Frauen Bewegen Frauen

04.08.2014 um 18:15 Uhr

Transsexualität - Es gibt kein „falsches“ Geschlecht

Hallo Ihr Lieben!

In der EMMA-online tobt seit einigen Tagen eine heftige Diskussion um das Thema Transsexualität. Das möchte ich gleich mal zum Anlass nehmen hierfür eine neue Rubrik in meinem Blog einzurichten. :-)

Die Geschlechterrollen haben sich zwar aufgelockert, doch wird es im alltäglichen Leben weiterhin als „Normbruch“ wahrgenommen oder löst Irritationen aus.

Ich möchte nur an Conchita Wurst beim ESC erinnern. Er/Sie hat sich die Freiheit genommen zu leben, wie er/sie möchte.
http://www.aliceschwarzer.de/artikel/conchita-sprengt-die-geschlechtergrenzen-316987

Oft ist die Not von Menschen, die sich in ihrem Körper fremd fühlen allerdings so schlimm, so deprimierend, dass nur eine Geschlechtsumwandlung den inneren Konflikt lösen kann.

Die Diskussion in der EMMA wurde durch eine Frage an Alice ausgelöst:
http://www.emma.de/artikel/ask-alice-was-soll-ich-einem-transsexuellen-maedchen-raten-317489?page=1

Alice Schwarzer schrieb bereits 1981 einen aufschlussreichen Artikel über diesen inneren Konflikt von Männern u. Frauen, die sich in ihrem biologischen Körper fremd fühlen:
http://www.emma.de/artikel/das-dritte-geschlecht-264335

Auszug:
Transsexuelle sind Menschen, deren Seele ein anderes Geschlecht hat als ihr Körper. Männer, die sich wie Frauen fühlen. Oder Frauen, die sich wie Männer fühlen. Ihr Konflikt zwischen Seele und Körper ist so groß, dass auch der Gesetzgeber seit 1980 die Anpassung des Körpers an die Seele erlaubt. Denn umgekehrt geht es nicht: die Seele ist stärker als der Körper, was nicht ohne Komik ist in einer Kultur, in der steif und fest das Gegenteil behauptet wird.

Heute läuft dieselbe Wissenschaft Gefahr, sich vor den Karren des Rückschritts spannen zu lassen: nämlich ihre Kenntnisse zur Geschlechterdressur statt zur Geschlechterbefreiung einzusetzen. Kritik tut not. In der Praxis aber muss es erlaubt bleiben, zu leben, wie's gefällt.

Dabei ist die Palette der Abweichungen breit. Manchen genügt die Freiheit zur "Unweiblichkeit" oder "Unmännlichkeit". Andere genießen die Ausflüge ins andere Geschlecht, den dress cross statt body cross.“

Die Not in einem „falschen“ Körper zu leben, kann ich sehr gut nachvollziehen. Allerdings würde ich z.B. keinem Kind/Jugendlichen zu einer überstürzten OP raten. Es gibt schon zur Genüge junge Mädchen, die überzeugt sind - dank Sexualisierung u. Pornographisierung - ihre Brüste müssten vergrößert werden, um diesem sexualisiertem Frauenbild zu entsprechen oder den Vorstellungen ihrer Freunde.

Das Rollenmuster zu durchbrechen u. als ersten Schritt in diesem Umwandlungsprozess das Leben eines Mädchen oder Jungen zu leben. Sich die Freiheit nehmen so zu leben wie es gefällt, ob als Junge oder Mädchen, als Frau oder Mann oder welches Geschlecht auch immer stimmig ist mit der Seele. Das wäre sicher ein Anfang.

Einen erneuten Druck aufzubauen indem zur OP gedrängt wird macht das Ganze zu einem Zwang u. artet fast schon in eine Form der Bevormundung aus, was „falsch oder richtig“ wäre. Es gibt kein „falsches Geschlecht“.

Es gibt die Wahl zwischen meinem Körper oder einem anderem Geschlecht, was mit mir persönlich konform geht oder nicht. Druck verschärft die ganze Situation noch. Die Freiheit zu wählen macht wirklich frei.

