GEDANKENFLUG

28.01.2009 um 14:36 Uhr

Im freien Fall...

Stimmung: lausig

 

es traf mich ganz unvorbereitet...Atemnot...Herzrasen...Gedanken im Laufrad... die Vergangenheit zum Greifen nah...schlimme Erlebnisse aus Kindertagen...Kindertage?...hatte ich die überhaupt, hatte ich nicht gleich Erwachsenentage?...Gegenwärtiges vermischt sich mit Altlasten...Enttäuschungen...Verletzungen...ausgenutzt...benutzt und weggeworfen...von den Eltern zutiefst enttäuscht...von oben stürzt alles auf mich...nach unten bricht der Boden weg...kein Griff oben zum Halten...die Füße ohne Halt am Boden...nichts was den freien Fall bremsen könnte...ich bin nur noch Schmerz...fühle nur noch Trauer und Leere...zittere vor Kälte in einer überheizten Wohnung...die Wärme erreicht mich nicht mehr...Worte erreichen mich auch nicht mehr...möchte in ein Erdloch kriechen wie ein Tier...nur noch weinen...ich weiß, es geht wieder vorbei, aber im Moment ist es die Hölle...

27.01.2009 um 10:12 Uhr

Gefühle...

Gefühlsfremd...

Manchmal liegen unsere Gedanken wie ein eiserner Panzer um unsere Gefühle. Wir wissen nicht, was wir fühlen. Wir fühlen nur das, was wir auch denken. Wir verwechseln Gefühle mit Gedanken und merken es nicht.

Darum müssen uns manche Gefühle überfallen. Sonst würden sie nie gegen die Gedanken ankommen. Manchmal ist der Überfall so stark, daß die Gedanken ihn nicht sofort wieder einordnen und damit auslöschen können.

(Verfasser unbekannt)

Im Positiven wie im Negativen.

24.01.2009 um 19:38 Uhr

unsichtbare Fessel...

Stimmung: zuversichtlich

 

Der Elefant oder

Die dünnen Fesseln der Gewohnheit

Einem Dompteur gelingt es, einen Elefanten mit einem ganz einfachen Trick zu beherrschen: Er bindet das Elefantenkind mit einem Fuß an einen großen Baumstamm.Sosehr es sich auch wehrt, es kann sich nicht befreien. Ganz allmählich gewöhnt es sich daran, daß der Baumstamm stärker ist als es selbst.

Wenn der Elefant erwachsen ist und ungeheure Kräfte besitzt, braucht man nur eine Schnur an seinem Bein zu befestigen und ihn an einen Zweig anzubinden, und er wird nicht versuchen, sich zu befreien. Denn er erinnert sich daran, daß er diesen Versuch unzählige Male vergebens unternommen hat.

Wie bei den Elefanten stecken auch unsere Füße nur in einer dünnen Schlinge.

Doch da wir von Kindesbeinen an die Macht jenes Baumes gewohnt sind, wagen wir nicht, uns zu wehren. Und vergessen darüber, daß es nur einer einfachen mutigen Tat bedarf, um unsere Freiheit zu erlangen.

Paulo Coelho



So einfach und doch so schwer.

24.01.2009 um 01:17 Uhr

zu zweit allein...

Stimmung: etwas verloren

Manchmal ist das Ticken der Sekunden

 die Melodie der Einsamkeit.

22.01.2009 um 21:36 Uhr

Der Mensch...austauschbar wie ein Konsumartikel?

Stimmung: nachdenklich

WAS BLEIBT ÜBRIG?

woran wirst du Dich erinnern wenn ich gehe?
Wird es mein Lachen sein,
das Strahlen meiner Augen,
das Dir einmal so gefallen hat.
Meine Stimme, mein Geruch?
Wirst Du Dir alte Fotos ansehen,

dich an Gespräche erinnern?
An die Stunden,

die wir zusammen verbracht haben?
Wirst Du in alten Briefen lesen,

versuchen zwischen den Zeilen zu lesen

um mich zu verstehen?
Woran wirst Du Dich erinnern wenn ich gehe?

 

Ein Liebesgedicht...aber es hat mich zum Nachdenken gebracht. Kann man diese Frage nicht auf alle andern Bereiche übertragen? Was bleibt von einem Menschen übrig in unserer schnellebigen Zeit? Von dem Angestellten, der nach über 30 Jahren gekündigt wird, gerade erlebt im Freundeskreis. Er denkt noch, sollen sie mal sehen, wie sie das ohne mich hinkriegen. Schreibtisch ausgeräumt...mit Wehmut...der Anblick schmerzt...die Leere, im Innen und Außen. Dann die brutale Erkenntnis...ja, es geht auch ohne mich. Die Kollegen haben sich auch schnell an den leeren Schreibtisch oder an den neuen Kollegen gewöhnt. Ach, ja, da saß mal xy, war ein netter. Der Mensch,  nur gespeichertes Wissen, Greifwerkzeuge, anstatt aus Metall eben aus Fleisch und Blut...mehr nicht? Austauschar, ersetzbar, einfach so?

