Frauen Bewegen Frauen

12.04.2018 um 11:08 Uhr

Verschleierung der Realität

Hallo Ihr Lieben!

Weshalb was dazu schreiben…

‚Es ändert sich doch eh nichts.‘
Die übliche Kopf-im-Sand Mentalität.

Nicht mit mir!

Wer weg sieht u. schweigt „spricht“ auch.
Reden wir also drüber, denn so geschieht Veränderung.

Worum es geht?

Um Verschleierung in Deutschland.
Um demokratische Werte, die unterwandert werden.

Die Fakten:

Vor zwei Jahren kamen die verschleierten Emojis…
https://www.emma.de/artikel/jetzt-wirklich-verschleierte-emojis-333399

Auszug:

„Rayouf Alhumedhi (Foto oben) aus Berlin kämpft dafür, dass es bald verschleierte Emojis gibt. Für „550 Millionen Musliminnen, die das Kopftuch mit Stolz tragen!“. Ernsthaft? Denn diese Millionen leben in Ländern, in denen es einen Zwang zur Verschleierung gibt. Die Praxis verrät: Sobald der wegfällt, fällt bei den Frauen auch der Schleier...“

Letztes Jahr war es die Burka-Barbie…

https://www.emma.de/artikel/kommt-demnaechst-die-burka-barbie-335059

Auszug:

„Mattel hat in der Reihe „Sheroes“ eine Barbie mit Hidjab herausgebracht. Nicht nur liberale MuslimInnen sind wütend über die „heldinnenhafte“ Kopftuch-Barbie. Vorbild für die verschleierte Puppe ist die amerikanische Säbel-Fechterin Ibtihaj Muhammad, Tochter von Islam-Konvertiten.

Millionen Mädchen und Frauen in Saudi-Arabien, Afghanistan oder Iran träumen davon, unverschleiert aus dem Haus gehen zu können. Sie kämpfen mit Aktionen wie „My Stealthy Freedom“ für das Recht, den Hidjab nicht zu tragen.

Dementsprechend scharf ist die Kritik aus den Reihen der fortschrittlichen MuslimInnen. „Das Kopftuch ist nicht nur ein Kleidungsstück, sondern es soll sexuell erregende Reize verdecken. Wenn Kinder es tragen oder ihnen durch eine solche Barbie mit Hidjab demonstriert wird, dass dies normal sei, macht man sie erst recht zu einem Sexobjekt“, sagt Ahmad Mansour. Der Psychologe mit palästinensischen Wurzeln arbeitet heute in der Berliner Beratungsstelle „Hayat“ mit islamistisch radikalisierten Jugendlichen. Auch Seyran Ates, die im Juli die liberale Ibn-Rushd-Goethe-Moschee gegründet hatte, kritisiert die Kopftuch-Barbie als Teil der Normalisierungs-Strategie des politischen Islams: „Man wird das Kopftuch in Zukunft als etwas ‚Normales‘ auffassen, das einfach zum Islam gehört. Es ist aber nicht normal, sondern antifeministisch: Es teilt Mädchen in ‚gute‘ und ‚schlechte‘“.

Worauf dann Katjes Werbung mit Burka folgte...

https://www.emma.de/artikel/verschleiertes-model-bei-katjes-jes-or-no-335359

Auszug:

„Katjes macht jetzt Werbung mit einer streng-verschleierten Frau. "Alles veggie“, verspricht das Unternehmen, sprich: halal. Hashtag: „Achte mal drauf!“ Worauf Katjes mal achten sollte? Vielleicht ja auf das, was die liberalen Muslime in Deutschland so sagen. Über das Kopftuch. Und jetzt auch über Katjes.

Gestern erst war es wieder so weit: Weißer Mittwoch! Der Tag, an dem Frauen im Iran, Junge wie Alte, ein Zeichen setzen, unter Einsatz ihres Lebens: Sie ziehen ihren weißen (oder auch schwarzen) Schleier aus, auf der Straße, auf öffentlichen Plätzen. Dann knoten sie das Kopftuch an einen Stock und schwenken ihn wie eine Fahne zum Protest. Gegen die Zwangsverschleierung.

Auch in Deutschland ging es gestern mal wieder um das Kopftuch: Dank der neuen Werbekampagne des deutschen Traditions-Unternehmens "Katjes". Eines von drei Motiven der neuen Kampagne zeigt ein islamistisch verschleiertes Model, das lässig in die Kamera blickt und dabei Katjes mampft. Seit das Video veröffentlicht wurde, tobt die Debatte im Netz - bis hin zu Boykottaufrufen...“

Während also bei uns alles „normal“ läuft...

Funktioniert die "Normalisierungs-Strategie" prächtig...

Doch nun verbietet Österreich Schleier in Kindergärten. Zu Recht!

Seit Terre des Femmes ein Positionspapier heraus gegeben hat, die Vollverschleierung im öffentlichen Raum zu verbieten spuckt die taz Spott aus über sie. Wen wunderts. Die taz hat sich ja nicht gerade mit Ruhm bekleckert in früheren Zeiten, als sie Praktiken von Pädokriminellen zusammen mit den Grünen, verharmloste, ist doch "alles ganz normal"... Eben nicht!

https://www.emma.de/artikel/pro-hijab-im-kindergarten-335587

Auszug:

Hidschab im Kindergarten? In Österreich soll der verboten werden. In Deutschland gießt derweil die unnachahmliche taz Hohn und Spott über die Forderung von Terre des Femmes (TdF), die Vollverschleierung im öffentlichen Raum zu verbieten. Wenn das so weitergeht, sitzt die AfD bald im Kanzleramt! Und darum: Unbedingt das Argumentations-Papier von TdF lesen!

Kann sich da noch ein Mensch wundern, dass immer mehr Menschen die AfD wählen? Und zwar auch solche, die vorher die SPD, Linke oder Grüne gewählt haben? Die haben vermutlich zu viel taz und Spiegel gelesen…

Doch nun zu dem wirklich ausgezeichneten, 14-seitigen Argumentations-Paper von Terre des Femmes. In 15 Punkten liefert die Frauenrechtsorganisation eine fundierte Argumentationshilfe, die über die Burka-Debatte weit hinausgeht: von der (angeblichen) Freiwilligkeit über die (angeblich) verletzten religiösen Gefühle bis hin zur (angeblich) heiligen Plicht der Musliminnen, sich zu verschleiern. “Es gibt Millionen gläubige muslimische Frauen, die sich nicht verschleiern. Diese werden immer weniger als Musliminnen wahrgenommen, ihnen wird sogar ihr Glaube abgesprochen“, schreibt Terre des Femmes. Auch die Medien transportierten fast ausschließlich noch das Bild der verschleierten Muslimin – und spielten damit den Islamisten direkt in die Hände.“

Hier geht’s zum Positionspapier von Terre des Femmes:

https://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen-2/tdf-positionen/2749-argumente-von-terre-des-femmes-menschenrechte-fuer-die-frau-e-v-zur-debatte-um-die-vollverschleierung

Mal zur Erinnerung...

Die Kurdinnen in Syrien haben hart für ihre Befreiung gekämpft. Sie haben sich von dem Diktat, der barbarischen Unterwerfung durch den IS befreit. Dazu gehörte auch den Verschleierungszwang aufzuheben. Mutige Frauen!
https://www.emma.de/artikel/nordsyrien-kurdische-amazonen-335481

Auszug:

„Die Nahost-Expertin Petra Ramsauer war in den von der syrischen Kurdenmiliz YPG und ihren „Frauenverteidigungs­einheiten“ (YPJ) befreiten Gebieten in Nordsyrien. Und sie staunte nicht schlecht. Die nordsyrische Stadt Manbidsch war fast drei Jahre lang eines der Zentren der brutalen islamistischen Unterdrückung durch Terroristen des selbsternannten „Islamischen Staates“. Doch das mit Abstand dunkelste Kapitel dauerte vom Januar 2014 bis zum August 2016: Dschihadisten aus der ganzen Welt, vor allem aus Großbritannien, tyrannisierten die Bevölkerung. In diese für den „IS“ so wichtige Stadt wurden Elite-Truppen der Terrormiliz stationiert.  Die Befreiung der Stadt wurde dann zu dem Symbol des Widerstands. Die Fotos der Mädchen und Frauen, die ihren Tschador verbrannten, und der Männer, die ihren Bart abschnitten, gingen um die Welt.

Der Sieg über die Terrormiliz in Manbidsch wie im Rest Syriens sei vor allem deshalb möglich gewesen, weil die Frauen gekämpft haben, statt still zu halten, sagt Heval Nesrin. „Vor den antiken Hochkulturen war unser Land von einem Matriarchat regiert. Die Sumerer haben das beendet“, erzählt Nesrin. „Danach folgte eine Welle der Frauen-Unterdrückung der nächsten. Die Religionen wurden zur Waffe der Männer gegen die Frauenbis hin zum Kapitalismus, der Frauen zu Waren degradierte.“ Doch es sind vor allem die Gräueltaten der Dschihadisten, sagt die syrische Sozio­login, die zeigen, wozu ein vom radikalen Patriarchat dominiertes System im Extremfall führen kann.“

Und Iranerinnen landen im Gefängnis, werden ausgepeitscht u. mit hohen Strafen belegt, wenn ihnen das Kopftuch verrutscht. Seit etwa 2014 gibt es eine Initiative, die dafür kämpft, dass Frauen frei entscheiden können, ob sie Schleier tragen wollen oder nicht. Getragen von Frauen u. Männern.

https://www.emma.de/artikel/iranerinnen-protestieren-ohne-schleier-316997

Auszug:

„Hunderte Iranerinnen lüften ihren Schleier und posten Fotos davon auf Facebook. Eine mutige Aktion, die die aktuell steigende Revolte der Frauen zeigt. Denn unverschleiert auf die Straße gehen ist im Iran verboten. Als Strafe drohen Peitschenhiebe und Gefängnis. Doch viele Frauen wagen es dennoch.“

https://www.emma.de/artikel/iranerinnen-solidaritaet-335507

https://www.emma.de/artikel/die-iranerinnen-muessen-sich-vernetzen-335307

Und nun das… Saudi-Arabien, das Land des Schleiers befreit die Frauen von der Zwangsverschleierung. Dank dem Kronprinzen, der Stück um Stück Reformen einführt. Eine Revolution. Denn die Religionsschulen beschwören die verschleierte Frau als das Vorbild schlechthin. http://www.spiegel.de/politik/ausland/saudi-arabien-und-die-abaya-traegst-du-jetzt-vorhang-a-1199740.html

Auszug:

„Saudi-Arabien und das Ende des Schleierszwangs Frauen feiern die neue Freiheit. Jahrzehntelang zwangen religiöse Führer in Saudi-Arabien Frauen unter den schwarzen Schleier. Jetzt erklärt der junge Kronprinz Mohammad bin Salman die religiöse Verfügung für hinfällig.

Die Formulierung "anständig und respektvoll" ist ein dehnbarer Begriff. So hat Prinz Mohammad bin Salman vergangene Woche auf CBS die Kleidung beschrieben, die er für Frauen in seinem Land für angemessen hält. Es muss jedenfalls "keine schwarze Abaya sein oder eine schwarze Verhüllung", erklärte der 32-jährige Kronprinz in der Sendung "60 Minutes".

Seit diesem Satz fallen in Riad die Schleier, im Supermarkt und in den Malls und auf der Tahlia-Straße, dem großen Glitzerboulevard der Hauptstadt. Die weiten Ausgehmäntel der Frauen sind plötzlich aus grüner Wildseide, leuchtend türkis-blau, aus Leinen oder Chiffon, geschnitten wie Kimonos, mit farbigen Kragen und Applikationen auf den Ärmeln.

Vorvergangene Woche feierte man in den Religionsschulen noch die "Woche der Abaya". Als Vorbild ausgestellt waren vollverschleierte Frauen im Krieg und die gesichtsverschleierte Königin Jawhara beim Staatsbesuch im Westen.

Saudi-Arabien ist aber auch ein Königreich, und die Worte des Herrschers sind, einmal ausgesprochen, de facto geltendes Gesetz. Ein Teil des Volkes hat das neue Abaya- Gesetz auch augenblicklich umgesetzt. Frauen zeigen jetzt in den neuen Lokalen der Tahlia-Straße offen ihr langes Haar, manche sitzen gemeinsam mit männlichen Freunden und Kollegen am Tisch."

Und bei uns in Deutschland…

Schreitet die Radikalisierung u. Islamisierung weiter voran.
https://www.emma.de/artikel/andrea-f-radikalisierung-334795

Auszug:

Was ist an den Schulen los? Das fragen sich viele nach dem Mobbing einer Siebenjährigen durch muslimische Mitschüler in Berlin. Hier berichtet eine Lehrerin über ihren Alltag. In ihrer Brennpunktschule im Ruhrgebiet unterrichtet sie Jungen, für die Allah der Größte und Darwin des Teufels ist. Und die Schulleitung? Die schweigt.

Ich unterrichte an einer ausgesproche­nen Brennpunktschule mitten im Ruhrpott. Die Schule gehört zur Kategorie „Standort 5“, also: bildungsfer­ne Elternhäuser, Eltern meist Hartz IV-Bezieher und oft nicht der deutschen Sprache mächtig, mit einem sehr hohen Anteil muslimischer Schülerinnen und Schüler. In der Sekundarstufe I, also der 5. bis 10. Klasse, gibt es Klassen mit 25 bis 31 SchülerInnen. Die haben von Hause aus weder Erziehung noch Benehmen mitbe­kommen und kommen zum großen Teil völlig gehirngewaschen aus den umliegen­den Moscheen in den Unterricht. Als Lehrer merkt man sofort, welche Kinder „die Ungläubigen“ und das „westliche“ Denken ablehnen.

Die Schülerinnen und Schüler sind in der Sekundarstufe I extrem unruhig, laut, beleidigen sich gegenseitig („Ich ficke dei­ne Mutter!“), verprügeln sich und kön­nen sich nicht drei Minuten lang – und ich meine: drei Minuten! – auf eine Sache konzentrieren.“

Weil dieser Artikel das ganze Ausmaß der Islamisierung sehr deutlich aufzeigt, möchte ich deshalb etwas umfänglicher daraus zitieren. Besser wäre es natürlich, ihr würdet den Artikel selber lesen bei den EMMAs. ;-) Lohnt sich echt.

Für die, die dazu keine Lust oder Muße haben...

Weiter aus dem o.g. Artikel:
„Dazu kommt die Gehirnwäsche in den Moscheen, die sie in diesem Alter bereits regelmäßig besuchen. Sobald es darum geht, was Mädchen zuhause dürfen und was Jungs dürfen, sind wir wieder voll im Mittelalter. Muslimische Jungs aus einer meiner 10. Klassen sagten ganz freimütig, dass sie regelmäßig zu Prostituierten gin­gen und einer zeigte mir sogar auf seinem Handy ein Foto von seiner „Lieblingsnut­te“ aus einem Billigpuff. Klar ist gleich­zeitig, dass jedes muslimische Mädchen, das einen Jungen nur ansieht, „die letzte Schlampe“ ist.

Der Islam sei die beste Religion und stehe über dem Grundgesetz, heißt es. An dieser Mauer pralle ich ab – und zwar to­tal. Nicht der Hauch einer Einsicht, dass man den Koran vielleicht nicht mehr auf heute beziehen kann, weil er historisch zu lesen ist. Nicht der Hauch. Nur geballter Widerstand.

Für die Äußerungen, dass der Islam über dem Grundgesetz stehe, musste sich keiner der Schüler je bei der Schulleitung rechtfertigen. Allerdings wurde ich, die Lehrerin, zum Gespräch zitiert, weil ich gewagt hatte zu sagen, dass der Islam wie jede andere Religion auch kritisierbar sei.

Wie die Schule mit dem fundamenta­listischen Islam umgeht, ist oftmals ab­hängig von der Parteizugehörigkeit der Verantwortlichen und vor allem von dem Mut der Schulleiterin oder des Schullei­ters. Die alltägliche Gewalt, das Mobbing untereinander und der allgegenwärtige Is­lamismus werden von der Schulleitung gedeckelt und vertuscht. Vorrangig geht es immer um das eigene Schulleiter-Re­nommee, das vor der Bezirksregierung nicht beschmutzt werden soll. Die Fassa­de der eigenen Schule soll nach außen hin gut aussehen. Die Lehrer wagen kaum noch etwas im Unterricht gegen islamistische Schüler zu sagen, weil sie dann selbst – nicht etwa die Schüler – am Pranger stehen und zur Schulleitung zitiert werden.

Die Schule ist ein Minenfeld. Für demokratische Werte zu kämpfen, kann den Kopf kosten. Honoriert wird es schon gar nicht. Der Lehrer ist am besten angesehen, der den wenigsten Ärger verursacht. Die Politik müsste die Schulen zwingen, dafür Sorge zu tra­gen, dass der Isla­mismus und alle seine Folgen – Be­nachteiligung von Mädchen, Verach­tung der Lehrerin­nen, Intoleranz ge­genüber anderen Religionen etc. – an der Schule aktiv bekämpft und ge­brandmarkt wird...“

So sieht es aus. Mehr als erschreckend. Wo leben wir?

Und wieso werden die Lehrer nicht von der Regierung unterstützt? Denn ich erinnere mich noch gut daran, dass es bei den mehr u. mehr zunehmenden Flüchtlingsströmen hieß, wir – wer ist damit eigentlich gemeint? - müssen „unsere demokratischen Werte“ vermitteln.

Ja richtig. Aber nicht erst bei Flüchtlingszuzug. Immerhin sind wir eine Multikulti Gesellschaft seit Jahrzehnten. Da sollte das doch eigentlich(!) Alltag sein an Schulen.

Das Versäumnis des Bildungsministeriums. Das Wegsehen aller Regierenden. Das Verharmlosen von Problemen. Die sogenannte religiöse Freiheit ist zu einer Tolerierung von anti-demokratischen Strömungen geworden. Und die Islamisten lachen sich schlapp über die Angst der Deutschen wegen ihrer Nazi-Vergangenheit.

Noch ein lesenswertes Interview:

http://www.annabelle.ch/leben/gesellschaft/%C2%AB-kopftuch-ist-marketing-islamisten%C2%BB-47824

Auszug:

Das Kopftuch ist Marketing der Islamisten. «Wo immer Islamisten aktiv werden, zielen sie als Erstes auf die Frauen», sagt die schweizerisch-jemenitische Politologin Elham Manea. In ihrem neuen Buch fordert sie «ein unerschrockenes Hinsehen». Ein Gespräch über Engel, westliche Schuldgefühle und den Tag, als sie ihren Schleier ablegte.

Es gibt viele Gründe, weshalb Frauen sich verhüllen. In Ägypten kenne ich Frauen, die das Kopftuch tragen, weil sie sich das Geld für den Coiffeur sparen wollen. Andere verstehen den Schleier als Ausdruck ihrer religiösen Identität. Wiederum andere tragen ihn als politischen Protest. Ein Grossteil der Frauen und Mädchen aber wird von ihrem Clan oder ihrer Familie gezwungen, sich zu verhüllen. Manchen wird mit der Hölle gedroht, sollten sie sich dem Kopftuch verweigern. Viele dieser Mädchen leiden deshalb stumm. Zum Teil existiert auch ein hoher Gruppendruck an Schulen. Den jungen Frauen wird suggeriert, sie würden unverhüllt keinen Mann finden oder als unehrenhaft gelten.“

Wir haben in unserem Land – noch – die Freiheit uns jederzeit an Politiker wenden zu können, an sie zu schreiben oder auf öffentlichen Plattformen Statements abzugeben. Das sollten wir wirklich dazu nutzen, auf diesen Missstand mehr u. mehr hinzuweisen.

Ihr könnt auch bei den EMMAs euren Unmut kund tun, z.B. in den Kommentaren oder indem ihr mit der Redaktion der EMMAs in Kontakt tretet. Viele Meinungen wurden auch schon in der Print-EMMA veröffentlicht. Und soweit ich weiß sind Gast-AutorInnen gerne gesehen. ;-)

Hier nochmal das Positionspapier von Terre des Femmes. Sehr gut als Grundlage für Diskussionen u. Gesprächen. Und zum Weiterreichen. :-)

https://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen-2/tdf-positionen/2749-argumente-von-terre-des-femmes-menschenrechte-fuer-die-frau-e-v-zur-debatte-um-die-vollverschleierung

Auszug:

„Bei den anhaltenden Diskussionen um die Verschleierung fällt auf: Sowohl Demokraten, die einem humanistischen Weltbild folgen, als auch Feministinnen sprechen sich nicht selten gegen ein Verbot der Vollverschleierung aus. Dahinter steckt das berechtigte Bemühen, sich gegen rechte und fremdenfeindliche Strömungen abgrenzen zu wollen. Dabei ist Religionskritik generell ein Merkmal jeder aufgeklärten, pluralistischen und offenen Gesellschaft und hat nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun. Noch viel weniger ist es rechts, sich klar gegen fundamentalistische Strömungen in allen Religionen zu stellen, die ihrerseits ja meist selbst viel mit rechten Bewegungen gemeinsam haben. Hier steht TERRE DES FEMMES in der Tradition der Feministinnen, die sich seit Beginn des letzten Jahrhunderts gegen den religiös-patriarchalischen Fundamentalismus und seine vorgeschriebenen Geschlechterrollen und voraufklärerischen Ansichten einsetzen.

Deshalb kritisieren wir, dass in manchen Kreisen das Hinterfragen von Praktiken wie Beschneidung, Frühehe, Vollverschleierung und Kinderschleier als rassistisch, islamophob oder (neo)kolonialistisch gilt. Vor allem die Religionskritik am Islam einschließlich seiner fundamentalistischen Strömungen wird pauschal mit Rassismus und Rechtspopulismus gleichgesetzt. Die Vorwürfe sind so vehement, teils denunziatorisch geworden, dass sie die Debatte vergiften und nichtreligiöse wie religiöse säkulare und liberale Kräfte zum Schweigen bringen. Von dem Verstummen kritischer, aufgeklärter Stimmen profitiert in erster Linie die Religiöse Rechte.

Dieser Entwicklung wollen wir mit den vorliegenden Argumenten gegen die Vollverschleierung entgegentreten und damit alle unterstützen, die sich gegen patriarchalische Strukturen und Fundamentalismus wehren.

Fazit: Wer für die VV als angeblichen Ausdruck von Religionsfreiheit und einer offenen Gesellschaft plädiert, zeigt sich blind für  ihre misogyne (frauenhassende) und fundamentalistische Bedeutung. Die VV zu akzeptieren, heißt Verweigerung von Solidarität mit den Frauen, die unter die Vollverschleierung gezwungen werden und die Sanktionen bis zum Tod fürchten müssen, wenn sie sich widersetzen. Die zunehmende Verbreitung des Islamismus, die Einwanderung von Menschen aus islamisch geprägten Ländern, welche Opfer dieses religiösen Fundamentalismus sind, erfordern klare Signale. Je „schwächer“ eine Gesellschaft auftritt – als Schwäche wird von extremen Rechten und FundamentalistInnen stets leider auch die Toleranz betrachtet –, desto mehr ermuntert dies diejenigen, die nur Autorität und das Recht des Stärkeren kennen. Es darf keine Toleranz gegenüber der Intoleranz geben.“

Großartig! Lest bitte den vollständigen Text. :-)

Zum Wochenende nun wieder leichte Kost. ;-)

Zaunkönig Fütterung der Jungvögel

https://youtu.be/2Uf77JPyS7M

Blaumeisen ziehen ihre Jungen groß

https://youtu.be/X4cY9h2-WvA

Genießt den Frühling! :-)

Liebe Grüße

Violine

05.04.2018 um 10:17 Uhr

Frauenhäuser - Es wird Zeit!

Hallo Ihr Lieben!

Gekürzt wird immer zuerst bei den Ärmsten.

Wie es um unsere Gesellschaft bestellt ist sieht frau/man bekanntlich an den schwächsten Mitgliedern. Und da sieht es arm aus in Deutschland.

Nicht nur, dass sexuelle Gewalt an Frauen durch Prostitution legalisiert wurde. Die Armut weiter zunimmt. Alle Tafeln quellen über von Menschen, die zu wenig Lebensunterhalt haben. Ganz zu schweigen von Kindern, die im reichen Deutschland froh sein können, wenn sie überhaupt mal ein warmes Essen bekommen (dazu ein anderes Mal mehr)...

Seit Jahrzehnten kämpfen auch Frauenhäuser ums Überleben.

Nein schlimmer: Sie müssen Frauen ablehnen die in akuter Lebensgefahr sind. Und warum?

Weil unser Staat nicht in der Lage ist sie zu schützen.

Doch, das ist bekannt bei den Regierenden.

Wir wollen nun mal etwas genauer hinsehen.

Hier ein guter Artikel, der uns einen Überblick verschafft.
https://www.stern.de/panorama/frauenhaus--einrichtungen-muessen-zu-viele-schutzsuchende-abweisen-7890222.html

Auszug:

„Chronische Platznot: Frauenhäuser müssen zu viele Schutzsuchende abweisen. In Deutschlands Frauenhäusern herrscht chronische Platznot. Gleichzeitig steigen die Anfragen dramatisch. Berlin lässt sich trotz völkerrechtlicher Verpflichtung mit einer bundesweiten Lösung viel Zeit. Das kann Menschleben kosten.