Wenn Kinder sich in ihrem eigenen Körper nicht Zuhause fühlen u. aus dem Geschlecht ausbrechen wollen, ist es ganz besonders schlimm. Dazu möchte ich gerne aus dem Trans-Kinder-Netz zitieren:
http://www.trans-kinder-netz.de/medizinisches.html

Auszug:
„Sollte die Diagnose Transsexualität gestellt werden, kann medikamentös die Pubertät gestoppt werden. Diese "Pubertätsblocker" werden erst nach einer psychologischen Begutachtung verabreicht. Der Stopp der Pubertätsentwicklung ist vollkommen reversibel (umkehrbar), es treten keine Schädigungen oder unerwünschte Wirkungen auf. Der Pubertätsstopp ist unserer Meinung nach außerordentlich wichtig, um dem Kind das Trauma des Durchlebens einer Pubertät "in die falsche Richtung" zu ersparen. Der so genannte Alltagstest, der darin besteht, dass über eine festgelegte Dauer in dem Identitätsgeschlecht nach außen sichtbar gelebt wird, ist eine weitere Voraussetzung für den Start der Hormontherapie.“

Die Formulierung mit der "Diagnose Transsexualität" im o.g. Artikel gefällt mir gar nicht, weil es nach "Krankheit" klingt. Aber die Krankenkassen übernehmen nur dann alle Kosten, wenn eine Diagnose gestellt wird.

In der EMMA gibt es auch noch einige interessante Artikel:
http://www.emma.de/artikel/transsexualitaet-das-transsexuelle-imperium-317495
http://www.emma.de/artikel/sexualitaet-identitaet-der-lange-weg-des-leslie-feinberg-263610
http://www.emma.de/artikel/transsexualitaet-eine-frau-wird-mann-317493
http://www.emma.de/artikel/wenn-aus-dem-kleinen-kerl-ein-pink-boy-wird-317497
http://www.aliceschwarzer.de/artikel/conchita-sprengt-die-geschlechtergrenzen-316987

Außerdem hilfreiche Links für Transsexuelle:
http://www.transsexuell.de/wegweiser-uebersicht.shtml
http://www.dgti.org/
http://atme-ev.de/index.php?option=com_content&view=section&id=2&Itemid=18

(Aktion Transsexualität und Menschenrechte)
http://www.transgender-net.de/Wirueberuns/wir.html
http://www.trans-kinder-netz.de/
http://www.g-institut.de/?Position_des_G-Instituts_zum_Transsexuellengesetz

Ich persönlich sehe es so ähnlich wie Alice. Erstmal im anderen Geschlecht einige Jahre leben u. den dress cross praktizieren, um mit dem anderen Geschlecht vertraut zu werden. Danach kann neu entschieden werden, ob ein body cross, eine operative Geschlechtsumwandlung nötig ist, um sich mit dem anderen Geschlecht zu identifizieren.

In meiner Jugend habe ich mich wohler gefühlt, wenn ich die Jungenrolle übernommen habe. Das Mädchensein kam mir viel zu bedrohlich vor. Als „Junge“ konnte ich mich prügeln, musste mich nicht erklären wenn ich mal wieder vom (Rad-) Fußball mit zerfetzten Hosen nach Hause kam u. galt damit sowieso schon als anders.

Ein männliches Mädchen? Es gab immer die passenden Schubladen. Röcke u. Kleider habe ich gehasst. Strumpfhosen waren nur gut, um damit meine Baumhäuser besser zu fixieren. Außerdem war ich regelmäßig in Mädchen verliebt. Darüber wurde selbstverständlich nie gesprochen, damit hätte ich ja das nächste Stigma am Hals. Mann-Weib und lesbisch.

Von Transsexualität habe ich erst als Erwachsene etwas gehört. Mein Glück. Denn inzwischen fühle ich mich relativ wohl in meinem Frauenkörper. Ich bin meinen „Jungenklamotten“ allerdings treu geblieben als Frau. ;-)

Der Bruch mit den Geschlechterrollen. Ganz ehrlich: Es lebt sich damit viel freier.

Ich wünsche Euch eine gute Woche
und liebe Grüße
Violine

08.11.2013 um 07:26 Uhr

Das dritte Geschlecht - Schluss mit Ausgrenzung und Vorschriften

Hallo Ihr Lieben!

