

"Biete hier mein noch fast neues Baby zum Verkauf an, da es mir mittlerweile zu laut geworden ist (...) Nur an Selbstabholer (...) Es ist ein männliches Baby, gute 70cm groß. Man kann es im Tragetuch oder im Kinderwagen benutzen! (...) Bitte nur ernstzunehmende Angebote."

Gegen die 23-jährige Mutter und ihren ein Jahr älteren Lebensgefährten wurden Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts des Kindeshandels aufgenommen.

Die Mutter gab laut Sauter bei einer ersten Befragung an, "dass es eigentlich nur ein Spaß gewesen sein soll". Der Kripochef stellte aber klar: "Wir können dies nicht als Spaß nachvollziehen. (...) und ein anderer betonte: "Ich halte derartige Angebote für keinen Scherz."

Die junge Mutter war bislang eine zuverlässige Ebay-Nutzerin: Für ihre Verkaufsaktionen hatte sie nur positive Bewertungen erhalten. Sie verkaufte unter anderem Aschenbecher, Whiskeygläser und Fanartikel von Heavy-Metal-Gruppen, aber auch eine Marienfigur aus Holz sowie diverse Babyprodukte.

~*~

Ganz abgesehen vom eigentlichen Vorfall nur noch drei Bemerkungen:
1. Die Gesellschaft versteht von Humor, wenn auch schwarzem, NICHTS (dabei muesste doch ein Blinder bei der zitierten Artikelbeschreibung merken, dass das nicht ernst gemeint sein kann).
2. Dass die Person Aschenbecher und Whiskeyglaeser verkauft hat, muss man natuerlich besonders betonen, diese boese Saeuferin und Raucherin, die!
3. Und die Metal-Sachen sind natuerlich auch besonders gefaehrlich, ist also auch eine boese Satanistin, diese Frau (wir wissen ja, die fressen sowieso Kinder!) und dass die Person gleichzeitig religioese Antiquitaeten besitzt oder damit handelt, ist natuerlich auch vollkommen undenkbar.

Nein, das ist bestimmt kein Zynismus.

cn P

22.05.2008 um 17:51 Uhr

Wieso

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Gesellschaft

Wieso glauben immernoch zu viele Leute, sich mit Geschrei wichtig machen zu muessen? Wer am lautesten schreit, hat Recht?

...

cn P 

03.05.2008 um 02:49 Uhr

Herrschaft vs. Volk

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Kunst, Internet, Gesellschaft, Politik

Interessant, dass viele Menschen, sobald sie glauben, sie stuenden an der Spitze eines Systems, und koennten Macht ausueben, sich benehmen, wie die reinsten Diktatoren. Eine Gruppe zu leiten oder ueber sie zu herrschen, sind aber zwei verschiedene Dinge. Vernuenftig zu leiten, finde ich sinnvoll, aber despotisch irgendwelche Regeln aufzustellen, nur, weil man es kann, ist weniger intelligent und sozial...

Nun koennte ich hoch politische Beispiele nennen, will aber zeigen, dass es auch im sehr Kleinen geht. Da hatte ich so ein tolles Erlebnis, nun gut, dann werden diese Leute eben sehen, dass auch Gegenaktionen im Kleinen funktionieren.

Bitte nehmt die Fakten einfach als solche hin, ihr koennt euch auch darueber aufregen, dass das doch alles vollkommen egal waere, aber ich wills trotzdem mal schreiben, ist schliesslich mein Tagebuch. Und zwar ist es so, dass ich mich online in/auf bestimmten Kunstgemeinschaften/-websites befinde, die zum Teil auch eine festere Thematik haben. So bin ich seit Kurzem in einer, die sich auf Menschendarstellungen beschraenkt hat, weil ich dachte, da koennte ich im Austausch mit anderen Leuten noch ein wenig meine Anatomiekorrektheit verbessern. Und dann gab es in den Gemeinschaftsregeln einen Paragraphen ueber mythologische Wesen, die menschenaehnlich seien. So seien neben normalen Menschen auch Engel und Elfen erlaubt, aber auch schon tieraehnlichere wie Centauren, Fauns, Meermenschen oder Schlangenmenschen. Also Menschen mit Pferde-, Ziegen-, Fisch- und Schlangen-Unterkoerper. Und dann kam ich mit dem Bild einer Harpye. 

Und wurde promt verwarnt und mein Bild geloescht. Mit der Begruendung, Wesen mit befederten Beinen seien verboten. Ich habe gefragt, wieso Harpyen nicht als mythologische Kreaturen gelten und wieso ausgerechnet Vogelbeine verboten seien, aber nicht die von Saeugetieren oder sogar Fischen. Und wo der grosse Unterschied laege, ob man einen Menschen mit Fluegeln auf dem Ruecken, an den Armen oder an den Fuessen darstellt. Wieso das eine als menschenaehnlich gilt und das andere nicht, obwohl sonst keine Unterschiede bestehen. Eine Antwort auf diese immense Unlogik habe ich natuerlich nicht bekommen, stattdessen nur das uebliche "Wir sind die Moderation, wir muessen uns vor niemandem rechtfertigen und koennen tun und lassen, was wir wollen!".

Nun ist es so, dass sich viele Kuenstler durch solche willkuerlichen Regelungen verarscht vorkommen, das Thema Harpye ist nicht das gelaeufigste, aber es gibt etliche vergleichbare Faelle, wo vollkommen unsinnig und willkuerlich entschieden wird, was erlaubt und was verboten sei.

Und nun faengts an, interessant zu werden. Ich will mich nicht raechen. Ich will nur zeigen, dass eine Gemeinschaft nur funktioniert, wenn alle mitmachen. Und, dass das "Volk" Macht haben kann. Und ich will diese Moechtegerndiktatoren gern mal zum Nachdenken bringen... Ich habe, obwohl erst seit wenigen Wochen dort, schon eine Gemeinschaft von ca 50 Leuten um mich herum. Wenn ich davon nur 10 ueberzeugen koennte, zu gehen, und die wiederum jeder 10 ueberzeugen, sind schon 100 weg. Wenn von denen wieder nur ein paar noch mehr zum Fortgang ueberzeugen koennen, dann ist die Gallerie bald leer. Und was machen Herrscher, wenn sie nichts zur beherrschen haben?

Wenn die, die an der "Spitze" stehen, bloss haeufiger darueber nachdenken wuerden, dass ihr "Volk" nicht zum Beherrschen da ist, und dass Regeln hilfreich und nicht schaedlich sein sollen. 

cn P 

24.04.2008 um 00:37 Uhr

...

Immer dieses saudaemliche Geschwafel. "Ich habe vor 5 Jahren die Website von XY angesehen, daher weiss ich, dass...". "Ich war vor 30 Jahren mal am Alexanderplatz, daher weiss ich besser als du, wie es da aussieht!" (obwohl ich vor einem Tag dort war...) "Ich habe zu diesem Buch eine Rezession[sic!] gelesen!"... Klugscheisser. Besserwisser. Wenn sein Kluggescheissere wenigstens Sinn ergeben wuerde und nicht nur wirres Dummgeschwaetze waere. Und jetzt will er mir weissmachen, dass bestimmte Websites gegen seinen Willen die Sprach- und Schrifteinstellungen an seinem PC veraendern wuerden. Weil es ja natuerlich eine Veraenderung auf seinem PC ist, wenn eine japanische Website auf Japanisch angezeigt wird - wie sie eben ist. *zyn* Waere dieses Gerede nicht so enorm dumm, und vor Allem muesste ich nicht unter absolut bescheuerten Denkweisen leiden, koennte man glatt darueber lachen. Aber wenn jemand ein voellig wirres Weltbild hat, und mir dann auch noch dementsprechend ein absolut "anormales" Leben aufzwingen will... Dann ist das kein Spass mehr.

Trotzdem frage ich mich auch immer wieder, in was fuer einer Welt dieser Idiot lebt. Ob er von der Realitaet gar nichts mehr wahrnimmt, ob er das vielleicht sogar absichtlich macht, weil er davon nichts wissen WILL, oder um mich verrueckt zu machen. Ein Mensch kann doch nicht in so einer Traumwelt leben... Kein Mensch kann doch ersthaft meinen, er wisse alles ueber einen Ort, nur, weil er einmal(!) vor 30-40(!) Jahren dort war. Und glauben, dass sich auf der Welt nie irgendetwas veraendert. Andererseits hat er neulich auch davon geschwafelt, dass Kuppelei strafbar sei und Pornografie generell verboten. Was beides natuerlich nicht der Fall ist. Ich frage mich, ob ihm das noch nie aufgefallen ist? Und wahrscheinlich glaubt er auch noch, Homosexualitaet sei verboten. Da frage ich mich, was er denkt, wenn er irgendwo im TV Schwule sieht, wenn Homosexualitaet verboten waere, saessen diese doch wohl im Gefaengnis? Das alles ist dermassen unlogisch... Ich frage mich, wie viele solcher "merkwuerdiger" Menschen es auf dieser Welt noch gibt? Und wieviele andere Menschen darunter leiden muessen.

Ich bin ja fast "froh", dass ich meine 1. Freundin nicht mehr an meiner Seite habe, sonst muesste ich mich wohl noch irgendwann fuer meine partielle Homosexualitaet rechtfertigen (normal habe ich keine Probleme, dazu zu stehen, nur, dass die Chancen, so akzeptiert zu werden, bei meinem "Vater" gleich NULL waeren, kann man sich wohl denken). Wahrscheinlich wuerde ich dann zuhause rausfliegen - das haette was :P Nein, wahrscheinlich wuerde er mich zum Arzt schicken und mich umerziehen wollen. Und wenn ein Arzt sagt, das sei keine kranke Neigung, wuerde er mich wahrscheinlich von einem Arzt zum naechsten schicken, bis irgendeiner seiner Meinung zustimmt. Komme ich dann in eine katholische Anstalt? :P Jetzt beschimpft er mal wieder Leute im TV. Andere Meinungen kann er nie akzeptieren. Da muss in einer Talkshow (Beckmann, Christiansen, usw) bloss einer eine Meinung vertreten, die mit seiner nicht ueberein stimmt, schon faengt das Geschrei an: "Dummkopf! Idiot! Bloedsinn! Dummschwaetzer! Bloedes Arschloch! Der ist doch krank im Kopf!" usw. Ich glaube, das ist auch kein "normales" Verhalten.

Es ist anstrengend hier. Irgendwann muss es doch vorbei sein.

cn P

23.04.2008 um 01:06 Uhr

Angst vor Veraenderung?

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Familie, Studium, Universität, Beruf, Kunst

...eher davor, einen Fehler zu machen, der einen in die endgueltige Katastrophe stuerzt, aus der man sich nie mehr befreien kann. Ohne Risiko geht es wohl manchmal nicht, aber es erleichtert die Entscheidung auch nicht gerade.

Was, wenn ich jetzt das Studium abbreche und einen anderen Beruf beginne? Wer sagt mir, dass das besser wird?