Die Abgründe einer Gesellschaft liegen in den Augen ihrer schwächsten Mitglieder. Kleine Jungen, die unter den nächsten Tisch kriechen, sobald irgendwo eine Tür zuschlägt. Mädchen, die jeden, der ihrer Mama nahe kommt, angespannt beobachten, bereit sich jederzeit dazwischen zu werfen. Frauen mit Abdrücken brennender Zigaretten auf der Haut. Eva Risse blickt seit mehr als drei Jahrzehnten in diese Abgründe. Die 58-jährige leitet ein autonomes Frauenhaus in Bonn. Es sei eine tolle Arbeit, eine erfüllende Arbeit, sagt die Psychologin, aber sie hat auch Narben davongetragen.

"Einmal hatte ich eine Frau am Apparat", erzählt Risse. "Sie sagte, sie wolle weg von ihrem gewalttätigen Mann, habe auch Angst um ihre zwei Kinder, sechs und 13 Jahre alt." Risse konnte ihr nur einen Platz in einer anderen Stadt anbieten, die zwei Frauenhäuser in Bonn waren voll. "Sie hatte Sorge, dass der Anfahrtsweg zum Arbeitsplatz und zur Schule zu weit sein würde", erzählt Risse weiter. "Sie wollte darüber nachdenken und sich noch einmal melden." Wenige Tage später schlägt sie eine Zeitung auf und liest: "Familiendrama in Bonn – Mann erschießt Ehefrau und anschließend sich selbst. Zwei Kinder im Alter von sechs und 13 Jahren …"

Weiter aus o.g. Artikel:

Nicht nur in Bonn, in allen Frauenhäusern Deutschlands herrscht chronische Platznot. Ein Bett auf 7500 Einwohner schreibt eine EU-Richtlinie vor. Für das Land Thüringen etwa, um nur ein Beispiel zu nennen, bedeutet das 290 Plätze, nur 141 gibt es tatsächlich. Vor Kurzem wurde aus Hannover gemeldet, dass jeden Tag eine Schutz suchende Frau abgewiesen wird, bundesweit waren es im vergangenen Jahr fast 20.000, so viele wie nie zuvor.

Häusliche Gewalt wird in unserer Gesellschaft akzeptiert wie die jährliche Grippewelle – man wappnet sich, trifft Maßnahmen zur Behandlung, es gibt Bewusstseinskampagnen; ihre Existenz aber wird mehr oder weniger hingenommen. Jede vierte Frau in Deutschland erlebt einmal in ihrem Leben häusliche Gewalt, allein am heutigen Internationalen Frauentag werden in Deutschland statistisch fast 300 Frauen von ihrem derzeitigen oder ehemaligen Partner bedroht oder geschlagen. Geschätzte 150 Frauen werden das Jahr nicht überleben.“

Und das alles ist seit vielen, vielen Jahren den jeweiligen Regierenden bekannt, aber nichts hat sich gebessert. Warum ist das wohl so? Wieso stehen Frauen u. ihre Kinder, die in D in Lebensgefahr sind wegen ihrer schlagenden Partner, nicht ganz oben auf der Liste?

Natürlich sind Waffengeschäfte lukrativer. Und große Familienprojekte ziehen besser bei Wahlkämpfen. Auch die Autolobby muss unterhalten werden, immerhin spendet sie großzügig… Da bleibt nicht mehr viel übrig für Frauenhäuser. Wenn dann auch nur als „freiwillige Leistung“. Ach u. der soziale Wohnungsbau ist ja auch nicht wirklich gewinnbringend, der wurde abgebaut im Laufe der Jahre...

Nun haben wir den Salat.

Die Not ist noch größer geworden.

Im Text aus dem o.g. Link geht es weiter:

Zu wenige Betten sind einer der Gründe für die chronische Platznot in Deutschlands Frauenhäusern. Spricht man mit Mitarbeiterinnen von Nordrhein-Westfalen bis Mecklenburg-Vorpommern, kommen aber weitere Ursachen ans Licht. Der Wohnungsmarkt etwa hat großen Anteil an der Gesamtlage. Wo nur wenig leistbarer Wohnraum zur Verfügung steht, sind vor allem Mütter mit Kindern gezwungen, Monate länger im Frauenhaus zu bleiben, als sie eigentlich wollen. Rausgeschmissen wird niemand, und so bleiben die Plätze besetzt, die für nachrückende Schutzbedürftige benötigt würden.

Für geflüchtete Frauen, die im Asylverfahren stecken, kommen die Wohnsitzauflagen hinzu. "Da müssen erst Umverteilungsanträge gestellt werden", erklärt Lange das Problem. "So ein Verfahren dauert lange, und in dieser Zeit ist nicht nur der Frauenhausaufenthalt nicht finanziert, sondern die Frau selbst hat kein Geld. Alles muss von uns getragen werden, aber dafür reichen unsere Mittel nicht aus." Auch solche Probleme führten dazu, dass das Frauenhaus Rostock im vergangenen Jahr ebenso viele Frauen abweisen musste, wie aufgenommen wurden.

Viele Häuser sind sanierungsbedürftig, dazu kommt das ständige Zittern um die ohnehin knappe Finanzierung. Die Verantwortung dafür wird seit Jahrzehnten zwischen Bund, Ländern und Gemeinden hin- und hergeschoben. Gelder aus den Kommunen sind zum Teil seit über zehn Jahren eingefroren – genauso wie die Gehälter der Mitarbeiterinnen. Und auch, wenn Zuschüsse erhöht werden, gibt es keine Sicherheit: Jederzeit können Land oder Kommune beschließen, dass diese wieder gekürzt oder ganz gestrichen werden. Jetzt hofft man Berlin in die Pflicht nehmen zu können, denn mit der Istanbul-Konvention steht den Frauenhäusern erstmals ein Rechtsinstrument zur Verfügung, um ihre Forderungen durchzusetzen. Doch auch hier droht ein Hindernis: der Amtsschimmel...“

So sieht der Alltag der Frauenhäuser aus. Ständig müssen sie um die Finanzierung kämpfen u. darum betteln. Das ist untragbar. Denn es geht um das Leben bedrohter Frauen u. ihrer Kinder. Ein Beispiel von Vielen...

http://www.nw.de/lokal/kreis_hoexter/warburg/warburg/21985434_Frauenhaus-erhielt-sechs-Jahre-lang-keine-Foerdermittel.html

Auszug:

Frauenhaus erhielt sechs Jahre lang keine Fördermittel. Weil mehr Frauen ins Frauenhaus kamen als geplant, strich der Kreis dem Sozialdienst katholischer Frauen Warburg über Jahre hinweg Gelder. Jetzt soll eine neue Vereinbarung ausgehandelt werden..“

Auch die EMMAs schreiben über Frauenhäuser:

https://www.emma.de/artikel/sonia-mikich-wir-sammeln-fuers-frauenhaus-264677

Auszug:

Ein wirklich gut ausgestattetes Frauenhaus existiert bis heute nicht in Deutschland. Das ist eines Sozialstaates nicht ­würdig. Und ich wage zu bezweifeln, dass die Gelder für Institutionen wie Frauenhäuser oder Beratungsstellen in den nächsten Jahren bereitwilliger fließen. Und was wirklich skandalös ist: Es gibt immer noch keine bundeseinheitliche ­Finanzierung, die Förderkriterien variieren von Bundesland zu Bundesland. Dass ich nach 30 Jahren über die Notwendigkeit von Frauenhäusern noch einmal nachdenken muss, dass wir uns erinnern müssen, wie viel Gewalt gegen Frauen noch immer existiert – das ist bitter.“

Nun gibt’s auch mal ne Studie zum Thema, guck an. Und die Erste. Kaum zu fassen, wo es Frauenhäuser ja nun schon seit den 70igern gibt. Die erste deutschlandweite Studie Häusliche Gewalt u. Kosten:

https://www.b-tu.de/news/artikel/13210-kosten-haeuslicher-gewalt-in-deutschland

Auszug:

Mit der Unterzeichnung der Istanbul - Konvention 2011 und deren Ratifizierung am 7. Juni 2017 verpflichtete sich die Bundesregierung zu umfangreichen Maßnahmen gegen Gewalt. Wie groß allein die finanziellen Auswirkungen von Häuslicher Gewalt auf Individuen, Staat und Gesellschaft sind, hat Prof. Dr. Sylvia Sacco vom Institut für Soziale Arbeit der BTU Cottbus-Senftenberg in der ersten deutschlandweiten Erhebung der Kosten Häuslicher Gewalt dargelegt.

Die Studie, die möglichst umfassend direkte und indirekte Kosten zusammenstellt, kommt hier auf Gesamtkosten von mindestens 3,8 Milliarden Euro pro Jahr. Pro Person im erwerbsfähigen Alter ergeben sich Kosten von 74 Euro pro Jahr. Erklärtes Ziel der Erhebung »Häusliche Gewalt – Kostenstudie für Deutschland. Gewalt gegen Frauen in (ehemaligen) Partnerschaften« ist nicht nur, die Folgekosten von Gewalt aufzudecken, sondern auch Datenlücken und Handlungsoptionen aufzuzeigen.

Insgesamt könnte durch die Entfachung einer gewaltverurteilenden Gesellschaftsdebatte die Sensibilisierung für die Folgen Häuslicher Gewalt vorangetrieben werden. Die Kostenperspektive zeige außerdem, dass jeder Euro zur Umsetzung der Istanbul - Konvention eine Investition ist und somit Gewalt bekämpft, Leid vermeiden hilft und immense Kosten des Staates eingespart werden können.“

Lassen wir nochmal die EMMAs zu Wort kommen:

2012
https://www.emma.de/artikel/frauenhaeuser-muessen-9000-frauen-abweisen-313095

Auszug:

„Die Frauenhäuser schlagen seit Jahren Alarm. Immer wieder müssen sie Frauen und ihre Kinder, die Schutz vor Gewalt suchen,  wegschicken, weil sie aus allen Nähten platzen. 9.000 Frauen fanden 2012 keinen Platz, ergab eine Untersuchung des Bundesfrauenministeriums.“

2017

https://www.emma.de/artikel/wir-muessen-taeglich-eine-frau-abweisen-334509

Auszug:

Wir weisen täglich eine Frau ab. Der Dachverband der autonomen Frauenhäuser protestierte in Weimar, weil in Deutschland 4.300 Frauenhausplätze fehlen. Und was sagten die Frauenministerinnen? Auf der Konferenz der Landes-Frauenministerinnen stand das Thema leider nicht auf der Tagesordnung. Dabei geht es manchmal um Leben und Tod.

Rund 4.300 Plätze für Frauen und Kinder, die vor gewalttätigen Ehemännern und Lebensgefährten flüchten, fehlen in Deutschland, rechnet die ZIF vor. Laut Europarat soll es pro 7.500 EinwohnerInnen einen Platz im Frauenhaus geben. Aber nur zwei Bundesländer, nämlich Bremen und Sachsen-Anhalt, halten diese Quote ein. Bei den Schlusslichtern Saarland, Bayern und Sachsen kommt ein Frauenhaus-Platz auf 17.000 EinwohnerInnen.

Was das heißt, weiß ZIF-Sprecherin Eva Risse aus ihrem Alltag im Bonner Frauenhaus: „Wir mussten im Jahr 2016 471 Frauen abweisen. Eine Katastrophe!“ Das bedeutet: Jeden Tag muss mindestens eine misshandelte Frau im Zweifel wieder zurück zu ihrem Misshandler. Und das kann Leben kosten. „Machen wir uns nichts vor: Jede Frau, die zu diesem Moment keinen Platz findet, kann am nächsten Tag tot sein“, weiß Brigitte Altenkirch vom Berliner Frauenhaus...“

Über die Not der Frauenhäuser habe ich auch schon öfters geschrieben:

http://www.blogigo.de/Frauen_bewegen_Frauen/category/3

Zum Schluss nochmal der Hinweis auf das Hilfetelefon ‚Gewalt gegen Frauen‘. Bitte gebt die Webseite u. die Telefon Nr. weiter an eure Freunde.

https://www.hilfetelefon.de/

Auszug:

„Herzlich willkommen! Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die Gewalt erlebt haben oder noch erleben. Unter der Nummer 08000 116 016 und via Online-Beratung unterstützen wir Betroffene aller Nationalitäten, mit und ohne Behinderung – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. Auch Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Fachkräfte beraten wir anonym und kostenfrei.“

Hier geht es zur Video Info:

https://www.hilfetelefon.de/materialien/videos-audios/kurzfilm.html

Auszug:

„Wen erreiche ich, wenn ich beim Hilfetelefon anrufe? Wie sieht die Beratung aus? Was ist das Besondere am Hilfetelefon? Diese und viele andere Fragen beantwortet jetzt der neue Kurzfilm des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen", der Interessierten das Beratungsangebot näher bringt.

Im Interview erklären Petra Söchting, Leiterin des Hilfetelefons und Fachbereichsleiterin Christine Weyh das Angebot und die Arbeitsweise der 24-Stunden-Beratung. Dazu gehören zum Beispiel die hohen Sicherheitsstandards bei der Online-Beratung, die Nutzerinnen die Möglichkeit bieten, die Webseite jederzeit mit nur einem Klick wieder schnell und sicher zu verlassen. Außerdem berichtet eine Beraterin aus der täglichen Beratungspraxis des Hilfetelefons. Dr. Barbara Kavemann, Dipl. Soziologin und Vorsitzende des Beirates des Hilfetelefons, macht darüber hinaus deutlich, welch schwerwiegendes Problem Gewalt gegen Frauen in der Gesellschaft darstellt und wie wichtig das Hilfetelefon als niedrigschwelliges und jederzeit erreichbares Beratungsangebot ist. Um auch Menschen mit Hörbeeinträchtigungen den Film zugänglich zu machen, wurde der Film untertitelt.

Wer das Hilfetelefon unterstützen und zur Bekanntmachung beitragen möchte, kann den Film (über den Link unter dem Filmfenster) gerne auf seiner Webseite einbetten oder in seinen sozialen Netzwerken teilen. Bitte beachten Sie: Der Film darf nur in der vorliegenden Form verwendet und nicht bearbeitet oder verändert werden.“

Einblicke in das Hilfetelefon – Video (Download):

https://www.hilfetelefon.de/uploads/tx_ppvideojw6advanced/Hilfetelefon_Gewalt_gegen_Frauen.mp4

Bitte gebt die Infos über das Hilfetelefon weiter!

Ihr könnt euch auch Info Material dort bestellen.
Zum fröhlichen Verteilen. ;-)

Zum Wochenende gibt’s leichtere Kost. :-)

Der Frühling ist da, juchu. Fröhlich

Und das „Brutgeschäft“ hat begonnen.
Mal reinblinzeln in die Nester… :-)

Singdrossel Familie in Nachbars Garten

https://youtu.be/MEaMMs0bOOc

Rotkehlchen im Nest

https://youtu.be/ogpu0Ioaw30

Passt gut auf euch auf!

Liebe Frühlings Grüße
Violine

29.03.2018 um 14:51 Uhr

Sexistische Ostern? - Lieber pudelige Grüße ;-)

Hallo Ihr Lieben!

Es wäre so schön gewesen…

Mal keinen Sexismus zur Osterzeit.
Aber nö, da können wir nur von träumen.

Ich frag mich echt, ob diesen Machern der Werbung das Hirn abhanden gekommen ist oder wie man heutzutage noch so einen Schmarren fabrizieren kann?

Lest selber:

https://pinkstinks.de/fuchs-du-hast-mir-ostern-gestohlen/

Auszug:

„Obendrauf gab es letztes Jahr die „Osterhöschen“ Aktion des Unterwäschehersteller Palmers und damit einhergehend eine tagelange mediale Schlammschlacht um die Kritik der TV-Journalistin Corinna Milborn an dem Motiv und die sexistischen Beleidigungen, mit denen sie daraufhin der Sportler Felix Baumgartner überzog.

Und 2018? Mein Favorit bisher ist die Brauerei im Füchschen. Nicht nur, weil die pünklich zu Ostern eine sexualisierte Füchsin in Mieder und Netzstrümpfen auf ihre Bierfässer packt, sondern weil auch zu anderen Gelegenheiten auf sie Verlass ist. Ob nun zu Karneval, Muttertag, oder so Sachen wie dem Tag der gesunden Ernährung – die Marke Füchschen Alt bleibt ihrer Bildsprache treu. Und mit der ist Ostern für mich irgendwie nicht mehr dasselbe. Andere mögen das lustig, neckisch und gar nicht mal so krass finden. Ich find’s einfach nur noch ätzend und ermüdend. Das „nie enden wollende Augenzwinkern“ und die grafischen Umsetzungen von ziemlich abgestandenen Herrenwitzen holen mich einfach nicht ab. Das mag man auf meinen persönlichen Geschmack zurückführen. Sollte aber im gleichen Atemzug fragen, inwiefern das nicht Diskriminierung aufgrund von Geschlecht ist. Ich für meinen Teil kann mich auf „frohe Ostern“ nicht mehr vorbehaltlos freuen. Dafür hat mir Werbung zu oft „frohe Ostern und dicke Eier“ gewünscht.“

Das sind diese „Osterhasen für Mädchen“ von Kinderüberraschung. Die haben also nach den Mädchen Eiern u. den Protesten auch nichts dazu gelernt. :-(

https://www.lieferello.de/Ostern-Osterhase-und-Co/Kinder-UEberraschung-Osterhase-fuer-Maedchen-75g.html

Nur mal zur Erinnerung, worum es eigentlich bei Sexismus geht. Terre des Femmes nennt Sexismus beim Namen: Strukturelle Gewalt

https://frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/frauenfeindliche-werbung

Auszug:

Besonders die Darstellung von spärlich bekleideten Frauen wird gerne genutzt, um auf ein Produkt aufmerksam zu machen, das meist in keinem inhaltlichen Zusammenhang mit dem Frauenkörper steht. Unter dem Motto "Sex sells" soll mithilfe von teilweise pornographischen Darstellungen Elektronik, Autos oder andere Produkte verkauft oder sogar Spenden für Hilfsorganisation generiert werden.

Aber nicht nur die Reduzierung des weiblichen Körpers auf ein sexuelles Objekt ist diskriminierend, sondern auch die klischeehafte Darstellung von Frauen und Männern. Sie trägt dazu bei, dass Rollenbilder gefestigt, Vorurteile reproduziert und die heteronormative Norm gefestigt werden. Diese Normierung von Seiten der Gesellschaft kann von Einzelnen durchaus als eine Form der Gewalt empfunden werden - insbesondere dann, wenn sie mit Abwertung und Ausgrenzung verbunden ist und somit Machtverhältnisse reproduziert.“

Außerdem wird Frauenfeindliche Werbung mit dem Zornigen Kaktus „geehrt“:

https://frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/frauenfeindliche-werbung/der-zornige-kaktus-2017

Die EMMAs schreiben schon lange drüber

https://www.emma.de/thema/sexismus-alle-beitraege-311848
https://www.emma.de/thema/sexismus-es-reicht-jetzt-185284

Auszug:

„Mal wieder über eine sexistische Werbung geärgert? Ein Zeitschriften-Cover, Plakat, Werbeclip bzw. Musikvideo? Die Liste ist lang. Sexismus ist frauenfeindlich. Das ist weder lustig noch normal. Und trotzdem für Frauen alltäglich. Hier kannst du deinem Ärger Luft machen! Einfach registrieren und mitmachen.“

Pinkstinks z.B. ist seit 2017 vom Bundesfamilienministerium beauftragt Sexistische Werbung zu sammeln für zwei Jahre u. anschließend wird ausgewertet ob ein Gesetz Sinn machen würde. In den Negativ Beispielen könnt ihr sehen, was Alltag bei uns ist, immer noch…

https://werbemelder.in/
https://pinkstinks.de/negativ-beispiele/

Auszug:

Große Teile der Werbeindustrie sind gegen eine gesetzliches Verbot von sexistischer Werbung. Ihrer Meinung nach ist die bestehende Selbstregulierung durch den Deutschen Werberat ausreichend. Wir sind anderer Meinung, denn:
  • Die Zusammensetzung des Werberates ist nicht neutral. Zehn der 13 Mitglieder sind männlich. Alle Vertreter*innen stammen aus der werbenden Wirtschaft, den Medien oder Werbeagenturen.

  • Die Verhaltensregeln des Werberates zum Problemfeld Geschlechterdiskriminierung sind veraltet und unzureichend ausformuliert.

  • Der Werberat verfügt über keine effektiven Sanktionsmechanismen.

  • Der Werberat rügt viele offensichtlich sexistischen Werbungen nicht (siehe Beispiele).

Und weil es derart viele Negativ Beispiele u. auch Preise gibt hat sich Pinkstinks den Pinken Pudel als Positivpreis ausgedacht. :-)

https://pinkstinks.de/pinker-pudel/

Auszug:

Der "Pinke Pudel" ist Deutschlands erster Positivpreis für progressive Werbung. Ausgezeichnet werden Kreative, die in Werbekampagnen mit Geschlechtsrollenstereotypen brechen und gesellschaftliche Vielfalt feiern.

Zusammen mit dem Gesamtverband Kommunikationsagenturen, dem Dachverband vieler renommierter deutscher Werbeagenturen, kamen wir so auf die Idee, einen Positivpreis zu vergeben: Um jene zu prämieren und zu ermutigen, die Frauen nicht nur als Dekoration und Männer als gefühlsarme Macher darstellen. In Deutschland nennt man emanzipierte Männer abfällig "Lila Pudel". Das werten wir doch gerne positiv auf: Unsere pinken Pudel sind stolz darauf, mit Geschlechtsrollenstereotypen zu brechen.“

Coole Idee. :-)

Aber nun steht Ostern vor der Tür…

Deshalb jetzt einige schöne Natur Dokus.

Raus aufs Land – Doku über eine Schäferin

https://youtu.be/Yj8VW79gKCY

Mit der Schäferin durchs Jahr

https://youtu.be/sxdB1M193UA

European Robin / Rotkehlchen

https://youtu.be/HmP61POJXvA

Habt eine gute Zeit

u. liebe Oster Grüße
Violine

22.03.2018 um 18:00 Uhr

Prostitution - Ein Überblick

Hallo Ihr Lieben!

Es geht wieder um Frauen. :-)

Um Frauen, die von deutschen Männern prostituiert werden.

Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute, gleich um die Ecke.
Wahrscheinlich auch von deinen besten Freunden…

Dank vieler Aktivistinnen, Initiativen u. Info Veranstaltungen rückt das Elend der Betroffenen, der Prostituierten vermehrt in die Öffentlichkeit.

Je mehr Fakten, desto besser die Aufklärung. Und je besser das Wissen über diese Gewalt, umso eher wird sich etwas ändern zum Schutz der Frauen.

Aus diesem Grunde schreibe ich auch regelmäßig über dieses wichtige Thema. Denn Prostitution u. die sie bestimmende Gewalt geht ja von Männern aus. Ehepartnern, Freunde, Brüder, Söhne, Cousins, Kollegen in unserem Nahfeld. Die Betroffenen sind (fast) immer Frauen. Prostituierte u. Ehefrauen, Partnerinnen, Schwestern, Töchter etc. von diesen Männern. Unsere ganze Gesellschaft ist beteiligt u. betroffen.

Nun also die Fakten.

Es folgen mehrere Artikel u. Berichte die aufklären wollen:

Ein Beitrag von Inge Bell auf Facebook, geteilt von Abolition 2014.

https://www.facebook.com/abolition2014/?hc_ref=ARRO2S9QD33UeeJgnaJw22eyPqAPQiupyQDViNGcO8f36glppg0LeDYjvTfBqf0j31E

Auszug aus Abolition 2014 bei fecabook, die erstmal über die jeweiligen Teilnehmerinnen informiert, bevor es zum eigentlichen Vortrag weiter geht:

„Prostitution und Trauma“ – Prostitution existiert nicht ohne Trauma und Dissoziation. Sie wird sehr oft durch Gewalt in der Kindheit und Jugend und durch Verweigerung von Hilfe in dieser Zeig vorbereitet, und sie bedeutet für die Frauen, die jungen Männer und Trans* in der Prostitution Gewalt. Und wir leben in einer Gesellschaft, die eine Art kollektive Dissoziation gegenüber dieser Gewalt zeigt – es wird so getan, als gebe es diese Gewalt nicht, als fände sie nicht mitten unter uns statt.

Gesprochen haben.
Melissa Farley, Psychologin und Gründerin von Prostitution Research and Education, (www.prostitutionresearch.com ) zeigte an den Ergebnissen aus ihren internationalen Studien, was Prostitution für die betroffenen Frauen bedeutet. Sie zeigte eindrücklich die Gewalt in der Prostitution und die Langzeitfolgen für die Betroffenen.“

Weiter aus dem Text:

„Dr. Ingeborg Kraus, Trauma Therapeutin und Initiatorin des „Karlsruher Appels“ und des Offenen Briefs „Scientists for a world without prostitution“ (www.trauma-and-prostitution.eu) brachte die verzerrende und beschönigende Berichterstattung über Prostitution zur Sprache, deren verharmlosende Darstellung es leicht macht, den Blick vor der Gewalt zu verschließen. Sie verlas am Ende ihrer Präsentation einen Brief einer ausgestiegenen Frau, der sie nach ihrer Mitarbeit an der ZDF-Dokumentation „Bordell Deutschland“ erreichte – ein Zeugnis der Gewalt, der Dissoziation als Überlebensstrategie und der Verzweiflung über die Folgen noch Jahre nach dem Ausstieg.

