Frauen Bewegen Frauen

23.02.2018 um 16:41 Uhr

Positive Nachrichten, die wohltun :-)

Hallo Ihr Lieben!

Diesmal gibt’s nur Positives. :-)

Es gibt ständig so schlimme Nachrichten über Gewalt, Terror u. Blutvergießen. Da braucht es zwischendurch wirklich mal gute Nachrichten. :-)

Beginnen wir mit dem Wald, dem Regenwald:

https://nur-positive-nachrichten.de/positive-nachrichten/peru-schuetzt-einen-der-groessten-unberuehrten-regenwaelder-der-welt

Auszug:

„8700 km² großer Yaguas Nationalpark. Peru schützt einen der größten unberührten Regenwälder der Welt. Der Wald ist so riesig, dass der von dort aufsteigende Nebel sogar in den westlichen Vereinigten Staaten Niederschlag auslösen kann. Neben der Stabilisation des Klimas, sind im Nationalpark auch viele einzigartige Tier- und Pflanzenarten zuhause. Unter anderem leben in diesem schwer zugänglichen Gebiet Flussdelfinde, Jaguare, Seekühe und Riesenotter. Außerdem wohnen rund um den Regenwald einige indigene Gemeinden, die seit zwei Jahrzehnten mit Wissenschaftlern und Ökologen zusammenarbeiten.“

Weiter geht’s mit ner tollen Kampagne in London. Ein bekannter Friseur schneidet nach dem Feierabend kostenlos Obdachlosen die Haare. Eine wirklich gute Tat! Nachahmenswert. ;-)

https://nur-positive-nachrichten.de/positive-nachrichten/kostenloser-haarschnitt-obdachlose

Auszug:

Kostenloser Haarschnitt für Obdachlose - Kampagne: Helfen ohne dafür etwas zu verlangen. Gute Nachrichten aus London – Großbritannien: Der Friseur Josh Coombes hat einen riesigen Salon. Es sind die Straßen von London, wo der junge Mann abends nach seinem regulären Job obdachlosen Menschen umsonst die Haare schneidet. Er möchte ihnen so ein Stück Würde und Wohlbefinden geben. Zusammen mit Freunden kreierte Josh eine Kampagne mit dem Hastag #DoSomethingforNothing um Menschen Mut zu machen, anderen in irgendeiner ihnen möglichen Weise zu helfen, ohne dafür etwas zu verlangen oder zu bekommen.“

Was zum Staunen. Anhänger, die verzaubern. :-)

https://nur-positive-nachrichten.de/fotografie-und-bilder/magische-anhaenger-miniatur-terrarien-als-anhaenger-und-ringe

Auszug:

Die irische Künstlerin Kay Bells bringt den Zauber der Natur in ihre Anhänger und Ringen. In ihren handgemachten "Mini-Terrarien" arrangiert sie liebevoll alles was sie in den Wäldern, auf Bergen oder an Stränden findet. Wenn man der Künstlerin eigene Erinnerungsstücke schickt, zaubert sie daraus individuelle Stücke.

Beim Anblick dieser Miniatur Terrarien fühlt man sich in eine Zauberwelt versetzt. Die aus Cork (Irland) stammende Künstlerin Kay Bells lässt Blüten, Zweige, Federn und sogar Edelsteine in ihren handgearbeiteten Schmuckstücken zu neuem Leben erstrahlen. Diese Einzelstücke verkauft die Designerin auf Etsy und in ihrer Boutique Ruby Robin.

Wir haben für euch einige der schönsten Exemplare in unserer 
Bildergalerie unter diesem Beitrag für euch zusammengestellt.“

Guckt' s euch an! Sowas von faszinierend. :-)

Kaum zu glauben bei all dem Müll u. den Plastikmassen die so im Meer treiben. Aber unsere Robben haben sich wieder erholt u. es gibt Robbenbabys zu bestaunen. :-)

https://nur-positive-nachrichten.de/positive-nachrichten/in-der-saison-2017-2018-wurden-auf-helgoland-so-viele-robben-geboren-wie-noch-nie

Auszug:

„Kegelrobben nicht mehr vom Aussterben bedroht. In der Saison 2017/2018 wurden auf Helgoland so viele Robben geboren, wie noch nie.“

Eigentlich sollte es ja bekannt sein… Ich erinnere mich noch gut daran, dass es früher viel mehr Grünstreifen u. Wildblumen gab an den Straßenrändern. Vor 30 Jahren konnte ich während der Fahrt fast vom Autofenster aus Blumen pflücken, so dicht standen die damals noch an den Straßenrändern. Und es summte u. brummte auch enorm in dieser Blütenfülle. :-)

Nun wird also vermutet u. geforscht, dass solche Blumenstreifen Schädlinge bekämpfen könnten, weil es dadurch mehr Insekten gäbe. Reichlich spät.. aber immerhin in England wird mal was Gutes ausprobiert. Denn wie ja bereits bekannt ist, gibt es immer weniger Vögel u. Insekten. Dank der vorherrschenden Monokulturen. Sollte doch eigentlich jedem denkenden Menschen einleuchten, dass alles, was einseitig ist, negative Folgen hat... Naja, immerhin die Briten probieren Neues - äh Altbewährtes - mal aus. Hoffe, das wird auch bei uns umgesetzt.

https://nur-positive-nachrichten.de/positive-nachrichten/wildblumenstreifen-koennten-den-einsatz-von-pestiziden-ersetzen

Auszug:

Gute Nachrichten aus Lancaster – Großbritannien. Das Center for Ecology and Hydrology (CEH) untersucht seit letztem Herbst, wie Wildblumenstreifen das Aufkommen von Schädlingen beeinflussen. Wenn ihre Erwartungen wahr werden, könnten Pestizide bald überflüssig sein.

Ihrer Erwartung nach, werden die Wildblumstreifen das Aufkommen von Wespen, Bodenkäfern und Schwebfliegen enorm erhöhen. Diese Insekten sind die natürlichen Fressfeinde der Schädlinge. Wenn die Annahme richtig ist, fressen die Insekten die Schädlinge und Pestizide könnten überflüssig werden. Der Pestizideinsatz könnte enorm sinken und das Insektensterben könnte gestoppt werden, weil neue Lebensräume für Insekten entstehen würden.“

Und wo wir gerade beim Summ Völkchen sind… Geht‘ s weiter mit Honig. Sehr gesund! Deshalb sollten wir auch solche Projekte fleißig unterstützen. ;-)

https://nur-positive-nachrichten.de/positive-nachrichten/nearbees-online-plattform-unterstuetzt-lokale-imker-und-honigbienen

Auszug:

„NearBees: Online Plattform unterstützt lokale Imker und ihre Honigbienen. nearBees bietet Hobbyimkern eine Plattform, auf der sie ihren hochwertigen und unbehandelten Honig zu fairen Preisen verkaufen können. Dadurch entstehen kurze Transportwege beim Versand und die Imker sowie ihre Honigbienen werden unterstützt. 

Hobbyimker können einen Onlinemarktpatz nutzen, um ihren Honig zu verkaufen. Dabei kann jeder Interessierte nachlesen, woher der Honig kommt, aus welchen Blüten er besteht und von welchem Imker er hergestellt wurde. Alle Anbieter haben Gemeinsamkeiten: Jeder Honig ist regional, hochwertig und ein unbehandeltes Naturprodukt, das frei von bedenklichen Rückständen ist. Regionaler Honig hat dank der deutschen Honigverordnung eine besonders hohe Qualität. Ihm dürfen keine Zusatzstoffe zugefügt und auch nicht entzogen werden.“

Um meinem feministischen Blog gerecht zu werden, nun noch ein höchst aufschlussreiches Experiment zur Geschlechtergerechtigkeit. Finde es bemerkenswert. Sollten auch unsere PolitikerInnen zur Kenntnis nehmen. Lernt daraus! :-)

https://www.gender-salary-experiment.de/de/

Auszug:

„Eine Person. Ein Job. Zwei Gehälter.

Als Gender Pay Gap bezeichnet man die durchschnittliche Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern. Laut Bundesamt für Statistik liegt das Durchschnittsgehalt für Frauen in Deutschland 21% unter dem Durchschnittsgehalt von Männern.

Das Gender Pay Gap Experiment von Jung von Matt/SAGA und TERRE DES FEMMES beweist, dass das Geschlecht eine viel größere Rolle spielt, als man zugeben mag. Als erste Organisation weltweit schickte TERRE DES FEMMES drei Transgender zweimal zu einem Bewerbungsgespräch: einmal als Frau und einmal als Mann. Die „zwei“ KandidatInnen bringen eindeutig exakt dieselben Fähigkeiten und Erfahrungen mit. Die Interviews wurden mit versteckten Kameras gefilmt und zeigen, wie stark Frauen anders als Männer behandelt werden – besonders wenn es um ihren Gehaltsscheck geht“

Hier geht es direkt zum Video;

https://youtu.be/JZZ8VDgjw34

Bitte gebt diese Infos weiter an eure Freunde!

Und noch eine weitere Nachricht. Eigentlich negativ, aber weil diese Frauen es endlich, endlich wagen darüber zu sprechen, ja es sogar öffentlich ins Netz zu stellen, finde ich, dass es eine gute Nachricht ist. Das Schweigen zu brechen ist immer gut!

https://www.emma.de/artikel/mosquemetoo-der-donnerhall-335409

Auszug:

#MosqueMeToo: Der Donnerhall. Musliminnen berichten über ihre Erfahrungen mit sexueller Gewalt in Mekka und anderen heiligen Stätten des Islams. Die Aufregung in der Community ist groß. Ausgegangen ist der Protest von der Ägypterin Mona Eltahawy (Foto). Sie hat den Hashtag erfunden - begonnen hatte es im so genannten „arabischen Frühling“.

Mehr Infos könnt ihr im Artikel finden.

Zum Wochenende nun wieder leichte Kost. :-)

Eichhörnchen Kinder

https://www.youtube.com/watch?v=zpB5F_lP2X0

Elements – Lindsey Stirling (Violinistin)

https://www.youtube.com/watch?v=sf6LD2B_kDQ

Bald beginnt der Frühling! :-)

Habt eine gute Zeit

u. liebe Grüße
Violine

 

09.02.2018 um 14:57 Uhr

Von wegen ein Zeichen setzen...

Hallo Ihr Lieben!

Bei uns dauert alles länger…

Meine Bilanz nach Jahren des Beobachtens.

Während in anderen Ländern, wie Frankreich oder aktuell in Amerika so richtig was in Bewegung kommt, wenn es um Frauen geht, kriecht Deutschland hinterher.

Schweigen im Blätterwald.

Oder die Umkehrung, ein Backslash. Wie neulich geschehen beim Deutschen Fernsehpreis. Da bleibt frau fassungslos stehen u. reibt sich die Augen. Keine Halluzination…

Seht selbst:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/Reschke-Seien-Sie-froh-dass-der-Fernsehpreis-nicht-uebertragen-wurde,zapp11118.html

Auszug:

„Finde den Unterschied: Bei den Golden Globes in den USA trug man schwarz - als Zeichen gegen sexuelle Belästigung. Der Deutsche Fernsehpreis eröffnet mit Troddeln auf den Brüsten.“

Das alles mit Geldern der zwangs-zahlenden ZuschauerInnen.

Es geht ja noch tiefer. Das Wegsehen u. Dulden.

Alle haben es gewusst…

https://www.emma.de/artikel/geschlossene-gesellschaft-335349

Auszug:

„Im Fall Dieter Wedel halten die Jungs bis heute zusammen. Dabei ist klar: Alle wussten oder ahnten es. Aber keiner will was sagen. Bis auf zwei. In ihrer aktuellen Ausgabe lädt Die Zeit nach. Die Aussagen der Frauen sind erschütternd. Es geht nicht um Sex, sondern um Demütigung und um Gewalt.

Das Kartell des Schweigens funktioniert also weiter. Nur zwei haben es bisher gebrochen. Als erster Michael Mendl. Er erklärte in der Zeit, Wedel habe die Menschen „wie seine Leibeigenen“ behandelt. Er habe selbst miterlebt, wie es einer Frau erging, „die sich von Wedel sexuell bedrängt gefühlt“ habe. Und er sei empört, dass er jetzt „die Frauen der Lügen bezichtigt“. Und dann ist da noch der Regisseur Simon Verhoeven, der Sohn von Senta Berger und Michael Verhoeven. Auf seinem Facebook-Account redet er Tacheles.

Verhoeven schreibt: „Fakt ist: Jeder, der in der Filmbranche eine Zeitlang gearbeitet hat, wusste von den ätzenden Geschichten über Wedel. Dass er am Set Schauspieler tyrannisiere, dass er ein eitler, egomanischer Schreihals sei, ein Arschloch. Ich schäme mich für die Mechanismen meiner Branche, die es diesem Sadisten und brutalen Gewalttäter erlaubt haben, jahrzehntelang Frauen zu vergewaltigen und Menschen zu quälen – geschützt durch das Schweigen der Sender, Produktionen und Filmschaffenden, die mit Wedel arbeiteten.“

Und der 45-jährige Regisseur schreibt weiter: „Ich danke den mutigen Frauen, die ihre Scham überwunden haben und jetzt geholfen haben, diesen Mann zu entlarven. Spät, ja. Aber besser spät als nie. Und ich erwarte – so wie viele andere auch – vom ZDF, dem Saarländischen Rundfunk und von allen anderen Sendern und Produktionsfirmen, allen Verantwortlichen, auch aus den Filmteams, die mit diesem Drecksack jahrzehntelang gearbeitet und Erfolge gefeiert haben, dass sie jetzt schleunigst beginnen, diese Zeit aufzuarbeiten und offen zu sagen, was sie damals wussten, ahnten, in Kauf nahmen.“ Wir dürfen gespannt sein.“

Nun sollte es doch wenigstens einige Statements geben seitens der Öffentlich-Rechtlichen, die es betrifft. Aber bisher nur Schweigen… wie gehabt. Keiner will sich wohl die „weiße Weste“ besudeln. Ich bin mir sicher, das alles ist nur die Spitze des Eisberges...

Unter unter unseren Politikern…

Da wird gegrabscht, dass sich die Balken biegen, bis hin zu Vergewaltigungen. Und auch hier bleibt es fast immer beim Wegsehen u. Schweigen. Alle haben Angst.

Wohlgemerkt, das sind Politiker, die unsere Zukunft mitgestalten. Und auf allen Ebenen herrscht unverändert Sexismus. Eine Tragik u. ein Skandal.

http://www.huffingtonpost.de/entry/95-junge-politikerinnen-berichten-uber-sexismus-in-ihren-parteien_de_5a66f7fae4b002283006035b

Auszug:

Man wird nicht in Ruhe gelassen, man sagt Nein, man sagt, man will das nicht. Aber die Kommentare hören nicht auf. Ich fühle mich dadurch weniger wert. Als wäre ich schmutzig. Als hätte ich ein Aussehen, das Männer dazu veranlasst, so mit mir umzugehen.” Politikerin in der Jungen Union

Es sind Szenen, die anmuten, wie aus einer anderen Zeit. Doch diese Begebenheiten schildern Politikerinnen deutscher Partei-Jugendorganisationen im Jahr 2018. Die HuffPost hat in einer aufwendigen Recherche 95 Jungpolitikerinnen der 5 größten Jugendorganisationen Jusos, Junger Union, Linksjugend, Jungen Liberalen und Grüner Jugend zu ihren Erfahrungen mit Sexismus befragt. In einer anonymen Umfrage – und in dutzenden persönlichen Interviews.

Die meisten der Befragten sitzen in Bundes-, Landes- und Bezirksvorständen der Jungparteien. Das Bild, das viele von ihnen von der Arbeit in ihren Verbänden zeichnen, hat wenig mit der offenen politischen Diskussionskultur zu tun, die sich die jungen Parteien auf die Fahne schreiben.

Stattdessen berichten sie von sexistischen Sprüchen, Strukturen, die Frauen ausgrenzen und benachteiligen und von sexueller Belästigung bis hin zu Vergewaltigungen. Viele der Betroffenen haben gebeten, anonym zu bleiben, aus Angst vor den politischen und persönlichen Folgen.“

Und weiter aus dem o.g. Artikel:

„Während sich viele Frauen mit solchen Kommentaren rumschlagen müssen, treffen die wichtigen politischen Entscheidungen derweil oft Männer. “Oft fallen sie an der Bar”, sagt eine hochrangige Amtsträgerin der Jungen Liberalen. Das klinge klischeehaft, entspreche aber noch immer der Wahrheit. Diese Männernetzwerke gibt es in allen Parteien und Jugendorganisationen. Auch bei der einem rückwärts gewandten Frauenbild unverdächtigen Grünen Jugend. “Diese männlich-dominierten Klüngelrunden”, erklärt ein junges Landesvorstandsmitglied, seien “die schlimmste Kränkung für jede Feministin”.

Es beginnt mit anzüglichen Kommentaren, mit dem Klaps auf den Hintern, dem ungefragten Kuss eines Kollegen – und endet bei Vergewaltigungen. Der HuffPost haben mehrere Jungpolitikerinnen verschiedener Parteien von Vergewaltigungen bei Parteiveranstaltungen berichtet. Eine junge Frau, die anonym bleiben will, sagt, dass allein sie von 7 Fällen innerhalb ihrer Partei wisse. Auch sie selbst sei Opfer einer Vergewaltigung geworden. Eine andere Politikerin notiert: “Ich wurde bei einem politischen Wochenende vergewaltigt...“

All das ist zum Haare raufen.

Hat denn keiner was dazu gelernt?

Wieso gehen bei uns die Menschen nicht auf die Straße, wie z.B. in Frankreich? Wieso tun sich hier keine Schauspieler zusammen wie in Amerika u. gründen z.B. eine Organisation, die Betroffenen hilft?

https://www.emma.de/artikel/oprah-die-zeit-der-taeter-ist-vorbei-335311

Auszug:

Tatsächlich breitet sich der Widerstand, der in Hollywood begann, nun weiter aus: Wenige Tage vor der Golden Globe-Verleihung in Beverly Hills hatten rund 300 Schauspielerinnen die Initiative "Time's up!" https://www.timesupnow.com/ (Die Zeit ist vorbei!) gegründet. Sie soll Frauen unterstützen, die sich rechtlich gegen sexuelle Übergriffe zur Wehr setzen wollen.

„Liebe Schwestern“, schreiben die Aktivistinnen, „wir wissen um unser Privileg und um die Tatsache, dass wir Zugang zu enormen Plattformen haben, um unsere Stimmen hörbar zu machen.“ Die Unterzeichnerinnen wenden sich deshalb an „jedes Zimmermädchen, das versucht hat, vor einem übergriffigen Gast zu fliehen“, an „jede Kellnerin, von der erwartet wird, dass sie dem grapschenden Kunden mit einem Lächeln begegnet“ und an „jede Migrantin, die ihr illegaler Status zum Schweigen bringt“. Die Unterzeichnerinnen erklären: „Wir sind an eurer Seite. Wir unterstützen euch.“

Und wo bleibt in Deutschland die Solidarität?

Es gibt zum Glück doch zwei kleine positive Nachrichten…

https://frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/haeusliche-und-sexualisierte-gewalt/aktuelles/2686-istanbul-konvention-tritt-in-kraft

Auszug:

Ab heute, dem 1. Februar 2018, tritt die Istanbul-Konvention auch in Deutschland in Kraft, nachdem sie von Bundestag und Bundesrat im November letzten Jahres ratifiziert worden war. Das Inkrafttreten der Konvention ist ein Meilenstein für die Umsetzung von Menschenrechten in Deutschland, insbesondere für Schutz und in der Unterstützung von Mädchen und Frauen vor geschlechtsspezifischer Gewalt.“

https://www.frauen-gegen-gewalt.de/nachricht/pressemitteilung-ab-01-februar-mehr-rechte-fuer-gewaltbetroffene-frauen-in-deutschland.html

Auszug:

Die Konvention schreibt in Artikel 22 fest, dass es für alle Betroffenen von geschlechtsspezifischer Gewalt spezialisierte Hilfen geben muss, die gut erreichbar und mit angemessenen Ressourcen ausgestattet sind. Dazu gehören die spezialisierten Fachberatungsstellen für gewaltbetroffene Frauen und Mädchen. Als Dachverband sieht der bff hier großen Handlungsbedarf. Vor allem im ländlichen Raum fehlen Fachberatungsstellen, an die Betroffene sich wenden können. Viele Fachberatungsstellen sind nicht barrierefrei, sie müssen ihre Sprechzeiten beschränken, es fehlt das Geld für Dolmetscher_innen in der Beratung. Die Finanzierung der Fachberatungsstellen wird meist im Rahmen nicht abgesicherter ‚freiwilliger Leistungen‘ von Ländern und Kommunen gestellt, die stetig neu beantragt werden müssen. „Die Anfragen an die Fachberatungsstellen nehmen kontinuierlich zu – von Betroffenen, Fachkräften oder Angehörigen.

