Geistheiler Dr. Fuller

01.11.2009 um 02:32 Uhr

Dr. Willard Fuller ist heimgegangen...

von: Seren_a   Kategorie: Sonstige Texte

Am 8. April 2009 ist Dr. Willard Fuller heimgegangen. Dies sollte natürlich auch in diesem Blog, der ihm und seiner geistlichen Arbeit gewidmet ist, stehen, was ich bislang versäumt hatte. Hier geht es zu einem Beitrag in meinem anderen Blog vom Tag danach, dem 9. April, in dem weiteres darüber zu lesen ist.

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22.12.2007 um 06:47 Uhr

Jeder kann heilen

von: Seren_a   Kategorie: Sonstige Texte

Wir alle können heilen

von John Wellday

Als ich von Willard Fuller hörte und dass Gott durch seinen Dienst Menschen heilt, dachte ich, dass ich diese wundervollen Dinge unbedingt sehen müsste. Ich glaubte an Gott. Ich glaubte, dass „mit Gott alle Dinge möglich sind". Doch ich wollte dieses wundervolle Phänomen sehen. Ich wollte sehen, wie es geschah.

Dann erfuhr ich, dass dieser Mann ein Heiltreffen im Unity Center in Greater Daytona, abhalten würde, nicht weit von dem Ort, wo ich in Orlando lebte. Ich besuchte das Treffen.

Die Dinge, die ich dort geschehen sah, waren erstaunlich. Ich sah, wie Menschen von ganz verschiedenen Krankheiten, Funktionsstörungen und Missbildungen geheilt wurden. Aber was mich am meisten beeindruckte, waren die Zahnheilungen. Löcher in den Zähnen wurden mit Porzellan, Silber und sogar Gold gefüllt. Ich habe es mit meinen eigenen Augen gesehen. Nun, das wird euer Glaubenssystem festigen. Ich sah, wie neue Zähne an der Stelle zu wachsen begannen, wo Zähne gezogen worden waren. Ich sah krumme Zähne, die auf wundersame Weise gerade gerichtet wurden. Ich sah wie Zahnfleischerkrankungen, Wurzelhautprobleme wie Zahnfleischentzündung sofort heilten. Ich hörte Leute erzählen, dass ihre lockeren Gebisse passend gemacht wurden. Es war die erstaunlichste Sache, die ich je in meinem Leben miterlebt habe.

Danach besuchte ich ein Seminar in Willards Lehrzentrum in Palatka, Florida. Lassen Sie mich erzählen, was bei diesem Seminar geschah und wie es mein Leben danach beeinflusste. Nichts davor oder danach war für mich bedeutungsvoller. Es war der Wendepunkt in meiner spirituellen Entwicklung.

Ich kam im Lehrzentrum namens „Eagles Landing" (Adler-Landung) in den frühen Abendstunden am Vorabend des viertägigen Seminars an. Als ich den Raum betrat, wo die anderen Teilnehmer versammelt waren und sich miteinander bekannt machten, hatte ich das seltsame Gefühl dass jeder hier, einschließlich mir selbst, jeden anderen bereits kannte. Es wirkte wie ein Familientreffen. Es fühlte sich an, als hätten wir uns zu einem bestimmten Zweck getroffen.

Das Thema das Seminars lautete: „Die Geschenke des Geistes", doch plötzlich erkannte ich, dass „hier zu sein" für mich ein Geschenk war. Dieses gut etablierte Seminar zu besuchen und zu entdecken, wer Gott ist, und zu entdecken, was Seine Beziehung zu mir ist, war für mich wirklich ein Geschenk.

Plötzlich baten mich zwei dieser Leute, für sie zu beten. Mein erster Gedanke war: „Ich bin nicht der Heiler. Willard Fuller ist der Heiler." Ich fühlte mich so ungemütlich. Sie baten mich, für sie zu beten, als ob ich der Heiler wäre. Ich wusste nicht einmal, weshalb ich überhaupt da war, außer dass ich einen tiefen Hunger nach mehr von etwas hatte, etwas von Gott.

Der eine der beiden war ein Mann, der vor vielen Jahren sein Handgelenk gebrochen hatte und mit der Zeit war es steif geworden. Der andere hatte eine Wirbelsäulenverformung nach einem Unfall, durch die er nicht aufrecht gehen konnte. Er bewegte sich sehr langsam und vorsichtig. Jede unachtsame Bewegung verursachte schlimme Schmerzen.

Ja, ich fühlte mich sehr ungemütlich, als sie mich freundlich baten, für sie zu beten. Ich entschuldigte mich bei der Gruppe und ging nach draußen. Ich entdeckte mehrere hundert Meter abwärts einen See mit einer Anlegestelle. Ich wollte allein sein und so weit wie möglich weg von dieser Gruppe. Ich ging ans Ende der Anlegestelle. Es war sehr still, nicht kalt aber frisch. Und doch fühlte ich eine erstaunliche Wärme.

Ich merkte, wie ich die Worte Jesu sagte: „Vater, lass diesen Kelch an mir vorübergehen." Mein Gefühl war: „Ich kann das nicht." Dann hörte ich die Stimme: „Mein Sohn, wie kannst du das nicht tun?" Schließlich wusste ich tief im Inneren, dass ich es tun musste. Ich tat es. Dann weinte ich.

Während des Frühstücks sah ich plötzlich den Mann mit den Problemen im Handgelenk, für den ich gebetet hatte, der an dem Tisch am anderen Ende des Raumes saß. Er winkte mir derart zu, wie um mir zu zeigen, dass sein Handgelenk völlig beweglich war. Etwa zur selben Zeit sprang der Mann mit dem Wirbelsäulenproblem buchstäblich die Treppen herunter und machte Freiübungen für jeden und frohlockte über seine Heilung.

Da wusste ich, was Willard meinte, wenn er sagte: „Alles, was Gott durch mich vollbringen kann, kann Er auch durch euch vollbringen." Die Kraft Gottes, über die Willard so eindringlich spricht, war bereits im Gange, als ich ankam, noch bevor Willard irgend etwas gelehrt hatte. Vielleicht war das Gottes Vorbereitung, als er mir die Wunder Daytona Beach zeigte.

Ich verbrachte vier Tage auf „Eagles Landing" mit Willard und 28 anderen Menschen. Ich erfuhr in diesen vier Tagen mehr über die Bibel als je zuvor in meinem Leben, obwohl viele meiner Vorfahren Geistliche waren. Ich wusste zwar viel von dem, was in der Bibel steht, aber nun lernte ich, was es bedeutete. Ich hatte das Wort gehört, aber es hatte keine Wurzeln geschlagen. Ich hatte es nie gefühlt. Als Willard sprach, schlug die Wahrheit direkt in meine Seele ein. Der Lehrer vermittelte mir den Teil Gottes, den ich nicht kannte.

Es fand eine buchstäbliche Transformation in allen 28 Teilnehmern statt, einschließlich eines Arztes der Medizin aus Seattle, der Willard in Moskau getroffen hatte, und der sagte: „Ich kam als ein Skeptiker, und ich gehe als ein Gläubiger.""

In den Jahren danach kamen viele Leute zu mir, um geheilt zu werden. Gott hat immer jedem menschlichen Wunsch genügt. Ich bin Gott und Willard Fuller so dankbar für diese verwandelnde Kraft in meinem Leben.

Dem Leser, falls er Heilung oder Beratung und das Gebet mit dem Händeauflegen braucht, sei empfohlen, Willard Fuller zu kontaktieren. Willards Ausbildung am College, der Universität und in akademischen Seminaren in Psychiatrie und Psychologie sowie seine jahrelange Lehr- und Beratungstätigkeit machen ihn zu einem außergewöhnlich kompetenten Lehrer, Theologen, Berater und Psychotherapeuten. Und wenn Sie gerne lernen und/oder mehr sein möchten, dann besuchen Sie eines der Seminare. Alles, was Gott für einen hat, hat er für alle.

Willard wurde buchstäblich in seine heilende Tätigkeit hineingeworfen, nachdem er von einer „unheilbaren" Krankheit sofort geheilt war. Dadurch „wusste er aus Erfahrung", dass Geistheilung eine Realität ist.

Er ist nun im 43. Jahr seiner heilerischen Tätigkeit und hat über 160.000 Menschen geheilt, über 40.000 davon sind von Zahnproblemen geheilt worden.

Über Willard wurde im Fernsehen bei „P.M. Magazin" berichtet, bei „Good Morning America", bei „People are Talking - Boston", bei der „Larry King Show", bei „Primetime CBS", bei „The Geraldo Show" und in vielen weiteren Radio- und Fernsehsendungen. CBS machte einen Film über sein Leben und seine Tätigkeit und sendete sie zur besten Sendezeit. Es fand ein dreistündiges Gespräch in der Talkshow auf „TBS" mit Pat Boone statt.

Ein NASA-Weltraumwissenschaftler schrieb ein ganzes Buch über seine Tätigkeit und derzeit gab es in mehreren Büchern jeweils ein Kapitel über Willard.

Artikel über seine Tätigkeit sind in Magazinen wie „Omni", „Women's World", „Fate", „Cosmopolian", „Women's Day" erschienen, einschließlich eines fünfseitigen Artkels im „Rolling Stone"-Magazin.

Die internationale Lively Stones Fellowship, Inc., sitzt nun in Lloyd, Flordia. Seine Telefonnummer lautet (850) 342-1411. Seine Postanschrift ist: P.O. Box 396 Lloyd, Florida 32337, das zwanzig Minuten von Tallahassee entfernt ist.

(Entnommen aus: www.willardfuller.com; Übersetzung: Serena)

22.12.2007 um 06:38 Uhr

Jack and Jill

von: Seren_a   Kategorie: Sonstige Texte

Jacks Geschichte über Jills Heilung

von Jack Hottel

Meine Ehefrau Jill wurde bewusstlos und fiel auf den Küchenboden, wobei ihr Kopf auf den Fliesen aufschlug, die auf Beton lagen. Sie war alleine. Als sie wieder bei Bewusstsein war, gelang es ihr nicht, aufzustehen. Sie hatte ihren Gleichgewichtssinn verloren. Als ich nach Haus kam, fand ich sie in der Ecke der Küche sitzend vor. Der Verlust des Gleichgewichtssinnes war so schlimm, dass es fast unmöglich war, sie zu Bett zu bringen.

Das geschah 1985 in Orlando, Florida. Danach begann eine Reihe von klinischen Tests. Ich brachte sie zu jeder Klinik, die mir irgendwer vorschlug. Tage wurden zu Wochen und Wochen zu Monaten. Ich gab eine Menge Geld aus. Niemand konnte ihr helfen. Die Ärzte waren sich alle einige, dass das Problem nicht wie gewöhnlich im inneren Ohr lag. Sie sagten zu Jill: „Wir wissen nicht, wie wir Ihnen helfen können." Einige sagten: „Die moderne Technologie kann Ihnen nicht helfen. Sie werden einfach lernen müssen, damit umzugehen."

Meine schöne Jill, die Liebe meines Lebens, war eine Invalide. Sie war so tapfer. Ich war am Boden zerstört. Sie brauchte so verzweifelt Hilfe, und ich konnte ihr nicht helfen. Ich wäre froh gewesen, wenn ich ihr die Krankheit hätte abnehmen können. Ich betete: „Oh Gott, bitte hilf uns."

Dann erzählte uns jemand von Willard Fuller, einem Geistlichen mit der Gabe des Heilens und der Wunder, die in seinem Leben wirkten. Man sagte uns, dass sein Dienst international war, dass mehr als 100.000 Menschen durch ihn geheilt worden waren und dass er nur 90 Meilen entfernt war, in Palatka, Florida lebte. Freunde sagten zu mir: „Wenn du nichts zu verlieren und alles zu gewinnen hast, warum solltest du es dann nicht versuchen. Du hast nach bestem Wissen und Gewissen alles andere getan. Dieser Mann verlangt kein Honorar für seinen Dienst, er tut alles auf Spendenbasis, und er ist nicht weit von Orlando entfernt."

Sie sagten: „Wir wissen, dass du an Gott glaubst, denn du betest um Hilfe. Bring Jill doch zu ihm." Ich rief Willard an. Er war gerade zu Hause, zwischen zwei Reisen. Er sagte: „Bring sie her." Wir machten einen Termin für den nächsten Morgen.

Je weiter wir uns seinem Lehrzentrum näherten, desto aufgeregter wurde ich. Vielleicht hat Gott mein Gebet erhört. Sicher war es nicht Gottes Absicht, dass diese süße, liebliche Frau, mit der Er mich gesegnet hatte, eine Frau, die alle liebte und immer bereit war, anderen zu helfen, für immer eine Invalide blieb. Vielleicht war es nur Hoffnung, aber ich glaube wirklich, dass ich bei der Ankunft wahrhaft glaubte, dass Gott sie heilen würde.

Ich werde nie vergessen, wie aufgeregt ich war, als ich Jill aus dem Auto half. Mit ihrem Stock in der linken Hand und Arm in Arm mit mir auf der rechten Seite, wankten wir den Gang hinunter zu Willards Büro. Wir saßen auf einer Couch. Er erzählte Jill mindestens zwei Stunden lang über die Liebe und die Kraft Gottes. Dann betete er etwa fünf Sekunden lang für sie. Er legte einfach die Hände auf ihren Kopf und sagte: „Im Namen Jesu, jedes Jota in dir sei ganz."

Als wir sein Büro verließen schwenkte Jill ihren Stock über dem Kopf wie einen Marschallsstab. Sie ist seitdem nie mehr getorkelt. Meine wundervolle Jill war auf der Stelle vollkommen geheilt worden. Ich bin Gott so dankbar.

Wir begannen, anderen zu erzählen, wie Gott Menschen heilt und dass Er Willard Fuller dazu benutzt. Dies schreibe ich im Jahre 1996. In den folgenden Jahren haben viele Menschen angerufen, um zu berichten, dass Gott sie heilte und um uns zu danken, weil wir ihnen von Willard erzählt hatten.

Ich weiß, dass Willard nun achtzig Jahre alt und bei bester Gesundheit ist und in seinem Dienst in der ganzen Welt herumreist, sein Stützpunkt ist in Atlanta, Georgia. Ich schreibe dies in der Hoffnung, dass wenn der Leser Heilung braucht, er/sie sich vertrauensvoll an Gott wendet. Er hilft den Menschen wirklich.

(Entnommen aus: www.willardfuller.com, Übersetzung v. Serena)

22.12.2007 um 06:36 Uhr

Persönliche Ermahnung

von: Seren_a   Kategorie: Sonstige Texte

Persönliche Ermahnung

von Dr. Willard Fuller

Während des Zweiten Weltkrieges, als ich zum Kriegsdienst eingezogen werden sollte, brachte ich den Soldaten der US-Armee der 82. Panzerdivision bei, wie und in welcher Menge sie Ersatzteile für den Fahrzeugpark (Panzer, Halbkettenfahrzeuge, Laster, Jeeps, Kommandofahrzeuge usw.) bestellen bzw. anfordern sollten. Der befehlshabende General sagte mir, dass ich als Lehrer mehr gebraucht würde als als Soldat. Deswegen würde er mich von der Einberufungsliste streichen lassen.

Ich sagte zum General: „Nein, ich will eingezogen werden und im Krieg ebenso bestehen wie alle anderen." Daraufhin wurde ich wegen meines akademischen Hintergrunds in Mathematik in die Fernmeldetruppe versetzt und zur Universität in Valparaiso, Indiana, geschickt, wo ich einen Crash-Kurs in Elektrotechnik erhielt, um Fernmeldetechniker zu werden.

Als es zur Einberufung zu den Übersee-Einsätzen kam, sagte man mir wiederum, dass ich als Lehrer mehr als als Mechaniker gebraucht würde. Und wieder sagte ich: „Nein, ich ziehe es vor, genau wie die anderen einberufen zu werden." Dieses Mal wurde mir gesagt, dass ich keine Wahl hätte - ich würde ein Lehrer für Fernmeldetechnik sein. So war ich also für viereinhalb Jahre Lehrer in der Southern Signal Corps School (Schule der südlichen Fernmeldetruppe).

Wenn ich zurückschaue auf das, was während dieser Zeit geschah, mit der geistigen Vorbereitung, Führung und Ausbildung während der fünfundfünfzig Jahre meiner Tätigkeit, bin ich überzeugt, dass ein göttliches Zusammenspiel mich zu meiner jetzigen Tätigkeit geführt hat - dem Heilen und andere im Heilen zu unterrichten. Ich bin so dankbar, Sein Werk zu auszuführen.

Ich bin auch davon überzeugt, dass jeder Mensch überall die Kraft Gottes in Aktion sehen muss - dass den Menschen genügend gepredigt worden ist - dass sie die Kraft Gottes in Aktion durch die Geistlichen sehen müssen - dass wir alle Geistliche sind und fähig sein sollten, mit dem Heiligen Petrus zu sagen: „...und meine Rede und meine Predigt bestand nicht in überredenden Worten der Weisheit, sondern im Erweis von Geist und Kraft." (Erster Brief an die Korinther, 2:4)

Ich bin auch davon überzeugt, dass der Heilige Petrus dies sagte, weil Jesus kurz zuvor seinen Anhängern unter anderem die Mission gab, die Kranken zu heilen.

Ich möchte den Leser ermahnen, die Worte Jesu zu beachten: „Diese Zeichen werden jenen folgen, die glauben; sie werden den Kranken die Hände auflegen und sie werden gesund." Nun, legt ihr den Kranken die Hände auf und seht ihr zu, wie sie gesund werden? Wenn Jesus sagte: „Diese Zeichen ‚werden‘ jenen folgen, die glauben", und es geschieht nicht in eurem Leben, könnte es dann sein, dass ihr nicht glaubt?


(Entnommen aus: www.willardfuller.com; Übersetzung: Serena)

22.12.2007 um 06:32 Uhr

Endzeit

von: Seren_a   Kategorie: Sonstige Texte

Die „Endzeit"

Willard Fuller, Th. D. -
Lehrer, Heiler, Berater und Theologe

von Lynn Woodland

Es scheint keinen Zweifel darüber zu geben, dass die Geschwindigkeit des Lebens sich beschleunigt und wir auf etwas zusteuern, von dem Pessimisten sagen, es sei das Ende der Welt wie wir sie kennen, während Optimisten sagen, es sei der Beginn des Lebens, wie wir es immer wollten. Ein international bekannter Heiler und Theologe, Dr. Willard Fuller, sagt, dass wir uns der in der Bibel prophezeiten Endzeit nähern. Allerdings weicht er in seiner Interpretation dieser Endzeit von seinen Wurzeln der Südlichen Baptisten ab.

Anders als die gut bekannte christliche Prophezeiung, die besagt, dass eine kleine Handvoll guter Christen demnächst in den Himmel gespült wird, während der Rest von uns zurückbleibt und in der Hölle schmort, sagt Dr. Fuller, dass wir nirgend wohin gehen - die Endzeit ist da, wenn wir das Königreich des Himmels direkt hier auf Erden erfahren. Und nicht nur die Christen. Wir alle.

Gespannte Aufmerksamkeit

Mich hat Theologie nie interessiert, besonders nicht christliche Theologie. Ich wuchs in einer Familie von Agnostikern auf und fand meinen Weg zur Spiritualität durch Meditation und Metaphysik. Theologie war für mich trocken, langweilig und dogmatisch. Und doch saß ich während der 45 Theologiestunden bei dem 87jährigen Fuller in gespannter Aufmerksamkeit auf der Kante meines Stuhles.

Ich fühlte mich zu Willard Fuller hingezogen, weil er ein echter Wunderheiler ist. Ich besuchte einen seiner überfüllten Heilungsgottesdienste in Minneapolis, wo er innerhalb von nur zwei Stunden hunderte von einheimischen lachenden, kreischenden und brüllenden New-Age-Typen den echten baptistischen Stil beibrachte. Das war allein schon ein Wunder. Aber da war noch mehr. Nach einer Stunde lebhafter Gespräche legten er und seine Frau Althea, die auch eine Geistheilerin ist, jedem im Haus die Hände auf und sie heilten in rasantem Tempo. Als sie den Leuten die Hände auflegten, geschahen verblüffende Dinge.

Danach begann er, Leute aus dem Publikum zu holen und sie über den Zustand ihres Gebisses zu befragen. Indem er ihnen diskret ein Pfefferminzbonbon zusteckte bat er sie, den Mund zu öffnen, und mit einer Taschenlampe und zahnärztlichen Wegwerfspiegeln schaute er hinein. Dann ließ er sie selbst sehen. Ein Höllenlärm setzte ein, als eine Person nach der nächsten Goldfüllungen sah, wo vorher keine waren, und andere verblüffende Veränderungen, die nichts weniger als Wunder waren. Leute aus dem Publikum liefen nach vorne und bildeten eine Traube um den Mund einer Person herum, um zuzusehen, wie sich vor ihren Augen Zähne verwandelten, während andere ihre eigenen Zähne mit Spiegeln betrachteten, die im Raum herumgereicht wurden. Fuller hat über 40.000 Zahnheilungen in den 43 Jahren seines Heildienstes beobachtet und schätzt, dass die anderen Arten der Heilung die Zahnheilungen um zwei Drittel übersteigen.

Glänzende neue Füllungen

Ich genoss das Spektakel und fühlte mich erhoben und inspiriert, bemerkte aber erst Stunden später zu Hause, als ich eigentlich nur zum Spaß in den Spiegel schaute, dass auch ich einen Mund voll glänzender neuer Füllungen erhalten hatte. Eine junge Freundin erlebte, dass all ihre Füllungen und Löcher einfach verschwanden. Sie verließ den Heilgottesdienst mit einem Mund voller perfekter, jungfräulicher Zähne.

Die meisten Leute, mit denen ich zu tun habe, sind vom Mainstream weit entfernt. Sie sind spirituell interessiert, offen und willens, alle möglichen Dinge zu glauben, die die meisten Menschen nicht glauben. Aber selbst meine abgefahrensten Freunde stellten meine geistige Gesundheit in Frage, als ich ihnen erzählte, dass sich meine Zähne bei einem Gottesdienst mit Handauflegen spontan gefüllt hatten. Auch Menschen, denen es nicht schwerfällt, zu glauben, dass inoperabler Krebs spontan geheilt werden kann, hatten Schwierigkeiten zu glauben, dass auch Zähne spontan geheilt werden konnten.

Das ist auch der Grund, weshalb Dr. Fullers Tätigkeit der Zahnheilung so wichtig ist. Man könnte argumentieren, dass Zahnprobleme nicht so bedeutend für unser Wohlergehen sind wie die ernsteren Krankheiten. Aber Zähne sind ein dermaßen harter, unveränderlicher Teil von uns selbst, ein Teil von uns, der sich nicht bessern lässt, es sei denn durch extreme Eingriffe wie Bohren, Ziehen, Füllen und Ersetzen. Wenn wir sehen, wie dieser felsenartige Teil unseres Körpers sich so leicht und auf der Stelle verändert, was ist dann tatsächlich noch unmöglich? Welche anderen in Stein gemeißelten Aspekte unseres Körpers, unseres Geistes und unserer Lebensumstände könnten dann nicht auch einigen neuen Regeln der Realität unterliegen?

Tiefe Veränderung

Nachdem ich in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren sowohl Veranstalterin als auch Besucherin unzähliger nationaler ganzheitlicher Seminare war, hatte ich die Gelegenheit viele spirituelle und New-Age-Führer zu erleben. In dieser ganzen Zeit habe ich nie jemanden erlebt, der mit so großen Gruppen von Menschen in so kurzer Zeit arbeiten und bei so vielen aus dem Publikum eine so tiefe Veränderung bewirken konnte, wie Dr. Fuller es in den Heilgottesdiensten tut. Die Leute bekommen nicht einfach nur neue Füllungen oder das Erlebnis, mit eigenen Augen zu sehen, wie ein Wunder geschieht, sondern sie bekommen auch eine neue Definition von Realität. Ihr Leben kann nie mehr ganz dasselbe sein wie zuvor.

Dr. Fuller macht klar, dass nicht er die Heilung vollbringt. Es ist Gott. Und weil Gott überall und in jedem Menschen ist, ist dieselbe Kraft in jedem von uns. Vielleicht ist er so erfolgreich in seiner Arbeit, weil er daran wahrhaftig glaubt, mehr als die meisten. Ich denke, das wertvollste Geschenk, das ich während der eineinhalb Wochen in der Gegenwart dieses Mannes erhielt, der Wunder sät wie Johnny Appleseed Apfelbäume säte, ist die Gelegenheit, die Realität, wie ich sie kannte, hinter mir zu lassen und die Realität zu erfahren, die Gott für uns bereithält - eine, in der Wunder normal sind. Wie es in „Ein Kurs in Wundern" heißt: „Wenn sie (die Wunder) nicht geschehen, ist etwas schief gelaufen." Es ist eine Sache, das zu lesen, zu denken und zu glauben. Aber ist etwas anderes, zu wissen, dass es wahr ist. Jetzt weiß ich es, und wenn man es einmal weiß, gibt es keinen Weg zurück. Vielleicht ist das alles, worum es bei der „Endzeit" geht.

Willard Fuller sagt, er erwarte, die „Endzeit" - das Königkreich Gottes auf der Erde - während seiner jetzigen Lebenszeit. Er ist natürlich erst 87 Jahre alt und sagt, er habe vor, weitere 87 Jahre zu leben. Ich glaube ihm das unbesehen.

Er und seine Frau Althea leiten derzeit ein Lehr/Heilzentrum in Lloyd, Florida. Er befindet sich bei bemerkenswert guter Gesundheit und ist immer sehr beschäftigt.

(Entnommen aus: www.willardfuller.com; Übersetzg.: Serena)

21.12.2007 um 18:13 Uhr

Warum nicht die Wahrheit I

von: Seren_a   Kategorie: Buch - Theologie


Warum nicht die Wahrheit? I

Eine theologische Studie

von

Willard Fuller, Th.D.

Vorwort von Alan Cohen

Copyright 2003 Lively Stones Fellowship
ISBN: 0-961 7869-0-6

Erste Auflage, Gedruckt in den Vereinigten Staaten von Amerika

(Dieses Buch befindet sich im englischen Original als pdf-Datei zum Herunterladen auf
der Webseite: www.willardfuller.com; Übersetzung: Serena
)

 

Keine Rechte vorbehalten. Jeder Teil dieses Buch darf kopiert und in jeder Form und auf jede Art genutzt werden, elektronisch oder mechanisch, durch Fotokopien, Aufzeichnung oder durch jeden gespeicherten Informationsabruf und jedes Abrufungssystem, und es darf in jeder Menge ohne jede Form der Erlaubnis durch den Verleger verbreitet werden, mit einer Einschränkung, nämlich, dass die Verbreitung für den Empfänger kostenfrei bleibt. Finanzielle Bereicherung ist jedem Verteiler strikt untersagt.

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Dieses Buch ist kostenlos, wie es der Herr bestimmt.

Bestellungen an:

Lively Stones Fellowhip, P.O. Box 396, Lloyd, Florida 32337

 

 

Vorwort

von Alan Cohen


Der Glaube ist eine erstaunliche Sache. Wenn man ihn hat, funktioniert alles. Wenn man ihn nicht hat, funktioniert nichts. Es kommt gar nicht so sehr darauf an, woran man glaubt - man kann an Gott glauben, an die Liebe, die Wahrheit oder an sich selbst - man muss nur einfach darauf vertrauen, dass für einen gesorgt ist, dann gelingt alles.

Ich denke, ich habe noch nie einen so gläubigen Mann getroffen wie Dr. Willard Fuller. Wenn jemals ein Leben der Entdeckung und Umsetzung spiritueller Wahrheit gewidmet war, dann seines. Ich traf Willard Fuller in den frühen 80er Jahren, als er in der Cathedral of St. John the Divine in New York City ein Seminar hielt, das sich mit seinen Zahnheilungen beschäftigte. Seinem Besuch ging ein Artikel im Rolling Stone Magazin mit der kühnen Schlagzeile: „Der Herr ist mein Hirte; ich werde nicht zugrunde gehen" voraus. Nun, das war ein Ruf, dem er gerecht werden musste!

Als ich in der Versammlungshalle eintraf, war Willards physische Präsenz mindestens ebenso eindrucksvoll. Seine Erscheinung war groß und energisch, er war elegant gekleidet, trug eine dickrandige Brille, weiße Haare und Bart. Er könnte ein Doppelgänger von Colonel Sanders gewesen sein! Von dem Moment an, als er zu sprechen begann, zog mich sein Vortrag in den Bann. Er erzählte von seiner Arbeit als Geistlicher in der baptistischen Kirche, seine auf dem Glauben basierende persönliche Heilung von einer unheilbaren, bewegungsunfähig machenden Krankheit und von seiner Salbung mit dem Geschenk des Heilens, besonders des Heilens von Zähnen. Dann sprach er offen über seine Entwicklung, die ihn dahin brachte, seine Anschauungen zu erweitern und neue Gedanken, das neue Zeitalter und die metaphysische Philosophie einzubeziehen. Ganz offensichtlich war dies ein Mann von tiefer Überzeugung, der keine Angst davor hatte, seinem Herzen und seiner Berufung zu folgen, selbst angesichts gesellschaftlicher Skepsis und Kritik.

Dann lud Willard Fuller alle Zuhörer ein, sich zum Gebet und zur Heilung in eine Reihe aufzustellen. Willard ging zu jedem einzelnen der Leute in der Reihe, legte seine Hände fest auf ihre Kiefer und Wangen und betete laut: „Im Namen Jesu, jedes Jota in dir sei ganz." Da mehrere hundert Menschen im Publikum waren, dauerte das Gebet eine ganze Weile, doch er betete mit voller Aufmerksamkeit und Inbrunst für jede einzelne Person.

Dann kam der lustige Teil. Als die Reihe durch war, holte Willard einen Zahnarztspiegel und eine kleine Taschenlampe aus seiner Aktentasche. Dann forderte er die Menschen auf, sich erneut aufzustellen, damit er ihre Zähne nach Heilungen untersuchen konnte und - seine Spezialität - nach Amalgamfüllungen, die sich in Gold verwandelt hatten. Innerhalb der folgenden Minuten hörte ich im ganzen Raum erstaunte Rufe. Die Leute untersuchten ihre Zähne mit ihren eigenen Spiegeln oder schauten in den Mund der anderen, und viele fanden glänzendes Gold vor, wo vorher Amalgam gewesen war. Falls ich irgendwelche Zweifel hatte, dass diese Leute etwas vortäuschten, waren diese zerstreut, als einer meiner Freunde, der vorher keine Verbindung zu Willard Fuller gehabt hatte, mit großen Augen zu mir kam und mir eine glänzende Goldfüllung zeigte, wo zuvor keine gewesen war.

Meine Gedanken überschlugen sich. Wie konnte so etwas geschehen? Ich war höchst erstaunt. Ich bin von Schauspielerei nicht zu beeindrucken. Doch das war wirklich eine tolle Manifestation. Am Ende des Abends berichteten ziemlich viele der Menschen aus der Gruppe von Zahnheilungen. Noch beeindruckender war für mich ein Mann, der bei seiner Ankunft taub gewesen war und der erzählte, dass er wieder hören konnte, nachdem Willard ihm die Hände aufgelegt hatte. Dr. Fuller erzählte außerdem die Geschichte einer sechsundsechzigjährigen zahnlosen Frau, der nach dem Gebet ein komplett neues Gebiss wuchs.

Doch diese Phänomene alleine hätten nicht ausgereicht, mich zu einem Fan von Willard Fullers Tätigkeit oder zu seinem persönlichen Freund zu machen. Ich bin beeindruckt davon, was Menschen zustande bringen, doch es interessiert mich noch mehr, wie sie leben. Als Willard Fuller und ich im Laufe der Jahre Freunde wurden, entwickelte ich einen tiefen Respekt für ihn als einen Menschen, der handelt wie er spricht. Er bemüht sich, die Prinzipien des Glaubens, der Liebe und der Anerkenntnis einer Höheren Macht in allen Bereichen seines persönlichen Lebens zu leben. Er ist freundlich, respektvoll und versucht, alle seine Beziehungen und Erfahrungen in das Licht der Wahrheit zu heben.

Er hat einen wunderbaren Sinn für Humor. (1985 reisten wir zusammen in die Sowjetunion. Als unser Seminar beendet war, machten wir Rollenspiele, um zu üben, unseren Freunden und der Familie zu Hause unsere Erfahrungen mitzuteilen. Willard bot eine übermütige Parodie seiner Bemühungen, seiner neunzigjährigen Mutter am Telefon zu erklären, was er in Russland machte. „Nein, Mama, ich bin nicht im Gefängnis, ich bin hier zu Besuch. Nein, Mama, ich werde nicht so viel russischen Kohl essen, dass ich Winde bekomme. Mama, ich werde höchstwahrscheinlich Herrn Gorbatschow nicht treffen. Ja, Mama, wenn ich ihn doch treffen sollte, werde ich ihm von deiner Schweinefett-Kur für sein Muttermal erzählen." Und so ging es zwanzig Minuten lang weiter.)

Nun, mit achtundachtzig Jahren, hat Willard Fuller ein Buch herausgegeben, das Licht auf seine Lehren wirft. Nehmen Sie es nicht leicht, was Sie in Händen halten. Es ist die Quintessenz eines Lebens voller Weisheit, von der er viel durch eigene Erfahrung erworben hat. Es ist die Essenz der Einsichten eines Mannes, der die Macht Gottes erschlossen und sie der Welt auf beeindruckende Weise mitgeteilt hat. Warum nicht die Wahrheit? lässt Dogma und religiösen Separatismus hinter sich und steuert genau in das Zentrum dessen, wer der Mensch ist, wer Gott ist und was die Beziehung zwischen Mensch und Gott ist. Es ist in einfacher Sprache geschrieben und enthält viele treffende Beispiele, die ihnen das Gefühl geben werden, dass Sie Zugang zu denselben Einsichten und Kräften haben, die seine Tätigkeit zu dem gemacht haben, was sie ist.

Vor etwa zwanzig Jahren schrieb ich in meinem Buch Rising in Love über Willard, und ich bekomme immer noch Briefe und Telefonanrufe von Menschen, die Zahnheilung brauchen und um seine derzeitige Anschrift bitten. Ich freue mich, ihnen diesen Gefallen tun zu können, doch seine Tätigkeit geht so weit über das Heilen von Zähnen hinaus! Dieses Phänomen zieht viel Aufmerksamkeit auf sich, aber um wieviel wichtiger sind die Prinzipien, die ihm zugrunde liegen. Es wäre ein trauriger und sadistischer Gott, der nur einen Mann zur Quelle der Gesundheit Ihrer Zähne machen würde und von Ihnen verlangen würde, zu diesem Zweck genau ihn zu finden. Nein, so funktioniert es nicht - Willard Fuller wäre der erste, der Ihnen sagt, dass die Quelle der Heilung Ihrer Zähne - und Ihrer ganzen Heilung - die Kraft Gottes ist, die in Ihnen wohnt. Erschließen Sie sie und werden Sie der Meister Ihres Schicksals. Dieses Buch lehrt diese Prinzipien auf sehr einfache und verständliche Art und Weise. Wenn Sie diese Weisheit in sich aufnehmen, werden Sie, wie Emerson andeutete, „in der Freiheit einer höheren Ordnung von Wesen" leben.

Ich liebe und verehre Willard Fuller für den großartigen Dienst, den er übernommen hat. Er ist ein Lehrer der Wahrheiten Gottes, ein ehrenhafter Mann und ein guter Freund. Möge die Liebe und Wahrheit, von denen dieses Buch durchdrungen ist, in Ihre Herzen und in Ihren Geist fließen und möge Ihr Leben auf eine höhere Stufe der Freude und der Gesundheit erhoben werden. Und so ist es.

Alan Cohen

 

Danksagung


Mein Dank geht an:


Donald W. McIntosh, Jr., der mir nach der Fertigstellung der drei Basisseminare fast schon flehentlich nahelegte, dass „diese Informationen unbedingt gedruckt werden müssen". Seine fortgesetzte Ermahnung wurde zu meiner Inspiration.


Althea Cook-Fuller, meine liebe Frau, die mir fast nörgelnd immer wieder bewusst machte, dass „das Buch zu beenden" höchste Priorität habe. Sie half mir auf tausenderlei Wegen - zu viele um sie aufzuzählen - sowie durch ihre Vorschläge und das Korrekturlesen. Ohne ihre Hilfe hätten wir beide alleine es nicht geschafft, die Aufgaben der Lively Stones Fellowship- das Abhalten von Heiltreffen, Lehrseminaren, Einzelberatungen, das Unterrichten und Ordinieren von Geistlichen - fortzuführen.


Theresa R. Duffy (Terry), die nach dem Abschluss des theoretischen Unterrichts und ihrer Einweihung in die Heiltätigkeit zurückkehrte, um uns ehrenamtlich zu unterstützen, und die ein Teil dieses Projekts wurde. Ihr fachmännisches Können und ihre Hingabe an die Sache waren für mich ein solcher Segen, denn sie war unermüdlich dabei, dieses Manuskript zu redigieren, zu kopieren, neu zu überarbeiten und fertigzustellen.


Alan Cohen, meinen langjährigen Freund, für sein Vorwort zu dieser Abhandlung.


Alle Leute, die Vorausexemplare dieses Buches bestellten. Ihnen wurde ein Jahr vor der Fertigstellung gesagt, dass sie nach Fertigstellung des Buches eine Kopie zugeschickt bekämen. Nicht einer von ihnen beschwerte sich, als der Termin der Veröffentlichung sich alle drei Monate weiter nach hinten verschob. Ich bin so dankbar für ihre Geduld und ihr Verständnis.


Meine Freunde, die mich durch ihre Nachfragen und ihre Vorfreude auf das fertige Buch ermutigten.

 

Einleitung


Jede theologische Studie muss mit einer Definition des Wortes beginnen. Ich betrachte die meisten der gedruckten Werke über dieses Thema nicht als echte Theologie, sondern eher als eine Studie über Kirchengeschichte. Die große Mehrheit der Autoren, die über dieses Thema schreiben und als Theologen bekannt sind, sind gar keine Theologen, sondern Freunde der Kirchengeschichte. Sie wissen, wann Zwingli, Savonarola, Waldo und Calvin lebten. Sie wissen, wann Martin Luther seine Thesen an die deutsche Kirchentür nagelte. Sie wissen, wann König Heinrich VIII. die britische Kirche von der römisch-katholischen Oberherrschaft zurückzog und die anglikanische Kirche gründete, mit dem Erzbischof von Canterbury als Oberhaupt anstatt des Papstes in Rom. Sie sind in der Kirchenlehrmeinung und konfessionellen Unterschieden beschlagen.

Theologie ist die Antwort auf drei Fragen: 1. Wer und was ist ein menschliches Wesen?, 2. Wer und was ist Gott? und 3. Was ist die Beziehung zwischen diesen beiden?

Ich bin der festen Überzeugung, wenn die ganze Menschheit die Wahrheiten in diesem Buch verstünde, wären alle Probleme, die durch unterschiedliche Vorstellungen, sowohl im persönlichen als auch im kollektiven Bereich (auch auf internationaler Ebene) fast völlig ausgeräumt, alle Kriege kämen zum Stillstand, es gäbe keine Verbrechen mehr, der Unterschied zwischen den sehr Reichen und den sehr Armen würde ausgemerzt, alle Menschen würden einander lieben; Angst und Besorgnis würden verschwinden, es gäbe keine Trägheit mehr, alle Tränen der Trauer würden sich in Tränen der Freude verwandeln und die Angst vor dem Tod würde überhaupt nicht mehr existieren.

Von gewissen Intellektuellen wird geäußert, dass die mathematische Wahrheit nicht immer mit der biologischen oder philosophischen Wahrheit übereinstimmt und dass sich wissenschaftliche Wahrheit nicht immer mit theologischer Wahrheit deckt. Das ist nicht so, Wahrheiten widersprechen sich niemals. Was ein Widerspruch zu sein scheint, ist in Wirklichkeit die Offenbarung, dass eine oder beide der angeblichen Wahrheiten falsch sind.

Es gibt nie Widerspruch zwischen Wahrheiten. Da es nur einen Gott gibt, stimmt die buddhistische Wahrheit immer mit der christlichen Wahrheit überein. Die islamische Wahrheit wird daher immer mit der jüdischen Wahrheit übereinstimmen. Alle Unterschiede im Glauben und den Lehren der unterschiedlichen Religionen kommen durch Irrtümer zustande, die auf einen oder mehrere derer, die sich uneinig sind, zurückzuführen sind.

Ich vertraue darauf, dass der Leser den Inhalt dieses Buches mit Offenheit lesen und erwägen wird. Offen zu sein, grenzt für viele Menschen an das Unmögliche und geht womöglich noch darüber hinaus. Wenn ihr zum Beispiel sagt: „Ich bin offen. Wenn mir jemand beweisen möchte, dass ich Unrecht habe, dann bin ich bereit und willens, mich zu ändern. Doch dieser Beweis muss mit dem übereinstimmen, was ich bereits als wahr anerkannt habe", dann habt ihr einen unbelehrbaren Geist. Eine Person, die bereit ist zu lernen, sagt: „Ich bin bereit, meine Ansichten über alles zu ändern, wenn genügend Licht der Wahrheit darauf scheint."

Dies zu tun macht den Leser nicht für theologische Fehler anfällig. Heißt es in den Schriften nicht, dass Gott sagte: „Mein Geist ist der Zeuge eures Geistes und ihr werdet wissen, ob es von Gott ist"? Nein, Gott setzt niemanden schutzlos dem Angriff derjenigen aus, die falsche Lehren verbreiten. Hütet euch vor denjenigen, die euch vor eurer Bemühung, die Wahrheit zu erfahren, warnen. Die Schriften sagen: „Ihr werdet die Wahrheit wissen und die Wahrheit wird euch befreien."

 


Teil 1:

„WER UND WAS IST EIN MENSCH?"

DER DREIFALTIGE MENSCH


Die große Mehrheit der Menschen auf Erden betrachten menschliche Wesen als zweifaltige Wesen, materiell und immateriell. Der materielle Teil wird „Körper" genannt, und der immaterielle hat zwei Namen, als ob ihre Bedeutung dieselbe wäre: „Seele" und „Geist". Diese Begriffe sind keine Synonyme. Im ersten Brief an die Thessalonicher 5:23 sagte der Heilige Paulus: „Ich bete zu Gott, dass ihr voll und ganz, euer ‚Geist‘, eure ‚Seele‘ und euer ‚Körper‘, unversehrt bewahrt werdet." Menschen sind daher dreifaltige Wesen.

In ausnahmslos jeder Sprache, die ins Englische übersetzt wird, werden zwei verschiedene Wörter benutzt, um die Seele und den Geist zu beschreiben. Die Sprachen, die uns am vertrautesten sind, sind die Sprachen der Bibel: die hebräische Sprache des Alten Testaments und die griechische Sprache des Neuen Testaments. Das hebräische Wort für Seele lautet „nephesh", während das hebräische Wort für Geist „ruach" heißt, zwei ganz verschiedene Wörter. Ebenso lautet das griechische Wort für Seele „pseuche" und das griechische Wort für Geist heißt „pneuma", wiederum zwei verschiedene Wörter. Also ist der Mensch, wie der Heilige Paulus in 1 Thes. 5:23 oben sagt, ein dreifaltiges Wesen - Geist, Seele und Körper.

Als nächstes betrachten wir die Vorstellung des materiellen/immateriellen Menschen und fragen: „Was ist daran falsch?" Es ist nicht falsch. Menschen sind sowohl materiell als auch immateriell. Das Problem ist, dass diejenigen, die menschliche Wesen als zweifaltig betrachten, nicht verstehen, dass es zwei immaterielle Teile gibt, nämlich Seele und Geist.

Schauen wir uns noch einmal das griechische Wort „pseuche" an. Wenn wir uns erinnern, dass der größte Teil der englischen Sprache entweder aus dem Lateinischen oder dem Griechischen besteht, dann bemerken wir, dass das Wort „pseuche" die Wurzel von Wörtern wie Psychiatrie, Psychologie und Psyche ist. Wenn wir die Bedeutung dieser Wörter betrachten, sehen wir, dass sie sich alle auf mentale Funktionen beziehen.

Die nächste Frage ist: „Was ist der Unterschied zwischen der Seele und dem Geist?" Die beste Möglichkeit, zwischen Seele und Geist zu unterscheiden, besteht darin, sie im Licht ihrer Sinne zu betrachten. Genauso wie wir fünf physische Sinne haben: schmecken, riechen, sehen, hören und fühlen, haben wir auch fünf Sinne der Seele und fünf Sinne des Geistes.

Die fünf Sinne unserer Seele sind: Vorstellungskraft, Zuneigung, Gewissen, Erinnerung und Vernunft. Dies sind alles mentale Sinne. Die logische Schlussfolgerung ist, dass die Seele der mentale Bereich ist (der mentale Bereich ist die Seele, engl: „mind"). In der Bibel heißt es: „Gott blies den Atem des Lebens in seine (Adams) Nase und so wurde er eine lebendige Seele." (Gen. 2:7). Dies bedeutet, dass die Seele (der mentale Bereich) entsteht, wenn der Mensch bei der Geburt seinen ersten Atemzug macht. Der Geist jedoch geht bei der Zeugung in den Menschen ein.

Im Augenblick der Geburt ist der mentale Bereich (Seele) zu hundert Prozent latent vorhanden. Sie weiß noch nichts. Sie ist ein unbeschriebenes Blatt. Beinahe sofort beginnt die neue Seele von der Welt außerhalb von ihr zu lernen. In sehr kurzer Zeit lernt das Baby, dass, wenn es laut genug schreit, jemand kommt und es von seinem Problem befreit.

Haben Tiere eine Seele? Betrachten wir das Buch Genesis und die Geschichte von Noah und der Arche. Ob man die Geschichte der Genesis als buchstäblich oder metaphorisch betrachtet, spielt in dieser Diskussion keine Rolle. Wenn man die Geschichte in hebräischer Sprache liest, ist die Ausdrucksart derart, dass das Wort „Tiere" (engl.: „animals") ebensogut mit „Seelen" übersetzt werden könnte. Es befanden sich hunderte von Seelen in der Arche. Da sie als „Seelen" mit einer mentalen Kapazität bezeichnet werden, haben Tiere also Seelen. Tiere denken. Die folgende Geschichte ist ein gutes Beispiel dafür, dass Tiere eine Seele haben und denken.

Als ich zwölf Jahre alt war, besuchte ich im Frühjahr die Plantage meines Großvaters, als die Pflüger die Erde umgruben. Das war vor dem Zeitalter des Traktors. Die Männer hatten Pferde und Maulesel vor die Pflüge gespannt. Als ich ihnen zusah, entschloss ich mich auf einmal, das Pflügen selbst ausprobieren zu wollen. Ich sagte es also meinem Großvater. Er hielt einen der Männer an, der ein Pferd hatte, von dem mein Großvater meinte, dass es sanft genug für einen zwölfjährigen Jungen wäre. Er sagte dem Mann, dass dieses Kind das Pflügen ausprobieren wolle. Sie erklärten mir in allen Einzelheiten, wie man pflügt. Sie erklärten mir den Pflug selbst, dass er Griffe hat, die man „Schaft" nennt. Sie sagten mir, wenn man den Schaft anhebe, würde sich der Pflug weiter nach unten bewegen, und wenn ich den Schaft nach unten drücken würde, würde der Pflug flacher auf der Erde liegen. Ideal für diesen Zweck war es, den Punkt des Pfluges etwa zwölf Zentimeter unter der Oberfläche der Erde zu halten.

Ich verstand alles ganz genau. Ich wusste genau, wie man es macht. Mit allem Selbstvertrauen führte ich das Tier auf dem Weg. Ich pflügte. Ich pflügte erfolgreich ungefähr eineinhalb Meter, als der Pflug plötzlich aus der Erde nach oben kam und auf der Oberfläche der Erde schlitterte. Ich hielt das Tier an und redete ihm gut zu, rückwärts zu gehen, und drückte den Pflug dort, wo er die Erde verlassen hatte, wieder hinunter. Entschlossen, es jetzt richtig zu machen, setzte ich den Weg fort. Nach weiteren eineinhalb Metern war der Pflug wieder oben und schlitterte auf der Oberfläche der Erde. Wieder hielt ich das Pferd an und wiederholte das Rückwärtsgehen.

Ich schämte mich; alle Pflüger hatten aufgehört zu pflügen. Sie schauten zu, wie der zwölfjährige Junge versuchte, zu pflügen.

Dieses Mal schwor ich mir im Geist, dass der Pflug nicht wieder aus der Erde herauskommen würde. Ich würde den Schaft anheben und den Pflug dort halten, wo er sein sollte. Aber, ihr ahnt es, ich hob den Schaft zu weit an und der Pflug ging nach unten. Ich war etwa dreißig Zentimeter vorangekommen, als er das Tier stoppte. Nun drehte das Pferd langsam seinen Kopf nach hinten und schaute mich an.

Kein Mensch auf Erden oder im Himmel, egal mit welchen Überredungskünsten er begabt sein mag, wird mich je davon überzeugen können, dass dieses Pferd nicht dachte. Und was es dachte, gefällt mir gar nicht.

Ja, Tiere haben eine Seele und können denken. Es ist offensichtlich für jeden, der eine Zeit lang ein Tier erlebt, dass die Seelensinne der Zuneigung und des Gedächtnisses auch in ihm tätig sind.

Die fünf Sinne des Geistes sind: Glaube, Hoffnung, Liebe, Respekt und Verehrung. Ebenso leicht wie wir erkennen können, dass das griechische Wort „pseuche" sich auf die Seele bezieht, können wir sehen, dass das griechische Wort „pneuma" sich auf den Geist (engl. „spirit") bezieht. Das Wort „pneuma" trägt den Begriffsinhalt „luftig" oder „dunstig" in sich. Im dritten Kapitel des Evangeliums nach Johannes sagte Jesus in einer Unterhaltung mit Nikodemus, dass der Geist wie der Wind sei. Aus diesem Grund wird das Wort „pneuma" manchmal mit Geist („spirit") übersetzt, und manchmal mit Gespenst („ghost"). Es ist offensichtlich, dass Glaube, Hoffnung, Liebe, Respekt und Verehrung geistige Sinne sind - sie sind „luftig" oder „dunstig".

Die folgende Aussage, die den Menschen definiert, ist sehr wichtig: Ich bin Geist, ich habe eine Seele (engl. „mind") und ich lebe in einem Körper.

Sprechen wir über diese Aussage: Ich bin Geist, ich habe eine Seele und ich lebe in einem Körper. Der Körper ist der materielle Teil des Menschen und ist dem Tod unterworfen. Er kann sich „abnutzen" und sterben, und er tut es. Der physische Körper zerfällt nach Eintritt des Todes und „kehrt zur Erde zurück, wie er war". (Ecclesiasticus. 12:7) Die Seele („mind"), die immateriell ist, hört ebenfalls auf zu existieren und stirbt - „die Seele, die sündigt, soll sterben". (Ezechiel 18:4). In den Psalmen 78:50 finden wir: „Er schützte ihre Seele nicht vor dem Tod." Jesus sagte, dass wir um die Zerstörung „sowohl der Seele als auch des Körpers" (Matthäus 10:28) besorgt sein sollten. Er sagte in der Offenbarung 16:3: „Jede Seele starb." Der dritte Teil des Menschen ist der Geist. Der Geist ist der ewige und immaterielle Teil des Menschen. Zur Zeit des Todes von Körper und Seele, stirbt der Geist nicht, sondern „kehrt zu Gott zurück, der ihn erschuf". (Ecclesiasticus. 12:7).

Ich betone dies nochmals, da es sehr bedeutsam ist. Ich bin Geist, ich habe eine Seele und ich lebe in einem Körper. Ich bin nicht die Seele, ich habe eine Seele. Es ist „meine" Seele - sie gehört zu mir. Ich benutze meine Seele wie ein Werkzeug. Ich benutze sie, um zu denken, zu schlussfolgern und für alle mentalen Vorgänge. Ich benutze meine Seele. Ich bin nicht die Seele; ich habe eine Seele. Ich bin nicht der Körper, ich habe einen Körper. Ich lebe in meinem Körper, ich bewohne ihn, ich benutze meinen Körper für die Fortbewegung. Mein Körper trägt mich, wohin ich möchte. Ich benutze meinen Körper für alle meine physischen Aktivitäten.

Obwohl ich physisch bin, bin ich nicht der Körper. Obwohl ich mental bin, bin ich nicht die Seele. Ich bin Geist, erschaffen nach dem Bilde Gottes. Gott ist Geist, dadurch bin ich Geist. Ich bin ein geistiges Wesen, das aus der wahren Essenz Gottes erschaffen wurde, daher die Eltern-Kind-Beziehung.

Ich bin Geist, ich habe eine Seele, ich lebe in einem Körper, und so ist es mit jedem Menschen. Menschen sind dreifaltige Wesen - Geist, Seele und Körper.

Ich bin überzeugt, dass, wenn alle Menschen überall, besonders im Christentum, verstünden, wer das menschliche Wesen wirklich ist, sich mindestens die Hälfte aller theologischen Irrtümer erledigen würden.

 

LEBENDIGER GEIST


„Wie wird eine Person, die spirituell tot ist, spirituell lebendig?" Der Apostel Paulus, der als Heiliger Paulus viel des Neuen Testaments verfasst hat, schrieb an eine Gruppe, dass, nachdem sie zuvor spirituell tot gewesen waren, sie jetzt spirituell lebendig geworden wären. Was bedeutet das?

Ich bin davon überzeugt, dass wir spirituell lebendig werden, wenn wir uns vollständig Gott hingeben.

Es gibt eine Gruppe fundamentalistischer Christen, die das lehren, was sie als „Plan der Rettung" bezeichnen. Für sie bedeutet spirituelle Lebendigkeit, Jesus als persönlichen Retter zu akzeptieren. Viele Menschen haben dieses entschiedene Bekenntnis geäußert, und doch weist ihr Leben auf keine Gott-geführte Richtung hin.

Vor einigen Jahren war ich in Red Bank, New Jersey. Es war Winter. An einem Sonntag morgen stand ich an der Bushaltestelle in einem Wohnviertel der Stadt. In der Nacht zuvor hatte es geregnet, geschneit, gefroren und wieder geregnet. Die Temperatur war gesunken und am Morgen herrschte harter Frost mit einer glatten Eisschicht in diesem Teil des Landes. Die Angestellten der Busgesellschaft hatten an der Bushaltestelle Asche gestreut, damit die Leute nicht hinfallen würden.

Als ich dastand und auf den Bus wartete, kam aus dem Haus neben der Haltestelle ein Mann mit seinem kleinen Sohn. Der Junge mag etwa zweieinhalb Jahre alt gewesen sein. Die beiden waren genau gleich angezogen. Ihre Kleidung sah aus, als sei sie aus demselben Stoff gemacht.

Der Kleine benahm sich so und stolzierte so herum, als ob er denken würde, er sei so groß wie sein Vater. Er war das personifizierte Vertrauen, dass er ein kleiner Mann sei. Mit all seinem Selbstvertrauen schritt er auf die trockene Veranda und die trockenen Stufen hinab.

Als sie das Eis erreichten, fragte ihn sein Vater: „Möchtest du, dass ich deine Hand halte?"

„Nein", antwortete er. „Ich kann alleine laufen."

Nach zwei Schritten lag er horizontal auf dem Eis. Sein Vater sagte nichts und wartete nur, dass er wieder auf die Füße kam. Der Kleine versuchte es wieder und fiel wieder hin; wieder wartete sein Vater schweigend.

Dann bat der Kleine seinen Vater: „Hältst du mir den Finger herunter?"

Sein Vater hielt seine Hand mit dem ausgestreckten Zeigefinger zu dem Jungen hinab. Der Kleine bekam den Finger mit beiden Händen gut zu fassen. Es konnte weiter gehen.

Nach ungefähr vier Schritten rutschten ihm die Füße weg und er fiel auf seine Hände. Diese rutschten einfach weg. Wieder lag er flach auf dem Eis.

Immer noch wartete sein Vater ohne ein Wort zu sagen. Der Kleine stand wieder auf und fragte seinen Vater: „Hältst du meine Hand?"

Der kleine hielt seine Hand nach oben, nicht zupackend sondern schwach. Sein Vater griff nach unten und nahm die kleine Hand in seine große rechte Hand. Sie gingen den Bürgersteig hinab. Die Füße des Kleinen begannen zu rutschen und zu gleiten. Er strampelte mit den Füßen, um sie unter sich zu behalten. Er wollte nicht einfach an seinem Vater hängen. Aber er konnte nicht fallen; sein Vater hielt ihn.

Ich beobachte sie noch, wie sie einige Häuser weiter liefen. Zwei Häuserblocks weiter hatte der kleine Kerl ganz gut gelernt, seine Füße unter sich zu behalten.

Als ich an diesem Morgen dort stand und dieses Szenario beobachtete, dachte ich: „Was für eine wunderbares Beispiel für den Zeitpunkt, wenn ein Mensch in seinem oder ihrem Leben dahin kommt, zu Gott zu sagen: ‚Ich kann nicht alleine laufen, ich falle immer wieder hin, ich stehe auf und versuche es wieder, und wieder falle ich, wieder versage ich, ich versuche es weiter, und immer wieder versage ich, mit meiner eigenen Kraft bin ich ein einziger Fehlschlag. Ich habe versucht mich an Dir festzuhalten, aber nicht einmal das schaffe ich. Also, Gott, übergebe ich mein Leben Dir. Ich möchte, dass Du mein Leben vollkommen führst, physisch, seelisch und geistig. Ich übergebe mich vollkommen Deiner Führung. Von heute an will ich nur das tun, was Deinem Willen entspricht‘."

Wenn dieser Mensch die Hand nach Gott ausstreckt, nicht zupackend, sondern schwach, dann übernimmt Gott die Führung und dieser Mensch ist nicht mehr länger spirituell tot, sondern er ist spirituell lebendig geworden.

Wenn jemand spirituell lebendig wird, dann werden alle seine geistigen Sinne - Glaube, Hoffnung, Liebe, Respekt und Verehrung, die alle tot waren (wenn jemand spirituell tot ist, sind auch seine spirituellen Sinne tot) sehr lebendig. Die nicht Hingegebenen oder spirituell Toten haben keine funktionierenden spirituellen Sinne.

Manchmal, wenn wir die Aktivitäten der spirituell Toten betrachten, scheint es zuerst, als würden wir die Tätigkeit eines spirituellen Sinnes beobachten. Wenn wir jedoch genauer hinschauen, entdecken wir, dass es einer der mentalen Sinne ist, der am Werk ist - Vorstellungskraft, Zuneigung, Gewissen, Erinnerung oder Vernunft. Die nicht Hingegebenen sind darauf beschränkt, nur mit ihren körperlichen und ihren mentalen Sinnen zu arbeiten.

Die nicht Hingegebenen wenden ihren Glauben nicht an. Glaube ist ein spiritueller Sinn, und jemand, der spirituell tot ist, kann nur mit den körperlichen und mentalen Sinnen arbeiten.

Die nicht Hingegebenen haben keine Hoffnung. Die „Gesegnete Hoffnung", die die Hingegebenen und spirituell Lebendigen haben, wird von den spirituell Toten niemals erfahren.

Einmal, als ich ein Seminar hielt, das diese Wahrheit beinhaltete, forderte mich ein Mann heraus, der sagte: „Moment mal. Ich habe einen Nachbarn, ein Baumwollbauer, der vor zwei Jahren die ganze Saison hindurch auf seinen Baumwollfeldern schuftete wie ein Tier. Zwei Wochen vor der Baumwollernte kamen starke Regenfälle und zerstörten seine Ernte. Seine Ernte war nicht einmal einen Pfennig wert. Die gesamte Ernte war verloren.

„Letztes Jahr war es genau dasselbe. Kurz vor der Erntezeit zerstörten die Regenfälle die gesamte Ernte. Dieses Jahr arbeitet er auf seinen Feldern genau wie die beiden Jahre zuvor.

„Er muss Hoffnung haben. Doch er ist gewiss spirituell tot, denn er ist ein bekennender Atheist. Er glaubt nicht einmal, dass Gott existiert. Doch Sie sagen, dass er keine Hoffnung hat! Sie müssen sich täuschen! Weshalb würde er so hart arbeiten, nachdem er die zwei vorherigen Ernten verloren hat, wenn er keine Hoffnung hätte?"

Meine Antwort war und ist: „Ja, er hat ‚keine‘ Hoffnung. Hoffnung ist ein spiritueller Sinn und er ist spirituell tot. Was hat er also statt dessen? Weshalb arbeitet er trotz seiner Verluste wegen des Regens weiter? Er setzte und setzt den mentalen Sinn der Vernunft ein. Er argumentiert mit seinem menschlichen Verstand, dass es nicht jedes Jahr regnen wird - und dass, wenn er lange genug weiter arbeitet, ihm letztendlich das „Gesetz des Durchschnitts" eine gute Ernte geben wird.

„Und es könnte sein, dass er einen zweiten mentalen Sinn einsetzt, den der Vorstellungskraft, er stellt sich eine gute Ernte vor."

Die nicht Hingegebenen und spirituell Toten haben keinen Glauben; und die nicht Hingegebenen und spirituell Toten haben keine Hoffnung.

Seid gewarnt, dass viele Leute von meinem theologischen Wagen springen und weggehen werden, wenn ich die nächste Behauptung aufstelle. Es ist starker Tobak. Haltet euch also fest!

Es ist unmöglich, dass die nicht Hingegebenen irgend etwas oder irgend jemanden lieben.

Liebe ist der dritte spirituelle Sinn und wird von den nicht hingegebenen, spirituell Toten niemals offenbart. Ich wurde gefragt: „Können Sie das mit der Bibel belegen?" Ja, ich gehe nicht ohne mein geladenes Gewehr auf die Jagd. Ich kann es mit der Bibel belegen. Die Bibel sagt „Gott ist Liebe". Wie also kann man Liebe ohne Gott haben? So einfach ist das.

Was ist mit der folgenden Situation? Jemand sagte mir: „Ich kenne ein Paar, Ehemann und Ehefrau, die bis über beide Ohren ineinander verliebt sind. Doch keiner von beiden ist spirituell lebendig. Trotzdem lieben sie einander wirklich. Du musst dich also irren."

Meine Antwort ist: „Nein, sie haben keine Liebe für einander. Sie haben Zuneigung zu einander. Sie haben den mentalen Sinn der Zuneigung für einander - nicht Liebe." Ich bin besorgt darüber, dass so viele Ehepaare, Ehemänner und Ehefrauen, durch das Leben gehen und nie etwas anderes als Zuneigung für einander empfinden.

Die nicht Hingegebenen haben keinen Respekt vor Gott.

Respekt ist der vierte spirituelle Sinn und die spirituell Toten setzen diesen spirituellen Sinn nicht ein. Manchmal sind die nicht Hingegebenen ganz offen respektlos, und manchmal beobachten wir einen Wandel in ihrem Verhalten, den wir fälschlicherweise als Respekt betrachten. Es ist nicht so, der Wandel kommt erst mit ihrer Hingabe zu Gott.

Einmal in Chicago, als ich Seminare hielt, war ich in einem Hotel untergebracht, das zwei Häuserblocks von der Kirche entfernt war, in der ich jeden Abend sprach. Mein Zimmer war so gelegen, dass ich durch das Restaurant gehen musste, um zu meinem Zimmer zu gelangen. Das Restaurant war vierundzwanzig Stunden täglich geöffnet.

Ich war etwa zehn Tage dort gewesen, als ich um etwa halb elf Uhr abends auf dem Weg zu meinem Zimmer durch das Restaurant lief. An einem Tisch in der Nähe der Türe, durch die ich gerade hindurchgehen wollte, saßen zwei Männer, die ständige Gäste in dem Hotel waren und die ich vor zehn Tagen getroffen hatte. Als ich auf ihren Tisch zuging, fluchte einer von ihnen wie ein Droschkenkutscher. Seine Sprache war ungehobelt, vulgär und gemein. Als ich näher kam, sprach sein Freund so laut mit ihm, dass ich hören konnte, was er sagte.

Er sagte: „Warum hältst du nicht den Mund? Du weißt, dass dieser Mann ein Geistlicher ist. Du hast genau wie ich gesehen, dass er hierher kommt. Du hast einfach weitergeflucht, obwohl du wusstest dass er dich hören konnte. Hast du keinen Respekt vor Gott?"

Wisst ihr, was er da tat? Er verschwendete seinen Atem! Man sollte nicht einmal versuchen, den nicht Hingegebenen dazu zu bringen, Respekt vor Gott zu haben! Sie können keinen Respekt haben. Respekt ist ein spiritueller Sinn und der fluchende Mann war spirituell tot. Als der Mann mit dem Fluchen aufhörte, tat er das nicht, weil er Respekt vor Gott hatte, sondern weil sein Freund ihn zurechtgewiesen hatte.

Den nicht Hingegebenen ist es unmöglich, Gott zu verehren.

Verehrung ist der fünfte spirituelle Sinn, und die nicht Hingegebenen, die spirituell tot sind, haben keinen Zugang zu dem spirituellen Sinn der Verehrung. Die nicht Hingegebenen machen vielleicht das Kreuzzeichen, knien zum Gebet nieder (sogar in Richtung Mekka), sprechen bestimmte Gebete, rezitieren Mantras, chanten, beten das Vaterunser auf dem Rosenkranz oder führen sonstige Rituale aus. Doch können die nicht Hingegebenen Gott verehren? Nein! Die Bibel sagt: „Gott ist Geist; diejenigen, die Ihn verehren, müssen Ihn im Geist verehren."

Natürlich werden bei denjenigen, die sich Gott hingeben und spirituell lebendig werden, die spirituellen Sinne in ihnen geweckt. Sie sind „gefestigt" - sie bleiben lebendig. Sie haben Stabilität. Doch Gott ermutigt uns immer, weiter spirituell zu wachsen. Das Ziel jedes hingegebenen Menschen ist es, spirituell zu wachsen und Gott immer ähnlicher zu werden.

Ist Ihnen bewusst, dass es zwischen Versen 26 und 27 des ersten Kapitels der Genesis einen großen Unterschied gibt? Im Vers 26 wird uns gesagt, was Gott sagte, dass Er tun würde. Er sagte: „Lasset uns Menschen machen nach unserem Abbild, uns ähnlich." Doch in Vers 27 lesen wir: „So schuf Gott den Menschen nach seinem Abbild" ohne Erwähnung der Ähnlichkeit mit Gott.

Ich stelle anheim, dass Gott jetzt diejenigen, die Ihm und Seiner Führung hingegeben, wie Sich Selbst macht.

Gottes Ziel bei der Erschaffung von Menschen ist es, dass Er, Gott, ein Wesen hat, mit dem er auf freiwilliger Basis eine vertraute Beziehung haben kann. Gott hat jedem den „freien Willen" gegeben, so dass jedesmal, wenn es darum geht, sich für oder gegen eine Schandtat zu entscheiden, er oder sie völlig frei ist, „ja" oder „nein" zu sagen. Daraus folgt: je ähnlicher man Gott wird, desto größer und vertrauter ist die Beziehung, und desto mehr Grund gibt es für die Menschheit, es sich zum Ziel zu setzen, Gott ähnlich zu werden.

 

„LIEBE" - EINE WORTBETRACHTUNG


Machen wir eine Wortbetrachtung des Wortes Liebe. Dieses Wort hat sehr viele Leute überall verwirrt. Und das ist einigermaßen verständlich, wenn man bedenkt, dass sein Ursprung in drei verschiedenen griechischen Wörtern liegt, die alle verschiedene Bedeutungen haben. Alle zusammen ausgesprochen heißen sie LIEBE.

Das erste der griechische Wörter ist „AGAPE" und es weist darauf hin, dass Liebe bedingungslos ist. Sie kann niemals abgeschaltet werden, nicht einmal von der Person, die geliebt wird. Es ist die Liebe, die Gott für uns hegt. Er liebt jeden einzelnen von uns bedingungslos - trotz uns.

Eine Freundin von mir ging zum Metzgerladen. Der Metzger sagte zu ihr: „Ich habe gehört, dass Ihr Sohn wieder im Gefängnis ist."

„Ja", erwiderte sie. „Er ist wieder im Gefängnis."

„Verstehen Sie mich richtig", fuhr der Metzger fort, „ich sage das, weil ich Ihr Freund bin. Ich habe Ihren Sohn sein ganzes Leben lang beobachtet, er ist jetzt dreiundzwanzig Jahre alt. Und er hat Ihnen immer Kummer bereitet. Ich habe zugesehen, wie Sie ihn aus einer Misere herausgeholt haben, nur um zuzuschauen, wie er in die nächste hineingerät. Während der ganzen Zeit an der Highschool war er immer in irgendwelche Schwierigkeiten verwickelt. Er hat sich betrunken und landete im Gefängnis, und Sie haben ihn immer herausgeholt - haben seine Strafen bezahlt und seine Haftkautionen. Im College ist er durchgerasselt und Sie haben ihn herausgenommen und haben ihn zur Universität geschickt. Es scheint so, als ob jedesmal, wenn Sie Ihre Hand ausgestreckt haben, um ihm zu helfen, er Sie gebissen hat. Ich sage Ihnen ganz offen, wenn er mein Sohn wäre, würde ich ihn enterben."

„Sie haben absolut Recht, mein Herr", sagte sie. „Wenn er Ihr Sohn wäre, würde ich ihn auch enterben. Aber er ist nicht Ihr Sohn; er ist mein Sohn und ich liebe ihn. Wie er sich benimmt, hat damit nichts zu tun." Agape, bedingungslose Liebe kann nie ausgeschaltet werden.

Die Mutter ging zum Gefängnis und zum Gericht, zahlte seine Strafe und brachte ihn heim. Er war drei Tage im Gefängnis gewesen und war ausgenüchtert, doch auf dem Weg nach Hause fing er wieder an zu trinken. An diesem Abend schlug er in Gegenwart seines Vaters in seinem trunkenen Stumpfsinn seine Mutter.

Als das geschah, bildete sich harte Liebe (Agape-Liebe kann und sollte hart sein).

Die Eltern sagten zu ihm: „Wir haben alles, was du jemals getan hast, immer toleriert, aber Gewalt können wir nicht tolerieren. Du musst gehen." Und sie warfen ihn hinaus - schlossen ihn buchstäblich aus der Familie aus. Er musste gehen.

Zwei Jahre später begegnete er Gott von Angesicht zu Angesicht, erkannte seine Fehler, bereute seine falschen Handlungsweisen, bat Gott um Verzeihung und gab sich Gott vollkommen hin. Natürlich änderte sich sein Leben vollständig und selbstverständlich wollte er als erstes nach Hause gehen, um seiner Mutter und seinem Vater zu erzählen, was ihm geschehen war.

Nun sitzt er also im Zug in Richtung Heimat. Er sitzt neben einer Frau, die ihm völlig fremd ist, und der er in allen Einzelheiten erzählt hat, was ihm geschehen ist. Er sagt: „Ich habe meiner Familie geschrieben und habe ihnen gesagt, was ich Ihnen gerade erzählt habe. Ich habe ihnen geschrieben, dass ich, wenn sie einverstanden wären, sie gerne besuchen würde. Wenn nicht, würde ich das verstehen, aber ich würde wirklich gerne nach Hause kommen.

„Ich hatte keine Zeit, ihre Antwort abzuwarten, aber sie wissen, dass ich heute in diesem Zug sitze. Ich habe ihnen gesagt, wenn sie einverstanden wären, würde ich am Bahnhof aussteigen und zurück nach Hause kommen, wenn nicht, würde ich weiterfahren. Unser Haus steht in der Nähe der Gleise. Ich habe ihnen gesagt, wenn sie einverstanden wären, sollten sie bitte ein weißes Tuch an den Wäscheleinen hinter dem Haus aufhängen, und wenn ich das Tuch sehe, weiß ich, dass es in Ordnung ist. Wir kommen jetzt gleich an unserem Haus vorbei, es liegt gleich hinter der nächsten Kurve, es ist das erste Haus auf der rechten Seite. Während ich hier mit geschlossenen Augen sitze und bete, würden Sie bitte schauen und mir sagen, ob sie ein weißes Tuch an den Wäscheleinen sehen?"

Seine Mitfahrerin war einverstanden und nach etwa einer Minute tippte sie ihm auf die Schulter und sagte: „Öffnen Sie die Augen und schauen Sie! Diese Wäscheleine ist voller weißer Tücher und ein Mann und eine Frau stehen draußen und winken mit so etwas wie Kissenbezügen!"

Ja, bedingungslose Liebe kann nie ausgeschaltet werden.

Das nächste griechische Wort, das mit Liebe übersetzt wird, heißt „PHYLIA" und es bedeutet gegenseitig - erwidern - wenn du mich liebst, liebe ich dich, und wenn du aufhörst mich zu lieben, werde ich aufhören, dich zu lieben.

Viele Leute hegen diese Art der Liebe für einander. Sie machen das, was sie „sich verlieben" (engl. „in Liebe fallen") nennen. Niemand fällt in Liebe, wir entscheiden uns zu lieben. Manchmal entscheiden wir uns zuerst für die Bewunderung und dann entscheiden wir uns, die Person zu lieben. Wir haben den biblischen Auftrag, unsere Feinde zu lieben. Natürlich würde Gott nichts von uns verlangen, was wir nicht tun können. Liebe ist eine Sache der Entscheidung. Viel von dem „In-Liebe-Fallen" ist Phylia-Liebe.

Das Pärchen „fällt in Liebe". Es ist so romantisch. Sie genießen es so sehr, verliebt zu sein. Das Leben ist einfach wundervoll. Er steckt ihr einen Ring an den Finger und sie sind „verlobt". Nun, verlobt zu sein ist noch wundervoller. Pläne für die Hochzeit zu machen ist noch romantischer.

Golden eingefasste Einladungskarten zur Hochzeit werden in alle Richtungen versandt. Freunde versammeln sich am besagten Tag in der Kirche. Es ist eine riesige Sache - bunt, glamourös, mit schöner Musik. Schwüre werden rezitiert, Versprechen werden gemacht, sich zu lieben „bis der Tod euch scheidet". Man nennt sie „Ehemann und Ehefrau". Es ist der wunderbarste Tag im Leben, bis jetzt.

Dann kommt die Feier, viele Leute, viel Essen, ein Stapel Geschenke. Alles ist einfach wundervoll. Das Paar reist unter einem Regen von Reis in die Flitterwochen. Sie sind so verliebt, sie sind so süß, dass es scheint, dass Zucker in ihrem Mund nicht schmelzen würde.

Und so bleibt es, bis einer der beiden etwas tut, was dem anderen nicht gefällt. Dann fallen die Worte: „Du liebst mich nicht mehr, und wenn du mich nicht liebst, dann liebe ich dich auch nicht." Und sie machen sich auf den Weg zum Scheidungsrichter, wenn sie nicht einer Kirche oder Organisation angehören, die die Scheidung verbietet. Wenn das so ist, dann bleiben sie zusammen und kämpfen fünfzig oder sechzig Jahre lang miteinander. Dann sterben Körper und Seele, und der Geist kehrt zurück in die Dimension Gottes, wo er für eine bestimmte Zeit bleibt, sich wieder in einen neuen Körper mit einer neuen Seele inkarniert, aufwächst, eine andere Person heiratet, die aller Wahrscheinlichkeit nach genau so ist, wie diejenige, in die man sich zuvor verliebt hatte.

Und es dauert nicht immer bis zum nächsten Leben, bis alles wiederholt wird. Kennt ihr das nicht, dass eine Frau einen Mann heiratet, der sich dann als Alkoholiker herausstellt. Er trinkt sich zu Tode; sie ist ein paar Jahre lang Witwe und heiratet dann wieder einen Alkoholiker?

Phylia ist die sprachliche Wurzel für eine Reihe weiterer Ableitungen mit ähnlicher Bedeutung. Ein Wort ist Philadelphia - die Stadt der brüderlichen Liebe. Ein weiteres Wort ist Philanthrop - eine Person, die gerne Geld für etwas ausgibt, was er/sie für eine gute Sache hält. Vielleicht haben sie schon einmal gehört, wie jemand sagte: „Ich bezahle die Glasmalerei, wenn mein Name darauf ein/> Wenn jemand Gott hingegeben und spirituell lebendig ist, haben die spirituellen Sinne (Glaube, Hoffnung, Liebe, Respekt und Verehrung) einen gewissen Grad an Stabilität. Sie verändern sich nicht. Die Seelensinne (die mentalen Sinne - Vorstellungskraft, Zuneigung, Gewissen, Erinnerung und Vernunft) sind veränderlich. In unserem Seelenleben sind wir „innerhalb und außerhalb", „heiß und kalt", „oben und unten", „rechts und links" - veränderlich in allem, was wir tun.

Betrachten wir den Seelensinn der Vorstellungskraft. Wenn nachts um zwei Uhr Ihr Telefon läutet, dann wird ihre Vorstellungskraft alles mögliche tun. Wenn der Vermittler sagt, dass es ein Ferngespräch ist, wird sie Ihnen wirklich alle möglichen Streiche spielen. Seht ihr, wie veränderlich sie ist?

Der Seelensinn der Zuneigung ist ebenfalls veränderlich. Einmal ist ein Mensch in seinem Leben voller Zuneigung und später überhaupt nicht mehr. Oder man fühlt Zuneigung zu einer Person und gegenüber einer anderen nicht. Der /> Wenn jemand Gott hingegeben und spirituell lebendig ist, haben die spirituellen Sinne (Glaube, Hoffnung, Liebe, Respekt und Verehrung) einen gewissen Grad an Stabilität. Sie verändern sich nicht. Die Seelensinne (die mentalen Sinne - Vorstellungskraft, Zuneigung, Gewissen, Erinnerung und Vernunft) sind veränderlich. In unserem Seelenleben sind wir „innerhalb und außerhalb", „heiß und kalt", „oben und unten", „rechts und links" - veränderlich in allem, was wir tun.

Betrachten wir den Seelensinn der Vorstellungskraft. Wenn nachts um zwei Uhr Ihr Telefon läutet, dann wird ihre Vorstellungskraft alles mögliche tun. Wenn der Vermittler sagt, dass es ein Ferngespräch ist, wird sie Ihnen wirklich alle möglichen Streiche spielen. Seht ihr, wie veränderlich sie ist?

Der Seelensinn der Zuneigung ist ebenfalls veränderlich. Einmal ist ein Mensch in seinem Leben voller Zuneigung und später überhaupt nicht mehr. Oder man fühlt Zuneigung zu einer Person und gegenüber einer anderen nicht. Der Sinn der Zuneigung ist sehr veränderlich.

Betrachten wir als nächstes den Seelensinn des Gewissens. Habt ihr jemals den Rat gehört: „Lass dich von deinem Gewissen führen?" Lieber nicht! Es kann euch in Schwierigkeiten bringen! Wenn euer Gewissen nicht richtig entwickelt ist, dann kann es euch auch nicht richtig führen.

Die folgende Geschichte erläutert diesen Gedanken: Zwei kleine katholische Jungen spielten hinter einem Lebensmittelladen in der Nachbarschaft. Als der Ladenbesitzer nicht schaute, schlüpften die beiden durch die Hintertür zur Fleischtheke und mit einer Packung Wiener Würstchen wieder hinaus, ohne dafür zu bezahlen.

Als beide einen Teil der Würstchen gegessen hatten, erinnerten sie sich plötzlich daran, dass es Freitag war. Sie warfen den Rest der Würstchen weg, rannten zur Kirche, suchten den Priester auf und sagten: „Herr Pfarrer, wir haben gegen Gott gesündigt. Wir haben am Freitag Fleisch gegessen." Sie erwähnten nicht, dass sie die Würstchen gestohlen hatten.

Warum hat ihr Gewissen Schwierigkeiten damit, am Freitag Fleisch zu essen, aber nicht mit dem Diebstahl? Weil diesen beiden katholischen Jungen eingeschärft worden war, niemals an einem Freitag Fleisch zu essen, über das Stehlen aber war nicht viel gesprochen worden.

Bitte sagt nicht, dass Willard Fuller in seinem Buch sagte, dass Katholiken Ladenbesitzer bestehlen, wenn diese gerade nicht schauen. Das habe ich nicht gesagt. Ich will nur aufzeigen, dass das Gewissen nur insoweit führen kann, wie es ausgebildet wurde. In der Tat hat die katholische Kirche ihre Regeln geändert und erlaubt es nun, freitags Fleisch zu essen.

In den Appalachen gibt es eine Gruppe von Menschen, die in ultrafundamentalistischer Askese leben. Ihre Frauen tragen die Ärmel bis zu den Handgelenken, den Kragen bis unter die Ohrläppchen und den Rocksaum bis zu den Knöcheln. Wenn man ein achtzehnjähriges Mädchen, das in diesem strikten Puritanismus aufgezogen wurde, plötzlich in einen „String-Bikini" stecken würde, würde sie unter schrecklichen Gewissensbissen leiden. Wenn man sie dann nach Miami Beach versetzen und sie dort weitere achtzehn Jahre lassen würde, könnte man durchaus erwarten, einen Wandel in ihrer Reaktion auf das Gewissen zu beobachten. Das Gewissen ist ein Seelensinn und daher veränderlich.

Betrachten wir nun den vierten Seelensinn, die Erinnerung. Unsere Erinnerung ist veränderlich. Meine Erinnerung hat sich verändert. Ich will mich nicht darüber auslassen, inwiefern sie sich verändert hat. Es reicht, zu sagen, dass sie sich verändert hat.

Ich habe einen Freund in Louisiana, der einhundertundfünf Jahre alt ist. Er kann sich an kleinste Einzelheiten seines Lebens erinnern, als er drei Jahre alt war. Wenn er sich an ein Ereignis erinnert, das im Alter von drei Jahren geschah, dann kann man buchstäblich sehen, wie er das Erlebnis noch einmal durchlebt. Als er fünfzig Jahre alt war, konnte er das nicht. Der Seelensinn der Erinnerung verändert sich.

Der Sinn der Vernunft ist der fünfte Seelensinn und ist ebenfalls veränderlich. Eine bestimmte Handlung oder eine bestimmte Ansicht kann zu einer Zeit im Leben eines Menschen völlig unvernünftig sein und später absolut vernünftig werden. Ich wage zu behaupten, dass ihr bestimmte Vorgehensweisen als wirklich vernünftig betrachten und gleichzeitig erinnert ihr euch an Zeiten in eurem Leben, als sie völlig unvernünftig waren.

Die Seelensinne sind, anders als die stabilen spirituellen Sinne, die eigentliche Essenz der Instabilität.

 

PERSÖNLICHE RETTUNG


Ich habe nicht nur aus Lehrzwecken über die spirituellen Sinne und die Seelensinne so ausführlich geschrieben; und ich habe es gewiss nicht getan, um unterhaltsam zu sein. Ich verfolge damit ein Ziel. Mein Ziel ist es, dass ihr die „himmlische Berufung" Gottes erkennt.

Die „himmlische Berufung" bedeutet, in allen Dingen Gott vollkommen hingegeben zu sein. Da der Mensch ein dreifaltiges Wesen ist, Körper, Seele und Geist, gibt es drei Stufen der Hingabe an Gott. Zuerst gibt der Mensch seinen Geist dem Geist Gottes hin. Dann gibt er seine Seele dem Geist hin, der Gott hingegeben ist. Und schließlich gibt der den Körper der Seele hin, die dem Geist hingegeben ist, welcher Gott hingegeben ist. Das ist die „himmlische Berufung" Gottes; Gott in allen Dingen völlig hingegeben zu sein und in allen Aspekten des Lebens Gottes Führung zu folgen.

Ich habe bei meiner Tätigkeit herausgefunden, dass es notwendig ist, die Worte, die ich benutze, zu definieren, denn andere Menschen könnten das Wort in einer völlig anderen Bedeutung benutzen. „Rettung" ist eines dieser Wörter.

Rettung bedeutet laut der Lehre der orthodoxen christlichen Kirche „die Vorbereitung zu sterben, in den Himmel zu kommen und den quälenden Feuern der Hölle zu entgehen". Es gibt viele Arten der Rettung. Die Rettung einer Person, die dabei ist zu verhungern, ist Essen; die Rettung einer Person, die dabei ist zu verdursten, ist Wasser; die Rettung einer Person, die dabei ist zu ersticken, ist Luft usw. Ja, es gibt viele Arten der Rettung. Genauso gibt es eine Rettung für jeden Teil des dreifaltigen Menschen, Geist, Seele und Körper.

Die Rettung des Geistes wird Freisprechung (Justifikation) genannt. Laut der Definition des Wörterbuches ist Freisprechung das Lossagen von Schuld. Theologisch gesehen ist Freisprechung die Befreiung von Schuld und Strafe, die mit Sünden verbunden sind. Freisprechung wird von Gott gegeben, wenn die Person seinen/ihren Geist Gott hingibt und sie gehört der Vergangenheit an. Wenn man sein Leben Gott hingibt, ist es vollständig. Daher geschieht Freisprechung in jedem Moment danach in der Vergangenheit.

Die Rettung der Seele wird „Heiligung" genannt. Wer nimmt die Heiligung vor? In der biblischen Erzählung der Reise der Israeliten von Ägypten nach Kanaan hielt Josua am Abend vor der Überquerung des Jordan eine Rede, in der er sagte: „Morgen wird Gott große Dinge unter euch vollbringen." Dann sagte er, da gäbe es etwas, was sie tun sollten. Es wurde ihnen gesagt: „Heiligt euch." Wie sollten sie sich selbst heiligen? Indem sie sich erneut Gott hingaben und sich ihm weihten und sagten: „Ich bereue, was ich falsch gemacht habe. Ich bereue, dass ich vierzig Jahre in der Wildnis umhergelaufen bin. Ich beginne noch einmal von vorne und übergebe mich erneut Dir und Deiner Führung."

In unserem Seelenleben machen wir immer wieder Fehler. Täglich versagen wir. Täglich treten wir vor Gott, um uns erneut hinzugeben und uns Ihm zu weihen und bereuen, was wir falsch gemacht haben, und beginnen buchstäblich von Neuem. Daher geschieht Heiligung durch die Person und sie geschieht in der Gegenwart - sie geschieht täglich.

Beachtet hier, dass die Rettung des Geistes Freisprechung genannt wird und der Vergangenheit angehört; die Rettung der Seele heißt Heiligung und gehört der Gegenwart an. Demzufolge wird die Rettung des Körpers „Verklärung" genannt und gehört der Zukunft an - sie geschieht in der Zukunft.

Am Ende dieses Vorgangs bewohnt der Geist einen verklärten Körper. Paulus, dem Gott so viele spirituelle Einsichten schenkte, sagte, dass diejenigen, die zu dieser Zeit am Leben sind, „in einem Augenblick" verändert werden, „...Bestechlichkeit wird zu Unbestechlichkeit... Sterblichkeit wird zu Unsterblichkeit. Dann wird der Tod im Sieg verschlungen." Jeder wird einen verklärten Körper haben, der niemals altert und niemals körperliche Schwächen erfährt.

Paulus sagte auch prophetisch, dass wir nicht bis zum Ende warten müssen, um Gottes Segnungen zu erfahren. Wir können den „Vorgeschmack auf unser Erbe" in diesem Leben haben.

Vorgeschmack bedeutet „im voraus" oder „Vorauskasse". Ich kaufte einmal ein Haus von einer Dame in Waco, Texas. Als sie mir sagte, wieviel sie verlangte, sagte ich: „Ich nehme es."

Sie fragte: „Mr. Fuller, können Sie mir etwas anzahlen?" Ich gab ihr an diesem Tag einhundert Dollar. Am nächsten Tag gab ich ihr auf der Bank den Rest des Geldes. Sie hatte „einen Vorgeschmack" erhalten.

Paulus sagte, dass wir einen verklärten, unsterblichen Körper erben werden, doch dass wir jetzt einen Vorgeschmack auf unser Erbe haben können. Wenn wir krank sind, können wir in festem Glauben zu Gott kommen und werden geheilt. Wenn wir Löcher in unseren Zähnen haben, können sie durch die Kraft Gottes, die uns zu diesem Zweck übertragen wird, gefüllt werden. Wenn wir irgendwelche körperlichen Bedürfnisse haben, können sie durch diese Kraft, die in jedem von uns wohnt, gestillt werden. Das ist der Vorgeschmack auf unser Erbe.

Meine Mutter war eine Konditorin. Sie konnte Kuchen backen, die so gut waren, dass sie einem auf der Zunge zergingen. Und sie lernte das nicht erst spät in ihrem Leben. Sie konnte das schon, als ich ein Kind war.

Wenn sie sagte, sie würde einen Kuchen backen, ging ich schnurgerade in die Küche. Ich setzte mich auf einen dreifüßigen Schemel und sah ihr zu. Zuerst mischte sie die Zutaten für den „Boden". Sie gab den Teig in drei flache Formen und schob sie in den heißen Ofen. Dann begann sie, den Zuckerguss zu machen.

Nun, das war es, woran ich interessiert war, der Zuckerguss. Sie mischte all diese guten Zutaten. Bei all dem, was sie in der Schüssel verrührte, was in sich gut war, musste das Endprodukt einfach auch gut sein. Ich schaute erwartungsvoll zu und mir lief das Wasser im Munde zusammen.

Etwa zur selben Zeit, als der Zuckerguss „genau richtig" war, war es Zeit, die drei flachen Formen aus dem Ofen zu nehmen. Sie nahm einen Kuchenboden, bedeckte ihn mit Zuckerguss, legte die nächste Kuchenschicht darauf, bedeckte auch diese mit Zuckerguss und legte die letzte Kuchenschicht darauf. Dann türmte sie den Zuckerguss oben auf dem Kuchen auf. Nun verstrich sie mit einem silbernen, breiten Messer den Zuckerguss oben und an den Seiten hinunter. Der Kuchen sah „so gut" aus.