Marie Merklinger ist seit Jahren Aktivistin in der internationalen und deutschen abolitionistischen Bewegung. Als Mitglied bei SPACE-international berichtet sie auf internationalen Kongressen über Prostitution und über die Folgen der Legalisierung und der Gesetzgebung in Deutschland. Ihre eigenen Erfahrungen in der Prostitution und die Auswirkungen auf das eigene Empfinden durch diese Erlebnisse berührten die Zuhörenden und verdeutlichten ein weiteres Mal, dass Prostitution keinen Platz in einer gleichberechtigten und offenen Gesellschaft hat. (www.spaceintl.org )

Sandra Norak hat ebenfalls den Ausstieg aus der Prostitution geschafft, ist Mitglied bei SISTERs e.V. und arbeitet an der Aufklärung über Prostitution. (www.mylifeinprostitution.wordpress.com) Auch sie hat an der Dokumentation „Bordell Deutschland“ mitgewirkt und auch sie brachte dem Publikum das Ausmaß der Grenzverletzungen durch die Prostitution und die Auswirkungen samt Ausstiegshindernissen dadurch sehr nahe.“

Die Doku:

https://www.prisma.de/news/TV-Doku-Bordell-Deutschland-Prostitution-gefahrlicher-als-Krieg,15989489#box_social_fixed

Hier geht es zum eigentlichen Text von Inge Bell:

https://www.facebook.com/inge.bell/posts/10156455166288933?pnref=story

Auszug:

"You promise them heaven - they follow you to hell" - Zitat eines Zuhälters, der junge Mädchen mit der Loverboy-Methode in die Prostitution zwingt.

Melissa Farley, international anerkannte Prostitutions- und Freier-Forscherin war zu Gast in München und brachte für ihren Vortrag "Prostitution und Menschenhandel in 9 Ländern" bestürzende Zitate und Ergebnisse aus ihren Forschungen mit.

Auch Marie Merklingers Statement berührte mich sehr: sie "wäre nie in die Prostitution eingestiegen, wenn es die Männer nicht gäbe, die bezahlen für verzweifelte Frauen in Not. Ein Mann, der Frauen kauft, achtet Frauen nicht".

Das bestätigt auch Farley in ihren Forschungen: Männer, die Frauen kaufen, haben deutlich weniger Empathie als Männer, die das nicht tun. Farley schilderte eine Begegnung mit einem Freier in London, der sich zur Teilnahme an einer ihrer Studien meldete, sich aber nicht sicher war, ob er wirklich dazu passe, denn er habe nur einmal in seinem Leben eine Frau "gekauft". Er lag schon auf ihr drauf, da sah er in ihren Augen denselben Ausdruck, den er von sich selbst kannte - als er als kleiner Junge von einem katholischen Priester vergewaltigt wurde. Er erkannte den sexuellen Mißbrauch in ihren Augen.

Ich habe mich sehr gefreut, viele MitstreiterInnen wiederzusehen, die sich einsetzen für einen Perspektivwandel in Deutschland: weg von der Salonfähigkeit von Prostitution hin zum Sexkauf-Verbot, der Freierbestrafung nach dem sogenannten Nordischen Modell, wie es schon viele Länder haben: Schweden, Norwegen, Frankreich, Island, Irland, Kanada, bald Israel. Denn Prostitution ist Gewalt gegen Frauen. Wir bleiben dran. #StopSexkauf

Und noch ein Artikel von einer wichtigen Veranstaltung, die tatsächlich mal in einer Tageszeitung erschienen ist. Lobenswert.:

https://www.giessener-allgemeine.de/regional/stadtgiessen/Stadt-Giessen-Appell-Sexkauf-verbieten;art71,405135

Auszug:

1,2 Millionen Prostituierten-Besuche täglich: Was heißt das konkret? Und warum hat die Legalisierung des »Berufs« die Lage vieler Frauen verschlechtert? Antworten gab es nun in Gießen.

Beklommenes Schweigen herrscht im Alten Schloss, während eine kultivierte ältere Dame eine Liste mit Abkürzungen verliest. »A.o. – alles ohne Gummi. N.p. – Natursekt passiv«, das sind die harmloseren Praktiken. »Ich habe das zu Hause geübt, damit meine Stimme nicht zu sehr zittert«, bekennt Inge Hauschild-Schön.

In der Debatte um Prostitution werde zu wenig darüber gesprochen, was Tag für Tag »konkret geschieht«, findet die Mitgründerin der Bürgerinitiative gegen Bordell Marburg. Sie war eine von drei Referentinnen am Freitagabend bei der Informationsveranstaltung »Die käufliche Frau – ein zeitgemäßes Frauenbild?«

Inge Hauschild-Schön, die über die – vergeblichen – Proteste gegen ein Großbordell in Marburg zur Expertin wurde, erklärte, Frauen würden »benutzt von unseren Ehemännern, Nachbarn, Kollegen, Cousins«. Die Marburgerin widersprach dem Klischee, das »älteste Gewerbe der Welt« sei quasi naturgegeben. Historisch gesehen seien Prostitution und Vergewaltigung Teil von Krieg und Sklaverei.

Weiter geht es mit den Mythen:

Solche Mythen würden aufrecht erhalten von Menschen, die von dieser gewinnträchtigen Branche profitierten. »Und das sind nicht die Prostitutierten.« 95 Prozent von ihnen – auch prominente Vorzeige-"Freiwillige" wie die Hamburgerin Domenica – alterten in Armut, unterstrich Hauschild-Schön.

»Männer brauchen ein Ventil«, ohne Prostitution würden sie Frauen auf der Straße anfallen: Auch das sei ein Mythos, sagte Huschke Mau, die zehn Jahre lang Prostituierte war und nach ihrem Ausstieg das Netzwerk »Ella« gründete. Die Legalisierung durch die rot-grüne Bundesregierung habe fatale Folgen: Freier benähmen sich enthemmter und brutaler. Prostituierte würden nach wie vor stigmatisiert – aus gutem Grund trete sie unter Pseudonym auf – und häufig auch bestraft, etwa weil sie sich bei Hausbesuchen in einem Sperrbezirk aufhalten. »Das nordische Modell hätte mir und allen Prostituierten geholfen, die ich kenne«, sagt Mau. »Sexarbeit«-Lobbyisten, die die Tätigkeit verharmlosten, betrieben meistens selbst Bordelle.

Die Bloggerin Manu Schon berichtete von frauenfeindlichen Einstellungen bei Freiern und von Auswirkungen der leicht zugänglichen Pornografie auf Jugendliche. Bundesweit wachse die Bewegung, die sich für das Nordische Modell einsetzt.

Druck aus der Bevölkerung sei nötig, hieß es unisono: Im Hintergrund wirke eine mächtige Zuhälter-Lobby, und etliche Politiker wären selbst betroffen, wenn »Freier« mit Bestrafung rechnen müssten. Hauschild-Schön berichtete, dass sie ihren Vortrag auch deshalb Wort für Wort abliest, weil sie schon zweimal mit falschen Behauptungen angezeigt worden sei. Der Gießener Verein freut sich über weitere Aktive. Kontakt kann man aufnehmen über die Facebookseite »Alarm gegen Sexkauf«.

So sehen die Fakten aus…

Auch der Papst hat sich geäußert. ;-)

http://religion.orf.at/stories/2901978/

Auszug:

„Papst: „Prostitution ist Folterung einer Frau

Papst Franziskus hat Prostitution und Menschenhandel als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ bezeichnet. Diese würden aus einer „kranken Mentalität“ entstehen, laut der die Frau ausgebeutet werden müsse.

Wer zu Prostituierten geht, ist ein Krimineller“, sagte der Papst. Prostitution bedeute „Folterung einer Frau“. Der Papst, der in den vergangenen Jahren öfters Ex-Prostituierten begegnet war, berichtete, dass einige von ihnen sich vom Strich befreien konnten.

Das ist die Sklaverei von heute“, sagte der Papst. Er entschuldigte sich für Katholiken, die sich der „Verbrechen gegen Frauen“ verantwortlich machen, indem sie die Dienste von Prostituierten in Anspruch nehmen.“

Die von der Politik legalisierte u. legitimierte sexuelle Gewalt an Tausenden Frauen in Deutschland. Prostitution ist eine Menschenrechtsverletzung. Ein geduldetes Verbrechen.

Und das ganze Leid, die Gewalt, das Trauma einzig um den Wunsch von Männern nach Sex u. Macht zu befriedigen. Das ist der Maßstab bei dieser brutalen Gewalt. Auf Kosten von Frauenleben. Jeden Tag, jede Stunde…

Wenn ihr könnt verbreitet diese Infos, macht euch schlau, kommt ins Gespräch.

Denn wenn wir dieses verheerende u. abscheuliche Frauen- u. Menschenbild in unserer Gesellschaft nicht ändern, wird die nächste Generation, also unsere Kinder u. Kindeskinder noch brutaler werden. Denn das ist mal sicher: Gewalt steigert sich immer!

Ihr könnt etwas tun, indem ihr aufklärt!

Zum Wochenende nun wieder luftige Kost. :-)

Vorab etwas Erheiterndes, was das Thema Sparkassen Kunde oder Kundin angeht. Lest bitte den ganzen Text.

https://www.buzzfeed.com/karstenschmehl/meanwhile-bei-der-volksbank?bffbdenews&utm_term=.jkK30bpAL#.oq5AK9xVw

Auszug:

„Falls mal ein Mann die Wahl gewinnen sollte, lasst ihn uns einfach trotzdem Bundeskanzlerin nennen. Das hat sich kulturell hierzulande einfach etabliert.

So viele Männer die meinen bemerken zu müssen, dass die weibliche Ansprache von Kundinnen pillepalle sei. Liebe @sparkasse es wäre jetzt an der Zeit alle Formulare nur noch in der weiblichen Form zu führen, denn den Männern scheint es nichts auszumachen. Danke!..“

Und noch etwas für die Menschen, die statt Leder lieber Vegetarisches tragen wollen. Es gibt die Möglichkeit aus Resten der Weinproduktion natürliches Leder herzustellen:

https://nur-positive-nachrichten.de/positive-nachrichten/dieses-natuerliche-leder-wird-aus-den-resten-in-der-weinproduktion-hergestellt

Auszug:

„Ein Architekt hat mit seinem Geschäftspartner ein natürliches Leder entwickelt, das aus den Abfällen der Weinproduktion – dem sogenannten Treber – hergestellt wird.“

Und zum Schluss die luftigen Federfreunde :-)

Blaumeisen ziehen ihre Jungen groß

https://youtu.be/X4cY9h2-WvA

Amsel, Nester und Balkone

https://youtu.be/OJHAPM1bBlE

Passt gut auf euch auf!

Liebe Frühlingsgrüße
Violine

 

 

Nachtrag:

Bitte lest diesen Beitrag vollständig… Darin schreibt eine Prostituierte über die traumatischen Folgen der Prostitution. Und das ist nur eine Frau von Millionen...

http://www.trauma-and-prostitution.eu/2018/03/23/brief-an-eine-traumatherapeutin/#more-1143


07.03.2018 um 17:37 Uhr

Frauentag - Frauenleben

Hallo Ihr Lieben!

Morgen/heute ist der Internationale Frauentag.

Die #MeToo Debatte ist in aller Munde.
Frauen wehren sich. Frauen solidarisieren sich.

Das ist aber nur die Spitze des Eisberges.

Wie es so aussieht in der Welt der Frauen?
Mal ein ausführlicher Überblick...

Ganz aktuell:

Humanitäre Hilfe für Frauen nur gegen Sex?!
https://derstandard.at/2000075134521/Syrien-Humanitaere-Helfer-verlangen-Sex-gegen-Essen?ref=article

Auszug:

"2015 gab es erste Berichte, dass geflüchtete Frauen ausgebeutet werden. Hilfsorganisationen versprachen Besserung, doch es hat sich nichts geändert. Einheimische Männer, die für internationale Organisationen arbeiteten, "haben Hilfsgüter zurückgehalten und von den Frauen Sex eingefordert". Das Problem sei "endemisch" gewesen, so Spencer: "Es war allen klar: Wenn du zu einer Verteilung von Hilfsgütern gehst, muss im Gegenzug ein sexueller Akt erfolgen." Im Juni 2015 wurden vom Internationalen Roten Kreuz geflüchtete Frauen im Süden Syriens befragt. Das Ergebnis: 40 Prozent der Befragten wurden Opfer sexueller Gewalt im Zuge von Unterstützungsmaßnahmen, inklusive humanitärer Hilfe.

Ein humanitärer Helfer erklärte, die Hilfsorganisationen nehmen das stillschweigend hin, weil man in Syrien auf lokale Organisationen und Offizielle angewiesen sei, um in die gefährlichen Regionen zu gelangen. Für Danielle Spencer ist die Angelegenheit klar: "Sexueller Missbrauch und sexuelle Ausbeutung sind in Syrien seit sieben Jahren bekannt, und seit sieben Jahren wird es ignoriert." Weshalb das so sei? "Die Uno und das humanitäre System haben entschieden, die Frauen zu opfern", so Spencer zur BBC, "sie werden missbraucht, damit die humanitäre Hilfe mehr Menschen erreicht."

Frauenhandel wird geduldet, zum Wohle des Mannes.

In Deutschland legalisiert seit der Rot/Grünen Regierung… Hier ein Einblick in den „Grenzverkehr“ der deutsch-tschechischen Grenze.
https://chrismon.evangelisch.de/artikel/2018/37976/prostitution-deutsch-tschechischer-grenze-eine-frau-schafft-den-ausstieg

Auszug:

Prostitution an deutsch-tschechischer Grenze: Eine Frau schafft den Ausstieg. Mit zwölf war sie Prostituierte. Mein Leben damals in Tschechien war nur Straße, Drogen, viele ­fremde Männer, schlechte Freunde – seit meiner Kindheit. Ich kannte nichts anderes. Deswegen war es ­so ­schwierig, aufzuhören. Alle Mädchen und Jungen bei uns im Ort lebten so wie ich. Man denkt, das muss so sein, das ist normal. Von den Männern, die aus Bayern oder Sachsen zu uns nach Cheb kamen, habe ich ein wenig Deutsch gelernt – „Komm, Präservativ, ficken, Geld . . .“. Außer Schmerzen hatte ich keine anderen Gefühle. Ein paar Jahre später waren die Schmerzen weg, aber innerlich fühlt man sich sehr dreckig, das ist mir geblieben. Irgendwann fängt man mit harten Drogen an, vor allem Meth, damit die Seele sich beruhigt, damit ich den Tag auf der Straße vergesse, all diese Autos, all diese ­Augen der Freier. Am schlimmsten ist, dass man alles Vertrauen verliert. Wenn jemand nett ist, denkst du, er tut bloß heilig, aber er ist auch nur so ein Schwein. Man wird zu einem Stein. Mit dem Körper verkaufst du auch deine Seele, man merkt das nur nicht so schnell. Eigentlich konnte ich nicht mehr.

Ich kannte Cathrin schon fast zehn Jahre. Sie ist die Chefin von Karo, das ist ein Verein in Sachsen, der sich um Kinder und Frauen wie mich kümmert. Die fahren auch bei uns in Cheb durch die Straßen. Jedes Mal, wenn sie mich gesehen hat, hat sie mir gewinkt. Sie hat das ­Fenster runtergekurbelt oder ist ausgestiegen, und dann hat sie immer gesagt, ich solle aufhören, sie könne mir helfen. Aber ich war zu jung und dumm. Ich hab sie ­immer ausgelacht und bin weggegangen. Bis vor fünf Jahren. Ich war im siebten Monat ­schwanger. Vielleicht ist in mir doch noch ein bisschen was Gutes geblieben – ich wollte mein Kind behalten. Da ist abends wieder einmal dieses Auto von Karo vorbeigekommen. Und diesmal habe ich gewinkt. Ich war so verzweifelt. Ich bin mitgefahren...“

Mehr zu den Folgen von Prostitution, für die Prostituierten selber u. die betrogenen Ehefrauen u. Partnerinnen. Davon bekommen die meisten ja kaum etwas mit...

http://www.trauma-and-prostitution.eu/2017/09/29/deutschland-das-land-der-betrogenen-frauen/

Auszug:

„Vor dem größten Möbelkaufhaus in Karlsruhe stehen zwei Werbeplakate nebeneinander: für ein Laufhaus und für Hochzeiten. Unverbindlichen Sex kaufen oder eine Liebesbeziehung eingehen und sich die Treue schwören? In Deutschland steht beides scheinbar gleichwertig nebeneinander und das schockiert anscheinend niemanden mehr. Prostitution hat jedoch nicht nur verheerende Auswirkungen auf die Frauen in der Prostitution sondern auch auf die betrogenen Frauen.

In diesem Interview spricht ein ehemaliger Freier über die Folgen seines Handelns auf seine Frau und fordert ein Sexkaufverbot. Die Pornografie war der Einstieg in die Prostitution. Als seine Frau sein Doppelleben aufdeckte, sagte sie „er habe ihr gemeinsames Leben vollständig in Schutt und Asche gelegt“.

Diese tragischen „Kollateralschäden“ der Prostitution sind bis heute überhaupt nicht im Fokus. „Geht man davon aus, dass es natürlich nicht immer die gleichen 1,2 Millionen Männer sind, die jeden Tag zu Prostituierten gehen, und davon dass es eine große Anzahl verheirateter oder in einer eigentlich festen Beziehung lebender Freier sind, ist alleine die Zahl der betroffenen betrogenen und bei Aufdeckung entsprechend seelisch verletzten Frauen sicherlich ohne Übertreibung im zweistelligen Millionenbereich“.

Was die Sprache alleine schon ausmacht...

Gewalt gegen Frauen ist Gewalt von Männern.
Der Fokus liegt immer bei den Frauen, statt bei den Männern, die gewalttätig sind. Das war immer schon so, leider. Heute wird mal drüber gesprochen, ein Anfang?
http://www.sueddeutsche.de/kultur/sexismus-und-sprache-gewalt-gegen-frauen-ist-gewalt-von-maennern-1.3714509

Auszug:

Frauen werden in der Öffentlichkeit sexualisiert und als Opfer marginalisiert. Der Fall Weinstein zeigt, wie die Sprache frauenfeindliche Strukturen in unserer Gesellschaft verfestigt.

Der Fall Weinstein hat eine Debatte losgetreten, eine Debatte über den gesellschaftlichen Umgang mit sexueller Gewalt, über Strukturen und Systeme, in denen Frauen ausgenutzt, diskriminiert und missbraucht werden. Diese misogyne Kultur ist das Ergebnis von ungleicher Machtverteilung, von gewachsenen Abhängigkeiten. Sie ist aber auch und vor allem eine Folge dessen, wie wir als Gesellschaft mit sexueller Gewalt umgehen. Die Art und Weise wie wir sprechen, prägt unsere Sichtweise auf die Welt, die Muster, in denen wir denken und wahrnehmen.

Wie wir als Gesellschaft über sexuelle Gewalt reden, sei sie physisch oder psychisch, trägt einen gewichtigen Teil zu den frauenfeindlichen Strukturen in unserer Gesellschaft bei. Man kann dem gerade sehr gut in der medialen Berichterstattung nachspüren. In vielen Texten, auch in der Süddeutschen Zeitung, war und ist die Rede von einem "Sex-Skandal". Weinstein selbst wird als "Sex-Täter" beschrieben, seine Übergriffe als "Sex-Attacken". Diese Sexualisierung und Boulevardisierung von Gewalt ist ein Problem. Dadurch, dass sie in die Sphäre der Sexualität gezogen wird, erhält sie eine animalische, urtriebhafte Komponente.

Anstatt mit der harten Realität von Missbrauch zu konfrontieren, zieht einen der Begriff "Sex-Skandal" in den Kosmos der seichten Unterhaltung, des Voyeurismus. Allein die Assoziationen, die das Wort "Sex-Skandal" auslöst: Da triefen die Körperflüssigkeiten, das klingt nach Rotlicht, nach Zwielicht, nach Begierde und Verlangen, nach Triebbefriedigung, nach einem natürlichen Bedürfnis, das gestillt wird. Als ob es hier um einen Mann ginge, der sich nun einmal einfach schlecht im Griff hätte...“

Und weiter aus dem o.g. Artikel:

„Wenn wir von sexueller Gewalt gegen Frauen reden, dann lässt die Formulierung diese Gewalt wie einen Deus ex Machina erscheinen, der aus dem Nichts auftaucht und wie ein böses Schicksal über die Frauen hereinbricht. Die Formulierung "Gewalt gegen Frauen" macht sexuelle Übergriffe und Diskriminierung zu einem Frauenproblem. Ein Problem, das Männer nichts angeht und aus dem sie sich besser raushalten. Das ist falsch. Denn sexuelle Gewalt ist sehr wohl ein Männerproblem. Weil Gewalt gegen Frauen meist Gewalt von Männern ist. Weil überhaupt Gewalt meist von Männern ausgeht. Nicht nur gegen Frauen. Auch gegen andere Männer, gegen Kinder, gegen sich selbst.

Die Art und Weise, wie in unserer Gesellschaft über sexuelle Gewalt gesprochen wird, entlässt Männer aus der Verantwortung. Weil sich die Debatte immer wieder auf die Opferrolle der Frau fixiert. Das sorgt dafür, dass sich frauenfeindliche Strukturen in den Köpfen und in der Welt erhalten. Und dafür, dass wir hier immer noch über Frauen reden. Und nicht über Männer.“

Ein weiteres Beispiel..

Wie über Frauenmorde berichtet wird, ist pure Verharmlosung.
„Familientragödie“ oder Frauenmord/Feminiziden?
http://www.fr.de/politik/gender/feminismus/gewalt-gegen-frauen-die-rache-des-gekraenkten-machos-a-1394744

Auszug:

Frau Wischnewski, fast immer lesen wir von einer „Familientragödie“ oder einem „Beziehungsdrama“, wenn Männer ihre Partnerinnen töten. Sie fordern mit Ihrer Initiative, stattdessen von Feminiziden, also Frauenmorden, zu sprechen. Was ändert das?
Es würde Bewusstsein dafür schaffen, dass es nicht zufällig um Frauen geht. Dass es kein Schicksalsschlag ist, der irgendwie zu Familien dazugehört. Es geht darum deutlich zu machen, dass es um Morde an Frauen geht, weil sie Frauen sind.

In einem Gutachten für den Gleichstellungsbericht der Bundesregierung ist zu lesen, dass Frauen, die mehr verdienen als ihre Männer, besonders häufig von sexualisierter Gewalt durch diese betroffen sind. Beratungsstellen berichten, dass auch dann, wenn der Mann seinen Job verliert, das Risiko steigt. Auch bei der #MeToo-Diskussion zeigt sich, dass Frauen, die an Macht gewinnen, häufig zum Ziel von sexualisierter Belästigung oder Gewalt werden.

Sind denn bei Feminiziden in Deutschland zumeist die Partner der Frauen auch die Täter?
Ja. Das Zuhause ist in dieser Hinsicht der gefährlichste Ort für Frauen – und nicht der dunkle Park, wie es oft dargestellt wird. Das macht es aber auch für viele so schwierig, darüber zu sprechen. Das Bewusstsein ist auch deswegen so gering dafür, weil die Geschichten verschieden erzählt werden. Es käme niemand darauf, von einer „Sporttragödie“ zu sprechen, wenn eine Frau beim Joggen überfallen und ermordet wird. Deshalb wollen wir auch einen Leitfaden für die Berichterstattung erstellen...“

Kommen wir zu den betroffenen Frauen...

Seit Jahren ignoriert jede Regierung die katastrophale Lage der Frauenhäuser, die sich nur aus Spenden u. „freiwilligen Leistungen“ der Länder finanzieren müssen. Ein Trauerspiel auf Kosten des Lebens/Überlebens von Frauen u. deren Kinder.
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/frauenhaeuser-finanzierung-lasst-die-opfer-nicht-allein-15473731.html

Auszug:

Die Finanzlage von Frauenhäusern ist desaströs. Bislang liegt die Finanzierung in den Händen der Länder. Eine Bundesstiftung für Frauenhäuser könnte die Lösung sein.

Dieser Tage wird viel über die allgemeine Sicherheitslage gesprochen, schnell mit dem Fokus auf den Tätern: Rasterfahndung, Datenerfassung und die Debatte über Kameras im öffentlichen Raum. All das soll der Abschreckung dienen oder zur Täterergreifung führen.

Politik und Gesellschaft kümmern sich jedoch nicht mit dem gleichen Engagement um die Opfer von Gewalt. Was wird beispielsweise bei häuslicher Gewalt getan, wenn das eigene Zuhause keinen Schutz bietet? Die Kriminalstatistik weist jährlich über 100.000 Frauen auf, die Opfer von Partnerschaftsgewalt werden. Eine wichtige Säule im Opferschutz-Hilfesystem bilden die Frauenhäuser. Frauen, die dringend und schnell Schutz brauchen, finden dort Hilfe und Beratung sowie vorübergehend eine geschützte Unterkunft.

Doch viele der Hilfesuchenden müssen aus Platzmangel abgewiesen werden. 2017 waren es allein in Niedersachsen 2600 Frauen, die in der Not vor verschlossenen Türen standen. Das liegt vor allem an der desaströsen Finanzlage der Frauenhäuser, die sich nur mit Mühe und Not durch ein Finanzwirrwarr von Projektmitteln, Zuschüssen und Spenden hangeln.

Bisher ist die Finanzierung Ländersache. Union und SPD haben sich in ihrem neuen Koalitionsvertrag geeinigt, darüber zu beraten, wie die finanzielle Absicherung der Frauenhäuser sichergestellt werden kann...“

Darüber beraten? Echt jetzt?

Manchmal könnte ich mir die Haare raufen. Die Lage der Frauenhäuser ist seit sicher 30 Jahren bekannt. Immer wieder legen Frauenhäuser die Fakten u. Zahlen auf den Tisch der jeweilig aktuellen Regierung. Aber nichts passiert. Inzwischen ist in einigen Frauenhäusern Aufnahmestopp. Was so harmlos klingt, bedeutet für die betroffenen Frauen Lebensgefahr. Und die Regierung will beraten?!

