Frauen Bewegen Frauen

08.04.2016 um 18:49 Uhr

Du bist schön :-)

Hallo Ihr Lieben!

Unlängst ließ die Journalistin Alexandra Eul von den EMMAs ihren Frust ab darüber wie Bademode einem die Laune verderben können.

Wir alle wissen ja inzwischen dass Mager Models wie z.B. die aus der Frauen erniedrigenden Sendung GNTM der Hit sind u. leider die Richtung vorgeben. Komplett vorbei an der Realität.

Zum Glück geht es auch ganz anders.

http://www.emma.de/artikel/das-bikini-dilemma-332143

Auszug:
„Der Sommer naht. Und damit auch: Die Bikini-Saison! Die Laune steigt? Von wegen! Es gibt nicht viel, was einer in Sachen Mode derzeit die Stimmung so verhageln kann, wie ein Besuch in der Abteilung Bademode.

Ich bin keine Medium und schon mal gar keine Small, ich bin eine Large! Und auch Large sitzt schon spack. Was, teure Bikini-Hersteller, sollen eurer Meinung nach dann Frauen am Strand tragen, die nicht dünn sind, sondern mollig oder - Gott bewahre - vielleicht sogar ein bisschen dick. Ein Zelt?!

Nach der Einkaufstour fahre ich ohne Bikini und mit schlechter Laune nach Hause. Dabei wäre es doch so einfach, den Frauen nicht automatisch ein beschissenes Körpergefühl in die Einkaufstüte zu packen. Hayat Rachi in London zeigt gerade, wie das geht. Die Designerin mit marokkanischen Wurzeln hat die als „feministisch“ deklarierte Unterwäschefirma Neon Moon gegründet. Statt S, M und L heißen die Kleidergrößen bei ihr „Lovely“, „Gorgeous“ und „Beautiful“. Werbeslogan: Damit das „Selbstwertgefühl nicht nur von einer Nummer auf dem Maßband abhängt. Du bist schön, egal welche Kleidergröße du trägst!“ Auf der Webseite von Neon Moon werben keine Models für die Unterwäsche, sondern Frauen mit Bauchröllchen, Dehnungsstreifen und Tätowierungen. Dünne wie mollige. Alleine das erregt in Großbritannien gerade Aufsehen.“

Das guckt euch mal an.

Jetzt kommt Freude auf. Models die wie völlig "normale" Frauen aussehen. Juchu! Keine Bohnenstangen, sondern das wahre pralle Leben. Darauf hab ich echt gewartet.:-)

*Da es um tragbare(!) Frauen Unterwäsche geht für alle Frauenformen, sind die Ladys auch in Unterwäsche zu sehen. Ich schreib das lieber vorab. Falls jemand damit Probleme hat.*

Hier geht es auf die Seite von Neon Moon:

https://www.neonmoon.co/
https://www.neonmoon.co/pages/about-us

Auszug:

„Neon Moon’s different. When stretch marks, body hair, cellulite, scars, freckles and acne would usually be retouched away, Neon Moon embraces it. Instead I created Neon Moon to be an inclusive feminist lingerie brand that proudly stands up against the very narrow standard of ‘beauty’ that people are constantly pressurised to look like.

My name’s Hayat, and I designed every piece of lingerie so a person’s body creates the shape of the bra and brief, and not the other way around. Neon Moon is inspiring everyone to love the body they have. Feminist lingerie is not a privilege, it’s a right!“


Das ist genau das, was uns noch gefehlt hat! :-) YES!

Models die mitten aus dem Leben kommen, mit Bauch, Falten, Narben, allem, was zum Leben jeder Frau dazu gehört. Lebensspuren eben, was sonst.

Jede Frau einzigartig u. wertvoll, so wie sie ist! :-)

Bitte reicht die Webseite weiter an Interessierte. Damit Hayat auch hier in Deutschland Filialen eröffnen kann, das wäre es doch. 

