Frauen Bewegen Frauen

27.10.2017 um 18:21 Uhr

Die #Me too Kampagne

Hallo Ihr Lieben!

Sturm im Wasserglas – oder mehr?

Das fragen sich einige bei der o.g. Kampagne.
Worum es geht?

Begonnen hat alles mit der Schweinerei von US-Produzent Weinstein. Ein sehr mächtiger Mann in Hollywood, der Frauen zu sexuellen Handlungen zwang oder sie würden nie Fuß fassen in der Branche, dafür sorge er. Alle wussten davon, nur keiner sprach drüber. Nun ist es raus.

http://www.aliceschwarzer.de/artikel/weinsteinalle-wussten-bescheid-334893

Im Internet forderte eine kanadische Journalistin, die den Skandal öffentlich machte, dazu auf sich zu melden, wann andere Frauen „ihren Weinstein getroffen haben“. Was eine riesen Welle in Bewegung setzte. Weltweit. Womit wohl keiner rechnete.

Inzwischen ist es in allen Medien. Und es hört nicht mehr auf. Mehr u. mehr Frauen melden sich u. erzählen von Übergriffen. Sexuelle Belästigungen am Arbeitsplatz, auf der Straße, überall.

http://www.emma.de/artikel/das-problem-das-jetzt-einen-namen-hat-334931

http://www.emma.de/artikel/verpfeif-dein-schwein-334913

Auszug:

„Die Affäre Weinstein hat die Mauer des Schweigens niedergerissen. Im Netz veröffentlichen tausende Frauen ihre eigenen Erfahrungen. Von Frankreich bis Kanada. Auch in Deutschland twittern Frauen unter "Me too" über sexualisierte Gewalt.

Anne T. Donahue ist die Erste. Als die New York Times am 5. Oktober ihre Artikel-Serie über die Affäre Weinstein eröffnet, loggt sich die kanadische Journalistin auf Twitter ein. „Wann hast du DEINEN Harvey Weinstein getroffen? Ich fange an: Ich war eine 17-jährige Schülerin an einer Gemeinschaftsschule und er hat darauf bestanden, meine Schultern zu massieren, während ich tippte“, schreibt sie und klickt auf senden.

Zehn Tage später hat der Tweet der Kanadierin fast 14.000 Likes, er ist 5.500 Mal geteilt worden – und rund 5.000 Frauen haben unter #MyHarveyWeinstein geantwortet. „Der übergriffige Fahrlehrer, der den Mädchen sagte, dass sie ihren Führerschein nicht bekommen, solange sie ihn nicht küssen“, schreibt eine. „Der Kollege, der mich in die Toilette gedrängt hat und mich dazu zwingen wollte, seinen Schwanz zu berühren. Seinen Job hat er immer noch“, eine andere.

Anne T. Donahue hat in ein Wespennest gestochen. Denn natürlich ist - wie Emma Thompson es in diesen Tagen formulierte - Weinstein „nur die Spitze eines ganz bestimmten Eisbergs“, den jede Frau kennt, nicht nur in der Filmbranche. Und so ist es auch nicht überraschend, dass inzwischen nicht mehr nur in Kanada, sondern auch in den USA und in Frankreich ganz ähnliche Aktionen im Netz laufen.

#Balancetonporc, Verpfeif dein Schwein, fordern die Französinnen auf. Angefangen hat die Journalistin Sandra Muller. Die hatte am Freitag auf Twitter geschrieben: „Erzähl auch du von deinen Erfahrungen mit sexueller Gewalt, die du in deinem Job erlebt hast. Und nenne Namen.“

Und die US-Amerikanerinnen schreiben: „Me too!“ Auch ich bin betroffen! Dazu hatte am Sonntag die Schauspielerin Alyssa Milano („Charmed – Zauberhafte Hexen“) auf Twitter aufgerufen: „Falls du auch sexuelle Gewalt erfahren hast, antworte mit ‚Me too’ auf diesen Tweet“. Ein Freund habe ihr das vorgeschlagen, schreibt Milano, „um den Menschen ein Gefühl für das immense Ausmaß des Problems zu vermitteln“. Es antworteten über 30.000 - innerhalb weniger Stunden.“

Die EMMAs berichteten bereits über Täter in Hollywood:

http://www.emma.de/artikel/der-dreckige-traum-von-hollywood-317251

Bei uns meldeten sich daraufhin auch einige Politikerinnen zu Wort:

https://www.gmx.net/magazine/politik/andres-nahles-spd-erfahrungen-sexismus-politik-32591614#.homepage.single.Nahles%20erlebt%20st%C3%A4ndig%20Sexismus.0

Auszug:

Seit bekannt wurde, dass US-Produzent Harvey Weinstein etliche Frauen sexuell belästigt und missbraucht haben soll, spricht die ganze Welt über Sexismus. Nicht nur in Hollywood, auch in der deutschen Politik sei Sexismus an der Tagesordnung, sagt nun Andrea Nahles, die mächtigste Frau der SPD.

Die neue SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles hat in ihrer politischen Karriere immer wieder Erfahrungen mit Sexismus gemacht. "Eine typische Sexismus-Erfahrung ist, dass Frauen nicht ernst genommen werden. Ich habe in meinem Leben unglaublich oft gehört: Die kann das nicht. Oder: Sie ist noch nicht so weit", sagte Nahles der "Bild am Sonntag" laut einer Vorabmeldung.

Bei Frauen werde sogar noch die Qualifikation angezweifelt, wenn sie bereits sehr erfolgreich im Leben stünden. "Ich kenne nichts Vergleichbares bei Männern", sagte Nahles. Bei Frauen stehe auch viel zu oft das Aussehen im Vordergrund.“

Doch das ist noch nicht alles. Aus dem EU-Parlament hören wir nun von weiteren sexuellen Übergriffen, wobei wohl deutsche Parlamentsmitarbeiter treibend waren.

https://www.gmx.net/magazine/unterhaltung/kino/weinstein-skandal/berichte-schwere-sexuelle-belaestigungen-eu-parlament-32593906#.homepage.hero.Sexuelle%20Bel%C3%A4stigung%20im%20EU-Parlament%3F.2

Auszug:

„Im Zuge des Weinstein-Skandals beginnen nun auch Mitarbeiterinnen des Europaparlaments über das Thema sexueller Missbrauch zu reden. Ihre Berichte sind alarmierend. Auch deutsche Abgeordnete sollen Frauen belästigt haben.

Die britische Zeitung "The Sunday Times" und andere Medien hatte zuvor schwere Vorwürfe von Parlamentsmitarbeiterinnen öffentlich gemacht. So sollen männliche Abgeordnete Frauen auf verschiedenste Arten sexuell bedrängt oder begrapscht haben. In einem Fall habe ein Parlamentarier vor einer jungen Assistentin masturbiert, schreibt die "Sunday Times". Der Zeitung zufolge sind unter den Beschuldigten mindestens zwei deutsche Abgeordnete. Einer von ihnen wird sogar als "führend" bezeichnet.

Die Identitäten der anderen Beschuldigten enthüllte das Blatt nicht - nach eigenen Angaben auf Wunsch der Parlamentsmitarbeiterinnen. Die Frauen hätten Angst um ihre Karrieren und fürchteten eine mögliche juristische Auseinandersetzung, schrieb die "The Sunday Times".

Wie gut, dass in Deutschland seit letztem Jahr gilt: Nein heißt Nein! Sprich, sexuelle Belästigung ist strafbar geworden. Kaum zu glauben, dass es das bisher nicht war. Ist aber leider so. Von daher ist dieses Gesetz für Frauen auch so wichtig, nach Jahrzehnte langem Kampf.

http://www.emma.de/artikel/eine-revolution-fuer-die-frauen-332995

Auszug:

Nein heißt jetzt endlich Nein! Es ist ein historischer Moment. Dank des Schulterschlusses der Politikerinnen von Union und SPD. Und auch "Grabschen" und Gruppengewalt sind von nun an strafbar. Nur die Grünen und Die Linke stimmten gegen Letzteres.

Über drei Jahrzehnte hat es gedauert. „Wer gegen den erkennbaren Willen einer anderen Person sexuelle Handlungen an dieser Person vornimmt oder von ihr vornehmen lässt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.“ Als die stellvertretende Bundestagspräsidentin Claudia Roth dieses überwältigende Ergebnis verkündete, erhoben sich die Abgeordneten von den Plätzen und spendeten Standing Ovations. Was Feministinnen, allen voran EMMA, seit Anfang der Achtziger Jahre fordern, wird nun auch in Deutschland endlich Gesetz: Nein heißt Nein! Eine weitere Revolution: Auch die sogenannte Sexuelle Belästigung ist künftig ein Straftatbestand!

Jetzt heißt es zu den verharmlosend "Belästigung" genannten sexuellen Übergriffen im neuen § 184i: „Wer eine andere Person in sexuell bestimmter Weise körperlich berührt und dadurch belästigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ Als "besonders schwerer Fall" gilt, wenn „die Tat von mehreren gemeinschaftlich begangen wird“.

Wie allen inzwischen bekannt sein müsste, beginnt Sexualisierte Gewalt immer erst mit Sexismus, steigert sich zur Sexuellen Belästigung u. endet in brutaler Gewalt gegen Frauen. Die vorwiegend privat geschieht, aber sich ebenso in Prostitution u. Pornographie deutlich zeigt. Letztendlich führt dieses Frauenbild zum Frauenhass.

Die EMMAs haben mal eine Chronik der Sexuellen Belästigungen am Arbeitsplatz aufgestellt. Seit den 70igern wird drüber gesprochen, gehen Frauen deshalb auf die Straße. Geändert hat sich, wie wir heute sehen, kaum etwas - was das Frauenbild angeht.

http://www.emma.de/artikel/sexuelle-belaestigung-im-beruf-die-chronik-333445

Auszug:

„Wie die Frauen endlich anfingen, über sexuelle Belästigung im Beruf zu reden, von den frauenbewegten 1970er Jahren bis heute(2013).

1978 EMMA berichtet in ihrer März-Ausgabe zum ersten Mal über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz: „Ferkel im Betrieb“.


1980 
In den USA wird MacKinnons Entwurf vom Parlament verabschiedet: „Sexual Harassment“ gilt nun als Verstoß gegen den Civil Rights Act, also als Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Die Kommission für Chancengleichheit am Arbeitsplatz (EEOC) bestimmt in ihren Richtlinien: Der Arbeitgeber ist dafür verantwortlich, seine Arbeitnehmerinnen vor sexuellen Übergriffen zu schützen. Die ersten Frauen erklagen Schadensersatz.

1992 In Deutschland erscheint eine Flut von Publikationen zur sexuellen Belästigung: in dem feministischen Verlag Frauenoffensive „Tatort Arbeitsplatz“, beim Deutschen Gewerkschaftsbund der Ratgeber „Nein heißt Nein!“; das Bundesfamilienministerium veröffentlicht eine Broschüre über „Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz“. Und Frauenministerin Angela Merkel legt den Entwurf für ein Gesetz vor, das Frauen vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz schützen soll. „Kohls Mädchen“ wird dafür in den Medien scharf angegriffen.

1994 Am 1. September tritt in Deutschland das „Gesetz zum Schutz der Beschäftigten vor sexueller Belästigung“ in Kraft, kurz: Beschäftigtenschutzgesetz. Es definiert sexuelle Belästigung als „jedes vorsätzliche, sexuell bestimmte Verhalten, das die Würde von Beschäftigten am Arbeitsplatz verletzt“. Darunter fallen nicht nur strafrechtlich relevante Taten wie sexuelle Nötigung, sondern auch „Aufforderungen zu sexuellen Handlungen“ oder das „Anbringen pornografischer Darstellungen“. Und: „Arbeitgeber und Dienstvorgesetzte haben die Beschäftigten vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz zu schützen.“

2000 Der Rat der Europäischen Union beschließt zwischen 2000 und 2004 vier Richtlinien zur Gleichbehandlung. Sie verbieten die Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Rasse, Religion, Behinderung, sexueller Orientierung und Alter. Alle Mitgliedsländer müssen die Richtlinien innerhalb von drei Jahren in ihre Gesetzgebung umsetzen….“

Es macht Sinn, sich öfters mal die Historie anzusehen, die Frauen Historie um genau zu sein. Viele wissen gar nicht, dass Frauen im 18.Jahrhundert bereits um diese Frauenrechte gekämpft haben, ja dafür sogar im Gefängnis landeten. Mal ein paar Beispiele:

http://www.frauenmediaturm.de/themen-portraets/feministische-pionierinnen/louise-dittmar/

Auszug:

„Dittmar sieht in der Dominanz des männlichen Prinzips das zentrale Problem, das es zu lösen gilt. Erst ein Umbau der Gesellschaft, der aus dem männlichen Prinzip ein menschliches Prinzip mache und die Eigenschaften der Materie und des Geistes beiden Geschlechtern zugestehe, könne wirkliche Veränderung mit sich bringen.“

http://www.frauenmediaturm.de/themen-portraets/feministische-pionierinnen/hedwig-dohm/

Auszug:

"Ich bin des Glaubens, dass die eigentliche Geschichte der Menschheit erst beginnt, wenn der letzte Sklave befreit ist, wenn das Privilegium der Männer auf Bildung und Erwerb abgeschafft, wenn die Frauen aufhören, eine unterworfene Menschenklasse zu sein."

Als um die Jahrhundertwende die Attacken auf die Radikalen schärfer werden, schlägt Dohm mit ihren Schriften zurück. In ihrem Werk ‚Die Antifeministen’ unterteilt sie die Gegner der Frauenbewegung in vier Kategorien („Altgläubige“, „Herrenrechtler“, „praktische Egoisten“ und „Ritter der mater dolorosa“) und entlarvt Nietzsche, Schopenhauer und Maupassant als pathologische Frauenfeinde, die entweder pervertierte („Sie sehen vor lauter Dirnen das Weib nicht.“) oder gar keine Beziehungen zum anderen Geschlecht haben („Aus der Biografie seiner Schwester dürfen wir schließen, dass Nietzsche niemals intime Beziehungen zu Frauen gehabt hat.“) Hedwig Dohm ist nicht nur Feministin, sondern auch Pazifistin...“

Wie wir an der #Me too Kampagne sehen, gehört Sexuelle Belästigung u. Gewalt weiterhin zum Alltag von Frauen, egal wo sie sind. Was bedeutet: An der grundsätzlichen Haltung der Gesellschaft, bzw. der Männer hat sich scheinbar immer noch nichts geändert.

Wieso ist das wohl so?

Weshalb müssen Frauen immer um ihre Rechte kämpfen? Rechte, die Männer schon seit ihrer Geburt haben, bzw. sie ihnen nicht genommen werden. Wie z.B. das Selbstbestimmungsrecht über Körper u. Sexualität. Frauen wurden u. werden kaum oder gar nicht ernst genommen, wenn es um ihre sexuelle Selbstbestimmung geht.

Mal im Verhältnis gesehen: Werden Männer regelmäßig(!) von Männern sexuell belästigt u. vergewaltigt? Müssen Männer täglich damit rechnen, egal wo sie gehen u. stehen, an ihren Geschlechtsteilen gegen ihren Willen angegrabscht zu werden? Werden Männer von ihren Chefs genötigt u. an ihren Geschlecht angefasst während der Arbeit?… Alles Alltag für Frauen.

Wenn es überhaupt geschieht, sind das Ausnahmen, aber nicht die Regel seit Jahrhunderten. Fragt sich denn keiner mal, was daran nicht stimmt? Weshalb Gewalt gegen Frauen auch heute, im scheinbar so aufgeklärtem Zeitalter bestehen bleibt, ja zunimmt?

Hier ein Text von Pinkstinks, der all das sagt was Frauen täglich erdulden: https://pinkstinks.de/bruellen-ueben/

Auszug:

Sie stehen Schlange, die Bilder: Der Mann, der mir hinterher brüllt, er wäre gerne mein Fahrradsattel, dann würde er es mir so richtig besorgen. Der, der sich an dem engen Baustellendurchgang an mir entlang drückt. Die Hand, die sich von hinten unter meinen Rock schiebt, als ich im überfüllten Bus stehe. Die Gruppe Mofafahrer, die mich und meine Freundin auf dem Nachhauseweg einkreisen und bedrohen. Die beiden Männer in Autos, die sich einen runterholen, während sie langsam neben mir herfahren. Der Mann, der mir mitten auf der Straße an die Brust fasst, mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Dem habe ich reingeschlagen in sein Grinsen. Mit der Faust. Er ist weggerannt und die Schmerzen in der Hand haben drei Tage angehalten. Sie waren extrem befriedigend. Die Männer in den Autos habe ich angebrüllt und mit meiner Wasserflasche beworfen. Ich habe mich gewehrt. Trotzdem haben mir jedes Mal die Beine gezittert hinterher. Ich bin fast erstickt an meinem Zorn und meiner Fassungslosigkeit.“

Ich persönlich sehe die Ursachen u.a. mit darin, dass Männern ein „Recht auf Frauenkörper“ zur sexuellen Befriedigung zugestanden wird. Die zunehmende Pornographisierung u. Prostitution spricht dafür. Der Mann muss befriedigt werden, koste es was es wolle. Das beherrscht unser Menschenbild/Frauenbild. Schaut euch die sexistische Werbung an. Frauen werden völlig anders dargestellt wie Männer.

Denkt mal drüber nach!

Mit Bewusstmachung fängt Veränderung an!

Zum Wochenende nun wieder leichte Kost. :-)

No fishing

https://www.youtube.com/watch?v=kNyRtg1mZmk

Middle Spotted Woodspecker

https://www.youtube.com/watch?v=UfuFDOLAVAk

Buchfink singt

https://www.youtube.com/watch?v=JECvlXL4pRY

Habt eine gute Zeit

u. liebe Grüße
Violine



31.08.2017 um 12:54 Uhr

Indien - Schule für Gerechtigkeit

Hallo Ihr Lieben!

Es ist bemerkenswert.

Wenn aus etwas Furchtbarem etwas Gutes wird.
Wenn Mädchen aus der Gewaltspirale rauskommen.
Und etwas völlig Neues, Mutmachendes entsteht. :-)

So geschehen in Indien.

Mädchen, die in die Prostitution verkauft wurden. Die zur Prostitution gezwungen wurden. Das Grauen erlebten, wenn Freier, erwachsene Männer sie kauften. Ihnen jeden Tag noch mehr Gewalt antaten.

Die Hoffnungslosen.

Bis sie heraus geholt u. ihnen geholfen wurde mit diesem ganzen Schrecken klar zu kommen. Sie Schutz erhielten, eine Therapie. Um ein Stück weit heil zu werden. Auch wenn das kaum möglich ist. Aber sie sind gerettet.