Was, wenn ich versuche, von der Kunst zu leben, und dann irgendwann ohne Erfolg, mittellos und ohne abgeschlossene Ausbildung in der Gosse sitze?

Wenn ich einfach von hier abhaue, wird es nie eine auch nur ansatzweise Vesoehnung in der "Familie" geben, ich habe meine Vergangenheit, einen moeglichen Familienzusammenhalt, und mein gesamtes Geld und mein Hab und Gut verloren. Ich habe keinen Ort, zu dem ich im Notfall zurueck koennte, ich habe... Es waere... Als sei ich erst danach geboren worden und haette keine Vergangenheit. NIE gaebe es einen Weg zurueck, das weiss auch meine Halbschwester, die mit 18 einfach floh, die sich nach vielen Jahren noch einmal entschuldigen wollte, und mein "Vater" wird ihre Entschuldigung NIE annehmen. Und macht ihr bis an sein Lebensende Vorwuerfe. Natuerlich, wenn es sicher waere, dass mir das alles egal sein koennte, koennte ich einfach gehen. Aber was, wenns doch schief geht? Dann kann ich nirgends zurueck...

Angst vor dem Bedauern? Wenn ich in 10 Jahren am Ende bin und mich frage "Warum hast du das bloss riskiert?"...? Und kann dann vor "Schuldgefuehlen vor mir selbst" nicht mehr schlafen. Oder kann es einfach nicht mehr ertragen, damit weiter zu leben.

cn P 

04.04.2008 um 00:46 Uhr

Gleichheit vs. Verschiedenheit

Gender mainstreaming: Konzept (in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, etc), Frauen und Maenner gleich zu behandeln. Sie sollen gleich fuer ihre Arbeit entlohnt werden, gleiche Chancen beim Zugang zu bestimmten Berufen erhalten, aber auch Gleiches leisten muessen. Kritiker meinen, dass bei dieser Idee die biologische Andersartigkeit von Frau und Mann missachtet wird. Zb dass Maenner keinen Schwangerschaftsurlaub benoetigen oder dass Frauen unter Umstaenden nicht so harte koerperliche Arbeiten verrichten koennten, wie Maenner (Lasten tragen, Arbeit auf dem Bau, etc).

Gender diversity: Aktuell modernes Konzept, das dem Gender mainstreaming gegenueber steht. Dabei sollen die bestimmten Eigenheiten von Mann und Frau besonders beachtet und ihre Arbeit darauf eingestimmt werden. Leider, so finde ich, ist dieses Konzept aktuell ueberall vertreten, ich werde sogar mindestens ein Semester lang darueber unterrichtet werden, unter Zwang.

Wieso habe ich etwas gegen diese Idee und moechte eigentlich nicht freiwillig an Veranstaltungen teilnehmen, die dieses Konzept enthusiastisch propagieren? Eigentlich ist es ja eine gute Idee, Menschen nach ihren individuellen Moeglichkeiten zu beschaeftigen. Aber leider geht es hier nicht um Individualitaet, sondern auch wieder um Stereotypen, um zwei an sich wieder als homogen betrachtete Gruppe: "DIE Maenner" und "DIE Frauen". Es werden strikte Stereotype aufgestellt, Vorurteile praegen das gesamte Bild, Vorschriften existieren, wie DER Mann und DIE Frau sich zu benehmen, wie sie zu empfinden und was sie leisten koennen muessen. Damit moegen viele Menschen vielleicht zufrieden sein, aber es gibt eben Menschen, die halten nicht nur wenig von den Rollenbildern von Mann und Frau, sie koennen sich selbst einfach absolut nicht in diese Regeln "einleben". Auch mit graut es davor, ggf irgendwann doch in einer Arbeitswelt zu landen, in der man mich ueberall nicht als neutrale Arbeitskraft oder als Individuum, das ich bin, mit individuellen Faehigkeiten, sondern bloss als "eine Frau" betrachten. Obwohl das meines Erachtens ueber mich nicht viel aussagt, ausser, dass ich bestimmte Organe besitze, die Maenner nicht haben.

Dieses Problem der Klischeevorstellungen von "DEM Mann" und "DER Frau" betrifft aber nicht nur ungeschlechtliche Menschen, Transgender oder Transsexuelle, sondern durchaus auch "normale" Leute (dem allgemeinen Verstaendnis nach also heterosexuelle Menschen mit einer klaren mit dem koerperlichen Geschlecht ueberein stimmenden Geschlechtsidentitaet), die einfach charakterlich nicht den gaengigen Klischees entsprechen koennen und/oder wollen. Banal und etwas abstrahiert ausgedrueckt: Einem Maedchen, das lieber mit Spielzeugautos denn mit Puppen spielt, bekommt die Autos weggenommen und Puppen vorgesetzt, und wird ermahnt "Du MUSST Puppen moegen, du bist schliesslich ein Maedchen". Hat es jedoch andere Interessen oder Faehigkeiten, wird es von in der von Geschlechtsklischees beherrschten Welt nicht wirklich gluecklich werden, denn die hat bloss im Kopf "Frauen tun dieses und jenes, so und nicht anders MUSS es sein". Wollen wir soetwas tatsaechlich unterstuetzen?

Vielleicht koennen einige (viele?) Menschen nicht nachvollziehen, wieso ich mich an Rollenklischees stoere. Besonders wohl diese Menschen, die sowieso dem Klischee entsprechen und daher gar nicht als Zwang empfinden, in ein bestimmtes Klischee gestopft zu werden, ob man will, oder nicht. Aber ich kann bloss sagen: Auch, wenn Millionen von Menschen mit demselben Geschlecht dies vielleicht moegen wuerden, ICH wuerde mich in einer Mode- oder Stars-Klatschrunde vollkommen gelangweilt und verloren fuehlen, ER wuerde bei nicht enden wollenden Gespraechen ueber Autos, Fussball, Frauen und Bier, vollkommen entnervt sein. Es gibt eben Personen, die fallen aus den Klischees vollkommen heraus, und nun auch noch "offiziell", "von oben", sogar im Berufsleben, mit den grossen Klischeeschubladen anzukommen, das finde ich einfach grausig.

cn P

29.03.2008 um 16:07 Uhr

Sinn des Lebens

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Tod, Gesellschaft

Ich denke, das Leben hat keinen Sinn. Wie soll es auch? Wir sterben alle mal, und was wir vollbracht haben, ist mehr oder minder schnell wieder vergessen. Vielleicht ueberdauern sie, unsere Taten, die Erinnerung an uns, einige Generationen, aber es aendert nichts daran, dass - und das ist erwiesen - in einiger Zeit unser Sonnensystem zerstoert werden wird, und dann ist von der Erde und von den Moeglichen Folgen eines menschlichen Lebens nichts mehr uebrig. An die Menschheit wird nichts mehr erinnern.

Daher erschaffen sich Menschen selbst einen Sinn, zumindest fuer ihr eigenes Leben. Um wenigstens nicht ganz sinnlos zu leben, was einen sonst durchaus deprimieren und in den Tod treiben koennte... So haben die vielleicht etwa 80 Jahre wenigstens einen individuellen Zweck, und wenn dieser nicht natuerlich, sondern bloss eingeredet ist, durch einen selbst. Die einen suchen sich eine gemeinnuetzige Taetigkeit, die anderen irgendwelche Hobbies. Kunst, Sport... Aber nichts wehrt ewig.  

Die Existenz ist letztendlich kein sinnvolles Gebilde, sondern blosser Zufall.

cn P 

27.03.2008 um 19:59 Uhr

Gib Dummheit keine Chance!

Duemmer wie die Brot

1. Ist Fachidiot zu sein, eine Entschuldigung fuer den Mangel allgemeiner Bildung? ER liest aktuell so einige Dokumente zum Informatikstudium, und nicht nur mir als Germanistin straeuben sich da absolut die Nackenhaare. So haben an einem Dokument 5 Leute gesessen, und in JEDEM einzelnen Satz befinden sich Schreibfehler (das ist schon beim Lesen peinlich... Dumm wie Bohnenstroh)! Mangelnde Rechtschreibung, vergessene Anfuehrungszeichen und Klammern, von Satzzeichen wie Kommata haben die Leute wohl auch noch nie gehoert, und zudem befinden sich im Text auch noch etliche Idiotenfehler, die ein Grundschueler eigentlich schon erkennen muesste. Oder schreibt man nach neuer Rechtschreibung "ungefaehr" "ungefehr" und "meistens" "meisten"? Und das alle paar Saetze... Abgesehen davon ist auch der Selbstkontrollbogen zu den Lektionen absolut hirnverbrannt. Ich hatte NIE Informatikunterricht und habe mich NIE mit diesem Thema befasst, aber konnte trotzdem so gut wie alles auf Anhieb fehlerfrei loesen. Ab und zu mal am PC zu sitzen, scheint zu reichen... Erbaermlich.

2. "Wer am Lautesten schreit, hat immer Recht". Das bestaetigt sich in letzter Zeit leider immer wieder. Heute Morgen im Radio, die uebliche Verbraucherberater-Sendung. Wenn es um Betrug geht, eine sehr loebliche Sache. Aber dieses Mal war dort ein "armer" Buerger, der es nicht auf die Reihe bekommen hat, einen Vertrag fristgerecht (obwohl die Frist lang genug war) zu kuendigen, und sich dann beklagte, dass der Vertrag natuerlich weiter lief und auch weiterhin Geld abgebucht wurde. Das sei naemlich "Betrug" (ach ja?). Natuerlich haben die Medien sich eingemischt und dann hat man dem Typen das Geld zurueck ueberwiesen. Was beweist: Wer die Macht hat, hat Recht. Wer die Medien aufhetzen kann, hat Recht. Egal, wie sehr er im Unrecht ist und wie dumm er sich anstellt, hat er die Medien hinter sich, bekommt er immer Recht. Ich koennte es ja auch mal versuchen. In einen Laden gehen, etwas stehlen, mich erwischen lassen, und dann zum Radio damit und herumheulen, das sei Betrug, die wuerden mich bestrafen wollen, dabei wusste ich vorher nicht, dass Diebstahl strafbar ist. Diese boesen, boesen Maenner aber auch!

3. Auf Vorurteile will ich jetzt mal nicht eingehen. Auch nicht auf Stammtischparolen oder Fragen, die zu derart daemlichen Floskeln geworden sind, dass ich sie nicht mehr in den Mund nehmen wuerde, selbst, wenn ich sie SINNVOLL verwenden koennte. Man ist umgeben damit, und mir wird schlecht davon. Die Welt scheint immer weiter zu verdummen - und leider ist Dummheit gesellschaftsfaehig. Vorhin online... Eine Seite ueber merkwuerdige Kindernamen. Also mal abgesehen davon, dass die Namen vielleicht ungewoehnlich, aber hoechstens leidlich lustig waren, waren auch die Kommentare unter aller Sau... Da versuchte man, die Namen irgendwoher abzuleiten. Mit NULL Allgemeinwissen. Anders kann ich mir nicht erklaeren, dass man die Nymphe Echo oder die Dichterin Sappho nicht kennt. Und dann war da so ein Vergleich... Nach dem Motto "Mozart... die Eltern essen bestimmt gerne Schokokugeln"... Gar nicht auf den Komponisten zu kommen, sondern nur auf irgendetwas, was nach ihm benannt ist... Armutszeugnis.