Schließlich kratzte sie den letzten Rest des Zuckergusses mit einem Löffel aus der Schüssel und schnipste ihn auf den Kuchen. Ich fragte: „Mama, willst du ein Loch in die Schüssel kratzen?" Das war der Zeitpunkt, als sie mir die Schüssel reichte. Mit dem Zeigefinger meiner rechten Hand schabte ich die Innenseiten der Schüssel aus und der Rest des Zuckergusses türmte sich auf meinem Finger. Dann leckte ich ihn mit der Zunge ab. Ich bekam einen Vorgeschmack auf mein Erbe. Morgen würde ich den ganzen Kuchen bekommen.

Das ist genau das, was Paulus über das Erbe des verklärten Körpers sagte. Wir müssen nicht warten; wir können hier und jetzt einen Vorgeschmack auf unser Erbe haben. Trainiert einfach euren Glauben; wisst, dass ihr ein Kind Gottes seid; wisst, dass es Ihm eine Freude ist, alles bereitzustellen, was ihr in diesem Leben braucht, unter einer Bedingung: Dass ihr es gläubig annehmt. Wisst es! Denn im Wissen ist es vollbracht. So wird es empfangen.

 


Teil 2:

„WER UND WAS IST GOTT?"

SCHWIERIGKEIT DER DEFINITION


Als ich einmal in Stockholm einer Seminargruppe von vierundfünfzig Teilnehmern die Frage stellte: „Wer ist Gott?" erhielt ich vierundfünfzig Antworten. Alle Antworten waren korrekt, wie zum Beispiel „Gott ist Liebe", „Gott ist der Schöpfer des Universums, „Gott ist der Erhalter des Lebens", „Gott erschafft alle Dinge" usw.

Wir Menschen können mit unserem begrenzten Verstand die Unendlichkeit Gottes niemals ganz verstehen. Daher definieren wir Gott, in dem wir seine Eigenschaften aufzählen. Wir haben drei Wörter, die wir hauptsächlich benutzen, um Gott zu beschreiben. Ich nenne sie die „all"-Wörter.

Es sind diese:

1. „Allgegenwärtig." Gott, der Geist ist, nimmt allen Raum in Anspruch, vom entferntesten Planeten in eine Richtung bis zum entferntesten Planeten in der anderen Richtung. Da Gott den gesamten Raum einnimmt und ihr einen gewissen Raum einnehmt, müsst ihr und Gott notwendigerweise denselben Raum einnehmen. Das bedeutet „Gott in dir" und „du in Gott".

Wenn ihr daher Kontakt zu Gott haben möchtet, müsst ihr nicht auf die Jagd nach ihm gehen. Er ist in euch und ihr seid in Ihm.

Es gab Leute, die zu mir sagten: „Wenn ich Leute beten höre, dann scheint es so, dass einige zu Gott ‚irgendwo außerhalb‘ beten, während es bei anderen scheint, als ob sie zu Gott ‚innerhalb von sich‘ beten." Sie fragen: „Was ist richtig und was ist falsch?"

Beide machen es falsch, weil sie das jeweils andere nicht einbeziehen. Da Gott den gesamten Raum einnimmt, ist Er sowohl „außerhalb" als auch „innerhalb" des Menschen.

2. „Allwissend." Alles Wissen ist in Gott, jede Einzelheit, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ich nenne es die „universelle Datenbank", die in Gott ist. Da alles Wissen in Gott ist und Gott in euch ist, ist also alles Wissen in euch.

Wenn ihr also etwas wissen müsst, dann zapft die Datenbank Gottes an und ihr werdet wissen, was ihr wissen müsst. Wir tun das alle zu bestimmten Zeiten. Ist es euch nicht schon passiert, dass ihr etwas gefragt wurdet, die richtige Antwort gabt und euch dann gefragt habt, woher ihr das wusstet? Euch wird plötzlich bewusst, dass euch die Antwort nicht gelehrt wurde, dass ihr sie nirgends gelesen hattet und tatsächlich die Antwort nicht wusstet, bevor die Frage gestellt wurde.

Ihr habt Gottes Datenbank angezapft. Wäre es nicht wunderbar, wenn ihr immer an diese Quelle angeschlossen bleiben könntet und immer Bescheid wüsstet? Ich habe gute Neuigkeiten für euch. In unserer Bibel schreibt Paulus, der vom Geist Gottes in Bezug auf die Endzeit geführt wird: „Wir werden wissen wie wir gekannt werden." Wir werden alle Dinge wissen, so wie Gott alle Dinge über uns weiß.

3. „Allmächtig." Alle Macht ist in Gott. „Mit Gott sind alle Dinge möglich." Wenn alle Macht in Gott ist und Gott in euch ist, dann ist alle Macht in euch. Wenn ihr für eine bestimmte Sache zusätzliche Kraft braucht, dann schließt euch an Gottes Kraft an und empfangt, was ihr braucht.

Wir alle haben das zu bestimmten Zeiten in unserem Leben getan. Habt ihr euch je so müde gefühlt, dass ihr dachtet, ihr könntet euch nicht mehr rühren und habt dann in einem Notfall eine dreistündige energieraubende Aufgabe erledigt und habt euch hinterher energiegeladener gefühlt als vorher? In Krisenzeiten haben wir so etwas wie eine übernatürliche Kraft.

Vor einigen Jahren, als ich in Kopenhagen war, brach ein Feuer in einem zwölfstöckigen Hochhaus aus. Als die Feuerwehrleute eintrafen, sahen sie, wie eine gelähmte Frau sich aus einem Fenster im zwölften Stock lehnte und um Hilfe schrie. Ein Feuerwehrmann rannte in das Gebäude, rannte die Treppen der zwölf Stockwerke hoch, nahm die Frau auf die Schultern, brachte sie die zwölf Stockwerke hinunter und übergab sie den Sanitätern, und das in weniger als zwei Minuten. Unter normalen Umständen ist das unmöglich. Doch die neunzehn anderen Feuerwehrleute hatten ihn gestoppt. Sie bestätigten es schriftlich. Die Zeitungen, das Radio und das Fernsehen berichteten in großer Aufmachung darüber und sagten: „Übernatürliche Kräfte eines Feuerwehrmannes in einer Krisensituation".

Ich erinnere mich, wie Herr Kraft, der Chef der Kraft Cheese Company, von einem Erlebnis berichtete, das er zu Zeiten des Models „A" von Ford hatte. Er erzählte, dass er sich gerade einen neuen gekauft hatte, und er und Frau Kraft waren im Urlaub in Arkansas unterwegs.

Es war Frühling, es hatte viel Regen gegeben, alles war wunderschön grün, und die Blumen standen in voller Blüte. Sie hatten einen wundervollen Urlaub.

Während er die Ozark-Berge hinunter fuhr sah er auf der linken Seite die wunderschönste Szene, die sein Auge je geschaut hatte. Es war eine richtiges Panorama landschaftlicher Schönheit. Er war buchstäblich gebannt, etwa dreißig Sekunden lang, und fuhr das Auto in den Graben, es überschlug sich und seine Frau lag darunter.

Er kletterte auf seiner Seite, die zu der Zeit die obere war, aus dem Auto, sprang auf den Boden und rannte auf die andere Seite des Autos. Er fand seine Frau auf dem Rücken liegend im Graben vor, und das Auto lag auf ihrer Brust. Sie schaute ihn an und schrie: „Dieses Auto drückt mir die Luft ab! Bitte schaff es weg von mir! Es bringt mich um! Es bringt mich um! Bitte tu es weg!"

Er sagte, er habe solche Angst gehabt, dass er das Auto mit beiden Händen packte, es anhob und zurück auf seine vier Räder stellte.

Er hob sie dann aus dem Graben und legte sie ins Gras neben dem Seitenstreifen der Straße. Er untersuchte sie und sah, dass sie keinerlei Verletzungen hatte. Sie war nur verschreckt und schmutzig. Sie war aus dem Auto in den schmutzigen Graben gefallen, und das Auto hatte sie buchstäblich in den Schmutz gedrückt. Sie hatte nicht einmal einen Kratzer.

Herr Kraft sagte, dass etwa zu dieser Zeit ein Autofahrer anhielt, aus dem Auto stieg und fragte, ob er helfen könne. Herr Kraft antwortete: „Nein. Mein Auto hat sich überschlagen und meine Frau lag darunter, aber ich habe es über ihr weggewuchtet. Ich glaube, sie ist nicht verletzt, sie hat nur einen Schock und ist schmutzig."

Eine Sekunde später hielt ein Mann an und fragte, ob er helfen könne. Der erste Mann sagte: „Nein, dieser Mann sagt, er hätte sein Auto, das über seiner Frau lag, weggewuchtet."

Jedes Mal, wenn eine weitere Person auf der Bildfläche erschien, wurde die Geschichte wiederholt, bis etwa fünfundzwanzig Leute da waren. Herr Kraft sagte, sie standen auf einem Haufen wie ein Football-Team. Er dachte schon, sie hätten einen Sprecher gewählt, denn ein Mann kam aus dem Haufen heraus, kam herüber zu ihm und sagte: „Herr Kraft, wir wissen, wer Sie sind. Wir wissen, dass Sie ein Mann mit gutem Ruf sind, keiner der ‚Geschichten erzählt', aber was Sie da erzählen, dass sie das Auto über ihrer Frau weggewuchtet hätten, das glauben wir einfach nicht. Wir sind genügend Leute, um das Auto umzudrehen, und wir möchten sehen, wie sie es dann zurückwuchten."

Mit diesen Worten gingen die Männer geschlossen zu dem Auto, drehten es auf die Seite, wie es war, bevor er es herumgedreht hatte. Da erkannte er, dass es hier um seine Integrität ging; er musste das Auto umdrehen oder still sein. Er erzählte, wie er um das Auto herum zur anderen Seite ging, seine Füße in dieselben Fußabdrücke stellte, das Auto an denselben Stellen packte und mit aller Kraft, die er aufbringen konnte, versuchte, das Auto anzuheben. Es rührte sich nicht von der Stelle. Warum nicht? Sie hatten die schreiende Frau Kraft nicht unter das Auto gelegt!

Ja, in Krisenzeiten zapfen wir die „Kraft Gottes" an und vollbringen erstaunliche Heldentaten. So soll es sein. Hat Jesus nicht folgendes gesagt: „Alle Macht im Himmel und auf Erden ist mir gegeben." „Wie der Vater mich gesandt hat, so sende ich euch." „Ich gebe euch die Macht über alle Macht der Welt." „Wenn ihr soviel Glauben habt wie ein Senfkorn, könnt ihr Berge in die Meere werfen." Und: „Alles, was ich tue, sollt ihr tun und noch größere Dinge sollt ihr tun als ich sie getan habe."

Schauen wir uns das an. Das ist „Kraft", die „Kraft Gottes", die uns unter einer Bedingung gegeben ist: Dass wir sie gläubig annehmen. Die Einfachheit dessen ist für viele Menschen ein Stolperstein. Sie glauben nicht, dass es so einfach sein kann.

 

EIN SELTSAMER GLAUBENSSATZ


Bei der Betrachtung der Fragen „Wer und was ist Gott?" muss ich einen christlichen Glaubenssatz kommentieren, der sehr seltsam ist. Und doch sagt jeder orthodoxe Geistliche oder Priester, wenn er danach gefragt wird, dass es überhaupt nicht seltsam sei. Ich beziehe mich auf den christlichen Glaubenssatz der „Dreifaltigkeit", Vater, Sohn und Heiliger Geist. Ich behaupte, dass es ein seltsamer Glaubenssatz ist, weil ich sehe, dass viele Christen sehr verwirrt darüber sind und sich untereinander in ihrem Verständnis der Dreifaltigkeit uneins sind. Einige von ihnen betrachten Gott als „drei Götter" und andere sehen Gott als irgendeine Art von „Ungeheuer" mit drei Köpfen.

Als ich mir der Verwirrung um die Lehre der Dreifaltigkeit bewusst wurde, brachte ich die Sache im Gebet zu Gott. Da ich gerne anhand von Beispielen lehre, so wie Jesus mit Gleichnissen, bat ich Gott, mir ein Beispiel zu geben, mit dem ich das Dilemma würde klären können.

Die Frage stellt sich: „Wie können wir mit unserem beschränkten Verstand, jemals ein Beispiel für den unendlichen Gott finden?" Natürlich habt ihr Recht. Wie ich zuvor schon sagte: „Wir werden mit unserem beschränkten Verstand den unendlichen Gott niemals völlig verstehen." Doch dieser Verstand ist alles, was wir haben; welchen Grad des Verständnisses wir auch immer erreichen, es geschieht durch diesen Verstand. Daher muss jedes Beispiel aus unserer Welt stammen. Ich betete also: „So mangelhaft es auch ist, ich brauche trotzdem ein Beispiel von Dir."

Ich glaube, dass der Mensch ein gutes Beispiel für Gott ist, denn der Mensch ist der „Sohn seiner Mutter", der „Ehemann seiner Ehefrau" und der „Vater seiner Tochter". Wenn man sie alle, die Mutter, die Ehefrau und die Tochter, bitten würde, eine Beschreibung des Mannes aufzuschreiben und würde diese Beschreibungen unabhängig von einander lesen, würde man nicht sagen können, dass sie denselben Mann beschrieben haben. Für die Mutter ist er der „kleine Junge", und wenn er auch das Alter von Methusalem erreichen würde, er wäre immer noch ihr „kleiner Junge".

Meine Mutter starb mit dreiundneunzig Jahren. Ich hielt ein Seminar in Stockholm und konnte bei der Beerdigung nicht dabei sein. In der Zeit bevor sie starb, besuchte ich sie so oft ich konnte. Manchmal hatte ich das Vergnügen, sie als Beifahrerin dabei zu haben, wenn ich Auto fuhr. Ich bin mir ziemlich sicher, ihr wisst aus eigener Erfahrung, wie sie mich als Fahrer eines Wagens behandelte. Ja, genauso wie sie es machte, als ich zwölf Jahre alt war und zu fahren versuchte. Sie half mir dabei. Es hat nie einen Fahrlehrer gegeben, der meiner Mutter auch nur das Wasser reichen konnte. Sie gab mir genaue Anweisungen, wie ich das Auto zu fahren hatte.

Wenn nun die kleine Tochter mit ihrem Fahrer fährt, kümmert sie sich nicht im Geringsten um das Fahren. Sie spielt auf dem Rücksitz mit ihrem kleinen Bruder und überlässt dem Vater das Fahren.

Die Ehefrau ist eine Kombination aus den beiden. Sie spielt mit dem „kleinen Bruder" auf dem Rücksitz und hilft gleichzeitig ihrem Mann beim Fahren. Sie kümmert sich um beide gleichzeitig.

Doch man kann den Sohn der Mutter nicht vom Ehemann der Frau oder vom Vater der Tochter trennen. Es ist derselbe Mann, der sich in drei verschiedenen Arten manifestiert, als Sohn, als Ehemann und als Vater.

Genau wie sich dieser Mann auf drei Arten manifestiert, ist Gott ein Gott, der sich als Vater, Sohn und Heiliger Geist manifestiert. Wenn Gott sich als Vater manifestiert, dann kennen wir Ihn als Gott der Macht, Schöpfer des Universums, Erhalter des Lebens und Bereitsteller aller Dinge. Wenn Er sich als Heiliger Geist manifestiert, ist das eine vollkommen andere Manifestation. Die meisten von uns kennen Ihn in dieser Manifestation als den Sanften, vielleicht als die weibliche Natur Gottes - den Anbetenden, den Führer und den Tröster. Sogar in der Bibel wird Er der Tröster genannt. Wenn dunkle Mächte uns bedrängen, bitten wir den Heiligen Geist, einzugreifen, und dann spüren wir seine tröstende Gegenwart. Als Gott sich während der dreieinhalb Jahre, in denen Er in dem menschlichen Jesus inkarniert war, als Sohn manifestierte, war er als der Heiland bekannt. Er hat sich immer als der Heiland manifestiert und tut es immer noch. Daher ist Gott ein Gott, und die Dreifaltigkeit umfasst drei Seiner vielen Manifestationen.

Als Philippus, einer der Jünger Jesu Ihn bat: „Zeige uns den Vater", da zeigte seine Erwiderung, dass er überrascht war, dass Philippus eine solche Bitte überhaupt vortrug: „Du warst die ganze Zeit mit mir, hast meine Lehren gehört, all die Wunder gesehen, die ich vollbracht habe und immer noch bittest du mich, dir den Vater zu zeigen?" Dann sagte Jesus einfach: „Derjenige, der mich gesehen hat, hat den Vater gesehen" und: „Ich und der Vater sind eins."

Hunderte von Jahren vor Jesu Geburt sagte ein Prophet das Erscheinen Jesu, des Messias, voraus. Er sagte, wenn Jesus käme, würde er unter fünf Namen bekannt sein: „Wundervoll", „Berater", „Prinz des Friedens", „Mächtiger Gott" und „Ewiger Vater". All dies sind Manifestationen Gottes, doch ungeachtet der Anzahl der Manifestationen gibt es nur einen Gott.

 

DER INKARNIERTE GOTT


Gott inkarnierte sich dreieinhalb Jahre lang im Körper des Menschen Jesus. Es geschah eines Tages, als Jesus zum Jordan ging, wo Johannes der Täufer die Menschen taufte. Jesus bat Johannes, ihn zu taufen. Zuerst lehnte Johannes ab und sagte, es wäre besser, wenn Johannes von Jesus getauft würde. Doch Jesus bestand darauf und Johannes willigte ein und taufte Ihn.

Als Jesus aus dem Wasser kam, hörten diejenigen, die dort waren, die Stimme Gottes, die sprach: „Seht meinen geliebten Sohn, mit dem Ich sehr zufrieden bin." Und sie sahen, wie Gott in den Körper Jesu herabkam. Sie sagten, es war „als wäre es eine Taube". Sie sagten nicht, dass es eine Taube war. Sie sagten, es war wie eine Taube. Die Taube ist seitdem das Symbol für den Heiligen Geist. Zu diesem Zeitpunkt inkarnierte sich Gott in den Körper von Jesus. Jeder der Schritte Jesu war von Gott bestimmt; jedes Wort, das Er sprach, war göttliche Vorsehung. Er wurde von Gott so geführt, dass Er sagen konnte: „Ich tue nichts, außer der Vater zeigt es mir zuerst." Gott inkarnierte sich in den menschlichen Körper Jesu von dem Zeitpunkt seiner Taufe bis er gekreuzigt wurde. Zu diesem Zeitpunkt rief der menschliche Jesus aus: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?"

Beim Lesen der biblischen Erzählungen über die letzten dreieinhalb Jahre des inkarnierten Lebens Jesu sind Studium, Meditation und Gebet notwendig um bei jedem Ereignis sagen zu können, ob sich darin der Mensch oder das Göttliche manifestierte. Die Wesenheit Jesus war zur selben Zeit zu hundert Prozent menschlich und zu hundert Prozent göttlich. Das widerspricht unserer Mathematik, die uns lehrt, dass einhundert Prozent vollständig sind. Im Garten Gethsemane zum Beispiel, am Abend vor der Kreuzigung, ist es der Mensch, der zum Vater (im Inneren) betet: „Vater, wenn es Dein Wille ist, lass diesen Kelch an mir vorüber gehen. Doch nicht mein Wille, sondern Dein Wille geschehe." In Erwartung des folternden Todes der folgenden Tage betet das Menschliche zum Göttlichen. Bei einer anderen Gelegenheit steht Jesus vor einem Grab, in das vier Tage zuvor der Leichnam eines Mannes gelegt worden war. Jesus spricht mit lauter Stimme: „Lazarus, komme heraus", und der Tote wird wieder zum Leben erweckt. Hier manifestiert sich das Göttliche.

 

GOTT IN DER ZEIT


Als Gott Moses auftrug, nach Ägypten zu gehen und die Israeliten aus der Sklaverei zu befreien, fand Moses viele Entschuldigungen, weshalb er nicht tun konnte, was Gott forderte. Moses stammelte und stotterte und konnte nicht klar sprechen, er war achtzig Jahre alt. Er sagte, er habe Ägypten vor vierzig Jahren verlassen, dass die Ägypter, als er das Land verließ, versucht hatten, ihn zu töten, und dass sein eigenes Volk, die Israeliten, ihn umbringen wollten. Dann trug er Gott die größte Entschuldigung von allen vor. Er sagte: „Wenn ich dort hinkomme, wird mir niemand glauben. Was soll ich sagen, wer mich gesandt hat?" Gott antwortete: „Sag ihnen, dass das große ‚Ich bin' dich gesandt hat."

Obwohl „Ich bin" nur zwei kleine Wörter sind, ist es eine wirklich riesige Sache. Wir identifizieren uns hauptsächlich mit einem „ich bin", wir sagen: „Ich bin... was auch immer." Wir sollten sehr achtsam dabei sein, wie wir diese Worte benutzen. Ich werde in Teil 3 mehr darüber sagen. Jesus benutzte diese Worte oft und er benutzte sie auf die richtige Weise.

Einmal, als Jesus mit den jüdischen Ältesten sprach, prahlten sie in ihrem Stolz damit, Nachfahren Abrahams zu sein. Als Jesus antwortete, benutzte er das „Ich bin" auf sehr besondere Weise. Er sagte: „Vor Abraham war Ich bin." Als ich das zuerst las, dachte ich, jemand hätte einen Fehler gemacht, vielleicht bei der Übersetzung ins Englische. Ich sagte: „Hier ist ein Fehler. Das ist nicht einmal grammatikalisch korrekt. Es sollten niemals Vergangenheit und Gegenwart im selben Satz stehen. Wenn ich die Originalsprache lesen kann, werde ich herausfinden, wer den Fehler machte." Es kam der Tag, als ich endlich die griechische Sprache lesen konnte, also forschte ich nach. Zu meiner Überraschung war kein Fehler gemacht worden. „Bevor Abraham war Ich bin" war genau das, was Jesus sagte.

Um die Bedeutung der Aussage Jesu völlig zu verstehen, muss man in Erinnerung behalten, dass der Geist Jesu, wie der Geist Gottes und der Geist des Menschen, ewig ist. Der Geist Jesu war vor seiner Geburt als Mensch Jesus bei Gott. Es ist auch wichtig zu verstehen, dass „mit Gott die Zeit stillsteht". Wir befinden uns in einer linearen Zeit. Für uns ist Zeit Bewegung, doch in der Dimension Gottes ist Zeit Stillstand. In der Dimension Gottes wird das Universum in diesem Moment erschaffen; Jesus wird geboren; Er wird auch gekreuzigt; in Brooklyn wächst ein Baum und ihr lest dieses Buch. Alles geschieht zur selben Zeit.

Nur im Lichte dieser Wahrheit kann das folgende biblische Paradox gelöst werden. Es gibt zwei biblische Lehrmeinungen, die beide richtig sind, die sich diametral gegenüberstehen. Es sind diese: (1) „Das Vorherwissen Gottes", dass Gott alle Dinge weiß, in allen Einzelheiten, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und (2) „Der freie Wille des Menschen", dass menschliche Wesen sich jedes Mal, wenn sie auf eine Frage der Moral stoßen sich frei für das Richtige oder das Falsche entscheiden können. Das nennt man die „Auflösung eines Paradoxes".

Für kein Wesen, nicht einmal für Gott, ist es möglich, absolut sicher zu wissen, dass ein bestimmtes Ereignis in der Zukunft geschehen wird, es sei denn, es steht in Seiner Macht, zu befehlen, dass dieses Ereignis geschehe und Er in diesem Moment ganz und gar beabsichtigt, diese Macht zu benutzen, um es geschehen zu lassen. Ansonsten könnte Er es nicht sicher wissen.

Die Mutter eines zweijährigen Kindes kann zum Beispiel nicht wissen, dass ihr Kind heute um Mitternacht im Bett sein wird, es sei denn, sie hat die Macht, das Kind dazu zu bringen, um Mitternacht im Bett zu sein, und in diesem Augenblick ganz und gar entschlossen ist, diese Macht einzusetzen, um das Ergebnis zu erzwingen. Welche Chance hat das Kind um Mitternacht? Das ist ein Paradox.

Die beiden oben erwähnten Lehrmeinungen sind paradox. Sie können unter Vorbehalt der Tatsache, dass in Gottes Dimension Zeitlosigkeit herrscht, nicht miteinander vereinbart werden. Natürlich weiß Gott, was ihr in zehn Jahren machen werdet. Doch Er sieht es nicht in der Zukunft; Er sieht es in der Gegenwart. Und wenn ihr dort angelangt, zehn Jahre später, dann wird Sein Vorherwissen euren freien Willen in keiner Weise behindern. In der Dimension Gottes steht die Zeit still.

 

GOTT IM RAUM


Bevor ich „Gott im Raum" erläutere, ist es sicher gut, über die Dimensionen im allgemeinen zu sprechen. Um dies zu tun, wird es nötig sein, dass wir bestimmte mentale Manöver durchführen. Wir müssen dies mental tun, da wir über Dimensionen sprechen werden, die sich von der, in der wir existieren, unterscheiden. Wir befinden uns in der dritten Dimension mit dreidimensionalen Gehirnen, durch die sich unser Verstand ausdrückt.

Betrachten wir zuerst eine nicht-dimensionale Welt, die keine Höhe, keine Breite und keine Länge hat. Sie würde durch einen Punkt im Raum repräsentiert werden, der keine Höhe, keine Breite und keine Länge besitzt. Ein Körper, der in einer nicht-dimensionalen Welt lebt, würde notwendigerweise ein nicht-dimensionaler Körper sein, der sich nicht bewegen könnte. Er könnte sich weder nach vorne, noch nach hinten bewegen, er könnte sich nicht seitwärts bewegen, und er könnte sich nicht nach oben oder unten bewegen. Wenn er sich bewegen würde, würde er nicht länger im nicht-dimensionalen Raum existieren.

Betrachten wir nun eine eindimensionale Welt. Sie würde durch eine Linie zwischen zwei beliebigen Punkten im Raum repräsentiert. Stellt euch im Geist einen Faden vor, der keine Dicke besitzt. Ein Körper, der in einer eindimensionalen Welt lebt, hätte natürlich einen eindimensionalen Körper. Er könnte sich nach vorne und nach hinten bewegen, doch er könnte sich nicht seitwärts bewegen, und er könnte sich nicht auf- und abwärts bewegen.

Schauen wir uns eine zweidimensionale Welt an. Sie würde durch eine Fläche repräsentiert, wie in der Flächengeometrie, die drei beliebige Punkte im Raum verbindet. Stellt euch wiederum im Geist ein Blatt Papier ohne Dicke vor. Dieses Blatt Papier ist eine Fläche. Ein Körper in einer zweidimensionalen Welt wäre ein zweidimensionaler Körper, der sich nach vorne und nach hinten bewegen könnte, er könnte sich seitwärts bewegen, er könnte sich jedoch nicht nach oben oder unten bewegen.

Als nächstes betrachten wir eine dreidimensionale Welt. Das ist die Welt, in der wir uns befinden. Sie wird durch einen Würfel repräsentiert. Wir als dreidimensionale Wesen besitzen die Freiheit der Bewegung, wir können uns vorwärts, rückwärts, seitwärts, nach oben und unten bewegen.

Machen wir den nächsten folgerichtigen Schritt und betrachten wir eine vierdimensionale Welt. Hier stoßen wir auf ein echtes Problem, denn egal wie gut wir uns die vierte Dimension vorstellen können, wir müssen doch unser dreidimensionales Gehirn verwenden, um den Gedanken auszudrücken. Das dreidimensionale Gehirn ist äußerst ungeeignet, irgend etwas jenseits der dritten Dimension auszudrücken.

Ich persönlich habe eine recht gute Vorstellung von der vierten Dimension, doch ich sehe mich nicht in der Lage, sie zu erklären. Ich habe keine Schwierigkeiten, zu erklären, wie man zwei Linien in einem Neunziggradwinkel miteinander verbindet. Ich kann mit Leichtigkeit erklären, wie man diesen beiden Linien im Neunziggradwinkel eine weitere Linie hinzufügt. Doch ich habe nicht die Fähigkeit, zu erklären, wie man eine vierte Linie hinzufügen und dabei eine gewöhnliche Neunziggradwinkel-Verbindung beibehalten kann.

Betrachten wir nun erneut die eindimensionale Welt, die durch eine Linie zwischen zwei beliebigen Punkten im Raum repräsentiert wird. Ist es nicht so, dass die Linie tatsächlich aus einer Reihe von Punkten besteht, von denen jeder eine eindimensionale Welt darstellt? In diesem Licht betrachtet, besteht eine eindimensionale Welt aus vielen nicht-dimensionalen Welten. Doch ein Körper, der in dieser eindimensionalen Welt lebt, würde in seiner Bewegungsfreiheit von den nicht-dimensionalen Welten nicht behindert, gerade so, als würden sie nicht existieren.

Betrachten wir unter diesem Gesichtspunkt erneut die zweidimensionale Welt, die durch eine Fläche zwischen drei beliebigen Punkten im Raum repräsentiert wird. Ist es nicht auch richtig, dass die zweidimensionale Welt tatsächlich aus nicht-dimensionalen und eindimensionalen Welten besteht? Und wiederum schränken die Welten mit weniger Dimensionen die Bewegung eines Körpers in der zweiten Dimension nicht ein.

Gehen wir noch einmal zur dritten Dimension in unserer Betrachtung. Ebenso wenig wie die Welten der geringeren Dimensionen die Bewegung eines Körpers in der zweiten Dimension einschränken würden, würden weder sie noch die zweidimensionalen Welten die Bewegung eines Körpers in der dritten Dimension behindern.

Ich bin sicher, dass ihr im Licht des zuvor Gesagten erkennt, dass der Raum, in dem ihr euch befindet, während ihr dies lest, ebenfalls alle anderen Dimensionen beinhaltet, und dass die anderen Dimensionen eure Bewegungsfreiheit nicht beeinträchtigen.

Ebenso wird ein Körper, der in der vierten Dimension lebt, in keiner Weise von der dritten Dimension behindert. Er würde sich mitten durch unsere dritte Dimension hindurch bewegen, als ob sie nicht existierte.

Mit all dem bisher Gesagten im Hinterkopf betrachten wir nun den Aufstieg Jesu. Nach der Auferstehung erschien Er den Aposteln zwölfmal innerhalb von vierzig Tagen. Zwei der Apostel waren auf dem Weg zu Emmaus, als Er Sich ihnen anschloss. Als sie später die Erscheinung den anderen erzählten kam Jesus zu ihrer Überraschung plötzlich in den Raum, dessen Türen geschlossen waren. Er ging buchstäblich direkt durch die Wand. In Seiner Dimension stellte die dritte Dimension kein Hindernis dar.

Seid ihr je im Auto einen Berg hochgefahren und durch eine Nebelschwade hindurch und seid plötzlich im strahlenden Sonnenschein aufgetaucht? Alle, die mit dem Flugzeug fliegen, haben schon einmal erlebt, wie das Flugzeug durch Wolken hindurch in den Sonnenschein fliegt. Seid ihr je auf einem Berggipfel gewesen und habt unter euch die Wolken gesehen? Habt ihr auf einem Berggipfel schon einmal eine Wolke gesehen, die so nahe war, dass ihr dachtet, ihr könntet sie fast berühren? Ja, die meisten von uns hatten solche Erlebnisse.

Ich denke, dass das zuvor Gesagte erklärt, was mit Jesus bei dem Ereignis geschah, das wir den Aufstieg nennen. Er befand sich auf einem Berg und gab Seinen Jüngern Anweisungen, was sie in der nächsten Zukunft tun sollten, „Und als Er diese Dinge gesagt hatte, während sie schauten, wurde Er nach oben gehoben, und eine Wolke entzog Ihn ihrer Sicht."

Als er seine Anweisungen beendet hatte, verschwand er plötzlich. Seine Jünger sagten, er sei in einer Wolke verschwunden. Weshalb? Weil es für sie keinen anderen Platz gab, wohin Er gegangen sein könnte. Die restliche Umgebung war vollkommen sichtbar. Als Er sich entfernte, konnten sie nur schlussfolgern, dass Er in die Wolke gegangen war und so wurde es in der Bibel berichtet.

Da Jesus vorher gesagt hatte, Er würde „zurückkehren", sagten die späteren Bibelautoren, dass Er in einer Wolke wiederkehren würde, so, wie Er gegangen war. Doch als er aufstieg und „während sie unverwandt Richtung Himmel schauten, als er nach oben stieg, seht, da standen zwei Engel in weißen Gewändern neben ihnen, die also sagten: ‚Ihr Männer von Galiläa, warum steht ihr da und starrt in den Himmel? Dieser selbe Jesus, der von euch in den Himmel erhoben wurde, wird auf dieselbe Weise herabkommen, wie ihr Ihn habt gehen sehen‘".

Die Engel sagten nicht, dass Er in einer Wolke wiederkommen würde. Sie sagten, Er würde kommen „wie Er gegangen war". Ich glaube, dass Er in die Dimension Gottes gegangen war und unsichtbar wurde. Ich glaube auch, dass Er zur vorgesehenen Zeit genauso zurückkehren wird, indem Er einfach aus Seiner Dimension in unsere Dimension kommen und sichtbar werden wird.

Wenn Menschen sterben, zerfällt der Körper und „kehrt zur Erde zurück, von der er kam"; die Seele („mind") hört auf zu existieren; und der Geist (der ewig ist) „kehrt zu Gott zurück, von dem er kam" indem er in die Dimension Gottes geht.

Dies bedeutet, dass alle unsere Vorfahren, die derzeit nicht inkarniert sind, in dieser gegenwärtigen Inkarnation hier bei uns sind, da alle Dimensionen denselben Raum einnehmen. Dies erklärt die Aussage von Paulus, dass wir „umgeben sind von einer großen Wolke von Zeugen."

Ich denke, wenn wir begreifen, dass so viele unserer Vorfahren hier bei uns sind, sollte das eine tiefe Auswirkung auf unser Verhalten haben. Wenn eure Eltern und Großeltern hier bei uns sind, und - wenn auch in einer anderen Dimension - alle eure Handlungen beobachten, sollte das nicht eine Wirkung darauf haben, wie ihr euer Leben führt?

 

GUT UND BÖSE


Ich bin Mitglied einer Organisation, die sich „Internationale Vereinigung der Neuen Gedanken" nennt. Genau wie bei Treffen anderer Organisationen einschließlich der Kirchen, hörte ich bei ihren Treffen viele Redner sagen: „Es gibt so etwas wie das Böse nicht; es ist nur die Abwesenheit Gottes." Ich bin damit in keiner Weise einverstanden. Wenn es so etwas wie das Böse nicht gibt, dann fühle ich mich wie der Boxer, der von seinem Gegner im Boxring geschlagen wurde. Ihm wurde von seinem Manager und seinem Trainer am Ende jeder Runde gesagt: „Du machst es wunderbar, du gewinnst, er tut dir überhaupt nichts." Der Boxer sagte am Schluss zu ihnen: „Wenn ich dieses Mal rausgehe, dann möchte ich, dass ihr beiden den Ringrichter beobachtet, denn jedesmal, wenn ich da rausgehe, schlägt mich jemand. Wenn es nicht der Gegner ist, dann muss es wohl der Ringrichter sein. Irgend jemand schlägt mich auf jeden Fall."

Ich fühle mich genauso. Wenn es so etwas wie das Böse nicht gibt, würde mir dann bitte jemand sagen, wer oder was sich mir all die Jahre entgegenstellte, wann immer ich etwas Lohnendes tun wollte? Ja, ich bin überzeugt davon, dass es eine böse Kraft gibt.

Ich glaube, dass die Gegenwart des „Guten" auch die Gegenwart des „Bösen" erfordert. Wie kann irgend etwas „außerhalb" sein, wenn es kein „innerhalb" gibt? Wie kann irgend etwas „oben" sein, wenn es kein „unten" gibt? Wie kann irgend etwas „heiß" sein, wenn es kein „kalt" gibt? Wie kann irgend etwas „moralisch gut" sein, wenn es nicht möglich ist, dass irgend etwas „moralisch schlecht" ist?

Ich bin überzeugt davon, dass es eine böse Kraft gibt, die der Kraft des Guten gegenübersteht, doch ich bin ebenfalls überzeugt davon, dass es ein Teil in Gottes Plan ist. Und ich bin genauso überzeugt davon, dass es nur eine Quelle der Kraft im Universum gibt - Gott. Gott ist der Ursprung aller Dinge.

Wenn alle Dinge von Gott kommen, dann muss auch das Böse von Gott kommen. Da wir wissen, dass Gott niemals etwas willkürlich tut, dann muss die Existenz des Bösen zu Gottes Plan gehören. Sofort stellt sich uns die Frage: „Weshalb würde Gott das Böse als Gegensatz zu Seiner Kraft des Guten auf die Welt setzen?"

Da Gott der Bereitsteller der guten Dinge für Seine Kinder ist, können wir nur schlussfolgern, dass die Kraft des Bösen zu unserem Wohle geschaffen wurde. Die Kraft des Bösen errichtet Hindernisse auf unserem Weg, die wir überwinden müssen.

Betrachten wir Trainingshanteln, die auf dem Boden liegen. Sie widersetzen sich dem Hochheben. Während wir Körperübungen machen, heben wir sie nach oben und unten, nach oben und unten. Wir überwinden den Widerstand und entwickeln so Muskeln. Wenn wir die Bemühung des Bösen überwinden, entwickeln wir in derselben Weise spirituelle Muskeln. Ich sage: „des Bösen", denn ich glaube, dass die Kraft des Bösen eine Persönlichkeit ist, die von Gott zu einem bestimmten Zweck geschaffen wurde.

Ich habe nichts gegen die Namen „Teufel", „Satan" und „Luzifer", obwohl ich den Ausdruck „der Feind" vorziehe. Genau wie ich weiß, dass Gott ohne Geschlecht ist, weiß ich, dass auch der Feind ohne Geschlecht ist. Nur für diese Diskussion verleihe ich ihm das männliche Geschlecht.

Wenn ich Gott das männliche Geschlecht verleihe, werde ich manchmal von den Frauen ins Gebet genommen. Doch das ist nicht der Fall, wenn ich dem Feind das männliche Geschlecht gebe.

Im Neuen Testament kommt das Wort „überwinden" häufig vor. Jesus ermutigte Seine Jünger, Überwinder zu sein, und sagte, dass am Ende „derjenige, der überwindet, auf meinem Thron an meiner Seite sitzen wird." Denjenigen, die behaupten, das Böse existiere nicht, stelle ich die Frage: „Wie kann jemand ein Überwinder werden, wenn es nichts zu überwinden gibt?"

Vor einigen Jahren sorgte sich das kanadische Parlament darum, dass die Karibus, das rentierähnliche Tier der arktischen Region, aussterben würden, weil die Wölfe sie umbringen. Sie beauftragten einen Mann, das Problem zu erforschen, indem er den Winter mit den Karibus und den Wölfen verbringen sollte. Im Frühjahr sollte er mit seinen Ergebnissen und Empfehlungen zurückkehren.

Als er im Frühjahr zurückkehrte sagte er dem Parlament: „Nein, es besteht keine Gefahr, dass die Karibus aussterben, weil die Wölfe sie umbringen. In der Tat ist die Herde der Karibus stärker als sie wäre, wenn es keine Wölfe gäbe. Die Wölfe bringen nur die kranken und lahmen Tiere um und die Bestandszahl verringert sich nicht. Tatsächlich wird die Kraft der Herde dadurch sogar erhöht."

Als ich diesen Bericht las, dachte ich: „Das ist ein wunderbares Beispiel dafür, was Gott damit bezweckt, den Feind hier zu haben. Der Satan legt uns Hindernisse in den Weg, damit wir spirituell stärker werden, wenn wir sie überwinden."

In der Bibel gibt es eine entschiedene Aussage, dass Gott den Feind erschuf. In Isaias 54:16 sagt Gott: „Ich habe den Zerstörer geschaffen, um zu zerstören."

Ich bin davon überzeugt, dass der Feind innerhalb von Gottes Plan und mit Seinem Einverständnis arbeitet. Gott erschuf ihn und gab ihm die Aufgabe, die er zur Zeit erfüllt. Ich glaube auch, dass wenn wir zum Ende dieser Fügung kommen, Gott zu dem Feind sagen wird: „Gut gemacht! Du hast deine Arbeit gut erledigt. Jedesmal, wenn du diesen meinen Kindern ein Hindernis in den Weg gelegt hast, haben sie das Hindernis überwunden und sind spirituell gewachsen. Sie haben diese hohe Stufe der Spiritualität zu einem großen Teil deiner Bemühungen wegen erlangt. Gratulation!"

Echte Theologen beziehen die Lehrmeinung ein, die als „Die Aussöhnung aller Dinge" bekannt ist, und so wird der Feind, welchen Namen ihr ihm auch immer gebt, in diese Versöhnung einbezogen sein. Inspiriert vom Heiligen Geist schrieb Paulus in zweiten Brief an die Korinther 5:18: „Alle Dinge sind Gottes, der uns mit Sich versöhnt hat und uns den Auftrag der Versöhnung gab; das heißt, das Gott in Christus war und die Welt mit Sich versöhnte. Und dass Er Frieden geschaffen hatte, um alle Dinge mit Sich zu versöhnen, ob es Dinge der Erde oder des Himmels seien."

 


Teil 3:

„GOTTES BEZIEHUNG ZUM MENSCHEN"

IHR SEID GÖTTER


Da Gott den Menschen nach seinem Bilde erschuf, besteht der Mensch buchstäblich aus der ursprünglichen Essenz Gottes. Wir sind Gottes Kinder, genau wie wir Eltern unserer irdischen Kinder sind. Diese Eltern-Kind-Beziehung gibt die Gewissheit, dass Gott Seinen Kindern alles, was sie jemals benötigen werden, zur Verfügung stellt und/oder es für sie erreichbar macht. Dies schließt die nötige Kraft mit ein, um alle Aufgaben erledigen zu können.

Als die jüdischen Ältesten drauf und dran waren, Jesus zu steinigen, fragte Jesus sie: „Für welche meiner guten Taten wollt ihr mich steinigen?" Ihre Antwort war: „Wir steinigen dich nicht für deine guten Taten, sondern weil du behauptest, Gott zu sein."

Dies führte zu einer Erwiderung von Jesus, die viele Geistliche entweder übersehen haben oder mit der sie sich, weil sie sie nicht verstanden haben, nicht auseinandersetzen wollten. Jesus sagte: „Steht es nicht in eurem Buch (der Bibel) geschrieben, dass Gott gesagt hat: ‚Ihr seid Götter‘?" Das bedeutet ganz einfach, dass uns, als Götter, eine Eigenschaft Gottes gegeben wurde: Die Fähigkeit, zu erschaffen.

Der „schöpferische Prozess" ist für das Geschöpf genau derselbe wie für den Schöpfer: „Gedanke, Wort und Tat". Alles, was wir sehen und berühren können, hat seinen Anfang im Gedanken, entweder im Verstand des Menschen oder im Verstand Gottes. Zuerst denken wir es, dann sprechen wir es aus und schließlich handeln wir, um es Realität werden zu lassen.

Ja, wir sind Götter. Wir sind nicht Götter wie Gott Gott ist, doch wir sind Götter in dem Sinne, dass wir mit schöpferischen Fähigkeiten erschaffen können, genau wie Er. Wir erschaffen ständig. Jedes Mal, wenn wir ernsthaft einen Gedanken gebären und ihn ernsthaft mit Wort und Tat verfolgen, erschaffen wir.

Besonders erwähnenswert unter den Dingen, die wir erschaffen, sind die Bedingungen und Umstände, die uns umgeben. Gott gab uns diese Kraft. Wir erschaffen entweder bewusst oder unbewusst. Wie wundervoll wäre es, wenn alle Menschen, überall, diese Wahrheit annehmen und in ihr Leben aufnehmen und auf diese Weise für sich selbst ein gutes Leben erschaffen würden.

Wenn ihr Schwierigkeiten habt, diesen Gedanken zu akzeptieren, dann lasst mich euch fragen: „Warum hätte Gott uns sonst das Geschenk des Geistes geben sollen?"

 

DIE GESCHENKE DES GEISTES


Gott hat die neun „Geschenke des Geistes" für alle, die sie annehmen wollen, zur Verfügung gestellt. Ganz natürlich teilen sie sich in drei Kategorien von je dreien auf: drei Geschenke der Offenbarung, drei Geschenke der Sprache und drei Geschenke der Macht. An der Stelle in der Bibel, wo Gott diese Geschenke aufzählt, beendet er das Gespräch mit der Aufforderung an uns, nach diesen Geschenken zu trachten. Wenn Gott uns sagt, dass wir nach diesen Geschenken trachten sollen, bedeutet dies gewiss, dass wir sie haben können.

Die drei Geschenke der Offenbarung sind: (1) Das Geschenk des Wissens, (2) Das Geschenk der Weisheit und (3) Das Geschenk der Erkenntnis. Diese Geschenke bedürfen eigentlich keiner Erklärung. Das Geschenk des Wissens bedeutet einfach, auf übernatürliche Weise zu wissen, dass eine bestimmte Sache oder Bedingung existiert. Das Geschenk der Weisheit bedeutet ebenfalls einfach, auf übernatürliche Weise weise genug zu sein, dieses Wissen auf richtige Weise anzuwenden. Es ist Gott eine Freude, jedem einzelnen von euch genau das zu geben, was er möchte. Wenn ihr ernsthaft das Geschenk des Wissens haben wollt und darum bittet, werdet ihr es empfangen. Aber lasst mich euch warnen: Wenn ihr nach dem Geschenk des Wissens bittet, dann vergesst nicht, auch um das Geschenk der Weisheit zu bitten. Wissen ohne Weisheit ist gefährlich. Zu wissen, dass eine gewisse Bedingung existiert und nicht weise genug zu sein, angemessen damit umzugehen, könnte zur Folge haben, dass ihr wie der „Elefant im Porzellanladen" seid.

Das Geschenk der Erkenntnis ist die Fähigkeit, den Geist des Wesens, mit dem ihr in Kontakt seid, zu erkennen. Ist es euch je aufgefallen, dass bestimmte Leute bei der kleinsten Herausforderung oder sogar ohne jede Herausforderung eurerseits negativ auf euch reagieren? Das ist, weil der Geist in ihnen gegen den Geist in euch rebelliert. Einer anderen Person die Geschenke des Geistes darzureichen mag das größte Geschenk sein, das man haben kann, aber für euer eigenes Wohlergehen ist das großartigste Geschenk das der Erkenntnis.

Ich erinnere mich an den ersten Abend eines Treffens über einundzwanzig Abende in einer Stadt im Westen vor einigen Jahren. Wir waren fast am Ende des ersten Gottesdienstes. Während ich die Menschen untersuchte, die wegen ihrer Zahnprobleme gekommen waren, bat mich der Pastor der Kirche um Erlaubnis, dass ein Besucher die Lautsprecheranlage benutzen könne, um zum Publikum zu sprechen.

„Ich habe dem Besucher gesagt", sagte er, „dass ich mit Ihnen übereingekommen bin, dass, nachdem ich Sie vorgestellt und den Gottesdienst an Sie übergeben habe, Sie verantwortlich sind, bis Sie fertig sind und mir den Gottesdienst wieder übergeben. Deshalb muss ich Sie um Erlaubnis fragen, ob er die Lautsprecheranlage benutzen kann, um sich an die Gemeinde zu wenden. Ist es in Ordnung, ihn sprechen zu lassen?"

Ich sagte: „Vorher muss ich Ihnen sagen, dass er Geistlicher der ‚Church of Christ‘ ist."

„Was!", antwortete er mit einer Stimme, der man anmerkte, dass er sich darüber bewusst war, dass die Geistlichen der ‚Church of Christ" gewöhnlich gegen alles reden, was spirituell ist. Sie streiten gerne, sind schnell dabei zu debattieren, glauben nicht an irgendeine Art spiritueller Heilung. Sie benehmen sich, als wären sie in einer Art objektivem Genitiv geboren und stellen Fragen wie: „Sind Sie sicher?" oder: „Woher wissen Sie das?"

„Zuvor, beim Gesang", sagte ich ihm, „als er durch den Haupteingang kam, wusste ich, dass er gekommen war, um den Gottesdienst zu stören und nicht in guter Absicht. Als er sich in die erste Reihe setzt, genau vor uns, fragte ich Gott: ‚Wer ist dieser Mann?‘ und erhielt als Antwort: ‚Ein Geistlicher der Church of Christ."

„Nun, eines ist sicher", antwortete er, „Er wird unsere Lautsprecheranlage nicht benutzen, um irgendwelche Reden zu halten."

Der Pastor ging zurück zu dem Mann und sagte zu ihm: „Der Evangelist sagt, Sie sind ein Geistlicher der Church of Christ. Stimmt das?"

„Ja", antwortete er. „Ich bin der Pastor der Church of Christ vierzehn Blocks weiter unten in der Straße."

Der Pastor sagte zu ihm: „Wenn ihr Gottesdienste in eurer Kirche abhaltet, gehen wir nie dorthin um zu stören oder irgendeine Art von Verwirrung zu stiften. Warum könnt ihr uns nicht denselben Respekt erweisen?"

Er antwortet: „Natürlich kommt ihr nie in unsere Kirche um zu stören; wenn wir Gottesdienste abhalten, dann ist alles, wie es sein soll, und unsere Gottesdienste fordern keine Störungen heraus. Was hier vor sich geht ist Gott ein Greuel. Gott heilt keine Menschen in dieser Kirche durch diesen Mann, Fuller. Er ist ein Scharlatan, er führt die Leute hinters Licht. Dieser Gottesdienst muss gestört werden."

Unser Geistlicher sagte: „Ihre Bitte ist abgeschlagen. Warum gehen Sie nicht einfach?" Er ging nicht.

Es schien, als ob innerhalb einer Minute oder zwei jeder in der Kirche wusste, dass dieser Mann ein Geistlicher der Church of Christ war. Es gab eine Menge Geflüster. Dann bildeten die Kirchenleute buchstäblich eine Reihe und sprachen ihn an, sie erzählten ihm von den Heilungen, die sie sowohl an diesem Abend als auch Monate und Jahre zuvor empfangen hatten.

Als sie dies bezeugten, schien der Geistliche sich aufzublasen. Als ich ihn ansah, erinnerte er mich an die Sorte Fisch, die sich bis zum Mehrfachen ihrer normalen Größe aufbläht um zu verhindern, von einem anderen Fisch aufgefressen zu werden.

Zu dieser Zeit war ich wieder auf dem Podium. Ich war fertig und war bereit, den Gottesdienst zu beenden. Ich war bereit, den Gottesdienst wieder an den Pastor zu übergeben.

Er sagte: „Nein! Beenden Sie den Gottesdienst und entlassen sie die Leute."

Ich ging zum Mikrophon und sagte: „Lasst uns alle aufstehen und uns mit einem Gebet verabschieden."

In dem Moment, bevor ich noch ein weiteres Wort sagen konnte, sprang der Geistliche der Church of Christ mit seinen Schuhen auf die blankpolierte Mahagonibank. Er begann zu schimpfen und zu schreien und verunglimpfte mich mit den Worten: „Sie sind ein Schwindler. Sie sind ein Handlanger des Teufels! Sie verführen diese guten Menschen. Sie sind ein Lügner und Betrüger. Es ist ein Wunder, dass Gott sie nicht auf der Stelle totschlägt."

Dann drehte er sich zur Gemeinde um und sprach die Leute an, er sagte: „Dieser Mann führt euch hinters Licht. Er ist ein falscher Prophet. Er hat keine Macht. Er ist gegen Gott eingestellt. Ein Mann wie er sollte ‚geteert und gefedert‘ und aus der Stadt gejagt werden."

Dann drehte er sich zu mir um. Sein Gesicht war rot vor Wut und er schwitzte stark. Er deutete mit dem Finger auf mich und sagte so laut er konnte: „Wenn Sie die Macht Gottes besitzen, wie Sie sagen, dann tun sie mit mir, was Paulus mit dem Mann in der Bibel tat. Lassen Sie es alle Leute hier sehen. Tun Sie genau jetzt, was Paulus tat, ‚schlagen Sie mich mit Blindheit‘."

Ich hatte den Vorteil, den Lautverstärker zu haben. Ich beugte mich nach vorne zum Mikrophon und sagte: „Sie sind schon blind."

Darauf begannen die Leute zu applaudieren. Sie sangen. Sie priesen Gott. Sie übertönten ihn. Er stieg von der Bank herunter, ging den Gang entlang und zur Tür hinaus.

Am nächsten Morgen zeigte mir jemand die Titelseite der größten Zeitung der Stadt. Auf der Titelseite war ein sechsspaltiger Artikel, siebzehn Zentimeter lang, verfasst von dem Geistlichen, der uns am Abend zuvor besucht hatte. Er hatte für den Artikel bezahlt. Der Artikel war schwarz umrandet, damit er hervorstach, und es stand da, dass dieser namentlich genannte Mann dafür bezahlt hatte.

Darin prangerte er mich, den Pastor und die Kirche an, wobei er alle beim Namen nannte, einschließlich der Adresse der Kirche. Er behauptete, dass spirituelle Heilung des physischen Körpers mit dem „Zeitalter der Apostel" aufgehört hatte, und dass Gottes neue Methode der Heilung die medizinische Wissenschaft sei. Er schlussfolgerte, dass alles, was in der Kirche vor sich gehe, reine Täuschung sei.

In dem Artikel setzte er 10.000 Dollar Belohnung für jeden aus, der den dokumentierten Beweis erbringen könnte, dass er von irgend einer Krankheit durch die Bemühungen von Fuller, dem Pastor oder der Kirche geheilt worden sei. Natürlich sagte er, dass der Wert des Beweises durch von ihm benannten Leuten beurteilt würde. Es war somit eigentlich unmöglich, dass ein Beweis akzeptiert werden würde.

Er schloss den Artikel, indem er mich zu einer Debatte über biblische Lehrmeinungen am kommenden Donnerstag Morgen um zehn Uhr im Woman's Club herausforderte, und gab die Adresse an.

Etwa um halbzwölf an diesem Morgen suchte mich ein Reporter der Zeitung auf. Er sagte: „Mein Chefredakteur hat mich hergeschickt, um Ihre Antwort auf den Artikel in unserer heutigen Morgenausgabe zu bekommen."

Meine Antwort war: „Kein Kommentar."

„Oh nein! Bitte tun Sie mir das nicht an", sagte er aufgeregt. „Bitte schicken Sie mich nicht mit Nichts zu meinem Chefredakteur zurück. Bitte lassen Sie mich irgend etwas zitieren, was Sie sagen, irgend etwas, aber bitte schicken Sie mich nicht mit leeren Händen zurück."

„Na gut", sagte ich. „Wenn Sie mich zitieren müssen, dann sagen Sie nur dies: ‚Ich habe die Bibel viele Jahre lang studiert und bis jetzt habe ich nie eine Lehrmeinung gefunden, über die man debattieren könnte. Daher kann es keine Debatte geben."

Genau das tat er. Es erschien in der nächsten Morgenausgabe, war eine Spalte breit und etwa vier Zentimeter lang.

Am Abend des Vorfalls war die Kirche etwa zur Hälfte mit Menschen gefüllt gewesen. Am nächsten Abend schickten wir so viele Menschen weg, wie in das Gebäude hinein passten. Während der zwei Wochen zogen wir zweimal in größere Gebäude um und landeten schließlich in der Exerzierhalle der Nationalgarde und hatten viertausend Besucher, alles wegen des Zeitungsartikels des Geistlichen.

Ich habe diesen Vorfall aus dreierlei Gründen so detailliert beschrieben, nämlich: (1) um zu zeigen, dass wir niemals zurückschlagen müssen; Gott und Sein Werk benötigen keine Verteidigung, (2) um zu zeigen, dass, gleichgültig was die Gegenseite tut, es immer gute Werbung ist, und (3) um die drei Geschenke der Offenbarung zu veranschaulichen. Indem ich das Geschenk der „Erkenntnis" nutzte, wusste ich sofort, als der Mann die Kirche betrat, dass er von falscher Gesinnung war. Dann, durch das Geschenk des „Wissens" wusste ich, dass er ein Geistlicher der Church of Christ war. Und am Ende war es mir durch das Geschenk der „Weisheit" möglich, damit angemessen umzugehen.

Die drei Geschenk der Sprache sind: (1) Das Geschenk der Zungen, (2) das Geschenk der Interpretation der Zungen, und (3) das Geschenk der Prophezeiung. Genau wie die Geschenke der Offenbarung benötigen diese Geschenke wenig Erläuterung.

Das Geschenk der Zungen beschreibt die Fähigkeit, dem Empfänger durch das „Sprechen in Zungen" eine Botschaft Gottes zu übermitteln. Diese Botschaft muss offensichtlich erläutert werden.

Das Geschenk der Erläuterung der Zungen weist einfach auf die Fähigkeit hin, Gottes Botschaft, die in Zungen gegeben wurde, wie oben beschrieben, dem Empfänger zu erklären.

Das Geschenk der Prophezeiung meint die Fähigkeit, dem Empfänger eine Botschaft Gottes in der bekannten Sprache zukommen zu lassen.

Da mit Gott alle Dinge möglich sind, kann die Botschaft, die von Gott gesandt wird, um dem Empfänger übergeben zu werden, dem Sprecher auch in Worten zukommen. Jedoch ist es meine Erfahrung und auch die Erfahrung meiner nahen Gefährten, dass Gott bei weitem in den meisten Fällen die Botschaft durch „Eindrücke" übermittelt, und man muss dazu die eigenen Worte finden.

Als ich im Priesterseminar war, kam mein Griechischlehrer eines morgens ganz aufgeregt in das Klassenzimmer und sagte: „Gestern abend besuchte ich für meine Forschungsarbeit eine Pfingstkirche. Ich wollte herausfinden, was sie da mit ihren falschen Lehren über das Sprechen in Zungen machen. Ich hörte, wie eine Frau in einem undeutlichen Jargon sprach, den niemand verstehen konnte. Dann hörte und sah ich eine andere Frau, die dastand und eine Erläuterung der Botschaft in Zungen lieferte. Sie sagten, sie hätte die Erläuterung der Botschaft von Gott empfangen. Natürlich wusste ich, dass sie nicht von Gott stammte, denn sie verletzte jede grammatikalische Regel, die es gibt. Daher wusste ich, dass die Botschaft nicht von Gott war. Gott ist bestimmt besser in Grammatik."

Als ich dem gelehrten Doktor an diesem Morgen im Jahr 1948 zuhörte, empfand ich Mitleid mit dieser armen unwissenden Frau des Pfingstordens. Während ich dies im Jahre 2003 schreibe, empfinde ich aufrichtiges Mitleid für den armen unwissenden Griechischlehrer. Ich habe später aus eigener Erfahrung gelernt, dass Gott zu denjenigen spricht, die die Geschenke des Geistes durch Eindrücke besitzen. Die erläuternde Person drückt es in ihren eigenen Worten aus.

Die Geschenke der Macht sind: (1) das Geschenk der Wunder, (2) das Geschenk des Heilens und (3) das Geschenk des Glaubens. Auch diese erfordern nur minimale Erläuterung.

Das Geschenk der Wunder ist die Fähigkeit, eine „Tat Gottes" in einem Augenblick zu vollbringen.

Das Geschenk des Heilens bedeutet, dass man die Fähigkeit besitzt, eine „Tat Gottes" innerhalb einer Zeitspanne zu vollbringen.

Der Unterschied zwischen einem Wunder und einer Heilung ist einfach, dass ein Wunder in einem Augenblick vollständig ist, während eine Heilung in einer gewissen Zeitspanne vollbracht wird - seien es Sekunden oder Wochen.

Vor einigen Jahren war ich Sonntag für Sonntag mit einer Reihe von Treffen in einer kleinen ländlichen Stadt im südlichen Mississippi beschäftigt. Am Dienstag bat mich der Pastor der Kirche, am Nachmittag mit ihm gemeinsam Besuche zu machen und in einer bestimmten Straße jedes Haus aufzusuchen.

Genau das taten wir. Meine Art, die spirituelle Situation einer Person herauszufinden, ist die Frage: „Wie lange kennen Sie den Herrn?" Dies gibt der Person Raum. Die fundamentalistische Annäherungsweise mit Fragen wie: „Sind Sie gerettet worden?" oder: „Sind sie wiedergeboren worden?" bringt die Person in die Defensive. Er oder sie spürt, dass vermutet wird, dass er oder sie ein Heide ist. Ich glaube, dass meine Methode die bessere ist.

Nach einigen wundervollen Besuchen in mehreren Häusern näherten wir uns einem Haus, das etwa vierhundert Meter von der Straße entfernt unter einer Gruppe von Lorbeerbäumen stand. Der Pastor hielt genau an der Einfahrt an und sprach sehr ernsthaft zu mir. Er sagte: „Willard, ich mache mir Sorgen um den Mann, der hier wohnt. Er ist ein großer Schwede, ist 1,95 Meter groß, wiegt ungefähr 150 Kilo, alles Muskeln, und ist recht mürrisch. Er ist bereit, zuzuschlagen, wenn er das Gefühl hat, jemand mischt sich in seine persönlichen Angelegenheiten ein. Ich fürchte, wenn du ihn fragst: ‚Wie lange kennen sie schon den Herrn?‘ hält er das für persönlich."

Ich sagte: „Nun, lass uns darüber beten."

Im Wagen sitzend beteten wir, wir baten Gott, unsere Bemühungen zu segnen, so dass aus unseren Besuchen der größte Nutzen hervorgehen würde.

Dann sagte ich: „Lass uns gehen."

„Möchtest du ihn besuchen?", fragte der Pastor.

Ich antwortet: „Ja!" und wir fuhren hinauf zum Haus.

Zu unserer Überraschung saßen er, seine Frau und seine Kinder auf der vorderen Veranda, mit langen Messern und zwei große Wassermelonen. Sie waren dabei, die Wassermelonen zu zerteilen und zu essen.

Der Mann war sehr herzlich. Er begrüßte den Pastor mit Namen und sagte: „Ihr zwei, steigt aus und kommt herein. Helft uns, diese Wassermelonen zu essen." Ich war nie im Leben gastfreundlicher begrüßt worden.

Der Pastor erklärte, dass wir die Einladung schätzen, aber dass wir wirklich keine Zeit hätten, mit ihnen zu essen. Er sagte, dass wir gekommen seien, um ihn und seine Familie zu unseren abendlichen Treffen einzuladen.

Dann sagte er: „Ich möchte euch unseren Evangelisten vorstellen. Eric, das ist Willard Fuller. Willard, das ist Eric Michelson."

Wir gaben uns die Hand.

„Herr Michelson, wie lange kennen Sie schon den Herrn?", fragte ich.

Als ich die Frage gestellt hatte, befand ich mich seitlich von ihm. Im selben Moment drehte er den Kopf ruckartig um und ich war im Zentrum seines Blickfeldes. Er schaute mir direkt in die Augen. Ich schaute zu ihm hoch. Ich wusste nichts anderes zu tun, als seinen Blick zu erwidern. So standen wir beide da und starrten uns an. Es wurde still, so still, dass die Stille zu schreien schien.

Ich stand da und schaute ihm ungefähr viereinhalb Stunden lang in die Augen. Es kam mir wie Stunden vor, wenn ich auch weiß, dass es nur Sekunden waren. Dann sah ich, wie Tränen seine Wangen hinunterliefen.

„Prediger", sagte er, „ich wurde in diesem Haus geboren. Ich habe hier jedes einzelne meiner dreiundvierzig Jahre gelebt und heute ist es das erste Mal, dass sich jemand so für meine spirituelle Lage interessiert, dass er überhaupt einmal fragt!"

Von dieser Erfahrung lernte ich, dass, wenn man an seiner spirituellen Position in Gott festhält, man seinen Weg fortsetzen und tun kann, was man tun soll. Gott bereitet den Weg und hält einen hoch.

Es ist ein bisschen so, wie wenn man am Nachmittag einen Freund besucht, wenn die Sonne strahlt und bis zur Dunkelheit bleibt. Wenn man vom Haus auf die Veranda kommt, dreht der Gastgeber das Licht an. Die Veranda ist hell erleuchtet und man kann alles sehr deutlich erkennen, bis zum Rand der Veranda. Jenseits davon ist es vollständig dunkel.

Der Gastgeber sagt: „Geh nur, der Boden ist nur zwanzig Zentimeter unter der Veranda."

Wenn er Recht hat, ist alles in Ordnung. Ihr könnt sicher weitergehen. Doch, wenn er nicht Recht hat, und es sind dreißig Zentimeter bis zum Boden, dann könntet ihr euch verletzen. Was also tut ihr? Weil ihr Vertrauen zu eurem Gastgeber habt, geht ihr voran. Gewiss befindet sich zwanzig Zentimeter unter euch gute, feste Erde.

Genauso ist es, wenn man der Führung Gottes folgt. Es wird Zeiten geben, wo ihr in die Dunkelheit hinausschreiten müsst. Gott wird euch den Weg ebnen. Jedesmal!

Das „Geschenk des Glaubens" ist nicht wie die „Frucht des Glaubens". Glaube ist sowohl ein Geschenk als auch eine Frucht des Geistes. Glaube, der benutzt wird, um die Dinge, die wir brauchen, zu bekommen, ist die Frucht des Glaubens. Das Geschenk des Glaubens ist die Fähigkeit, die Geschenke des Geistes einschließlich des Glaubens einer anderen Person zukommen zu lassen. In einem Brief an die Kirche in Rom sagte Paulus: „Ich sehne mich danach, euch zu sehen, damit ich euch ein spirituelles Geschenk geben kann." Dachte Paulus wirklich, dass er einem anderen ein Geschenk des Geistes geben konnte? Das ist es, was er sagte.

Jemand sagte mir einmal: „Aber es sagt nicht aus, dass Paulus es tat; es sagt nur aus, dass Paulus es tun wollte. Hat Paulus jemals jemandem ein Geschenk des Geistes dargebracht?"

Meine Antwort war: „Als er seinem jungen Freund Timotheus schrieb, sagte er: ‚Bewege (reaktiviere) das Geschenk, das in dir ist, indem du dir meine Hände auflegst.‘"

Ja, Paulus gab einer anderen Person das Geschenk des Geistes. Wenn Paulus es tat, dann kann ich es auch tun. Wenn Paulus und ich es können, dann könnt auch ihr es tun. Was Gott durch eine Person tun kann, das kann Er durch jeden tun.

 

REINKARNATION


Für mich ist die Wahrheit der Reinkarnation die zweitschönste Wahrheit aus unserem Heiligen Buch. Es kommt gleich nach dem Leben und der Mission von Jesus, dem Sohn Gottes. Das Bewusstsein, dass Gott uns so sehr liebt, dass er uns ein Leben nach dem anderen schenkt, um spirituell zu wachsen und mehr wie Er zu werden, stellt alles andere in den Schatten, außer der Entfaltung Seiner Liebe, die Er durch Jesus ausdrückt.

Freude erfüllt unser Herz, wenn wir uns daran erinnern, dass Gott die Menschheit erschuf, damit Er ein Wesen hätte, mit dem Er eine vertraute Beziehung auf freiwilliger Basis haben könnte. Dazu kommt noch, dass Gott das Universum und alle Dinge darin, alle Einzelheiten, für uns erschuf. Wisst zudem, dass Gott die Zukunft durch alle Ewigkeit hindurch geplant hat, um Seine vertraute Beziehung zu Seinen Kindern zur völligen Entfaltung zu bringen. Wenn man all dies weiß, wird der Gedanke der Reinkarnation zu einem glorreichen, geschätzten Freudenschauer für unsere Seelen.

Ich verstehe nicht, weshalb der Lehrsatz der Reinkarnation unter den Christen zu einem so kontroversen Thema geworden ist. Jesus hat sie gelehrt, und die Bibel ist mit dieser Wahrheit reichlich angefüllt.

Dreihundertsiebenundneunzig Jahre bevor Jesus geboren wurde, prophezeite der Seher Malachi das Kommen von einem, der der Vorgänger des Messias sein würde und den Weg für Sein Kommen bereiten würde. Die Bibel und die Kirchengeschichte bestätigen, dass Johannes der Täufer derjenige ist, der die Prophezeiung erfüllt. Praktisch alle Menschen jeden Zeitalters seither stimmen darin überein.

Doch Malachi machte noch eine weitere Prophezeiung. Er sagte, dass bevor der Messias kommen würde, „wird Gott euch Elijah, den Propheten, schicken." Betrachten wir dies: „Jesus sprach zu der Menschenmenge über Johannes." Er sagte: „Er ist es, von dem geschrieben steht: ‚Seht, ich werde meinen Boten senden, der den Weg bereiten wird.‘ Unter denen, die von einer Frau geboren wurden, ist kein größerer hervorgegangen als Johannes der Täufer, und wenn ihr es annehmen könnt, dies ist Elijah, der kommen sollte."

Jesus sprach so nachdrücklich und ausschließlich davon, dass Johannes der Täufer die Reinkarnation von Elijah war, dass es schwerfällt, zu begreifen, wie irgend jemand einen anderen Schluss ziehen kann. Doch ich vermute, dass Jesus zu der Zeit wusste, dass einige sich weigern würden, dies anzuerkennen, denn er sagte: „Wenn ihr es annehmen wollt."

Bei einer anderen Gelegenheit, nachdem Johannes der Täufer ermordet worden war, fragten Jesu Jünger Ihn, ob die Prophezeiung, dass „Elijah wiederkommen und alle Dinge wiederherstellen würde" eine wahre Prophezeiung sei. Jesus antwortete ihnen: „Sie haben Recht. Tatsächlich ist Elijah bereits gekommen, und sie haben ihn nicht erkannt und haben ihren Willen an ihm vollbracht, und in derselben Weise werde ich unter ihren Händen leiden." Da verstanden die Jünger, dass Er von Johannes dem Täufer sprach.

Das sind die Worte Jesu. Es sollte doch scheinen, dass diejenigen, die glauben, dass Er immer die Wahrheit sprach, sie unwiderlegbar finden.

Bei noch einer anderen Gelegenheit trafen Jesus und Seine Jünger auf einen Mann, der blind geboren war, was die Jünger veranlasste, Jesus zu fragen: „Wer hat gesündigt, dieser Mann oder seine Eltern, weil er blind geboren wurde?"

Auf den ersten Blick scheint es unvernünftig, dass sie überhaupt diese Frage stellen. Wenn er blind geboren wurde, dann konnte die Blindheit unmöglich durch seine Sünden bedingt sein. Es ist sicher eine berechtigte Frage, wenn die Jünger an die Reinkarnation glaubten, was hier gewiss der Fall ist. Ansonsten wäre es eine dumme Frage. Unterstellen wir den Jüngern keine Dummheit.

Wenn das so ist, dann lasst uns eine andere Frage betrachten. Wenn die Jünger an die Reinkarnation glaubten, und so scheint es, und wenn Reinkarnation ein falscher Glaube ist, warum hat Jesus sie dann nicht verbessert? Er verbesserte sie sonst jedes Mal, wenn sie Unrecht hatten. Der Grund, weshalb er sie dieses mal nicht verbesserte, war, dass sie nicht Unrecht hatten. Reinkarnation ist real. Er hatte sie bereits gelehrt, dass dies so ist.

Die Wahrheit der Reinkarnation erklärt das Phänomen der Wunderkinder. Wie kann ein dreijähriges Kind eine Oper schreiben? Wie können diese kleinen Genies im Alter von vier Jahren Experten in Mathematik sein? Ich sah im Fernsehen eine Gruppe erwachsener Mathematiker, die einem vierjährigen Jungen eine Rechenaufgabe stellten; er sollte zwei fünfstellige Zahlen multiplizieren. Sowohl im Multiplikator als auch im Multiplikanden waren Dezimalstellen. Die erwachsenen Mathematiker kannten das Ergebnis bereits und zeigten es auf einer Leinwand, als sie ihm die Aufgabe stellten. Die Antwort dieses Kindes war so schnell und flüssig, dass es so schien, als würde es die Antwort Ziffer für Ziffer einschließlich der Dezimalstellen ablesen. Im Alter von „vier" Jahren! Von welcher Quelle erhielt er dieses Wissen und diese Fähigkeit? Im Alter von vier Jahren wusste ich nicht einmal, dass zwei plus zwei vier ist. Ich glaube, dass das Kind seine mathematischen Fähigkeiten aus einem anderen Leben mitbrachte.

Bei einer Radio-Talkshow in Toccoa, Georgia, las ich zweiundzwanzig Bibelstellen vor, in der die Reinkarnation gelehrt wird. Ich sprach auch detailliert über die biblische Unterhaltung zwischen Jesus und Nikodemus. Bevor wir die Unterhaltung diskutieren, möchte ich euch noch ein wenig Hintergrund vermitteln.

Nikodemus war ein Pharisäer, ein Mitglied der herrschenden Klasse, der an Reinkarnation glaubte und sie lehrte. Wir haben nicht nur den biblischen Beleg hierfür, auch die Berichte von Josefus Flavius, dem jüdischen Historiker, und von Seutonius, dem römischen Historiker, wiesen darauf hin, dass die Pharisäer an die Reinkarnation glaubten.

Ein Berichterstatter behauptet, Jesus sei tatsächlich respektlos und unhöflich Nikodemus gegenüber gewesen. Es würde Jesu wirklicher Natur widersprechen, respektlos und unhöflich zu irgend jemandem zu sein.

Die Geschichte lautet folgendermaßen: „Da war ein Mann der Pharisäer mit Namen Nikodemus, ein Herrscher der Juden. Dieser selbe kam zu Jesus und sagte: ‚Wir wissen, dass du ein Lehrer bist, der von Gott gekommen ist; denn kein Mann kann solche Wunder vollbringen wie du es tust, wenn Gott nicht mit ihm ist.‘" Wenn wir Nikodemus‘ Aussage lesen, sehen wir, dass es keine Frage ist, sondern einfach eine Feststellung. Nikodemus wollte Informationen. Er wollte wissen, wie eine Person von Gott zu einem bestimmten Zweck in diese Welt gesandt wird. Er wollte die Einzelheiten der Entscheidungen Gottes wissen und wie es funktioniert; wie sandte Gott eine Person zu einem bestimmten Zweck auf die Erde.

Jesus jedoch muss es als eine Frage betrachtet haben, denn Johannes gibt Jesu Antwort so wieder: „Du musst wiedergeboren werden."

Die orthodoxen fundamentalistischen christlichen Lehrer sagen, dass Nikodemus wissen wollte, wie man „errettet" wird, dass Jesus sein Bedürfnis erkannte und direkt auf dieses Bedürfnis einging und ihm den „Plan der Rettung" gab. Jesus erklärte, dass der einzige Weg, wie irgend eine Person in diese Welt kommt, der durch den menschlichen Geburtskanal als Baby ist. Jesus selbst war auf diese Weise in die Welt gekommen. Seine Aussage: „Du musst wiedergeboren werden" bedeutet reinkarniert, nicht „gerettet".

Nikodemus war überaus verwirrt über diese Antwort. Er fragte: „Wie kann ein Mann geboren werden, wenn er alt ist?"

Jesus erklärte: „Nur wenn ein Mann aus dem Wasser und dem Geist geboren wird."

Obwohl Jesus es erklärt hatte, war seine Erklärung für Nikodemus so klar wie Schlamm. Jesus musste seine Erklärung erklären.

Vergessen wir nicht, dass Nikodemus als gebildeter Mann sehr wohl die Einzelheiten der Geburt aus dem Wasser kannte. Jedoch konnte er den Gedanken nicht fassen, dass ein Mann wie der große Prophet Elijah die Demütigung des Geburtskanals erleiden musste. Dies erfordert in der Tat eine Erläuterung.

Jesus klärte es, indem er sagte: „Das, was im Fleisch geboren wurde, ist Fleisch, und das, was im Geist geboren wurde, ist Geist."

Wenn diese ganze Unterhaltung sich um den Plan der Rettung dreht, dann würden wir diesen Gegensatz: „Das, was im Fleisch geboren wurde, ist Fleisch, und das, was im Geist geboren wurde, ist Geist." an anderen Stellen in der Bibel erwähnt finden, wo die Rettung das Thema ist. Doch so ist es nicht! Die einzige andere Stelle, wo dieser Gedanke vorkommt, ist, als Paulus von den beiden Söhnen von Abraham schreibt, Ismael und Isaak. Paulus sagt: „Der, der im Fleisch geboren wurde verfolgte den, der im Geist geboren war." Das hat nichts mit dem Plan der Rettung zu tun.

Inzwischen ist Nikodemus so frustriert, dass er fragt: „Wie können diese Dinge sein?"

Das bewegt Jesus, Nikodemus zu fragen: „Ist es wahr, dass du ein Lehrer in Israel bist und doch verstehst du diese Dinge nicht?" Jesus tadelt Nikodemus richtiggehend, weil er als Lehrer nicht versteht, was Jesus ihm sagen will. Wenn Jesus versuchen würde, den Plan der Rettung zu erklären, wie könnte man dann erwarten, dass Nikodemus es versteht? Der „Plan" war noch nicht aufgestellt worden; Jesus ist noch nicht gekreuzigt worden. Wenn dies alles darum geht, wie man gerettet wird, dann steht Jesus in „schlechtem Licht" da. Er verdammt einen Mann dafür, etwas nicht zu wissen, was er unmöglich wissen konnte.

Jesus verdammt Nikodemus nicht, denn es geht hier nicht um den Plan der Rettung. Es geht um die Reinkarnation und wie bestimmte Menschen zu einem bestimmten Zweck in die Welt gesandt werden. Paulus sagte: „Wir sind wie Isaak aus dem Geist geboren." Wir sind Teil des „Versprechens" der Wiedergutmachung der Menschheit. Wir werden zu einem bestimmten Zweck hierher geschickt.

Gehen wir zurück zu der Unterhaltung; Jesus sagte: „Kein Mensch ist zum Himmel aufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabkam." Was soll das nun mit dem Plan der Rettung zu tun haben? Sagte Jesus das, um Nikodemus noch mehr zu verwirren? Wurde es in die Bibel aufgenommen, nur um Platz auszufüllen? Sind manche Dinge in der Bibel überflüssig?

Er sagte es nicht, um Nikodemus noch mehr zu verwirren. Es wurde nicht in die Bibel aufgenommen, um Platz auszufüllen und es ist nicht überflüssig. Es ist eine achtsam erwogene Antwort auf die Frage des Pharisäers. Niemand wird jemals dieses Leben verlassen und in die Dimension Gottes eingehen, wenn er nicht zuerst aus der Dimension Gottes kommt. All das dreht sich um die Reinkarnation. Alle Menschen seit der Schöpfung haben sich inkarniert und reinkarniert und werden es weiterhin tun, bis Jesus wiederkehrt, um das Königreich Gottes auf Erden einzurichten. Dies alles geschieht nach dem Plan, den Gott vorhatte, bevor die Welt erschaffen wurde.

Gehen wir zurück zu der Unterhaltung; Jesus sagte: „So wie Moses in der Wildnis das bronzene Abbild einer Schlange hochhob, genauso muss ich hochgehoben werden." Und wieder, was hat das mit dem Plan der Rettung zu tun?

Der orthodoxe Fundamentalist ist schnell dabei zu sagen, dass dies bedeutet, dass Jesus an das Kreuz der Kreuzigung hochgehoben werden muss. Wenn das so ist, würde dann der Patient, der an einem Schlangenbiss in der Wildnis leidet, durch den physischen Akt des Betrachtens einer bronzenen Schlange geheilt werden? Und wäre es dann nicht so, dass am Tag der Kreuzigung Jesu jeder, der Ihn am Kreuze hängen sah, sogar die römischen Soldaten, ihre Rettung durch Gottes Gnade empfangen? Natürlich ist das nicht, was Jesus meinte. Die Person mit dem Schlangenbiss in der Wildnis wurde nicht durch den Akt des Schauens geheilt. Sie wurde durch eine Veränderung des Bewusstseins geheilt, nämlich zu glauben, dass Gottes Wohltätigkeit der Heilung durch den Akt des Glaubens empfangen werden kann.

Wenn man die gesamte Unterhaltung zwischen Nikodemus und Jesus betrachtet, ist es offensichtlich, dass zu viele Antworten unbeantwortet bleiben, wenn die Diskussion sich um den Plan der Rettung dreht. Wenn sich die Diskussion jedoch um Reinkarnation dreht, bleibt keine Frage unbeantwortet.

Ein letzter Kommentar über die Unterhaltung: die King-James-Version der Bibel übersetzt in dieser Heiligen Schrift: „Denn so sehr liebte Gott die Welt, dass Er Seinen einzigen eingeborenen Sohn hingab, damit wer immer an Ihn glaubt nicht vergeht, sondern ewiges Leben hat." Die meisten Menschen wissen nicht, dass es in derselben Bibelversion heißt: „Durch seinen Glauben bot Abraham, als er versucht wurde, Isaak, seinen einzigen eingeborenen Sohn, an." Abraham hatte noch einen Sohn, Ismael.

In der großen Mehrheit der Bibelversionen wird das Wort „eingeborener" in dem Bericht von Johannes ausgelassen, so dass es heißt: „Sein einziger Sohn". Das griechische Wort für „einziger eingeborener" ist verschieden von dem, welches in der Abstammungsfolge Jesu gebraucht wird, wo dieses „eingeboren" so oft vorkommt. Die Übersetzer der Lebendigen Bibel haben eine Randbemerkung gemacht, die heißt: „Sein einziger Sohn", eine passendere Übersetzung.

Wie auch immer, ich bin überzeugt davon, dass Gott nur einen Sohn zeugte, und dass „Er unser Fürsprecher beim Vater ist, ‚Jesus Christus der Rechtschaffene"; und Er ist die Sühne für unsere Sünden, und nicht nur für unsere, sondern auch für die Sünden der ganzen Welt!"

 

Das Händeauflegen


Obwohl die Segnungen Gottes sich für jeden realisieren, der wo auch immer und wann auch immer die Bedingungen erfüllt, ist es dennoch richtig, dass die große Mehrheit der Göttlichen Segnungen durch das „Händeauflegen" empfangen wurden. Unsere Bibel ist reich bestückt mit Empfehlungen des „Händeauflegens" und mit Beispielen dafür. Wenn ich Leute in das Amt des Vollen Evangeliums der Lively Stones Fellowship einweihe, dann tue ich das, in dem ich die Hände auflege. Gott hat seine Geistlichen beauftragt, die Menschen durch das Auflegen der Hände zu heilen und zu segnen. So ist es immer gewesen. Am Auflegen der Hände ist etwas ganz Besonderes.

Wir finden Gottes Auftrag in Jesu Worten im letzten Kapitel des Evangeliums Markus. Er sag: „Geh in die ganze Welt und sammle Jünger aus allen Nationen um dich... und diese Zeichen werden denen folgen, die glauben, sie werden den Kranken die Hände auflegen und sie werden gesund." Jesus sagt uns, dass wir die Hände auflegen sollen. Er tat es Selbst. Er berührte die Menschen. Er legte ihnen tatsächlich die Hände auf. Wenn kleine Kinder zu Ihm gebracht wurden, hob er sie hoch auf seine Arme und legte Seine Hand auf sie. Er sagt uns, dass wir es tun sollen. Schauen wir, wie Er die Hände auflegt.

Wir sehen, dass Gott Moses, der auf dem Weg von Ägypten in das Land von Kanaan starb, die Anweisung gab, Josua, seinem Stellvertreter, durch das Auflegen der Hände das Amt zu übergeben. Das steht im Buch Numeri 27:18-20: „Da sagte der Herr zu Moses: ‚Nimm dir Josua, den Sohn Nuns, einen geistbegabten Mann, und lege deine Hände auf ihn! Stelle ihn vor den Priester Eleasar und die ganze Gemeinde und betraue ihn vor ihren Augen mit dem Oberbefehl! Übertrage etwas von deiner Würde auf ihn, damit die ganze Gemeinde der Israeliten ihm gehorsam sei!‘" Die Leute waren Josua gehorsam.

Josua wurde durch das Auflegen der Hände in das Amt eingesetzt. Gott sagte Moses, er solle Josua die Hände auflegen. Moses übertrug ihm durch dieses Ritual des Händeauflegens Würde. Der Punkt ist, dass dies die ganze Bibel hindurch praktiziert wird. Es war immer üblich, den Leuten für verschiedenste Segnungen die Hände aufzulegen.

Wenn Moses den Menschen die Hände auflegte, dann ging Macht auf sie über. Im Buch Deuteronomium 34:9 lesen wir: „Josua aber, der Sohn Nuns, war voll vom Geist der Weisheit; denn Moses hatte ihm seine Hände aufgelegt. Die Israeliten gehorchten ihm und taten, wie der Herr dem Moses geboten hatte." Das Schlüsselwort ist „denn" - „denn Moses hatte ihm seine Hände aufgelegt." Josua wurde die Weisheit gegeben, zu wissen, was er tun sollte und wie er es tun sollte. Er übernahm das Werk, das Moses begonnen hatte und tat es sehr gut, weil er sich in der Macht Gottes bewegte und es durch das Auflegen der Hände geschehen war.

Im Neuen Testament sahen sich die Apostel nach der Kreuzigung Jesu mit dem, was sie verwalterische Pflichten nannten, überlastet. Sie sagten: „Wir können uns nicht um das spirituelle Wohlergehen der Leute kümmern, weil wir zu beschäftigt mit diesen verwalterischen Pflichten sind." Sie baten die Kirche, sieben ehrenhafte Männer auszuwählen, die sie als Amtsträger oder Diakone einsetzen konnten, damit sie die verwalterischen Pflichten erfüllten. Dann würden die Apostel frei sein, damit sie sich um das spirituelle Wohlergehen der Menschen kümmern könnten. In der Apostelgeschichte 6:2-7 heißt es: „In jenen Tagen, als die Zahl der Jünger sich vervielfachte, riefen die Zwölf die ganze Jüngerschaft zusammen und sprachen: ‚Es geht nicht an, dass wir das Wort Gottes hintansetzen um verwalterische Tätigkeiten zu erledigen. Darum sucht unter euch sieben Männer aus, die ein gutes Zeugnis haben, erfüllt sind von Geist und Weisheit; die werden wir bestellen für diese Aufgabe‘ Dieser Vorschlag gefiel der ganzen Versammlung, und sie wählten sieben ehrenhafte Männer aus, die sie den Aposteln vorstellten. Die Apostel beteten und legten ihnen die Hände auf. Das Wort Gottes breitete sich weiter aus, und die Zahl der Jünger vervielfachte sich sehr in Jerusalem." Die Diakone wurden durch das Auflegen der Hände in ihr Amt eingesetzt

Die Ältestenschaft setzte auch Timotheus, einen Schützling von Paulus, durch das Auflegen der Hände in das Amt ein. Er war der junge Mann, den Paulus lehrte, unterwies und zur geistlichen Tätigkeit brachte. Paulus schreibt seinem jungen Freund Timotheus im ersten Brief 4:14: „Vernachlässige nicht das Geschenk in dir, das dir durch eine prophetische Offenbarung unter Handauflegung der Ältestenschaft zuteil wurde." Das heißt, dass Timotheus selbst durch das Auflegen der Hände in das Amt der geistlichen Tätigkeit eingesetzt wurde. Paulus schreibt auch, dass Segnungen immer durch das Händeauflegen gegeben wurden.

1490 vor Christus gab es zwölf Stämme der Nation Israel. Zehn der zwölf Söhne Jakobs wurden Oberhäupter von zehn der zwölf Stämme. Der elfte Sohn Jakobs bot seine ganze Familie als Freiwillige an, damit der Herr sie als Geistliche einsetzen würde. Das ist der Stamm von Levi, also die levitischen Priester. Diese Priester kümmerten sich um das spirituelle Wohlergehen aller Menschen aller zwölf Stämme. Der zwölfte Sohn, Joseph, lehnte es ab, die Führung zu übernehmen und bot an, dass seine beiden Söhne, Jakobs Enkelsöhne, die Oberhäupter der restlichen beiden Stämme würden. Durch das Händeauflegen wurden die Enkelsöhne von Jakob zu seinen Söhnen gezählt, und sie alle wurden die Oberhäupter der zwölf Stämme Israels, nämlich: Reuben, Simeon, Judah, Zebulon, Issachar, Dan, Gad, Asher, Naphtali, Manasseh, Ephraim und Benjamin.

Der Stamm Levi war zu einer großen Zahl von Menschen angewachsen, die wahrscheinlich in die Tausende ging. Sie wurden durch das Auflegen der Hände in ihr Amt eingesetzt - jeder einzelne. Das muss ein großer Gottesdienst des Händeauflegens gewesen sein. Im Buch Numeri 8:9-12 lesen wir: „Und lasst die Leviten vor das Bethaus der Gemeinde kommen und versammelt die ganze Gemeinde der Kinder Israels. Bringt die Leviten vor den Herrn und die Kinder Israels sollen den Leviten die Hände auflegen und Aaron (der hohe Priester) soll die Leviten dem Herrn darbringen, damit sie den Dienst des Herrn ausführen." Sie wurden durch das Auflegen der Händen in den Dienst berufen. Die Israeliten legten ihnen die Hände auf.

Während Levis Familie sich um das spirituelle Wohlergehen der ganzen Nation kümmerte, wurden die beiden Söhne von Joseph die Oberhäupter der restlichen beiden Stämme. Die Bibel sagt in der Genesis 48:12-16: „Und Joseph nahm beide, den Ephraim zu seiner Rechten, aber zur Linken Israels, den Manasse zu seiner Linken, aber zur Rechten Israels, und brachte sie zu ihm. Und Israel streckte seine rechte Hand aus und legte sie auf das Haupt Ephraims, der der jüngere war, und seine linke Hand auf das Haupt Manasses, wobei er die Hände wissentlich führte; denn Manasseh war der Erstgeborene. Und er segnete Joseph und sagte: ‚Gott, vor dem meine Väter Abraham und Isaak gewandelt sind, der Gott, der mich mein ganzes Leben lang bis zum heutigen Tag genährt hat. Der Engel, der mich von allem Übel erlöst hat, er segne diese Knaben; und mein Name und der Name meiner Väter Abraham und Isaak soll in ihnen weiterleben, und sie sollen sich vermehren zu großer Menge inmitten des Landes." Wenn Hände aufgelegt wurden, dann wurde die rechte Hand immer auf den Kopf des Älteren gelegt und die linke Hand auf den Kopf des Jüngeren. Als Joseph seine beiden Söhne vor Jakob brachte und ihn bat, ihnen die Hände aufzulegen, damit sie das Amt übernehmen und gesegnet würden wie die anderen, musste Jakob seine Hände kreuzen, damit er die richtige Hand auf den richtigen Kopf legen konnte. Der wichtige Punkt ist, dass diese Segnung durch das Auflegen der Hände geschah.