Der bff hält für die Umsetzung der Konvention eine politische Gesamtstrategie für zentral, denn die Beendigung geschlechtsspezifischer Gewalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Auch müssen bestehende Benachteiligungen aufgrund von Herkunft, Behinderung oder Geschlechtsidentität beseitigt werden.

Und was den Sexismus betrifft haben Pinkstinks eine wunderbare Aktion gestartet. Denn wie sicher alle mitbekommen haben startete diese Tage wieder Heidis Next FrauenErniedrigungs Show. Sexismus pur im Fernsehen. Hier nun ein positives Frauen- u. Mädchenbild:

https://pinkstinks.de/heidi2018/

Auszug:

Ein Ohrwurm gegen Heidi. „Klar bringt Germany’s Next Topmodel Spaß. Also, während ich das sehe. Aber was ist danach? Danach fühle ich mich hässlich, weil die alle so groß und schlank sind. Das wirkt nach zwei Stunden so normal. Dabei ist das nicht normal, oder?“ So und ähnlich klangen Schüler*innen zweier Hamburger Schulen, die wir zu Germanys Next Topmodel befragten. Und: „In Zeiten von #Metoo, Trump-Sexismus und Pay-Gap brauchen wir gegenseitigen Support, keine „Zickenkriege“, von denen nur Heidi Klum und Pro7 profitieren. Die sollen uns endlich eine Sendung geben, die uns stark macht!“

Weil das so schnell nicht passieren wird, haben wir gemeinsam mit den Kids Sticker entworfen, die ihr ab heute kostenlos bei uns bestellen könnt! Außerdem könnt ihr gegen die Marke Heidi Klum jetzt auch ansingen: Mit dem ersten Ohrwurm gegen GNTM! Jetzt hoffen wir, dass das Video auf „Lu Likes“ unzählige Male geteilt und geliked wird, die Sticker-Bestellungen in Masse eintreffen und eine große Anti-GNTM-Welle entsteht, die von den 11-15-jährigen selbst angestoßen wird.“

https://youtu.be/_ErDdw5jowA

Und weiter aus dem o.g. Artikel:

Über 90% der 16-jährigen Mädchen in Deutschland schauen regelmäßig GNTM, über 60% davon wünschten sich, ihre Mutter wäre Heidi Klum. (IZI, 2015) Das ist eine verstörende Zahl angesichts der Tatsache, dass die Sendung die Entstehung von Essstörungen begünstigen kann, ein devotes Frauenbild prägt und Konkurrenzkampf unter Mädchen schürt anstatt sie gegen die bestehenden Hindernisse für Frauen in Gesellschaft und Arbeitswelt zu solidarisieren…

Wir sind begeistert, auf Kids gestoßen zu sein, die sehr viel zu sagen haben. Bitte helft uns, ihre Botschaft in die Welt zu tragen und teilt das Video oder diesen Blog mit so vielen Menschen, vor allem jugendlichen, wie es geht!“

Bitte nehmt euch die Zeit u. lest den ganzen Artikel. Lohnt sich. :-) Und verteilt bitte das Video u. die Infos weiter!!

Zum Wochenende und überhaupt hier nun wieder etwas

leichtere Kost zum Entspannen u. Durchatmen. :-)

Herbst in Österreich

https://www.youtube.com/watch?v=z6-OQWsrUJg

Crystallize – Lindsey Stirling (Faszinierende Violinistin)

https://www.youtube.com/watch?v=aHjpOzsQ9YI

Passt gut auf euch auf!

Liebe Grüße

Violine

26.01.2018 um 16:16 Uhr

Prostitution - Wo stehen wir heute?

Hallo Ihr Lieben!

Es wird kaum noch darüber geschrieben.

Doch ändert das nichts an der Gesamtsituation.
Deutschland ist ein Bordell…

Ja, meckert ruhig. :-)

Ich lege gerne die Fakten auf den Tisch.

Besser noch, die ganze Wahrheit.
Wir leben in einem Land, das Frauen verkauft…

Ganz legal. Der Staat kassiert mit beim Ausbeuten.

Frauen, das käufliche Geschlecht…
Titelten die EMMAs mal knallhart..

Wo also stehen wir heute was die Prostitution angeht?

Immerhin hat sich auf Grund des neuen Prostitutionsgesetz eine der ersten Frauen getraut einen Freier anzuzeigen, der gegen ihren Willen u. gegen die Kondompflicht, das Kondom entfernt hatte. Das ist mal ein Anfang.

http://www.focus.de/regional/braunschweig/prostitution-prostituierte-zeigt-verstoss-gegen-neue-kondompflicht-an_id_7845435.html

Auszug:

„Seit vier Monaten gilt das Prostituiertenschutzgesetz - in Braunschweig hat es nun erstmals eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen die neuen Vorschriften gegeben. Eine 22-jährige Frau habe einen Freier angezeigt, weil dieser beim vereinbarten Verkehr das Kondom ohne ihr Wissen entfernt haben soll, teilte die Polizei am Dienstag mit. Nach dem neuen Gesetz handelt es dabei um eine Ordnungswidrigkeit, der 21-jährige Mann muss mit einem Bußgeld rechnen. Das Prostituiertenschutzgesetz soll die in dem Gewerbe tätigen Männer und Frauen besser schützen und ihnen Beratungs- und Hilfeangebote gesetzlich zusichern.“

Trotzdem sollte allen klar sein, dass Prostitution immer(!) Hand in Hand mit Organisierter Kriminalität einhergeht, mit Verbrecherbanden die bei uns das ganze „Gewerbe“ in der Hand haben. Nur wollen das unsere Politiker nicht wahrhaben. Kann ja sein, davon stecken einige sogar selber mit drin in dem „Geschäft“, wer weiß. Denn diese Ignoranz der Tatsachen ist schon sehr auffällig.

https://www.welt.de/vermischtes/article170718369/Deutschland-ist-das-groesste-Bordell-Europas.html

Auszug:

Deutschland ist das größte Bordell Europas. 2002 trat ein Gesetz zur Legalisierung von Prostitution in Kraft. Das Ziel: Sexarbeit zu einem ganz normalen Beruf zu machen. Eine Reportage von ZDF Info zeigt, wie das nach hinten losging. Verbrechern wurde Tür und Tor geöffnet.“

Die rot-grüne Bundesregierung meinte es gut: Vor 16 Jahren verabschiedeten SPD, Grüne mit FDP und PDS – nur die Union votierte dagegen – einträchtig das Gesetz, das Prostitution zu einem Beruf wie jeder andere machte.

Das Geschäft mit der Prostitution liegt in den Händen von brutalen Verbrechern, Banden oder anderen organisierten Kriminellen, vielfach aus Osteuropa. Der Menschenhandel blüht. Frauen prostituieren sich für ein paar Euro. Manfred Paulus, der drei Jahrzehnte bei der Polizei in Baden-Württemberg war und seit seiner Pensionierung Aufklärungsarbeit in Rumänien betreibt, sagt: „Dieses Gesetz von 2002 wurde sicher in bester Absicht verabschiedet.“ Nur: „Es zielt in ein Milieu mit völlig anderen Wertvorstellungen.“ Damit sei es wirkungslos.

Die Szene werde von albanischen Clans, bulgarischen und rumänischen Gangs sowie „Balkansyndikaten“ dominiert. Da, wo Prostitution erlaubt sei, gebe es immer schwere Kriminalität. Beides sei „wie ein Geschwisterpaar“. Tatsächlich hatte Professor Axel Dreher vom Alfred-Weber-Institut für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Heidelberg 2013 in einer Studie unter Auswertung weltweiter Informationen festgestellt: „In Ländern ohne gesetzliches Prostitutionsverbot wird Menschenhandel in einem größeren Umfang registriert als in Ländern, in denen die Prostitution verboten ist.“

Und so wie unsere Gesellschaft tickt, welches Menschen, bzw. Frauenbild vermittelt wird, wuchern die Auswüchse davon nun also auch seit einigen Jahren in den Flüchtlingsunterkünften. Eine Tragik u. eine Schande...

https://www.zdf.de/politik/frontal-21/fluechtlinge-zur-prostitution-gezwungen-100.html

Auszug:

Mitarbeiter von Berliner Sicherheitsfirmen vermitteln Flüchtlinge in die Prostitution. Das ergeben Recherchen von Frontal 21. Nach Schilderung von Sozialarbeitern, Insidern bei Sicherheitsfirmen und Flüchtlingen prostituieren sich auch Minderjährige.

Bisher hätten Berliner Behörden darauf „keine konkreten Hinweise“ gehabt, sagte Elke Breitenbach (Die Linke), Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Berlin. Polizei und Staatsanwaltschaft müssten den Hinweisen nachgehen.“

Gegenüber Frontal 21 berichtete ein Sicherheitsbeauftragter, der für mehrere Flüchtlingsunterkünfte in Berlin verantwortlich ist, dass es ein regelrechtes Zuhälter-Netzwerk in Berliner Flüchtlingsheimen gäbe. Oft sei es so, dass Sicherheitsleute den Erstkontakt in die Prostitution aufbauten und Flüchtlinge zu Sex gegen Geld überredeten. Sex mit männlichen Flüchtlingen sei besonders gefragt, sagte der Sicherheitsbeauftragte: “Die sollen so alt sein, sie sollen so schön sein. Ab 16 Jahre aufwärts, je jünger umso teurer.“

Keine konkreten Hinweise? Das ist ja wohl ein Witz!?

Also… Die EMMAs berichteten schon 2015 davon, dass es in Flüchtlingsunterkünften an der Tagesordung ist, dass Frauen nicht sicher sind u. oft zu Sex gezwungen werden…

https://www.emma.de/artikel/frauen-auf-der-flucht-330579

Auszug:

„Wer schützt Frauen nach der Flucht? Bisher offenbar niemand. In Flüchtlings-Unterkünften sind sexuelle Übergriffe an der Tagesordnung. EMMA forderte schon vor Monaten eigene Unterkünfte für Frauen. Inzwischen haben einige Städte erkannt, dass etwas passieren muss, damit weibliche Flüchtlinge und ihre Kinder hier tatsächlich sicher sind. Das wird auch Zeit.

Als im September 2014 im westfälischen Burbach Wachleute eines Sicherheitsdienstes einen Flüchtling misshandelten, ging – zu Recht – ein Aufschrei durchs Land. Was treiben die Securitys da eigentlich, wurde gefragt, und: Wer kontrolliert diese Typen überhaupt? „Es gibt kaum Daten über Gewalt in Flüchtlingsunterkünften“, klagte der Sprecher von Pro Asyl. Übergriffe würden „selten zur Anzeige gebracht und erst durch Medienberichte bekannt“. Gemeint waren Übergriffe auf männ­liche Flüchtlinge. Von den Frauen redete niemand. Dabei gäbe es dazu viel zu sagen. Nicht nur agisra macht darauf aufmerksam, dass sexuelle Belästigung und Gewalt gegen Frauen in Flüchtlingsheimen leider keine Ausnahme ist.“

Samt einem Forderungskatalog, damit geflüchtete Frauen geschützt werden:

https://www.emma.de/artikel/fluechtlinge-was-jetzt-passieren-muss-330655

Das war 2015. Und wie war es 2016?

https://www.emma.de/artikel/koeln-fluechtlingsfrauen-erheben-schwere-vorwuerfe-331565

Auszug:

„Frauen und Männer, die in Köln Aufnahme gefunden haben, haben am Mittwoch vor einer Außenstelle des Bundesamtes für Migration protestiert. Einige der Frauen verteilten einen Offenen Brief, der mit Sicherheit noch Folgen haben wird: Die Frauen klagen in diesem Brief sexuelle Übergriffe durch das Wachpersonal der Firma „Adler Wache“ an. „Sie filmen Frauen beim Stillen, beim Duschen und nachts beim Schlafen“, schreiben sie. Und: „Sie zwingen Frauen mit Gewalt zum Geschlechtsverkehr“. Die Flüchtlingsfrauen schildern, dass ihnen nachts Männer in Kleidung der Security-Männer „auflauern“; dass manche Sicherheitsleute Frauen in der Unterkunft mit in ihre Räumlichkeiten nehmen und sie vergewaltigen. „Die betroffenen Frauen sind teilweise minderjährig“, heißt es in dem Brief...“

Doch nichts passierte:

https://www.emma.de/artikel/kein-schutz-fuer-fluechtlingsfrauen-331487

Auszug:

Eigentlich wollte die Regierung im „Asylpaket II“ auch Frauen und Kinder vor (sexueller) Gewalt in Flüchtlingsheimen schützen. Das ist jetzt gekippt. Die Mindeststandards zum Schutz von Frauen und Kindern, die jetzt gesetzlich festgeschrieben werden sollten, flogen kurzerhand wieder raus. Warum?

Im Herbst 2015 hatte eine Delegation von UNICEF Flüchtlingsunterkünfte in mehreren deutschen Städten besucht. Resultat: „Es gibt Berichte über Fälle von Gewalt, Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffen in Erstaufnahmeeinrichtungen, auch durch Personal und Freiwillige, sowie Verdachtsfälle sexueller Ausbeutung von Frauen und Mädchen“. Sprich: Prostitution. Dennoch gebe es „derzeit keine Richtlinien, die ein Mindestmaß an Schutz gewährleisten.“

Wie zweideutig auch mit den Rechten von Prostituierten umgegangen wird veranschaulicht dieses aktuelle Beispiel. Viel mehr, wie Medien rücksichtslos das Persönlichkeitsrecht der Frauen mit Füßen treten...

https://www.pro-medienmagazin.de/medien/fernsehen/2018/01/21/kritik-an-ndr-beitrag-ueber-prostitution/

Auszug:

„Der Vorsitzende einer christlichen Lebenshilfe hat beim NDR Programmbeschwerde eingereicht. In einem Beitrag zum Prostituiertenschutzgesetz seien Frauen sichtbar, die nicht im Fernsehen gezeigt werden wollen.

Der Beitrag widmet sich der Anmeldepflicht von Sexarbeitern. Sie sollen nach dem Gesetz einen speziellen Ausweis mit sich führen. Damit bestehe eine Gefahr, dass Daten von Prostituierten ungewollt öffentlich werden, sagt eine Sexarbeiterin in dem Clip. Schönborn kritisiert: „Es ging darum, dass mit der Anmeldepflicht und dem Ausweis die Gefahr bestehe, dass die Frauen geoutet werden. Im Abspann werden dann Aufnahmen von der Bülowstraße und der Kurfürstenstraße gezeigt.“ Darauf sind die Gesichter einiger Frauen zu erkennen... „Es wird also genau das gemacht, was in dem Beitrag kritisiert wird.“ Ein weiterer Kritikpunkt Schönborns ist, dass nur „die Seite der Privilegierten, sprich Dominas und Betreiberinnen“, zu Wort gekommen sei."

Nur mal zur Erinnerung…

1988(!) interviewte Alice Schwarzer eine der damals bekanntesten Prostituierten von Hamburgs Reeperbahn. Sie berichtete damals schon dass die Frauen zu 70% ausgebeutet u. von ihren Zuhältern geschlagen werden. Absolut lesenswert wie ich finde!
https://www.emma.de/artikel/ein-besuch-bei-domenica-264449

Auszug:

„Domenica war über ein Jahrzehnt das Modell der "Edelhure". Sie war nicht nur bekannt auf dem Kiez. Domenica stieg irgendwann aus und ging als Streetworkerin auf den Strich: um die Mädchen und Frauen zu beraten und zum Aussteigen zu bewegen. Sie starb im Februar 2009. Alice Schwarzer besuchte sie 1988. 

Außerhalb vom Kiez nennt man dich "Die Königin der Reeperbahn". Hier auf dem Kiez aber hast du eher den Ruf einer "Emanze". Es heißt, du würdest "die Mädchen wachmachen". Das Haus auf der Herbertstraße, in dem du zuletzt gearbeitet hast, hatte den Spitznamen "Emanzen-Puff". Seit wann hast du diesen Ruf, Domenica?
Das hat vor sechs Jahren bei mir angefangen. Ich sah so viele Mädchen, die aufs Gemeinste ausgebeutet wurden und auch geschlagen wurden. Und das hat mir leid getan. Ich hab gedacht: Mensch, kann man denn hier nichts tun?! Und es wird ja auch immer schlimmer. Die Mädchen, die jetzt anschaffen, werden immer jünger. Heute stehen schon die 12-, 13-, 14-Jährigen auf der Straße. Hier auf der Reeperbahn geht's ja noch, hier sind sie schon meist 18. Schlimm ist das in Sankt Georg, wo die Mädchen voll sind mit Drogen. Die schaffen das auch gar nicht, mit den Freiern richtig umzugehen.

Was heißt das?
Also, wenn bei mir ein Mann frech ist, den schick ich gleich wieder weg. Bei mir muß man sich gut benehmen. Mein Zimmer ist kein Mülleimer, ich bin kein Schrotthaufen. Wir Alt-Huren haben unsere Gesetze. Wir machen's nur mit Kondom, immer schon. Wir lassen uns nicht küssen, denn das ist ja was, was man natürlich nur zuhause tut. Anal gibt es überhaupt nicht. Aber die jungen Mädchen, die meist von einem Zuhälter Drogen kriegen und dann auf die Straße geschickt werden, die machen alles. Denen ist alles egal. Die sind so kaputt, die haben gar nicht mehr die Kraft, auf sich zu achten...“

Und weiter aus dem o.g. Artikel:

Es gibt Frauen, die behaupten, auf dem Strich wäre es leicht "eine schnelle Mark " zu machen. Zum Beispiel die von dem Berliner Prostituiertenprojekt Hydra. Die sagen auch, die modernen Prostituierten hätten alle keine Zuhälter mehr, sie würden ihr Geld selbst behalten.

Das ist natürlich Quatsch. Und es ist auch verdammt gefährlich, sowas zu erzählen. Es ist besser, die Wahrheit zu sagen. Und diese Wahrheit kennen wir Huren selbst natürlich nur zu gut. Das Problem bei Hydra ist, daß das fast alles Sozialarbeiterinnen sind, die die Sache nicht aus eigener Erfahrung kennen. Und die glauben, sie täten uns Huren einen Gefallen, wenn sie sowas erzählen. Die Wahrheit ist: Maximal ein Drittel der Huren hat einen netten Mann, der selber verdient, oder gar keinen. Alle anderen werden abkassiert. Und das oft mit Gewalt. Die meisten Huren werden auch heute noch überhaupt erst von einem Mann auf den Strich geschickt. Daß eine von ganz alleine hier ankommt und sagt: So, jetzt will ich anschaffen — also das ist mir in all den Jahren kaum begegnet.“

Und das war 1988.

Deutschland wird inzwischen das „größte Bordell Europas“ genannt. Wie wir weiter oben gesehen haben, breiten sich die Mafiösen Zuhälter Banden auch schon in Flüchtlingsheimen aus. Der Staat kassiert von jeder Prostituierten Steuern pro Tag. Also bereichert sich auch noch an dem Elend der Prostituierten.

Wie gut, dass es auch Positive Nachrichten gibt. :-)

Denn endlich melden sich mal Männer zu Wort.

Männer, die dazu stehen „keine Freier zu sein“!
Zum Glück kommen sie zu Wort!!

https://www.emma.de/artikel/ich-bin-kein-freier-335057

Auszug:

"Ich bin kein Freier!" Sebastian würde nie eine Frau kaufen. Weil „Sex auf Einverständnis beruhen sollte!“ Er ist einer von vielen Männern, die erklären: #IchBinKeinFreier. Justyna Koeke von Sisters e.V. hat die Aktion mit Künstlerinnen aus Stuttgart initiiert. Um denen eine Stimme zu geben, die erstaunlich wenig zu Wort kommen.

Bisher hatten die Männer in der öffentlichen Debatte über das System Prostitution eine scheinbar fixe Rolle: Sie durften als Profiteure sprechen – also als Bordellbetreiber oder Zuhälter. Oder sie wurden als Sexkäufer befragt. Gibt es in Deutschland denn gar so wenige coole Männer, die ganz selbstbewusst sagen: Ich bin kein Freier?