Hier in meinem Blog habe ich schon mehrfach berichtet, wie im September letzten Jahres u. mal überlegen… richtig seit der Blog besteht, seit 2012. Lest selber:

http://www.blogigo.de/Frauen_bewegen_Frauen/Frauenhhaeuser-Aufnahmestopp/592/

Dank der #MeToo Debatte bewegt sich eine Menge mehr als vorher… Da können wir mal wieder über den Teich gucken. Die Frauen dort haben mehr Mumm etwas zu verändern… Hier in Deutschland braucht es meist einige Jahre länger, bis sich etwas bewegt…

https://www.emma.de/artikel/times-wehrhafte-frauen-335419

Auszug:

So tun, als sei nichts gewesen, kann auf jeden Fall keine und keiner. Und es ist auch sehr unwahrscheinlich, denn Hollywoods Frauen sind in Aufruhr. Tatsächlich brodelt es seit #MeToo so gewaltig, dass in den Erdspalten schon reihenweise mächtige Männer versunken sind: Filmboss Harvey Weinstein und Oscar-­Preisträger Kevin Spacey, Amazon-Studiochef Roy Price und Uber-CEO Travis ­Kalanick, die Fox-News-Flaggschiffe Roger Ailes und Bill O’Reilly, die Modefotografen Bruce Weber und Mario Testino. Sie alle mussten gehen, weil die Zeit, in der sexuelle Erpressung und Gewalt als Kava­liersdelikt galten, vorbei ist.

An diesem Tag traten zwei Vertreterinnen der Campesinas ans Mikrofon und verlasen ihre Botschaft an die Kolleginnen aus den Filmstudios: „Liebe Schwestern“, sagten sie, „wir vertreten 700.000 Frauen, die in der Landwirtschaft und den Packhäusern der USA arbeiten. Wir haben mit Bedrückung gehört und gesehen, wie Schauspielerinnen und Models über ihre Erfahrungen mit sexueller Gewalt durch ihre Bosse, Kollegen und andere mächtige Menschen in der Unterhaltungsindustrie berichtet ­haben. Wir sind nicht überrascht, denn wir kennen diese Erfahrungen nur zu gut. Unzählige Landarbeiterinnen im ganzen Land leiden still. Wir arbeiten nicht im Scheinwerferlicht, sondern im Schatten der Gesellschaft, auf abgelegenen Feldern und in Packhäusern, die niemand im Blick hat. Aber wir teilen eine Erfahrung: Jemandem zum Opfer zu fallen, der die Macht hat, uns anzustellen, zu feuern oder uns auf eine Schwarze Liste zu setzen.“

Die „lieben Schwestern“ aus den Filmstudios hörten – und handelten. Sie riefen „Time’s Up“ und den „Time’s Up Legal ­Defense Fund“ ins Leben. Mit diesem Fonds sollen Frauen unterstützt werden, die gegen ihre Belästiger und Vergewaltiger klagen wollen, aber nicht die Mittel dazu haben. Die Filmstars wenden sich an „jedes Zimmermädchen, das versucht hat, vor einem übergriffigen Gast zu fliehen“, an „jede Kellnerin, von der erwartet wird, dass sie dem grapschenden Kunden mit ­einem Lächeln begegnet“ und an „jede Migrantin, die ihr illegaler Status zum Schweigen bringt“. Die „Time’s Up“-Initiatorinnen versichern nun ihrerseits den „lieben Schwestern“: „Wir sind an eurer Seite. Wir unterstützen euch.“

Hier bei uns können wir noch lange warten, bis es so eine Stiftung geben wird... Sollte es doch eine geben, sagt mir bitte Bescheid. ;-)

Um das Thema rund zu machen…

Möchte ich an unsere Feministischen Pionierinnen erinnern. Unsere Vorkämpferinnen… Die im Gefängnis saßen, verlacht wurden u. sogar für ihren Einsatz „für die Sache der Frauen“ umgebracht wurden…

Interessant daran: Es waren, sind dieselben Themen, die uns heute immer noch beschäftigen, um die wir auch heute immer noch kämpfen. Nehmt euch bitte ein wenig Zeit u. lest euch hinein. Ich sage: Es lohnt sich! :-)

Hier nur mal drei Frauen, die ich euch vorstellen möchte – falls ihr sie nicht schon längst kennt. ;-)

Lida Gustava Heymann ( 1868-1943)

http://www.frauenmediaturm.de/themen-portraets/feministische-pionierinnen/lida-gustava-heymann/

Auszug:

„Die deutsche Frauenrechtlerin und Publizistin gilt als eine der bedeutendsten, schillerndsten und kreativsten Vertreterinnen des radikalen Flügels der Historischen Frauenbewegung. Zunächst setzt die Hamburger Patriziertochter ihr Vermögen für unterprivilegierte Frauen und Kinder ein: Sie gründet Deutschlands erstes Frauenzentrum, finanziert Mittagstische für Arme und Zufluchtsstätten für Prostituierte, deren Leben sie in der Hamburger Hafengegend nachts in Männerkleidung erkundet, und richtet die erste Handelsschule für Mädchen ein. Dann engagiert sich Heymann auch politisch für Frauenrechte und bedient sich dazu ungewöhnlicher Methoden. Sie initiiert eine Steuerverweigerungskampagne für Frauen, weil diese kein Wahlrecht haben; sie verklagt den Hamburger Senat wegen Zuhälterei.

Nach Ausbruch des ersten Weltkriegs ist die Pazifistin Heymann die erste Stimme in Deutschland, die sich öffentlich gegen den nationalistischen Wahn ausspricht – und wird für ihre „unpatriotische Propaganda“ des Landes Bayern verwiesen. Bereits 1923 fordert Heymann, zusammen mit Augspurg, die Ausweisung Hitlers aus Deutschland. 1933 müssen die beiden Frauen, die schon jetzt vor Kriegsgefahr und Pogromen warnen, ins Zürcher Exil flüchten, von wo sie nicht mehr nach Deutschland zurückkehren werden...“

Bertha Pappenheim ( 1859-1936)

http://www.frauenmediaturm.de/themen-portraets/feministische-pionierinnen/bertha-pappenheim/

Auszug:

„Die deutsch-jüdische Frauenrechtlerin, Sozialarbeiterin und Schriftstellerin gilt – neben der Britin Josephine Butler – als bedeutendste Kämpferin gegen den Mädchen- und Frauenhandel. Bertha Pappenheim bekämpfte das Geschäft mit der Ware Frau politisch als Teilnehmerin internationaler Konferenzen und konkret als Gründerin diverser Wohlfahrtsorganisationen und Mädchenheime. Pappenheim stritt auch für eine Stärkung der Frauen in den jüdischen Gemeinden. Sie übersetzte nicht nur die ‚Verteidigung für die Rechte der Frauen’ der englischen Frauenrechtlerin Mary Wollstonecraft, sondern auch mehrere Werke aus dem Jiddischen, die den Frauen starke weibliche Figuren der jüdischen Tradition nahe bringen sollten. Bertha Pappenheim, die mit 21 an „Hysterie“ erkrankte, wurde außerdem posthum berühmt als Sigmund Freuds ‚Fall Anna O.’. Ihre aktive Mitarbeit bei der Therapie machte Pappenheim laut Freud zur „eigentlichen Entdeckerin der Psychoanalyse“.

Die Arbeit gegen den Mädchenhandel und die Prostitution – deren „Freiwilligkeit“ Pappenheim immer bestritt – wird zum Schwerpunkt ihrer Arbeit. Sie bezeichnet dieses Verbrechen als ‚Weiße Sklaverei’ – ein Begriff, der sich heute wieder durchsetzt. Mehrfach reist Pappenheim in die betroffenen Gebiete, um sich dort über den Mädchenhandel und Möglichkeiten seiner Bekämpfung zu informieren, und veröffentlicht ihre Ergebnisse in mehreren Büchern...“

Christine de Pizan (1365-1430)

http://www.frauenmediaturm.de/themen-portraets/feministische-pionierinnen/christine-de-pizan/

Auszug:

„Die venezianisch-französische Schriftstellerin und Philosophin Christine de Pizan gilt als erfolgreichste Schriftstellerin des Mittelalters. In ihrem ‚Buch von der Stadt der Frauen’,  das in seiner historischen Bedeutung Beauvoirs ‚Das andere Geschlecht’ gleichkommt, entwirft sie die Utopie von einer Welt, in der Frauen Männern gleichgestellt sind.

Als Feministin berühmt wird Christine de Pizan 1401 mit ihrer Attacke auf den ‚Rosenroman’ von Jean de Meung. Die Frau sei dazu geschaffen, den Männern zu dienen „wie die Kühe den Stieren“, behauptet der Gelehrte an der Sorbonne. Schriftstellerin Pizan wendet sich entschieden gegen die behauptete moralische und geistige Unterlegenheit der Frau… Die Folge ist der erste „Literaturstreit“ der europäischen Kulturgeschichte… Schon die Historische Frauenbewegung bemühte sich um eine Würdigung ihrer berühmten, aber fast vergessenen Vorgängerin.“

Wer sich gerne mal intensiver mit unseren historischen Frauenrechtlerinnen beschäftigen will, hier findet ihr eine größere Auswahl beim FrauenMediaTurm:

http://www.frauenmediaturm.de/themen-portraets/feministische-pionierinnen/

Oder direkt in die umfänglichen Datenbanken des FrauenMediaTurms(FMT) einsteigen. Eine Schatztruhe. ;-)
http://www.frauenmediaturm.de/recherche/

Zum Wochenende nun ein wenig luftigere Kost. ;-)

Habt ihr schon gehört? ;-)

Alice Schwarzer hat ein neues Buch geschrieben über „Meine algerische Familie“. Deswegen lesenswert, weil Algerien eine Islamisten Odysse mit abertausenden Toten hinter sich hat, wie sie sich gerade durch die islamischen Staaten wälzt…. Und inzwischen auch bei uns in Europa angekommen ist.

TTT war mit Alice in Algerien u. stellt uns diese lebensfrohe algerische Familie vor u. das Land. Der Film soll bis 4.3.2023 in der Mediathek verfügbar sein (geht etwa 9 Minuten).

http://www.ardmediathek.de/tv/ttt-titel-thesen-temperamente/Alice-Schwarzer-und-ihr-neues-Buch-Mein/Das-Erste/Video?bcastId=431902&documentId=50564450

Auszug:

„Es ist eine Überraschung. Die meisten wussten nichts von Alice Schwarzers Familie in Algerien. Alice Schwarzer hat ein Buch über das muslimische Land auf der anderen Seite des Mittelmeeres geschrieben.“

Hier könnt ihr mehr aus dem Inhalt erfahren u. über die Termine der Lesereise von Alice, über Hamburg, Wien, Leipzig, Darmstadt bis Frankfurt:

https://www.aliceschwarzer.de/artikel/meine-algerische-familie-335367

Und zum Schluss… wieder was aus der Natur:

Heimische Vögel im Winter an der Fütterung

https://youtu.be/U9bNR3VhijM

Tiroler Alpen – Landschaft Österreich

https://www.youtube.com/watch?v=maBEixnzzy4

Budgergars Swarm in Outback Australia

https://www.youtube.com/watch?v=hEiuKDEPM5g

Ich wünsche euch eine gute Zeit

und liebe Grüße
Violine


Nachtrag:

Hab da noch was ;-)
Lest bitte den kompletten Artikel.
https://www.derstandard.de/story/2000075271992/blumen-oder-was-wie-mann-sich-am-frauentag-nicht-vollends

Auszug:

„Blumen oder was? Wie Mann sich am Frauentag nicht vollends blamiert. Für Beschwichtigungsgesten ist am 8. März kein Platz. Zu viel ist noch zu tun, und Mann kann schließlich auch etwas beitragen.

Ja ist den schon wieder Weltfrauentag?! Was machen wir Männer denn jetzt? Sollen oder dürfen wir was schenken? Ist das dann nicht irgendwie sexistisch? Und wieso muss es überhaupt einen Extratag für Frauen geben, es dreht sich doch sowieso schon alles nur um die. Wir Männer sind doch das eigentlich benachteiligte Geschlecht. Wir werden maximal Papst oder Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Aber selbst dann lässt man uns nicht in Ruhe, und wir müssen uns an diesem Scheißtag irgendwas Nettes über Frauen aus der Nase ziehen...“



23.02.2018 um 16:41 Uhr

Positive Nachrichten, die wohltun :-)

Hallo Ihr Lieben!

Diesmal gibt’s nur Positives. :-)

Es gibt ständig so schlimme Nachrichten über Gewalt, Terror u. Blutvergießen. Da braucht es zwischendurch wirklich mal gute Nachrichten. :-)

Beginnen wir mit dem Wald, dem Regenwald:

https://nur-positive-nachrichten.de/positive-nachrichten/peru-schuetzt-einen-der-groessten-unberuehrten-regenwaelder-der-welt

Auszug:

„8700 km² großer Yaguas Nationalpark. Peru schützt einen der größten unberührten Regenwälder der Welt. Der Wald ist so riesig, dass der von dort aufsteigende Nebel sogar in den westlichen Vereinigten Staaten Niederschlag auslösen kann. Neben der Stabilisation des Klimas, sind im Nationalpark auch viele einzigartige Tier- und Pflanzenarten zuhause. Unter anderem leben in diesem schwer zugänglichen Gebiet Flussdelfinde, Jaguare, Seekühe und Riesenotter. Außerdem wohnen rund um den Regenwald einige indigene Gemeinden, die seit zwei Jahrzehnten mit Wissenschaftlern und Ökologen zusammenarbeiten.“

Weiter geht’s mit ner tollen Kampagne in London. Ein bekannter Friseur schneidet nach dem Feierabend kostenlos Obdachlosen die Haare. Eine wirklich gute Tat! Nachahmenswert. ;-)

https://nur-positive-nachrichten.de/positive-nachrichten/kostenloser-haarschnitt-obdachlose

Auszug:

Kostenloser Haarschnitt für Obdachlose - Kampagne: Helfen ohne dafür etwas zu verlangen. Gute Nachrichten aus London – Großbritannien: Der Friseur Josh Coombes hat einen riesigen Salon. Es sind die Straßen von London, wo der junge Mann abends nach seinem regulären Job obdachlosen Menschen umsonst die Haare schneidet. Er möchte ihnen so ein Stück Würde und Wohlbefinden geben. Zusammen mit Freunden kreierte Josh eine Kampagne mit dem Hastag #DoSomethingforNothing um Menschen Mut zu machen, anderen in irgendeiner ihnen möglichen Weise zu helfen, ohne dafür etwas zu verlangen oder zu bekommen.“

Was zum Staunen. Anhänger, die verzaubern. :-)

https://nur-positive-nachrichten.de/fotografie-und-bilder/magische-anhaenger-miniatur-terrarien-als-anhaenger-und-ringe

Auszug:

Die irische Künstlerin Kay Bells bringt den Zauber der Natur in ihre Anhänger und Ringen. In ihren handgemachten "Mini-Terrarien" arrangiert sie liebevoll alles was sie in den Wäldern, auf Bergen oder an Stränden findet. Wenn man der Künstlerin eigene Erinnerungsstücke schickt, zaubert sie daraus individuelle Stücke.

Beim Anblick dieser Miniatur Terrarien fühlt man sich in eine Zauberwelt versetzt. Die aus Cork (Irland) stammende Künstlerin Kay Bells lässt Blüten, Zweige, Federn und sogar Edelsteine in ihren handgearbeiteten Schmuckstücken zu neuem Leben erstrahlen. Diese Einzelstücke verkauft die Designerin auf Etsy und in ihrer Boutique Ruby Robin.

Wir haben für euch einige der schönsten Exemplare in unserer 
Bildergalerie unter diesem Beitrag für euch zusammengestellt.“

Guckt' s euch an! Sowas von faszinierend. :-)

Kaum zu glauben bei all dem Müll u. den Plastikmassen die so im Meer treiben. Aber unsere Robben haben sich wieder erholt u. es gibt Robbenbabys zu bestaunen. :-)

https://nur-positive-nachrichten.de/positive-nachrichten/in-der-saison-2017-2018-wurden-auf-helgoland-so-viele-robben-geboren-wie-noch-nie

Auszug:

„Kegelrobben nicht mehr vom Aussterben bedroht. In der Saison 2017/2018 wurden auf Helgoland so viele Robben geboren, wie noch nie.“

Eigentlich sollte es ja bekannt sein… Ich erinnere mich noch gut daran, dass es früher viel mehr Grünstreifen u. Wildblumen gab an den Straßenrändern. Vor 30 Jahren konnte ich während der Fahrt fast vom Autofenster aus Blumen pflücken, so dicht standen die damals noch an den Straßenrändern. Und es summte u. brummte auch enorm in dieser Blütenfülle. :-)

Nun wird also vermutet u. geforscht, dass solche Blumenstreifen Schädlinge bekämpfen könnten, weil es dadurch mehr Insekten gäbe. Reichlich spät.. aber immerhin in England wird mal was Gutes ausprobiert. Denn wie ja bereits bekannt ist, gibt es immer weniger Vögel u. Insekten. Dank der vorherrschenden Monokulturen. Sollte doch eigentlich jedem denkenden Menschen einleuchten, dass alles, was einseitig ist, negative Folgen hat... Naja, immerhin die Briten probieren Neues - äh Altbewährtes - mal aus. Hoffe, das wird auch bei uns umgesetzt.

https://nur-positive-nachrichten.de/positive-nachrichten/wildblumenstreifen-koennten-den-einsatz-von-pestiziden-ersetzen

Auszug:

Gute Nachrichten aus Lancaster – Großbritannien. Das Center for Ecology and Hydrology (CEH) untersucht seit letztem Herbst, wie Wildblumenstreifen das Aufkommen von Schädlingen beeinflussen. Wenn ihre Erwartungen wahr werden, könnten Pestizide bald überflüssig sein.

Ihrer Erwartung nach, werden die Wildblumstreifen das Aufkommen von Wespen, Bodenkäfern und Schwebfliegen enorm erhöhen. Diese Insekten sind die natürlichen Fressfeinde der Schädlinge. Wenn die Annahme richtig ist, fressen die Insekten die Schädlinge und Pestizide könnten überflüssig werden. Der Pestizideinsatz könnte enorm sinken und das Insektensterben könnte gestoppt werden, weil neue Lebensräume für Insekten entstehen würden.“

Und wo wir gerade beim Summ Völkchen sind… Geht‘ s weiter mit Honig. Sehr gesund! Deshalb sollten wir auch solche Projekte fleißig unterstützen. ;-)

https://nur-positive-nachrichten.de/positive-nachrichten/nearbees-online-plattform-unterstuetzt-lokale-imker-und-honigbienen

Auszug:

„NearBees: Online Plattform unterstützt lokale Imker und ihre Honigbienen. nearBees bietet Hobbyimkern eine Plattform, auf der sie ihren hochwertigen und unbehandelten Honig zu fairen Preisen verkaufen können. Dadurch entstehen kurze Transportwege beim Versand und die Imker sowie ihre Honigbienen werden unterstützt. 

Hobbyimker können einen Onlinemarktpatz nutzen, um ihren Honig zu verkaufen. Dabei kann jeder Interessierte nachlesen, woher der Honig kommt, aus welchen Blüten er besteht und von welchem Imker er hergestellt wurde. Alle Anbieter haben Gemeinsamkeiten: Jeder Honig ist regional, hochwertig und ein unbehandeltes Naturprodukt, das frei von bedenklichen Rückständen ist. Regionaler Honig hat dank der deutschen Honigverordnung eine besonders hohe Qualität. Ihm dürfen keine Zusatzstoffe zugefügt und auch nicht entzogen werden.“

Um meinem feministischen Blog gerecht zu werden, nun noch ein höchst aufschlussreiches Experiment zur Geschlechtergerechtigkeit. Finde es bemerkenswert. Sollten auch unsere PolitikerInnen zur Kenntnis nehmen. Lernt daraus! :-)

https://www.gender-salary-experiment.de/de/

Auszug:

„Eine Person. Ein Job. Zwei Gehälter.

Als Gender Pay Gap bezeichnet man die durchschnittliche Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern. Laut Bundesamt für Statistik liegt das Durchschnittsgehalt für Frauen in Deutschland 21% unter dem Durchschnittsgehalt von Männern.

Das Gender Pay Gap Experiment von Jung von Matt/SAGA und TERRE DES FEMMES beweist, dass das Geschlecht eine viel größere Rolle spielt, als man zugeben mag. Als erste Organisation weltweit schickte TERRE DES FEMMES drei Transgender zweimal zu einem Bewerbungsgespräch: einmal als Frau und einmal als Mann. Die „zwei“ KandidatInnen bringen eindeutig exakt dieselben Fähigkeiten und Erfahrungen mit. Die Interviews wurden mit versteckten Kameras gefilmt und zeigen, wie stark Frauen anders als Männer behandelt werden – besonders wenn es um ihren Gehaltsscheck geht“

Hier geht es direkt zum Video;

https://youtu.be/JZZ8VDgjw34

Bitte gebt diese Infos weiter an eure Freunde!

Und noch eine weitere Nachricht. Eigentlich negativ, aber weil diese Frauen es endlich, endlich wagen darüber zu sprechen, ja es sogar öffentlich ins Netz zu stellen, finde ich, dass es eine gute Nachricht ist. Das Schweigen zu brechen ist immer gut!

https://www.emma.de/artikel/mosquemetoo-der-donnerhall-335409

Auszug:

#MosqueMeToo: Der Donnerhall. Musliminnen berichten über ihre Erfahrungen mit sexueller Gewalt in Mekka und anderen heiligen Stätten des Islams. Die Aufregung in der Community ist groß. Ausgegangen ist der Protest von der Ägypterin Mona Eltahawy (Foto). Sie hat den Hashtag erfunden - begonnen hatte es im so genannten „arabischen Frühling“.

Mehr Infos könnt ihr im Artikel finden.

Zum Wochenende nun wieder leichte Kost. :-)

Eichhörnchen Kinder

https://www.youtube.com/watch?v=zpB5F_lP2X0

Elements – Lindsey Stirling (Violinistin)

https://www.youtube.com/watch?v=sf6LD2B_kDQ

Bald beginnt der Frühling! :-)

Habt eine gute Zeit

u. liebe Grüße
Violine

 

09.02.2018 um 14:57 Uhr

Von wegen ein Zeichen setzen...

Hallo Ihr Lieben!

Bei uns dauert alles länger…

Meine Bilanz nach Jahren des Beobachtens.

Während in anderen Ländern, wie Frankreich oder aktuell in Amerika so richtig was in Bewegung kommt, wenn es um Frauen geht, kriecht Deutschland hinterher.

Schweigen im Blätterwald.

Oder die Umkehrung, ein Backslash. Wie neulich geschehen beim Deutschen Fernsehpreis. Da bleibt frau fassungslos stehen u. reibt sich die Augen. Keine Halluzination…

Seht selbst:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/Reschke-Seien-Sie-froh-dass-der-Fernsehpreis-nicht-uebertragen-wurde,zapp11118.html

Auszug:

„Finde den Unterschied: Bei den Golden Globes in den USA trug man schwarz - als Zeichen gegen sexuelle Belästigung. Der Deutsche Fernsehpreis eröffnet mit Troddeln auf den Brüsten.“

Das alles mit Geldern der zwangs-zahlenden ZuschauerInnen.

Es geht ja noch tiefer. Das Wegsehen u. Dulden.

Alle haben es gewusst…

https://www.emma.de/artikel/geschlossene-gesellschaft-335349

Auszug:

„Im Fall Dieter Wedel halten die Jungs bis heute zusammen. Dabei ist klar: Alle wussten oder ahnten es. Aber keiner will was sagen. Bis auf zwei. In ihrer aktuellen Ausgabe lädt Die Zeit nach. Die Aussagen der Frauen sind erschütternd. Es geht nicht um Sex, sondern um Demütigung und um Gewalt.

Das Kartell des Schweigens funktioniert also weiter. Nur zwei haben es bisher gebrochen. Als erster Michael Mendl. Er erklärte in der Zeit, Wedel habe die Menschen „wie seine Leibeigenen“ behandelt. Er habe selbst miterlebt, wie es einer Frau erging, „die sich von Wedel sexuell bedrängt gefühlt“ habe. Und er sei empört, dass er jetzt „die Frauen der Lügen bezichtigt“. Und dann ist da noch der Regisseur Simon Verhoeven, der Sohn von Senta Berger und Michael Verhoeven. Auf seinem Facebook-Account redet er Tacheles.

Verhoeven schreibt: „Fakt ist: Jeder, der in der Filmbranche eine Zeitlang gearbeitet hat, wusste von den ätzenden Geschichten über Wedel. Dass er am Set Schauspieler tyrannisiere, dass er ein eitler, egomanischer Schreihals sei, ein Arschloch. Ich schäme mich für die Mechanismen meiner Branche, die es diesem Sadisten und brutalen Gewalttäter erlaubt haben, jahrzehntelang Frauen zu vergewaltigen und Menschen zu quälen – geschützt durch das Schweigen der Sender, Produktionen und Filmschaffenden, die mit Wedel arbeiteten.“

Und der 45-jährige Regisseur schreibt weiter: „Ich danke den mutigen Frauen, die ihre Scham überwunden haben und jetzt geholfen haben, diesen Mann zu entlarven. Spät, ja. Aber besser spät als nie. Und ich erwarte – so wie viele andere auch – vom ZDF, dem Saarländischen Rundfunk und von allen anderen Sendern und Produktionsfirmen, allen Verantwortlichen, auch aus den Filmteams, die mit diesem Drecksack jahrzehntelang gearbeitet und Erfolge gefeiert haben, dass sie jetzt schleunigst beginnen, diese Zeit aufzuarbeiten und offen zu sagen, was sie damals wussten, ahnten, in Kauf nahmen.“ Wir dürfen gespannt sein.“

Nun sollte es doch wenigstens einige Statements geben seitens der Öffentlich-Rechtlichen, die es betrifft. Aber bisher nur Schweigen… wie gehabt. Keiner will sich wohl die „weiße Weste“ besudeln. Ich bin mir sicher, das alles ist nur die Spitze des Eisberges...