Jesus segnete kleine Kinder, indem er ihnen die Hände auflegte. Bei Markus 10:13-16 lesen wir: „Und sie brachten kleine Kinder zu Ihm, damit er sie berühre, doch die Jünger wiesen diejenigen, die sie brachten, ab, und Er war sehr unzufrieden und sagte: ‚Lasst die kleinen Kinder zu mir kommen und verwehrt es ihnen nicht, denn so ist das Königreich Gottes. Wahrlich, Ich sage euch, wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein kleines Kind, wird nicht hineinkommen.‘ Und er nahm sie auf Seine Arme und legte Seine Hände auf sie und segnete sie." Er segnete die kleinen Kinder, indem er ihnen die Hände auflegte.

Jesus heilte noch viele andere Menschen durch das Händeauflegen. Eine besondere Gelegenheit ist sehr bedeutsam. Im Buch Lukas 4:40 heißt es: „Als die Sonne unterging, brachten alle, die Kranke hatten mit verschiedenen Gebrechen, diese zu ihm und er legte einem jeden die Hände auf und machte sie gesund." Ein anderer Autor sagt uns, dass dieser Heildienst die ganze Nacht hindurch ging. Er verbrachte die ganze Nacht damit, Menschen zu heilen, indem Er jedem, der mit welcher Krankheit oder welchen Beschwerden auch immer zu Ihm kam, die Hände auflegte. Die ganze Nacht hindurch. Am nächsten Morgen schickte Jesus Seine Jünger in ihren Booten über den See, schickte die Menschenmenge in die Stadt und Er ging in die Berge, um sich auszuruhen und zu beten.

Wir wissen, dass Jesus mit der Macht, die Er manifestierte, die gesamte Gruppe in einem Augenblick hätte heilen können. Er hätte zum Beispiel Seine Hände mit den Innenflächen zu den Menschen hochhalten und sagen können: „Jeder sei geheilt." Und sie alle wären geheilt gewesen. Er tat das nicht. Statt dessen verbrachte Er die ganze Nacht damit, jeder einzelnen Person die Hände aufzulegen. Warum? Ich glaube, dass Er uns damit ein Beispiel gab, denn Er wusste, dass Er später den Auftrag erteilen würde, dass wir auch tun sollten, was Er tat. Er gab uns ein Beispiel, das uns zeigte, wie wir anderen die Hände auflegen sollten.

Ich empfehle, dass, wenn ihr für andere Menschen betet, ihr sie berührt. Ich tue es immer und ich mache es aus zwei Gründen. Der eine ist, dass ich einen Auftrag habe, der besagt, dass ich es tun soll und ich versuche, treu auszuführen, was mir gesagt wurde. Der größere und bessere Grund dafür, dass ich das tue, ist, dass ich es schon gemacht habe und es hat funktioniert. Preist Gott, wenn ihr etwas 160.000 mal tut und es funktioniert, dann fahrt damit fort. Es ist Gottes Art der Segnung, und da ist eine sehr besondere Kraft, die dem anderen durch das Auflegen der Hände vermittelt wird. Jesus sagte, man solle auf diese Weise heilen. Er sagte: „Und sie sollen den Kranken die Hände auflegen und sie werden gesund."

Paulus glaubte, dass das Händeauflegen die Menschen heilt, und er ging hinaus und tat es. Im Buch der Apostelgeschichte 28:8 lesen wir: „Und es geschah, dass der Vater des Publius von Fieber krank war, und Paulus ging zu ihm hin, legte ihm seine Hände auf und heilte ihn." Paulus fand heraus, dass das Händeauflegen funktionierte und so tat er es. Es wird auch bei euch funktionieren. Es wird bei jedem funktionieren, der an die Kraft Gottes glaubt. Legt ihnen die Hände auf und sie werden geheilt sein. Es wird eure Seele regelrecht in Flammen setzen, wenn es geschieht.

Vor einigen Jahren war ich bei einem Treffen in West Monroe, Louisiana. Ich parkte meinen Wohnwagen auf dem Parkplatz der Kirche und an diesen Parkplatz grenzte das Haus eines der Mitglieder der Kirche. Daneben war das Haus des Diakons. Ein kleines Mädchen namens Susie wohnte in dem ersten Haus. Sie war zwei, zweieinhalb Jahre alt. Sie war ein sehr süßes Mädchen. Ich hatte sie jeden Abend in der Kirche gesehen.

Eines Morgens weckte mich der Diakon im Morgengrauen, indem er an die Tür des Wohnwagens klopfte. Er sagte: „Gestern um Mitternacht hat mich Susies Mutter angerufen und mir gesagt, dass Susie 40 Grad Fieber hat. Wir überlegten, ob wir dich zu dieser Stunde wecken und dich bitten sollten, herüber zu kommen und für das Kind zu beten, aber wir haben uns entschlossen, dich bis zum Morgen schlafen zu lassen. Wenn das Fieber am Morgen nicht heruntergegangen wäre, würden wir dich um deine Hilfe bitten. Sie hat immer noch 40 Fieber. Wir möchten dich bitten, herüber zu kommen und für das Kind zu beten."

Ich antwortete: „Gesegnet seien eure Herzen! Ihr hättet mich letzte Nacht wecken sollen, aber noch besser wäre es gewesen, du wärst selbst hingegangen und hättest das Fieber gesenkt."

Er sagte: „Oh nein. Ich bin kein Geistlicher."

Ich erwiderte: „Und was sagt die Bibel? Die Bibel sagt: ‚Diese Zeichen werden denen folgen, die glauben. In meinem Namen sollen sie den Kranken die Hände auflegen und sie werden gesund.‘ Es steht nichts von Geistlichen da. Du bist ein Gläubiger, nicht wahr?"

Er sagte: „Natürlich bin ich ein Gläubiger."

Ich sagte: „Dann spricht Er über dich. Du sollst es tun." Ich fuhr fort: „Ich ziehe mich jetzt an und komme selbst; in der Zwischenzeit machst du es selbst. Geh dort hinüber und lege dem Kind die Hände auf und senke das Fieber. Du kannst es." Ich gab ihm eine spirituelle Spritze in den Arm, indem ich darauf bestand, dass er ging und es tat.

Er ging hinüber und sagte den Eltern, was ich ihm gesagt hatte. Sie baten ihn hinein und er erzählte mir später, dass der Kopf des Kindes, als er seine linke Hand darauf legte, so heiß war, dass er sich fast die Hand verbrannte. Er konnte die intensive Hitze der 40 Grad Fieber spüren. Er begann, im Namen Jesu das Fieber zu vertreiben, indem er dem Fieber sagte, dass es nicht dort war, wo es sein sollte, dass es das Werk des Feindes sei. Er versicherte, dass er Macht über es habe und dass es wisse, dass er Macht über es habe. Er forderte, dass es das Kind verlasse.

Während er betete konnte er fühlen, wie das Fieber sich unter seinen Händen senkte. Als das geschah, sagte er, sei der Feind auf seine Schulter gesprungen und habe ihm ins Ohr geflüstert: „Die Temperatur des Kindes senkt sich gar nicht. Deine Hand gewöhnt sich einfach nur daran." Er wechselte die Hände und es war sicher, dass die Temperatur gesunken war.

Dann sagte er zu der Mutter: „Komm und fühle ihren Kopf."

Ungefähr zu dieser Zeit führte mich der Vater in das Schlafzimmer. Das obere Ende des Bettes stand an der Wand und rechts davon war die Tür, die zum hinteren Teil des Hauses führte. Ich sah wie die Mutter, die das Kind berührte, schnell ihre Hand hochhob, die Tür öffnete, hindurchging und die Tür hinter sich schloss. Wir konnten hören, wie sie in die Hände klatschte und Gott pries. Sie hatte gesehen, wie sich das Fieber des Kindes innerhalb von Sekunden von 40 Grad auf die normale Temperatur gesenkt hatte.

An diesem Abend wurde es allen Leuten in der Kirche erzählt. Susie war da und sie fühlte sich wohl. Da war große Freude.

Der wichtige Teil der Geschichte dreht sich um den Diakon selbst. Einige Tage später sagte einer der Männer der Kirche zu mir: „Wissen Sie, was dieser Diakon macht! Er läuft die Straße hinauf und hinunter und sucht ein anderes Kind mit 40 Grad Fieber. Sie haben ihn total angefeuert."

Es wird geschehen. Wenn ihr es in eurem Dienst geschehen seht, wird es eure Seele buchstäblich in Flammen setzen. Ihr werdet es wieder tun wollen. In meinem Dienst habe ich so viele wundervolle Dinge geschehen sehen. Ich bin begierig, Menschen zu finden, die Vertrauen in Gott haben und genug glauben, um mich zu bitten, für sie zu beten.

Da ist eine Frau namens Barbara, sie lebt ungefähr eine Meile von hier entfernt, die genau hier in diesem Zimmer von Krebs geheilt wurde. Es war an einem Sonntag Nachmittag, nachdem wir eines der Seminare beendet hatten. Sie war sofort geheilt. Ich hatte Leute, die in einer gewissen Zeitspanne geheilt wurden. Der Unterschied besteht darin, dass das eine ein Wunder ist, und das andere ist Heilung. Wenn es sofort geschieht ist es ein Wunder, und wenn es in einem bestimmten Zeitraum geschieht, ist es Heilung.

Ich war in Lambert, Mississippi, dort war eine Frau, sechsundsechzig Jahre alt, die Bauchspeicheldrüsenkrebs hatte. Ihr Sohn hatte sie nach Memphis gebracht, wo sie operiert werden sollte. Man fand heraus, dass der Krebs überall verbreitet war. Es war so weit fortgeschritten, dass sie nichts mehr tun konnten. Sie nähten sie wieder zu und schickten sie wieder nach Haus und sagten ihr, dass sie sterben würde. Sie schätzten, dass sie noch etwa zwei Monate zu leben hatte.

Sie sagte: „Ich werde nicht sterben. Gott wird mich heilen."

Ihr Sohn und einige Nachbarn versammelten sich mit mir und wir beteten und legten ihr die Hände auf und baten Gott, sie zu heilen. Sie glaubte daran, dass Gott sie heilen würde, obwohl die Ärzte gesagt hatten, dass sich ihr Zustand verschlechtern würde. Ihr Zustand verschlechterte sich tatsächlich, doch sie weigerte sich, ins Krankenhaus zu gehen. Ihr Sohn hatte ein Krankenhausbett für sie nach Hause gebracht.

Einen Monat später war ich wieder dort. Sie lag im Koma; ihr Bauch war aufgebläht und war fast dreißig Zentimeter dicker als normal. Ihre Atemzüge waren kurz und es lagen lange Pausen dazwischen. Ihre Atmung war krächzend und die Abstände zwischen den Atemzügen wurden immer größer. Der Arzt sagte, sie würde die Nacht nicht überleben - dass der Atem einmal einfach aussetzen und sie sterben würde. Um zwei Uhr waren die Abstände zwischen ihren Atemzügen so groß geworden, dass wir einfach nur auf ihren nächsten Atemzug horchten. Dann begannen die Abstände sich zu verringern. Bei Tagesanbruch erwachte sie aus dem Koma und sprach mit uns. Um die Mittagszeit saß sie seitlich auf dem Bett und ließ ihre Füße baumeln. Am nächsten Tag lief sie zum Badezimmer und achtundzwanzig Tage später machte sie ihre Hausarbeit wieder ganz alleine. Heute ist sie vollkommen gesund. Das war der letzte Strohhalm, nur einen Atemzug vom Tod entfernt.

Legt den Menschen, für die ihr betet, die Hände auf. Ich habe das so oft getan (ich mache das jetzt im 43. Jahr), ich könnte eine Woche lang solche Geschichten erzählen. Es ist so oft geschehen, dass ich ohne den Schatten eines Zweifels weiß, dass für Gott nichts unmöglich ist. Es gibt keinen Fall, wo der kranken Person nicht geholfen werden kann. So etwas gibt es nicht. Es funktioniert. Legt den Leuten die Hände auf und seht, wie es in eurem Dienst geschieht.

Wenn ihr hinausgeht um zu heilen, wird es geschehen. Es wird sein wie bei dem Diakon, der die Straße hinauf und hinunter lief und ein weiteres Kind mit 40 Grad Fieber suchte. Tut es. Je öfter ihr es tut, um so aufregender wird es. Manchmal, wenn ich bei einem Treffen richtig aufgeregt bin, dann sagen Leute zu mir: „Ist es nicht so, dass das für Sie zur Gewohnheit wird, wenn Sie es Tausende von Malen sehen?" Nein. Es ist genau wie beim ersten Mal. Wenn man mit seinen eigenen Augen ein Wunder Gottes geschehen sieht, ist das eine absolut phantastische Segnung und ihr werdet hinterher nicht mehr dieselben sein.

Alles, was ich kann, könnt ihr auch. Alles, was eine Person kann, kann auch jede andere. Es ist eine Sache des Glaubens. Es ist eine Sache des Vertrauens. Paulus fand heraus, dass es funktionierte. Er glaubte es, führte es aus und tat es.

Paulus glaubte, dass er anderen spirituelle Geschenke übertragen konnte. Als er in Korinth war, schrieb Paulus einer Gruppe in Rom und sagte: „Ich bin so begierig, euch zu besuchen, damit ich euch einige spirituelle Geschenke übertragen kann, damit ihr im Herrn stark werden könnt." Glaubte Paulus wirklich, dass er, ein menschliches Wesen, einem anderen Menschen ein spirituelles Geschenk übertragen konnte? Das war der Grund, weshalb er nach Rom gehen wollte. Doch die Geschichte sagt nicht, dass er es tat; sie sagt nur, dass er es tun wollte. Hat er je so etwas getan?

Als er seinem jungen Freund Timotheus schrieb, sagte er: „Bewege des Geschenk. Reaktiviere es. Du hast es nicht genutzt. Du hast das Geschenk nicht eingesetzt. Du hast es einschlafen lassen. Bewege es." Er sagte nicht, was das Geschenk war, doch er sagte etwas sehr Bedeutendes. Er sagte: „Du weißt, welches es ist. Es ist das Geschenk, das du erhalten hast, als ich dir die Hände auflegte."

Paulus besaß die Kraft Gottes im Händeauflegen, und ihr könnt dasselbe tun. Tut es! Gott wird euch dabei segnen. Gott achtet nicht auf die Person. Alles, was Gott durch eine Person tun kann, kann Er auch durch jeden anderen tun. Jeder, der „Geschenke des Geistes" besitzt, kann sie jedem anderen übertragen, der das ernsthaft wünscht. Unnötig zu sagen, dass niemand einem Menschen etwas überreichen kann, was er selbst nicht besitzt. Für Gott seid ihr bereits etwas Besonderes.

Mein Dienst der Heilung von Zähnen begann, als ich von dem Evangelisten A.C. McKaig hörte. Ich besuchte die Stadt, wo er ein Heiltreffen durchführte. Ich ging früh zur Kirche, damit ich mit ihm sprechen konnte. Ich hatte zuvor für Leute mit den verschiedensten Krankheiten, Funktionsstörungen und Missbildungen gebetet, mit Erfolg, aber ich hatte nie Zähne geheilt. Ich sagte zu ihm: „Ich bin heute abend hier her gekommen, um bei einer Zahnheilung zuzusehen. Ich möchte sehen, wie es geschieht. Deswegen bin ich hier. Ich glaube, es wird mir in meinem Dienst helfen, wenn ich sehe, wie diese Zahnheilungen geschehen."

Er sagte: „Ich glaube, Gott wird dich heute abend auf besondere Weise segnen."

Dann begann er den Gottesdienst. Ich saß in der ersten Bank. Er sprach etwa zwanzig Minuten lang über das Thema Heilung; dann sagte er: „Ich möchte für diejenigen beten, die Heilung brauchen." Ich war aufgeregt. Dann sagte er: „Ich möchte für diejenigen beten, die Heilung brauchen, aber keine Zahnheilung." Ich lehnte mich zurück. Er sagte: „Nachdem ich für sie gebetet habe, werde ich für diejenigen beten, die Zahnprobleme haben."

Zuerst rief er diejenigen zu sich, die andere Bedürfnisse hatten. Einige kamen nach vorne. Er legte ihnen sehr schnell die Hände auf und betete für sie. Dann forderte er sie auf, zu erzählen, was ihnen geschehen war. Sie erzählten über ihre Heilungen und ich erfreute mich daran, zuzuhören, was sie zu sagen hatten, doch ich hatte diese Art von Heilungen in meinem eigenen Dienst. Ich wollte wirklich sehen, wie Gott Zähne heilt. Schließlich forderte er die Leute auf, sich zu setzen.

Dann sagte er: „Jetzt möchte ich für diejenigen beten, die Zahnheilung brauchen." Acht Menschen erhoben sich und gingen nach vorne. Er stellte sie in einer Reihe auf, mit dem Gesicht zur Gemeinde. Er ging an der Reihe vorbei und legte den Menschen die Hände auf, genau wie ich es mache. Dann sagte er: „Nun werde ich meine Taschenlampe holen um zu sehen, was vollbracht worden ist." Er schaute in den Mund der ersten Person, einer Frau. Er sah, dass sich in ihrem Mund nichts verändert hatte. Es war alles so, wie es gewesen war. Dann schaute er sich die zweite Person an und sah keine Veränderung.

Als er gerade dabei war, die dritte Person anzuschauen, fragte die zweite Frau ihre Nachbarin, die erste Frau: „Worum haben Sie gebeten?"

Sie antwortete: „Ich habe Gott gebeten, dieses Loch in meinem Zahn zu füllen."

„Welcher Zahn ist es?", fragte die zweite Frau.

Die erste Frau antwortete: „Was meinen Sie damit, welcher Zahn es ist? Es ist der hier vorne. Dieser, genau hier - der mit dem großen hässlichen Loch darin. Sehen Sie es nicht?"

Sie sagte: „Ich sehe überhaupt kein Loch, in keinem Ihrer Zähne."

Es folgte eine wilde Jagd um einen Spiegel. Als die Frau den Spiegel hatte und ihre Zähne anschaute, fand sie keine Löcher mehr vor. Sie war begeistert.

Sie tanzte herum und sprang hin und her, pries Gott und sagte jedem: „Mein Loch wurde gefüllt. Ich habe jetzt einen perfekten Zahn." Für mich war all das sehr aufregend. Dann ging er weiter in der Reihe und untersuchte Nummer vier, fünf und sechs, die alle Männer waren. Nummer sieben, eine Frau, stand direkt vor mir.

Als McKaig sie fragte, was ihr Problem war, sagte sie: „Ich habe ein Loch in einem Zahn."

„Gut", sagte er, „Lassen Sie mich zuerst schauen, und dann lasse ich Sie schauen." Er hatte eine Taschenlampe und einen Zahnarztspiegel in der Hand. Nachdem er in ihren Mund geschaut hatte, reichte er ihr den Handspiegel und bat sie, in ihren Mund zu sehen, während er die Taschenlampe hielt, und dann allen zu sagen, was sie sah. Ich war ungefähr zwei Meter von ihr entfernt und konnte alles, was gesprochen wurde, gut hören. Ich hatte einen guten Blick auf ihr Gesicht. Als sich ihr Blick auf den Spiegel richtete und sie in ihren Mund schaute, sah ich, wie ihre Gesichtsausdruck sich erhellte.

Sie sagte: „Es füllt sich, während ich zuschaue." Ich bin groß genug, um dem Heiler über die Schulter sehen zu können, und das tat ich auch. Er strahlte mit der Lampe genau in das Loch, und als ich es sah, sah es halb gefüllt mit so etwas wie Silber aus, und vor meinen Augen füllte es sich innerhalb von vier oder fünf Sekunden bis obenhin - eine hell glänzende Silberfüllung. Es ist wirklich etwas Besonderes, wenn man zuschaut, wie es geschieht.

Es kamen Leute aus dem Publikum und sagten zu McKaig: „Als ich heute abend herkam, hatte ich nicht genug Vertrauen, um während des Treffens aufzustehen, aber nachdem ich sehe, was für diese Menschen geschehen ist, glaube ich, dass Gott es auch für mich tun wird. Würden Sie für mich beten?" Natürlich tat er das. Es müssen an diesem Abend mindestens fünfundzwanzig Menschen gewesen sein, die solche Heilungen erfuhren. Die Zeit verging. Es war spät geworden und ich erwartete, dass er die Leute entlassen würde, als er statt dessen auf mich deutete.

Er sagte: „Jetzt möchte ich für Sie beten." Jedesmal wenn irgend jemand für mich beten möchte, bin ich dabei. Ich kam nach vorne. Ich bin um einiges größer als er. Er stieg auf die zweite Stufe des Podiums, um mir die Hände aufzulegen. Ich stand mit geschlossenen Füßen vor ihm und schloss die Augen.

Ich erwartete, seine Hand auf meinem Kopf zu spüren und ihn beten zu hören. Statt dessen brach eine Prophezeiung aus ihm hervor. Gott, der durch diesen Mann mit mir sprach, sagte: „Halte es nicht für seltsam, mein Sohn, die Dinge, die du mich heute abend durch diesen meinen Diener hast tun sehen, denn all die Dinge, die du mich durch ihn tun siehst, werde ich durch dich tun. Und größere Dinge werde ich durch dich tun als die, die du mich durch ihn hast tun sehen."

Als ich erkannte, dass Gott mir dieses Amt verlieh, war ich entrückt. Ihr wisst, was Paulus in der Bibel darüber sagt, in den dritten Himmel gehoben zu sein. Ich weiß nicht, aber es schien so, als würde mein Körper etwa tausend Meilen von der Erde entfernt sein. Ich spürte Gottes Liebe auf mich fallen und meinen Körper durchströmen - was für eine Ekstase. Mitten drin spürte ich seine Hände auf meinem Kopf und ich hörte, wie er sagte: „Herr, segne ihn auf eine besondere Weise." Meine Beinen schienen weich zu werden und ich fiel zu Boden.

Ich verließ das Treffen an diesem Abend und war absolut sicher, dass dies mein Dienst war. Ich war wirklich begierig darauf, mein nächstes Treffen zu halten. Ich wollte dies in meinem Dienst geschehen sehen. Bevor ich das nächste Treffen durchführte, betete ich: „Herr, dies ist das erste Mal. Gib mir Mut. Wenn die Zeit kommt, die Ankündigung zu machen, dass ich es dann direkt sage, dass ich den Leuten sage, dass sie nach vorne kommen sollen, dass ich für sie beten werde, und dass Du ihre Zähne heilen wirst." Ich brauchte den Mut, um dies zu tun.

Als die Zeit gekommen war, um die Ankündigung zu machen, verwandelte ich mich in einen Hasenfuß - kein bisschen Mut. Ich erwähnte es nicht einmal. Ich sagte nichts darüber. Wir hatten eine sehr erfolgreiche Heilsitzung, aber das Heilen von Zähnen wurde überhaupt nicht angesprochen. Ich ging an diesem Abend zurück zum Hotel und betete: „Herr, warum hast Du mir heute abend nicht gegeben, was ich brauchte?" Ich habe gebetet und um Mut gebeten, und Du hast mir überhaupt kein bisschen Mut gegeben. Warum?"

Ich bekam überhaupt keine Antwort. Später schlussfolgerte ich, dass Er wahrscheinlich sagte: „Ich habe es dir einmal gesagt. Wie viele Male muss ich es sagen, damit es wahr wird." Ich verbrachte die ganze Nacht und den Rest des Tages damit, um Mut für den zweiten Abend zu beten. Am zweiten Abend tat ich das gleiche wie am ersten Abend. Ich entließ die Leute und erwähnte das Heilen von Zähnen mit keinem Wort. So ging es sechs Wochen lang weiter. Ich betete um Mut und hatte nicht den geringsten Mut.

Sechs Wochen später war ich in Jonesboro, Louisiana, wo am allerersten Abend ein Mann von Magengeschwüren geheilt wurde. Er gehörte zu den Männern, denen man ansieht, dass sie ein Magengeschwür haben. Er war ausgezehrt, dünn wie ein Skelett und sah aus, als ob er an Unterernährung litt. Er war sofort geheilt und jeden Abend lobte er Gott und sagte den Leuten, dass er jetzt alles essen würde, was nicht zuerst ihn aufaß und dass er an Gewicht, Form, Energie und Vitalität zunahm - und eine wundervolle Zeit hatte.

Am fünften Abend, als ich soweit war, die Menschen zu entlassen, bat ich sie aufzustehen und zu beten. Als ich das sagte, sprang der Mann, der von dem Magengeschwür geheilt war, auf die Füße, hob die Hände und sagte mit lauter Stimme: „Einen Moment." Alle außer ihm setzten sich wieder und dachten: „Was passiert jetzt?"

Er sagte: „Ich habe hier gesessen und darüber nachgedacht."

Ich fragte: „Worüber nachgedacht?"

Er sagte: „Ich habe ein Loch im Zahn, der mir viele Probleme bereitet. Ab und zu flackert es auf und ich habe große Schmerzen. Wenn Gott mein Magengeschwür heilen kann, dann könnte er doch auch dieses Loch heilen, oder nicht?" Er fuhr fort: „Wenn ich jetzt nach vorne komme, würden Sie mir dann die Hände auflegen und Gott bitten, mein Loch zu füllen?"

Nun, was kann man da machen? Ich konnte es dem Mann vor vierhundert Leuten unmöglich abschlagen. Ich sagte: „Kommen Sie nach vorne." Ich legte ihm die Hände auf und betete für ihn. Dann holte ich meine Taschenlampe und einen Zahnarztspiegel hervor, die ich die ganze Zeit mit mir herumgetragen hatte. Ich schaute, und da war eine riesengroße Silberfüllung in dem Loch. Seitdem bin ich hinausgegangen und habe es überall gemacht. Gott kann Zähne heilen. Es ist in meinem Dienst mehr als 40.000 mal geschehen. Mit Gott sind alle Dinge möglich. Wenn ihr es tut und seht, wie es geschieht, wird es eure Seele in Flammen setzen.

Die Welt muss die Macht Gottes in Aktion sehen. Den Leuten ist genug gepredigt worden. Es ist Zeit, dass sie Demonstrationen der Macht Gottes sehen. Wenn alle von uns, die gläubig sind, anfangen, denen, die Heilung brauchen, die Hände aufzulegen, und Erfolg dabei haben, dann hat das die nötige Wirkung.

Wie wählt Gott aus, wen er heilt und wen er nicht heilt? Meistens lautet meine Antwort darauf: „Ich weiß es nicht." Ich modifiziere das dann, indem ich sage, dass alles, was von Gott kommt, durch die Gnade des Vertrauens kommt. Wir Geistliche haben es schwer, wenn wir versuchen, das Vertrauen einer anderen Person einzuschätzen. Ich erkläre ihnen, dass das Vertrauen des Einzelnen hier am Allerwichtigsten ist. Wir können nicht beurteilen, wer das Vertrauen hat und wer nicht, deshalb überlasse ich das Gott. Ich bete einfach für jeden, der mich darum bittet, für ihn zu beten. Ich lege den Leuten die Hände auf und tue, was ich kann. Ich überlasse es Gott, zu heilen. Ich bin es nicht, der heilt. Das ist nicht meine Aufgabe.

In den ersten zwei Jahren meines Heildienstes hatte ich es schwer, weil ich mich in der Situation sah, dass ich mich an den Erfolgen nicht erfreuen konnte. Ich sah mich in der Situation, dass ich die Misserfolge beklagte. Wenn achtzig Prozent der Leute, die Heilung brauchten, geheilt wurden und zwanzig nicht, konnte ich mich über die Erfolge nicht freuen. Ich ging zurück ins Hotel und betete: „Oh Gott, was habe ich falsch gemacht? Warum? Diese Person brauchte die Heilung und sie sah so aus, als hätte sie alles Vertrauen der Welt. Bestimmt könnte ich etwas tun."

Zwei Jahre lang befand ich mich in diesem inneren Aufruhr. Dann sagte Gott zu mir: „Sieh, deine Aufgabe ist es, für sie zu beten. Meine Aufgabe ist die Heilung. Du machst deinen Teil und lässt mich meinen tun." Ich bin immer noch besorgt wegen der Misserfolge, aber ich verbringe nicht mehr die ganze Zeit damit, darüber zu klagen. Statt dessen preise ich Gott für die Heilungen. Es hat mit dem Vertrauen des Einzelnen zu tun, für den ihr betet. Manchmal ist es so, dass die Leute nicht „glauben", dass sie geheilt werden, sie „wünschen" geheilt zu werden. Da ist ein Unterschied. Da ist ein schmaler Grad zwischen glauben und wissen. Wissen bedeutet, so sehr zu glauben, dass man die Tatsache, dass es geschieht, akzeptiert. Wenn man weiß, dann geschieht Heilung. Ich glaube nicht, dass es richtig ist, eine Person zu erniedrigen, indem man sagt: „Du hattest überhaupt kein Vertrauen." Ich schließe mit der nochmaligen Aussage: „Ich weiß nicht, wie Gott auswählt, wen Er heilt und wen Er nicht heilt."

Ich ermahne die Menschen, für das, was sie möchten und brauchen, zu beten. Ich erinnere sie daran, dass Jesus sagte: „Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet." Ich sage der Person, darum zu beten, dass Gott ihr Vertrauen stärkt. Die Bibel sagt: „Jeder Person wurde das Maß des Vertrauens gegeben."

Wenn ich für eine Person bete, sage ich ihr immer, dass sie geheilt wird. Ich modifiziere das, indem ich sage: „Ich weiß eines ganz sicher. Ich weiß, dass Gott die Gebete derjenigen, die glauben, beantwortet." Dann sage ich zu der Person: „Du bist ein Gläubiger. Ich weiß, dass du ein Gläubiger bist, weil du hier bist. Du wärst nicht hier, wenn du nicht gläubig wärst. Du würdest nicht um ein Gebet bitten, wenn du nicht glauben würdest. Daher weiß ich, dass du gläubig bist, und ich weiß, dass ich ein Gläubiger bin, und wenn wir also zusammen als Gläubige beten, dann bitten wir Gott und Gott beantwortet die Gebete derjenigen, die glauben. Daher weiß ich, was geschehen wird. Du wirst geheilt werden."

Je positiver man spricht, desto mehr Vertrauen stellt sich bei der anderen Person ein. Ich verbringe meine Zeit damit, mit den Menschen zu sprechen, um ihr Vertrauen zu stärken. Mein Freund in Jacksonville macht „vertieftes Beten", indem er dem Patienten die Hände auflegt und sie für eine Stunde dort lässt. Wenn sich ihr Vertrauen während dieser Zeit verstärkt, dann ist das wunderbar. Ich verbringe meine Zeit damit, mit ihnen zu sprechen und sie so weit zu bekommen, dass sie glauben. Ich bitte sie darum, es zu bekräftigen, es zu sagen, es zu glauben, es zu üben, und es funktioniert. Alles, was von Gott kommt, kommt durch die Gnade des Vertrauens.

Frage: Bieten Sie den Menschen an, für sie zu beten? Antwort: Ich dränge niemandem meinen Dienst auf. Ich warte, bis sie mich darum bitten. Ich spreche auf eine Art und Weise, die eine Einladung ist, mich um ein Gebet zu bitten. Ich sage ihnen, dass ich in meinem Dienst für viele Tausende von Menschen gebetet habe und dass Gott viele tausend Male geantwortet hat. Ich sage ihnen, dass Menschen in der ganzen Welt geheilt wurden, aber ich überlasse es ihnen, mich darum zu bitten. Das trifft sogar auf meine eigene Frau zu. Kürzlich hatte sie eine Halsentzündung, und es war so schlimm, dass sie zwei oder drei Stunden darüber sprach, und endlich bat sie mich: „Würdest du mir die Hände auflegen und für mich beten?" Damit war sie Gott sei Dank geheilt. Das ist es, was ich mache, und ihr müsst euren eigenen Dienst auf der Basis eurer Ansichten tun. Je mehr ihr den Menschen die Hände auflegt, desto mehr gute Ergebnisse werdet ihr haben. Es setzt eure Seele so in Flammen, dass ihr es wieder tut.

21.12.2007 um 18:10 Uhr

Warum nicht die Wahrheit II

von: Seren_a   Kategorie: Buch - Theologie

Teil 4:

„DIE SÖHNE GOTTES"

(Eschatologie¨)

(Anmerkung des Verlegers: der vierte und der fünfte Teil sind Abschriften von Seminaren, die Dr. Fuller an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten hielt.)


JESUS, DER BEISPIELHAFTE SOHN


Bevor wir die Diskussion über den Sohn Gottes beginnen ist es mir wichtig, einige grundsätzliche Voraussetzungen zu besprechen, auf denen diese Diskussion beruht. Ich glaube, dass alles, was Jesus sagte, wahr ist und stütze diese Voraussetzung auf den folgenden Beweis.

Ich stimme denjenigen nicht zu, die sagen, dass sie einen Teil dessen, was Jesus sagte und behauptete, akzeptieren, und einen anderen Teil nicht akzeptieren können. Entweder hatte Er Recht oder Er hatte Unrecht. Einige Leute sagen, dass Jesus nicht der einzige eingeborene Sohn Gottes war. Sie glauben, Er sei ein Mensch wie jeder andere gewesen. Sie sagen, dass Er nicht von einer Jungfrau geboren war - dass diese Geschichte eine Erfindung sei. Sie glauben, dass er einfach ein weiser Mensch war. Für mich ist das nicht so. Weise? Wenn Jesus nicht der war, der Er sagte, dass Er sei, war er dann ein weiser Mann? Zu behaupten, Er sei der Sohn Gottes und es weiterhin zu behaupten, bis man Ihn umbringt, ist das Weisheit? Für mich wäre das Dummheit. Wenn man nicht der ist, der man behauptet zu sein und man es weiß, und es dann trotzdem fortgesetzt behauptet, bis man gekreuzigt wird, ist das nicht weise.

Einige sagen, dass Jesu zweites Erscheinen rein metaphorisch sei - dass der Geist des Christus kommen und den Einzelnen aufsuchen wird, aber dass es keine wirkliche Rückkehr Jesu zur Erde geben wird. Ich bin nicht einverstanden. Als Er seinen Jüngern von der Kreuzigung erzählte, beschrieb Er, dass Er umgebracht würde, auferstehen würde, bei ihnen sein würde und dann in die Dimension Gottes zurückkehren würde. Jesus sagte Seinen Jüngern, dass Er nach Seiner Rückkehr in die Dimension Gottes bis zu Seinem zweiten Erscheinen nicht mehr bei ihnen sein würde. Sie fühlten sich sofort traurig und verlassen deswegen. Jesu Antwort an sie war: „Lasst eure Herzen nicht besorgt sein: Ihr glaubt an Gott, glaubt auch an Mich. Im Haus meines Vaters gibt es viele Häuser (Reiche, Dimensionen). Ich gehe und werde einen Platz für euch bereiten und wenn ich gehe und einen Platz für euch bereite, werde ich wiederkehren und euch unter mir versammeln, damit wo Ich bin auch ihr seid."

An dem Abend, als er das Abendmahl durchführte (das Letzte Abendmahl, die Heilige Eucharistie), sagte er zu seinen Jüngern: „Ich werde die Frucht dieses Weines nicht mehr mit euch trinken, bis ich wiederkehre und wir sie gemeinsam im Königreich Gottes trinken." Er sagt: „Ich werde wiederkommen, um das Königreich auf Erden zu errichten, und bis dahin werde ich die Frucht des Weines nicht mehr mit euch trinken." Das ist keine Metapher. Er spricht davon, denselben Wein zu trinken, den sie beim Abendmahl des Herrn tranken. Ich glaube nicht, dass ein Teil dessen, was Jesus sagte, wahr ist, und ein anderer Teil nicht. Ich akzeptiere alles, was Jesus sagte, buchstäblich.

Dies ist eine Einführung zu unserem nächsten Thema, den Söhnen Gottes.

Johannes schrieb im ersten Kapitel seines Evangeliums: „So vielen wie Ihn (Jesus) empfingen, hat Gott die Kraft gegeben, Söhne Gottes zu werden." Als ich das zum ersten Mal las, dachte ich: „Jemand hat hier falsch übersetzt." Man hatte mir beigebracht, dass, wenn wir Christus annehmen, wir dann Söhne Gottes sind. Doch hier wird uns gesagt, dass wir die Kraft empfangen werden, um Söhne Gottes zu „werden". Ich beschloss, dass ich, wenn ich die Originalsprache lesen könnte, herausfinden würde, wer den Fehler gemacht hatte. Als der Tag kam, an dem ich die Originalsprache lesen konnte, sah ich, dass da kein Fehler war. Ich entdeckte zwei verschiedene griechische Wörter, die mit „Sohn" übersetzt wurden. Eines davon ist das griechische Wort „tekknon". Es weist auf ein kleines Kind hin. Das andere Wort ist „huios", mit dem ein reifer Erwachsener gemeint ist. Obwohl Johannes das Wort „Sohn" benutzt, spricht er nicht nur vom männlichen Geschlecht. Er spricht von jeder Person, die entweder ein Sohn oder eine Tochter Gottes wird. Die Wörter „tekknon" und „huios" sind jedoch beide männlich.

Um den Gebrauch dieser Wörter zu verstehen, muss man sie im Licht einer jüdischen Familie betrachten. Das junge, männliche Kind bleibt ein Kind, bis es ein gewisses Alter erreicht hat. Zu dieser Zeit wechselt es in die Erwachsenenwelt. Vor dieser Feier hat jeder Diener des Hauses die vollständige Herrschaft über das Kind. Wenn der Diener dem Kind irgend etwas befiehlt, muss das Kind es tun. Am Tag nach der Zeremonie befiehlt das Kind dem Diener, was er zu tun hat. Das jüdische Volk hatte und hat immer noch eine Feier namens Bar Mitzvah, mit der das Kind in die angemessene Position in der Familie eingesetzt wird.

Zu biblischen Zeiten hing das Alter, in dem ein Kind in die Erwachsenenwelt wechselte, davon ab, zu welchem der zwölf Stämme Israels es gehörte. Das Alter dafür war achtzehn, einundzwanzig oder dreißig. Im Stamm von Judah, dem Stamm Jesu, war das Alter dreißig. Jesus war auch dreißig, als Er zu Seinem Dienst fand. Ich weiß nicht, ob das irgendeine Bedeutung hat oder nicht. Den Unterschied zwischen „tekknon" und „huios" zu verstehen, ist sinnvoll, wenn Johannes sagt: „Gott hat euch (tekknon - kleiner Sohn) die Kraft gegeben, Söhne Gottes (huios - erwachsene Söhne) zu werden." Später schreibt Paulus: „Diejenigen, die vom Geist geführt sind, sie sind die Söhne Gottes." Paulus gebraucht das Wort „huios".

Die meisten Leute, die Theologie unterrichten, benutzen die Bibel, um zur Grundvoraussetzung hinzuführen. Ich mache es anders. Ich nenne zuerst meine Grundvoraussetzung und stütze sie dann mit der biblischen Schrift. Es ist wichtig, zu bestimmen, ob die Grundvoraussetzung richtig oder falsch ist. Wenn die Grundvoraussetzung falsch ist, dann ist alles, was daraus geschlossen wird, ebenfalls falsch. Ich kann euch beweisen, dass vier plus vier zehn ist, wenn ihr meine Grundvoraussetzung akzeptiert. Meine Grundvoraussetzung ist, dass zwei plus zwei fünf ist. Hier ist die Grundvoraussetzung falsch, und damit ist auch alles andere falsch. Deswegen nenne ich die Grundvoraussetzung zuerst und lese dann die Stellen in der Bibel, die sie beweisen.

Im Neuen Testament haben wir die weihnachtlichen Schriften über den Besuch der Engel, den Besuch der Hirten, die Reise nach Bethlehem usw. Es gibt auch im Alten Testament eine weihnachtliche Schrift, die siebenhundertfünfzig Jahre vor Jesu Geburt stattfand. In Isaias 7:14 lesen wir folgende Worte: „Daher wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben, eine Jungfrau wird einen Sohn gebären und wird ihn Emanuel nennen." Ich weiß sicher, dass Jesus von einer Jungfrau geboren wurde. Das ist wahr. Ich bin im Herzen davon überzeugt. Es gibt diejenigen, die sagen, dass diese jungfräuliche Geburt nicht wahr sein kann. Sie haben sogar versucht, das Wort „Jungfrau" mit „junge Frau" neu zu übersetzen. Es wäre nichts Besonderes an einer jungen Frau, die einen Sohn gebiert. Ich glaube jedoch, dass die jungfräuliche Geburt nicht das Zeichen ist. Es gibt vier Verfasser des Evangeliums, Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Sie schrieben die Geschichte von Jesus nieder. Einige Ereignisse des Lebens von Jesus werden von allen vier Autoren beschrieben. Andere Geschichten werden nur von drei, zwei oder einem Schreiber wiedergegeben. Sie haben alle verschiedene Standpunkte und manchmal scheint es, als widersprächen sie sich. Das ist dieselbe Situation, in der zwei Menschen sich befinden, die von der jeweils gegenüberliegenden Seite aus einen Autounfall beobachten. Ihre Beschreibung des Unfalls wird unterschiedlich sein.

Der erste Evangelienschreiber, über den wir sprechen werden, ist Matthäus. Matthäus ist einer der zwölf Jünger. Davor war er ein Hebräer, der buchstäblich seine Seele der römischen Regierung übergeben hatte. Er war ein Steuereintreiber oder Zöllner für die Römer geworden. Es war eine lukrative Aufgabe, denn die Römer setzten bestimmte Steuersätze an und alles, was darüber lag, konnte der Steuereintreiber für sich behalten. Das war in den Augen des hebräischen Volkes das Tiefste, zu dem jemand sinken konnte. Sogar die Gegner von Jesus sprachen schlecht von ihm, weil er mit Zöllnern aß und trank.

Eines Tages saß Matthäus am Zollamt und sammelte Steuern ein, als Jesus vorüberkam. Sie sahen sich in die Augen und Jesus sagte: „Folge mir." Matthäus erhob sich vom Tisch, ließ all die Listen und all das Geld liegen und ging mit Jesus. Ich habe mich oft gefragt, weshalb Gott uns nicht mehr Informationen darüber gibt, was während des Augenkontaktes geschah. Auf jeden Fall war Matthäus von Jesus begeistert.

Matthäus war die Rechtmäßigkeit wichtig. Sein Ziel beim Schreiben ist es, dem hebräischen Volk zu beweisen, dass Jesus Christus wahrhaftig der Messias ist, der vor siebenhundertfünfzig Jahren prophezeit wurde. Matthäus beweist dies vierzig mal in seinem Evangelium.

Markus hatte sein Evangelium vor Matthäus geschrieben. Markus war während des Lebens von Jesus ein Teenager. Seiner Mutter gehörte das Haus, in dem das Letzte Abendmahl gehalten wurde. Sein Name zu jener Zeit war Johannes Markus. In allen Evangelium kommt eine Geschichte über einen Jungen vor, der bei Jesus war, als die Römer kamen, um Jesus festzunehmen. Sie packten ihn an seiner Kleidung. Er schlüpfte aus der Kleidung und rannte unbekleidet die Straße hinunter. Das war Johannes Markus.

Johannes Markus‘ Mutter war die Schwester eines Mannes aus Zypern mit Namen Barnabas - der somit Johannes Markus‘ Onkel war. Etwa drei Jahre nach der Kreuzigung sprach der Geist Gottes in der Kirche in Antioch in Syrien, der größten aller Kirchen, während eines Gottesdienstes zur Gemeinde und sagte: „Lasst Paulus und Barnabas Missionare für die Ungläubigen sein." Sie sollten die Botschaft des wahren Messias den Heiden der Welt überbringen. Als sie sich aufmachten, waren sie ältere Männer, während Johannes Markus Anfang zwanzig war. Barnabas sagte zu Paulus: „Warum nehmen wir nicht meinen Neffen, Johannes Markus, mit? Er ist ein junger Mann und kann uns gut beistehen. Er wird uns ein guter Helfer sein." Sie entschlossen sich, ihn mitzunehmen.

Wenn Paulus und Barnabas auf Reisen waren, arbeiteten sie wo immer sie waren, und schlugen dort ihre Zelte auf. Sie blieben in einer Stadt nicht nur drei oder vier Tage oder ein paar Wochen. Manchmal blieben sie zwei Jahre in derselben Stadt.

Als sie sich auf ihre erste Missionstour machten, bewegte Barnabas Paulus, zuerst die Insel Zypern im Mittelmeer zu besuchen, denn das war Barnabas‘ Heimat. Er wollte zurück nach Hause gehen. Sie reisten mit einem Boot nach Zypern und gingen am nördlichen Punkt an Land. Sie gingen die Küste der Insel entlang und blieben an einem Ort mehrere Monate, an einem anderen zwei Jahre. Schließlich trafen sie in Troas ein. Dort sprach Gott in einer Vision zu Paulus. In dieser Vision sah Paulus einen Mann in Mazedonien auf dem europäischen Festland, der sagte: „Kommt herüber und lehrt uns." Am nächsten Tag verließen sie Troas und gingen nach Mazedonien.

Sie waren erst wenige Tage dort, als Johannes Markus sie verließ und zurück nach Jerusalem ging. Zuerst war Paulus ärgerlich. Er sagte: „Sobald Johannes Markus in das Moskito-verseuchte Marschland kam, hatte er nicht mehr den nötigen Mumm. Er hat uns im Stich gelassen." Später bereute er, was er vorher gesagt hatte, und sagte: „Der junge Johannes Markus hatte einen guten Grund, zurückzukehren." Der Grund war, dass sie nichts hatten, was sie den Leuten hinterlassen konnten, außer der Erinnerung daran, was Paulus sie über Jesus gelehrt hatte. Johannes Markus war der Meinung, die Leute sollten mehr als das haben. Er war inspiriert, das Leben Jesu aufzuschreiben, so dass jemand seine Schrift abschreiben und in jeder Stadt eine Kopie hinterlassen konnte. Seine Rückkehr nach Jerusalem ermöglichte es den anderen Aposteln, ihm bei der Niederschrift vom Leben und den Lehren Jesu zu helfen. Er schrieb für die Missionare. Sein Evangelium war das erste.

Als Matthäus sein Evangelium schrieb, hatte er Johannes Markus‘ Evangelium in Händen. Er sagte: „Johannes Markus hat das für die Missionare gut gemacht, aber ich möchte für die Hebräer schreiben und ihnen beweisen, dass Jesus wahrhaftig der Messias ist, von dem die Prophezeiung spricht." Deswegen ist seine Schrift eine rechtliche.

Später schrieb ein weiterer Mann, Lukas, das dritte Evangelium. Lukas war Arzt und lebte auf der Insel Zypern in der Stadt Troas. Das ist dieselbe Stadt, in der Paulus die Vision hatte, nach Mazedonien zu gehen. Er hörte die Botschaft von Jesus und schloss sich Paulus und Barnabas an. Nachdem er eine Weile mit ihnen herumgereist war, entschloss er sich, über das Leben Jesu zu schreiben. Er sagte: „Ja, Markus schrieb eine gute Abhandlung für die Missionare und Matthäus schrieb für die Hebräer und bewies, dass Jesus der Messias ist, und er machte es gut, aber keiner von ihnen ist in Einzelheiten gegangen. Sie schrieben über die Punkte, die für ihren Zweck wichtig waren. Ich möchte mehr über die Einzelheiten schreiben, Schritt für Schritt." Auch er ging zurück nach Jerusalem, um bei den Aposteln zu sein, die tatsächlich mit Jesus zusammen gewesen waren, denn er hatte Jesus nie persönlich kennengelernt. Lukas schrieb auch das Buch der Apostelgeschichte. In der Apostelgeschichte findet man die Einzelheiten darüber, als Gott in der Kirche in Antioch sprach und sagte: „Sendet Paulus und Barnabas...". Man beachte, dass Lukas seine Niederschrift in der dritten Person beginnt. Es handelt davon, was sie taten. Wenn er über Troas schreibt, schreibt er aus dem Blickwinkel des „Wir", denn er hatte sich dort Paulus und Barnabas angeschlossen.

Die Evangelien von Markus, Matthäus und Lukas wurden alle innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren geschrieben und sind als die synoptischen Evangelien bekannt.

Das Evangelium von Johannes wurde elf Jahre später geschrieben. Johannes wird auch Jünger der Liebe genannt. Als Johannes schrieb, lagen ihm die Schriften von Johannes Markus, Matthäus und Lukas vor. Er sagte: „Ja, Markus hat es für die Missionare gut gemacht, Matthäus war sehr gut darin, zu beweisen, dass Jesus der Messias war, und Lukas hat sehr gut die Einzelheiten wiedergegeben. Nun möchte ich über die Liebe Gottes schreiben, die sich im Leben Jesu ausdrückt."

Meiner Meinung nach ist das Evangelium von Johannes in der griechischen Sprache Koine das großartigste Prosawerk, das jemals geschrieben wurde. Es ist wunderschön, wenn man es in dieser Sprache liest, denn die Sprache ist um so viel ausdrucksstärker als das Englische. In der Übersetzung geht viel verloren.

Wir haben über die vier Evangelienschreiber als Vorbereitung auf unsere nächste Diskussion gesprochen. Gehen wir zurück zu Matthäus, der mit seinem Sinn für Recht ein großartiger Rechtsanwalt geworden wäre. Er macht sich daran, zu beweisen, dass die siebenhundertfünfzig Jahre zuvor geschriebene Prophezeiung aussagt, dass das Zeichen nicht die jungfräuliche Geburt ist, sondern dass das Zeichen Jesus selbst ist.

Matthäus schreibt über Josef, Marias zukünftigen Ehemann. Maria war schwanger - das Kind hatte sie vom Heiligen Geist Gottes empfangen. Zu dieser Zeit war sie bereits mit Josef verlobt und sie wollten heiraten. Er war bestürzt, als er erfuhr, dass sie schwanger war, und er wollte das Richtige tun. Er denkt darüber nach, sie heimlich zu entlassen und sich eine andere Frau zu suchen. Matthäus beschreibt in Kapitel 1, Vers 20-22, was als nächstes geschieht: „Als er darüber nachdachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: ‚Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn, was in ihr gezeugt ist, stammt vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk erlösen von seinen Sünden.‘ Dies alles ist geschehen, damit erfüllt würde, was gesagt ist vom Herrn durch den Propheten: ‚Siehe, die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären, und man wird ihn Immanuel nennen, was übersetzt heißt: ‚Gott mit uns‘."

Matthias erzählt uns, dass Gott Josef einen Engel schickte und ihm sagte: „Nein, schicke Maria nicht fort. Diese Schwangerschaft ist vom Geist Gottes." Dann zitiert er Isaias. Nirgends steht hier, dass die jungfräuliche Geburt das Zeichen ist. Mir scheint, wenn dieser Mann Matthäus so begierig ist, zu beweisen, dass Jesus der Messias ist und vierzig Beispiele dafür anführt, er dieses sicherlich nicht ausgelassen hätte. Ich glaube nicht, dass die jungfräuliche Geburt das Zeichen ist. Ich glaube, dass Jesus selbst das Zeichen ist.

Wenn ihr immer noch einige Zweifel daran habt, dann lasst uns weiterlesen. Bei Lukas 2:11-12 steht: „Euch wurde heute in der Stadt Davids ein Retter geboren, der ist Messias und Herr. Und dies soll euch zum Zeichen sein: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln eingehüllt und in einer Krippe liegend." Einige sagen, dass die Engel den Hirten sagten, dass es in dieser Passage ein Zeichen gibt, und dass das Zeichen die Windeln sind. Das kann nicht sein, denn alle neugeborenen Babys waren in Windeln gewickelt.

Das Neue Testament, das ursprünglich in der originalen griechischen Koine-Sprache geschrieben wurde, hatte keine Absätze, numerierte Verse oder Satzzeichen. Es gab überhaupt keine Zwischenräume zwischen den Wörtern. Seither haben Menschen zur Bequemlichkeit Absätze, Verse und Zahlen eingefügt. Die Art und Weise wie dieser Vers mit Satzzeichen versehen wurde, lässt ihn so erscheinen, als seien die Windeln das Zeichen, und andere mögen sagen, dass das Zeichen die jungfräuliche Geburt selbst ist. Wenn man die Interpunktion ändert, könnte es sich so lesen: „Euch wurde heute in der Stadt Davids ein Retter geboren, der ist Messias und Herr, und dies soll euch zum Zeichen sein." So bedeutet es, dass das Kind das Zeichen ist.

Fahren wir fort und schauen, was bei Lukas 2:34 über den Propheten Simeon steht. Simeon war der höchste Priester zur Zeit Jesu. Simeon wurde gesagt, dass er dem Tod nicht begegnen würde, bis er den Messias in seinen Armen halten würde. In Vers 34 sagt Lukas: „Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, seiner Mutter: ‚Siehe, dieser ist bestimmt zum Fall und zum Aufstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird.‘" Simeon sagt, dass das Kind das Zeichen ist.

Gehen wir einen Schritt weiter. Wie wäre es, wenn Jesus selbst sagte, dass Er das Zeichen ist. Bei Lukas 11:29-30 sagt Jesus: „Dieses Geschlecht ist ein böses Geschlecht; es verlangt ein Zeichen doch es wird ihm kein anderes Zeichen gegeben werden als das Zeichen des Jona. Wie nämlich Jona für die Niniviten ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn sein für dieses Geschlecht." Jesus sagt: „Wie Jona das Zeichen für die Niniviten war, suchen alle Menschen heute ein Zeichen. Es wird kein Zeichen gegeben, außer Jona, den Propheten. Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des großen Fisches verbrachte, so werde ich drei Tage und drei Nächte in einem Grab verbringen." Jesus sagte, Er ist das Zeichen. Das Zeichen ist nicht die jungfräuliche Geburt. Das Zeichen ist Jesus Selbst.

Wohin ich die Diskussion führen wollte, ist die Frage: „Wofür war Jesus das Zeichen?" Zeichen sollen auf irgend etwas hindeuten. Wenn die Bibel in all diese Einzelheiten über das Zeichen geht, dann muss es wichtig sein. Meine Grundvoraussetzung ist hier, dass Jesus das Zeichen von etwas ist, was heute geschieht, und was mit Johannes dem Täufer begann und sich seither entfaltet hat und sich fortsetzen wird, bis es eines Tages zur vollen Entfaltung kommt. Jesus ist das Zeichen für Ereignisse, die sich heute ereignen. Es gibt ein Zusammenfinden oder eine Gründung einer Gruppe von Menschen, die den Herrn Jesus Christus erwarten, der persönlich zurückkommen wird und das Königreich Gottes hier auf Erden errichten wird. Das wird am Ende der Zeit stattfinden (dem neuen Zeitalter, der goldenen Ära oder der nächsten Fügung).

Es gibt eine Gruppe, die als „Verzückungs"-Leute bekannt sind, die glauben und lehren, dass Jesus zurückkehren wird und alle von Gott auserwählten Menschen von diesem Planeten wegnehmen wird. Diese auserwählten Menschen sind nur diejenigen, die gerettet wurden. Diejenigen, die nicht errettet sind, werden zurückgelassen. Während der Zeit der Verzückung, sagen sie, würde ein großer Aufruhr sein. Ich habe diese Lehre „Kuchen-im-Himmel-irgendwann-vielleicht" genannt.

Vor einigen Jahren fuhr ich mit einem Verzückungsgläubigen im Auto, und auf dem Handschuhfach war ein Aufkleber. Der Aufkleber besagte, dass der Fahrer dieses Wagens ein wiedergeborener Christ war. Es stand da, dass Jesus kommen wird (den Tag oder die Stunde kennt niemand) und auf einmal alle wiedergeborenen Christen von dieser Erde wegnehmen wird. Es wurde davor gewarnt, dass, wenn der Beifahrer kein wiedergeborener Christ sei, er darauf vorbereitet sein solle, ins Lenkrad zu fassen, wenn der Fahrer in Verzückung nach oben erhoben werden sollte. Ja, Jesus kommt zurück, aber es gibt in der Bibel nichts, was solche eine Verzückung stützt.

Ich behaupte, dass alles über Jesus, von Seiner Empfängnis bis zu Seinem Aufstieg, Teil des Zeichens ist. Er ist das Zeichen für das Hervorkommen des vielzähligen Körpers, der der Sache des Christus vollkommen hingegeben ist. Es begann mit Johannes dem Täufer, der sagte: „Das Königreich Gottes ist nahe" und wird eines Tages hier auf Erden voll entfaltet sein. Als die Jünger Jesu Ihn baten: „Lehre uns zu beten", gab er ihnen das, was wir das Mustergebet nennen, das Vaterunser. Darin sagt Er, dass wir so beten sollen: „Dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auch hier auf Erden..." Er sagt, es wird direkt hier auf der Erde geschehen.

Dieser vielzählige Körper hat viele Namen. Man könnte ihn „Überwindergruppe" nennen. In der Offenbarung 3:21 heißt es: „Dem, der überwindet, werde ich gewähren, sich mit mir auf meinen Thron zu setzen, wie auch ich überwand und mich mit meinem Vater auf den Thron setzte." Man könnte sie den „vollkommenen Menschen" nennen. Paulus schreibt darüber im Brief an die Epheser 4:11-13. Er sagt: „Er bestellte manche als Apostel, als Propheten, als Evangelisten, Hirten und Lehrer zur Heranbildung der Heiligen für die Ausübung des Dienstes, für den Aufbau des Leibes Christi, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zu einem vollkommenen Menschen (Mann), zum Vollmaß der Gestalt in der Fülle Christ."

Als ich das zum ersten Mal las, hatte ich Schwierigkeiten damit, denn es beginnt mit dem Plural und endet mit dem Singular. Er sagt: „Gott bestellte diese Geistlichen bis wir alle..." Dann sagt er: „...zu einem vollkommenen Mann". Ich dachte, jemand hätte fehlerhaft übersetzt. Als ich die Originalsprache lesen konnte, sah ich, dass die Übersetzung korrekt war. Er spricht über diesen vielzähligen Körper, den man die Gruppe des perfekten Menschen oder die Söhne Gottes nennen könnte.

Bei Johannes 1:12 heißt es: „Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er die Kraft, Söhne Gottes zu werden." Alles im Leben und im Dienst von Jesus, von Seiner Empfängnis bis zu Seinem Aufstieg, war Teil des Zeichens.

Sprechen wir nun im einzelnen darüber - von Jesu Empfängnis bis zu Seinem Aufstieg.

1. Jesu Empfängnis war Teil des Zeichens. In Matthäus 1:20 steht geschrieben: „Als er darüber nachdachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: ‚Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn, was in ihr gezeugt ist, stammt vom Heiligen Geist." Jesus wurde vom Heiligen Geist empfangen und dieser vielzählige Körper wird ebenfalls vom Heiligen Geist empfangen werden. Die Mitglieder dieses vielzähligen Körpers werden nicht von den Führern irgendeiner geistlichen Hierarchie ausgewählt. Sie werden ausgewählt, buchstäblich empfangen, vom Heiligen Geist. Alles im Leben Jesu, einschließlich seiner Empfängnis, ist Teil des Zeichens.

2. Jesu Geburt war Teil des Zeichens. Im Buch der Offenbarung 12:1-5 heißt es: „Und es erschien ein großes Wunder am Himmel. Eine Frau, mit der Sonne bekleidet und den Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone mit zwölf Sternen, und sie war gesegneten Leibes und schrie in den Wehen der Geburt. Und ein anderes Wunder erschien am Himmel und seht, dort erschien ein großer roter Drache mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und sieben Kronen auf seinen Köpfen und sein Schwanz fesselte den dritten Teil der Sterne des Himmels und fegte sie hinweg auf die Erde. Und der Drache stand vor der Frau, die dabei war zu gebären, um ihr Kind zu verschlingen, sobald es geboren wäre. Und sie gebar einen Jungen, der alle Völker mit eisernem Stab regieren sollte."

Als ich im baptistischen theologischen Seminar in New Orleans war, wurde darüber gelehrt. Sogar da gab es zwei Denkschulen innerhalb der Fakultät. Ein Teil von ihnen sagte, dass die Frau, die dabei ist zu gebären, die Jungfrau Maria sei, aus der Jesus hervorging. Die andere Gruppe lehrte, dass die Frau das Volk Israel war, aus dem Jesus kam. Einig waren sich beide darin, dass es Jesus war, der von dieser Frau kam.

Sie hatten ein ganz gutes Argument, wenn sie sagten, dass der große rote Drache die römische Regierung sei. Der Kaiser in Rom hatte ein Drittel der zivilisierten Welt erobert und regierte diesen Teil der Welt durch zehn Gouverneure in den zehn verschiedenen Städten. Diese Städte wurden „Dekapolis" genannt. „Deka" bedeutet zehn und „polis" bedeutet Stadt. Der Gouverneur jeder Stadt wurde Prokurator genannt. Es gab auch einen prytorianischen Beigestellten, der dem Gouverneur beim Regieren der Stadt helfen sollte. Innerhalb der Mauern Roms befinden sich sieben Hügel - also die sieben Hörner.

Als ich für den Dienst studierte, wollte ich alles lernen, was ich nur lernen konnte, und der beste Geistliche sein, der ich sein konnte. Ich war sehr eifrig. Ich übergab mich diesen Professoren, die im Seminar lehrten, ganz und gar. Und ich akzeptierte alles. Für mich waren sie die klügsten Menschen der Welt. Ich hatte keinen Grund, anderer Meinung zu sein. Ich war ein guter Baptist und daher musste alles, was sie lehrten, richtig sein. Seitdem musste ich ungefähr fünfundneunzig Prozent der Dinge, die ich in der Schule lernte, wieder verlernen.

Als ich die Schule beendet hatte, schaute ich mir das noch einmal an. Die Analogie, die sie mich gelehrt hatten, stimmte hinten und vorne nicht. Wenn das eine Analogie ist, dann muss sie auch passen. Wenn sie nicht überall passt, dann ist es keine gute Analogie. In der Schrift heißt es, dass der große rote Drache auf der Lauer lag und bereit war, das Kind zu verschlingen, sobald es geboren wäre. Das war nicht so. Die Römer wussten vor Ablauf von zwei Jahren nicht einmal etwas von der Geburt des Kindes-

Zu dieser Zeit war Herodes der Gouverneur von Jerusalem. Eines Tages kamen drei Männer aus dem Fernen Osten, die Drei Weisen aus dem Morgenland, um ihn zu besuchen. Sie hatten ihre Heimat verlassen und waren einem Stern gefolgt. Es war ihnen gesagt worden, dass der König der Juden geboren werden würde, die Herrschaft über alles an sich nehmen würde, und dass der Stern sie zu Ihm führen würde. Betrachtet man die Entfernung, die sie überwunden hatten, hatten sie wahrscheinlich zwei Jahre gebraucht, um Jesus zu erreichen. Sie reisten bei Nacht, weil sie den Stern am Tag nicht sehen konnten.

Je näher sie dorthin kamen, wo der Stern war, desto höher stieg der Stern. Endlich erreichten sie einen Ort, an dem er genau über ihnen stand.

An diesem Punkt fragten sie sich, was sie jetzt tun sollten. Wenn irgend jemand wusste, wer das Kind war, dann war es gewiss der Gouverneur. Sie fragten ihn: „Wo ist der, der als König der Juden geboren wurde?"

Herodes erschrak. Er dachte: „Der Kaiser hat mich hierher geschickt, um der Herrscher zu sein, und nun wird ein anderer geboren, der der Herrscher sein soll?" Das war das erste Mal, dass Herodes von diesem „König der Juden" gehört hatte.

Herodes rief seine Berater zu sich und befragte sie über die Geburt des Königs der Juden. Nachdem sie die hebräische Geschichte durchforscht hatten, sagten sie zu Herodes: „Ja, es ist in den hebräischen Schriften prophezeit worden. Er wird in Bethlehem geboren."

Herodes kehrte zu den Männern aus dem Fernen Osten zurück und sagte: „Ihr findet das Kind in Bethlehem." Er ließ sie mit der Bitte gehen: „Auf eurem Rückweg nach Hause sagt ihr mir bitte, wo ihr ihn gefunden habt, damit ich hingehe und ihm meine Ehrerbietung darbringe." Natürlich war es überhaupt nicht seine Absicht, dies zu tun.

Die weisen Männer zogen los, um das neu geborene Baby zu finden, um Ihm Geschenke und Ehrerbietungen darzubringen. Als sie zurückkamen machten sie einen Bogen um Jerusalem.

Herodes war frustriert. Niemand würde seinen Platz als Herrscher über die Juden übernehmen. Er verabschiedete dann einen Erlass, in dem es hieß, dass alle männlichen Kinder unter zwei Jahren umgebracht werden sollten. Daher wissen wir, dass die weisen Männer zwei Jahre gebraucht hatten, um Jesus zu finden.

Wenn man zu Weihnachten die Szene der Geburt Christi mit den weisen Männern darin sieht, dann ist das falsch. Die Weisen kamen erst zwei Jahre später. Der große rote Drache lag nicht auf der Lauer, um das Kind zu verschlingen, sobald es geboren wäre.

„Ihr wollt die Wahrheit wissen und es wird euch befreien." Viele Leute glauben, dass unfrei zu sein, bedeutet, hinter Eisenstangen eingesperrt zu sein. Ich glaube, dass viele Leute in dem eingesperrt sind, was ich Babylon nenne. Sie sind gefangen in verschiedenen Ideologien und Theologien. Jesus sagt, wenn ihr die Wahrheit kennt, werdet ihr von allem frei sein. Eines Tages wurde mir klar, dass wir Baptisten nicht alles wissen. Dann entschied ich mich für den Hinweis Jesu - die Wahrheit zu wissen. Die Wahrheit steht immer außerhalb jeden Widerspruchs. Wenn sie wahr ist, ist sie wahr. Wenn zwei Menschen oder zwei Gruppe von Menschen eine Unstimmigkeit in ihrem Glaubenssystem haben, dann hat einer von ihnen, oder vielleicht beide, Unrecht. Wenn es die Wahrheit für beide wäre, wären sie einer Meinung.

Als mir klar wurde, dass die Analogie des großen roten Drachens, der auf der Lauer lag, um das Kind zu verschlingen sobald es geboren wäre, mit den Tatsachen nicht übereinstimmte, überbrachte ich die Sache dem Gebet, dem Studium und dem Forschen. Ich fand heraus, dass eine Frau in der Bibel und besonders im Neuen Testament oftmals die Kirche repräsentiert. Als ich dies auf die Geschichte anwendete, passte es auf einmal. Tatsächlich passt es in jeder Hinsicht. Die Frau ist die Kirche, die Braut Christi oder die Frau des Lamms, aus der Jesus kam. Der große rote Drache ist nicht die römische Regierung, denn die römische Regierung erfuhr erst zwei Jahre später von Jesu Geburt. Der große rote Drache ist der Feind selbst - die böse Kraft.

Im Buch der Offenbarung 21:1-2 beschreibt Johannes, was er in seiner Vision sah: „Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde: denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und ich, Johannes, sah die heilige Stadt herniedersteigen von Gott aus dem Himmel, gekleidet wie eine Braut, die geschmückt ist für ihren Mann." Es wird eine Hochzeit geben.

Isaias sah das etwa achthundert Jahre bevor Jesus es Johannes offenbart hatte voraus. In Isaias 62:5 gibt es eine Stelle, von der ihr wahrscheinlich in der Kirche niemals etwas gehört habt. Man übergeht sie einfach, als ob sie nicht existierte. „Wie sich nämlich der Jüngling mit der Jungfrau vermählt, so werden deine Söhne dich heiraten. Und wie der Bräutigam sich freut über die Braut, so wird Gott sich über dich freuen."

Achthundert Jahre später zeigte Gott dies dem Johannes im Buch der Offenbarung 19:7. Er sagte: „Lasst uns freudig sein, frohlocken und ihm die Ehre geben, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen und seine Braut hält sich bereit." „Deine Söhne werden dich heiraten", sagte Isaias. Das ist unklar, wenn man es nicht in diesem Licht sieht. Die Empfängnis von Jesus ist Teil des Zeichens. Sein ganzes Leben und Werk, von der Empfängnis bis zur Auferstehung, ist Teil des Zeichens.

3. Die Taufe Jesu war Teil des Zeichens. An diesem Tag gab es zwei Taufen. Jesus ging zum Jordan, wo Johannes die Menschen taufte. Im Evangelium des Matthäus 3:13-17 sagt Matthäus: „Da kam Jesus aus Galiläa zu Johannes, um von ihm getauft zu werden, doch Johannes sagte: ‚Ich habe nötig, von dir getauft zu werden. Warum kommst du zu mir?‘ Und Jesus sagte zu ihm: ‚Lass es jetzt geschehen, denn so ziemt es uns, dass wir alle Gerechtigkeit erfüllen.‘ Dann taufte Johannes ihn und als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser heraus, und es öffnete sich ihm der Himmel und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabsteigen und über sich leuchten und eine Stimme vom Himmel sagte: ‚Dies ist Mein Geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.‘" Der Sohn Gottes wurde an diesem Tag im Wasser und auch im Heiligen Geist getauft. Diejenigen, die dort waren, sagten, sie sahen den Geist Gottes, der wie eine Taube war, und der in und über Jesus kam. Sie sagten nicht, dass es eine Taube war. Sie sagten, es war wie eine Taube. Seither ist die Taube das Symbol des Heiligen Geistes. Jesu Taufe ist Teil des Zeichens. Der vielzählige Körper wird ebenfalls im Heiligen Geist getauft werden. Das ganze Leben Jesu und sein Werk sind Teil des Zeichens.

4. Das Leben und Werk Jesu nach seiner Taufe war Teil des Zeichens. Als er durch den Heiligen Geist getauft war, erfüllte Jesus die volle Sohnschaft. Er wirkte keine Wunder, bevor er getauft war. Er hatte niemals Wasser in Wein verwandelt; Er hatte niemals Kranke gesund gemacht; Er hatte niemals Blinde sehend gemacht oder Tote auferstehen lassen, bevor er durch den Heiligen Geist getauft wurde. Zu dieser Zeit war er dreißig Jahre alt. Jesus wirkte in den folgenden dreieinhalb Jahren viele Wunder. Meine Aussage ist, dass dieser vielzählige Körper ebenfalls vom Heiligen Geist getauft wird und ebenfalls hinausgehen und Wunder wirken wird. Sie werden mit der Kraft Gottes den Leuten die Hände auflegen, die Kranken heilen, und alle Dinge tun, die Jesus tat, und größere Dinge als Er.

Im Buch der Offenbarung 12:6 heißt es: „Und die Frau floh in die Wildnis, wo sie einen von Gott bereiteten Platz hatte, wo sie für tausendzweihundertunddrei Tage genährt wurde." Ich weiß nicht, ob ich das alles vollkommen verstehe, doch ich finde es bedeutsam, dass diese Zeitspanne genau der Zeitdauer entspricht, die Jesus in Seinem Dienst tätig war - dreieinhalb Jahre. Die Frau wird dreieinhalb Jahre lang vorbereitet. In jenen Tagen gingen die Mütter nach der Geburt durch eine Reinigungszeit. Es ist interessant zu sehen, wie das zusammenpasst. Das ganze Leben Jesu und sein Werk ist Teil des Zeichens.

5. Sein Tod war Teil des Zeichens. Philippus war der Jünger, der zu Jesus kam und bat: „Zeig uns den Vater." Jesus sagte: „Wenn du mich gesehen hast, dann hast du den Vater gesehen, denn ich und der Vater sind eins." Dieser selbe Philippus kam ein anderes Mal zu Jesus und sagte: „Es sind ein paar Griechen vor der Tür. Sie bitten darum, dich zu sehen, den Sohn Gottes." Jesu Antwort in Johannes 12:23-24 war seltsam: „Und Jesus anwortete ihnen und sagte: ‚Die Stunde ist gekommen, dass der Sohn Gottes verherrlicht werden soll. Wahrlich ich sage euch, wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein, wenn es aber stirbt, bringt es viele Frucht hervor.‘" Jesus sagt: „Wenn ihr den Vater sehen wollt, dann schaut den Sohn an. Wenn ihr wirklich Jesus in all Seiner Herrlichkeit sehen wollt, dann schaut auf den vielzähligen Körper, der durch Seinen Sieg über den Tod hervorkommt." Sie alle kommen hervor, so wie der Tod des Samens viel Frucht hervorbringt. Jesu Tod ist Teil des Zeichens.

Jesus war tot für die Dinge der Welt. Sie bedeuteten Ihm nichts. Er hatte keine Kutsche, auf der er fahren konnte, sondern ging zu Fuß überall hin - im Staub des Sommers und im Schlamm des Winters. Er besaß niemals ein Haus, schrieb niemals ein Buch und besaß kein öffentliches Adressbuch. Er hatte kein Geld. Einmal sollte die Gruppe Steuern zahlen. Um das Geld zu bekommen, trug Er einem der Männer auf: „Geh hinunter zum Wasser und werfe einen Haken ohne Köder aus. Wenn du ihn hochziehst, wird ein Fisch daran hängen. Töte den Fisch nicht, öffne nur seinen Mund und du wirst darin eine Goldmünze vorfinden. Bring diese Münze zurück und zahle die Steuern." Jesus wurde zu den Dingen, die Er benötigte, geführt. Er kümmerte sich um „materielle Dinge" nur insoweit sie für die Herrlichkeit Gottes verwendet werden konnten. Denkt nicht, dass dieser vielzählige Körper, der geschaffen wird, nicht genauso motiviert sein wird. Sie werden keine Wünsche nach den Dingen der Welt haben, es sei denn, sie können für die Herrlichkeit Gottes verwendet werden. Alles, was sie besitzen, werden sie zur Verherrlichung Gottes verwenden. Menschen, die Geld für schlechte Zeiten zurücklegen, werden schlechte Zeiten vorfinden, denn „Wie der Mensch denkt, so ist er."

Nehmen wir an, ihr geht auf den Friedhof, wo ein Freund von euch begraben liegt, und ihr verbringt den Tag mit ihm, schaut, wieviel Reaktion ihr bekommt. Rühmt ihn und sagt ihm, er solle antworten. Seht, ob ihr sein Ego dazu bringen könnt, sich aufzublasen. Wenn das nicht funktioniert, dann erniedrigt ihn, indem ihr hässliche Dinge zu ihm sagt und seht, ob ihr ihn damit auf die Palme bringen könnt. Wenn das nicht funktioniert, versucht ihn zu bestechen. Bietet ihm Geld an. Schaut, ob ihr ihn dazu bringen könnt, irgendwie zu reagieren. Am Ende des Tages werdet ihr sehen, dass ihr von ihm überhaupt keine Reaktion bekommen habt. Warum? Weil er tot ist. Er antwortet auf keine Ansprache irgendwelcher Art. Ist es nicht so, dass in eurem Leben fast täglich etwas geschieht, das euch zeigt, dass ihr noch nicht tot seid? Ein vollkommen hingegebener Sohn Gottes ist für die Dinge der Welt tot. Er wird nicht ärgerlich, er wird nicht frustriert. Er ist anders als andere Menschen. Er ist ein Sohn Gottes. Alles, was Jesus betrifft, ist Teil des Zeichens. Sein Tod war Teil des Zeichens.

6. Jesu Auferstehung war Teil des Zeichens. Im Brief an die Römer 6:3,4,5 u. 8 heißt es: „Wisst ihr nicht, dass so viele von uns, die auf Jesus Christus getauft wurden, auf seinen Tod getauft wurden? Sind wir nämlich miteinbezogen worden in die Gestalt seines Todes, werden wir auch einbezogen sein in die Gestalt seiner Auferstehung. Daher sind wir mitbegraben mit ihm durch die Taufe auf seinen Tod, damit, wie Christus auferweckt wurde von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir den Weg des neuen Lebens gehen. Sind wir nun gestorben mit Christus, so glauben wir, dass wir auch leben werden mit ihm." Wenn wir mit Christus tot sind, dann werden wir auch mit Ihm leben. Es wird eine Auferstehung geben. Wenn wir den physischen Tod erleben, bevor Jesus zurückkehrt, um Sein Königreich zu errichten, dann werden wir in die Dimension Gottes wechseln, indem der physische Körper stirbt und der Geist zu Gott zurückkehrt, der ihn gab. Dann geschieht die Auferstehung. Die wiederauferstandene Gruppe schließt sich den Lebenden an und sie bleiben auf der Erde. (Wir werden über dieses Königreich Gottes später in diesem Buch sprechen.) Die Wiederauferstandenen und die Verklärten (die auf der Erde zurückgeblieben sind) sind auch Teil des Zeichens.

Es gibt vier Gruppen von Engelwesen - Cherubim, Seraphim und Engel. Die Cherubim dienen Gott, wenn Er Sich als der Vater manifestiert. Die Seraphim dienen Gott, wenn er sich als der Heilige Geist manifestiert. Das sind die Sanften, die so sind, wie der Heilige Geist. Einer von ihnen ging, um mit Maria über die Geburt Jesu zu sprechen. Wenn Gott Sich als der Sohn manifestiert, als Heiland, dann dienen ihm Engel. Die vierte Gruppe ist die der Erzengel. Der Erzengel Michael ist das Oberhaupt der Cherubim und er ist sehr mächtig. Der Erzengel, der für die Seraphim zuständig ist, ist Gabriel, der Sanfte. Wenn Gott Michael geschickt hätte, um Maria die Botschaft von Jesu Geburt zu überbringen, hätte sie sich zu Tode gefürchtet. Gott hätte eine neue Jungfrau gebraucht.

Für die Engel ist kein Erzengel zuständig. Jedoch war das nicht immer so. Die Bibel sagt, dass der Erzengel, der ursprünglich für die Engel zuständig war, der Schönste unter allen Engelwesen war. Sein Name war Luzifer. Als Gott verkündete, dass er einen „Menschen" erschaffen würde, wurde Luzifer ganz aufgeregt. Er wollte wissen, welche Stellung der Mensch haben würde, den Gott erschaffen wollte. Gottes Antwort war, dass Er ihn ein wenig unterhalb der Engel erschaffen würde. Luzifer sagte: „Gut! Erschaffe nur nicht irgend etwas, das höher ist als ich." Gott wusste schon, dass der „Mensch" Erlösung benötigen würde, dass Er Seinen Sohn Jesus, den Erlöser, schicken würde, und dass der erlöste Mensch höher erhoben würde als die Engel. Luzifer fragte: „Höher als ich?"

Gott sagte: „Ja, höher als du." Wutentbrannt zettelte Luzifer eine Rebellion unter den himmlischen Heerscharen an, die nur einen Augenblick dauerte. Er brachte ein Drittel der Engel gegen Gabriel und all die Seraphim und Michael und all die Cherubim auf. Es war vorbei, noch ehe es begonnen hatte. Mein Punkt ist, dass er ein Drittel der Engel verführte.

Wenn wir zu der Erzählung über den großen roten Drachen im Buch der Offenbarung zurückkehren, erkennen wir einen Zusammenhang mit diesem Drittel: "und sein Schwanz fesselte den dritten Teil der Sterne des Himmels." Luzifer verlor die Schlacht, wurde auf die Erde geworfen, wurde völlig verwandelt und erhielt einen neuen Namen, Satan. Der dritte Teil der Engel, die mit ihm gingen, sind jetzt als Dämonen bekannt.

Wenn man versteht, dass die Kirche die Frau ist, aus der Jesus hervorkommt, und dass die Kirche die Frau ist, aus der der vielzählige Körper hervorkommt, dann passt alles zusammen. Die Kirche Gottes besteht aus Seinem Volk, das sich Ihm übergeben hat. Die Religion oder die Konfession des Einzelnen spielt keine Rolle. Sie sind alle Kinder Gottes. Das Feuer, das von der Sonne und dem Mond ausgeht, wird leuchten und dem Herrn Glorie bringen.


DIE HÖCHSTE NOT DES MENSCHEN
IST GOTTES GELEGENHEIT

Jesus ist das Zeichen für ein Ereignis, das sich jetzt gerade ereignet. Es begann zu Zeiten Johannes des Täufers, hat sich seither fortgesetzt und wird weitergehen bis zu dem Tag, wenn Jesus zurückkehrt. Dieses Ereignis ist das Entstehen einer besonderen Gruppe von Menschen, des vielzähligen Körpers. Wir nennen sie gerne die Gruppe der Söhne Gottes. Sie werden vom Geist geführt. Sie werden auf die Errichtung des Königreiches Gottes auf Erden vorbereitet.

Es hat immer eine besondere Gruppe von Menschen Gottes gegeben. Jesus selbst hatte eine besondere Gruppe um sich, einen Kreis von zwölf Männern, den Jüngern. Innerhalb dieser Gruppe gab es noch eine weitere kleinere Gruppe von dreien, Petrus, Jakobus und Johannes. Es gab viele Gelegenheiten, bei denen Jesus nur diese drei mit sich nahm. Es gibt immer eine besondere Gruppe bei Gott. Alles im Leben von Christus, von Seiner Empfängnis bis zu Seinem Aufstieg, alles passt in den Plan - das Zeichen.

Paulus wurde an Judas‘ Stelle zum Apostel, doch er war nicht die erste Wahl als Ersatz. Judas verkaufte sich für dreißig Silberlinge an die Pharisäer und erhängte sich danach. Die übrigen Apostel versammelten sich und wählten einen Ersatz für Judas, indem sie das Los entscheiden ließen, nachdem sie die Möglichkeiten auf zwei Leute reduziert hatten. Natürlich musste das Los auf einen der beiden fallen. Die elf trafen ihre Wahl und dann hörte man über den Auserwählten nichts mehr. Das Problem war, dass die Apostel diesen Mann auserwählten. So funktioniert es nicht. Gott wählt aus.

Später wählte Gott jemand anderen, der Judas ersetzen sollte. Sein Name war Saulus und seine Absicht war es, das Christentum auszurotten, indem er die Anhänger Jesu umbringen wollte. Nachdem er auf dem Weg nach Damaskus den Herrn getroffen hatte, wurde ihm klar, dass er Unrecht hatte, bekehrte sich, erhielt den neuen Namen Paulus und wurde zum Apostel. Die Reisegefährten von Paulus, Barnabas und Silas, waren Jünger, denn sie waren Anhänger Jesu. Jesus wählte zwölf von ihnen aus, die die Apostel sein sollten - seine Kerngruppe.

Es gibt bestimmte Stellen in der Bibel, die keinen Sinn machen - sie sind unklar und nebelhaft. Es gibt viele davon. Viele davon kann man nicht verstehen, wenn man sie nicht in dem Licht betrachtet, dass Gott eine besondere Gruppe von Menschen gründet, die diesen Endzeit-Dienst vollbringt. Lasst mich euch einige davon erklären.

Erstens - Brief an die Epheser 4:13. Paulus schreibt darüber, wie Gott Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer zur Vervollkommnung der Heiligen, für die Arbeit im Dienst und für das Hervorbringen des Körpers Christi ernannt hat. Dann sagt er: „Bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes und zu einem vollkommenen Menschen werden." Er sagt: „bis wir ein Mensch werden". Auf den ersten Blick scheint das grammatikalisch nicht korrekt zu sein, er hätte sagen sollen: „bis ich ein Mensch werde" oder: „bis wir Menschen werden". Doch im Licht der Tatsache, dass er von der besonderen Gruppe spricht, die auf das Endzeit-Werk vorbereitet wird, ist „wir" tatsächlich Singular.

Zweitens - Offenbarung 1:13. Hier sagt Johannes, dass er in seiner Vision einen „wie den Sohn Gottes" sah. Er sagte nicht, dass es der Sohn Gottes war. Er sagte, es war einer „wie" der Sohn Gottes. Ich glaube, er bezog sich auf den vielzähligen Körper. Johannes fährt fort: „Als er sprach, war seine Stimme wie sie war, die Stimme der vielen Wasser." Sie sprachen alle im Gleichklang. Sie waren alle vom selben Geist geführt. Sie tun alle dasselbe. Als Jesus sprach sagte Er: „Ich bin das Alpha und das Omega - der Erste und der Letzte." Ich bin der Erste, der verstand, der Letzte, der versteht, und alle dazwischen. Ich bin ein vielzähliger Körper. Diese Stelle macht nur dann Sinn, wenn man sie in diesem Licht betrachtet.

Drittens - Brief an die Epheser 2:15. Hier sagt uns Paulus, dass Gott „in Sich aus zwei einen neuen Menschen macht." Er schreibt über die Ungläubigen und die Juden. Petrus hatte den Auftrag, diese guten Neuigkeiten dem hebräischen Volk zu überbringen - dem jüdischen Volk. Paulus wurde beauftragt, mit der Botschaft zu den Ungläubigen zu gehen. Das macht in der Tat keinen Sinn, solange man nicht versteht, dass Gott sie zusammenbringt - die Juden und die Ungläubigen, um „ein neuer Mensch" zu werden - der vielzählige Kröper.

Viertens - Offenbarung 11:15. Hier lesen wir: „Die Königreiche dieser Welt werden zu den Königreichen unseres Herrn und Seines Christus." Als ich das zum ersten Mal las, dachte ich: „Der Herr und Sein Christus? Der Herr ist Christus. Wenn ich einmal die Originalsprache lesen kann, werde ich sehen, was hier passiert ist." Der Tag kam und ich sah, dass die Übersetzung korrekt war. Das Wort „Christus" ist eine Transkription des griechischen Wortes „Christos", das wiederum die Übersetzung des hebräischen Wortes „Messias" ist. Das Wort „Christus" bedeutet „der Gesalbte" - die salbende Kraft Gottes in sich zu tragen. In diesem Fall sagte er, dass die Königreiche der Welt die Königreiche unseres Herrn (Jesus Christus) und Seines Christus (Seines gesalbten vielzähligen Körpers) werden. Johannes spricht von der Gruppe der Sieger. Diese Stelle ist unklar, wenn man sie nicht in dem Licht sieht, dass Gott eine besondere, vielzählige Gruppe von Menschen schafft, die von Gott gelenkt und vom Geist geführt wird. Es sind die Söhne Gottes.

Fünftens - Brief an die Römer 8:29. Hier sagt Paulus: „Denn die er im voraus erkannte, die bestimmte er auch im voraus zur Teilhabe an Gestalt und Bild Seines Sohnes, Jesus, auf dass Er (Jesus) Erstgeborener sei unter vielen Brüdern." Wenn ich hörte, wie manche Leute über Jesus sprachen und ihn den älteren Bruder nannten, dachte ich, das sei frevlerisch. Ich dachte, sie versuchten sich entweder auf Seine Stufe zu erheben oder Ihn auf ihre Stufe herabzuziehen. In Studium, Gebet und Forschung fand ich heraus, dass Er tatsächlich „Der Ältere Bruder" ist. Die Bibel sagt, dass Jesus der erstgeborene Sohn Gottes ist. Sie sagt auch, dass Gott durch die Taufe und die Führung durch den Heiligen Geist andere in die volle Sohnschaft bringt. Das macht nun, im Licht dieser neuen Wahrheit, Sinn.

Sechstens - Isaisah 43:5-7. Ein weiteres Beispiel findet sich im Buch Isaisah 43:5-7. Gott sprach: „Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir, ich werde deinen Samen vom Osten und vom Westen herbeibringen, zum Norden werde ich sagen: gib auf, und zum Süden: halte nicht zurück. Bring her Meine Söhne von fern und Meine Töchter vom Ende der Welt, jeden, der meinen Namen trägt, denn ich habe Ihn zu meiner Ehre erschaffen. Ich habe ihn geformt. Ja, ich habe Ihn gemacht." Seht, wie verwirrend das ist. Es fängt mit dem Plural an, „Söhne und Töchter". Dann wird mit „Ihn" plötzlich der Singular verwendet. Das macht keinen Sinn, wenn man es nicht im Licht des vielzähligen Körpers betrachtet.

Siebtens - Brief an die Philipper 3:10-14. Nachdem Paulus dem Herrn viele Jahre gefolgt war, schreibt er: „Oh, ich möchte Ihn kennen und die Kraft Seiner Auferstehung ... ... ... ... ich vergesse die Dinge, die hinter mir liegen und strecke mich aus nach denen, die vor mir liegen, und dränge hin zu dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jes0AIn der Genesis hatten Adams Kinder, Kain und Abel, einen Streit und Kain tötete seinen Bruder. Es wird uns gesagt, dass er vom Garten Eden verbannt wurde und in das Land Nod ging, und dort „erkannte" er seine Ehefrau. Eine der Antworten, die ihr als Geistliche darauf bekommt, ist: Wer war Kains Ehefrau? Mit wem war er verheiratet? War er mit irgendeinem Affen verheiratet? Es gab zu dieser Zeit nur eine Familie. Es musste eine seiner Großnichten gewesen sein. Bedeutet das dann, dass er jemanden als seine Ehefrau zu sich nahm, die er gar nicht kannte? Nein, „(er)kennen" bedeutet nicht, jemanden kennenzulernen. Die biblische Bedeutung dieses Wortes ist, den anderen in einer vertrauten Beziehung zu kennen, wo man dem anderen sein Innerstes schenkt - vollständige vertraute Hingabe.

In der Genesis heißt es: „Adam erkannte Eva und sie gebar einen Sohn."

Es gibt noch einen Fall im Buch der Richter. Der General, der dem Militär der Israeliten vorstand, hieß Jephte. Gott hatte ihm den vollständigen Sieg im bevorstehenden Kampf mit den Ammonitern versprochen. Jephte prahlte 0AIn der Genesis hatten Adams Kinder, Kain und Abel, einen Streit und Kain tötete seinen Bruder. Es wird uns gesagt, dass er vom Garten Eden verbannt wurde und in das Land Nod ging, und dort „erkannte" er seine Ehefrau. Eine der Antworten, die ihr als Geistliche darauf bekommt, ist: Wer war Kains Ehefrau? Mit wem war er verheiratet? War er mit irgendeinem Affen verheiratet? Es gab zu dieser Zeit nur eine Familie. Es musste eine seiner Großnichten gewesen sein. Bedeutet das dann, dass er jemanden als seine Ehefrau zu sich nahm, die er gar nicht kannte? Nein, „(er)kennen" bedeutet nicht, jemanden kennenzulernen. Die biblische Bedeutung dieses Wortes ist, den anderen in einer vertrauten Beziehung zu kennen, wo man dem anderen sein Innerstes schenkt - vollständige vertraute Hingabe.