Diese Frage stellte sich auch die Performance-Künstlerin und Bildhauerin Justyna Koeke. Die Anti-Prostitutions-Aktivistin lehrt an der Akademie der Bildenden Künste, ist bei der Initiative Sisters für den Ausstieg aus der Prostitution aktiv und Teil der Kampagne #Rotlichtaus in Baden-Württemberg. Und sie entschied, der Sache nachzugehen. Mit der Video-Aktion #IchBinKeinFreier.

Wir wollen endlich den Männern eine Stimme geben, die gegen Prostitution sind“, sagt Justyna. Und so auch eine neue Kultur etablieren: Moderne, empathische Männer kaufen keine Frauen.

Bewaffnet mit einer Videokamera und zusammen mit einem Team aus Stuttgarter Künstlerinnen begab sich Justyna vor rund einem Monat das erste Mal auf die Pirsch und sprach die Männer in Stuttgart einfach auf der Straße an – vom Studenten bis zum Tätowierer. Und rannte offene Türen ein.“

Und weiter aus dem Artikel:

Ich bin kein Freier, weil ich die Menschenwürde achte!“, sagt der eine ganz selbstbewusst in die Kamera. „Ich bin kein Freier, weil man für Liebe nicht bezahlen sollte!“, sagt der andere. „Sex sollte auf Gefühlen und Einverständnis beruhen“, findet der nächste. Und noch einer sagt: „Ich möchte die soziale Situation von Frauen nicht ausnutzen.“

Seit Justyna und ihre Mitstreiterinnen Tara und Helena die Videos auf Facebook veröffentlicht haben, melden sich mehr und mehr Männer, die das genauso sehen. Über 100 Videobotschaften haben die Aktivistinnen schon gesammelt, die täglich im Netz veröffentlicht werden. 1,2 Millionen sollen es werden. „So viele Freier gehen in Deutschland schätzungsweise jeden Tag zu einer Prostituierten“, erklärt Justyna.

Wer mitmachen will, kann sein Statement oder ein Video an ichbinkeinfreier@gmail.com schicken bzw. selbst unter #IchBinKeinFreier auf Facebook und Twitter veröffentlichen.“

Hier geht’s zur Facebook Seite:

https://www.facebook.com/ichbinkeinfreier/

Und wer ein ganzes Paket an Fakten zur Prostitution möchte, kann natürlich auch das Buch von Alice Schwarzer bestellen „Prostitution – Ein deutscher Skandal“. Hier zu finden:

https://www.emma.de/produkt/prostitution-ein-deutscher-skandal-311694

Bitte verteilt die Infos unter euren FreundInnen!

Denn Wissen ist bekanntlich Macht… ;-)
Wer mitreden will, sollte sich schlau machen.

Zum Wochenende nun wieder leichtere Kost. ;-)

Roseate Spoonbill

https://www.youtube.com/watch?v=01BF3CDNMlQ

Eurasien Spoonbill

https://www.youtube.com/watch?time_continue=23&v=nFoXVDrOGL0

Beautiful Lotus Flowers – Best Relax Music (ca. 13 Min.)

https://www.youtube.com/watch?v=DasUQ-EdDqI

Übrigens… der Frühling rückt näher.

Lasst euch nicht vom trüben Wetter runter ziehen.
Freut euch an dem, was ihr habt! ;-)

In diesem Sinne…

Euch eine gute Woche
und liebe Grüße
Violine


12.01.2018 um 15:56 Uhr

Sexismus - #MeToo in Berlins Kulturszene

Hallo Ihr Lieben!

Wie schon im vorigen Beitrag kurz angedeutet..

Möchte ich heute daran anknüpfen.
Wie sieht es bei uns aus mit #MeToo?

Beim Golden Globe haben Amerikas Promis fast durch die Reihe weg Farbe bekannt., bzw. aus Solidarität zu Opfern von sexueller Gewalt alle schwarz getragen. Männer wie Frauen. Ein sehr starkes Zeichen!

Nicht nur Oprah Winfrey gab ein bewegendes Statement. Natalie Portman verkündete mit zwei simplen Wörtern, wie es um die Hollywood Welt bestellt ist: And now the „only male“ winners. Da blieb so manch einem die Spucke weg. Großartig!

https://www.emma.de/artikel/oprah-die-zeit-der-taeter-ist-vorbei-335311

Auszug:

„Bei den Golden Globes rührte Oprah Winfrey ihre Kolleginnen mit ihrer kämpferischen Rede zu Tränen. Gemeinsam haben sie die Initiative „Time’s up“ gegründet. 13 Millionen Dollar haben die Schauspielerinnen schon gesammelt, um Frauen im ganzen Land bei ihrer Gegenwehr gegen sexuelle Gewalt zu unterstützen. Zwei Dinge bei der Rede von Oprah Winfrey dürften aber selbst in der gefühlsduseligen Traumfabrik echten Seltenheitswert haben: 1. Selten war eine Rednerin, die für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde, so wütend. 2. Noch seltener dürfte eine Rednerin nicht ihren Förderern in der Filmindustrie gedankt haben - sondern ihren Kolleginnen, die mit ihrem Mut dafür gesorgt haben, dass in Sachen Sexismus jetzt „eine neue Zeit anbricht“. Sprich: all jene Schauspielerinnen, die mit ihren Offenbarungen über Harvey Weinstein und andere die #MeToo-Kampagne lostraten.

Tatsächlich breitet sich der Widerstand, der in Hollywood begann, nun weiter aus: Wenige Tage vor der Golden Globe-Verleihung in Beverly Hills hatten rund 300 Schauspielerinnen die Initiative "Time's up!" https://www.timesupnow.com/ (Die Zeit ist vorbei!) gegründet. Sie soll Frauen unterstützen, die sich rechtlich gegen sexuelle Übergriffe zur Wehr setzen wollen. Weil die Täter oft davonkommen, weil ihren Opfern die Mittel fehlen, haben die „Time’s up“-Initiatorinnen einen Spendenfonds ins Leben gerufen. Rund elf Millionen Euro sind schon gesammelt.“

Ich habe mich umgesehen u. konnte bisher nur diesen Artikel hier in Deutschland entdecken. Über eine Frau, die den Mut aufbrachte zumindest mal genauer hinzusehen. Sie ist derart bestürzt über den Ist-Zustand, dass ihr die Tränen kommen… Lest selber:

http://www.zeit.de/kultur/2017-11/sexismus-kulturszene-berlin-schweigen-brief/komplettansicht

Auszug:

„Liebe Berliner Kulturelite, wir kennen uns seit Jahren. Wir sind mitunter sogar befreundet. Wir gehen gemeinsam aus, essen und trinken zusammen, sehen uns auf Veranstaltungen, die oft ausgerichtet werden, um uns und unsere Arbeit zu feiern. Dann umarmen wir uns und küssen uns rechts und links auf die Wangen und reden über die vielen Projekte und Themen, die uns gerade umtreiben oder die uns zukünftig umtreiben werden. Wir sind das, was man als Zentrum des kulturellen Lebens in Deutschland bezeichnet. Die Macher und die Vordenker, die dem Zeitgeist immer einen Schritt voraus sind. Wir sind die, die gesellschaftliche Missstände früh erkennen und abbilden.

Diesen Glauben verliere ich gerade. Wir alle sind Heuchler, Mitläuferinnen, Feiglinge. Während die Welt über Sexismus diskutiert, endlich lange verschlossene Schubladen aufreißt und verdrängte Wahrheiten offen ausspricht, bleiben wir still, legen uns in den Schützengraben und warten zitternd ab. Gestern bin ich mit dem Fahrrad aus der Redaktion nach Hause gefahren. Dabei liefen mir die Tränen übers Gesicht, mir war richtig übel. Ich hatte den Nachmittag damit verbracht, dem seit Tagen gährenden Kloß in meinem Bauch einen Namen zu geben. Und plötzlich stand auf dem kleinen gelben Post-it, das vor mir lag, nicht nur ein Name. Nein, es waren zehn. Namen von bekannten Männern aus dem Berliner Kulturleben. Namen, die seit Jahren mit Geschichten verknüpft werden. Geschichten, die Frauen flüsternd untereinander weitergeben, aber nie laut aussprechen.“

Und weiter aus dem o.g. Artikel:

„Wir Frauen in diesem Betrieb schützen Euch seit eh und je. Wir decken Eure Taten, weil wir, wie auch die Frauen in den USA, gesagt bekommen haben, dass Ihr so nun mal seid und es ja eigentlich nicht so meint. Im Grunde seid Ihr doch nette Typen, die Frauen sehr mögen. Deshalb nennen wir Euch "Frauenhelden" oder "Schleimbeutel". Wir haben anonyme Namen für Euch gefunden, die das, was ihr in den letzten Jahren getan habt, damit entschuldigen, dass Ihr eben ein bisschen forsch oder ungeschickt seid.

Ich kann Euch nur sagen: Die Täter gibt es auch hier. Wir haben Namen. Nicht nur ich habe sie endlich aufgeschrieben, auch die anderen Frauen. Wir stehen in regem Kontakt. Die Liste ist lang. Ihr seid der Gastronom, der Kokain gegen Oralverkehr tauscht. Ihr seid der Verleger, der kein Nein versteht und Frauen ungefragt zur Begrüßung in den Schritt greift. Der Anzeigenverkäufer, der uns an den Hintern grabscht. Der Künstler, der Frauen zum Sex zwingt. Der Galerist, der seine Hände nicht bei sich lassen kann. Der Schriftsteller, der öffentlich slut shaming betreiben darf. Der Kurator, der seine anzüglichen Bemerkungen nicht stecken lässt. Ihr seid der Journalist, der seine Lippen ungefragt auf Frauenmünder presst. Der Herausgeber, der Mitarbeiterinnen schikaniert, weil sie nicht mit ihm schlafen wollen. Die Architekten, die Frauen mit Alkohol und Drogen abfüllen, um sie dann, wenn sie schon fast bewusstlos sind, gemeinsam durchzuvögeln...“

Das geht unter die Haut.

Respekt für diese Offenheit!
Doch das reicht noch nicht..

Ein weiterer Artikel zum Thema, den ich euch ans Herz legen möchte. Denn schon an der Art der Berichterstattung wird deutlich, wie schnell daraus eine Hetze gegen die eine oder andere Seite wird, statt sachlich zu berichten.

https://pinkstinks.de/der-fall-dieter-wedel/

Auszug:

„Dieter Wedel also. Mit dem Artikel im ZEITmagazin und den darin beschriebenen Vorwürfen gegen den Regisseur, hat die #MeToo Debatte hat in Deutschland einen Namen und ein Gesicht bekommen. Einige finden, dass es wichtig und unumgänglich ist, Dinge und Personen beim Namen zu nennen. Andere wittern eine Hexenjagd, wähnen den Rechtsstaat in Gefahr und sprechen in diesem Zusammenhang von „Ächtung auf Zuruf„. Tatsächlich ist die Berichterstattung zu diesem Fall so bemerkenswert wie symptomatisch und aus diesem Grund wollen wir sie uns einmal etwas genauer anschauen. Und zwar nur die Berichterstattung. Denn über den Wahrheitsgehalt einzelner Aussagen können wir nicht befinden und über Schuld und Unschuld allenfalls spekulieren – was wir nicht tun werden. Stattdessen konzentrieren wir uns auf den Umgang mit dem Fall. Von Hyänen ist die Rede, vom Mob, von Furien und derlei mehr. Es gehe um eine „mediale Hinrichtung am Medienpranger“. Flankiert werden diese Aussagen von leider immer noch allzu üblichen  terminologischen Fehlleistungen wie „Sex-Attacke“ und den reflexartigen Beteuerungen des Wohlverhaltens des mutmaßlichen Täters.

Weiter aus dem Artikel:

Es ist nicht die Aufgabe von mutmaßlichen Opfern, nur solche Aussagen zu tätigen, deren Richtigkeit verifizierbar ist. Ebenso wenig ist es die Aufgabe von mutmaßlichen Tätern, sich selbst zu belasten. „Wenn es ein Opfer nicht schafft, binnen immerhin 20 Jahren solche Vorwürfe amtlich geltend zu machen, muss und darf irgendwann Schluss sein“ schreibt die Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen und verweist darauf, dass die Verjährungsfrist dem Rechtsfrieden diene. Dabei entgeht ihr allerdings, dass ein mutmaßliches Opfer keineswegs dem Rechtsfrieden zu dienen hat. Es hat nicht die Pflicht, mit der Verjährungspflicht zu verstummen. Es muss sich auch nicht bescheiden oder zufrieden geben. Und schon gar nicht braucht es die Reputation eines mutmaßlichen Täters mildernd in Betracht zu ziehen. Dass die Koreanerin Lee Ok-Seon beispielsweise sechs Jahrzehnte lang über die Verbrechen geschwiegen hat, die ihr als sogenannte „Trostfrau“ durch japanische Soldaten angetan wurden, macht ihre Schilderungen weder unglaubwürdiger, noch gibt es irgendjemandem das Recht, ihr den Mund zu verbieten. Schließlich wird den mutmaßlichen Tätern ja auch nicht verwehrt, die ihnen zur Last gelegten Taten zu bestreiten.

Mit der Täterbenennung durch Opfer von Gewalttaten muss überhaupt nicht Schluss sein. Das Gegenteil trifft zu. Den Anspruch darauf, erlittenes Unrecht ans Licht zu bringen, verwirkt man nicht. Gerade erst hat die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes eine Beschwerdestelle der Filmbranche gefordert. Das bedeutet nichts anderes, als dass sie bislang noch nicht existiert. Also noch einmal: Welche Möglichkeiten haben denn Opfer? Außer gar nicht oder nur mit viel Überwindung zur Polizei gehen zu können, weil ihnen ein mächtiger, einflussreicher Mann Gewalt angetan hat?..“

Ich empfehle euch den ganzen Artikel zu lesen!

Es ist so wichtig mal ernsthaft hinzusehen.

Und wie sieht es überhaupt so aus mit der selbstbestimmten Frau? Denn die o.g. Artikel u. die Debatte um #MeToo machen eines deutlich: Jede Form von sexueller männlicher Gewalt macht eine Gleichberechtigung unmöglich.

Das Menschenbild in der Gesellschaft tendiert weiterhin dahin, dass „Frauen das beherrschte Geschlecht“ ist, wie es die Psychologin Sandra Konrad in ihrem neuen Buch benennt. Lest selber:

https://mobile2.tagesanzeiger.ch/articles/5a510090ab5c373370000001

Auszug:

«Die sexuell selbstbestimmte Frau ist eine Fata Morgana» Die Psychologin Sandra Konrad analysiert in ihrem neuen Buch messerscharf den Zustand der Gleichberechtigung. Die Bilanz ist bitter. Und die Frauen sind daran nicht ganz unschuldig. Ihre Bestandesaufnahme ist so nüchtern wie faktenbasiert, und gerade das macht sie so beklemmend: Im Buch «Das beherrschte Geschlecht» zeigt die Psychologin Sandra Konrad anhand der weiblichen Sexualität auf, dass es mit der Selbstbestimmung der Frau heute auch im Westen noch nicht weit her ist.

Sandra Konrad ist Therapeutin mit eigener Praxis in Hamburg. Sie publiziert nicht nur wissenschaftlich – ihre Dissertation handelte von der Traumatisierung jüdischer Frauen während des Holocausts – sondern auch populärwissenschaftlich; das ist ihr viertes Buch. Ihr Buch heisst «Das beherrschte Geschlecht» – ist es wirklich immer noch so schlimm? Die Gleichberechtigung ist ein moderner Mythos. Das sage ich auch nicht gerne, aber es hilft ja nichts, so zu tun, wie wenn alles in bester Ordnung wäre. Noch immer bestimmt nicht die Frau selbst über ihren Wert, sondern die Öffentlichkeit. Und Öffentlichkeit heisst: der männliche Blick.“

Weiter aus dem o.g. Artikel:

Da werden Ihnen viele Frauen heftig widersprechen. „Sexuelle Freiheit ist derzeit in Imageprodukt, ein It-Accessoire, das stolz mit sich herumgetragen wird. In der Realität ist aber das Hauptziel vieler jungen Frauen immer noch, dem Mann sexuell zu gefallen und das zu tun, was er will, auch wenn sie gewisse Praktiken selbst nicht mögen oder davor gar angeekelt sind. Das Tabu des 21. Jahrhunderts ist nicht der Sex, sondern Grenzen zu setzen. Rousseau sagte schon vor 300 Jahren: «Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern darin, dass er nicht tun muss, was er nicht will.»

In der #MeToo-Debatte fiel auf, dass vor allem junge Frauen schulterzuckend fanden: Ist doch normal, dass wir angefasst werden. Finden sie das deshalb ­«normal»? Das hat zwei Gründe. Zum einen funktioniert das älteste Mittel, um Frauen zu kontrollieren, immer noch bestens: das öffentliche Beschämen. Weibliches Verhalten hat bis heute Konsequenzen, männliches sehr viel weniger. Wenn eine Frau begrapscht oder vergewaltigt wird oder wenn man ihr sexuelle Gewalt androht – was im Netz massiv zugenommen hat –, heisst es: Die muss sich ja nicht wundern, wenn sie so spät noch unterwegs ist, ein solches Foto von sich postet, solch feministische Meinungen vertritt. Thematisiert wird die Frau, die von ihrer Freiheit Gebrauch macht. Und nicht der Mann, der diese Freiheit verletzt.

Der zweite Grund? Die Sozialisation. Das, was wir jeden Tag erfahren, scheint normal. Damit lässt sich auch erklären, weshalb Frauen die männlich-patriarchale Argumentation verinnerlicht haben. Und zueinander sagen: «Stell dich nicht so an» oder «Sei doch nicht so humorlos». Frauen, die im Rahmen von #MeToo offenbarten, begrapscht worden zu sein, wurde vorgeworfen, sie würden dadurch echte Vergewaltigungen bagatellisieren. Damit sprach man ihnen gleich wieder das Recht ab, eigene Grenzen zu setzen. Es ist bezeichnend... Dabei hängt das alles zusammen: Sexismus ist die Abwertung von Frauen und der Nährboden für sexuelle Gewalt...“

Lohnt sich den kompletten Text zu lesen. ;-)

So, nun habt ihr einiges zum Nachdenken u. Diskutieren. Denn darum geht es: Diese Themen mit anderen zu besprechen, Klarheit schaffen, aufklären. Gebt bitte die Texte/Links weiter an euren Bekannten- u. Freundeskreis. Und habt viel Spaß bei der anschließenden Debatte! ;-)

Zum Wochenende nun wieder luftige Kost. :-)

Winterlandschaft Österreich

https://www.youtube.com/watch?v=1gjJP3xeVmg

Wintervögel mit Gesang und Ruf

https://www.youtube.com/watch?v=Lc64CY4NFLg

Habt eine gute Zeit

und liebe Grüße
Violine

05.01.2018 um 08:04 Uhr

Gute Nachrichten zum neuen Jahr :-)

Hallo Ihr Lieben!

Damit es nicht gleich so krass los geht…

Beginne ich das neue Jahr mal mit guten Nachrichten. :-)

Die Nordvölker machen uns mal wieder vor,

wie das so geht mit der Gleichberechtigung.
Sieh hin Deutschland u. lerne... ;-)

Die norwegischen Fußballerinnen bekommen ab diesem Jahr das gleiche Gehalt wie ihre Kollegen.

http://www.sportschau.de/fussball/international/norwegen-fussball-equalpay-100.html

Auszug:

Norwegens Fußballverband beendet Lohnungleichheit. Der norwegische Fußballverband NFF geht in Sachen Lohngleichheit für Männer und Frauen mit gutem Beispiel voran. Der NFF hat beschlossen, das Honorar für die Nationalspielerinnen an das ihrer männlichen Kollegen anzugleichen.

Wie der NFF am Samstag (07.10.2017) mitteilte, sollen die Spielerinnen ab nächstem Jahr insgesamt sechs Millionen Norwegische Kronen (640.000 Euro) für ihre Auftritte im Nationaltrikot bekommen. Zuvor belief sich die Summe auf knapp die Hälfte (3,1 Millionen Kronen).