Gerechtigkeit leben.

Seit Neuestem gibt es eine Schule für sie. Die Schule für Gerechtigkeit. Dort werden sie zu Anwältinnen, Richterinnen ausgebildet, um solchen Männern, die kleine Mädchen zum Vergewaltigen kaufen, sie zu Prostituierten machen, eines Tages selber richten zu können.

Das Projekt ist einmalig u. faszinierend.

https://www.freeagirlmovement.org/free-a-girl-india/school-for-justice-india/

Hier könnt ihr diese jungen Frauen sehen, die den Horror überlebt haben u nun sehr selbstbewusst eine Schule beginnen dürfen, die ihnen dabei hilft, ihr eigenes Leid umzuwandeln. Aus der Not eine Tugend zu machen. Aus ungelernten, hilflosen, erstarrten Mädchen werden starke Frauen, die noch dazu einen hoch angesehenen Beruf erlernen dürfen.

School for Justice, Film

https://www.youtube.com/watch?v=KfcMMAFzLh0

Die Mädchen erhalten alle ein Stipendium. Bekommen die fehlende Schulbildung, die Zeit die ihnen gestohlen wurde, auf wunderbare Weise zurück, geschenkt.

Webseite der Schule:

https://www.schoolforjustice.com/

Und noch zwei weitere Artikel:

http://everylifecounts.ndtv.com/at-6-she-was-sold-to-a-brothel-rescued-she-now-studies-law-to-put-her-traffickers-in-jail-11754
http://www.reuters.com/article/us-india-trafficking-education-idUSKBN1781LN

Diese Idee, Mädchen u. Frauen - die in die Prostitution gezwungen wurden - nun eine neue Lebensperspektive zu geben, finde ich persönlich einfach großartig. :-)

Das stelle ich mir hier in Deutschland auch darunter vor, nachhaltig für Aussteigerinnen aus der Prostitution Sorge zu tragen durch den Staat. Ein Fürsorge Programm, das bestärkt u. bei der Heilung helfen kann.

Denn bei uns kassiert ja der Staat auch noch Geld von (Zwangs-) Prostituierten. Statt Mädchen u. Frauen zu schützen vor Gewalt. Beschämend genug.

Das Projekt in Indien ist noch sehr klein.

Aber es ist ein Anfang. Was Hoffnung macht!

Zum Wochen Ausklang nun wieder leichte Kost. :-)

Wren Singing – Tiny Bird with a Giant Voice

https://www.youtube.com/watch?v=UfWac4yxshA

Wren Bird Singing a Beautiful Song at the Coast

https://www.youtube.com/watch?v=PJpXG-JLEDc

Sorgt gut für euch!

Liebe Grüße
Violine

13.02.2017 um 09:10 Uhr

One Billion Rising 2017

Hallo Ihr Lieben!

Morgen ist es wieder soweit:

ONE BILLION RISING
Tanzen für die Frauen und gegen Gewalt

http://www.onebillionrising.de/

Auszug aus einem Text auf OBR.de:

"Weltweit ist jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens von Gewalt betroffen… One-Billion-Rising ist ein gewaltiger weltweiter Flash-Mob, der seinem Zorn darüber Ausdruck verleiht, tanzend, trommelnd und singend. 1 Milliarde – one billion, die für eine Welt aufstehen, in der Frauen nicht länger degradiert, verletzt und damit ein Leben lang gezeichnet sind. One-Billion-Rising findet zum fünften Mal überall auf der Welt statt (...)“

Auf der o.g. Seite findet ihr alle relevanten Infos zu den Veranstaltungen.

Hier nun eine sehr schöne u. bewegende Deklaration von Mädchen u. Frauen aus Kenia.

The Girl Declaration Narok, Kenya

„The Girls of the V-Day Safe House celebrate ONE BILLION RISING 2017 with a poem by Malala Yousafzai, "The Girl Declaration".
https://www.youtube.com/watch?v=arZTU5Bbvxw

Und einige echt tolle Übungs Videos :-)

One Billion Rising Haiti 2017

https://www.youtube.com/watch?v=2ePUK7alX6g

Dance to end violence on woman

OBR Delhi 2017
https://www.youtube.com/watch?v=grivUaoFNOI

One Billion Rising Hongkong 2017

https://www.youtube.com/watch?v=tJWB6CT7bb8
https://www.youtube.com/watch?v=F6jeXU0yL5w

1 Billion Rising Humboldt 2017

https://www.youtube.com/watch?v=7ojO2MaYGqI

Slogans in Hindi/Urdu/English u. Bangla

OBR 2017
https://www.youtube.com/watch?v=qzAL3mIVp5o&index=6&list=PLGC15FFbKK9vTnggCWdxuQQtcMBOhagj-

OBR 2017 Tilburg the Netherlands

https://www.youtube.com/watch?v=n2O3kAi7W1w

Viel Freude beim Tanzen! :-)

Liebe Grüße

Violine

01.12.2016 um 17:22 Uhr

Meinungsentwicklungen

Hallo Ihr Lieben!

Bevor es mehr zu ruhigeren Themen geht in den nächsten Wochen - der Vorweihnachtszeit zuliebe - möchte ich noch einmal ans Eingemachte ran gehen. Für Zartbesaitete wahrscheinlich etwas schwere Kost.

Eigentlich sollte frau ja meinen in Europa ist ein Großteil der Bevölkerung aufgeklärt und bei relativ klarem Verstand. Eigentlich!

Doch bleibt einem dann doch die Spucke weg, wenn man sich die aktuelle Meinungsumfrage der Europäischen Kommission zum Thema: „Ob Frauen selber Schuld seien, wenn sie sich zu sexy kleiden u. dann vergewaltigt werden“, ansieht. In Europa nachgefragt.

Lest selber:

http://www.sueddeutsche.de/panorama/eurobarometer-gar-nicht-sexy-1.3265020

Auszug:

„Ist eine Frau selbst schuld, wenn sie sich zu sexy anzieht und dann vergewaltigt wird? So unfassbar es ist, dass diese Frage im Jahr 2016 noch formuliert werden muss, so verstörend ist die Antwort: Zehn Prozent der Menschen, die sich dazu im Rahmen einer Eurobarometer-Umfrage äußerten, sind der Meinung, in diesem Fall sei eine Vergewaltigung "justifiable", also gerechtfertigt.

Die Europäische Kommission gibt in regelmäßigen Abständen diese öffentliche, repräsentative Meinungsumfrage in den Ländern der EU in Auftrag. Ausgelotet wird hierbei die Meinungsentwicklung unter der europäischen Bevölkerung. Zum internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen an diesem Freitag nun stehen weltweit Aktionen an, die das Bewusstsein schärfen sollen.

In Deutschland hatte erst diese Woche eine Statistik des Bundeskriminalamtes für Entsetzen gesorgt, wonach gut 100 000 Frauen im vergangenen Jahr Gewalt in der Partnerschaft erleben mussten - von Körperverletzung über Stalking bis zu Mord.

"Wir haben ein Problem in Europa. Frauen und Kinder zahlen den höchsten Preis bei Gewalt", sagt Kommissarin Jourová. Gewalt gegen Frauen kostet laut Jourová auch viel Geld: 226 Milliarden Euro fallen an - enthalten sind Gesundheits- und Rechtskosten sowie die fehlende Wirtschaftskraft verprügelter Frauen.“

Eine „repräsentative Meinungsumfrage in den Ländern der EU“ zeigt uns Frauen nur all zu deutlich, dass überhaupt kein Bewusstsein vorhanden ist. Immer noch! Nach, mal überlegen, über 40 Jahren Aufklärungsarbeit. Das ist genau der Grund, weshalb so wenige Vergewaltiger verurteilt werden in Deutschland. Das Unrechtsbewusstsein fehlt.

Weiter heißt es dort aus der Umfrage:

http://www.sueddeutsche.de/panorama/eurobarometer-gar-nicht-sexy-1.3265020

Auszug:

27 Prozent der Europäer sagen, dass nicht einvernehmlicher Geschlechtsverkehr in bestimmten Situationen vertretbar ist.
Wenn die Frau...
...betrunken oder auf Drogen war (12%)
...jemand mit sich nach Hause genommen hat (11%)
...versäumt hat klar „Nein“ zu sagen oder sich zu wehren (10%)
etc.“

Da fehlen einem echt die Worte...

Nicht einvernehmlich, aber vertretbar!??

Obige Meinungsumfrage sagt uns, wie wenig die sexuelle Selbstbestimmung der Frau Gültigkeit hat. Bisher galt u. gilt bei sehr vielen Menschen (und auch im Rechtssystem) das Nein als Ja, wenn eine Frau sich nicht genügend zur Wehr setzte, „zu sexy gekleidet“ oder betrunken war.

Behinderte Frauen die z.B. teilweise oder ganz gelähmt im Bett lagen hatten es noch schwerer. Wurden sie gegen ihren Willen sexuell belästigt oder vergewaltigt, galt diese Gewalt bisher alsminder schwerer Delikt“. Das muss man sich mal vorstellen?!

Genau mit solchen Gesetzestexten wird doch seit Jahrzehnten unserer Gesellschaft vermittelt, dass z.B. die Vergewaltigung einer behinderten Frau - gegen ihren Willen! - eine geringere Strafe nach sich zieht. Übersetzt: 'So schlimm ist das ja gar nicht. Sie ist doch behindert...' Man könnte fast meinen es mit Nazi Gesetzen zu tun zu haben. Was ja bekanntlich nicht so abwegig ist...

Zum Glück wurde im November das neue Sexualstrafrecht verabschiedet. Dadurch wird endlich die Selbstbestimmung der Frauen über ihre eigenen Körper bestärkt u. ernst genommen. Rechtlich ernst genommen. Nein heißt Nein. Punkt.

Unter anderem weil Frauen seit Jahrzehnten für ihr Recht auf sexuelle Selbstbestimmung gekämpft haben, gibt es das neue Sexualstrafrecht. Unser Staat, unsere Justiz hat das nicht etwa aus Einsicht oder besserem Wissen geändert, oh nein. Nur unter Zwang, wegen der EU-Konventionen, wurde das Sexualstrafrecht geändert. Freiwillig hätte die Justiz wohl nie den Frauen das Recht zugesprochen, was jedem Mann von jeher zusteht. Das ist die Tragik dabei.

https://www.frauen-gegen-gewalt.de/vergewaltigung-verurteilen.html

Auszug:

„Durch die Verankerung des Grundsatzes „Nein heißt Nein“ stellt die Reform eine erhebliche Verbesserung für den Schutz der sexuellen Selbstbestimmung dar.

Mit dem neuen Gesetz ist ein sexueller Übergriff schon dann strafbar, wenn er gegen den erkennbaren Willen einer Person ausgeführt wird. Es kommt nicht mehr darauf an, ob eine betroffene Person sich gegen den Übergriff körperlich gewehrt hat oder warum ihr dies nicht gelungen ist. Damit wird endlich auch in Deutschland die Anforderung der Istanbul-Konvention umgesetzt, wonach alle nicht-einverständlichen sexuellen Handlungen unter Strafe zu stellen sind.

Gleichzeitig wird mit dem Gesetz der neue Straftatbestand der sexuellen Belästigung eingeführt. Dadurch sind künftig auch Übergriffe strafbar, die bislang als nicht erheblich eingestuft waren (das so genannte Grapschen).

Mit der Reform wird auch die Ungleichbehandlung im Strafrahmen bei Betroffenen mit Behinderungen abgeschafft. Bisher fiel das Strafmaß bei sexuellen Übergriffen gegen eine ‚widerstandsunfähige‘ Person geringer aus. Mit dem neuen Gesetz können solche Übergriffe gegen Frauen mit Behinderungen härter bestraft werden. Achtung: Alle Übergriffe die vor dem 10.11.2016 verübt wurden, werden nach dem alten Gesetz behandelt, wenn sie zur Anzeige gebracht werden.“

Es wird sicher noch lange brauchen, bis ein wirkliches Bewusstsein entstehen wird in unserer Gesellschaft. Sehen wir ja an der Meinungsumfrage u. dem Widerwillen der Regierung selber etwas an dem Zustand zu ändern. Trotzdem. Der Anfang ist gemacht mit dem neuen Sexualstrafrecht.

Zum Wochenende wieder leichtere Kost. :-)

Ein wenig Ruhrpott von Chantal. Viel Spaß!
http://www.emma.de/artikel/ruhrpott-mein-pott-265169

Auszug:

EMMA-Autorin Chantal Louis über ihre Bergmanns-Siedlung und Männer mit großer Fresse.

Rührseligkeit ist der Ruhrgebiets-Frau generell eher fremd. Sie ist schließlich an harte Arbeit gewöhnt, und auch Trauer - arbeit muss eben möglichst schnell und ohne großes Geschiss erledigt werden.  Nicht umsonst lautet das gängige, gänzlich unlarmoyante Begrüßungsritual im Pott: „Wie isset? – „Et muss.“ Selten trifft man hier jemanden, dem es wirklich gut geht, abba wat sollze da groß lamentiern, kannzet ja sowieso nich ändern.

Diese Welt, bevölkert mit robusten Frauen, die ihre Gärten umgruben, Mäuse erschlugen und Kohleeimer schleppten, färbte zwangsläufig auf uns Kinder ab.

Nirgendwo hat ein Mädchen so gute Chancen, keine Tusse zu werden wie im Ruhrpott. Hinzu kommt eine gewisse sprachliche, nun ja, Direktheit, die für Damenhaftigkeit beim besten Willen keinen Raum lässt. Motto: Wat sollze groß drumrum - reden, sach doch einfach, wie et iss. So hätten die Gespräche zwischen meiner Oma, sprich: Omma, und ihrer besten Freundin Tante Helma jeden regional Außenstehenden bis an die Haarwurzeln erröten lassen.“

Euch ein entspanntes Wochenende

und liebe Grüße
Violine

24.11.2016 um 16:04 Uhr

Internationaler Tag für Frauen

Hallo Ihr Lieben!

Zum "Internationalen Tag für die Beseitigung von Gewalt an Frauen" - am Freitag - möchte ich vorweg schicken: In letzter Zeit ist viel Gutes passiert um Frauen besser zu schützen! Dafür können wir dankbar sein. :-)

Am 10.11.2016 ist z.B. das deutsche Sexualstrafrecht so geändert worden, dass Nein auch wirklich Nein bedeutet. Dafür haben Frauen viele, viele Jahre gekämpft.

https://www.frauen-gegen-gewalt.de/vergewaltigung-verurteilen.html

Auszug:

„Durch die Verankerung des Grundsatzes „Nein heißt Nein“ stellt die Reform eine erhebliche Verbesserung für den Schutz der sexuellen Selbstbestimmung dar. Auf diesen Paradigmenwechsel hat der bff (Bundesverband der Frauennotrufe u. Frauenberatungsstellen) zusammen mit anderen Frauen- und Menschenrechtsorganisationen jahrelang hingewirkt.

Mit dem neuen Gesetz ist ein sexueller Übergriff schon dann strafbar, wenn er gegen den erkennbaren Willen einer Person ausgeführt wird. Es kommt nicht mehr darauf an, ob eine betroffene Person sich gegen den Übergriff körperlich gewehrt hat oder warum ihr dies nicht gelungen ist. Damit wird endlich auch in Deutschland die Anforderung der Istanbul-Konvention umgesetzt, wonach alle nicht-einverständlichen sexuellen Handlungen unter Strafe zu stellen sind.“

Doch es gibt noch reichlich zu tun.

Im November 2012 gab UN-Generalsekretär Ban Ki-moon eine Erklärung ab zum Internationalen Tag für die Beseitigung von Gewalt an Frauen. In Teilen möchte ich diese gerne hier veröffentlichen:

http://www.unric.org/de/pressemitteilungen/26814-erklaerung-von-un-generalsekretaer-ban-ki-moon-zum-internationalen-tag-fuer-die-beseitigung-der-gewalt-gegen-frauen-25-november

Auszug:

„Weltweit werden Millionen von Frauen überfallen, geschlagen, vergewaltigt, verstümmelt oder sogar getötet. Das sind grausame Verletzungen von Menschenrechten. Ob in Kriegsgebieten oder im eigenen Zuhause, ob auf der Straße, in der Schule oder am Arbeitsplatz – 70 Prozent aller Frauen haben irgendwann einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren.

Viel zu häufig bleiben die Täter unbestraft. Frauen und Mädchen haben zu große Angst über das zu sprechen, was ihnen angetan wurde. Es herrscht eine Kultur der Straflosigkeit. Wir müssen die Angst und die Scham bekämpfen, die Opfer, welche ja ohnehin schon unter den eigentlichen Verbrechen zu leiden haben, zusätzlich bestraft. Es sollten die Täter sein, die sich geschändet fühlen, nicht ihre Opfer.“

Und weiter aus dem o.g. Webseite:

Letztes Jahr haben wir weltweit Jugendliche gefragt, was sie tun würden, um die Gewalt gegen Frauen zu beenden. Die Antworten haben mich sehr bestärkt. Viele der Jugendlichen haben ein Ende der Ignoranz gefordert. Sie wünschen sich, dass wir weiter für Menschenrechte werben und den Opfern beistehen sollten. Ein Jugendlicher meinte, dass es gerade die Jungen sind, die helfen können, die Gewalt gegen Frauen zu beenden - und zwar „indem sie zu verantwortungs- und respektvollen Väter und Ehemänner heranwachsen“.

Wir müssen, während wir uns um weitere Fortschritte bemühen, der Kultur der Diskriminierung, die Gewalt fördert, entschieden entgegentreten. An diesem Internationalen Tag rufe ich alle Regierungen auf, sich an ihre Zusagen zu halten, um sämtliche Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen weltweit zu beenden. Alle Menschen fordere ich auf, dieses wichtige Ziel zu unterstützen.“

Am 22.November 2016 hat das Familienministerium zusammen mit dem Bundeskriminalamt aussagekräftige Zahlen vorgelegt wie es bei uns in Deutschland aussieht mit Gewalt in Partnerschaften. Es geschieht erschreckend häufig! Interessant u. aufschlussreich die Formulierung des Ministeriums. Statt "sehr oft", steht dort "nicht selten".

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/wenn-das-eigene-zuhause-nicht-sicher-ist-/112642

Auszug:

„Erstmals liegt eine detaillierte Aufbereitung vor, die zeigt, in welcher Beziehung Täter und Opfer stehen, welche Delikte passieren. Leider wird deutlich: Mord und Totschlag, Sexualdelikte, Körperverletzungen und Stalking kommen nicht selten in Beziehungen vor. Die kriminalstatistische Auswertung des BKA bestätigt: Meist sind es Frauen (82 Prozent), die von Partnerschaftsgewalt betroffen sind.