4. Am Schlimmsten an der fortschreitenden Ahnungslosigkeit und Verdummung sowohl bei Privatpersonen als auch in den Medien, ist aber, dass bestimmtes Wissen fuer ein soziales, verantwortungsvolles Zusammenleben wichtig ist. Nehmen wir beispielsweise Wahlen. Wie sollen denn Leute, die nicht im Geringsten etwas von Politik wissen, entscheiden koennen, wen sie waehlen? Man muss kein Fachwissen haben, aber wenn ich daran denke, was fuer Unmengen an Menschen irgendwelche Parteien waehlen, und dabei von keiner einzigen das Programm kennen, dann kann das doch gar nichts werden... Um bestimmtes Wissen sollte man einfach nicht herum kommen. Oder was die Menschenrechte betrifft... Wie sollen die Menschen sie respektieren, wenn sie sie gar nicht kennen?

5. Kunst scheint in einem entweder zu leben oder nie geboren werden zu koennen... Merke ich an Leuten, die fuer Zeichenkurse Unmengen an Geld herauswerfen, danach glauben, sie waeren etwas, aber trotzdem noch immer NULL Talent haben... Ich glaube, Kunst muss man in sich spueren, als schoepfende Kraft, man muss sie lieben und sie muss von einem selbst kommen, erlernen kann man sie nicht, wenn keine Grundlage besteht. Aber besteht die Grundlage, kann Uebung einen natuerlich verbessern. Nur ohne diese geht es eben nicht... Verwunderlich, wenn ich sehe, was einige selbst ernannte "Experten" so zu Stande bekommen - oder eben nicht. Ich sah mich heute auf den Websites diverser renommierter 3D-Kuenstler um, die angeblich schon seit Jahren 3D-Kunst machen... Denkt dran, meine Bilder im Kunstblog habe ich in den ersten zwei Wochen, die ich mich je mit 3D-Programmen befasst habe, erstellt. Und dann sehe ich Leute, viele Leute, die angeblich schon jahrelang so arbeiten, und die es nicht auf die Reihe bekommen, zwei Baeume in eine Landschaft zu setzen... Das kanns doch nicht sein, wieso geht das nicht? Ich kann mir das nur so pseudoreligioes ;) erklaeren, dass einige Menschen eben Kuenstler SIND, und manche nicht... Meine besten Arbeiten entstehen uebrigens, wenn ich schon vorher das komplette Bild im Kopf habe und danach stundenlang ohne einen anderen Gedanken einfach nur an der Verwirklichung arbeiten kann. Dabei vergesse ich ALLES Andere... Visuelle Vorlagen funktionieren auch. Aber dennoch ist es wohl eine Sache der Fantasie... Vielleicht fehlt es ja an dieser, bei den "talentlosen" "Kuenstlern"...

So, ausgejammert.

cn P

24.03.2008 um 01:22 Uhr

Was muss man beim Kauf eines Welpen bedenken?

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Tier, Hund

WIR denken bekanntlich schon laenger ueber einen Hund nach... Es sollte wahrscheinlich ein Zwergspitz sein (oder auch ein Zwergspitzmischling, so lange er dadurch nicht viel groesser wird), weil wir sie gleichermassen aeusserlich schoen finden (sehen fuer mich aus, wie geschrumpfte Grossspitze ;) - Farbe ist mir uebrigens egal, er kann ruhig auch das haben, was pingelige Zuchtrichtlinien als "Makel" bezeichnen, der Charakter ist mir um Einiges wichtiger!), wie aber auch die - zumindest zugeschriebenen - Charaktermerkmale sehr angenehm klingen, wenn ich auch glaube, dass das sicher von Hund zu Hund unterschiedlich ist. Natuerlich gab es daher schon etliche Ueberlegungen...

- ER wird nur einmal pro Monat an einem FR und einem SA an der Uni sein, sowie im Sommer eine Woche komplett wegen Klausuren. FR muss ich versuchen, frei zu bekommen, SA habe ich sowieso frei, bin dann ab ca 11 oder 12 Uhr in S. beim Hund. Koennte der Hund, wenn er es einmal gelernt hat, pro Monat zwei Tage ca 4-5 Stunden morgens allein sein? Was waere sinnvoller: Vorher noch einmal raus gehen (-> Klo) oder schlafen lassen? Falls eine laengere Zeit keiner da sein koennte, gibt es noch eine Hundebetreuung direkt in der Nachbarschaft, fuer 10 Euro passen sie 4 Stunden auf den Hund auf, fuer 13 EUR 5 Stunden und laenger. Natuerlich nur fuer Notfaelle.

- Verzoegert es die Zeit, bis ein Hund stubenrein wird, wenn man ihm zusaetzlich angewoehnt, ein Katzenklo zu benutzen? Wie lange braucht ein Hund ungefaehr, um stubenrein zu werden?

- Kommt ein Zwergspitz mit einer 35-Quadratmeter-Wohnung (2. Stock mit Fahrstuhl) zurecht, wenn er haeufig raus zum Toben darf? Direkt vor dem Haus befinden sich mehrere grosse Wiesen, wenige Strassen entfernt kilometerlange Felder.

- Zurueckziehen koennte sich der Hund endweder in einer Wohnzimmerecke oder im Schlafzimmer unter dem Schreibtisch. Welcher Platz wuerde sich besser fuers Koerbchen eignen? (Im Schlafzimmer halte ich mich haeufiger auf, weil ich dort am PC sitze) Das Katzenklo, wenn ueberhaupt, koennte in den Flur oder ins Bad.

- Ich haette aus verschiedenen Gruenden gern eine Huendin. Kastrieren lassen oder nicht? Wenn ja, was kostet eine Kastration ungefaehr? Vor der 1. Laeufigkeit kastrieren lassen, oder danach? Habe gelesen, vor der 1. wuerde das Krebsrisiko auf nur noch 2% sinken, ausserdem wuerden sie seltener inkontinent werden, andererseits sollen sie dafuer durch den Hormonmangel geistig nie "erwachsen" werden. Waere das sehr schaedlich? (Dass es unnatuerlich ist, weiss ich auch, generell ist Kastration bei Tieren unnatuerlich, aber es geht mir eher darum, ob das Tier koerperlich oder psychisch darunter leiden wuerde)

- Wie teuer sind Hundesteuer, Hundeversicherung, jaehrliche Impfungen? Mit wieviel EUR Ausgaben kann man so monatlich fuer Futter (fuer einen Zwergspitz, ca 2-3 kg, ca 20 cm Widerristhoehe) rechnen? Weiteres Zubehoer? Wie oft wird ein Hund mir "normalem" Immunsystem krank und wieviel kostet das bei einer "leichten" Erkrankung?

- Die Semesterferien im Sommer sind ca 2,5 Monate lang, dh in der Zeit haetten wir taeglich wirklich 24 Stunden Zeit fuer den Hund. Wuerde das fuer die "Grunderziehung" reichen? Bzw koennte der Hund nach dem folgenden halben Monat (also im Alter von mindestens 5 Monaten) schon 4-5 Stunden allein bleiben, an einem FR und einem SA in Folge? Und danach wieder einen kompletten Monat bis zu den naechsten 4-5 Stunden?

- Kann man einen Hund auch ohne teure Hundeschulbesuche sozial und unaggressiv erziehen? Auf den Wiesen draussen duerfte er eine Menge Kontakt zu verschiedensten anderen Hunden haben.

- Bevor solche Fragen kommen... Ich habe schon in vielen Foren derartige "Kritik" gehoert: NEIN, ich habe nicht vor, Kinder zu bekommen, ich habe auch nicht vor, mich von IHM zu trennen, dh der Hund wird sich in absehbarer Zeit (und das sind schon einige Jahre) nicht durch irgendwen verdraengt fuehlen und sich auch von niemandem trennen muessen. Die naechsten mindestens 3 Jahre, vielleicht auch 5, wird sich beruflich auch nichts aendern, dh, ausser an seltenen Wochenenden wird ER immer zuhause sein und auf den Hund aufpassen koennen. Wie es mit mir aussieht, weiss ich natuerlich nicht uns es ist generell so eine Sache... Eigentlich kann man sich doch nie 100%ig sicher sein, was in den naechsten 15 Jahren passiert, und so alt kann ein Zwergspitz werden, manchmal sogar aelter. ER moechte aber nach dem Studium auch am Allerliebsten von zuhause arbeiten oder aber in einem relativ "lockeren" Job in der Informatikbranche anfangen, wo sich der Hund bestenfalls mitnehmen liesse.

- Ich wuerde uebrigens auch nicht nur einen Welpen annehmen, ein erwachsener, auch alter, Hund, waere mir auch recht. Nur, wer gibt einen erwachsenen Zwergspitz ab, wenn er nicht irgendwelche "Macken" hat? Wenns nur leichte waeren, ginge es ja noch, aber ich bin skeptisch. Oft hoert man auch, man solle lieber einen Hund aus dem Tierheim holen, statt einen Welpen zu kaufen. Nur war schonmal einer, der mit solchen Worten um sich wirft, beim Tierheim hier in B.? Ich wars schon mehrfach, und IMMER gab es dort NUR charakterlich gestoerte "Kampfhunde", dh, Staffordshire, Rottweiler, Dobermaenner, Pitbulls, die sich schon gegenseitig in ihren Zwingern fast zerfleischten, oder aber sehr alte kleinere Hunde, die aber ausnahmslos sehr krank waren... Blind, mit Krebs, komplett inkontinent, oder mit Haarausfall und Hautausschlag plus Organschaeden, usw. Natuerlich bekomme ich auch irgendwie Mitleid mit den armen kranken Hunden und sie koennen fuer ihre Krankheiten absolut nichts - aber ich denke nicht, dass ich als allerersten Hund gleich einen koerperlichen oder charakterlichen "Problemhund" halten sollte. Das waere sicher eher etwas fuer Leute mit sehr viel Hundeerfahrung.