Zum Wochenende mal wieder ein wenig Natur:

Hummeln im Garten (ca. 3 Min.)

https://www.youtube.com/watch?v=j2K5BR_GA14&nohtml5=False

Ganzjahresfütterung Vögel (Experten Tipps)

https://www.youtube.com/watch?v=X5Dx7-oxZ3g&nohtml5=False

Blaumeisenmama wühlt im Nest um ihre Brut herum

https://www.youtube.com/watch?v=woe2SHJKcxw&nohtml5=False

Das große Putzen im Blaumeisen Nest ist angesagt
https://www.youtube.com/watch?v=Cmle6W3X0E4&nohtml5=False

Einfach zum Knuddeln diese Baby Meisen.:-))

Euch ein sonniges Wochenende

und liebe Grüße
Violine

05.11.2015 um 07:38 Uhr

Lovely Bodys

Hallo Ihr Lieben!

Mollig sein ist schön.

Wen kümmern Schlankheitsideale.
Dein Körper gehört dir alleine.
Steh zu deinen Formen.

So sollten wir eigentlich das Leben sehen. Leider ist es oft ganz anders. Frauen u. Mädchenkörper sind zur Projektionsfläche geworden. Wer schön sein will – im Sinne der Modeindustrie – muss nicht nur leiden, sondern hungern.


Gut, dass es noch Frauen gibt, die sich solche scheinbaren Ideale nicht einimpfen lassen.
http://www.emma.de/artikel/nackte-wahrheiten-siegen-330747

Auszug:
„Die SiegenerInnen staunten nicht schlecht, als diese Frauen-Armada durch ihre Fußgängerzone marschierte. Warum Fotografin Silvana Denker diese Aktion gestartet hat? Weil sie findet, dass Frauen sich „nicht durch Schönheitsideale einschüchtern lassen“ und sich „ein bisschen mehr lieben sollten“. Titel ihres Projekts: „Bodylove“. „

Das Foto erinnert mich an diesen Artikel, auch mit einem faszinierenden Foto. Mannequins – damals hießen Models noch Mannequins – von 1948.

http://www.emma.de/artikel/essstoerungen-schlachtfeld-frauenkoerper-263607

Wie es so über die Jahrzehnte mit Diäten aussieht u. sah berichtet uns eine Historikerin:

http://www.emma.de/artikel/der-grosse-diaeten-schwindel-318185

Auszug:

„Die Medizin-Historikerin Louise Foxcraft hat sich 200 Jahre Diätgeschichte angesehen. Überraschung: Die ganzen Wunderdiäten sind nicht neu. Und wirksam sind sie schon gar nicht.“

Wie lange schon werden Frauen manipuliert u. in Formen gepresst. Während Männer als kompakt u. standhaft gelten wenn sie rundliche Formen haben gilt es bei Frauen als „Schönheitsfehler“. Als Fehler! Wie können Menschen nur so anmaßend sein die vorhandenen u. völlig natürlichen Anlagen mal rundlicher oder weniger kompakt zu sein bei Frauen in Schubladen zu werfen: Fehlerhaft oder Krank.

Was letztendlich auch zur Umkehrung führt. Magersein wird zum Ideal erklärt. Frauen die sich zu Tode hungern u. sich immer noch für dick halten. Mädchen die sich untereinander ihre herausstehenden Rippen zeigen u. kaum auf den dürren Beinen stehen können. Und dazu eine Heidi Klump die öffentlich junge Frauen als Magermodels vorführt u. Massen an Mädchen manipuliert.

Wir Erwachsenen sind die Vorbilder unserer Kinder.

Seit 1986 gibt es das "Frankfurter Zentrum für Ess-Störungen". Einen entscheidenden Anstoß dafür gab der 1984 erschienene Emma-Sonderband "Durch Dick und Dünn". Den nachfolgenden Text hat Alice 1984 geschrieben:

http://www.emma.de/artikel/alice-schwarzer-duenne-machen-263745

Auszug:

„Dieser Text wurde 1984 für den EMMA-Sonderband "Durch dick und dünn" geschrieben. Es gibt darüber hinaus nichts zu sagen. Und es ist in den vergangenen 24 Jahren nur schlimmer geworden

Sie haben Komplexe, lassen sich den Appetit verderben, zählen Kalorien, haben zu tun. Hausfrauen, Studentinnen, Sekretärinnen, Karrierefrauen - keine scheint gefeit. Während Männer nach Profil streben, streben Frauen nach Linie. Während Männer Raum einnehmen, machen Frauen sich dünne. Wie günstig.“