BKA-Präsident Holger Münch bekräftigte: "Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter. In einer erstmals erstellten Auswertung der bei der Polizei registrierten Fälle haben wir festgestellt, dass sie über subtile Formen wie Demütigungen, Beleidigungen und Einschüchterungen, psychischen, physischen und sexuellen Misshandlungen bis hin zu Vergewaltigungen und Tötungen reicht. Ebenso muss man von einem nicht unerheblichen Dunkelfeld ausgehen. Denn Opfer häuslicher Gewalt empfinden ihre Situation oft als ausweglos, sie werden nicht bemerkt und sie machen sich nicht bemerkbar.

Und weiter aus dem o.g.Link:

„Im Jahr 2015 wurden durch ihre Partner oder Ex-Partner insgesamt 127.457 Personen Opfer von Mord und Totschlag, Körperverletzungen, Vergewaltigung, sexueller Nötigung, Bedrohung und Stalking, davon knapp 82 Prozent Frauen. Das sind über 104.000 Frauen, die von Partnerschaftsgewalt betroffen waren.

Bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung in Partnerschaften sind die Opfer zu fast 100 Prozent weiblich, bei Stalking und Bedrohung in der Partnerschaft sind es fast 90 Prozent. Bei vorsätzlicher, einfacher Körperverletzung sowie bei Mord und Totschlag in Paarbeziehungen sind es 80 Prozent.“

Wenn Frauen mit ihren Kindern in Deutschland flüchten müssen, weil sie von Partnern bedroht u. geschlagen werden gibt es für sie immer noch nicht genügend Unterkünfte in den bestehenden Frauenhäusern. Sie müssen oft abgewiesen werden, obwohl sie in Lebensgefahr schweben.

Ein Armutszeugnis für Deutschland. Denn es gibt Frauenhäuser inzwischen seit 40 Jahren. An dieser schrecklichen Situation hat sich bisher trotzdem nichts geändert.

http://www.autonome-frauenhaeuser-zif.de/de/content/25112016-internationaler-tag-gegen-gewalt-frauen-und-m%C3%A4dchen

Auszug:

In Deutschland finden sehr viele Frauen keinen Schutz, denn es gibt es viel zu wenige Frauenhausplätze. Jeder der rund 18.000 Aufnahmen steht eine unrealisierte Aufnahme gegenüber. Es wird höchste Zeit das Deutschland endlich die Istanbul Konvention ratifiziert - Wenn es die Bundesregierung wirklich ernst damit meint Gewalt gegen Frauen wirksam zu bekämpfen und Frauen, Mädchen und Jungen mit koordinierten Maßnahmen besser vor Gewalt zu schützen!

Dass die Frauenhäuser in der Regel überfüllt sind, zeigt auch, dass immer mehr Frauen den Mut aufbringen, allein und mit ihren Kindern, gewaltfreie Wege zu gehen. Höchste Zeit, dass die politisch Verantwortlichen die Frauen darin unterstützen und die Situation nachbessern. Dafür müsste die Anzahl bestehender Frauenhausplätze verdoppelt werden und das ist in der Tat alternativlos.“

Und weiter:

„Diese Forderung wird auch von Artikel 23 der Konvention des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt zu Schutzunterkünften untermauert. Dort heißt es:

„Die Vertragsparteien treffen die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Maßnahmen, um die Einrichtung von geeigneten, leicht zugänglichen Schutzunterkünften in ausreichender Zahl zu ermöglichen, um Opfern, insbesondere Frauen und ihren Kindern, eine sichere Unterkunft zur Verfügung zu stellen und aktiv auf Opfer zuzugehen.“

Inzwischen haben 22 europäische Länder das „Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“ ratifiziert. Deutschland ist nicht dabei!“

Zum Glück gibt es noch eine weiter positive Nachricht:

Seit 2013 besteht das Hilfetelefon für Frauen.

http://www.hilfetelefon.de/

Auszug:

„Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die Gewalt erlebt haben oder noch erleben. Unter der Nummer 08000 116 016 und via Online-Beratung unterstützen wir Betroffene aller Nationalitäten, mit und ohne Behinderung – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. Auch Angehörige, Freundinnen und Freude sowie Fachkräfte beraten wir anonym und kostenfrei.“

Wir bewegen uns vorwärts! In kleinen Schritten. Darüber können wir uns wirklich freuen, finde ich. Denn das bedeutet, es entsteht - langsam - ein Bewusstsein für diese Not.

Frauen u. Mädchen in anderen Ländern, wie z.B. in Saudi-Arabien haben da noch ganz andere Probleme. Womit ich übergehe zu meinem Wochenend Beitrag. ;-)

Zum Wochenende möchte ich euch die Geschichte eines Mädchen vorstellen. Ein Mädchen, Wadjda, aus Saudi-Arabien, wünscht sich ein Fahrrad. Symbol von Freiheit. Doch in ihrem Land ist es für Frauen verboten Rad zu fahren.

http://www.emma.de/artikel/das-rebellische-maedchen-wadjda-311657

Auszug:

„Es ist nicht nur der erste Film einer Frau aus Saudi-Arabien, es ist der erste Film überhaupt, der von einem Menschen aus dem ölreichen Wüstenland gemacht wurde: Haifaa al-Mansour, 38, erzählt uns die Geschichte von Wadjda, die von einem Fahrrad träumt.

Dafür lernt die rebellische Wadjda sogar den Koran halb auswendig - um mit dem Preisgeld ihrem Traum ein Stück näherzukommen. Die Mutter unterstützt die Tochter, damit wenigstens die eines Tages freier sein wird.

Die Regisseurin, einst selber so ein rebellisches Mädchen, konnte nur dank ihrer Heirat mit einem amerikanischen Diplomaten in Sidney Film studieren. Doch die Dreharbeiten in Saudi-Arabien waren dennoch abenteuerlich. Wie so viele Filme aus islamistischen Ländern, wo Film an sich schon "haram", Sünde, ist, wurde auch Wadjda unter extrem schwierigen Bedingungen und semi-dokumentarisch gedreht. Auch darum träumt Wadjda von einem Fahrrad: Das hat Räder und trägt sie raus.“

Noch ein paar Infos zum Film:

https://frauenrechte.de/online/index.php/presse/aktuelle-nachrichten/aktuelles-zu-frauenrechten-allgemein/1294-terre-des-femmes-filmkooperation-zu-das-maedchen-wadjda

Die offizielle Film-Seite:

http://www.wadjda-film.de/

Hier geht es zum Film Trailer:

https://www.youtube.com/watch?v=d1ETAYu31yE

Euch ein erquickliches Wochenende

und liebe Grüße
Violine

08.07.2016 um 14:11 Uhr

Die Revolution

Hallo Ihr Lieben!

Endlich ist es geschafft! Das, wofür seit über 30 Jahren Frauenrechtlerinnen gekämpft haben: Die sexuelle Selbstbestimmung von Frauen, wird per Gesetz endlich anerkannt.War sie das denn nicht? Nö.

Bisher galt das Nein einer Frau, was ihren Körper, ihre Sexualität betrifft, nichts. Jeder Mann konnte sie - gegen ihren Willen - anfassen, sie belästigen, vergewaltigen. Das aktuelle Recht stand meist hinter den Männern.

Nur wenn sie sich so heftig wehrte dass der Mann erheblich verletzt wurde, nur dann galt es als Vergewaltigung. Selbst wenn sie vorher mehrmals Nein sagte, Nein hinaus brüllte, es war meist nutzlos.

Gestern nun wurde Geschichte geschrieben.

http://www.emma.de/artikel/eine-revolution-fuer-die-frauen-332995

Auszug:

Nein heißt jetzt endlich Nein! Es ist ein historischer Moment. Über drei Jahrzehnte hat es gedauert. Heute um 12.35 Uhr war es soweit. 601 von 601, also alle Bundestagsabgeordneten stimmten dafür, dass auch in Deutschland künftig gilt: „Wer gegen den erkennbaren Willen einer anderen Person sexuelle Handlungen an dieser Person vornimmt oder von ihr vornehmen lässt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.“ Als die stellvertretende Bundestagspräsidentin Claudia Roth dieses überwältigende Ergebnis verkündete, erhoben sich die Abgeordneten von den Plätzen und spendeten Standing Ovations. Was Feministinnen, allen voran EMMA, seit Anfang der Achtziger Jahre fordern, wird nun auch in Deutschland endlich Gesetz: Nein heißt Nein!

Die heutige Abstimmung ist nichts weniger als ein historischer Moment für die deutschen Frauen (und Männer). Denn was hier beschlossen wurde, ist ein radikaler Paradigmenwechsel: Ab jetzt gilt im Sexualstrafrecht nicht mehr länger das selbstverständliche Verfügungsrecht des Mannes über den Körper der Frau, die bis dato nachweisen musste, dass sie dem Vergewaltiger massiven Widerstand entgegengesetzt hat.“

Und weiter heißt es im o.g. Artikel:

Eine weitere langjährige Forderung schlägt sich ebenfalls im Gesetz nieder: Bis dato galt es als "minderschwerer Fall", wenn ein Opfer behindert und deshalb „widerstandsunfähig“ war. Nach dem Motto: Woher hätte der Mann auch wissen sollen, dass die gelähmte Frau… Jetzt gilt eine Vergewaltigung im Gegenteil als besonders schwerer Fall, wenn „die Unfähigkeit, einen Willen zu bilden oder zu äußern, auf einer Krankheit oder Behinderung des Opfers beruht“.

Eine weitere Revolution: Auch die sogenannte Sexuelle Belästigung ist künftig ein Straftatbestand! War sie doch schon? Nein, war sie nicht. Auch dies hatten Feministinnen schon lange gefordert.“

Vor ein paar Tagen gab es noch die heftigsten Medien Attacken im Vorfeld. Wie kann man nur Frauen das Recht auf ein Nein zugestehen, das ist doch wirklich unerträglich... Und erst die Auswirkungen für die Männerwelt, kaum zu ertragen...

Sexualität würde dann eine Gratwanderung, wenn Frauen das Recht bekämen, Nein zu sagen. Die armen Männer könnten dafür bestraft werden, wenn sie ihre Freundinnen gegen ihren Willen anfassen im Bett... also wirklich, die Bedrohung des Abendlandes... so der Tenor der Artikel.

http://www.emma.de/artikel/medien-attacken-gegen-vergewaltigungsreform-332985

Blamabel kann frau nur sagen... 

Aber etwas anderes war kaum zu erwarten. Denn hier stand ja das Männerrecht, die Verfügungsgewalt über jede Frau zur Debatte. Es ist schon bedauerlich, solche obskuren Kritiken in unserem scheinbar so aufgeklärten Jahrhundert lesen zu müssen.

An dieser Gegenwehr, auch auf der politischen Bühne, können wir wiederum erkennen, wie sehr das Frauenbild verdreht ist in Deutschland. Was nicht nur die Möglichkeit geschaffen hat, dass Vergewaltiger in sehr, sehr vielen Fällen freigesprochen wurden von der Männerjustiz.

Nicht nur das, auch die grundlegende Haltung zur Prostitution zeichnet ein Bild der Frauenverachtung. Wenn ein Staat die Herabwürdigung von Frauen - zur Ware - nicht nur legitimiert, sondern sie fördert u. Steuern nimmt, spricht das Bände über das vorherrschende Menschen- u. Frauenbild hierzulande.

Es ist also kein Wunder, wenn erst jetzt nach Jahrzehnten des Kampfes für Gerechtigkeit ein Gesetz geschaffen wurde, was Frauen das Recht zugesteht Nein sagen zu dürfen, wenn ein Mann sie sexuell bedrängt u. dieses Nein auch juristisch von Wert ist!

Auch Alice Schwarzer hat sich darüber Gedanken gemacht:

http://www.aliceschwarzer.de/artikel/alice-schwarzer-helle-und-dunkle-stunden-333001

Auszug:

„Das System der Sexualgewalt ist unteilbar. Wir können nicht gegen Vergewaltigung sein und für Prostitution. Plädoyer für das Ende der Schizophrenie. Ein Schulterschluss der Frauen erzwang die Reform des Vergewaltigungsgesetzes. Die Mittäterschaft von Frauen verhinderte die Reform des Prostitutionsgesetzes.

Heute ist für die Frauen ein heller und ein dunkler Tag gleichzeitig in der deutschen Politik. In Bezug auf die Vergewaltigung widerfährt den Frauen in Deutschland endlich Gerechtigkeit, zumindest auf gesetzgeberischer Ebene. Lange genug hat es gedauert (Mein erster Kommentar für die Reform des Vergewaltigungsparagraphen datiert aus dem Jahr 1981!). Gleichzeitig aber widerfährt den Frauen, die auf der untersten Stufe der Sexualgewalt stehen, den Prostituierten, erneut schweres gesetzgeberisches Unrecht.

Das System der Prostitution und das System der Vergewaltigung bedingen sich gegenseitig. Eine Menschensorte, deren Körper und Seele man für ein paar lausige Scheine kaufen kann, die kann man nicht wirklich achten. Die kann man sich auch im Ehebett und Büro oder auf der Straße greifen, wenn man gerade Bock darauf hat oder der Schlampe einfach gezeigt werden muss, wo der Hammer hängt.

Übrigens, die Vergewaltigungen passieren in genau dieser Reihenfolge: die meisten durch den eigenen Freund und Ehemann bzw. Nahtäter, nur jede dritte anonym auf der Straße. Die größte Gefahr geht also immer noch vom Mann im eigenen Bett aus. Was will uns das sagen?“


Ja, gestern wurde Geschichte geschrieben.
Zum einen freue ich mich sehr! :-) Zum anderen ist das nur ein Gesetz auf Papier. Es muss sich auch am Verhalten der Menschen etwas ändern, die keinen Respekt u. wenig bis gar keine Achtung vor Frauen haben.

Ich hoffe darauf, dass dieses neue Gesetz zum Nachdenken anregt in unserer Gesellschaft, denn das ist bitter nötig!

Zum Wochenende gibt es Lesenswertes zum Thema Weibliche Vorbilder auf dem Büchermarkt. ;-)

http://blog.buecherfrauen.de/entschlumpfteuch/

Auszug:

„Die Buchbranche ist weiblich – doch bei der Besetzung von Spitzenpositionen sowie Rezeption von Schriftstellerinnen in der feuilletonistischen Öffentlichkeit diagnostiziert Bestsellerautorin Nina George ein weiterhin bestehendes „Schlumpfinen-Syndrom“. Weibliche Vorbilder? Mangelware, außer der Extremvarianten: Ingeborg Bachmann als Jahrhundert-Ausnahme, und Utta Danella, die zwar alle lasen, doch keiner respektierte. Lesen, das war sowieso schon ein exotisches Hobby für Mädchen – aber Schreiben, das war Anmaßung!

Männer schufen Geist, und Frauen, die schufen … tja … Gedöns.

Auch die Literatur selbst verriet mich. Alle, denen was Aufregendes passierte, waren Jungs: Tom Sawyer, 3 Fragezeichen, Old Shatterhand. Sogar Lois Lane war nur so lange tough, wie sich Clark Kent nicht das Hemd von der Brust riss. 90 Prozent der Bücher, Filme, Serien und Comics, mit denen ich aufwuchs, litten schwer an dem Schlumpfinen-Syndrom, wie es die American-Book-Award-Preisträgerin Katha Pollitt bezeichnete: Frauen tauchten nur als singuläres Randphänomen auf, so, wie Schlumpfine in der Männer-WG der Schlümpfe. Von denen trägt jeder einen eigenen Namen, Schlaubi, Poeti oder Trotteli, und besitzt eine starke Eigenschaft. Schlumpfine hat weder einen Vornamen noch Talent. Immerhin: sie sieht scharf aus und gießt die Blumen.

Das System können wir über Nacht nicht ändern; wir benötigen vermutlich zwanzig weitere Jahre. Fangen wir dennoch heute an, die Widerstandskrusten aufzuweichen, in dem wir eines für junge Frauen schaffen: Vorbilder.“

In diesem Sinne... :-)

Liebe Sommer Grüße

Violine

17.06.2016 um 17:23 Uhr

Nein heißt Nein - was sonst

Hallo Ihr Lieben!

In unserem scheinbar so zivilisiertem Land gibt es immer noch - wir schreiben das Jahr 2016 - so gut wie Null Gerechtigkeit für Vergewaltigungsopfer. Wieso hat sich daran bisher nichts geändert?

Seit über 40 Jahren kämpfen FeministInnen für Frauenrechte. Rechte, die für Männer selbstverständlich sind. Das Recht Nein zu sagen.

Das Nein einer Frau wird - wenn es um ihren Körper geht! - nicht ernst genommen in unserer Gesellschaft.

Das soll sich bald ändern. Hoffentlich!

Zum besseren Verständnis:

http://www.emma.de/artikel/das-deutsche-recht-schuetzt-vergewaltiger-332655

Auszug:

Das deutsche Recht schützt Vergewaltiger. Gina Lisa Lohfink ist vor aller Augen vergewaltigt worden. Dafür soll sie jetzt Strafe zahlen. Wegen "Falschbeschuldigung" ihrer Vergewaltiger. Denn "Nein heißt nicht Nein" hierzulande. Der bento-Kommentar weist darauf hin, dass von 135 Anschuldigungen wg. Vergewaltigung 1 falsch sei - in den Medien stellt sich das genau umgekehrt dar.“

Hier geht es zum o.e. Artikel:

http://www.bento.de/politik/fall-gina-lisa-lohfink-warum-das-deutsche-recht-vergewaltiger-schuetzt-und-opfer-bestraft-621468/#refsponi

Auszug:

Eine "Nein-heißt-Nein"-Regelung, wie sie in anderen Ländern existiert, gibt es in Deutschland noch nicht. Obwohl Deutschland bereits 2011 ein völkerrechtliches Abkommen unterzeichnet hat, das genau dies fordert. Der Maßstab, mit dem Richter bei Prozessen abwägen müssen, ob ein Opfer vergewaltigt wurde, ist: Gegenwehr. Wer sich beim Akt nicht deutlich und körperlich wehrt, wird nach deutschem Recht also auch nicht vergewaltigt. Nicht einmal ein selbst gedrehtes Video einer "Vergewaltigung" reicht also nach deutschem Recht aus, um verurteilt zu werden.“

Noch mehr zu dem Fall von Gina-Lisa:

http://www.emma.de/artikel/nein-heisst-nein-332643

Auszug:

Der Fall Gina-Lisa Lohfink zeigt einmal mehr, wie wichtig die jetzt endlich geplante Gesetzesänderung ist. Denn dass eine Frau, die von zwei Männern vergewaltigt wird, Nein! sagt (dafür gibt es im Fall Lohfink einen Videobeweis), jedoch trotzdem von den Tätern erfolgreich vor Gericht nicht nur der "Falschbeschuldigung" bezichtigt werden kann – sondern nun auch noch 24.000 Euro Strafe wegen "Falschverdächtigung" zahlen soll, das wäre nach der geplanten Gesetzesänderung hoffentlich nicht mehr möglich(...)“

Wieder einmal ist Deutschland fast das Schlusslicht, was Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt betrifft. Wir erinnern uns: Erst 1997 beschloss der Bundestag die Strafbarkeit der Vergewaltigung in der Ehe. Und das nur, weil Politikerinnen aller Parteien einen Gruppenantrag vorlegten u. körbeweise Protestbriefe bei der CDU eingingen. Vorher hat das kein Schwein interessiert.