Für die gleichwertige Bezahlung tritt das norwegische Männer-Team 550.000 Kronen ab, die der Auswahl durch Werbeaktivitäten zur Verfügung stehen. Solch eine Regelung sei international einzigartig, sagte Joachim Walltin, Chef der norwegischen Fußballspieler-Vereinigung. Neben der höheren finanziellen Unterstützung sei vor allem "das Gefühl, wirklich respektiert zu werden" wichtig für die Frauen. Außerdem solle mit der Förderung das Niveau des Teams weiter verbessert werden, sagte Walltin.“

Island setzt noch eins oben drauf. :-)

Ab jetzt ist es in Island verboten Frauen u. Männer ungleich zu entlohnen. Firmen müssen einen Nachweis erbringen, dass sie die Geschlechter gleich bezahlen. Hut ab, sag ich da nur!
https://www.welt.de/wirtschaft/article172131270/Gender-Pay-Gap-In-Island-verdienen-Maenner-und-Frauen-kuenftig-das-Gleiche.html

Auszug:

„In Island sind ab jetzt Firmen dazu verpflichtet, der Regierung einen Nachweis über die gleiche Bezahlung zu erbringen. Damit ist Island das erste Land der Welt, das Ungleichbezahlung per Gesetz verbietet.

Während andere westliche Länder noch über den sogenannten „Gender Pay Gap“ – die geschlechtsbedingte Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen – diskutieren, hat sich Island zu einem radikalen Schritt entschieden: Seit Jahresbeginn gilt in dem nordeuropäischen Land ein Gesetz, das Unternehmen vorschreibt, Männern und Frauen das gleiche Gehalt zu zahlen.

Island gilt seit Jahren als eines der Vorreiter beim Thema Lohngleichheit. Laut dem Weltwirtschaftsforum ist es seit neun Jahren auch ohne das Gesetz das Land mit der weltweit höchsten Gender-Gerechtigkeit. Frauen verdienten dort bisher trotzdem noch immer etwa 17 Prozent weniger als ihr männlichen Kollegen. In Deutschland liegt die geschlechtsbedingte Lohnlücke bei etwa 21 Prozent.“

Nun noch einiges an positiven Veränderungen,

die unsere Umwelt betreffen.
https://nur-positive-nachrichten.de/positive-nachrichten/plastiktueten-verbot-auf-bali-kosmetik-in-holz-verpackt-grossbritannien-erwaegt-plastik-steuer

Auszug:

Plastiktüten-Verbot auf Bali, Großbritannien erwägt Plastik-Steuer, Kosmetik in Holz verpackt. Die Mengen an Plastikmüll sind ein großes Problem, das es zu lösen gilt. Alleine in der letzten Woche wurden drei große Schritte gemacht, die zeigen, dass es auch ohne bzw. mit deutlich weniger Plastik geht.

Zwei Schülerinnen haben ein Plastiktüten-Verbot auf Bali durchgesetzt. Durch Melati und Isabel Wijsen sollen alle Plastiktüten ab 2018 verboten sein. Bereits im Alter von zwölf und zehn Jahren gründeten die indonesischen Schülerinnen die Initiative „Bye Bye Plastic Bags“ – dafür haben sie jetzt den Bambi in der Kategorie „Unsere Erde“ erhalten. Die Arbeit zeigt große Wirkung, denn nicht nur auf Bali wird sich einiges ändern. 13 weitere Länder, darunter Indien, zeigen großes Interesse daran, diese Initiative auch im eigenen Land zu starten...“

Um meinem feministischem Blog gerecht zu werden, zu guter Letzt eine ganz tolle Initiative, die diesem Irrsinn des Sexismus, der sexuellen Belästigung bis hin zur Vergewaltigung in der Filmbranche radikal etwas entgegen setzen will.

Es wurde eine Kasse eingerichtet durch viele, viele Spendengelder von Promis, die weniger bekannten Missbrauchsopfern helfen soll zu ihrem Recht zu kommen. Doch nicht nur das. Es soll auch daran gearbeitet werden, dass die Dominanz der Männer in der Filmwelt ein Ende findet, die gerade diesen Sexismus begünstigt u. verstärkt hat. Sprich 50:50 Männer u. Frauen. Wie es ja eigentlich auch normal sein sollte. Großartige Sache! Lest selber:

http://www.tagesspiegel.de/kultur/times-up-protest-in-hollywood-die-zeit-ist-abgelaufen-fuer-weinstein-und-co-/20806418.html?__twitter_impression=true

Auszug:

„Die Zeit ist abgelaufen für Weinstein und Co. Schauspielerinnen und Filmproduzentinnen in Hollywood verlangen Konsequenzen aus den Skandalen etwa um Harvey Weinstein. Sie gründen „Time’s Up“, eine Aktion gegen sexuelle Übergriffe. Über dreihundert Schauspielerinnen und Produzentinnen in den USA, darunter Meryl Streep, Emma Stone, Natalie Portman, Reese Witherspoon, Alyssa Milano, Maggie Gyllenhaal und Cate Blanchett, wollen mit einer neuen Initiative dafür sorgen, dass konkrete Konsequenzen aus den Skandalen um sexuelle Belästigung und sexuellen Missbrauch von Frauen gezogen werden.

Mit Spendengeldern von Stars wie Steven Spielberg und Meryl Streep wurde eine Kriegskasse von 13 Millionen Dollar eingerichtet, um weniger prominenten Missbrauchsopfern – Haus- und Zimmermädchen, Kellnerinnen, Krankenschwestern, Sekretärinnen – bei der Durchsetzung ihrer Rechte zu helfen. Zudem wird ein gesetzliches Verbot der Praxis angestrebt, sexuelle Übergriffe mit Schweigegeldern unter den Teppich zu kehren, wie es in der Vergangenheit häufig geschehen ist.“

Und weiter aus dem o.g. Link:

Als Zeichen der Solidarität mit den Opfern sollen die weiblichen Stars bei der Verleihung der Golden Globes am kommenden Sonntag in Schwarz erscheinen.

Frauen in Branchen wie der Filmindustrie oder der Politik, die besonders eindeutig von Männern dominiert werden, sind häufiger Opfer von sexueller Belästigung oder Missbrauch als Frauen in anderen Bereichen, wo Männer nicht so dominant sind. In Hollywood sollen deshalb innerhalb der nächsten Jahre nach der Vorstellung von „Time’s Up“ so viele Frauen in Führungspositionen gebracht werden, dass die Vorherrschaft der Männer gebrochen wird: „50/50 bis 2020“, lautet das Motto.

„Wir wissen, dass wir privilegiert sind“, schreiben sie auf der Internetseite ihrer Initiative (www.timesupnow.com). Gleichzeitig unterstreichen sie ihre Solidarität mit weniger prominenten Frauen. „Kein Schweigen mehr. Kein Warten mehr. Keine Nachsicht mehr mit Diskriminierung, Belästigung oder Missbrauch.“

Toll! Solche Nachrichten tun echt gut! :-)

Da frag ich mich natürlich schon, wie es denn so bei uns aussieht? Wieder das große Schweigen? Dazu ein anderes Mal mehr…

Zum Wochenende noch etwas luftige Kost. :-)

Great Spotted Woodspecker at nest

https://www.youtube.com/watch?v=FHolMV93Ya8

Australia: Land of Parrots – Budgies in Nature

https://www.youtube.com/watch?v=ExVqWm029yQ

Ich wünsche euch ein fröhliches Wochenende

und liebe Grüße
Violine

 

29.12.2017 um 16:32 Uhr

Gutes Ankommen :-)

Hallo Ihr Lieben!

Damit ihr auch gut im neuen Jahr ankommt…

Hier nochmal die Seiten mit den Hilfe Nummern.

Erst das Heimwegtelefon, die Begleitung am Ohr :-)
https://www.heimwegtelefon.de/

Und natürlich das Hilfetelefon für Frauen

https://www.hilfetelefon.de/
https://www.hilfetelefon.de/das-hilfetelefon/beratung/telefon-beratung.html

Für alle die es nicht so mit der Knallerei haben…

Es gibt wirklich schöne Entspannungs Videos :-)

Entspannende Klänge – Natur, Wald u. Vogelgezwitscher

https://www.youtube.com/watch?v=_ZkreeyhgOA

Vögel Zeitlupe: Waldvögel

https://www.youtube.com/watch?v=Va_mXzucNDg

Relaxing Music, Paradise, Water Sounds

https://www.youtube.com/watch?v=BwvzdxI45x8

Kommt gut an!

Entspannte Grüße ;-)

Violine

21.12.2017 um 18:58 Uhr

Es weihnachtet... mehr oder weniger ;-)

Hallo Ihr Lieben! Fröhlich

Hoffentlich könnt ihr die „Stille Zeit“ genießen?

Nicht so sehr? Na sowas. ;-)

In früheren Zeiten gings bei mir in der Weihnachtszeit echt rund dass die Fetzen flogen. Bloß allen alles recht machen. Ätzend. Aber irgendwann war ichs leid. Wer genau entscheidet denn in meinem Leben? Bin ich das? Oder ist es ‚der Weihnachtsmann‘, die Familie, die KollegInnen, der Kommerz, die Erwartungen anderer…?

Und was genau ist eigentlich Weihnachten? Worum geht’s da? Ums Geschenke verteilen? „Euch ist heute der Heiland geboren“… Also wer hat jetzt hier wen beschenkt? So wie es aussieht, hat Gott UNS ein Kind „beschert“. „Einen Erlöser, einen der Frieden schenkt“, heißt es da...

Naja, mit Frieden ist ja gerade echt nicht viel los.

Nicht nur in der großen weiten Welt, auch bei uns.
Oder sitzt ihr friedlich vor dem Ofen? :-)

Kein Stress. Kein Gedränge. Kein Zeitdruck?

Wegen dem Geschenke Irrsinn alles bestens?
Macht mal was ganz anderes, außer der Reihe. :-)

Ist eure Entscheidung. Traut euch Neues zu probieren.

Nehmt euch Zeit! Zeit für Gespräche, fürs Tee trinken…
Ihr habt nichts zu verlieren. Nur Mut. Fröhlich

Ich wünsche euch ein fried-frohes Fest u. Kraft für das neue Jahr!

Um die Feier-Tage zu versüßen, hab ich einige Schätze gesammelt.

Filmchen, Feministisches, Natur, Tiere, Singsang, Watt füre Seele. Fröhlich

Was aus der Flimmerkiste

Mr. Magoriums Wunderladen - Trailer

(Den könnt ich immer wieder angucken, so bezaubernd :-))
https://www.youtube.com/watch?v=xpNR4npJ7tE

Das Dschungelbuch (darf auch nicht fehlen)

https://www.youtube.com/watch?v=v_EWWyJfgPc

Feministisches

Endlich Zeit zum Stricken!

„Zum Beispiel eine Pussy-Mütze,
für die wir hier die Anleitung geben...“

https://www.emma.de/artikel/die-geschichte-des-strickens-335237

In Wien hat Alice Schwarzer über sexuelle Gewalt u. Gegenwehr, Integration & Islamismus geredet, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gesellschaft im Wandel: Was hält uns zusammen?“ des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF).

https://www.youtube.com/watch?v=9D-jXMKURCs

Singsang :-)

A Holy Night – Angelo Kelly & Family

https://www.youtube.com/watch?v=07fc0mew3FM

O come all ye faithful – Angelo Kelly & Family

https://www.youtube.com/watch?v=AW6_O9wamq4

Peppige Frauenpower (Kennt ihr ja schon)

Katzenjammer – A Bar in Amsterdam

https://www.youtube.com/watch?v=iRuy1rdo4Ws

Katzenjammer – God's Great Dust Storm

https://www.youtube.com/watch?v=YfeGTHmN3qw

Amüsantes aus der Ellen Show

Ellen (The Ellen Show) looks back at „When things go wrong“

https://www.youtube.com/watch?v=5Os4eoSyKlI

Ellen – Meryl Streep Makes Everything Sound More Interesting

https://www.youtube.com/watch?v=A8TSBw5JiWE

Ellen‘s Favorite Funny Ladies: Amy Schumer

https://www.youtube.com/watch?v=ngFPBz_8SDc

Und natürlich Tiere u. Natur :-)

Wild Freedom (Tiere in Zeitlupe)

https://www.youtube.com/watch?v=WvIN0oJZiaM

Eichhörnchen (mit Zwitscher Vögeln, tolle Aufnahmen!)

https://www.youtube.com/watch?v=DqR9LjBhwWs

Eichhörnchen toben im Schnee

https://www.youtube.com/watch?v=dtEgmzA6uAU

Tut euch u. anderen Gutes!

Liebe Weihnachts- u. Neujahres Grüße
Violine


15.12.2017 um 08:24 Uhr

Potpourri zum 75jährigen von Alice

Hallo Ihr Lieben!

Ihr Geburtstag war schon am 3.Dezember, aber das macht nichts. ;-) Über Alice könnte frau eigentlich zu allen Zeiten schreiben. Denn sie gehört zu den Menschen, die Geschichte geschrieben haben. Frauengeschichte um genau zu sein. ;-)

Hach, es ist ja schon so viel über sie geschrieben worden.

Oft Negatives, was sie als Person verunglimpfte, statt zu ihren eigentlichen Themen. Die Masche der Denunzianten: Nicht über die Sache schreiben, sondern die Person nieder machen. So eben auch die wechselnden Klischees über Alice Schwarzer. Von der Hexe bis zur Schwanz-ab-Schwarzer. Alles blanker Unsinn.

Auf ihrer Seite heißt es dazu: https://www.aliceschwarzer.de/thema/zur-person-311552

„Was denkt und schreibt Alice Schwarzer wirklich? Ganz anderes oder sogar das Gegenteil von dem, was die Klischees unterstellen. Denn Alice Schwarzer ist nicht nur Feministin, sie ist auch Humanistin. Und als solche ist sie für Gewaltfreiheit und Chancengleichheit für alle Menschen, Männer inbegriffen.“

Lasst euch überraschen. ;-)

Ich stelle einige ihrer Themen zusammen für euch.

Empfehle aber wärmstens, dass ihr selber ihre Webseite besucht.
Wissen macht klug. ;-)

Ihre Positionen:

https://www.aliceschwarzer.de/artikel/meine-positionen-264931

Auszug:

"Das Motiv meines ganzen Handelns ist die Gerechtigkeit. Alles andere wäre für mich ein verpasstes Leben." Diesen Satz schrieb Alice Schwarzer 1968, in einem Brief an ihren Lebensgefährten. Da war sie junge Journalistin. Seither hat sie viel erlebt und weitergedacht. Doch ihr zentrales Motiv hat sich nicht geändert.

1. Ich bin für Chancengleichheit für Frauen und Männer und gegen jede Rollenzuweisung im Namen des biologischen Geschlechts (oder der Klassen- bzw. Rassen- und Religionszugehörigkeit). Die Geschlechterrollen engen Frauen wie Männer ein. Beide müssen sich davon befreien.

2. Ich glaube nicht, dass Frauen von Natur aus das bessere Geschlecht sind und Männer das destruktivere. Es ist die Macht bzw. die Ohnmacht, die die Menschen verformt. Ich bin dafür, dass Frauen auch kreativ oder stark sein können – und Männer auch fürsorglich oder schwach.,,“

Ihre großen Themen:

https://www.aliceschwarzer.de/thema/meine-grossen-themen-311554

Auszug:

„Es gibt zwei Stränge bei den Themen von Alice Schwarzer. Der eine sind die Porträts, Biografien und Gespräche mit Menschen: vom Star - wie hier 1971 mit Simone de Beauvoir - bis zur namenlosen Prostituierten. Der zweite Strang sind die politischen Essays und Kommentare: von Krieg bis zur Sexualpolitik, vom Islamismus bis zum Missbrauch.“

Alice Schwarzer erzählt ihr Leben:

https://www.aliceschwarzer.de/artikel/alice-schwarzer-erzaehlt-ihr-leben-311561

Auszug:

„Es fängt an mit dem ersten Tag Alice und hört auf mit dem ersten Tag EMMA. Alice Schwarzer erzählt die Etappen dieser 34 so bewegten Jahre. Von der unerwünschten Geburt unter Bomben, der Kindheit im fränkischen Dorf und der Jugend in Wuppertal und Swinging Schwabing, über ihr zweimaliges Leben in Paris bis hin zu ihrer Rückkehr nach Deutschland.

Von Mädchenfreundschaften über die erste große Liebe bis zur Entdeckung der Frauen. Von ihrem so geliebten Beruf als Journalistin und ihrem Engagement als Feministin in Paris und Berlin. „Ich bin“, schreibt sie, „in der etwas speziellen Lage, dass es ein öffentliches Bild von Alice Schwarzer gibt. Man glaubt zu wissen, wer ich bin, obwohl ich nur sehr selten öffentlich über mich selber geredet und kaum je über mich geschrieben habe. Manches von diesem Schwarzer-Bild basiert auf meinen Texten, meinem politischen Engagement und meinen öffentlichen Auftritten. Doch viel ist geprägt von Klischees. Dass meine Realität in weiten Strecken so ganz anders aussieht als diese Projektionen, auch das gilt es zu sagen.“ – Im Anhang der Autobiografie sind einige für den „Lebenslauf“ besonders bezeichnende Artikel veröffentlicht...“

Bücher von Alice:

https://www.aliceschwarzer.de/thema/buecher-von-alice-schwarzer-311555

Auszug:

„Alice Schwarzer ist eine der erfolgreichsten Sachbuchautorinnen. Sie schreibt Essays und Biografien. Zuletzt ihre Autobiografie („Lebenslauf“). Als Autorin veröffentlichte sie bisher 21 Bücher (und als Herausgeberin 22). Ihr drittes Buch, „Der kleine Unterschied“ (1975) war ein internationaler Bestseller und ist bis heute ein Longseller.“

Die Medien über Alice:

https://www.aliceschwarzer.de/artikel/die-medien-ueber-schwarzer-335259

Auszug:

„Es ist eine alte Hassliebe: die Medien und die Journalistin Schwarzer. Die Hassliebe gilt der Feministin. Doch zum 75. ist viel von historischen Verdiensten die Rede. Aber was ist mit der Gegenwart? Da scheiden sich die Geister. Am kritischsten wird berichtet über Schwarzers Kampf gegen den Islamismus (gerne mit "dem Islam" verwechselt).“

Aktuelles von Alice:

https://www.aliceschwarzer.de/artikel/badinter-schwarzer-gespraech-335249

Auszug:

Antisemitismus & Islamismus. Zwischen beidem gibt es einen Zusammenhang, finden Elisabeth Badinter und Alice Schwarzer. Ein Gespräch in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Die Französin und die Deutsche sind seit Jahren befreundet. EMMA veröffentlichte 1991 als erste hierzulande Badinters Kommentar gegen das Kopftuch an Schulen.