- Kann jemand ein gutes Buch zur Welpenerziehung empfehlen? Gibt es Dinge, die man speziell bei kleinen Rassen beachten muss? Sonst noch irgendwelche Tipps? ;)

Vielleicht ergaenze ich die Liste noch, wenn mir noch mehr einfaellt...

cn P

20.03.2008 um 00:49 Uhr

Depressionen

Wer depressiv ist, und keinen Antrieb mehr empfindet, morgens ueberhaupt noch die Augen zu oeffnen, und wer demzufolge alles vernachlaessigt, vielleicht auch sich selbst, dann aufgrund von versaeumten Pflichten noch mehr in Stress geraet, dann vom Stress krank wird - bekommt oft unterstellt, er sei gar nicht depressiv, sondern bloss faul oder gar ein Hypochonder. Das Dumme ist bloss: Wie soll man das beweisen? Beides kann man nicht nachweisen, wenn der, der einen beschuldigt, es nicht glauben will. Depressionen lassen sich zwar manchmal durch koerperliche Symptome wie einen geringen Serotoninspiegel nachweisen, manchmal aber haben sie keine koerperlichen Auswirkungen. Da kann der Arzt doch bloss dem Patienten glauben, wenn der aeussert, wie er sich fuehlt, und die Symptome fuer Depression sprechen. Aber was, wenn nicht? Viele koennen es gar nicht nachvollziehen, da wird unterstellt, man bilde es sich ein, oder es gaebe ja gar keinen Grund, depressiv zu sein, es ginge einem doch gut. Aber das ist es doch! Depressionen sind eine Krankheit, da braucht es keine Gruende zur Trauer. Viele wollen das gar nicht wahr haben. Ich frage mich dabei, wie man eine Krankheit nicht verstehen kann, auch obwohl man sich informiert hat. Aber so scheint es oft zu sein: Viele Personen scheinen unfaehig, Dinge zu verstehen, die sie nicht direkt selbst betreffen.

Ich faules Schwein also waelze mich weiter in meinem Bett herum, starre an die Decke und heule mir die Augen aus dem Kopf. Ablenkung finde ich nicht. Will ich zeichnen, werfe ich binnen 5 Minuten den Stift beiseite, weil es mir nichts bringt und die Leere nicht abnimmt. Fuer diverse Hobbies, die mich frueher gluecklich stimmten, gilt dasselbe. Immerhin weiss ich, es ist nur eine Phase, und sie wird wieder vergehen. Nur wann? Und dann beschuldigen einen Menschen auch noch, man mache ihnen doch nur etwas vor. Ich habe es oft genug gehoert. Auch "gut gemeinte" Ratschlaege wie "Denk doch nicht so viel nach!" oder "Geh doch raus und mach Sport!" bringen einen nicht weiter. Ich will fast - ganz undankbar - sagen, dass diese Leute einem nicht nur nicht helfen, sondern sich auch gar nicht wirklich Muehe geben, weil sie auf das Thema Depressionen gar nicht eingehen. Sie VERSTEHEN gar nicht, worum es geht, und wollen es auch nicht verstehen, was sie zeigen, indem sie mit irgendwelchen 08/15-Tipps kommen, die vielleicht bei einem "Gesunden" helfen, der einfach nur mal "einen schlechten Tag" hat. Und diese Erkenntnis, sowie diverse Unterstellungen, sowie Probleme, die man durch die Niedergeschlagenheit bekommt (Job, Uni, etc) machen alles noch schlimmer.

Aber wenn man es nicht glauben will, meinentwegen. Ich stecke ja gluecklicherweise(?) trotz schlechter Stimmung - mild ausgedrueckt - nicht in einer Selbstbewusstseinskrise drin. Mein Selbstbewusstsein leidet nicht und ich diskutiere immernoch so gern mit anderen Menschen, wie sonst. Die Depressionen aeussern sich eher darin, dass ich mich frage, was ich hier - so wie ich bin - auf der Welt soll. Denn SIE gibt mir nichts. Ich selbst finde mich ja ganz toll ;) aber was bringt mir das, wenn die Welt - Entschuldigung - beschissen ist? Dann will ich nicht hier bleiben. Und die Trauer resultiert aus der Frage, ob ich gehen kann oder bleiben "muss", schliesslich kann ich einige Menschen nicht einfach zurueck lassen. Aber die Gesellschaft ist mir dennoch zu viel und ich will doch weg. Nicht, weil ich sie nicht ertragen kann, sondern, weil ich sie nicht ertragen WILL - ich verabscheue sie und meine sogar, eine Masse hat es gar nicht verdient, meine Laune zu trueben. So siehts aus, wenn ich depressiv bin.

Viele Menschen meinen, ich waere doch gar nicht depressiv. Betruebt vielleicht von alltaeglichen Schwierigkeiten, Aggressionen des Herrn "Vater", der auch jetzt wieder nur herumflucht und Leute derb beschimpft. Natuerlich spielt das AUCH eine Rolle, es verschlimmert die Stimmung noch weiter. Aber es weiss ja wohl keiner besser als ich selbst bescheid, was ich empfinde. ICH merke es doch, wenn meine Stimmung von einer Sekunde auf die andere scheinbar grundlos umkippt. Wenn ich einige Wochen lang taeglich um Punkt 15 Uhr anfange, zu weinen, aggressiv zu werden, oder weiss ich was, als haette man einen Wecker gestellt, der einen Hebel umlegt, den ich nicht kontrollieren kann. Ich weiss am Besten - so viel traue ich mir noch zu (und es ist mir egal, ob das jetzt einige ueberheblich finden!) - dass ich merke, ob ich "gesund" ueber etwas trauere, oder ob ploetzlich eine unbeschreibliche Leere, Trauer und Angst, ganz spontan und scheinbar grundlos "vom Himmel faellt".

Es sind Phasen, ich hatte einige schon, als ich 10 war. Wenn ich Glueck habe, bin ich sie monatelang los. Wenn ich Pech habe, werde ich sie auch mal ein Jahr gar nicht los. Mal dauert eine Phase nur einen Tag, mal dauert sie Monate. Ich erinnere mich daran, dass ich mal wirklich ueber ein halbes Jahr nicht heraus kam. In der Zeit ueberlegte ich mir auch jeden einzelnen Tag, ob ich mir das Leben nehmen sollte. Ich frage mich nun, ob ich nicht daran zurueck denken sollte: Wenn ich es damals ueberlebt habe, kann ich es doch auch jetzt ueberleben, auch, wenn es mir jetzt wieder mehrere Monate schlecht geht. Ich habe es einmal schaffen koennen, wieso nicht noch einmal? Aber was kuemmert das die Krankheit. Da zaehlen Argumente manchmal wenig. Es kann sogar dazu kommen, dass Bewusstes und Unterbewusstes sich absolut widersprechen: Einerseits weiss ich, ich sollte gluecklich sein, und will mich auch freuen, aber andererseits bin ich dann noch niedergeschlagen, weiss nicht, warum, kann dieses tiefe Trauergefuehl aber dennoch mit nichts vertreiben. Aktuell haelt es schon wieder seit dem 15.3., also seit bald einer Woche. Und in den vorigen Tagen ergaben sich auch schon einige Vorzeichen.

cn P

18.03.2008 um 16:30 Uhr

Von den echten Problemen ablenken

LINK: HIER KLICKEN .

Kann man sich wirklich sein Leben lang darueber aufregen, dass das Wort "Stehaufmaennchen" frauenfeindlich sei? Dass das Maerchen "Haensel und Gretel" und nicht "Gretel und Haensel" heisst (was besonders laecherlich ist, da es sich bloss um einen Titel handelt - und wuerde man Gretel vorziehen, waere Haensel dann diskriminiert - das duerfe doch im angeblichen Sinne der Gleichstellung doch auch nicht in Ordnung)?

Sowieso - einerseits immer von Gleichstellung reden, dann aber im selben Aufsatz so hirnrissige Behauptungen aufzustellen, wie, dass nur Maenner/Jungen Triebe haetten und diese nur dazu da seien, Frauen zu missbrauchen. Von Allem deutet die Autorin das Wort "Geschlechtstrieb" in einem Biobuch als Aufruf zum Missbrauch von Frauen - ich glaube, um auf solche Ideen zu kommen, muss man nicht nur eine bluehende Fantasie haben, sondern auch schon einige neurologische Fehlfunktionen. Der Muell stammt uebrigens von der Website des "Wirtschaftsbildungszentrum Bremen".

Aber, um auf den Punkt zu kommen, den ich eigentlich ansprechen wollte: Mit Gejammer ueber angeblich "frauenfeindliche" Worte (sicher gibt es soetwas, aber sich ueber "Haensel und Gretel" oder "man" aufzuregen, finde ich nichts als aktionistisch) lenkt man doch bloss von wirklichen Problemen ab. Statt jahrelang ueber "mannshohes Gras" zu heulen, sollten diese Personen ihre Zeit und ihr Geld lieber in Projekte gegen physische und psychische Gewalt gegen Frauen investieren. Denn Schlaege und Missbrauch richten wirklichen Schaden an. Eine "normale" Person wird hingegen eher keinen Schaden nehmen, nur, weil er/sie einen Satz lesen muss, in dem "man" verwendet wird.

Aber wo man sich blind in Kleinigkeiten hineinsteigert und pingelig aus einer Muecke einen Elefanten macht, geht der Blick fuer wirkliche Probleme scheinbar verloren. Aber vielleicht sind es ja auch Mueckinnen und Elefantinnen. 

cn P

18.03.2008 um 01:22 Uhr

Manche Dinge aendern sich - manche aendern sich nie

Die Wohnung nachts verlassen... Ein dunkelblauer Himmel, nicht das Gelb, Rot oder Hellblau der letzten Tage. Starker Wind. Eisige Kaelte. Oder bilde ich mir das nur ein, weil ich lange nicht mehr draussen war? Ein Bus kam tatsaechlich puenktlich. Und in R. bluehten, zu meinem Erstaunen, nun wirklich schon alle Kirschbaeume. Und es waren seltsame Geraeusche zu hoeren, die ich einfach nicht orten konnte. Und dann ueberflog mich, um diese Uhrzeit, im kompletten Dunkel, eine Gruppe Wildgaense. Aber einige Besoffene lungerten trotz der Temperaturen wieder an den Bushaltestellen herum. Einige Dinge aendern sich nie. Das musste ich, als ich wieder "Zuhause" ankam, noch deutlicher bemerken.

Ueber meinem Bett hingen zwei Weberspinnen, im Bad liefen mehrere ueber den Boden, als ich das Licht anschaltete. Ekelhaft. Also daran wird sich wohl nie etwas aendern. Dann bekam ich Herrn "Vater" zu sehen. Was soll ich sagen? Obwohl das duemmliche Gerede und aggressive Gemecker von vor 14 Tagen fast vergessen waere, haette ich nicht noch Ueberreste dessen in meinem elektronischen Notizbuch stehen, koennte ich jetzt mit meiner Genervtheit nahtlos daran anknuepfen. Denn schon wieder wird nur duemmlich herumgemotzt, aggressiv gegen Juden angeschrieen, wirre Behauptungen verbreitet, willkuerlich Leute beschimpft. Das bisher einzig Erfreuliche daran, dass die Busse wieder fahren, ist, dass ich endlich zu einem Briefkasten gekommen bin. Sonst waere ich in S. wahrscheinlich besser aufgehoben, zumindest haette ich mir diesen ganzen Stress, den ich mir jetzt seit gut einer halben Stunde wieder antun muss, dann gespart.