Es wäre auch zu schön gewesen.
Für Intersexuelle wurde ein neues Gesetz erlassen.
Statt weiterhin unter Junge oder Mädchen zu landen
wurde nun bestimmt, dass „zwischengeschlechtliche“
Kinder als deutliches „Nichts“ eingetragen werden.

Eine Lücke als Geschlechtskennung.
Wirklich einfallsreich nicht?

Irgendwie scheinen unsere Politiker einen weiten Bogen
zu schlagen um bloß nicht mit Intersexualität konfrontiert
zu werden.

Denn das hätte dann ja gewisse Folgen und nicht wenige.
Bisher wurden solche „Anomalien“ weggeschnibbelt.
Was selbstverständlich das Gesetz der Unversehrtheit
verletzt, bzw. schlicht aufhebt.

Hauptsache Mädchen oder Junge.
Alles andere wurde und wird nicht geduldet in Deutschland.

Würden sich die Politiker entschließen Intersexuelle
als Drittes Geschlecht anzuerkennen müssten sie den
verstümmelten Menschen Entschädigungen zahlen.
Dann doch lieber ignorieren.

Um die Wogen ein wenig zu glätten nun also der
Versuch ein Gesetz zu schaffen.
Das ist völlig in die Hosen gegangen.
Jetzt ist da nichts mehr - O-Nummern?
Geschlechtslos per Gesetz?!

http://www.stern.de/politik/deutschland/intersexuelle-menschen-ein-neues-gesetz-reicht-nicht-aus-2052555.html

Auszug:
Heute tritt ein Gesetz inkraft, das das Geschlecht eines
zwischengeschlechtlichen Kindes im Geburtsregister offenlässt
.
Doch für Gleichberechtigung von Intersexuellen muss mehr
passieren.

Bis vor nicht allzu langer Zeit empfahlen Ärzte den Eltern
massiv, ihr Kind einem der beiden Geschlechter zuzuweisen,
es operieren zu lassen und ganz nach dem klassischen Junge-
Mädchen-Profil zu erziehen. Bis in die 1990er Jahre galt in
den meisten Fällen bei OPs das Prinzip der besseren Machbarkeit:
"It's easier to make a hole than to build a pole" (Es ist einfacher
ein Loch zu graben, als einen Pfahl zu errichten), also wurden
fast alle intersexuell geborenen Kinder zu Mädchen.
Dass überhaupt operiert werden musste, stand nur selten
zur Debatte.“

Weiter schreibt der Stern in seinem Artikel:
Und da hilft nur Aufklärung, für die Akzeptanz einer mehr
als zweigeschlechtlichen Welt reicht das ergänzte Gesetz allein
nicht aus. Dass wir auch ein sprachliches Problem haben mit
einem "unbestimmten Geschlecht", stellte Burkhard Müller in
seinem Artikel "Der Mensch, die Männin" in der "Süddeutschen
Zeitung" fest. Sprache sei zäh und träge, was man bereits an
Notlösungen wie "ProfessorInnen" oder "Professor/inn/en" merke,
wenn man Professoren und Professorinnen anschreiben wolle.
Doch in der Sprache kann sich nur widerspiegeln, was auch gelebt
wird - und davon die zahlreichen Varianten zwischen den
Geschlechtern zu leben, zu akzeptieren, gleichzubehandeln und
in unserer Gesellschaft sichtbar zu machen, sind wir noch
meilenweit entfernt.“

Natürlich ist solch ein Gesetz nicht ausreichend, wenn nicht
gar stigmatisierend.