In der Genesis heißt es: „Adam erkannte Eva und sie gebar einen Sohn."

Es gibt noch einen Fall im Buch der Richter. Der General, der dem Militär der Israeliten vorstand, hieß Jephte. Gott hatte ihm den vollständigen Sieg im bevorstehenden Kampf mit den Ammonitern versprochen. Jephte prahlte vor seinen Leuten und sagte: „Seht ihr, wir werden gegen die Ammoniter kämpfen. Wenn Gott uns den Sieg über die Ammoniter schenkt, dann werde ich, wenn ich nach Hause zurückkehre, Gott ein Brandopfer darbringen, und ich werde dafür das erste nehmen, was ich sehe, was mir gehört." Es bestand für ihn überhaupt keine Notwendigkeit, diesen Schwur zu machen, denn Gott hatte ihm den Sieg bereits versprochen. Darüber bestand kein Zweifel. Er ging in den Kampf gegen die Ammoniter und gewann die Schlacht. Auf seinem Heimweg, als er sich seinem eigenen Land näherte, erinnerte er seine Männer daran, was er gesagt hatte, wenn Gott ihm den Sieg über die Ammoniter gewähren würde. Er erwartete, eine Kuh, ein Schaf, eine Taube oder irgend ein anderes Tier zu sehen. Das Problem war, dass er als erstes seine Tochter sah, die im Teenageralter war - sein einziges Kind. Die Bibel sagt: „Er zerriss seine Kleider und sagte: ‚Tochter, du beugst mich völlig nieder, denn ich habe Gott einen Eid geleistet. Ich kann ihn nicht zurücknehmen.‘"

Sie hatte nicht viel mehr Verstand als ihr Vater und sagte: „Halte deinen Schwur." Jephte sollte einen solchen Schwur überhaupt nicht machen. Wenn man einen Schwur leistet, den man nicht leisten soll, dann muss man ihn nicht einhalten. Wenn man sich anders besinnt, ist man nicht gezwungen, ihn zu halten.

Ein Beispiel: Ein Freund kommt mich für eine Woche besuchen und wir machen ein einwöchiges Saufgelage, und als er wieder abfährt sage ich zu ihm: „Wenn du wiederkommst, machen wir das wieder." Dann, nach einigen Jahren, treffe ich Gott von Angesicht zu Angesicht, erkenne den Fehler in meinem Verhalten und verpflichte mich Ihm. Dann kommt mein Freund wieder zu Besuch. Muss ich mich mit ihm wieder betrinken, weil ich gesagt habe, dass ich es tun würde? Jephte hatte einen Schwur geleistet, den er nicht hätte leisten sollen. Seine Tochter sagte: „Tue es. Wenn du Gott einen Schwur geleistet hast, dann tue es." Dann fügte sie hinzu: „Bitte erlaube mir einen Aufschub von zwei Monaten, so dass ich mit meinen Freundinnen den Berg hinaufgehen und dort die Tatsache beklagen kann, dass ich erwachsen geworden bin, aber keine Kinder hinterlasse." Jephte war einverstanden und sie tat es. In der King-James-Version der Bibel heißt es: „Dass ich mit meinen Gefährtinnen auf den Berg gehen und meine Jungfräulichkeit beweinen kann."

Als sie zurückkehrte, brachte Jephte sie als Brandopfer dar. Die Bibel sagt, dass am Geburtstag der Tochter von Jephte sich die Töchter von Israel versammelten und eine Gedenkfeier abhielten, weil sie diese ganze Zeit gelebt und nie einen Mann „gekannt" hatte. Sie lebte im Haushalt eines Generals! Bedeutet das, dass sie keinen der Offiziere und Soldaten kannte, die den General zu Hause aufsuchten? Nein, es bedeutet, dass sie noch nie eine intime Beziehung zu einem Mann gehabt hatte.

Im Evangelium des Matthäus, Kapitel 7, Vers 21, wird erklärt, was Jesus wirklich meinte: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr, wird eingehen in das Himmelreich, sondern wer den Willen meines Vaters tut." Was sagt er da? Er sagt, wenn Er zurückkehrt um das Königreich zu errichten, werden sie bekunden, diese wundervollen Dinge getan zu haben, und Er wird sagen: „Ja, ihr habt all diese Dinge getan, aber die ganze Zeit, während ihr sie getan habt, seid ihr mit einem Fuß auf einem Weg und mit dem anderen Fuß auf dem anderen Weg gegangen." „Ich habe euch nie gekannt" bezieht sich auf den Mangel an vollkommener Hingabe zu Gott in einer innigen Beziehung.

Wenn Paulus sagt: „Oh, ich möchte Ihn erkennen", drückt er damit seinen tiefen Wunsch aus, den Herrn in dieser innigen Beziehung zu kennen, die geprägt ist von vollständiger Hingabe jeder Faser seines Seins zum Willen Gottes.


DIE MANIFESTATION DER SÖHNE GOTTES

Im Brief an die Römer 5:8 und 19 heißt es in der Bibel: „Denn die ernsthafte Erwartung der gesamten Schöpfung ist, dass sie auf die Manifestation der Söhne Gottes wartet." Wie manifestiert sich ein Sohn Gottes? Was ist eine Manifestation der Söhne Gottes? Betrachten wir das zuerst von der negativen Seite. Schauen wir, was eine Manifestation der Söhne Gottes NICHT ist.

1. Es ist kein Egotripp. Es gibt Menschen, die irregeführt wurden, so dass sie glauben, dass ein Bekenntnis auch Herrschaft bedeutet. Weil sie eine schwache Ahnung von der Manifestation der Söhne Gottes erlangt haben, beginnen sie Ansprüche zu erheben und bekunden, dass sie alle Macht über alle Dinge besitzen. Sie glauben, sie besitzen alles Wissen und die ganze Offenbarung und dass sie gegen alles immun sind - sogar dem Tod gegenüber. Es ist traurig, dass sie eine flüchtige Ahnung der Manifestation der Söhne Gottes erhascht haben, ohne dies vollkommen zu verstehen.

Echtes Wissen darüber, was ein Sohn Gottes ist, macht den Menschen immer demütig. Es bläht nicht das Ego auf. Eine Person, die sagt: „Ich bin ein voll entwickelter Sohn Gottes. Ich bin erwachsen. Ich bin hier oben, wo ich hingehöre", hat die Botschaft überhaupt nicht verstanden. Es ist kein Egotripp.

2. Es ist keine Gemeinschaft von Supersöhnen. Manche Leute finden sich zusammen und behaupten, Söhne Gottes zu sein und besondere Leute - Supersöhne. Diese Gruppen behaupten, exklusiv zu sein. Diese Art des Denkens bläht das Ego auf. Wahrhaftige Söhne Gottes hängen nicht in kleinen Cliquen herum, wo man sich gegenseitig die Hände auflegt und sich gegenseitig weissagt, wie großartig man ist. Wirkliches Verstehen der Söhne Gottes macht einen demütig.

3. Es ist kein Offenbarungs-Kick. Manche Versammlungen, die ich besucht habe, sollte man öffentlich als „Versammlung der Neuen Dinge" bezeichnen. Sie bringen immer etwas Neues auf, etwas Besonderes, das nur für sie da ist. Sie haben regelmäßig eine neue, besondere göttliche Offenbarung. Die wirklichen Söhne Gottes werden nie aufhören, Hingabe zu Gott zu predigen, das göttliche Leben, die Taufe durch den Heiligen Geist, den Gebrauch der Geschenke des Geistes und der Früchte des Geistes. Die Söhne Gottes werden vom Geist geführt. Es ist kein Offenbarungs-Kick.

4. Es ist kein unabhängiger Geist. Wenn wir die Botschaft verstanden haben, ist es uns unmöglich, wieder in Babylon zu leben (ohne Gott in unserem Leben). Wenn wir den ersten Geschmack dessen bekommen, wer wir sind - Söhne Gottes -, passen wir nicht länger in die babylonische Knechtschaft kirchlicher Konfessionen. In diesen Kirchen wird den Menschen gesagt, was sie zu glauben haben, und sie tun es. Diese Kirchen sind womöglich nur daran interessiert, ein großes Kirchengebäude für ihre eigene Herrlichkeit zu errichten. Da wir Wahrheitssuchende sind, können wir Babylon nicht länger tolerieren. Das bedeutet nicht, dass wir alleine irgendwo im luftleeren Raum herumschweben. Wir sind keine unabhängigen Geister. Wir sind alle eng miteinander verflochten. Wir sind alle Mitglieder und Diener des Körpers Christi.

5. Es ist kein Hoffnungsschimmer in der Dunkelheit. Einige sagen: „Das klingt besser als alles, was wir bisher gehört haben. Wir probieren es aus und schauen, ob es funktioniert." Nein, diese Botschaft ist real. Sie ist im Himmel etabliert, von den Propheten prophezeit, im voraus dargestellt in vielen biblischen Texten und Gleichnissen, vorhergesagt von Jesus und gepredigt von den Aposteln. Gott bringt einen Körper von besonderen Gläubigen hervor, die vom Geist geführt werden - ein vielzähliger Körper, eine Vereinigung von Söhnen Gottes, die Ihm gleich sind. Sie werden tun, was der Geist ihnen eingibt. Es geschieht gerade jetzt und nichts kann es aufhalten. Es hat von niemanden Zustimmung oder Erlaubnis nötig. Die heutigen religiösen Führer müssen damit nicht übereinstimmen.

6. Es ist kein Verwerfen der Bibel. Manche sind sich der Manifestation der Söhne Gottes bewusst geworden und sagten: „Wir brauchen das alte schwarze Buch nicht mehr." Die Bibel ist immer noch das heiligste Buch, das wir haben. Auch wenn wir sie anders als zuvor interpretieren und verstehen, ist sie immer noch das Werk Gottes und sie ist uns vertraut. Es ist kein Verwerfen der Bibel. Manche sagen: „Meine Offenbarung geht weit über alles in der Bibel hinaus" und sie auch. Damit hat Gott nichts zu tun.

7. Es ist keine Lizenz für ein unmoralisches Leben. Es gibt Leute, die sagen: „Ich habe eine Stellung erreicht, wo alles, was ich tue, richtig und heilig ist, einfach, weil ich es tue. Ich bin ein voll entwickelter Sohn Gottes; wenn es also in vergangenen Zeiten als Sünde oder als falsch betrachtet wurde, kann ich es dennoch tun und es ist in Ordnung, weil ich ein Sohn Gottes bin. Es zu tun macht es für mich in Ordnung."

Mein erster Kritikpunkt der katholischen Kirche ist die Doktrin der Unfehlbarkeit des Papstes - wenn er in seinem offiziellen Amt handelt, ist alles, was er sagt, wahr, und alles, was er tut, richtig. Es wird wahr und richtig, weil er es gesagt und getan hat. Er ist der Papst und damit Gottes Vertreter. Ihm wurde diese Macht gegeben und er wird damit unfehlbar. Ich glaube, der einzige vollkommene Sohn Gottes ist der Herr Jesus Christus.

Wenn wir sehen, dass einige diesen Gedanken verbreiten, dann wissen wir, dass sie die Wahrheit des Sohnes Gottes nicht verstehen. Es ist keine Lizenz für Sünden und ein unmoralisches Leben. Von Babylon und dem religiösen System frei zu sein bedeutet nicht, dass wir nun die Freiheit besitzen, den Begierden unserer fleischlichen Natur zu folgen. Wir sind immer noch Gottes Volk und wir sollen noch immer ein beispielhaftes Leben führen. Jesus selbst gab uns diesen Auftrag, als Er sagte: „Lasst euer Licht so scheinen, dass andere eure guten Taten sehen." Es wird sich auf sie auswirken, so dass sie so sein möchten, wie ihr. Wir sollen die Maßstäbe der Heiligkeit und Ganzheit hochhalten und so werden wie Gott. Wir betrachten hier das, was die Manifestation der Söhne Gottes nicht ist.

8. Es ist nicht ein Mangel an missionarischer Hingabe. Manche Menschen sind nur an ihrem eigenen kleinen Wachstum interessiert und nicht am Wohlergehen anderer Menschen. Jesus hat sich um jeden gekümmert. Er wollte jedem Menschen beistehen. Alle Menschen überall brauchen mehr von Gott, und es ist unsere Aufgabe, ihnen zu zeigen, wie sie die Macht Gottes in ihr eigenes Leben aufnehmen können. Unser Ziel ist es, uns vom Geist führen zu lassen.

9. Es ist nicht Sektentum. Jesus hat sich der jüdischen Konfession nicht angeschlossen. Er widersprach allem, was sie getan hatten und zu der Zeit taten. Sie wollten Ihn kreuzigen, weil Er ihre Religiosität umstürzen wollte. Bei Johannes 10:16 sagte Jesus: „Andere Schafe gehören zu mir, die nicht zu dieser Herde gehören." Er wusste, dass jene, die Ihm folgen würden, von vielen „Konfessionen" kommen würden. Viele Fundamentalisten sagen: „Meine Art zu leben und Gott zu verehren ist die richtige. All jene, die anders leben und Gott anders verehren, haben Unrecht und sind gegen Gott." Das ist nicht, was Jesus sagte. Jesus sagte, dass Er andere Schafe an anderen Orten habe.

Es gibt Menschen Gottes in allen anderen Glaubensrichtungen. Im Moment halten wir hier in Amerika bezüglich des Islam den Daumen nach unten. Wir kritisieren die Moslems wegen dem, was einige der Moslems im Namen Mohammeds getan haben und tun. Ich glaube, dass Mohammed sich im Grabe herumdreht angesichts dessen, was sie in seinem Namen tun. Einige der allerschönsten Schriften, die ihr je gelesen habt, wurden von Mohammed geschrieben. Es ist so, dass seine Anhänger mit seinen Schriften dasselbe getan haben, was die Menschen mit den Schriften der Bibel gemacht haben. Es wurden Dinge in die Bibel geschrieben, die nicht dorthin gehören. Dasselbe geschieht mit den Schriften Mohammeds. Es ist unvernünftig anzunehmen, dass, weil einige Leute falsche Dinge tun, alle Menschen dieses bestimmten Glaubens dasselbe tun.

Betrachten wir die christliche Geschichte. Es wurden Greueltaten im Namen Christi begangen. Die Kreuzzüge sind eines der barbarischsten Beispiele falscher Taten im Namen Gottes. Die Kirche sagte, ein Kreuzzügler würde gesegnet werden, wenn er einen Moslem tötet. Und er wäre nicht wirklich geeignet, einen Moslem zu töten, bevor er nicht einen Juden getötet habe. Seither haben sich die religiösen Kriege fortgesetzt.

Es gibt noch weitere Greueltaten. Als Cortez von Spanien aus in die Neue Welt kam, kam er im Namen der Kirche. Er tötete Millionen von Indianern und löschte beinahe die gesamte Bevölkerung der Inkas aus. Viele Azteken und amerikanische Indianer wurden ebenfalls ermordet. Sie wurden ermordet, weil sie sich der Herrschaft des Papstes in Rom nicht beugen wollten. Wenn Jesus sagte, er habe andere Schafe, „die nicht zu dieser Herde gehören", meinte er Menschen aller Religionen. Wir müssen das anerkennen, wenn wir je darauf hoffen wollen, weltweiten Frieden zu haben.

Es gibt heutzutage einige, die sich wegen dem, was einige Christen tun, ganz und gar der Zerstörung des Christentums hingeben. Wir haben einige Leute, die Dinge tun und sagen, die eine schlimme Auswirkung auf die Welt haben. Leute wie Jerry Falwell und Pat Robertson vom rechten Flügel der Koalition. Gleich nach dem Vorfall vom 9.11. äußerte Jerry Falwell, dass Gott Amerika dafür bestraft, dass Schwule und Lesben akzeptiert worden seien. Robertson stieß in dasselbe Horn. Später entschuldigten sich beide, doch wenn man hinhört, merkt man, dass sie sich nicht für ihre Ansichten entschuldigten, sondern dafür, sie geäußert zu haben.

Wir müssen nicht über andere Religionen herfallen wegen dem, was Menschen dieser Religion tun. Richten wir unseren Blick weg vom Einzelnen hin zu Gott Selbst. Es gibt einen Gott über allem. Die Söhne Gottes können in den begrenzenden Mauern von Konfessionalismus nicht wirken.

10. Es ist nicht die Furcht vor einem neuen Wort. Wenn der Heilige Geist eine neue göttliche Offenbarung verkündet, wird dabei gewöhnlich ein neues Wort hervorgebracht. Viele Leute sagen, das Wort muss falsch sein, weil sie es nie zuvor gehört haben. Das Problem ist, dass sie vor etwas Neuem Angst haben und sich wie Schildkröten unter ihren Panzern verkriechen. Einer meiner Freunde nennt sie „Schildkröten-Christen". Diejenigen, die sich auf dem Weg zur Sohnschaft befinden, vergleichen das neue Wort mit dem Geist Gottes. In der Bibel sagt Gott: „Mein Geist ist der Zeuge für euren Geist und ihr werdet wissen, ob es von Gott kommt."

Während ich Heilgottesdienste in einer Kirche im Umland von Birmingham hielt, wohnte ich bei dem Geistlichen und seiner Familie. Eines nachmittags kam er vom Supermarkt zurück. Er sagte: „Ich habe einen unserer Studienkollegen vom baptistischen Seminar getroffen, der gerade hierher gezogen ist. Ich habe ihm von dir erzählt, dass du bei uns bist und dass du uns Passagen der Bibel zeigst, die wir zuvor noch nicht betrachtet haben. Sie sind uns irgendwie neu, obwohl sie die ganze Zeit darin gewesen sind. Es ist wirklich erstaunlich, und wir haben eine schöne Zeit mit ihm hier. Ich fände es schön, wenn du rüberkommen würdest um zu sehen, was er zu sagen hat. Er sagte: ‚Nein! Wir Baptisten wissen bereits alles, was es zu wissen gibt. Alles Neue ist falsch.‘" Das ist die Einstellung vieler Leute. Wenn sie ein neues Wort hören, das sie vorher noch nicht kannten, haben sie Angst davor.

Die Leute sagen, man kann nichts Neues predigen, weil es nichts Neues gibt. Alles ist bereits getan oder gesagt worden. Die meisten Leute im Christentum glauben, dass sie auf der obersten Sprosse der spirituellen Leiter Gottes sitzen und dass jeder unter ihnen unwissend und festgefahren ist und jeder über ihnen sich in einem großen Irrtum befindet. Sie sind die einzigen, die Recht haben. Noch schlimmer, sie glauben, sie haben den Auftrag von Gott, diejenigen unter sich nach oben zu heben und diejenigen über sich herunterzureißen. Diejenigen über ihnen haben Unrecht. Ich bin überzeugt davon, dass es auf Gottes Leiter keine oberste Sprosse gibt. Durch die endlosen Zeitalter der Ewigkeit hindurch werden wir in Gott immer weiter vorangehen. Es gibt keinen Schlafzustand und es gibt kein Erreichen der Spitze. Es wurde uns das Versprechen gegeben, dass diejenigen, die nach Rechtschaffenheit hungern und dürsten, gesättigt werden. Hört nicht auf, Ausschau zu halten und größere Dinge in Gott zu erwarten.

Warum ist das nicht von den Geistlichen alter Zeiten gelehrt worden? Warum hat Savonarola es nicht gelehrt? Warum hat Martin Luther es nicht gelehrt? Warum hat Charles Hadden Spurgen es nicht gelehrt? Jonathan Edwards? Billy Sunday? Warum haben wir das zuvor noch nicht gehört? Weil wir es nicht hören sollten, bis jetzt. Es war noch nicht an der Zeit.

Die Antwort steht im Buch Daniel. Daniel ist ein Buch der Prophezeiung über das Königreich Gottes, das auf Erden errichtet wird. Es beschreibt Dinge, die noch bevorstehen. Es wurde Daniel durch den Erzengel Michael übermittelt. Im 12. Kapitel lesen wir: „Doch du, o Daniel, verschließe die Worte und versiegle das Buch bis zur Endzeit: viele werden hin- und herlaufen und das Wissen wird vergrößert." Dann sagt Daniel in Vers 8: „Ich hörte es, aber ich verstand es nicht. Dann fragte ich, oh mein Gott, was ist das Ende dieser Dinge?" Gott sagt zu ihm: „Dies ist eine Prophezeiung. Das ist alles. Verschließe und versiegle es."

Daniel hörte die Worte, doch er verstand ihre Bedeutung nicht. Er fragte Ihn. Er sagte: „Oh mein Herr, was bedeutet das alles?"

Die Antwort ist: „Geh, Daniel, denn die Worte sind verschlossen und versiegelt bis zur Endzeit." Der Grund, weshalb wir diese Botschaft vorher noch nicht gehört haben ist, dass die Zeit dafür noch nicht gekommen war. Wenn wir die Endzeit erreichen, dann werden wir die Botschaft Gottes über die Söhne Gottes hören. Wir nähern uns jetzt der Endzeit und wir wissen das, denn Jesus selbst sagte, dass, wenn begonnen würde, die Botschaft zu predigen, die Endzeit bevorstehe.

Schauen wir noch einmal in Daniels Prophezeiung. „Und er sagte: Gehe deines Weges, Daniel, denn die Worte sind verschlossen und versiegelt bis zur Endzeit. Viele werden gereinigt und geläutert und geprüft, doch die Frevler begehen Frevel, und keiner der Frevler wird verstehen, doch die Weisen werden verstehen." Möge Gott uns helfen, weise genug zu sein, um zu verstehen, dass es Arbeit zu tun gibt. Lasst uns hinausgehen und sie tun.

Ich war in vier verschiedenen baptistischen Kirchen Pastor. In meinem zweiten baptistischen Pastorat, der Ersten Baptistischen Kirche von Lambert, Mississippi, unterrichteten der Pastor der baptistischen Kirche der benachbarten Stadt und ich gemeinsam die schwarzen baptistischen Geistlichen in unserem Bezirk. Diese Geistlichen hatten keine Bibelschule und kein Seminar besucht. Wir versammelten uns in einer der schwarzen baptistischen Kirchen. In den ersten zwei Wochen unterrichtete er am Morgen und ich am Nachmittag, und danach wechselten wir.

Die lustigsten Dinge geschahen dabei. Eine der Klassen, die ich gab, war Homiletik. Homiletik bedeutet Predigtaufbau - wie man eine Predigt aufbaut. (Wir Baptisten machen es nicht, wie es in der Bibel steht - öffne deinen Mund und lass den Geist Gottes sprechen. Wir bauen eine Predigt auf.) Ich erklärte ihnen, dass man sich einen guten Text aus der Bibel aussucht, eine dynamische Einführung entwickelt, drei bis fünf Punkt herausnimmt, vielleicht ein Gedicht verwendet und dann einen guten Abschluss macht. Das ist eine gute Predigt.

Es war Zeit für den praktischen Teil. Ich sagte: „Ich hätte gerne, dass ihr als Hausaufgabe bis morgen einen Entwurf für eine Predigt macht", und erklärte ihnen, wie sie es machen sollten. „Sucht euch einen guten Text heraus und schreibt daraus nur Auszüge heraus. Bringt das morgen zum Unterricht mit und jeder soll dann seinen Entwurf präsentieren. Dann machen wir eine kritische Analyse davon."

Einer der Teilnehmer war Thomas (Tom) Jenkins. Er war von Natur aus ein Komiker wie Bob Hope, George Burns und Flip Wilson. Wenn er mit einer Ausbildung wie Bob Hope gesegnet gewesen wäre, hätte er ihn in den Schatten gestellt. Alles, was er sagte, war lustig.

Am nächsten Tag kamen sie mit ihren Entwürfen. Wir machten vier oder fünf Entwürfe durch, und dann war Tom an der Reihe. Er erhob sich und sagte: „Ich habe für meinen Text die Geschichte aus der Bibel über die Auferstehung von Lazarus ausgewählt. Als eigentlichen Text habe ich den kleinen Teil der Schrift ausgewählt, in dem es heißt: „Sehet, er stinkt." Die ganze Klasse brach in Gelächter aus. Es dauerte eine Weile, bis wieder Ruhe eingekehrt war. (Die Geschichte in der Bibel ist die, als Jesus an das Grab von Lazarus kam und darum bat, den Stein wegzurollen. Da Lazarus vier Tage lang tot gewesen war, sagten die Leute: „Sehet, er stinkt.") Dann begann Tom mit seinem Entwurf. Er sagte: „Punkt Nummer 1: Manche Leuten befinden sich immer im Gestank." Gelächter. „Punkt Nummer 2: Manche Leute sind nicht glücklich, wenn sie keinen Stunk machen können." Wieder Gelächter. „Punkt Nummer 3: Manche Leute stinken einfach von Natur aus." Es wurde immer lustiger, als er fortfuhr. Es gelang mir nicht, die Aufmerksamkeit der Gruppe noch auf mich zu lenken und so musste ich die Klasse zum Mittagessen entlassen. Als sie zweidreiviertel Stunden später zurückkehrten und ich bereit war, mit dem Unterricht zu beginnen, sah ich, wie sich einer von ihnen immer noch vor Lachen schüttelte.

Einer der Teilnehmer lud mich zum Mittagessen zu sich nach Hause ein. Ich nahm die Einladung an. Als wir dort ankamen, lag ein Hund auf den Stufen zur Veranda des Hauses. Der Geistliche sagte: „Geh aus dem Weg, Sogar."

Ich sagte: „Wie hast du den Hund genannt?"

Er sagte: „Sogar, das ist sein Name. Ich habe ihn nach den Hunden in der Bibel benannt."

Ich fragte: „Was?"

Er wiederholte: „Ich habe ihn nach den Hunden in der Bibel benannt. Ich habe ihn Sogar genannt."

Ich fragte wieder: „Wie kommst du denn auf diese Idee?"

Er sagte: „Eigentlich ist es dein Job, uns zu unterrichten, und du weißt nicht, wie die Hunde in der Bibel heißen?"

Ich sagte: „Wenn es der Name Sogar ist, dann höre ich das jetzt zum ersten Mal. Wo steht das in der Bibel?"

Er sagte: „Du kennst doch den Text über Lazarus. Da war der reiche Mann, der tagtäglich ein prunkvolles Leben führte, und vor seiner Tür lag der Bettler namens Lazarus, der an Geschwüren litt, die ihn vom Kopf bis zu den Füßen bedeckten, und sogar die Hunde kamen und leckten an seinen Geschwüren."

Es gibt eine Menge Humor in der Bibel. In den Gottesdiensten fragte ich manchmal: „Was ist der Name des ersten Mannes in der Bibel?" Kennt ihr den Namen des ersten Mannes in der Bibel?

Einige sagen Adam. Nein, das ist nicht richtig. Es ist „Chap #1". Die Hunde heißen Sogar und der erste Mann in der Bibel heißt Chap #1¨.

Wir betrachten die Manifestation der Söhne Gottes. Wir schauen, was sie nicht ist.

11. Es bedeutet nicht, den Kampf zu fürchten. Gott sagt ein paar harte Worte über die Propheten, die die Menschen in Selbstzufriedenheit einlullen. In Ezechiel 13:10 ist ein typisches Beispiel, in dem es heißt: „Friede, Friede, wenn da kein Friede ist." Es gibt in den meisten Kirchen heutzutage eine auffallende, falsche Lehre, die „Verzückungs-Doktrin", über die wir schon früher gesprochen haben. Sie lullt die Menschen in einen Zustand der Lethargie ein; man sagt ihnen, dass sie von der Erde weggeholt werden und somit jeder Drangsal entrinnen. Das Bemerkenswerte daran ist, dass sie das akzeptieren, es glauben und sogar Lieder darüber schreiben. Sie singen glücklich diese Lieder und klatschen fröhlich in die Hände. Als Jesus im Garten Gethsemane war, betete Er: „Vater, ich bete nicht, dass Du sie aus der Welt holst, sondern dass Du ihnen Stärke und Kraft gibst, sie siegreich zu durchschreiten." Das widerspricht der Verückzungslehre.

Es gibt ein schönes Lied mit einer guten Botschaft, dem man einen Verzückungsvers hinzugefügt hat. Sie haben diesen Teil des Liedes ruiniert. Das Lied heißt „Sweet Hour of Prayer" (Süße Stunde des Gebets). Es beginnt damit, dass der Sänger darum bittet, den Trost des Gebets teilen zu dürfen. „Süße Stunde des Gebets. Süße Stunde des Gebets. Lass mich deinen Trost teilen. In Zeiten des Kummers und des Leids hat meine Seele oft Erleichterung gefunden." Die „Ich-fliege-weg"-Gruppe hat einen neuen Vers hinzugefügt. Darin heißt es: „Ich rufe, während ich durch die Luft fliege, leb wohl, leb wohl, süße Stunde des Gebets." Die Bibel spricht sich entschieden gegen die Propheten aus, die die Leute in einen Zustand der Lethargie hineinreden.

Die Manifestation der Söhne Gottes fürchtet den Kampf nicht. Es wird einen Kampf geben, denn der Feind wird immer bei uns sein. Jedesmal, wenn ihr etwas Richtiges, etwas Gutes tun wollt, wird der Feind versuchen, euch davon abzubringen. Er wirft euch Steine in den Weg, doch mit der Kraft Gottes könnt ihr es tun. Geht voran und tut es. Ein Sohn Gottes zu sein, ist heute nicht populärer als es jemals war. Es ist richtig, dass hier in Amerika heutzutage mehr Leute als je zuvor in der Geschichte der Nation sonntags zur Kirche gehen. Ein Sohn Gottes zu sein hat nichts damit zu tun, am Gottesdienst teilzunehmen, oder nur in Zungen zu sprechen und durch den Heiligen Geist getauft zu werden. Es hat etwas damit zu tun, den ganzen Weg mit Gott zu gehen - sich hinzugeben. Den Willen Gottes heute zu tun ist nicht populärer als es jemals gewesen ist.

Als ich mein viertes Kirchenamt hatte, war ich Pastor der Blanchard Baptist Church in Shreveport, Los Angeles. Als ich dort hinkam, hatten wir 595 Mitglieder in der Kirche. Zehn Monate später hatten wir 988. An einem Samstag Nachmittag besuchte mich ein Paar in meinem Büro. Sie sagten: „Wir würden gerne Mitglieder ihrer Kirche werden."

Ich sagte: „Gut! Wenn alle Bedingungen passen. Ich stelle immer ein paar Fragen." Meine erste Frage war, was ihr kirchlicher Hintergrund war. Sie waren als Kinder in der methodistischen Kirche aufgewachsen. Ihre Eltern gingen selbst nicht zur Kirche, doch die Kinder wurden in die methodistische Sonntagsschule geschickt.

Dann sagte das Paar: „Wir haben gerade eine Bauholzfirma hier gekauft und wir glauben, dass es gut für unser Geschäft wäre, wenn wir Mitglieder ihrer Kirche sind."

Ich sagte: „Sehr wahrscheinlich wäre es tatsächlich gut für Ihr Geschäft, aber das ist nicht das Kriterium für eine Mitgliedschaft. Wir haben hier keine Leute, die Mitglieder der Kirche werden, weil es gut für ihr Geschäft ist. Ich glaube, unter diesen Umständen sollten Sie es mit einer anderen Kirche versuchen. Ich glaube nicht, dass Sie in einer Kirche glücklich wären, deren Mitglieder es nicht gut finden, sich aus geschäftlichen Interessen unserer Kirche anzuschließen."

Ich sagte ihnen, dass sie der Kirche nicht beitreten konnten. Ich war nicht der Chef der Kirche. Ich erklärte ihnen, dass sie sich als Bewerber für die Mitgliedschaft dem Vorstand der Diakonie vorstellen könnten, die dann der Kirche eine Empfehlung aussprechen könnte. Dann würde die ganze Kirche wählen, ob sie akzeptiert werden sollten oder nicht. Ich riet ihnen, es gar nicht zu versuchen. Ich entmutigte sie, weil das nicht die Motivation für die Mitgliedschaft in einer Kirche ist. Sie entschlossen sich, sich nicht zu bewerben.

Viele Leute wenden sich einer Kirche zu und besuchen sie mit falschen Motiven. Das rechte Motiv ist „sich Gott hinzugeben", und das ist heute nicht populärer als es jemals zuvor war.

12. Es bedeutet nicht, Zweitbester zu werden. Ein Sohn Gottes zu sein, bedeutet den vollkommenen Sieg über jeden Feind, sogar den Tod. Abraham sah eine Stadt, deren Erbauer und Schöpfer Gott ist. Von diesem Zeitpunkt an, war ihm nichts anderes mehr wichtig. Er verschwendete keine Zeit damit, zu versuchen, seine eigene Stadt zu bauen. Er sah etwas, das weit jenseits der Träume und Anstrengungen der Menschen lag. Es gibt heute einige von ähnlichem Geist. Sie sagen das, was im Brief an die Hebräer 13:14 geschrieben steht: „Denn wir haben hier keine bleibende Stätte, sondern wir suchen nach der künftigen." Wir haben die Manifestation der Söhne Gottes betrachtet und was sie nicht ist.

Nun wollen wir betrachten, was die Manifestation der Söhne Gottes ist. Um die Sohnschaft richtig zu verstehen schauen wir noch einmal in die jüdische Familie. Es gibt tatsächlich eine Feier am Geburtstag des Kindes, wenn es in seine volle Reife hineinwächst. Es gibt immer einen bestimmten Zeitpunkt für das Kind, an dem es die Pflichten eines reifen Sohnes übernimmt. Jesus, „der Löwe des Stammes von Juda", trat im Alter von dreißig Jahren in Seine Sohnschaft ein. Vor der Erfahrung am Jordan hatte Jesus noch keine Wunder gewirkt.

Wir sehen, dass Gott am Anfang, im Buch Genesis, einen Mann ohne eine Frau nahm und Eva hervorbrachte, durch die jene kommen sollten, die dem ersten Adam gleich seien. Dann, im Neuen Testament, nahm Gott eine Frau, Maria, ohne einen Mann und brachte Jesus hervor, der dem zweiten Adam gleich sein sollte. Sie würden ihr Leben nach dem Willen Gottes gestalten.

Sohnschaft ist tatsächlich die Herrschaft Jesu als Sohn Gottes. Jesus ist der Retter (Mt. 1:21). Christus ist der Täufer (Mt. 3:11). Der Herr ist der Lenker des Geistes (Rom. 8:14). Wahre Sohnschaft bedeutet, den Vater zufriedenzustellen. Heute ein Sohn Gottes zu sein ist nicht populärer als es zur Zeit Jesu war.

Wir haben das Potential, voll entwickelte Söhne Gottes zu sein. Sohnschaft und Herrschaft gehören zusammen wie die zwei Seiten einer Münze. Wenn man eine Seite wegnimmt hat man keine Münze mehr. Wenn wir Gott Herr nennen, sollten wir Ihm dienen. Es gibt keine Herrschaft ohne Dienst. Erst einmal: Was ist ein Herr? Ein Herr ist jemand, der Diener hat. Wenn ihr Diener habt, dann seid ihr ein Herr. Ihr habt kein Recht, Ihn Herr zu nennen, wenn ihr Ihm nicht dient.

Ich glaube, dass Jesus niemals verehrt werden wollte. Er war ein Mensch wie alle anderen, und Er war insofern kein Mensch, als Er keinen irdischen Vater hatte. Er wurde durch den Heiligen Geist empfangen und somit ist Er der einzige eingeborene Sohn Gottes. Darüber gibt es keinen Zweifel. Er war ein sterblicher Mensch und Er war etwas Besonderes. Er wirkte nie irgendein Wunder, bevor Er die Taufe im Jordan erhalten hatte. Er wurde an diesem Tag zweimal getauft - einmal im Wasser und einmal im Heiligen Geist.

Jesus sagte, man solle nicht zu Ihm beten, sondern zum Vater in Seinem Namen. Als er Seinen Aposteln von der Kreuzigung erzählte, sagte Er: „Von heute an bittet mich um nichts. Bittet meinen Vater, in meinem Namen. Erwähnt meinen Namen, denn ich habe einen ziemlich guten Stand bei Gott. Ich nehme einen guten Platz beim Herrn ein. Bittet in meinem Namen darum, und es wird geschehen. Worum immer ihr Ihn in meinem Namen bittet, wird Er euch geben."

Ich habe viel darüber gelesen, dass Jesus viel gereist sein soll, sogar nach Indien und Amerika. Niemand kann das beweisen. Es gibt einige, die sagen, Er sei von den Essenern gelehrt worden. Es stimmt, dass die Essener damals lebten und sie hatten Schulen. Ich glaube nicht, dass Er gereist ist oder in die Schule der Essener ging. Ich glaube, Er lebte ein gewöhnliches Leben als Zimmermann, zusammen mit seinem Stiefvater Josef.

In der Bibel heißt es über die Stadt Nazareth: „Dort konnte er keine mächtigen Werke vollbringen wegen ihres Unglaubens." Die Bibel sagt nicht, dass Er keine mächtigen Werke vollbringen wollte, sondern dass Er es nicht konnte, weil sie ungläubig waren. Das bedeutet, dass Jesus an anderen Orten mächtige Werke vollbringen konnte, doch nicht in seiner Heimatstadt. Wir begrenzen Gott, wenn wir nicht glauben. Alles wird durch Glaube vollbracht.

Die Leute von Nazareth sagten: „Ist er nicht der Sohn des Zimmermanns?" Sie sagten: „Ich glaube es nicht. Ich glaube nicht, dass er diese Wunder vollbringt. Ich glaube gar nichts von dem, was ich über diesen Mann, Jesus, höre, denn ich habe ihn mein ganzes Leben lang beobachtet. Wenn er irgendeine Art übernatürlicher Kräfte hätte, um solche Dinge zu tun, dann würde er nicht diese riesigen Stämme schleppen und sich in der brütenden Sonne abplagen und dabei helfen, diese Häuser zu bauen. Ist er nicht der Sohn des Zimmermanns?"

Warum sagten die Leute nicht: „Ich weiß es nicht sicher. Jesus könnte diese Dinge getan haben. Wir wissen nicht, was mit ihm geschehen ist, denn er war Jahre lang nicht hier. Es heißt, er sei bei den Essenern gewesen." Doch das sagten die Leute aus Nazareth nicht. Sie sagten einfach, dass sie nicht glaubten, dass Jesus diese Dinge vollbringen könnte.

Ich glaube fest daran, dass es der Glaube ist, der Wunder und Heilung geschehen lässt. Manchmal bekomme ich einen Brief von einer Frau, die mich bittet: „Würden Sie für meinen Mann beten?" Ich schreibe zurück und frage sie, warum ihr Mann nicht selbst schreibt.

„Oh nein, er glaubt nicht", antwortet sie. Ich denke, wir verschwenden unsere Zeit, wenn wir für jemanden beten, der nicht daran glaubt, dass es geschehen wird.

Manche Leute fragten mich: „Wie verhindert Unglaube die Heilung?" Glaube ist alles. Jesus sagte: „Welche Dinge ihr auch immer begehrt, wenn ihr gläubig betet, dass ihr sie erhaltet, dann werdet ihr sie erhalten." Es geschieht alles durch Vertrauen.

An einem Donnerstag Nachmittag erhielt ich einen Anruf von einer Frau aus dem New Yorker Hinterland, die Heilung brauchte. Ich sagte ihr, sie solle mir schreiben und eine 3x5 Inches große Karte (etwa 5x12 Zentimeter) schicken, so dass ich sie im Gebet in den Händen halten konnte. Ich gab zu, dass ich nicht wusste, ob es das Halten in meinen Händen ist, das es vollbringt, oder ob es der Grad des Vertrauens der Person ist, die geschrieben hat. Vielleicht ist es beides. Auf jeden Fall funktioniert es. Ich bat sie, die Karte am Donnerstag Nachmittag noch aufzugeben. Am Samstag ging ich zum Postamt, um meine Post aus dem Fach zu nehmen. Darin befand sich ein Abschnitt, auf dem stand, dass ich einen Eilbrief erhalten hatte, den ich nicht in Empfang nehmen konnte; da das Postamt geschlossen war. Am Montag holte ich den Eilbrief ab und ging zurück in mein Büro. Während ich den Brief las, rief die Frau an, die den Eilbrief geschickt hatte. Sie war begeistert. Sie sagte mir, dass sie sich am Donnerstag nach unserem Gespräch entschlossen hatte, die normale Post nicht abzuwarten. Am Freitag morgen ging sie zum Postamt und verschickte den Brief als Eilbrief, da sie wusste, dass ich den Brief am nächsten Tag um zehn Uhr vormittags erhalten würde. Sie fuhr fort: „In der Tat war ich am Samstag morgen, als ich wusste, dass Sie meinen Brief in Händen halten, ihn lesen und für mich beten, sofort geheilt - um zehn Uhr am Samstag Vormittag. Genau zur dieser Zeit." Sie wusste nicht, dass ich den Brief noch nicht einmal geöffnet hatte.

Heilung geschieht durch den Glauben. Wenn ihr glaubt, wird es geschehen. In der Stadt Nazareth, der Heimatstadt von Jesus, glaubte man nicht, dass Jesus an anderen Orten Wunder gewirkt hatte.

Heute ein Sohn Gottes zu sein, ist nicht populärer als damals.


DAS WESEN EINES SOHNES

Vor vielen Jahren, als ich begann, diesen Gedanken zu lehren, setzte ich mich zum Gebet hin und bat Gott, mir das Wesen eines Sohnes Gottes zu zeigen. Während viele Menschen nach Visionen, Prophezeiungen und Geschenken Ausschau halten, hält Gott nach jenen Ausschau, die bereit sind, sich vom Geist Gottes formen zu lassen. Niemand gibt einen wertvollen Besitz in ein zerbrechliches und unzuverlässiges Gefäß. Nehmen wir an, ihr wärt der Besitzer des Hope Diamanten¨. Würdet ihr ihn in einer feuchten alten Papiertüte herumtragen? Wenn wir etwas Wertvolles haben, dann wollen wir es in einem guten, verlässlichen Gefäß aufbewahren.

Gott wird seine Kraft nicht denjenigen zur Verfügung stellen, die der Sache nicht hingegeben sind. Er begehrt eine bestimmte Art von Person. Ich betete. „Herr, zeige mir das Wesen eines Sohnes." Als ich aufschrieb, was ich empfangen hatte, hatte ich selbst Schwierigkeiten damit, es anzuschauen. Ich arbeitete mich hindurch und in mir entstand eine Überzeugung, während ich schrieb. Jeder Mensch muss sein eigenes Herz durchforsten, wenn er das Wesen eines Sohnes betrachtet.

1. Die Fähigkeit, bei Misshandlung nicht mit Bitterkeit zu reagieren. Heutzutage gibt es viele Beispiele für Missbrauch. Ehefrauen, Kinder und Eltern werden von Familienmitgliedern und anderen misshandelt. Das Wesen des Sohnes Gottes ist es, die Fähigkeit zu besitzen, auf Misshandlung nicht mit Bitterkeit zu reagieren. Ein typisches Beispiel dafür ist der junge König David. Nachdem er den Riesen getötet hatte, brachte König Saul, der zu jener Zeit König von Israel war, David in die Festung. Saul machte ihn zum Unterhalter, denn David konnte Harfe spielen und singen.

Als David erwachsen wurde, war er vielseitig gebildet und sehr tüchtig bei allem, was er tat. Er wurde ein Militärstratege und erregte schließlich die Eifersucht des Königs. König Saul wendete sich gegen ihn, und einmal versuchte er, David mit seinem Speer an der Wand aufzuspießen. Doch David wendete sich niemals gegen Saul. Die Leute kritisierten David und erinnerten ihn daran, wie schlecht Saul ihn behandelte. Davids Antwort war, dass Gott Saul zum König gemacht habe, „und es ist nicht meine Aufgabe, an ihm herumzunörgeln." Er kritisierte Saul niemals und war nie böse darüber, wie Saul ihn behandelte.

In der Geschichte Israels gab es immer in jeder Region einen obersten Propheten. Im ersten Zeitalter, dem Zeitalter der Patriarchen, waren die Herrscher selbst Patriarchen - Abraham, Isaak, Jakobus usw. Dann kam das Zeitalter der Richter, in dem die Menschen von Richtern regiert wurden. Dann sahen die Menschen, dass es in anderen Ländern Könige gab, und sie baten Gott um diese Art der Regierung. Gott wählte Saul als König aus, weil die Menschen darum baten.

Das größte Beispiel von jemandem, der ohne Bitterkeit misshandelt wurde, war Jesus. Wir können immer zurückblicken auf Jesus als unserem ersten Beispiel. Es gab noch einen anderen Jünger von Jesus, der ein gutes Beispiel ist. Stephanus, auch wenn er nicht zu den zwölf Aposteln gehörte, war ein treuer Jünger. Die Gegner Jesu waren ärgerlich über das, was er tat und was er sagte. Stephanus ergriff das Wort gegen sie und erinnerte sie daran, dass ihre Vorväter die Propheten ermordet hatten und verglich sie mit ihren Vorvätern. Sie wurden so zornig auf Stephanus, dass sie ihn zu Tode steinigten. Als er starb, betete er: „Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun."

Ich glaube, Stephanus‘ Gebet: „Herr, vergib denen, die solches tun" hinterließ einen bleibenden Eindruck auf den Anführer der Gruppe. Sein Name war Saul von Tarsus und er war auf dem Weg nach Tarsus, um die Christen zu töten und das Christentum auszulöschen, als er Jesus begegnete. Später auf seiner Reise nach Tarsus sah Saul ein hell scheinendes Licht, war hingerissen und fiel zu Boden, worauf er die Stimme sagen hörte: „Warum verfolgst du mich?"

Saul fragte: „Wer bist du?"

Die Antwort war: „Ich bin Jesus, den du verfolgst." Ich glaube, dies beeindruckte ihn sehr, da er derjenige war, der die Umhänge der Leute hielt, die Stephanus zu Tode gesteinigt hatten. Ich glaube, es wirkte sich auf sein ganzes Leben aus.

Das sind Beispiele von Menschen, die ohne Bitterkeit misshandelt wurden - eine der Eigenschaften eines Sohnes.

2. Die Fähigkeit, arm zu sein, ohne zu klagen. Es ist keine Sünde, arm zu sein. In der Tat ist es nicht einmal ungewöhnlich. Viele Menschen sind arm. Paulus sagt im Brief an die Philipper 4:11-13: „Ich habe gelernt, in jeder Lage, in der ich bin, zufrieden zu sein. Ich weiß Not zu leiden, ich weiß aber auch Überfluss zu haben. Überall und in allen Dingen werde ich gelehrt, gesättigt und hungrig zu sein. Überfluss zu haben und Mangel zu leiden. Ich kann alle Dinge durch Christus tun, der mich stärkt." Paulus sagte, dass er lernte, mit jeder Lage, in der er sich befand, zufrieden zu sein.

Da wir gerade über Lagen/Staaten (engl.: „states" zu deutsch auch: „Staaten") sprechen: In der Bibel werden zwei Staaten erwähnt. Einer davon ist Arkansas. Wusstet ihr, dass Arkansas in der Bibel erwähnt wird? Es heißt dort, Noah blickte auf die „Arche und sah" (engl.: „ark and saw...", wird ausgesprochen wie der US-Bundesstaat Arkansas). Der andere ist Florida. Paulus muss in Florida gewesen sein, denn er lernte es, in jeder Lage (bzw. in jedem „Staat") zufrieden zu sein. Man sagt, wenn man in Florida leben will, muss man lernen zufrieden zu sein.

Paulus sagte, er lernte, zufrieden zu sein - arm zu sein ohne sich zu beklagen. Gott vertrauend. Wir betrachten das Wesen eines Sohnes.

3. Die Fähigkeit, viel zu besitzen ohne gierig zu sein. Ich habe das folgende schon so oft gesagt, dass mich inzwischen andere Leute zitieren. Ich glaube, dass Gier am meisten Schaden in der Welt bringt. Schaut, was heutzutage geschieht. Es gibt viele Leute, deren Reichtum weit über das hinausgeht, was sie je nutzen können, und doch versuchen sie weiterhin, immer mehr anzuhäufen. Wenn sie ihre erste Million gemacht haben, wollen sie die zweite. Wenn sie ihr erstes Haus haben, wollen sie zwei Häuser. Wenn sie die zwei Häuser haben, wollen sie vier Häuser. Die Gier macht das, und wir sehen sie überall um uns herum. Ich glaube, dass der größte Schaden für die Sache Gottes organisierte Religionen sind, während der größte Schaden für die Welt, für die ganze Gesellschaft, die Gier ist.

Gott möchte, dass wir alles in Hülle und Fülle haben. Ich bin überzeugt, dass Gott drei Dinge für uns möchte - Gesundheit, Reichtum und Weisheit. Wenn ich sage Reichtum, spreche ich nicht über den Überfluss, der über das hinausgeht, was wir brauchen, doch Gott möchte, dass jeder reichlich von allem hat.

4. Die Fähigkeit, zu lieben, ohne eine Erwiderung zu erwarten. Es verletzt manchmal zutiefst, wenn wir selbst darüber nachdenken. Liebe, ohne eine Erwiderung zu fordern. Jesus sagte bei Lukas 6:27-29: „Liebt eure Feinde. Tut denen, die euch hassen, Gutes. Segnet jene, die euch beschimpfen und betet für diejenigen, die euch schmähen, und demjenigen, der dich auf die Wange schlägt, halte auch die andere hin. Und dem, der euch den Mantel nimmt, verbietet ihm nicht, auch noch den Rock zu nehmen." Jesus sagt, dass wir unsere Feinde lieben sollen. Solche Liebe zu finden, ist schwer. Jesus war der Prinz der Gebenden. Er war auch der Prinz der Liebenden. Fällt es euch schwer, die nicht Liebenswerten zu lieben? Es fällt uns leicht, jemanden zu lieben, der uns auch liebt - die Person zu lieben, die uns gut behandelt. Wenn wir jemanden lieben und er antwortet nur mit Leidenschaft, dann ist das hart.

5. Die Fähigkeit, ignoriert zu werden ohne Selbstmitleid zu empfinden. Wenn ihr vergessen, ignoriert oder ausgelassen werdet, seid ihr dann glücklich? Selbstmitleid ist ein Wesenszug des einfachen Menschen. Christen wissen, dass sie Könige und Priester sind, und selbst sie fallen dem Selbstmitleid zum Opfer. Elijah war ein großer Prophet, der von Gott sehr gesegnet war. In seinem Dienst geschahen alle möglichen herrlichen Wunder. Nachdem Jezebel nach einer Konfrontation mit dem Priester, den Jezebel in Israel eingeführt hatte, ihr gesamtes Heer gegen Elijah ins Feld schickte, finden wir Elijah betend in den Bergen vor: „Oh Herr, ich bin der einzige. Ich bin allein. Ich bin völlig allein in dieser Situation."

Gott sagte: „Nein, du bist nicht alleine. Es sind 70.000 bei dir."

Johannes der Täufer ist ein weiteres gutes Beispiel. Johannes der Täufer, der Jesus getauft hatte, kam, um dem Herrn den Weg zu bereiten. Er war an dem Tag anwesend, als die Stimme Gottes sagte: „Sehet meinen geliebten Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe." Johannes sah den Geist Gottes wie eine Taube in und über Jesus kommen. Würde man nicht denken, dass er daraufhin nie mehr in Zweifel geraten könnte?

Johannes der Täufer war sehr tapfer. Kühn lief er in den Thronsaal von Herodes, dem König, und klagte ihn öffentlich an. Er sagte: „Es ist ungesetzlich, dass du mit Herodias verheiratet bist." Daraufhin wurde er ins Gefängnis geworfen. Im Gefängnis hatte er Privilegien, die die Gefangenen in Amerika heutzutage nicht haben. Zwei seiner Freunde waren ihm beigestellt. Sie brachten ihm Essen und kümmerten sich um seine Kleidung. Einmal sagte er zu ihnen: „Ich weiß, dass Jesus unten an der Straße predigt. Geht hin und fragt ihn, ob Er wirklich der Eine ist, oder ob wir auf einen anderen warten sollen." Es scheint mir, dass, wenn es irgend jemanden gab, der keine Zweifel hatte, es Johannes der Täufer hätte sein müssen, und doch zweifelte er.

Tut es weh, wenn man euch nicht auf die Schulter klopft, wenn ihr etwas gut gemacht habt? Selbstmitleid zerstört Kraft und Vitalität. Selbstmitleid hat einen guten Anwalt namens Selbstverteidigung. Wir fangen an, Entschuldigungen für uns zu finden. Unser Sieg liegt darin, in allen Dingen wie Jesus zu sein.

6. Die Fähigkeit, im Rahmen unserer Mittel zufrieden zu leben. Das ist ein Lernprozess in einer Welt der Habgier. Wenn Kinder heute heiraten und eine eigene Familie gründen, wollen sie gleich alles haben, was ihre Eltern haben. Sie erkennen nicht, dass ihre Eltern dreißig Jahre brauchten, um den Besitz, den sie haben, anzuhäufen. Als erstes bauen sie ein Haus, das für ihre Bedürfnisse viel zu groß und zu teuer ist, mit einer immensen Hypothek. Dann kaufen sie sich mehrere Autos auf Pump, schaffen sich ein Kreditkartensystem, verschulden sich hoffnungslos und können ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen. Sie sind nicht bereit, im Rahmen ihrer Mittel zu leben.

7. Die Fähigkeit, inmitten einer dunklen und korrupten Welt moralisch makellos zu bleiben. Habt ihr je darüber nachgedacht, an einen Ort versetzt zu werden, wo es das Böse nicht gibt? Habt ihr überlegt, wie das wäre? Es ist besser, inmitten all der Hässlichkeit korrekt zu leben. Gott wird ein Volk haben, das in der Dunkelheit hell leuchtet. Jesus lebte in der dunkelsten Zeit.

Habt ihr je gedacht, ihr könntet ein besserer Christ sein, wenn nur die Umstände anders wären? Es gibt eine Geschichte über zwei Männer, die Schuhverkäufer waren. Sie wurden von ihrem Einkaufsleiter in die Appalachen versetzt. Einer von ihnen schrieb zurück: „Holen Sie mich hier raus. Versetzen Sie mich woanders hin. Diese Leute wissen nicht mal, was Schuhe sind. Das ist nicht der richtige Platz für einen Schuhverkäufer."

Der andere schrieb zurück: „Liefern Sie mehr Schuhe. Diese Menschen haben überhaupt keine Schuhe. Hier werden viele Schuhe gebraucht." Es geht nur darum, die Situation vom richtigen Standpunkt her zu betrachten. Je dunkler es um euch herum ist, desto heller wird euer Licht leuchten. Sich umsichtig inmitten einer dunklen, korrupten Welt zu bewegen, ist eines der Erkennungsmerkmale eines Sohnes.

8. Die Fähigkeit, die Fehler der anderen zu erkennen, ohne sie zu kritisieren. Derjenige, der die Mängel anderer erkennen kann, ohne sie auf kritische Weise zu verurteilen, ist in der Lage, einen großartigen Erlösungsdienst zu verrichten. Reißt die Sünde aus, aber nicht den Sünder. Jesus fragte die Frau, die die Ehe gebrochen hatte: „Wo sind deine Ankläger?" Sie sagte: „Sie sind alle verschwunden." Er sagte: „Ebenso wenig werde ich dich verdammen. Gehe hin und sündige nicht mehr." Wenn wir um uns herum Leute sehen, die Dinge tun, die sie nicht tun sollten, dann erkennen wir ihre Fehler ohne Kritik. Wir betrachten das Wesen eines Sohnes.

9. Die Fähigkeit, die eigenen Unzulänglichkeiten ohne Verzweiflung und Rechtfertigungen zu erkennen. Es gibt ein Sprichwort, das heißt: „Gib dich nicht auf. Gott ist noch nicht fertig mit dir." Sagt vor allem nicht: „Ich bin nicht schlimmer als alle anderen." Habt ihr je gehört, wie jemand seine Handlungen mit der Aussage: „Das machen doch alle", entschuldigt hat? Söhne haben die Fähigkeit, Unzulänglichkeiten ohne Rechtfertigungen oder Schande zur Kenntnis zu nehmen.

10. Die Fähigkeit, rechtmäßigen Verpflichtungen und Verbindlichkeiten nachzukommen. Es ist Gottes Wunsch, Menschen mit gutem Charakter zu haben. Heutzutage sind viele Leute nicht verlässlich. „Wenn du etwas herunterwirfst, heb es wieder auf. Wenn du etwas zerbrichst, repariere oder ersetze es. Wenn du etwas verlierst, finde es wieder. Wenn du etwas ausleihst, gib es wieder zurück. Wenn du etwas kaufst, bezahle es. Wenn du etwas versprichst, halte dein Versprechen."

11. Die Fähigkeit, angesichts öffentlichen Beifalls demütig zu bleiben. Nicht viele Menschen erhalten so viel öffentlichen Beifall, dass sie stolz werden. Es scheint leicht zu sein, sie zu stolz zu machen und ihr Ego aufzublähen. Eines der Merkmale eines Sohnes ist es, auf öffentlichen Beifall nicht mit einem aufgeblähten Ego zu reagieren. Für den einfachen Menschen ist es schwer, demütig zu bleiben. In der Bibel gibt es einen Fall, wo Paulus und Barnabas demütig bleiben. Da sie es konnten, können wir es auch.

Zu Kaiserzeiten hatten die römischen Generäle den militärischen Befehl, die anderen Nationen zu erobern. Rom hatte zu der Zeit die Herrschaft über ein Drittel der zivilisierten Welt. Wenn ein General auszog und erfolgreich war, dann gab es bei seiner Rückkehr ein riesiges Fest. Der Kaiser versammelte alle Menschen und ließ sie sich auf der Paradestraße, der Via Appia, aufstellen. Der General wurde in einer Kutsche mit Kutscher in die Stadt gebracht und die Menschen applaudierten und priesen ihn. Es war immer eine Zeit lauten öffentlichen Beifalls. Wusstet ihr, dass der Kaiser jedesmal einen Mann in den hinteren Teil der Kutsche setzte? Dieser Mann sollte dem General etwas ins Ohr flüstern. Er sagte: „Vergiss nicht, dass du ein sterblicher Mensch bist." Jeder einzelne der Kaiser tat das, bis Caligula kam. Als Caligula Kaiser wurde, nahm er diesen Mann aus der Kutsche, und das Reich ging unter. Ist es nicht interessant, dass das Reich unterging, als der Mann, der den General daran erinnerte, dass er ein sterblicher Mensch sei, entfernt wurde? Die Fähigkeit, angesichts öffentlichen Beifalls demütig zu bleiben, ist ein Wesensmerkmal eines Sohnes.

12. Die Fähigkeit, auf persönliche Verfolgung und Anschuldigungen nicht mit Selbstverteidigung und mit Hass auf die Feinde zu reagieren. Wenn man im geistlichen Dienst hinausgeht, verfolgen einen die Menschen und erzählen alle möglichen schlechten Dinge über einen. Das passiert jedem. Die Welt hat sich in dieser Hinsicht nicht gebessert. Auf rechte Weise zu leben ist heute nicht populärer als es je war. Im Evangelium Matthäus 5:11-12 sagte Jesus: „Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch alles Böse gegen euch sagen um meinetwillen. Freut euch und frohlockt. Euer Lohn ist groß im Himmel, denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch waren." Wenn andere schlimme Dinge über euch erzählen, versuchen, euch zu behindern, euch zu verfolgen und euch von dem abzuhalten, was ihr zu tun habt, dann wisst, dass ihr in guter Gesellschaft seid. Andere vor euch haben die dieselbe Erfahrung gemacht. Jesus sagte, ihr sollt euch freuen und frohlocken, denn euer Lohn ist groß. Wenn ihr den Hass wählt, wird euch das mental und körperlich zerstören. David hat sich gegen Saul nicht gewehrt. Jesus liebte seine Feinde. Wir betrachten hier den Charakter eines Sohnes.

13. Die Fähigkeit, Mitgefühl zu haben ohne zu verurteilen. Laut Wörterbuch ist das Wort Mitgefühl ein tiefes Gefühl des Bedauerns für das Leiden eines anderen und das Bestreben, ihm Hilfe und Unterstützung zu geben oder Erbarmen zu zeigen. Ich denke, diese Definition sollten man ein zweites Mal lesen. Die Definition des Wortes Mitgefühl ist ein tiefes Gefühl des Bedauerns für das Leiden eines anderen und das Bestreben, ihm Hilfe und Unterstützung zu geben oder Erbarmen zu zeigen.

Das Wort Mitgefühl kommt in den Evangelien (dem Leben und Werk Jesu) doppelt so oft vor wie im ganzen Rest der Bibel. Die Bibel ist voll mit Sätzen wie: „Jesus hatte Mitgefühl mit..." Es ist fast unmöglich, einer Person zu helfen, nachdem man sie verurteilt hat.

14. Die Fähigkeit, nur die Dinge zu tun, an denen Gott Gefallen hat. Jesus sagte in Johannes 8:29: „Ich tue nur die Dinge, die Ihm gefallen." Ein Sohn Gottes sollte Gesetze und Regelungen nicht nötig haben. Es sollte keine Notwendigkeit für Warnungen oder Konsequenzen aufgrund von Ungehorsam oder Rebellion geben. Die treibende Kraft im Leben eines Sohnes Gottes wird immer sein, „Gott zu gefallen" - das Gesetz der Liebe zu Gott und zu einander.

FAZIT: Wenn ihr den Charakter eines wahren Sohnes Gottes haben wollt, dann versucht, wie Jesus zu sein; das ist wahre Sohnschaft.

Ich war von ABC Television Kanal 13 nach Philadelphia zu einem Interview eingeladen. Sie wollten mich wegen der Zahnheilungen in ihrem Programm haben. Die Nachrichtenmedien schreiben gerne darüber, weil sie es fotografieren und auf ihrer Seite bzw. dem Bildschirm etc. abbilden können. Ich war einverstanden und ging zu dem Fernsehsender.

Ich wusste es zu dieser Zeit noch nicht, doch ich hatte einen Gegner. Tatsächlich hatten alle Geistlichen in der ganzen Welt, die heilten, einen Gegner - einen Magier namens The Amazing Randi (Der Wunderbare Randi). Ich wusste nicht, dass die Fernsehleute ihn zur selben Sendung eingeladen hatten. Der Sender schickte am Morgen vor der Sendung eine Limousine. Ich traf bei dem Sender etwa fünfzehn Minuten vor Beginn der Sendung ein. Ich wurde in einen Warteraum geführt, in dem sich ein großer Fernseher befand, auf dem ich die gerade laufende Sendung sehen konnte, und man sagte mir, man würde wiederkommen, wenn es Zeit für mich war, ins Studio zu gehen.

Die Show, in der ich auftreten sollte, begann, und zu meiner Überraschung wurde „Der Wunderbare Randi" vom Gastgeber vorgestellt. Der Gastgeber erklärte Randi, dass die Show sich eigentlich um meine Heiltätigkeit drehe, und dass ich im Warteraum sei. Er fragte Randi nach seiner Meinung über mich und meine Heiltätigkeit, wobei er wusste, dass Randi dagegen eingestellt war.

Randi gab seinen Kommentar ab und äußerte sich so abfällig er nur konnte - dass ich ein Scharlatan sei, der die Leute hinters Licht führe, genau wie jeder andere Geistliche, der heilt, und dass Gott niemals zu keiner Zeit und an keinem Ort jemals irgendjemanden heile usw. Er sprach auf diese Art dreizehn Minuten lang - bis zur Werbeunterbrechung.

Während der Werbung wurde ich ins Studio geführt, ohne Randi im Flur gesehen zu haben. Als die Sendung weiterging, sagte der Gastgeber, dass Randi im ersten Teil aufgetreten sei und äußerte seine Vermutung, dass ich alles gesehen und gehört hätte. Dann fragte er mich, ob ich mich zu Randis Bemerkungen irgendwie äußern wolle.

Ich antwortete: „Ich muss dazu nicht viel sagen, denn Randi ist Atheist. Zu allererst ist er ein Magier, ein Zauberkünstler. Alles, was er tut, ist Täuschung. Sein ganzes Leben ist Täuschung. Es ist ganz normal, dass alles, was er nicht versteht, seiner Meinung nach Täuschung ist. Er ist offensichtlich ein Atheist, der nichts über spirituelle Dinge weiß und daher bedeutet seine Meinung eigentlich nicht viel. Er bringt sich selbst um eine Segnung. Wenn man gläubig ist, kann man alle möglichen Dinge haben, doch wenn man nicht gläubig ist, dann ist es eben, wie es ist." Wir fuhren fort und ich war die ganzen dreizehn Minuten des zweiten Teils auf Sendung.

Dann gab es eine weitere Werbeunterbrechung. Als wir zum dritten Teil zurückkamen, erfuhr ich, dass wir nun beide zur selben Zeit auf Sendung sein würden. Er fragte nun Randi: „Sie haben gehört, was Dr. Fuller gesagt hat. Was sagen Sie dazu?"

„)ch denke folgendes," erwiderte Randi, „Lassen wir beiseite, was ich glaube und behaupte. Ich habe einen Zehntausend-Dollar-Barscheck, den ich immer bei mir trage. Ich bin bereit, ihn demjenigen zu schenken, der den dokumentierten Beweis erbringen kann, dass Gott jemals irgendjemanden geheilt hat. Ich biete ihn Dr. Fuller an, wenn er den dokumentierten Beweis erbringen kann. Es ist klar, dass der dokumentierte Beweis nicht von irgendjemandem erbracht werden kann, er muss unabhängigen Leuten vorgelegt werden, die ich auswähle. Sie werden entscheiden, ob der Beweis Gültigkeit hat oder nicht."

Der Gastgeber wandte sich mir zu und fragte: „Was halten Sie davon?"

Ich sagte: „Natürlich akzeptiere ich diese Herausforderung, aber nicht, wenn er die Leute auswählt, die darüber entscheiden, ob es ein dokumentierter Beweis ist oder nicht. Wenn sie sagen, dass es kein dokumentierter Beweis ist, ist alles vorbei. Ich akzeptiere die Herausforderung unter folgenden Bedingungen: Ich möchte, dass Randi diesen Scheck jetzt dem Interviewer überreicht. Er, der Produzent sowie der Produzent des ‚P.M. Magazin'-Programms werden entscheiden." Zu Randi gewandt fuhr ich fort: „Händigen Sie ihnen den Scheck aus, dann werde ich den dokumentierten Beweis - metallurgische Berichte, zahnärztliche Gutachten und Beweise durch andere anerkannte Wissenschaftler - in die Sendung bringen. Ich werde Ihnen das bringen und in der Sendung präsentieren - vor laufenden Kameras. Wir präsentieren es so, dass, wenn Sie es zum ersten Mal sehen, es gleichzeitig Millionen von Zuschauern sehen. Wenn Sie behaupten, es sei kein gültiger Beweis, dann werden Millionen von Zuschauern über Sie herfallen. Ich werde ihnen die Beweise nicht zuschicken, so dass Sie sie jemand anderem zuschicken, um sie zu bewerten. Ich werde es nicht so machen, dass jeder daran herumpfuschen kann."

Der Interviewer antwortete: „Das hört sich für mich logisch an. Es klingt nach einer guten Lösung." Dann fragte er Randi: „Randi, was halten Sie davon? Geben Sie mir den Scheck."

Randi sagte: „Nein. Ich weiß nicht, was mit Fuller ist, aber er hat irgendeinen Trick im Ärmel."

Nach der Sendung stellte sich das Studiopublikum, ungefähr fünfhundert Menschen, an, um mir die Hand zu schütteln und mir anerkennende Worte zu sagen, zu Randi sagte niemand etwas. Elf Leute kamen auf mich zu und luden mich in ihre Kirchen oder Organisationen ein, um einen Heilgottesdienst abzuhalten. Von diesem Tag an hat Randi niemals mehr öffentlich ein Wort gegen mich oder meine Heiltätigkeit gesagt.


DIE TRAGÖDIE DES UNGLAUBENS

Im Buch an die Hebräer 3:16-19 lesen wir: „Wer waren dann jene, die hörten und ihn erbitterten? Waren es denn nicht alle, die aus Ägypten auszogen unter Mose? Über wen war er unwillig vierzig Jahre hindurch? Waren es nicht jene, die gesündigt hatten, deren Leiber in der Wüste dahinsanken? Wem anders schwor er, dass sie nicht eingehen sollten in seine Ruhe, als denen, die ungehorsam waren? So sehen wir denn, dass sie nicht eingehen konnten wegen ihres Unglaubens."

Ich möchte gerne über „Die Tragödie des Unglaubens" sprechen. Ihr geht hinaus in die Welt und macht einen sehr erfolgreichen Dienst, wenn ihr nicht zulasst, dass der Unglaube gegen euch arbeitet. Das einzige, was euch besiegen kann, das einzige Hindernis, das euch in eurem Dienst irgendwie aufhalten kann, ist der Unglaube. Bleibt frei vom Unglauben und ihr habt es geschafft.

1. Unglaube macht mutlos. Menschen werden durch eine Sache, und nur durch diese eine, entmutigt - Unglaube. Paulus und Silas wurden in Philippi wegen ihres Dienstes in den Kerker geworfen und wurden dort mehrere Tage festgehalten. Sie waren eingesperrt und wurden von den Wärtern auch geschlagen. Die Regierung der Philipper hatte den verantwortlichen Gefängniswärter mit ihrer sicheren Verwahrung beauftragt. Es wurde ihm gesagt, dass er mit seinem Leben dafür würde bezahlen müssen, wenn sie entkämen. Das war für ihn eine ernste Situation. Als erstes fesselte er ihre Füße und Hände an Stöcken. (Vielleicht habt ihr schon Bilder von Frauen gesehen, die zur Zeit der Hexenverfolgungen in Salem in Neu England solche Fesseln trugen.) Nachdem der philippische Gefängniswärter sie so gefesselt hatte, sperrte er sie in die innerste Zelle ein; der Haupteingang des Gefängnisses war verschlossen, und er bewachte es, bewaffnet mit einem Schwert. Sie würden ihm nicht entkommen.

Ihr erinnert euch sicher an die Geschichte von Johannes dem Täufer, der kühn in den Thronsaal des König Herodes schritt, ihn öffentlich anklagte, und dann eingesperrt wurde. Der Glaube, nicht lebendig aus dem Gefängnis heraus zu kommen, entmutigte Johannes.

Diese beiden Männer, Paulus und Silas, hatten nicht mehr Grund als Johannes der Täufer, zu glauben, lebendig heraus zu kommen, doch es besteht ein großer Unterschied zwischen ihnen. Mitten in der Nacht sangen sie und priesen Gott. Es gab für sie keinen offensichtlichen Grund, zu glauben, und doch lobpreisten sie Gott. Sie sagten: „Es macht nichts, dass unsere Hände und Füße an diesen Stöcken gefesselt sind. All diese verriegelten Türen bedeuten gar nichts. Wir gehören zu Gott und Er wird sich um uns kümmern. Alles ist gut; alles ist in bester Ordnung."

In der Bibel heißt es, dass es eine Art Erdbeben gab - eine große Erschütterung aller Türen. Die Türen entriegelten und öffneten sich plötzlich. Sogar die Stockfesseln öffneten sich. Als der Aufruhr vorüber war, war der Gefängniswärter schon dabei, sich das Leben zu nehmen, da er glaubte, die Gefangenen seien geflohen. Er hatte die Spitze des Schwertes gegen seinen Körper auf Höhe seines Herzens gerichtet und war dabei, sich hineinfallen zu lassen. Paulus sah, was geschah, und rief ihm zu: „Tu dir nichts an. Wir sind noch hier." Paulus und Silas waren nicht entmutigt, weil sie gläubig waren.

Ich muss an die Geschichte über Noah in der Bibel denken. Als ich ein kleines Kind war, las mir meine Mutter diese Geschichte von der Rückseite der Sonntagsschulkarten vor. Für mich war er ein großartiger Mann. Er war so großartig, wie man es sich nur vorstellen konnte, denn für mich war er Noah, der Bootsbauer. Er baute so ein großes Boot, dass er einhundert Jahre brauchte, bis es fertig war. Könnt ihr euch das vorstellen? Für mich war er Noah, der Bootsbauer, und für mich war er ein großer Mann.

Und dann, als ich die Geschichte selbst lesen konnte, wurde er sogar noch größer. Jetzt war er Noah, der Tiertrainer. Er brachte es fertig, dass all diese Tiere in das Boot hineingingen und dort einhundertfünfzig Tage lang in Frieden und Harmonie zusammenlebten, zwei von jeder Sorte und sieben von jeder Art. Normalerweise kommen Tiere nicht miteinander aus. Eine Schlange frisst die andere, und eine Katze kämpft mit der anderen. Doch Noah gelang es, dass sie hundertfünfzig Tage lang in Frieden und Harmonie dort lebten. Als ich das begriff, sagte ich: „Clyde Beatty und Wilhelm Schmidt können ihm als Tiertrainer das Wasser nicht reichen. Er war etwas ganz ganz Besonderes."

Später stieg Noah in meiner Achtung noch mehr, weil ich plötzlich die Botschaft begriff, die er lehrte. Er sagte den Menschen, dass „eine Flut kommt. Wasser wird als Regen direkt aus den Himmeln herabfallen." Bis dahin hatte es niemals Regen gegeben. Das war das erste Mal, dass es je regnete. Ihr erinnert euch, die Bibel spricht von „den Wassern über dem Firmament und den Wassern unterhalb des Firmaments". Bei diesem Ereignis entstand der erste Regenbogen. Noah predigte und sagte ihnen etwas, was vollkommen über ihr Vorstellungsvermögen hinausging. Es war für sie vollkommen fremd. Verglichen mit Noahs Botschaft ist unsere Botschaft über das Heilen leicht zu glauben. Noah war absolut unglaubwürdig.

Dann sah ich ihn eines Tages als einen Prediger, der beharrlich war. Ich sah, dass niemand seine Botschaft annahm. Könnt ihr euch vorstellen, dass nach einem Jahr jemand kommt und fragt: „Bruder Noah, wie viele Konvertiten hast du?"

Er antwortet: „Noch gar keine." In der heutigen Welt würde kein Geistlicher ohne einen einzigen Konvertiten an einem Ort bleiben können. Zwei Jahre gehen ins Land, und er hat keine Konvertiten. Fünf Jahre vergehen, zehn Jahre, fünfundzwanzig Jahre, fünfzig Jahre, fünfundsiebzig Jahre. Dieser Mann predigte dieselbe Botschaft immer und immer wieder über hundert Jahre hinweg und in all der Zeit gab es niemanden, der ihm glaubte. Wir sprechen von einem Mann, der einen Grund gehabt hätte, entmutigt zu sein. Er war es nicht. Warum? Weil es ihm möglich war zu sagen: „Gott sagt es, ich glaube es, und dass reicht." Das ist Vertrauen.

Unglaube ist das einzige, was ein Kind Gottes entmutigen kann. Wenn ihr je in eurem Dienst entmutigt seid, ist es Zeit für eine Selbstanalyse. Irgendwo hat sich Unglaube eingeschlichen. Wenn wir wissen, wer wir sind, wer Gott ist, und was die Beziehung zwischen den beiden ist, dann sind wir niemals entmutigt.

Es stimmt, dass nicht immer alles glatt läuft, aber wenn ihr Vertrauen in Gott habt - Gott glaubt - dann wird das keine riesigen Herausforderungen in eurem Leben erzeugen. Es wird alles gut. Alles wird gut, weil nur Gott verantwortlich ist. Das einzige, was entmutigt, ist Unglaube.

2. Unglaube bringt Gottes Volk zum Schweigen. Manchmal bitte ich die Leute, über Gott zu prahlen. In unseren Gottesdiensten gibt es einen Teil, den wir „Anerkennungsgottesdienst" nennen. Er bietet die Gelegenheit, aufzustehen und über Gott zu prahlen. Was hat Gott mit und für euch getan? Wie wundervoll ist es, ein Kind Gottes zu sein? Dabei sprechen viele Menschen, die etwas zu erzählen haben. Andere bringen gar kein Wort heraus. Warum? Weil sie sich fürchten, über Gott zu prahlen, aus Angst, dass es in der Zukunft nicht richtig funktioniert und sie dann ihr Wort zurücknehmen müssen. Unglaube schleicht sich ein und bringt Gottes Volk zum Schweigen.

Maria und Elisabeth waren die Mütter von Jesus und Johannes dem Täufer. Johannes der Täufer wurde zuerst geboren und war sechs Monate älter als Jesus. Derselbe Erzengel, der zu Maria gesprochen hatte, um ihr zu sagen, dass sie die Mutter von Jesus sein würde, hatte zuvor zu Elisabeth gesprochen. Elisabeth und Maria waren Kusinen. Elisabeth war mit einem Mann namens Zacharias verheiratet, der zu dieser Zeit der Hohepriester war. Als der Engel zu Elisabeth sprach und ihr sagte, das sie die Mutter von Johannes dem Täufer sein würde, war sie sehr alt. Ihr Ehemann glaubte es nicht und hielt es für einen Witz. Weil er nicht glaubte, sagte der Engel, dass Zacharias bis zur Geburt von Johannes nicht würde sprechen können. Das Ergebnis seines Unglaubens war sein Schweigen.

Sechs Monate später sagte derselbe Erzengel zu Maria, dass sie die Mutter von Jesus sein würde. Sie beeilte sich, ihre Kusine Elisabeth zu besuchen. Als die zwei zusammen waren, hatten sie ein „schreiendes Treffen". Sie umarmten sich und liefen hin und her, klatschten in die Hände und riefen aus: „Meine Seele verherrlicht den Herrn." Die zwei Frauen preisen Gott und haben eine wundervolle Zeit, während Zacharias kein Wort sagen konnte - Unglaube brachte ihn zum Schweigen. Unglaube bringt in der Tat Gottes Volk zum Schweigen.

Alles wird sich für jeden wunderbar ergeben, wenn man sein Leben Gott übergibt. Wenn es eine Sache gibt, über die ich mir absolut sicher bin, dann ist es die, dass man für jedes menschliche Bedürfnis nichts als Gott braucht. Genauso wichtig ist die Tatsache, dass Gott nichts unmöglich ist. Sagt es den Menschen überall, dass ihr einziges Bedürfnis Gott ist. Alle Bedürfnisse der Menschen sind spirituelle Bedürfnisse. Ich glaube nicht daran, dass wir irgendwelche anderen Bedürfnisse haben, seien es physische, psychische, solche der Umstände oder welche auch immer. Das grundlegende Bedürfnis ist, mehr von Gott zu haben. Übergebt alles Gott. Lasst uns hinausgehen und allen erzählen, dass Gott für unser Leben verantwortlich ist.

Unglaube ist das einzige, was uns zum Schweigen bringt. Wir betrachten die Tragödie des Unglaubens. Es ist die einzige Sache, die ein Kind Gottes behindern kann.

3. Unglaube bindet Gott buchstäblich die Hände und hält ihn davon ab, uns zu segnen. Er bindet Gott wie mit einem ledernen Riemen die Hände. Uns steht die Macht Gottes zu jeder Zeit zur Verfügung, unter einer Bedingung - dass wir sie voller Vertrauen annehmen. Jesus sagte: „Was auch immer ihr euch wünscht, wenn ihr betet, glaubt, dass ihr sie erhaltet und ihr werdet sie erhalten." Er sagte nicht vielleicht, eventuell oder manchmal. Er sagte, dass ihr sie gemäß eures Glaubens haben werdet. Wenn Gott euch sagt, dass ihr etwas tun sollt, dann wird es wahrscheinlich etwas Unerhörtes sein - etwas sehr Besonderes und Seltsames. Er möchte, dass andere zur Erkenntnis gelangen.

Sprechen wir über Josua und Moses. Moses führte die Kinder Israels, die sich in Sklaverei befanden, aus dem Land Ägypten heraus und starb auf der Reise. Josua übernahm die Führung und führte die Menschen in das Land Kanaan. Sogar nach vierzig Jahren mussten sie noch kämpfen, um das Land zu besitzen. Nachdem sie den Jordan überquert hatten, war der erste Ort, den sie erreichten, Jericho. Gott sagte Josua, er solle seine Soldaten rund um die Stadt marschieren lassen. Was für eine verrückte Art, einen Kampf zu gewinnen. Einfach um die Stadt herum zu marschieren.

Könnt ihr euch vorstellen, was die Einwohner von Jericho dazu zu sagen hatten? Könnt ihr euch den Mann vorstellen, der auf der Mauer steht und den Leuten von Jericho sagt: „Jeden morgen um zehn Uhr marschieren diese verrückten Israeliten um die Stadt. Es ist zehn Uhr und hier kommen sie. Sie werden um die Stadt herum marschieren." Könnt ihr sehen wie die Einwohner auf die Mauern der Stadt klettern, miauen und sich über die marschierenden Soldaten lustig machen, indem sie sagen: „Oh, ihr tapferen Männer. Stampf, stampf, die Jungen marschieren. Oh, wie seid ihr tapfer. Ihr bietet uns jeden morgen eine Show. Wir sehen, wie schön ihr marschieren könnt."

„Sie marschieren im Gleichschritt", sagen sie im Scherz zueinander. „Sie haben einen Rhythmus, und das ist einfach schön. Sie tun das jeden Morgen um zehn Uhr. Schaut sie nur an. Sie gehen zum Tor und gehen dann zurück in ihr Lager. Sie sind keine Bedrohung für uns. Jeden Morgen um zehn Uhr kommen sie und ziehen diese Show ab."

Am siebten Tag waren die Leute von Jericho wieder auf der Mauer und machten Scherze über die törichten Soldaten. „Da kommen sie wieder - zehn Uhr - rechtzeitig. Schaut, was sie machen. Sie gehen um die Stadt herum. Jeden Tag machen sie das, um uns zu zeigen, wie schön sie marschieren können. Wenn sie das Tor erreichen, kehren sie in ihr Lager zurück. Nein, sie kommen noch einmal herum. Sie laufen zum zweiten Mal herum, zum dritten Mal, zum vierten Mal. Ich möchte, dass alle das sehen. Holt Tante Mathilde! Ist mir egal, dass sie im Rollstuhl sitzt. Bringt sie her. Bringt sie in ihrem Rollstuhl hier herauf. Holt alle hier herauf, um diese Show zu sehen."

Nachdem sie sieben mal um die Stadt marschiert waren, befand sich die ganze Bevölkerung der Stadt auf der Mauer. Die Mauer knirschte unter dem Gewicht der ganzen Bevölkerung. Nach der siebten Umrundung befahl Josua den Trompetern: „Blast in die Trompeten". Die Vibration des Klanges der Trompeten zerbröckelte die Mauer und sie stürzte ein. Die Israeliter konnten hinein marschieren und die Stadt übernehmen.

Stellt euch vor, Gott würde euch sagen, etwas so Seltsames wie das zu tun. Würdet ihr es tun? Seid euch bewusst, dass es Zeiten geben wird, wenn Gott euch aufrufen wird, solche seltsamen Dinge zu tun. Ihr werdet wahrscheinlich auf eine Menge Ablehnung stoßen und es klingt womöglich vollkommen falsch. Geht und tut es dennoch. Gott wird euch für euer Vertrauen segnen.

Das einzige, was Gott von solchen Segnungen abhält, ist Unglaube. Mit Glauben haben die offensichtlichen Umstände keine Bedeutung. Gott wird sich auf wunderbare Art darum kümmern. Unglaube ist das einzige, was ein Kind Gottes aufhalten kann.

4. Unglaube wird ein Kind Gottes vollkommen besiegen. Moses gelang es, die Israeliten aus Ägypten heraus zu führen, und sie schlugen ihr Lager bei Kadesh-barnea auf. Er wählte einen Mann aus jedem der zwölf Stämme Israels als Vorhut aus und sagte ihnen: „Ich möchte, dass ihr vor uns in dieses Land geht und die Situation dort einschätzt. Kehrt dann mit euren Empfehlungen zurück. Wohin sollen wir gehen? Welche Art von Versorgung und Nahrung werden wir vorfinden? Wie viele Soldaten benötigen wir usw."

Zehn von ihnen kehrten aufgeregt zurück und meldeten ihm: „Wir können es nicht machen. Es ist unmöglich. Es gibt Riesen in diesem Land, und sie sind so groß, dass wir dagegen wie Grashüpfer aussehen. Die Lage ist unüberwindlich."

Moses sagte. „Wartet einen Moment. Ich habe zwölf von euch ausgesandt und ich sehe nur zehn. Wo sind die anderen? Wo sind Josua und Kaleb?"

Sie sagten: „Dort drüben", und deuten auf den Platz hinter Moses. Moses drehte sich um und schaute. Dort waren Josua und Kaleb und aßen Trauben! Sie hatten einen Traubenstrauch mitgebracht, der so groß war, dass es zwei Männer erforderte, um ihn zu tragen.

Moses fragte: „Was habt ihr zwei gesehen?"

„Eines ist sicher", antworteten sie. „Wir haben keine Riesen gesehen. Alles, was wir sahen, war ein Land, in dem Milch und Honig fließen." Und Kaleb fügte hinzu: „Und wenn schon, es macht nichts, wenn es Riesen in diesem Land gibt. Wir können kämpfen und Gott ist auf unserer Seite. Ich bin bereit. Ich sage: lasst uns gehen."

Moses und die Kinder Israels hörten lieber auf die zehn Männer als auf die zwei und kehrten um. Die schlugen einen riesigen Bogen, für den sie vierzig Jahre brauchten, und nach dem vierzigjährigen Marsch mussten sie immer noch um den Besitz des Landes kämpfen.

In Kadesh-barneo war diese Gruppe mit über einer Million Menschen elf Tage von Kanaan entfernt - elf Tage geradeaus, und sie wären dort gewesen. Gott hatte bereits versprochen, dass Er Hornissen aussenden würde, um den Feind zu besiegen. Welche Chancen hat ein Riese gegen Hornissen?

Moses und die Kinder Israels wurden durch ihren Unglauben besiegt. Unglaube ist das einzige in der Welt, was jemals irgend jemanden besiegen wird. Wir haben die Wahl. Wenn wir uns entscheiden, Gott zu vertrauen, dann gibt es keine unüberwindlichen Probleme.


ZEHN GEFÄHRLICHE BESITZTÜMER

Es scheint, dass es eine gute Sache ist, wenn eine Person die Geschenke des Geistes besitzt, und das ist es auch. Jedoch gibt es zehn gefährliche Besitztümer, die mit den Geschenken des Geistes verknüpft sind. Diese Dinge können gefährlich und sogar zerstörerisch sein, wenn sie nicht von einem zweiten Bestandteil begleitet werden, der sie zum Guten in Gottes Königreich wirken lässt.

1. Eifer ohne Wissen - Gott sei gedankt, dass es junge und ältere Menschen gibt, die von Eifer beseelt sind. Der Apostel Paulus, der den Herrn auf dem Weg nach Damaskus traf und verwandelt wurde, war ein Mann mit Eifer. Im Brief an die Philipper 3:4-6 heißt es: „Gleichwohl könnte ich auch auf das Fleisch Vertrauen setzen. Wenn da ein anderer meint, auf Fleisch vertrauen zu können, ich könnte es noch mehr. Beschnitten am achten Tag, aus Israel, aus dem Stamm Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, im Hinblick auf das Gesetz ein Pharisäer hinsichtlich des Eifers, die Kirche verfolgend." Etwas vom Eifer des Paulus war fehlgeleitet. Eifer ohne das Wissen, wie man ihn einsetzt, ist gefährlich.

Ich habe eine Geschichte von einem eifrigen Studenten gehört, der auf die Bob Jones Universität ging, eine Bibelschule im Süden der Vereinigten Staaten. Dieser junge Mann war mit seiner Bibel unter dem Arm per Anhalter unterwegs. Ein Mann hielt an und nahm ihn mit. Als das Auto sich wieder in den Verkehr eingefädelt hatte, zog der Fahrer den Zigarettenanzünder heraus um sich eine Zigarette anzuzünden. Der Student tadelte ihn vehement wegen des Rauchens und predigte darüber, wie schlecht es sei, ein Raucher zu sein. Er fuhr fort und sagte, wenn Gott gewollt hätte, dass der Mensch raucht, hätte Er ihn mit einem Schornstein erschaffen. Sehr ruhig fuhr der Mann das Auto auf den Standstreifen der Straße und sagte zu dem Studenten: „Sie können jetzt aussteigen!"

Der Student fragte: „Sie wollen mich hier mitten in der Landschaft einfach hinauswerfen?"

Der Mann antwortete: „Sicher. Wenn Gott gewollt hätte, dass Sie Auto fahren, hätte er Sie mit Rädern erschaffen." Das ist ein großartiges Beispiel von Eifer ohne Wissen.

Oft ist es so, dass eine kleine Gruppe mit einer Menge Eifer die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zieht. Habt ihr die Sendung über den Aufruhr gesehen, der sich im Irak abspielt? Wir sehen hunderte von Leuten auf dem Bildschirm, die dagegen protestieren, dass die Amerikaner dort sind. Es ärgert uns, dass die Iraker von Saddam Hussein befreit wurden und dafür nicht dankbar sind. Wenn ihr einen Schritt zurücktretet und die Situation betrachtet, seht ihr, dass für jeden einzelnen der Leute in der Protestgruppe weitere tausend Iraker stehen, die für die Befreiung dankbar sind. Weil die Protestgruppe so eifrig ist, sind sie diejenigen, die gehört werden. Entscheidungen werden auf der Grundlage ihres Eifers getroffen, nicht weil ihr Standpunkt der der Mehrheit der Menschen ist.

Die erste Kirchengeneration hatte keine Druckmaschinen, keine Zeitungen, keine Radios, kein Fernsehen und öffentliches Adress-System, was sie aber hatten, war Eifer gepaart mit Wissen. Schaut, was sie erreicht haben. Eifer ohne Wissen ist gefährlich.