Ergänzend noch ein aufschlussreicher Artikel von Chantal Louis über Essstörungen. Sie sprach mit jungen Frauen im Frankfurter Zentrum für Ess-Störungen, die bis auf 39kg abgemagert sind.

http://www.emma.de/artikel/essstoerungen-der-koerper-wird-zum-schlachtfeld-263606

Kinder beobachten sehr genau. Erinnert ihr euch noch an die Vorbilder oder Idealvorstellungen eurer Jugendzeit? Bei meiner Altersgruppe waren damals diese furchtbar engen Jeans das Schönheitsideal. Hosen, die nur im Liegen u. auch dann nur mit Mühe zugingen. Ich habe diesen Schwachsinn nur einen einzigen Tag ausprobiert, dann flog die Hose in den Müll. Halb ersticken u. fast bewegungsunfähig sein für Anerkennung? Niemals.

Unsere Kinder u. Jugendlichen brauchen Werte, liebevolle Annahme, Respekt, Grenzen u. Sicherheit, damit sie auch ohne zu hungern ein Selbstwertgefühl entwickeln können.

Im September 1979 stellten die EMMAs ihre spezielle Emma-Donner-Diät vor. Eine Satire auf den Diäten Wahn. Sehr überspitzt u. nicht wirklich appetitanregend. Doch inspirierend. ;-)

http://www.emma.de/artikel/die-emma-donner-diaet-264290

Auszug:

„Wer kennt nach dem Urlaub nicht den entsetzten Blick auf die Waage: schon wieder ein paar kostbare Pfunde verloren. Sie hätten eben doch keinen Abenteuerurlaub machen und auch entschiedener das Schwimmen meiden sollen - das zehrt. Doch sie sind nicht allein, jede zweite ringt um ihre Fettleibigkeit. 127 Prozent aller Todesfälle sind indirekt auf Schlankheit zurückzuführen. Es ist erschütternd, wie wenig wir über die Notwendigkeit des Fettseins wissen. Fett schwimmt oben. Fett schont die Nerven. Fett kann das Leben retten. Wir haben allen Schlanken ein Rezept zum Dickwerden und Dickbleiben zusammengestellt.“

Zum Wochenende wieder etwas Lesenswertes von der Sprachwissenschaftlerin Luise F. Pusch.

http://www.fembio.org/biographie.php/frau/comments/goethes-christiane-und-luthers-kaethe/

Auszug:

„Ganze FeierJAHRE gibt es ja überhaupt nur für die ganz Großen: 1997 hatten wir das Schubertjahr, 1991 das Mozartjahr, 1985 das Bach- und Händeljahr, 1983 das Lutherjahr. Mir ist keine Frau bekannt, der mann in ähnlicher Weise ein ganzes Jubeljahr zugebilligt hätte. Stattdessen hat uns die UNO 1975 die “Dekade der Frau” eingerichtet, die jeweils verlängert wird, weil sich an der miesen Lage der Frau eh so schnell nix ändert. Womit ich wieder beim Ausgangsthema “Goethes Christiane und Luthers Käthe” bin.“

Ich wünsche euch ein frohbuntes Wochenende

und liebe Grüße

Violine

 

 

15.02.2015 um 10:27 Uhr

Seid mollig und froh :-)

Hallo Ihr Lieben!

Durch eine Mitleserin bin ich letzte Woche wieder an diese unsägliche Sendung GNTM (German‘ s next Topmodel) erinnert worden.

„So etwas“ guck ich mir nicht an. Nicht desto trotz gibt es leider genügend Frauen u. Mädchen die sich Heidi Klum als „Vorbild“ u. Ideal ausgewählt haben für ihre Körpermaße u. Vorstellungen wie Frauen heutzutage auszusehen haben.

Über die „Qualität“ solcher Sender wie Pro7 u. RTL2 brauchen wir erst gar nicht zu reden. Unterste Schublade was Frauenerniedrigung u. das Vorführen u. entwürdigen von Menschen angeht. Nur die Quote zählt, nicht der Mensch.

