GEDANKENFLUG

29.08.2010 um 00:25 Uhr

Fenster zu deiner Seele...

manchmal öffnest du es, lässt mich in deine Seele blicken ... wenn wir “um die Häuser ziehen" und du ganz leicht angeschickert bist. Du bekommst diesen kindlichen, weichen und sehr verletzlichen Gesichtsausdruck,  über dem ein Hauch von Melancholie liegt und der mir Gänsehaut bereitet. Dein Mund mit den schön geschwungen Lippen zuckt leicht, zeigt deine ganze Sensibilität,  deine Verletzlichkeit ... deine Bewegungen wirken etwas  unsicher, wenn du nach deinem Glas greifst, dir eine Zigarette anzündest ... du wirkst sehr schutzlos, schaust mich voller Vertrauen an ... ich glaube, du weißt, dass du mir diese Schutzlosigkeit zeigen darfst ... das berührt mich ... aus deinen großen braunen Augen kann aber auch der Schalk blitzen, der Übermut ... wie bei einem kleinen Jungen ... dabei bist du die personifizierte Männlichkeit. Es ist diese Kombination aus gestandenem Mann - du stehst mit beiden Beinen auf der Erde, bist autark - und kleinem Jungen, die mich so sehr fasziniert...

28.08.2010 um 14:42 Uhr

Auf dem Gipfel

Ich klettere ... rutsche ... klettere ... rutsche ... und erstaunlicherweise erklimme ich immer wieder den Gipfel, anstatt im Nebel des Tals zu versinken ...  es ist aber nicht immer ein Berg ... manchmal ist es nur ein Hügel ...

26.08.2010 um 21:30 Uhr

Hin und wieder

sollte man sich zurückziehen, die Tür schließen und nur noch für Einen erreichbar sein ... für sich selbst. Wieder einmal bin ich ganz nah dran mich zu verlieren ...

23.08.2010 um 17:56 Uhr

Verloren

Zweieinhalb Jahre gehofft, gewünscht, gelitten, gekämpft...und  gegen den Krebs verloren. Vergangene Woche wurde er  beerdigt. Irgendwo in der Menge sagte jemand: „Soviele Leute.“Mich hat es nicht erstaunt...er liebte die Menschen und  sie liebten ihn...

Es traf mich bis ins Innerste, auch der dämliche Spruch einer Freundin: „Stell dich doch nicht so an, er war doch kein Nahestehender, ihr habt euch nicht einmal geduzt.“ In mir kocht die Wut. Darf ich bitte selbst entscheiden, wer ein Nahestehender ist? Ich habe Nahestehende, die eigentlich Fernstehende sind, und er war mir sehr nahe. Er war lebensfroh, genoss das Leben, war neugierig, sehr belesen, hatte sich eine jungenhafte Art bewahrt. Seine Augen blitzten immer vor Lebensfreude, er konnte übersprudeln vor Begeisterung und er war selbst als er durch die Krankheit schon sehr geschwächt war noch unglaublich lebendig. Ich mochte sein jungenhaftes Lachen. Er liebte die Menschen, ging offen auf sie zu. Er blieb seinem Ideal treu, was in seinem Beruf, als Anwalt,  sicher nicht immer einfach war. Er lehnte auch Fälle ab, wenn sie gegen seine Überzeugung  waren. Klar, reich werden kann man mit dieser Einstellung nicht, aber Geld war ihm eben nicht das Wichtigste. Wir hatten die gleichen Interessen. Wir standen einmal auf der Straße und vergaßen Zeit und Raum, weil wir feststellten, dass wir gerade das gleiche Buch lesen...es fing an zu regnen, wir registrierten es erst, als wir tropfnass voreinander standen. 

Eine von sehr vielen schönen Begegnungen. Er wird mir sehr fehlen.  

17.08.2010 um 11:58 Uhr

Heimweh...

du könntest deine Mutter wenigstens einmal anrufen! Hast du denn gar kein Heimweh? NEIN! Mein Heim tut nur weh!