Aber es sind nicht nur Aggressionen, Senilitaet oder neunmalkluges Besserwissen... Wobei ich vielleicht anmerken sollte, dass er vorhin tatsaechlich zugegeben hat, mir nicht zugehoert zu haben, und das von sich aus! Aber worauf ich eigentlich hinaus wollte... Nein, nicht darauf, dass die Tastatur hier so kaputt ist, dass ich kaum einen Satz ohne grossen Aufwand und staendige Korrekturen, weil diverse Buchstaben immer wieder ausfallen, schreiben kann... Nein; evtl gibt es schon bald wieder Streik und wieder wird nichts mehr fahren. Aemter werden schliessen, die Post wird nicht befoerdert (na toll...), Muellabfuhr und Wasserwerke sind sowieso laengst menschenleer. Was soll noch kommen? Wie kann es sein, dass Menschen, ohne jegliches Verantwortungsgefuehl gegenueber der Gesellschaft, einfach aus Geldgier eine ganze Stadt lahm legen koennen? Das ist Erpressung mit Geiselnahme, mehr nicht. Und ich muss am 20.3. zur Uni kommen, und vor Allem wieder regulaer, taeglich ab dem 14.4. - da beginnt mein 4. Semester (das wahrscheinlich genauso erfolglos wird, wie die bisherigen - aber das ist eine andere Sache).

Wobei ich ehrlich sagen muss, dass mich das Studium auch belastet. Ich sehe, ich kriege es nicht wirklich hin, Profs agieren willkuerlich, ganze Kurse fallen komplett durch, und wen sie aus irgendwelchen Gruenden nicht leiden koennen, kann sich sowieso gleich abmelden, weil er nie eine Hausarbeit als bestanden bewertet bekommen wird. Ohne Begruendung geben sie einem mal eben eine 5 und man darf sehen, wo man bleibt. Zudem darf man sich auch andauernd irgendwelche Beschuldigungen und Vorwuerfe anhoeren, wie, dass man zu faul sei oder sich nicht genuegend Muehe geben wuerde, nur, weil man einen Streik im Nacken hat, und sagt, man kann deswegen nicht kommen - dann machen sie es einem zum Vorwurf, dass man nicht das Taxi nimmt! Da kann ich 1000x sagen, ich habe nicht das Geld, mich taeglich fuer 70 Euro durch die gesamte Stadt hin und zurueck kutschieren zu lassen (Ich muss von 4 - VIER!!! - Euro pro Tag leben! Das soll ein Prof mit Mercedes und Designertaeschchen doch mal nachmachen!). Dann heisst es, wer kein Geld habe, duerfe eben nicht studieren, Pech gehabt.

Endweder es ist Dreistigkeit, oder Eitelkeit, oder sie haben keine Ahnung von der Realitaet und koennen sich nicht in die Lage eines anderen, finanziell nicht so beguenstigten, Menschen versetzen. Leider tippe ich auf Ersteres, wahrscheinlich sind sie auch noch selbstherrlich-erfreut, wenn sie sehen, wie viel besser als so ein armer, erbaermlicher Student sie es doch haben. Und leider habe ich dann auch noch die andere Front am Hals, die "liebe" Sippe, die verlangt, dass ich unbedingt studiere. Kein Studium - gar kein Geld, also muss ich da irgendwie durch... Ich kann so oft sagen, wie ich will, dass das keinen Sinn macht und dass ich aufhoeren will, nein, "Du studierst gefaelligst, sonst haettest du gleich nach der Hauptschule Putzfrau werden koennen und haettest dir die Jahre bis zum Abitur gespart!" Das musste ich mir mehrfach anhoeren. Mit dem Zusatz, dann wuerde ich wenigstens schon seit dem 15. Lebensjahr Geld verdienen und waere so wenigstens zu etwas nuetzlich. Die Person zaehlt hier doch nicht... Und vorhin habe ich auch die Immatrikulationsbescheinigung vom 4. Semester vor die Nase gehalten bekommen und wurde ermahnt, ich solle mir gefaelligst endlich ein Praktikum suchen, weil ich das ja auch noch machen muesse. Ich wuerde am liebsten alles hinschmeissen.

Es klingt sicher wenig emanzipiert, aber ich habe eine tiefe seelische Tendenz, dass WIR zueinander halten, und ich bin mir sicher, da ER einen "ordendlichen" Beruf ergreifen wird, wird ER unsere "Familie" ernaehren koennen, ohne mein Zubrot. Natuerlich will ich nicht nichts tun und bloss herumsitzen, aber wenn ER ein abgeschlossenes Studium und einen demnach "hohen" Beruf hat - dann muss ich nicht zu viel verdienen und kann ruhig einen "bloedsinnigen" Beruf ergreifen - Reichtum brauchen wir nicht, hauptsache, es reicht zum Leben - darin sind wir uns einig. Wir brauchen nur einen Hauptverdiener, wie es so "schoen" heisst, und dann koennte ich doch einfach das tun, was ich am liebsten will... Nein, das EINZIGE, was ich wirklich will: Kuenstlerin werden. Ich glaube, einen normalen Beruf ergreifen koennte ich sowieso nicht. Wahrscheinlich wuerde ich sowieso gemobbt werden oder nach zwei Tagen rausfliegen, ER meint auch, ohne mir damit zu nahe treten zu wollen, ich sei zu individuell-separatistisch. ER hat in seiner Ausbildung verschiedenste Betriebe kennen gelernt, und an allen, ausser einem einzigen, wollte man bloss bedingungslose - Entschuldigung - Arschkriecher haben, wer nicht schleimig-arschkriecherisch genug war, wurde sowieso sofort schikaniert.

Nun weiss ich ja, dass man nicht unbedingt dominierend sein sollte, sich mit anderen Menschen anlegen sollte, etc. Ich kann auch still sein, ich kann auch einfach bloss meine Arbeit tun - und zwar verantwortungsvoll. Das Arbeiten ist nicht das Problem, das Loesen von Aufgaben. Nur scheinen sie zu erwarten, dass man staendig herumschleimt, irgendwelche Kennenlernfeten besucht, sich staendig lobt, besonders die hoeher Gestellten, obwohl es eigentlich gar nichts zu loben gibt. Eine Trennung zwischen Beruf und Privatleben scheint in bestimmten Bereichen unerwuenscht zu sein. Sie glauben wohl, man koenne am Besten arbeiten, wenn man mit allem und jedem befreundet sei. Nun bin ich ein Mensch, der sehr kritisch ist, und der als wirkliche Freunde nur Menschen annimmt, bei denen ich mir 100%ig sicher bin, dass sie charakterlich meinem Bild entsprechen, weil ich keine Lust habe, staendig mit ihnen herumzustreiten. Freundschaften sind bei mir rar, aber darauf angelegt, SEHR LANGE anzuhalten. Streitereien ueber Nichtigkeiten mag ich nicht. Daraus folgt, dass ich den meisten Menschen gegenueber neutral und hoeflich bin, dass ich einfach meine Arbeit tue und im Bereich der Zusammenarbeit produktiv kooperativ vorgehe. Aber auf die Idee, mit irgendwelchen Menschen, mit denen ich einfach so in eine Gruppe geworfen wurde, herumzulaestern oder in die Kneipe zu gehen, mich irgendwie ausserhalb der Arbeit zu beschaeftigen - darauf kaeme ich nicht, es sei denn, diese Personen waeren so geartet, dass ich mich mit ihnen anfreunden WOELLTE - das ist selten.

Und da haben wir das Mobbingproblem... Wenn man sich nicht mit ihnen zusammenrottet, tun sies untereinander, und hacken auf die ein, die nicht zu ihnen gehoeren. Die Wahrscheinlichkeit fuer mich, auf jemanden zu treffen, den ich wirklich mag, ist wohl auch relativ gering. Kein Wunder, wenn man sehr eigene Denkweisen und Interessen hat. "Normalos" (sag ich mal pauschalisierend - bitte nicht zu ernst nehmen), die Pop-Musik hoeren, sich ueber Schauspieler das Maul zerreissen, Frauen, die ueber Makeup und Mode schwafeln, Maenner, die nur ueber Autos und Fussball reden - davon gibt es Millionen. Die Wahrscheinlichkeit, dass solche aufeinander treffen, ist doch sehr gross, weil es eben Unmengen davon gibt. Aber wo sollte ICH jemanden treffen, der MEINE Interessen teilt? Sicher nicht durch Zufall an irgendeinem Arbeitsplatz. Aber mich anpassen werde ich definitiv nicht - schliesslich ist das 1. mein Charakter, 2. meine Privatangelegenheit, und ich bin der Meinung, Beruf ist Beruf, Hobby Hobby - und meine Freizeit lasse ich mir von niemandem verbieten. Ich hoffe, man konnte meinen Gedankengaengen folgen.

Um zurueck zum Thema zu kommen: Ich weiss, 99% aller Menschen finden es sicher blauaeugig, dass ich mich so auf eine Zukunft mit IHM verlasse. Ich sage einfach mal eitel, und mach mich gern damit unsympathisch: Die Beziehung kann ausser den Involvierten ohnehin keiner nachvollziehen, kann keiner verstehen, und auch niemand weiss, wie die Gefuehle fuereinander aussehen. Ich persoenlich habe das Gefuehl, dass eine Trennung nicht moeglich ist. Ich wuerde ihn nur verlassen, wenn er etwas "wirklich Schlimmes" taete, und da bin ich sehr unempfindlich... Die Wahrscheinlichkeit, dass er also etwas taete, was ich so grauenvoll faende, dass ich ihn verlassen wuerde, ist also sehr gering. ER koennte mich sitzen lassen, natuerlich. Aber auch da halte ich die Wahrscheinlichkeit fuer gering. Vielleicht, weil er sich fuer die meisten Menschen nicht ein bisschen interessiert. Waere ich nicht da, waere wohl niemand da, und IHN stoerte es nicht. Wir leben einfach zusammen, als haetten wir gar keine andere Wahl, und wir sind zufrieden damit. Habe ich schon einmal erwaehnt, dass WIR andauernd fuer Geschwister gehalten werden? Viele Menschen behaupten ja, Familienbande hielten ewig (was ich persoenlich nicht bestaetigen kann, aber ich bin ja auch eine verwirrte Irre ;) ) - wieso also nicht auch eine nichtfamiliaere Beziehung?

Eine interessante Frage waere, ob man vor 50 oder 100 Jahren auch so herumgeunkt haette. Oder ist es der Zeitgeist, dass man staendig von gescheiterten Beziehungen, Scheidungen etc, konfrontiert ist, und dass man daher gar nicht mehr daran glaubt, dass eine Beziehung auch jahrelang funktionieren kann? Gerade bei meinem Alter glauben es die meisten nicht. Sie WOLLEN es auch gar nicht glauben. Aber was haette bloss eine 80-jaehrige Oma Hilde (oder sonstwer) gesagt? Viele aeltere Leute sind seit Jahrzehnten verheiratet. Und manche lieben einander noch, ueber all die Jahre. Ob diese auch sagen wuerden, eine Ehe/Beziehung kann nicht auf Dauer gut gehen? Es ist wohl immer eine Frage der persoenlichen Erfahrungen. Am 1.4.08 sind es hier uebrigens die ersten 5 Jahre. Beim Alter von 21 Jahren ganz beachtlich, denke ich. Ein Ende ist nicht in Sicht - wieso sollte auch? Ja, ich weiss, Menschen veraendern sich, WIR haben uns auch veraendert, und passen immernoch zueinander. Es gibt natuerlich keine Garantie, dass das ewig so weitergeht. Und dann stuende ich in 20 Jahren vielleicht ohne richtigen Beruf ploetzlich auf der Strasse. Aber DANN kann man immernoch verzweifeln... Erst sollte man versuchen, das Leben so zu leben, wie man es WILL - so lange wie moeglich. Plaene aendern kann man dann auch noch.