2. Wissen ohne Weisheit - Als wir zuvor die Geschenke des Geistes besprochen haben, habe ich euch zur Vorsicht ermahnt, dass Wissen ohne Weisheit gefährlich ist. Wenn ihr wisst, dass ein bestimmter Umstand existiert, wird Weisheit euch helfen, zu wissen, wie ihr damit umgehen sollt. Manchmal erhaltet ihr Wissen über eine bestimmte Situation nur zu dem Zweck, um dafür zu beten, und nicht, weil etwas getan werden muss. Andere Male seid ihr aufgerufen, etwas zu tun. Wenn es nötig ist, etwas zu tun, dann braucht ihr Weisheit, um zu wissen, was ihr tun sollt. Paulus sagt: „Wissen macht eine Person stolz. Wenn irgend jemand glaubt, dass er irgend etwas weiß, dann weiß er noch gar nichts so, wie er es wissen sollte."

Ein gutes Beispiel ist Esau. Er verkaufte sein Erbe und verlor die Segnungen, die er hätte bekommen sollen. Wir lesen: „Denn wir wissen, dass danach, als er die Segnung erlangen sollte, er zurückgewiesen wurde, denn er konnte keinen Ort der Reue finden, obwohl er in Tränen danach suchte."

Im Buch Daniel, Kapitel 12, heißt es: „Am Ende der Zeit wird das Wissen vermehrt." Schaut euch die heutige Technologie in Kommunikation, Reisen, Wissenschaft, Medizin und allen Bereichen menschlichen Lebens an. Auch mit dem vermehrten Wissen heutzutage sind viele der Probleme der Menschen nicht gelöst worden. In Unfällen sterben heute zehnmal mehr Menschen als in allen Kriegen zusammen genommen. Industrieanlagen haben die Luft, das Wasser und die Umwelt verschmutzt, während sie mehr Komfort produzieren.

Gott bildet jetzt eine Gruppe von Menschen, die die Prophezeiungen um 713 vor Christus beachten. Wir lesen darüber bei Isaias 11:1-2: „Doch wächst hervor ein Reis aus Isaias Stumpf, ein Schössling bricht aus seinen Wurzeln hervor. Auf ihn lässt sich nieder der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und des Verständnisses, der Geist des Rates und der Stärke, und der Geist des Wissens." Wir sind die Schösslinge, die aus der Wurzel wachsen, auf denen der Geist des Herrn sich niederlässt. Wir haben die Gelegenheit, bei unseren Entscheidungen im Leben Weisheit zusammen mit Wissen zu nutzen. Die Wahrheit zu verstehen reicht nicht aus. Wir müssen Weisheit haben, um Egoismus zu überwinden, und uns Gott übergeben. Wissen ohne Weisheit ist gefährlich.

3. Tüchtigkeit ohne Charakter - Ein typisches Beispiel von Tüchtigkeit ohne Charakter ist der Mann Ismael. Er hatte große Fähigkeiten, hatte aber einen niedrigen moralischen Charakter. Man baut Lehranstalten und Konfessionsinstitute, die sich selbst verherrlichen, anstatt etwas zu tun, um Gott zu verherrlichen. Nicht jeder hat große Fähigkeiten, aber jeder kann einen großen Charakter haben.

4. Verantwortung ohne Treue - Viele Leute beten für einen Dienst und die Verantwortung, die damit einher geht, doch sie sind dem nicht treu, was Gott ihnen bereits geschenkt hat. Wir müssen schätzen, was wir bereits haben, bevor Gott mehr Segnungen auf uns herabregnen lässt. In der Bibel wird ein Mann namens Demas erwähnt. Er reiste mit Paulus, ebenso wie Barnabas, Silas, Lukas, Timotheus, Markus, Titus, Tychikus, Sosthenes, Onesimus, Kreszenz, Epaphroditus und andere. Im zweiten Brief an Timotheus 4:10 sagt Paulus: „Demas hat uns verlassen, aus Liebe zu dieser Welt, und ist nach Thessalonich gegangen." Demas liebt die materielle Welt mehr als er Gott liebt. Er wird danach nie mehr erwähnt. Wenn ihr herrschen und wie Christus leben wollt, müsst ihr treu sein, auch wenn es euch umbringt. Und das wird es. Aber was sterben wird, ist das alte fleischliche Leben und der Eigenwille.

Hört, was Gott über jene zu sagen hat, die Er in dem besonderen Endzeit-Dienst einsetzen wird. In der Offenbarung 17:14 heißt es: „Er ist der Herr der Herren, der König der Könige und die, die bei Ihm sind, sind berufen und auserwählt und treu." Von diesen dreien geht uns „berufen" oder „auserwählt" nichts an. Gott beruft und erwählt. Was uns aber etwas angeht, ist das letzte --treu zu sein.

5. Geschenke ohne Liebe - Alle Geschenke des Geistes müssen mit den Früchten des Geistes gehandhabt werden. Die Früchte des Geistes sind Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Vertrauen, Demut und Mäßigkeit. Sie stehen im Brief an die Galater, Kapitel 5. Beachtet, dass die Liebe zuerst genannt wird. Im ersten Brief an die Korinther 13:2 sagt Paulus: „Und wenn ich Prophetengabe besitze und um alle Geheimnisse weiß und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben habe, dass ich Berge versetze, doch Liebe nicht habe, so bin ich nichts." Geschenke ohne Liebe sind gefährlich.

6. Kameradschaft ohne Treue - Kameradschaft könnte man durch zwei Kameraden im gleichen Boot definieren. Wir sind miteinander verbunden und arbeiten zum Wohle von uns beiden zusammen. Einer der größten Schätze in unserem Dienst ist die Kameradschaft. Wenn ich Gemeinschaft mit Leuten anderen Glaubens habe, dann bin ich denen, mit denen ich Gemeinschaft habe, treu. Ich spreche nicht hinter ihrem Rücken über sie. Wenn wir Gott lieben, können uns unterschiedliche Glaubensrichtungen nicht trennen. Wenn wir nicht mit jedem Punkt unserer Glaubenssysteme übereinstimmen, ist das in Ordnung. Es ist wichtig, ihnen treu zu sein.

Die Lively Stones Fellowship hat keinen konfessionellen Namen. Kameradschaft (engl. fellowship) ist eine der größten Freuden und Geschenke, die wir hier haben. Gegenseitige Treue schafft eine gesunde Kameradschaft und macht jeden zum Gewinner.

7. Begabung ohne Heiligung - Gott sei Dank gibt es begabte junge Menschen. Wenn sie erwachsen werden, kann es sein, dass ihre Begabungen sie eher von Gott weg als zu Gott hin bringen. Ich nenne als Beispiel die musikalische Begabung, doch jeder ist auf andere Weise begabt. Wir haben die Wahl, ob wir diese Begabungen für die Herrlichkeit des Königreiches Gottes verwenden oder nicht. Als die Kinder Israels gerade den Jordan überquerten und dieses neue Land betraten, in das Moses sie geführt hatte, benutzte Josua die Worte: „Heiligt euch." Er sagte: „Heiligt euch. Morgen wird Gott große Dinge unter euch tun." Wir sollen unsere Begabungen heiligen. Wir sollen sie Gott widmen und sie heiligen lassen. (Heiligung bedeutet, sie zu übergeben und ihrem angemessenen Zweck zu widmen - damit sie für die Kraft Gottes verwendet werden.)

8. Autorität ohne Mitgefühl - Heutzutage sind Regierungen absolut notwendig. Es muss Autorität geben, doch sie muss mit Mitgefühl ausgeführt werden. Ein Dienst, der durch einen Vorstand, der aus mehreren Personen besteht, durchgeführt wird, ist vom Glück begünstigt. Es gefällt mir, wenn ich Kirchen sehe, die einen Vorstand haben - nicht nur eine Person, die alle Entscheidungen trifft. Einen Vorstand zu haben, dessen Mitglieder das Beste für das Königreich erreichen wollen, ist gut, so sollte es gemacht werden. Autorität ohne Mitgefühl ist eine gefährliche Sache.

9. Reich zu sein ohne zu teilen - Die Macht, Reichtum zu erlangen, liegt in den Händen Gottes. Im ersten Brief an die Korinther, Kapitel 3, warnt die Bibel uns zweimal davor, gierig nach Geld zu sein. Gier wird uns Gott nicht näher bringen.

Im erster Brief an Timotheus 6:5 heißt es: „Männer von korrupter Gesinnung und ohne Wahrheit glauben, dass Bereicherung Frömmigkeit ist; davon haltet euch fern." Gott möchte, dass jeder von uns alles hat, was er braucht. Es gibt einige Leute, die auf eine Person schauen, die viel hat, und sagen: „Schau, wie Gott ihn gesegnet hat. Er muss ein frommer Mensch sein, da Gott ihm all diese wundervollen Dinge gegeben hat." Das ist nicht so. Nur weil jemand reich ist, heißt das nicht, dass er fromm ist.

Das Umgekehrte stimmt ebenfalls. Nur weil jemand reich ist, heißt das nicht, dass er nicht fromm ist. Eine große Anzahl der Anhänger Jesu waren wohlhabende Leute. Manche beschreiben Seine Anhänger als Arme oder Fischersleute mit wenig Besitz. Diese Fischersleute Andreas und Paulus (Brüder) und Jakobus und Johannes (Brüder) fischten nicht mit einem Stock mit einer Schnur und einem Haken daran. Diese Männer hatten ganze Flotten von Fischerbooten. Ihre Geschäfte waren keine Eintagsfliegen. Josef von Arimethea, dem das Grab gehörte, in das der Leichnam Jesu nach der Kreuzigung gelegt wurde, war ebenfalls ein reicher Mann. Nikodemus und Gamaliel waren reiche Männer. Nur weil jemand reich ist, heißt das nicht, dass er entweder fromm oder nicht fromm ist. Reichtum zu haben ist nichts Böses.

Doch Reichtum zu haben, ohne zu teilen, ist gefährlich. Teilen sollte man auf der Basis spiritueller Logik. Ich kann das nicht genug betonen. Im Brief an die Römer (2:8) beschreibt die Bibel den Dienst des Gebens. Dort heißt es: „Derjenige, der gibt, lasst ihn geben und lasst es ihn mit Einfachheit tun." Gott gibt einigen Reichtum, damit sie ihn teilen. John D. Rockefeller ist dafür ein gutes Beispiel. Wenn wir die Politik beiseite lassen und auf das Leben von John D. Rockefeller schauen, können wir sehen, wie Gott diejenigen segnet, die geben. Im Alter von vierzig Jahren ging er herum, hatte die Taschen voller Geld und verschenkte es an diejenigen, die es brauchten. Die Leute hielten ihn für sehr exzentrisch. Es war nicht Exzentrik. Er hatte eine wertvolle Lektion gelernt und wendete sie an. Er schaffte sich den größten Reichtum, den jemals irgend ein Mensch angehäuft hat, und er tat das praktisch ganz alleine. Er unterrichtete dann seine Kinder, und sie folgten seinem Beispiel. Heute gibt die Rockefeller-Stiftung mehr Geld für wohltätige Zwecke aus als jede andere Stiftung. Die Stiftung wird jedes Jahr größer. Jesus sagte: „Gebt und es wird euch gegeben werden, ein gutes, vollgedrücktes, gerütteltes und gehäuftes Maß wird zu euch zurückkommen." Wir müssen teilen, denn reich zu sein ohne zu teilen ist gefährlich.

Es ist wichtig, beim Teilen spirituelle Vernunft walten zu lassen. In meinem ersten baptistischen Pastorat war ein junger Mann in meiner Kirche, der von der Universität kam und seine erste Arbeitsstelle hatte. Er kam zu mir und sagte: „Ich möchte, dass Sie mir helfen, einen Plan für den Zehnten aufzustellen." (Ich glaube, dass die Regelung des Zehnten eine gute Sache ist.) Der junge Mann sagte: „Ich möchte wissen, was der Zehnte ist, wie man ihn berechnet, und überhaupt alles darüber." Ich half ihm, genau das zu tun.

Innerhalb der folgenden zwölf Jahre zog ich drei Mal um. Im neunten Jahr war ich 350 Meilen von dem Ort entfernt, wo er wohnte. Dieser junge Mann fuhr 350 Meilen, um mit mir ein neues Problem zu besprechen. Er sagte: „Erinnern Sie sich, als wir diesen Plan für den Zehnten erstellten?"

Ich sagte: „Ja, natürlich erinnere ich mich daran."

Er sagte: „Ich möchte mit Ihnen darüber sprechen, denn es wird schwierig. Als ich meinen Plan für den Zehnten aufgestellt hatte, schien es gerade so, als ob alles sich in Gold verwandeln würde. Ich bin bei allem, was ich tue, sehr erfolgreich. Mein Einkommen ist jetzt so groß, dass zehn Prozent davon inzwischen ein beträchtlicher Geldbetrag ist. Es ist zu einer Last geworden, zehn Prozent abzugeben. Ich möchte wissen, wie ich das ändern kann, wie ich immer noch das Richtige tue und doch weniger in den Zehnten investiere."

Ich sagte: „Das ist leicht. Ich helfe dir. Wir werden einfach beten und dann die Lösung haben. Wir einigen uns und bitten Gott gemeinsam darum, dein Einkommen so weit zu reduzieren, bis es leichter wird, den Zehnten abzugeben."

„Oh nein", sagte er. „Ich verstehe, was Sie meinen." Er setzte sich in sein Auto und fuhr nach Hause. Später erfuhr ich, dass er immer noch den Zehnten abgab und Gott ihn immer noch segnete.

Wenn wir geben sollten wir immer spirituelle Vernunft walten lassen. Den Zehnten an Organisationen abzugeben, die hungernden Kindern in weit entfernten Ländern beistehen, ist manchmal spirituell betrachtet nicht vernünftig. Viele davon sind unlauter. Bei neun von zehn dieser Organisationen werden 87 Cents von einem Dollar benötigt, um die anderen 13 Cents dorthin zu bekommen, wo sie hin sollen. Das eigentliche Interesse dieser Organisationen sind ihre eigenen Schatzkammern. Sie helfen in der Tat den Kinder in einem gewissen Maß, aber nicht so viel, wie sie behaupten.

Der Konvent der Südlichen Baptisten, aus dem ich kam, hatte ein ähnliches Problem. Sie trafen sich, um einen Haushalt zu beschließen, der zeigen sollte, wie sie ihr Geld verwenden würden. Es gab immer jemanden, der sich zugunsten des Haushalts aussprach und ein Flip Chart benutzte, um die Prozentsätze des Haushalts aufzuzeigen. Er fing an mit den Verwaltungskosten von zwei Prozent. Dann für die Ausländische Mission so viel, für die Inländische Mission so viel, für die Sonntagsschulen so viel usw. Dann sagte er schnell: „Ich empfehle, dass wir den Haushalt wie er präsentiert wurde annehmen." Er bat um eine Sekunde für seinen Antrag, die er auch bekam, und dann fragte der Sprecher, ob es zu dem Antrag irgendwelche Kommentare gäbe.

Ich sprang auf die Füße und sagte: „Wenn das der Haushalt ist, dann ist das in Ordnung, aber lassen Sie uns nichts verschleiern. Wir haben Verwaltungskosten von zwei Prozent und hier unten haben wir einen bestimmten Prozentsatz für die Sonntagsschule. Eine Menge der Kosten für die Sonntagsschule sind Verwaltungskosten. Hier haben wir die Ausländische Mission, die ebenfalls Verwaltungskosten von 87 Cents auf einen Dollar hat. Nennen wir die Dinge beim Namen und ordnen wir sie neu. Stellen wir die wirklichen Verwaltungskosten so dar, wie sie sind, 87 Prozent, die übrigen 13 Prozent sind der Rest des Haushalts." Der Sprecher dankte mir und fragte, ob noch jemand etwas sagen wollte. Da sich keiner meldete, wurde abgestimmt. Der Haushalt wurde mit 101:1 Stimmen angenommen.

Wir müssen uns bewusst sein, dass es Organisationen gibt, die an ihre Gefühle appellieren. Möge Gott euch helfen zu wissen, wohin ihr euer Geld geben könnt. Gebt es mit spiritueller Vernunft.

10. Leben ohne Gott - Mit Sicherheit ist es ohne Gottes Führung im Leben und ohne das spirituelle, schützende Dach Gottes schon gefährlich, einfach nur am Leben zu sein. Das ist der Grund, weshalb Gott in der Geschichte der Genesis Adam und Eva aus dem Garten Eden warf.

Wir müssen die Natur Gottes in uns haben. Fallen gibt es gleichermaßen für die Jungen und die Alten, die Reichen und die Armen, die Gebildeten und die Ungebildeten. Gebt euch Gott in jeder Hinsicht vollkommen hin und Er wird eure alte adamische Natur töten.

Kürzlich schrieb mir jemand und bat mich, ihm alle Details über den Zehnten zu erklären. Er wollte alle Fürs und Widers des Zehnten wissen. Meine Antwort ist, dass es keine Widers gibt. Es gibt nur Fürs, und der Zehnte ist ein wirklicher Segen. Ich kenne Leute, die haben durch den Zehnten ganze Reichtümer angehäuft. Der Zehnte ist ein Zehntel des Nettoeinkommens nach Abzug dessen, was nötig ist, um das Einkommen zu verdienen. Mit anderen Worten, wenn ihr einen Job habt, zu dem ihr täglich sechzig Meilen pendeln müsst und das Pendeln kostet X Dollars am Tag, dann werden diese Reisekosten vom Bruttoeinkommen abgezogen. Nicht abgezogen werden Nahrung, Miete und gewöhnliche Ausgaben des täglichen Lebens.

Ein weiteres Beispiel: Ein Elektriker, der auf Leitungsmaste steigt und mit Hochspannungsleitungen arbeitet, braucht speziell isolierte Handschuhe für seine Sicherheit. Diese Handschuhe sind notwendig und er muss sie kaufen. Wenn sie alt sind und neue angeschafft werden müssen, würden die Kosten für ein neues Paar Handschuhe von seinem Bruttoeinkommen abgezogen werden.

Manchmal taucht folgende Frage auf: „Ich gebe den Zehnten. Diese Woche ist meine Schwägerin in großen Schwierigkeiten. Kann ich ihr meinen Zehnten geben?" NEIN! Man gibt das Geld des Zehnten immer Gott.

Wie gibt man den Zehnten Gott? Ihr könnt nicht zu Ihm hingehen und es Ihm aushändigen. Lasst es mich mit einer Geschichte erklären. Ich hielt ein Heilungstreffen in Corpus Christi, Texas, ab. Es war meine letzte Woche dort und der Geistliche bat mich, über den Zehnten zu sprechen. Ich wurde darum gebeten, nach meiner Predigt eine Fragerunde zu eröffnen. Ich tat das gerne. Es gibt eine Frage, die immer gestellt wird. Wem sollte man das Geld des Zehnten geben? Ich habe eine Standardantwort. Ich antwortete: „Das Geld des Zehnten sollte einem Dienst gegeben werden, durch den die Menschen spirituell genährt werden, und eine gute Faustregel ist, dass, wenn ihr durch diesen Dienst spirituell genährt werdet, es die anderen auch werden." Ich hatte die Antwort gegeben und war fertig. Ich hatte nichts weiter zu sagen, doch dann hörte ich mich sagen: „Eine gute Faustregel ist, dass, wenn ihr von dem Dienst spirituell genährt werdet, es die anderen auch werden, ABER gebt niemals Geld an einen Dienst, der darum bittet."

Ich sah 400 offene Münder und 800 aufgerissene Augen, denn heute bittet jeder um Geld. Evangelisten bitten um Geld, Kirchen lassen sich Versprechen geben und geben Umschläge für den Zehnten heraus - jeder macht das. Die Gemeinde war schockiert, und ich auch. Ich hatte nicht gewusst, dass Gott mich an diesem Tag benutzen würde, um prophetisch zu sprechen. Ich war einigermaßen konsterniert. Ich tat, was ich immer tue. Ich betete darüber. Ich sagte leise, wie zu mir selbst: „Gott, diese Menschen brauchen eine Erklärung dafür, warum Du das gesagt hast, und ich brauche sie auch." Aus meinem Mund floss es heraus: „Wenn dieser Dienst von Gott geführt wird und man dieser Führung folgt, dann ist Gott verpflichtet, dafür zu sorgen. Es ist nicht nötig, irgend etwas von irgendwem zu erbitten." Mir wurde klar, dass wir es in meinem Dienst jahrelang so gemacht hatten. Wir bitten niemanden um Geld.

Wir nehmen eine Spende an, aber wir bitten niemanden um Geld, wenn wir ein besonderes Bedürfnis haben. Als unser Dienst in Putnam County, Florida, angesiedelt war, kauften wir ein Haus, das fünf Jahre lang leergestanden hatte. Wir verbrachten fünf Monate damit, das Haus aufzupolieren, bevor wir unser erstes Seminar ansetzten. Es waren zwölf Leute in diesem Seminar und ich erkannte, dass der Raum für die nächste Seminargruppe zu klein war. Wir brauchten einen Platz, der groß genug war, dass jeder einen Platz hatte. Das Wohnzimmer des Hauses war nicht groß genug.

Ich setzte mich hin und fertigte Pläne an und bestimmte den Geldbetrag, den wir brauchen würden, um ein Pavillon zu bauen. Es sollte achteckig sein, einen Durchmesser von neun Metern haben und mit Plüschpolsterung ausgestattet sein, und es würde 16.500 Dollar kosten. Ich sagte: „Herr, ich brauche 16.500 Dollar, um dieses Pavillon zu bauen." Ich bin nirgend wohin gegangen und habe um Geld gebeten. Ich bekam die Botschaft, dass ich mit dem beginnen sollte, was ich hatte. Wann immer ich Geld für weiteres Material oder für Löhne brauchte, kam das Geld. Ich musste niemanden um irgend etwas bitten. Wenn Gott den Dienst führt und der Dienst der Führung Gottes folgt, ist Gott verpflichtet, dafür zu sorgen. Wenn etwas gebraucht wird, dann sprecht mit Gott darüber. Wenn ihr eintausend Dollar braucht, dann gibt Gott euch vielleicht einen Menschen, der euch tausend Dollar schickt, oder Gott gibt euch tausend Leute, von denen euch jeder einen Dollar gibt. Es wird kommen. Gott ist verpflichtet, sich darum zu kümmern, und Er wird es tun.

Ich gebe zu, dass ich mir am Anfang meiner Mission Sorgen machte, wenn der Kontostand gegen Null ging. Inzwischen habe ich ihn so oft auf- und abgehen sehen - ich weiß ganz einfach, dass das Geld für das, war wir brauchen, da sein wird. Wenn ich für etwas bete und ich bekomme das Geld dafür nicht, dann schließe ich daraus, dass Gott nicht wollte, dass es getan wird. Manchmal kommen auf diese Art Zeichen. Lasst einfach los und lasst Gott sich darum kümmern.

Der Zehnte und Spenden sind nicht dasselbe. Spenden sind das, was man über den Zehnten hinaus gibt. Jeder Mensch muss sich selbst entscheiden. Einmal war ich in Ventura, Kalifornien, und frühstückte in einem Denny's-Restaurant. Die Bedienung predigte mir. Was sie sagte, war genau das, was ich brauchte. Ich gab ihr ein Trinkgeld von 56 Dollar. Sie rannte hinter mir her, weil sie dachte, ich hätte mich geirrt. Ich sagte: „Nein, das ist Ihr Trinkgeld." Ich gab etwas für einen Dienst, der mich spirituell genährt hatte. Jeder Mensch muss entscheiden, wohin sein Zehnter gehen soll. Spenden sind jenseits davon.

Jede Handlung im Leben eine Person bringt ein Ergebnis hervor, das auf die Person zurückfällt und zur Vergeltung zurückkehrt. Wenn ihr etwas Gutes tut, dann kommt Gutes zu euch zurück. Wenn ihr etwas Schlechtes tut, kommt Schlechtes zu euch zurück. Das ist das Gesetz des Universums. Im Brief an die Galater 6:7 in der Bibel heißt es: „Täuscht euch nicht: Gott lässt keinen Spott mit sich treiben; was der Mensch sät, wird er ernten." An anderer Stelle heißt es: „Seid gewiss, dass eure Sünden euch finden werden." Das ist die negative Seite. Es funktioniert in beide Richtungen.

Das ganze Universum funktioniert so, dass euch vergolten wird, was ihr tut, und das wird es zweifellos tun. Wenn ihr zum Beispiel in einen Supermarkt geht und für acht Dollar Lebensmittel einkauft und ihr der Kassiererin einen Zehn-Dollar-Schein gebt, wenn sie euch dann zwölf Dollar zurückgibt, als ob ihr ihr einen Zwanzig-Dollar-Schein gegeben hättet, dann wird der Feind auf eure Schulter springen und euch seinen Rat ins Ohr flüstern. Er wird sagen: „Die Supermarktkette hat so viel Geld und sie werden diese zehn Dollar gar nicht vermissen. Sie werden es der Kassiererin nicht abziehen. Wenn du halbwegs vernünftig bist, behältst du das Geld. Du brauchst es mehr als sie. Sag nichts." Wenn ihr das Geld behaltet, dann setzt ihr eine Handlung in Bewegung, die die Vergeltung bringt. Es kann früher oder später geschehen, aber es wird geschehen. Beim Ausparken bleibt ihr vielleicht an einem Telefonmasten hängen und beschädigt die Stoßstange, oder ihr fahrt über die Bordsteinkante, so dass ein Reifen platzt. Oder irgend etwas anderes geschieht zur Vergeltung. Das kann heute sein, diesen Monat, dieses Jahr oder in einem anderen Leben.

Wir haben heutzutage viele Gemeindemitglieder in den Kirchen, die diese Stellen in der Bibel anhören, doch sie denken an Joe Doaks. (Joe Doaks ist ein fiktiver Charakter, den ich erfunden habe.) Er wurde mit einem Silberlöffel im Mund geboren. Seine Familie hatte reichlich von allem, was sie wollte, doch Joe lebte inmitten der Sünde. Er log und betrog und verhielt sich immer unmenschlich. Als er gestorben war, wurde er in einem goldenen Sarg beerdigt. Die Leute in der Kirche betrachten Joe Doaks und sagen, dass Joe nie dafür hatte bezahlen müssen. Und zwar deshalb, weil sie nicht an die Lehrmeinung der Reinkarnation glauben. Wenn jemand in diesem Leben ein Sklaventreiber ist, ist er im nächsten vielleicht ein Sklave. Wenn er in diesem Leben mit seinem Reichtum verschwenderisch umgegangen ist, ist er im nächsten Leben womöglich arm. Dieses universale Gesetz der Vergeltung setzt sich definitiv in Bewegung. Ich bin außerhalb jeden Zweifels davon überzeugt, dass jede Handlung in eurem Leben zur Vergeltung zu euch zurückkommt.

Als nächstes möchte ich darüber sprechen, dass es keine Krankheit gibt, die zu weit fortgeschritten ist, als dass Gott sie nicht heilen könnte. Es gibt keine Umstände, die so weit gediehen sind, dass sie nicht von Gott berichtigt werden könnten. Seid als heilende Geistliche insofern aufrichtig, dass ihr den Leuten sagt, dass Gott jedes menschliche Bedürfnis deckt. Es spielt keine Rolle, wie schlimm der Zustand ist. Gott kann es tun. Das ist ein weiteres Gesetz Gottes.

Wenn mir jemand sagt, dass sein Krebs real ist, weil der Arzt es ihm gesagt hat, und dass sein Glaube an Gottes Heilungen groß ist, ABER..., dann sage ich ihm, dass Ärzte nicht alles wissen, und ich fahre fort und sage ihm, dass Gott die Heilung vollbringen wird. Vielleicht habe ich dem Mann mit der Krankheit gegenüber einen kleinen Vorteil, denn ich habe so viele Heilungen erlebt. Ich versichere ihm, dass, wenn er mir glaubt, er geheilt werden kann und wird. Zitiert Studien über Heilungen. In der Stanford Universität gibt es dicke Ordner über mich mit vielen Akten über Leute, die in einem Heildienst geheilt wurden. Verweist die Leute auf die Stanford Universität. Es laufen hier Leute herum, von denen die Ärzte sagten, sie würden in zwei Monaten tot sein. Das ist nun fünfzehn Jahre her und sie erfreuen sich bester Gesundheit. Seid immer enthusiastisch. Sprecht mit Überzeugung. Redet die Leute buchstäblich in das Vertrauen hinein. Das ist der Grund, weshalb ich mit den Leuten spreche, bevor ich ihnen die Hände auflege.

Wir sind sowohl Schöpfer als auch Geschöpfe. Der Vorgang des Schöpfens ist für uns derselbe wie für Gott - Gedanke, Wort und Tat. Wenn ihr es denkt, es aussprecht und entsprechend handelt, dann geschieht es. Wenn jemand ein Problem hat und sein Denken ändern muss, dann muss er einfach die Reihenfolge umkehren. Handelt so, als wäre es so; sprecht so, als wäre es so; und dann wird sich euer Denken ändern. Es funktioniert!

Ist euch je aufgefallen, wie Shakespeare seinen Figuren Wörter in den Mund legt, die absolut tiefgründig sind? Ihr lest sie und bewundert die Tiefgründigkeit der Worte. Aussprüche wie: „Abschied ist solch ein süßer Kummer" und „Nehmt die Tugend an, wenn ihr sie nicht habt." Tut so, als besäßet ihr die Tugend. Sprecht so, als hättet ihr sie, und euer Denken wird sich ändern.


EIN BISSCHEN KIRCHENGESCHICHTE

In Amerika gibt es achtundzwanzig verschiedene Gruppen von Baptisten. Sie haben sich wegen Unstimmigkeiten innerhalb der Gemeinde abgespalten.

Die größte christliche Gruppe von Kirchen im Süden ist der Konvent der Südlichen Baptisten und die ursprüngliche Gruppe im Norden war der Konvent der Nördlichen Baptisten. Die nördliche Gruppe hat ihren Namen geändert und heißt nun Der amerikanische baptistische Konvent.

Zu Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts gab es zwei Männer, Alexander und Thomas Campbell, die Delegierte der jährlichen Nationalversammlung des Konvents der Südlichen Baptisten waren. Sie nominierten sich gegenseitig für die Wahl des Präsidenten und Vizepräsidenten und wurden geschlagen. Sie entschieden sich, sich abzuspalten und begannen ihre eigene kirchliche Konfession. Sie wollten anders sein als die Baptisten, also entschlossen sie sich, in ihrer Kirche keine Musikinstrumente zu haben. Dies basierte auf der Tatsache, dass im Neuen Testament musikalische Instrumente nirgendwo erwähnt werden. (Im Alten Testament werden Leiern und Harfen erwähnt.) Sie gaben sich den Namen „The Church of Christ" (Die Kirche Christi) und wurden als Redner bekannt. Sie wählten den Namen „Kirche Christi", womit sie gleichzeitig sagen, dass andere Kirchen keine Kirchen Christi sind. Sie wurden bei ihren Gegnern als die Campbellaner bekannt, da der Name ihrer Gründer Campbell war.

Nach etwa zwanzig Jahren beschloss ein Teil der Gruppe, dass sie Musikinstrumente in der Kirche haben wollten. Dies provozierte eine erneute Abspaltung. Die neue Gruppe, die Musikinstrumente benutzte, nahm den Namen „Die Christliche Kirche" an. Durch diesen Namen klingt es so, als wären alle anderen Kirchen nicht christlich. Die „Kirche Christi" und die „Christliche Kirche" haben beide dieselben Lehrmeinungen.

Es lohnt sich, herauszufinden, wie die verschiedenen Konfessionen zustande kamen. Die Kirche von England entstand, weil Heinrich VIII sich von seiner Frau scheiden lassen und Ann Bolin heiraten wollte. Er bat den Papst um Erlaubnis, dies zu tun. Der Papst verweigerte Heinrich VIII die Erlaubnis, sich von der einen Ann scheiden zu lassen, um die andere Ann zu heiraten. Heinrich VIII entschloss sich, seine eigene Kirche zu gründen. Er zog das ganze britische Königreich aus der Römisch-Katholischen Kirche heraus und gründete die Kirche von England. Anstelle eines Papstes leitet der Erzbischof von Canterbury diese Gruppe.

Als die Kirche von England gegründet worden war, gab es in England eine Gruppe von Leuten, die sich gegen das Taufen von Babys auflehnte. In der Bibel lasen sie, dass jeder, der sich zu etwas bekennt, alt genug sein muss, um zu wissen, was er tut. Es ist etwas, was die freie Wahl des Individuums sein sollte. Die rebellischen Kirchen tauften Erwachsene und Kinder in ihrem späteren Leben und wurden als die Ana-Baptisten (Wiedertäufer) bekannt. Die Kirche von England war gegen die Ana-Baptisten und erlaubte den Mitgliedern der Kirche von England nicht, mit ihnen Umgang zu haben. Es blieb ihnen nichts anderes übrig, als England zu verlassen und woanders hin zu gehen, nämlich in die Niederlande. Dort blieben sie einige Jahre lang.

Dann wurde James II König von England. Er war ein sehr toleranter Herrscher. Er ließ die Isolation und Restriktion nicht zu, die die Kirche von England vertrat. (Unter seiner Schirmherrschaft entstand die King-James-Version der Bibel.) Er verfügte, dass alle gleichbehandelt werden. Die Ana-Baptisten wurden wieder nach England eingeladen. Sie verkauften ihr Land und ihre Geschäfte, kauften sich ein Schiff, beluden es mit ihren Habseligkeiten und segelten zurück nach England. Obwohl die Regierung sie nicht mehr reglementierte, waren sie bei den Menschen immer noch geächtet. Sie luden ihre Habseligkeiten wieder auf das Schiff und segelten in die Neue Welt. In Amerika änderten sie ihren Namen und nannten sich nicht mehr Ana-Baptisten, sondern Baptisten.

Es kamen noch weitere britische Bürger zusammen mit den Baptisten nach Amerika. Einige waren Mitglieder der Kirche von England. Nach dem Revolutionskrieg wollte der amerikanische Zweig der Kirche von England von der britischen Herrschaft und dem Wort Anglikaner frei sen. Sie wählten den Namen Episkopalkirche. Sie halten sich an dieselben Lehrmeinungen wie die Römisch-Katholische Kirche. Jedoch ist der Erzbischof von Canterbury das Oberhaupt der Episkopalkirche, ebenso wie von der Kirche von England.

Bei einer Radiosendung über spirituelle Themen sprach ich eine Stunde lang über die zwanzig größten Fehler, die von den christlichen Kirchen heutzutage vertreten werden. Ein Mann rief mich an und fragte: „Wollen Sie mir etwa sagen, dass es zwanzig fehlerhafte Dinge gibt, die von den Kirchen heute gelehrt werden?"

Ich sagte: „Nein, das habe ich nicht gesagt. Ich sprach von den zwanzig größten Fehlern Es werden viele Fehler gelehrt. Wenn wir dahin kommen, dass wir ein Königreich errichten, Glaubensparagraphen erlassen und sagen, das ist es, wir sind angekommen, alles über Gott ist hier in diesen Glaubensparagraphen, dann wächst die Qualität nicht mehr. Die Kirche wächst vielleicht zahlenmäßig, aber alles Lernen hört auf. Ich stimme damit überein, dass es sicher nutzbringend ist, mit anderen Menschen Gemeinschaft zu pflegen, doch spirituelles Wachstum sollte nicht aufhören.

Sie haben ihre Eigenheiten - ihr eigenen Lehrmeinungen, die sie sich als Notwendigkeit ausbedingen, um in echter Beziehung zu Gott zu stehen. Ein Beispiel dafür kommt mir in den Sinn: Der Glaube, dass man, wenn man in rechter Beziehung zu Gott stehen will, nicht nur Jesus Christus als den einen eingeborenen Sohn Gottes akzeptieren muss, sondern auch mit Wasser getauft sein muss. Nein! Die Wahrheit daran ist, dass die Taufe sehr wohl eine wundervolle Symbolik ist, die den Tod, das Begräbnis und die Auferstehung symbolisiert, und die Person, die getauft wird, sagt zu denjenigen, die der Zeremonie beiwohnen: „Ich glaube an den Tod, das Begräbnis und die Auferstehung des Herrn Jesus. Ich glaube auch, dass ich selbst für die Sünde tot bin. Ich habe mich Gott hingegeben. Ich bin in Jesus Christus begraben und ich stehe zu einer neuen Art des Lebens wieder auf." Das ist ein wunderschönes Symbol, und ich bin ganz und gar dafür, aber lasst es uns nicht so begrenzen, dass wir sagen, dass das wesentlich ist, und dass jeder, der diese Taufe nicht erhalten hat, keine rechte Beziehung zu Gott haben kann. Wir haben über den Dieb am Kreuz gesprochen, der nicht getauft war, und doch sagte Jesus: „Du wirst noch heute mit mir im Paradies sein."

Lasst uns nie in die Lage kommen, zu sagen: „Ich bin angekommen. Ich habe alles gelernt, was es zu wissen gibt." Ich glaube, dass wir durch die endlosen Zeitalter der Ewigkeit immer weiter spirituell wachsen.

Die Zeugen Jehovas haben insofern ein Problem mit ihrer eigenen Lehrmeinung, als sie glauben, dass es nur 144.000 von denen geben wird, die sie gerettete Menschen nennen. Es gibt mehr als 144.000 Zeugen Jehovas. Sie haben diese Zahl aus der Bibel, aus dem Buch der Offenbarung, als Johannes 144.000 sah. Manche Leute fragen mich, warum 144.000. Woher hatte er diese Zahl? Man muss das im Licht jüdischen Denkens, jüdischer Kultur und jüdischer Sprache betrachten. In der englischsprechenden Welt haben wir das, was wir ABC und Einmaleins nennen. Wir haben ein Alphabet mit Buchstaben, aus denen Wörter gebildet werden, und wir haben Zahlen. In der hebräischen Sprache gibt es nicht „1,2,3". Jeder hebräische Buchstabe besitzt einen Zahlenwert. Es ist eine ganz andere Sache. Wir müssen es in diesem Licht betrachten, um zu verstehen, dass für Johannes als Hebräer bestimmte Zahlen eine bestimmte Bedeutung, bestimmte Betonungen und ein bestimmtes Gewicht hatten. Die Zahl zwölf ist im hebräischen Denken eine bedeutende Zahl. Es ist eine Zahl der Vollkommenheit. Ich glaube, Johannes wollte die Ungeheuerlichkeit dessen ausdrücken, was er da sah. Viele Menschen. Nehmen wir die bedeutende Zahl zwölf und multiplizieren wir sie mit zwölf. Nehmen wir dann diese Zahl und multiplizieren wir sie mit 1000. Wir erhalten 144.000. Seine nächste Aussage war: „Ich schaute und jenseits von ihnen sah ich Menschenmassen, wie Sand am Meer, jenseits des Zählens von irgend jemandem." Er versucht, die ungeheure Zahl von Menschen überall darzustellen. Dennoch behaupten die Zeugen Jehovas, dass nur 144.000 in den Himmel kommen werden. Die ganze Sache ist aus dem Ruder gelaufen. Wenn es nur 144.000 Auserwählte für den Himmel gibt, dann verschwenden sie ihre Zeit mit dem Missionieren und dem Versuch, mehr Anhänger zu gewinnen. Es macht keinen Sinn. Ich glaube nicht, dass sie das wirklich glauben. Es steht in ihren Glaubensparagraphen geschrieben...

Was ist an der Existenz all dieser Konfessionen auszusetzen? Wie sollte es wirklich sein? Ich glaube nicht, dass es jemals Gottes Absicht war, dass es verschiedene konfessionelle Kirchen wie die Baptisten, Methodisten, Presbyterianer, Lutheraner, Katholiken, Pfingstgläubige gibt. Ich glaube, wir sollten alle die Wahrheit annehmen und eine Kirche haben, die mit allen in einer identischen Theologie übereinstimmt. Die Kirche sollte einfach als „Die Kirche in der 14. Straße", „Die Kirche in der Madison Avenue" oder „Die Kirche in Lloyd" bekannt sein. Im Buch der Offenbarung liest man diesbezüglich von der „Kirche in Thyratira" und der „Kirche in Korinth". Das ist meine Meinung. Ihr müsst das für euch selbst entscheiden.

Ich glaube, dass Wahrheit Wahrheit ohne Konflikt ist. Wenn es keine Übereinstimmung gibt, dann hat jemand Unrecht. Es gab Menschen, die zu mir sagten: „Das ist Ihre Wahrheit. Was für Sie wahr ist, muss nicht auch für mich wahr sein." Ich stimme dem überhaupt nicht zu. Ich glaube, dass die Wahrheit für jeden wahr ist, genau wie zwei plus zwei vier ergibt. Jesus sagte: „Ihr werdet die Wahrheit kennen und die Wahrheit wird euch befreien." Wahrheit ist Freiheit von Ideologien, Theologien, Ideen und Philosophien. Wenn ihr die Wahrheit kennt, befreit euch das. Deswegen ermutige ich die Menschen überall, nach der Wahrheit zu suchen. Verschiedene Konfessionen existieren, weil jeder unterschiedlich interpretiert. Es können nicht beide Recht haben. Wenn es so wäre, gäbe es nicht so viele Menschen, die miteinander im Streit liegen.

Man entdeckt in den Schriften der Gründer aller Religionen, dass jeder seinen Wunsch und seine Hoffnung äußert, dass eine Zeit kommen möge, wenn sich alle Menschen theologisch einig sind. In der christlichen Bibel steht das ganz pointiert in dem, was Paulus sagte: „Bis wir alle in der Einheit des Glaubens zum vollkommenen Einssein gelangen." Bis wir alle zusammen kommen. Ich glaube, dass das geschehen wird, ich weiß nur nicht, wie viele hundert Jahre es dauern wird.

Was das Ganze zusammenhalten wird, ist die Liebe. Wir können einen Ort erreichen, wo wir einander lieben, egal, was die andere Person lehrt oder glaubt. Jesus sagte: „Liebet eure Feinde." Die größte Kraft auf der Welt ist die Kraft der Liebe. Mit Liebe kann man alles überleben.

 

Teil 5:

DIE ENDZEIT

(mehr Eschatologie)


DAS KÖNIGREICH GOTTES


1. Definition

Fangen wir zuerst mit der Definition im Wörterbuch an: „Die ewige spirituelle Oberherrschaft Gottes." Betrachten wir dann die Definition im Sinne dieser Abhandlung: „Ein Herrschaftsgebiet, über das ein König herrscht, der die Loyalität seiner Untertanen genießt."

2. Gleichbedeutende Ausdrücke

Betrachten wir nun zwei Passagen in der Bibel. Im Buch Markus, Kapitel 1, Vers 14, lesen wir: „Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus nach Galiläa und verkündete das Evangelium des Königreiches Gottes." Dann lesen wir bei Matthäus 4:12 u. 17: „Als Jesus hörte, dass Johannes ins Gefängnis geworfen worden war, brach er auf nach Galiläa. Von da an begann Jesus zu predigen, er sagte: Kehrt um, denn das Königreich des Himmels ist nahe." Offensichtlich schreiben diese beiden Evangelienschreiber über dieselbe Geschichte der Aktivitäten Jesu. Ihr bemerkt, dass Markus vom „Königreich Gottes" spricht, während Matthäus „Königreich des Himmels" schreibt.

Ich sage das, um die Tatsache aufzuzeigen, dass „Himmel", „Königreich des Himmels" und „Königreich Gottes" gleichbedeutende Begriffe sind, die in dieser Abhandlung durchweg als solche behandelt werden.

3. Prophezeiung für David

Fast jeder kennt die Geschichte von David, der den Riesen Goliath mit einer Steinschleuder tötete und die Aufmerksamkeit König Sauls auf sich zog, der, nachdem er erfuhr, dass David ein talentierter Sänger und Harfenspieler war, ihn als Unterhalter in den Palast mitnahm. David wuchs im Palast auf, wurde ein Militärstratege und schließlich wurde er König von Israel.

Lasst mich euch daran erinnern, dass Gott während jeden Zeitalters der Geschichte Israels (das Zeitalter der Patriarchen, das Zeitalter der Richter und das Zeitalter der Könige) immer Propheten einsetzte, um die Menschen spirituell zu führen, und einer von ihnen war der Hauptprophet. Der Hauptprophet während der Regentschaft König Davids war der Prophet Natan, ein sehr lautstarker und anprangernder Prophet.

Natan war derjenige gewesen, der David auf seine Affäre mit Bathsheba ansprach, während David Bathsebas Ehemann hatte ermorden lassen. Natan war auch derjenige, den Gott dazu benutzte, um David gegenüber eine Prophezeiung auszusprechen. Wir finden sie im ersten Buch der Chronik, Kapitel 17, Vers 11-15: „Wenn deine Tage erfüllt sind und du zu deinen Vätern gehst, dann werde ich einen von deinen Nachkommen, einen von deinen Söhnen, als deinen Nachfolger einsetzen und seinem Königtum Bestand verleihen. Er wird für mich ein Haus bauen, und ich werde seinem Thron ewigen Bestand verleihen. Ich will für ihn Vater sein, und er wird für mich Sohn sein. Meine Huld will ich ihm nicht entziehen, wie ich sie dem entzogen habe, der vor dir König war. In meinem Haus und in meinem Königtum werde ich ihm ewigen Bestand verleihen; sein Thron wird für immer bestehen bleiben. Natan sprach zu David genau so, wie es (ihm) gesagt und offenbart worden war."

Wenn wir diese Prophezeiung lesen, klingt es so, als würde Gott sagen, dass Salomo, der Sohn Davids, auf dem Thron sitzen wird, den Gott errichtet. Salomo baute in der Tat den ersten Tempel für Gott. Und Gott hatte in der Tat Saul, dem König vor David, seine Gnade entzogen, und Salomo war der nächste König nach David.

4. Petrus spricht

Doch hunderte von Jahren später sehen wir, dass Petrus sagt: „Männer und Brüder, lasst mich freimütig zu euch über den Patriarchen David reden: Er starb und wurde begraben, und sein Grabmal ist bei uns erhalten bis auf den heutigen Tag. Da er ein Prophet war und wusste, dass Gott ihm den Eid geschworen hatte, dass von seinen Nachkommen Christus auf seinem Thron sitzen werde." Dies sagt uns, dass David damals wusste, dass nicht Salomo, sondern Jesus auf dem Thron des ewigen Königreiches Gottes sitzen würde. Erinnert euch, dass in der Bibel die männlichen Nachfahren viele Generationen lang als „Söhne" bezeichnet werden.

Bitte versteht, dass es mir hier darum geht, zu zeigen, dass Gott im Jahre 1042 vor Christus sagte, dass Er das Königreich Gottes errichten würde, dass es ewig sein würde, und dass Jesus auf dem Thron sitzen würde.

5. Nebukadnezzar wird es gesagt

Betrachten wir als nächstes eine andere, ähnliche Prophezeiung, die es während der babylonischen Gefangenschaft gab. Die Israeliten waren von den Armeen des Nebukadnezzar, dem König Babylons, gefangen genommen und nach Babylon gebracht und dort für siebzig Jahre festgehalten worden.

Eines morgens erwachte Nebukadnezzar und war ganz durcheinander, weil er in der Nacht einen Alptraum gehabt hatte. Nachdem er nach seinen Traumdeutern hatte rufen lassen, in der Hoffnung, dass sie seine Ängste beruhigen könnten, merkte er, dass er die Einzelheiten des Traumes vergessen hatte. Sofort beauftragte er die Traumdeuter, ihm zuerst zu sagen, was er geträumt hatte, und den Traum dann zu deuten. Als die Traumdeuter ihm sagten, dass es ihnen nicht möglich war, ihm die Einzelheiten seines Traumes zu sagen, sagte er zu ihnen, wenn sie seinen Wunsch nicht erfüllen würden, würden sie mit ihrem Leben dafür bezahlen. In ihrer verzweifelten Lage erinnerten sich die Traumdeuter daran, dass es in der Schule, die Nebukadnezzar für geistig begabte junge israelitische Männer errichtet hatte, einen gewissen Daniel gab, der ein großer Experte in der Traumdeutung war. Sie setzten den König davon in Kenntnis, der sofort nach Daniel schicken ließ. Als Daniel angekommen war, bot ihm der König großartige Geschenke, wenn er tun könnte, was die Traumdeuter nicht hatten tun können. Als Sklavenjunge hatte Daniel kein Interesse an den angebotenen Schätzen, doch er sagte zu Nebukadnezzar, dass er dem König tatsächlich sagen würde, was er geträumt hatte, und ihm die Deutung geben würde.

Wir finden diese Geschichte bei Daniel 2:31-45: „Du, König, hattest eine Vision: Du sahst ein gewaltiges Standbild. Es war groß und von außergewöhnlichem Glanz; es stand vor dir und war furchtbar anzusehen. An diesem Standbild war das Haupt aus reinem Gold; Brust und Arme waren aus Silber, der Körper und die Hüften aus Bronze. Die Beine waren aus Eisen, die Füße aber zum Teil aus Eisen, zum Teil aus Ton. Du sahst, wie ohne Zutun von Menschenhand sich ein Stein von einem Berg löste, gegen die eisernen und tönernen Füße des Standbildes schlug und sie zermalmte. Da wurden Eisen und Ton, Bronze, Silber und Gold mit einemmal zu Staub. Sie wurden wie Spreu auf dem Dreschplatz im Sommer. Der Wind trug sie fort, und keine Spur war mehr von ihnen zu finden. Der Stein aber, der das Standbild getroffen hatte, wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde.

Das war der Traum. Nun wollen wir dem König sagen, was er bedeutet. Du, König, bist der König der Könige, dir hat der Gott des Himmels Herrschaft und Macht, Stärke und Ruhm verliehen. Und in der ganzen bewohnten Welt hat er die Menschen, die Tiere auf dem Feld und die Vögel am Himmel in deine Hand gegeben; dich hat er zum Herrscher über sie alle gemacht: Du bist das goldene Haupt. Nach dir kommt ein anderes Reich, geringer als deines; dann ein drittes Reich, von Bronze, das die ganze Erde beherrschen wird. Ein viertes endlich wird hart wie Eisen sein: Eisen zerschlägt und zermalmt ja alles; und wie Eisen alles zerschmettert, so wird dieses Reich alle anderen zerschlagen und zerschmettern. Die Füße und Zehen waren, wie du gesehen hast, teils aus Töpferton, teils aus Eisen; das bedeutet: Das Reich wird geteilt sein; es wird aber etwas von der Härte des Eisens haben, darum hast du das Eisen mit Ton vermischt gesehen. Dass aber die Zehen teils aus Eisen, teils aus Ton waren, bedeutet: Zum Teil wird das Reich hart sein, zum Teil brüchig. Wenn du das Eisen mit Ton vermischt gesehen hast, so heißt das: Sie werden sich zwar durch Heiraten miteinander verbinden, doch das eine wird nicht am anderen haften, wie sich Eisen nicht mit Ton verbindet. Zur Zeit jener Könige wird aber der Gott des Himmels, ein Reich errichten, das in Ewigkeit nicht untergeht; dieses Reich wird er keinem anderen Volk überlassen. Es wird alle jene Reiche zermalmen und endgültig vernichten; es selbst aber wird in alle Ewigkeit bestehen. Du hast ja gesehen, dass ohne Zutun von Menschenhand ein Stein vom Berg losbrach und Eisen, Bronze und Ton, Silber und Gold zermalmte. Der große Gott hat den König wissen lassen, was dereinst geschehen wird. Der Traum ist sicher und die Deutung zuverlässig."

Aus Platzgründen werde ich nicht in historische Einzelheiten gehen, es soll genügen, zu sagen, dass wir uns jetzt im Zeitalter der Füße und Zehen befinden, in dem es keine Zusammenarbeit (Eisen mit Ton) zwischen den Regierungen der Welt gibt.

Im Jahre 606 vor Christus sprach Gott durch Daniel und sagte uns, dass Er in den Tagen des staatlichen Ton-Eisen-Gemischs (keine Zusammenarbeit) Sein Königreich auf Erden errichten würde und dass es für immer bestehen bleiben würde.

In Teil vier dieses Buches erfahren wir von der besonderen Gruppe der Menschen Gottes, den Söhnen Gottes, die nun gebildet wird, um das Königreich zu errichten. Ja, Jesus wird zur Erde zurückkehren, um das, was Er lehrte und predigte, zur vollen Entfaltung zu bringen.

6. Johannes der Täufer spricht

Es begann mit Johannes dem Täufer, dem Vorgänger des Messias und soll seinen Höhepunkt erreichen, wenn der Messias zurückkehrt. Bei Matthäus 3:1 u. 2 lesen wir: „In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa: Kehrt um, denn das Königreich des Himmels ist nahe."

7. Die erste Botschaft Jesu

Die grundlegende Botschaft von Jesus war „Das Königreich Gottes". Es durchdrang buchstäblich seinen ganzen Dienst und wurde zu seiner ersten, alles vereinnahmenden Leidenschaft (den Menschen überall von dem Königreich zu erzählen, das zur Endzeit errichtet wird).

8. Jesu erste Predigt

Nicht nur, dass Sein Vorgänger auftauchte und über das Königreich predigt, es war auch der erste Punkt in der ersten Predigt, die Jesus hielt. Es war die Predigt, die als die „Seligpreisungen Jesu" bekannt wurde und so beginnt: „Selig, die arm sind im Geist, denn ihrer ist das Himmelreich." (Matthäus 5:3).

9. Das Vaterunser

Als die Jünger Jesus baten, sie zu lehren wie man betet, gab er ihnen ein Mustergebet, das heutzutage als das „Vaterunser" bekannt ist. Darin sagte Er unter anderem: „In dieser Weise sollt ihr daher beten: Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf der Erde." (Matthäus 6:9 u. 10). Ich habe bereits ausführlich an mehreren Stellen über die Absurdität der Verzückungsdoktrin geschrieben, die von so vielen Christen angenommen wird, doch so viel muss wiederholt werden: Es ist fast unglaublich, dass sie an dieses „Kuchen-im-Himmel-und-tschüss" glauben, obwohl sie wissen, dass Jesus sagte, seid hier auf der Erde.

10. Jesu einzige Absicht

Wusstet ihr, dass Jesus sagte, dass Er aus der Dimension Gottes zu diesem besonderen Zweck zur Erde gesandt wurde? Betrachten wir Seine Worte bei Lukas 4:43: „Er sagte zu ihnen: Ich muss auch den anderen Städten das Evangelium vom Reich Gottes verkünden; denn dazu bin ich gesandt worden."

Da wir nun wissen, dass Jesus sich bewusst war, dass Gott Ihn zu diesem einen Zweck beauftragt hatte, bin ich sicher, dass ihr im weiteren Verlauf erkennen werdet, weshalb jede Seiner Handlungen auf diese Sache hinzielte.

11. Der Zweck der Gleichnisse

Jesus sagte, dass das Königreich geheimnisvoll sei und dass nur bestimmte Leute es erkennen. Lasst uns das Gleichnis vom Sämann betrachten (Markus 4:2-9): „Und er lehrte sie viele Dinge durch Gleichnisse. Bei dieser Belehrung sagte er zu ihnen: Hört! Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen. Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen sie. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen, und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat, und sie brachte keine Frucht. Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht; die Saat ging auf und wuchs empor und trug dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach. Und Jesus sprach: Wer Ohren hat zum Hören, der höre!"

Jesus sagt uns, dass er in Gleichnissen spricht, weil bestimmte Menschen nicht bereit sind, die Wahrheit Seiner Lehren zu hören, und für sie werden die Gleichnisse verwirrend sein. Betrachten wir Seine genauen Worte: „Da sagte er zu ihnen: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes anvertraut, denen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen gesagt, denn sehen sollen sie, sehen, aber nicht erkennen; hören sollen sie, hören, aber nicht verstehen."

Jesus erklärt dann, was Er ihnen mit dem Gleichnis verständlich machen will: „Der Sämann sät das Wort. Auf den Weg fällt das Wort bei denen, die es zwar hören, aber sofort kommt der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät wurde. Ähnlich ist es bei den Menschen, bei denen das Wort auf felsigen Boden fällt: Sobald sie es hören, nehmen sie es freudig auf; aber sie haben keine Wurzeln, sondern sind unbeständig, und wenn sie dann um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt werden, kommen sie sofort zu Fall. Bei anderen fällt das Wort in die Dornen: sie hören es zwar, aber die Sorgen der Welt, der trügerische Reichtum und die Gier nach all den anderen Dingen machen sich breit und ersticken es, und es bringt keine Frucht. Auf guten Boden ist das Wort bei denen gesät, die es hören und aufnehmen und Frucht bringen, dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach."

Natürlich verstanden die Jünger genau, was Er meinte, während die anderen dachten, Er würde eine Unterrichtsstunde in Landwirtschaft geben.

12. Missbrauchte Gleichnisse

Es ist wirklich traurig, dass so viele zeitgenössische Geistliche die Schriften über das Königreich benutzen, um ihre schändliche „Höllenfeuer-und-Verdammungs"-Doktrin zu lehren. Wiederholt sagt Jesus zu Beginn eines Gleichnisses: „Mit dem Himmelreich ist es wie mit..." Und dennoch fahren sie fort, die Schriften über das Königreich als Texte für ihre sogenannten evangelistischen Rettungspredigten zu benutzen. Im 13. Kapitel im Matthäus-Evangelium gibt es folgende Beispiele: Der Schatz im Acker, Der Kaufmann, der Perlen sucht, Das Fischernetz, Das Senfkorn, Der Sauerteig, der den ganzen Teig durchsäuert, Zehn Jungfrauen, Der Feigenbaum, Neue Flicken auf alten Kleidern, Neuer Wein in alten Flaschen und Reicher Mann durch das Nadelöhr.

13. Jesu Feinde kannten Seine Botschaft

Die Pharisäer befragten Jesus, wann und wo das Königreich, von dem Er predigte, stattfinden würde. Schauen wir hierfür bei Lukas 17:20 nach: „Er wurde von den Pharisäern gefragt, wann das Königreich kommen sollte."

Seine Antwort finden wir bei Lukas 17:20-21: „Er antwortete ihnen und sagte: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es an äußeren Zeichen erkennen könnte. Man kann auch nicht sagen: Seht, hier ist es!, oder: Dort ist es! Denn: Das Reich Gottes ist in euch."

Im 21. Vers der King-James-Version der Bibel (aus der im Original zitiert wird, Anmerkung der Übersetzerin) gibt es ein Übersetzungsproblem. Das Wort, das mit „in" übersetzte wird, ist das griechische Wort „entos", das passender mit „in der Mitte von" übersetzt werden sollte. Woher wissen wir, dass hier falsch übersetzt wurde? Es gibt mehrere theoretische Gründe, die ich hier angeben könnte, ich glaube jedoch, dass der größte Beweis für die falsche Übersetzung einfach der gesunde Menschenverstand ist. Fragt euch: „Wie konnte Jesus tatsächlich gemeint haben, dass das Königreich Gottes in diesen scheinheiligen, den Messias ablehnenden Pharisäern sein konnte? Viele Versionen der Bibel übersetzen es mit „unter". Die Einheitsübersetzung übersetzt es mit „inmitten von". Tatsächlich sagt Jesus. „Ihr Pharisäer seid die spirituellen Herrscher Israels und mitten unter euch ist das Königreich Gottes, von dem Johannes der Täufer sagte, dass es ‚nahe‘ sei." Und Er könnte auch sagen: „Hier seid ihr also, eine Gruppe von Pharisäern, in deren Mitte das wahre Königreich steht."

14. Ein Zeichen der Zeit

Als Jesus die Frage Seiner Jünger über die Endzeit beantwortete, hatte er unter anderem folgendes zu sagen: „Und dieses Evangelium des Königreiches wird in der Welt als Zeugnis für alle Nationen verbreitet werden; und dann soll das Ende kommen."

Tatsächlich stellten die Jünger drei Fragen, nämlich: Wann wird der Tempel zerstört werden? Wann kommt das Zeichen für Dein Kommen? Und: Was wird das Zeichen für das Ende der Welt sein? Die Antwort dieser drei Fragen nimmt die gesamten Kapitel 24 und 25 ein. Später werdet ihr Einzelheiten darüber finden, warum dieses Thema von Geistlichen und Autoren vor dieser Zeit nicht betont wurde. Lasst mich euch, den Lesern, auch sagen: „Wir befinden uns jetzt in der Endzeit. Bald wird Jesus wiederkehren und wir werden die Errichtung des Königreiches Gottes hier auf Erden erleben!"

15. Die Schlüssel zum Königreich

In Matthäus 16:19 lesen wir: „Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wir auch im Himmel gelöst sein."

Jesus hat versprochen, uns die Schlüssel zum Königreich zu geben. Niemand von uns weiß genau, was das bedeutet. Es liegt in der Zukunft, es wird erst noch kommen. Eines ist sicher: es wird ein großartiges Ereignis sein - etwas, worauf man sich freuen kann. Es erhärtet jedoch noch einmal die Tatsache des Königreichs, und dass uns die Schlüssel dazu gegeben werden.

16. Thema der letzten Predigt Jesu

Ganz zum Schluss war die lodernde Botschaft im Geist des Herrn die Botschaft des Königreichs. Ja, es war der erste Punkt seiner ersten Predigt, die er je gehalten hat, und es war auch das Thema seiner letzten Predigt. „Dann wird der König ihnen zu seiner rechten Seite sagen: Kommt, ihr vom Vater Gesegneten, erbt das Königreich, das für euch vom Anbeginn der Welt bereitet war."

17. Das Abendmahl

Jesus versammelte am Vorabend des Passahfestes Seine Jünger um sich, brach das Brot und trank Wein mit ihnen, und setzte das, was wir „Die Heilige Kommunion" nennen, ein. Zu dieser Zeit sagte er etwas sehr bedeutendes bezüglich des Königreiches: „Ich aber sage euch, ich werde von nun an diese Frucht des Weines nicht mehr trinken bis zu dem Tag, an dem ich sie mit euch im Königreich meines Vaters trinken werde."

Ja, ganz am Ende war Ihm die Botschaft vom Königreich am Allerwichtigsten.

18. Der Dieb am Kreuz

Sogar der Dieb, der mit Jesus gekreuzigt wurde, wusste von dem Königreich, von dem Jesus predigte. Einer der Diebe wandte sich um zu Jesus und sagte: „Wenn du der bist, der du sagst, dass du bist, dann steige vom Kreuz herunter und lass auch uns heruntersteigen."

Der andere Dieb wandte sich gegen ihn und sagte: „Hör auf, mit diesem Mann auf diese Weise zu sprechen. Du und ich, wir sind schuldig. Sie haben uns auf frischer Tat ertappt. Dieser Mann hat keine Schuld auf sich geladen." Dann wandte er sich zu Jesus und sagte: „Herr, erinnere dich an mich, wenn du in dein Königreich kommst." (Lukas 23:42)

19. Nach der Auferstehung

Jesus erschien Seinen Jüngern ein Dutzendmal innerhalb eines Zeitraums von vierzig Tagen. Am vierzigsten Tag erschien Er zum zwölften Mal. Wir lesen darüber im 3. Vers des 1. Kapitels der Apostelgeschichte: „Ihnen hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt, vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen."

20. Paulus trägt die Botschaft des Königreichs weiter

Nach dem Aufstieg Jesu, als Er in die Dimension Gottes zurückkehrte, trug Paulus, der nach dem Aufstieg Christ wurde, die Botschaft des Königreiches weiter. Er sagt im ersten Brief an die Korinther, Kapitel 4, Vers 20: „Denn das Königreich Gottes erweist sich nicht in Worten, sondern in der Kraft."


DIE ZEICHEN DER ZEIT

Jesus kehrt zurück auf die Erde, um das Königreich Gottes zu errichten, und die Bibel gibt uns Anhaltspunkte, wann dies geschehen wird. Jesus Selbst sagt uns, dass niemand außer Gott Selbst den Tag oder die Stunde kennt. Doch die Bibel gibt uns ungefähre Zeichen, und wir werden ermutigt, die Zeichen zu deuten um dadurch zu erfahren, dass Seine Rückkehr kurz bevorsteht.

1. Jesus kommt und es gibt Zeichen

(Lukas 21:25-28) „Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen, und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres. Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen. Wenn das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter, denn eure Erlösung ist nahe."

2. Die Zeichen sollen gedeutet werden

(Matthäus 16:2-4) „Er antwortete ihnen: Am Abend sagt ihr: Schönes Wetter, denn der Himmel ist rot. Und am Morgen sagt ihr: Heute wird stürmisches Wetter, denn der Himmel ist rötlich und trübe. Das Aussehen des Himmels wisst ihr zu unterscheiden, ihr Heuchler, die Zeichen der Zeit aber nicht?"

3. Daniel gab einige Zeichen.

(Daniel 12:4) „Du, Daniel, halte diese Worte geheim, und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes! Viele werden hin- und herlaufen, und die Erkenntnis wird groß sein."

Es ist wahr, dass die Menschen hin- und hergerannt sind und das Wissen sich vergrößert hat, seitdem diese Worte gesprochen wurden, jedoch haben diese Bedingungen niemals so existiert wie jetzt. Im heutigen Amerika gibt es seit ungefähr zweihundert Jahren Eisenbahngleise, und wenn heute alle Gleise in Amerika aneinander gelegt würden, würden sie einundsiebzig mal um die Erde herum reichen.

Letztes Jahr wurden zweihundertfünfzig Millionen Bahnfahrkarten verkauft, genug, damit jede Person eine Reise machen kann. Irgend jemand muss zweimal gefahren sein, denn ich bin überhaupt nicht Zug gefahren. Wir haben seit ungefähr einhundert Jahren Automobile. Heute haben wir genügend Autos auf den Straßen, dass jeder Mann, jede Frau, jeder Junge, jedes Mädchen und jedes Baby jeweils der Besitzer eines Autos sein könnte. Im letzten Jahr flogen in Amerika einhundertfünfzig Millionen Passagiere in Flugzeugen, die schnellste Art des Reisens auf der Welt, so schnell, dass man in Washington, D.C., frühstücken und in Paris zu Mittag essen kann.

In Amerika sitzen derzeit von Montag bis Freitag jede Woche einhundert Millionen Studenten in Unterrichtsräumen.

4. Sacharja gibt einige Zeichen

(Sacharja 12:2-3) „Seht, ich mache Jerusalem zur Schale voll berauschendem Getränk für alle Völker ringsum und auch für Juda wird dies gelten bei der Belagerung Jerusalems. An jenem Tag mache ich Jerusalem für alle Völker zum Stein, den man hochstemmen will: Jeder, der ihn hebt, wird schwer zerschunden. Alle Völker der Erde werden sich gegen Jerusalem verbünden."

1948, als die britische Regierung das Gebiet, das wir das Heilige Land nennen, den Vereinten Nationen übergab, und diese es wiederum den Israelis gaben, waren die Briten froh, es los zu sein. Als Kolonie war es ihnen eine ständige Last gewesen. Und in den vergangenen sechsundfünfzig Jahren hat es die Finger all derer zerschnitten, die es anfassen wollten. Doch das ist es, was die Prophezeiung sagt!

5. Paulus gab einige Zeichen.

(1. Brief an Timotheus 4:1-2) „Der Geist sagt ausdrücklich: In späteren Zeiten werden manche vom Glauben abfallen; sie werden sich betrügerischen Geistern und den Lehren von Dämonen zuwenden, getäuscht von heuchlerischen Lügnern, deren Gewissen gebrandmarkt ist."

Klingt das nicht so, als ob wir jetzt in den letzten Tagen leben?

6. Jesus sagte, dass allgemeine Gleichgültigkeit ein Zeichen sein würde.

(Matthäus 24:38-39) „Wie die Menschen in den Tagen vor der Flut aßen und tranken und heirateten, bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche ging, und nichts ahnten, bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte, so wird es auch bei der Ankunft des Menschensohnes sein."

Es herrscht derzeit gewiss große Gleichgültigkeit.

7. Paulus sagte, dass die Degeneration des Lebens ein Zeichen sein würde.

(2. Brief an Timotheus 3:1-5) „Das sollst du wissen: In den letzten Tagen werden schwere Zeiten anbrechen. Die Menschen werden selbstsüchtig sein, habgierig, prahlerisch, überheblich, bösartig, ungehorsam gegen die Eltern undankbar, ohne Ehrfurcht, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, rücksichtslos, roh, heimtückisch, verwegen, hochmütig, mehr dem Vergnügen als Gott zugewandt. Den Schein der Frömmigkeit werden sie wahren, doch die Kraft der Frömmigkeit werden sie verleugnen. Wende dich von diesen Menschen ab."

Die fünf oben zitierten Verse brauchen keine Erläuterung; sie einfach zu lesen reicht aus, um uns zu zeigen, dass wir heute definitiv in den letzten Tagen leben.

8. Christus sagte, dass physische Störungen ein Zeichen sein werden.

(Matthäus 24:6-7) „Ihr werdet von Kriegen hören, und Nachrichten über Kriege werden euch beunruhigen. Gebt acht, lasst euch nicht erschrecken! Das muss geschehen. Es ist aber noch nicht das Ende. Denn ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere, und an vielen Orten wird es Hungersnöte und Erdbeben geben."

Es stimmt, dass diese Bedingungen in einem gewissen Ausmaß immer existiert haben, seit diese Worte geschrieben wurden, aber nie in dem Ausmaß wie heutzutage. Ich erinnere mich an eine Zeit, als Kriege durchschnittlich dreißig Jahre auseinander lagen. Heute wird irgendwo auf der Welt immer Krieg geführt. Beweist diese Tatsache, zusammen mit anderen der oben genannten Bedingungen, die wir heutzutage beobachten, nicht, dass wir in der Endzeit leben?

9. Petrus sagte, dass Spötter ein Zeichen sein würden.

(2. Brief des Petrus, 3:3-4): „Vor allem sollt ihr eines wissen: Am Ende der Tage werden Spötter kommen, die sich nur von ihren Begierden leiten lassen und höhnisch sagen: Wo bleibt denn seine verheißene Ankunft? Seit die Väter entschlafen sind, ist alles geblieben, wie es seit Anfang der Schöpfung war."

Also. Wenn ihr Spötter hört, und es gibt heutzutage viele von ihnen, die sagen, dass alles immer schon so war, dann seid euch bewusst, dass auch das ein Zeichen der Zeit ist.

10. Jesus warnt sowohl die Christen als auch die Nichtchristen.

(Matthäus 24:30, 32-33) „Danach wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen; dann werden alle Völker der Erde jammern und klagen, und sie werden den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen. ... Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr das alles seht, dass das Ende vor der Tür steht."

Schlussfolgerung

Obwohl niemand den Tag oder die Stunde kennt, wenn Jesus zurückkehren wird, um Sein Königreich auf Erden zu errichten, wissen wir jedoch durch das Studium der Zeichen der Zeit, dass wir uns diesem Tag schnell nähern.


SEIN KOMMEN IN DIESER GENERATION

Beachtet, was Jesus über seine erneutes Kommen zu sagen hatte: „Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Ihr werdet mich suchen, und was ich den Juden gesagt habe, sage ich jetzt auch euch: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen. ... Du wirst mir aber später folgen. ... Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin." (Johannes 13:33 u. 36 / 14:1-3)

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, dass einige Leute an die Worte Jesu bis zu dem Grad glauben, dass sie ihr Leben nach einem Teil Seiner Lehre ausrichten, und dann andere Dinge, die Er lehrte, vollkommen ablehnen. Sie glauben ganz und gar, dass Er zurück in die Dimension Gottes ging (aufstieg), weil Er sagte, dass Er das tun würde, und weil die Jünger die Einzelheiten Seines Aufstiegs erzählt haben, aber sie glauben und lehren, dass Er nicht persönlich zurückkehren wird. Ihnen zufolge wird Sein „Zweites Kommen" statt dessen eine Veränderung im Bewusstsein der Gläubigen sein. (Sie nennen es Christusbewusstsein.)

Sie schaffen es nicht, zu akzeptieren, was in der Apostelgeschichte 1:10-11 steht, wo uns gesagt wird: „Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel empor schauten, standen plötzlich zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen."

Nun schauen wir zu Matthäus 24:1: „Als Jesus den Tempel verlassen hatte, wandten sich seine Jünger an ihn und wiesen ihn auf die gewaltigen Bauten des Tempels hin."

Als die Jünger Jesus die Bauten des Tempels zeigten, waren sie zu Recht stolz, denn er war in der Tat das großartigste Gebäude der Welt. Die Bibel sagt uns, dass einige der älteren Männer, die die babylonische Gefangenschaft überlebt hatten, weinten, weil der Tempel, der unter der Leitung von Ezra und Nehemia erbaut worden war, nicht so schön war wie der erste, den Nebukadnezzar, der König von Babylon, zerstört hatte.

Dies provozierte eine Prophezeiung von Jesus, die sich im Jahre 70 nach Christus erfüllte, als der römische General Cyrus die Stadt Jerusalem eroberte, den Tempel Stein für Stein einriss und den Grund, auf dem er stand, pflügte, um jede Spur seiner Existenz auszulöschen. Wir lesen diese Prophezeiung bei Matthäus 24:2: „Er sagte zu ihnen: Seht ihr das alles? Amen, das sage ich euch: Kein Stein wird hier auf dem andern bleiben; alles wird niedergerissen werden."

Daraufhin stellten die Jünger ihm Fragen: „Sag uns, wann wird das geschehen, und was ist das Zeichen für deine Ankunft und das Ende der Welt?" (Matthäus 24:3) Ich sage „Fragen", Plural, obwohl ich behaupte, dass sie dachten, sie würden Ihm nur eine Frage stellen.

Später, als Jesus und die Jünger auf dem Ölberg waren, stellten sie Ihm drei Fragen, und dachten, dass alle drei Dinge gleichzeitig geschehen würden. Die drei Fragen lauteten: (1) Wann wird der Tempel zerstört werden? (2) Was wird das Zeichen deiner Wiederkehr sein? (3) Wann wird das Ende der Welt sein?

Jesus beginnt, diese drei Fragen zu beantworten und Matthäus schildert die Antworten im ganzen restlichen 24. Kapitel und im gesamten Kapitel 25. Man benötigt viel Studium, Gebet und Meditation um zu bestimmen, welche Frage in welchem Vers beantwortet wird. Einige Bibelgelehrte holen weit aus um zu zeigen, dass Jesus die Fragen in derselben Reihenfolge beantwortete, in der sie gestellt wurden. Das ist nicht so, Er antwortet in keiner bestimmten Reihenfolge.

Die meisten christlichen Geistlichen haben eine Predigt über das Zweite Erscheinen Jesu, und ich bin da keine Ausnahme. Als ich mit der Vorbereitung meiner Predigt mit diesem Thema fertig war, war ich ein Student des Seminars. (Man hatte uns nicht beigebracht, dem biblischen Rat zu folgen und uns die Predigt vom Heiligen Geist geben zu lassen. Man brachte uns bei, sie aufzubauen, wobei der erste Schritt darin bestand, einen guten Text aus den Schriften herauszusuchen.) Ich natürlich, wie die meisten Geistlichen, ging zu diesem Zweck zum 24. Kapitel des Evangeliums nach Matthäus. Ich kam sehr gut voran, bis ich beim 34. Vers ankam. Dann wurde es schwierig, denn im 34. Vers heißt es: „Amen, ich sage euch, diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft."

Ich hatte ein Problem; ich wusste nicht, was das bedeutete! Ich wusste, dass es nicht bedeutete, was ich glaubte, dass es bedeutete, denn diese Generation, alle Menschen, die zu jener Zeit lebten, starben ohne dass die Prophezeiung vollständig erfüllt worden war.

Was macht also ein junger Theologe in einem Seminar, wenn er auf ein solches Problem der biblischen Interpretation stößt? Nun, es ist klar, man fragt seine gelehrten Fakultätsprofessoren, denn diese sind ja vermutlich die klügsten Leute auf der Welt - schließlich sind sie Lehrer in einem Seminar.

Genau das tat ich. Und es war so, dass die Anzahl der Fakultätsmitglieder genauso groß war wie die Anzahl der Verse - 34. Ich brauchte drei Wochen dazu, jeden von ihnen zu bitten, mir bei der Beantwortung dieser Frage zu helfen. Ich ging im Klassenzimmer, auf einem Gehweg, in einer Halle oder in ihren Büros auf sie zu und fragte: „Können Sie mir die Bedeutung dieses Verses erklären?"

Ich erhielt 34 Anworten, und einige davon waren völlig abwegig. Einer von ihnen sagte mir, damit sei die „Generation der Menschheit" gemeint - es bedeute, dass die menschliche Rasse nicht aussterben würde, bis all diese Dinge erfüllt wären. Ich lernte etwas. Ich lernte, dass sie auch nicht mehr darüber wussten, als ich.

Was macht man nun, wenn keiner der gelehrten Professoren die Antwort auf diese Frage weiß? Wenn man das Glück hat, ein Theologe in diesem Seminar zu sein, dann hat man noch eine weitere Informationsquelle, aus der man schöpfen kann --die Bibliothek.

Und wiederum war es das, was ich tat. Der Leseraum unserer Bibliothek, soweit ich mich daran erinnere, war ungefähr 1000 Quadratmeter groß und war mit Bücherregalen ausgestattet, die so hoch waren wie die 3,60 Meter hohe Decke. Es standen fahrbare Leitern in Schienen zur Verfügung. Ich schaute in jedes Buch, dass sich irgendwie auf Matthäus 24:34 bezog. Ich brauchte vier Monate dafür. Ich lernte etwas, ich erfuhr, woher diese Professoren ihre Antworten hatten; und wenn es 134 von ihnen gegeben hätte, dann hätte immer noch jeder eine andere Antwort haben können. Mir wurde auch klar, dass die Autoren der Bücher nicht mehr als ich über die Bedeutung des Verses wussten.

Was macht man nun, wenn die Fakultätsmitglieder die Antwort nicht wissen und die Kommentare aus der Bibliothek ebenso wertlos sind? Ich tat das einzige, was ich tun konnte. Ich baute meine Predigt ohne die Antwort auf. Wann immer ich in Gesprächen/Predigten über das Thema auf den Vers 34 stieß, ging ich einfach darüber hinweg, als wäre er nicht vorhanden. Ich versuchte, ehrlich zu sein. Ich wollte nicht, dass die Leute denken, ich wüsste mehr als sie. Ich benutzte diese Predigt ungefähr zehn Jahre lang; ich machte einige Änderungen, aber grundsätzlich blieb es dieselbe Predigt.

Dann, während einer Zeit des Predigens, hielt ich eine Revival-Veranstaltung in Alabama City, wo ich jeden Abend am Ende des Gottesdienstes das Thema für die Botschaft am nächsten Abend bekanntgab. Am Mittwoch Abend der zweiten Woche gab ich bekannt, dass ich am nächsten Abend über Das Zweite Kommen Jesu sprechen würde. Ich wohnte bei einem der Diakone der Kirche und seiner Frau. Als ich an diesem Abend nach oben in mein Zimmer ging, zog ich meinen Entwurf der Predigt für den nächsten Abend heraus, um meine Predigt gewissermaßen aufzufrischen.

Als ich zu dem Vers gelangte, über den ich immer hinweggehe, stockte ich. Auf einmal wurde mir klar, dass es für einen Evangelisten absolut lächerlich war, überall im Land herumzureisen und die wunderbare Kraft Gottes zu verkünden und dabei über eine Stelle in den Schriften hinweggehen zu müssen, von der man nicht wusste, was sie bedeutete. Ich beschloss zu tun, was ich schon die ganze Zeit hätte tun sollen, nämlich Gott um die Antwort zu bitten. Ich begann, für die Antwort zu beten.

Es schien so, als ob die Beschäftigung mit den Schriften schließlich Tapferkeit in mir erzeugte. Auf einmal ertappte ich mich dabei, wie ich Gott ein Ultimatum stellte. Ich sagte Ihm, dass ich die Antwort von Ihm unbedingt haben müsse, und dass, wenn Er mir die Antwort nicht geben würde, ich nie mehr über das „Zweite Kommen" sprechen würde. Tapferkeit erzeugt Tapferkeit; ich ging mit meinem Ultimatum sogar noch weiter. Ich sagte Gott, dass, wenn Er mir die Antwort nicht geben würde, ich die Kirche am nächsten Abend nicht einmal betreten würde - dass ich den Geistlichen bitten würde, den Leuten zu sagen, dass ich meine Sachen gepackt hätte und abgereist wäre. Tapferkeit erzeugt Tapferkeit; ich ging noch ein Stück weiter mit meinem Ultimatum. Ich sagte Gott, dass es sehr peinlich sei, einen Vers überspringen zu müssen, weil ich nicht wusste, was er bedeutete, und wenn Er mir die Bedeutung dieses Verses nicht erklären würde, dass ich dann einfach die Nase gestrichen voll hätte und den Dienst ganz und gar verlassen würde - und nie mehr eine Predigt halten würde.

Dann plötzlich dämmerte es mir, dass ich dem Allmächtigen ein Ultimatum stellte, dem mächtigen Schöpfer des Universums, dem Einen, der sich um mich ebenso kümmert wie um den Sperling. Als ich begriff, was ich da tat, ängstigte ich mich fast zu Tode. Sofort war ich auf den Knien auf dem Holzboden und bat Gott, mir meine Dummheit zu verzeihen, ich bereute und sagte Ihm, dass ich nie mehr so etwas tun würde, wenn Er mir nur verzeihen würde.

Ich verharrte in diesem Reuegebet, bis ich sicher war, dass mir vollkommen vergeben worden war und ich in vollkommenem Frieden mit Gott war. In diesem schönen, friedvollen Zustand, bat ich Gott um die Antwort auf mein Problem mit dem Vers 34. Ich sprach mit Gott, und zwar nicht auf fordernde Art und Weise, sondern ich schüttete Ihm wirklich mein Herz aus und sagte, dass ich wirklich die Antwort haben müsste und dass es doch so viel besser wäre, wenn ich nicht jedes Mal, wenn ich auf diesen Vers stieß, darüber hinweggehen müsste. Während ich auf diese Weise so enthusiastisch betete, wurde mir eine große Wahrheit bewusst - dass nämlich niemand irgendetwas lernt, solange er redet.

Ich lernte eine Lektion, die die meisten Menschen zu lernen haben. Der Grund, weshalb so viele von uns so wenig wissen, ist, dass wir zu viel reden. Ich bat Gott, mich zu erleuchten und hörte nicht auf, meine Bitte zu wiederholen, doch ich war nicht lange genug ruhig, damit Gott mir überhaupt irgendetwas sagen konnte. Ich redete die ganze Zeit. Als mir dies bewusst wurde, hörte ich mit dem Gebet auf und sagte Gott, dass ich jetzt einfach auf dem Boden sitzen (zu dem Zeitpunkt hatte ich von der knienden Position auf dem Holzboden zu einer sitzenden gewechselt) und mich auf Ihn konzentrieren würde - die Antwort erwartend.

Ich wandte meinen Geist in voller Konzentration Gott zu, worauf er nach Texas wanderte. Ich brachte ihn zurück zu Ihm, woraufhin er sich auf eine Reise nach Übersee machte. Ich war gewissenhaft. Ich fuhr fort, meinen Geist immer wieder neu in voller Konzentration auf Gott zu richten. Dann lernte ich noch etwas anderes: Wenn man versucht, seinen Geist vollkommen auf Gott zu fokussieren und er dann zu anderen Dingen wandert, und man ihn dann beharrlich immer wieder zurück zur Konzentration auf Gott bringt, dass dann überraschenderweise eine Zeit kommt, in der man eine beachtliche Fähigkeit entwickelt hat, sich nur auf Gott zu konzentrieren.

Nach einem Zeitraum, der mir sehr lang erschien, sprach Gott zu mir: „Öffne die Bibel und lies."

Ich sagte: „Ich brauche es nicht zu lesen; ich kann es auswendig."

Er sagte: „Öffne die Bibel und lies."

Ich öffnete die Bibel und las - Vers 34: „Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft."

Ich wusste nicht mehr, als zu Beginn. Gott sagte: „Lies weiter."

Ich las Vers 35: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen."

Ich wusste nicht mehr als zuvor. Gott sagte: „Lies weiter."

Ich las Vers 36: „Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater."

Immer noch wusste ich nicht mehr als bisher. Gott sagte: „Lies weiter."

Ich las Vers 37 und da war es: „Denn wie es in den Tagen des Noah war, so wird es bei der Ankunft des Menschensohnes sein."

Wie es in den Tagen des Noah war; so wird es sein, wenn Jesus zurückkehrt. Was waren die Bedingungen zur Zeit Noahs? Sie aßen, tranken, kümmerten sich nur um ihre eigenen Angelegenheiten und der Materialismus war Mittelpunkt des Interesses. Wenn die Welt sich wieder in demselben Zustand befindet wie zu Noahs Zeiten, dann ist das die Zeit, wenn Jesus zurückkehrt. Ich sage euch, die Zeit ist gekommen; diese Generation ist die der größten Gleichgültigkeit. Haben wir nicht im vorigen Kapitel gelesen, dass „Allgemeine Gleichgültigkeit" eines der Zeichen dieser Zeiten sein würde?

Schauen wir nun, was Jesus in den Versen 38 und 39 sagt: „Wie die Menschen in den Tagen vor der Flut aßen und tranken und heirateten, bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche ging, und nichts ahnten, bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte, so wird es auch bei der Ankunft des Menschensohnes sein."

Nun habe ich etwas zu verkünden: „WIR BEKOMMEN BESUCH", den großartigsten Besuch der ganzen Welt. Der Herr Jesus Christus kehrt zurück auf die Erde, um das Königreich des Himmels zu errichten.

Was geschieht bei euch zu Hause, wenn sich Besuch angekündigt hat? Dasselbe, was bei mir zu Hause geschieht - alles wird ordentlich hergerichtet. Wenn irgendetwas im Wohnzimmer nicht an seinem Platz steht, wird es an seinen Platz gestellt. Wenn die Aussicht besteht, dass der Besuch auch in irgendwelche anderen Teile des Hauses kommt, wird das ganze Haus in Ordnung gebracht.

Das ist nicht nur in meinem derzeitigen Zuhause so, es war auch in meiner Kindheit so. Wenn meine Mutter ankündigt: „Wir bekommen Besuch", dann war das gleichbedeutend mit: „Ihr junges Gemüse, macht euch an die Arbeit; wir machen sauber."

Wir machten wirklich richtig sauber. Wir schrubbten. In Louisiana, wo ich aufgewachsen bin, hatten wir in allen Räumen Dielen aus Kiefernholz. Wir hatten keine Teppiche. So schrubbten wir die Böden mit Seifenlauge. Und wir hatten eine spezielle Ausrüstung zum Putzen. Der Schrubber war aus sechs Zentimeter dickem Holz, ungefähr einen halben Meter lang, und es waren Löcher hineingebohrt, in die getrocknete Getreidehülsen gestopft waren. In die obere Seite des Schrubbers war ein Loch gebohrt, in das ein Stock gesteckt wurde, um einen langen Griff zu haben. Wenn die Getreidehülsen nass waren, dehnten sie sich aus und ergaben so eine sehr effektive Bürste, um die Böden zu reinigen.

Wir schrubbten alles. Wir rieben den Boden mit achteckiger Seife ein, gossen Wasser darauf und schrubbten dann. Wir schrubbten die Böden, die Türrahmen, die Stühle, die Kinder; wir schrubbten richtig. Wenn wir fertig waren, konnte man bedenkenlos vom Boden essen.

Wenn wir mit dem Saubermachen im Haus fertig waren, machten wir draußen weiter. In Louisiana, als ich ein Kind war, kannten wir kein Augustinergras¨, Centipede-Gras¨ oder Kentucky-blue-Gras¨. Wir hätten diese Gräser nicht am Leben erhalten können, wenn wir sie gekannt hätten. Wir hatten nicht genug Wasser. Erst als ich das College besuchte, erfuhr ich, dass Wasser aus Wasserleitungen kam. Bis dahin dachte ich, Wasser käme aus einem großen Eimer am Ende eines Seiles. Da wir also keinen schönen grünen Rasen hatten, taten wir genau das Gegenteil, wir harkten den Garten mit einer Harke und säuberten ihn von jeder Art Vegetation. Wir ließen keinen Grashalm stehen, kein Kraut, gar nichts. Nach dem Harken rechten wir den Boden, und nach dem Rechen wässerten wir ihn.

Wir hatten einen speziellen Besen, um den Boden zu kehren - einen Bürstenbesen. Jetzt werde ich einen Beitrag zu eurer höheren Bildung leisten: Ich werde euch sagen, wie man einen Bürstenbesen herstellt. Zusammen mit den grünen Enden aus Hartriegel ist er ungefähr 1,50 Meter lang. Jedes Teil ist am unteren Ende etwa 7,5x20 Quadratzentimeter groß. An den Enden der Zweige bindet man sie zusammen. Die obere Hälfte wird mit Draht umwickelt, und schon hat man einen langlebigen Bürstenbesen.

Ja, wir reinigten alles drinnen wie draußen, wenn Besuch kam. Mein Onkel, der im Rio-Grande-Tal lebte, kam jeden Sommer mit seiner Familie zu Besuch. Etwa vier Tage bevor Onkel Garnet und seine Familie kamen, fingen wir mit dem Saubermachen an. Einmal rief er an und sagte, dass er nicht genau wüsste, wann sie ankommen würden - irgendwann im August. Das war ein schmutziger Trick, wir mussten einen Monat lang „sauber bleiben".

So ist es, wenn Besuch kommt. Wenn ihr sicher wüsstet, dass Jesus morgen kommen würde, was würdet ihr dann heute tun? Mir wurde diese Frage einmal gestellt, als ich gerade dabei war, zum Angeln zu gehen. Meine Antwort war: „Ich würde angeln gehen."