Nun haben sich CDU u. SPD Frauen zusammen getan, dazu ein breites Bündnis von Frauen Organisationen, die sich für ein „Nein heißt Nein“ im Gesetzestext aussprechen u. sogar einen Offenen Brief an Kanzlerin Merkel geschrieben haben. Zumal das EU-Recht ist, nur nicht von unserer deutschen Regierung ratifiziert wurde.

Ob es jetzt Gesetz werden wird und Vergewaltiger auch verurteilt werden?

Lesenswert zum Thema sind auch die Infos auf der Seite der „Initiative für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt“. Seit einigen Jahren beobachten sie entsprechende Gerichtsverhandlungen u. gehen den Ursachen dieser Ungerechtigkeit nach.

http://ifgbsg.org/uber-uns/

Auszug:

Wenn sexuelle Gewalttaten nur in Ausnahmefällen juristisch geahndet werden, sind noch viele Schritte zur Gerechtigkeit notwendig. Diese Schritte möchten wir mit vorantreiben.

Unsere Initiative sucht nach den Ursachen, über die wir die Gesellschaft entsprechend informieren möchten. Wir treten für zunehmend gesellschaftliches Bewusstsein ein und wollen letztlich die notwendigen politischen Änderungen bewirken.

Die Problematik der sexuellen Gewalt wird durch Ungleichheiten der Geschlechter mit verursacht, daher berührt sie die gesamte Gesellschaft. Alle Geschlechter profitieren, wenn sie sich für sexuelle Selbstbestimmung und für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt einsetzen.

Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist die Beobachtung von Gerichtsverhandlungen.“

Ich weiß nicht ob euch bewusst ist wie wichtig eine "Nein-heißt-Nein-Regelung" im Gesetz ist? Den meisten Menschen fällt überhaupt nicht auf, dass das Nein einer Frau keine Gültigkeit mehr hat, wenn es um ihren Körper geht. Sie kann sagen, dass sie nichts trinken will, nichts essen usw. Aber sobald eine Frau laut u. deutlich sagt, sie will keinen Sex, keine Berührung, dann gilt das Nein auf einmal nicht mehr. Selbst in der deutschen Justiz hat ihr Nein keine Gültigkeit!

Es wird allerhöchste Zeit das zu ändern!

Zum Wochenende möchte ich euch gerne das Licht Festival von Jerusalem vorstellen. Jedes Jahr gibt es in der Altstadt sagenhafte Licht Installationen, ähnlich wie die Luminale in Frankfurt. Natürlich ist die Jerusalemer Altstadt eine Historische Kulisse u. somit die Wirkung eine ganz andere. Viel Freude beim Gucken! :-)

Light Festival - Love Jerusalem

https://www.youtube.com/watch?v=LGnMEAO3PUU

Jerusalem - The Festival of Light in the old City

https://www.youtube.com/watch?v=rqHFtvP8Yzk

Habt eine gute Zeit

und liebe Grüße
Violine

 

13.03.2016 um 08:34 Uhr

Was ist einvernehmlicher Sex?

Hallo Ihr Lieben!

Was ist einvernehmlicher Sex?

Diese Frage beantwortet u. erklärt die Britische Polizei anhand eines Aufklärungs-Video mit Tee.

Ja, richtig gelesen. So simpel erklärt dass es wirklich jedes Kind versteht.Ich finde den Film großartig. Geeignet für kleine u. große Menschen.

https://www.youtube.com/watch?v=Gp6alIALDHA

Auszug:
„An animation relating the issue of consenting sex to having a cup of tea has gone viral since it was uploaded at the end of October (2015, Anm.d.Red.) by Thames Valley Police.

The video shows various scenarios of people offering each other tea, with a narration explaining when someone should give another person the beverage and when they should not.“

Mit diesem Aufklärungs-Video sollte doch wirklich jedem Kind - und Erwachsenem sowieso - klar sein/werden, was (sexuelle) Gewalt gegen Frauen bedeutet u. was nicht. Ein Nein ist ein Nein.

No Tea. No Sex.

Auch wenn eine Frau vielleicht gestern Ja gesagt hat zu Sex, heißt das noch lange nicht, dass sie somit automatisch immer Ja meint. Heute mag ich Tee, morgen keinen. Wer mich trotzdem zwingt Tee zu trinken nötigt mich, bzw. tut mir Gewalt an. Ganz simpel. Was ist daran nicht zu verstehen?

No Tea. No Sex.

Ich habe dieses Video über die Bundessprecherin der Feministischen Partei zugeschickt bekommen. Hier deren Webseite: http://www.feministischepartei.de/startseite.html Die sich übrigens als einzige Partei in Deutschland deutlich für Frauenrechte stark macht u. sich in ihrem Wahlprogramm gegen Gewalt an Frauen u. (Zwangs-)Prostitution ausspricht.


Bitte verteilt das Video an alle FreundInnen, Verwandten, Bekannten. Ist auch bestens geeignet für die Schule, den Kindergarten, zur Aufklärung. Der Link nochmal (bisher nur in englisch):
https://www.youtube.com/watch?v=Gp6alIALDHA

Frohes Verteilen! :-)

Liebe Grüße

Violine

12.03.2016 um 08:47 Uhr

Das Hilfetelefon für Frauen

Hallo Ihr Lieben!

Passend zum Internationalen Frauentag hat das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ den Jahresbericht 2015 veröffentlicht.

Tendenz steigend. Es rufen immer mehr Frauen an. Trauen sich über die erlittene Gewalt zu sprechen, sich Hilfe zu holen.

Zum einen ist es gut, weil das Telefon genutzt wird. Zum anderen zeigt es aber leider, wie hoch die Anzahl der (sexualisierten) Gewalttaten von Männern gegen Frauen immer noch in Deutschland ist.

Hier könnt ihr weiter lesen:

https://www.hilfetelefon.de/aktuelles/drei-jahre-hilfetelefon-gewalt-gegen-frauen-immer-mehr-frauen-brechen-ihr-schweigen.html

Auszug:

Heute erscheint der dritte Jahresbericht des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen". Rund 55.000-mal wurde das Hilfetelefon im Jahr 2015 kontaktiert – das sind rund elf Prozent mehr Kontakte als im Jahr zuvor. In mehr als 27.000 Fällen fand eine Beratung per Telefon, Chat oder E-Mail statt. 14.400 von Gewalt betroffene Personen erhielten Unterstützung in Form von Erstberatung, Krisenintervention, Information oder Weitervermittlung.

Studien belegen: 35 Prozent aller Frauen haben schon einmal körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlitten, jede vierte Frau erlebt Gewalt durch ihren Lebenspartner. Doch nur etwa 20 Prozent der Betroffenen wenden sich an eine Unterstützungseinrichtung.

Insbesondere Beratungen, die in anderen Sprachen stattfanden, konnten vielen Frauen weiterhelfen: Die Zahl der Beratungen mit Dolmetscherinnen haben im Vergleich zu 2014 um beinahe 70 Prozent zugenommen, wobei Polnisch und Arabisch am häufigsten nachgefragt wurden. Insgesamt wurde über 900-mal in einer Fremdsprache beraten.“

Hilfe für Geflüchtete Frauen:

https://www.hilfetelefon.de/aktuelles/unterstuetzung-fuer-frauen-im-fluechtlingskontext.html

Auszug:
Poster im Wartebereich der Asylberatung, Flyer beim Offenen Treff oder im Frauenzentrum – fast täglich erreichen das Hilfetelefon Anfragen von Fachkräfte im Flüchtlingskontext. Sie alle haben ein Ziel: Geflüchtete Frauen mit Informationsmaterialien auf das Beratungsangebot des Hilfetelefons aufmerksam machen. Denn geschlechtsspezifische Gewalt ist in vielen Flüchtlingsunterkünften ein fast tägliches Problem. Ohne die aufmerksamen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wüssten viele nicht, wohin sie sich wenden können."

Hier können Materialien zum Verteilen herunter geladen oder bestellt werden:

https://www.hilfetelefon.de/materialien-bestellen.html

Anfangs war ich skeptisch ob ein Hilfstelefon vom Bund (Bundesamt für Familie und Zivilgesellschaftliche Aufgaben) tatsächlich genutzt wird u. Auch die entsprechenden Fachleute am anderen Ende der Leitung sitzen. Wie konnte ich nur zweifeln.

Denn in diesem Fall wurde natürlich viel investiert aus Bundesmitteln - was bei anderen Frauenberatungsstellen u. Frauenhäusern nicht der Fall ist, die müssen sich jedes Jahr irgendwie durch rödeln mit Spenden - um vertrauliche, anonyme u. sichere Hilfe, aber vor allem eine ständige Erreichbarkeit zu ermöglichen.

Von daher kann ich euch nur erneut darum bitten diese Infos weiter zu reichen:

https://www.hilfetelefon.de/nav-footer/ueber-uns.html

Auszug:
„Am Hilfetelefon stehen den Anruferinnen und Anrufern qualifizierte Beraterinnen zur Verfügung. Die Beratung erfolgt anonym, vertraulich und unter Beachtung aller datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Dank einer speziellen Programmierung ist auch ein Besuch auf der Webseite des Hilfetelefons sicher. Ständige Erreichbarkeit, hohe Sicherheitsstandards, mehrsprachige Beratung sowie eine barrierefreie Umsetzung sollen gewaltbetroffene Frauen dazu ermutigen, sich an das Hilfetelefon zu wenden. Dies gilt insbesondere auch für jene Bevölkerungsgruppen, die die bestehenden Hilfsangebote bisher eher selten genutzt haben. Die Beratungsstelle spricht damit auch Migrantinnen, Frauen mit Behinderungen, ältere Frauen oder Opfer von Menschenhandel an.“

Hier nochmal alle Daten von der Titelseite.

http://www.hilfetelefon.de/aktuelles.html

Auszug:

„Unter der Nummer 08000 116 016 und via Online-Beratung können sich Betroffene, aber auch Angehörige, Freunde sowie Fachkräfte anonym und kostenfrei beraten lassen. Qualifizierte Beraterinnen stehen den Anrufenden vertraulich zur Seite und vermitteln sie auf Wunsch an Unterstützungsangebote vor Ort. Bei Bedarf werden Dolmetscherinnen in 15 Sprachen zum Gespräch hinzugeschaltet.“

Zum Wochenende gibt es heute wieder was von Luise F. Pusch, Professorin für Sprachwissenschaft. Schriftstellerin und Publizistin.

http://www.fembio.org/biographie.php/frau/blog/

Auszug:

„Das frauenbiographische Web-Portal FemBio wurde mit der Absicht gegründet, die mühsam erarbeiteten Frauenbiographien aus dem Kalender „Berühmte Frauen“ nicht verkommen zu lassen (der Kalender erscheint seit 1988 als Suhrkamp-Taschenbuch und verschwindet wie alle Kalender jedes Jahr im Orkus), sondern für die Öffentlichkeit zu erhalten.

In den 80er Jahren gab es fast kein öffentliches Bewusstsein über kulturelle Leistungen von Frauen. Auf den Geldscheinen: Köpfe berühmter Männer. Auf den Briefmarken: Köpfe berühmter Männer. Intercity-Züge trugen Namen berühmter Männer. Straßen, Plätze und Gebäude trugen Namen berühmter Männer. Die Botschaft dieser männlichen Selbstfeier für uns Frauen war: „Ihr habt nichts zur Geschichte und Kultur der Menschheit beigetragen, ihr seid nicht der Rede wert.“

Aber so funktioniert die Erinnerungskultur nicht, wie wir inzwischen wissen. Eine Gesellschaft baut denjenigen Personen Denkmäler, die ihre Werte am besten verkörpern. Im Patriarchat sind das die Männer. Im Faschismus sind es Faschisten: Unter Hitler gab es Hitler-Briefmarken, Hitlerstraßen und Adolf-Hitler-Plätze. Erst mit der zweiten Frauenbewegung begann die Aufarbeitung der immer wieder vernachlässigten und mit Fleiß vergessenen weiblichen Geschichte und ihrer großen Persönlichkeiten(...)“

Es lohnt sich wirklich bei FemBio zu stöbern. :-)

Euch ein sonniges Wochenende

und liebe Grüße
Violine

 

 

11.02.2016 um 19:38 Uhr

One Billion Rising 2016

Hallo Ihr Lieben!

Am Sonntag ist es wieder soweit.

One Billion Rising fordert alle Frauen auf am 14.2. rauszugehen, sich zu erheben, zu tanzen, aufzustampfen u. das Ende der Gewalt an Frauen zu fordern.

http://www.onebillionrising.de/

Auszug:

Jede 3. Frau weltweit war bereits Opfer von Gewalt, wurde geschlagen, zu sexuellem Kontakt gezwungen, vergewaltigt oder in anderer Form misshandelt.

Jede 3. Frau, das sind eine Milliarde Frauen (one billion), denen Gewalt angetan wird … ein unfassbares Gräuel.

Am 14. Februar lädt der V-Day eine Milliarde Frauen dazu ein, raus zu gehen, zu tanzen und sich zu erheben, um das Ende dieser Gewalt zu fordern.

Eine Milliarde Frauen – und Männer – überall auf der Welt.

Wir zeigen der Welt unsere kollektive Stärke und unsere globale Solidarität über alle Grenzen hinweg.

Zeig auch Du der Welt am 14. Februar, wie EINE MILLIARDE aussieht.

Am 14. Februar sieht sie aus wie eine REVOLUTION.

Macht alle mit!“

Und weiter aus dem o.g.Link:

ONE BILLION RISING … ist ein globaler Streik, eine Einladung zum Tanz als Ausdruck unserer Kraft, ein Akt weltweiter Solidarität, eine weltweite Demonstration der Gemeinsamkeit.

ONE BILLION RISING…das bedeutet, ins öffentliche und ins individuelle Bewusstsein zu rufen, womit Frauen sich tagtäglich auseinandersetzen müssen.

ONE BILLION RISING…zeigt, wie viele wir sind, die sich weigern, Gewalt gegen Mädchen und Frauen als unabänderliche Tatsache hinzunehmen.“

Hier findet ihr weitere Infos u. auch einige Musik Videos womit ihr Menschen zum Mitmachen animieren könnt:

http://www.onebillionrising.de/obr-toolkit/

Außerdem noch ein paar Videos zur Choreographie:

https://www.youtube.com/watch?v=HHhg8QMOlM4&list=PLTI3_kh4F2XDNm7WY7ikJ11GhP8GPov4Q

Dann legt mal los! :-)

Liebe Grüße

Violine

01.02.2016 um 07:34 Uhr

Was weggelassen wird

Hallo Ihr Lieben!

Ich kann den Schnabel doch nicht halten. ;-)

Diese zwei lesenswerte Artikel möchte ich euch nicht vorenthalten. Bei beiden geht es um die Ereignisse der Silvesternacht. Nur aus jeweils anderen Perspektiven.

Im ersten Artikel geht es um das Frauenbild in der islamischen Welt u. das linke "Multikulti Schutzprotektorat", wie es der Autor nennt. Sehr treffender Ausdruck.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gastbeitrag-von-samuel-schirmbeck-zum-muslimischen-frauenbild-14007010.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Auszug: „Was in der Silvesternacht in Köln passierte, passiert jetzt, in diesem Moment und wie selbstverständlich, am helllichten Tag hunderttausendfach in Nordafrika und in der arabischen Welt: Frauen werden sexuell belästigt, gedemütigt und, so sie es wagen, sich den Übergriffen zu widersetzen, als „Schlampen“ oder „Huren“ beschimpft.

Sexuelle Übergriffe sind in islamischen Ländern die Regel und nicht Ausnahmen. Eine Muslimin kann in Deutschland den Bus nehmen, ohne befürchten zu müssen, begrabscht zu werden, eine Europäerin in Nordafrika kann das nicht. Davon konnte ich mich während meines zehnjährigen Aufenthaltes in Algerien und Marokko überzeugen. Eine Muslimin kann in Deutschland auf den Markt gehen, ohne plötzlich Männerhände am Hintern zu spüren, eine Europäerin kann das in Nordafrika nicht.“

Weiter führt er aus: „Um so schockierender fand ich nach meiner Rückkehr aus Nordafrika den Blick meiner alten Weggefährten sowie des linksliberalen Mainstreams einschließlich der SPD und der Grünen auf die muslimische Welt: Sie schienen keine Ahnung zu haben von dem, was dort vor sich ging, wie sehr Frauen dort unter religiösen Diktaten litten, nachdenkliche Menschen von Staat und Staatsislam gleichzeitig fertiggemacht wurden. Sie schienen völlig zu ignorieren, wie sehr Islam und Diktatur letztlich Hand in Hand arbeiteten, wenn es darum ging, ihre gemeinsamen Hauptfeinde zur Strecke zu bringen: die Demokratie, die Menschenrechte, die Religionsfreiheit, die Gleichberechtigung.

Die muslimische Dissidenz à la Necla Kelek, Seyran Ates, Taslima Nasreen, Hirsi Ali et cetera wurde von Linken und Linksliberalen in Deutschland kaum ernst genommen, wenn nicht sogar verhöhnt oder als „islamophob“ diffamiert. Meinungsfreiheit und Demokratie, so war zu lesen, seien nicht unbedingt Lebensformen, nach denen sich die arabische Welt sehne. Das gesamte linke und linksliberale Spektrum baute jedoch eifrig an einem Multikulti-Schutzprotektorat für das Kopftuch samt dahinter steckendem Frauenbild, den Hass auf den „Westen“, die Verschonung des Islams vor jeder Kritik. In diesem intellekt- und kritikfeindlichen Dunst konnten die Parallelgesellschaften aufblühen. Dieses Nicht-wissen-Wollen war unfassbar.“

Und ist immer noch unfassbar. Denn die Realität dieser Parallelgesellschaften wird weiterhin geleugnet u. verharmlost von fast allen PolitikerInnen.

