GEDANKENFLUG

30.01.2011 um 00:31 Uhr

Ohne dich, mit dir

Doch, doch. Ich kann ohne dich leben. Ich finde Schätze in mir. Ich beginne gerade erst zu graben. Ich sage damit nichts gegen dich, sondern nur etwas für mich.

Ich muss und will von mir aus leben. Ich will dich nicht mehr unter Druck setzen, meine Lebenserfüllung zu sein. Gerade das macht unsere Beziehung kaputt. Vieles von dem, was ich von dir verlange, wird mich erst wirklich glücklich machen, wenn ich es in mir finde.

Und auch dein Leben wird dadurch anders werden. Dein Glück wird nicht nur daraus bestehen, mich glücklich zu machen. Du wirst lernen, dich selbst glücklich zu machen und dabei doch nicht egoistisch zu sein. Auch du wirst ohne mich leben können, und ich werde es verstehen.

Und gerade wenn ich weiß, dass ich ohne dich leben kann, dass mein Leben auch ohne dich komplett ist, gerade dann will ich mein Leben mit dir teilen. Nicht weil ich es muss, sondern weil ich es will; nicht weil ich dich brauche, sondern weil ich mit dir sein will; nicht weil du mich brauchst, sondern weil ich mich für dich entschieden habe. Ich wünsche mir etwas von dem Reichtum deines Lebens.

Spürst du die Freiheit, in der wir miteinander umgehen und uns gegenseitig mitteilen können?

Ulrich Schaffer

Ich denke daran scheitern viele Beziehungen, dass man in dem andern seine Lebenserfüllung sieht oder sucht, erwartet, dass man glücklich gemacht wird.

28.01.2011 um 22:24 Uhr

Schöne Erfahrung

Stimmung: gelöst

Manchmal gelingt es mir, neutraler Beobachter meiner Gedanken zu sein, sie einfach ziehen zu lassen, wie ein Wolkenband...ein sehr schönes Gefühl... 

26.01.2011 um 17:17 Uhr

Hund im Bett

26.01.2011 um 10:23 Uhr

Quintessenz...

Stimmung: besinnlich

das Wesentliche wird leider allzu oft und allzu leicht nicht oder nicht mehr erkannt, Geschenke, die mit sehr viel Liebe ausgesucht wurden, werden als zu preiswert eingestuft, der Grad der Zuneigung wird am Wert des Geschenkes gemessen, leider ist dies kein Einzelfall, ich höre das häufig...eine Freundin  kündigte mir die Freundschaft, weil ich EINMAL nicht an ihrem Geburtstag angerufen und gratuliert hatte, nicht weil ich`s, aus Nachlässigkeit, vergessen hatte, nein, ich hatte einen guten Freund an diesem Tag in die Klinik gebracht, es war nicht einmal klar, ob er überlebt. Ich hatte es ihr erklärt, sie hatte kein Verständnis, bis dato war ich täglich für sie da, hatte nicht selten, wenn`s ihr schlecht ging, bis tief in die Nacht mit ihr telefoniert...das zählte nicht mehr, sie war nur auf das eine “Versäumnis“ fixiert...oder ein Paar lernt sich kennen, er ist eher der sportliche Jeans – Typ, sie steht auf Edelklamotten, sie liebt ihn, akzeptiert ihn so wie er ist, weiß seine Art zu schätzen, sagt sie, dann kauft sie ihm so peu a peu Designerklamotten, würde gerne einen “Schicki-Micki-Typen“ aus ihm machen...mein Bruder hat das so erlebt...oder Sex dient als Gradmesser für die Tiefe der Liebe, vorübergehende sexuelle Unlust wird sofort mit einem Schwinden der Gefühle gleichgesetzt, obwohl das sonstige Verhalten des Partners eher eine Intensivierung zeigt...eine Falle in die man sehr leicht tappt...oder Partner kritisieren sich plötzlich nur noch, meist sind es unwichtige Kleinigkeiten oder Macken, die vorher als besonders liebenswert belächelt wurden, werden auf einmal zu einem unüberwindbaren Problem und alle positiven Seiten werden nicht mehr gesehen, man reibt sich an Kleinigkeiten und  “vergisst“ warum man sich gerade in ihn/sie verliebt hat...und meist kann man dies beobachten bei Paaren, bei denen es eigentlich keine Probleme gibt, keine wirklichen, die eigentlich fast schon perfekt harmonieren...es ist so als dürfte es diesen Idealzustand nicht geben, so als müsste man jetzt suchen...und dann findet man natürlich auch, künstlich erzeugte Probleme...lassen uns zu viel Glück und Harmonie übermütig, ja, vielleicht sogar etwas undankbar werden? Oder woran liegt es?...zum Teil liegt es sicher auch am gelebten Alltag, der Gewohnheit die sich langsam einschleicht, der Partner/Partnerin  werden zu selbstverständlich, es kommt zu Streitereien, die nicht selten in einer Trennung gipfeln, manchmal ist es nur eine vorübergehende...und sehr oft wird jetzt beiden sehr schmerzlich bewusst was sie an dem anderen eigentlich für ein Kleinod hatten und manches Paar kommt auch wieder zusammen und  weiß den anderen jetzt wieder  zu schätzen...aber muss es erst soweit kommen? Nein, sicher nicht, aber in der Hektik des Alltags ist es nicht so einfach sich immer den Blick für das Wesentliche, das Wertvolle zu bewahren und zu vermeiden, dass eine Freundschaft oder Beziehung nur aufgrund des “Anscheins“ verloren geht...obwohl ich mich bemühe bei mir genauer hinzuschauen, damit etwas Kostbares nicht selbstverständlich wird, ich den Blick für das Wesentliche nicht verliere, gelingt es mir auch nicht immer, die Alltagsfallen schnappen leider auch bei mir zu... 