Was ich mich allerdings frage ist, weshalb diese Sendungen so einen Zulauf bekommen u. was den offensichtlichen Sexismus angeht, der Werberat bisher weggesehen hat?

Letztes Jahr hat EMMA über Proteste an dieser Sendung berichtet:
http://www.emma.de/artikel/proteste-gegen-heidis-modelshow-316969

Auszug:
„Germany's next Topmodel" geht in Köln ins Finale. Vor dem Kölner Dom protestierten Mädchen und Frauen gegen die Magermodel-Sendung. Denn sie haben die Nase voll von Barbieterror und inszeniertem Zickenkrieg. Stattdessen fordern sie: „Lasst mich doch fett sein, es kann nicht jede beim Ballet sein“.

http://www.emma.de/artikel/eigentlich-ist-sie-doch-ruehrend-die-heidi-oder-266353

Schon 2008 schrieb dieStandart über diese Form der Model Show als von der „Unterwerfung unters Patriarchat“:
http://diestandard.at/o1227288606902/Heidi-Klum-und-die-Unterwerfung-unters-Patriarchat

Auszug:
„Die "Vermessung und Verdatung von Körpermaßen" sei zwar sehr wohl Ausgangspunkt der Sendung, die Wirkung gehe aber darüber hinaus. Unter einer "politisch-kritischen Perspektive" betrachtet, lade die Show ein "zur Unterwerfung unter patriarchalische Strukturen und zur Einübung und Internalisierung des männlichen Blicks".

Die Kritik geht aber noch viel weiter. Nicht nur dass Frau Klum die angehenden Models entwürdigend behandelt, das ganze Konzept sexistisch ist, Rollenklischees bedient u. junge Frauen gefährdet magersüchtig zu werden.

Die zum Teil Minderjährigen werden zu unsinnigen „Prüfungssituationen“ gezwungen, die absolut nichts mit dem Leben eines Models zu tun haben. Ganz davon abgesehen, dass es nicht wirklich um eine Talentsuche geht sondern eher darum die Quote zu erhöhen u. aus Werbeblöcken viel Geld zu scheffeln.

Es gibt auch scharfe Kritik an den Modelverträgen, die Knebelverträge sind. So können sie einseitig verändert werden zum Nachteil der betroffenen Frauen. Hier weitere Infos:
https://de.wikipedia.org/wiki/Germany%E2%80%99s_Next_Topmodel

Auszug:
„Die Modelverträge werden von Fachleuten als Knebelverträge bezeichnet, welche sogar aufgrund der Sittenwidrigkeit als unwirksam anzusehen sind. Die Verträge, welche festlegen, dass die Teilnehmerinnen bis zu 40 Prozent ihrer Gagen abgeben müssen, können weiterhin ohne deren Zustimmung einseitig verändert werden. Auch der Verband lizenzierter Modellagenturen kritisierte die Verträge als „völlig unangemessene Benachteiligung der Teilnehmerinnen“.

Die Initiative Pinkstinks macht mobil für die Frauen u. Mädchen, die durch dieses zerstörerische Frauenbild von GNTM verunsichert sind oder ihren Körper ablehnen.
https://pinkstinks.de/heidiwatch-woche1/
https://pinkstinks.de/kampagnen/protest/
https://pinkstinks.de/maedchenbilder/


Ihr könnt auch deren Petition „Schluss mit Sexismus in der Werbung" mit zeichnen:
https://werbung.pinkstinks.de/

Abschließend möchte ich euch einen höchst interessanten EMMA -Artikel von 2006 mit auf den Weg geben. Bemerkenswert das Titelfoto mit Models aus dem Jahre 1948.
http://www.emma.de/artikel/essstoerungen-schlachtfeld-frauenkoerper-263607

Auszug:
„Als ich an einem Zeitungskiosk in meiner Straße in Berlin vorbei kam, fielen mir zwei Frauen auf, die sich Postkarten anschauten. "Guck mal, wie schön die aussehen, echte Frauen!", rief die eine der beiden und zeigte auf eine Karte, die ich selbst vor ein paar Tagen gekauft und mit demselben Gedanken an verschiedene Freundinnen verschickt hatte.