Eine Befragung von Berliner Lehrern durch das American Jewish Comitee hat jüngst ergeben, dass bei vielen Schülern antisemitische Feindbilder stark präsent sind. In Frankreich haben Lehrer in dem Sammelband „Die verlorenen Territorien der Republik“ bereits 2002 vom grassierenden Antisemitismus in ihren Klassen berichtet. Wie kann da gegengesteuert werden?“

Schwarzer: EMMA hat kürzlich eine Umfrage unter Lehrerinnen gemacht, und die stehen wirklich mit dem Rücken zur Wand. Diese Jugendlichen, die sich mit einer Attitüde der Gewalt inszenieren, schüchtern die anderen ein. Da braucht es nur vier, fünf Schüler in einer Klasse, die geben dann den Ton an, vor allem in Sachen Sexismus. Und da kommt neuerdings noch der Antisemitismus dazu. Auf den Schulhöfen sind „du Jude“, „du Schwuler“ oder „du Opfer“ heute Schimpfwörter. Lehrerinnen werden von Schülern als Nutten beschimpft. Doch die Schulleitungen und auch die Politik wollen jeden Konflikt vermeiden. Wenn die Lehrerinnen sich beschweren, heißt es: Setzen Sie sich mal durch, Sie haben anscheinend Ihre Klasse nicht im Griff.,,“

https://www.aliceschwarzer.de/artikel/bedrohte-juden-335255

Auszug:

„Sie protestieren gegen die Politik des Staates Israel, sagen diese jungen Araber. Alice Schwarzer fragte in der "Welt", was sie genau damit meinen. Geht es hier nicht nur um Israel, sondern um alle Juden? Meint der linke "Antizionismus" eigentlich: Antisemitismus? Und dürfen wir das in Deutschland wieder hinnehmen?..“

Und zum Schluss…

Die Menschen über Alice Schwarzer:
https://www.aliceschwarzer.de/node/335257

Auszug:

Hunderte Menschen haben in Briefen, Mails & Posts Alice zum Geburtstag gratuliert: von Rosemarie aus dem Ammerland (mit einem Rosmarinkranz) bis zum „Uni-Männerstammtisch“ in München.  Sie alle haben sie nicht nur darin bestärkt, ihren Weg weiterzugehen – sondern viele haben sich auch bedankt, dass Alice ihnen Kraft gegeben hat. Auszüge…

Wo wären wir Frauen heute ohne Sie, ohne Ihren unermüdlichen Einsatz für all das, wofür Sie gekämpft haben? Von ganzem Herzen vielen, vielen Dank. Barbara Muschler

Liebe Alice Schwarzer, zu Ihrem 75. Geburtstag melde ich mich, um Ihnen als langjährige EMMA-Leserin herzlich zu danken und Sie zu beglückwünschen: zu Ihrem Mut, diese Zeitschrift so lange „durchzuhalten“; zu Ihrer Hartnäckigkeit vielen KritikerInnen gegenüber; zu Ihrer Phantasie, die Sie immer wieder auf neue Ideen brachte; zu Ihrer Solidarität mit so vielen Frauen auf der Welt; zu Ihrer Beweglichkeit, auch Meinungen zu ändern; zu Ihrer Geduld gegenüber den immer wieder gleichen Anwürfen; zu Ihrer Standhaftigkeit in Ihren Überzeugungen; zu Ihrem psychologischen Durchblick, zum Beispiel bei der „Analyse“ von Romy Schneider; zu Ihrer Stetigkeit in Sachen Pornografie und Missbrauch! Zur Vielfältigkeit Ihres Heftes; zu den bewundernswerten Büchern, die Sie außerdem noch veröffentlichen; zu Ihrer Vorbildfunktion für uns Frauen. Als kleinen Dank und als Hommage stifte ich zehn Abos, die Sie bitte in einem Frauengefängnis verteilen lassen. Ihre Dr. med. Ilse Zilch-Döpke, Fachärztin für Allgmeinmedizin, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Berlin“

Diesen Statements stimme ich freudig zu. :-)

Es lohnt sich wirklich auf den Seiten von Alice Schwarzer zu stöbern. Dort finden sich erfrischend klare Analysen zu politisch aktuellen Themen u. noch viel mehr… aber lest selber. ;-)

https://www.aliceschwarzer.de/start/

Zum Wochenende luftige Kost. :-)

Eichhörnchen in Nordengland (tolle Aufnahmen!)

https://www.youtube.com/watch?v=YCA3OfTbU34

Hanukkah in Jerusalem /Lichterfest mit traditionellen Leckereien

https://www.youtube.com/watch?v=3oOZ6SYhCB0

Euch einen schönen dritten Advent

u. liebe Grüße
Violine


08.12.2017 um 15:07 Uhr

Das bisschen Sexismus? - Man kann's auch lassen ;-)

Hallo Ihr Lieben!

Obwohl eigentlich schon genug gesagt wurde…

Sexismus blüht weiterhin um uns Frauen, leider.
Alltäglich begegnen wir diesem Übel.

Also nochmal zum besseren Verständnis. ;-)

Für alle, die noch nie was davon gehört haben.
Und für die, die andere informieren möchten.

Erstmal die Sprüche, die wir Frauen jeden Tag am Arbeitsplatz zu hören bekommen...

http://www.zeit.de/arbeit/2017-09/sexismus-arbeitsplatz-sprueche-frauen

Auszug:

"Sag mal, stören dich die Brüste nicht beim Operieren?" … und 31 weitere sexistische Sprüche, die Frauen am Arbeitsplatz zu hören bekommen haben.

Die Recherche zu diesem Artikel war nicht besonders aufwendig. Die meisten Frauen, mit denen wir über Sexismus im Beruf gesprochen haben, mussten kaum nachdenken, bis ihnen ein Spruch von Kollegen und Chefs einfiel, der sie bis heute beschäftigt. Mal war es ein Hinweis darauf, dass es sich für Frauen nicht gehört, durchsetzungsstark zu sein, mal ein Kommentar über Brüste, mal ein unangebrachter Kosename. 39 Prozent der Frauen haben schon beispielsweise zweideutige Kommentare und Witze mit sexuellem Bezug im Job gehört – zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes aus dem Jahr 2015.

"Wenn's bei dir mal nicht mehr läuft, kannst du dich wenigstens noch hochschlafen!"

 – mein Kollege (25 Jahre, arbeitet als Fotografin)

"Komm, setz dich zu uns, damit wir etwas Hübsches zum Angucken haben."

 – mein Vorgesetzter, im Beisein von Kollegen (32 Jahre, Physikerin)

"Du bist doch auch lesbisch, oder? Welche Frau tut sich sonst die Unfallchirurgie freiwillig an?"

 – mein Kollege (30 Jahre, Ärztin)

"Wann hatten Sie das letzte Mal Sex?"

 – mein potenzieller Chef beim Vorstellungsgespräch für einen Job in der Fußballbranche (33 Jahre, Social-Media-Beratung) 

"So wie die herumkommandiert, ist die sicher chronisch untervögelt."

–  mein Kollege über unsere Chefin (29 Jahre, Journalistin)"

Und das sind natürlich nur die erfassten Sprüche für die Studie. Was sich Frauen tagtäglich anhören müssen ist unter der Gürtellinie.

Vielen fällt es fast nicht mehr auf. Denn es ist Alltag geworden. Ich finde das erschreckend. Das Weghören, wegsehen, weggucken.

Ob aus Frust, Mutlosigkeit oder weil sich nichts ändert, wenn Frauen dagegen halten, ja sie dann sogar unter den KollegInnen als ‚Zicken‘ gelten? Ist doch alles nur Spaß. Spielverderberin. Nicht genug dass Sexismus als normal dargestellt wird, wer sich das verbittet, wird zudem oft auch noch gemobbt.

Schauen wir doch mal genauer hin.

https://pinkstinks.de/ach-das-bisschen-alltagssexismus/

Auszug:

„Gestern Abend war Stevie [Pinkstinks-Gründerin Stevie Schmiedel, Anm.der Blog Betreiberin] bei der WDR Sendung Ihre Meinung zum Thema Flirten oder Grabschen – wo fängt Sexismus an? eingeladen. Obwohl das tatsächliche Problem in der aktuellen Debatte längst identifiziert ist, „Das Problem ist nicht, dass nicht klar ist, wo die Grenze ist, sondern dass sie einfach überschritten wird." #MeToo#ihreMeinung — Pinkstinks.de (@pinkstinksde) Scheint es darüber noch Unklarheiten zu geben. Obwohl sich auch Männer inzwischen mit nachdenklichen, klugen Beiträgen zu Wort gemeldet haben, fragen sich viele andere, wo denn bitteschön das Problem sein soll und was sie denn machen sollen.

Gut, reden wir über das Problem. Und zwar nicht in seiner groteskesten, grausamsten Form, sondern in der ganz alltäglichen, beiläufigen. Nehmen wir ein Beispiel, wo Grabschen vermeintlich nur formuliert wird. Wenn überhaupt. Eine Leserin hat uns auf den Stand der Traktorfirma Zetor auf der gerade stattfindenen Landwirtschaftsmesse aufmerksam gemacht.

Der Einsatz von sexualisierten Hostessen ist auf Messen durchaus üblich und wir haben das auch schon thematisiert. Als Beispiel sticht es nicht übermäßig heraus – genau deshalb führen wir es hier an. Um uns nicht bei Extremen möglichst viel Zustimmung abzuholen, sondern in den „Häh, das ist doch kein Sexismus!“ Bereich zu gehen. Was uns interessiert ist wie damit umgegangen wird. Wie wird das kommentiert? Die wenig überraschende Antwort: Abfällig, belustigt, geifernd. Womöglich fragt auch mal jemand, wie bescheiden das Produkt sein muss, um mit einem solchen Blickfang besetzt zu werden.“

Und weiter aus dem o.g. Artikel:

„Aber ansonsten das Übliche: Übergriffige Anzüglichkeiten und eine große Selbstverständlichkeit darin, dass dieses Szenario für Männer aufgebaut wurde und sie ein Anspruch darauf haben. Das ist nicht neu und sicherlich nicht das drastischste Beispiel dieser Praxis. Vielmehr sticht die Normalität ins Auge, mit der hier Sexismus als Alltäglichkeit inszeniert und eingefordert wird.

Was Mann also tun kann? Wie wäre es damit, so etwas nicht abzufeiern, sich nicht von einer solchen Ansprache in der Gruppe Männer, die auf Brüste starren vereinnahmen zu lassen. Nicht immer wieder den Anspruch auf die Darbietung sexualisierter Frauen zu Verkaufszwecken ohne Produktbezug erheben oder unkommentiert stehen lassen. Nicht in sexistische Bemerkungen reinlachen, weil man meint, die konsternierten Blicke der anderen nicht auszuhalten.

Einfach mal fragen, was das Ganze soll. Das wäre immerhin ein Anfang.“

Bedauerlich dass in der Werbung Sexismus immer noch dazugehört. Dabei werden Frauen wie gehabt dazu genutzt, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Auch wenn das Produkt absolut gar nichts mit einer fast nackten Frau zu tun hat. Hier mal einige Negativ-Beispiele:

https://pinkstinks.de/negativ-beispiele/

Der Werberat - der sich u.a. aus der Werbenden Wirtschaft zusammensetzt - ist nicht gerade amused, dass Pinkstinks nun mobil macht u. dazu auffordert Sexismus in der Werbung komplett zu verbieten.

http://www.tagesspiegel.de/medien/sexismus-in-der-werbung-abschleppen-ist-genau-dein-ding/20629180.html

Auszug:

„Der Verein Pinkstinks kämpft öffentlich gegen geschlechterdiskriminierende Reklame. Der Werberat ist davon nicht begeistert.

Wer mit seiner Werbung Aufmerksamkeit erzeugen will, der zeigt eine halbnackte Frau in aufreizender Pose. Das ist auch 2017 – trotz Sexismus-Debatte – noch so. Eine aktuelle Studie der Hochschule der Medien Stuttgart belegt, dass fast jede dritte Frau in der Werbung sexualisiert dargestellt wird.

1996 war es allerdings noch mehr als jede zweite Frau. Damals dominierten sexualisierte Reklamen vor allem die Bereiche Automobil und Dienstleistungen. 20 Jahre später wirbt die Kosmetikbranche mit 68 Prozent am häufigsten mittels freizügiger Frauen oder verführerischer Gesten.

Deshalb fördert das Bundesfamilienministerium seit Oktober den Hamburger Verein Pinkstinks mit rund 400 000 Euro, damit dieser bis 2019 ein bundesweites Monitoring sexistischer Werbung durchführt. Mit Materialien soll der Verein Bildungseinrichtungen über das Thema informieren.

Auf der Online-Plattform „Werbemelder*in“ können Nutzer Werbeinhalte einsenden.

Die Aktivisten kategorisieren die Einsendungen in sexistische Werbung (die Frauen sexualisiert als Blickfang ohne Produktbezug benutzt oder als käuflich darstellt), nicht-sexistische (nicht diskriminierend), und stereotype Werbung, die Frauen limitierende Rollenbilder zuschreibt.

Rund 800 Einsendungen sind laut Pinkstinks seit Oktober eingetroffen, davon betreffen etwa 80 Prozent sexistische, je zehn Prozent nicht-sexistische und stereotype Werbung. Als Stereotyp gilt etwa das rosa Überraschungsei „für Mädchen“.

Und weiter aus o.g. Link:

„Pinkstinks-Gründerin Stevie Schmiedel erklärt: „Bei den Einsendungen handelt es sich vor allem um Handzettelwerbung und Plakate mittelständischer Unternehmen wie Pizzalieferdienste und Kfz-Werkstätten. Diese Werbung wird häufig inhouse gemacht, vom Chef zu Hause am Rechner. Das erspart die teure Agentur.“ Die Werbung eines Pannendienstes, die eine halbnackte Frau über eine Motorhaube gebeugt zeigte und mit der Überschrift „Abschleppen ist genau dein Ding?“ versehen war, wurde als sexistisch markiert.

Sensibilisierung für das Problem sei dringend notwendig: „In den Großstädten ist der Herrenwitz längst verpönt, während er in den Dörfern noch ein Schenkelklopfer ist.“ Da Unternehmen außerhalb von Werberats-Rügen nicht sanktioniert werden, findet Schmiedel dessen Arbeit „nicht ausreichend“ und setzt Firmen öffentlichem Druck aus, damit sie reagieren.“

Scheinbar versteht selbst die Bayerische Staatszeitung nicht, worum es bei einem Sexismus Verbot geht. Wenn sie befürchten, in diesem Interview mit Terre des Femmes, dass es dann keine Unterwäschewerbung mehr gibt… Da muss man sich echt nicht mehr wundern...

http://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/politik/detailansicht-politik/artikel/wir-brauchen-integrationskurse-der-verschaerften-art.html

Auszug:

Sexuelle Übergriffe und Gewalt: Fast täglich kommen derzeit neue Vorwürfe ans Licht. Was ist die Ursache der Enthüllungslawine, wie kann man übergriffiges Männerverhalten eindämmen, was kann der Gesetzgeber tun? Über diese und andere Fragen sprachen wir mit Inge Bell, Vizevorsitzende der deutschen Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes.

Wir fordern ein Verbot sexistischer Werbung. Weil wir der Meinung sind, dass solche Werbung viele Männer und Jugendliche in ihrer Vorstellung, Mädchen und Frauen seien Sexualobjekte, bestärkt.

BSZ: Also keine Unterwäschewerbung mehr?
Bell: Doch, natürlich kann man für Unterwäsche werben, mit einer Frau, die Dessous oder einem Mann, der Unterhosen trägt. Das ist in der Regel nicht sexistisch, weil es einen Zusammenhang gibt zwischen dem Produkt und dem jeweiligen Körper.

Aber wenn man mit einer halbnackten Frau wirbt, und es geht um Autoreifen oder Technikprodukte, dann fehlt dieser Zusammenhang. Um solche Werbung geht es. In Städten wie Paris, Genf oder London ist das bereits verboten. Warum nicht bei uns? Wobei die Kommunen, wenn sie wollten, bereits jetzt handeln könnten: Deutsche Städte können sexistische Plakate durchaus verbieten, solche Plakate entfernen lassen und von dem werbenden Unternehmen ein Bußgeld verlangen. Aber sie tun es nicht.“

Fragt man/frau sich natürlich, wieso die Städte nichts tun?

Habt ihr schon mal angefragt bei den zuständigen Kommunen, wieso sie solche Werbung tolerieren. Werbung, die Frauen objektifizieren u. sexistisch darstellen. So dass auch jedes Kind, was dort vorbei läuft, ganz genau erfährt, wozu Frauen da sind: Um als Sexualobjekte herzuhalten.

Die Folge davon sehen wir ja bereits an der nicht enden wollenden Gewalt gegen Frauen, der weiter zunehmenden Pornographisierung u. boomenden Prostitutions Industrie in unserer Gesellschaft.

Wer so ein abwertendens Frauenbild über alle Medien verbreitet, sollte m.E. wirklich belangt werden. Es ist doch nichts anderes als Frauenverachtung.

Wie die EMMAs unlängst hier schrieben:

https://www.emma.de/artikel/das-problem-das-jetzt-einen-namen-hat-334931

Wir leben in einer Gesellschaft, in der Gewalt gegen Frauen als normal gilt. So normal, dass sogar die Frauen sie häufig gar nicht wahrnehmen. In einer Kultur, in der Frauen als maximal verfügbar gelten, nicht zuletzt dank der Pornografie.“

Doch möchte ich nicht dort stehen bleiben.

Wie Stevie im o.g. Pinkstinks Artikel schreibt, es braucht Menschen mit Mut u. Mumm! „Einfach mal fragen, was das Ganze soll.“

Seid mutig! Fragt nach! Schreibt an Verantwortliche!

Guckt hin! Klärt auf! Ermutigt! Redet drüber! :-)

Zum Wochenende nun auch Ermutigendes. ;-)

Falls ihr es noch nicht mitbekommen habt,

Alice Schwarzer ist 75 geworden. Gratulation!!
https://www.emma.de/artikel/wir-emmas-gratulieren-herzlich-335107
https://www.domradio.de/themen/glaube/2017-12-03/alice-schwarzer-zieht-zum-75-geburtstag-eine-zwischenbilanz

Und noch was zum Gucken:

Wintervögel mit Gesang und Ruf

https://www.youtube.com/watch?v=Lc64CY4NFLg

Gemütliches Eichhörnchen

https://www.youtube.com/watch?v=YVUauK9nPlA

Habt eine schöne Adventszeit

und liebe Grüße
Violine

23.11.2017 um 15:37 Uhr

25.November 2017 - Internationaler Tag für Frauen

Hallo Ihr Lieben!

Übermorgen ist es wieder soweit.

Der "Internationale Tag für die Beseitigung von Gewalt an Frauen" findet weltweit statt. Zum Glück hat es viele positive Veränderungen gegeben, um diese Gewalt mehr u. mehr einzudämmen.

Einzudämmen. Abgeschafft ist sie leider, leider immer noch nicht. Auch wenn unsere ‚westliche‘ Welt noch so zivilisiert zu sein scheint. Gewalt gegen Frauen wird weiterhin geduldet, unterschätzt, verharmlost, übersehen…

Weswegen Frauen auch weiterhin darüber reden müssen.

Viele glauben, diese Gewalt betrifft sie nicht. Doch das ist ein Trugschluss. Sexualisierte Gewalt gegen Frauen beginnt schon mit Sexistischen Witzen, Anzüglichkeiten, Belästigungen. Und endet irgendwann in konkreter Gewalt. Es gibt stets eine Steigerung.

Gewalt gegen Frauen beginnt im Kopf.

Wer denkt, dass nichts dabei ist Frauen anders zu behandeln, weil sie Frauen sind, ist schon auf dem besten Weg dahin, auch Gewalt zuzulassen. Denn Frauen sind Menschen. Was ich denke, das bin ich. Wenn Frauen als sexualisierte Objekte dargestellt werden, trägt dieses desaströse Menschen, bzw. Frauenbild irgendwann auch negative Früchte. Wie wir ja sehen...

Frauenfeindliche Werbung ist strukturelle Gewalt“ schreibt Terre des Femmes zum Thema:

https://frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/frauenfeindliche-werbung

Auszug:

„Auf der Straße, beim Lesen, Fernsehen oder beim Surfen durchs Internet - Werbung begegnet uns täglich und ist allgegenwärtig. Über Reklame werden Botschaften transportiert, Lebensgefühle erzeugt und Idealbilder verbreitet. Werbung gibt gesellschaftliche Rollenbilder weiter und zeigt uns, wie Frauen und Männer angeblich zu sein haben. Bereits Kinder werden früh von diesen Bildern geprägt.

Besonders die Darstellung von spärlich bekleideten Frauen wird gerne genutzt, um auf ein Produkt aufmerksam zu machen, das meist in keinem inhaltlichen Zusammenhang mit dem Frauenkörper steht. Unter dem Motto "Sex sells" soll mithilfe von teilweise pornographischen Darstellungen Elektronik, Autos oder andere Produkte verkauft oder sogar Spenden für Hilfsorganisation generiert werden. Aber nicht nur die Reduzierung des weiblichen Körpers auf ein sexuelles Objekt ist diskriminierend…“

Anhand einiger Beispiele sexistischer Werbung möchte ich aufzeigen, wie sehr die Gedanken beeinflusst werden, Frauen als Objekte zu sehen u. nicht als Menschen. Das Frauenbild in der Gesellschaft ist das Problem.

https://pinkstinks.de/negativ-beispiele/
http://itzebitze.de/aktuelles.html
https://www.emma.de/thema/sexismus-es-reicht-jetzt-185284

Und so sieht es aus, wenn Männer Frauenrollen in der Werbung übernehmen würden. Daran seht ihr recht schnell, wo das Problem liegt:

http://meedia.de/2014/03/18/wenn-maenner-frauenrollen-in-der-werbung-spielen-wuerden/

Die Frau als Objekt.

Das führt unweigerlich zur nächsten Stufe, den Übergriffen. Denn was entmenschlicht wird, verliert, schleichend zu Beginn, aber dann die (Menschen-)Rechte. Die Auswüchse davon sehen wir in der Porno- u. Prostitutions Industrie.

Prostitution ist nicht anderes als - vom Staat - legitimierte sexuelle Gewalt gegen Frauen.