Unter unter unseren Politikern…

Da wird gegrabscht, dass sich die Balken biegen, bis hin zu Vergewaltigungen. Und auch hier bleibt es fast immer beim Wegsehen u. Schweigen. Alle haben Angst.

Wohlgemerkt, das sind Politiker, die unsere Zukunft mitgestalten. Und auf allen Ebenen herrscht unverändert Sexismus. Eine Tragik u. ein Skandal.

http://www.huffingtonpost.de/entry/95-junge-politikerinnen-berichten-uber-sexismus-in-ihren-parteien_de_5a66f7fae4b002283006035b

Auszug:

Man wird nicht in Ruhe gelassen, man sagt Nein, man sagt, man will das nicht. Aber die Kommentare hören nicht auf. Ich fühle mich dadurch weniger wert. Als wäre ich schmutzig. Als hätte ich ein Aussehen, das Männer dazu veranlasst, so mit mir umzugehen.” Politikerin in der Jungen Union

Es sind Szenen, die anmuten, wie aus einer anderen Zeit. Doch diese Begebenheiten schildern Politikerinnen deutscher Partei-Jugendorganisationen im Jahr 2018. Die HuffPost hat in einer aufwendigen Recherche 95 Jungpolitikerinnen der 5 größten Jugendorganisationen Jusos, Junger Union, Linksjugend, Jungen Liberalen und Grüner Jugend zu ihren Erfahrungen mit Sexismus befragt. In einer anonymen Umfrage – und in dutzenden persönlichen Interviews.

Die meisten der Befragten sitzen in Bundes-, Landes- und Bezirksvorständen der Jungparteien. Das Bild, das viele von ihnen von der Arbeit in ihren Verbänden zeichnen, hat wenig mit der offenen politischen Diskussionskultur zu tun, die sich die jungen Parteien auf die Fahne schreiben.

Stattdessen berichten sie von sexistischen Sprüchen, Strukturen, die Frauen ausgrenzen und benachteiligen und von sexueller Belästigung bis hin zu Vergewaltigungen. Viele der Betroffenen haben gebeten, anonym zu bleiben, aus Angst vor den politischen und persönlichen Folgen.“

Und weiter aus dem o.g. Artikel:

„Während sich viele Frauen mit solchen Kommentaren rumschlagen müssen, treffen die wichtigen politischen Entscheidungen derweil oft Männer. “Oft fallen sie an der Bar”, sagt eine hochrangige Amtsträgerin der Jungen Liberalen. Das klinge klischeehaft, entspreche aber noch immer der Wahrheit. Diese Männernetzwerke gibt es in allen Parteien und Jugendorganisationen. Auch bei der einem rückwärts gewandten Frauenbild unverdächtigen Grünen Jugend. “Diese männlich-dominierten Klüngelrunden”, erklärt ein junges Landesvorstandsmitglied, seien “die schlimmste Kränkung für jede Feministin”.

Es beginnt mit anzüglichen Kommentaren, mit dem Klaps auf den Hintern, dem ungefragten Kuss eines Kollegen – und endet bei Vergewaltigungen. Der HuffPost haben mehrere Jungpolitikerinnen verschiedener Parteien von Vergewaltigungen bei Parteiveranstaltungen berichtet. Eine junge Frau, die anonym bleiben will, sagt, dass allein sie von 7 Fällen innerhalb ihrer Partei wisse. Auch sie selbst sei Opfer einer Vergewaltigung geworden. Eine andere Politikerin notiert: “Ich wurde bei einem politischen Wochenende vergewaltigt...“

All das ist zum Haare raufen.

Hat denn keiner was dazu gelernt?

Wieso gehen bei uns die Menschen nicht auf die Straße, wie z.B. in Frankreich? Wieso tun sich hier keine Schauspieler zusammen wie in Amerika u. gründen z.B. eine Organisation, die Betroffenen hilft?

https://www.emma.de/artikel/oprah-die-zeit-der-taeter-ist-vorbei-335311

Auszug:

Tatsächlich breitet sich der Widerstand, der in Hollywood begann, nun weiter aus: Wenige Tage vor der Golden Globe-Verleihung in Beverly Hills hatten rund 300 Schauspielerinnen die Initiative "Time's up!" https://www.timesupnow.com/ (Die Zeit ist vorbei!) gegründet. Sie soll Frauen unterstützen, die sich rechtlich gegen sexuelle Übergriffe zur Wehr setzen wollen.

„Liebe Schwestern“, schreiben die Aktivistinnen, „wir wissen um unser Privileg und um die Tatsache, dass wir Zugang zu enormen Plattformen haben, um unsere Stimmen hörbar zu machen.“ Die Unterzeichnerinnen wenden sich deshalb an „jedes Zimmermädchen, das versucht hat, vor einem übergriffigen Gast zu fliehen“, an „jede Kellnerin, von der erwartet wird, dass sie dem grapschenden Kunden mit einem Lächeln begegnet“ und an „jede Migrantin, die ihr illegaler Status zum Schweigen bringt“. Die Unterzeichnerinnen erklären: „Wir sind an eurer Seite. Wir unterstützen euch.“

Und wo bleibt in Deutschland die Solidarität?

Es gibt zum Glück doch zwei kleine positive Nachrichten…

https://frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/haeusliche-und-sexualisierte-gewalt/aktuelles/2686-istanbul-konvention-tritt-in-kraft

Auszug:

Ab heute, dem 1. Februar 2018, tritt die Istanbul-Konvention auch in Deutschland in Kraft, nachdem sie von Bundestag und Bundesrat im November letzten Jahres ratifiziert worden war. Das Inkrafttreten der Konvention ist ein Meilenstein für die Umsetzung von Menschenrechten in Deutschland, insbesondere für Schutz und in der Unterstützung von Mädchen und Frauen vor geschlechtsspezifischer Gewalt.“

https://www.frauen-gegen-gewalt.de/nachricht/pressemitteilung-ab-01-februar-mehr-rechte-fuer-gewaltbetroffene-frauen-in-deutschland.html

Auszug:

Die Konvention schreibt in Artikel 22 fest, dass es für alle Betroffenen von geschlechtsspezifischer Gewalt spezialisierte Hilfen geben muss, die gut erreichbar und mit angemessenen Ressourcen ausgestattet sind. Dazu gehören die spezialisierten Fachberatungsstellen für gewaltbetroffene Frauen und Mädchen. Als Dachverband sieht der bff hier großen Handlungsbedarf. Vor allem im ländlichen Raum fehlen Fachberatungsstellen, an die Betroffene sich wenden können. Viele Fachberatungsstellen sind nicht barrierefrei, sie müssen ihre Sprechzeiten beschränken, es fehlt das Geld für Dolmetscher_innen in der Beratung. Die Finanzierung der Fachberatungsstellen wird meist im Rahmen nicht abgesicherter ‚freiwilliger Leistungen‘ von Ländern und Kommunen gestellt, die stetig neu beantragt werden müssen. „Die Anfragen an die Fachberatungsstellen nehmen kontinuierlich zu – von Betroffenen, Fachkräften oder Angehörigen.

Der bff hält für die Umsetzung der Konvention eine politische Gesamtstrategie für zentral, denn die Beendigung geschlechtsspezifischer Gewalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Auch müssen bestehende Benachteiligungen aufgrund von Herkunft, Behinderung oder Geschlechtsidentität beseitigt werden.

Und was den Sexismus betrifft haben Pinkstinks eine wunderbare Aktion gestartet. Denn wie sicher alle mitbekommen haben startete diese Tage wieder Heidis Next FrauenErniedrigungs Show. Sexismus pur im Fernsehen. Hier nun ein positives Frauen- u. Mädchenbild:

https://pinkstinks.de/heidi2018/

Auszug:

Ein Ohrwurm gegen Heidi. „Klar bringt Germany’s Next Topmodel Spaß. Also, während ich das sehe. Aber was ist danach? Danach fühle ich mich hässlich, weil die alle so groß und schlank sind. Das wirkt nach zwei Stunden so normal. Dabei ist das nicht normal, oder?“ So und ähnlich klangen Schüler*innen zweier Hamburger Schulen, die wir zu Germanys Next Topmodel befragten. Und: „In Zeiten von #Metoo, Trump-Sexismus und Pay-Gap brauchen wir gegenseitigen Support, keine „Zickenkriege“, von denen nur Heidi Klum und Pro7 profitieren. Die sollen uns endlich eine Sendung geben, die uns stark macht!“

Weil das so schnell nicht passieren wird, haben wir gemeinsam mit den Kids Sticker entworfen, die ihr ab heute kostenlos bei uns bestellen könnt! Außerdem könnt ihr gegen die Marke Heidi Klum jetzt auch ansingen: Mit dem ersten Ohrwurm gegen GNTM! Jetzt hoffen wir, dass das Video auf „Lu Likes“ unzählige Male geteilt und geliked wird, die Sticker-Bestellungen in Masse eintreffen und eine große Anti-GNTM-Welle entsteht, die von den 11-15-jährigen selbst angestoßen wird.“

https://youtu.be/_ErDdw5jowA

Und weiter aus dem o.g. Artikel:

Über 90% der 16-jährigen Mädchen in Deutschland schauen regelmäßig GNTM, über 60% davon wünschten sich, ihre Mutter wäre Heidi Klum. (IZI, 2015) Das ist eine verstörende Zahl angesichts der Tatsache, dass die Sendung die Entstehung von Essstörungen begünstigen kann, ein devotes Frauenbild prägt und Konkurrenzkampf unter Mädchen schürt anstatt sie gegen die bestehenden Hindernisse für Frauen in Gesellschaft und Arbeitswelt zu solidarisieren…

Wir sind begeistert, auf Kids gestoßen zu sein, die sehr viel zu sagen haben. Bitte helft uns, ihre Botschaft in die Welt zu tragen und teilt das Video oder diesen Blog mit so vielen Menschen, vor allem jugendlichen, wie es geht!“

Bitte nehmt euch die Zeit u. lest den ganzen Artikel. Lohnt sich. :-) Und verteilt bitte das Video u. die Infos weiter!!

Zum Wochenende und überhaupt hier nun wieder etwas

leichtere Kost zum Entspannen u. Durchatmen. :-)

Herbst in Österreich

https://www.youtube.com/watch?v=z6-OQWsrUJg

Crystallize – Lindsey Stirling (Faszinierende Violinistin)

https://www.youtube.com/watch?v=aHjpOzsQ9YI

Passt gut auf euch auf!

Liebe Grüße

Violine

26.01.2018 um 16:16 Uhr

Prostitution - Wo stehen wir heute?

Hallo Ihr Lieben!

Es wird kaum noch darüber geschrieben.

Doch ändert das nichts an der Gesamtsituation.
Deutschland ist ein Bordell…

Ja, meckert ruhig. :-)

Ich lege gerne die Fakten auf den Tisch.

Besser noch, die ganze Wahrheit.
Wir leben in einem Land, das Frauen verkauft…

Ganz legal. Der Staat kassiert mit beim Ausbeuten.

Frauen, das käufliche Geschlecht…
Titelten die EMMAs mal knallhart..

Wo also stehen wir heute was die Prostitution angeht?

Immerhin hat sich auf Grund des neuen Prostitutionsgesetz eine der ersten Frauen getraut einen Freier anzuzeigen, der gegen ihren Willen u. gegen die Kondompflicht, das Kondom entfernt hatte. Das ist mal ein Anfang.

http://www.focus.de/regional/braunschweig/prostitution-prostituierte-zeigt-verstoss-gegen-neue-kondompflicht-an_id_7845435.html

Auszug:

„Seit vier Monaten gilt das Prostituiertenschutzgesetz - in Braunschweig hat es nun erstmals eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen die neuen Vorschriften gegeben. Eine 22-jährige Frau habe einen Freier angezeigt, weil dieser beim vereinbarten Verkehr das Kondom ohne ihr Wissen entfernt haben soll, teilte die Polizei am Dienstag mit. Nach dem neuen Gesetz handelt es dabei um eine Ordnungswidrigkeit, der 21-jährige Mann muss mit einem Bußgeld rechnen. Das Prostituiertenschutzgesetz soll die in dem Gewerbe tätigen Männer und Frauen besser schützen und ihnen Beratungs- und Hilfeangebote gesetzlich zusichern.“

Trotzdem sollte allen klar sein, dass Prostitution immer(!) Hand in Hand mit Organisierter Kriminalität einhergeht, mit Verbrecherbanden die bei uns das ganze „Gewerbe“ in der Hand haben. Nur wollen das unsere Politiker nicht wahrhaben. Kann ja sein, davon stecken einige sogar selber mit drin in dem „Geschäft“, wer weiß. Denn diese Ignoranz der Tatsachen ist schon sehr auffällig.

https://www.welt.de/vermischtes/article170718369/Deutschland-ist-das-groesste-Bordell-Europas.html

Auszug:

Deutschland ist das größte Bordell Europas. 2002 trat ein Gesetz zur Legalisierung von Prostitution in Kraft. Das Ziel: Sexarbeit zu einem ganz normalen Beruf zu machen. Eine Reportage von ZDF Info zeigt, wie das nach hinten losging. Verbrechern wurde Tür und Tor geöffnet.“

Die rot-grüne Bundesregierung meinte es gut: Vor 16 Jahren verabschiedeten SPD, Grüne mit FDP und PDS – nur die Union votierte dagegen – einträchtig das Gesetz, das Prostitution zu einem Beruf wie jeder andere machte.

Das Geschäft mit der Prostitution liegt in den Händen von brutalen Verbrechern, Banden oder anderen organisierten Kriminellen, vielfach aus Osteuropa. Der Menschenhandel blüht. Frauen prostituieren sich für ein paar Euro. Manfred Paulus, der drei Jahrzehnte bei der Polizei in Baden-Württemberg war und seit seiner Pensionierung Aufklärungsarbeit in Rumänien betreibt, sagt: „Dieses Gesetz von 2002 wurde sicher in bester Absicht verabschiedet.“ Nur: „Es zielt in ein Milieu mit völlig anderen Wertvorstellungen.“ Damit sei es wirkungslos.

Die Szene werde von albanischen Clans, bulgarischen und rumänischen Gangs sowie „Balkansyndikaten“ dominiert. Da, wo Prostitution erlaubt sei, gebe es immer schwere Kriminalität. Beides sei „wie ein Geschwisterpaar“. Tatsächlich hatte Professor Axel Dreher vom Alfred-Weber-Institut für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Heidelberg 2013 in einer Studie unter Auswertung weltweiter Informationen festgestellt: „In Ländern ohne gesetzliches Prostitutionsverbot wird Menschenhandel in einem größeren Umfang registriert als in Ländern, in denen die Prostitution verboten ist.“

Und so wie unsere Gesellschaft tickt, welches Menschen, bzw. Frauenbild vermittelt wird, wuchern die Auswüchse davon nun also auch seit einigen Jahren in den Flüchtlingsunterkünften. Eine Tragik u. eine Schande...

https://www.zdf.de/politik/frontal-21/fluechtlinge-zur-prostitution-gezwungen-100.html

Auszug:

Mitarbeiter von Berliner Sicherheitsfirmen vermitteln Flüchtlinge in die Prostitution. Das ergeben Recherchen von Frontal 21. Nach Schilderung von Sozialarbeitern, Insidern bei Sicherheitsfirmen und Flüchtlingen prostituieren sich auch Minderjährige.

Bisher hätten Berliner Behörden darauf „keine konkreten Hinweise“ gehabt, sagte Elke Breitenbach (Die Linke), Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Berlin. Polizei und Staatsanwaltschaft müssten den Hinweisen nachgehen.“

Gegenüber Frontal 21 berichtete ein Sicherheitsbeauftragter, der für mehrere Flüchtlingsunterkünfte in Berlin verantwortlich ist, dass es ein regelrechtes Zuhälter-Netzwerk in Berliner Flüchtlingsheimen gäbe. Oft sei es so, dass Sicherheitsleute den Erstkontakt in die Prostitution aufbauten und Flüchtlinge zu Sex gegen Geld überredeten. Sex mit männlichen Flüchtlingen sei besonders gefragt, sagte der Sicherheitsbeauftragte: “Die sollen so alt sein, sie sollen so schön sein. Ab 16 Jahre aufwärts, je jünger umso teurer.“

Keine konkreten Hinweise? Das ist ja wohl ein Witz!?

Also… Die EMMAs berichteten schon 2015 davon, dass es in Flüchtlingsunterkünften an der Tagesordung ist, dass Frauen nicht sicher sind u. oft zu Sex gezwungen werden…

https://www.emma.de/artikel/frauen-auf-der-flucht-330579

Auszug:

„Wer schützt Frauen nach der Flucht? Bisher offenbar niemand. In Flüchtlings-Unterkünften sind sexuelle Übergriffe an der Tagesordnung. EMMA forderte schon vor Monaten eigene Unterkünfte für Frauen. Inzwischen haben einige Städte erkannt, dass etwas passieren muss, damit weibliche Flüchtlinge und ihre Kinder hier tatsächlich sicher sind. Das wird auch Zeit.

Als im September 2014 im westfälischen Burbach Wachleute eines Sicherheitsdienstes einen Flüchtling misshandelten, ging – zu Recht – ein Aufschrei durchs Land. Was treiben die Securitys da eigentlich, wurde gefragt, und: Wer kontrolliert diese Typen überhaupt? „Es gibt kaum Daten über Gewalt in Flüchtlingsunterkünften“, klagte der Sprecher von Pro Asyl. Übergriffe würden „selten zur Anzeige gebracht und erst durch Medienberichte bekannt“. Gemeint waren Übergriffe auf männ­liche Flüchtlinge. Von den Frauen redete niemand. Dabei gäbe es dazu viel zu sagen. Nicht nur agisra macht darauf aufmerksam, dass sexuelle Belästigung und Gewalt gegen Frauen in Flüchtlingsheimen leider keine Ausnahme ist.“

Samt einem Forderungskatalog, damit geflüchtete Frauen geschützt werden:

https://www.emma.de/artikel/fluechtlinge-was-jetzt-passieren-muss-330655

Das war 2015. Und wie war es 2016?

https://www.emma.de/artikel/koeln-fluechtlingsfrauen-erheben-schwere-vorwuerfe-331565

Auszug:

„Frauen und Männer, die in Köln Aufnahme gefunden haben, haben am Mittwoch vor einer Außenstelle des Bundesamtes für Migration protestiert. Einige der Frauen verteilten einen Offenen Brief, der mit Sicherheit noch Folgen haben wird: Die Frauen klagen in diesem Brief sexuelle Übergriffe durch das Wachpersonal der Firma „Adler Wache“ an. „Sie filmen Frauen beim Stillen, beim Duschen und nachts beim Schlafen“, schreiben sie. Und: „Sie zwingen Frauen mit Gewalt zum Geschlechtsverkehr“. Die Flüchtlingsfrauen schildern, dass ihnen nachts Männer in Kleidung der Security-Männer „auflauern“; dass manche Sicherheitsleute Frauen in der Unterkunft mit in ihre Räumlichkeiten nehmen und sie vergewaltigen. „Die betroffenen Frauen sind teilweise minderjährig“, heißt es in dem Brief...“

Doch nichts passierte:

https://www.emma.de/artikel/kein-schutz-fuer-fluechtlingsfrauen-331487

Auszug:

Eigentlich wollte die Regierung im „Asylpaket II“ auch Frauen und Kinder vor (sexueller) Gewalt in Flüchtlingsheimen schützen. Das ist jetzt gekippt. Die Mindeststandards zum Schutz von Frauen und Kindern, die jetzt gesetzlich festgeschrieben werden sollten, flogen kurzerhand wieder raus. Warum?

Im Herbst 2015 hatte eine Delegation von UNICEF Flüchtlingsunterkünfte in mehreren deutschen Städten besucht. Resultat: „Es gibt Berichte über Fälle von Gewalt, Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffen in Erstaufnahmeeinrichtungen, auch durch Personal und Freiwillige, sowie Verdachtsfälle sexueller Ausbeutung von Frauen und Mädchen“. Sprich: Prostitution. Dennoch gebe es „derzeit keine Richtlinien, die ein Mindestmaß an Schutz gewährleisten.“

Wie zweideutig auch mit den Rechten von Prostituierten umgegangen wird veranschaulicht dieses aktuelle Beispiel. Viel mehr, wie Medien rücksichtslos das Persönlichkeitsrecht der Frauen mit Füßen treten...

https://www.pro-medienmagazin.de/medien/fernsehen/2018/01/21/kritik-an-ndr-beitrag-ueber-prostitution/

Auszug:

„Der Vorsitzende einer christlichen Lebenshilfe hat beim NDR Programmbeschwerde eingereicht. In einem Beitrag zum Prostituiertenschutzgesetz seien Frauen sichtbar, die nicht im Fernsehen gezeigt werden wollen.

Der Beitrag widmet sich der Anmeldepflicht von Sexarbeitern. Sie sollen nach dem Gesetz einen speziellen Ausweis mit sich führen. Damit bestehe eine Gefahr, dass Daten von Prostituierten ungewollt öffentlich werden, sagt eine Sexarbeiterin in dem Clip. Schönborn kritisiert: „Es ging darum, dass mit der Anmeldepflicht und dem Ausweis die Gefahr bestehe, dass die Frauen geoutet werden. Im Abspann werden dann Aufnahmen von der Bülowstraße und der Kurfürstenstraße gezeigt.“ Darauf sind die Gesichter einiger Frauen zu erkennen... „Es wird also genau das gemacht, was in dem Beitrag kritisiert wird.“ Ein weiterer Kritikpunkt Schönborns ist, dass nur „die Seite der Privilegierten, sprich Dominas und Betreiberinnen“, zu Wort gekommen sei."

Nur mal zur Erinnerung…

1988(!) interviewte Alice Schwarzer eine der damals bekanntesten Prostituierten von Hamburgs Reeperbahn. Sie berichtete damals schon dass die Frauen zu 70% ausgebeutet u. von ihren Zuhältern geschlagen werden. Absolut lesenswert wie ich finde!
https://www.emma.de/artikel/ein-besuch-bei-domenica-264449

Auszug:

„Domenica war über ein Jahrzehnt das Modell der "Edelhure". Sie war nicht nur bekannt auf dem Kiez. Domenica stieg irgendwann aus und ging als Streetworkerin auf den Strich: um die Mädchen und Frauen zu beraten und zum Aussteigen zu bewegen. Sie starb im Februar 2009. Alice Schwarzer besuchte sie 1988. 

Außerhalb vom Kiez nennt man dich "Die Königin der Reeperbahn". Hier auf dem Kiez aber hast du eher den Ruf einer "Emanze". Es heißt, du würdest "die Mädchen wachmachen". Das Haus auf der Herbertstraße, in dem du zuletzt gearbeitet hast, hatte den Spitznamen "Emanzen-Puff". Seit wann hast du diesen Ruf, Domenica?
Das hat vor sechs Jahren bei mir angefangen. Ich sah so viele Mädchen, die aufs Gemeinste ausgebeutet wurden und auch geschlagen wurden. Und das hat mir leid getan. Ich hab gedacht: Mensch, kann man denn hier nichts tun?! Und es wird ja auch immer schlimmer. Die Mädchen, die jetzt anschaffen, werden immer jünger. Heute stehen schon die 12-, 13-, 14-Jährigen auf der Straße. Hier auf der Reeperbahn geht's ja noch, hier sind sie schon meist 18. Schlimm ist das in Sankt Georg, wo die Mädchen voll sind mit Drogen. Die schaffen das auch gar nicht, mit den Freiern richtig umzugehen.

Was heißt das?
Also, wenn bei mir ein Mann frech ist, den schick ich gleich wieder weg. Bei mir muß man sich gut benehmen. Mein Zimmer ist kein Mülleimer, ich bin kein Schrotthaufen. Wir Alt-Huren haben unsere Gesetze. Wir machen's nur mit Kondom, immer schon. Wir lassen uns nicht küssen, denn das ist ja was, was man natürlich nur zuhause tut. Anal gibt es überhaupt nicht. Aber die jungen Mädchen, die meist von einem Zuhälter Drogen kriegen und dann auf die Straße geschickt werden, die machen alles. Denen ist alles egal. Die sind so kaputt, die haben gar nicht mehr die Kraft, auf sich zu achten...“

Und weiter aus dem o.g. Artikel:

Es gibt Frauen, die behaupten, auf dem Strich wäre es leicht "eine schnelle Mark " zu machen. Zum Beispiel die von dem Berliner Prostituiertenprojekt Hydra. Die sagen auch, die modernen Prostituierten hätten alle keine Zuhälter mehr, sie würden ihr Geld selbst behalten.