Doch es sind nicht die Badeanzüge, die frappieren, sondern es sind die Frauen selbst: ihre Körper, ihr Aussehen. Sie sehen wie ganz normale Frauen in den Vierzigern aus, einige besonders hübsch. Alle haben kräftige Hüften und Oberschenkel, eine sogar mit sichtbarer Cellulite (das wurde übrigens damals nicht als "Problem" angesehen). Jede der Frauen sieht anders aus, jede ist ein Individuum, wie normale Frauen auf der Straße eigenständige Individuen sind. Diese Mannequins, wie die Models früher hießen, könnten auch einfach nur eine Gruppe von Freundinnen am Strand sein. Und das ist genau der Punkt: Sie könnten beides sein. Zu dieser Zeit gab es noch kaum einen Unterschied zwischen dem Aussehen eines Models und dem einer normalen Frau.“


Und weiter aus dem o.g. Artikel:
In den Vierziger und Fünfziger Jahren war es normal und zulässig - und entsprach durchaus dem geltenden Schönheitsideal -, dass eine 1,65 Meter große Frau zwischen 70 und 75 Kilo wog, wie auf dem Foto zu sehen. Es ist relativ leicht, den Finger genau auf den Punkt zu legen, an dem der große Wandel des Aussehens bzw. Images begann, der Moment, von dem an Frauen aussahen wie Zweige, Stöcke, Kleiderbügel oder ein Sack Knochen.“

Der weibliche Körper wurde also irgendwann zu einem „Problem“ erklärt, was angegangen werden musste um in dieser Gesellschaft überhaupt bestehen zu können. Was diese Manipulation für haarsträubende Folgen für das Selbstbewusstsein der Frauen hatte sehen wir heute nur allzu deutlich.

Lasst uns „echte Frauen“ sein, die schön sind sind in allen Formen u. eben kein „Problem“, was uns solche suggestiven Figuren wie Heidi Klum u. Konsorten weismachen wollen.

Du bist schön wie du bist! :-)

Ich wünsche euch eine sonnige Woche
u. liebe Grüße
Violine

04.06.2013 um 06:41 Uhr

„Echte Frauen" oder Hungerhaken - Das vorgeschriebene Schönheitsideal

Hallo Ihr Lieben!

Scheinbar wollen alle Barbies sein oder Models?
Zumindest wollen uns das solche absurden Sendungen
wie „Germany‘s Next Topmodel“(GNT) so verkaufen.
http://www.emma.de/ressorts/artikel/film-fernsehen/germanys-next-topmodel-eigentlich-doch-ruehrend-die-heidi-oder/

Auszug:
„Wenn sie nur nicht so widerlich wäre mit diesen sehnsüchtigen
Mädchen, die sich als „Germany’s Next Top Model“ bewerben.
Wenn sie nur nicht so gnadenlos dazu beitragen würde, dass diese
Mädchen glauben, ihr Traum könnte sich erfüllen – um dann im
besten Fall als Wäschemodell in einem Versandkatalog zu landen.“


Glücklicherweise gibt es doch gelegentlich Kritik an dieser
unsäglichen Castingshow von Heidi Klum.
Offensichtlich geht es ihr nur darum Eigenwerbung zu machen.
Selbst aus der Branche gibt es kritische Worte, die diese
auferlegten „Prüfungen“ als völlig unsinnig ansehen, fern der
Realität eines Models.

Offener Sexismus, dauerhafte Demütigungen der „Mädchen“,
Füttern sämtlicher Klischees, Förderung von Magersucht und
dazu auch noch Modelverträge, die sittenwidrig sind.

Wo bleiben die Proteste gegen diese Klischees u. Frauenverachtung?