Worüber es gerade eine aktuelle Dokumentation gibt:

http://www.spiegel.de/kultur/tv/bordell-deutschland-ueber-prostitution-im-zdf-eine-gewaltige-doku-a-1177716.html

Auszug:

Jünger, vielfältiger und billiger. Das 2002 verabschiedete Prostitutionsgesetz wurde als Fortschritt gefeiert. Welche Verheerungen es in Wahrheit nach sich gezogen hat, zeigt eine monumentale Doku in der ZDFinfo-Mediathek.

Nach zwei Minuten ist klar, wohin die Reise geht. Nach fünf Minuten steht die Tendenz der Dokumentation endgültig fest. Nach 15 Minuten ist das Elend kaum mehr auszuhalten, sind Opfer, Profiteure und Urheber der Malaise benannt und bekannt. Aber da muss man nun durch. "Bordell Deutschland" ist die umfassendste Recherche, die bisher zum Thema Prostitution im deutschen Fernsehen zu sehen war.

Über ein Jahr hat Christian Paul Stracke recherchiert, von Berlin bis Temesvar, von Malmö bis Kleinblittersdorf, vom Straßenstrich zum Edelpuff, von der Therapiestelle bis ins Ministerium, bei "Sexarbeiterinnen", Zuhältern, Aktivisten. Auf 90 Minuten breitet er aus, mit welcher Heftigkeit das 2002 verabschiedete Prostitutionsgesetz nach hinten losgegangen ist.

Die Doku (noch) in der Mediathek:

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/bordell-deutschland-milliardengeschaeft-prostitution-102.html

Die strukturelle Gewalt gegen Frauen hat inzwischen solche Ausmaße angenommen, das sehen wir auch anhand des Sturmes der wegen Weinstein losbrach. Frauen sprechen endlich darüber, schweigen nicht mehr über sexualisierte Gewalt.

Doch ändert sich etwas?

Ein aufschlussreicher Artikel, den ich beim österreichischen DerStandard gefunden habe, zeigt wo das Problem liegt:

https://derstandard.at/2000066760214/MeToo-und-die-Begriffsstutzigkeit-der-Maenner

Auszug:

Keiner soll sagen, dass er es nicht geahnt oder gewusst hat. Niemand. Nicht die Männer im Umfeld von Harvey Weinstein wie Quentin Tarantino, die jahrzehntelang seine Protektion und sein Vertrauen genossen haben. Und auch wir nicht, die wir immer mal wieder geflissentlich über Belästigungen hinwegsehen, sexistische Bemerkungen abnicken und so tun, als wäre nichts gewesen.

Wir Männer, die wir uns für dufte, anständige Typen halten, weil wir Frauen nicht zu Opfern machen, während wir sie ein ums andere Mal ohne mit der Wimper zu zucken zu Kollateralschäden unserer Feigheit, Selbstgerechtigkeit und Ignoranz degradieren. Und dafür auch noch Dankbarkeit erwarten. Immerhin haben wir begriffen, dass Frauen ja auch Menschen sind, mit denen wir befreundet sein können und die wir nicht gegen ihren Willen anfassen würden. Aber die Taschen, in die wir uns lügen, sind so groß, wie unsere Aufmerksamkeitsspanne bei solchen Debatte kurz ist. Oder wer von uns hat persönliche Konsequenzen aus dem #Aufschrei gezogen und rekapituliert, in welchen Situationen er weggeschaut hat? Wir machen es uns zu einfach. Mit den Männern um Harvey Weinstein und mit uns selbst.“

Und weiter aus o.g.Artikel:

"Wir wollen es uns nicht vorstellen. Wir stehen mitten auf einem Schlachtfeld missbrauchter Frauenkörper, von überall her branden laute Stimmen gegen unsere Ohren. 

Und was tun wir Männer? Wir sorgen uns, weil angeblich neue rote Linien in dem alltäglichen Miteinander von Männern und Frauen gezogen werden. Womöglich darf Mann dann überhaupt nichts mehr sagen – und flirten schon gar nicht. Wo bleibt denn da der Spaß?

Jeder von uns kennt mindestens eine Frau, die Opfer von Belästigung oder Missbrauch geworden ist. Und doch macht dieser Umstand viel zu wenig mit uns. Nein, nicht alle Männer sind Täter. Aber es sind viel zu viele. Und nein, nicht alle Männer sind Mitwisser. Aber doch die meisten. Wir müssen endlich erkennen, dass wir durch unser Nichtstun Missbrauch und Belästigung zu unvermeidlichen Nebenwirkungen des Zusammenlebens von Männern und Frauen erklären. Und dass unser Schweigen den Eindruck erweckt, diese Nebenwirkungen seien nicht einmal unerwünscht. Wir sind dran!“

Dank der #MeToo Welle melden sich immer mehr Frauen, die sexuelle Gewalt erlitten haben. Da kanns einem schwindelig werden. Denn jeden Tag kommen neue Anzeigen hinzu. Ein Fass ohne Boden. Nur einige wenige - bekannt gewordene - Beispiele der letzten drei Monate:

https://derstandard.at/2000067868041/Uebergriffe-auch-fuer-Kuenstlerinnen-in-Schweden-an-der-Tagesordnung
http://www.huffingtonpost.de/2017/11/13/koeln-sex-uebergriffe-fes_n_18540312.html
https://www.merkur.de/bayern/haftbefehle-erlassen-sexuelle-uebergriffe-auf-volksfest-8673705.html
https://www.welt.de/politik/deutschland/article170723834/Eine-Reihe-von-Beschwerden-ueber-sexuelle-Belaestigung.html

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-10/sexuelle-belaestigung-frauen-umfrage

Auszug:

Fast jede zweite Frau betroffen. Ein großer Teil der Frauen in Deutschland ist laut einer Umfrage sexuell belästigt oder bedrängt worden. Mehr als jeder sechste Mann räumt Fehlverhalten ein.

Bereits Mitte des Monats hatte eine YouGov-eigene Umfrage mit fast 2.400 Teilnehmern ähnliche Zahlen zu Betroffenen ergeben. Die häufigste Art der Belästigung sind laut dieser Umfrage Berührungen (rund 28 Prozent), gefolgt von anzüglichen Sprüchen (24 Prozent).“

Seit so vielen Jahren kämpfen Frauen gegen Gewalt. Aber die Verursacher haben sich bisher kaum oder gar keinen Kopf darüber gemacht.

Deswegen schätze ich auch jeden einzelnen Mann, der sein eigenes Verhalten u. das anderer Männer überprüft u. sich fragt, was da schief läuft!! :-)

Wir Frauen gehen immer, ständig, Jahrzehnt um Jahrzehnt auf die Straße. Wehren uns. Haben uns Rechte erstritten, die für Männer selbstverständlich sind, wie z.B. Nein heißt Nein.

Ich wünsche mir viel mehr Männer, die ihre Mütter, Töchter, Schwestern, Freundinnen darin unterstützen. Denn welcher Mann will denn unter Generalverdacht stehen, nur weil es so viele Idioten gibt, die die Grenzen von Frauen mit Füßen treten.

Zeigt Flagge! Ächtet alle Formen der Gewalt gegen Frauen!

Denn wenn ein positives Menschen/Frauenbild an unsere Kinder weiter gegeben wird, könnte es doch noch geschehen dass sich viel mehr verändert u. Frauen genauso frei leben könnten wie Männer. ;-) Das ist unter dieser objektivierenden Haltung in unserer Gesellschaft kaum möglich.

Auf der Seite von UN-Women erfahren wir u.a.:

https://www.unwomen.de/un-women-nationales-komitee-deutschland-ev.html
http://www.unwomen.de/schwerpunkte/beendigung-der-gewalt-gegen-frauen/internationaler-tag-zur-beendigung-der-gewalt-gegen-frauen-2017.html

Auszug:

#Jeden dritten Tag wird eine Frau von ihrem Partner getötet. In Deutschland.

Letztes Jahr wurde eine grauenhafte Beziehungstat aus Hameln bekannt, bei der ein Mann die Mutter ihres Kindes an einem Seil hinter seinem Auto herzog, bis sie mit schwersten Verletzungen auf dem Bürgersteig liegen blieb. Das Bundeskriminalamt (BKA) veröffentlichte 2016 erschreckende Zahlen zur Gewalt gegen Frauen. Fast jeden Tag wird eine Frau Opfer von Gewalt. Jeden dritten Tag wird eine Frau durch ihren Partner getötet. In Deutschland! 

Wir fordern die neue Bundesregierung auf, das Gesamtkonzept zur Prävention von und zum Schutz vor Gewalt gegen Frauen zu verschärfen und die Hilfen für Opfer zu verbessern. Dazu hat sich Deutschland mit der Ratifizierung der „Istanbul-Konvention“ verpflichtet"

Sind Sie von Gewalt betroffen?

 

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Es ist rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr kostenlos unter der Telefonnummer 08000 116 016 und online unter www.hilfetelefon.de erreichbar.

Auch Personen aus ihrem sozialen Umfeld und Fachkräfte finden zu allen Formen von Gewalt Unterstützung – anonym und vertraulich, in 17 Fremdsprachen, in Deutscher Gebärdensprache und in Leichter Sprache.“

Abschließend möchte ich die wunderbaren Worte von Alice Schwarzer, aus dem Jahr 2000 hier auszugsweise rein setzen. Sie hat einen Traum…

https://www.aliceschwarzer.de/artikel/ich-habe-einen-traum-266229

Auszug:

Ich habe einen Traum. Ich bin eine Frau. Es ist eine laue Sommernacht. Ich schlendere durch die Straßen. Bleibe stehen. Schaue in eine Auslage. Beachte kaum, dass sich jemand neben mich stellt. Gehe weiter. Biege in einen Park ein. Setze mich auf eine Bank. Schaue in die Sterne. Erschrecke nicht, als sich jemand mit raschen Schritten nähert… Zu Misstrauen habe ich keinen Grund. Der Mann neben mir ist nicht mein Feind. Vielleicht wird er sogar ein Freund. Ich bin eine Frau. Ich kann überall hingehen. Ohne Angst. Die Welt steht mir offen.

Ich habe einen Traum. Ich bin ein kleines Mädchen. Nachts stört niemand meinen Schlaf. Keiner schiebt sich in mein Bett. Ich nässe nicht in meine Laken und kaue nicht meine Nägel. Wenn ich etwas sage, hören mir die anderen zu. Wenn meine Mutter die Hand hebt, zucke ich nicht zusammen. Wenn mich mein Vater auf seinen Schoß zieht, stockt nicht mein Herz. Wenn mir Gefahr droht, eilen die anderen mir zur Hilfe. Wenn ich teile oder tröste, werde ich dafür gelobt. Wenn ich stolz bin, werde ich darin bestärkt. Wenn ich verwegen bin, werde ich zu mehr ermutigt. Ich bin ein kleines Mädchen. Ich freue mich auf morgen...

Ich habe einen Traum. Ich lebe in einem fremden Land. Ich muss nicht hungern. Ich muss mich nicht prostituieren. Ich bin nicht wie Vieh verkauft, nicht wie eine Sklavin verstoßen, nicht wie ein Hund lebendig verscharrt worden. Ich bin auch nicht der Besitz eines Mannes, der mich im Namen Allahs bis zur Unsichtbarkeit unter den Schleier zwingt. Mir sind nicht die Genitalien mit deinem Rasiermesser verstümmelt, mir ist nicht die Vagina zugenäht worden. Ich spüre nicht Schmerz, sondern Lust. Ich habe mich auch nicht mit Versprechungen oder Drohungen in ein reiches Land verschleppen lassen, Endstation Bordell. Ich bin eine Frau. Und im vollen Besitz meiner Menschenrechte…“

Träumen ist etwas Wunderbares! :-)

Behaltet das Ziel im Auge! Habt Visionen! Traut euch!

Zum Wochenende nun wieder luftigere Kost. :-)

Ganzjährig Vogelfutter für Wildvögel (Prof. Dr. Berthold)

https://www.youtube.com/watch?v=AeW_rracJF0

Eichhörnchen am Futterhaus

https://www.youtube.com/watch?v=3fZ8O0XZ3N0

3 Eichhörnchen zu 4 verschiedenen Jahreszeiten

https://www.youtube.com/watch?v=XxynpK_FFic

Gönnt euch mal ne Pause...

und liebe Grüße
Violine


Nachgetragen:

https://pinkstinks.de/blog/eine-ende-von-gewalt-gegen-frauen-beginnt-im-kleinen/

Auszug:

„Der Name dieses Tages ist in einer bestimmten Hinsicht unvollständig, da die Gewalt und ihr Ursprung nicht genannt werden. In vielerlei Hinsicht wäre es folgerichtig den 25. November den „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen DURCH MÄNNER“ zu benennen. Denn in 99 Prozent aller Fälle von sexueller Gewalt sind die Täter Männer.

Und damit geht gerade uns Männer dieser Tag explizit an. Verantwortlich für die Gewalt an Frauen sind nämlich nicht nur die Männer, die Taten verüben, sondern auch die vielen anderen: Männer, die nicht eingreifen. Männer, die zuschauen. Männer, die durch sexistische Witze eine sexistische Kultur am Leben erhalten. Männer, die von Vorfällen wissen, aber nichts unternehmen. Gewalt an Frauen beginnt als Gewalt und Erniedrigung in den Köpfen – meistens also in den Köpfen von Männern. Was ist zu tun?...“


Nachgeschoben:

Um mehr Ruhe u. Zeit beim Recherchieren zu haben werde ich (vorerst) statt jede Woche alle zwei Wochen hier in meinem Blog schreiben. Wie heißt es so schön: Weniger ist mehr. ;-)



10.11.2017 um 15:23 Uhr

Wenn die Blätter fallen

Hallo Ihr Lieben!

So nach u. nach fallen auch die Letzten.

Mit Wind gefegt. Mit Verlaub belaubt.
Blätterdächer. Baumbekleidungen. Belaubungen.

Von Gold zu Gelb.

Von Leuchtkraft zu Flatterhaftigkeit.
Einsammeln. Einmotten. Einheizen.

Der Winter kommt bestimmt.

Die Nebelwände. Das Unsichtbare.
Laubfall. Lautlos. Leblos. Lebhaft.

Der Tee schmeckt jetzt viel besser.

Wahlweise mit Schuss oder mit Zimt.
Nordwind. Normalnull. Novemberkrimi.

Die Zeit der Langsamkeit rückt näher.

Weniger Hektik. Mehr Lebensinhalt.
Wollsocken. Wärmeflaschen. Wollmäuse.

Wenn die Blätter fallen.

Den Blog mal Blog sein lassen.
Ausruhen. Abtauchen. Auftanken.

In diesem Sinne….

Der Langsamkeit Raum geben.
Müßig der Muße frönen oder so. ;-)

Danach gehts mit frischem Wind weiter!

Für euch noch ein paar Schmankerl. ;-)

Eine kleine Perle vom Zaubermantel:

http://www.blogigo.de/Zaubermantel/Perlen/2502/

Nachhaltige Mode:

Spanische Designerin erfindet Leder aus Ananas
http://ze.tt/nachhaltige-mode-spanische-designerin-erfindet-leder-aus-ananas/

Astronomy Picture of the Day

https://apod.nasa.gov/apod/archivepix.html

Eichhörnchen bereitet sich auf den Winter vor

https://www.youtube.com/watch?v=Vj3SZsyg3HA

Passt gut auf euch auf!

Liebe Herbst Grüße
Violine

03.11.2017 um 18:28 Uhr

Positives im Herbst :-)

Hallo Ihr Lieben!

Vorerst bleibe ich mal auf der Positiv Welle. ;-)

Und werde zwischen den eher härteren Themen bei Gelegenheit kleine positive Nachrichten einschieben. Ein wilder Mix. So bunt wie die Herbstblätter. :-)

Nachdem wir unlängst durch eine Langzeitstudie erfahren mussten, dass Insekten u. Vögel rapide abgenommen haben. Sollten wir viel mehr Abwechslung schaffen. Das betrifft natürlich vor allem die Bauern.

Aber ganz persönlich kann jede/r für bunte Blumenvielfalt sorgen im Garten u. auf dem Balkon u. auch das ganze Jahr hindurch die Vögel füttern, wenn irgend möglich.

https://www.welt.de/wissenschaft/article160166830/Wir-haben-die-moralische-Pflicht-Voegel-zu-fuettern.html

Zum Glück tut sich auch was in der Landwirtschaft:

Silphie – der Ersatz für Mais als Energiepflanze
http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/10/umwelt/silphie-der-ersatz-fuer-mais-als-energiepflanze/

Auszug:

„Zur Herstellung von Biogas dient in Deutschland in allererster Linie der Mais. Skeptiker sagen, dass es eine Verschwendung wäre, ein Nahrungsmittel zur Energieerzeugung zu verwenden. Nun hat man festgestellt, dass an vielen Standorten der Anbau von Mais durch die Durchwachsene Silphie ersetzt werden könnte. Diese braucht wesentlich weniger Dünger und Pflanzenschutzmittel und bietet für viele Insekten eine gute Nahrungsquelle, ganz im Gegensatz zum Mais. Sie stammt ursprünglich aus den gemäßigten Zonen Nordamerikas und gedeiht bei uns sehr gut. Man nennt sie auch Kompass- oder Becherpflanze. Sie braucht weniger Dünger, sie erodiert den Boden nicht, lockt keine Wildschweine an, die Schäden anrichten können und sie braucht weniger Dünger und Pflanzenschutzmittel. Nicht zuletzt finden Bienen, Hummeln und andere Insekten mit der Silphie, die bis in den Spätherbst hinein blüht, reichlich Nahrung.“

Um meinem Feministischen Blog gerecht zu werden,

auch dazu etwas Positives. ;-)

In England gab es heftigen Streit darum, ob bekannte Frauen, außer der Queen, auf den Banknoten erscheinen sollten. Die Initiatorin wurde daraufhin auf das Heftigste angegriffen online. Samt Morddrohungen. Unfassbar. Doch sie hat es geschafft!! :-) Kampagne für Jane Austen auf britischen Banknoten erfolgreich:

https://www.theguardian.com/business/2017/sep/14/jane-austen-10-note-campaigner-donate-first-shelter-caroline-criado-perez

Auszug:

„A campaigner who forced the Bank of England to have female representation on banknotes has pledged to donate her first Jane Austen tenner to a women’s shelter as the new plastic currency enters circulation.

Criado-Perez was subjected to online abuse after leading the campaign for female representation. Writing in the London Evening Standard she said she would not quite believe the success of the campaign until she held a new tenner in her hand. “I imagine it will feel amazing,” she said. Criado-Perez, co-founder of the feminist blog the Women’s Room, added: “I’ll be donating my first Austen tenner to my local women’s shelter. It feels like the right way to end this chapter of my life.”

Und noch was zum Selbstbewusstsein von Frauen im Job. ;-)

http://www.taz.de/!5455948/

Auszug:

„Immer langsam mit der Braut“ Barbara Schaeffer-Hegel ist Feministin. Eine, die Frauen nicht als Opfer sieht, sondern sie in Führungsfunktionen sehen will. Darüber hat sie nun ein Buch geschrieben. Unsere Trainings zielten immer auch darauf, dass die Frauen selbstbewusst und durchsetzungsfähig werden. Damit sie zum Beispiel bei einer Gehaltsverhandlung sagen: „Das will ich haben!“, und nicht: „Was kriege ich denn, bitte schön?“

Wer zufällig in NRW wohnt… Ein Bauernhof gibt umsonst Gemüse ab, dass wegen einiger Macken nicht verkauft werden kann. Kostenloses Bio-Gemüse aus Kaast (NRW):

https://nur-positive-nachrichten.de/positive-nachrichten/bio-gemuese-fuer-umme

Auszug:

Gemüse, das der Einzelhandel auf Grund optischer Mängel nicht möchte, wird auf dem Lammertzhof kostenfrei zur Verfügung gestellt.“

Soweit mir bekannt ist, gibt es auch inzwischen einige Bio-Läden, die Gemüse für umme anbieten u. dafür im Laden Stiegen mit Obst u. Gemüse aufstellen zum Selbstbedienen. Das machen auch einige der bunten türkischen/arabischen Obststände gerne.

Eine sehr gute Idee, ganz besonders für arme Menschen!

