GEDANKENFLUG

23.07.2009 um 19:18 Uhr

Sex und die Statistik...

Stimmung: erheitert

im Wartezimmer meines Zahnarztes las ich einen Bericht von S.Schulz, der mich zum Schmunzeln brachte...

Sie schreibt:

Die Deutschen haben 117 mal Sex im Jahr. Sie tun ES also 3,11 mal pro Woche. Mir brennt da schon länger eine Frage unter den Nägeln. Könnte es sein, daß sie meinen Sex haben? Wie!? Sie verstehen nicht? Na, ja, irgendwer muß ihn ja haben. Mir fehlt jedenfalls welcher. Nicht akut und zwingend aber...so im Schnitt....

Übertroffen werden wir nur noch von den Griechen die kommen auf 164 Körperkontakte pro Jahr.


Und wer hat meinen Sex? :-)

Ich vermute es wird nirgendwo soviel geschwindelt, wie bei derartigen Statistiken...sie sind aber auch absolut überflüssig...sollen wir eine Strichliste führen?...

Wenn man in der Liebe zu rechnen anfängt, kommt meist ein Bruch heraus.

(Verfasser unbekannt)

 

 

15.07.2009 um 08:30 Uhr

Bauchhirn gegen Kopfhirn...

Stimmung: gedankenverloren

sie kämpfen permanent gegeneinander...ein Kompromiß scheint nicht möglich...entweder siegt der Verstand oder das Gefühl...

15.07.2009 um 01:20 Uhr

Die Liebe...

Die Liebe ist nicht da, um uns glücklich zu machen.
Ich glaube, sie ist da, um uns zu zeigen,
wie stark wir im Leiden und Tragen sein können.
Hermann Hesse

13.07.2009 um 13:55 Uhr

Eine Begegnung...

Stimmung: ausgeglichen

meine Radtour war wieder einmal wunderschön...meist die gleiche und doch immer wieder neu...meine Lieblingsbank, auf der ich immer meine Rast einlege, eine Kleinigkeit esse und einfach nur die Stille genieße, war besetzt...ein alter Mann saß da mit halbgeschlossenen Augen und...genoß...ich näherte mich vorsichtig und fragte ob ich mich dazusetzen darf...er schaute hoch und ich sah in zwei Augen die mich bis ins innerste berührten...Schalk lag darin, Güte, Weisheit, Wärme und eine Freundlichkeit und Offenheit, welche mich tief bewegte...sein Gesicht war vom Wetter gegerbt, zerfurcht, seine Gestalt klein, fast zierlich, gebeugt von schwerer Arbeit, seine Hände abgearbeitet, schwielig, erstaunlich groß und kräftig, man sah, daß sie ein ganzes Leben lang hart arbeiten und zupacken mußten...er fing an zu erzählen...er besaß einen Bauernhof...der Sohn hat ihn jetzt...er hilft ihm noch ab und zu, aber jetzt kann er auch einmal etwas entspannen...sein Leben sei hart gewesen...viel Arbeit, ja, es reichte immer fürs Essen, das sei ja praktisch da und auch für Kleidung...Urlaub kennt er nicht...man kann den Hof ja nicht alleine lassen, außerdem seien die Eltern zu versorgen gewesen...reich werden konnte man nicht...nein...es reichte eben...viel zu viel Arbeit, für viel zu wenig Geld...aber er beschwerte sich nicht...nein...er war dankbar...es sei doch gut gelaufen...er sei nie ernsthaft krank gewesen...Enkel habe er, einen Jungen und ein Mädchen, die ihm sehr viel Freude machten...er lehrt sie die Liebe zu Tieren und Pflanzen...lehrt sie worauf es wirklich im Leben ankommt...sagt er...man muß keine Edelklamotten tragen, nicht das neueste Handy besitzen, nicht die neuesten Computerspiele...er macht Radtouren mit ihnen, ein Picknick...und ich denke, er schenkt ihnen etwas sehr kostbares... ZEIT...und mir schießt ein Vergleich durch den Kopf... ich kenne einige, die nur ein “Problem“ haben...den nächsten Luxusurlaub, das neue Auto, Designerklamotten, bei welchem “Edelitaliener“ sie das nächste mal essen...trotzdem...vermisse ich diesen zufriedenen glücklichen Ausdruck in ihren Augen, diese Ausstrahlung...und mir wird wieder einmal bestätigt, was ich schon immer dachte...die Zufriedenheit wächst nicht mit dem Kontostand...wie könnte sie auch?...immer einen vollen Terminkalender, immer auf der Jagd nach noch mehr Geld...immer mehr, immer höher, immer weiter...ein Leben in der Superlative...und als ständigen Begleiter die Angst, diesen Standard nicht mehr halten zu können...aber immer weniger ZEIT... für Familie und Freunde, einen Spielenachmittag mit den Kindern, statt Computer...manchmal ist Rückschritt Fortschritt...

09.07.2009 um 21:22 Uhr

Freiheit...um diesen Preis?...

Stimmung: besorgt

er erreichte sein Ziel, er wurde immer unabhängiger, niemand hatte ihm zu befehlen, nach niemandem hatte er sich zu richten, frei und allein bestimmte er über sein Tun und Lassen. Denn jeder starke Mensch erreicht unfehlbar das, was ein wirklicher Trieb ihn suchen heißt. Aber mitten in der erreichten Freiheit nahm Harry plötzlich wahr, daß seine Freiheit ein Tod war, daß er allein stand, daß die Welt ihn auf eine unheimliche Weise in Ruhe ließ, daß die Menschen ihn nichts mehr angingen, ja er selbst nicht, daß er in einer dünner und dünner werdenden Luft von Beziehungslosigkeit und Vereinsamung langsam erstickte.


Hermann Hesse, Der Steppenwolf

 

Genau das erlebe ich bei einem sehr guten Freund von mir, die Welt läßt ihn in Ruhe, das Telefon steht still, niemand fragt mehr wie`s ihm geht...er hat alle "verprellt", außer mir :-), ich weiß ihn zu nehmen, so wie er ist...aber ich mache mir Sorgen, befürchte, daß er an der Vereinsamung kaputtgeht...