Die „Femen“ haben sich getraut und sind auf den Laufsteg
gestürmt:
http://www.gmx.net/themen/tv/shows/56aersc-femen-aktivistinnen-gntm-heidi-klum-topmodel#.hero.Femen%20erkl%C3%A4rt%20Nackt-Protest.776.273

Auszug:
„Zum ersten Mal in der Geschichte von "Germany's next
Topmodel" wurde während des Finales protestiert. Zwei
Aktivistinnen der Feministen-Gruppe "Femen" haben am
Donnerstagabend das Finale der Modelshow gestört.
Heidi Klum hat sich während der gesamten Staffel wie eine
Zuhälterin verhalten. Sie sorgt dafür dass die Frauen sich so
benehmen und verkaufen, dass sie von der Gesellschaft für
sexy empfunden werden.“

Um das gleich klar zu sagen:
Ich mag keine halbnackten Proteste von barbusigen Frauen.
Doch gehören die Femen mit zu dem kunterbunten Haufen
aller Feministinnen, die für die Sache der Frauen kämpfen.

Selbst wenn ich persönlich dieser Form des Lautwerdens
für unsere Sache kritisch gegenüber stehe, weil es oft nur
die geifernden Aktfotografen hinter dem Ofen hervor holt
und von den Inhalten kaum etwas ankommt bei den jeweiligen
Medien - außer nackter Brüste.

Aber: Sie kämpfen auf unserer Seite und das heiße ich gut!
So taucht das Thema Sexismus und Gewalt gegen Frauen
doch gelegentlich mal wieder auf.

Ich hoffe aber, dass wir Feministinnen durch klare Argumente
überzeugen und nicht durch aggressive Zurschaustellung
von Nacktheit.

Zurück zum Thema:
Weshalb wollen Mädchen und Frauen wie dürre Hungerhaken
aussehen und wieso ist der „Beruf“ eines Models auf einmal
derart erstrebenswert?

Dank der Frauenbewegung wissen Frauen um ihre Rechte
und können selber entscheiden über ihr Leben!

Doch immer noch werden Frauen nach ihrem Aussehen beurteilt
und lassen sich vorschreiben wie sie auszusehen haben, um als
„schön“ zu gelten.

Dazu mal ein sehr interessanter Artikel:
http://www.emma.de/ressorts/artikel/koerperbild/schlachtfeld-frauenkoerper/

Auszug:
„Zwischen 1950 und 2005 ist etwas sehr Drastisches mit
unseren Körpern passiert, und es scheint, dass Frauen diesen
Wandel ohne viel Aufsehens als neue Norm akzeptiert haben.
Es ist offensichtlich, dass Frauen in den letzten Jahrzehnten
immer dünner geworden sind, so als hätten sie sich allesamt
eine unbekannte Krankheit eingefangen.

In den Vierziger und Fünfziger Jahren war es normal und
zulässig - und entsprach durchaus dem geltenden Schönheits-
ideal -, dass eine 1,65 Meter große Frau zwischen 70 und 75
Kilo wog, wie auf dem Foto zu sehen. Heutzutage gilt diese
Größe und das Gewicht für ein Model, eine Schauspielerin,
eine Frau in der Öffentlichkeit, und eigentlich für uns alle als
schlicht inakzeptabel, als "übergewichtig". Die Auffassung,
wie eine Frau auszusehen hat, hat sich enorm verändert und
ein neues, schlankes Ideal hat sich etabliert. 

Es ist aufschlussreich, dass dieses Frauenbild ausgerechnet
ab Beginn des kollektiven öffentlichen feministischen Kampfes
für Frauenrechte erschaffen wurde.
Als wäre die Botschaft: Ihr wollt die Gleichberechtigung?
Na gut, und werdet ihr noch begehrt?“


Ich habe mich diesem scheinbarem Ideal nie angepasst.

Auch wenn so manch eine Freundin mir hautenge Jeans-
in die frau unter Qualen und nur im Liegen überhaupt
hinein kam-andrehen wollte. Nicht mit mir!
Abnehmen, nur um in diese unsinnige Mode zu passen?
Schwachsinn!

Wieso soll ich mich an Modetrends anpassen, die mich
zwingen zu hungern oder einem völlig irrsinnigen
Frauenbild entsprechen?

Steht zu Euren Körpern Ihr Lieben! :-)
Ihr müsst euch an gar nichts anpassen oder euch einfügen.
Macht Euch nicht abhängig vom Blick des Anderen!

Mit diesen Gedanken wünsche ich Euch
eine gute und erbauliche Woche!

Liebe Grüße
Violine