Ich persönlich bin weiterhin dafür an die jeweiligen Abgeordneten zu schreiben u. sie mit diesen Fakten zu konfrontieren. Öffentlich versteht sich. Deshalb hier nochmal der Link zu abgeordnetenwatch.de. Dort kann jede/r an die Bundes u. auch Europaabgeordneten schreiben.

http://www.abgeordnetenwatch.de/

https://www.abgeordnetenwatch.de/eu
https://www.abgeordnetenwatch.de/petitionen

Im nächsten Artikel aus der EMMA geht es um die Opfer der Silvesternacht. Denn von denen hören wir kaum noch etwas in den Medien.

http://www.emma.de/artikel/silvester-und-die-gefuehle-der-opfer-331475

Auszug: „Anabel Schunke will sich nicht von Männern vor anderen Männern beschützen lassen. Sie will sich alleine und frei in Deutschland bewegen können.

Es geht um das, was in dieser Debatte bisher so vernachlässigt wurde. Denn am allermeisten war man darauf erpicht, über die Täter und ihre Gefühle zu reden, ihren kulturellen Hintergrund zu verstehen und vor allem die Menschen dazu zu erziehen, Flüchtlinge jetzt nicht kollektiv zu verurteilen.

Worum es nie wirklich ging, waren die Gefühle der Frauen. Sowohl der Opfer selbst, die akut betroffen waren als auch der Frauen hierzulande insgesamt, die mit einem Mal in einem nie geahnten Ausmaß mit einer kulturellen Prägung konfrontiert werden, die sie zu ehrlosem Freiwild erklärt. Damit hat der Erziehungsjournalismus eine neue Dimension angenommen. Im Bestreben, die Menschen bloß nicht gegen Flüchtlinge aufzubringen, wird der Tanz ums goldene Kalb veranstaltet.

Der Weg zu einem solchen Diskurs scheint indes immer noch entsetzlich lang zu sein. Unmensch ist in Deutschland nämlich immer noch nicht der, der Frauen kollektiv sexuell belästigt und vergewaltigt, sondern wer ausspricht, dass diese Menschen ihr Gastrecht mit solchen Taten verwirken. Unmensch ist , wer von seinem Hausrecht Gebrauch macht und Personengruppen ausschließt, weil immer mehr Übergriffe seine Existenz gefährden, nicht der, der seine Landsleute und andere diesem Kollektivverdacht aussetzt. Unmensch ist letztlich der, der kulturelle Hintergründe solcher Taten benennt und nicht der, der aufgrund seiner Kultur Frauen als ehrloses Freiwild ansieht. Einzig Alice Schwarzer und den aktuellen Beiträgen in ihrer Zeitschrift EMMA ist es zu verdanken, dass diese Aspekte überhaupt an einer Stelle medial aufgegriffen wurden.“

Diese Frau, samt der EMMA sprechen mir aus der Seele. Nicht die Täter werden zu Unmenschen erklärt, sondern die Menschen, die es wagen darüber öffentlich zu sprechen was hier, verflixt nochmal, schief läuft. Und das in einem (vermeintlichen) Rechtsstaat.

Wie weit soll diese Leugnung der Tatsachen eigentlich noch gehen? Ja, das muss mal gesagt werden.

Zum Wochenbeginn euch viel Kraft

und liebe Grüße

Violine

 


Nachgeschoben:
Hier noch etwas zum Entspannen. :-)

Singvögel im Frühjahr (ca. 6 Min.)

https://www.youtube.com/watch?v=EGWusyZnhEs

Garden Birds Feeding (10 Min.)

https://www.youtube.com/watch?v=baX_LbZ3Zrc



09.01.2016 um 12:58 Uhr

Schuhe werfen

Hallo Ihr Lieben!

Die Wellen schlagen hoch. Zu Recht finde ich.

Wir Frauen lassen uns ganz gewiss nicht von muslimischen Männer Rudeln unsere schwer erkämpften Frauenrechte nehmen. Ebenso wenig lassen wir uns durch unsere hilflos rudernden PolitikerInnen entmutigen.

Vorgestern wurde bekannt, dass die Frauen in Köln an Silvester tatsächlich auch von frisch eingereisten Flüchtlingen sexuell belästigt wurden u. die Polizei von Tätern daran gehindert wurden, einzugreifen.

http://m.welt.de/politik/deutschland/article150735341/Die-meisten-waren-frisch-eingereiste-Asylbewerber.html?wtrid=socialmedia.socialflow....socialflow_twitter

Auszug:

„Die Personenkontrollen ergaben laut Kölner Polizisten: „Nur bei einer kleinen Minderheit handelte es sich um Nordafrikaner, beim Großteil der Kontrollierten um Syrer.“ „Die meisten waren frisch eingereiste Asylbewerber. Sie haben Dokumente vorgelegt, die beim Stellen eines Asylantrags ausgehändigt werden.“

Weshalb ich das schreibe? Weil in den Medien immer noch kursiert, dass keine Flüchtlinge unter den Täter waren. Wenn wir schon dabei sind alles richtig zu stellen was vertuscht wurde, dann die volle Wahrheit.

Und die Internationale Presse wundert sich wieso Politik u. Polizei die Taten versucht haben zu vertuschen, totzuschweigen, nur um rechtsgerichtete Reaktionen zu verhindern.

http://www.gmx.net/magazine/panorama/uebergriffe-koeln-silvester/internationale-pressestimmen-uebergriffen-koeln-gesellschaft-entflammt-31259172

Auszug:

„Dazu schreibt der irische "Independent": "Anstatt sich mit Nachdruck solch schockierender Übergriffe anzunehmen, haben die deutschen Behörden versucht, es zu vertuschen. Der Grund für diese bizarre Reaktion scheint zu sein, dass (...) man eine Gegenreaktion auf die Flüchtlinge befürchtete. Während aber die Polizei und die Politiker die Menschen anflehen, die Delikte nicht mit den 10.000 Flüchtlingen, die Köln im letzten Jahr erreichten, in Verbindung zu bringen (...) haben ihre Versuche viele nur darin bestätigt, dass Flüchtlinge beteiligt gewesen sein müssen. Anders ausgedrückt: Weshalb war die Antwort Schweigen?"

Was bestimmt eigentlich das Handeln unserer PolitikerInnen? Angst?!

Seit vielen Jahren gibt es geduldete Parallelgesellschaften mit Scharia-Justiz mitten in Deutschland. Genitalverstümmelung von Mädchen - geduldet. Prügelstrafen bei muslimischen Frauen - geduldet. Stadtviertel die von muslimischen Mafia Gangs beherrscht werden, alles geduldet weil es rechtliche Lücken gibt u. die Regierung die Polizeikräfte zusammen gekürzt hat.

Die Polizisten selber müssen diese politische Sparpolitik ausbaden u. Straftäter wieder laufen lassen, wie an Silvester geschehen. Kein Wunder sind auch sie gefrustet. Sie sollen die Rechte der BürgerInnen schützen u. werden durch die Politik daran gehindert.

„Der Staat war nicht mehr Herr der Lage“ schreibt die Bundespolizei: http://www.gmx.net/magazine/panorama/uebergriffe-koeln-silvester/interner-polizeibericht-koelner-silvesternacht-gleichen-zeit-31259386

Unser Staat ist schon lange nicht mehr „Herr der Lage“. Es gibt in Berlin u. anderen Städten ganze Stadtteile, die in Händen marodierender arabischer Männerbanden u. Familienclans sind. Die Polizei hat nicht die nötigen rechtlichen Mittel um ihrer habhaft zu werden. Schutzgeld, Drogenhandel, Rotlichtmilieu. Und dazu eine Paralleljustiz. 

http://www.morgenpost.de/berlin/article206815765/Die-kriminelle-Parallelwelt-der-Familienclans-in-Berlin.html

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/arabische-grossfamilien-staat-kuscht-vor-kriminellen-clans-a-721741.html

http://www.morgenpost.de/berlin/article206805393/Kriminelle-Klans-verbreiten-Angst-in-Berliner-Kiezen.html

Auszug:

"Wachsende Parallelgesellschaften stellen in Berlin in zunehmendem Maße ein erhebliches Problem dar. Verantwortlich für das Entstehen und die Verfestigung solcher Strukturen sind dabei vor allem zwei Gruppen, Klans und Großfamilien mit Bezügen zur Organisierten Kriminalität und besonders fanatische Gruppen von Salafisten, die ganz bewusst Parallelwelten erschaffen, in der geltendes Rechts vollständig ignoriert wird."

Natürlich wissen wir das alles. Es geschieht ja rings um uns herum. Und jetzt strömen abertausende Flüchtlinge zu uns u. die Sorgen der Bevölkerung werden ignoriert, verharmlost u. zu Hetze gegen Ausländer gemacht. Es kann nicht angehen, dass Menschen in D der Mund verboten wird nur weil sie berechtigte Sorgen haben u. sie dann sogar in die rechte Nazi-Schublade gesteckt werden.

Und nein, ich bin kein Nazi. - So einen Satz muss man ja heute ständig nachschieben. - Ich mag MultiKulti, wenn dabei die uns zugesicherten Menschen/Frauenrechte nicht mit Füßen getreten u. außer Kraft gesetzt werden aus scheinbar „religiöser Toleranz“ oder weil es zuviele Gesetzeslücken gibt.

Als Krönung nun also der Versuch von Regierung u. Behörden die Vorfälle an Silvester in Köln zu verharmlosen u. zu vertuschen.

http://www.tagesspiegel.de/medien/kritik-an-den-medien-wegen-koeln-berichterstattung-schweigekartell-und-nachrichtensperren/12797422.html

Eine Regierung die den Rechtsstaat selber untergräbt? Der versucht uns was vorzumachen. So kann es selbstverständlich nicht weiter gehen. Wir sind mündige u. erwachsene BürgerInnen. Also sprechen wir drüber.

Zu den Tätern:

So wie arabische Männer in ihren Ländern auf Regierungen spucken oder Schuhe werfen, um ihre Verachtung zu zeigen so sollten wir Frauen auf die Straße gehen u. diesen Tätern(!) u. ihren Taten - nur diesen, nicht pauschal allen Flüchtlingen, was ja wohl logisch ist -  demonstrativ Schuhe u. Pantoffeln ins Gesicht werfen oder vor die Füße. Symbolisch natürlich.

Werfen wir den Tätern ihre islamistische Rückschrittlichkeit u. Frauenverachtung vor die Füße. Nicht mit uns. Wir Frauen haben Rechte u. lassen uns nicht einschüchtern. Nicht von Männern ohne Eier in der Hose, die es nötig haben Frauen zu begrabschen um sich mächtig zu fühlen. Erbärmlich.

Ebenso wenig lassen wir uns von Politik u. Medien den Mund verbieten, wenn unsere Rechte verletzt werden. Ich glaub, es hakt. Nö, nö. So nicht Leute. Macht euren Job richtig.

An die Betroffenen/Opfer:

Traut euch u. meldet euch bei Frauennotrufen, Frauenberatungsstellen oder beim Bundesweiten Hilfetelefon für Frauen. Die Täter ganz alleine sind die Schuldigen, tragen die Verantwortung für ihr abscheuliches Verhalten!! Keiner sonst! Ich habe vor vielen Jahren selber solche sexuellen Übergriffe durch ausländische Männer Rudel erlitten, mehrfach u. weiß ganz genau, wie sich das anfühlt. Die Ohnmacht, der Ekel, die Hilflosigkeit.

Traut euch bitte! Ihr werdet ernst genommen in eurer Not. Rechts in meiner Link Liste findet ihr die Webseite des Hilfstelefons für Frauen u. Frauennotrufe nach Bundesländern sortiert. Hier aber mal zwei Links, damit es schneller geht. :-)

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen

http://www.hilfetelefon.de/aktuelles.html

Frauennotrufe u. Frauenberatungsstellen

https://www.frauen-gegen-gewalt.de/hilfe-beratung.html

Holt euch Unterstützung u. Hilfe!

Ansonsten freue ich mich auf Flüchtlinge die hier Schutz u. Sicherheit finden u. deshalb nach D kommen, weil wir ein Rechtsstaat sind u. sie genau in so einem leben wollen.

So, das war das Wort zum Wochenende. :-)

Nun mal gucken, ob ich noch schöne,

harmlose Links für euch habe.

Winter Vogelfütterung

https://www.youtube.com/watch?v=hu2qVU1gsAs

Eichelhäher am Vogelhaus

https://www.youtube.com/watch?v=9gRI9g7Jt9g

Was mir die Krähe erzählt hat

(Ulkiger u. philosophischer kleiner Film)

https://www.youtube.com/watch?v=czc9Z4t_9NE

In diesem Sinne euch eine entspannte Zeit

und liebe Grüße

Violine

 

Nachgeschoben I:

Was leider noch gesagt werden muss: Sexuelle Belästigung ist in D nicht strafbar! Obwohl Frauennotrufe u. Beratungsstellen schon seit Jahren eine Änderung der Gesetze fordern u. auf die Barrikaden gehen, wurde bisher nichts daran geändert. Es gab letztes Jahr auch eine Petition zum Thema: https://www.change.org/p/heikomaas-schaffen-sie-ein-modernes-sexualstrafrecht-neinheisstnein  Heute hat Chantal Louis noch einen Artikel über die ganze Sachlage geschrieben, hier zu finden: http://www.emma.de/artikel/koeln-die-taeter-abschieben-fehlanzeige-331289   Ich würde sagen, rennt dem Justizminister die Türen ein.

Nachgeschoben II (13.1.16):

Diesen Artikel finde ich lesenswert, denn es zeigt überaus deutlich was geschehen kann, wenn zu lange weggesehen u. geschwiegen wird. Außerdem beleuchtet es die Hintergründe zum besseren Verständnis:

http://www.cicero.de/berliner-republik/zu-den-ereignissen-koeln-religion-ist-mitverantwortlich/60341

Auszug:

„Die Übergriffe auf Frauen haben auch etwas mit dem Islam zu tun, sagt Hamed Abdel-Samad. Die strenge Sexualmoral, die Hierarchisierung und Geschlechterapartheid schlage sich oft ins Gegenteil um. Eine Religion, die die Frau entweder als Besitz oder Gefahr sieht, ist Teil des Problems.

Ich komme aus Ägypten, wo sexuelle Belästigung für Frauen ein unerträgliches Ausmaß erreicht hatte, weil man dieses Phänomen am Anfang entweder verschwiegen oder verharmlost hatte. Zum einen wollte man nicht zugeben, dass in einer vermeintlich moralisch-religiösen Gesellschaft viele Frauen sexuell belästigt werden. Zum anderen hatte man Angst um den Tourismus, der eine der Hauptquellen des Einkommens des Landes ist. Man ging sogar noch weiter und machte die Opfer selbst für das Phänomen verantwortlich. Wegen ihrer Art, sich zu kleiden. Die Verlogenheit und die Angst um das eigene Image hatten dazu geführt, dass aus einem kleinen Phänomen eine Epidemie geworden ist.

Die junge Generation in der islamischen Welt ist in einer Dualität aufgewachsen. Zuhause und in der Moschee wird sie moralisch streng erzogen. Männer und Frauen haben kaum eine Chance, eine gesunde, symmetrische Beziehung zueinander aufzubauen. Im Internet dagegen erleben sie eine Welt, in der es keine Grenzen zwischen Mann und Frau, in der es keine festgeschriebene Moral gibt. Islamische Länder sind beim Konsum von Porno-Videos ganz oben auf der Liste. Diese Dualität schafft ein gestörtes Verhältnis der Männer zu Frauen. Von dieser Dualität sind auch viele junge Muslime betroffen, die in geschlossenen Communities in Europa leben und dennoch den Verführungen einer offenen Gesellschaft ausgesetzt sind.

Wir erleben seit Jahren Auflösungserscheinungen in der arabischen Welt. Das führt zu mehr Individualisierung. Durch Auflösungs- und Individualisierungsprozesse wurden vier Phänomene beschleunigt: der Terrorismus, die Protestbewegung, die Auswanderung und die sexuelle Belästigung. Alle vier Phänomene sind zurückzuführen auf den rasanten gesellschaftlichen Wandel."

 

 

 

06.01.2016 um 12:58 Uhr

Wenn 's System hat...

Hallo Ihr Lieben!


Ich hoffe ihr seid gut ins neue Jahr gekommen.
Nun steige ich gleich voll ein ins Thema Gewalt an Frauen.
Als Hinweis für die Zartbesaiteten. ;-)

So wenig über Missbrauch/Sexuelle Gewalt an Kindern gesprochen wird so wenig wird auch über die alltägliche Gewalt von Männern gegen Frauen geredet. Nur wenn was passiert kommen empörte Reaktionen. Das reicht aber nicht!

Vorab zur Erinnerung ein Hinweis auf das Bundesweite Hilfetelefon wo Frauen rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, auch an Sonn- u. Feiertagen anrufen können wenn sie Gewalt erlitten haben, egal welcher Art.

Online Beratung - Mehrsprachig - Gebärdensprache

Die Nummer des Hilfetelefons: 08000-116016
Kostenlos – Vertraulich – Rund um die Uhr

Hier geht es zur Infoseite:

https://www.hilfetelefon.de/aktuelles/gemeinsam-brechen-wir-das-schweigen-aktionsvideo-mit-prominenten-unterstuetzerinnen-und-unterstuetzern.html

Auszug:

Im Video zur Aktion #schweigenbrechen erklären prominente Unterstützerinnen und Unterstützer des Hilfetelefons, warum in der Öffentlichkeit mehr über das Thema "Gewalt gegen Frauen" gesprochen werden muss. Zudem ermutigen sie gewaltbetroffene Frauen, sich vertrauensvoll an das Hilfetelefon zu wenden.“

Doch worum genau geht es eigentlich wenn wir über sexualisierte Gewalt an Frauen sprechen?

Geplant hatte ich einen Überblick, welche Formen von Gewalt Frauen täglich erleben müssen. Und dann kam Silvester in Köln. Zahllose Frauen, die einfach nur Spaß haben wollten sind nun Betroffene/Opfer geworden.

Erschreckend. Über 90 Frauen wurden an Silvester in Köln auf einem öffentlichen Platz brutal sexuell belästigt. Die Präsenz der Polizei hat die Gewalttäter nicht davon abgehalten. Arabische u. nordafrikanische Männergruppen sind ganz gezielt auf Frauen losgegangen um sie sexuell zu belästigen.