Könnt ihr übrigens auch machen, wenn ihr zu viel Obst/Gemüse im Garten habt. Es entweder direkt bei Frauen Tagestreffs abgeben oder an die Tafeln verteilen. Die freuen sich! Und ihr gleich mit. Denn wie heißt es so schön: Geteilte Freude ist doppelte Freude. :-)

Zum Wochenende auch was zum Freuen. ;-)

Beautiful Earth

https://www.youtube.com/watch?v=DTZWgHfGhus

Meine erste Walnuss

https://www.youtube.com/watch?v=egTd8Ps5aUM

How to attract Birds to your Garden

Kleine schöne Fütteranleitung
https://www.youtube.com/watch?v=jH0425VzERs

Sorgt gut für euch/andere!

Liebe Grüße
Violine

27.10.2017 um 18:21 Uhr

Die #Me too Kampagne

Hallo Ihr Lieben!

Sturm im Wasserglas – oder mehr?

Das fragen sich einige bei der o.g. Kampagne.
Worum es geht?

Begonnen hat alles mit der Schweinerei von US-Produzent Weinstein. Ein sehr mächtiger Mann in Hollywood, der Frauen zu sexuellen Handlungen zwang oder sie würden nie Fuß fassen in der Branche, dafür sorge er. Alle wussten davon, nur keiner sprach drüber. Nun ist es raus.

http://www.aliceschwarzer.de/artikel/weinsteinalle-wussten-bescheid-334893

Im Internet forderte eine kanadische Journalistin, die den Skandal öffentlich machte, dazu auf sich zu melden, wann andere Frauen „ihren Weinstein getroffen haben“. Was eine riesen Welle in Bewegung setzte. Weltweit. Womit wohl keiner rechnete.

Inzwischen ist es in allen Medien. Und es hört nicht mehr auf. Mehr u. mehr Frauen melden sich u. erzählen von Übergriffen. Sexuelle Belästigungen am Arbeitsplatz, auf der Straße, überall.

http://www.emma.de/artikel/das-problem-das-jetzt-einen-namen-hat-334931

http://www.emma.de/artikel/verpfeif-dein-schwein-334913

Auszug:

„Die Affäre Weinstein hat die Mauer des Schweigens niedergerissen. Im Netz veröffentlichen tausende Frauen ihre eigenen Erfahrungen. Von Frankreich bis Kanada. Auch in Deutschland twittern Frauen unter "Me too" über sexualisierte Gewalt.

Anne T. Donahue ist die Erste. Als die New York Times am 5. Oktober ihre Artikel-Serie über die Affäre Weinstein eröffnet, loggt sich die kanadische Journalistin auf Twitter ein. „Wann hast du DEINEN Harvey Weinstein getroffen? Ich fange an: Ich war eine 17-jährige Schülerin an einer Gemeinschaftsschule und er hat darauf bestanden, meine Schultern zu massieren, während ich tippte“, schreibt sie und klickt auf senden.

Zehn Tage später hat der Tweet der Kanadierin fast 14.000 Likes, er ist 5.500 Mal geteilt worden – und rund 5.000 Frauen haben unter #MyHarveyWeinstein geantwortet. „Der übergriffige Fahrlehrer, der den Mädchen sagte, dass sie ihren Führerschein nicht bekommen, solange sie ihn nicht küssen“, schreibt eine. „Der Kollege, der mich in die Toilette gedrängt hat und mich dazu zwingen wollte, seinen Schwanz zu berühren. Seinen Job hat er immer noch“, eine andere.

Anne T. Donahue hat in ein Wespennest gestochen. Denn natürlich ist - wie Emma Thompson es in diesen Tagen formulierte - Weinstein „nur die Spitze eines ganz bestimmten Eisbergs“, den jede Frau kennt, nicht nur in der Filmbranche. Und so ist es auch nicht überraschend, dass inzwischen nicht mehr nur in Kanada, sondern auch in den USA und in Frankreich ganz ähnliche Aktionen im Netz laufen.

#Balancetonporc, Verpfeif dein Schwein, fordern die Französinnen auf. Angefangen hat die Journalistin Sandra Muller. Die hatte am Freitag auf Twitter geschrieben: „Erzähl auch du von deinen Erfahrungen mit sexueller Gewalt, die du in deinem Job erlebt hast. Und nenne Namen.“

Und die US-Amerikanerinnen schreiben: „Me too!“ Auch ich bin betroffen! Dazu hatte am Sonntag die Schauspielerin Alyssa Milano („Charmed – Zauberhafte Hexen“) auf Twitter aufgerufen: „Falls du auch sexuelle Gewalt erfahren hast, antworte mit ‚Me too’ auf diesen Tweet“. Ein Freund habe ihr das vorgeschlagen, schreibt Milano, „um den Menschen ein Gefühl für das immense Ausmaß des Problems zu vermitteln“. Es antworteten über 30.000 - innerhalb weniger Stunden.“

Die EMMAs berichteten bereits über Täter in Hollywood:

http://www.emma.de/artikel/der-dreckige-traum-von-hollywood-317251

Bei uns meldeten sich daraufhin auch einige Politikerinnen zu Wort:

https://www.gmx.net/magazine/politik/andres-nahles-spd-erfahrungen-sexismus-politik-32591614#.homepage.single.Nahles%20erlebt%20st%C3%A4ndig%20Sexismus.0

Auszug:

Seit bekannt wurde, dass US-Produzent Harvey Weinstein etliche Frauen sexuell belästigt und missbraucht haben soll, spricht die ganze Welt über Sexismus. Nicht nur in Hollywood, auch in der deutschen Politik sei Sexismus an der Tagesordnung, sagt nun Andrea Nahles, die mächtigste Frau der SPD.

Die neue SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles hat in ihrer politischen Karriere immer wieder Erfahrungen mit Sexismus gemacht. "Eine typische Sexismus-Erfahrung ist, dass Frauen nicht ernst genommen werden. Ich habe in meinem Leben unglaublich oft gehört: Die kann das nicht. Oder: Sie ist noch nicht so weit", sagte Nahles der "Bild am Sonntag" laut einer Vorabmeldung.

Bei Frauen werde sogar noch die Qualifikation angezweifelt, wenn sie bereits sehr erfolgreich im Leben stünden. "Ich kenne nichts Vergleichbares bei Männern", sagte Nahles. Bei Frauen stehe auch viel zu oft das Aussehen im Vordergrund.“

Doch das ist noch nicht alles. Aus dem EU-Parlament hören wir nun von weiteren sexuellen Übergriffen, wobei wohl deutsche Parlamentsmitarbeiter treibend waren.

https://www.gmx.net/magazine/unterhaltung/kino/weinstein-skandal/berichte-schwere-sexuelle-belaestigungen-eu-parlament-32593906#.homepage.hero.Sexuelle%20Bel%C3%A4stigung%20im%20EU-Parlament%3F.2

Auszug:

„Im Zuge des Weinstein-Skandals beginnen nun auch Mitarbeiterinnen des Europaparlaments über das Thema sexueller Missbrauch zu reden. Ihre Berichte sind alarmierend. Auch deutsche Abgeordnete sollen Frauen belästigt haben.

Die britische Zeitung "The Sunday Times" und andere Medien hatte zuvor schwere Vorwürfe von Parlamentsmitarbeiterinnen öffentlich gemacht. So sollen männliche Abgeordnete Frauen auf verschiedenste Arten sexuell bedrängt oder begrapscht haben. In einem Fall habe ein Parlamentarier vor einer jungen Assistentin masturbiert, schreibt die "Sunday Times". Der Zeitung zufolge sind unter den Beschuldigten mindestens zwei deutsche Abgeordnete. Einer von ihnen wird sogar als "führend" bezeichnet.

Die Identitäten der anderen Beschuldigten enthüllte das Blatt nicht - nach eigenen Angaben auf Wunsch der Parlamentsmitarbeiterinnen. Die Frauen hätten Angst um ihre Karrieren und fürchteten eine mögliche juristische Auseinandersetzung, schrieb die "The Sunday Times".

Wie gut, dass in Deutschland seit letztem Jahr gilt: Nein heißt Nein! Sprich, sexuelle Belästigung ist strafbar geworden. Kaum zu glauben, dass es das bisher nicht war. Ist aber leider so. Von daher ist dieses Gesetz für Frauen auch so wichtig, nach Jahrzehnte langem Kampf.

http://www.emma.de/artikel/eine-revolution-fuer-die-frauen-332995

Auszug:

Nein heißt jetzt endlich Nein! Es ist ein historischer Moment. Dank des Schulterschlusses der Politikerinnen von Union und SPD. Und auch "Grabschen" und Gruppengewalt sind von nun an strafbar. Nur die Grünen und Die Linke stimmten gegen Letzteres.

Über drei Jahrzehnte hat es gedauert. „Wer gegen den erkennbaren Willen einer anderen Person sexuelle Handlungen an dieser Person vornimmt oder von ihr vornehmen lässt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.“ Als die stellvertretende Bundestagspräsidentin Claudia Roth dieses überwältigende Ergebnis verkündete, erhoben sich die Abgeordneten von den Plätzen und spendeten Standing Ovations. Was Feministinnen, allen voran EMMA, seit Anfang der Achtziger Jahre fordern, wird nun auch in Deutschland endlich Gesetz: Nein heißt Nein! Eine weitere Revolution: Auch die sogenannte Sexuelle Belästigung ist künftig ein Straftatbestand!

Jetzt heißt es zu den verharmlosend "Belästigung" genannten sexuellen Übergriffen im neuen § 184i: „Wer eine andere Person in sexuell bestimmter Weise körperlich berührt und dadurch belästigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ Als "besonders schwerer Fall" gilt, wenn „die Tat von mehreren gemeinschaftlich begangen wird“.

Wie allen inzwischen bekannt sein müsste, beginnt Sexualisierte Gewalt immer erst mit Sexismus, steigert sich zur Sexuellen Belästigung u. endet in brutaler Gewalt gegen Frauen. Die vorwiegend privat geschieht, aber sich ebenso in Prostitution u. Pornographie deutlich zeigt. Letztendlich führt dieses Frauenbild zum Frauenhass.

Die EMMAs haben mal eine Chronik der Sexuellen Belästigungen am Arbeitsplatz aufgestellt. Seit den 70igern wird drüber gesprochen, gehen Frauen deshalb auf die Straße. Geändert hat sich, wie wir heute sehen, kaum etwas - was das Frauenbild angeht.

http://www.emma.de/artikel/sexuelle-belaestigung-im-beruf-die-chronik-333445

Auszug:

„Wie die Frauen endlich anfingen, über sexuelle Belästigung im Beruf zu reden, von den frauenbewegten 1970er Jahren bis heute(2013).

1978 EMMA berichtet in ihrer März-Ausgabe zum ersten Mal über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz: „Ferkel im Betrieb“.


1980 
In den USA wird MacKinnons Entwurf vom Parlament verabschiedet: „Sexual Harassment“ gilt nun als Verstoß gegen den Civil Rights Act, also als Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Die Kommission für Chancengleichheit am Arbeitsplatz (EEOC) bestimmt in ihren Richtlinien: Der Arbeitgeber ist dafür verantwortlich, seine Arbeitnehmerinnen vor sexuellen Übergriffen zu schützen. Die ersten Frauen erklagen Schadensersatz.

1992 In Deutschland erscheint eine Flut von Publikationen zur sexuellen Belästigung: in dem feministischen Verlag Frauenoffensive „Tatort Arbeitsplatz“, beim Deutschen Gewerkschaftsbund der Ratgeber „Nein heißt Nein!“; das Bundesfamilienministerium veröffentlicht eine Broschüre über „Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz“. Und Frauenministerin Angela Merkel legt den Entwurf für ein Gesetz vor, das Frauen vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz schützen soll. „Kohls Mädchen“ wird dafür in den Medien scharf angegriffen.

1994 Am 1. September tritt in Deutschland das „Gesetz zum Schutz der Beschäftigten vor sexueller Belästigung“ in Kraft, kurz: Beschäftigtenschutzgesetz. Es definiert sexuelle Belästigung als „jedes vorsätzliche, sexuell bestimmte Verhalten, das die Würde von Beschäftigten am Arbeitsplatz verletzt“. Darunter fallen nicht nur strafrechtlich relevante Taten wie sexuelle Nötigung, sondern auch „Aufforderungen zu sexuellen Handlungen“ oder das „Anbringen pornografischer Darstellungen“. Und: „Arbeitgeber und Dienstvorgesetzte haben die Beschäftigten vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz zu schützen.“

2000 Der Rat der Europäischen Union beschließt zwischen 2000 und 2004 vier Richtlinien zur Gleichbehandlung. Sie verbieten die Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Rasse, Religion, Behinderung, sexueller Orientierung und Alter. Alle Mitgliedsländer müssen die Richtlinien innerhalb von drei Jahren in ihre Gesetzgebung umsetzen….“

Es macht Sinn, sich öfters mal die Historie anzusehen, die Frauen Historie um genau zu sein. Viele wissen gar nicht, dass Frauen im 18.Jahrhundert bereits um diese Frauenrechte gekämpft haben, ja dafür sogar im Gefängnis landeten. Mal ein paar Beispiele:

http://www.frauenmediaturm.de/themen-portraets/feministische-pionierinnen/louise-dittmar/

Auszug:

„Dittmar sieht in der Dominanz des männlichen Prinzips das zentrale Problem, das es zu lösen gilt. Erst ein Umbau der Gesellschaft, der aus dem männlichen Prinzip ein menschliches Prinzip mache und die Eigenschaften der Materie und des Geistes beiden Geschlechtern zugestehe, könne wirkliche Veränderung mit sich bringen.“

http://www.frauenmediaturm.de/themen-portraets/feministische-pionierinnen/hedwig-dohm/

Auszug:

"Ich bin des Glaubens, dass die eigentliche Geschichte der Menschheit erst beginnt, wenn der letzte Sklave befreit ist, wenn das Privilegium der Männer auf Bildung und Erwerb abgeschafft, wenn die Frauen aufhören, eine unterworfene Menschenklasse zu sein."

Als um die Jahrhundertwende die Attacken auf die Radikalen schärfer werden, schlägt Dohm mit ihren Schriften zurück. In ihrem Werk ‚Die Antifeministen’ unterteilt sie die Gegner der Frauenbewegung in vier Kategorien („Altgläubige“, „Herrenrechtler“, „praktische Egoisten“ und „Ritter der mater dolorosa“) und entlarvt Nietzsche, Schopenhauer und Maupassant als pathologische Frauenfeinde, die entweder pervertierte („Sie sehen vor lauter Dirnen das Weib nicht.“) oder gar keine Beziehungen zum anderen Geschlecht haben („Aus der Biografie seiner Schwester dürfen wir schließen, dass Nietzsche niemals intime Beziehungen zu Frauen gehabt hat.“) Hedwig Dohm ist nicht nur Feministin, sondern auch Pazifistin...“

Wie wir an der #Me too Kampagne sehen, gehört Sexuelle Belästigung u. Gewalt weiterhin zum Alltag von Frauen, egal wo sie sind. Was bedeutet: An der grundsätzlichen Haltung der Gesellschaft, bzw. der Männer hat sich scheinbar immer noch nichts geändert.

Wieso ist das wohl so?

Weshalb müssen Frauen immer um ihre Rechte kämpfen? Rechte, die Männer schon seit ihrer Geburt haben, bzw. sie ihnen nicht genommen werden. Wie z.B. das Selbstbestimmungsrecht über Körper u. Sexualität. Frauen wurden u. werden kaum oder gar nicht ernst genommen, wenn es um ihre sexuelle Selbstbestimmung geht.

Mal im Verhältnis gesehen: Werden Männer regelmäßig(!) von Männern sexuell belästigt u. vergewaltigt? Müssen Männer täglich damit rechnen, egal wo sie gehen u. stehen, an ihren Geschlechtsteilen gegen ihren Willen angegrabscht zu werden? Werden Männer von ihren Chefs genötigt u. an ihren Geschlecht angefasst während der Arbeit?… Alles Alltag für Frauen.

Wenn es überhaupt geschieht, sind das Ausnahmen, aber nicht die Regel seit Jahrhunderten. Fragt sich denn keiner mal, was daran nicht stimmt? Weshalb Gewalt gegen Frauen auch heute, im scheinbar so aufgeklärtem Zeitalter bestehen bleibt, ja zunimmt?

Hier ein Text von Pinkstinks, der all das sagt was Frauen täglich erdulden: https://pinkstinks.de/bruellen-ueben/

Auszug:

Sie stehen Schlange, die Bilder: Der Mann, der mir hinterher brüllt, er wäre gerne mein Fahrradsattel, dann würde er es mir so richtig besorgen. Der, der sich an dem engen Baustellendurchgang an mir entlang drückt. Die Hand, die sich von hinten unter meinen Rock schiebt, als ich im überfüllten Bus stehe. Die Gruppe Mofafahrer, die mich und meine Freundin auf dem Nachhauseweg einkreisen und bedrohen. Die beiden Männer in Autos, die sich einen runterholen, während sie langsam neben mir herfahren. Der Mann, der mir mitten auf der Straße an die Brust fasst, mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Dem habe ich reingeschlagen in sein Grinsen. Mit der Faust. Er ist weggerannt und die Schmerzen in der Hand haben drei Tage angehalten. Sie waren extrem befriedigend. Die Männer in den Autos habe ich angebrüllt und mit meiner Wasserflasche beworfen. Ich habe mich gewehrt. Trotzdem haben mir jedes Mal die Beine gezittert hinterher. Ich bin fast erstickt an meinem Zorn und meiner Fassungslosigkeit.“

Ich persönlich sehe die Ursachen u.a. mit darin, dass Männern ein „Recht auf Frauenkörper“ zur sexuellen Befriedigung zugestanden wird. Die zunehmende Pornographisierung u. Prostitution spricht dafür. Der Mann muss befriedigt werden, koste es was es wolle. Das beherrscht unser Menschenbild/Frauenbild. Schaut euch die sexistische Werbung an. Frauen werden völlig anders dargestellt wie Männer.

Denkt mal drüber nach!

Mit Bewusstmachung fängt Veränderung an!

Zum Wochenende nun wieder leichte Kost. :-)

No fishing

https://www.youtube.com/watch?v=kNyRtg1mZmk

Middle Spotted Woodspecker

https://www.youtube.com/watch?v=UfuFDOLAVAk

Buchfink singt

https://www.youtube.com/watch?v=JECvlXL4pRY

Habt eine gute Zeit

u. liebe Grüße
Violine



20.10.2017 um 07:45 Uhr

PorNo - Für die Würde der Frauen

Hallo Ihr Lieben!

Heute gehts wieder zur Sache. ;-)

Wir werden überschwemmt.

Von Bildern. Von Entwürdigung.
Von Frauenverachtung in Bild u. Ton.

Vom sogenannten Herrenwitz bis hin zum brutalen, eiskalten Geschäft der Porno- u. Prostitutions Industrie. Es geht stets darum Frauen herabzusetzen. Sie nicht mehr als Menschen wahrzunehmen, sondern als Objekte.

Wer Augen hat zu sehen…

Dem sollte aufgefallen sein, dass sich über die Jahre das Frauenbild in der Gesellschaft, trotz Gleichberechtigungs Bestrebungen, leider sehr negativ verändert hat. Schleichend.

Was vor vielleicht zehn Jahren noch als entwürdigend galt, boomt heute. Die Pornografisierung der Gesellschaft. Und damit meine ich nackte Frauen, die als allzeit bereit dargestellt werden.

Aktuell schwappt gerade eine Welle des Protestes über den Teich zu uns rüber, #metoo. Frauen geben öffentlich zu, dass sie sexualisierte Gewalt in allen möglichen Formen erlitten haben. Durch Kollegen, auf der Straße, überall wo sie leben.

http://www.emma.de/artikel/das-problem-das-jetzt-einen-namen-hat-334931

Auszug:

„Die Erfahrungsberichte, die Frauen im Netz unter #metoo posten, zeigen vor allem eins: Wir leben in einer Gesellschaft, in der Gewalt gegen Frauen als normal gilt. So normal, dass sogar die Frauen sie häufig gar nicht wahrnehmen. In einer Kultur, in der Frauen als maximal verfügbar gelten, nicht zuletzt dank der Pornografie.“

Und wie begann das alles?

Schauen wir mal ein bisschen zurück.
http://www.emma.de/artikel/pornografie-264636

Auszug:

„Was 1978 für EMMA als relativ überschaubarer Fight begann – der Kampf gegen die frauenverachtenden Titelbilder des Stern – hat längst epidemische Ausmaße angenommen: Pornografie ist heute allgegenwärtig und dank der Neuen Medien auch unbegrenzt zugänglich. Experten schätzen die Anzahl allein von Kinderpornografie im Netz 2010 auf vier Millionen Seiten.