Was ich taete, wuerde ich nun nicht studieren? Allein das ist utopisch, da Herr "Vater" mich dann umbringen wuerde, und tot arbeitets sich schlecht ;) Was ich bisher nur in kleinem privaten Rahmen gemacht habe, und was mir leicht fiel und oft Freude machte, liesse sich sicher auch kommerziell machen: An- und Verkauf von Antiquitaeten, Online-Aktivitaeten, Webdesign, etc, Kunst anfertigen und verkaufen, ggf auch Seifensiederei, Parfuemherstellung (bisher nur fuer den eigenen Gebrauch), evtl schriftstellerische Taetigkeit, oder meine Bilder verkaufen... Ich hab ja schon viele Anfragen bekommen, bezueglich meiner Fotos als Postkartenmotiv. Generell waere Online-Handel wohl ganz "nett"... Ansonsten koennte ich mir auch kleinere Hilfstaetigkeiten in der Nachbarschaft vorstellen - wobei man soetwas heute ja gerne gelernten "Experten" anvertraut. Obwohl ich glaube, dass soetwas doch auch den Zusammenhalt zwischen Nachbarn staerken wuerde... Ich habe frueher schon alten Frauen die Tueten getragen oder bin fuer sie einkaufen gegangen, aber das war eher spontane Hilfsbereitschaft ohne Hintergedanken. Und Geld gabs gewoehnlich auch nicht.

Ach ja, und falls es doch eher in Richtung "normaler Beruf" gehen sollte: Fotografie waere eine interessante Richtung, oder irgendetwas Journalistisches (ich weiss, dazu muesste man ggf. Publizistik studieren - an meiner Uni wurden in dem Fach pro Semester 30 Leute angenommen, bei gut 4000 Bewerbern - der am Schlimmsten ueberlaufene Kurs an der gesamten Uni - wieso, weiss ich auch nicht). Oder, sehen wir es doch mal ganz naiv, aber dafuer nicht weniger logisch: Es gibt Millionen von Menschen, die kein abgeschlossenes Studium haben. Und sie leben auch. Also kann es so schlimm doch nicht sein, kein abgeschlossenes Studium zu haben. (Meine "Eltern" hatten/haben uebrigens beide "nur" einen Realschulabschluss und sind beide trotzdem nicht arm).

cn P

14.03.2008 um 22:08 Uhr

De arte

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Gesellschaft, Kunst, Lyrik, Sprache, Musik

"Poetry Slam" nennt sich die Asche, die von der Tradition der feinen Lyrik nach einigen Jahrhunderten uebrig geblieben ist... Poetik ist etwas Anderes. Frage mich nur, wieso man mit irgendwelchen wirr dahergewuerfelten Worten tatsaechlich Menschen begeistern kann. Aber was solls. Menschen hoeren ja auch Techno. Menschen schwaermen ja auch von der kuenstlerischen Faehigkeit eines solchen, welcher sich an den Beinen blutverschmiert ueber eine Baugrube haengen und live ein paar Kuehe dazu schlachten laesst. Menschen schwaermen gleichfoermig ueber die "Wortkunst" eines verkifften Rappers, dem die Grundzuege auch nur einer einzelnen Sprache nicht im Geringsten gelaeufig sind. Als Kunst, so meint man, kann man heute alles deklarieren. Und die Masse frisst es auch noch, gierig und blind.

cn P

13.03.2008 um 23:31 Uhr

...

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays

Das, was ein Mensch nicht ausspricht,
sagt manchmal mehr über ihn aus,
als das, was er ausspricht.

cn P 

08.03.2008 um 18:42 Uhr

Begriffe, durch die dieses Blog gefunden wurde, Teil 2

Tier und Pflanze:
"Rosenpostkarten" (hab mal selbst eine hergestellt, sah ganz gut aus)
"Miniflieder" (wuesste nicht, wo ich den im Blog haben sollte)
"anthurium-pflanze" (hatte mal eine)
"geranien-züchtung" (Zitronenbaeumchen!)
"Pflanzenspross"
"Pflanzenversandkatalog"
"Orchideentee"
"Orchideen schneiden"
"Magnolienbaeume schneiden"
"Elch-vorlagen"
"ElchVorlagen" (kaum zu glauben, dass die so gefragt sind)
""tote Ratte" traumdeutung"
"fischintelligenz"
"kampffischbecken beispiel"
"Zwergkugelfisch"
"Zwergkugelfisch beim fressen mit video" (danach wuerde ich bei Youtube suchen)
"Erbsenkugelfisch Wikipedia" (und wieder eine Wikipedia-Suche, die bei mir landet ;) )
"Zebraschmerlen"
"betta splendens aufgedunsen"
"Wasserschneckenarten mit foto"
"Schlammspitzschnecke im aquarium"
"Turmschnecke vermehrung"
"Moosball schneiden aquarium"
"Aquarium Knoblauchsaft"
"slubice aquarienfische kaufen" (ob man dazu extra nach Polen fahren muss?)
""wie lange leben Aquarienfische ?"" (unterschiedlich)
"ohrgitterwels Lebenserwartung"
"juliwels"
"Juliwels Bilder" (eigentlich heissen sie Juliiwels)
"Hundeadventskalender"
"Pommernspitz" (vielleicht halte ich mir irgendwann einen :) )
"körperwelten samba chiana Elefant" (das kann ich nun gar nicht einordnen... Ausserdem habe ich NICHTS davon in meinem Blog O_O)
""chitin auflösen"" (ich empfehle hierzu Kokosoel, hilft gegen Insekten, ist aber irgendwie eklig, wenn die sich aufloesen)

Kunst und Zerstreuung:
"Postkarten abfotografieren" (muesste ich auch mal wieder tun)
"Pfandfrage"
"Pfandfrage wikipedia" (wiki laesst gruessen)
"Steckbrief von Caspar David Friedrich"
"Steckbrief Caspar David Friedrich"
"Caspar David Friedrich Steckbrief"
"Caspar David Friedrich Kunstreferat"
"elfenzeichnung"
"engelszeichnungen" (gibts auf meinem Kunstblog)
"ölkreidebild" (habe ich frueher gemacht)
"Körperkunst" (...ist Definitionssache)
"Papierfaltereien" (Origami genannt)
"Absinth referat" (wer haelt Referate ueber Absinth?)
"Medinet kaufland" (leckerer Rotwein)
"Kristallzuchtset"
"WEihrauchbad" (gibts bei LIDL nicht mehr und meins ist aufgebraucht :(( )
"Werbung neopets am 5.12.07" (an meinem Geburtstag?! Komische Suche)
"Seitendesign Neopets"
"Valentinstagskarte neopets" (ebenfalls merkwuerdig)
"nieseln bekommen neopets" (mit Neopets habe ich mich 2006 nach dem Abi aus Langeweile beschaeftigt)
"kostenlose schiesspiele" (die gibts nicht kostenlos)
"Lustige scherzfotos" (nicht mein Interessengebiet)

Wissenschaftlich und medizinisch:
"Kasus Kasussen" (Kasus heisst das)
"latein kasusse" (aua)
"blut mikroskopieren" (haben wir in der Schule gemacht)
"sodan pfefferminz" (kenne ich nicht)
"Zungenschmerzen durch silence" (einige Menschen haben merkwuerdige Krankheiten ;) )
"Riesenfrau" (auch "Riesin" genannt...)
"handgelenkpiercings" (hatte mal in einem SVV-Anfall soetwas Aehnliches)
"Kindchenschema definition" (wieso suchen Leute nicht bei Wikipedia?)
"kindchenschmema" (mein Tippfehler)
"wikipedia, kinderexperimente"
"Kinderexperimente" (scheinen gefragt zu sein)
"Körperspendertreffen" (?!)
"Mutterschaftspapiere"
"Muskelueberdehnung"
"EiterBlasen aufstechen"
"fussnagel-schmerzen"
"fußnagelschmerzen"
""eingewachsener fussnagel" eiter"
"Fußreflexzonen.Karte"
" "tauber fuss"
"knieschlagreflex"
"Werbung rueckschmerzen"
"Wikipedia Nierenschmerzen"
"Koerper temperatur unter 35 grad" (gesucht beim koreanischen Google!)
"Olf-WErte" (ein spannendes Thema! Olf ist die Einheit fuer Geruch)
"Kerbholz mit propeller"
"Propeller reiben stöckchen hui"
"Hui Reibeholz"
"Hui maschine" (die Hui Hui Maschine hatten wir im Physikunterricht ;) )
"Youtube bilder,missbildung" (hab ich auch nie gehabt)
"allergie mit zungenschmerzen"
"vollgepinkelt und bekotzt" (das stammt aus einem Zitat einer jungen Mutter ueber ihr Kind, welches ich mal in einem gewissen Schnellrestaurant mitbekommen musste *wuerg*)
"Notrufleitsystem"

Gesellschaft, Religion, Politik:
"Was verdient QS-lEITER"
"seit 3 monaten kein geld"
"Schikane bei Fernbeziehung durch das Arbeitsamt" (das sind wirklich Aergernisse!)
"Sozialbücherladen" (sind manchmal ganz gut)
"papeien in deutschland" (Parteien? Papageien?)
"Reisen und beschweren" (ein wunderbares Hobby! *lol*)
"Andreasgebet"
"Andreasnacht" (war das nicht der 30.11.? Kommt auch in Goethes Faust vor ;) )
"Andachtskarten" (sammle ich)
"Rosenkranzmedaille" (habe ich einige zuhause)
"Scheinpapst"
"ALG1"
"medienförderungsanstalt "
""nie in der menschheitsgeschichte haben männer" (das ist ein Buchzitat, das ich kritisiert habe)
"Langhaarigen Mann Nazis" (das ist immer wieder ein Problem)

Irgendwie gruftig ;):
"tot" (wie kommt man dazu, bei dem Begriff mein Blog zu finden?!)
"Tot und Mordschlag" (Schoenes Begriffspaar)
"Angel of death" (auch wieder so etwas, wo ich mich frage, wie man da mich findet)
"Ouboro" (das heisst Ouroboro - die Symbol-Schlange, die sich selbst in den Schwanz beisst)
"Nachtfriedhof" (ich war ewig nicht mehr dort)
"es gewitterte draußen" (und wieder... mein Blog!?)
"frauenledermantel" (traegt ER. Sieht huebsch aus. Betont die Taille)
"barockkleid tragen" (ist bisschen schwer)
"Seelenvampirismus"
"christen, gothic, schwarzromantik"
"Gothicshops Hamburg"
"zimmereinrichtung bilder von grufties" (fuer eine Studie innerhalb des Studiums? ;) )
"Drachenbaumharz" (habe ich ein Parfuem von)
"Saturn-Bruderschaft"