Skandalös. Obwohl bereits direkt in der Silvesternacht in den Sozialen Netzwerken über die Sexualstraftaten an den vielen Frauen berichtet wurde, sprachen Polizei wie die öffentlichen Medien nur über kleinere Diebstähle. Es gab keine Berichte in den bekannten Medien über diese Gewalttaten an den Frauen. In den ersten Tagen das große Verschweigen. Aus Sorge es könnte den Rechten nutzen. Alles verlief friedlich hieß es. Das ist eine Schande.

EMMA hat sich nicht den Mund verbieten lassen:

http://www.emma.de/artikel/koeln-frauen-berichten-emma-vom-terror-331129

Auszug:
Opfer melden sich bei EMMA. Und Frauen fragen: Wie konnte das geschehen, dass in der Silvesternacht mitten in Köln direkt am Hauptbahnhof Männer in großen Rudeln über Frauen herfallen. Schon jetzt haben zahlreiche Opfer Anzeige wegen sexueller Gewalt erstattet. Und es werden immer mehr. Wo war eigentlich die Polizei? Und wie haben die anderen Passanten reagiert? Weggeguckt?

Es sollen zeitweise tausend Männer gewesen sein. Eine der überfallenen Frauen berichtet von „Fingern in allen Körperöffnungen“. Einer anderen haben sie „Strumpfhose und Slip vom Leib gerissen“. Eine weitere erzählt, dass rund 30 Männer sie umstellt, als „Schlampe“ beschimpft und ihr an den Hintern, an die Brüste und zwischen die Beine gefasst haben.

Das waren Szenen, wie wir sie aus dem Fernsehen vom Tahrir-Platz kannten, als die Situation in Ägypten eskalierte und unzählige Frauen – Ägypterinnen wie westliche Journalistinnen - Opfer sexueller Gewalt wurden. Aber diesmal fanden diese massenhaften Übergriffe nicht in Ägypten statt und auch in keinem anderen Bürgerkriegsland, sondern mitten in Deutschland. Und an einem der angeblich am besten gesicherten Orte in ganz Deutschland: dem Kölner Hauptbahnhof.“

Inzwischen tönen PolitikerInnen u. Polizei, dass sie so etwas noch nie erlebt hätten u. überrumpelt wurden von dem ganzen Szenario. Ach ja?

Und der Oberbürgermeisterin von Köln fiel nichts Besseres ein als Frauen/Betroffenen “Verhaltensregeln“ zu nennen, damit so etwas nicht wieder passiert. Und was ist mit den Verhaltensregeln für die Täter?! Dafür hat sie im Internet schon richtig eins auf die Nase bekommen.

Die Polizei hat zugeschaut. So beschreibt eine betroffene Frau ihre Erfahrungen auf dem Kölner Bahnhof, wo sie zusammen mit einer Freundin eine Viertelstunde - vor den Augen der Polizisten - versuchten sich vor den Belästigungen zu schützen.

http://www.emma.de/artikel/drei-stunden-koelner-hauptbahnhof-331147

Auszug:

„Selina, 26, hat mit ihrer Freundin an Silvester drei Stunden am Kölner Hauptbahnhof verbracht. Was die Frauen erlebt haben, macht sie immer noch fassungslos. Einige Männer haben uns umstellt und uns beobachtet. Andere haben uns mehrfach angesprochen. Wenn wir sie weggeschickt haben, haben sie uns als ‚Schlampe’ oder als ‚Bitch’ beschimpft. Die meisten sprachen kein Deutsch. Sie sind an uns vorbeigelaufen und haben uns angefasst – und als wir woanders hingegangen sind, sind sie uns gefolgt.

Und die Polizei, ja... Die habe ich natürlich gesehen. Die waren auf den gesamten Bahnhof verteilt, in unserer Nähe waren höchstens acht Beamte. Die haben uns von Weitem mitleidig dabei zugeschaut, wie wir versucht haben, diese Männer abzuwehren. Aber gekommen ist keiner von diesen Polizisten, eingegriffen hat schon gar keiner.“

Die Aussagen der Polizei u. auch des Justizministers, dass dies eine „neue Dimension von Gewalt“ sei ist Blödsinn. Ich habe schon in den 70igern, 80igern u. 90igern solche arabischen, türkischen u. auch indischen Männerpulks gesehen. Sie greifen ganz gezielt Frauen an die Geschlechtsteile in aller Öffentlichkeit. Diese sexuelle Gewalt hat System!

Ich habe es selber erlebt, leider. Natürlich sind ringsherum immer andere Menschen. Die Täter formieren sich um eine Frau herum u. greifen gezielt in den Schritt, in die Vagina, in den Po, an die Brüste. Hämisch lachend oder sie beschimpfen die Frau als Schlampe u. Hure. Das alles passiert innerhalb von Sekunden u. es gibt kein Entkommen.

Damals habe ich diese Männer nicht angezeigt, weil kein Mensch drüber gesprochen hat oder es stets hieß, dann hast du dich als Frau falsch gekleidet u. verhalten. Die Frau war „Schuld“, wenn Männer sie sexuell belästigten. Heute wird zum Glück drüber gesprochen.

Deswegen bitte ich alle Frauen, die so etwas damals durchgemacht haben oder heute erleben, sich bei den EMMAs zu melden oder beim Hilfstelefon. Hier nochmal die Nummer:

08000-116016 und die Webseite:

http://www.hilfetelefon.de/aktuelles.html

Um auf etwas harmloseren Boden zurück zu kehren noch zwei schöne Links für euch.;-)


Vögel am Vogelhaus im Schnee
https://www.youtube.com/watch?v=qKHxwzA7sVY

Eine amüsante Geschichte.:-)

http://www.blogigo.de/Zaubermantel/Rettungspaket/1626/

Jetzt wünsche ich euch noch eine gute Woche

und liebe Grüße
Violine

Nachtrag:
„Der Staat war nicht mehr Herr der Lage“ schreibt die Bundespolizei: http://www.gmx.net/magazine/panorama/uebergriffe-koeln-silvester/interner-polizeibericht-koelner-silvesternacht-gleichen-zeit-31259386 Unser Staat ist schon lange nicht mehr „Herr der Lage“. Geduldete Parallelgesellschaften mit Scharia-Justiz etc., alles aus „religiöser Toleranz“. Wenn die deutschen Behörden jetzt nicht knallhart gegen diese Verbrecher vorgeht u. sie ausweist(!), werden diese Gewaltexzesse alltäglich werden. Nichts Samthandschuhe. Das wird uns als Schwäche ausgelegt. Diese Menschen verändern ihr Verhalten nur dann, wenn unsere Regierung Stärke zeigt.

 

 



24.11.2015 um 08:14 Uhr

Alle Jahre wieder

Hallo Ihr Lieben!

Alle Jahre wieder...

Erinnern wir Frauen daran wie viel Gewalt Frauen tagtäglich weltweit erleiden müssen. Trotz unzähliger Projekte, Hilfseinrichtungen, Petitionen, Fördermittel u. Aufklärungskampagnen.

Alle Jahre wieder...

Wird am 25. November weltweit vor Regierungsgebäuden demonstriert, Forderungsschriften an PolitikerInnen ausgehändigt, auf die desaströsen Zustände in Frauenhäusern aufmerksam gemacht, auf Lücken in Gesetzestexten hingewiesen u. Appelle veröffentlicht.

Alle Jahre wieder...

Lassen sich PolitikerInnen gerne bei diesen Veranstaltungen blicken u. ablichten. Aber geändert hat sich in all den Jahren kaum etwas. Große Reden, kleine Folgen. Alles nur Schall u. Rauch.

Alle Jahre wieder...

Veröffentliche ich hier das, was nur die Spitze des Eisberges ist. Aufklärung ist wichtig. Die Augen öffnen u. hinsehen. Doch bin ich persönlich der Überzeugung dass unsere Regierung träge geworden ist. Es braucht wieder Frauen die auf die Straße gehen, eine Welle lostreten. Und damit meine ich keine kleine Demo, sondern eine Bewegung.

Jetzt zu den Fakten:

http://www.autonome-frauenhaeuser-zif.de/de/content/pressemitteilung-der-zif-zum-25112015

Auszug:

„Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen hat die ZIF eine Pressemitteilung herausgegeben. Die Zahl der von ihren (Ex-)Partnern getöteten Frauen in Deutschland ist weiter angestiegen. Trotzdem ist der Schutz für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder weiterhin lückenhaft. Sorgerechts- und Umgangsregelungen sowie ausländerrechtliche Bestimmungen erschweren für viele Frauen und Kinder den schnellen und unbürokratischen Zugang zu Schutz und Unterstützung. Auch barrierefreie Frauenhäuser fehlen fast überall.“


Hier die Pressemitteilung der ZIF:

http://www.autonome-frauenhaeuser-zif.de/sites/default/files/report_attachment/2015-11_pressemitteilung_zif-auton._frauenhaeuser_zum_25.11.2015_0.pdf

Auszug:

Im Jahr 2014 wurden in Deutschland 160 Frauen von ihren Ehemännern, Partnern und Ex-Partnern getötet (2013: 138 Frauen; 2012: 106 Frauen). Diese erschreckende Zahl bildet nur die Spitze des Eisbergs tagtäglicher Gewalt gegen Frauen in Deutschland ab. Auch die Studie der Europäischen Menschenrechtsagentur aus 2014 zeigt ein hohes Ausmaß von Gewalt gegen Frauen in Deutschland auf: 35% der Frauen in Deutschland haben seit dem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexualisierte Gewalt erfahren – meist durch den eigenen Partner (22%).

In 18 europäischen Ländern ist das „Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“ in Kraft getreten und ist damit geltendes Recht leider nicht in Deutschland! Deutschland hat das Übereinkommen zwar schon am 11.05.2011 unterzeichnet, bisher aber immer noch nicht ratifiziert.“

Habt ihr richtig gelesen: Deutschlands Regierung verschleppt den Schutz der Frauen vor Gewalt. Die immer noch herrschende alltägliche Gewalt gegen Frauen ist ein Skandal!


Schauen wir nun auch auf die aktuellen Nöte der flüchtigen Frauen, die auf dem Weg nach Europa sind. Denn diese Frauen u. Kinder sind noch schutzloser. Terre des Femmes berichtet:

http://frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/aktuelles-zu-frauenrechten-allgemein/1888-terre-des-femmes-fordert-besonderen-schutz-fuer-frauen-auf-der-flucht

Auszug:

Frauen auf der Flucht sind besonders schutzbedürftig. Sie sind in allen Phasen der Flucht einem besonderen Risiko geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt. Auch leiden viele weibliche Geflüchtete unter geschlechtsspezifischen Gewalterfahrungen, die sie bereits in ihren Herkunftsländern gemacht haben. TERRE DES FEMMES fordert, dass der besonderen Schutzbedürftigkeit von Frauen und Minderjährigen auf allen Etappen der Flucht Rechnung getragen wird.“

Diese Tage besuchten mehrere Nobelpreisträgerinnen u. Frauenrechtlerinnen flüchtende Frauen an den EU-Grenzen u. in Flüchtlingslagern. Die Situation kann nicht schlimmer sein:

http://www.emma.de/artikel/nobelpreistraegerinnen-von-belgrad-nach-berlin-330863

Auszug:

„Die drei Friedensnobelpreisträgerinnen Shirin Ebadi, Jody Williams und Tawakkol Karman (Foto Mitte) wollten mit eigenen Augen sehen, wie es Frauen auf der Flucht ergeht. Fünf Tage lang sprachen sie in Serbien und Kroatien mit Flüchtlingsfrauen, HelferInnen und PolitikerInnen. Jetzt zogen sie auf einer Pressekonferenz Bilanz.

Ein großes Problem sind die vielen schwangeren Frauen und Mütter mit auf der Flucht geborenen Babys“, erzählt Jody Williams. Es liegt auf der Hand, dass viele dieser Schwangerschaften durch Vergewaltigungen entstanden sind. Die Zahl der Flüchtlingsfrauen ist erheblich gestiegen. Waren im Frühjahr nur etwa jeder zehnte Flüchtling eine Frau, ist es jetzt schon jeder dritte. „Und wir wissen, dass die meisten Übergriffe an den ‚Bottleneck Points‘ passieren“, an den Nadelöhren, die überall dort entstehen, wo Grenzzäune hochgezogen werden. „Da, wo die Menschen gezwungen sind, draußen zu campieren, wo Frauen und Männer zusammen übernachten müssen, sind speziell die alleinreisenden Frauen ungeschützt“, erklärt Rachel Vincent von der Nobel Women’s Initiative. Man habe noch keine statistisch verwertbaren Daten-Reports, aber „wir können sicher sein, dass die Berichte der Frauen nur die Spitze des Eisbergs sind“.

Diese Flüchtlingsfrauen kommen aus Ländern in denen es kaum oder gar keine Frauenrechte gibt. Aus Ländern in denen Mädchen an ihren Genitalien verstümmelt werden u. sie jungfräulich verheiratet oder verkauft werden. Generationen von Mädchen, die von Bildung fern gehalten werden u. deren männliche Verwandte sie wie Sklavinnen behandeln.

Kein Wunder also dass sich Mütter alleine mit ihren Kindern aufmachen nach Europa. Sie haben bereits die Hölle Zuhause erlitten, sind verstümmelt an Körper u. Seele. Und werden dann auf europäischem Boden oder in deutschen Flüchtlingsunterkünften von ihren Landsmännern erneut vergewaltigt.

Egal wo wir hinschauen: Die alltägliche Gewalt gegen Frauen durch Männer nimmt zu.

Es ist gut dass wir Frauen jedes Jahr am 25. November daran erinnern, denn wer tut es sonst? Unsere Regierenden? Ganz sicher nicht. Doch wo liegen die Ursachen? Es geht um Macht, was sonst.

Wieso aber empören sich nicht die aufgeklärten Männer unserer Zeit, auch Regierende? Wie kann es angehen, dass der Schutz der Hälfte der Bevölkerung, der Frauen, nicht auf der Tagesordnung steht?

Wieso ratifiziert die deutsche Regierung das „Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“ nicht seit 2011? Sind ihnen die Rechte u. der Schutz der Frauen in Deutschland so egal? Geht es hier vielleicht auch um Macht u. Prestige?

Klären wir also weiter auf. Und verhelfen wir den Flüchtlingsfrauen zu ihren Rechten, denn wir haben die Möglichkeiten dazu, die sie nicht haben u. hatten.

Hier noch ein gutes Projekt um Frauen direkt in den syrisch-irakischen Flüchtlingslagern zu helfen mit ihren traumatischen Erfahrungen besser klar zu kommen u. neue Stärken zu entwickeln:

http://www.medicamondiale.org/syrien-irak.html

Nach diesem Beitrag folgt noch ein weiterer Text u. einige Links zu Hilfsangeboten für Flüchtige.

Jetzt wünsche ich euch eine gute Restwoche

u. liebe Grüße

Violine

 

Nachtrag:

Es hakt mal wieder was die Schriftgröße angeht bei Blogigo. Egal wie oft ich die Schrift änder, sie macht was sie will. Ist wie es ist. Sorry. :-)


16.10.2015 um 09:00 Uhr

Petition: Nein heißt Nein

Hallo Ihr Lieben!


So schnell gerät Wichtiges in Vergessenheit.
Aus diesem Grund sei hier nochmal daran erinnert:
Wenn Recht zu Unrecht wird ist Widerstand Pflicht.

Bei Vergewaltigungen in Deutschland werden die Täter in den meisten Fällen nicht verurteilt. Die Veruteilungsrate ist dermaßen niedrig, untragbar für einen Rechtsstaat.

https://www.frauen-gegen-gewalt.de/vergewaltigung-verurteilen.html

Auszug:

„In Deutschland erlebt jede 7. Frau mindestens einmal in ihrem Leben schwere sexualisierte Gewalt. Jährlich werden ca. 8000 Vergewaltigungen angezeigt. Unterschiedliche Studien kommen zu den Ergebnissen, dass der Anteil der Frauen, die eine erlebte Vergewaltigung nicht anzeigen, sich zwischen 95% und 85% bewegt.

Nur ein Bruchteil der Anzeigen führt zu einer Verurteilung. Fakt ist, dass die Quote der Verurteilungen seit Jahren sinkt. In 2012 erlebten nur 8,4% der Frauen, die eine Vergewaltigung anzeigten, die Verurteilung des Täters. Zum Vergleich: 5 Jahre zuvor lag die Verurteilungsquote noch bei 15,4% und war damit fast doppelt so hoch.

Die meisten Verfahren führen dabei erst gar nicht zu einem Prozess, sondern werden schon von der Staatsanwaltschaft eingestellt.

Im Ergebnis lässt sich sagen, dass in Deutschland kaum ein Vergewaltiger für seine Tat in die Verantwortung genommen wird.“

Fallanalyse zu Schutzlücken:

https://www.frauen-gegen-gewalt.de/fallanalyse-zu-schutzluecken-im-sexualstrafrecht.html

Mal zur Erinnerung hier auch die Seite der Initiative für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt:

http://ifgbsg.org/uber-uns/

Auszug:

Wenn sexuelle Gewalttaten nur in Ausnahmefällen juristisch geahndet werden, sind noch viele Schritte zur Gerechtigkeit notwendig. Diese Schritte möchten wir mit vorantreiben.

Unsere Initiative sucht nach den Ursachen, über die wir die Gesellschaft entsprechend informieren möchten. Wir treten für zunehmend gesellschaftliches Bewusstsein ein und wollen letztlich die notwendigen politischen Änderungen bewirken.

Die Problematik der sexuellen Gewalt wird durch Ungleichheiten der Geschlechter mit verursacht, daher berührt sie die gesamte Gesellschaft. Alle Geschlechter profitieren, wenn sie sich für sexuelle Selbstbestimmung und für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt einsetzen.

Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist die Beobachtung von Gerichtsverhandlungen. Uns interessieren hier der Ablauf der Verfahren, die rechtlichen Grundlagen und die Argumente der Verfahrensbeschlüsse. Dabei versuchen wir auch nach Möglichkeit herauszufinden, wie gerecht die Beteiligten das Verfahren empfanden.“

Bitte unterzeichnet die Petition:

https://www.change.org/p/heikomaas-schaffen-sie-ein-modernes-sexualstrafrecht-neinheisstnein

Und hier könnt ihr noch bis Endes dieses Monats an der Postkartenaktion teilnehmen:

https://www.frauen-gegen-gewalt.de/nachricht/postkartenaktion-zur-reform-des-sexualstrafrechts-ihre-stimme-jetzt-verlaengert-bis-zum-29-10-2015.html

Ihr seht, es muss noch eine ganze Menge getan werden bis Frauen Gerechtigkeit erfahren bei sexueller Gewalt. In Deutschland wohlgemerkt. Nicht in irgendeinem rechtsfeindlichem Staat. Nein, das alles passiert hier bei uns.