Da wir den Tag und die Stunde, wenn Er kommt, nicht kennen, leben wir jeden Tag so, als ob er heute kommen würde. Habt ihr euch je gefragt, weshalb Gott diese Ungenauigkeit wollte? Habt ihr schon mal gedacht, dass es besser wäre, wenn ihr genau wüsstet, wann es geschieht? Im Ernst, es ist so viel besser. Ein Leben voller Erwartung, in dem man sich vom Verhalten her vorbereitet und voller Freude Seine Ankunft erwartet, ist einfach die bessere Art zu leben. Seid ihr nicht froh, dass es so ist?


LASST UNS WEITERGEHEN

Im Buch der Hebräer, Kapitel 6, Vers 1-3, lesen wir: „Darum wollen wir beiseite lassen, was man zuerst von Christus verkünden muss, und uns dem Vollkommeneren zuwenden; wir wollen nicht noch einmal den Grund legen mit der Belehrung über die Abkehr von toten Werken, über den Glauben an Gott, über die Taufen, die Handauflegung, die Auferstehung der Toten und das ewige Gericht; das wollen wir dann tun, wenn Gott es will."

Hier werden wir als Christen dazu ermahnt, in der Lehre Christi gut gefestigt zu sein und uns dann der Vollkommenheit zuzuwenden. Dann werden sechs Dinge aufgelistet, die wir beherrschen sollten, bevor wir zur Vollkommenheit weitergehen. Dies sind: (1) Abkehr von toten Werken, (2) Vertrauen in Gott, (3) Lehre über die Taufen, (4) Handauflegung, (5) Auferstehung von den Toten und (6) ewiges Gericht.

Eines Tages, als ich diese Verse las, schien es mir, als ob vier der Wörter sich aus der Seite heraus- und auf mein Gesicht zu bewegen würden. Es war ein verblüffendes Erlebnis, es war das einzige Mal, das mir so etwas geschah. Mein erster Gedanke war, dass Gott versuchte, mir etwas zu sagen, aber was? Mein Gebet war: „Gott, was möchtest Du, dass ich tue?" Die Antwort kam klar und entschieden: „Lass uns weitergehen". Die nächsten eineinhalb Stunden lang schrieb ich meine Gedanken auf.

Ein treuer Anhänger Jesu zu sein ist heutzutage nicht populärer als es das war, als Er persönlich hier war. Ja, es ist populär, ein Kirchemitglied zu sein, und es ist sogar populär, in Zungen zu sprechen. Aber Gott in allem an die erste Stelle zu setzen, ist nicht so populär.

Wenn wir in eine Stadt gehen würden und würden an einer Straßenecke, wo viele Fußgänger vorbei kommen, wie zum Beispiel am Times Square in New York City, jeden Passanten fragen: „Wie heißt der Baum im Garten Eden, dessen Früchte Adam und Eva verboten waren?", dann wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, dass jedermann die korrekte Antwort geben könnte: „Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse." Aber ich behaupte, dass sie, wenn sie „Gut und Böse" sagen, die Erkenntnis des Bösen meinen - sie meinen, dass das Paar etwas über das Böse lernte.

Doch tatsächlich war es beides. Sie lernten, Gut und Böse zu unterscheiden. Und dieses Wissen ist an uns weitergegeben worden, denn wir kennen Gut und Böse. Ich behaupte weiterhin, dass die Erkenntnis des Guten ein größeres Hindernis darstellt, zu größeren Dingen in Gott voranzuschreiten, als die Erkenntnis des Bösen. Wenn wir auf der Straße des Lebens an eine Weggabelung kommen und Gott lädt uns ein „höher nach oben zu kommen", dann tendieren wir dazu, zu sagen: „Oh nein, Herr, warum kann ich nicht einfach hier bleiben? Das ist ein schöner Ort. Ich habe hier Freunde, und sie sind gute Menschen. Sie sind keine schlechten, unmoralischen Menschen. Sie sind nicht in der Gosse der Sündhaftigkeit. Wenn ich nach oben zu diesem besseren Ort komme, werden einige von ihnen nicht mit mir kommen. Ich werde meine guten Freunde verlieren. Warum kann ich nicht einfach hier an diesem schönen Ort bleiben?"

Wenn wir eine Wahl zu treffen haben, dort zu bleiben, wo wir sind, an einem guten Ort, oder mit Gott zu gehen und nach oben zu einem besseren Ort zu gehen, dann ist die Erkenntnis des Guten ein größeres Hindernis für uns als die Erkenntnis des Bösen.

Manche von uns wählen, weiterzugehen zu dem besseren Ort, und wir sind froh, dass wir es taten. Wir sagen: „ Danke, Herr, für die Einladung, ‚weiter nach oben zu kommen‘, das ist in der Tat ein besserer Ort. Ich bin froh, dass ich hier bin. Ja, einige meiner Freunde wollten nicht mit mir kommen, doch die Nähe zu Dir macht das mehr als wett. Ich bin so dankbar, dass ich hier bin."

Dann kommen wir an eine weitere Weggabelung und Gott sagt: „Komme noch höher herauf."

Wir sagen: „Oh nein, Herr. Nicht schon wieder. Ja, ich gebe gerne zu, dass dies ein besserer Ort ist. Bitte, kann ich nicht einfach hier bleiben? Ich habe die Hälfte meiner Freunde verloren, als ich zu diesem besseren Ort weiterging. Versteh' das nicht falsch, Herr: Ich bin froh, dass ich gekommen bin, aber wenn ich wieder weitergehe, werde ich einige meiner jetzigen Freunde verlieren. Kann ich nicht einfach hier an diesem besseren Ort bleiben?"

Doch Gott sagt: „Komm hier nach oben zu dem besten Ort." Und das Wissen darüber, was besser ist, wird zum Hindernis, um in Gott weiter zum Besten voranzuschreiten.

Gut, besser, am besten, das ist alles, was es hier in dieser Gemeinde gibt, doch Gott kennt keine Grenzen. Wir können und werden in Ewigkeit von einem Reich zum nächst höheren Reich voranschreiten. An Gottes spiritueller Leiter gibt es keine oberste Sprosse. Ich bin überzeugt, dass wir durch die endlosen Zeitalter der Ewigkeit immer höher hinaufsteigen werden auf noch großartigere spirituelle Plateaus.

Wir alle waren irgendwann in unserem Leben einmal auf der Straße nach unten unterwegs, und dann kamen wir zur ersten Weggabelung und hatten unsere erste Wahl zu treffen. Erinnert ihr euch, was an diesem Tag geschah? Diejenigen, die sich entschlossen hatten, die Straße weiter bergab zu gehen, wandten sich gegen euch. Sie sagten, ihr seid „Gutmenschen" geworden. Sie beschuldigten euch, „fromm" geworden zu sein. Sie beschuldigten euch, ein aufgeblasenes Ego zu haben.

Aber ihr seid zu glücklich, um euch von ihnen und dem, was sie über euch sagen, stören zu lassen. Ihr habt die richtige Wahl getroffen. Ihr sagtet „Ja" zu Gott. Ihr seid nun auf einer höheren Stufe. Ihr könntet dort auf dieser ersten Stufe bleiben. Und manche Menschen bleiben wirklich dort. Sie sind mit dem Ort, wo sie sich befinden, zufrieden. Fröhlich singen sie: „Alles, was ich will, ist eine kleine Hütte in der Ecke des gesegneten Landes." Ein Mann sagte mir einmal, dass er von den Häusern gehört habe, doch er sei dort, wo er war, glücklich. Er war an keinem „Gut gemacht, du guter und treuer Diener" interessiert. Er wollte nicht mehr als das, was er hatte. Er hatte kein Interesse an irgendwelchen Ratschlägen, „weiter nach oben zu kommen".

Doch Gott sagte: „Komm weiter nach oben und ich werde dir ausgesprochene Freude schenken. Dir wird ein Ort der Freude gehören, der so groß ist, dass du unmöglich darüber schweigen kannst. Du wirst fähig sein, in aller Unbefangenheit laut zu sagen: ‚Preist den Herrn!' oder ‚Hallelujah'. Ja, du wirst voller Glück deine Freude kundtun."

Einige von uns nahmen die Einladung an. Diejenigen, die auf der Straße bergab unterwegs sind, haben nicht mehr viel über uns zu sagen. Doch diejenigen, die wir gerade verlassen haben, diejenigen mit nur einer Hütte in der Ecke des gesegneten Landes, sie sind diejenigen, die sich nun gegen uns wenden. Es sind immer diejenigen, die wir gerade verlassen haben, die sich gegen uns wenden. Sie sagen Dinge zu uns wie: „Wenn ich in die Kirche gehe, mag ich es, wenn es dort schön leise und ordentlich zugeht. Ich habe eine dieser ‚Hallelujah-Kirchen' besucht. Verschone mich bloß damit. Mitten im Gottesdienst stand ein Mann auf und brüllte mit lauter Stimme: ‚Ehre sei Gott!' Es war so störend."

Doch wir haben eine schöne Zeit mit unserer neu gefundenen Freude und der Freiheit, sie auszudrücken. Solche Art der Kritik kann uns nicht stören. Unsere neue Beziehung zu Gott ist zu lohnend.

Dann kamen wir an eine weitere Weggabelung und Gott sagte: „Komm höher herauf und ich werde dir die Taufe im Heiligen Geist geben. Du wirst eine neue Möglichkeit der Kommunikation mit Mir haben, die man „das Sprechen in Zungen" nennt - eine wahrhaft bessere spirituelle Stufe."

Und so wählten wir, weiter mit Gott zu gehen.

Inzwischen haben uns diejenigen auf der Straße bergab fast völlig vergessen und diejenigen mit der Hütte im gesegneten Land kümmern sich nicht mehr sehr um uns. Nun sind es die Hallelujah-Leute, die sich gegen uns wenden. Sie sagen so etwas wie: „Es ist gut, unsere Freude in Gott auszudrücken, aber diese Zungensprech-Kirchen machen mich fertig. Ich war bei einem ihrer Gottesdienste. Das ist nun wirklich abwegig; sie murmeln einen Jargon, den keiner versteht, völlig ohne Zusammenhang."

Wir jedoch sind viel zu glücklich mit unserem Ort bei Gott, um uns von irgendjemandem oder irgendetwas stören zu lassen; wir sind dort, wo der Geist des Einzelnen mit dem Geist Gottes durch ein Medium kommunizieren kann, das den Verstand umgeht. Wir sprechen jetzt eine himmlische Sprache. Wir sind glücklich auf unserer neuen spirituellen Stufe.

Wiederum kommen wir an eine weitere Weggabelung und wieder hören wir Gott, der uns drängt: „Komm höher herauf an einen Ort, wo du die Geschenke des Geistes haben kannst, wo du diese Geschenke in deinem Dienst für eure gegenseitigen Bedürfnisse einsetzen kannst."

Froh gehen wir darauf ein. Diese Reise nach oben ist zu wundervoll, um nicht darauf einzugehen. Und sind wir tatsächlich in der Lage, uns gegenseitig mit dem Auflegen der Hände zu helfen, und indem wir die Geschenke der Wunder und Heilungen annehmen und auch die anderen Geschenke, werden wir Zeuge des wunderbaren Werkes Gottes.

Doch wiederum treffen wir auf Kritik derjenigen, die sich weigern, mitzukommen. Diejenigen auf der Straße bergab haben uns schon lange vergessen, genau wie die Leute mit der Hütte in der Ecke des gesegneten Landes und die Hallelujah-Leute. Jetzt sind es die zungensprechenden Leute, die wir gerade verlassen haben, die sich gegen uns wenden mit Bemerkungen wie: „Es ist wundervoll, sich mit dem Herrn zu freuen und die himmlische Sprache zu sprechen, aber diese „Geschenke-des-Geistes"-Leute - lasst mich mit denen in Ruhe. Was für eine Unordnung, in der Gemeinde herumzusausen und leere Hände auf leere Köpfe zu legen. Gott kann unmöglich darin sein."

Doch solche Bemerkungen stören uns nicht. Wir schwelgen in der Güte Gottes. Wir setzen die neun Geschenke des Geistes ein. Wir sind wahrhaftige Segnungen für einander. Wir sehen, wie Menschen auf geistigem Weg von ihren physischen Problemen geheilt werden, und Menschenleben, einschließlich unseres eigenen, werden bereichert. Es ist ein wunderbarer Ort in Gott.

Doch Gott sagt wiederum: „Komm höher herauf. Komm hoch zu dem höheren Ort, wo du durch den Geist geführt werden kannst." „Denn alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes." (Brief an die Römer 8:14). Er sagt: „Komm herauf zu diesen höheren Ort, wo der Geist dich jede Stunde des Tages leiten kann." Dann kann es sein, dass du auf dem San-Bernardino-Freeway mit 120 Stundenkilometern auf einer von mehreren Fahrbahnen der gleichen Richtung unterwegs bist. Du bist auf der linken Spur, wo die erlaubte Geschwindigkeit am höchsten ist. Der Geist sagt dir, dass du dein Auto auf dem Standstreifen zum Halten bringen sollst. Er sagt dir nicht weshalb; Er sagt dir nur, dass du es tun sollst. Du setzt den rechten Blinker und fängst an, dich nach rechts zu bewegen, wie es die anderen Fahrer erlauben. Es dauert eine Weile. Du schaust in den Rückspiegel, verringerst die Geschwindigkeit und wechselst die Spuren zur rechten Seite hin. Schließlich bist du auf der äußersten rechten Spur angekommen und dann auf dem Standstreifen und du hältst an. Du stellst den Motor ab.

Dann fragst Du Gott, weshalb Er wollte, dass du anhältst. Du erhältst keine Antwort. Du weißt jenseits jeden Zweifels, dass du die Anweisungen genau befolgt hast. Du sitzt da. Nach fünf Minuten, in denen du keine weiteren Anweisungen von Gott bekommen hast, beschließt du, dass du getan hast, was dir gesagt worden war. Du lässt also den Motor an und fädelst dich wieder in den Verkehr ein. Du fährst fünfzehn Minuten lang. Da ist ein Unfall, in den fünfundsiebzig Autos verwickelt sind; neunzehn Menschen sind tot und sehr viele sind verletzt. Zwei weitere Menschen werden morgen sterben. Dann weißt du, dass du vom Geist geführt wurdest, der dir sagte, dass du anhalten, ein wenig Zeit auf der Standspur verbringen und den Unfall vermeiden sollst. Warum haben die anderen den Unfall nicht vermieden? Sie wurden nicht vom Geist geführt. Niemand von uns ist perfekt. Niemand von uns folgt die ganze Zeit Gottes Anweisungen, aber wir wissen, dass es möglich ist, und wir freuen uns über dieses Bewusstsein.

Es scheint, dass alle, die wir auf der Straße, auf der wir gepilgert sind, getroffen haben, und die es abgelehnt haben, weiter nach oben zu gehen, uns vollkommen vergessen haben, außer denen mit den Geschenken des Geistes. Es sind immer diejenigen, die wir zuletzt verlassen haben, die sich gegen uns wenden. Sie erklären, dass es „gut ist, die Geschenke des Geistes zu haben und sie einzusetzen, aber diejenigen, die behaupten, vom Geist geführt zu werden, geben mir den Rest, sie sind so vergeistigt, dass sie auf der Erde nichts mehr taugen."

Und so geht es weiter. Ich bin überzeugt, dass wir die endlosen Zeitalter der Ewigkeit hindurch immer in Gott vorwärts schreiten werden. Lasst uns mit Gottes Gnade beschließen, dass niemals mehr eine Zeit kommen möge, in der wir uns mit dem Status quo zufrieden geben. Lasst uns immer hungrig und durstig bleiben nach mehr und größeren Dingen in Gott.

Doch seid gewarnt vor der großen Gefahr, auf irgendeiner spirituellen Stufe ein Königreich aufzubauen. Weil wir als „soziale" Wesen erschaffen wurden, haben wir die Tendenz, jedesmal, wenn wir spirituell dazulernen, alle jene um uns zu versammeln, die genauso viel dazugelernt haben wie wir und eine Organisation zu gründen. Und indem wir das tun, bauen wir ein Königreich auf dieser Stufe auf.

Erlaubt mir, meine Warnung mit meiner Erfahrung zu erläutern. Ich war durch und durch Baptist, mit einer Hütte in der Ecke des gesegneten Landes. Ich leitete Teams, um baptistische Gottesdienste zu organisieren. Ich war sicher, dass meine Seminarlehrer mir alles beigebracht hatten, was es über Gott und Sein Königreich zu wissen gibt. Ich wusste ganz einfach, dass wir Baptisten den spirituellen Gipfel erreicht hatten. Viele andere Konfessionen haben auf derselben Stufe ihre Königreiche aufgebaut.

Eines Tages erhielt ich eine Einladung von einem Freund, dem Pastor einer baptistischen Kirche in Mystle, Mississippi, zu einem einwöchigen spirituellen Retreat, zusammen mit dreiundzwanzig anderen baptistischen Geistlichen. Kost und Logis wurden von der Kirche bereitgestellt. Wir trafen uns eine Woche lang zu Gottesdiensten am Morgen, am Nachmittag und am Abend, und predigten einander. Es war eine wunderbare Erfahrung.

Der Geist Gottes fiel auf die gesamte Gruppe. Es wurde viel gerufen und Gott gepriesen. Es gab viele Umarmungen, viel Händeklatschen und tatsächlich rannten wir den Mittelgang der Kirche hinauf und hinunter. Der Geist der Freude verschlang uns buchstäblich, immer und immer wieder. Als wir die Räumlichkeiten verließen und auf dem Heimweg waren, waren wir alle besessen von der Freude des Herrn. Das Retreat fand erstmals im Jahre 1949 mit vierundzwanzig Teilnehmern statt, und es wurde zu einem jährlichen Treffen.

1973 war das Treffen so gut besucht, dass zwei einwöchige Retreats nötig waren, denn es konnten nur 1200 Leute auf einmal versorgt werden. In vierundzwanzig Jahren war es von vierundzwanzig auf zweitausendvierhundert angewachsen. Doch 1973 taten die Teilnehmer dasselbe, was die vierundzwanzig Geistlichen im ersten Jahr getan hatten, sie rannten den Kirchengang hinauf und hinunter, schrien und umarmten sich, wenn der Geist der Freude sie überkam. Die Erfahrungen, die die Teilnehmer jedes Jahr genossen, waren in jeder Hinsicht wertvoll, echte Segnungen Gottes. Doch Gott konnte sie nicht mit größeren Erfahrungen segnen, weil sie an diesem Punkt ein Königreich errichtet hatten. Ich war in dem Jahr anwesend, als einer der neu eingeladenen Geistlichen begann, in Zungen zu sprechen. Der gute Doktor, mein guter Freund, der Pastor der Kirche, ein Mann, der Gott von ganzem Herzen liebt, stoppte den Mann, der in Zungen sprach. Er sagte zu dem Mann so laut, dass wir alle es hören konnten: „Hör damit auf, hier gibt es so etwas nicht. Pfingsten war vor fast zweitausend Jahren, das ist nur ein Trick des Feindes, der versucht, uns von dem, was echt ist, abzubringen."

Es besteht nicht nur die Möglichkeit, Königreiche auf jeder beliebigen spirituellen Stufe aufzubauen, es geschieht wirklich. Konfessionelle Königreiche werden aufgebaut und täglich am Leben erhalten. Ihre Zahl geht in die Tausende. Und wenn ein Königreich aufgebaut wird, hört jedes spirituelle Wachstum auf. Deswegen habe ich es so oft gesagt, und ich glaube, dass man es nicht oft genug wiederholen kann: DER GRÖSSTE SCHADEN FÜR DAS WACHSTUM IN GOTT IST DIE ORGANISIERTE RELIGION.

Lasst mich diese Lektion mit dem Rat an euch beenden, euch niemals mit eurem spirituellen Wachstum zufriedenzugeben. Lasst uns weitergehen.


DAS WAHRE ISRAEL

Heute gibt es zwei hauptsächliche Zweige des Israelismus - also dem Glauben, dass es in den Augen Gottes etwas Besonderes ist, als Israelit oder Israeli geboren zu sein, dass sie Gottes auserwähltes Volk sind und dass alle anderen Menschen geringer sind.

1. Jüdischer Israelismus. Das ist der Glaube, das alle Nachfahren von Abrahams zweitem Sohn Isaak einen besonderen Platz bei Gott innehaben, einfach nur, weil sie in dieser Linie geboren wurden. Sie alle bilden die jüdische Nation, wo auch immer sie auf diesem Erdball leben.

2. Britischer Israelismus. Das ist der Glaube, dass nur die angelsächsische Rasse das Volk Gottes ist, und dass alle anderen, Farbige und alle, die nicht zu hundert Prozent weiße Angelsachsen sind, minderwertig sind. Dieser Glaube stammt aus Großbritannien, wurde jedoch niemals offiziell gebilligt oder in irgend einer Weise von der britischen Regierung anerkannt. Es gibt viele Gruppen dieser Überzeugung, darunter der Ku Klux Klan, die Nazi-Partei, die Skinheads und einige Gruppen weißer rassistischer Extremisten.

Betrachten wir nun das Wort Israel und wie es in der Bibel benutzt wird. In Genesis 32:25-28 lesen wir: „Als nur noch er allein zurückgeblieben war, rang mit ihm ein Mann, bis die Morgenröte aufstieg. Als der Mann sah, dass er ihm nicht beikommen konnte, schlug er ihn aufs Hüftgelenk. Jakobuss Hüftgelenk renkte sich aus, als er mit ihm rang. Der Mann sagte: Lass mich los; denn die Morgenröte ist aufgestiegen. Jakobus aber entgegnete: Ich lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest. Jener fragte: Wie heißt du? Jakobus, antwortete er. Da sprach der Mann: Nicht mehr Jakobus wird man dich nennen, sondern Israel (Gottesstreiter); denn mit Gott und Menschen hast du gestritten und hast gewonnen."

Jakobus, der jüngere der beiden Söhne Isaaks, dem Sohn Abrahams, hatte den Zorn seines Bruders Esau auf sich gezogen und war in das Land seiner Mutter geflohen und wohnte dort. Er war überwältigt von der Schönheit eines Mädchens, das er in diesem fernen Land getroffen hatte. Er erklärte ihr seine Liebe und seinen Wunsch, sie zu heiraten, und es wurde ihm gesagt, dass er mit ihrem Vater über die Heirat sprechen müsse. Der Vater des Mädchens zog Nutzen aus der Situation und versprach Jakobus, dass er ihm seine Tochter zur Frau geben würde, wenn er für seinen zukünftigen Schwiegervater sieben Jahre lang arbeiten würde.

Aus Liebe zu der Tochter des Mannes stimmte Jakobus zu, sieben Jahre lang für ihn zu arbeiten, um dann seine Tochter heiraten zu dürfen. Doch als die sieben Jahre vorüber waren wandte der Vater einen Trick an und ließ Jakobus die ältere Tochter heiraten, indem er die ältere Tochter ein Hochzeitsgewand mit einem Schleier vor dem Gesicht tragen ließ. Der betrogene Jakobus entdeckte, dass er mit der Frau verheiratet war, die seine Schwägerin hätte sein sollen. Verärgert über die Täuschung stimmte Jakobus zu, noch einmal sieben Jahre für den Vater des Mädchens zu arbeiten, da es nur zwei Töchter waren, und ihm versichert wurde, dass er das nächste Mal die Braut seiner Liebe bekommen würde.

Während der vierzehn Jahre hatte Jakobus ein Vermögen für seinen Schwiegervater und für sich selbst angehäuft. Sobald er mit der Braut seines Herzens verheiratet war, wollte er nach Hause gehen. Er packte all seine Besitztümer zusammen, nahm seine Frauen und seine Kinder, und machte sich auf die Reise nach Hause. Während seiner Gebete am ersten Abend seiner Heimreise, näherte sich ihm der Feind und gab vor, ihm einen guten Rat zu geben. Er wurde an den Zorn seines Bruders erinnert und hörte, dass Esau immer noch böse war und ihn enthaupten würde, sobald er nach Hause zurückkehrte.

Während Jakobus inbrünstig um ein friedliches Willkommen zu Hause betete, sandte Gott einen Engel, um ihm beizustehen. Der Engel kam ganz nahe an Jakobus heran, Jakobus bekam ihn zu fassen und hielt ihn hartnäckig fest, und er sagte: „Ich werde dich nicht gehen lassen, bis du mich segnest." Der Engel stieß seinen Daumen gegen Jakobuss Hüftknochen und renkte ihn aus. Immer noch hielt Jakobus ihn hartnäckig fest.

Schließlich fragte der Engel Jakobus: „Wie ist dein Name?"

Der Engel benannte ihn von Jakobus (Bezwinger) um in Israel (Gottesstreiter). Der Hauptpunkt, den ich hier machen möchte, ist, dass Gott den Namen „Israel" einem Mann, nicht einer Nation gab. Später, als die zwölf Stämme sich in zwei Nationen teilten, wurden die beiden südlichen Stämme zu einer Nation namens „Juda". Die anderen zehn Stämme bildeten die nördliche Nation und nannten sich selbst „Israel".

Jesus benutzte das Wort Israelit als Er über Natanael sprach. Jesus hatte Andreas und seinen Bruder Petrus zu seinen Jüngern auserkoren, dann Jakobus und Johannes, die Söhne von Zebedäus. Der fünfte, der auserwählt wurde, war Phillipus, der Natanael fand und ihn zu Jesus brachte. Wir lesen bei Johannes, 1:47: „Jesus sah Natanael auf sich zukommen und sagte über ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit!"

Jesus sagt, dass Natanael ein Mann ist, in dem keine Falschheit ist, dass er einfach so ist, wie er erscheint, und in ihm keine Tarnung durch die Persönlichkeit vorhanden ist.

Daraufhin stellte Natanael eine Frage, der ein Dialog zwischen den beiden folgt: „Natanael fragte ihn: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen. Natanael antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel! Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah? Du wirst noch Größeres sehen. Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen, über dem Menschensohn." (Johannes 1:48-51)

Ich frage mich immer noch, was unter dem Feigenbaum geschah. Ich habe durch geschichtliches Forschen versucht herauszufinden, was geschah. Ich erfuhr, dass ein Feigenbaum mehr Blätter pro dreißig Quadratzentimeter hat als jeder andere Baumart. Ich erfuhr, dass in diesem trockenen Land, zu einer Zeit, als es noch keine Klimaanlage oder elektrische Ventilatoren gab, die Menschen den unteren Teil eines Feigenbaumes beschnitten, so dass man darunter sitzen konnte. In der Hitze des Tages unter einem Feigenbaum zu sitzen, war sehr angenehm. Wenn man jemanden besuchen wollte und einem gesagt wurde, dass derjenige unter seinem Feigenbaum saß, bedeutete dies, dass er sich in Gebet und Meditation befand und nicht gestört werden durfte.

Ich weiß immer noch nicht genau, was unter diesem Feigenbaum geschah, ich weiß aber, dass es einen beachtlichen Eindruck auf Natanael machte, so dass er sagte: „Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel."

Gott benutzte niemals das Wort Israel, wenn er sich auf die Nation bezog; statt dessen benutzte Er den Ausdruck „Kinder von Israel". Die Juden haben der Nation den Namen gegeben. Es war niemals Gottes Absicht, dass die zwölf Stämme sich trennen.

„Israeliten" bezieht sich nicht notwendigerweise auf die Abkömmlinge der Nation Israel. Beachtet, wie ausdrücklich dies in dem folgenden Text gelehrt wird: „Sie sind Israeliten; damit haben sie die Sohnschaft, die Herrlichkeit, die Bundesordnungen, ihnen ist das Gesetz gegeben, der Gottesdienst und die Verheißungen, ... Es ist aber keineswegs so, dass Gottes Wort hinfällig geworden ist. Denn nicht alle, die aus Israel stammen, sind von Israel; auch sind nicht alle, weil sie Nachkommen Abrahams sind, deshalb schon seine Kinder, sondern es heißt: Nur die Nachkommen Isaaks werden deine Nachkommen heißen." (Brief an die Römer, 9:4, 6 u. 7)

Es gibt kein „besonderes" Volk in Gott, sondern es ist so, dass alle Menschen in Gott von Geburt an gleich sind. Schaut, wie genau dies im Brief an die Römer 10:12 ausgeführt wird: „Darin gibt es keinen Unterschied zwischen Juden und Griechen. Alle haben denselben Herrn; aus seinem Reichtum beschenkt er alle, die ihn anrufen."

In der Apostelgeschichte 10:34 wird uns gesagt: „Gott sieht nicht die Person."

1948, unter den Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs und dem Holocaust, hatte die ganze Welt Mitgefühl mit den Juden. Es herrschte ein gewisses Schuldgefühl bei den Menschen auf der ganzen Welt und besonders hier in den Vereinigten Staaten. Ja, die Alliierten waren gekommen um die unglückseligen Juden zu retten, aber wir waren zu spät gekommen. Sechs Millionen Juden waren bereits in den Gaskammern der Nazis umgebracht worden. Fast alle hatten den echten Wunsch, die Juden für diese furchtbaren Greueltaten zu entschädigen.

Während die internationalen Staatsoberhäupter über eine angemessene Entschädigung nachdachten, machten die Juden einen Vorschlag: „Gebt uns unser Land. Warum gebt ihr uns nicht das Land, das eigentlich uns gehört, das Land, aus dem uns die Römer vor fast zweitausend Jahren vertrieben haben, das Land, das Gott durch eine Verheißung unserem Vorfahren Abraham gab, und von dem Er sagte, es solle für immer Abraham und seinen Nachkommen gehören." Sie baten um Jerusalem und das umliegende Gebiet, das als das „Heilige Land" bekannt ist.

Zu dieser Zeit befand es sich unter der Zuständigkeit des Vereinigten Königreichs (den Briten). Es war viele Jahre lang eine wirkliche Last gewesen, und die Briten waren froh, es den neu gebildeten Vereinten Nationen übergeben zu können, die es wiederum an die Juden weitergaben. Es wurde buchstäblich den Palästinenser weggenommen, die hunderte von Jahren dort gewesen waren, und den Juden gegeben.

Die Palästinenser sagten: „Ja, wenn ihr den Juden Land geben wollt, das ihnen gehören soll, dann macht das ruhig. Gebt ihnen Rhode Island oder Vermont, aber gebt ihnen nicht unser Land." Doch die Vereinten Nationen gaben das Land den Juden, die es besetzten und die Nation Israel gründeten.

Nach der Gründung der Nation Israel gab es eine große Welle der Emigration von Juden auf der ganzen Welt in das Heilige Land. Einige Möchtegern-Theologen sagten auf einmal: „Das ist die Erfüllung der Prophezeiungen des Alten Testaments, dass die Juden nach Jerusalem zurückkehren werden." Dann begann die Zionistische Bewegung - Juden wanderten nach Israel ein und wurden Israelis. Viele unwissende Menschen wurden zu dem Glauben irregeführt, dass das, was geschah, die Erfüllung alter Prophezeiungen war, die besagten, dass die Juden nach Jerusalem zurückkehren werden.

In der Tat gab es Prophezeiungen im Alten Testament, in denen es hieß, dass die Juden nach Jerusalem zurückkehren würden, doch diese Prophezeiungen hatten sich erfüllt, als die Juden aus der siebzigjährigen Gefangenschaft in Babylon nach Jerusalem zurückgekehrt waren. Viele christliche Geistliche sagten zu ihren Gemeinden, dass sie gesegnet seien, einfach weil sie jetzt lebten und Zeugen der Erfüllung der göttlichen Prophezeiung waren. Somit übertrugen sie ein historisches Ereignis, das vor hunderten von Jahren geschehen war, auf die moderne Zeiten. Das war eine der größten Gehirnwäschen des modernen Zeitalters.

Als Präsident Truman 1948 Amerika so stolz verkündete, dass die Vereinten Nationen das Heilige Land den Palästinensern weggenommen und den Juden übergeben hatten, sagte ich am folgenden Sonntag den Leuten in der Kirche, in der ich Pastor war, dass einige von ihnen lange genug leben würden, um zu sehen, dass meine Prophezeiung sich erfüllen würde. Dann sprach ich meine Prophezeiung: „Eine unüberwindliche Kraft hat ein unbewegliches Objekt geschlagen, und es wird in diesem Land für viele Jahre Kampf geben, möglicherweise bis zur Wiederkehr Jesu." Täglich berichtet die Zeitung über Kämpfe und Verwüstungen in diesem Land.

Gott machte Abraham in der Tat eine Verheißung. Wir lesen darüber in Genesis 12:1-3 u. 13:15): „Der Herr sprach zu Abraham: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde. Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. Ich will segnen, die dich segnen. ... Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen. ... Das ganze Land nämlich, das du siehst, will ich dir und deinen Nachkommen für immer geben."

Gott machte nicht der Nation Israel eine Verheißung, sondern die Verheißung galt Abraham und seiner Nachkommenschaft. Um genau zu verstehen, was Gott mit dieser Verheißung beabsichtigte, müssen wir im Brief an die Galater 3:16-18 nachschauen: „Abraham und seinem Nachkommen wurden die Verheißungen zugesprochen. Es heißt nicht ‚und den Nachkommen‘, als wären viele gemeint, sondern es wird nur von einem gesprochen: und deinem Nachkommen; das aber ist Christus. Die Verheißung, der Gott in Christus einst Gültigkeit verliehen hat, wird nicht ungültig, so dass die Verheißung aufgehoben wäre. Würde sich das Erbe nämlich aus dem Gesetz herleiten, dann eben nicht mehr aus der Verheißung; doch Gott gab es Abraham durch die Verheißung."

Dann erhebt sich die Frage: „Wer sind die Kinder der Verheißung?" Die Bibel gibt uns die sehr genaue Antwort im Brief an die Galater 3:6-9: „Von Abraham wird gesagt: Er glaubte an Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet. Daran erkennt ihr, dass nur die, die glauben, Abrahams Söhne sind. Und da die Schrift vorhersah, dass Gott die Heiden aufgrund des Glaubens gerecht macht, hat sie dem Abraham im voraus verkündet: Durch dich sollen alle Völker Segen erlangen. Also gehören alle, die glauben, zu dem glaubenden Abraham und werden wie er gesegnet."

Es stimmt, die Juden sind Gottes auserwähltes Volk, aber nicht in dem Sinn auserwählt, dass sie von Geburt an besser sind als alle anderen, sondern auserwählt von Gott, um das Evangelium zu verbreiten und das Königreich Gottes auf Erden zu errichten.

Gottes Verheißungen sind immer unverbindlich. Wenn Menschen eine Verheißung Gottes zuteil wird, wird ihnen ihr freier Wille nicht genommen. Gott nimmt niemals jemandem aus irgendwelchen Gründen seinen freien Willen weg. Deshalb können diejenigen, denen eine Verheißung Gottes zuteil wird, diese Verheißung auch brechen und für nichtig erklären. Und das ist genau das, was in diesem Fall geschah, die Verheißung des Abraham wurde gebrochen. Jesus erzählt uns die Einzelheiten im 21. Kapitel des Evangeliums nach Matthäus. Schauen wir nach.

Es beginnt mit dem 15. Vers: „Als nun die Hohenpriester und die Schriftgelehrten die Wunder sahen, die er tat, und die Kinder im Tempel rufen hörten: Hosanna dem Sohn Davids!, da wurden sie ärgerlich und sagten zu ihm: Hörst du, was sie rufen? Jesus antwortete ihnen: Ja, ich höre es. Habt ihr nie gelesen: Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge schaffst du dir Lob?"

Am nächsten Morgen fuhr Jesus fort (Vers 31): „Das sage ich euch: Zöllner und Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als ihr."

Dann gab Jesus ihnen ein Gleichnis: „Hört noch ein anderes Gleichnis: Es war ein Gutsbesitzer, der legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste in ein anderes Land. Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern, um seinen Anteil an den Früchten holen zu lassen. Die Winzer aber packten seine Knechte; den einen prügelten sie, den anderen brachten sie um, einen dritten steinigten sie. Darauf schickte er andere Knechte, mehr als das erstemal; mit ihnen machten sie es genauso. Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen; denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben. Als nun die Winzer den Sohn sahen, sagten sie zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir wollen ihn töten, damit wir seinen Besitz erben. Und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und brachten ihn um." (Vers 33-39)

Nun hören wir, wie Jesus Seine Gegner darum bittet, über die Übeltäter Recht zu sprechen: „Wenn nun der Besitzer des Weinbergs kommt: Was wird er mit solchen Winzern tun?" (Vers 40)

Die Hohenpriester und die Schriftgelehrten sind sich offensichtlich nicht bewusst, dass sie über sich selbst richten: „Sie sagten zu ihm: Er wird diesen bösen Menschen ein böses Ende bereiten, und den Weinberg an andere Winzer verpachten, die ihm die Früchte abliefern, wenn es Zeit dafür ist". (Vers 41)

Dann offenbart Jesus den Sinn des Gleichnisses und erklärt, wie die Verheißung, die Abraham gegeben wurde, gebrochen wurde. „Und Jesus sagte zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder. ... Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die erwarteten Früchte bringt." (Vers 42 u. 43)

Gott sagt durch die Feder von Paulus, dass die Juden verstoßen und wir eingesetzt wurden: „Ich frage also: Hat Gott sein Volk verstoßen? Keineswegs! Denn auch ich bin ein Israelit, ein Nachkomme Abrahams, aus dem Stamm Benjamin. Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er einst erwählt hat. ... Ebenso gibt es auch in der gegenwärtigen Zeit einen Rest, der aus Gnade erwählt ist. ... Ist die Erstlingsgabe vom Teig heilig, so ist es auch der ganze Teig; ist die Wurzel heilig, so sind es auch die Zweige. Wenn aber einige Zweige herausgebrochen wurden und wenn du als Zweig vom wilden Ölbaum in den edlen Ölbaum eingepfropft wurdest und damit Anteil erhieltest an der Kraft seiner Wurzel ... Nun wirst du sagen: Die Zweige wurden doch herausgebrochen, damit ich eingepfropft werde. Gewiss, sie wurden herausgebrochen, weil sie nicht glaubten. Du aber stehst an ihrer Stelle, weil du glaubst. Sei daher nicht überheblich, sondern fürchte dich! Hat Gott die Zweige, die von Natur zum edlen Baum gehören, nicht verschont, so wird er auch dich nicht verschonen. Erkenne die Güte Gottes und seine Strenge! Die Strenge gegen jene, die gefallen sind, Gottes Güte aber gegen dich, sofern du in seiner Güte bleibst; sonst wirst auch du herausgehauen werden. Ebenso werden auch jene, wenn sie nicht am Unglauben festhalten, wieder eingepfropft werden; denn Gott hat die Macht, sie wieder einzupfropfen." (Brief an die Römer 11:1, 2, 5, 16, 17, 19-23)

Nun wurde den Söhnen Gottes eine neue Verheißung gegeben. Beachtet jedoch, dass auch die neue Verheißung unverbindlich ist: „Erkenne die Güte Gottes und seine Strenge! Die Strenge gegen jene, die gefallen sind, Gottes Güte aber gegen dich, sofern du in seiner Güte bleibst; sonst wirst auch du herausgehauen werden."

Das bedeutet herausgehauen aus dem Verbreiten der guten Nachricht des Evangeliums Gottes und der Errichtung des Königreiches Gottes.

Bitte sagt wegen dem, was ich in diesem Kapitel geschrieben habe, nicht, Dr. Fuller ist ein Antisemit. Denn dieser fünfte Teil des Buches handelt vom Königreich Gottes, und es liegt mir sehr viel daran, dass ihr versteht, dass die Nation Israel in keiner Weise auch nur ein Teil des Königreiches Gottes ist. Ich habe viele jüdische Freunde, von denen einige in Israel sind, und für die ich täglich bete. Sowohl die Israelis als auch die Palästinenser benötigen unsere Gebete. Wie können sie Frieden haben, wenn keiner von ihnen den Prinzen des Friedens akzeptiert?


Rettung des Körpers

Sicher erinnert ihr euch, dass in Teil 1 - „Der dreifaltige Mensch" - die Rettung der drei Teile des Menschen aufgelistet sind, nämlich die Freisprechung des Geistes, die Heiligung der Seele und die Verklärung des Körpers.

Paulus spricht im Brief an die Römer 10:9 u. 10 darüber, dass die menschliche Seele und der menschliche Geist in den inneren Teilen des Körpers wohnen: „...wenn du mit deinem Mund bekennst ... mit dem Herzen glaubst ... denn mit dem Herzen glaubt der Mensch ... und mit dem Mund bekennt er." Wir wissen jetzt, dass das technisch nicht richtig ist. Wir wissen heute, dass eine Herztransplantation aus einem Menschen nicht einen anderen Menschen macht. Paulus hatte nicht den Vorteil moderner Technologie. Die menschliche Seele und der menschliche Geist, die nicht materiell sind, brauchen keine materielle Wohnstätte.

Da die Seele der Verstand („mind") ist, glauben wir natürlicherweise, dass sie sich im Kopf befindet, obwohl wir aus derselben Argumentation heraus wissen, dass das nicht stimmt. Genauso, durch dieselbe Argumentation, wissen wir, dass der Geist nicht auf das Herz oder irgendeinen anderen Körperteil als seiner Wohnstätte begrenzt ist, obwohl Jesus bei Johannes 7:38 u. 39 sagte: „Aus seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen. Damit meinte er den Geist."

Nun zu der Errettung: (1) Die Rettung des Geistes geschieht durch Gott, der sich im Sohn manifestiert. Sie wird Freisprechung genannt und geschieht in der Vergangenheit. (2) Die Rettung der Seele geschieht durch Gott, der sich im Heiligen Geist manifestiert. Sie wird Heiligung genannt und geschieht in der Gegenwart. (3) Die Rettung des Körpers geschieht durch Gott, der sich als der Vater manifestiert und geschieht in der Zukunft. Freisprechung geschieht durch Gnade (ein Gefalle Gottes, der nicht verdient wurde), die Heiligung geschieht durch Vertrauen, und die Verklärung geschieht durch Hoffnung.

Im ersten Brief des Petrus 1:3 lesen wir: „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: Er hat uns in seinem großen Erbarmen neu geboren, damit wir ... eine lebendige ‚Hoffnung‘ haben." Das Wort ist „Hoffnung", nicht Vertrauen.

Das Werk des Vertrauens endet mit der Rettung der Seele. Petrus erklärt uns die Wahrheit dieser Tatsache. Wir lesen diese Erklärung im ersten Brief des Petrus 1:9, wo er nachdrücklich sagt: „Da ihr das Ziel des Glaubens erreichen werdet, die Rettung eurer Seelen."

Das Werk der Hoffnung ist der verklärte Körper. Wieder lesen wir im ersten Brief des Petrus 1:4 und 5: „und das unzerstörbare, makellose und unvergängliche Erbe empfangen, das im Himmel für euch aufbewahrt ist. Gottes Macht behütet euch durch den Glauben, damit ihr das Heil erlangt, das am Ende der Zeit offenbart werden soll.

Hoffnung ist auf die Zukunft gerichtet. Um das gut zu begründen, müssen wir in den Brief an die Römer 8:24 u. 25 schauen: „Denn wir sind gerettet, doch in der Hoffnung. Hoffnung aber, die man schon erfüllt sieht, ist keine Hoffnung. Wie kann man auf etwas hoffen, das man sieht? Hoffen wir aber auf das, was wir nicht sehen, dann warten wir geduldig darauf."

Jesus wurde verwandelt. In der griechischen Bibel lautet das Wort „metamorphoo". Einmal nahm Jesus drei Seiner Jünger, Petrus, Jakobus und Johannes mit sich auf den Berg, wo Er beten und meditieren wollte. Er sagte ihnen, sie sollten an einem bestimmten Ort bleiben, während Er ein bisschen weiter ging, um alleine zu sein. Zuerst saßen sie auf dem Boden, dann lagen sie auf dem Boden, und dann schliefen sie. Plötzlich erwachten sie und sahen, dass Jesus ging und mit Moses und Elija sprach. Sie sagten, Sein Körper habe in der Nacht wie Phosphor gestrahlt. Wir lesen darüber bei Matthäus 17:1 u. 2: „Sechs Tage danach nahm Jesus Petrus, Jakobus und seinen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, weg von den anderen, und er wurde vor ihren Augen verwandelt (metamorphoo); sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht."

Paulus ermutigt uns, uns auf die Zeit, wenn wir verwandelt werden, zu freuen: „Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch" (metamorphoo) (Brief an die Römer 12:2), und weiter im zweiten Brief an die Korinther 3:18: „Wir alle spiegeln mit enthülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wider und werden so in sein eigenes Bild verwandelt, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, durch den Geist des Herrn."

Hoffnung ist das Schlüsselwort. Schauen wir, was Johannes über diese „gesegnete Hoffnung" zu sagen hat, während wir uns auf die Verwandlung freuen: „Liebe Brüder, jetzt sind wir Kinder Gottes. Aber was wir sein werden, ist noch nicht offenbar geworden. Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Jeder, der dies von ihm ‚erhofft‘, heiligt sich, so wie Er heilig ist." (1. Brief des Johannes, 3:2 u. 3)

Schauen wir wiederum, was Paulus über diese Angelegenheit im Brief an die Römer 8:14 bis 24 zu sagen hat (das ist ein langes Zitat, aber bitte, es wird euch freudvoll durchrieseln, wenn ihr jeden der hier ausgedrückten Gedanken in euch aufnehmt): „Denn, die vom Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. Ihr habt ja nicht den Geist der Knechtschaft empfangen, um euch von neuem zu fürchten, sondern den Geist der Kindschaft, in dem wir rufen: Abba, Vater! Eben dieser Geist bezeugt es unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Sind wir aber Kinder, dann auch Erben, Erben Gottes und Miterben Christi, sofern wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden. Ich bin nämlich der Überzeugung, dass die Leiden dieser Zeit nicht zu vergleichen sind mit der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll. Denn das Harren der Schöpfung ist ein Warten auf die Offenbarung der Söhne Gottes. Die Schöpfung ist ja der Hinfälligkeit unterworfen, nicht aus sich heraus, sondern nach dem Willen dessen, der sie unterwarf, zugleich mit der Hoffnung, dass auch sie, die Schöpfung, vom Frondienst der Vergänglichkeit befreit wird zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass bis zur Stunde die gesamte Schöpfung mit in Seufzen und Wehen liegt; doch nicht nur sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes besitzen, ja wir selbst seufzen in uns im Warten auf die Kindschaft, auf die ‚Erlösung unseres Leibes‘. Denn auf Hoffnung hin wurden wir gerettet."

Der größte Lohn wird die Freude sein, mit Jesus auf Seinem Thron zu sitzen. Betrachten wir dieses endgültige Versprechen von Jesus: „Dem Sieger werde ich gewähren, dass er sich mit mir auf meinen Thron setze, wie auch ich siegte und mich mit meinem Vater auf den Thron setzte." (Offenbarung 3:21)

Es ist tragisch, dass einige einen kleinen Schimmer dieser Wahrheit erhascht haben und behaupten, voll entwickelte Söhne Gottes zu sein. Schauen wir noch einmal, was Johannes darüber sagt: „Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Vollmacht, Söhne Gottes zu werden." (Johannes 1:12).

Auch wenn wir weder den Tag noch die Stunde kennen, wenn Jesus zu diesem Zweck zurückkehrt: „Doch den Tag und die Stunde kennt niemand, niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nur mein Vater", so kennen wir jedoch die Generation (siehe das Kapitel „Sein Kommen in dieser Generation").

„Sterblich" bedeutet, die Fähigkeit zu besitzen, zu sterben. Beachtet, was die Bibel über das Sterben sagt: „Als letzter Feind wird vernichtet werden der Tod." (1. Brief an die Korinther 15:26).

Schaut euch den folgenden Teil der Endzeit-Geschichte an: „Das aber sage ich, Brüder: Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht erben; ebenso wenig wird die Verweslichkeit die Unverweslichkeit erben. Seht, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, aber alle werden wir verwandelt werden, plötzlich, in einem Augenblick, beim Schall der letzten Posaune; denn erschallen wird die Posaune, und die Toten werden als Unverwesliche auferweckt, und wir werden verwandelt werden. Denn dieses Verwesliche muss anziehen Unverweslichkeit und dieses Sterbliche muss anziehen Unsterblichkeit. Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit angezogen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit angezogen hat, dann wird zutreffen das Wort, das geschrieben steht: ‚Verschlungen ist der Tod im Siege! Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?" (1. Brief an die Korinther 15:50-55). Paulus glaubte, dass er am Leben sein würde, wenn es geschieht; deshalb sagte er „wir".

Es wird jedoch eine lebende Generation geben, wenn Jesus kommt, um Sein Königreich zu errichten. Wir lesen darüber im 1. Brief an die Korinther 15:40-44: „Und es gibt himmlische Körper und irdische Körper; doch ein anderer ist der Glanz der himmlischen, ein anderer der Glanz der irdischen. Ein anderer ist der Glanz der Sonne, ein anderer der Glanz des Mondes, ein anderer der Glanz der Sterne; denn ein Stern unterscheidet sich vom andern im Glanz. So ist es auch mit der Auferstehung der Toten. Gesät wird in Verweslichkeit, auferweckt in Unverweslichkeit. Gesät wird in Unansehnlichkeit, auferweckt in Herrlichkeit; gesät wird in Schwachheit, auferweckt in Kraft. Gesät wird ein sinnenhafter Leib, auferweckt ein geistiger Leib. Gibt es einen sinnenhaften Leib, so gibt es auch einen geistigen Leib."

Verschiedene Male wurde ich gefragt: „Was ist der Unterschied zwischen dem geistigen Körper und dem verklärten Körper?"

Meine Antwort lautet: „Ich weiß es nicht." Ich wünschte, Gott hätte es für angebracht gehalten, uns den Unterschied zu sagen, aber Er hat es nicht getan. Es muss einen Unterschied geben, denn Er war bei der Terminologie sehr genau. Was immer der Unterschied ist, wir werden alle zusammengeschlossen und werden dieselbe Aufgabe haben, nämlich das Königreich zu errichten.

Vollkommenheit ist unser Ziel. Bei Matthäus 5:48 sagte Jesus: „Seid also vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist." Vollkommenheit wird kommen, wenn die Söhne Gottes in verklärten Körpern sich vollkommen manifestiert haben, und bis dahin wird es keine Auferstehung geben. Nachdem der Autor des Briefes an die Hebräer von den Vertrauensbekundungen von Heiligen des Alten Testaments berichtet hat, sagt er, dass sie auf die letzte Generation warten mit ihrer Manifestation des Glaubens: „Und diese alle, wenngleich anerkannt ob ihres Glaubens, erlangten das Verheißene nicht, weil Gott unsertwegen etwas Größeres ausersehen hatte, damit sie nicht gesondert von uns zur Vollendung kämen." (Brief an die Hebräer 11:39 u. 40).

Paulus sagt im Brief an die Hebräer 12:1: „Wir sind umgeben von einer so großen Wolke von Zeugen." Wenn wir siegen, werden sie siegen.

Einige Leute haben gefragt und fragen: „Angenommen eine Person stirbt, bevor die Seele (Verstand) völlig verwandelt (geheiligt) ist, wohin geht diese Person dann? Wohin geht die Seele?" Seelen gehen nicht in den Himmel; der Geist geht in den Himmel. Alle Menschen (geistige Wesen) gehen in den Himmel. Erinnert euch, ihr seit geistige Wesen, die einen Verstand (Seele) haben und einen Körper bewohnen.

Okkulte Gruppen beziehen sich auf die Seele als „Seelenkraft". Östliche Religionen geben sich vollkommen der Entwicklung der Seelenkraft hin; sie beziehen sich auf Gott als „Ewige Seele". Sie haben die Entwicklung der Seelenkraft (mentale Kräfte) hunderte von Jahren lang dermaßen betont, dass die Studenten aus dem Orient an amerikanischen Colleges und Universitäten schulisch besser sind als die Studenten der westlichen Hemisphäre.

Die Seele reagiert auf die physischen Sinne. Das ist nicht völlig verkehrt. Doch der Mann oder die Frau wird nie mehr als eine gewöhnliche Person sein, bevor die Seele nicht beginnt, auf den Geist zu reagieren. Der menschliche Geist ist vollkommen, er ist vollkommen erschaffen, nach dem Ebenbild Gottes. Lassen wir uns in unserem Seelenleben (dem mentalen Leben) von dem Geist in uns leiten!

Mir wurde beigebracht, dass der Himmel Tore aus Perlen hat, Straßen aus Gold, Harfen, auf denen gespielt wird, und Wolken, auf denen man schläft. Was für ein Müll und Unsinn. Ich mag Harfenmusik wirklich gerne und ich kann mich daran erfreuen und sie in einem einstündigen Konzert genießen, doch wenn ich sie in alle Ewigkeit anhören müsste, wäre es die „Hölle".

Nun, weiter mit der Seelenkraft. In der griechischen Bibel heißt das Wort „energio". Es wird entwickelt. Ein Freund von mir nennt das „verhaltensmäßige Veränderungen". Die Bibel zählt sieben Veränderungen in der Seelenentwicklung auf: „Dadurch wurden uns die kostbarsten und größten Verheißungen geschenkt, damit ihr durch sie teilhaft werdet göttlicher Natur, die ihr entronnen seid den verderblichen Lüsten in der Welt. So wendet gerade deswegen allen Eifer auf und zeigt in eurem Glauben die tapfere Entschlossenheit, in der Entschlossenheit die Erkenntnis, in der Erkenntnis die maßvolle Zucht, in der Zucht die Ausdauer, in der Ausdauer die Frömmigkeit, in der Frömmigkeit die Brudergesinnung, in der Brudergesinnung die Liebe." (2. Brief des Petrus 1:4-7)

Die Kirchen lehren die Menschen, sich „auf den Tod vorzubereiten"; die Bibel lehrt die Menschen, sich „auf das Leben vorzubereiten". Im Brief an die Römer 2:7 lesen wir: „(der jedem vergelten wird nach seinen Werken)...und zwar denen, die in Beharrlichkeit des guten Wirkens nach Herrlichkeit, Ehre und Unvergänglichkeit streben, mit ewigem Leben." Sollte es möglich sein, dass Gott uns ermutigt, nach Unsterblichkeit zu streben, nach ewigem Leben, wenn es für uns nicht erreichbar wäre? Natürlich nicht.

Manchmal kommt es in einem Seminar bei dieser Lektion an diesem Punkt vor, dass ich gefragt werde: „Dr. Fuller, glauben Sie wirklich, dass unsere Körper von Gott so erschaffen wurden, dass sie ewig leben?" Meine Antwort ist: „Ja." Ich kann mir nicht vorstellen, dass unser vollkommener und allmächtiger Gott irgend etwas tut und dabei in irgendeiner Weise begrenzt ist. Ja, ich glaube, dass Menschen deshalb sterben, weil ihre Körper durch sie selbst oder andere misshandelt wurden. Ich weiß von vielen Menschen aus den Tagen des Alten Testaments, die hunderte von Jahren lebten, und auch hier glaube ich, dass sie in diesem Alter starben, weil ihre Körper misshandelt wurden, und dass ein Mensch für immer lebt, wenn der Körper nicht misshandelt wird.

Und nun kommt die große Frage: Habt ihr vor zu sterben? Ich habe nichts dagegen! Macht nur, sterbt! Viele Leute machen das! Eigentlich ist es gar nicht so übel; ihr kommt mit einem geistigen Körper zurück, schließt euch mir und den anderen, die verklärte Körper haben, an, und zusammen errichten wir das Königreich Gottes auf dieser Erde.

Ich sage nicht, dass ich definitiv nicht sterben werde, aber ich sage dies: Wenn euch zu Ohren kommt, dass Dr. Willard Fuller „ins Gras gebissen hat", dann soll das für euch nur bedeuten, dass mein Timing falsch war, denn ich bewerbe mich als Kandidat für das ewige Leben.

ENDE

 

21.12.2007 um 17:03 Uhr

Kann Gott Zähne füllen?

von: Seren_a   Kategorie: Buch - Heilung

Kann Gott Zähne füllen?

Die wahren Fakten über die Wundertätigkeit
von Evangelist Willard Fuller
Eine Dokumentation von Dr. Daniel W. Fry,
NASA-Weltraumwissenschaftler

Das gesamte Buch (ohne die Bilder) wird hier mit Erlaubnis des Autors sowie des Verlegers wiedergegeben. Für das Herunterladen (Anmerkung d. Übersetzerin: als pdf-Datei auf www.willardfuller.com) und Verteilen ist keine Erlaubnis vonnöten, allerdings ist der Verkauf untersagt. Es ist strikt untersagt, finanziellen Gewinn aus diesem Buch zu ziehen.
Gedruckt in den Vereinigten Staaten von Amerika durch CSA Press, Lakemont, Georgia 30552, 1970
(Übersetzung aus dem Amerikanischen: Serena)

Vorwort

Große Veränderungen geschehen auf dem Gebiet der Psychologie und Parapsychologie im Zuge der Entdeckung konkreterer Belege bezüglich des menschlichen Geistes. Religiöse Theologien ebenso wie Konzeptionen aller spirituellen Gebiete unterliegen Veränderungen, deren Basis ein wachsendes Wissen über psychische und spirituelle Phänomene sind, die dem menschlichen Forschergeist nun zugänglich sind. Es besteht unter der allgemeinen Bevölkerung mehr als nur ein erwachendes Interesse an diesen Themen. In der Tat existiert eine fast methodische Erforschung von Fakten (wer, was, wann, wie und warum) unter den Menschen, die auf eine solide und intelligente Akzeptanz einer Realität hinweist, die mehr ist als das, was man alleine durch die fünf Sinne erfahren kann. Die mechanistische Theorie hat es heutzutage sehr schwer.

Als vor etwa zehn Jahren öffentlich die Frage gestellt wurde: „Kann Gott Zähne füllen?", war die Resonanz dünn, denn solch eine Frage war völlig abwegig. HEUTE IST SIE ES NICHT MEHR: Durch all die Publizität und Forschung in Bezug auf Geistheiler und psychische und spirituelle Arbeiter, die mit Heilchanneln beschäftigt sind, ist die Gültigkeit solcher Dinge etabliert. Zudem gab es in der letzten Zeit bei den Labortests für außersinnliche Wahrnehmungen Tausende von Berichte über psychische und spirituelle Erfahrungen von Menschen aus aller Welt, und viele dieser Berichte bezogen sich auf das Heilen. Das Interesse der Welt, sogar der wissenschaftlichen Welt, wurde geweckt, und die sich ergebenden Tatsachen haben viel von dem unbegründeten Skeptizismus in den Hintergrund gedrängt.

Die Fakten dieses ungewöhnlichen Phänomens (Zahnfüllungen) können leicht zurückverfolgt und verifiziert werden. Es gibt nicht nur ein „Hörensagen" von einigen wenigen Menschen, die einfach behaupten, dass das geschehen kann. In Amerika haben seit 1960 jährlich mehr als eintausend Menschen durch die Vermittlung von Referent Dr. Willard Fuller Gold-, Silber- und Porzellanfüllungen erhalten. Zahnärzte, Ärzte und Wissenschaftler verschiedener Glaubensrichtungen sowie Menschen ohne religiöse Zugehörigkeit sind Zeugen dieser besonderen Heilungen geworden, und viele von ihnen haben selbst solche Heilung erfahren.

In den vergangenen Jahren haben viele spirituelle Heiler Evangelist Fuller aufgesucht, um mit ihm über dieses ungewöhnliche Phänomen zu sprechen, das durch seine Gebete geschieht. Es stellte sich heraus, dass Zahnheilungen in der ganzen Welt geschehen, und einige Prediger haben für Menschen gebetet, woraufhin Zahnheilungen geschahen. Doch bisher geschehen diese schöpferischen Wundermanifestationen besonders häufig in Reverend Dr. Fuller geistlichem Amt. In der Tat vermuten Geistliche und Menschen, die mit spirituellen Vorgängen zu tun haben, dass in Reverend Fullers geistlicher Tätigkeit prozentual mehr Heilungen geschehen, als jedem anderen Heiler auf der Welt zugeschrieben werden. An einem durchschnittlichen Abend für Zahnheilung nehmen etwa fünfzig Menschen teil. Von diesen fünfzig erfahren gewöhnlich mindestens vierzig noch am selben Abend Wunderheilungen. Zum besseren Verständnis: Ein Wunder ist eine Heilung, die sofort geschieht, in einem Augenblick ist sie da - neue Zähne, schimmernde neue Füllungen, passende Gebisse, gerade gerichtete Zähne etc. Eine Heilung bedeutet, dass eine Veränderung geschieht, und die Heilung vervollständigt sich in einer Zeitspanne von zehn Sekunden, zehn Stunden oder zehn Tagen. Es sind immer genügend Menschen anwesend, die dabei zusehen, sie schauen direkt in den Mund der Person, und es kann keinen Zweifel darüber geben, was geschieht, wenn die Veränderung denn überhaupt sichtbar ist.

Dieselbe Kraft, die das schöpferische Wunder manifestiert, das Gold-, Silber- oder Porzellan in die Hohlräume bringt, heilt auch den kranken Körper! Doch mit eigenen Augen zu sehen, wie ein Zahn, der in sich aktiv ist, anfängt, sich mit einer Substanz zu füllen, ist eine packende, inspirierende Sache! Seit 1960 haben Hunderte über Hunderte ihre Heilungsberichte niedergeschrieben. Namen, Adressen, Daten, sowie die Namen von Ärzten und Zahnärzten füllen die Listen. Alle möglichen Skeptiker kamen, um zu beweisen, dass das schöpferische Wunder Betrug ist, und viele wissenschaftliche Tests wurden angewandt. Die Ergebnisse sind immer gleich. Wenn dieser Mann, Willard Fuller, für die Menschen betet, geschehen diese Dinge! Evangelist Fuller und seine Wundertätigkeit bezüglich Zahnfüllungen ist auf höchst ungewöhnliche und unvergessliche Weise Teil der modernen Welt des evolutionären und revolutionären Gedankenguts geworden (auch wenn sie speziell mit religiös-wissenschaftlichen Gebieten zu tun hat).


Kapitel 1

Hintergrund

Kann Gott Zähne füllen?


Willard Fuller wurde am 29. September 1915 in Grant Parish, Lousiana, geboren. Die kleine ländliche Stadt von Dry Prong, wo seine Familie lebte, bestand vorwiegend aus Südlichen Baptisten, und die Religion war ein integraler und wichtiger Bestandteil des Lebens in der Gemeinschaft.

Im Alter von 14 Jahren lenkte Willards Bedürfnis, sich Gott hinzugeben, seine Schritte auf den „Sägemehlpfad", der ihn in eine Herberge führte, wo Revival-Meetings abgehalten wurden. Der Junge spürte im Herzen echte Hingabe, und deshalb ist die Erinnerung an diese Erfahrung noch immer in ihm lebendig.

Als er 17 Jahre alt geworden war, wusste er, dass er von Gott in das geistliche Amt gerufen wurde. Dieses Wissen war einigermaßen beängstigend für Willard, denn zu dieser Zeit hatte er große Schwierigkeiten zu sprechen. Von klein auf stotterte er so sehr, dass er in der Schule niemals aufgefordert wurde, Fragen zu beantworten, niemals an einem Theaterstück der Schule teilnahm und selten mit Menschen sprach, weil es so lange dauerte, bis er einen einfachen Satz herausbrachte! Diese missliche Lage ärgerte den jungen Mann so sehr, dass er für einige Zeit den Ruf zum geistlichen Amt völlig ignorierte. In den folgenden Jahren erwarb er trotz allem den B.A. in Betriebswirtschaft, promovierte in Elektroingenieurwesen und diente als Hauptfeldwebel in der US-Armee. Sein Stottern war besiegt.

Trotz all seiner Arbeit und Leistungen konnte er jedoch nie den Ruf zum geistlichen Amt vergessen. Jedesmal, wenn er eine Kirche sah, sakrale Musik hörte oder den Namen Christi hörte, erinnerte er sich daran. Doch er kehrte seinem Schicksal weiterhin den Rücken zu.

Erst nach seiner Entlassung aus dem Dienst und seiner Rückkehr in seine Heimatstadt wurde der rote Faden des Planes Gottes in seinem Leben wieder offenbar. In der heimatlichen Kirche wurde ein Revival abgehalten, und Willard nahm daran teil. Das Thema des Evangelisten, der an diesem Abend zu Gast war, hieß: „Predigen gehen". Willard hörte zu und wusste, dass die Botschaft ihm galt, doch auch diesmal verließ er den Gottesdienst, ohne sich Gott zu übergeben. Am nächsten Abend eröffnete der Evangelist seine Rede mit diesen Worten: „Ich hatte geplant, heute abend über ein anderes Thema zu sprechen, doch die Führung des Heiligen Geistes hat mir klargemacht, mit dem Thema fortzufahren." Er hörte sich die Botschaft an und besuchte später am Abend den Pastor zu Hause. Dort, auf dem Teppich des Pastors, neben dem Pastor und dem Evangelisten kniend, versprach er, für den Rest seines Lebens Gottes Prediger zu sein. Für Willard Fuller wird es niemals einen Ruhestand geben, denn Gott hat immer neue Wege des Dienstes und des geistlichen Amtes für ihn eröffnet und führt ihn kontinuierlich zu immer tieferen Wahrheiten.

1946 besuchte Willard Fuller das Theologische Seminar der Südlichen Baptisten in New Orleans, wo er in Theologie promovierte. Nach seiner Ordination betreute er mehrere baptistische Kirchen, wo man ihm ein gutes Zeugnis ausstellte. Er war kein eloquenter Sprecher, doch er hatte eine Leidenschaft und einen Enthusiasmus in sich, die zusammen mit seiner demütigen Ehrlichkeit die Menschen in seinen Bann schlugen. Er ist 1,95 Meter groß, wiegt 112 Kilogramm und besitzt die Inbrunst eines Elijah. Bald hielt er Revival-Meetings nicht nur für seine eigene sondern auch für andere Kirchen.

1958 besuchte er ein Camp Meeting, wo er die Eingebung hatte, abseits in die Stille zu gehen, während das Hauptprogramm in der Versammlungshalle abgehalten wurde. Er war allein in der Stille als ein Mann, der ihm fremd war, sich näherte und ihn, ohne zu sprechen, sanft umarmte. Gefühle der Freude hüllten ihn ein als er die Worte hörte, die dieser Mann zu ihm sagte. Willard wurde gesagt, dass Gott wünsche, ihn als einen Kanal zu benutzen, um durch ihn seinen Leuten Segnungen zuteil werden zu lassen. Nach diesem einzigartigen Erlebnis kehrte Reverend Fuller mit noch größerer Inbrunst zu seinen Evangelistentreffen zurück. Er wurde mit „Feuer für seinen Gott erfüllt". In seiner Botschaft betonte er fortwährend, „die christlichen Lehren zu leben" und „die Früchte des Geistes zu entwickeln".

Als er das Wort immer tiefer ergründete und sich Gott übergab, erkannte er, wie er weit über den Formalismus der theologischen Ausbildung hinauswuchs. Schließlich sah er sich von den baptistischen Reihen getrennt, alleine und abwartend. In dieser kurzen Periode wurde er dahin geführt, die Arbeit des Heiligen Geistes zu studieren und zu erkennen, und die Geschenke des Geistes, wie er durch Full Gospel-Kirchen präsentiert wird.

1960 erhielt er, was als „Taufe im Heiligen Geist" bekannt ist. Er hatte die einzigartige Erfahrung, „in Zungen zu sprechen" und seither geschah dieses erstaunliche Phänomen viele Male. Drei Tage nach diesem Ereignis kniete er alleine in einem Büro, als er die Stimme seines Schöpfers hörte, hörbar außerhalb von ihm gesprochen, die durch das ganze Zimmer drang, und sie sagte ihm, dass ihm die Gaben von Wundern, Heilungen und der Erkenntnis des Geistes gegeben worden waren. Dies war eine tiefe und heilige Erfahrung für Willard.

Während der folgenden drei Monate betete und fastete er und blieb alleine in seinem Studium und seiner Meditation. Hier wurde er zu einem tieferen Verständnis Gottes geführt. Schriften wurden für ihn erleuchtet, und schwierige Probleme im Zusammenhang mit Religion, den Schriften und den Lehren wurden ihm klar. Nach dieser Erfahrung ging er zu den Revival Meetings als unabhängiger Vollzeit-Evangelist. In seinem dreimonatigen Retreat war ihm die Wirksamkeit des Händeauflegens als Form des Gebetes gezeigt worden. Es wurde ihm gezeigt, dass er diese Form in seiner geistlichen Tätigkeit anwenden sollte. Nachdem er seiner Gemeinde diese neuen Einsichten, die er empfangen hatte, erklärt hatte, bat er diejenigen, die Heilung des Körpers bräuchten, nach vorne zu treten. Während sich Gebete formten, legte ihnen Bruder Fuller im Namen Jesu die Hände auf, und alle Arten von Heilung geschahen. Krebs, Kropf, Warzen, hässliche Geburtsmale verschwanden. Menschen mit Arthritis, verkrüppelt und mit Krücken, wurden sofort geheilt. Magengeschwüre, Kopfschmerzen, Nebenhöhlen- und Asthmabeschwerden wurden kuriert. Wer taub war, erhielt sein Gehör wieder, und einige, die schlecht oder gar nicht mehr sehen konnten, konnten wieder sehen. Viele wundervolle Dinge geschahen bei diesen frühen Treffen.

Im März 1960 besuchte Bruder Fuller einen Mann, von dem es hieß, dass wenn er für die Menschen betete, viele von ihnen neue Zahnfüllungen erhielten. Bei diesem ersten Treffen mit Evangelist A.C. McKaig sah Bruder Fuller, wie die Hohlräume in den Zähnen derjenigen, die zum Gebet gekommen waren, sich vor seinen Augen mit Porzellan füllten.

Als der Gottesdienst zu Ende war sagte Evangelist McKaig, er würde für Bruder Fuller beten, dass dieser eine doppelte Portion der Kraft Gottes erhielte. Der Evangelist hatte vorgehabt, seine Hände auf Bruder Fullers Kopf zu legen und ein Gebet zu sprechen, doch statt dessen begannen sich seine Lippen in einer Prophezeiung zu bewegen. „Halte sie nicht für seltsam, Mein Sohn, die Dinge, die du durch diesen Meinen Diener gesehen hast, denn all die Dinge, die du Mich durch ihn hast vollbringen sehen, werde ich durch dich vollbringen, und größere Dinge als die, die du Mich durch ihn hast tun sehen, werde Ich durch dich tun." Nach dem letzten Worten legte der Evangelist seine Hände auf Bruder Fullers Kopf und sagte: „Nun, Herr, gib ihm die Kraft, die er benötigt."

Die Kraft der einfließenden Energie war so stark, dass Willard Fuller das Bewusstsein verlor. Als er wieder auf seinen Füßen stand, hatte sich seine geistliche Tätigkeit verändert, denn kurz darauf war er es, der seine Gemeinde fragte: „Kann Gott Zähne füllen? Wenn ihr glaubt, dass Er es kann, dann kommt hierher und ich werde euch die Hände auflegen, und Gott wird eure Zahnprobleme beheben." Jährlich mehr als eintausend Menschen erfuhren diese Art der Heilung, und immer noch erweitert und verbessert Gott die Tätigkeit von Bruder Fuller.

In den folgenden Heilungsberichten wird der Leser bemerken, dass viele Gaben in dieser Tätigkeit im Werden begriffen sind. Viele Fragen danach, wie und weshalb Gott dies tut, werden beantwortet.

Viele der wunderbaren Zeugnisse, die Bruder Fuller gesendet wurden, werden hier im Detail wiedergegeben, in der Hoffnung, dass ihr Studium dem Leser in seiner und aller Menschen Suche nach dem Verständnis ihrer Beziehung zu Gott, ihrer Beziehung zu ihren Mitmenschen und Gottes wahren Zielen auf Erden helfen wird.

Viele Menschen glauben, Gottes Taten seien unklar, unsicher und unbeweisbar, und dass sie nur durch die langsamen und verschlungenen Wege der Natur stattfinden. Derjenige jedoch, dessen Löcher in den Zähnen sich plötzlich mit Porzellan, Gold oder Silber füllen, weiß ganz genau, dass etwas geschehen ist, das klar, sicher und beweisbar ist. Es ist ein Werk, das sich nicht der langsamen und verschlungenen Wege der Natur bedienen musste, sondern sofort durch die Kraft und Intelligenz vollbracht wurde, welche die Gesetze der Natur nach ihrem eigenen Willen und Zielen beherrschen.

Die Tatsache jedoch, dass eine Person weiß, dass sie ein solches Ereignis erfahren hat, hat nicht unbedingt zur Folge, dass sie dieses Wissen der Welt, oder sogar den engsten Freunden mitteilen kann, egal wie sehr sie es auch versuchen mag.

Von Geburt an werden wir gelehrt, dass wir in einem geordneten Universum leben, in welchem bestimmte Wirkungen immer von bestimmten Ursachen herrühren. Ohne solche Ursachen, kann es diese Wirkungen nicht geben! Obwohl unsere größten und klügsten Wissenschaftler die ersten sind, die zugeben, dass wir noch immer nur den kleinsten Bruchteil der ganzen Summe möglichen Wissens besitzen, und dass buchstäblich nichts von diesem Wissen das Reich der ersten Ursache und der höchsten Wirkung berührt, diktieren uns dennoch unsere menschlichen Egos und unser Bedürfnis nach Sicherheit, dass wir unser kleines Universum fast völlig innerhalb des Gebietes unseres eigenen Wissens und Erfahrung erschaffen müssen.

Wissenschaftler haben gelernt, dass die meisten, wenn nicht alle physikalischen Gesetze in der Natur statistisch sind, das bedeutet, dass sie sich nur zu einem bestimmten Prozentsatz bewahrheiten. Wenn dieser Prozentsatz sehr hoch ist, können sie immer noch als „Gesetze" betrachtet werden, und dadurch wird es leichter, die wenigen Ausnahmen zu ignorieren oder zu verleugnen, anstatt zu versuchen, sie zu erklären. Wenn jedoch die Anzahl der Ausnahmen groß genug und ausreichend dokumentiert wird, dann ist der Wissenschaftler gezwungen, die Ausnahmen anzuerkennen, egal, ob er sie erklären kann oder nicht.

Der Hauptzweck dieses Buches ist es daher nicht, darüber zu diskutieren, ob „Glaubensheilungen" geschehen können oder nicht, sondern so umsichtig und genau wie möglich die Umstände zu untersuchen, unter denen sie geschehen.

Die Zeitungsartikel hier werden im Originalwortlaut wiedergegeben, und die vielen Berichte von persönlichen Bezeugungen werden wörtlich aus Briefen und Dokumenten zitiert, die von denen geschrieben und unterschrieben wurden, die selbst die beschriebenen Ereignisse erlebt haben. Auf diese Weise wird das Risiko des „zweimal erzählten Märchens" eliminiert, und die Fakten werden dem Leser in ihrer völligen Einfachheit präsentiert.

Korrekte Namen und Adressen existieren in Listen. In den meisten Berichten werden nur Initialen verwendet, um die Privatsphäre derjenigen, die die Zeugnisse liefern, zu schützen. Dasselbe gilt für die Namen der Zahnärzte. Angesichts eines so außergewöhnlichen Phänomens, das so oft geschieht, könnten Personen, die Zeugnisse abliefern, mit Anfragen bombardiert werden, die sie in ihrem privaten Leben sehr beeinträchtigen könnten. Die Zeitungsberichte jedoch enthalten Namen und andere Fakten, die den Berichten ihre Authentizität geben.

 

Donnerstag, 22. Juni 1967

Valley Advertiser / Herald Tribune N N N


„Glaubensfüllungen" geben Zahnärzten Rätsel auf

von Pat Bryant, Redakteur

CHATSWORTH - „Übernatürliche" Zahnfüllungen, die „keinem Metall, das ich je zuvor gesehen habe, glichen" wurden Valley Times heute von einem Zahnarzt aus Chatsworth beschrieben.

Der Zahnarzt, der nicht namentlich genannt werden möchte, sagte, die Patientin mit den Füllungen habe ihm gesagt, dass die zahnärztliche Arbeit getan worden sei, gleich nachdem ein Geistheiler aus Valley für sie gebetet habe. Der Zahnarzt, der ein Mitglied der Zahnärztlichen Gesellschaft in Valley und der Amerikanischen Zahnärztlichen Vereinigung ist, sagte, er habe mehrere Patienten mit neuen Zähnen und einige mit Füllungen, die nach ihren Worten „von einer übernatürlichen Kraft" gefertigt worden seien.

Er möchte nun Partikel von den Füllungen abkratzen, um deren chemische Zusammensetzung festzustellen und er wird auch die Patienten sorgfältig befragen. „Die Füllungen sind heller als Gold, aber gelber als Silber", sagte er. „Ich habe Zahnärztetagungen besucht und habe so etwas noch nie zuvor gesehen."

Die Patientin mit den verblüffenden Zahnfüllungen ist Frieda Tauriello, die sagt, sie habe die Geistheilung im Canna Wunder-Bethaus in Sylmar erfahren. Ihre Nachbarin, Mrs. Betty Smack, 21523 San Fernando Mission Blvd., ebenfalls Mitglied des Bethauses, sagt, sie habe von ihrem Zahnarzt eine provisorische Füllung erhalten, und sie bete, dass diese sich in Porzellan verwandeln und damit dauerhaft werde.

„Einige Glaubensheilungen geschehen sofort, und manche brauchen eine lange Zeit", sagte sie. Sie erzählte Valley Times über die „Glaubensheilungen", nachdem sie Jim Newsons Geschichte in der Ausgabe vom 20. Mai gelesen hatte, die solche Erfahrungen offenbart.


Anmerkung des Autoren: Diese Art von Zeitungsartikel ist selten, da es für jeden Fachmann höchst ungewöhnlich ist, die Existenz von Dingen jenseits des Wissensbereichs seines Fachgebietes zuzugeben. Dies sollte man bei den wenigen berichteten Referenzen von Bestätigungen durch Zahnärzte unter den Bezeugungen in Erinnerung behalten. Viele Zahnärzte haben das Phänomen gesehen, lehnen es aber ab, dass ihr Name mit dem, was sie gesehen haben, in Zusammenhang gebracht wird, weil sie Angst davor haben, öffentlich lächerlich gemacht zu werden, was sich ungünstig auf ihre Praxis auswirken würde.

Der folgende Zeitungsartikel gibt Einzelheiten eines Treffens in Miami, Florida, wieder. Es waren mehrere Zahnärzte anwesend und viele Geistliche verschiedener Glaubensrichtungen. Es ist interessant zu erwähnen, dass ein Geistlicher von Assembly of God (der die Gottesdienste nicht besuchte) den Pastor dieser Kirche anrief und ihm sagte, er wisse, dass Gott KEINE Zähne füllen oder sonst etwas von dem tun würde, was in dem Artikel berichtet wird. Am Tag nach diesem Telefonanruf stand ein Zahnarzt, der Methodist war, in der Kirche und bestätigte vor hunderten von Menschen, dass er tatsächlich gesehen habe, dass sich Hohlräume in Zähnen mit einer Substanz füllten und gebrochene Zähne wiederhergestellt wurden. Die Ironie dieses Berichtes besteht darin, dass die Assembly of God-Anhänger gelehrt werden, an die Gaben des Heiligen Geistes und an die Kraft des Gebetes um Heilung zu glauben. Methodisten dagegen praktizieren in den meisten ihrer Kirchen kein göttliches Heilen als reguläre Gottesdienstordnung.


Eine andere Glaubensheilung;
Löcher füllen sich, Zähne werden gerade gerichtet

von Adon Taft, Herausgeber von Herald Religion

Füllungen, die sich in Gold verwandeln, Löcher in den Zähnen, die sich füllen und Zähne, die sich gerade richten gehören zu einigen der Zahnheilungen, über die in einer Reihe von ungewöhnlichen aufeinanderfolgenden Treffen im Evangel-Tempel, 3516 NW Seventh Ave berichtet wird.

„Ich habe so etwas noch nie gesehen", erklärt Reverend Martin Luther Davidson, Pastor der Assemblies-of-God-Kirche. Als einer der führenden Geistlichen einer Gruppe, in der Heilgottesdienste zur regulären Praxis gehören, ist Reverend Mrd. Davidson als jemand bekannt, der sehr vorsichtig ist und sich Zeit damit lässt, die Arbeit der sogenannten „Glaubensheiler" gutzuheißen. Oral Roberts gehört zu den dreien, deren Tätigkeit er unterstützt. „Doch ich habe nie zuvor Zahnheilungen gesehen", sagte er. „Und diese Dinge geschahen direkt vor meinen Augen."

Er bezog sich auf die Ereignisse, die am Donnerstag Abend bei einem von Reverend Willard Fuller aus Mountain View, Kalifornien, geleiteten Gottesdienst geschahen.

„Ich habe ein Loch im Zahn, das dabei ist, sich zu füllen", beteuerte Mrs. Evelyn Marzullo, 1794 SW 19th St., während sie auf einen Zahn deutet, der offensichtlich eine große weiße Füllung anstatt eines kleinen schwarzen Flecks in der Mitte aufwies. Sie sagte, die gesamte Oberseite des Zahnes sei schwarz gewesen, als während des Gottesdienstes am Donnerstag Abend „weiße Fäden begannen, um das Loch zu kreisen und es zu füllen". Mrs. Marzullo, die als Katholikin mit einem Freund zum Gottesdienst gekommen war, sagte, eine Füllung in einem anderen Zahn habe sich in Gold verwandelt, als sie sich in einer Reihe von etwa einhundert Menschen aufstellte, denen Reverend Dr. Fuller die Hände auflegte und für sie betete.

Laut Reverend Dr. Davidson berichteten etwa die Hälfte dieser Menschen über Zahnheilungen. Doch einige von ihnen wurden nicht geheilt, merkte Reverend Dr. Fuller an. „Es gibt immer einige Menschen, die emotional reagieren und glauben, dass etwas geschehen sei, was nicht geschah", sagte er. „Eine Frau glaubte, ihre Füllungen hätten sich in Gold verwandelt und suchte ihren Zahnarzt auf, um ihm zu sagen, was ihr geschehen sei. Er erinnerte sie daran, dass er selbst die Goldfüllungen vor einiger Zeit gelegt habe."

Auf der anderen Seite gibt es Menschen wie Mrs. Ann Mitchell, 1942 Tylor St., Hollywood, die ganz hinten in ihrem Oberkiefer einen Goldzahn hatte, von dem sie sagte, er sei vorher nicht golden gewesen. Sie fügte hinzu, er sei in der Tat vom Verfall fast völlig schwarz gewesen und habe sie vor zwei Jahren veranlasst darüber nachzudenken, ihn eventuell ziehen zu lassen. Doch da an dem Zahn eine Brücke befestigt war, die sich fast über ihren ganzen Oberkiefer erstreckte, entschloss man sich, ihn so lange wie möglich zu erhalten. Eine Nachfrage bei dem Zahnarzt von Fort Lauderdale, der Mrs. Mitchel zwölf Jahre lang behandelt hatte, ergab zumindest, dass er keine Goldfüllung gelegt hatte.

Mrs. Cynthia Reddy, 14500 Mahogany Ct. Miami Lakes, die sagte, sie habe ihr ganzes Leben lang verfärbte Zähne gehabt, zeigte lächelnd eine Reihe weißer Zähne, die sie, wie sie sagte, während des Gottesdienstes erhalten hatte. Die Zähne waren nicht ganz gerade, aber sie sagte, sie seien viel besser als früher, als sie einen Überbiss hatte. „Ich kann jetzt mit der Zunge darüber fahren, ohne hängenzubleiben", sagte sie. Mrs. Reddy erinnert sich an den Gottesdienst: „Es fühlte sich an, als würde mein Kiefer gestreckt."

Reverend Dr. Fuller besitzt Briefe, in denen Menschen bezeugen, dass dort, wo ein toter Zahn oder eine Zahnlücke war, augenblicklich ein neuer Zahn hineingewachsen war. Die Namen und Adressen der Zahnärzte wurden genannt. Auch hat er einen Zeitungsausschnitt, in dem von einem Zahnarzt berichtet wird, der sagt, die Füllung, die während eines Gottesdienstes in den Zähnen eines seiner Patienten erschienen war, sah ein bisschen aus wie Gold und ein bisschen wie Silber, aber eigentlich wie keines von beidem. Der Zahnarzt sagte, dass eine Analyse eines Teilchens davon zeigte, dass seine Struktur anders war als irgend etwas, was er je zuvor gesehen hatte.

„Ich weiß nicht, was geschieht, und wie Gott dies tut", sagte Reverend Dr. Fuller. „Ich weiß nur, dass es geschieht." Es ist weder ihm noch seiner Frau geschehen, die beide Zahnprobleme haben. Er sagte, es sei jährlich mehr als eintausend Menschen geschehen, seitdem er 1960 „die Taufe im Heiligen Geistes" empfangen habe. Und Dr. Daniel Fry aus Merlin, Oregon, der das Leitsystem für die erste Atlas-Trägerrakete entwarf, schreibt ein Buch über diese Zahnheilungen, sagte Reverend Dr. Fuller.

Als Hochschulabsolvent in Betriebswirtschaft am Louisiana State Normal College, der später in Elektroingenieurwesen im Dodge Institut in Valparadis, Indiana, promovierte, lehrte Reverend Dr. Fuller Radarmechanik, bevor er sich zur geistlichen Tätigkeit berufen fühlte und im Baptistischen Theologischen Seminar in New Orleans in Theologie promovierte. Er betreute als Pastor vier baptistische Kirchen und verbrachte dann, vor seinem Pfingsterlebnis, zehn Jahre als baptistischer Evangelist, sagte er.

Alles das, was geschieht, geschieht manchmal auf der Stelle oder dauert manchmal bis zu drei Wochen, sagte er.

Reverend Dr. Fuller erklärte: „Ich predige niemals über das Heilen, und ich halte niemals einen Heilgottesdienst, bevor ich nicht eine normale Bibelpredigt gehalten habe."

Die Predigt und der Heilgottesdienst sind nach Auffassung von Reverend Mr. Davidson auch sehr unemotional, der von dem, was geschieht, so beeindruckt ist, dass er die abendlichen Gottesdienste um 19.30 Uhr (außer samstags) auf die ganze nächste Woche erweitert.


Viele der evangelistischen Veranstaltungen über die vergangenen Jahre hinweg wurden von Kirchen verschiedener Gruppierungen ermöglicht. Der Evangelist selbst arbeitet vollkommen unabhängig von jeder religiösen Organisation oder unterstützenden Gruppe.¨ Er strebt danach, überall hinzugehen, wo er eingeladen wird, und seine Dienste stehen allen Menschen offen, egal welcher Hautfarbe oder welcher Glaubensrichtung sie angehören. Doch da diese Gabe so besonders ist, hat es sich als gut erwiesen, die Treffen außerhalb des kirchlichen Rahmens abzuhalten. Gelegentlich treffen sich Gruppen von Menschen in Hallen oder Versammlungsräumen zu einem einwöchigen Gottesdienst. Der Evangelist bemüht sich, die Menschen zu einer tieferen Wahrheit über die Existenz des Menschen auf Erden im Licht des Neuen Zeitalters zu führen. Er ist ein erstklassiger Erklärer der Bibel, und man nennt ihn den Prediger des Predigers. In den vergangenen zehn Jahren hat er niemals eine Serie von Treffen abgehalten, in denen die Gabe nicht funktionierte. Die Vorgehensweise ist immer dieselbe: Der Evangelist verkündet zuerst eine Botschaft aus der Lehre, um dann diejenigen nach vorne zum Gebet zu rufen, die Heilung benötigen. Der folgende Brief, den eine Frau von ihrer Schwester erhielt, die die Gottesdienste besucht hatte, erklärt im Allgemeinen den Ablauf eines Gottesdienstes. Dieser Brief wurde unaufgefordert geschrieben und ist in einer natürlichen, unterhaltsamen Weise verfasst. Er wurde im Sommer 1968 geschrieben.


Liebe Jane,

ich möchte Dir gerne etwas über Bruder Fuller erzählen und über die wundervolle Gabe, die Gott ihm geschenkt hat, das Heilen von Zähnen. Er betet nicht immer in jedem Gottesdienst für die Zähne, sondern nur wenn Gott ihm sagt, dass er dies tun soll. Wir sind zu einigen der Gottesdienste gegangen, waren aber nur einmal dabei, als er für die Heilung von Zähnen betete. Er ließ die Leute sich vorne in einer Reihe aufstellen, mit dem Gesicht zur Gemeinde, und den Mittelgang hinunter. Dann ging er zu jeder Person, berührte sie, legte seine Hände auf ihre Wangen, ihre Kiefer und schaute jeden einzelnen direkt an. Er wiederholte schnell: „Im Namen Jesu, jedes Jota in Dir werde ganz." Danach bittet er alle, für die gebetet wurde, noch zu bleiben, bis er in ihren Mund geschaut hat. Er hat einen Zahnarztspiegel und einen gewöhnlichen Spiegel. Es gibt ein Gefäß mit einem antiseptischen Mittel, in den er den Zahnarztspiegel nach jeder Untersuchung taucht, damit er frisch und sauber für den nächsten Gebrauch ist. Auch wenn er dies tut, wird er vom Heiligen Geist geführt, und geht nicht einfach die Reihen ab. Er geht nach vorne und zurück, wie er sich geführt fühlt. Die meisten Menschen, für die er an diesem Abend betete, empfingen irgend eine Art von Heilung. Gerald war ganz ganz hinten, doch er war der zweite, zu dem Bruder Fuller ging. Bei Gerald war gerade eine Menge an den Zähnen gemacht worden. Doch an einem Zahn hatte der Zahnarzt nichts gemacht. Es war ein Zahn mit einer alten Füllung, die sehr dunkel geworden war. Sie war während des Krieges, als er im Dienst der Armee war, gemacht worden. Wie auch immer, jedenfalls sagte Gerald, dass sich alles um den Zahn herum wie heißes Öl anfühlte. Wir standen da und SCHAUTEN ZU, wie sie sich verwandelte. Es fing ganz klein an, als ob ein feiner Bohrer daran arbeiten würde. Dann wurde es immer größer, bis die ganze schwarze Füllung sich in hübsches, weißes Email verwandelt hatte. Wir sahen zu, wie das alles geschah!