Dazu mal eine Stellungsnahme der Internationalen Vereinigung
Intergeschlechtlicher Menschen:
http://www.intersexualite.de/index.php/aus-aktuellem-anlass-verpflichtende-offenlassung-geschlechtszugehoerigkeit-tritt-am-1-11-2013-in-kraft/

Auszug:
„Diese Aussage legt nahe, dass der Bundestag die Wahlmöglichkeit
für Eltern intergeschlechtlicher Kinder geschaffen habe, die
Geschlechtsregistrierung offen zu lassen. Tatsächlich lautet jedoch
der Beschluss:

„(3) Kann das Kind weder dem weiblichen noch dem männlichen
Geschlecht zugeordnet werden, so ist der Personenstandsfall ohne
eine solche Angabe in das Geburtenregister einzutragen.“

°Das bedeutet im Klartext, dass es sich nicht um eine
Wahlmöglichkeit, sondern um eine Vorschrift handelt
.
°Wer legt fest, dass ein Kind “weder dem weiblichen noch
dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden” kann?
Nach bisheriger Praxis: Ausschließlich die Medizin. Deren
Definitionsmacht darüber, was Geschlecht ist und wer welchem
Geschlecht zugewiesen wird, bleibt mit der Neuregelung
unangetastet...."

Und weiter im Text:
„°Gleichzeitig ist es extrem unwahrscheinlich, dass Ärzt_innen
sich zu einem solchen Attest entscheiden, sofern nicht die Eltern
stark darauf dringen. Die Gefahr der Stigmatisierung wäre in der
Tat sehr groß....
°Statt die Geschlechtseintragung für alle, nicht nur
intergeschlechtliche, Kinder einfach offen zu lassen, werden
erneut Sondervorschriften geschaffen, die Ausschlüsse produzieren.
Die Lebenssituation der allermeisten intergeschlechtlichen
Menschen wird sich dadurch nicht verbessern.

Was wir brauchen, ist ein Ende der fremdbestimmten
Geschlechtszuweisung, der Praxis geschlechtlicher Normierung
und Verstümmelung sowie der medizinischen Definitionshoheit
über Geschlecht.“


Diskriminierung und Ausgrenzung per Gesetz.
Etwas Besseres ist den Regierenden nicht eingefallen, trotz
Antidiskriminierungsgesetz?

Es gibt sehr wenig in den Medien über Intersexuelle.
Deswegen habe ich in meinem Blog eine Rubrik dafür
eingerichtet.

Bitte informiert Euch und setzt Euch ein für Intersexuelle!

Passend dazu auch noch einen Text von Luise F. Pusch:
http://www.fembio.org/biographie.php/frau/comments/intersexuelle-das-neue-gesetz-und-die-maennersprache/

Und zum Abschluss einen Artikel aus diestandart.at:
http://diestandard.at/1381370336432/Vom-Muessen-und-Duerfen

Auszug:
„Im Übrigen war das deutsche Recht in puncto medizinischer
Definitionsmacht und Personenstand schon mal bedeutend
weiter: "Wenn Zwitter geboren werden, so bestimmen die
Eltern, zu welchem Geschlechte sie erzogen werden. Jedoch
steht einem solchen Menschen, nach zurückgelegtem achtzehnten
Jahre, die Wahl frey, zu welchem Geschlecht er sich halten wolle“,
heißt es im Preußischen Allgemeinen Landrecht von 1794.“


Das hatten wir also schon mal, interessant.

Zum Wochenende möchte ich wieder einen schönen Text
aus einem befreundeten Blog an Euch weiter geben:
http://www.blogigo.de/Zaubermantel/Erinnerungen/887/

Genießt das Wochenende
und liebe Grüße
Violine

19.07.2013 um 06:06 Uhr

Was bin ich? - Das dritte Geschlecht - Eine Annäherung

Hallo Ihr Lieben!

Wer anders ist wird ausgegrenzt.
Das ist leider immer noch für viele Menschen Realität.

Es sei hier an das bekannte Zitat von Simone de Beauvoir
erinnert:
„Man kommt nicht als Frau zur Welt,
man wird dazu gemacht.“

Das geht Menschen mit einem anderen Geschlecht
genauso, sie werden stigmatisiert, weil sie nicht
als „normal“ gelten.

Ein „Fehler der Schöpfung“, der korrigiert werden muss?!
Die Pathologisierung des dritten Geschlechts.

Unzählige Kinder wurden auf Druck von Ärzten u. Krankenhäusern
von ihren Eltern zur Verstümmelung freigegeben.
Entweder in der Form dass ein Kind mit nicht klar definierbaren
Geschlecht zum „Notfall“ erklärt wird oder Eltern zur Freigabe
einer Operation genötigt werden mit Andeutungen, es bestehe ein
Krebsrisiko, weshalb eine Kastration unumgänglich sei.