Bitte verbreitet den Link zur Petition auf euren Internet-Seiten u. unter FreundInnen. Die Postkarten können auch super gut verteilt werden zum Unterschreiben.

Zum Wochenende etwas luftigere Kost.:-)

Mal ein paar interessante Informationen:

http://www.blogigo.de/Zaubermantel/Fremdsprachen/1544/

http://www.geo.de/GEOlino/mensch/kultur-mal-anders-gesten-aus-aller-welt-59416.html

Danke an den Zaubermantel-Blog für den Hinweis. :-)

Außerdem habe ich dank der EMMA diese Seite entdeckt:

http://www.aliceschwarzer.de/artikel/weltmaedchentag-330687

http://www.intombi.org/

Auszug:

„In den letzten Jahren haben wir Projekte für Mädchen in Togo, Südafrika, Ruanda, Ecuador, Indien und in Deutschland realisiert. Mit unserer Arbeit unterstützen wir die Mädchen bei ihrem Start in die Zukunft. „

Euch ein herbstbuntes Wochenende

u. liebe Grüße

Violine



30.07.2015 um 19:02 Uhr

Auf Seiten der Opfer

Hallo Ihr Lieben!

Endlich mal wieder gute Nachrichten.
Und das von Medienseite - eine Seltenheit.
Ein Magazin welches für Betroffene spricht.

Nicht ohne Grund wurde 2012 „Opfer-Abo“ das Unwort des Jahres in Deutschland. „Die Jury kritisierte den Begriff dafür, dass er Frauen „pauschal und in inakzeptabler Weise“ unter den Verdacht stelle, sexuelle Gewalt zu erfinden u. damit selbst Täter zu sein.“ (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Unwort_des_Jahres_%28Deutschland%29 ) Was es Frauen/Opfern unglaublich schwer macht das Schweigen zu brechen, über das Erlittene zu sprechen.

In Amerika hat das New York Magazin tatsächlich den Blick auf die Opfer gerichtet, ihnen eine Stimme, ja Gesichter gegeben. In dieser Geschichte geht es um Vergewaltigungsvorwürfe vieler Frauen gegen Bill Cosby, einen weltbekannten Medienstar. Hier geht‘ s zum Artikel:
http://www.emma.de/artikel/new-york-magazine-auf-der-seite-der-opfer-330373

Auszug:
„Dieses Cover, rechts in vollständiger Ansicht, bewegt ganz Amerika. 35 Frauen, die erklären: Bill Cosby hat mich missbraucht! Der leere Stuhl ist für die, die noch nicht geredet haben. Das ist die eigentliche Geschichte. Denn nur, wenn es mehr Storys gibt wie diese, brechen Opfer ihr Schweigen. Da könnten die deutschen Medien sich was abgucken.

Die Journalisten begannen, zu recherchieren. Zu diesem Zeitpunkt waren 20 Frauen bekannt, die dem Entertainer Vergewaltigung vorwarfen. Die meisten erzählten die immer gleiche Geschichte: Cosby, der zunächst als ihr Förderer auftrat, habe sie mit Medikamenten betäubt und dann vergewaltigt. Nach eigenen Angaben saß das Magazin über sechs Monate lang an der Rekonstruktion der Geschichten.

Das New York Magazine spricht von einer „Langzeitstudie“ zu dem Problem der sexuellen Gewalt. Davon können Frauen in Deutschland bisher nur träumen: Dass eine Zeitschrift - außer EMMA - mit einem solchen Engagement und Aufwand sechs Monate lang die Vorwürfe der Vergewaltigung gegen einen mächtigen Mann selbst recherchiert.“


Genau das ist es. Die meisten Medien wollen reißerische Kurznachrichten. Die eigentliche Recherche fällt in den meisten Fällen eher mager aus u. berührt nur die Oberfläche. Wer gibt sich denn schon die Mühe mal gründlich zu recherchieren?

Von den EMMAs kennen wir intensive Recherchearbeiten seit Jahrzehnten. Und sie stehen hinter den Betroffenen/Opfern, bleiben dran, fragen nach. Könnt ihr selber nachprüfen.;-)
http://www.emma.de/artikel/sexueller-missbrauch-264637
http://www.emma.de/thema/sexualgewalt-311827
http://www.emma.de/thema/pornografie-111252
http://www.emma.de/thema/prostitution-der-ueberblick-317533
http://www.emma.de/thema/islamismus-111250


Viele der großen (Männer-)Medien haben auch nicht den Mumm sich mal eigene Gedanken zu machen, sie halten sich an gängige Klischees oder käuen alles wieder u. wieder. Meist haben sie auch Angst vor den Folgen, vor Angriffen, wenn sie gegen den Strom schwimmen wie es die EMMA seit Jahrzehnten tut.

Zurück zum eigentlichen Thema.
Seit Jahren kämpfen Frauenrechtlerinnen dafür dass endlich die entsprechenden Gesetze reformiert werden, damit Frauen, die vergewaltigt wurden Gerechtigkeit im Gerichtssaal erfahren. Bisher sieht es da sehr übel aus. Hier könnt ihr nachlesen wie der aktuelle Stand ist:
http://ifgbsg.org/uber-uns/
(Initiative f. Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt)

Auszug:
Wenn sexuelle Gewalttaten nur in Ausnahmefällen juristisch geahndet werden, sind noch viele Schritte zur Gerechtigkeit notwendig. Diese Schritte möchten wir mit vorantreiben.“

Inzwischen hat das Justizministerium - endlich - einen neuen Gesetzesentwurf vorgelegt, bzw. am Paragraphen Änderungen vorgenommen, so dass Sexualstraftäter nicht mehr auf freien Fuß kommen sollten. Ob das ausreicht u. ob es so durchgeht wissen wir noch nicht. 
http://www.sueddeutsche.de/politik/gesetzentwurf-von-heiko-maas-haertere-strafen-fuer-vergewaltiger-1.2574397

Was wir wissen: Opfer/Betroffene brauchen unsere liebevolle Unterstützung. Wir müssen zuhören, hinsehen, ernst nehmen, offen sein. Eine Tasse Tee, eine Hand, eine Schulter.

Zum Wochenende noch ein paar schöne Grüße aus dem Zaubermantel-Blog:
http://www.blogigo.de/Zaubermantel/Deine-Staerken/1448/
http://www.blogigo.de/Zaubermantel/Scheuersand/1444/
http://www.blogigo.de/Zaubermantel/Die-eigene-Kraft/1450/


Euch ein sonniges Wochenende
und liebe Grüße
Violine

07.05.2015 um 18:43 Uhr

Aktion: Erfahrungen mit sexueller Belästigung

Hallo Ihr Lieben!

Wer ist schon mal sexuell belästigt worden in Bus und/oder Bahn?
Diese Frage stellte EMMA nach einer Umfrage in der Pariser Metro. Dort wurden ALLE Frauen schon mal belästigt. Und wie sieht es hier aus?

Seid ihr in Öffentlichen Verkehrsmitteln schon von Männern angemacht, belästigt, bedrängt oder verfolgt worden mit eindeutig sexuellen Absichten? Schreibt an EMMA, die wird es weiter leiten an die entsprechenden Stellen/Ministerien.

Hier geht es zum Artikel:
http://www.emma.de/artikel/aktion-gegen-sexuelle-belaestigung-329941

Auszug:
„Eine Umfrage ergab: In der Pariser Metro sind 100 % aller Frauen schon mal belästigt worden. Was wohl käme raus, wenn hierzulande mal jemand fragen würde? In der Regel werden solche Übergriffe als Bagatelle behandelt. Die Betroffenen finden's peinlich. Aber EMMA will es jetzt genauer wissen und startet eine Aktion.“

Einen Kommentar möchte ich aus den vielen, die auf diesen Artikel folgten hervorheben:
„Man spricht mich mit einem Spruch an, ich gebe eine ablehnende Antwort und schau weg, Es kommt wieder ein Spruch und das Gelaber geht über mehrere Minuten weiter, obwohl ich da längst den Körper abgewendet und den Blick in einem Buch versenkt habe. Es geht nicht um die Doofheit eines Anmach-Spruchs, sondern darum, das eine Ablehnung nicht akzeptiert wird. (von @swissmiss1000)“

Genau das ist der springende Punkt. Eine Ablehnung seitens der Frau wird in den meisten Fällen nicht ernst genommen u. bewusst übergangen. Heißt Frauen sind gezwungen sich ständig verbal oder gar körperlich zu wehren.

Jetzt kommen natürlich wieder die alten Bärte, ja aber: Es werden viel mehr Männer von anderen Männern verprügelt, was soll das Gejammer der Frauen. Na dann kümmert euch mal um Euresgleichen um das abzustellen. Grundsätzlich geht es bei alkoholgetränkten Männerprügeleien nicht um sexuelle Anmache von anderen Männern. Mal ganz davon abgesehen dass es schon mehr als sonderbar ist auf die Not von Frauen mit Problemen unter Männern daher zu kommen.

Frauen werden wegen ihres Geschlechts angegraben, belästigt, verfolgt oder vergewaltigt. Weil sie Frauen sind. In den meisten Fällen wird das verharmlost, die Umstehenden sehen weg oder es wird umgelenkt auf die "armen Männer, denen es viiiel schlechter geht". Eine fiese u. verharmlosende Tour vom eigentlichen Problem abzulenken.

Frauen ertragen das jeden Tag. Ein Nein wird meistens nicht respektiert. Wehrt sie sich wird sie dafür auch noch beschimpft als Flittchen. Der Verursacher selber fühlt sich im Recht u. beschimpft die Frau, wenn sie seine Annäherungsversuche in Bahn oder Bus ablehnt.

Also müssen wir mal ernsthaft drüber reden. Was läuft falsch in den Köpfen dieser Belästiger? Wie sieht deren Frauenbild eigentlich aus? Wieso wird dieses Verhalten toleriert?

Komme mir jetzt keiner damit, das sei ja nur ein bisschen flirten. Wenn ein Nein als Ja gedeutet wird hört der Spaß auf. Dann ist dieser scheinbare Flirt eine sexuelle Belästigung. Jeder Mensch weiß ganz genau wo die Grenzen verlaufen.

Macht euch bitte mal Gedanken u. beteiligt euch an dieser Umfrage.

Zum Wochenende noch ein kleiner u. wohltuender Beitrag aus dem Zaubermantel Blog:
http://www.blogigo.de/Zaubermantel/Salbei/1339/

Jetzt wünsche ich euch ein erholsames Wochenende
u. viel Kraft für die neue Woche!

Liebe Grüße
Violine

13.02.2015 um 06:09 Uhr

Aktionen - FÜR ein Ende der Gewalt an Frauen

Hallo Ihr Lieben!

Morgen, am 14.2.2015, ist es mal wieder soweit. Der One Billion Rising (OBR) Tag. Weltweit gehen Frauen auf die Straße, legen ihre Arbeit nieder, erheben sich u. tanzen.

Seit über 40 Jahren gibt es sie, die Demonstrationen gegen Gewalt an Frauen. Geändert hat sich kaum etwas, das ist das Tragische u. Unbegreifliche daran.

Mit dieser Aktion des Bewusstmachens, wie viele Frauen von Gewalt betroffen sind u. wie viele Menschen sich gegen diese Duldung erheben wird ein weiteres Kapitel der unzähligen Kampagnen geöffnet.

Hier gibts Informationen:
http://netzfrauen.org/2015/02/11/one-billion-rising-14-02-2015-tanzen-gegen-gewalt-frauen/

Auszug:
„One Billion Rising war die größte globale Aktion der Weltgeschichte. Die Kampagne begann als Aktionsaufruf vor dem Hintergrund einer Statistik der Vereinten Nationen, wonach eine von drei Frauen auf diesem Planeten im Laufe ihres Lebens geschlagen oder vergewaltigt wird. Bei einer Weltbevölkerung von sieben Milliarden Menschen sind dies mehr als EINE MILLIARDE FRAUEN UND MÄDCHEN. Am 14. Februar 2013 kamen Menschen überall auf der Welt zusammen, um ein Zeichen zu setzen, zu tanzen und sich zu ERHEBEN, um ihren Widerstand gegen die Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen kundzutun und ein für alle Mal ein Ende der Gewalt gegen Frauen einzufordern.

ONE BILLION RISING…zeigt, wie viele wir sind, die sich weigern, Gewalt gegen Mädchen und Frauen als unabänderliche Tatsache hinzunehmen.“


Luise F.Pusch hat unlängst zum Thema sexualisierte Gewalt an Frauen einen interessanten Artikel geschrieben:
http://www.fembio.org/biographie.php/frau/comments/sexualisierte-oder-sexuelle-gewalt/

Auszug:
"Die wichtige Erkenntnis Brownmillers und anderer feministischer Gewaltforscherinnen, dass sexuelle Gewalt dem Mann nicht nur zum Lustgewinn dient, vielleicht nicht einmal vordringlich der sexuellen Lust, sondern der Unterwerfung und Demütigung - wird also in dem doch recht streng vorgeschriebenen Ausdruck „sexualisierte Gewalt“ nicht besonders klar zum Ausdruck gebracht. Besser wäre es m.E., von Sexualterror zu sprechen. Terror wird ausgeübt, um die Gegenseite in einem Zustand der Angst zu halten. Klingt das nicht fast genau so wie die oben zitierte Haupterkenntnis von Susan Brownmiller: “Vergewaltigung ist ein Mittel, mit dem alle Männer alle Frauen in einem Zustand der Angst halten”?

Zur geduldeten systematischen Gewalt an Frauen gehört ebenso die Prostitution. Sie erniedrigt Frauen u. ist Ursache für ein abscheuliches Frauen- u. Menschenbild, welches suggeriert: Frauen sind käufliche Objekte (Sklavinnen) zur Befriedigung von Männern. Weshalb auch die Abschaffung des Kaufs von Frauen- u. Mädchenkörpern mit hinein gehört in diese Demonstrationen.

In meinem letzten Beitrag habe ich euch die Initiative Stop Sexkauf vorgestellt. Hier nun einige Beispiele, wie ihr bei euch Zuhause mit Klein-Aktionen selber ein Zeichen setzen könnt.
http://kein-sexkauf.de/aktionsideen/

Auszug:
Gedenken der ermordeten Frauen in der Prostitution: Ihr könnt euch in der Liste der dokumentierten Morde an prostituierten Menschen die Fälle in eurer Umgebung anschauen und eine Gedenkminute/Gedenkaktion mit Licht anzünden und Blumen niederlegen am Tatort oder einem zentralen Ort in der Stadt (oder was euch sonst Schönes einfällt) organisieren. http://sexindustry-kills.de/doku.php?id=prostituiertenmorde:de
Für diese Aktion braucht ihr nicht viele Menschen und sie bereitet kaum Aufwand.

Straßenmalkreideaktion: Die Straßenmalkreideaktion umfasst das Malen von Messages, Botschaften oder Sprüchen mit Straßenmalkreiden. Die Straße ist eine super Werbefläche, die komplett ungenutzt ist. Also schnappt euch ein paar Kreiden, wartet auf schönes Wetter und nichts wie raus! Ihr könnt durch die Straßen ziehen und Parolen etc. zurücklassen oder die Aktion mit einer weiteren verbinden.“


Das sind doch wunderbare Möglichkeiten die jede/r in seiner Region problemlos umsetzen kann ohne viel Aufwand. :-)

Zum Wochenende Neuigkeiten vom Asteroid. ;-)
http://www.sueddeutsche.de/kultur/kinderbuch-klassiker-in-neuen-uebersetzungen-neues-von-asteroid-b-1.2339141

Und ein bemerkenswerter Text von Marc Aurel:
http://www.blogigo.de/Zaubermantel/Marc-Aurel/1281/

Auszug:
„Alt sein bedeutet nicht, viele Jahre gelebt zu haben. Man wird alt, wenn man seine Ideale aufgibt. Jung ist, wer noch staunen und sich begeistern kann. Wer noch wie ein unersättliches Kind fragt: Und dann? Wer die Ereignisse herausfordert und sich freut am Spiel des Lebens. Ihr seid so jung wie euer Glaube. So alt wie eure Zweifel. So jung wie euer Selbstvertrauen. So jung wie eure Hoffnung(...)“

In diesem Sinne wünsche ich euch
ein hoffnungsvolles Wochenende
und liebe Grüße
Violine

23.11.2014 um 16:51 Uhr

Die Endlosschleife - Der Tag gegen Gewalt an Frauen

Hallo Ihr Lieben!

Alle Jahre wieder...

Seit 33 Jahren gehen weltweit Frauen am 25. November auf die Straße um gegen Gewalt an Frauen zu demonstrieren.

Wieso ist das immer noch notwendig nach so vielen Jahren?

Leider gehört sexualisierte Gewalt immer noch zum Alltag der meisten Frauen. In Deutschland werden jährlich etwa vier Millionen Frauen mit körperlicher und sexueller Gewalt konfrontiert.

Oft wird diese permanent vorhandene Gewalt geleugnet oder verharmlost. So schlimm kann es doch wirklich nicht sein? Doch. Es ist noch viel schlimmer.

Geschlechtsspezifische Gewalt.
Das heißt: Frauen werden auf Grund ihres Geschlechts belästigt. Sie werden immer mehr nur noch als sexuelle Objekte wahrgenommen, entwürdigt, respektlos behandelt u. gegen ihren Willen angefasst.

Dazu mal ein aktuelles Beispiel:
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/video-zeigt-taegliche-belaestigung-einer-frau-in-new-york-13236890.html

Auszug:
„In zehn Stunden 100 Mal angemacht: Im Internet kursiert ein Video, das zeigt, wie alltäglich die Belästigung von Frauen bisweilen ist. Der Gang der Protagonistin durch New York gleicht einem Spießrutenlauf.

Mittlerweile sollen erboste Männer der Protagonisten gar mit Vergewaltigung gedroht haben. Shoshana Roberts hat noch kein Rezept gefunden, wie sie der permanenten Anmache entgehen kann. Gegenüber „Time“ sagte sie: „Ich werde belästigt, wenn ich lächle, ich werde belästigt, wenn ich nicht lächle. Ich werde von weißen Männern, schwarzen Männer und Latino-Männern belästigt. Es vergeht kein Tag, an dem ich das nicht erlebe.“


Das ist in vielen Fällen Alltag für Frauen.