Das ist natürlich Quatsch. Und es ist auch verdammt gefährlich, sowas zu erzählen. Es ist besser, die Wahrheit zu sagen. Und diese Wahrheit kennen wir Huren selbst natürlich nur zu gut. Das Problem bei Hydra ist, daß das fast alles Sozialarbeiterinnen sind, die die Sache nicht aus eigener Erfahrung kennen. Und die glauben, sie täten uns Huren einen Gefallen, wenn sie sowas erzählen. Die Wahrheit ist: Maximal ein Drittel der Huren hat einen netten Mann, der selber verdient, oder gar keinen. Alle anderen werden abkassiert. Und das oft mit Gewalt. Die meisten Huren werden auch heute noch überhaupt erst von einem Mann auf den Strich geschickt. Daß eine von ganz alleine hier ankommt und sagt: So, jetzt will ich anschaffen — also das ist mir in all den Jahren kaum begegnet.“

Und das war 1988.

Deutschland wird inzwischen das „größte Bordell Europas“ genannt. Wie wir weiter oben gesehen haben, breiten sich die Mafiösen Zuhälter Banden auch schon in Flüchtlingsheimen aus. Der Staat kassiert von jeder Prostituierten Steuern pro Tag. Also bereichert sich auch noch an dem Elend der Prostituierten.

Wie gut, dass es auch Positive Nachrichten gibt. :-)

Denn endlich melden sich mal Männer zu Wort.

Männer, die dazu stehen „keine Freier zu sein“!
Zum Glück kommen sie zu Wort!!

https://www.emma.de/artikel/ich-bin-kein-freier-335057

Auszug:

"Ich bin kein Freier!" Sebastian würde nie eine Frau kaufen. Weil „Sex auf Einverständnis beruhen sollte!“ Er ist einer von vielen Männern, die erklären: #IchBinKeinFreier. Justyna Koeke von Sisters e.V. hat die Aktion mit Künstlerinnen aus Stuttgart initiiert. Um denen eine Stimme zu geben, die erstaunlich wenig zu Wort kommen.

Bisher hatten die Männer in der öffentlichen Debatte über das System Prostitution eine scheinbar fixe Rolle: Sie durften als Profiteure sprechen – also als Bordellbetreiber oder Zuhälter. Oder sie wurden als Sexkäufer befragt. Gibt es in Deutschland denn gar so wenige coole Männer, die ganz selbstbewusst sagen: Ich bin kein Freier?

Diese Frage stellte sich auch die Performance-Künstlerin und Bildhauerin Justyna Koeke. Die Anti-Prostitutions-Aktivistin lehrt an der Akademie der Bildenden Künste, ist bei der Initiative Sisters für den Ausstieg aus der Prostitution aktiv und Teil der Kampagne #Rotlichtaus in Baden-Württemberg. Und sie entschied, der Sache nachzugehen. Mit der Video-Aktion #IchBinKeinFreier.

Wir wollen endlich den Männern eine Stimme geben, die gegen Prostitution sind“, sagt Justyna. Und so auch eine neue Kultur etablieren: Moderne, empathische Männer kaufen keine Frauen.

Bewaffnet mit einer Videokamera und zusammen mit einem Team aus Stuttgarter Künstlerinnen begab sich Justyna vor rund einem Monat das erste Mal auf die Pirsch und sprach die Männer in Stuttgart einfach auf der Straße an – vom Studenten bis zum Tätowierer. Und rannte offene Türen ein.“

Und weiter aus dem Artikel:

Ich bin kein Freier, weil ich die Menschenwürde achte!“, sagt der eine ganz selbstbewusst in die Kamera. „Ich bin kein Freier, weil man für Liebe nicht bezahlen sollte!“, sagt der andere. „Sex sollte auf Gefühlen und Einverständnis beruhen“, findet der nächste. Und noch einer sagt: „Ich möchte die soziale Situation von Frauen nicht ausnutzen.“

Seit Justyna und ihre Mitstreiterinnen Tara und Helena die Videos auf Facebook veröffentlicht haben, melden sich mehr und mehr Männer, die das genauso sehen. Über 100 Videobotschaften haben die Aktivistinnen schon gesammelt, die täglich im Netz veröffentlicht werden. 1,2 Millionen sollen es werden. „So viele Freier gehen in Deutschland schätzungsweise jeden Tag zu einer Prostituierten“, erklärt Justyna.

Wer mitmachen will, kann sein Statement oder ein Video an ichbinkeinfreier@gmail.com schicken bzw. selbst unter #IchBinKeinFreier auf Facebook und Twitter veröffentlichen.“

Hier geht’s zur Facebook Seite:

https://www.facebook.com/ichbinkeinfreier/

Und wer ein ganzes Paket an Fakten zur Prostitution möchte, kann natürlich auch das Buch von Alice Schwarzer bestellen „Prostitution – Ein deutscher Skandal“. Hier zu finden:

https://www.emma.de/produkt/prostitution-ein-deutscher-skandal-311694

Bitte verteilt die Infos unter euren FreundInnen!

Denn Wissen ist bekanntlich Macht… ;-)
Wer mitreden will, sollte sich schlau machen.

Zum Wochenende nun wieder leichtere Kost. ;-)

Roseate Spoonbill

https://www.youtube.com/watch?v=01BF3CDNMlQ

Eurasien Spoonbill

https://www.youtube.com/watch?time_continue=23&v=nFoXVDrOGL0

Beautiful Lotus Flowers – Best Relax Music (ca. 13 Min.)

https://www.youtube.com/watch?v=DasUQ-EdDqI

Übrigens… der Frühling rückt näher.

Lasst euch nicht vom trüben Wetter runter ziehen.
Freut euch an dem, was ihr habt! ;-)

In diesem Sinne…

Euch eine gute Woche
und liebe Grüße
Violine


12.01.2018 um 15:56 Uhr

Sexismus - #MeToo in Berlins Kulturszene

Hallo Ihr Lieben!

Wie schon im vorigen Beitrag kurz angedeutet..

Möchte ich heute daran anknüpfen.
Wie sieht es bei uns aus mit #MeToo?

Beim Golden Globe haben Amerikas Promis fast durch die Reihe weg Farbe bekannt., bzw. aus Solidarität zu Opfern von sexueller Gewalt alle schwarz getragen. Männer wie Frauen. Ein sehr starkes Zeichen!

Nicht nur Oprah Winfrey gab ein bewegendes Statement. Natalie Portman verkündete mit zwei simplen Wörtern, wie es um die Hollywood Welt bestellt ist: And now the „only male“ winners. Da blieb so manch einem die Spucke weg. Großartig!

https://www.emma.de/artikel/oprah-die-zeit-der-taeter-ist-vorbei-335311

Auszug:

„Bei den Golden Globes rührte Oprah Winfrey ihre Kolleginnen mit ihrer kämpferischen Rede zu Tränen. Gemeinsam haben sie die Initiative „Time’s up“ gegründet. 13 Millionen Dollar haben die Schauspielerinnen schon gesammelt, um Frauen im ganzen Land bei ihrer Gegenwehr gegen sexuelle Gewalt zu unterstützen. Zwei Dinge bei der Rede von Oprah Winfrey dürften aber selbst in der gefühlsduseligen Traumfabrik echten Seltenheitswert haben: 1. Selten war eine Rednerin, die für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde, so wütend. 2. Noch seltener dürfte eine Rednerin nicht ihren Förderern in der Filmindustrie gedankt haben - sondern ihren Kolleginnen, die mit ihrem Mut dafür gesorgt haben, dass in Sachen Sexismus jetzt „eine neue Zeit anbricht“. Sprich: all jene Schauspielerinnen, die mit ihren Offenbarungen über Harvey Weinstein und andere die #MeToo-Kampagne lostraten.

Tatsächlich breitet sich der Widerstand, der in Hollywood begann, nun weiter aus: Wenige Tage vor der Golden Globe-Verleihung in Beverly Hills hatten rund 300 Schauspielerinnen die Initiative "Time's up!" https://www.timesupnow.com/ (Die Zeit ist vorbei!) gegründet. Sie soll Frauen unterstützen, die sich rechtlich gegen sexuelle Übergriffe zur Wehr setzen wollen. Weil die Täter oft davonkommen, weil ihren Opfern die Mittel fehlen, haben die „Time’s up“-Initiatorinnen einen Spendenfonds ins Leben gerufen. Rund elf Millionen Euro sind schon gesammelt.“

Ich habe mich umgesehen u. konnte bisher nur diesen Artikel hier in Deutschland entdecken. Über eine Frau, die den Mut aufbrachte zumindest mal genauer hinzusehen. Sie ist derart bestürzt über den Ist-Zustand, dass ihr die Tränen kommen… Lest selber:

http://www.zeit.de/kultur/2017-11/sexismus-kulturszene-berlin-schweigen-brief/komplettansicht

Auszug:

„Liebe Berliner Kulturelite, wir kennen uns seit Jahren. Wir sind mitunter sogar befreundet. Wir gehen gemeinsam aus, essen und trinken zusammen, sehen uns auf Veranstaltungen, die oft ausgerichtet werden, um uns und unsere Arbeit zu feiern. Dann umarmen wir uns und küssen uns rechts und links auf die Wangen und reden über die vielen Projekte und Themen, die uns gerade umtreiben oder die uns zukünftig umtreiben werden. Wir sind das, was man als Zentrum des kulturellen Lebens in Deutschland bezeichnet. Die Macher und die Vordenker, die dem Zeitgeist immer einen Schritt voraus sind. Wir sind die, die gesellschaftliche Missstände früh erkennen und abbilden.

Diesen Glauben verliere ich gerade. Wir alle sind Heuchler, Mitläuferinnen, Feiglinge. Während die Welt über Sexismus diskutiert, endlich lange verschlossene Schubladen aufreißt und verdrängte Wahrheiten offen ausspricht, bleiben wir still, legen uns in den Schützengraben und warten zitternd ab. Gestern bin ich mit dem Fahrrad aus der Redaktion nach Hause gefahren. Dabei liefen mir die Tränen übers Gesicht, mir war richtig übel. Ich hatte den Nachmittag damit verbracht, dem seit Tagen gährenden Kloß in meinem Bauch einen Namen zu geben. Und plötzlich stand auf dem kleinen gelben Post-it, das vor mir lag, nicht nur ein Name. Nein, es waren zehn. Namen von bekannten Männern aus dem Berliner Kulturleben. Namen, die seit Jahren mit Geschichten verknüpft werden. Geschichten, die Frauen flüsternd untereinander weitergeben, aber nie laut aussprechen.“

Und weiter aus dem o.g. Artikel:

„Wir Frauen in diesem Betrieb schützen Euch seit eh und je. Wir decken Eure Taten, weil wir, wie auch die Frauen in den USA, gesagt bekommen haben, dass Ihr so nun mal seid und es ja eigentlich nicht so meint. Im Grunde seid Ihr doch nette Typen, die Frauen sehr mögen. Deshalb nennen wir Euch "Frauenhelden" oder "Schleimbeutel". Wir haben anonyme Namen für Euch gefunden, die das, was ihr in den letzten Jahren getan habt, damit entschuldigen, dass Ihr eben ein bisschen forsch oder ungeschickt seid.

Ich kann Euch nur sagen: Die Täter gibt es auch hier. Wir haben Namen. Nicht nur ich habe sie endlich aufgeschrieben, auch die anderen Frauen. Wir stehen in regem Kontakt. Die Liste ist lang. Ihr seid der Gastronom, der Kokain gegen Oralverkehr tauscht. Ihr seid der Verleger, der kein Nein versteht und Frauen ungefragt zur Begrüßung in den Schritt greift. Der Anzeigenverkäufer, der uns an den Hintern grabscht. Der Künstler, der Frauen zum Sex zwingt. Der Galerist, der seine Hände nicht bei sich lassen kann. Der Schriftsteller, der öffentlich slut shaming betreiben darf. Der Kurator, der seine anzüglichen Bemerkungen nicht stecken lässt. Ihr seid der Journalist, der seine Lippen ungefragt auf Frauenmünder presst. Der Herausgeber, der Mitarbeiterinnen schikaniert, weil sie nicht mit ihm schlafen wollen. Die Architekten, die Frauen mit Alkohol und Drogen abfüllen, um sie dann, wenn sie schon fast bewusstlos sind, gemeinsam durchzuvögeln...“

Das geht unter die Haut.

Respekt für diese Offenheit!
Doch das reicht noch nicht..

Ein weiterer Artikel zum Thema, den ich euch ans Herz legen möchte. Denn schon an der Art der Berichterstattung wird deutlich, wie schnell daraus eine Hetze gegen die eine oder andere Seite wird, statt sachlich zu berichten.

https://pinkstinks.de/der-fall-dieter-wedel/

Auszug:

„Dieter Wedel also. Mit dem Artikel im ZEITmagazin und den darin beschriebenen Vorwürfen gegen den Regisseur, hat die #MeToo Debatte hat in Deutschland einen Namen und ein Gesicht bekommen. Einige finden, dass es wichtig und unumgänglich ist, Dinge und Personen beim Namen zu nennen. Andere wittern eine Hexenjagd, wähnen den Rechtsstaat in Gefahr und sprechen in diesem Zusammenhang von „Ächtung auf Zuruf„. Tatsächlich ist die Berichterstattung zu diesem Fall so bemerkenswert wie symptomatisch und aus diesem Grund wollen wir sie uns einmal etwas genauer anschauen. Und zwar nur die Berichterstattung. Denn über den Wahrheitsgehalt einzelner Aussagen können wir nicht befinden und über Schuld und Unschuld allenfalls spekulieren – was wir nicht tun werden. Stattdessen konzentrieren wir uns auf den Umgang mit dem Fall. Von Hyänen ist die Rede, vom Mob, von Furien und derlei mehr. Es gehe um eine „mediale Hinrichtung am Medienpranger“. Flankiert werden diese Aussagen von leider immer noch allzu üblichen  terminologischen Fehlleistungen wie „Sex-Attacke“ und den reflexartigen Beteuerungen des Wohlverhaltens des mutmaßlichen Täters.

Weiter aus dem Artikel:

Es ist nicht die Aufgabe von mutmaßlichen Opfern, nur solche Aussagen zu tätigen, deren Richtigkeit verifizierbar ist. Ebenso wenig ist es die Aufgabe von mutmaßlichen Tätern, sich selbst zu belasten. „Wenn es ein Opfer nicht schafft, binnen immerhin 20 Jahren solche Vorwürfe amtlich geltend zu machen, muss und darf irgendwann Schluss sein“ schreibt die Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen und verweist darauf, dass die Verjährungsfrist dem Rechtsfrieden diene. Dabei entgeht ihr allerdings, dass ein mutmaßliches Opfer keineswegs dem Rechtsfrieden zu dienen hat. Es hat nicht die Pflicht, mit der Verjährungspflicht zu verstummen. Es muss sich auch nicht bescheiden oder zufrieden geben. Und schon gar nicht braucht es die Reputation eines mutmaßlichen Täters mildernd in Betracht zu ziehen. Dass die Koreanerin Lee Ok-Seon beispielsweise sechs Jahrzehnte lang über die Verbrechen geschwiegen hat, die ihr als sogenannte „Trostfrau“ durch japanische Soldaten angetan wurden, macht ihre Schilderungen weder unglaubwürdiger, noch gibt es irgendjemandem das Recht, ihr den Mund zu verbieten. Schließlich wird den mutmaßlichen Tätern ja auch nicht verwehrt, die ihnen zur Last gelegten Taten zu bestreiten.

Mit der Täterbenennung durch Opfer von Gewalttaten muss überhaupt nicht Schluss sein. Das Gegenteil trifft zu. Den Anspruch darauf, erlittenes Unrecht ans Licht zu bringen, verwirkt man nicht. Gerade erst hat die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes eine Beschwerdestelle der Filmbranche gefordert. Das bedeutet nichts anderes, als dass sie bislang noch nicht existiert. Also noch einmal: Welche Möglichkeiten haben denn Opfer? Außer gar nicht oder nur mit viel Überwindung zur Polizei gehen zu können, weil ihnen ein mächtiger, einflussreicher Mann Gewalt angetan hat?..“

Ich empfehle euch den ganzen Artikel zu lesen!

Es ist so wichtig mal ernsthaft hinzusehen.

Und wie sieht es überhaupt so aus mit der selbstbestimmten Frau? Denn die o.g. Artikel u. die Debatte um #MeToo machen eines deutlich: Jede Form von sexueller männlicher Gewalt macht eine Gleichberechtigung unmöglich.

Das Menschenbild in der Gesellschaft tendiert weiterhin dahin, dass „Frauen das beherrschte Geschlecht“ ist, wie es die Psychologin Sandra Konrad in ihrem neuen Buch benennt. Lest selber:

https://mobile2.tagesanzeiger.ch/articles/5a510090ab5c373370000001

Auszug:

«Die sexuell selbstbestimmte Frau ist eine Fata Morgana» Die Psychologin Sandra Konrad analysiert in ihrem neuen Buch messerscharf den Zustand der Gleichberechtigung. Die Bilanz ist bitter. Und die Frauen sind daran nicht ganz unschuldig. Ihre Bestandesaufnahme ist so nüchtern wie faktenbasiert, und gerade das macht sie so beklemmend: Im Buch «Das beherrschte Geschlecht» zeigt die Psychologin Sandra Konrad anhand der weiblichen Sexualität auf, dass es mit der Selbstbestimmung der Frau heute auch im Westen noch nicht weit her ist.

Sandra Konrad ist Therapeutin mit eigener Praxis in Hamburg. Sie publiziert nicht nur wissenschaftlich – ihre Dissertation handelte von der Traumatisierung jüdischer Frauen während des Holocausts – sondern auch populärwissenschaftlich; das ist ihr viertes Buch. Ihr Buch heisst «Das beherrschte Geschlecht» – ist es wirklich immer noch so schlimm? Die Gleichberechtigung ist ein moderner Mythos. Das sage ich auch nicht gerne, aber es hilft ja nichts, so zu tun, wie wenn alles in bester Ordnung wäre. Noch immer bestimmt nicht die Frau selbst über ihren Wert, sondern die Öffentlichkeit. Und Öffentlichkeit heisst: der männliche Blick.“

Weiter aus dem o.g. Artikel:

Da werden Ihnen viele Frauen heftig widersprechen. „Sexuelle Freiheit ist derzeit in Imageprodukt, ein It-Accessoire, das stolz mit sich herumgetragen wird. In der Realität ist aber das Hauptziel vieler jungen Frauen immer noch, dem Mann sexuell zu gefallen und das zu tun, was er will, auch wenn sie gewisse Praktiken selbst nicht mögen oder davor gar angeekelt sind. Das Tabu des 21. Jahrhunderts ist nicht der Sex, sondern Grenzen zu setzen. Rousseau sagte schon vor 300 Jahren: «Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern darin, dass er nicht tun muss, was er nicht will.»

In der #MeToo-Debatte fiel auf, dass vor allem junge Frauen schulterzuckend fanden: Ist doch normal, dass wir angefasst werden. Finden sie das deshalb ­«normal»? Das hat zwei Gründe. Zum einen funktioniert das älteste Mittel, um Frauen zu kontrollieren, immer noch bestens: das öffentliche Beschämen. Weibliches Verhalten hat bis heute Konsequenzen, männliches sehr viel weniger. Wenn eine Frau begrapscht oder vergewaltigt wird oder wenn man ihr sexuelle Gewalt androht – was im Netz massiv zugenommen hat –, heisst es: Die muss sich ja nicht wundern, wenn sie so spät noch unterwegs ist, ein solches Foto von sich postet, solch feministische Meinungen vertritt. Thematisiert wird die Frau, die von ihrer Freiheit Gebrauch macht. Und nicht der Mann, der diese Freiheit verletzt.

Der zweite Grund? Die Sozialisation. Das, was wir jeden Tag erfahren, scheint normal. Damit lässt sich auch erklären, weshalb Frauen die männlich-patriarchale Argumentation verinnerlicht haben. Und zueinander sagen: «Stell dich nicht so an» oder «Sei doch nicht so humorlos». Frauen, die im Rahmen von #MeToo offenbarten, begrapscht worden zu sein, wurde vorgeworfen, sie würden dadurch echte Vergewaltigungen bagatellisieren. Damit sprach man ihnen gleich wieder das Recht ab, eigene Grenzen zu setzen. Es ist bezeichnend... Dabei hängt das alles zusammen: Sexismus ist die Abwertung von Frauen und der Nährboden für sexuelle Gewalt...“

Lohnt sich den kompletten Text zu lesen. ;-)

So, nun habt ihr einiges zum Nachdenken u. Diskutieren. Denn darum geht es: Diese Themen mit anderen zu besprechen, Klarheit schaffen, aufklären. Gebt bitte die Texte/Links weiter an euren Bekannten- u. Freundeskreis. Und habt viel Spaß bei der anschließenden Debatte! ;-)

Zum Wochenende nun wieder luftige Kost. :-)

Winterlandschaft Österreich

https://www.youtube.com/watch?v=1gjJP3xeVmg

Wintervögel mit Gesang und Ruf

https://www.youtube.com/watch?v=Lc64CY4NFLg

Habt eine gute Zeit

und liebe Grüße
Violine

05.01.2018 um 08:04 Uhr

Gute Nachrichten zum neuen Jahr :-)

Hallo Ihr Lieben!

Damit es nicht gleich so krass los geht…

Beginne ich das neue Jahr mal mit guten Nachrichten. :-)

Die Nordvölker machen uns mal wieder vor,

wie das so geht mit der Gleichberechtigung.
Sieh hin Deutschland u. lerne... ;-)

Die norwegischen Fußballerinnen bekommen ab diesem Jahr das gleiche Gehalt wie ihre Kollegen.

http://www.sportschau.de/fussball/international/norwegen-fussball-equalpay-100.html

Auszug:

Norwegens Fußballverband beendet Lohnungleichheit. Der norwegische Fußballverband NFF geht in Sachen Lohngleichheit für Männer und Frauen mit gutem Beispiel voran. Der NFF hat beschlossen, das Honorar für die Nationalspielerinnen an das ihrer männlichen Kollegen anzugleichen.

Wie der NFF am Samstag (07.10.2017) mitteilte, sollen die Spielerinnen ab nächstem Jahr insgesamt sechs Millionen Norwegische Kronen (640.000 Euro) für ihre Auftritte im Nationaltrikot bekommen. Zuvor belief sich die Summe auf knapp die Hälfte (3,1 Millionen Kronen).

Für die gleichwertige Bezahlung tritt das norwegische Männer-Team 550.000 Kronen ab, die der Auswahl durch Werbeaktivitäten zur Verfügung stehen. Solch eine Regelung sei international einzigartig, sagte Joachim Walltin, Chef der norwegischen Fußballspieler-Vereinigung. Neben der höheren finanziellen Unterstützung sei vor allem "das Gefühl, wirklich respektiert zu werden" wichtig für die Frauen. Außerdem solle mit der Förderung das Niveau des Teams weiter verbessert werden, sagte Walltin.“

Island setzt noch eins oben drauf. :-)

Ab jetzt ist es in Island verboten Frauen u. Männer ungleich zu entlohnen. Firmen müssen einen Nachweis erbringen, dass sie die Geschlechter gleich bezahlen. Hut ab, sag ich da nur!
https://www.welt.de/wirtschaft/article172131270/Gender-Pay-Gap-In-Island-verdienen-Maenner-und-Frauen-kuenftig-das-Gleiche.html

Auszug:

„In Island sind ab jetzt Firmen dazu verpflichtet, der Regierung einen Nachweis über die gleiche Bezahlung zu erbringen. Damit ist Island das erste Land der Welt, das Ungleichbezahlung per Gesetz verbietet.

Während andere westliche Länder noch über den sogenannten „Gender Pay Gap“ – die geschlechtsbedingte Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen – diskutieren, hat sich Island zu einem radikalen Schritt entschieden: Seit Jahresbeginn gilt in dem nordeuropäischen Land ein Gesetz, das Unternehmen vorschreibt, Männern und Frauen das gleiche Gehalt zu zahlen.

Island gilt seit Jahren als eines der Vorreiter beim Thema Lohngleichheit. Laut dem Weltwirtschaftsforum ist es seit neun Jahren auch ohne das Gesetz das Land mit der weltweit höchsten Gender-Gerechtigkeit. Frauen verdienten dort bisher trotzdem noch immer etwa 17 Prozent weniger als ihr männlichen Kollegen. In Deutschland liegt die geschlechtsbedingte Lohnlücke bei etwa 21 Prozent.“

Nun noch einiges an positiven Veränderungen,

die unsere Umwelt betreffen.
https://nur-positive-nachrichten.de/positive-nachrichten/plastiktueten-verbot-auf-bali-kosmetik-in-holz-verpackt-grossbritannien-erwaegt-plastik-steuer

Auszug:

Plastiktüten-Verbot auf Bali, Großbritannien erwägt Plastik-Steuer, Kosmetik in Holz verpackt. Die Mengen an Plastikmüll sind ein großes Problem, das es zu lösen gilt. Alleine in der letzten Woche wurden drei große Schritte gemacht, die zeigen, dass es auch ohne bzw. mit deutlich weniger Plastik geht.

Zwei Schülerinnen haben ein Plastiktüten-Verbot auf Bali durchgesetzt. Durch Melati und Isabel Wijsen sollen alle Plastiktüten ab 2018 verboten sein. Bereits im Alter von zwölf und zehn Jahren gründeten die indonesischen Schülerinnen die Initiative „Bye Bye Plastic Bags“ – dafür haben sie jetzt den Bambi in der Kategorie „Unsere Erde“ erhalten. Die Arbeit zeigt große Wirkung, denn nicht nur auf Bali wird sich einiges ändern. 13 weitere Länder, darunter Indien, zeigen großes Interesse daran, diese Initiative auch im eigenen Land zu starten...“

Um meinem feministischem Blog gerecht zu werden, zu guter Letzt eine ganz tolle Initiative, die diesem Irrsinn des Sexismus, der sexuellen Belästigung bis hin zur Vergewaltigung in der Filmbranche radikal etwas entgegen setzen will.

