GEDANKENFLUG

10.02.2012 um 23:10 Uhr

Magie des Augenblicks...

Der Augenblick
stellt keine Fragen,
noch kennt er Zweifel,
verliert sich nicht in der Vergangenheit,
noch hält er Ausschau nach der Zukunft,
er genügt sich selbst,
kennt kein Urteil,
nur das Sein,
und wenn du in ihm weilst,
dann fühlst du dich geborgen!
 

© Petra Speth, (*1962), Sozialpädagogin 

Eine flüchtige Berührung, die die Seele streichelt, ein ineinander  tauchen der Blicke, nur einen Wimpernschlag lang, wortloses Verstehen, ein Lächeln, ein  Kompliment...Glücksmomente...sind es nicht diese Augenblicke für die es sich zu leben, zu kämpfen lohnt?...sie betten warm und weich...

und ich verweile immer noch, spüre nach...

18.07.2011 um 11:02 Uhr

Für Mariechen

Die Stärke lässt sich nicht beirren,
       nicht von der Schwäche,
            nicht von der Wut,
         nicht von der Trauer,
                 transparent
scheint sie durch alles hindurch,
              unberührbar,
                  liebevoll,
            steht sie ihre Frau!

© Petra Speth, (*1962), Sozialpädagogin

Alles Liebe für Dich und Dein Krümelchen

10.07.2011 um 10:12 Uhr

Ich war hier

Von Alin Coen

http://www.youtube.com/watch?v=zt1-FYnefjo  

Ich werd´ in meine Hand tätowier´n: "Ich lass los".
Ich will auch meinen Kopf formatier´n - er wehrt sich bloß.
Und wenn ich glaub´, ich hab´ mich gefangen, dann kippt's auch schon, doch ich will nichts verlangen.
Es sieht zwar nicht nach Chancen aus, doch den Kurs, den halt ich - volle Kraft voraus.

Ich schreib´ auf deine Mauer: "Hier ist die Tür".
Und ich renne fest dagegen, damit ich irgendetwas spür´.
Und je mehr ich deine Nähe such´, desto weiter rückst du fort.
Und obwohl ich mich dafür verfluch´, werf ich die Hoffnung nicht ganz über Bord.

Die Lösung fehlt und ich überleg´: "Ich muss ganz weit weg",
also mach ich mir den Plan - und beweg´ mich nicht vom Fleck.
Und wenn ich glaub´, ich hab´s überwunden, wird gleich ein neuer Anlass erfunden.
Ich versuchs, schau her!
Schon wieder ein Versuch mehr!

Ich schreib´ auf deine Mauer: "Dies ist der Weg".
Und ich kratze an den Fugen, damit sich irgendetwas regt.
Und je länger ich auf der Stelle trete, desto mehr verliert´s an Sinn. Weil es nicht mal einen Schritt weiter geht, ich verlier´ mich bloß darin.

So sehr ich es bedauer´, schaff ich's nicht bis zu dir.
Und ich schreib´ auf deine Mauer "Ich war hier".
Und je weiter ich mich dann entfern', desto leichter fällt's, zu verstehen.
Ich weiß, du magst mich auch sehr gern - mit etwas Abstand
versehen


02.06.2011 um 14:40 Uhr

Schlaflose Nacht

und Fragen über Fragen , wieder einmal... 

Woran  wirst du dich erinnern, wenn ich gehe?

 

An mein Lachen, in das du dich einmal verliebt hast?

An mein Parfüm? ...es würde  immer in deinen Kissen zurück bleiben, hast du einmal gesagt...vor sehr langer Zeit...

An meinen Humor?

An meine gute Laune? ...in letzter Zeit hat sie ziemlich gelitten

Wirst du alte Karten und Briefe lesen, ich weiß, dass du einen Memory-Ordner hast, in dem du alles abheftest.

An gemeinsam verbrachte  Stunden, Gespräche, Unternehmungen?

An unsere Tanzstunden?

An den zuverlässigen Kumpel, mit dem  du alles besprechen konntest, der dein absolutes Vertrauen besaß?

Meine Lebenserfahrung...du hast mich einmal deine kluge Beraterin genannt

Wirst du dir alte Fotos ansehen?