Oder die große Liebe. Der Spruch, diesmal ist es für immer. Erstaunlich wieviele große Lieben manche erleben und wie schnell sie diese wieder abhaken. Wie einen Rechnungsposten.

 

Wenn der einzelne nicht mehr zählt...ist dann zwischenmenschlich nicht allem Tür und Tor geöffnet?...

Ach, ja, ich hab noch Amalgamfüllungen...die bleiben mal übrig...Oh, Gott...ich bin Sondermüll...egal...Hauptsache, es bleibt was übrig von mir... :-) Nur nicht den Humor verlieren, das Leben ist ernst genug!


 

18.01.2009 um 22:49 Uhr

Manche lernen`s nie...

Stimmung: enttäuscht

Wer immer wieder enttäuscht wird, muß immer wieder die gleichen Fehler machen.

Das scheint mir besonders gut zu gelingen. Wieso falle ich eigentlich immer wieder auf immer die gleichen Menschen mit immer der gleichen Masche rein. Hab ich überhaupt nichts dazugelernt?

15.01.2009 um 13:51 Uhr

Beim Stöbern...

Stimmung: gut

 

in meinem Bücherregal hab ich nachstehendes gefunden...


Trotzdem

Die Leute sind unvernünftig, unlogisch und selbstbezogen, liebe sie trotzdem,

wenn du Gutes tust, werden sie dir egoistische Motive und Hintergedanken vorwerfen, tue trotzdem Gutes,

wenn du erfolgreich bist, gewinnst du falsche Freunde und echte Feinde, sei trotzdem erfogreich,

das Gute, das du tust, wird morgen vergessen sein, tue trotzdem Gutes,

Ehrlichkeit und Offenheit machen dich verwundbar, sei trotzdem ehrlich und offen,

was du in jahrelanger Arbeit aufgebaut hast, kann über Nacht zerstört werden, baue trotzdem,

deine Hilfe wird wirklich gebraucht, aber die Leute greifen dich vielleicht an, wenn du ihnen hilfst, hilf ihnen trotzdem,

gib der Welt dein Bestes, und sie schlagen dir die Zähne aus, gib der Welt trotzdem dein Bestes.


Dieses Wort schrieb Mutter Theresa an die Wand von Shishu Bhavan, dem Kinderheim von Kalkutta.

Sie berühren wohl jeden der sie liest, trotzdem müssen sie nicht mehr kommentiert werden!

Nur soviel:

Ich habe dieses so zerbrechlich wirkende Energiebündel immer bewundert.

10.01.2009 um 00:33 Uhr

Gefühle

Stimmung: traurig

Manchmal...

muss man einen Menschen, den man liebt, loslassen damit er glücklich sein kann.

Auch wenn man selbst daran zerbricht.

09.01.2009 um 18:16 Uhr

Hiiilfe! Es spukt!

Hab gelesen, daß das Löschen von doppelten und dreifachen :-)Einträgen wieder funktioniert und wollte es gleich ausprobieren. Oh, ja, das Löschen funktioniert, allerdings wurde nicht mein doppelt veröffentlichter Eintrag gelöscht, sondern meine beiden ersten. ..staun...stutz...:-)

Liebe Grüße von

einer verblüfften mockingbird

09.01.2009 um 17:40 Uhr

Weisheit

Stimmung: etwas angeschlagen

 

Man bricht das Bein selten, solange man im Leben mühsam aufwärts steigt - aber wenn man anfängt, es sich leicht zu machen und die bequemen Wege zu wählen.

Friedrich Nietzsche

...und dann gibt es diese Momente in denen man einen "kleinen glatten Beinbruch" :-) vorziehen würde, weil man des mühsamen "Aufsteigens"  einfach zu müde ist.

05.01.2009 um 20:08 Uhr

"Im Griff"

 

Im Griff“

Du hast mich ganz schön im Griff,“ sagte er, mit einem Lächeln, das sich in seinen Augen spiegelte. „Du mich aber auch,“ antwortete sie, ebenfalls mit einem Lächeln.

Was bedeutet, „du hast mich im Griff?“

Hört sich zunächst nach Enge, Fessel, Liebe ohne Freiraum, nach besitzen, beherrschen, klammern, nicht loslassen können, an.

Ausgesprochen, mit einem Lächeln, erhält dieser Satz eine ganz andere Bedeutung. Einzig das Gefühl ist entscheidend für die Interpretation. Man kann auch liebevoll, zart, wie in einen wärmenden Mantel gehüllt “in den Griff“ genommen werden. Ein Griff der “zupackt“ ohne “blaue Flecken“ zu hinterlassen, der streichelt, der Toleranz bedeutet, auch mal was dem andern zuliebe tun und das gleiche zurückbekommen. Ein Nehmen und Geben aus Liebe, ganz freiwillig.

Du hast mich im Griff!

...du greifst nach mir...greifst nach meiner Hand...und berührst mein Herz...

So werde ich gerne “in den Griff“ genommen.