Frauen Bewegen Frauen

26.07.2013 um 06:43 Uhr

Wo ist die Solidarität der Frauen? - Wiederbelebung der Frauenbewegung

Hallo Ihr Lieben!

Das hätte ich sein können.
Damit titelt Alice Schwarzer ihren aktuellen Blog Text
zu den Worten Barack Obamas anlässlich der Ermordung
eines schwarzen Jugendlichen durch einen weißen Erwachsenen.
http://www.aliceschwarzer.de/publikationen/blog/?tx_t3blog_pi1[blogList][showUidPerma]=140&cHash=5c16a9e255

Mir geht der Satz auch nicht mehr aus dem Kopf.

Hat je eine deutsche Politikerin solche Worte verwendet?
Um sich mit Opfern sexueller Gewalt zu solidarisieren?
Ich wüsste nicht.

Wenn Vergewaltiger freigesprochen werden gibt es keinen
Aufschrei, keine Solidarität der Frauen untereinander.

Oder sehr selten, wie in Frankreich.

Jeden Tag werden unzählige Frauen als Zwangsprostituierte
in deutschen Bordellen zum Kauf angeboten für Männer.
Der Frauenhandel blüht und kaum eine stört das.

Wo sind sie die starken Frauen die auf die Straße
gehen und die Legalisierung des Frauenhandels anprangern?

Doch es gab die Tage ein Joggen gegen Menschenhandel
initiiert durch die belgische Organisation „Oasis“.
Dabei waren auch noch andere:
http://www.gemeinsam-gegen-menschenhandel.de/veranstaltungen/

Wo ist sie die Frauensolidarität?
In den Blogs und auf Internetseiten kann frau
einige finden, die mobil machen gegen Unrecht
an Frauen.
http://ifgbsg.org/uber-uns/
http://frauengegensexuellegewalt.wordpress.com/
http://frauenrechte.de/online/index.php

Doch die Bereitschaft für die Sache der Frauen auf die Straße
zu gehen oder den Abgeordneten im Bundestag das Leben
schwer zu machen mit Protestnoten ist äußerst gering.

Ich erwarte von Frauen dass sie sich solidarisieren wenn
es um sexualisierte Gewalt geht gegen das eigene Geschlecht!


Denn, das ist mal sicher:
Jede Frau egal wo sie lebt u. welche Hautfarbe sie hat,
ob arm oder reich kann zu allen Zeiten von Männern
sexuelle Belästigung bis hin zur Vergewaltigung erleiden.
Auf Grund ihres Geschlechts!

Nur weil wir Frauen sind besteht immer die Gefahr
Sexismus, sexuelle Übergriffe oder im schlimmsten
Fall sexuelle Gewalt zu erleiden durch Männer.

Was die Solidarität angeht möchte ich an die Anfänge
der deutschen Frauenbewegung in den 70igern erinnern:
http://www.frauenmediaturm.de/themen-portraets/chronik-der-neuen-frauenbewegung/1976/

Auszug:
„In Frankfurt organisieren Feministinnen eine 'Nachtdemonstration Gewalt gegen Lesben’. Anlass für die Aktion ist der Prozess gegen zwei homosexuelle Frauen wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Das Paar hatte sich gegen die Zudringlichkeiten eines Mannes gewehrt. In ihrem Flugblatt fordern die Initiatorinnen der Demonstration den Freispruch der Frauen: „Kriminell sind alle Männer, die Frauen auf irgendeine Weise bedrohen. Wir erkennen keine Männerjustiz an, deren Recht Unrecht gegen Frauen ist.“

Genau das ist es was ich mir wünsche, nein erwarte von Feministinnen:
Solidarität, wenn Prozesse sexistisch geführt werden
oder Betroffene/Opfer von sexueller Gewalt denunziert werden
und ihnen eine „Mitschuld“ an einer Vergewaltigung gegeben wird.


Ein weiteres Beispiel wie solidarisch und aktiv die damaligen
Frauen waren und gemeinsame Ziele verfolgten:
http://www.frauenmediaturm.de/themen-portraets/chronik-der-neuen-frauenbewegung/1978/

Auszug:
Die Rote Zora überfällt sechs Kölner Dr. Müller’s Sexshops und raubt Porno-Artikel im Wert von 100.000 Mark. In einem
anonymen Flugblatt erklärt die militante Gruppe, die sich den Zielen der autonomen Frauenbewegung verpflichtet fühlt:
„Diese Läden stinken uns schon lange. Die Frau wird auf ihren Körper reduziert – zur Sexmaschine degradiert, die nach
Belieben der Käufer zu handhaben ist. Mit List und Tücke hauen wir die Pornoshops in Stücke!