Aerger des Alltags:
"Verzogene"
"War ich sehr vergesslich"
"Paketabholschein"
"heizungsablesetermin"
"zweittermin heizungsablesung"
"abzahlungsberechnung"
"Heizungsablese System"
"Mietkostennachzahlung"
"Kleiderpflicht rock" (alles aergerliche Dinge!)
"Mariobln" (war ein ziemlicher Depp, der in einem Chatprotokoll, das ich der "Lustigkeit" halber wiedergeben wollte, vorkam)
"uri geller 15.1.08 betrug"
"uri geller lösungen 15.1.08"
"anti-geller" (ich sollte mehr ueber ihn bloggen - damals hatte ich mehr Besucher, denn je!)

cn P

08.03.2008 um 18:00 Uhr

Gedanken

Gestern kurz nach 22 Uhr hatte ich wieder in R. angerufen. Herr "Vater" scheint sich zu langweilen, schliesslich hat er, so lange ich weg bin, niemanden mehr, den er anjammern kann. SO Abend soll ich schon wieder anrufen... Ich frage mich, wieso, denn vor dem 14.3. hoert der Streik sowieso nicht auf. Also so lange bleibe ich hoffentlich hier in S. Dann war ich 10 Tage weg. So lange war ich meinen "Vater" schon seit fast 8 Jahren nicht mehr los... Damals hatte ich meinen letzten mehrtaegigen Urlaub. Wie die Zeit vergeht. 10 Tage am Stueck war ich auch noch nie mit IHM zusammen. Wenn ich so lange mit anderen Menschen in einer Wohnung hocke, werde ich meist genervt, das hat sich bei Klassenfahrten gezeigt - wobei da eigentlich immer alle genervt waren, was wohl daran lag, dass die Zimmerverteilung von den Lehrern festgelegt wurde, und man wohl aus Prinzip immer mit denen das Zimmer teilte, die man am wenigsten leiden konnte ;) Also: Das muss Liebe sein, sonst waere ich mittlerweile verrueckt geworden... Wobei ich schon ehrlich sagen muss, so lange nicht von hier weg zu kommen, ist schon ein wenig schade. Wuerde gern mal wieder in die Stadt, o.ae., aber was soll man machen? Hier faehrt nichts. Hier gibts nicht mehr, als Felder und einzelne dazwischen liegende Haeuschen. 5 Tage bin ich jetzt hier und hab seitdem die Wohnung fast nicht mehr verlassen. Stattdessen sitze ich den gesamten Tag an meinem 3D-Programm. Ist auch was.

Natuerlich gibt mir das alles auch Zeit, distanziert ueber alles moegliche nachzudenken. Ich komme zu dem Schluss: Wenn ich auf manche Dinge auch merkwuerdig reagiere, wenn ich wirklich schwach waere, waere ich laengst nicht mehr am Leben. Hingegen lebe ich noch, also kann ich gar nicht so lebensunfaehig sein :P Wobei ich schon zugeben muss, auf allen moeglichen Dinge seltsam zu reagieren. Mal gibt es etwas, was vollkommen irrelevant ist, mich aber trotzdem nahezu zum Ausrasten bringt, dann gibt es Ereignisse, die sind fuer andere Personen ein Selbstmordgrund, und ich kuemmere mich kein bisschen darum. Irgendwie kommen mir auch wieder vollkommen unzusammenhaengende Erinnerungen an irgendwelche Erlebnisse in den Sinn. Manchmal auch, wenn ich etwas lese, ein Bild sehe, o.ae., das mich irgendwie geringstfuegig daran erinnert... Ein aehnlicher Ort, eine aehnliche Situation, o.ae. Ich muss wieder daran denken, damals war ich 14, wie irgendetwas geschehen war und Herr "Vater" mir aus irgendeinem Grund mit dem Arm vorm Gesicht herumfuchteln wollte. Im Bruchteil einer Sekunde ging ich von der Defensive in die Offensive. Natuerlich rastete mein "Vater" aus und schrie mich an, was mir einfiele. Ich sagte bloss, ich dachte, er woellte mich schlagen. Dann hat er gar nichts mehr gesagt und ist weggegangen. Ich glaube, ich war ihn den gesamten restlichen Tag los. Nun, ich kann mich ja mal irren. Wieso sollte jemand, der immer verbal gewalttaetig wird, denn nicht auch einmal zuschlagen? Das emotionale Kontrastprogramm kommt mir in den Sinn, wenn ich an ungefaehr dieselbe Zeit, vielleicht auch ein Jahr frueher, zurueckdenke. Ich habe mehrere Jahre an meiner Schule Buehnentechnik gemacht, bei allen moeglichen Veranstaltungen - und das waren so einige! Irgendwie denke ich wieder an jene naechtliche Ehrung nach dem Hauptprogramm, wo ich mit den anderen Technikern auf die Vorbuehne gerufen wurde, wo man sich fuer unsere Arbeit bedanken wollte, gerade fuer meine, da ich als einzige Person wirklich mehrere Jahre dabei war. Da ging ich einen Schritt zurueck, da die Buehne ziemlich klein war. Blieb mit dem Fuss an einem Kabel haengen... Davor, mich vor ueber 1000 Menschen hinzuwerfen, bewahrte mich nur ein Abiturient, der zufaellig hinter mir stand, und beherzt zugriff. Ich glaube, in den USA haette er es nicht getan, aus Angst, wegen sexueller Belaestigung angezeigt zu werden ;) Es muss ziemlich bloed ausgesehen haben. Zum Glueck scheint es irgendwie keiner bemerkt zu haben... Oder zumindest huellte man sich in hoefliches Schweigen.

Es ist schon seltsam, wie sehr Erinnerungen einen emotional beruehren koennen. Zum Glueck habe ich die Faehigkeit, mich bei schoenen wieder komplett in die damalige Zeit zurueckversetzen zu koennen. Sollte haeufiger mal an Vergangenes denken... Ich habe jetzt auch schon seit einigen Minuten so ein melancholisches, flaues Gefuehl im Magen ;) Getraeumt hatte ich letzte Nacht auch wieder. Bzw eigentlich traeume ich fast jede Nacht, kann mich aber leider nicht mehr daran erinnern. Gestern Nacht jedenfalls hatte ich zwei verschiedene Traeume (ja, ich werde immernoch alle paar Stunden wach). Beim 1. war mal wieder ein Krieg ausgebrochen (ja, ich traeume haeufig vom Krieg, weiss auch nicht, warum), waehrend SEINE Sippe ("Mutter", "Vater") hier war. Sie meinten, wir koennten uns retten, wenn wir ins Ausland verschwaenden, und dann sind wir mit dem Auto eben in Richtung Osten gefahren, bis nahe der Grenze. Aus welchen Gruenden auch immer, hielten sie es trotz Notsituation fuer noetig, auf der Fahrt eine Essenspause in irgendeiner Stadt zu machen. Es passt zu ihnen... Bekanntlich wollen sie in den unmoeglichsten Situationen rasten. Nun war es dann allerdings so, dass sie gezielt versuchten, mich loszuwerden... Oder, um konkreter zu werden: sie sperrten mich aus dem Auto aus und verschwanden... Und liessen mich einfach zurueck. In D. Im Krieg. Ich bin gelaufen... Durch Waelder und Felder... Ich redete mir ein, die Grenze koenne nicht zu weit entfernt sein. Und ja, ich bin einfach gelaufen... Obwohl ich eigentlich weder eine Perspektive, noch ein wirkliches Ziel hatte. Ob ich jemals irgendwo angekommen bin, weiss ich nicht.

Im naechsten Traum zeigte sich mal wieder meine Vorliebe fuer schattige Plaetzchen ;) In vielen idyllischen Traeumen begebe ich mich in irgendwelche dunklen Gaenge, Gemaeuer, Hoehlen... Und draussen ist Sommer und die grelle Sonne blendet. Jedes Mal grauts mich, wenn ich wieder ans Licht komme und meine Augen schmerzen, aber frueher oder spaeter muss ich immer wieder raus. So ist das Leben ;) Im Traum dieser Nacht war ich mal wieder zwischen irgendwelchen hohen Festungsmauern unterwegs... Vor einigen Jahren war ich gern auf Ruinen o.ae. unterwegs... bevorzugt da, wo das Betreten nicht unbedingt vorgesehen war *raeusper* Im Traum habe ich mir dieses Mal dabei aus irgendwelchen Gruenden ein Bein gebrochen. In den Folgetagen karrte man mich im Rollstuhl durch die Uni, die uebrigens auch weitaus schoener war, als die, die ich tatsaechlich besuche. Aufmerksame, aber irgendwie auch etwas "verdaechtig freundliche" Menschen. Ein schoenes, historisches, relativ in der Helligkeit gedaempftes :P , Gebaeude. Ich glaube, die beiden Traeume kann man auch wieder sehr metaphernreich interpretieren ;)

So, jetzt nehme ich erst einmal mein 1. Essen fuer heute ein.

cn P

05.03.2008 um 15:52 Uhr

Suchbegriffe, durch die dieses Blog gefunden wurde, Teil 1

Es waere mal wieder Zeit fuer gesammelte und kommentierte Suchbegriffe... Nur ein "Problem" gibts: in letzter Zeit habe ich einige zu seltsame Begriffe mal nachgegoogled, weil ich mir sicher war, soetwas wirklich NIE geschrieben zu haben... Stellte sich heraus: tatsaechlich kann man ueber die Begriffe mein Blog nicht finden, und auch ueber die bloginterne Suchfunktion findet man bei den Begriffen nicht. Also habe ich keine Ahnung, wie die in der Suchwort-Liste auftauchen konnten... Naja, was solls. Hier sortiert einige Begriffe (nur ein Teil, den Rest gibts spaeter):

~*~

Lyrik und Musik:

"Ruh und schweigen Hirten begruben"
"Ruh und Schweigen Trakl"
"Ruh und schweigen-georg trakl"
"confiteor trakl interpretation"
""Georg Trakl:Untergang""
"unter dornenbogen" (ich liebe Georg Trakls Lyrik!)
"Samsas traum thanathan und athanasia download kostenlos" (Samsas Traum sind definitiv auch toll - einige ihrer Lieder zumindest)
"thanathan wikipedia" (da findet man schon meine Website, wenn man nach Wikipedia sucht - ich fuehle mich geehrt ;) )
"Rammstein nebel erklärung" (na so schwer ist das Lied doch nicht zu verstehen)
""rammstein - böse" +youtube" (wieso sucht man da nicht gleich bei Youtube? Aber das Lied ist recht lustig)
"Radakka"
"RADAKKA Requiem for the Innocent" (ich dachte, die finnische Band Radakka kennt kein Mensch)
"Jyrki linnankivi unicef" (Jyrki, Saenger der Band "The 69 Eyes"... Ja, solche boesen boesen 'Gruftis' werden in Finnland Unicef-Botschafter!)
"Heavy Metal-Weihnachts CD s" (die finnischen sind toll!)
"Texte "Mother Nord"" (Viking Metal)
"One candle left to burn now" (...before the darkness comes! Tolles Lied)
"die kindesmörderin"schiller gedichtform"
"Umbrella-text englisch" (Muell)
"NACHTBLUME analyse" (auch sehr schoen)
"Wenn ick ma tot bin video" (der Text ist so aussergewoehnlich, dass ich ihn mal wieder bloggen sollte)
"Wandrers nachtlied über allen gipfeln kommentare"
"You tube wandrers nachtlied" (auf Youtube?)
"charles baudelaire "das ende des tages" + interpretation" (Baudelaire ist definitiv auch ansprechend)
"Him Ive crossed oceans of wine to find you neopets" (wieso bitteschoen in Kombination mit "Neopets"?)