Es wurde eine Kasse eingerichtet durch viele, viele Spendengelder von Promis, die weniger bekannten Missbrauchsopfern helfen soll zu ihrem Recht zu kommen. Doch nicht nur das. Es soll auch daran gearbeitet werden, dass die Dominanz der Männer in der Filmwelt ein Ende findet, die gerade diesen Sexismus begünstigt u. verstärkt hat. Sprich 50:50 Männer u. Frauen. Wie es ja eigentlich auch normal sein sollte. Großartige Sache! Lest selber:

http://www.tagesspiegel.de/kultur/times-up-protest-in-hollywood-die-zeit-ist-abgelaufen-fuer-weinstein-und-co-/20806418.html?__twitter_impression=true

Auszug:

„Die Zeit ist abgelaufen für Weinstein und Co. Schauspielerinnen und Filmproduzentinnen in Hollywood verlangen Konsequenzen aus den Skandalen etwa um Harvey Weinstein. Sie gründen „Time’s Up“, eine Aktion gegen sexuelle Übergriffe. Über dreihundert Schauspielerinnen und Produzentinnen in den USA, darunter Meryl Streep, Emma Stone, Natalie Portman, Reese Witherspoon, Alyssa Milano, Maggie Gyllenhaal und Cate Blanchett, wollen mit einer neuen Initiative dafür sorgen, dass konkrete Konsequenzen aus den Skandalen um sexuelle Belästigung und sexuellen Missbrauch von Frauen gezogen werden.

Mit Spendengeldern von Stars wie Steven Spielberg und Meryl Streep wurde eine Kriegskasse von 13 Millionen Dollar eingerichtet, um weniger prominenten Missbrauchsopfern – Haus- und Zimmermädchen, Kellnerinnen, Krankenschwestern, Sekretärinnen – bei der Durchsetzung ihrer Rechte zu helfen. Zudem wird ein gesetzliches Verbot der Praxis angestrebt, sexuelle Übergriffe mit Schweigegeldern unter den Teppich zu kehren, wie es in der Vergangenheit häufig geschehen ist.“

Und weiter aus dem o.g. Link:

Als Zeichen der Solidarität mit den Opfern sollen die weiblichen Stars bei der Verleihung der Golden Globes am kommenden Sonntag in Schwarz erscheinen.

Frauen in Branchen wie der Filmindustrie oder der Politik, die besonders eindeutig von Männern dominiert werden, sind häufiger Opfer von sexueller Belästigung oder Missbrauch als Frauen in anderen Bereichen, wo Männer nicht so dominant sind. In Hollywood sollen deshalb innerhalb der nächsten Jahre nach der Vorstellung von „Time’s Up“ so viele Frauen in Führungspositionen gebracht werden, dass die Vorherrschaft der Männer gebrochen wird: „50/50 bis 2020“, lautet das Motto.

„Wir wissen, dass wir privilegiert sind“, schreiben sie auf der Internetseite ihrer Initiative (www.timesupnow.com). Gleichzeitig unterstreichen sie ihre Solidarität mit weniger prominenten Frauen. „Kein Schweigen mehr. Kein Warten mehr. Keine Nachsicht mehr mit Diskriminierung, Belästigung oder Missbrauch.“

Toll! Solche Nachrichten tun echt gut! :-)

Da frag ich mich natürlich schon, wie es denn so bei uns aussieht? Wieder das große Schweigen? Dazu ein anderes Mal mehr…

Zum Wochenende noch etwas luftige Kost. :-)

Great Spotted Woodspecker at nest

https://www.youtube.com/watch?v=FHolMV93Ya8

Australia: Land of Parrots – Budgies in Nature

https://www.youtube.com/watch?v=ExVqWm029yQ

Ich wünsche euch ein fröhliches Wochenende

und liebe Grüße
Violine

 

29.12.2017 um 16:32 Uhr

Gutes Ankommen :-)

Hallo Ihr Lieben!

Damit ihr auch gut im neuen Jahr ankommt…

Hier nochmal die Seiten mit den Hilfe Nummern.

Erst das Heimwegtelefon, die Begleitung am Ohr :-)
https://www.heimwegtelefon.de/

Und natürlich das Hilfetelefon für Frauen

https://www.hilfetelefon.de/
https://www.hilfetelefon.de/das-hilfetelefon/beratung/telefon-beratung.html

Für alle die es nicht so mit der Knallerei haben…

Es gibt wirklich schöne Entspannungs Videos :-)

Entspannende Klänge – Natur, Wald u. Vogelgezwitscher

https://www.youtube.com/watch?v=_ZkreeyhgOA

Vögel Zeitlupe: Waldvögel

https://www.youtube.com/watch?v=Va_mXzucNDg

Relaxing Music, Paradise, Water Sounds

https://www.youtube.com/watch?v=BwvzdxI45x8

Kommt gut an!

Entspannte Grüße ;-)

Violine

21.12.2017 um 18:58 Uhr

Es weihnachtet... mehr oder weniger ;-)

Hallo Ihr Lieben! Fröhlich

Hoffentlich könnt ihr die „Stille Zeit“ genießen?

Nicht so sehr? Na sowas. ;-)

In früheren Zeiten gings bei mir in der Weihnachtszeit echt rund dass die Fetzen flogen. Bloß allen alles recht machen. Ätzend. Aber irgendwann war ichs leid. Wer genau entscheidet denn in meinem Leben? Bin ich das? Oder ist es ‚der Weihnachtsmann‘, die Familie, die KollegInnen, der Kommerz, die Erwartungen anderer…?

Und was genau ist eigentlich Weihnachten? Worum geht’s da? Ums Geschenke verteilen? „Euch ist heute der Heiland geboren“… Also wer hat jetzt hier wen beschenkt? So wie es aussieht, hat Gott UNS ein Kind „beschert“. „Einen Erlöser, einen der Frieden schenkt“, heißt es da...

Naja, mit Frieden ist ja gerade echt nicht viel los.

Nicht nur in der großen weiten Welt, auch bei uns.
Oder sitzt ihr friedlich vor dem Ofen? :-)

Kein Stress. Kein Gedränge. Kein Zeitdruck?

Wegen dem Geschenke Irrsinn alles bestens?
Macht mal was ganz anderes, außer der Reihe. :-)

Ist eure Entscheidung. Traut euch Neues zu probieren.

Nehmt euch Zeit! Zeit für Gespräche, fürs Tee trinken…
Ihr habt nichts zu verlieren. Nur Mut. Fröhlich

Ich wünsche euch ein fried-frohes Fest u. Kraft für das neue Jahr!

Um die Feier-Tage zu versüßen, hab ich einige Schätze gesammelt.

Filmchen, Feministisches, Natur, Tiere, Singsang, Watt füre Seele. Fröhlich

Was aus der Flimmerkiste

Mr. Magoriums Wunderladen - Trailer

(Den könnt ich immer wieder angucken, so bezaubernd :-))
https://www.youtube.com/watch?v=xpNR4npJ7tE

Das Dschungelbuch (darf auch nicht fehlen)

https://www.youtube.com/watch?v=v_EWWyJfgPc

Feministisches

Endlich Zeit zum Stricken!

„Zum Beispiel eine Pussy-Mütze,
für die wir hier die Anleitung geben...“

https://www.emma.de/artikel/die-geschichte-des-strickens-335237

In Wien hat Alice Schwarzer über sexuelle Gewalt u. Gegenwehr, Integration & Islamismus geredet, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gesellschaft im Wandel: Was hält uns zusammen?“ des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF).

https://www.youtube.com/watch?v=9D-jXMKURCs

Singsang :-)

A Holy Night – Angelo Kelly & Family

https://www.youtube.com/watch?v=07fc0mew3FM

O come all ye faithful – Angelo Kelly & Family

https://www.youtube.com/watch?v=AW6_O9wamq4

Peppige Frauenpower (Kennt ihr ja schon)

Katzenjammer – A Bar in Amsterdam

https://www.youtube.com/watch?v=iRuy1rdo4Ws

Katzenjammer – God's Great Dust Storm

https://www.youtube.com/watch?v=YfeGTHmN3qw

Amüsantes aus der Ellen Show

Ellen (The Ellen Show) looks back at „When things go wrong“

https://www.youtube.com/watch?v=5Os4eoSyKlI

Ellen – Meryl Streep Makes Everything Sound More Interesting

https://www.youtube.com/watch?v=A8TSBw5JiWE

Ellen‘s Favorite Funny Ladies: Amy Schumer

https://www.youtube.com/watch?v=ngFPBz_8SDc

Und natürlich Tiere u. Natur :-)

Wild Freedom (Tiere in Zeitlupe)

https://www.youtube.com/watch?v=WvIN0oJZiaM

Eichhörnchen (mit Zwitscher Vögeln, tolle Aufnahmen!)

https://www.youtube.com/watch?v=DqR9LjBhwWs

Eichhörnchen toben im Schnee

https://www.youtube.com/watch?v=dtEgmzA6uAU

Tut euch u. anderen Gutes!

Liebe Weihnachts- u. Neujahres Grüße
Violine


15.12.2017 um 08:24 Uhr

Potpourri zum 75jährigen von Alice

Hallo Ihr Lieben!

Ihr Geburtstag war schon am 3.Dezember, aber das macht nichts. ;-) Über Alice könnte frau eigentlich zu allen Zeiten schreiben. Denn sie gehört zu den Menschen, die Geschichte geschrieben haben. Frauengeschichte um genau zu sein. ;-)

Hach, es ist ja schon so viel über sie geschrieben worden.

Oft Negatives, was sie als Person verunglimpfte, statt zu ihren eigentlichen Themen. Die Masche der Denunzianten: Nicht über die Sache schreiben, sondern die Person nieder machen. So eben auch die wechselnden Klischees über Alice Schwarzer. Von der Hexe bis zur Schwanz-ab-Schwarzer. Alles blanker Unsinn.

Auf ihrer Seite heißt es dazu: https://www.aliceschwarzer.de/thema/zur-person-311552

„Was denkt und schreibt Alice Schwarzer wirklich? Ganz anderes oder sogar das Gegenteil von dem, was die Klischees unterstellen. Denn Alice Schwarzer ist nicht nur Feministin, sie ist auch Humanistin. Und als solche ist sie für Gewaltfreiheit und Chancengleichheit für alle Menschen, Männer inbegriffen.“

Lasst euch überraschen. ;-)

Ich stelle einige ihrer Themen zusammen für euch.

Empfehle aber wärmstens, dass ihr selber ihre Webseite besucht.
Wissen macht klug. ;-)

Ihre Positionen:

https://www.aliceschwarzer.de/artikel/meine-positionen-264931

Auszug:

"Das Motiv meines ganzen Handelns ist die Gerechtigkeit. Alles andere wäre für mich ein verpasstes Leben." Diesen Satz schrieb Alice Schwarzer 1968, in einem Brief an ihren Lebensgefährten. Da war sie junge Journalistin. Seither hat sie viel erlebt und weitergedacht. Doch ihr zentrales Motiv hat sich nicht geändert.

1. Ich bin für Chancengleichheit für Frauen und Männer und gegen jede Rollenzuweisung im Namen des biologischen Geschlechts (oder der Klassen- bzw. Rassen- und Religionszugehörigkeit). Die Geschlechterrollen engen Frauen wie Männer ein. Beide müssen sich davon befreien.

2. Ich glaube nicht, dass Frauen von Natur aus das bessere Geschlecht sind und Männer das destruktivere. Es ist die Macht bzw. die Ohnmacht, die die Menschen verformt. Ich bin dafür, dass Frauen auch kreativ oder stark sein können – und Männer auch fürsorglich oder schwach.,,“

Ihre großen Themen:

https://www.aliceschwarzer.de/thema/meine-grossen-themen-311554

Auszug:

„Es gibt zwei Stränge bei den Themen von Alice Schwarzer. Der eine sind die Porträts, Biografien und Gespräche mit Menschen: vom Star - wie hier 1971 mit Simone de Beauvoir - bis zur namenlosen Prostituierten. Der zweite Strang sind die politischen Essays und Kommentare: von Krieg bis zur Sexualpolitik, vom Islamismus bis zum Missbrauch.“

Alice Schwarzer erzählt ihr Leben:

https://www.aliceschwarzer.de/artikel/alice-schwarzer-erzaehlt-ihr-leben-311561

Auszug:

„Es fängt an mit dem ersten Tag Alice und hört auf mit dem ersten Tag EMMA. Alice Schwarzer erzählt die Etappen dieser 34 so bewegten Jahre. Von der unerwünschten Geburt unter Bomben, der Kindheit im fränkischen Dorf und der Jugend in Wuppertal und Swinging Schwabing, über ihr zweimaliges Leben in Paris bis hin zu ihrer Rückkehr nach Deutschland.

Von Mädchenfreundschaften über die erste große Liebe bis zur Entdeckung der Frauen. Von ihrem so geliebten Beruf als Journalistin und ihrem Engagement als Feministin in Paris und Berlin. „Ich bin“, schreibt sie, „in der etwas speziellen Lage, dass es ein öffentliches Bild von Alice Schwarzer gibt. Man glaubt zu wissen, wer ich bin, obwohl ich nur sehr selten öffentlich über mich selber geredet und kaum je über mich geschrieben habe. Manches von diesem Schwarzer-Bild basiert auf meinen Texten, meinem politischen Engagement und meinen öffentlichen Auftritten. Doch viel ist geprägt von Klischees. Dass meine Realität in weiten Strecken so ganz anders aussieht als diese Projektionen, auch das gilt es zu sagen.“ – Im Anhang der Autobiografie sind einige für den „Lebenslauf“ besonders bezeichnende Artikel veröffentlicht...“

Bücher von Alice:

https://www.aliceschwarzer.de/thema/buecher-von-alice-schwarzer-311555

Auszug:

„Alice Schwarzer ist eine der erfolgreichsten Sachbuchautorinnen. Sie schreibt Essays und Biografien. Zuletzt ihre Autobiografie („Lebenslauf“). Als Autorin veröffentlichte sie bisher 21 Bücher (und als Herausgeberin 22). Ihr drittes Buch, „Der kleine Unterschied“ (1975) war ein internationaler Bestseller und ist bis heute ein Longseller.“

Die Medien über Alice:

https://www.aliceschwarzer.de/artikel/die-medien-ueber-schwarzer-335259

Auszug:

„Es ist eine alte Hassliebe: die Medien und die Journalistin Schwarzer. Die Hassliebe gilt der Feministin. Doch zum 75. ist viel von historischen Verdiensten die Rede. Aber was ist mit der Gegenwart? Da scheiden sich die Geister. Am kritischsten wird berichtet über Schwarzers Kampf gegen den Islamismus (gerne mit "dem Islam" verwechselt).“

Aktuelles von Alice:

https://www.aliceschwarzer.de/artikel/badinter-schwarzer-gespraech-335249

Auszug:

Antisemitismus & Islamismus. Zwischen beidem gibt es einen Zusammenhang, finden Elisabeth Badinter und Alice Schwarzer. Ein Gespräch in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Die Französin und die Deutsche sind seit Jahren befreundet. EMMA veröffentlichte 1991 als erste hierzulande Badinters Kommentar gegen das Kopftuch an Schulen.

Eine Befragung von Berliner Lehrern durch das American Jewish Comitee hat jüngst ergeben, dass bei vielen Schülern antisemitische Feindbilder stark präsent sind. In Frankreich haben Lehrer in dem Sammelband „Die verlorenen Territorien der Republik“ bereits 2002 vom grassierenden Antisemitismus in ihren Klassen berichtet. Wie kann da gegengesteuert werden?“

Schwarzer: EMMA hat kürzlich eine Umfrage unter Lehrerinnen gemacht, und die stehen wirklich mit dem Rücken zur Wand. Diese Jugendlichen, die sich mit einer Attitüde der Gewalt inszenieren, schüchtern die anderen ein. Da braucht es nur vier, fünf Schüler in einer Klasse, die geben dann den Ton an, vor allem in Sachen Sexismus. Und da kommt neuerdings noch der Antisemitismus dazu. Auf den Schulhöfen sind „du Jude“, „du Schwuler“ oder „du Opfer“ heute Schimpfwörter. Lehrerinnen werden von Schülern als Nutten beschimpft. Doch die Schulleitungen und auch die Politik wollen jeden Konflikt vermeiden. Wenn die Lehrerinnen sich beschweren, heißt es: Setzen Sie sich mal durch, Sie haben anscheinend Ihre Klasse nicht im Griff.,,“

https://www.aliceschwarzer.de/artikel/bedrohte-juden-335255

Auszug:

„Sie protestieren gegen die Politik des Staates Israel, sagen diese jungen Araber. Alice Schwarzer fragte in der "Welt", was sie genau damit meinen. Geht es hier nicht nur um Israel, sondern um alle Juden? Meint der linke "Antizionismus" eigentlich: Antisemitismus? Und dürfen wir das in Deutschland wieder hinnehmen?..“

Und zum Schluss…

Die Menschen über Alice Schwarzer:
https://www.aliceschwarzer.de/node/335257

Auszug:

Hunderte Menschen haben in Briefen, Mails & Posts Alice zum Geburtstag gratuliert: von Rosemarie aus dem Ammerland (mit einem Rosmarinkranz) bis zum „Uni-Männerstammtisch“ in München.  Sie alle haben sie nicht nur darin bestärkt, ihren Weg weiterzugehen – sondern viele haben sich auch bedankt, dass Alice ihnen Kraft gegeben hat. Auszüge…

Wo wären wir Frauen heute ohne Sie, ohne Ihren unermüdlichen Einsatz für all das, wofür Sie gekämpft haben? Von ganzem Herzen vielen, vielen Dank. Barbara Muschler

Liebe Alice Schwarzer, zu Ihrem 75. Geburtstag melde ich mich, um Ihnen als langjährige EMMA-Leserin herzlich zu danken und Sie zu beglückwünschen: zu Ihrem Mut, diese Zeitschrift so lange „durchzuhalten“; zu Ihrer Hartnäckigkeit vielen KritikerInnen gegenüber; zu Ihrer Phantasie, die Sie immer wieder auf neue Ideen brachte; zu Ihrer Solidarität mit so vielen Frauen auf der Welt; zu Ihrer Beweglichkeit, auch Meinungen zu ändern; zu Ihrer Geduld gegenüber den immer wieder gleichen Anwürfen; zu Ihrer Standhaftigkeit in Ihren Überzeugungen; zu Ihrem psychologischen Durchblick, zum Beispiel bei der „Analyse“ von Romy Schneider; zu Ihrer Stetigkeit in Sachen Pornografie und Missbrauch! Zur Vielfältigkeit Ihres Heftes; zu den bewundernswerten Büchern, die Sie außerdem noch veröffentlichen; zu Ihrer Vorbildfunktion für uns Frauen. Als kleinen Dank und als Hommage stifte ich zehn Abos, die Sie bitte in einem Frauengefängnis verteilen lassen. Ihre Dr. med. Ilse Zilch-Döpke, Fachärztin für Allgmeinmedizin, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Berlin“

Diesen Statements stimme ich freudig zu. :-)

Es lohnt sich wirklich auf den Seiten von Alice Schwarzer zu stöbern. Dort finden sich erfrischend klare Analysen zu politisch aktuellen Themen u. noch viel mehr… aber lest selber. ;-)

https://www.aliceschwarzer.de/start/

Zum Wochenende luftige Kost. :-)

Eichhörnchen in Nordengland (tolle Aufnahmen!)

https://www.youtube.com/watch?v=YCA3OfTbU34

Hanukkah in Jerusalem /Lichterfest mit traditionellen Leckereien

https://www.youtube.com/watch?v=3oOZ6SYhCB0

Euch einen schönen dritten Advent

u. liebe Grüße
Violine


08.12.2017 um 15:07 Uhr

Das bisschen Sexismus? - Man kann's auch lassen ;-)

Hallo Ihr Lieben!

Obwohl eigentlich schon genug gesagt wurde…

Sexismus blüht weiterhin um uns Frauen, leider.
Alltäglich begegnen wir diesem Übel.

Also nochmal zum besseren Verständnis. ;-)

Für alle, die noch nie was davon gehört haben.
Und für die, die andere informieren möchten.

Erstmal die Sprüche, die wir Frauen jeden Tag am Arbeitsplatz zu hören bekommen...

http://www.zeit.de/arbeit/2017-09/sexismus-arbeitsplatz-sprueche-frauen

Auszug:

"Sag mal, stören dich die Brüste nicht beim Operieren?" … und 31 weitere sexistische Sprüche, die Frauen am Arbeitsplatz zu hören bekommen haben.

Die Recherche zu diesem Artikel war nicht besonders aufwendig. Die meisten Frauen, mit denen wir über Sexismus im Beruf gesprochen haben, mussten kaum nachdenken, bis ihnen ein Spruch von Kollegen und Chefs einfiel, der sie bis heute beschäftigt. Mal war es ein Hinweis darauf, dass es sich für Frauen nicht gehört, durchsetzungsstark zu sein, mal ein Kommentar über Brüste, mal ein unangebrachter Kosename. 39 Prozent der Frauen haben schon beispielsweise zweideutige Kommentare und Witze mit sexuellem Bezug im Job gehört – zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes aus dem Jahr 2015.

"Wenn's bei dir mal nicht mehr läuft, kannst du dich wenigstens noch hochschlafen!"

 – mein Kollege (25 Jahre, arbeitet als Fotografin)

"Komm, setz dich zu uns, damit wir etwas Hübsches zum Angucken haben."

 – mein Vorgesetzter, im Beisein von Kollegen (32 Jahre, Physikerin)

"Du bist doch auch lesbisch, oder? Welche Frau tut sich sonst die Unfallchirurgie freiwillig an?"

 – mein Kollege (30 Jahre, Ärztin)

"Wann hatten Sie das letzte Mal Sex?"

 – mein potenzieller Chef beim Vorstellungsgespräch für einen Job in der Fußballbranche (33 Jahre, Social-Media-Beratung) 

"So wie die herumkommandiert, ist die sicher chronisch untervögelt."

–  mein Kollege über unsere Chefin (29 Jahre, Journalistin)"

Und das sind natürlich nur die erfassten Sprüche für die Studie. Was sich Frauen tagtäglich anhören müssen ist unter der Gürtellinie.

Vielen fällt es fast nicht mehr auf. Denn es ist Alltag geworden. Ich finde das erschreckend. Das Weghören, wegsehen, weggucken.

Ob aus Frust, Mutlosigkeit oder weil sich nichts ändert, wenn Frauen dagegen halten, ja sie dann sogar unter den KollegInnen als ‚Zicken‘ gelten? Ist doch alles nur Spaß. Spielverderberin. Nicht genug dass Sexismus als normal dargestellt wird, wer sich das verbittet, wird zudem oft auch noch gemobbt.

Schauen wir doch mal genauer hin.

https://pinkstinks.de/ach-das-bisschen-alltagssexismus/

Auszug:

„Gestern Abend war Stevie [Pinkstinks-Gründerin Stevie Schmiedel, Anm.der Blog Betreiberin] bei der WDR Sendung Ihre Meinung zum Thema Flirten oder Grabschen – wo fängt Sexismus an? eingeladen. Obwohl das tatsächliche Problem in der aktuellen Debatte längst identifiziert ist, „Das Problem ist nicht, dass nicht klar ist, wo die Grenze ist, sondern dass sie einfach überschritten wird." #MeToo#ihreMeinung — Pinkstinks.de (@pinkstinksde) Scheint es darüber noch Unklarheiten zu geben. Obwohl sich auch Männer inzwischen mit nachdenklichen, klugen Beiträgen zu Wort gemeldet haben, fragen sich viele andere, wo denn bitteschön das Problem sein soll und was sie denn machen sollen.

Gut, reden wir über das Problem. Und zwar nicht in seiner groteskesten, grausamsten Form, sondern in der ganz alltäglichen, beiläufigen. Nehmen wir ein Beispiel, wo Grabschen vermeintlich nur formuliert wird. Wenn überhaupt. Eine Leserin hat uns auf den Stand der Traktorfirma Zetor auf der gerade stattfindenen Landwirtschaftsmesse aufmerksam gemacht.

Der Einsatz von sexualisierten Hostessen ist auf Messen durchaus üblich und wir haben das auch schon thematisiert. Als Beispiel sticht es nicht übermäßig heraus – genau deshalb führen wir es hier an. Um uns nicht bei Extremen möglichst viel Zustimmung abzuholen, sondern in den „Häh, das ist doch kein Sexismus!“ Bereich zu gehen. Was uns interessiert ist wie damit umgegangen wird. Wie wird das kommentiert? Die wenig überraschende Antwort: Abfällig, belustigt, geifernd. Womöglich fragt auch mal jemand, wie bescheiden das Produkt sein muss, um mit einem solchen Blickfang besetzt zu werden.“

Und weiter aus dem o.g. Artikel:

„Aber ansonsten das Übliche: Übergriffige Anzüglichkeiten und eine große Selbstverständlichkeit darin, dass dieses Szenario für Männer aufgebaut wurde und sie ein Anspruch darauf haben. Das ist nicht neu und sicherlich nicht das drastischste Beispiel dieser Praxis. Vielmehr sticht die Normalität ins Auge, mit der hier Sexismus als Alltäglichkeit inszeniert und eingefordert wird.