Zum „Wohl des Kindes“ wird zudem oft genug Eltern
suggeriert von Klinikärzten den Kindern besser die Wahrheit
zu verschweigen.

Es wird also schon ab der Geburt vermittelt dass ein Kind
mit unklarem Geschlecht nicht der „Norm“ entspricht.

Was natürlich katastrophale Folgen hat für das Selbstbild
und die Eigenwahrnehmung des Kindes.

http://www.intersexuelle-menschen.net/forderungen/

Auszug:
„Intersexuelle Menschen, die sich als Intersexuelle,
Hermaphroditen, Inter* oder Zwitter bezeichnen, wurden
in unserer Gesellschaft, die nur "Männer" und "Frauen"
anerkannte, juristisch, politisch und sozial unsichtbar gemacht.
Als "abnormal" klassifiziert, werden ihre gesunden Körper
zum medizinischen Notfall erklärt: Ohne die Einwilligung
der intersexuellen Menschen selbst werden in der Regel im
Kindesalter kosmetische Genitaloperationen an ihnen vollzogen,
um das Genital zu "vereinheitlichen". Dabei wird in Kauf
genommen, dass das sexuelles Empfinden vermindert oder
gänzlich zerstört wird. In der Vergangenheit wurden intersexuelle
Kinder systematisch ihrer Fortpflanzungsfähigkeit zumeist
durch Kastration beraubt. Eine solche Wegnahme der gesunden,
hormonproduzierenden inneren Organe und eine lebenslange
Substitution mit körperfremden Hormonen löst gesundheitliche
Problemen aus, deren Versorgung sich niemand in der Lage sieht.
Die meisten Opfer dieser Praxis tragen massive psychische und
physische Schäden davon, unter denen sie ein Leben lang leiden.“


Gut, dass sich Betroffene zusammengeschlossen haben.
http://www.intersexuelle-menschen.net/
http://nrw.intersexuelle-menschen.net/
http://zwitterforum.ath.cx/index.php

Doch fehlt in unserer Gesellschaft ein offener und vorurteilsfreier
Umgang mit Zwittern.
Das hat eine Menge mit fehlenden Informationen zu tun.

Es gibt z.B. keine Intersexulität(Geschlechtsvarianten) in
Lehrplänen von Schulen und bei medizinischen u. sozialen
Berufsausbildungen.

Wer noch mehr Infos möchte über die immer noch
praktizierte Intersex-Genitalverstümmelungen kann
hier weiter lesen. Das ist eine Seite aus der Schweiz:
http://zwischengeschlecht.org/

Auszug:
Bis heute werden sog. "Intersexuelle", Zwischengeschlechtliche,
Hermaphroditen, "Hypospader" oder Zwitter zu 90% im
Kleinkindalter zu "richtigen" Mädchen oder Jungen "umoperiert"
– ohne ihre Zustimmung, ohne medizinische Notwendigkeit und
ohne Evidenz. Die hohe Zahl der Opfer, das systematische
Vorgehen, die Schwere und das Ausmass der körperlichen und
seelischen Schäden sowie die Jahrzehnte lange Dauer machen
die täglichen Genitalverstümmelungen in den Kinderkliniken zu
einer der gravierendsten Menschenrechtsverletzungen in den
westlichen Demokratien seit dem 2. Weltkrieg.“

Für die Gesellschaft und den Staat gibt es Zwitter eigentlich
gar nicht. Sie existieren nicht nach Personenstandgesetz.

Zuletzt möchte ich gerne einen Intersexuellen/Zwitter/
Hermaphroditen zu Wort kommen lassen.
http://www.hermaphroditos.de/index.htm

Unter der Rubrik „über mich“ werdet ihr einen Erfahrungsbericht
finden von Raphael, der unter die Haut geht.

Wenn Ihr etwas für diese Menschen tun möchtet dann
gebt diese Infos weiter und unterstützt sie, indem Ihr euch
klar gegen eine weitere Pathologisierung aussprecht!

Liebe Grüße
Violine