Schriftliches (Fonts):

"Children of bodom font"
"His infernal majesty font"
"Nightwish font"
"Dornenreich font"
"samsas traum fonts"
"Font lordi"
"Nocte obducta font download"
"RAMONES FONT"
"Pantera font" (kaum zu glauben, was so alles gesucht wird)
"Old english schrift"
"Ovid jugendfont" (Ovid?)
"Old English title text."
"Old english mt update"
"Old English Text MT version 1.10"
"aufkleber Old English Text MT" (soetwas kann man sich doch ganz einfach selbst machen)
"Old english text als tatoo"
"Old English Text MT tattoo" (also ich waere NICHT dafuer)
"Old english type face"
"Olde english zum abpausen" (?!)
"English Hand GB Fonts"
"hakenkreuz fonts" (?!?)

Internationales:

"Rechenarten von thailand" (die rechnen da genauso, wie hier!)
"Rahko gott der zeit" (finnische Mythologie ist toll)
"Weihnachten finnland" (dazu hatte ich mal eine 3-teilige Serie, vorletztes Weihnachten)
"Ceaucesko" (ihr kennt ihn...)
"briefmarkenpreise von usa" (dazu empfehle ich die Website der amerikanischen Post)
"Schwedenfruehstueck" (bei Ikea - immer wieder gern)
"Pommernschule de" (habe ich NIE benutzt!)
"MYTHOS SAMPO" (nochmal finn. Mythologie)
"Maedchenverbrennung Indien" (ein leider nicht so schoenes Thema)
"Nebelbilder der eifel" (hatte ich auch NIE im Blog)
"Heikki Luunta" (die finnische "Schneekoenigin")

Teil zwei und ggf. weitere folgen... 

 

cn P

29.02.2008 um 16:51 Uhr

Unsere lieben Psychologen

Ich mache mal wieder aus Kommentaren einen etwas abgehackten Beitrag ;)

"Viele Psychologen sind absolut durchschaubar. Ausserdem sind ihre Interpretationen oft vollkommen schwachsinnig. Wie sie mit unterschiedlichen Kulturen umgehen sollen, wo es andere Metaphern gibt und wo in mancherlei Hinsicht Patienten tatsaechlich andere Denkmuster haben koennen, ist mir schleierhaft. Ich habe naemlich selbst erlebt, dass es nicht wirklich funktioniert.

Mit ca 7 oder 8 Jahren wurde ich "vorsorglich" zu einer Jugendpsychologin geschickt, weil meine Eltern sich scheiden liessen. Damit sollte ermittelt werden, wie sehr mich die Trennung beeinflusst und was fuer Schaeden sich dadurch ergeben koennten. Da wurden mir einige Fragen gestellt, wo ich bloss antworten konnte: "Wenn ich jetzt X sage, deuten Sie daraus Y, wenn ich Z sage, deuten Sie A, aber das stimmt gar nicht, das will ich damit gar nicht ausdruecken." Die Frau hat mich bloss mit offenem Mund angestarrt und kein Wort mehr herausbekommen, dass ich als Kind in diesem Alter ihren gesamten Deutungswirrwarr vorraussehen konnte (den sie wahrscheinlich erst mit 25 nach ihrem Studium beherrscht hat...). Am Ende des Termins kam uebrigens heraus, dass solche Analysemethoden bei mir wohl sinnlos seien, da ich so sehr darueber bescheid wisse, dass ich das Ergebnis vollkommen nach meinem Willen haette manipulieren koennen.

Aber um zur Kulturfrage zurueck zu kommen... Da gab es diese tolle Aufgabe, seine Eltern als Tiere zu malen. Na, wer das nicht durchschaut... Auf jeden Fall habe ich mir dann den Spass gemacht (ja, ich war nicht kooperativ, die Psychologin war mir extrem unsympathisch, da sie Kinder scheinbar prinzipiell fuer ahnungslos und dumm hielt), meine Eltern als die Tiere darzustellen, denen sie im chinesischen Horoskop angehoeren. Waehrend die Frau also rechthaberisch ihre Deutungsversuche vor meinem "Vater" machte, wieso ein Kind seine Mutter als Kuh zeichnet, fuegte ich hinzu "das sind ganz einfach ihre chinesischen Sternzeichen", da warf Frau Psychologin den Zettel aergerlich beiseite und stand wieder ohne Ergebnis da... Das Problem, das ich hier sehe, ist: ich habe meine Zeichnung erklaert und begruendet, andere Kinder haetten das vielleicht nicht getan. Und wenn Kinder eben etwas zeichnen, was fuer die logisch ist, dann kann das von einer Psychologin vollkommen fehlinterpretiert werden. Das kann katastrophal fuer die gesamte Familie werden."

"Tja, so klug, einfach mal hinzuhoeren, was das Kind sonst so sagt, war Frau Psychologin scheinbar nicht... Sie war vollkommen festgefahren in der Meinung, sie muesse diese oder jene Methode nutzen, die sie im Studium gelernt hat (Kinder dieses oder jenes malen lassen, Puppenspiel, Familienaufstellungen, usw), und wenn das nicht funktionierte, war sie vollkommen hilflos. "Fachidiot" klingt derb, trifft es aber wohl ganz gut. Wundert mich aber nicht, denn bei mir im Studium sehe ich sie ja auch immer wieder: angeblich gut ausgebildete Studenten, die eigentlich nur blind irgendwelchen auswendig gelernten Regeln folgen koennen, und sobald sie selbst nachdenken sollen, klappt gar nichts mehr.

Ich denke generell, wenn Psychologen einfach ehrlich mit den Kindern umgehen wuerden und einfach mit ihnen sprechen wuerden, fragen, wie sie sisch fuehlen, etc, dann kaeme mehr und Besseres heraus, als bei irgendwelchen absurden Interpretationshandbuechern, nach denen alles Laengliche ein Phallussymbol ist, usw. Freudianer ;) Ich weiss schon, wieso ich Freuds Theorien nicht mag..."

cn P

28.02.2008 um 16:53 Uhr

Friedhofsfetischismus - was es nicht alles gibt

"Taphophilia is the non-morbid love of funerals, graves, and cemeteries. Taphophilia involves epitaphs, grave stone rubbings, photography, art, and history of (famous) deaths."

Ich glaube, dann "leide" ich daran ;) Schon erstaunlich, mit was sich Wissenschaftler(!) so alles befassen.

Aber die Menschheit braucht wohl fuer alles Namen, besonders fuer Ungewoehnlichkeiten, damit sie Menschen, die in dem Sinne ungewoehnlich sind, den Stempel "krank" oder zumindest "seltsam" auf die Stirn druecken koennen... Statt einfach die Augen zu oeffnen und zu erkennen, dass auf der Welt so viele verschiedene Auffassungen und Vorlieben/Interessen existieren, dass man gewoehnlich gar nicht zwischen normal und anormal unterscheiden kann. Aber so ist es halt... Geht jemand gerne in Discos oder Kneipen, mag Katzen oder Bluimen, dann ist das normal und wird "Hobby" genannt. Mag jemand Friedhoefe, ist das gleich ein "Fetisch".

~*~ 

Auch sehr interessant und nicht gerade fuer unsere lieben Psychologen sprechend, ist uebrigens, dass viele dieser (Psychologen) es scheinbar als anormal betrachten, wenn Menschen verschiedener "Rassen" miteinander Beziehungen eingehen. Das wird naemlich auch wieder als "Fetisch" betrachtet. Freud gar war der Meinung, dass ein Weisser, der einen nicht-weissen Partner hat, nicht faehig waere, einen ebenbuertigen weissen Partner zu haben, sondern glaube, Andersrassige seien minderwertiger und leichter zu kontrollieren. Nur deswegen wuerden Weisse Beziehungen mit Nicht-Weissen eingehen. Da stellen sich einem ja die Haare auf... Interessanterweise(!) geht es dabei immer nur um Weisse und angeblich minderwertige Nicht-Weisse. Wenn ein Asiat bsp eine weisse Freundin hat, dann ist das natuerlich ganz was Anderes... Ist das nicht auch Rassismus? Und irgendwelche Psychologen duerfen diesen Scheiss propagieren, ohne dass sich jemand daran stoert?

Jeder Mensch, der halbwegs intelligent ist, muesste doch erkennen, dass das wieder himmelschreiender Muell ist... Natuerlich wird es Deppen geben, die alle Klischees glauben, und sich dann einen Partner nach seiner Nationalitaet suchen, weil sie meinen, diese verspraeche bestimmte Eigenschaften. Aber ich denke, die meisten Menschen lieben den Menschen, den sie vor sich haben, nicht dessen "Rasse". Aber weil viele Personen Psychologen, so genannten "Experten", ja scheinbar jeden Muell glauben, braucht man sich als Auslaenderin ja wohl gar nicht mehr wundern, wenn man einen deutschen Partner hat und dann bloed angestarrt wird... Ist schon schlimm genug, wenn sich einige bei einem Deutschen mit einer asiatischen Freundin fragen "Wo her der die denn gekauft?". Oder die glauben, eine auslaendische Freundin wuerde ihrem deutschen Mann immer devot hinterher kriechen. Unsere Medien tragen zu solchen ueberbeschissenen Vorurteilen auch noch weiter bei.

Aber jetzt kuemmer ich mich wieder um meinen Freund. Nicht, weil er ein toller Mensch ist, sondern nur, weil ich blonde Haare und helle Augen so mag und weil ich einem asiatischen Mann nicht ebenbuertig bin und mir deswegen lieber minderwertige Deutsche suche :P *achtung zynismus*

cn P

09.02.2008 um 15:19 Uhr

Andere Laender, andere Sitten

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Tod, Kultur, Gesellschaft, Arbeit

Heute mal wieder ein Ausflug in die auf uns manchmal etwas seltsam wirkenden Gefilde der aussereuropaeischen Sepulkralkultur:

Wusstet ihr schon, dass Menschen in Ghana in Saergen bestattet werden, die ihren vorherigen Beruf repraesentieren? Fischer werden in fischfoermige Saerge gelegt, Kioskbesitzer in Cola-Flaschen oder Zeitungsstapel, und Gynaekologen in riesige Gebaermuttern.

Bilder kann man sich hier ansehen:
Aus einem russischen Blog - HIER KLICKEN
Ein Haendler fuer oben genannte Saerge - HIER KLICKEN

cn P