Die erste Person, zu der er ging, war eine Frau, die sagte, dass sie niemals von einem Zahnarzt Goldfüllungen bekommen hatte, und es wurde eine Goldfüllung entdeckt. Einer Frau wuchsen zwei Zähne, bevor sie die Kirche an diesem Abend verließ. Bruder Fuller sagte, dies sei ein Wunder gewesen. Er sagte, gewöhnlich würde man neue Zähne im Zahnfleisch spüren, dann würden sie die Oberfläche durchbrechen und langsam wachsen. Nach dem Gebet herrscht überall große Aufregung. Jeder schaut in den Mund der anderen. Die Menschen werden auf wundervolle Art gesegnet, wenn sie tatsächlich Gott bei der Arbeit sehen. Das Vertrauen war an diesem Abend stark, doch es gab auch Unglauben. Eine Frau wollte einfach nicht glauben, dass Gott solche Dinge tun könnte. Gerald und ich und ein paar andere, die wir nicht kannten, sahen zu, wie ein Zahn sich in Gold verwandelte - dann wieder in Verfall - zurück in Gold - zurück in Verfall, dreimal. Du meinst vielleicht, dass das nach menschlichem Ermessen schwer zu glauben ist, aber es geschah vor unseren Augen. Diese Frau verließ den Gottesdienst mit dem Verfall, obwohl es so schien, als ob das Gold dort haben bleiben wollen. Janet, zum ersten Mal in unserem Leben begriffen wir ein wenig, was Jesus meinte, als er sagte: „Nach eurem Glauben wird euch geschehen."

Dieselbe Frau fragte Bruder Fuller, warum Gott Zähne füllen sollte? Bruder Fuller sagte ihr, dass er vor langer Zeit aufgehört habe, zu versuchen herauszufinden, weshalb Gott bestimmte Dinge tut, aber er konnte ihr dies sagen: Er sagte: „Nehmen Sie ein kleines Kind, zehn oder zwölf Jahre alt, das in seinem ganzen Leben noch nie beim Zahnarzt gewesen ist. Dann füllt Gott die Löcher mit Silber oder Gold. Wenn jemand anders diese Füllungen sieht und weiß, dass das Kind niemals beim Zahnarzt gewesen ist, dann hat das eine große Wirkung hinsichtlich der Realität der Kraft Gottes, die in dieser Welt arbeitet. Wenn aber alle Zähne vollkommen wiederhergestellt werden würden, dann würde immer der Zweifel bestehen, ob mit den Zähnen zuvor überhaupt etwas nicht gestimmt hatte."

Jane, da waren einige Pfingstprediger in der Stadt, die gegen Bruder Fullers geistliche Tätigkeit eingestellt waren, als er in der Stadt war, und doch kamen die baptistischen Prediger und ließen sich ihre eigenen Zähne heilen. Es ist kein Wunder, dass so viele Kirchen auseinanderfallen, wenn da soviel Zweifel und Unglaube und engstirnige Doktrin von der Kanzel gepredigt wird.

Wenn Bruder Fuller die Zähne inspiziert, dann sagt er nicht, dass er irgend etwas sieht. Er überlässt es der betreffenden Person, zu bestätigen, ob da etwas ist.


Anmerkung des Autoren: Die kleine Flasche während der Untersuchung enthält eine Kombination von Inhaltsstoffen, die von Ärzten benutzt wird, um Thermometer etc. zu sterilisieren. Dies wird benutzt, um der Kritik zuvorzukommen, dass Bakterien von Mund zu Mund übertragen werden könnten. Dieses Infektionsmittel ist vom Board of Health Code zugelassen. Es hält auch den Spiegel für die nächste Person rein. Die Inhaltsstoffe der Flasche sind oft analysiert worden. Alles, was Bruder Fuller benutzt, kann jederzeit untersucht werden. Es ist noch nie von einem Fall berichtet worden, dass eine Person durch die Untersuchung infiziert worden wäre. Es gab eine sechs- bis achtmonatige Periode, als diese Flasche nicht benutzt wurde. Eine bevorzugte Erklärung lautet, dass eine Art von Hygienezone Bruder Fuller und seine Ausrüstung umgibt, wenn er als Heiler benutzt wird. Es gibt keine Übertragung von Bakterien sondern im Gegenteil eine Übertragung von gesundheitsbringenden Elementen, die Bakterien, die von Bruder Fuller zu den Personen unterwegs sind, abwehren.


Wenn Bruder Fuller die Hände auflegt, während er um die Zahnfüllungen bittet, berührt er das Gesicht, eine Hand auf jeder Seite des Kiefers. Wenn er für andere Bedürfnisse bittet, egal ob körperliche, geistige, Bedürfnisse der äußeren Umstände oder spirituelle, dann berührt er die Person am Kopf, wobei er je eine Hand auf beide Seiten der Schläfen legt.


Bruder Fuller erzählt diese Geschichte von der Tribüne bei seinen Treffen:

„In Greenville, Mississippi, wohin ich zu einer viertägigen Bibelkonferenz gegangen war und siebzehn Wochen blieb, wurden die Zähne von über eintausend Menschen geheilt. In der dritten Woche hatten so viele Studenten Zahnfüllungen erhalten, dass schließlich eine Studentin zum Gottesdienst mitgebracht wurde. Dieses Mädchen, sie hieß Ann, hatte dermaßen hervorstehende Zähne, dass ihr oberen Zähne in der Tat aus ihren Lippen herausschauten. Das war einer der schlimmsten Fälle hervorstehender Zähne, die ich je gesehen hatte.

„Ihre Freunde hatten ihr gesagt, dass wenn sie sich vorne in der Kirche zusammen mit den anderen in die Reihe stellen würde, damit für sie gebetet würde, dass sie, ihre Freunde, dann in der ersten Reihen sitzen würden, so nahe bei ihr wie möglich, um ihr moralische Unterstützung zu geben. Sie füllten zwei ganze Reihen aus, und sie waren da, um sie zu unterstützen, als sie sich mit den anderen in die Reihe stellte.

„Ich lege den Menschen, für die ich bete, immer die Hände auf. An diesem Abend stand die Reihe mit dem Gesicht zur Gemeinde, und als ich zu diesem Mädchen kam, sprangen alle ihre Freunde von ihren Sitzen auf und riefen: „Deine Zähne, Ann, schau deine Zähne an!" Natürlich konnte Ann ihre Zähne nicht sehen. Sie stand einfach da und schaute mindestens eine Minute lang von einem Freund zum nächsten, die alle voller Aufregung waren.

„Dann legte sie ihre Finger auf ihre Zähne. SIE WAREN VOLLKOMMEN GERADE. Und Ann legte sich flach auf den Boden. Sie können sich die Aufregung vorstellen, nachdem dies geschehen war. Nach dem, was Gott für Anns Zähne getan hatte, übergaben bei diesem Treffen siebzehn Personen ihr Leben Gott. Einer der siebzehn sagte: „Als ich Gott von Angesicht zu Angesicht gegenübertrat, begann ich mich selbst so zu sehen, wie ich wirklich war, und ich erkannte, dass ich Ihn brauchte, um mein Leben zu erfüllen."


Die folgende Geschichte ist einer der Lieblingsgeschichten von Mrs. Fuller. Sie trägt sie dem Publikum als ein Beispiel für die Wirkung vor, die das Wunder auf eine Gruppe von Menschen hat.


„Wir waren in San Antonio, Texas, in einer freien Kirche. An diesem Abend sollten Zahnprobleme geheilt werden. Ich kümmerte mich um die Babys im Kinderzimmer im hinteren Teil der Kirche, so dass die Teilnehmer frei waren, sich in die Gebetsreihe zu stellen. Das Kinderzimmer hatte ein großes Fenster, so dass man sehen konnte, was vor sich ging. Ich stand dort und hielt ein Baby auf dem Arm und kümmerte mich um ein weiteres, während ich die Reihe beobachtete, die sich am Hauptaltar formierte. Eine gewisse Frau Anderson hatte sich in die Reihe gestellt. Sie war eine Witwe und hatte ein Kind. Sie versuchte sich im Leben mühsam durchzuschlagen, was ihr mehr schlecht als recht gelang. Sie musste so viel arbeiten, dass es schwierig für sie war, die freie klinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, es gab lange Wartezeiten, Verzögerungen etc. und sie hatte sieben große Löcher in ihrem Mund. Bruder Fuller ging schnell die Reihe entlang und berührte jede Person. Als er bei Schwester Anderson vorbeikam sah ich, wie goldenes Licht sie einhüllte. Und die anderen in der Gemeinde sahen es auch, denn da war Aufregung unter den Menschen. Schwester Anderson schien in goldenem Licht zu leuchten. Bruder Fuller bemerkte die Unruhe, drehte sich um und ging zurück zu ihr. Er bat sie, den Mund zu öffnen. Das tat sie, und sieben riesige Goldfüllungen glitzerten in ihrem Mund. Oh, was für eine Begeisterung war da unter den Menschen. Wir waren vor Aufregung elektrisiert. Aber das ist nicht die ganze Geschichte. Auf Gottes Leiter gibt es keine oberste Sprosse. Es gibt in Gott immer neue und noch reichere Erfahrungen auf jedem Gebiet des Bewusstseins. Und da war ein Gefühl der Freude, das in diesen Augenblicken von hoch oben herabkam und den ganzen Raum erfüllte. Diese übernatürliche Freude erfüllte jede Person. Es war wundervoll. Und Monate später schrieb uns der Pastor dieser Kirche, dass die Höhen dieser Heiligen Freude noch immer in der Kirche zu spüren waren. Es gibt keine Grenzen für Gottes Ausdehnung in jedem Bereich unseres Lebensausdrucks. Es geht immer weiter von Herrlichkeit zu Herrlichkeit!"


Viele Tausende von Menschen haben von Bruder Fuller die Geschichte von Mrs. Longs Heilung gehört. Dies sind seine Worte:


„Bei einer Revival-Veranstaltung in Oklahoma City stellte Mrs. Long sich zusammen mit den anderen in die Reihe, damit für ihre Zahnprobleme gebetet würde. Mrs. Long ist eine ziemlich reiche Person mit viel Geld, um zum Zahnarzt gehen zu können. Zu dieser Zeit war sie eine Patientin von Dr. John McLane. Dr. McLane sagte ihr, dass er den Zahn einfach in Ruhe lassen würde, bis er anfangen würde zu schmerzen, und dann würde er ihn ziehen.

„Als ich für sie betete und die Hände auf das Loch legte, war es sofort mit Gold gefüllt.

„Sie war dermaßen aufgeregt durch das, was geschehen war, dass sie am nächsten Morgen sofort zu Dr. McLane ging, um ihm ihre neue Goldfüllung zu zeigen. Sie war in seiner Praxis, als er zur Arbeit kam.

„Im Wartezimmer sagte Dr. McLane zu ihr: ‚Ich wusste gar nicht, dass Sie heute einen Termin haben.‘

„Sie sagte: ‚Nein, ich habe keinen. Ich bin gekommen, um Ihnen etwas zu zeigen.‘ Dann fragte sie ihn: ‚Erinnern Sie sich an das Loch in meinem Zahn?‘

„Er sagte: ‚Natürlich erinnere ich mich daran.‘

„‘Dann schauen Sie einmal‘, sagte sie und öffnete ihren Mund, so dass er die schöne Goldfüllung sehen konnte.

„Er starrte nur auf die Füllung und sagte: ‚Kommen Sie herein.‘ Er führte sie in einen anderen Raum und ließ sie auf einem Zahnarztstuhl Platz nehmen. Er knipste das helle Licht an und nahm sein Vergrößerungsglas. Ungefähr zehn Minuten lang untersuchte er die Füllung genau.

„Dann sagte er: ‚Das ist unmöglich.‘

„‘Was meinen Sie mit unmöglich?‘, fragte sie.

„‘Nun‘, erwiderte er, ‚Diese Füllung sieht so aus, als sei sie geschmolzen worden und dann in das Loch eingefüllt worden. Erst einmal könnten Sie den Schmerz des geschmolzenen Goldes gar nicht ertragen. Und zweitens, wenn das geschmolzene Gold auf den Zahn treffen würde, würde er durch die enorme Hitze zerbersten.‘

„‘Woher haben Sie das?‘, fragte er.

„Dann erzählte sie ihm in allen Einzelheiten, was ihr am Abend zuvor geschehen war. Er wollte wissen, ob er an dem Gottesdienst teilnehmen konnte. Sie versicherte ihm, dass jeder eingeladen war. Dann erklärte sie ihm, dass dieses spezielle Wunder nicht bei jedem Gottesdienst geschieht. ‚Das ist schon in Ordnung. Ich werde jeden Abend hingehen, bis es geschieht‘, erwiderte er.

„Ich traf Dr. McLane an der Kirche bevor der Gottesdienst an diesem Abend begann. Er versicherte mir, dass er ein Christ sei und dass er ohne jeden Zweifel wisse, dass mit Gott alles möglich sei. ‚Und ich habe ausgesprochenes Vertrauen in meine Patientin Mrs. Long. Wenn sie sagt, sie hat die Füllung hier bekommen, dann hat sie sie hier bekommen. Da gibt es für mich keinen Zweifel. Doch ich kann nicht zu meinen Kollegen gehen und ihnen erzählen, dass ich weiß, dass Gott Zähne füllt, bevor ich es nicht gesehen habe. Deswegen bin ich hier‘, sagt er.

„Am dritten Abend von Dr. McLanes Anwesenheit legte ich wieder die Hände auf und betete für diejenigen mit Zahnproblemen. Nach dem Gebet untersuchte ich jeden von ihnen mit einer Taschenlampe und einem Zahnarztspiegel. Da über neunhundert Menschen anwesend waren, benutzte ich ein tragbares Mikrophon, damit jeder hören konnte, was gesprochen wurde. Als ich eine Frau untersuchte, entdeckte ich, dass sich gerade eine Silberfüllung in einem Loch bildete. Ich bemerkte auch, dass Dr. McLane mir über die Schulter schaute.

„‘Sehen Sie, was ich sehe?‘‘ fragte ich ihn. ‚Sehe ich, was ich glaube, dass ich sehe?‘ war seine Antwort. ‚Bruder Fuller, darf ich Ihre Lampe und Ihren Spiegel benutzen und näher kommen, so dass ich es besser sehen kann‘, fragte der Zahnarzt. Die Lampe und der Spiegel wurden ihm gereicht. Ich nahm das Mikrophon aus dem Gestell und hielt es nahe an den Mund des Zahnarztes, so dass alle hören konnten, was er sagte.

„Nach einigem Geflüster in der Gemeinde ‚Das ist Dr. McLane. Das ist Dr. McLane", herrschte völliges Schweigen im Haus. Alle wussten, dass ein Zahnarzt diese Untersuchung durchführte. Jeder wartete darauf, was er zu sagen hatte.

„Dann blickte der Zahnarzt den Evangelisten an und sagte direkt ins Mikrophon: ‚Du meine Güte! Es füllt sich und ich sehe dabei zu!‘ In weniger als einer Minute füllte sich das Loch mit LEUCHTENDEM NEUEM SILBER.

„Beachten Sie Gottes Güte in diesen Gegensätzen. Frau Anderson, von der Ihnen meine Frau erzählte, hatte kein Geld, um zum Zahnarzt zu gehen. Doch Gott kümmerte sich um sie. Mrs. Long hatte jede Menge Geld, um zum Zahnarzt zu gehen, doch sie hatte ein Bedürfnis. Gott erfüllte das Bedürfnis. Ist unser Gott nicht gut! Er achtet nicht auf die Person. Was Er für einen tut, tut Er für alle!"


Kapitel 2

Bestätigungen

Die folgenden Berichte zeichnen ein umfassendes Bild von dem, was geschieht, wenn sich jemand mitten in einer schöpferischen Wundertätigkeit befindet.


Manchmal können Worte nicht ausdrücken, was man sieht oder fühlt. Es ist schwierig, alle Gefühle zu beschreiben, die während der Manifestation Ihrer wundersamen Gabe der Zahnfüllungen, hochkamen. Jemand sagte, er könnte das nicht glauben, ohne es gesehen zu haben. Nun, ich habe es gesehen und nun muss ich gewiss glauben.

Ganz einfach und ohne irgendwelche seltsamen Demonstrationen sah ich Sie für die Menschen beten, die im Immanuel Tempel in einer Reihe standen. Leute, die ich seit Jahren kenne, viele von ihnen sind Mitglieder der Kirche. Ich sah sie, und viele aus unserer Gemeinde sahen sie. Ja, wir sahen, wie sich die Zähne direkt vor uns mit Gold, Silber und Porzellan füllten. Löcher in Zähnen verschwanden völlig. Ein Kind, das nicht in der Reihe stand und für das gar nicht gebetet worden war, hatte plötzlich eine Silberfüllung.

Für mich war und ist das die erstaunlichste Sache, die ich je in meinem ganzen Leben der geistlichen Tätigkeit gesehen habe.

Earl Lee
Pastor des Immanuel Temple
1050 South Hill Street
Los Angeles, CA
2. Juli 1965


Anmerkung des Autoren: Dieses Dokument stellt das präziseste und positivste Zeugnis dar, das in Worten ausgedrückt werden kann. Da es von dem Pastor der Kirche geschrieben wurde, in der die Heilungen stattfanden, lässt es Kritikern oder Skeptikern wenig Raum, etwas zu erwidern.

Es ist nötig, die Zeugnisse in diesem Buch genau durchzulesen. In den Beschreibungen derjenigen, denen dieses Phänomen geschah, gibt es Einzelheiten und Muster und Unterschiede. Ein Studium der verschiedenen Berichte wird zu größerer persönlicher Einsicht in die Arbeit des Geistes bei dieser besonderen Tätigkeit führen und könnte auch gut Hinweise auf Antworten in anderen Gebieten geben.


J. Dunn, Tulare, Kalifornien, 2. Dezember 1965

Ungefähr zwei Monate hatte ich wegen eines großen Lochs in einem Backenzahn unter Schmerzen gelitten. Dann suchte ich einen Zahnarzt auf und bekam einen Termin. Das Loch sollte am Morgen des 24. November gefüllt werden. Doch am Donnerstag Abend, dem 23. November, besuchte ich ein Revival-Meeting, das Evangelist Willard Fuller durchführte. Er betete für mich, und das Loch füllte sich sofort. Ich hielt den Termin am nächsten Morgen ein und erzählte dem Zahnarzt, was Gott für mich getan hatte. Er untersuchte die Füllung und sagte, sie sei gut, und dass alle meine Zähne perfekt waren.

Der Zahnarzt ist _________________ aus Tulare, Kalifornien

Ich kann mit Worten nicht ausdrücken, was das für meinen Glauben bedeutet hat.


Mrs. O. Ruddick, Pueblo, Colorado

DIE ZEIT DER WUNDER IST VORBEI? Glauben Sie das nicht!

Eine Nachbarin lud mich in ihre Kirche ein, als ein Revival mit dem großartigen Evangelisten Willard Fuller stattfand. Wie viele andere wollte auch ich DAS natürlich sehen - zahnärztliche Arbeit, die vor den eigenen Augen geschieht. Ich, die ich seit 25 Jahren Zahnarzthelferin bin, war ein ungläubiger Thomas.

Nach dem Gebet für diejenigen, die in der Reihe standen, schaute ich einigen Leuten in den Mund. Ich sah Goldfüllungen. Gebisse waren angepasst. Entzündetes Zahnfleisch wurde geheilt.

Wir kamen nach Hause. Ich saß mit den Eltern zusammen und sagte ständig (oder vielleicht war es ein Gebet auf meine Art): „Er braucht die Füllungen." Immer wieder untersuchte ich seinen Mund. Dann schaute ich auf die Uhr. Es war 23.10 Uhr. Ich bat den kleinen tauben Jungen, mich hinein schauen zu lassen, denn es war schon spät. Ich, seine Mutter und sein Vater schauten in seinen Mund. Seine Zähne füllten sich langsam in kreisenden Bewegungen und ein weißes Material füllte die Löcher, während wir zuschauten. Ich war so aufgeregt, ich war sprachlos. Mein Gott! Es geschieht. Es gibt immer noch einiges zu tun, aber ich weiß, dass das in Ordnung kommt. Heute morgen untersuchte ich erneut seinen Mund, und etwas mehr von der Füllung war dazugekommen.

Meine eigene Tochter, 9 Jahre alt, hat eine Füllung erhalten. Gott sei Dank hat mir das eine Zahnarztrechnung erspart.

Der Name des kleinen tauben Jungen er des kleinen tauben Jungen, der neben ihm stand, erhielt eine Füllung. Doch warum nicht der taube Junge, der sie so sehr brauchte?

Wir kamen nach Hause. Ich saß mit den Eltern zusammen und sagte ständig (oder vielleicht war es ein Gebet auf meine Art): „Er braucht die Füllungen." Immer wieder untersuchte ich seinen Mund. Dann schaute ich auf die Uhr. Es war 23.10 Uhr. Ich bat den kleinen tauben Jungen, mich hinein schauen zu lassen, denn es war schon spät. Ich, seine Mutter und sein Vater schauten in seinen Mund. Seine Zähne füllten sich langsam in kreisenden Bewegungen und ein weißes Material füllte die Löcher, während wir zuschauten. Ich war so aufgeregt, ich war sprachlos. Mein Gott! Es geschieht. Es gibt immer noch einiges zu tun, aber ich weiß, dass das in Ordnung kommt. Heute morgen untersuchte ich erneut seinen Mund, und etwas mehr von der Füllung war dazugekommen.

Meine eigene Tochter, 9 Jahre alt, hat eine Füllung erhalten. Gott sei Dank hat mir das eine Zahnarztrechnung erspart.

Der Name des kleinen tauben Jungen ist Bobbie Reiss.


Mrs. Mercer

Am Abend des 20. Juni 1965 legten Sie in der Foursquare Gospel Kirche in Moorpark, Kalifornien, meiner Tochter, Connie Sue Mercer, die Hände auf. Im selben Augenblick richtete der Herr ihre gekreuzten Zähne gerade, die im Alter von sechs Jahren krumm gewachsen waren. Sie ist jetzt zehn Jahre alt.

Ich weiß, dass wir es uns mit sieben Kindern niemals hätten leisten können, sie richten zu lassen. Ich bin so glücklich, dass dies meinem Kind widerfahren ist; meine kleinen Kinder lernen, was Gott für sie tun kann, wenn sie Ihm vertrauen.

Dank dem Herrn, der solche wundervollen Geistlichen wie Sie zur Erde gesandt hat.


Pete Adcock, First Foursquare Gospel Kirche
1200 Wooflin Avenue, Amarillo, Texas, 13. Oktober 1965

Gestern abend geschahen in unserem Gottesdienst Wunder, als einige unserer Mitglieder Goldfüllungen in ihren Zähnen erhielten. Andere erhielten Füllungen aus weißem Email, das heller war als der natürliche Zahn. Ein junger Mann hatte einen Schneidezahn verloren. Wir sahen, wie Gott ihm einen neuen schenkte. Diese Dinge sind äußerst erstaunlich, aber, Bruder, sie geschahen direkt vor unseren Augen.


Paul R. Bailey, San Diego, Kalifornien

Ich, Paul Richard Bailey, erhielt am Abend des 28. Juli 1965 bei der Revival Versammlung in San Diego, Kalifornien, zwei Silberfüllungen in meinem Mund, wo zwei Löcher gewesen waren. Außerdem verschwanden drei alte Mischfüllungen, die der Zahnarzt vor vielen Jahren gelegt hatte, völlig, und zurück blieben perfekte, ganze Zähne. Dies geschah in einem Augenblick, als Evangelist Willard Fuller für mich betete.


Anmerkung: Dies ist ein Fall, wo ehemals gefüllte Zähne wieder heil gemacht wurden. Dies ist eine seltene Art von Wunder - doch es verdient erwähnt zu werden, denn es ist in der Tat beachtenswert, dass ungefähr einhundert Menschen bezeugen, dass ihre Füllungen verschwunden waren und ganze, gesunde Zähne zurückblieben.


Pauline Aloisio, 17880 Los Almos Dr., Saratoga. Kalifornien, 21. November 1966

Im Oktober war ich bei einer regulären Zahnuntersuchung und Dr. _________ in Los Gatos zeigte mir auf dem Röntgenbild, dass ich ein Loch in meinem letzten Backenzahn rechts hatte. Ich machte einen Termin am 10. November, damit es gefüllt wird.

In der Zwischenzeit hatte ich von einem Evangelisten gehört, der mit Handauflegen durch Gottes Heilige Kraft Zahnarztarbeit vollbrachte. Es zog mich in die Kirche in San Pablo, Kalifornien, wo Reverend Willard Fuller ein Revival durchführte und wo er als Kanal für Gottes heilende Kraft auftrat.

Die Predigt war sehr begeisternd und erhöhte die Schwingungen aller Anwesenden. Dann folgte die wundervollste Heildemonstration! Nur durch das Auflegen der Hände bei jeder Person wurden deren Zahnprobleme behoben.

Ich konnte es kaum glauben, solange ich nicht sah, wie die Löcher in den Zähnen der Frau neben mir sich vor meinen eigenen Augen mit Porzellan füllten. Einige Leute erhielten Goldfüllungen, und mein Backenzahn wurde mit Silber gefüllt! Ich war immer noch etwas skeptisch, als ich meinen Termin bei Dr. _________ wahrnahm, und er fragte mich, ob ich zu einem anderen Zahnarzt gegangen war, um die Füllung machen zu lassen.

Ich erzählte ihm, was geschehen war, und er sagte: „Ich habe diese Art von Heilung niemals gesehen, aber es liegt mir fern, es nicht zu glauben, jetzt, wo ich das Ergebnis mit meinen eigenen Augen sehe." Und so schrieb er in mein Krankenblatt über das Loch: „gefüllt durch Geistheilung".


Marietta Harmer, Vallejo, Kalifornien

Meine Tochter hatte drei Löcher im Mund. Sie alle füllten sich mit Porzellan, als Bruder Fuller für sie betete.


Anmerkung: Porzellanfüllungen geschehen häufig und sie sind interessant, weil es Füllungen sind, die die meisten Menschen beim „Hineinwachsen" beobachten können. Der Vorgang bei einer Porzellanfüllung ist schnell genug, dass die Veränderung für den Beobachter offensichtlich ist und langsam genug, dass viele Menschen die Möglichkeit erhalten, direkt zuzuschauen. Das angewandte System, um das Füllen zu beobachten ist einfach und hat sich als sehr befriedigend herausgestellt. Sobald feststeht, dass eine Porzellanfüllung allmählich das Loch füllt, werden die direkt dabei stehenden Leute sofort aufgefordert, einen Blick hineinzuwerfen. Zwei oder drei sehen es, treten dann zurück, und lassen die nächsten zusehen. Fünfzig bis sechzig Leute bekommen auf diese Weise die Möglichkeit, bei einer kompletten Zahnfüllung zuzusehen.


Vivian Williams, Louisville, Kentucky

Gott hat auf wundervolle Weise zwei meiner Zähne gefüllt, nachdem Bruder Fuller für die Zahnheilung gebetet hatte. Die eine Füllung besteht aus Porzellan, die andere aus Silber.


Anmerkung: Es ist interessant, zu sehen, dass eine Reihe von verschiedenen Substanzen im selben Mund benutzt werden. Wenn es mehrere Löcher gibt, werden eines oder zwei mit Gold gefüllt und der Rest mit Silber oder Porzellan. Ein Loch wurde mit einer rubinähnlichen Substanz von durchscheinender Beschaffenheit gefüllt. Mehrmals wurde mit Bronze gefüllt. Zweimal sahen die Zuschauer ein platinähnliches durchscheinendes Metall. Zwei kleine Löcher enthielten später Füllungen, die wie Diamanten schimmerten.

Es gibt Fälle, wenn eine Füllung im Heilungsprozess mit einer bestimmten Substanz beginnt und sich später in eine andere verwandelt. Ein Mann hatte eine Mischfüllung, die von einem Zahnarzt während des Zweiten Weltkriegs eingesetzt worden war. Sie war dunkel geworden. Nach dem Gebet bemerkte er, dass die Füllung sich in hell schimmerndes Silber verwandelt hatte. Zwei Wochen später, als er sich eines morgens rasierte, bemerkte er, dass die neue Silberfüllung nun aus hellem, glänzenden Gold bestand! Ähnlich war es bei einer Frau, die von einer Sensation in ihrem Zahn berichtete, der ein Loch hatte. Während viele zuschauten, entdeckte man, dass sich ihr Loch mit einem klebrigen Wachs füllte. Am nächsten Tag nahm sie die Substanz heraus. Sie sah so ähnlich aus wie das Material, das viele Zahnärzte als provisorische Füllung und zum Fixieren von provisorischen Kronen verwenden. Sie schämte sich für das, was sie in ihrer Neugierde getan hatte, und betete darum, dass der Heilungsprozess in ihrem Zahn weitergehen möge. Das Loch füllte sich wieder mit derselben Substanz, einer Substanz, die wie eine provisorische Füllung aussah. Etwa eine Woche später verwandelte sich die Füllung der Frau in ein porzellanähnliches Material und blieb so. Ein neu erschienenes Buch auf dem Markt, in dem der Autor seine Meinung über die Richtigkeit von Heilungen auf der ganzen Welt wiedergibt, beinhaltet eine kurze Geschichte über eine Frau, die angeblich einen von Bruder Fullers Gottesdiensten besucht hatte. Angeblich hatte man ihr gesagt, dass sie eine Füllung in ihrem Loch erhalten hatte, und am nächsten Tag suchte sie einen Zahnarzt auf, der die Füllung herausnahm und berichtete, dass es sich offensichtlich um eine Art provisorische Füllung handele. Mit diesem „Beweis" übergab die Frau die „Fakten" dem Autor, der diesen einen Fall als einzigen Beleg dafür verwendete, seine Anschuldigung, Willard Fullers Tätigkeit sei Betrug, zu „beweisen". Wie gut, dass es mehrere Fälle gegeben hat, wo zuerst eine provisorische Füllung in den Zahn kam, die sich später in eine andere Substanz verwandelte. Solche fadenscheinigen, wenig stichhaltigen Berichte machen es besonders wichtig, vorsichtig zu sein, wenn man sich auf das geschriebene Wort in einem Buch verlässt.

Die Fälle, von denen in diesem Buch berichtet wird oder auf die sich bezogen wird, stammen aus den von den Leuten eigenhändig geschriebenen Zeugnissen, und die meisten davon werden von Zahnärzten und Ärzten bestätigt. Viele der gesammelten Berichte erzählen von dem, was direkt beobachtet wurde, und es sind Berichte von persönlichen Heilungen darunter. Bei Berichten von persönlichen Heilungen ist es klar, dass Fehler passieren. Wenn vierzig oder fünfzig Menschen nach einer einstündigen Predigt zuschauen, kommen sicher gelegentlich Fehler vor. Doch der Fehler liegt gewöhnlich bei der Person, die untersucht wird, nicht bei Bruder Fuller. Er vermeidet es sorgsam, über irgendeinen Beleg einer Heilung zu sprechen und überlässt es der untersuchten Person oder den Zuschauern, es zu entdecken. Es kommt vor, dass eine Person glaubt, sie habe eine Silberfüllung in einem Zahn gehabt, wo jetzt Gold ist, oder eine Goldfüllung, wo jetzt ein gesunder, weißer Zahn ist. Doch die Person hat sich falsch erinnert, und darauf beruht der Fehler. In der Tat hat es in dieser Zeitspanne von acht Jahren sehr sehr wenige solcher Fehler gegeben, und dies ist ebenfalls ein besonderes Phänomen.


Mein Name ist Floyd Adam Le-Jeune. Ich habe die Revival-Gottesdienste besucht, die Bruder Fuller in Jennings, Louisiana, abhielt. Am Abend des 8. Februar diesen Jahres (1970) bat ich Bruder Fuller, für mich zu beten. Ich hatte mir vor knapp zwei Jahren meinen Rücken verletzt. Ich war operiert worden, doch mein Rücken schmerzte immer noch sehr. Als Bruder Fullers Hände mich berührten, spürte ich, wie die Schmerzen vergingen. Gott sei Dank habe ich keine Schmerzen mehr. Ich schreibe dies zwölf Tage danach. Am 9. Februar betete Bruder Fuller für meine Zahnprobleme. Ich hatte Löcher und diese Löcher sind nun gefüllt. Und meine krummen Schneidezähne werden jeden Tag etwas gerader. Ich danke Gott für diese Heilungen.


Der nächste Bericht stammt von Mr. LeJunes Frau, die die Gottesdienste zusammen mit ihrem Ehemann besuchte.

Ich hatte brennende Schmerzen im Magen und konnte kaum etwas essen, ohne dass mir übel wurde. Bruder Fuller betete für mich am Abend des 8. Februar, und im Namen Jesu wurde ich geheilt. Seitdem kann ich wieder alles essen.


Albuquerque, Neu Mexiko

Ich möchte Ihnen diesen Bericht darüber geben, was Gott in einem Revival, das Sie in unserer Kirche, Calvary Assembly of God in Albuquerque, Neu Mexiko, abgehalten haben, für mich getan hat.

Als für mich in der Reihe für Zahnprobleme gebetet wurde, merkte ich nicht, dass irgend etwas geschah. Sie erinnern sich vielleicht daran, dass Sie mir sagten, ich solle nach Hause gehen und mein Zahnfleisch sieben Tage lang zweimal täglich zu putzen.

Das tat ich, und als ich am siebten Tag das Zahnfleisch geputzt hatte, schaute ich nach, was Gott getan hatte. Ich sah, dass das Zahnfleisch vollkommen geheilt war.

Dann sah ich, dass eine der alten Silberfüllungen (von einem Zahnarzt gemacht), die schwarz geworden war, nun in hellgelbem Gold leuchtete. Am nächsten Morgen hatten sich zwei weitere in Gold verwandelt, und am folgenden Tag noch eine, das macht zusammen vier.

Ich danke und preise Gott dafür, dass Er mein Zahnfleisch geheilt und mir diese vier neuen Goldfüllungen geschenkt hat. Das ist Sein Zeichen für mich.


Anmerkung des Autoren: Bei Zahnfleischerkrankungen war es üblich, dass die Person nach dem Gebet für sieben Tage eine bestimmte Zahnfleischpflege macht. Willard Fuller beschreibt es der Person mit den Zahnfleischproblemen in allen Einzelheiten. Es wird angenommen, dass die Einhaltung der Pflege und das Vertrauen der Person, die die Heilung wünscht, zur vollständigen Heilung beiträgt. Viele Leute sagen, dass ihr Zahnfleisch gesund wurde und nach dem Erlebnis auch so blieb.


M.K.C., Dayton, Ohio 45432, 22. August 1967

Alle meine Zähne erhielten Füllungen; sie waren alle beschädigt gewesen. Die zahnärztliche Arbeit, die heute abend in meinem Mund stattfand, ist der Beweis, dass man bei Gottes Werk, wenn er Zähne füllt, zusehen kann.


Anmerkung des Autoren: Ein ganzes Gebiss wurde repariert! Viele Leute erhalten eine komplette Heilung - Säuberung, Reparatur, Füllung und was sonst noch bei einem beschädigten Zahn getan werden muss. Einige haben Termine bei ihren Zahnärzten, damit das erledigt wird, und erhalten dann die Heilung statt dessen in der Gebetsreihe. Von einigen Leuten sind Videobänder angefertigt worden, die zeigen, wie die Reparatur vonstatten geht. Eine Frau hatte gerade eine Diagnose ihres Zahnarztes erhalten, die 500 Dollar kostete. Auf dem Band äußert sie ihre Freude über die sichtbaren Heilungen, die sie gerade beobachtet.


Es folgt ein Heilbericht aus Orange, Texas, während der Gottesdienste im Februar 1970.

„Ich möchte dem Herrn für das Wunder danken, das er für meinen sechsjährigen Sohn Tony vollbracht hat.

Als ich ihn zum Gottesdienst am Samstag Abend, den 21. Februar, brachte, waren alle seine Zähne schwarz, sowohl oben als auch unten. Die beiden Eckzähne waren von Löchern fast völlig zersetzt. In einem der unteren Zähne war ein großes schwarzes Loch. Beide Seiten des Mundes schmerzten, wenn er kaute.

Als wir dabei waren, die Kirche zu verlassen... etwa eine Stunde nachdem Bruder Fuller für ihn gebetet hatte... begann das Schwarz zu verschwinden. Am nächsten Morgen, am Sonntag, waren alle Zähne wirklich perlweiß. Die beiden Eckzähne sind während ich dies schreibe, am 25. Februar, fast völlig gefüllt. Das große untere Loch ist komplett weiß geworden.

Er kann nun ohne jede Beschwerden kauen.

Das Loch in meinem eigenen Zahn füllte sich, und ich habe Bruder Fullers Anweisungen hinsichtlich des Zahnsteins an meinen unteren Zähnen befolgt, und er ist bereits zu einem Viertel verschwunden. Der Zahnarzt hatte mir gesagt, er würde nicht einmal versuchen, ihn zu entfernen, weil das zu schmerzhaft wäre. Gepriesen sei Gott für das Wunder der heilenden Kraft."

Mrs. B.C. Brister


L.K., Santa Rosa, Kalifornien, 16. März 1967

Ich erhielt eine Goldkrone und eine Goldfüllung.


Anmerkung: Es gab Fälle, wo ein einzelner Zahn mit einem großen Loch vollkommen mit Gold bedeckt wurde. In vielen Fällen sehen sie aus wie „Goldzähne". Diese werden als Kronen bezeichnet. Viele Leute, die Gold erhalten, hatten niemals zuvor Gold in den Zähnen. Offensichtlich wird das Loch gesäubert, bevor die Füllung darin platziert wird.

Der folgende Bericht beschreibt sehr lebendig, wie man zusehen kann, wie sich die Zähne füllen.


V.G., Benson, Arizona, 26. März 1965

FÜR ALLE, DIE ES VIELLEICHT BETRIFFT:

Im Oktober 1963 besuchten wir in Colorado Springs, Colorado, eines der Treffen von Evangelist Willard Fuller. Während eines Heilgottesdienstes ging mein Ehemann nach vorne zum Gebet für Zahnheilungen. Er war zuvor beim Zahnarzt gewesen, um zu schauen, was gemacht werden musste. Der Zahnarzt sagte, dass alle alten Füllungen herausgenommen und durch neue ersetzt werden müssten. Und ein Zahn müsste gezogen werden. Er sagte, es würde etwa 300 Dollar kosten. Wir machten einen Termin für später, doch zwischenzeitlich besuchten wir Bruder Fullers Treffen. Mein Mann stand in der Gebetsreihe und ich stand neben ihm. Als mein Mann seinen Mund öffnete, konnte ich den ganzen Vorgang beobachten. Ich sage euch, es war wunderbar, was ich sah! Das erste, was ich sah, war folgendes: ALLE ALTEN FÜLLUNGEN VERSCHWANDEN VOLLKOMMEN! Alle Löcher sahen aus, als seien sie sorgfältig gereinigt worden. Dann sah ich, wie in der Mitte von jedem der drei Löcher ein winziger Fleck erschien, es war wie eine Nadelspitze. Diese wuchsen, bis jeder der Zähne bis obenhin gefüllt war, und dann begannen die Füllungen wie Gold zu funkeln. Der Zahn, der gezogen werden sollte, war nur halb mit Gold gefüllt.

Das war uns ein Rätsel, bis mein Mann seinem Nachbarn davon erzählte, der sagte, das das ein Zahnarzt gemacht haben müsse. Wir fragten ihn, ob er einen Zahnarzt kenne, der nur eine halbe Füllung legen würde. Nun wissen wir, weshalb Gott es auf diese Weise tat.

Dieses Wunder fand im Jahre 1963 statt. In den vergangenen zwei Jahren hatte mein Mann keinerlei Beschwerden. Diese anhaltende Arbeit wurde in weniger als einer Minute vollbracht.

Gepriesen sei der Herr für Geistliche wie Bruder Fuller, die sich vom Herrn für die Herrlichkeit Gottes benutzen lassen.


Der folgende Bericht von einem Gottesdienst in San José im November 1967 stammt von Patricia Settles.

Am Donnerstag Abend war die Kirche voll und ich würde schätzen, dass etwa einhundertzwanzig Leute erschienen waren, um sich heilen zu lassen - sie füllten den Altarraum und den Mittelgang zu etwa zwei Dritteln vom Altar aus. Alles geschah genauso wie in den anderen Gottesdiensten. Nach dem Handauflegen bat uns Mr. Fuller, noch zu warten, bis er jedem in den Mund geschaut habe. Da war eine Frau, die Gold in ihre Zähne bekommen hatte, und Mr. Fuller untersuchte sie und bestätigte es. Daraufhin legte sie sich auf eine Bank, den Kopf auf dem Schoß eines Freundes, und wir schauten in ihren Mund und sahen zu, wie das Gold ihren Zahn füllte. Eine andere Frau hatte fast schwarze Zähne vorne im Mund, und ich sah zu, wie sie weiß wurden. Mehrere Kinder mit Löchern hatten nach dem Handauflegen keine Löcher mehr. Da war noch viel viel mehr, doch ich war nicht nahe genug, um es zu sehen, doch ich habe gehört, dass etwa ein Drittel dieser Gruppe während dieses Gottesdienstes Zahnheilungen empfing.

Fast alle meine Zähne hatten Füllungen von dem Metall, das schwarz wird. Ich hatte einen große Zahn, der fast völlig mit dieser Art von Metall gefüllt war, doch nun war ein Eckstück weggebrochen, und dies war der Grund, weshalb ich zur Heilung gekommen war. Der Zahn war nach einer langen Wartezeit, dass Mr. Fuller meinen Mund untersuchen würde, nicht gefüllt worden. Die Gedanken, die mir durch den Kopf gingen waren keine Gedanken der Enttäuschung, sondern Gedanken der Freude darüber, dass so viele diese wunderbare Segnung neuer Zähne und neuer Füllungen erhalten HATTEN. Als er in meinen Mund schaute, bat er mich, ebenfalls zu schauen. Es war ganz und gar erstaunlich, die schwarzen Füllungen in den unteren Zähnen der linken Seite meines Kiefers hatten sich in ein helles Silbergold verwandelt, und ein Zahn in der rechten oberen Hälfte war golden. Ich wusste, dass ich keinerlei Goldfüllungen hatte, aber vielleicht, dachte ich, hatte ich es vergessen. Ich überprüfte das mit meinem Zahnarzt, und seine Röntgenaufnahmen zeigten keine Goldfüllungen, ebensowenig wie seine Aufzeichnungen, sondern nur Amalgamfüllungen (ich glaube, das sagte er). Der Zahn, von dem ich gehofft hatte, dass er gefüllt würde, war nicht gefüllt, aber die schwarze Substanz hatte sich in helles Silber verwandelt. Am Mittwoch gingen wir wieder hin, weil ich die Fullers gerne anhören wollte. Es drängte mich, am Donnerstag Abend hinzugehen, denn ich wusste, er würde für Zahnheilungen beten. Alles mögliche - einschließlich der Probleme mit dem Auto - geschah, um ich abzuhalten - ich wusste, dass ich hingehen musste, obwohl ich schon eine halbe Stunde zu spät dran war, doch das innere Drängen war zu groß, um ihm nicht zu folgen. Die Lieder waren vorbei, die Predigt war gehalten, dann das abschließende Lied, und es gab keine Ankündigung von Heilungen. Er hob die Hände für den Segen und lächelte seine Frau an und sagte ihr, dass sie die Zahnheilungen ansagen sollte. Ich wusste es, ich wusste es - er sollte heilen. Es waren nicht viele Leute da, und etwa die Hälfte ging nach vorne - ich bezweifle, dass es dreißig waren, aber alle, die nach vorne kamen, erhielten irgendeine Art von Zahnheilung. Bei einem kleinen Mädchen wurden die oberen und unteren Zähne gerade gerichtet - ihre Mutter sagte, dass die entsprechende zahnärztliche Arbeit auf ungefähr eintausend Dollar geschätzt worden war - das konnte die Familie nicht bezahlen. Ein Geschäftsmann hatte einen gebrochenen Schneidezahn, der eine Füllung erhielt - ich schaute dabei zu. Die Frau, die beim ersten Gottesdienst die Goldfüllungen erhalten hatte sagte, sie habe seither fünf weitere erhalten.

Es wurde wiederum für mich gebetet und ich erhielt eine weitere Goldfüllung in der oberen rechten Seite sowie eine winzige Goldfüllung an der Basis des Zahnfleisches an einem unteren Zahn der rechte Seite. Meine Silberfüllungen in der oberen linken Seite meines Mundes waren alle poliert und glänzten.

Patricia Settles


Anmerkung: Während der Treffen in Miami erhielten einige Wissenschaftler der NASA in Cape Kennedy Zahnheilungen. Sie haben ihre Berichte auf Band aufgenommen, zusammen mit einigen anderen Leuten, die Wunder und Heilungen empfingen. Das Band ist nur fünfzehn Minuten lang, jedoch höchst eindrucksvoll.


M.G., Amarillo, Texas

Am Dienstag, 28. September 1965, besuchte ich einen Revival-Gottesdienst. Der Evangelist Fuller legte mir die Hände auf, wie bei vielen anderen, und betete um Zahnfüllungen. Gott vollbrachte für viele Wunder. Er schenkte mir sieben riesige Goldfüllungen. Am nächsten Abend bestand die geistige Segnung in der Erfahrung der Taufe im Heiligen Geistes. Ich spürte eine Sehnsucht nach mehr spirituellen Erfahrungen, und auf einmal sprach ich für mehrere Minuten in Zungen. Zur selben Zeit war meine Arthritis völlig geheilt.


L.Q.K., Amarillo, Texas, 14. Oktober 1965

Vorgestern Abend waren meine Kinder in der Reihe zur Heilung, als Bruder Fuller ihnen zur Zahnheilung die Hände auflegte.

Viele Leute einschließlich meiner Kinder erhielten alle Arten von Füllungen in ihren Zähnen. Mein Sohn, P., 13 Jahre alt, hatte einen der oberen Schneidezähne verloren. Er wurde von Dr. ______ aus Amarillo gezogen. Direkt vor unseren Augen erhielt er einen neuen Zahn. Er ist wunderschön weiß und ist in jeder Hinsicht ganz perfekt. Bevor wir den Altar verließen war er bereits zur Hälfte gewachsen.

Wir danken Gott für Seine Liebe und Seine Sorge um Seine Kinder. Und wir preisen Ihn dafür, dass es Männer des Glaubens wie Bruder Fuller gibt, denen Gott diese wunderwirkende Gabe geschenkt hat.


F.T. Chatsworth, Kalifornien, März 1967

Ich erhielt fünf Silberfüllungen und eine Goldfüllung, die von einem Zahnarzt untersucht wurden, der sagte, dass sie nicht mit Werkzeug gemacht worden seien, sondern es habe den Anschein, dass sie wie Lava eingefüllt worden seien. Er sagte, es gebe seines Wissens nach kein Gold wie dieses in der Füllung auf der Erde. Ich hatte Röntgenaufnahmen machen lassen, bevor meine Zähne gefüllt wurden. Mein Zahnarzt bestätigt diesen Teil meines Berichtes, obwohl er selbst nicht dabei war, als die Füllungen eingefüllt wurden. Sie waren Wunder, die sich in einem Augenblick bildeten.


M.H., Alameda, Kalifornien, 1. März 1967

Einer meiner Söhne bekam heute Abend von Gott zwei Zahnfüllungen. Mein anderer Sohn verlor seine ersten Zähne vor ungefähr drei Jahren, und die neuen Zähne erschienen nie. Es war nicht ein einziger unter dem Zahnfleisch zu sehen. Heute Abend schenkte Gott ihm diese Zähne, sie kamen ganz heraus.


N.B., Greenfield, Kalifornien, 16. Februar 1967

Gott füllte einen meiner Zähne. Er richtete auch meine beiden Schneidezähne gerade. Jeder konnte leicht sehen, wie weit sie hervorstanden. Doch nach dem Gebet waren sie völlig gerade.


Mrs. J.J., Soledad, Kalifornien, 16. Februar 1967

Es wurde für mich gebetet und einige Minuten später beobachtete ich, wie die Heilung begann. Die Leute um mich herum sahen auch zu, wie sich neues Weiß in einem sehr großen Loch zu bilden begann. Jemand sagte, es sehe so aus, als ob mein Zahn neues Porzellan herausschwitzen würde. Ich erhielt außerdem sechs neue Zähne.


E.F., Lancaster, Kalifornien, 31. Januar 1967

Mit Hilfe von zwei Spiegeln beobachtete ich, wie zwei Silberfüllungen sich in Gold verwandelten. Ein anderer Zahn hatte ein Loch, aus dem vor einigen Wochen die Füllung herausgefallen war. Dieses Loch füllte sich mit dem, was offensichtlich das natürliche Element ist, aus dem Zähne bestehen.


Anmerkung des Autoren: Einige Berichte über Füllungen und Reparaturen von Zähnen stammen von Leuten, deren Zahnärzte die Löcher nicht füllen konnten bzw. den Zahn nicht retten konnten. Nachdem die Zahnärzte festgestellt haben, dass sie den Zahn nicht selbst reparieren können, erscheint die geistige Heilung noch erstaunlicher.

 

D.G., Daytona Beach, Florida, Mai 1968

Ich wurde nach dem Gebet in den Gottesdienst mit Willard Fuller mit zwei schönen Goldfüllungen gesegnet. Mein eigener Zahnarzt bestätigt, dass die Goldfüllungen nicht von ihm stammen. Ich spürte ein Kribbeln unten in meinem Mund. Es war ein schönes Erlebnis und ich werde es niemals vergessen.


V.H., Spring Valley, Kalifornien, 15. August 1965

Ich trage ein Gebiss. Es war so lose und ich hatte so viele Schwierigkeiten damit, dass ich daran dachte, ein neues machen zu lassen. Doch Bruder Fuller betete für mich am 4. August. Zwei Tage später saßen sie so fest wie echte Zähne. Eine Woche später aß ich Mais vom Kolben, was ich seit soooo langer Zeit nicht mehr hatte tun können.


D.B., Columbus, Ohio, August 1967

Ich bat darum, dass die Schmerzempfindlichkeit bei zwei Zähnen und der Zahnfleischschwund um meine Zähne herum geheilt werde. Als Bruder Fuller meine Zähne untersuchte, fragte er mich, ob ich irgendwelche Goldinlays hätte. Ich sagte: nein, alle meine Füllungen waren aus Silber. Ich schaute durch den Spiegel in meinen Mund und sah sieben riesige Goldfüllungen. Mein Mund ist vollständig geheilt.


Mrs. F.B., Oildale, Kalifornien, 1967

Vor einiger Zeit fiel mir mein Gebiss herunter, als ich es reinigen wollte, und mein oberer Schneidezahn brach heraus. Als ich es reparieren ließ, hatte ich keinen richtigen Biss mehr.

Während Bruder Fuller für die Menschen in der Reihe betete, spürte ich, dass tatsächlich irgend etwas in meinem Mund geschah. Ich war nicht in der Reihe, aber ich saß ganz vorne in der Nähe der Reihe. Ich biss auf die Zähne und der Biss war perfekt. Mit dem fehlerhaften Biss hatte ich mir oft auf die Unterlippe gebissen, die mehrere Monate lang entzündet gewesen war. Meine Lippe wurde ebenfalls geheilt.


Margaret Ellen Bowery, Moundsville, W.V., 2. November 1969

Drei meiner Zähne bekamen Silberfüllungen und vier wurden mit einer porzellanartigen Substanz gefüllt. Die Füllungen meiner sieben Löcher ist wirklich ein herrliches Wunder. Heute ist mein Geburtstag, und ich danke Gott für diese Segnung. Und bei meiner neunjährigen Tochter erschien nach dem Gebet ein Zahn. Nachdem sie ihre ersten Zähne verloren hatte, war der neue Zahn nie nachgewachsen.


H.L., Holy City, Kalifornien, 4. August 1966

Jahrelang hatte ich mein Gebiss wenn ich von der Arbeit nach Hause kam entweder über Nacht oder bis ich das Haus wieder verließ immer sofort in den rosa- und blaufarbenen Becher zu Bett gelegt. Das war so bis zum Donnerstag, den 28. Juli 1966. Eine Freundin bat mich, sie zu einem Treffen zu begleiten. Der Herr kümmerte sich durch Bruder Fuller an diesem Abend um die Zahnprobleme aller, die darum baten und die Hilfe brauchten.

Am nächsten Morgen, als ich mich für den Tag zurechtmachte, schaute ich in den Spiegel und sagte: „Der Herr hat sich um meine Zahnprobleme gekümmert." Ohne großes Federlesens setzte ich mein Gebiss ein und alles war in Ordnung. Es passte wie nie zuvor. Kein Klick, kein Klack. Überhaupt keine Probleme mehr.


S.C., Sylmar, Kalifornien, 29. April 1967

Ich war gerade beim Zahnarzt gewesen und hatte eine Befestigung bekommen, bevor ich die Zahnspange bekommen sollte. Der Zahnarzt sagte, ich würde die Zahnspange etwa zwei Jahre lang tragen müssen. Bruder Fuller betete für mich. Gott tat das Werk. Meine Zähne sind gerade und perfekt.


Nancy E., San Diego, Kalifornien, 28. Juli 1965

Mein Sohn hatte eine Lücke zwischen den oberen Schneidezähnen. Als Willard Fuller für ihn betete, bewegten sich die beiden Zähne sofort zueinander.


Bruder Fuller erzählt diese Geschichte:

„Im Dezember 1969, während ich in Baton Rouge, Louisiana, tätig war, kaufte ich mit meiner Frau in einem Kaufhaus ein. Im zweiten Stock des Geschäftes kam ein Mann auf mich zu, der sich später als der Geschäftsführer vorstellte.

„‘Reverend Fuller‘, sagte er, ‚ich bin mir fast sicher, dass Sie sich nicht an mich erinnern werden. Ich war bei einem Ihrer Gottesdienste in der Gentilly Church of God in New Orleans vor knapp zwei Jahren.‘ Nachdem wir uns die Hand gereicht hatten, sagte er: ‚Ich möchte Ihnen gerne erzählen, was in diesem Gottesdienst geschah.‘

„‘Wir kamen zu Ihrem Treffen in New Orleans, weil unser Sohn Gary, der damals dreizehn Jahre alt war, eine Zahnspange trug und bei einem Kieferorthopäden in Behandlung war. Der Arzt sagte uns, dass er die Zahnspange drei Jahre lang würde tragen müssen, und dass er jede Woche zur Klinik kommen müsse, um die Zahnspange anzupassen. Das Ganze würde 900 Dollar kosten. Er hatte die Spange schon ein Jahr lang getragen.

„‘In Ihrem Gottesdienst wurde er geheilt und seine Zähne wurden auf wundersame Weise gerade gerichtet. Wir brachten ihn sofort zum Kieferorthopäden, der die Zahnspange abnahm und sagte, dass keine weitere Behandlung nötig sei.

„‘Ich möchte Ihnen nur sagen, dass uns dieses Wunder finanziell betrachtet 600 Dollar gespart hat sowie all die Zeit und die Mühe der wöchentlichen Besuche beim Arzt, der uns nie garantieren konnte, dass Garys Zähne so schön und gerade sein würden, wie sie es jetzt sind.‘

„Der Name des Vaters ist Kenneth DeZwaan und seine Adresse ist 1347 Tara Blvd., Baton Rouge, Louisiana."


EIN ZEUGNIS, DAS ANDEREN HELFEN SOLL, VERTRAUEN ZU FASSEN UND ZUR EHRE GOTTES

Larry Carter, 12109 Golfside, Tampa, Florida

Während des Treffens, das EVANGELIST WILLARD FULLER in der Kirche von Tampa am Abend des 21. März 1968 durchführte, geschah mir folgendes:

Dank sei dem Herrn. Fünf Füllungen, die sich vorher dunkel verfärbt hatten, wurden golden. Eine seitliche Füllung, die dunkel und schwarz war, und die zerfallen zu sein schien (sie war vor der Kirche untersucht worden) verwandelte sich in helles, neues Silber. Das war der rechte Backenzahn. Gepriesen sei der Herr!


B.J.A., Springfield, Ohio, 15. August 1964

Ich sah dabei zu, wie meine Mutter eine Zahnheilung empfing, als ich in meinem eigenen Mund etwas Seltsames spürte. Ich setzte mich auf meinen Stuhl und schaute in meinen Klappspiegel. Ich sah, wie meine sehr krummen unteren Zähne sich stetig bewegten bis sie gerade waren. Ich war nie bei einem Zahnarzt gewesen und es war nicht für mich gebetet worden. Jeder wusste, dass ich schlimme hervorstehende Zähne hatte.


G.G., Benicia, Kalifornien, 18. Januar 1967

Bruder Fuller betete für mich und ich habe von Gott einen nagelneuen Zahn bekommen. Der Zahn war vor sechs Jahren ausgefallen und nun ist er da!


Mein Name ist Rebecca Cornwell. Ich lebe in Jennings, Louisiana. Während der Revival Gottesdienste im Februar 1970 betete der Evangelist für mich. Seit ich meine ersten Zähne verloren hatte, war ich nie bei einem Zahnarzt gewesen. Bis jetzt hatte ich nie Löcher in den Zähnen gehabt. Doch mein Backenzahn hatte ein großes Loch. Nach dem Gebet spürte ich etwas sehr Seltsames. Als wir in meinen Mund schauten, fanden wir eine schöne Silberfüllung vor.


Deanie Spell, Jennings, Louisiana, 8. Februar 1970

Mein Zahnfleisch war sehr rot und geschwollen. Jedesmal, wenn ich meine Zähne putzte, blutete das Zahnfleisch. Bruder Fuller betete für mich und der Herr heilte mich. Jetzt ist mein Zahnfleisch rosa und fühlt sich großartig an.


Im ersten Brief an die Korinther, Kapitel 12, Vers 8-12, lesen wir: Dem einen nämlich wird durch den Geist das Wort der Weisheit verliehen, dem andern das Wort der Erkenntnis nach demselben Geist, einem andern der Glaube in denselben Geist, einem andern die Gabe zu heilen in dem einen Geist, einem andern machtvoll wirkende Kräfte, einem andern Prophetengabe, einem andern Unterscheidung der Geister, einem andern Arten des Zungenredens, einem andern Auslegung der Zungenreden. Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist, der einem jeden zuteilt, wie er will. Denn wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obschon ihrer viele sind, doch einen Leib darstellen, so auch Christus.

In Willards geistlicher Tätigkeit haben sich alle Gaben des Geistes, die in der Bibel beschrieben sind, früher oder später durch ihn manifestiert. Einige Male kam es vor, dass er, als er eine völlig fremde Person ansah, den Namen dieser Person und ihre Krankheit benennen konnte. Dann legte er dieser Person die Hände auf und heilte sie. Es gab Zeiten, als er Prophezeiungen sprach und die Dinge, die er sagte, geschahen später. Es kommt vor, dass er weiß, wer wirklich eine Zahnheilung empfangen hatte, ohne die Person zuvor untersucht zu haben.

Interessant ist die Tatsache, dass Willard jederzeit und überall um Heilung von Krankheiten und Beschwerden betet und die Menschen geheilt werden, dass er aber nicht um die Heilung von Zahnbeschwerden betet, wenn ihm nicht „gesagt" wird, dass er dies tun soll. Manchmal wird jeden Abend um die Heilung von Zahnproblemen gebetet, manchmal nur zweimal innerhalb von zwei Wochen. Die einzige Erklärung, die der Evangelist gibt, ist, dass ihm „gesagt" wird, wenn er es tun soll. Es ist angemessen, dieses „WISSEN", das zu ihm kommt, durch eine Geschichte in den eigenen Worten des Geistlichen deutlich zu machen, die dieses „WISSEN" beschreibt, das zu ihm spricht. Denn es ist nicht das gleiche Erlebnis wie bei einer Gelegenheit, als er tatsächlich eine Stimme von außerhalb seiner selbst zu ihm sprechen hörte. Hier ist die Geschichte:


„Ich erinnere mich daran, dass mein Vater, als ich etwa elf Jahre alt war, die einzige Autowerkstätte in unserer kleinen Stadt Grant Parish, Louisiana, besaß. Es waren die Tage des Ford „T"-Modells, und wir hatten einen angestellten Mechaniker. Mein Vater war selbst ein ziemlich guter Mechaniker.

„An einem Tag wollte mein Vater sein eigenes „T"-Modell tunen. Das „T"-Modell hatte vier hölzerne Spulen, eine für jeden der vier Zylinder. Auf jeder Spule saß ein T-förmiger Aufsatz. Wenn der Motor nicht lief konnte man den Zylinder durch die Kurbel am Zündpunkt zum Feuern bringen; an diesem Zündpunkt machten die Spulen einen summenden Ton. Wir nannten diesen summenden Ton „singen". Mit einer Schraube auf den Spulen konnte man den singenden Ton verändern.

„Ich erinnere mich, dass Dad jeden der Punkte sorgfältig einstellte und dann versuchte, den Motor zu starten. Wenn er überhaupt anging, setzte der Motor aus und hüpfte, weil die Punkte nicht richtig eingestellt waren. Dann wurde das Ganze wiederholt. Nach einigen erfolglosen Versuchen sagte ich zu ihm: ‚Daddy, die Spulen singen nicht den richtigen Ton.‘ Er antwortete, dass ich wohl Recht haben müsse, denn der Motor lief nicht wie er sollte, und dann versuchte er wieder, die Spulen einzustellen.

„Zuerst lockerte er die Schraube auf der ersten Spule und schraubte sie bis zu dem Punkt fest, wo er glaubte, dass sie sein sollte. Als er mit der nächsten Schraube weitermachen wollte, unterbrach ich ihn.

„‘Daddy, die erste Spule singt nicht richtig‘, sagte ich. Dad schaute mich an. ‚Sohn, mach du es‘, sagte er. ‚Mach, dass sie singt, wie Du glaubst, dass es sein soll.‘

„Ich fasste die Schraube an, und ohne zuerst zu wissen, wie herum ich sie drehen musste, lockerte ich sie. Der singende Ton wurde tiefer und ich erkannte, dass ich falsch herum gedreht hatte. Dann befestigte ich die Schraube. Ich hörte, wie der Ton höher wurde. Ich befestigte sie stärker, über dem Ort, wo mein Vater sie befestigt hatte. Jetzt war sie an dem Ort, wo sie für mich richtig klang. ‚Jetzt ist sie richtig‘, verkündete ich.

„Dad war skeptisch, doch ohne etwas zu sagen setzte er die Kurbel an die zweite Zündposition. ‚Jetzt mach, dass diese richtig singt‘, sagte er.

„Als ich den Punkt bei der zweiten Spule zu meine Zufriedenheit eingestellt hatte, sagte mein Vater: ‚Sohn, diese singt nicht wie die erste.‘ ‚Aber so soll sie klingen‘, antwortete ich.

„Wir machten dann mit der dritten und schließlich mit der vierten Spule weiter. ‚Ich glaube, jetzt wird er laufen‘, sagte ich zu meinem Vater.

„Er startete den Motor. Er lief perfekt. Dad staunte. ‚Sag mir, Sohn, woher wusstest du so genau, wie jede Spule singen muss‘, fragte er.

„Ich zuckte mit den Schultern. Ich wusste nicht, was ich ihm antworten sollte. ‚Ich habe einfach jede so eingestellt, wie sie klingen soll‘, war alles, was ich ihm je erklären konnte. Ich wusste ganz einfach, wann es richtig war.

„Am nächsten Tag hatte unser Mechaniker dasselbe Problem mit einem anderen „T"-Modell. Dad erzählte ihm, was am Tag zuvor geschehen war. Er rief mich vom Spiel mit den Nachbarskindern. ‚Stell diese Spulen ein, wie du es gestern gemacht hast‘, sagte mein Vater. Das tat ich. Das Auto lief tadellos.

„Innerhalb einer Woche hatte ich die Spulen für mehrere Leute in unserer Nachbarschaft eingestellt. Und innerhalb eines Jahres wusste jeder, dass Mr. Fullers Junge im ganzen Bezirk der Beste im Einstellen des „T"-Modells war. Einige Männer fuhren meilenweit zu uns, damit ihre Spulen ‚richtig singen‘ würden.

„Ich weiß immer noch nicht, wie ich das fertigbrachte. Ich tat es einfach und es war in Ordnung."

 

Kapitel 3

Was andere Geistliche sagen

Wenn der Öffentlichkeit durch den Geistlichen, in dessen Gottesdienstes Heilungen geschahen, Heilungsberichte mitgeteilt werden, ist es für den privaten Skeptiker oder dem berufsmäßigen Spötter nicht schwer, die Berichte zu diskreditieren. Sie können leicht argumentieren, dass der Geistliche einfach nur Werbung für seine Gottesdienste machen will und man deshalb erwarten kann, dass er zur Übertreibung neigt. Wenn die Person, die die Heilung empfangen hat, selbst berichtet, ist es schwieriger, den Bericht zu diskreditieren, doch der bekennende Skeptiker erwidert gewöhnlich, dass die Menschen in der Aufregung und Inbrunst religiöser Ekstase sich manchmal Dinge einbilden, die gar nicht geschehen sind. Das kann durchaus so sein und ist gelegentlich zweifellos der Fall. Doch es bleibt die Tatsache bestehen, dass viele der Zeugnisse, die Bruder Fuller erhalten hat, Stunden, Tage und manchmal Wochen nach den Gottesdiensten, in denen die Heilungen geschahen, geschrieben wurden. Auch besteht mit vielen von denen, die in den vergangenen Jahren Füllungen erhalten haben, eine Korrespondenz. Die meisten von ihnen haben ihre Füllungen immer noch.

Wenn ein Mann mit Löchern in den Zähnen, die er niemals füllen ließ, plötzlich Gold- oder Silberfüllungen vorfindet, und wenn er diese Füllungen Jahre später immer noch besitzt, dann ist er entweder der Empfänger eines bemerkenswerten Geschenkes oder er ist das Opfer einer bemerkenswert lang anhaltenden Aufregung und Inbrunst. Besonders, wenn sein Zahnarzt (der den Gottesdienst nicht besucht hat und der daher nicht von Aufregung und Inbrunst berührt war) hinterher die Füllungen untersucht und erklärt, dass sie gut sind!

Die medizinische Wissenschaft erklärt jedoch häufig, dass der Patient, weil er ein Laie und damit mit den medizinischen Begriffen und Bedingungen nicht vertraut ist, rechtlich nicht kompetent ist, Zeugnisse über seinen eigenen physischen Zustand auszustellen! Obwohl diese Erklärung von seiten des medizinischen Berufsstandes recht eitel und tyrannisch zu sein SCHEINT, ist sie wiederholt in Rechtsfällen über „unorthodoxes" Heilen aufrechterhalten worden. Der Autor hielt es daher für ratsam, die Zeugnisse von einigen der Geistlichen hinzuzufügen, in deren Kirchen die Heilungen stattfanden. Diese Männer, die nicht dem medizinischen Berufsstand angehören, sind neutrale Beobachter, bei denen man sich darauf verlassen kann, dass sie ohne Befangenheit oder Emotion über die Dinge berichten, die sie gesehen und erlebt haben.


Leo und Lila Harrison, Pastoren, Foursquare Kirche,
747 West Inyo Street, Tulare, Kalifornien, 28. November 1965

Wir sind am Beginn der zweiten Woche eines wundervollen Revivals, das von Evangelist Willard Fuller gehalten wird.

Wir haben mit unseren eigenen Augen gesehen, wie herrliche Wunder stattfanden, als Zähne sich füllten. Unsere Schwiegertochter, eine Zahnarzthelferin, sah bei diesem Wunder zu. Ein junger Mann aus unserer Kirche hatte einen Termin bei seinem Zahnarzt, um ein Loch füllen zu lassen, doch am Abend zuvor füllte Gott es. Am nächsten Tag wurde es durch den Zahnarzt bestätigt. Eine junge Frau aus der First Christian Church erhielt einen ganzen Mund voller Silberfüllungen. Ein kleines Kind, das nie zuvor beim Zahnarzt gewesen war, erhielt eine große Silberfüllung. Mehrere Leute erhielten Goldfüllungen. Bei einer unserer Frauen war das sonst locker sitzende Gebiss plötzlich fest. Viele andere haben diese Wunder empfangen und beobachtet.

Viele Leute sind vom Heiligen Geist über und über erfüllt worden, und sehr viele sind von vielen verschiedenen Arten von Beschwerden geheilt worden.


Es folgen Beispiele von Zeitungsausschnitten, nach denen viele Leute mit der Zeit Ausschau hielten, um zu erfahren, wann Bruder Fuller in der Nähe ist.


Reverend Daniel Hjerstedt, Pastor, Full Gospel Revival Center,
3421 Wilson Road, Bakersfield, Kalifornien 93309

Wir sind in der dritten Woche eines Revivals, das Evangelist Willard Fuller leitet.

Bruder Fuller hat die ungewöhnliche geistliche Tätigkeit von Wundern und Heilungen und Handauflegen übernommen, um den Heiligen Geist zu empfangen. Das Ausmaß seiner Tätigkeit in Bezug auf Zähne ist erstaunlich. Über einhundert Menschen haben Füllungen in ihren Zähnen erhalten - einige in Gold, einige in Silber und einige Porzellan. Manche Zähne wurden einfach wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Krumme Zähne wurden gerade gerichtet und Gebisse wurden gefestigt. Mehrere Menschen bezeugten, dass neue Zähne dort wuchsen, wo vor mehr als fünfzehn Jahren welche gezogen wurden.

Seelen wurden gerettet, und wir haben Wunder beobachtet, die Heilung von vielen anderen Beschwerden brachten.


THE MUSICAL HART'S, P.O. Box 44, Paramount, Kalifornien 90723, 28. April 1967

Ich möchte Ihnen gerne von einer Revival-Veranstaltung mit Evangelist Willard Fuller, P.O. Box 975, Mountain View, Kalifornien 94940, erzählen, an der wir die letzten beiden Wochen teilgenommen haben.

In den sechsundzwanzig Jahren meiner vollen Gospeltätigkeit habe ich die Kraft Gottes viele wundervoll und manchmal verblüffende Dinge tun sehen, aber das war nichts gegen das, was unsere Leute und wir bei der Tätigkeit dieses Mannes sahen. Direkt vor unseren Augen füllten sich Zähne mit Gold, Silber und Porzellan - nicht nur an einem Abend, sondern jeden Abend. Mehr als zweihundert Menschen haben dieses Wunder innerhalb von zwei Wochen empfangen. Gestern Abend erhielt ein Mann sieben Silber- und zwei Goldfüllungen. Es geschieht auf eine Weise, dass kein Zweifel bestehen bleibt.

Ich, als Pastor der Musical Heart's Kirche, habe so viele Mischfüllungen gesehen, die sich in Silber und Gold verwandelten, dass in mir der Wunsch entstand, dass Gott auch mich mit dieser Verwandlung segnet. Er tat es! Ich erhielt drei wunderschöne Goldfüllungen.

Wir haben viele andere Heilungen beobachtet. Es wurde für eine fettleibige Frau gebetet, und innerhalb von zwei Tagen änderte sich Kleidergröße von 50 zu 24. Sie nimmt immer noch ab und fühlt sich wohl.

Außerdem ist er ein richtiger Bibelexperte und er ist wirklich mit der Fähigkeit gesegnet, die Menschen mit dem Heiligen Geist zu erfüllen. Er hat an einem Abend mehr Menschen mit dem Heiligen Geist getauft wie irgendein andere Evangelist während einer kompletten Veranstaltung. Ich beobachtete, wie fünfundzwanzig Leute innerhalb von zehn Minuten, als er ihnen die Hände aufgelegt hatte, die Taufe empfingen. In dieser Hinsicht der geistlichen Tätigkeit halte ich diesen geisterfüllten Baptisten für einen der größten Evangelisten im heutigen Amerika.

Ich empfehle Bruder Fuller von Herzen jeder Kirche, in der ein Revival benötigt wird, denn ich weiß, dass seine Tätigkeit Vertrauen und Enthusiasmus schafft.

Im Namen Christi,
Evang. Doyle L. Hart


24. September 1969

AN ALLE, DIE ES BETRIFFT:

Dieses Schreiben ist eine Danksagung für die Art, wie Gott sich in unserer Kirche durch die Tätigkeit von Evangelist Willard Fuller bewegt.

Bruder Fuller begrüßte mich in der Vorhalle unserer Kirche am Sonntag Morgen, dem 14. September, kurz nachdem die Sonntagsschulklassen begonnen hatten. Er stellte sich als jemand vor, der vom Herr gesandt worden war, und sagte, dass durch seine Tätigkeit Zähne sich füllen und andere Zahnprobleme behoben würden.

Nach einem kurzen Gespräch schlug ich vor, dass Bruder Fuller den Morgengottesdienst abhalten solle und dass wir von da ab Gott die Führung überlassen. Als der Gottesdienst zu Ende war, kündigten wir die Gottesdienste für die folgende Woche an.

Wir sind gerade dabei, in die dritte Woche zu gehen, und hinter uns liegt eine lange Liste von Zahnwundern, Heilungen und geretteten Seelen. Einige haben die Taufe im Heiligen Geist empfangen.

Das allgemeine Zeugnis all dessen ist, dass die Verbreitung des Wortes eine Segnung ohnegleichen ist.

In Seinem Dienst,
James E. Hays, Pastor


Travis Barnett, Pastor, Foursquare Gospel Kirche
821 „O" Street, Sanger, Kalifornien

Die vergangenen dreizehn Abende haben wir in dem Revival mit Evangelist Willard Fuller verbracht. Gott hat uns wirklich mit einem echten Verströmen Seines Heiligen Geistes gesegnet. Es gab eine ganze Reihe von Leuten, die getauft und erneut mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden.

Viele Leute haben Füllungen in ihren Zähnen erhalten, und drei Mitglieder unserer Kirche haben bestätigt, dass ihre lockeren Gebisse auf wunderbare Weise gefestigt wurden. Am Freitag Abend, dem 12. November, erhielt Bruder Roy Scott, einer unserer Platzanweiser, eine Silberfüllung in einem Loch in einem seiner unteren Schneidezähne. Die ganze Gemeinde sah es. Es war außergewöhnlich, denn es war eine Silberfüllung in einem Schneidezahn. Am Donnerstag Abend, dem 18. November, sah die Gemeinde etwas noch Außergewöhnlicheres: zwei Silberfüllungen in seinen Schneidezähnen. Dieser Bruder erhielt sechs Monate später eine weitere Füllung, womit die zahnärztliche Arbeit bei ihm erledigt war.

Doch bei all den Wundern und Heilungen war die größte einzelne Segnung vielleicht das Predigen von Gottes Wort. Es verging nie ein Gottesdienst, in dem Bruder Fuller nicht Nahrung für die Seele hervorbrachte.


Anmerkung des Autoren: Es ist klar, dass eine allgemeine Segnung während dieser besonderen Gottesdienste den Raum durchdringt und sich in Erlebnissen spiritueller Natur des Herzens und der Seele äußert wie auch als heilende Kraft für den Körper. Die spirituelle Erfahrung, die von einigen „die Taufe im Heiligen Geist" genannt wird, geschieht ab und zu einigen von denen, die die Gottesdienste besuchen. Andere einzigartige Dinge von spiritueller Natur werden wiederholt. Einige Menschen haben gleich nach dem Gebet eine erhöhte Fähigkeit bezüglich „psychischer" oder „spiritueller" Gaben, andere erzählen von neuen und tiefen spirituellen Erlebnissen, die ihnen geschahen und die ihnen mehr Einsicht und ein tieferes Gewahrsein dieser Dinge bescherten. Feuerkugeln erschienen über der Kirche, während Bruder Fuller dabei war, die Menschen auf übernatürliche Zahnfüllungen hin zu untersuchen. Viele Leute sahen, wie sie drehten und genau über dem Dach der Kirche schwebten.

Die Aussage trifft zu, dass so viele Erlebnisse dieser Art nach der geistlichen Tätigkeit geschehen, und es ist schwierig, sie alle aufzuschreiben, und sie müssen alle unter einem Gruppennamen wie zum Beispiel „allgemeine spirituelle Phänomene" zusammengefasst werden.


Full Gospel Tabernacle, 7264 Auburn Blvd., Citrus Heights, Kalifornien

AN ALLE, DIE ES BETRIFFT:

Wir hatten das Privileg, Reverend Willard Fuller als unseren Evangelisten dreizehn Abende lang hier in Full Gospel Tabernacle in Citrus Heights zu haben.

Menschenmengen kamen jeden Abend, wie sich die Kraft Gottes zeigte, als er für die Bedürfnisse der Menschen betete. Es war für viele das erste Mal, dass sie hörten, wie ein Mann sagte: „Wenn Gott Kopfschmerzen heilen kann, dann kann er auch Zähne füllen." Gott tat genau das, als Bruder Fuller für die Leute betete. Zähne wurden mit Gold und Silber gefüllt. Viele Zähne wurden repariert und krumme Zähne wurden gerade gerichtet. Einige kranke Menschen erhielten Heilung von ihren verschiedenen Krankheiten.

Reverend Fullers Fähigkeit, das Wort weiterzugeben, gewinnt die Aufmerksamkeit seiner Zuhörerschaft und behält sie, bis er sie zu einer Entscheidung in ihrem eigenen Leben bringt. Es gab viele Entscheidungen für Christus. Manche waren gemessen an den Jahren alte Männer, und es gab auch junge Leute. Einige empfingen die Taufe im Heiligen Geist.

Die Tätigkeit dieses Mannes ist eine Segnung für jede Kirche.

Hochachtungsvoll,
W.E. Wilfong, Pastor
7835 Rosswood Drive
Citrus Heights, Kalifornien


Calvary Temple, Williamsport, Maryland 21795, 21. Oktober 1969

AN ALLE, DIE ES BETRIFFT:

Wir vom Calvary Temple befinden uns in einem großen Revival mit Evangelist Willard Fuller. Seelen werden gerettet, Menschen werden vom Heiligen Geist erfüllt, und alle Arten von Heilungen geschehen.

Diese Revival-Tour ist eine sehr ungewöhnliche; es sieht so aus, als würden bei fünfzig Prozent der Leute auf die eine oder andere Art durch die Kraft Gottes Zahnprobleme geheilt. Nach dem Gebet gab es viele Gold-, Silber- und Porzellanfüllungen in vielen Zähnen. Viele Zähne wurden repariert und in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt, Zähne wachsen, wo vorher welche gezogen worden waren. Diese Dinge geschahen vor unseren Augen!

Eine Frau, sie ist Mitglied unserer Kirche, die seit vielen Jahren beidseitig ein ausgeprägtes Augenzucken hatte, war plötzlich geheilt. Diese Wunder versetzte alle Anwesenden in Aufregung.

An einem Abend kamen nach der Einladung des Evangelisten achtundzwanzig Leute (alle bis auf einen Erwachsene) nach vorne, um die Taufe im Heiligen Geist zu empfangen. Siebenundzwanzig von ihnen sprechen etwa zehn Minuten lang in fremden Zungen. Über dreißig unserer Mitglieder wurden im selben Gottesdienst erneut vom Heiligen Geist erfüllt.

Die Teilnahme war außergewöhnlich hoch und wir befinden uns nun in der dritten Woche der Treffen.

Evangelist Fuller hat eine ungewöhnliche Aufgabe erhalten. Diese Art von Tätigkeit wird bei allen Menschen, gleich woher sie stammen, ein enormes Interesse wecken.

Grüße in Christus,
Vernon W. Miles, Sr., Pastor


Phillip W. Hyde, Foursquare Gospel Kirche
1001 Valencia, S.E., Albuquerque, Neu Mexiko, 16. Oktober 1964

Das Revival hat neuen Glauben in unseren Leuten entfacht. Ihr Enthusiasmus allen Dingen gegenüber ist größer geworden. Der Bruder, dessen Frau die riesige Füllung von solch glänzendem Gold in ihrem Zahn erhielt, machte eine richtige Transformation in seinem Leben durch, nachdem er das Wunder selbst beobachtet hatte.


Pentecostal Church of God, 1505 Georgia, Vallejo, Kalifornien 94590

FÜR ALLE, DIE ES BETRIFFT:

Wir befinden uns nun in der zweiten Woche unserer Veranstaltungsreihe in Vallejo, Kalifornien. In diesem großartigen Revival mit dem Evangelisten Reverend Willard Fuller, sind alle Himmel auf uns herabgekommen. Während des Revivals haben wir bisher über dreißig gesehen, die gerettet wurden; unzählige Personen haben das Größte Schöpferische Wunder erhalten, das Gott seinen Leuten je erlaubt hat zu beobachten: „Das Fülle von Zähnen!" Über 25 haben die Taufe im Heiligen Geist erhalten. Gaben wurden über der Kirche ausgeschüttet und sind nun während des Revival am Wirken. In unseren Hochschulen wird die Neuigkeit von der Kraft des Geschenkes Gottes, das Gott Bruder Fuller geschenkt hat, herumerzählt. Unsere benachbarten Kirchen aller Glaubensrichtungen (Baptisten, Methodisten, Katholiken) sind gekommen, um die Wunder Gottes zu bezeugen. Nie zuvor hatten haben wir die Gottesdienste so treu besucht wie wir es während dieses Revivals taten. Bis auf zwei Abende, als bei Regenstürmen in wenigen Stunden fünfzehn Zentimeter Wasser fiel, war unsere Kirche immer komplett voll. Ich kann Reverend Willard Fuller jeder Kirche und jedem Pastor nur sehr empfehlen. Allein seine Predigten werden ein Revival-Feuer in Ihrer Kirche entfachen, das nicht ENDEN wird.

Mit freundlichen Grüßen,
Reverend John Maroney, Pastor


W.L. Mason, Pastor, Faith Community Foursquare Church
3308 North 28th Street, Phoenix, Arizona, 7. Juni 1965

Evangelist Willard Fuller ist nun bei uns, und Gott ist gewiss am Werk. Er predigt das Wort und die Zeichen folgen. Bruder Fuller hat die Aufgabe, für Zahnprobleme zu beten und Gott antwortet, indem er Zähne füllt, repariert und sogar Zähne ersetzt.

Ein junges Mädchen, das gestern Abend am Gottesdienst teilnahm, hatte mehrere Füllungen (die der Zahnarzt gemacht hatte) und einige Löcher, die gefüllt werden mussten. Nach dem Gebet waren alle ihre Zähne perfekt und völlig gesund - es gab keinen Hinweis auf Füllungen oder Löcher. Das ist höchst erstaunlich, aber es geschah. Einige andere Leute erhielten im selben Gottesdienst Füllungen.


J.E. Deatheridge, Pastor, Apostolic Faith Church
2509 So. Oklahoma, Oklahoma City, Oklahoma, 21. Juni 1964

AN ALLE, DIE ES BETRIFFT:

Evangelist und Mrs. Willard Fuller starteten heute vor einer Woche eine Revival Veranstaltung in unserer Kirche. Die übernatürliche Tätigkeit unseres Bruders hat sich in dieser Woche dreimal gezeigt. Zähne wurden mit Silber, Gold, Email und anderen Substanzen gefüllt. Sogar lockere Gebisse wurden gefestigt.

Ein Mann entdeckte nachdem er vom Gottesdienst wieder zu Hause war, dass ein gebrochener Zahn wieder ganz war und dass ein anderer zerstörter Zahn gefüllt worden war.

Ein Bruder bezeugte heute morgen im Gottesdienst, dass die Zähne seiner Schwester sich gestern Abend zu füllen begannen, als sie im Publikum saß. Einige wurden mit Gold gefüllt. Sie war nie zuvor bei einem Zahnarzt gewesen.


In jeder größeren oder kleineren Stadt oder sogar Gemeinde gibt es immer ein paar Leute, die wegen ihres persönlichen Ego oder weil sie so erzogen wurden, völlig unfähig sind, die Möglichkeit eines wundersamen Ereignisses zu akzeptieren oder auch nur in Betracht, egal wie vollständig und zwingend die Beweise auch sein mögen. Diese Leute sind dem Hinterwäldler recht ähnlich, der bei seinem ersten Besuch im Zoo lange Zeit ein paar Giraffen beobachtete, die in ihrem Gehege umhergingen und von den Blättern der Bäume naschten. Schließlich straffte der Hinterwäldler die Schultern, schob das Kinn vor und brummte zu seiner Frau, die auch die Giraffen beobachtete: „Wen glauben die wohl, dass sie veralbern können? Wir wissen, dass es so ein Tier gar nicht gibt."

Der Hinterwäldler erkannte die Beweise, die seine Sinne ihm lieferten, einfach nicht an, denn diese Beweise standen im Gegensatz zu seinem früheren Wissen und Glauben.

Ein gewisser Prozentsatz von Intellektuellen reagiert auf dieselbe Weise, mit dem Unterschied, dass ihre Vernunft verlangt, dass sie ihre Ablehnung durch den Einsatz von Logik rechtfertigen, oder wenn die Logik versagt, flüchten sie sich in Spitzfindigkeiten. Diese Leute werden, während sie ein Wunder beobachten, das direkt vor ihren eigenen Augen geschieht, sofort ausrufen, dass es zwar eine wundervolle Darbietung war, dass es sich aber natürlich um irgendeine Art von Trick handeln müsse. Lang und breit erklären sie ihren Freunden und sich selbst, dass möglicherweise mit Spiegeln gearbeitet wurde, mit Hypnose, Fingerfertigkeiten, bezahlten Zeugen etc. Sie geben diese Erklärungen ernsthaft und manchmal sehr engagiert im Namen der Logik und der Vernunft ab, obwohl die „Erklärungen" manchmal weit fantastischer und unglaublicher sind, als die Wunder, die sie erklären sollen.


Botschaften von Dr. Fuller

„Wir bewegen uns in der Atmosphäre unseres eigenen Glaubens."

„Energie, alles ist Energie. Und Energie wird vom Geist gelenkt. Wenn wir mit Gott in Einklang sind, dem größten aller Geister, dann haben wir die Macht, unsere Umgebung zu verändern."

„Könnt ihr nicht den hohen Anspruch in Jesus Christus sehen? Zuerst, damit ihr wiedergeboren werdet, lasst Christus herein - ‚Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit‘. Seid erfüllt vom Heiligen Geist, lasst den Geist Gottes euch umhüllen und beherrschen, spürt den wiedergeborenen Christus in euch. Dann übergebt eure Seele dem wiedergeborenen Geist. Und schließlich, übergebt euren Körper der bereits übergebenen Seele. Dann habt ihr den dreifaltigen Menschen, Geist, Seele und Körper, der auf dem Pfad wandelt, auf dem Gott ihn haben möchte. Das ist der hohe Anspruch in Jesus Christus."

„Nichts als totale und vollständige Hingabe an Gott genügt!"

„Lasst uns gehen... der Perfektion entgegen." (Hebräer 6:1)

 

Kapitel 4

Viele Fragen und ein paar Antworten


Leute, die akzeptieren können, dass durch Bruder Fullers Tätigkeit Wunder geschehen, sind oft neugierig, wie diese Ereignisse zustande kommen. Obwohl sie die Erklärung akzeptieren, dass die Taten von Gott vollbracht werden, meinen sie, dass Bruder Fuller irgendeine besondere Technik oder geheime Methode haben müsse, um Gott dazu zu überreden, zu handeln! Wenn er darüber befragt wird, erklärt der Geistliche jedoch einfach, dass nichts Besonderes nötig ist, um Gott zu überreden, zu handeln, denn Gott ist immer mehr als bereit, denjenigen, zu helfen, die Er erschaffen hat.

Das eigentliche Problem liegt in der Tatsache, dass der Mensch, von Stolz und vom Ego geritten, selten willens ist, göttliche Hilfe zu suchen oder zu akzeptieren, egal wie frei sie angeboten wird. Unbewusst glaubt er, um göttliche Hilfe zu bitten würde bedeuten, seine Schwäche und Hilflosigkeit zuzugeben, und dies erlaubt ihm sein eigensinniges Ego nicht zu tun.

Eines der besten Beispiele für diese fast universelle wenn auch unbewusste Einstellung des Menschen bietet die Geschichte des Jägers der nördlichen Wälder, der plötzlich von einem riesigen Bären angegriffen wurde. Das Gewehr des Jägers versagte und während er es in den Schnee fallen ließ versuchte er, auf den nächsten Baum zu klettern, und der Bär verfolgte ihn. Es war ein langer Weg bis zum ersten Ast, und der Bär holte den Jäger schnell ein. Als der Bär fast in seiner Reichweite war, begann der Jäger mit lauter, bittender Stimme zu beten: „Oh Herr, bitte lass mich entkommen. Rette mich und ich werde Dich für immer preisen." Sofort begann der Bär am Stamm des Baumes abwärts zu rutschen, während dem Jäger das Klettern nun viel leichter fiel und er bald den ersten Ast erreichte. Sobald er sicher auf dem ersten Ast saß, schaute der Jäger nach oben zum Himmel und sagte: „Nichts für ungut, Herr, ich brauche deine Hilfe nun doch nicht, ich habe es ganz alleine geschafft!"

Für diejenigen, die solche Dinge wie spirituelle Heilung ernsthaft untersucht haben, ist es offensichtlich, dass einige Menschen als Kanal benutzt werden, um anderen Menschen zu helfen. In der Bibel, im ersten Brief an die Korinther 12:7-11 werden die Gaben des Geistes beschrieben. Mit anderen Worten, es gibt viele Wege, auf denen eine Person eine Antwort erhalten kann, die ihre Bitten erfüllt. Es gibt Zeiten, so scheint es, wo alle Elemente einfach in der passenden Art und Weise zusammenzufallen scheinen, um eine perfekte Antwort zu erschaffen. Bei der geistlichen Tätigkeit von Bruder Fuller ist das gewiss so. Manchmal fühlt er sich veranlasst, die Hände aufzulegen und ein einfaches Gebet zu sprechen, damit Heilung geschieht. Manchmal fühlt er, dass die Person etwas tun sollte, als Schritt zum Vertrauen - wie in vielen Fällen der Zahnfleischheilung. Es gibt Gelegenheiten, wo er sich veranlasst fühlt, „gegen das Ding anzugehen" und dem Feind befiehlt, von seinem Opfer abzulassen, so dass es Heilung erfahren kann. Und es gibt Situationen, wo es scheint, dass eine Zeit der Meditation nötig ist - besonders bei Fernheilungen.

