GEDANKENFLUG

30.03.2011 um 10:13 Uhr

Neue Zeitrechnung...

Stimmung: dankbar

Lucky  hat mein Leben in zwei Hälften geteilt...in ein Davor und ein Danach... Fröhlich

24.03.2011 um 09:32 Uhr

Japan? Nur eine Bagatelle

angesichts der wirklichen Probleme, wie man mir gerade demonstrierte...

in den Nachrichten sah ich Berichte vom Wiederaufbau ... ein Ehepaar steht in den Trümmern, die einmal ein Heim waren, sie 73 er 80 Jahre alt, es ist das 2. Erdbeben, das sie durchleben mussten, sie steht mit einem Besen in der Hand in einem zerstörten Raum und erzählt...die Angst war diesmal sehr viel größer sagt sie, alles ist zerstört, der Aufbau dauert mindestens 10 Jahre, sie sei dann 83, sie jammerte nicht, sie stellte nur fest, glaubt, dass sie diese 10 Jahre noch lebt, wieder ein Heim errichten kann, kein Verzagen, nur der eine Satz: “ Ich weiß  noch nicht, wie ich das schaffen soll.“... jetzt soll auch noch das Trinkwasser verseucht sein...das  geht unter die Haut, man kann es fast nicht mehr ertragen, fühlt sich so hilflos...

 

Wenig später in der Bäckerei...eine Kundin, eine Stammkundin, jeden Morgen steht sie auf und freut sich auf ihr Frühstück, auf ihren frischen Lieblingsweck, man stelle sich vor, sie geht mit leerem Magen, ein paar Häuser weiter... zu Fuß!!! in die Bäckerei, lechzt  nach ihrem Weck, steht endlich an der Theke, ihr Blick geht wie ferngesteuert, links unten in die Ecke, jaaaa, dort liegt er immer, IHR Weck...und was stellt sie heute fest???....ohhhh, neeeeein, er ist ZU DUNKEL gebacken, man muss sich das einmal vorstellen, der Weck ist zu dunkel, sie liebt ihn zart gebräunt, mit mattglänzender Kruste, was hat sie alles auf sich genommen, für ein entspanntes, leckeres Frühstück und nun das....ein viel zu dunkler Weck...sie beschimpft die Verkäuferin, wenn sie zu dämlich sei, Backwaren rechtzeitig aus dem Ofen zu nehmen, solle sie doch Klofrau werden, ihr offensichtlich begrenzter Horizont würde gerade noch ausreichen, die Klobürste zu handhaben usw., sie hatte sehr viel Phantasie und ein großes Repertoire an Schimpfwörtern...ich mischte mich schließlich ein und schlug ihr vor, sich einen guten Psychologen zu suchen, der sicher in der Lage sei, sie von diesem schlimmen Schicksalsschlag zu heilen, zumindest könne er ihr helfen damit umzugehen...die Vorstellung, dass sie durch dieses Erlebnis traumatisiert, künftig beim Anblick eines viel zu dunklen Backwerks, vielleicht eine Angstattacke überstehen müsse, sei wirklich zu schrecklich...

 In was für einer Welt leben wir??? 

Mariechen hat es wieder einmal auf den Punkt gebracht:

 

http://www.blogigo.de/Zerissenheit/Die-zehn-wichtigsten-Probleme-der-Welt/1315/

20.03.2011 um 19:08 Uhr

Bruchlandung

Ich wollte fliegen mit dir...und jetzt lieg ich am Boden...

09.03.2011 um 08:23 Uhr

Weh dem, der keine Heimat hat...

Vereinsamt

Die Krähen schrein
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein. -
Wohl dem, der jetzt noch Heimat hat!

Nun stehst du starr,
Schaust rückwärts, ach! wie lange schon!
Was bist du Narr
Vor Winters in die Welt geflohen?

Die Welt - ein Tor
Zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer das verlor
Was du verlorst, macht nirgends Halt.

Nun stehst du bleich,
Zur Winter-Wanderschaft verflucht,
Dem Rauche gleich,
Der stets nach kälteren Himmeln sucht.

Flieg, Vogel, schnarr
Dein Lied im Wüstenvogel-Ton! -
Versteck, du Narr,
Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

Die Krähen schrein
und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein, -
Weh dem, der keine Heimat hat!

Friedrich Nietzsche

 

Durch die Lebenssituation eines Freundes wurde ich wieder an dieses Gedicht erinnert...   

06.03.2011 um 09:17 Uhr

Für Dich!

Gedankenflug

von Rosalva Godim 

 

An Dich denken

mit den Augen.

Dein Gesicht sehen. 

 

An Dich denken

mit den Ohren.

Deine Stimme hören. 

 

An Dich denken

mit der Nase.

Deinen Duft riechen. 

 

An Dich denken

mit dem Mund.

Deinen Kuss schmecken. 

 

An Dich denken

mit der Haut.

Deine Hände fühlen. 

 

Zu Dir denken

mit allen Sinnen.

Bei Dir sein.  

04.03.2011 um 15:53 Uhr

Mehr Schein als Sein

Stimmung: geladen

Man muss ja keine Kompetenz haben, es reicht vollkommen, wenn andere glauben, dass man sie besitzt.