25.01.2011 um 08:22 Uhr

Das Spiel des Lebens

ist wie das Spiel mit einem Bumerang:

Unsere Gedanken, Taten und Worte

kommen früher oder später zu uns zurück,

und zwar mit erstaunlicher Exaktheit.

Florence Shinn

24.01.2011 um 09:45 Uhr

Du brauchst mich!

hast du gesagt und ich knurrte: „Wozu?“ und fühlte Rebellion, fast schon Aggression in mir. Warum? Warum habe ich ein Problem damit zu bejahen, dass ich jemanden brauche oder gebraucht werde? Brauchen klingt für mich nach Abhängigkeit, auf jemanden angewiesen sein, birgt fast schon ein Suchtpotential, ich mag Abhängigkeiten nicht, sie sind auch eine ungesunde Basis...auch gebraucht werden nimmt mir die Luft zum Atmen: „Ich brauche dich“, klingt für mich wie: „Ich kann ohne dich nicht mehr leben“, und das macht mir angst, verunsichert mich...und du? Du hast mein volles Vertrauen, ja, es ist schon ein Urvertrauen, ich weiß, ich kann mich immer auf dich verlassen, du bist wie ein Baum, an den ich mich anlehnen und Kraft tanken kann, der sein Blätterdach schützend über mich hält, wir verstehen uns mit und ohne Worte, eine Seelenverwandtschaft, wir haben den gleichen speziellen Humor - für andere oft etwas gewöhnungsbedürftig ;-) - ich mag die Souveränität mit der du dein Leben meisterst, deinen klaren Blick, deine Geradlinigkeit, deine Sensibilität, du liebst Tiere, die Natur, es gibt so vieles das uns verbindet...und...ja, ich habe vor deiner Zeit auch gelebt, und ich weiß, ich würde ohne dich auch wieder leben können, müssen, aber ich möchte mir im Moment ein Leben ohne dich nicht vorstellen...vielleicht brauche ich dich doch ;-) ...und in einem angemessenen Rahmen kann es vielleicht nicht nur akzeptabel sondern auch sehr schön sein gebraucht zu werden... auch für mich.... „Die Dosis macht das Gift!“ ;-) 

23.01.2011 um 09:35 Uhr

Reichtum

Stimmung: Loslassen üben

liegt oft in der radikalen Reduzierung...entrümpeln bringt Schätze zutage, die vorher irgendwie untergingen, übersehen wurden...und es befreit...zunächst einmal  im Außen, vielleicht erreicht es ja auch mein Inneres...

05.01.2011 um 22:14 Uhr

Die rosarote Brille...

Stimmung: gedankenversunken, grüblerisch

lässt sich, zum Glück, nicht wieder aufsetzen, wie eine Sonnenbrille, einmal abgesetzt oder brutal herunter gerissen, steht man im gleißenden Licht der Realität...und muß sich neu orientieren...

 

01.01.2011 um 13:13 Uhr

Verwechslung

Stimmung: irgendwo dazwischen

„Du kannst nicht meine Tochter sein, die müssen dich in der Klinik verwechselt haben!“ , hast du einmal zu mir gesagt...ich war knapp 20 Jahre alt damals und es hat mich sehr getroffen, mir den Boden unter den Füssen weggezogen...heute denke ich, es wäre erträglicher für mich, wenn es so wäre, die Vorstellung, dass es irgendwo eine Frau gibt, die mir vielleicht sehr ähnlich ist, hätte etwas Tröstliches für mich...aber leider spricht unsere äußere Ähnlichkeit dagegen...leider...