Wirst du in alten  E-Mails lesen,

du hast sie alle abgespeichert, genauso wie ich...ich lese sehr oft darin , manchmal nachts, wenn ich nicht schlafen kann, so wie letzte Nacht...es sind 92, sehr schöne, gefühlvolle, geschrieben, von einem sehr sensiblen Menschen, lustige, übermütige, traurige, die von gemeinsam  gemeisterten Problemen  erzählen... sehr Schönes, das wir verloren haben, und das ich sehr vermisse, unsere Spontaneität, Leichtigkeit und Unbekümmertheit im Umgang miteinander, von unserer Unbeschwertheit ist nur noch die Schwere geblieben, ich bin verunsichert, verkrampft...alles unwiederbringlich verloren?  Liegt es nicht in unserer Hand? 

Was würdest du am meisten vermissen?  Was bliebe übrig von mir?

Ich weiß es nicht...aber ich weiß, was du nicht vermisst...und das  macht mich sehr traurig...mir ist klar, dass es  keinen Weg zurück gibt, aber wenn man nicht einfach stehen bleibt, findet man vielleicht einen neuen Weg nach vorn...    

22.05.2011 um 09:41 Uhr

Krieg

Die schlimmsten Kriege finden innerhalb der Familie statt, mit der zerstörerischsten und feigsten Waffe -dem Wort-

19.05.2011 um 22:09 Uhr

Blenderin

„Du  siehst wieder blendend  aus“...

„Danke“,

sagte ich artig und dachte, ich bin eine Blenderin heute, das trifft es punktgenau...tränenschwer, traurig, enttäuscht, würde mich am liebsten verstecken, irgendwo verkriechen, zusammenrollen wie ein Tier und meine Wunden lecken,...aber ich stehe aufrecht, lächle, lache sogar, mit feuchten Augen, und es geht, es fällt schwer aber es geht, es ist das, was ich gelernt habe: „Reiss dich zusammen“. Ja, ich reisse mich zusammen ...und passe auf, dass es mich nicht zerreisst, denn  auch das habe ich inzwischen gelernt... 

14.05.2011 um 09:21 Uhr

Wunschdenken...

Stimmung: aufgewacht

lag  viel zu lange wie ein dicker schwerer Teppich über den Fakten...

14.05.2011 um 08:54 Uhr

Sehend...

man sieht alles anders und viel besser, mit Augen, die geweint haben...

12.04.2011 um 21:54 Uhr

Warum habe ich einen Hund?

Es stürmt, es regnet, dein Hund muss raus, du wartest noch etwas ab, es könnte ja noch besser werden...reines Wunschdenken, es regnet immer stärker und dein Hund muss JETZT raus, du läufst durch den Regen, siehst fast nichts mehr, stemmst dich gegen den Wind, er nimmt dir den Atem, in kleinen Sturzbächen rinnt dir das Wasser über das Gesicht, nur einer fühlt sich richtig wohl, genießt in vollen Zügen -dein Hund- er spaziert ganz gemütlich neben dir her, schnuppert, hebt ohne Eile mal hier mal dort das Beinchen, du wartest auf ihn und fragst dich jetzt: Warum habe ich einen Hund? ;-)

Du kommst nach Hause, durchfroren, durchnässt, rubbelst zuerst deinen Hund trocken, dann dich,  gibst ihm sein Fressen, bereitest dir ein Kännchen Tee, stellst es mit einer Schale Gebäck auf den Tisch in deiner Kuschelecke und machst es dir auf dem Sofa bequem...dein Hund hat diese ganze Zeremonie beobachtet, geduldig gewartet, jetzt kommt er zu dir, legt seinen Kopf auf deinen Bauch, schaut dich mit seinen riesigen, braunen Knopfaugen an, du spürst seine Körperwärme, seinen Herzschlag, streichst über seinen Kopf, über sein seidenweiches Fell, fühlst wie der kleine Körper sich hebt und senkt im Rhythmus der Atmung, er grunzt und schmatzt vor Wonne...

und jetzt weißt du: DARUM habe ich einen Hund  Fröhlich  und noch etwas weißt du ganz genau, du würdest alles, wirklich alles für ihn geben...

09.04.2011 um 08:28 Uhr

Erkenntnis

Je bewusster und ehrlicher man sich mit gescheiterten Hoffnungen auseinandersetzt umso eher spürt man wieder Boden unter den Füßen...