Zum Internat.Tag gegen Gewalt an Frauen hat der Bundesverband der Frauenberatungsstellen u. Frauennotrufe einen Spot veröffentlicht, der an die Nieren geht. Denn viele Frauen, die Häusliche Gewalt erleiden geben auf Nachfrage von Bekannten/Kollegen/Freunden oft an - wegen der Blutergüsse - dass sie „die Treppe runter gefallen“ seien.  Also eine Metapher für Gewalt durch den eigenen Partner.
https://www.frauen-gegen-gewalt.de/nachricht/items/bff-spot-stairs-kommt-in-die-kinos-aktion-zum-25112015.html

Hier geht es zum Spot. Für Zartbesaitete: In dem Film fallen Frauen Treppen runter.
https://www.youtube.com/watch?v=l7HqwAleUQg

Frauenministerin Schwesig macht zum Tag gegen Gewalt an Frauen mit einer Aktion auf die Bundesweite Hilfetelefon Nummer für Frauen aufmerksam.
http://www.aktion.hilfetelefon.de/

Zu Recht fragt nicht nur die EMMA, sondern auch die Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser (ZIF) wieso immer noch nicht genügend Frauenhaus Plätze geschaffen wurden. Viele Frauen, die vor ihren gewalttätigen Partnerin fliehen, mussten abgelehnt werden. Kein Platz. So etwas kann im schlimmsten Fall für Frauen u. ihre Kinder tödlich enden.
http://www.emma.de/artikel/2511-internationaler-tag-gegen-gewalt-318059

Auszug:
Deutschland erfüllt nicht annähernd die vom Europarat empfohlene Quote von einem Platz auf 7.500 EinwohnerInnen“, klagt die ZIF. Das bedeutet: „Die Zahl der Frauen, die wegen Platzmangels nicht aufgenommen werden können, übersteigt die Zahl der aufgenommenen Frauen.“

„Teilweise war über Tage in manchen Bundesländern kein einziger Frauenhausplatz verfügbar.“ Die meisten Frauen ließen sich „auf Wartelisten setzen und hoffen, dass sie und ihre Kinder die Zeit bis zur Verfügbarkeit eines freien Frauenhausplatzes heil überstehen“. Das ist oft nicht der Fall. 138 Frauen wurden 2013 durch ihren (Ex-)Mann oder –Lebensgefährten getötet.“


Im letzten Jahr wurden 9.000 Frauen abgewiesen. Viele Frauenhäuser sind total überfüllt. Das ist nicht nur ein Skandal. Die Regierung weigert sich seit Jahren die Verantwortung zu übernehmen u. eine gesicherte Finanzierung der Frauenhäuser zu gewährleisten.
http://www.emma.de/artikel/frauenhaeuser-muessen-9000-frauen-abweisen-313095

Ich habe über dieses Wegkürzen der Hilfesysteme für Frauen u. die Ignoranz des Bundes schon mehrfach geschrieben unter der Rubrik „Gesicherte Finanzierung Frauenhilfesysteme“ .
http://www.blogigo.de/Frauen_bewegen_Frauen/category/3

Was ich mich jedes Jahr am 25. November frage ist:
Weshalb wird nicht an den Wurzeln angesetzt?

Das desaströse Frauenbild in unserer Gesellschaft vermitteln doch erst ein Frauenbild, was Frauen entmenschlicht.

Wenn eine Regierung zulässt dass ein ganzes Geschlecht - Frauen - in der Öffentlichkeit als Sexobjekte dargestellt werden in allen Medien, auf Plakaten, in Werbung usw. Wenn Gewalt an Frauen durch Pornos verherrlicht wird (die auch für Kinder u. Jugendliche frei zugänglich sind). Wenn Frauen als Ware an jeder Ecke angeboten werden u. das geltende Strafrecht verhindert, dass vergewaltigte Frauen Gerechtigkeit erfahren.

Wenn Sexismus alltäglich wird, straflos. Wenn Frauenhass als Familientragödie verharmlost wird u. nicht im Strafgesetz auftaucht. Wenn Frauen zu allen Zeiten, an allen Orten sexuell belästigt werden können u. sie sich anhören müssen, dass sie das provoziert hätten mit ihrem Verhalten, mit ihrer Kleidung oder einfach, weil sie nachts auf die Straße gehen.

Ja, dann ist es doch kein Wunder, dass wir seit 33 Jahren den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen begehen u. sich kaum etwas geändert hat.

Es liegt nicht etwa an den Frauen, sondern an der Regierung.

Deshalb wird es Zeit - meine ich - dass wir an diesem Tag der Regierung auf die Füße treten.  Proteste in Berlin, genau da wo die Verantwortlichen sitzen, die diese Herabsetzung von Frauen befürworten, unterstützen, legalisieren u. sogar Geld kassieren von den Betroffenen.

Geschlagene Frauen müssen zahlen, wenn sie in ihrer Not ins Frauenhaus wollen. Der Staat kassiert. Kann die Frau nicht zahlen muss sie eben zurück zu ihrem Peiniger.

Armutsprostituierte, die teilweise mit Gewalt in Deutschland zur Prostitution gezwungen werden - für deutsche Männer - zahlen Steuern an diese Regierung, die sie zum Abschuss freigegeben hat.

Was nützt uns Frauen ein Grundgesetz oder ein Gleichstellungsgesetz auf dem Papier, wenn uns von überall ins Gesicht gehauen wird, dass wir (fast) rechtlose Sex-Objekte sind und das alles völlig "normal" sei.

So, das musste ich jetzt mal loswerden. :-)

Jetzt noch etwas Positives:
Alexandra Goy gehört mit zu den Frauen, die etwas bewegt haben in unserer Gesellschaft. Deshalb hat sie unlängst das Bundesverdienstkreuz erhalten:
http://www.emma.de/artikel/bundesverdienstkreuz-fuer-alexandra-goy-317993

Auszug:
„Sie hat 1976 das erste deutsche Frauenhaus mitgegründet, zahllose Gewaltopfer vor Gericht vertreten und viele Gesetze geprägt. EMMA gratuliert! Weil sie in Prozessen kein Blatt vor den Mund nahm, brummte man ihr 18.000 Mark Bußgelder auf. Jetzt mischt sich die unbequeme Juristin in die Prostitutionsdebatte ein.

„Wir haben es verdient. Was haben wir uns abgerackert!“ Sagt Alexandra Goy – und hat vollkommen Recht. Sie hat 1976 in Berlin das erste deutsche Frauenhaus mitgegründet und in zahllosen Prozessen vergewaltigte und geschlagene Frauen vertreten. Das Gesetz gegen Vergewaltigung in der Ehe, das Gesetz gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, das Gewaltschutzgesetz – an allen hat sie mitgewirkt.“


Frauen können etwas bewegen!
Das wissen wir von den feministischen Pionierinnen u. seit den Frauenbewegungen.
http://www.frauenmediaturm.de/themen-portraets/feministische-pionierinnen/
http://www.frauenmediaturm.de/themen-portraets/chronik-der-neuen-frauenbewegung/


Deshalb bin ich auch der festen Überzeugung dass sich an diesem vorherrschenden Frauenbild erst dann etwas ändert wenn wir den Mund aufmachen, auf die Barrikaden gehen u. die Verantwortlichen zur Rede stellen: Ändert dieses Frauenbild in der Gesellschaft!

In diesem Sinne wünsche ich euch
eine bewegte neue Woche
u. liebe Grüße
Violine

Nachtrag:
Ich möchte euch noch auf eine wichtige Petition aufmerksam machen. Darin geht es um sogenannte Bootcamps zum Aufreißen von Frauen. Allerdings wird in diesen Seminaren zu Gewalt gegen Frauen, ja zu Vergewaltigungen aufgerufen. Demnächst wollen die beiden Initiatoren (Julien Blanc u. Owen Cook) auch in Deutschland aktiv werden. Das will diese Petition verhindern.
https://www.change.org/p/manuelaschwesig-rsd-seminare-und-zuk%C3%BCnftige-einreise-von-julien-blanc-und-owen-cook-verhindern

23.10.2014 um 18:54 Uhr

Männergewalt(Häusliche Gewalt) - Das Frauenbild positiv verändern

Hallo Ihr Lieben!

Männergewalt ist die Todesursache Nr. 1 an Frauen, noch vor Krebs u. Aids sagt die Weltgesundheitsorganisation(WHO).

Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Schon im 19. Jahrhundert sprachen die Frauen der ersten Frauenbewegung über dieses Problem. Nur hörte ihnen keiner zu. Sie wurden nicht ernst genommen.

Als auch die zweite Frauenbewegung das Thema Gewalt an Frauen aufgriff wurden sie ausgelacht u. als Männerhasserinnnen beschimpft. Die blöden Emanzen mal wieder.

Und wie sieht es heute aus?

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-03/Interview-Studie-EU-Gewalt-Frauen-Europa-Gruende

Auszug:
Dass Gewalt gegen Frauen in Europa weit verbreitet ist, hat gerade eine neue Studie gezeigt. Vor allem Ehemänner und Partner müssen dennoch kaum Konsequenzen fürchten. Es gibt da verschiedene Erklärungen. Eine davon ist, ob es in der Gesellschaft kulturell akzeptiert ist, über Gewalt gegen Frauen zu sprechen. Wenn das stark tabuisiert ist, wie es in manchen Ländern in der EU noch der jeden Fall ist, dann geben Frauen weniger oft an, von Gewalt betroffen zu sein.“

http://www.heute.de/haeusliche-gewalt-zahl-der-strafanzeigen-gestiegen-35090364.html

Auszug:
Häusliche Gewalt nimmt immer mehr zu - die Zahl der Strafanzeigen ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen. Das liegt auch daran, dass Gewalt häufiger angezeigt wird. Die Dunkelziffer ist unbekannt.“

Das Problem: Gewalt an Frauen - ob Sexuelle Gewalt, Häusliche Gewalt, Zwangsprostitution, Sexuelle Belästigung, Nötigung oder allgemeiner Sexismus - wird in unserer Gesellschaft akzeptiert, verharmlost u. heruntergespielt.

Im letzten Jahr wurde erschreckend deutlich, wie viele Frauen Hilfe suchten u. auch wie viele  Angst davor hatten über die erlittene Gewalt zu sprechen oder gar die Täter anzuzeigen.
http://www.emma.de/artikel/gewalt-47504-anrufe-beim-hilfetelefon-316729

Auszug:
47.504 mal klingelte das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen zwischen seinem Start am 6. März 2013 und dem 31. Dezember 2013, das macht fast 160 Anrufe pro Tag. So oft suchten ein Mädchen oder eine Frau Hilfe bei einer Beraterin, weil ihnen Gewalt droht, schon widerfahren ist und/oder sie sich aus der Gewaltsituation befreien wollen.“

Wer immer noch glaubt, Frauen werden vorwiegend durch Fremdtäter(der Typ, der aus dem Gebüsch springt) vergewaltigt, irrt. Die Täter finden sich im sozialen Nahfeld. Es sind die eigenen Ehepartner, Freunde, Väter. Die Orte, die eigentlich Schutz geben sollten - das eigene Zuhause - sind in den meisten Fälle Tatorte.

Weshalb auch die Frauenhäuser in Deutschland vollkommen überfüllt sind von Frauen u. ihren Kindern, die vor ihren prügelnden Ehemännern, Partnern oder anderen männlichen Angehörigen flüchten mussten, um ihr Leben zu retten.
http://www.emma.de/artikel/haeusliche-gewalt-264552

Auszug:
„Lange hatte das Problem genauso im Dunkeln gelegen wie der sexuelle Missbrauch. Männer, die ihre Frauen krankenhausreif schlagen? Ein Hirngespinst hysterischer Emanzen. Heute wissen wir, dass jede vierte Frau in ihrer Ehe oder Beziehung Opfer von Gewalt wird – und gibt es allein in Deutschland 358 Frauenhäuser, in die jährlich 40.000 Frauen und Kinder flüchten.“

http://www.taz.de/!94738/
(Sicherheitsrisiko Ehemann)

Auszug:
„Gewalt in den eigenen vier Wänden ist in Deutschland ein bekanntes Problem. Statistiken belegen, dass vor allem Frauen davon betroffen sind. ExpertInnen sprechen daher auch von „männlicher Gewalt im häuslichen Bereich“. Einer Studie des Familienministeriums zufolge hat jede vierte Frau zwischen 16 und 85 Jahren schon Gewalt durch den Ehemann, den Lebensgefährten oder einen anderen engen Vertrauten erlebt. Etwa alle zweieinhalb Tage wird in Deutschland eine Frau durch ihren Partner getötet.“

Hier findet ihr weitere Artikel über Männergewalt:
http://www.emma.de/artikel/maennergewalt-264667
http://www.aliceschwarzer.de/artikel/mercator-vorlesung-14-dezember-2010-die-funktion-der-gewalt-im-verhaeltnis-der-geschlechter
http://www.emma.de/artikel/gewalt-macht-krank-neue-buendnisse-zur-gegenwehr-265195

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/whyistayed-opfer-haeuslicher-gewalt-erzaehlen-13146811.html
http://www.badische-zeitung.de/baselland/ausstellung-zeigt-gesichter-haeuslicher-gewalt--89125251.html


Alice Schwarzer hat ein feines Gespür für die Hintergründe dieser Gewalt. Lest selber:
http://www.emma.de/artikel/editorial-von-alice-schwarzer-gewalt-macht-263314

Auszug:
„Auch im Westen kann die „verletzte Männerehre“ eine Frau das Leben kosten. Und in der ganzen Welt ist laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Männergewalt die Todesursache Nr. 1 von Frauen, noch vor Krebs oder Aids.

Es hat lange gedauert, bis diese bitteren Wahrheiten öffentlich wurden. Als wir Feministinnen sie vor rund 30 Jahren wieder einmal aussprachen (so wie vor uns schon die Erste Frauenbewegung im 19. Jahrhundert), da wurden wir ausgelacht. Private Gewalt? Missbrauchte Kinder? Vergewaltigung in der Ehe? Lächerlich. Hysterische Fantasien. Nackter Männerhass. Doch inzwischen kennen wir sie alle: die Bilder, die Statistiken, die überfüllten Frauenhäuser. Und dabei beginnen wir erst allmählich, das ganze Ausmaß der Zerstörung zu ahnen, nach innen wie nach außen.

Dass diese allgegenwärtige, globale Gewalt gegen Frauen überhaupt möglich ist, hat etwas mit der Macht der Männer und der Ohnmacht der Frauen zu tun und ihrer Entwertung. Denn „so etwas“ machen Menschen nicht mit Menschen. „So etwas“ machen Menschen nur mit Untermenschen. Mit Schwarzen. Oder Juden. Oder Frauen. Je nachdem, wer vom Stärkeren gerade zum Minderwertigen erklärt wird. Eine Sorte Mensch allerdings ist seit Jahrtausenden weltweit vom Faustrecht betroffen: die Frauen.“


Das ganze Ausmaß, die schrecklichen Folgen von Männergewalt an Frauen tragen nicht nur die Betroffenen Frauen (an sich) selber, sondern die komplette Gesellschaft.
http://www.welt.de/wirtschaft/article132271838/Haeusliche-Gewalt-kostet-acht-Billionen-Dollar.html

Auszug:
„Wie teuer ist Gewalt? Britische und amerikanische Wissenschaftler haben sich erstmals daran gewagt, die wirtschaftlichen Folgen von Gewalt und kriegerischen Auseinandersetzungen zu berechnen. Dabei kamen sie zu einem überraschenden Ergebnis: Demnach ist häusliche Gewalt mit Abstand am teuersten, pro Jahr verursacht sie weltweit Kosten von rund acht Billionen Dollar, umgerechnet etwa 6,1 Billionen Euro. Die wirtschaftlichen Schäden entstehen unter anderem durch Kosten für medizinische Behandlungen, Arbeitsausfälle und Investitionsrückgänge.“

Es reichen keine Lippenbekenntnisse von PolitikerInnen, dass etwas getan werden muss - da reden sich die FeministInnen schon seit Jahrzehnten den Mund fusselig u. kaum etwas hat sich geändert.

Das Grundproblem: Männergewalt gegen Frauen wird nicht von der Gesellschaft u. deren politischen VertreterInnen geächtet!

Eine politische Haltung, die Sexismus, sexualisierte Gewalt, Vergewaltigung, Handel mit Frauen zur sexuellen Ausbeutung u. brutalste Gewaltpornos ignoriert, duldet oder gar befürwortet und fördert macht damit ein öffentliches Statement welches dieses Frauenbild in den Köpfen noch untermauert.

Die Geschlechtergerechtigkeit ist bei unseren VolksvertreterInnen noch gar nicht angekommen. Nicht in den Köpfen, nicht auf dem Papier u. kaum in Gesetzen u. fast gar nicht in der Gesellschaft u. Realität.

Wer Kindern vermittelt, dass Frauen käufliche Sexobjekte sind(wie vor nicht allzu langer Zeit auch Sklaven), der gibt ein Menschenbild vor.

Männergewalt wird von Geschlecht zu Geschlecht weiter gegeben. Frauen sind nicht gleichberechtigt, sondern gelten in unserer Gesellschaft als minderwertig, als etwas, was man benutzen kann, was an jeder Ecke angeprangert wird(sexistische Werbung).

Kein Wunder also, dass diese Gewaltspirale nicht aufhört. Denn wie sollen Kinder von Erwachsenen lernen, dass Frauen gleichberechtigt, gleichwert sind, wenn ihnen das Gegenteil vermittelt wird?

Die Aufgabe unserer Regierung ist dieses Menschenbild zu korregieren. Das Machtverhältnis aufzulösen. Männergewalt gegen Frauen zu ächten u. das deutlich sichtbar auf allen Gesellschaftsebenen.

Alles andere ist bloße Augenwischerei. Nebelkerzen. Imagepflege. Wirkliche Geschlechtergerechtigkeit ächtet alle Formen von Gewalt, die sich gegen Frauen richten. 

Nicht weiter nur Schadensbegrenzung, sondern die Blickrichtung ändern u. dahin gucken, wo die Ursache des Problems ist.

Wir müssen darüber reden - Bewusstsein schaffen!

Zum Wochenende gibts wieder einen Text aus dem geschätzten Britblog.
http://britblog.blog.de/2009/04/30/find-your-nearest-criminal-6036316/

Auszug:
„Heute steht in der Zeitung, dass die Regierung eine Website einrichten will, auf der man Kriminelle nachschlagen kann. Man soll nach Postleitzahl, Name oder Straftatbestand suchen können. Praktisch, oder?

„Find your nearest criminal! Die Gelben Seiten für Diebstahl, Einbruch, Entführung und Mord. Treibt Ihre Frau Sie zum Wahnsinn? Ihnen kann geholfen werden: Geben Sie einfach Ihre Postleitzahl ein und wir nennen Ihnen einen vertrauenswürdigen Killer in Ihrer Nähe!“


Euch ein wunderschönes Wochenende
u. liebe Grüße
Violine