Frauen Bewegen Frauen

15.12.2016 um 08:56 Uhr

Es gibt sie noch - 40 Jahre EMMA :-)

Hallo Ihr Lieben!

Wer hätte denn das für möglich gehalten.

Dass es sie immer noch gibt. Das freute auch Götz George als er ihr zum 30igsten gratulierte. Ja, tatsächlich. Die unabhängige EMMA lebt. Und wie sie lebt.

Herzlichen Glückwunsch zum 40. liebe EMMAs!

Hier einige Eindrücke zum Jubiläum:

http://www.aliceschwarzer.de/artikel/editorial-alice-schwarzer-gehen-wir-es-mal-wieder-an-333863

Auszug:

„40 Jahre EMMA: Die 330. Ausgabe! Auch Alice Schwarzer, die 1977 EMMA gegründet hat, kann es kaum fassen! Sie erzählt, wie es anfing - und warum es im Jahr 2017 weitergehen muss. In der Jubiläumsausgabe geht es um feministische Wahrheiten und aktuelle Entwicklungen. Und warum scheinbar Erreichtes neu verteidigt werden muss.

Für uns EMMAs ist das EMMA-Machen ein permanentes Abenteuer. Heft für Heft 116 Seiten – und die totale Freiheit, zu denken und zu schreiben, was die Redaktion relevant findet. Kein Konzern, kein Kalkül, keine Anzeigengeber, die reinreden. Einzig und allein die Lust am Zeitschriftenmachen, der Spaß an der Kommunikation mit den LeserInnen und der Gesellschaft sowie die Hoffnung auf Aufklärung und eine auch für Frauen gerechtere Welt.“

Gerne möchte ich noch einen Artikel vorstellen, den die Chefin eines Wirtschaftsmagazins unlängst über Alice Schwarzer schrieb. Passend zum Jubiläum, finde ich. Denn viele Menschen kennen Alice u. die EMMAs nur vom Hörensagen u. bilden sich, ohne jegliche Kenntnisse, eine Meinung. Lesenswert:

https://www.brandeins.de/archiv/2016/vorbilder/alice-schwarzer-vorbild/

Auszug:

„Sie ist eine Ikone jener Frauenbewegung, die mir die meiste Zeit zu dogmatisch war. Und doch ist Alice Schwarzer die Erste, die mir bei der Frage nach Vorbildern einfällt.

Es gibt Menschen, von denen man ein genaues Bild hat – bis man ihnen gegenübersteht. Dann kann es in die eine oder andere Richtung überschrieben werden, jedenfalls ist der Mensch anders, als man dachte. So ging es mir mit Alice Schwarzer.

Damals, als 1977 das erste EMMA Heft heraus kam hagelte es Spott u. Häme von allen Seiten, ganz besonders von Männerseite. Hier finden sich einige dieser peinlichen Reaktionen von KollegInnen. Mit Journalismus hat das nichts mehr zu tun:

http://www.emma.de/artikel/die-lieben-kolleginnen-11977-264581

Auszug:

„Am 26. Januar 1977 erschien die erste EMMA. Die Wellen schlugen hoch. Die "Süddeutsche Zeitung" meldete die Sichtung von EMMAs krankhaftem Feindbild: "Eine Art King-Kong mit einem Penis wie das Empire State Building". Die ZDF-Drehscheibe zählte die Kommata-Fehler, der "Spiegel" die "Konterfeis von Alice Schwarzer". Hier eine pikante Auswahl der Reaktionen.“

Aus dem o.g. Artikel möchte ich ein Zitat von Profil/Österreich heraus picken, weil es zusammen fasst wie die Person Alice Schwarzer - nicht ihre Texte - in deutschen Medien zerrissen wurde. So wie es heute leider immer noch ist: Denunzieren statt Argumentieren.