Es müssen ja keine militanten Aktionen sein. ;-)
Aber radikal schon, sonst wird sich sowieso nichts verändern.
Dafür ein weiteres Beispiel, wie das aussehen könnte:
http://www.frauenmediaturm.de/themen-portraets/chronik-der-neuen-frauenbewegung/1978/

Auszug:
„Das Bonner Frauenforum kippt vor das Bonner Korrespondentenbüro des Spiegel rund 2.000 Spiegel-Ausgaben und überschüttet sie mit grüner und gelber Götterspeise.Die Protestaktion richtet sich gegen die frauenfeindliche Berichterstattung und Titelgestaltung des Magazins, insbesondere aber gegen den „glitschigen schleimigen  Kommentar" des Herausgebers Rudolf Augstein zur Stern-Klage.“

Wieso gab es damals Solidarität unter den Frauen?
Wo ist die heute ab geblieben?


Wird Zeit, dass wir uns an den Vorkämpferinnen orientieren
und uns diese Frauen als Vorbilder nehmen!!

Stärkt das Miteinander und kämpft für Eure Mit-Frauen!

Zum Wochenende empfehle ich eine lustige Hut-Party. :-)
Die Sonne brennt und da bedarf es einer raffinierten
Kopfbedeckung um keinen Schaden zu nehmen.

Wieso nicht mal die Hüte aus den Schränken holen
und eine kunterbunte Party der Hüte veranstalten. ;-)

Ich wünsche Euch ein friedliches Wochenende
und vergesst das Trinken nicht bei der nächsten Hitzewelle! ;-)

Liebe Grüße
Violine

22.07.2012 um 15:01 Uhr

Für mehr Frauensolidarität und Gerechtigkeit für alle Menschen

In einer Zeit der Prostitution, der Pornografie,

des Menschenhandels und der allgemeinen

sozialen Ungerechtigkeit, vor allem auch

gegenüber den Frauen, ist es an der Zeit

die Frauenbewegung neu zu beleben.

 

Wie steht es z.B. um die Gerechtigkeit

gegenüber den Opfern von sexueller Gewalt? 

Wo bleibt der Aufschrei der Frauen

gegen die nicht nur juristischen, sondern auch

gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten 

gegenüber zahllosen Opfern?

 

Dank des neuen Prostitutionsgesetzes blüht

der Frauenhandel in Deutschland u. hat sich
sogar vervielfacht!! Kinder in der Schule lernen,

auch durch das neue Prostitutionsgesetz und

die allzeit verfügbare Pornografie auf Handy und

PC, dass Frauen allzeit benutzt werden können!
Prostitution gilt Dank des Versagens der Politik

nun nicht alleine als ein "Job wie jeder andere",

sondern wird auch als sexy, offen, ja als

"Funberuf" propagiert!

Die Realität aber entspricht dem Gegenteil!

 

Alle Männer, Generation für Generation,

bekommen ein völlig verschrobenes Frauenbild

serviert. Durch diese frauenverachtende Darstellungen

wird die Gewalt an Frauen, die es in der Pornoindustrie

u. in der Prostitution immer gibt und immer geben wird,

verharmlost und verdrängt.

Wenn unsere Regierung dieses Frauenbild nicht
umgehend revidiert u. dafür sorgt, dass diese
Menschenrechtsverletzungen u. Entwürdigungen
verschwinden, hört die Gewalt gegen Frauen niemals auf!

Wer sieht heute noch die häusliche Gewalt, die mindestens

in jedem vierten(!) Haushalt besteht?
Wer sieht noch die Not der Frauenhäuser, die ihr Bestes

geben und doch an Zahl immer weiter schrumpfen,

weil ihnen die nötigen Mittel fehlen?
Was meint Ihr? 

 

Es ist an der Zeit, dass wir Frauen wieder auf die

Straße gehen gegen diese Frauenverachtung, den

ständigen Sexismus, gegen die Prostitution und die

Pornografie und die damit verbundene Verharmlosung

von Gewalt an Frauen!

Es ist an der Zeit, dass wir uns stark machen!
Auch für die Frauen, die in Deutschland rechtlos sind!
Für die Zwangsprostituierten, die nach Deutschland
verschleppt werden, weil unsere Regierung Prostitution
zu einem "normalen Beruf" erklärt hat!

Es wird Zeit, dass wir uns gemeinsam stark machen!
Was meint Ihr..?
 
Liebe Grüße
Violine