Was versteht EMMA – und verstehen Feministinnen in aller Welt – unter Pornografie? Die Darstellung von Erotik oder Sexualität? Nein. Nach unserer Definition ist Pornografie ausschließlich „die Verknüpfung von sexueller Lust mit Lust an Erniedrigung und Gewalt“, in Text wie Bild. Alles andere hat nichts mit Pornografie zu tun.

EMMA berichtet seit der ersten Ausgabe über die zunehmende Pornografisierung von Medien, Kultur und Kunst, die für uns eine Reaktion auf die Emanzipation ist: Frauen sollen wieder vom Subjekt zum Objekt degradiert werden.“

Mal konkreter:

http://www.emma.de/artikel/pornografie-frauenhass-ist-strafbar-263674

Auszug:

Pornografie ist die Verharmlosung und Verbreitung von sexualisiertem Frauenhass. Das ist nach dem deutschen Gesetz schon heute strafbar. Nur zeigt es niemand an. Warum nicht?“

1987 – Legte die EMMA einen Gesetzesentwurf vor, wie Frauen geschützt werden könnten gegen diesen Frauenhass. Denn nichts anderes ist Ponografie.

http://www.emma.de/artikel/gesetz-gegen-pornografie-begruendung-264423

Auszug:

„Am Morgen des 25. November wurde dieser Gesetzesentwurf inklusive Begründung allen Abgeordneten des Deutschen Bundestages sowie Justizminister Engelhard (FDP) und Familienministerin Süssmuth (CDU) zugestellt. Darüber hinaus ging die Bitte an alle weiblichen Abgeordneten des Bundestages (also SPD, CDU, FDP und Grüne), sich - über alle Parteigrenzen hinweg - für die Durchsetzung dieses Anti-Pornographie-Gesetzes einzusetzen. Am selben Tag stellte EMMA den Gesetzes-Entwurf in Bonn den Kolleginnen und Kollegen von der Presse vor.

Pornographie bedroht die elementarsten Menschenrechte von Frauen; Rechte, die nicht zufällig im Grundgesetz an vorderster Stelle stehen, so: das Recht auf Würde oder Freiheit, auf körperliche Unversehrtheit oder Leben. Pornographie (schon das Wort, aus dem Griechischen, bedeutet: Darstellung von Huren) schafft ein Frauenbild, das Frauen zu Menschen zweiter Klasse degradiert. Bilder, die man sich von Menschen macht, haben Auswirkungen auf deren gesellschaftliche, soziale und psychische Realität - das ist bei einem sexistischen Bild nicht anders als bei einem rassistischen oder einem antisemitischen.“

Und weiter aus dem o.g. Artikel:

Pornographie ist Teil der sexuellen Gewalt - eben jener Gewalt, die Frauen aufgrund ihres Geschlechts die Menschenwürde abspricht und ihre Gleichberechtigung verhindert. Der vorliegende Gesetzentwurf will die Frauen schützen. Er stellt den § 184 StGB nicht in Frage, sondern präzisiert und ergänzt ihn. Allerdings durch ein zivilrechtliches Gesetz, das die Ahndung eines Verstoßes nicht in die Hand des Staatsanwaltes, sondern in die der betroffenen Bürgerinnen selbst legt. Zu den einzelnen Paragraphen:

Zu § l: Generalklausel
Frauen fallen der Pornographie aufgrund ihres Geschlechts zum Opfer. Pornographie gefährdet und verletzt die elementarsten Menschenrechte von Frauen und ist damit verfassungswidrig. Sie verstößt gegen den Artikel l ("Die Würde des Menschen ist unantastbar.") den Artikel 3 des Grundgesetzes ("Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Niemand darf wegen seines Geschlechts [...] benachteiligt oder bevorzugt werden."). Schadensersatzpflichtig  soll sein, wer Pornographie herstellt und wer Pornographie verbreitet…. „

Passend dazu habe ich eine Rede von Andrea Dworkin aus 1987 gefunden bei den „Störenfriedas“, echt lesenswert, wie ich finde. ;-) Denn diese Rede ist noch genauso aktuell wie vor 30 Jahren, was Pornographie u. Frauenhass betrifft, leider. Lest selber:

https://diestoerenfriedas.de/andrea-dworkin-rechter-und-linker-frauenhass/

Auszug:

„Es ist lange her, dass wir zusammengekommen sind, um zu sagen, was wir meinen, was Feminismus ist und warum der Kampf für die Freiheit der Frau so bedeutsam für uns ist, dass wir ihm unser ganzes Leben widmen… Und wir denken nicht, dass die Verbrechen, die an uns begangen werden, unbedeutend und klein sind. Das bedeutet, dass wir einen phänomenalen Fortschritt darin gemacht haben zu verstehen, dass wir menschliche Wesen sind, die Rechte haben; dass niemand uns diese Rechte nehmen darf; dass wir geschädigt werden durch eine systematischen Unterordnung von Frauen und dadurch, dass wir systematisch sexueller Gewalt ausgesetzt sind.

Die realen Erfahrungen von Frauen beinhalten Prostitution und die realen Erfahrungen von Frauen beinhalten Pornographie. … Wenn wir uns die Pornographie anschauen, dann können wir ihre Benutzung in Bezug auf die sexuelle Gewalt für Generationen zurückverfolgen. … Mädchen, junge Frau, Mutter, Großmutter. Die Pornographie musste nicht überall auf der Straße sein, um ein funktionaler Part in der sexuellen Gewalt gegen Frauen in dieser Gesellschaft zu sein. Ich möchte euch an etwas erinnern, das ihr längst wisst, nämlich, dass die meiste sexuelle Gewalt im Privaten passiert. Sie findet dort statt, tatsächlich, wo wir sie nicht sehen können. Und der erstaunliche Erfolg der Frauenbewegung war es zu sagen: „Hey, Vergewaltiger, wir respektieren deine Privatsphäre nicht länger.“

Denn der erste Schritt darin, Widerstand gegen Ausbeutung zu leisten, ist es ihn zu erkennen, ihn zu sehen, davon zu wissen und nicht zu verleugnen, wo der Frauenhass dich trifft. Ich würde mich freuen, wenn diese Bewegung sich wieder dem zuwendet, was ich primitiven Feminismus nenne. Der ist sehr einfach. Er bedeutet, wenn etwas Frauen schadet, dann sind Feministinnen dagegen. Der Hass gegen Frauen schadet Frauen. Pornographie ist Frauenhass. Pornographie schadet Frauen. Feministinnen sind dagegen, nicht dafür.“

Hach, das spricht mir aus dem Herzen!! :-)

Ich würde es positiver formulieren: Wir sind Für die Würde der Frauen!

Und wie sieht es heute aus - 30 Jahre später?

Hat sich etwas geändert, was Pornographie angeht?

Schauen wir mal rein:

https://diestoerenfriedas.de/drei-zimmer-kueche-porno-die-neue-amateurpornografie/#more-8161

Auszug:

„Deutsche“ Pornos, so sagt man, sind schon immer besonders authentisch und gerne auch mal richtig „versaut“, versaut im Sinne von Urin- und Fäkalspielen. Nach den USA ist Deutschland das Land, das die meisten Pornos produziert und konsumiert. Längst wird der Markt in Deutschland heute nicht mehr von Produktionsfirmen und Pornostars bestimmt, sondern durch rund 50.000 Amateure, die ihre Videos auf Plattformen anbieten.

Wenn alles, was Frauen noch zu Markte tragen können, ihr eigener Körper ist, den sie entweder im Laufhaus oder vor der Kamera verkaufen, wenn sie für Drehs mit 20 oder mehr Männern ein paar hundert Euro bekommen (diese Drehs dauern stundenlang und jeder darf mal dran. Die Männer können sich für ein geringes Entgeld anmelden, manchmal werden gültige Tests verlangt, oft auch nicht) und die Grenzen zwischen Porno und Prostitution endgültig verschwinden, dann ist das kein Grund zum Feiern, dann ist das auch kein Zeichen von Befreiung, sondern nur der Beweis dafür, dass unsere Sexualität immer mehr den kapitalistischen Bedingungen untergeordnet wird. Sich für Geld vollpinkeln zu lassen, bleibt, was es ist: maximale Demütigung, die immer gegen die Frauen geht, die Männer werden weder bepinkelt, noch sind sie in der Unterzahl...“

Was sich geändert hat: Es gibt zwei neue Gesetze. Die nicht nur, wie bisher den Jugendschutz betreffen, sondern allgemein gelten. Nämlich das „Zugänglichmachen u. die Gewaltdarstellungwird nun auf Grund der Umsetzung europäischer Vorgaben ins Gesetz aufgenommen, heißt, ist strafbar.

Zugänglichmachen pornographischer Inhalte mittels Rundfunk oder Telemedien; Abruf kinder- und jugendpornographischer Inhalte mittels Telemedien

https://dejure.org/gesetze/StGB/184d.html

Gewaltdarstellung (Anm.: Umsetzung der europäischen Vorgaben zum Sexualstrafrecht)

https://dejure.org/gesetze/StGB/131.html

Hoffen wir darauf, dass diese Gesetze auch zur Anwendung kommen. Was natürlich nichts an der grundsätzlichen Haltung zur Pornographie ändert, die in unserer Gesellschaft leider vorherrscht. Sie wird als (fast) normal hingenommen. So wie Sexismus u. offensichtliche Gewalt gegen Frauen.

Wir müssen also weiter kämpfen! Dazu gehört für mich, ganz besonders die Bewusstmachung. Wer lernt, dass Pornografie pure Frauenverachtung, ja Frauenhass ist, wird auch lernen davon Abstand zu nehmen. Und sie nicht weiter zu verharmlosen, schön zu reden, sondern zu ächten.

Unsere Welt wird nicht besser u. friedlicher, wenn wir die Hälfte der Bevölkerung, Frauen als Objekte ansehen, die für Männer jederzeit verfügbar sein müssen. Doch genau das Bild wird in unserer Öffentlichkeit durch alle Medien täglich vermittelt. Schreit uns von Plakatwänden zu.

Tut selber etwas! Ändert eure Haltung. Sprecht mit Freunden drüber. Bezieht Stellung. Lacht nicht mit bei sexistischen Witzen. Nehmt pornografische frauenverachtende Werbung auf Plakaten, an Bussen, im Fernsehen usw. bewusst wahr u. legt Protest ein bei den Werbefirmen oder den Rundfunkanstalten.

Wir verändern Gesellschaft, wir gestalten das Leben unserer Kinder. Wenn wir wegsehen wird genau dieses erschreckende Menschen/Frauenbild in die Köpfe u. Herzen unserer Kinder fließen. Generation um Generation. Welche Auswirkungen das hat, sehen wir heute.

Habt Mut! Habt eine Haltung! Für Frauen, nicht gegen sie.

Zum Wochenende nun wieder luftige Kost. ;-)

Vivaldi, Vier Jahreszeiten – Herbst/Autumn - kiddybox

https://www.youtube.com/watch?v=tVkI7P7IsQU

Meditationsmusik – Herbstfantasie – Schwäbische Alb

https://www.youtube.com/watch?v=B5hEGuACyu0

Herbst-Spaziergang, 7 Minuten Entspannung

https://www.youtube.com/watch?v=xaJSDWVXMVo

Liebe Herbst Grüße

Violine

13.10.2017 um 07:13 Uhr

Positive Nachrichten erfreuen das Herz :-)

Hallo Ihr Lieben!

Nach einer kleinen Schaffenspause…

Möchte ich heute mal gemäßigt einsteigen.
Mit positiven Nachrichten.

Die habe ich in den letzten Wochen hier u. da zusammen gesammelt, um sie euch zu präsentieren. Damit ihr – zu meinen oft heftigen Themen – auch mal etwas zum Freuen habt. ;-)

Beginnen wir mit „Heidi“, ja die, nicht die andere:

http://www.emma.de/artikel/notheidisgirl-334885

Auszug:

„Germany's next Topmodel 2018 ist angekündigt – und schon gehen die Proteste los: Unter #NotHeidisGirl wehren sich Frauen gegen Körper-Dressur. Zu Recht: Heidis Modelshow leitet schon kleine Mädchen nachweislich zum Hungern an. Die Folgen sind gravierend bis tödlich.

Das hatte sich unsere Heidi ganz toll ausgemalt: Auf Instagram rief sie junge Frauen dazu auf, Bewerbungsfotos für Germany’s next Topmodel 2018 zu schicken. Heidi Klum bekam auch Fotos - allerdings nicht die, die sie erwartet hatte. Unter dem Hashtag #NotHeidisGirl posten Mädchen und Frauen stattdessen eindeutige Botschaften, was sie von der Modelshow halten: Rein gar nichts!

Sie wollen nicht Heidis Mädchen sein. „Weil bodyshaming kein Unterhaltungsprogramm ist.“ - „Weil Mädchen und Frauen gesund und glücklich sein sollten, statt untergewichtig und voller Selbstzweifel.“ - „Weil ich mir nicht sagen lasse, wie ich sein soll oder auszusehen habe.“

Weiter geht’s mit Plastik, bzw. einem Land – man glaubt es kaum, Ruanda – das rigoros gegen Plastikmüll vorgeht. Und das bereits seit 10 Jahren. Absolut vorbildlich.

https://nur-positive-nachrichten.de/kurznachrichten/ruanda-vorbild-beim-plastik

Auszug:

„In Deutschland applaudierten wir schon, als einige Supermarktketten und Discounter die Plastiktüten abschafften. Ein kleines Land in Ostafrika zeigt uns, dass Plastiktüten auch gleich im ganzen Land verboten werden können. Das funktioniert nun schon seit mehr als 10 Jahren. Nächstes Ziel: komplett plastikfrei zu sein.

In Ruanda, das etwa so groß wie Brandenburg ist, sind alle Plastiktüten seit 2006 komplett verboten. Die Herstellung, der Verkauf und das Benutzen von Plastiktüten ist dort verboten. Sogar bei der Einreise dürfen diese nicht mitgeführt werden. Jedes Gepäckstück wird überprüft. Plastiktüten werden konfisziert und durch umweltfreundliche Beutel ausgetauscht, die kompostierbar sind. Im Supermarkt liegt auch die umweltfreundliche Tüte aus. Eine Müll-Polizei kontrolliert wöchentlich die Märkte, die Passanten und die Autos nach Plastiktüten. Strafen für das Mitführen von Plastiktüten sind in Ruanda sehr streng. Passanten mit einer Plastiktüte müssen 35€ Bußgeld zahlen. Illegale Müllentsorgung hat ein hohes Bußgeld oder sogar Freiheitsentzug von bis zu sechs Monaten zur Folge.“

In dieser Initiative, die von UN-Women für drei Jahre unterstützt u. finanziert wird, werden ältere Frauen in Moldavien aufgeklärt über ihre Rechte um ihnen Schutz vor sexueller Gewalt erst zu ermöglichen. Leider ist Vergewaltigung von alten Frauen dort weit verbreitet. Die meisten wissen gar nichts über ihre Rechte u. halten alles aus. Hier nun wird ihnen ein breit gefächertes Angebot vermittelt. Gut so.

http://www.unwomen.org/en/news/stories/2017/9/feature-initiative-in-moldova-protects-elderly-women

Auszug:

„HelpAge International, in partnership with Gender Centru, launched a 3-year initiative which aims to inform elderly women in Moldova about their rights and protect them from domestic violence. The project, "Ensuring Gender and Age Dimensions of Human Rights are realized in Moldova,” is supported by the UN Trust Fund to End Violence against Women (UN Trust Fund).

The project aims to increase elderly women’s knowledge about their rights, encourage them to access support services, and work with civil society to mobilise eight communities in the south and center of the country to get involved in preventing violence against elderly women.

Violence against women is wide spread in Moldova. “Abuse against elderly women is a hidden issue, women don’t speak about it. Our goal is to see that every elderly woman knows her rights and that they don’t accept domestic violence as being normal,” said Tatiana Sorocan from HelpAge Moldova.“

Es gibt, zum Glück auch mal Positive Nachrichten aus der Türkei, von Frauen versteht sich. ;-) Eine Organisation von Frauen zieht von Dorf zu Dorf u. klärt über das Verbot der Kinderehe auf, die trotz eindeutigem Gesetz, weiter praktiziert wird. Sie gehen aber weiter. Sprechen die Geschäftsführer an, die an den Kinderhochzeiten mit verdienen, wie z.B. Köche oder Musikvereine. Und haben Erfolg damit! Klasse! :-) http://www.emma.de/artikel/tuerkei-die-kaempferichen-frauen-von-van-334889

Auszug:

„Die Nachrichten, die uns aus der Türkei erreichen, sind wenig erfreulich. Diese Geschichte aber ist eine Erfolgsgeschichte: Sie erzählt von der Frauenorganisation YAKA-KOOP, die sich gegen Zwangsheirat wehrt! Mit ungewöhnlichen Methoden. Sie ziehen die  Unternehmen in dem ostanatolischen Städtchen Van auf ihre Seite.

Die Frauen von Van kämpfen gegen Männergewalt, das Komplott des Schweigens und die Ohnmacht der Frauen. Im Zentrum steht die Aufklärung über die Unsitte der Kinderehe. Die ist zwar rechtlich verboten, jedoch weiterhin sehr verbreitet: Vier von zehn Bräuten in der Türkei sind minderjährig. Dadurch geraten die Mädchen in eine oft ausweglose Lage. Sie können nicht mehr zu Schule gehen, keine Ausbildung oder Studium machen. Sie bekommen meist sehr schnell Kinder und sind im Haus und in der Familie gefangen.

Sie wenden sich dabei an diejenigen, deren Geschäft die Ausrichtung von Hochzeiten ist. „Geht lieber mit einem Brot, mit ein paar Lira weniger nach Hause und macht euch nicht mitschuldig an diesem Unrecht“, appelliert Gülnay G. an die Bewohner von Van und den umliegenden Dörfern.

Die Aufforderung verhallt nicht ungehört. So haben zum Beispiel die 300 Mitglieder der „Vereinigung der Köche“ beschlossen: „Wir kochen nicht für Kinderbräute“. Die örtliche Musikervereinigung sagt: “Wir spielen nicht auf Kinderhochzeiten“. Und 600 Friseurinnen der Handwerkskammer Van weigern sich, Kinderbräute zu frisieren.

Die autonome Frauenorganisation YAKA-KOOP bietet auch Beratung in Not, geht gegen häusliche Gewalt vor und gegen Zwangs- und Kinderehen. Die Aktivistinnen machen Informations Veranstaltungen in über 90 Dörfern. Und sie organisieren Ausbildungskurse oder kleine Werkstätten, damit die Frauen ein eigenes Einkommen erwirtschaften können.“

Und zu guter Letzt:

PinkStinks hat jetzt eine Meldestelle für Sexistische Werbung eingerichtet. Klasse Sache! :-) Es gibt ja bereits die EMMAs ( http://www.emma.de/thema/sexismus-es-reicht-jetzt-185284 ) u. Itzebitze (http://www.itzebitze.de/aktuelles.html ) als Meldestellen. Aber PinkStink kann auch als App auf Smartphones installiert werden, um direkt Sexistische Werbung zu fotografieren u. an sie weiter zu reichen. Dann mal ran! ;-)
https://pinkstinks.de/deine-meldestelle-fuer-sexistische-werbung/

Auszug:

„ENDLICH: Wir launchen die Werbemelder*in! Ab heute kannst du per Handy (natürlich auch vom Rechner) sexistische Werbung melden, die du fotografiert oder im Netz gefunden hast. Einfach auf deinem Gerät unser Webformular auf www.werbemelder.in aufrufen, das Foto hochladen und sagen, wo du es aufgenommen hast. Wir machen deine Beschwerde auf einer Deutschlandkarte sichtbar und informieren dich, was wir dagegen unternommen haben.“

Na das sind doch mal gute Nachrichten. :-)

Zum Wochenende gibts dazu schöne Eindrücke aus der Natur.:-)

Roseate Spoonbill with White and Glossy Ibis

https://www.youtube.com/watch?v=foWPkPNDqyU

Roseate Spoonbill Flock Feeding – Meditation

https://www.youtube.com/watch?v=tY5kBWPp6pg

Singing Nightingale

https://www.youtube.com/watch?v=aUbEKGBSNFI

Genießt die sonnigen Tage

und liebe Grüße
Violine