Fortsetzung aus o.g. Artikel:

„Jetzt hat sie’s also geschafft, die „Nachteule mit dem Sex einer Straßenlaterne“ (Münchner Abendzeitung), die „Hexe mit dem stechenden Blick“ (Bild-Zeitung), die „frustrierte Tucke“ (Süddeutsche Zeitung). Alice Schwarzer, 34, Deutschlands meistbeschimpfte Frau, hat, umspült vom Hohn der Männermedien von Spiegel bis Stern, eine „Zeitschrift für Frauen von Frauen“ herausgebracht – EMMA. EMMA ist das einzige Feministinnenblatt mit Humor und Selbstironie. Profil/Österreich, Sigrid Löffler

Über die Jahre hat EMMA Geschichte geschrieben, Dinge beim Namen genannt, wo andere Medien keinen Mumm hatten darüber zu berichten. EMMA hatte stets den Mut heiße Themen direkt anzugehen. Deshalb gibt es sie auch noch u. wird gerne gelesen.
http://www.emma.de/artikel/mehr-als-nur-eine-zeitschrift-264604

Auszug:

„EMMA hat nicht nur immer wieder Tabus gebrochen, sie hat auch Politik gemacht. Indem sie nicht nur informiert und argumentiert, sondern, wenn nötig, auch handelt (siehe KAMPAGNEN).

Das Leben vieler Frauen (und Männer) sähe heute anders aus ohne EMMA (Chronik der Erfolge). EMMA ist von Anfang an geliebt und gehasst worden, weil sie oft unbequeme Wahrheiten sagt. Das kann EMMA sich erlauben. Denn EMMA ist politisch wie ökonomisch unabhängig (auch von der Werbung: 90 Prozent der Einnahmen von EMMA kommen aus dem Verkauf des Heftes, hier vor allem vom Abo).

In ihrer Grundposition – einer uneingeschränkten Chancengleichheit für Frauen und Männer – hat EMMA sich nie beirren lassen, auch nicht vom jeweiligen Zeitgeist.“

Und wer sie, die EMMA noch nie gelesen hat, sollte es wenigstens einmal im Leben tun u. sich die aktuellste Ausgabe (über 40 Jahre EMMA ) besorgen. Ist dringend angeraten von mir. ;-)

Ab heute an jedem Kiosk erhältlich oder hier bestellen:

http://www.emma.de/thema/shop-311549

Denn ohne Kenntnis dessen, was EMMA schreibt ist auch kein Gespräch möglich über sie. Hörensagen ist keine Basis für eine ehrliche Diskussion, da stimmt ihr mir sicher zu.:-)

Zum Wochenende gibt’s mal was zum Einstimmen auf die „Stille Zeit“. Denn für die meisten Menschen besteht die Vorweihnachtszeit leider nur aus purem Stress. Da hätte ich was zum Beruhigen. ;-)

Meditation u. Schlafhilfe

Coral Reef Aquarium & the best realx music (2 Std.)
https://www.youtube.com/watch?v=4RUGmBxe65U

Und wer einen Garten hat, die Vögel wollen ja auch versorgt sein.:-)

Kleine schöne Fütteranleitung (englisch)
How to attract Birds to your Garden
https://www.youtube.com/watch?v=jH0425VzERs

Viel Ruhe wünsche ich euch

und liebe Grüße
Violine

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenFeuervogel schreibt am 19.12.2016 um 11:29 Uhr:40 Jahre EMMA -
    da möchte der Feuervogel auch gratulieren!

    Danke für den reich gedeckten Tisch, liebe Violine und für Deine unermüdlichen Recherchen zum Wohle der Menschheit. Die Entspannungsmusik verbinde ich jetzt mit einem Zitat vom Dalai Lama: "Musik bringt uns mit besonders tiefen Zuständen unseres Geistes in Verbindung."

    Alles Liebe
    und herzliche Grüße an alle Leser/innen

Diesen Eintrag kommentieren

Bitte beachte: Gästebucheinträge in diesem Weblog werden erst nach Freigabe durch den Autor angezeigt.