Was Mann also tun kann? Wie wäre es damit, so etwas nicht abzufeiern, sich nicht von einer solchen Ansprache in der Gruppe Männer, die auf Brüste starren vereinnahmen zu lassen. Nicht immer wieder den Anspruch auf die Darbietung sexualisierter Frauen zu Verkaufszwecken ohne Produktbezug erheben oder unkommentiert stehen lassen. Nicht in sexistische Bemerkungen reinlachen, weil man meint, die konsternierten Blicke der anderen nicht auszuhalten.

Einfach mal fragen, was das Ganze soll. Das wäre immerhin ein Anfang.“

Bedauerlich dass in der Werbung Sexismus immer noch dazugehört. Dabei werden Frauen wie gehabt dazu genutzt, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Auch wenn das Produkt absolut gar nichts mit einer fast nackten Frau zu tun hat. Hier mal einige Negativ-Beispiele:

https://pinkstinks.de/negativ-beispiele/

Der Werberat - der sich u.a. aus der Werbenden Wirtschaft zusammensetzt - ist nicht gerade amused, dass Pinkstinks nun mobil macht u. dazu auffordert Sexismus in der Werbung komplett zu verbieten.

http://www.tagesspiegel.de/medien/sexismus-in-der-werbung-abschleppen-ist-genau-dein-ding/20629180.html

Auszug:

„Der Verein Pinkstinks kämpft öffentlich gegen geschlechterdiskriminierende Reklame. Der Werberat ist davon nicht begeistert.

Wer mit seiner Werbung Aufmerksamkeit erzeugen will, der zeigt eine halbnackte Frau in aufreizender Pose. Das ist auch 2017 – trotz Sexismus-Debatte – noch so. Eine aktuelle Studie der Hochschule der Medien Stuttgart belegt, dass fast jede dritte Frau in der Werbung sexualisiert dargestellt wird.

1996 war es allerdings noch mehr als jede zweite Frau. Damals dominierten sexualisierte Reklamen vor allem die Bereiche Automobil und Dienstleistungen. 20 Jahre später wirbt die Kosmetikbranche mit 68 Prozent am häufigsten mittels freizügiger Frauen oder verführerischer Gesten.

Deshalb fördert das Bundesfamilienministerium seit Oktober den Hamburger Verein Pinkstinks mit rund 400 000 Euro, damit dieser bis 2019 ein bundesweites Monitoring sexistischer Werbung durchführt. Mit Materialien soll der Verein Bildungseinrichtungen über das Thema informieren.

Auf der Online-Plattform „Werbemelder*in“ können Nutzer Werbeinhalte einsenden.

Die Aktivisten kategorisieren die Einsendungen in sexistische Werbung (die Frauen sexualisiert als Blickfang ohne Produktbezug benutzt oder als käuflich darstellt), nicht-sexistische (nicht diskriminierend), und stereotype Werbung, die Frauen limitierende Rollenbilder zuschreibt.

Rund 800 Einsendungen sind laut Pinkstinks seit Oktober eingetroffen, davon betreffen etwa 80 Prozent sexistische, je zehn Prozent nicht-sexistische und stereotype Werbung. Als Stereotyp gilt etwa das rosa Überraschungsei „für Mädchen“.

Und weiter aus o.g. Link:

„Pinkstinks-Gründerin Stevie Schmiedel erklärt: „Bei den Einsendungen handelt es sich vor allem um Handzettelwerbung und Plakate mittelständischer Unternehmen wie Pizzalieferdienste und Kfz-Werkstätten. Diese Werbung wird häufig inhouse gemacht, vom Chef zu Hause am Rechner. Das erspart die teure Agentur.“ Die Werbung eines Pannendienstes, die eine halbnackte Frau über eine Motorhaube gebeugt zeigte und mit der Überschrift „Abschleppen ist genau dein Ding?“ versehen war, wurde als sexistisch markiert.

Sensibilisierung für das Problem sei dringend notwendig: „In den Großstädten ist der Herrenwitz längst verpönt, während er in den Dörfern noch ein Schenkelklopfer ist.“ Da Unternehmen außerhalb von Werberats-Rügen nicht sanktioniert werden, findet Schmiedel dessen Arbeit „nicht ausreichend“ und setzt Firmen öffentlichem Druck aus, damit sie reagieren.“

Scheinbar versteht selbst die Bayerische Staatszeitung nicht, worum es bei einem Sexismus Verbot geht. Wenn sie befürchten, in diesem Interview mit Terre des Femmes, dass es dann keine Unterwäschewerbung mehr gibt… Da muss man sich echt nicht mehr wundern...

http://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/politik/detailansicht-politik/artikel/wir-brauchen-integrationskurse-der-verschaerften-art.html

Auszug:

Sexuelle Übergriffe und Gewalt: Fast täglich kommen derzeit neue Vorwürfe ans Licht. Was ist die Ursache der Enthüllungslawine, wie kann man übergriffiges Männerverhalten eindämmen, was kann der Gesetzgeber tun? Über diese und andere Fragen sprachen wir mit Inge Bell, Vizevorsitzende der deutschen Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes.

Wir fordern ein Verbot sexistischer Werbung. Weil wir der Meinung sind, dass solche Werbung viele Männer und Jugendliche in ihrer Vorstellung, Mädchen und Frauen seien Sexualobjekte, bestärkt.

BSZ: Also keine Unterwäschewerbung mehr?
Bell: Doch, natürlich kann man für Unterwäsche werben, mit einer Frau, die Dessous oder einem Mann, der Unterhosen trägt. Das ist in der Regel nicht sexistisch, weil es einen Zusammenhang gibt zwischen dem Produkt und dem jeweiligen Körper.

Aber wenn man mit einer halbnackten Frau wirbt, und es geht um Autoreifen oder Technikprodukte, dann fehlt dieser Zusammenhang. Um solche Werbung geht es. In Städten wie Paris, Genf oder London ist das bereits verboten. Warum nicht bei uns? Wobei die Kommunen, wenn sie wollten, bereits jetzt handeln könnten: Deutsche Städte können sexistische Plakate durchaus verbieten, solche Plakate entfernen lassen und von dem werbenden Unternehmen ein Bußgeld verlangen. Aber sie tun es nicht.“

Fragt man/frau sich natürlich, wieso die Städte nichts tun?

Habt ihr schon mal angefragt bei den zuständigen Kommunen, wieso sie solche Werbung tolerieren. Werbung, die Frauen objektifizieren u. sexistisch darstellen. So dass auch jedes Kind, was dort vorbei läuft, ganz genau erfährt, wozu Frauen da sind: Um als Sexualobjekte herzuhalten.

Die Folge davon sehen wir ja bereits an der nicht enden wollenden Gewalt gegen Frauen, der weiter zunehmenden Pornographisierung u. boomenden Prostitutions Industrie in unserer Gesellschaft.

Wer so ein abwertendens Frauenbild über alle Medien verbreitet, sollte m.E. wirklich belangt werden. Es ist doch nichts anderes als Frauenverachtung.

Wie die EMMAs unlängst hier schrieben:

https://www.emma.de/artikel/das-problem-das-jetzt-einen-namen-hat-334931

Wir leben in einer Gesellschaft, in der Gewalt gegen Frauen als normal gilt. So normal, dass sogar die Frauen sie häufig gar nicht wahrnehmen. In einer Kultur, in der Frauen als maximal verfügbar gelten, nicht zuletzt dank der Pornografie.“

Doch möchte ich nicht dort stehen bleiben.

Wie Stevie im o.g. Pinkstinks Artikel schreibt, es braucht Menschen mit Mut u. Mumm! „Einfach mal fragen, was das Ganze soll.“

Seid mutig! Fragt nach! Schreibt an Verantwortliche!

Guckt hin! Klärt auf! Ermutigt! Redet drüber! :-)

Zum Wochenende nun auch Ermutigendes. ;-)

Falls ihr es noch nicht mitbekommen habt,

Alice Schwarzer ist 75 geworden. Gratulation!!
https://www.emma.de/artikel/wir-emmas-gratulieren-herzlich-335107
https://www.domradio.de/themen/glaube/2017-12-03/alice-schwarzer-zieht-zum-75-geburtstag-eine-zwischenbilanz

Und noch was zum Gucken:

Wintervögel mit Gesang und Ruf

https://www.youtube.com/watch?v=Lc64CY4NFLg

Gemütliches Eichhörnchen

https://www.youtube.com/watch?v=YVUauK9nPlA

Habt eine schöne Adventszeit

und liebe Grüße
Violine

23.11.2017 um 15:37 Uhr

25.November 2017 - Internationaler Tag für Frauen

Hallo Ihr Lieben!

Übermorgen ist es wieder soweit.

Der "Internationale Tag für die Beseitigung von Gewalt an Frauen" findet weltweit statt. Zum Glück hat es viele positive Veränderungen gegeben, um diese Gewalt mehr u. mehr einzudämmen.

Einzudämmen. Abgeschafft ist sie leider, leider immer noch nicht. Auch wenn unsere ‚westliche‘ Welt noch so zivilisiert zu sein scheint. Gewalt gegen Frauen wird weiterhin geduldet, unterschätzt, verharmlost, übersehen…

Weswegen Frauen auch weiterhin darüber reden müssen.

Viele glauben, diese Gewalt betrifft sie nicht. Doch das ist ein Trugschluss. Sexualisierte Gewalt gegen Frauen beginnt schon mit Sexistischen Witzen, Anzüglichkeiten, Belästigungen. Und endet irgendwann in konkreter Gewalt. Es gibt stets eine Steigerung.

Gewalt gegen Frauen beginnt im Kopf.

Wer denkt, dass nichts dabei ist Frauen anders zu behandeln, weil sie Frauen sind, ist schon auf dem besten Weg dahin, auch Gewalt zuzulassen. Denn Frauen sind Menschen. Was ich denke, das bin ich. Wenn Frauen als sexualisierte Objekte dargestellt werden, trägt dieses desaströse Menschen, bzw. Frauenbild irgendwann auch negative Früchte. Wie wir ja sehen...

Frauenfeindliche Werbung ist strukturelle Gewalt“ schreibt Terre des Femmes zum Thema:

https://frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/frauenfeindliche-werbung

Auszug:

„Auf der Straße, beim Lesen, Fernsehen oder beim Surfen durchs Internet - Werbung begegnet uns täglich und ist allgegenwärtig. Über Reklame werden Botschaften transportiert, Lebensgefühle erzeugt und Idealbilder verbreitet. Werbung gibt gesellschaftliche Rollenbilder weiter und zeigt uns, wie Frauen und Männer angeblich zu sein haben. Bereits Kinder werden früh von diesen Bildern geprägt.

Besonders die Darstellung von spärlich bekleideten Frauen wird gerne genutzt, um auf ein Produkt aufmerksam zu machen, das meist in keinem inhaltlichen Zusammenhang mit dem Frauenkörper steht. Unter dem Motto "Sex sells" soll mithilfe von teilweise pornographischen Darstellungen Elektronik, Autos oder andere Produkte verkauft oder sogar Spenden für Hilfsorganisation generiert werden. Aber nicht nur die Reduzierung des weiblichen Körpers auf ein sexuelles Objekt ist diskriminierend…“

Anhand einiger Beispiele sexistischer Werbung möchte ich aufzeigen, wie sehr die Gedanken beeinflusst werden, Frauen als Objekte zu sehen u. nicht als Menschen. Das Frauenbild in der Gesellschaft ist das Problem.

https://pinkstinks.de/negativ-beispiele/
http://itzebitze.de/aktuelles.html
https://www.emma.de/thema/sexismus-es-reicht-jetzt-185284

Und so sieht es aus, wenn Männer Frauenrollen in der Werbung übernehmen würden. Daran seht ihr recht schnell, wo das Problem liegt:

http://meedia.de/2014/03/18/wenn-maenner-frauenrollen-in-der-werbung-spielen-wuerden/

Die Frau als Objekt.

Das führt unweigerlich zur nächsten Stufe, den Übergriffen. Denn was entmenschlicht wird, verliert, schleichend zu Beginn, aber dann die (Menschen-)Rechte. Die Auswüchse davon sehen wir in der Porno- u. Prostitutions Industrie.

Prostitution ist nicht anderes als - vom Staat - legitimierte sexuelle Gewalt gegen Frauen.

Worüber es gerade eine aktuelle Dokumentation gibt:

http://www.spiegel.de/kultur/tv/bordell-deutschland-ueber-prostitution-im-zdf-eine-gewaltige-doku-a-1177716.html

Auszug:

Jünger, vielfältiger und billiger. Das 2002 verabschiedete Prostitutionsgesetz wurde als Fortschritt gefeiert. Welche Verheerungen es in Wahrheit nach sich gezogen hat, zeigt eine monumentale Doku in der ZDFinfo-Mediathek.

Nach zwei Minuten ist klar, wohin die Reise geht. Nach fünf Minuten steht die Tendenz der Dokumentation endgültig fest. Nach 15 Minuten ist das Elend kaum mehr auszuhalten, sind Opfer, Profiteure und Urheber der Malaise benannt und bekannt. Aber da muss man nun durch. "Bordell Deutschland" ist die umfassendste Recherche, die bisher zum Thema Prostitution im deutschen Fernsehen zu sehen war.

Über ein Jahr hat Christian Paul Stracke recherchiert, von Berlin bis Temesvar, von Malmö bis Kleinblittersdorf, vom Straßenstrich zum Edelpuff, von der Therapiestelle bis ins Ministerium, bei "Sexarbeiterinnen", Zuhältern, Aktivisten. Auf 90 Minuten breitet er aus, mit welcher Heftigkeit das 2002 verabschiedete Prostitutionsgesetz nach hinten losgegangen ist.

Die Doku (noch) in der Mediathek:

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/bordell-deutschland-milliardengeschaeft-prostitution-102.html

Die strukturelle Gewalt gegen Frauen hat inzwischen solche Ausmaße angenommen, das sehen wir auch anhand des Sturmes der wegen Weinstein losbrach. Frauen sprechen endlich darüber, schweigen nicht mehr über sexualisierte Gewalt.

Doch ändert sich etwas?

Ein aufschlussreicher Artikel, den ich beim österreichischen DerStandard gefunden habe, zeigt wo das Problem liegt:

https://derstandard.at/2000066760214/MeToo-und-die-Begriffsstutzigkeit-der-Maenner

Auszug:

Keiner soll sagen, dass er es nicht geahnt oder gewusst hat. Niemand. Nicht die Männer im Umfeld von Harvey Weinstein wie Quentin Tarantino, die jahrzehntelang seine Protektion und sein Vertrauen genossen haben. Und auch wir nicht, die wir immer mal wieder geflissentlich über Belästigungen hinwegsehen, sexistische Bemerkungen abnicken und so tun, als wäre nichts gewesen.

Wir Männer, die wir uns für dufte, anständige Typen halten, weil wir Frauen nicht zu Opfern machen, während wir sie ein ums andere Mal ohne mit der Wimper zu zucken zu Kollateralschäden unserer Feigheit, Selbstgerechtigkeit und Ignoranz degradieren. Und dafür auch noch Dankbarkeit erwarten. Immerhin haben wir begriffen, dass Frauen ja auch Menschen sind, mit denen wir befreundet sein können und die wir nicht gegen ihren Willen anfassen würden. Aber die Taschen, in die wir uns lügen, sind so groß, wie unsere Aufmerksamkeitsspanne bei solchen Debatte kurz ist. Oder wer von uns hat persönliche Konsequenzen aus dem #Aufschrei gezogen und rekapituliert, in welchen Situationen er weggeschaut hat? Wir machen es uns zu einfach. Mit den Männern um Harvey Weinstein und mit uns selbst.“

Und weiter aus o.g.Artikel:

"Wir wollen es uns nicht vorstellen. Wir stehen mitten auf einem Schlachtfeld missbrauchter Frauenkörper, von überall her branden laute Stimmen gegen unsere Ohren. 

Und was tun wir Männer? Wir sorgen uns, weil angeblich neue rote Linien in dem alltäglichen Miteinander von Männern und Frauen gezogen werden. Womöglich darf Mann dann überhaupt nichts mehr sagen – und flirten schon gar nicht. Wo bleibt denn da der Spaß?

Jeder von uns kennt mindestens eine Frau, die Opfer von Belästigung oder Missbrauch geworden ist. Und doch macht dieser Umstand viel zu wenig mit uns. Nein, nicht alle Männer sind Täter. Aber es sind viel zu viele. Und nein, nicht alle Männer sind Mitwisser. Aber doch die meisten. Wir müssen endlich erkennen, dass wir durch unser Nichtstun Missbrauch und Belästigung zu unvermeidlichen Nebenwirkungen des Zusammenlebens von Männern und Frauen erklären. Und dass unser Schweigen den Eindruck erweckt, diese Nebenwirkungen seien nicht einmal unerwünscht. Wir sind dran!“

Dank der #MeToo Welle melden sich immer mehr Frauen, die sexuelle Gewalt erlitten haben. Da kanns einem schwindelig werden. Denn jeden Tag kommen neue Anzeigen hinzu. Ein Fass ohne Boden. Nur einige wenige - bekannt gewordene - Beispiele der letzten drei Monate:

https://derstandard.at/2000067868041/Uebergriffe-auch-fuer-Kuenstlerinnen-in-Schweden-an-der-Tagesordnung
http://www.huffingtonpost.de/2017/11/13/koeln-sex-uebergriffe-fes_n_18540312.html
https://www.merkur.de/bayern/haftbefehle-erlassen-sexuelle-uebergriffe-auf-volksfest-8673705.html
https://www.welt.de/politik/deutschland/article170723834/Eine-Reihe-von-Beschwerden-ueber-sexuelle-Belaestigung.html

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-10/sexuelle-belaestigung-frauen-umfrage

Auszug:

Fast jede zweite Frau betroffen. Ein großer Teil der Frauen in Deutschland ist laut einer Umfrage sexuell belästigt oder bedrängt worden. Mehr als jeder sechste Mann räumt Fehlverhalten ein.

Bereits Mitte des Monats hatte eine YouGov-eigene Umfrage mit fast 2.400 Teilnehmern ähnliche Zahlen zu Betroffenen ergeben. Die häufigste Art der Belästigung sind laut dieser Umfrage Berührungen (rund 28 Prozent), gefolgt von anzüglichen Sprüchen (24 Prozent).“

Seit so vielen Jahren kämpfen Frauen gegen Gewalt. Aber die Verursacher haben sich bisher kaum oder gar keinen Kopf darüber gemacht.

Deswegen schätze ich auch jeden einzelnen Mann, der sein eigenes Verhalten u. das anderer Männer überprüft u. sich fragt, was da schief läuft!! :-)

Wir Frauen gehen immer, ständig, Jahrzehnt um Jahrzehnt auf die Straße. Wehren uns. Haben uns Rechte erstritten, die für Männer selbstverständlich sind, wie z.B. Nein heißt Nein.

Ich wünsche mir viel mehr Männer, die ihre Mütter, Töchter, Schwestern, Freundinnen darin unterstützen. Denn welcher Mann will denn unter Generalverdacht stehen, nur weil es so viele Idioten gibt, die die Grenzen von Frauen mit Füßen treten.

Zeigt Flagge! Ächtet alle Formen der Gewalt gegen Frauen!

Denn wenn ein positives Menschen/Frauenbild an unsere Kinder weiter gegeben wird, könnte es doch noch geschehen dass sich viel mehr verändert u. Frauen genauso frei leben könnten wie Männer. ;-) Das ist unter dieser objektivierenden Haltung in unserer Gesellschaft kaum möglich.

Auf der Seite von UN-Women erfahren wir u.a.:

https://www.unwomen.de/un-women-nationales-komitee-deutschland-ev.html
http://www.unwomen.de/schwerpunkte/beendigung-der-gewalt-gegen-frauen/internationaler-tag-zur-beendigung-der-gewalt-gegen-frauen-2017.html

Auszug:

#Jeden dritten Tag wird eine Frau von ihrem Partner getötet. In Deutschland.

Letztes Jahr wurde eine grauenhafte Beziehungstat aus Hameln bekannt, bei der ein Mann die Mutter ihres Kindes an einem Seil hinter seinem Auto herzog, bis sie mit schwersten Verletzungen auf dem Bürgersteig liegen blieb. Das Bundeskriminalamt (BKA) veröffentlichte 2016 erschreckende Zahlen zur Gewalt gegen Frauen. Fast jeden Tag wird eine Frau Opfer von Gewalt. Jeden dritten Tag wird eine Frau durch ihren Partner getötet. In Deutschland! 

Wir fordern die neue Bundesregierung auf, das Gesamtkonzept zur Prävention von und zum Schutz vor Gewalt gegen Frauen zu verschärfen und die Hilfen für Opfer zu verbessern. Dazu hat sich Deutschland mit der Ratifizierung der „Istanbul-Konvention“ verpflichtet"

Sind Sie von Gewalt betroffen?

 

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Es ist rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr kostenlos unter der Telefonnummer 08000 116 016 und online unter www.hilfetelefon.de erreichbar.

Auch Personen aus ihrem sozialen Umfeld und Fachkräfte finden zu allen Formen von Gewalt Unterstützung – anonym und vertraulich, in 17 Fremdsprachen, in Deutscher Gebärdensprache und in Leichter Sprache.“

Abschließend möchte ich die wunderbaren Worte von Alice Schwarzer, aus dem Jahr 2000 hier auszugsweise rein setzen. Sie hat einen Traum…

https://www.aliceschwarzer.de/artikel/ich-habe-einen-traum-266229

Auszug:

Ich habe einen Traum. Ich bin eine Frau. Es ist eine laue Sommernacht. Ich schlendere durch die Straßen. Bleibe stehen. Schaue in eine Auslage. Beachte kaum, dass sich jemand neben mich stellt. Gehe weiter. Biege in einen Park ein. Setze mich auf eine Bank. Schaue in die Sterne. Erschrecke nicht, als sich jemand mit raschen Schritten nähert… Zu Misstrauen habe ich keinen Grund. Der Mann neben mir ist nicht mein Feind. Vielleicht wird er sogar ein Freund. Ich bin eine Frau. Ich kann überall hingehen. Ohne Angst. Die Welt steht mir offen.

Ich habe einen Traum. Ich bin ein kleines Mädchen. Nachts stört niemand meinen Schlaf. Keiner schiebt sich in mein Bett. Ich nässe nicht in meine Laken und kaue nicht meine Nägel. Wenn ich etwas sage, hören mir die anderen zu. Wenn meine Mutter die Hand hebt, zucke ich nicht zusammen. Wenn mich mein Vater auf seinen Schoß zieht, stockt nicht mein Herz. Wenn mir Gefahr droht, eilen die anderen mir zur Hilfe. Wenn ich teile oder tröste, werde ich dafür gelobt. Wenn ich stolz bin, werde ich darin bestärkt. Wenn ich verwegen bin, werde ich zu mehr ermutigt. Ich bin ein kleines Mädchen. Ich freue mich auf morgen...

Ich habe einen Traum. Ich lebe in einem fremden Land. Ich muss nicht hungern. Ich muss mich nicht prostituieren. Ich bin nicht wie Vieh verkauft, nicht wie eine Sklavin verstoßen, nicht wie ein Hund lebendig verscharrt worden. Ich bin auch nicht der Besitz eines Mannes, der mich im Namen Allahs bis zur Unsichtbarkeit unter den Schleier zwingt. Mir sind nicht die Genitalien mit deinem Rasiermesser verstümmelt, mir ist nicht die Vagina zugenäht worden. Ich spüre nicht Schmerz, sondern Lust. Ich habe mich auch nicht mit Versprechungen oder Drohungen in ein reiches Land verschleppen lassen, Endstation Bordell. Ich bin eine Frau. Und im vollen Besitz meiner Menschenrechte…“

Träumen ist etwas Wunderbares! :-)

Behaltet das Ziel im Auge! Habt Visionen! Traut euch!

Zum Wochenende nun wieder luftigere Kost. :-)

Ganzjährig Vogelfutter für Wildvögel (Prof. Dr. Berthold)

https://www.youtube.com/watch?v=AeW_rracJF0

Eichhörnchen am Futterhaus

https://www.youtube.com/watch?v=3fZ8O0XZ3N0

3 Eichhörnchen zu 4 verschiedenen Jahreszeiten

https://www.youtube.com/watch?v=XxynpK_FFic

Gönnt euch mal ne Pause...

und liebe Grüße
Violine


Nachgetragen:

https://pinkstinks.de/blog/eine-ende-von-gewalt-gegen-frauen-beginnt-im-kleinen/

Auszug:

„Der Name dieses Tages ist in einer bestimmten Hinsicht unvollständig, da die Gewalt und ihr Ursprung nicht genannt werden. In vielerlei Hinsicht wäre es folgerichtig den 25. November den „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen DURCH MÄNNER“ zu benennen. Denn in 99 Prozent aller Fälle von sexueller Gewalt sind die Täter Männer.

Und damit geht gerade uns Männer dieser Tag explizit an. Verantwortlich für die Gewalt an Frauen sind nämlich nicht nur die Männer, die Taten verüben, sondern auch die vielen anderen: Männer, die nicht eingreifen. Männer, die zuschauen. Männer, die durch sexistische Witze eine sexistische Kultur am Leben erhalten. Männer, die von Vorfällen wissen, aber nichts unternehmen. Gewalt an Frauen beginnt als Gewalt und Erniedrigung in den Köpfen – meistens also in den Köpfen von Männern. Was ist zu tun?...“


Nachgeschoben:

Um mehr Ruhe u. Zeit beim Recherchieren zu haben werde ich (vorerst) statt jede Woche alle zwei Wochen hier in meinem Blog schreiben. Wie heißt es so schön: Weniger ist mehr. ;-)