Man sollte nicht vergessen, dass es zwei Arten von Gebeten gibt, die Bruder Fuller anbietet. Das eine ist das Gebet wenn er direkt unter der Salbung des Heiligen Geist Gottes steht und er einen Gottesdienst mit Handauflegen für die Wunder und Heilungen an Zähnen sowie bei physischen und psychischen Belangen hält. Wie schon früher erwähnt ist diese salbende Kraft das Ergebnis eines Treffens mit Gott, als ihm von einer hörbaren Stimme gesagt wurde, dass ihm die Gaben des Heilens, der Wunder und der Erkenntnis des Geistes gegeben seien. Die andere Art des Gebets ist das Gebet des Vertrauens - ein Gebet, bei dem man daran glaubt, dass die Sache getan wird, dass der manifestierte Wille Gottes für die Person, die um eine Segnung bittet, Wirklichkeit wird. Nach einer Lehrpredigt, wenn die Leiter des Gottesdienstes für die Bittenden beten, ist das entsprechende Gebet vom Geist gesalbt.

Zahnheilungen geschehen vorwiegend in dieser Art von Gottesdiensten. Das Geschenk des Wunders und der Heilung zeigt sich in der Regel dann nach diesem spirituellen Muster unter dem salbenden Geist. Das Gebet des Vertrauens wird bei allen anderen Gelegenheiten eingesetzt, wenn er für die Erfüllung persönlicher Wünsche betet. Dieses Gebet des Vertrauens wird sowohl bei persönlichem Kontakt als auch bei Fernheilungen oder bei Gebeten durch Briefe oder bei Gebetstüchern (um die häufig gebeten wird) verwendet. Eine große Anzahl von Menschen hat auch nach dieser Art der Gebetsbehandlung über wundervolle Heilungen berichtet, wenn auch nicht ganz so viele wie wenn Bruder Fuller nach einem Lehrgottesdienst gesalbt wird.

In neun von zehn Fällen hat derjenige, zu dem der Evangelist zuerst geht, wenn er seine Untersuchungen in der Gebetsreihe beginnt, eine leicht zu erkennende Heilung erhalten. Entweder die Heilung hat stattgefunden und wird schnell erkannt oder die Veränderung geschieht, während der Mund der Person untersucht wird.

Es kommt vor, dass er den Namen einer Person kennt und weiß, welche Art von Krankheit ihn plagt, obwohl die Person ihm bis zu diesem Augenblick der Kontaktaufnahme völlig unbekannt war.

Auch erhält er hin und wieder Informationen über eine Person. Es kann zum Beispiel sein, dass er derjenigen, die um das Gebet bittet, sagt, dass er weiß, dass sie sehr um ihre Tochter besorgt ist. Dann gibt er ihr die Informationen, die er bezüglich der Situation erhält.

Manchmal hat er den starken Eindruck, dass etwas nicht so ist, wie es zu sein scheint. Das heißt, dass die Person entweder lügt oder nicht die ganze Geschichte erzählt oder dass sie ein unschuldiges Opfer des Unrechten ist. Diese Fähigkeit, den Geist der Sache zu erkennen, ist besonders dann extrem hilfreich, wenn Menschen um ein Gebet für die Lebensumstände bitten. Die rechte Motivation und ein ehrliches Herz sind die notwendigen Werkzeuge für ein stabiles spirituelles Gebäude zur Heilung aller Beschwerden. Ein Mann bat Bruder Fuller, für ihn um die Kraft Gottes zu beten, dass er den Job bekäme, der ihm vor kurzem angeboten worden war. Der Mann war aufrichtig und ehrlich und wollte diesen Job von ganzem Herzen haben. Doch der Geist der Sache war völlig verkehrt, so war der Eindruck, den der Evangelist bekam. Ohne jedoch etwas darüber zu sagen, betete er dafür, dass Gottes Wille zum Besten des Mannes geschehe. Einige Tage später kam die Nachricht, dass der Mann den Job nicht bekommen hatte. Noch einige Tage später stellte sich heraus, dass die Bedingungen im Zusammenhang mit dem Job höchst unerfreulich und illegal waren. Der Mann, der den Job annahm, wurde unschuldig in Schwierigkeiten hineingezogen.

Dieser Geist der Erkenntnis ist äußerst praktisch, um den rechten Zugang zu einem Gebet um Heilung zu bekommen. Und es beantwortet die Fragen danach, weshalb es so viele kleinere Schwierigkeiten beim Gebet um Heilung gibt. Verdeckte Umstände fallen nicht gleich ins Auge. Die Gabe, zu erkennen, was das wirkliche Problem ist, das die perfekte Heilung verhindert, ist sehr wertvoll. Ein ausgezeichnetes Beispiel dafür gibt das folgende Zeugnis.

Bruder Fuller wurde gebeten, einen Geistlichen zum Haus eines seiner Gemeindemitglieder zu begleiten. Eine Frau war vor zwei Jahren an Krebs erkrankt. Der Krebs war äußerlich und wird auch „Rosenkrebs" genannt. Es war eine Wucherung an ihrer linken Wange, die groß und feucht war und scheußlich roch. Dieser Krebs nahm der Frau langsam das Leben. Zu diesem Zeitpunkt gab man ihr noch wenige Wochen zu leben. Ihre Familie war bei ihr im Haus und kümmerte sich um sie. Die Tochter offenbarte, dass die Mutter seit über einem Jahr nicht mehr draußen gewesen war und für einige Monate war sie ans Bett gefesselt ohne jeden Ansporn, aufzustehen. Alles im Haus und im Schlafzimmer der Frau war dunkel und trist. Es gab Blumen im Zimmer, die dabei waren zu verwelken. Die Rollos waren herabgezogen und die Frau saß teilnahmslos zusammengesunken im Bett. Bruder Fuller versuchte mit ihr zu sprechen und las einige kraftvolle Passagen aus der Bibel vor, doch da war kein Anzeichen, dass die Frau etwas mitbekam. Der Pastor erklärte, er habe für sie gebetet und viele Messen seien für sie gebetet worden und jeder Evangelist, der je in der Stadt war, seitdem die Frau erkrankt war, habe für sie gebetet. Doch es wurde immer schlechter mit ihr. Es schien, als gäbe es keinen Weg in ihren Geist. Und doch fuhren alle damit fort, es zu versuchen.

Als der Pastor sah, dass die Frau nichts erwiderte, bat er Bruder Fuller, weiterzumachen und für ihre Heilung zu beten. Bruder Fuller begann, um Heilung für sie zu bitten und entdeckte, dass er es nicht konnte. Er erkannte, dass sie nicht geheilt werden würde. Sie war vom Geist des Selbstmitleids besessen. Ihre ganze Familie um sie herum befand sich unter dem Einfluss dieses Geistes des Selbstmitleids, der ihnen keine wirkliche Hoffnung in Gott oder auf Heilung oder Gebet oder irgend etwas erlaubte. Trübsal und Niedergeschlagenheit beherrschten die Atmosphäre. In dieser Erkenntnis berührte er ihren Kopf und sprach mit lauter, befehlender Stimme. Er forderte, dass die Frau aus den Fängen dieser Besessenheit befreit werde. Er forderte, dass sie befreit werde von den Fesseln dieses zerstörerischen Geistes des Selbstmitleids. In einem Lichtblitz bewegte sich der Kopf der Frau unter dem Druck seiner Hand und ihre Augen verloren den starren Blick. Sie sah direkt in Bruder Fullers Augen und sie lächelte. In diesem Moment fuhr der Evangelist mit einem Gebet um ihre Heilung fort und er dankte Gott, dass Er sie von dieser Bedrängnis befreit hatte und er dankte Gott für ihre vollständige Heilung. In seinem Herzen hatte er einen Zeugen dafür, dass diese Frau ganz sicher wieder gesund werden würde. Innerhalb von wenigen Minuten stand sie vom Bett auf. Am nächsten Tag lief sie draußen im Garten herum. Das Krebsgeschwulst begann auszutrocknen. Innerhalb von dreißig Tagen fiel es vollständig ab und es blieb nur eine winzige Narbe von der Größe eines Bleistiftkopfes zurück.

Reverend Dr. Fuller betet für Bedürfnisse, die sich hauptsächlich in drei Hauptgruppen unterteilen lassen - Zahnprobleme, die Behebung anderer körperlicher Probleme, psychische Probleme sowie die Verbesserung der äußeren Umstände. Die vielen Tausende von schriftlichen und unterschriebenen Bestätigungen bezeugen die Tatsache, dass durch seine Tätigkeit Zähne mit Porzellan, Gold und Silber gefüllt wurden, dass sich Zähne gerade richteten, dass lockere Gebisse gefestigt wurden, und alles in einer solchen Anzahl, dass die Zahlen womöglich denen gleichen, die von jedem einzelnen Zahnlabor in der Welt erreicht werden. Da gelegentlich ein beschädigter Zahn anstatt auf übernatürliche Weise gefüllt zu werden wieder in seinen ursprünglichen vollkommenen Zustand zurückversetzt wird, wird manchmal die Frage gestellt: „Warum sollte Gott Flickwerk machen oder mit Silber und Gold füllen, wenn Er die Zähne durch Seine Kraft wieder ganz machen kann?" Es gibt keine einfache oder direkte Antwort, jedoch gibt es mehrere Vermutungen. Eine der hier vorgestellten Vermutungen oder auch alle drei kommen als Antwort in Frage.

Es scheint, dass göttliche Manifestationen manchmal dazu neigen, den Gedankenmustern derjenigen zu folgen, die sie erhalten. Der Gedanke an „Füllungen" als Behandlungsmethode bei Zahnproblemen ist also fest im bewussten Geist verankert.

Wenn alle Einzelheiten darüber, was in den Menschen vorging, als sie sahen, wie sich Silber- oder Goldfüllungen bildeten, bekannt wären, würde man sich absolut einig darüber sein, dass das „Flickwerk" in vielen Fällen nicht nur eine Heilung, sondern auch ein ZEICHEN ist. Es ist ein ZEICHEN für viele Dinge und für verschiedene Dinge für verschiedene Menschen. Aber es ist zu allererst ein ZEICHEN dafür, dass mitten unter den Menschen eine Kraft am Werk ist, die sich von bloßer Menschenkraft unterscheidet. Es ist ein ZEICHEN für eine SCHÖPFERISCHE KRAFT jenseits der Begrenzungen der eigenen schöpferischen Gaben des Menschen. Es kann ein ZEICHEN des Vertrauens sein, ein ZEICHEN der Hoffnung, ein ZEICHEN einer GEGENWART.

Die dritte Möglichkeit ist, dass das „Flickwerk" ein BEWEIS für andere ist, dass Göttliche Gegenwart am Werk ist. Das folgende Beispiel erläutert diese Möglichkeit. Ein junges Mädchen von etwa zehn Jahren erhielt eine Porzellanfüllung in ihren unteren Kiefer. Das Loch war nur zur Hälfte gefüllt! Tagelang veränderte sich nichts und es blieb nur halb voll. Es war allen ein Rätsel. Doch die Mutter des Mädchens hatte eine Nachbarin, mit der sie über die Zeichen und Wunder und die göttliche Heilkraft etc. gesprochen hatte, und diese Nachbarin war für eine Woche nicht in der Stadt. Jetzt war die Nachbarin wieder da. Am nächsten Morgen lief das kleine Mädchen zur Bushaltestelle, um zur Schule zu gehen, als die Nachbarin aus ihrem Haus lief und sie bat, ihr den angeblich von Gott zur Hälfte gefüllten Zahn zu zeigen. Das kleine Mädchen willigte ein. Und dort, vor den Augen der Nachbarin, füllte sich der Zahn bis obenhin!

In dem Versuch, herauszufinden, welcher spezielle Typus von Menschen nach Bruder Fullers Tätigkeit „Glaubensheilungen" erhält, hat der Autor Hunderte von Bestätigungen studiert, die von jenen geschrieben wurden, denen geholfen worden war.

Was erfordert es, damit einem geholfen wird? Ist es einfach nur der Glaube? Offensichtlich nicht, denn vielen Menschen, die zugegeben hatten, wenig oder keinen Glauben zu besitzen und nur aus Neugierde gekommen zu sein, wurde geholfen.

Könnte es sein, dass es einer bestimmten Rasse, Farbe oder religiösen Glaubens bedarf? Auch hier ist die Antwort nein! Menschen aus allen Schichten, mit jedem Intelligenzgrad und jedem Grad des Glaubens empfingen Heilung. Im Publikum mögen Mormonen, Bahais, Spiritualisten, Buddhisten, Hippies und Atheisten sein. Sie kommen im Glauben, in der Hoffnung oder mit deutlicher Skepsis, und dennoch gehen einige von ihnen mit neuen Gold- oder Silberfüllungen nach Hause oder mit einer anderen Form der Heilung. Sogar diejenigen, die extrem ablehnend oder kämpferisch sind, erhalten gelegentlich Füllungen oder Heilungen, wenn auch solche Fälle relativ selten vorkommen. Auch scheint es so, dass diejenigen, die schmutzige und ungepflegte Zähne haben, nicht im selben Maße Heilung erhalten wie diejenigen, die ihre Zähne gut pflegen.

Es wurde noch kein bestimmtes Muster entdeckt, nach dem man entscheiden könnte, wer Heilung empfangen wird und wer nicht. Wenn die benötigte Hilfe nicht empfangen wird, gibt es bei den anderen gewöhnlich eine Tendenz, dies mangelndem Glauben zuzuschreiben oder der Tatsache, dass die Person es nicht verdient hat. Es gibt allerdings keine Belege dafür, dass dies stimmt.

Was immer das Muster bzw. der Zweck ist, der verfolgt wird, abgesehen davon, dass es für die Menschen „Zeichen und Wunder" und eine heilende Segnung für den Empfänger darstellt, ist die ganze Wahrheit noch nicht bekannt.

In der Zeit der Tätigkeit von Willard Fuller gab es (ebenso wie bei jedem anderen Geistheiler seit Jesus von Nazareth) niemals eine Zeit, wo jeder der Anwesenden, die Heilung brauchten, diese erhielt, doch in Bruder Fullers Gottesdiensten erhält gewöhnlich eine bemerkenswerte große Zahl Heilung.

Es ist jedoch nur menschlich, dass diejenigen, die in der Gebetsreihe standen und Heilung erwarteten, enttäuscht sind, wenn sie sie nicht erhalten. Ihre Freunde und Verwandten teilen die Enttäuschung womöglich und geben Reverend Fuller die Schuld.

In einer kleinen Kirche in Chicago zum Beispiel brachte ein Laienprediger seine Ehefrau mit und stellte sie in die Gebetsreihe. In ihrem Mund geschah gar nichts - keines ihrer Zahnprobleme wurde geheilt. Dieser Prediger begann sofort, gegen Bruder Fuller zu sprechen und nannte ihn einen „Vortäuscher, Betrüger und Diener des Teufels".

Der Mann rief in die Gemeinde, seine Frau sei eine heilige, reine Frau, und wenn Gott Zähne heilen würde, würde seine Frau gewiss Heilung von Gott erlangen; die einzig mögliche Schlussfolgerung war daher, dass Gott keine Zähne füllte oder durch Bruder Fuller heilte. In seiner Ungeduld hatte der Prediger die Instruktionen und Ratschläge, die Willard so sorgfältig verteilt, bevor er um Heilung betet, völlig ignoriert. In jedem Fall erklärt er, dass einige ihre Heilung erst erhalten, wenn sie die Gebetsreihe verlassen haben, manche fünf Minuten später, manche am nächsten Tag oder sogar erst in der folgenden Woche.

Da gibt es natürlich immer ein paar Leute, deren Glaube so schwach ist, dass wenn das Wunder nicht sofort geschieht, ihr Vertrauen in tausend Teile zerbricht, von denen jedes scharfe Kanten hat.

Man darf nicht vergessen, dass es in einer durchschnittlichen Gemeinde alle Grade von Akzeptanz gibt, von einfachem zu vollkommenem Glauben, über einem von Zweifeln oder Angst durchdrängten Glauben bis zu völligem Skeptizismus. Es gibt stabile Menschen, die emotional in guter Verfassung sind, und es gibt solche, die leicht erregbar sind und es gibt Leute mit vielen Arten von Komplexen.

Es gibt auch Menschen mit einer umfangreichen formalen Ausbildung, andere, die nach der Hochschule mit dem Lernen aufgehört haben, und noch andere, die kaum fähig sind, einem einfachen Gedankengang zu folgen, während dieser erklärt wird. Dieser Durchschnitt der Bevölkerung, der hier zusammentrifft, sorgt gewiss für einige Missverständnisse und gelegentliche Beschwerden, doch die eigentlich erstaunliche Sache ist, dass so viele Menschen mit so geringer Vorbereitung, einer kurzen Botschaft aus der Bibel und dann einem Gebet, wundervolle Heilungen erhalten, und das trotz ihrer Zweifel und Vorbehalte.

Immer wieder kommt es vor, dass Gemeindemitglieder oder manchmal auch andere Leute Vorschläge machen, wie man die geistliche Tätigkeit noch verbessern könnte. Einige schlugen vor, er solle nicht „Evangelist" als Titel verwenden, weil das Wort Evangelist für viele auf unglückliche Art mit „Höllenfeuer und Verdammung, Herumstolzieren und Geschrei und gespielter Emotionalität" verbunden sei.

Im Buch an die Epheser, Kapitel 4, Vers 11, heißt es: „Und er ist es, der ‚gab‘: die einen bestellte er als Apostel, die andern als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer."

Er ist ein lehrender Geistlicher. Er fühlt sich als Verbindung zwischen alter Kirche und dem goldenen Neuen Zeitalter.

Willard Fuller ist der Meinung, dass er berufen wurde, ein Evangelist zu sein. Sein Werk wurde gewiss durch die Tausende gesegnet, die Heilung empfangen haben, und durch die weiteren Tausenden, denen es vergönnt war, in diesen besonderen Tagen zuzusehen, wie Zeichen und Wunder sich manifestierten.

Er reist fast ständig herum und arbeitet in Kirchen, in die er eingeladen wird. Er lehrt, um das Vertrauen zu stärken und das Wissen der Kirche zu vergrößern. Das ist die Arbeit eines Evangelisten.

In seiner Lehrtätigkeit erklärt Reverend Fuller die Grundlage der dreifaltigen Natur des Menschen, Körper, Verstand und Geist. Er ist der Meinung, dass das Neue Zeitalter der Erleuchtung heraufdämmert, und er weiß, dass eine wesentlich größere Qualität des Seins und ein erweiterter Sinn von Bewusstheit für die Menschen erreichbar ist, ebenso wie ein stark erhöhtes Maß an Erfüllung. Er lehrt die Wirklichkeit eines Schöpfers und die Möglichkeiten des Wachstums in spirituellen Dingen, was eines der wichtigsten Ziele für die Menschen ist. Er gibt alle Herrlichkeit an Christ Jesus, der für ihn das große Beispiel des Sohnes ist.


Kapitel 5

Heilung des Körpers

Obwohl Bruder Fuller als „der Mann, durch den Gott Zähne füllt" bekannt ist, umfasst seine Gebetsarbeit ein wesentlich größeres Gebiet als nur das Behandeln von Zahnproblemen. Es ist interessant zu sehen, dass seine Tätigkeit sich über die Kirchengemeinde hinaus erstreckt. Er betet für die Menschen, wenn er als Gast eingeladen wird, in einem Verein oder einer Organisation eine Abendvorlesung zu halten. Er betet für die Menschen, wenn er privat eingeladen ist, um „einige Freunde zu treffen". Er betet für die Menschen, wenn er in Krankenhäuser, Altersheimen etc. eingeladen ist. Wo immer man ihn bittet, zu beten, tut er es, wie Gott ihn führt. Alle Arten von Beschwerden wurden durch seine Fürsprache geheilt. Eine der anschaulichsten Geschichten, die kürzlich berichtet wurde, fand im Haus von Mrs. Marguerite Wurstbaugh aus Saratoga, Kalifornien, statt. Sie hatte eine Gruppe von etwa zehn Frauen zu einer morgendlichen Lese- und Meditationsstunde eingeladen. Reverend Fullers Ehefrau war auch bei dem Treffen. Als er kam, um seine Frau abzuholen, lud ihn die Gastgeberin ein, die Frauen zu begrüßen, und für jede von ihnen um eine Segnung zu bitten. In der Gruppe befand sich auch eine Mrs. Bowen aus der Nachbarschaft, die sich am Abend zuvor ihre Hand schwer verbrannt hatte. Eine Streichholzschachtel hatte Feuer gefangen und verursachte, eine tiefe, schwarze Stelle auf ihrem linken Handrücken. Er war entzündet, geschwollen und eitrig, wund und von der Infektion und der Verbrennung verfärbt. Ihre Hand war mit einer Binde verbunden, welche mit Klebeband befestigt war. Als Bruder Fuller schnell von Kopf zu Kopf schritt und jeden Kopf sanft mit seinen Händen berührte und die Worte sprach: „Im Namen Jesu, jedes Jota in dir sei ganz", flog Mrs. M. Bowens Binde herunter und die Haut zeigte an nur einer Stelle die winzigen Überreste einer Verfärbung. Die Hand war geheilt und sah genauso aus wie die andere Hand. Es wurde berichtet, dass eine andere Frau bei dem Treffen innerhalb von Minuten nachdem die Fullers gegangen waren, eine stark verbesserte Sehfähigkeit hatte.

Die folgenden Zeugnisse spiegeln einen kleinen Teil der großen Bandbreite wunderbarer Ergebnisse seiner Tätigkeit wider.


G.W., Colorado Springs, Colorado, 28. Januar 1965

Lieber Bruder und liebe Schwester Fuller,

seid gegrüßt im wundervollen Namen Jesu. Wie wundervoll ist unser Herr, und Gott segne jene, die mit Ihm in Einklang bleiben.

Als ich mit euch am Telefon sprach spürte ich Gottes Bewegung, aber es war kein völliger Durchbruch. (Anmerkung des Autoren: Diese Frau hatte nach Texas telefoniert und um ein Gebet für sich selbst und ihren Ehemann gebeten.) Ich fühlte mich wirklich sehr schlecht - mir war sehr schwindelig - manchmal fühlte ich mich vom Magen her schlecht - ich war in sehr schlechter Verfassung. Es schien, als sei ich die „die letzte Meile" gegangen. Doch um 23 Uhr gestern Abend, als mein Mann und ich in unserem Wohnzimmer saßen wie ihr es uns gesagt hattet, mit gelöschten Lampen, nicht mehr an unsere Sorgen denkend, das Herz und den Geist auf Gott gerichtet, da überkam uns eine süße Entspannung. (Anmerkung des Autoren. Willard und seine Frau saßen zur selben Zeit in Texas in ihrem Wohnzimmer zur Meditation. Ihr tief konzentriertes Gebet dauerte fünfundvierzig Minuten.)

Plötzlich erhob sich mein Mann und zog das Rollo an der Tür herunter. Ich fragte ihn, weshalb er das tat, und er antwortete: „Es scheint Licht hier drin zu sein." Es bildete einen goldenen Ring an seinem Zeigefinger. Dann bedeckte das Licht seinen Finger und ging dann auf die anderen Finger über. Die Knochen seiner Hand erschienen wie in Röntgenstrahlen. Das Licht stieg über seine Hand nach oben und weiter hoch. Mit Worten kann man das nicht ausdrücken oder beschreiben! (Anmerkung des Autoren: Dieser Mann litt an akuter Arthritis in seiner Hand und im Arm. Nach diesem Ereignis trat eine starke Verbesserung ein.)

Dann begann plötzlich eine osteopathische oder chiropraktische Behandlung an meinem Rücken und meinen Nacken. Es war, als legten sich zwei Hände auf meine Schultern und massierten sie, bis alle verhärteten Muskeln meiner Schultern und des Rückens wieder geschmeidig waren. Dann wurde mein Kopf herumgedreht, genau wie ein Osteopath es tun würde. Da war ein schneller Ruck und Zack! Der Wirbel war an seinem Platz. Jetzt kann ich meinen Kopf nach oben, hinten und seitlich bewegen, ohne dass ich Schmerzen bekomme oder mir schwindelig wird. (Anmerkung des Autoren: Es war der Bereich um den Nacken herum, der dieser Person am meisten Schmerzen bereitete.)

All das geschah innerhalb von ungefähr fünfundvierzig Minuten. Ich wurde so entspannt und schläfrig. Ich ging ins Bett und wusste, dass ich am nächsten Morgen vollkommen geheilt sein würde.

Als ich heute morgen aufstand, war ich klarer im Geist, stärker und energiegeladener, und zum ersten Mal seit vielen Jahren hatte ich keine Schmerzen!

Ihr werdet immer einen warmen Platz in meinem Herzen haben.


San Antonio, Texas, 2. Februar 1964

Am Montag, 6. Januar 1964, traf ich mich mit Bruder Fuller und seiner Frau in deren Haus. Das Treffen war in der Hoffnung angesetzt worden, dass mir mit meinen körperlichen Problemen geholfen werden könnte. Die Gebete wurden gesprochen und Bruder Fuller legte mir die Hände auf, während er betete. Nach einem kurzen Gespräch ging ich.

Als ich mich in mein Auto setzte spürte ich ein seltsames „müdes" Gefühl in meinem rechten Bein. Ich beachtete es nicht weiter, da ich das öfters hatte. Innerhalb einer Stunde begann mein Rücken fürchterlich zu schmerzen. Nun, das ist nichts Neues. Ich hatte vor Jahren eine Rückenverletzung und ein Orthopäde hatte festgestellt, dass eine Bandscheibe meines Rückgrats gebrochen war. In Zeiten großer, nervöser Anspannung oder exzessiver Aktivität tut mein Rücken fürchterlich weh. Das ist jedoch etwas, womit ich zu leben gelernt habe. Für den Rest des Tages wurde mein Rücken immer schlimmer und schlimmer. Ich konnte den Schmerz nicht verstehen, da ich nichts getan hatte, was den Rücken verletzte oder angespannt hatte. Ich war in der Tat entspannt und in freudig erregter Stimmung. Etwa um 22:30 Uhr an diesem Abend ging ich zu Bett und las noch in einem Buch, das Mrs. Fuller mir gegeben hatte. Der Schmerz wurde schlimmer und ich hörte mit dem Lesen auf. Ich war fast eingeschlafen, als ich eine sehr seltsame Empfindung hatte. Es fühlte sich an, als ob eine Hand meinen Rücken und die obere rechte Seite meines Brustkastens massieren würde. Ein Muskel türmte sich auf, bis er sichtbar war, als ob er von einer Hand „geknetet" würde. Das Fleisch bewegte sich tatsächlich, und der tiefste Punkt, der betroffen war, lag etwa 25 Zentimeter unterhalb meiner Achselhöhle.

Ich ging schlafen, obwohl der Schmerz sich weiter verschlimmerte. Die gebrochene Bandscheibe befindet sich im Beckenbereich und war durch eine ständige Entzündung und eine Schwellung an der Bandscheibe immer identifizierbar. Meine Beine sind immer in Mitleidenschaft gezogen, wenn mein Rücken schmerzt.

Als ich am nächsten Morgen erwachte, waren die Schmerzen besser, aber immer noch da. Und dann entdeckte ich auf einmal, dass ich aufrecht dastand, viel aufrechter, als es vorher möglich gewesen war. Mein Mann bemerkte, dass ich nicht mehr zusammensackte, wie es sonst für mich normal war. Zuvor war es für mich unmöglich gewesen, gerade zu stehen. Jetzt stand ich seit Jahren zum ersten Mal gerade da, und die Schwellung war von meiner Wirbelsäule verschwunden. Die Entzündung blieb noch für ein paar Tage, dann verschwand auch sie.

Ich habe keine Schwierigkeiten oder gar Schmerzen mehr, obwohl ich Dinge getan habe, die mir zuvor viele Schwierigkeiten eingebracht hätten.


Einige Heilungen setzen ein, werden jedoch vom menschlichen Auge nicht erkannt. Die heilende Arbeit geschieht zuerst im unsichtbaren Reich, bis sie sich später im sichtbaren Reich manifestiert. Mrs. Fuller gibt diesen Bericht als ein Beispiel für diese Art der Manifestation.


„Wir verbrachten drei Wochen in Gottesdiensten in Williamsport, Maryland, im Oktober 1969.

Am ersten Abend des Revivals gab es eine Gebetsreihe für die Heilung des Körpers außer der Zähne. Eine Frau stellte sich in die Reihe. Sie muss Anfang siebzig gewesen sein, eine süße kleine Frau. Sie hatte so eine liebenswerte Art an sich, dass man am liebsten zu ihr gegangen und sie umarmt hätte. Seit 17 Jahren litt sie an einem ausgeprägten Tick an beiden Augen, ein starkes Zucken, hart und schnell.

Nach dem Gebet war sie unverändert, sie hatte immer noch das starke Zucken. Als wir an diesem Abend zurück zu unserem Wohnwagen gingen, sagte ich zu Bruder Fuller, dass ich gerade fühlte, dass ihre Heilung begonnen habe. Er stimmte mir zu.

Jeden Abend kam diese kleine Frau zu den Gottesdiensten mit ihrem süßen Lächeln, doch immer noch hatte sie die schnellen Zuckungen. Am letzten Abend des Treffens, drei Wochen später, hörte ich, wie jemand fragte: „Bekomme ich heute abend keine Umarmung?" Ich drehte mich herum und schaute in ihr Gesicht. Sie sah mich unverwandt an, und war auf wunderbare Weise geheilt!"


24. August 1967

Am 23. August betete Bruder Fuller für mich. Mein linker Fuß war gebrochen gewesen und es war nicht möglich, einen normalen Schuh zu tragen. Am nächsten Morgen zog ich meinen normalen Schuh an und arbeitete den ganzen Tag ohne irgendwelche Beschwerden. Außerdem hatte ich einen großen Knoten im Kiefer, der es unmöglich machte, mein unteres Gebiss zu tragen. Als Bruder Fuller mir die Hände auflegte, war ich geheilt.


Anmerkung des Autoren: Dieser Mann trug einen übergroßen Hausschuh am Fuß, als er zum Gottesdienst kam. Im März 1968 schrieb er an die Fullers, dass sein Fuß immer noch völlig in Ordnung sei.


978 Sonoma Avenue, North Sacramento, Kalifornien, 22. November 1966

AN ALLE, DIE ES BETRIFFT:

Viele Monate lang hatte ich seitlich an der Nase ein Krebsgeschwulst gehabt. Vier Monate war ich auf verschiedenste Art behandelt worden. Dann sagten mir die Ärzte, Dr. Carleton C. Wright und Dr. S.J. Smiley, 3701 „J" Street, Sacramento, ich bräuchte eine Radium-Behandlung. Sie gaben mir die Radium-Behandlungen einen Monat lang jeden Tag und sagten mir, ich solle sechs Monate später wieder zur Klinik kommen.

Fünf Monate vergingen und der Krebs breitete sich immer noch aus. Ich bekam einen Termin, um zurück zur Klinik zu kommen und weiter mit Radium behandelt zu werden.

In der Zwischenzeit hatte ich von Evangelist Willard Fuller gehört (man hatte mir gesagt, er lege den Menschen die Hände auf und Gott heile sie), der ein Revival bei Guiding Light Tabernacle in North Sacramento leitete.

Ich besuchte diesen Gottesdienst am 13. November und er betete für mich. Ich war sofort geheilt und ging zurück zu meinen Ärzten, so dass sie es sehen konnten.

Ich danke Gott für die Heilung. Ich danke Gott, dass ich weiß, es ist geheilt. Die Ärzte haben es bestätigt. Und ich danke Gott für Menschen des Glaubens wie Bruder Fuller, durch die Gott wirken kann.

Grace Tessmer


Santa Rosa, Kalifornien, 12. März 1967

Ich hatte sechs Jahre lang einen Leistenbruch. Am Ende der Bibelbotschaft stellten wir uns in einer Reihe auf, damit für uns gebetet würde. Bruder Willard Fuller legte mir die Hände auf und ich war wieder ganz.


Charles A. Beth, 3060 Island Dr., Redding, Kalifornien 96001 243-7357

Evangelist Willard Fuller hatte gerade ein wundervolles Revival in der Foursquare Gospel Kirche in Anderson, Kalifornien, beendet, wo T. Fritchman Pastor ist. In diesem Revival wurde ich durch die Kraft Gottes geheilt.

Viele Jahre lang hatte ich an Atembeschwerden gelitten. Mehrmals am Tag hatte ich Anfälle und bekam dabei kaum Luft. Keiner der Ärzte konnte mir helfen. Ich stellte mich in die Gebetsreihe und Reverend Fuller betete für mich. Ich war sofort geheilt. Ich fühle mich jetzt wie ein neuer Mensch.

Ich sah, wie Gott bei diesem Treffen Zähne füllte, und das ist für mich wundervoll. Doch ein Mensch kann auch mit schlechten Zähnen leben. Wenn aber jemand keine Luft bekommt, ist er verzweifelt.

Lob sei Gott, dass ich geheilt bin! Das war das großartigste Revival, das ich je erlebt habe.


Greenfield, Kalifornien, 12. Februar 1967

Nachdem Bruder Fuller für mich gebetet hatte, war die Arthritis in meiner Wirbelsäule vollständig geheilt. Der Schmerz war so stark gewesen, dass ich Kissen benutzen musste, wenn ich im Auto saß. In der Nacht schob ich den Wunsch, mich umzudrehen so lange wie möglich hinaus, um den Schmerz beim Umdrehen zu vermeiden. Als mich Bruder Fuller berührte, verließen mich der Schmerz und das Leid. Ich kann mich nun ohne Angst umdrehen. Am 19. Februar verwandelten sich vier alte Mischfüllungen in die schönsten Goldfüllungen, die Sie je gesehen haben.


Anmerkung des Autoren: Im September 1967 fuhr Martha Pierce nach San José, wo die Fullers gerade tätig waren, und sagte der Kirchengemeinde, dass ihr Körper noch immer in Ordnung war.


D.B., Waco, Texas, Juni 1963

Ich kam gestern Abend mit hässlichen Warzen überall im Gesicht und am Hals zum Gottesdienst. Nach dem Gebet waren die Warzen verschwunden!


Daytona Beach, Florida, 3. April 1968

Gott hat auf wunderbare Weise meinen ganzen Körper geheilt. Ich hatte in den letzten Jahren eine Herzschwäche, außerdem Krebs und Nierenprobleme. Ich fühle mich wie ein neuer Mensch. Ich kann den Herrn nicht genug preisen.


Anmerkung des Autoren: Diese Frau wurde an einem Abend von Krebs und Herzbeschwerden geheilt. Die Ärzte sagten, ihr Zustand sei gut.


Ich hatte dieses Revival mit Reverend Fuller mit großer Erwartung herbeigesehnt. Am ersten Sonntag Abend des Revivals wurde für mich gebetet und ich wurde von einer Allergie im Nasengang geheilt, durch die ich jedesmal, wenn ich mit Tabakrauch, Bäumen, Gras und Staub, gleich in welchem Ausmaß, in Berührung kam, niesen musste; ich hatte wässrige Augen und einen trockenen, stoßweisen Husten davon. Man bemerke: ich sagte „hatte". Ich war bei Ärzten gewesen, die mir sagten, solange ich im San Joaquin Tal lebte, würde ich damit zu tun haben. Da ich im Baugeschäft bin, hatte ich keine Chance, als es durchzustehen, bis, Dank sei Gott, für mich gebetet und ich sofort geheilt wurde. Ich brauche keine Medikamente gegen die Allergie mehr! Mein Kopf ist ganz frei und ich muss nicht mehr husten. Ich preise Gott dafür!

Ich stand bei diesem Revival auch in der Gebetsreihe für Zahnprobleme. Ich hatte sehr schlechtes Zahnfleisch und ein Zahn benötigte eine Füllung, um die sich mein Gott wunderbar mit einer Silberfüllung kümmerte. Mein Sohn erhielt ebenfalls fünf Silberfüllungen und eine Goldfüllung. Meine Tochter zwei Silberfüllungen; sie war nie zuvor bei einem Zahnarzt gewesen. Wir alle preisen Gott dafür. Wir sind dankbar, einen solch großzügigen Retter zu haben!

Mrs. Raxie Bench
Taft, Kalifornien


Viele Heilungen geschehen, ohne dass Hände aufgelegt werden. Das könnte darauf hindeuten, dass es eine Heilenergie gibt, die von Willard Fuller ausgeht oder dass die Gebetskraft über den direkten Empfänger hinausgeht. Zum Beispiel erhielten Kinder, die auf den hinteren Bänken schliefen, Zahnfüllungen. Es kamen Menschen nur als Zuschauer zum Gottesdienst und erhielten Heilungen aller Art. Wenn für die Menschen in der Gebetsreihe gebetet wird, ziehen manchmal andere Nutzen daraus. Manchmal durchdringt die Gegenwart der Heilung den Raum lange bevor die Gebete gesprochen werden und die Heilungen geschehen. Eine Frau hatte Geschwüre im Mund und ihr Zahnfleisch blutete und war wund. Sie saß im Raum und sah und hörte zu, bat aber nicht darum, dass für sie gebetet würde. Ihr Zahnfleisch war vollkommen in Ordnung, als sie die Kirche verließ.

Ein 17jähriger Junge aus Tehachapi, Kalifornien, saß in der ersten Reihe. Sein linker Arm war schon immer etwa fünf Zentimeter kürzer gewesen als der rechte. Als der Evangelist für die Leute in der Reihe betete, sagte der Junge, er habe ein komisches, kribbelndes Gefühl im Arm. Später beschrieb er es als Stromstöße oder - funken, die in seinem linken Arm hinauf- und hinunterliefen. In diesen Momenten wuchs der Arm zur selben Länge wie der normale.

Der folgende Bericht, den Bruder Fuller erzählt, legt den Gedanken nahe, dass vom menschlichen Körper bestimmte Energien ausgehen müssen, die alle, die mit ihnen in Berührung kommen, wesentlich beeinflussen.


„In einer der Städte von Michigan machten fünf Kirchen bei unseren Revival-Meetings mit. Die Pastoren kamen; ihre Leute kamen; sie brachten ihre Klappstühle als zusätzliche Sitzgelegenheiten mit. Gott segnete uns, und wir hatten ein wundervolles Revival.

„Eines Abends kam einer der Pastoren, die zu Gast waren, zu mir, als ich gerade die Kirche betrat. Er war aufgeregt.

„‘Eine der Frauen in unserer Kirche‘, sagte er mir, ‚konnte nicht am Revival teilnehmen, weil sie abends arbeiten muss. Aber sie ist ungeheuer interessiert an dem Treffen. Sie hat ein Telefon an ihrem Arbeitsplatz, und jeden Abend, wenn der Gottesdienst vorüber ist, ruft sie ihre Freundin an und fragte sie, was in der Kirche geschehen sei. Heute um die Mittagszeit sagte sie mir, dass sie heute morgen im Geschäftsviertel der Stadt herumgelaufen war, und dass sie währenddessen daran dachte, wie sehr sie sich wünschte, bei den Gottesdiensten dabei sein zu können - sie hatte ein Loch im Zahn, das so schlimm war, dass der Zahnarzt es nicht mehr reparieren konnte. Auf einmal hatte sie ein seltsames Gefühl in genau diesem Zahn, in dem das Loch war. Sie erinnerte sich, dass ihre Freunde ihr gesagt hatten, dass sie etwas in ihren Zähnen gespürt hatten, als die Löcher gefüllt wurden. Sie merkte, dass sie gerade vor dem Kress Store stand. Sie erinnerte sich, dass in dem Laden die Säule, die die Decke und das Dach hält, verspiegelt ist. Sie ging in den Laden und zu dem Spiegel. Als sie ihren Mund öffnete und durch den Spiegel ihren Zahn betrachtete, sah sie, dass das Loch mit wunderschönem Silber gefüllt war. Sie ist begeistert und ich bin begeistert. Sie war nicht bei den Gottesdiensten. Du hast nicht für sie gebetet und ihr die Hände aufgelegt. Sage mir, wie hat sie die Heilung erhalten?‘"

„Ich antwortete: ‚Mein Bruder, du sagtest, sie hat ein Telefon an ihrem Arbeitsplatz. Ich möchte, dass du folgendes tust: Geh jetzt gleich ans Telefon und rufe sie an. Frage sie, ohne sie zu beeinflussen, um welche Uhrzeit dies heute morgen geschah; und sieh, ob es um etwa 9:45 Uhr war.‘

„Etwa zwei bis drei Minuten war er am Telefon. Als er zurückkehrte war er richtig aufgeregt.

„Er sagte: ‚Als ich sie fragte, um welche Uhrzeit das geschehen war, sagte sie: ‚Oh, ich weiß nicht genau. Es muss etwa Viertel vor zehn gewesen sein.‘ Ja, sie ist aufgeregt, und ich bin es auch. Woher wusstest du, dass es heute morgen um 9:45 Uhr geschah?‘

„‘Weil ich, mein Bruder‘, erwiderte ich, ‚heute morgen um 9.45 Uhr am Kress Store vorbeigegangen bin.‘

„Wir bewegen uns in der Atmosphäre unseres eigenen Glaubens. Andere mögen sagen, was sie mögen, ich aber weiß: Gott füllt Zähne! Ich bewege mich in dem Glauben, dass Gott Zähne füllt. Ich bewege mich in dem Glauben, dass die Geschenke des Geistes real sind. Ich glaube, dass Gott Sich Selbst durch Zeichen und Wunder manifestiert. Das ist die Atmosphäre meines Glaubens - die Wirklichkeit dieser spirituellen Dinge."


Segnungen werden in allen Bereichen der Not empfangen. Hier folgt ein Auszug aus dem Brief einer Frau aus Pueblo, Colorado, geschrieben am 23. September 1964.


„Der Leberfleck auf der rechten Seite meiner Stirn, für den Sie gebetet haben, ist verschwunden. Es war so ein hässliches Ding. Ich danke Gott für die Heilung."


„Unser Enkelkind, für das Sie gebetet haben, ist ein ganz anderes Kind geworden, so lieb und freundlich und gut, und er ist jetzt auch in der Schule gut. Seine Mutter kann sich jetzt zu ihm setzen und mit auf eine Weise sprechen, wie es in den letzten zwei Jahren nicht mehr möglich gewesen war. (Anmerkung des Autoren: Dieses Kind war knapp davor gewesen, wegen geistiger und emotionaler Unausgeglichenheit von der Schule verwiesen zu werden.)


Mrs. W.L.W., Monolith, Kalifornien, 14. Mai 1967

Mein vierjähriger Sohn hat wochenlang unter Ohrenschmerzen gelitten. Er hatte ständig Schmerzen und schrie nach Medikamenten, damit sie vorübergehen. Bruder Fuller legte ihm die Hände auf betete. Der mächtige Geist Gottes schien über uns zu sein. Ich brachte meinen Sohn nach Hause und musste seither kein Öl und keine Heizkissen mehr wärmen und keine Tabletten mehr benutzen. Er schläft durch und es geht ihm während des Tages gut.


Eine der verblüffendsten Heilungen geschah im Herbst 1967 in einer Stadt in der Mitte Kaliforniens. Eine Frau wurde wegen ihres schwer geschädigten Herzens behandelt. Mehrere Jahre lang hatte sie täglich drei Tabletten genommen. Sie trug immer ein Fläschchen mit einem speziellen Medikament für Notfälle bei sich. Sie wurde häufig durchgecheckt und ihre Ärzte fertigten detaillierte Berichte über ihren Zustand an.

Sie stellte sich eines Abends beim Besuch eines Revival-Gottesdienstes in die Gebetsreihe. Irgendwann in der folgenden Woche gelang es ihr, eine umfassende Herzuntersuchung in der Klinik zu erhalten. Die Ärzte gaben ihr den Befund. Es war so, als sei niemals irgend etwas an ihrem Herzen gewesen!

Einige Monate später wurde in Salinas, Kalifornien, ein Mann von seinen beiden Freunden zum Gottesdienst mitgebracht. Er sollte am nächsten Tag an der Wirbelsäule operiert werden. Er hatte solche Schmerzen, dass er ein paar Schmerztabletten genommen hatte, bevor er zum Gottesdienst gekommen war. Da er unter seinem Hemd ein Korsett trug, das von der Taille bis unter die Schultern reichte, hatte er Schwierigkeiten, zu gehen, und so halfen ihm die anderen beiden Männer, Treppen etc. zu überwinden. In diesem Gottesdienst spürte der Mann das Bedürfnis, sich wieder mit seinem göttlichen Schöpfer zu verbinden. Und er bat seine Freunde, ihm nach vorne zum Altar zu helfen. Dort kniete er zum Gebet nieder. Bruder Fuller fühlte sich veranlasst, zu ihm zu gehen und für seine Heilung zu beten. Der Mann erhob sich und verließ die Kirche. Einige Minute später kam er zurück und trug das Korsett in der Hand. Er machte ein paar Übungen, zum Beispiel, die Zehen mit den Händen berühren... und es war für jeden offensichtlich, dass er bei diesen anstrengenden Übungen keinerlei Schmerzen verspürte. Der Mann war von dieser Rückenverletzung geheilt worden. Er ließ sich nicht operieren. Er kehrte an seinen Arbeitsplatz als gesunder und stärkerer Mann zurück.


Es folgt eine weitere von Mrs. Fullers Lieblingsgeschichten. Sie wird in ihrem eigenen Wortlaut wiedergegeben.


„Bruder Fuller und ich betreuten eine Kirche in San José, Kalifornien. Es war im Frühling 1966 und das Wetter war schön und große Menschenmengen kamen und der ganze Geist der Treffen war wunderbar. Während der zweiten Woche stellte sich eines Abends eine Frau mit ihrem kleinen Jungen in die Gebetsreihe. Sie bat um ein Gebet für seine Füße. Seine beiden Füße waren schrecklich verdreht und das arme Kind konnte sich nur am Boden entlangschleppen, wobei ihn die Mutter unterstützte, indem sie ihn am Arm hielt. Für das verkrüppelte Kind wurde gebetet und die Mutter half ihm zurück auf seinen Platz. Sein Zustand war unverändert.

Am folgenden Abend stand die Mutter während des Lobpreisgottesdienstes auf, um Zeugnis abzulegen. Sie sagte, dass sie den kleinen Jungen nach dem Gottesdienst am Abend zuvor nach Hause gebracht hatte. Sie bereitete sein Bett im hinteren Zimmer vor, während der Junge im Wohnzimmer wartete. Es gab keine Teppiche im Haus, nur nackten Fußboden. Und plötzlich hörte sie das Geräusch von Füßen, die im Wohnzimmer hin- und herrannten. Sie ließ das Bettzeug fallen und rannte noch vorne. Sie sah, wie ihr kleiner Sohn hin- und herrannte. Seine Füße waren vollkommen geheilt!

Sie hatte den Jungen dabei. Die ganze Gemeinde sah, dass er nicht mehr verkrüppelt war! Oh, wie dankbar wir sind, nach unserem Glauben von Gott gesegnet zu werden."

 

Kapitel 6

Gebet für äußere Umstände

Ein weiteres Ergebnis aus dem Gebet wird von Reverend Dr. Fuller als „Verbesserung der äußeren Umstände" beschrieben. Es gibt so viele Menschen, deren soziale bzw. ökonomische Verhältnisse so beengt sind, dass schwere Probleme daraus entstehen. Bei manchen führen diese Probleme zu einem Zustand mentalen Schmerzes, der genauso groß und manchmal größer ist als der Schmerz, den physische Krankheit verursacht.

Bruder Fuller hat immer geglaubt, dass, wenn Gott willens ist, Zähne zu füllen und physische Krankheiten zu heilen, Er ebenfalls willens ist, die Bedürfnisse derjenigen zu decken, die sich wegen ihrer leidvollen sozialen oder ökonomischen Situation in Schmerz und Angst befinden. Es gibt einige, die in diesem Punkt nicht seiner Meinung sind. Diese Leute erklären, dass in den meisten Fällen „ökonomische Bedürfnisse" einfach der Bedarf an Geld ist, und dass ein Gebet für Geld ein vergiftetes Gebet sei, weil Geld „die Wurzel allen Übels" sei.

(Diese Behauptung wird oft der Heiligen Bibel zugeschrieben, obwohl die tatsächliche Aussage dort einfach eine Warnung davor ist, dass die Liebe zu Geld um seiner selbst willen die Wurzel des Übels ist.) In dem Bedarf oder dem Wunsch nach Geld liegt nicht von vorne herein etwas Sündhaftes oder Unmoralisches. Es ist lediglich der Zweck, für den das Geld gewünscht wird, der bestimmt, ob der Wunsch angemessen ist oder nicht.

(Als die Pharisäer Jesus von Nazareth in Versuchung führten, indem sie ihm vorschlugen, dass die Leute, da Gott größer sei als Cäsar, sich vielleicht weigern sollten, dem Cäsar Tribut zu zollen und das Geld statt dessen an Gott bezahlen sollten. Jesus bat um eine Münze. Als ihm eine gegeben wurde, fragte er: „Wessen Abbild ist auf der Münze", und sie antworteten ihm: „Cäsars". Jesus sagte: „Dann gebt Cäsar die Dinge, die Cäsar gehören und Gott die Dinge, die Ihm gehören." Die ganze Passage dient dazu, die Menschen daran zu erinnern, dass, weil sie sowohl ein physisches als auch ein spirituelles Wesen sind, auch ihre physischen Bedürfnisse gedeckt werden müssen. Darin steckt allerdings auch die Warnung, dass physische Bedürfnisse und spirituelle Bedürfnisse nicht verwechselt werden dürfen.)

Bruder Fuller ist überzeugt, dass Gott Sich um alles kümmert, womit Seine Kinder beschäftigt sind, und deswegen sollte Seine Hand in jedem Lebensbereich wahrgenommen werden. Daher gibt es Zeiten, wenn er sich veranlasst fühlt, für diejenigen zu beten, die in Umständen leben, die göttliche Berichtigung benötigen. Oft wird die erbetene Hilfe sofort gegeben, wie die folgenden Zeugnisse zeigen.


J.G., Los Angeles, 9. August 1965

Ich brauchte dringend eine größere Geldsumme - fünfhundert Dollar. Ich brauchte es, um mein Haus behalten zu können. Ich hatte soviel darin investiert und doch würde ich es ohne dieses Geld verlieren. Es war deprimierend, denn ich hatte alles mögliche versucht, um das Geld zu bekommen. Dann bat ich Evangelist Willard Fuller, mir die Hände aufzulegen und für mich zu beten. Am selben Abend hatte ich kurze Zeit geschlafen, als ich plötzlich aufwachte und mir ein Name in den Kopf kam. Ich rief die Person sofort an und sie sagte mir, dass ich das Geld haben könne. Innerhalb von 24 Stunden war das Geld bei mir. „Mit Gott sind alle Dinge möglich."


V.S. Orlando, Florida, 11. März 1968

Bruder Fuller betete dafür, dass sich meine Situation verbessert, und schon am nächsten Tag bekam ich in meiner Firma eine bessere Position angeboten.


Es existieren viele Berichte über die Ergebnisse aus den Gebeten für die äußeren Umstände. Einer oder zwei davon stechen aus dem Rest der Lebensdramen, die sie repräsentieren, hervor. Eine Frau kam zu Bruder Fuller während der Einladung zum Gebet und sagte ihm, dass ihre Tochter seit über einem Jahr vermisst sei. Sie sagte, das Vermisstenamt, die Polizei und andere Organisationen hätten große Bemühungen unternommen, das Mädchen zu finden. Die Mutter hatte persönlich jeden aufgesucht, von dem sie dachte, dass er den Aufenthaltsort des Mädchens kennen könnte. Ohne Ergebnis. Die Mutter sagte, sie sei verzweifelt, da es keinen Hinweis darauf gebe, was aus ihrer Tochter geworden war.

Bruder Fuller betete darum, dass Gott die Dinge regeln würde und dass die Mutter über ihre Tochter Bescheid wisse, um ihr Leid zu beenden.

Am nächsten Morgen klingelte um 8 Uhr das Telefon und am Apparat war die Tochter. Sie sagte ihrer Mutter, dass sie weggegangen war, um ein unabhängiges Leben zu führen. Sie sagte, sie habe einen guten Job und dass sie versuche, auf ihren eigenen beiden Füßen zu stehen und es schien, als ob sie das sehr gut hinbekäme. Doch, fuhr sie fort, während der frühen Abendstunden am Tag zuvor hatte sie plötzlich ein ungemütliches Gefühl überkommen, dass sie abbrechen und ihre Mutter anrufen solle. Die Monate waren vorübergegangen und nun hatte sie sich bewiesen, dass sie etwas aus ihrem Leben machen konnte und dass sie in ihrem neuen Leben daran anknüpfen konnte. Das ungemütliche Gefühl in ihr dauerte an, und während der Nacht fand sie keinen Schlaf. Schließlich entschloss sie sich, früh aufzustehen und ihre Mutter anzurufen.

Diese Geschichte ereignete sich im Jahr 1967. Es gibt viele ähnliche Fälle, die es sehr schwer machen, sie als „Zufall" zu kategorisieren. In dem Revival, das 1963 in Louisiana gehalten wurde, bat ein Bauingenieur um ein Gebet für sein Geschäft. Er berichtete, dass es mit seinem Geschäft soweit bergab gegangen war, dass er kurz davor stand, ungefähr zwanzig Angestellten kündigen zu müssen. Diese Männer waren gute Arbeiter, gute Leute mit Familien, die sie zu versorgen hatten, und der Chef hielt es für eine Schande, ihnen zu kündigen. Im Gebet wurde um die göttliche Berichtigung der Situation gebeten.

Es geschah, dass Bruder Fuller am nächsten Tag nach Florida abreiste. Es war gegen Ende der dritten Woche des Revival-Meetings im Tal, als ihn ein Brief des Bauingenieurs erreichte. Darin berichtete der Mann, dass er nun genügend Aufträge für den Rest des Jahres habe und weit in des nächste Jahr hinein habe.


Mein Name ist Beaulah Simms.

Ich besuche die Temple Church of God in Christ in Washington D.C. Ich stand am 25. Juli in der Gebetsreihe. Bruder Fuller betete für die Bedürfnisse der äußeren Umstände und Bedingungen. Ich bat um ein Auto. Ich kann nicht arbeiten und habe kein Geld für ein Auto. Ich glaubte, das Gottes Kraft am Werk war, denn Bruder Fuller legte mir unter der Salbung Gottes die Hände auf.

Einige Tage später schickte eine Frau ihren Sohn mit einer Botschaft für mich zur Kirche. Es war wohl so, dass die Frau, Mrs. Maiz, eine Annonce in die Zeitung gesetzt hatte. Sie wollte ihr Auto für 200 Dollar verkaufen. Später sprach sie mit ihrem Ehemann darüber und entschloss sich dazu, mir das Auto als Geschenk zu geben, so dass ich damit kirchliche Arbeit verrichten konnte. Sie schickte ihren Sohn, um mir die gute Nachricht zu überbringen. Ich glaube, das war eine direkte Antwort auf mein Gebet.


Anmerkung des Autoren: Diese Kirche ist eine schwarze, nicht integrierte Kirche in Washington D.C. Bruder Fuller arbeitete dort drei Wochen lang.


Die gewaltige Kraft der Gebete führt zu wundervollen Segnungen für viele, viele Bedürftige. Egal, ob durch die persönliche Berührung des Handauflegens, über Telefon, durch Heilgebete für den Absender eines Briefes oder Gebete in Meditation, wo man zur selben Zeit aber nicht am selben Ort sitzt, die Segnungen fließen immer weiter und berühren und bessern das Leben der Menschen, egal woher sie sind. Diese dynamische geistliche Tätigkeit ermöglicht in vielen Herzen einen spirituellen Durchbruch. Eine Person schrieb eine Stellungnahme, die die Gefühle von Tausenden widerspiegelt: „Gott hat mir und meiner Familie eine neue Art des Glaubens geschenkt, die wir nie zuvor gekannt hatten. Durch Sie haben wir uns in jeder Beziehung zum Guten entwickelt. Ihre begeisternde Botschaft zu hören, Ihre Hingabe zum Gebet zu beobachten und die Manifestation der heilenden Kraft mit eigenen Augen zu sehen, all das hat Wunder in unser Leben gebracht."

Es ist für alle, die Reverend Dr. Willard Fuller hören, offensichtlich, dass es seine Absicht ist, den Geist zu besseren und effektiveren Wegen des Denkens hin zu verändern. Rechter Gedanke, rechte Handlung, rechte Lebensgewohnheiten tragen zum allgemeinen Wohlsein des Individuums und der Gesellschaft bei. Der Evangelist erkennt, dass es viel zu lernen gibt. Er erkennt auch, dass es Juwelen der Realität jenseits der Buchstaben des religiösen Dogmas gibt. Die lebendigen Wahrheiten sind Geheimnisse, die für alle Menschen Wirklichkeit sein sollten.

Alles arbeitet für diejenigen zusammen, die Gott lieben und je nach seinen Zielen aufgerufen werden, und der Mensch lernt, auf bessere Weise zu leben und einen prächtigeren Zustand der Existenz zu entwickeln.

Bruder Fuller bemüht sich, das zu repräsentieren, was vornehm und aufbauend ist und andere niemals verdammt, die alle das spirituelle Leben repräsentieren, egal welchen Zugang sie benutzen. Er möchte der beste Kanal sein, der er sein kann, doch niemals bringt er irgendeine Religion oder Organisation philosophischer Ideen in Misskredit. Er ist der Meinung, dass sich gerade viel Erleuchtung unter den Menschen manifestiert, und dass die wahren Fakten in allen Glaubensgebieten an die Oberfläche kommen werden, und jene Dinge, die falsch sind, werden wegfallen. Er weiß nicht alle Antworten. Aber über einige Dinge ist er sich ganz sicher. Er weiß, dass dies eine Zeit von höchster Bedeutung für die Menschen ist. Er weiß, dass Gott ihn rief und ihn berührte. Er weiß, dass bestimmte Gaben durch ihn am Wirken sind. Er weiß, dass das Hauptziel seiner Tätigkeit die Lehre der Botschaften ist, wonach die Zeichen und Wunder nach der Predigt des Wortes folgen. Und er weiß, das der wahre Zweck aller Dinge im Geist Gottes ist und sich nur allmählich entfaltet.


Kapitel 7

Per Brief

1964 fühlte sich Bruder Fuller veranlasst, „per Brief" für Leute mit Zahnproblemen zu beten. Bisher hatte er immer für körperliche Probleme gebetet, wenn er Briefe erhalten hatte, in denen die Leute um ein Gebet baten. Doch er hatte in der Tat noch nie gesagt, dass Gott Zahnprobleme beheben würde, wenn er um die Bitten, die in Briefen gestellt wurden, betete. Obwohl prozentual auf diesem Weg des Gebets viel weniger Heilungen geschehen, ist doch die Tatsache, DASS ÜBERHAUPT welche geschehen, wunderbar. Viele Leute, die in einem Brief um ein Gebet bitten, haben sehr wenig Wissen über Gebet und Glaube. Und viele von ihnen wissen nichts über Menschen, die ein Kanal für die spirituelle Heilkraft sind. Sie möchten ihre Zahnprobleme loshaben und so schreiben sie Bruder Fuller darüber. Er erhält monatlich fünfzehn bis zwanzig Briefe, in denen nur um Zahnheilung gebeten wird. Grob geschätzt werden drei bis vier Gebete erhört. Doch auch diese Schätzung scheint sich zu ändern, denn jeden Monat steigt die Zahl derer, die über Zahnheilungen berichten.


Lieber Mr. Fuller:

In den letzten zwei Jahren habe ich sehr wegen meiner dritten Zähne gelitten. Der Zahnarzt bemühte sich mehrmals, sie zu fixieren, hatte aber überhaupt keinen Erfolg damit. Mein Zahnfleisch war immer wund und das Gebiss passte überhaupt nicht.

Als ich Ihren Brief las, war mein Gebiss plötzlich wie neu. Es saß perfekt und die Entzündung war verschwunden. Es war fast, als hätte ich gar keine falschen Zähne.

Jetzt kann ich alles essen, was ich möchte. Ich lache und singe und meine Zähne stören mich überhaupt nicht mehr.

Ich danke und preise Gott, und ich danke Ihnen unendlich für das, was ich empfangen habe.

Hochachtungsvoll,
Wadah Koury, Detroit Michigan
Juli 1966


Lieber Reverend Fuller,

mein Zahnfleisch auf der rechten Seite spürt die Kraft des Herrn und sieht zum ersten Mal wieder gut aus.

Eine Loch wurde völlig geheilt und gefüllt und der Zahn daneben in der Mitte füllt sich jetzt gerade. Ich schaute in den Spiegel und sah zu, wie sich ein wenig davon füllte.

Bitte beten sie weiter für mich, damit mein Mund völlig geheilt wird.

Hochachtungsvoll,
S.A.H., Berkeley, Kalifornien
Juli 1968


Anmerkung des Autoren: Im August 1969 war die Heilung vollendet.


Lieber Evangelist Fuller:

Mein Ehemann und ich sind dem Herrn Jesus und Ihnen so dankbar für unsere Zahnfüllungen und auch für die Anpassung der dritten Zähne.

Krebs, Joshua Tree, Kalifornien,
November 1965


Einige Leute berichten, dass sie einen Termin bei ihrem Zahnarzt hatten, der die kürzlich angesetzte Arbeit erledigen sollte, wie sie auf den Röntgenbildern zu sehen war. Doch bei der Untersuchung stellte der Zahnarzt fest, dass einige Stellen, die repariert werden sollten, sich verändert hatten und keine Reparatur mehr nötig war.

Was immer nötig ist, Gott kann es! Leute haben per Brief um die Heilung ihrer Haustiere gebeten. Einige baten, dass die Heilkraft sich auf ihre Lieblingsbäume richten möge, die von irgendwelchen Pflanzenkrankheiten befallen waren. Man könnte ein eigenes Buch damit füllen, auf wie unterschiedliche Arten die Gebete beantwortet werden.

Die Tätigkeit per Brief steigt. Viel weniger Heilungen geschehen durch Briefe als wenn man selbst da ist, wenn gebetet wird. Doch die Anzahl der Empfänger erhöht sich langsam. Es kommen Briefe aus Australien, Afrika, Österreich, Kanada, Schweden, England, China, Italien, Frankreich und einigen südamerikanischen Ländern.

Da die „Kraft in Bruder Fuller sich jährlich zu steigern scheint, könnte es sein, dass der Vorgang der Heilung per Brief erfolgreicher wird, als er es zur Zeit ist.


Kapitel 8

Arzt, heile dich selbst

Eines der Hauptargumente, das von denjenigen vorgebracht wird, die der Glaubensheilung von „Wunderkuren" skeptisch gegenüberstehen, ist, dass der Geistliche oder die Person, durch deren Bemühungen die Heilungen geschehen, oftmals selbst Opfer irgendeiner Krankheit ist, die er bei anderen heilt. Die Ermahnung „Arzt, heile dich selbst!" ist so alt wie die Geschichte der Philosophie, und viel älter als die Wissenschaft der Medizin.

Die Tatsache, dass der Arzt unter Umständen selbst ungelöste physische Probleme hat, war jedoch noch nie ein gültiges Argument gegen den Wert seines Dienstes an anderen. Einige der herausragendsten Ärzte und Chirurgen in der Geschichte der Medizin waren Männer, die selbst an ernsten physischen Beschwerden und Behinderungen litten. In vielen Fällen fuhren sie fort zu leiden, weil sie so vollkommen in ihren Dienst für die anderen aufgingen, dass sie nicht willens waren, die Zeit und die Mühe auf sich zu nehmen, die nötig gewesen wären, um sich selbst zu dienen.

Evangelist Fuller ist heute ein robuster und kräftiger Mann, dessen physische Probleme sich auf gelegentliche Symptome des Überarbeitetseins beschränken, was die unvermeidliche Folge seiner großen Inbrunst und seiner grenzenlosen Begeisterung ist. Dies war allerdings nicht immer so. Auf den folgenden Seiten erzählt er in seinen eigenen Worten über die Zeit in seinem Leben, als er, um seine eigene Tätigkeit fortzusetzen, selbst um dieselbe göttliche Heilkraft bitten musste, für die er so oft für andere gebeten hatte.


MEIN ERSTES ERLEBNIS MIT GÖTTLICHER HEILUNG

1958 war ich Pastor in einer baptistischen Kirche und ich lebte in Many, Louisiana. Eines morgens erwachte ich und bemerkte, dass mein rechtes Knie steif war. Ich hatte keine Schmerzen - es fühlte sich nur so an, als ob es geölt werden müsste. Jahre zuvor hatte ich das Knie einmal beim Fußballspielen im College verletzt. Dann war es ein weiteres Mal in der Armee während des Zweiten Weltkrieges verletzt worden. Damals wurde es im General Hospital, Ft. Monmouth, New Jersey, operiert. Ein Teil des Knorpels war damals entfernt worden. Ich schrieb diese Steifheit nun diesen alten Verletzungen zu.

Am zweiten Tag hatte sich die Steifheit verstärkt. Am dritten Tag begann es wehzutun. Es war schwierig, den pastoralen Pflichten nachzugehen. Ich konnte keinen bequemen Platz für mein Knie finden, nicht einmal im Bett. Die Schmerzen wurden stärker. Am Ende der Woche war es ein hämmernder Schmerz. Bei jedem Herzschlag wurde der Schmerz fast unerträglich. Etwas musste unternommen werden.

Ich ging ins Krankenhaus. Man fertigte Röntgenaufnahmen an. Die drei Ärzte in der Klinik betrachteten die Röntgenaufnahmen und berieten sich. Schließlich verkündeten sie:

„Prediger, wir haben schlechte Neuigkeiten für Sie. Sie haben rheumatoide Arthritis."

„Was kann man dagegen tun?", fragte ich

„Nichts. Bisher hat man noch kein Mittel dagegen gefunden", sagten sie. „Es wird viel experimentiert. Wir können mit Ihnen experimentieren, wie wir es mit anderen getan haben, aber um fair zu sein müssen wir Ihnen sagen, dass wir bisher überhaupt noch keinen Erfolg hatten. Das einzige, was wir tun können, um Ihnen wirklich zu helfen, ist Ihnen Schmerzmittel zu geben. Sie werden lernen müssen, damit zu leben."

„Oh nein!", war alles, was ich sagen konnte.

Einer der Diakone in meiner Kirche hatte rheumatoide Arthritis. Dr. Roland Stoker ist wegen dieser schlimmen Krankheit in den Ruhestand getreten. In zwanzig Jahren ist es immer schlimmer geworden. Wenn er zur Kirche kommen konnte, was selten der Fall war, dann kam er auf Krücken - und musste sehr langsam gehen. Der intensive Schmerz war immer ganz offensichtlich. Ich hatte ihn manchmal besucht, wenn die Schmerzen sehr stark waren. Manchmal schrie er stundenlang vor Schmerzen.

Diese Krankheit, die Dr. Stoker hatte, wollte ich nicht haben. Ich war der Meinung, dass etwas getan werden müsse.

Von der Klinik ging ich auf direktem Weg zu einem Chiropraktiker. Er sagte mir genau dasselbe wie die Ärzte. „Bei rheumatoider Arthritis kann man nichts machen. Lernen Sie, damit zu leben, so gut Sie können."

Ich war völlig deprimiert, als ich langsam nach Hause fuhr. Ich dachte daran, wie dies meine geistliche Tätigkeit beeinträchtigen würde. Dann dämmerte es mir plötzlich, dass ich in der Verfassung von Dr. Stoker keine geistliche Tätigkeit mehr haben würde. „Mein Gott, es muss etwas getan werden", sagte ich zu mir selbst. Dann wurde mir bewusst, was ich gesagt hatte. Es war ein Ausdruck von Verzweiflung.

Der Teil der Aussage „mein Gott" war der Beginn einer neuen Gedankenkette. Gott hatte mich in Seinen Dienst gerufen. Es hatte niemals der geringste Zweifel über diesen göttlichen Ruf bestanden. Der Ruf war nicht nur für ein paar wenige Jahre, sondern bestand für den Rest meines Lebens. Wenn Gott mich in Seinen Dienst gerufen hatte, und das hatte Er, dann konnte Gott mich auch in Seinen Dienst belassen. Ja, Gott konnte das in Ordnung bringen. Laut Aussage der Ärzte müsste das Mittel, wenn es eines gäbe, von Gott kommen.

Was sollte ich machen, um die Heilung von Gott zu erhalten? Als ich zu Hause angekommen war, begann ich die Schriften zu durchsuchen. In meinem baptistischen Studium war nichts über göttliches Heilen gelehrt worden. Auch waren in den Seminaren die Bibelpassagen über die Heilungen Jesu sehr verkürzt worden. Letztendlich wurde ich gelehrt, dass die Zeit der göttlichen Heilungen mit den zwölf Aposteln vergangen war. Nun haben wir die medizinische Wissenschaft. Kirchen sollten Krankenhäuser bauen. Das ist die Art, wie Gott die Menschen in diesem Zeitalter geheilt haben möchte. Doch ich war an der äußersten Grenze angelangt, so dass mich diese Lehren nicht befriedigen konnten.

In der Bibel fand ich viele Stellen, die aussagten, dass Heilung in Gott möglich sei. „Mit Gott sind alle Dinge möglich", las ich. Und an anderer Stelle: „Und diese Zeichen mögen denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie den Kranken die Hände auflegen, und sie werden gesund." Noch eine andere Stelle lautete: „Dem, der glaubt, sind alle Dinge möglich." Doch ich konnte keine Stelle in der Bibel finden, die uns etwas über die Beendigung dieser Dinge sagt. Ja, wenn Gott sich nie verändert, dann muss seine Kraft auch für uns heute erreichbar sein. Wenn Gott ohne Ansehen der Person handelt, dann muss mein Dienst, in den Er mich gerufen hat, Ihm ebenso wichtig sein wie jeder andere auch.

In mir stellte sich die Frage: „Was soll ich tun?" Dann las ich, dass Jesus in Bezug auf eine extreme Sache gesagt hatte: „Das kommt durch Gebet und Fasten heraus." Ich sollte beten und fasten. Über das Beten wusste ich einiges, über das Fasten wusste ich nichts. Ich beschloss, dass ich beten und fasten würde, bis ich geheilt sei.

Ich wusste nicht, dass man beim Fasten weiterhin Wasser trinken soll; also fastete ich von allem - ich aß nichts und ich trank nichts.

Unser Haus war in der letzten Straße unserer kleinen Stadt, und hinter dem Haus war der Wald. Ich hatte mir angewöhnt, da hinzugehen, um alleine zu sein wenn ich beten wollte. Da war ein Baumstumpf, der etwa achtzig Zentimeter hoch war. Darauf setzte ich mich um zu beten. Da dieser geschlagene Baum groß gewesen war, war nun in dem Blätterdach über mir eine Öffnung, durch die die Sonne hereinkam, und so war dies der einzige sonnige Fleck in dem ganzen Waldstück.

Während dieser schweren Prüfung hatte ich eine improvisierte Krücke, die ich benutzte, um zu meinem privaten Gebetsort gehen zu können. Am vierten Tag des Fastens (von Essen und Wasser) und mit wenig Appetit im Laufe der vergangenen Woche war ich äußerst schwach geworden. In der Tat war ich so schwach, dass ich nicht mehr aufrecht auf dem Baumstumpf sitzen konnte. Ich brachte es schließlich fertig, mich in eine sitzende Position auf den Wurzeln des Stumpfes zu bringen, während ich den Stumpf selbst als Lehne benutzte. Meine Beine lagen unbeholfen vor mir ausgestreckt da, ich fühlte, dass ich dabei war zu sterben.

Und es machte nichts aus, wenn ich wirklich sterben würde. Ich begann, mit Gott darüber zu sprechen. Ich sagte ihm, dass ich bereit sei, zu sterben. Ich sagte ihm, dass ich lieber sterben würde, als für den Rest meines Lebens ohne Dienst und mit solchen Schmerzen zu leben. Ich sagte: „Bitte, wenn ich nicht geheilt werden kann, dann lass mich jetzt sterben. Wenn Du mich nicht heilst, werde ich niemals mehr einen Bissen essen oder einen Tropfen Wasser trinken. Bitte heile mich oder lass mich JETZT sterben!"

Das war etwa um sieben Uhr an einem Augustmorgen. Durch das dichte Unterholz kam kaum eine Brise in dieses Waldstück, und die Sonne schien direkt durch die Öffnung der Bäume auf mich herunter. Es war über 40 Grad warm und die Feuchtigkeit lag bei einhundert Prozent.

Als ich betete: „Heile mich oder lass mich jetzt sterben", spürte ich plötzlich einen kühlen Luftzug. Zuerst spürte ich ihn auf meinem Kopf. Er schien von oben zu kommen. Es erinnerte mich an den kühlen Luftzug, den man bei heißem Wetter an den Füßen spürt, wenn man die Kühlschranktür öffnet. Ich spürte ihn auf meinem Gesicht, um meine Ohren herum und an meinem Hinterkopf. Dann bewegte er sich meinen Nacken hinunter, vorbei an meinen Schultern, der Brust und den Rumpf. Dann fühlte ich, wie er sich zu den Hüften bewegte, zu meinen Beinen, und dann spürte ich ihn auf meinen Zehenspitzen. Als er an meinem Knie vorüberkam, nahm er jede Spur von Schmerz mit sich fort.

Dieser kühle Luftzug war erfrischend. Ich fühlte mich plötzlich, als ob ich keine Mahlzeit ausgelassen hätte! Ich fühlte mich so stark, wie nie zuvor in meinem ganzen Leben. Ich sprang auf die Beine und begann, Gott zu preisen, während ich um den Baumstumpf herumtanzte. In Sekunden schien es, als würde ich mit den jungen Bäumen Hände schütteln. Ich pries Gott. Es war wundervoll. Ich war geheilt!

Bis heute habe ich nie wieder auch nur den geringsten arthritischen Schmerz gehabt.


Anmerkung des Autoren: Evangelist Fuller ist in seinem eigenen Leben nicht vollkommen gesund. In einigen wenigen Fällen hat er medizinische Hilfe in Anspruch genommen. Er behauptet, dass alle Heilung von Gott kommt. Seiner Meinung nach sind Ärzte am drittbesten. Am zweitbesten ist göttliche Heilung. Und die erste und beste Art des Lebens ist göttliche Gesundheit. Doch er glaubt, dass die Menschen nach oben stolpern - dass sich ihr Verständnis über das Werkzeug, das zu einem göttlich geordneten Leben gehört, immer weiter vergrößert. Und während der Mensch sich weiterentwickelt, eröffnen sich ihm Wege der Erholung und der Hilfe.


Kapitel 9

Mit Gott zusammenarbeiten

Reverend Mr. Fuller und seine Frau Althea arbeiten eng zusammen. Mrs. Fuller ist spirituell begabt und benutzt ihre Begabung, um ihren Mann wann immer es möglich ist in seiner Tätigkeit zu unterstützen. Während Bruder Fullers Gaben hauptsächlich aus Heilungen und Wundern bestehen, hat seine Frau die ungewöhnliche Fähigkeit, Dinge zu wissen, wahrzunehmen und sogar zu diagnostizieren. Ihre Gabe des Wortes, des Wissens und der Weisheit verbinden sich und befähigen sie, eine hervorragende Ratgeberin für die Menschen zu sein, die Hilfe bei der Lösung ihrer Probleme suchen. Durch ihre eigene Arbeit als etablierte Lehrerin des Neuen Zeitalters für die tieferen Wahrheiten Gottes und als Rednerin und Ratgeberin ist sie aktiv mit der Hilfe für Menschen beschäftigt.

Amelia Fuller hat den B.Sc. auf dem Gebiet Erziehung von der Trinity Universität in San Antonio, Texas. Sie studierte nach dem ersten akademischen Grad weiter in Psychologie, Biologie und Soziologie. Acht Jahre lang unterrichtete sie Erstklässer, und während dieser Zeit war sie eine Pionierin bei den ersten Aktivitäten der Vorschulen. Sie gab auch Unterricht für Erwachsene in Konversations-Englisch für nicht englischsprechende Menschen in San Antonio und später in Alberquerque, Neu Mexiko. Außerdem war sie an verschiedenen anderen lohnenden städtischen Projekten beteiligt.

Sie erhielt die Taufe im Heiligen Geist kurz nach ihrem Ehemann. Gottes Erscheinen in ihrem Leben führte sie mehr und mehr in die christliche Beratung und Hilfe im Dienst ihres Mannes hinein. Sie hat viele christliche Jugendtreffen für Kinder und Jugendliche überall in den Vereinigten Staaten geleitet und hat Vorträge für Sonntagsschullehrer sowie für die Verwalter von Kirchen gehalten, in denen sie sie inspiriert, nach mehr bedeutungsvollen Möglichkeiten zu suchen, um die Jugend dazu zu bringen, die Wirklichkeit der engen Verbindung mit Gott für sich anzunehmen.

Sie hat allerdings auch viel Zeit den Gebets- und Meditations-Sitzungen ihres Mannes gewidmet, besonders bei Fernheilungen. Wenn sie mit ihrem Mann unterwegs ist, besucht sie Gebetsgruppen und teilt ihre Vorschläge mit, wie man effektivere Gebetssitzungen für Gruppen entwickeln kann, sowie Ratschläge für die individuelle Gebetspraxis. Sie berichtet auf fesselnde Weise von der einzigartigen Heiltätigkeit ihres Mannes und erzählt begeisternd von ihren spirituellen Erfahrungen, die in diesen entschlossenen Dienst mündeten. Ihre Themen beinhalten auch: Die Göttlichkeit und den Menschen verstehen; Das Neue Zeitalter für den Menschen auf der Erde; Einsichten in himmlische Reiche; Aktuelle Lektionen aus der Bibel; Leitfaden für ein effektiveres Gebetsleben; Wie man eine tiefe und wirksame Meditation erreicht und Wie man seine spirituellen Gaben entwickelt.

Oftmals zeigt sie ihre Gaben des Wissens bei den Treffen, die ihr Ehemann durchführt. Eines Abends erhob sie sich von ihrem Platz in der Gemeinde und informierte ihren Mann darüber, dass sich jemand mit einer ernsten Nebenhöhlenerkrankung in der Gemeinde befinde. Sie sagte, die Krankheit hätte sich innerhalb des letzten Jahres entwickelt und würde sich stetig verschlimmern. Sie präzisierte die Diagnose noch, indem sie sagte, es handele sich um einen Mann Mitte Dreißig. Außerdem betonte sie, dass die Person von den Beschwerden geheilt würde, wenn sie sich jetzt erheben würde. Ein Mann erhob sich, um das Gebet zu empfangen, und er erklärte, dass sie ihn genau beschrieben habe.

Bei einer anderen Gelegenheit kam eine Frau zu Mrs. Fuller und schüttelte ihr als freundliche Geste nach einem Abendgottesdienst die Hand. Obwohl Mrs. Fuller die Person noch nie zuvor gesehen hatte, nahm sie die Frau zur Seite und sagte ihr, dass sie einige Dinge gespürt habe, als sich ihre Hände berührten. Mrs. Fuller bot der Frau an, ihr die Informationen zu geben, wenn sie es wünsche. Die Frau bat sofort darum. Mrs. Fuller fuhrt fort und sagte, dass sie vor kurzem einen Job angenommen habe - innerhalb der letzten Tage - und dass die Frau diesen Job für dauerhaft hielt, für eine lebenslange Beschäftigung, aber das sei er nicht. Sie sagte ihr, dass sie in wenigen Tagen gekündigt würde, dass sie aber, wenn sie vertrauensvoll bliebe, sie wiederum innerhalb weniger Tage Hilfe dabei erhalten würde, einen anderen Job zu bekommen auf einem vollkommen neuen Gebiet, das sie nie in Erwägung gezogen hätte. Außerdem sagte sie ihr, dass sie den Mann, von dem sie glaubte, dass sie ihn liebte, vergessen solle - er sei nicht ehrlich mit ihr. Sie sagte ihr, dass in kurzer Zeit ein Mann, an den sie jahrelang nicht gedacht hatte, sie kontaktieren würde und dass sie diese Freundschaft ausbauen sollte - sie würde sich als ein Segen herausstellen. Der Job, den die Frau als permanent angenommen hatte war die Pflege einer Frau mit einem gebrochenen Bein, mit der Aussicht dass nach ihrer Genesung ihre weiteren Dienste im Büro des Geschäftes der Frau benötigt würden. Alles, was sie hatte, war in das Haus der Frau gebracht worden. Am nächsten Abend kam der Ehemann von einer Geschäftsreise zurück. Er war betrunken, zornig und beleidigend. Er kündigte ihr auf der Stelle mit solcher Feindseligkeit, dass sie ein solches Erlebnis in dieser Position nie mehr hätte erleben wollen. In der folgenden Woche bot ihr ein guter Freund an, ihr die Ausbildungsgebühr zum Immobilienmakler zu bezahlen. Neun Tage später meldete sich bei der Frau ein netter Freund aus alten Tagen.

Oft hält Mrs. Fuller einen ungeöffneten Brief von jemandem, der Hilfe braucht, in Händen. Es war ihr möglich, zusätzliche Informationen zu erhalten, die sich als hilfreich herausstellten, einfach indem sie sich auf den Brief einstellte. Manche nennen das die Gabe der Phychometrie. Diese Fähigkeit ist in ihrer Arbeit sehr aktiv.

Im Licht dieser Fakten ist es leicht zu erkennen, welchen interessanten und erfüllenden Dienst die Fullers miteinander teilen.

Irgendwann in der Zukunft sind die Fullers offen für die Gelegenheiten, die sie zur Errichtung eines Basislagers führen werden - eines Zentrums, wo viel des heilenden und lehrenden Dienstes fortgesetzt und ausgeweitet werden kann. Dann können viel mehr Menschen davon profitieren, dass sie wissen, wo sie sie kontaktieren können. Im Moment ist es so, dass das Gebiet des Dienstes alle drei bis vier Wochen wechselt. Mit einem zentralen Lichthaus, das immer erreichbar ist, können viele Menschen Teil einer Gemeinschaft des Neuen Zeitalters werden, wo Forschung, Lernen und Praxis auf dem Weg zu einer effektiveren Manifestation des Lebens für alle erfahren werden kann. Die Fullers warten darauf, dass dieser Weg sich ihnen zeigt.

 

Kapitel 10

Schlusswort - In Seinem Dienst

Kein Gespräch über Glaubensheilung ist vollständig ohne einen Blick auf die sozialen und ökonomischen Probleme der Heiler zu werfen.

Die meisten Menschen denken, dass ein Mann, der so häufig und erfolgreich die göttliche Intervention zum Wohle seiner Gemeinde herbeiführen kann, bald beträchtlichen Wohlstand erlangen würde.

Jeder Zahnarzt, der an nur einem Abend Dutzende von Löchern füllen, mehrere Gebisse säubern und anpassen, mehrere Zähne gerade richten und sogar einige weitere veranlassen könnte, neu zu wachsen, wäre in kurzer Zeit in der Position, dass seine einzigen finanziellen Probleme diejenigen wären, die das Finanzamt aufwirft!

Ein Glaubensheiler jedoch kann für seine Dienste keine Bezahlung beanspruchen, wie es der Zahnarzt tut; er ist vollständig abhängig vom Gewissen und der Großzügigkeit derer, denen er diente. Der Patient, der weiß, dass die Zahnbehandlung von Gott kam, sieht keinen Grund, Bruder Fullers Bemühungen über Gebühr zu bezahlen, und so geht er nach Hause und preist Gott für die neue Zahnarbeit im Wert von 50 oder 500 Dollar oder mehr, die er erhalten hat, und wirft ein 25- oder ein 50-Cent-Stück in die Spendendose, um Bruder Fuller zu unterstützen!

Tatsächlich hat jede Kirche eine andere Art, den Evangelisten zu unterstützen. In Fällen, wo er derselben Kirche für eine Woche oder länger dient, wird es bestimmte Abende geben, an denen die gesamte Kollekte an die Kirche geht und an anderen Abenden geht sie an den Evangelisten. In manchen Kirchen werden die Spenden zwischen der Kirche und dem Evangelisten geteilt, während in wieder anderen die Auslagen der Kirche von den Spenden abgezogen werden, bevor geteilt wird. In diesem Fall, wenn die Spenden unter einem bestimmten Betrag bleiben, kann es sein, dass der Evangelist für seine Dienste gar nichts bekommt.

In noch anderen Kirchen, prinzipiell in unabhängigen Kirchen und in Revival-Zentren, ist es üblich, zweimal Spenden entgegenzunehmen, wenn ein Evangelist oder Geistlicher zu Gast ist, der der Kirche dient. Die erste Spende ist für die Auslagen der Kirche und die zweite für den Geistlichen, der zu Gast ist.

Wie auch immer es gemacht wird, zu selten vielleicht wird vom durchschnittlichen Kirchenbesucher erkannt, dass das Einkommen eines Evangelisten, der in vielen Kirchen dient, vollständig von den Spenden abhängig ist, die bei einem Gottesdienst gegeben werden. Das Ritual des Spendens wird daher von einem großen Teil der Gemeinde einfach als Geste betrachtet, und der Evangelist hat darunter entsprechend zu leiden.

In einer Kirche zum Beispiel, zu der Evangelist Fuller viele Meilen zu einem Abendgottesdienst fuhr, und wo die Gemeinde über einhundert eifrige, begeisterte Personen zählte, war der Spendenbetrag acht Dollar und ein paar Cents, das sind durchschnittlich acht Cents pro Person.

All das soll einfach die Tatsache erklären, dass das Leben eines Evangelisten, sogar eines solchen, der viele Wunder wirkt, alles andere als auf Rosen gebettet ist, und seine Berufung ist kaum der Weg des Reichtums.

Viele von Bruder Fullers Freunden finden, dass er die Art seines Dienstes ändern sollte, um besser mit den finanziellen Problemen zurecht zu kommen. Eine prominente Dame aus San Franzisko, die sich für Reverend Fullers Arbeit interessierte meinte zum Beispiel, er sollte doch nur private Sitzungen bei reichen Leuten abhalten, so dass nur ausgewählte und ernsthafte Leute teilnehmen könnten, um die Wunder und die Heilungen zu bezeugen und zu empfangen. Sie sagte, es sei für sie ekelerregend, „sich auch nur vorzustellen, in diese kleinen Kirchen gehen zu müssen, wo dumme Leute johlen und brüllen". Es würde bedeuten, sich in seiner Würde herabzusetzen und „würde Gott sicherlich nicht gut tun".

Bruder Fuller jedoch ist der Meinung, dass seine Mission für die ganze Menschheit ist, nicht nur für ein paar wenige Ausgewählte. Er geht überall hin, wo er eingeladen wird, wenn es irgend möglich ist. Seine Gottesdienste sind für die Reichen und die Armen, die Kranken und die Gesunden, die Einfachen und die Intellektuellen, die Brahmanas und die Unberührbaren. Er ist für alle Kirchen und Gruppen erreichbar und verlangt nichts für seine Zeit. Alles, was er hat, gibt er umsonst. Die materiellen Dinge - Heim, Job etc. wurden aufgegeben. Er und seine Frau reisen ständig in einem Wohnwagen herum. Es gibt keine Sponsoren und keine organisatorische Unterstützung irgendwelcher Art. Allein durch die Gaben der Liebe kann er mit seiner Familie überleben und wird sein Dienst für alle, die in Not sind, aufrechterhalten. Dieses Arrangement ist manchmal schwer, weil so viele von denen, denen er dient, arm sind. Doch er spürt, dass Gott erfreut ist, wenn sich die Leute um Seinen Diener kümmern. Dieser „Glaubenszug" der Finanzen hat seine Hochs und Tiefs, da es Fälle gibt, wo mehr Menschen geholfen werden könnte, wenn ausreichend Geld zur Verfügung stünde. Dies ist in der Tat ein Weg des Opfers; Bruder Fuller fährt fort mit der Bemühung, seinem Ruf immer treu zu bleiben. Denn welcher Mensch kann wissen, welcher Mitmensch die Güte und die Segnung Gottes verdient? Jesus sagte: „Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan."

Bruder Fuller geht weiter auf seinem gewählten Pfad und dient Gott, wie er Ihn kennt, und dient seinen Mitmenschen nach besten Kräften. Er möchte für alle das Beste, was immer auch das Beste für die jeweilige Person sein mag. Er betet fortwährend dafür, dass alles, was dem Besten des Menschen entgegensteht, verschwinden möge, dass die Menschen eine Vision erlangen und auf den höchsten Ruf nach Glauben und Dienst und schöpferischem, aufbauendem Wachstum in allen Dingen antworten. Bruder Fuller sieht die strahlende Hoffnung der Zukunft in der Tatsache, dass so viele beginnen, gemäß Gottes Zielen und zu seiner Glorie zu sehen und zu hören und zu handeln. Der Mensch wendet den Blick zur Sonne und wie ein stolzer, goldener Adler erhebt er sich höher im Geist und offenbart die Würde, die in alle Ewigkeit das Erbe der Menschheit ist.

Während einige ihn in Frage stellen, kritisieren oder ablehnen mögen, so kann doch keiner daran zweifeln, dass diese Welt ein besserer Ort ist, weil Bruder Fuller in ihr ist.


ENDE

21.12.2007 um 17:00 Uhr

Spirit 1

von: Seren_a   Kategorie: Newsletter

Spirit Wind


Newsletter der Lively Stones Fellowship

1. Ausgabe, Januar 2003


„Ihr seid diesen Weg bisher noch nie gegangen"

Moses, der von Gott beauftragt war, die Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei heraus nach Kanaan zu führen, starb unterwegs. Die Führung wurde Josua übertragen, der sie zum Ufer des Jordan führte. Am folgenden Tag sollen sie den Fluss zum gelobten Land überqueren, dem letztendlichen Ziel einer vierzigjährigen Reise. Heute spricht Josua zu ihnen über das, was ihnen bevorsteht, er sagt: „Ihr seid diesen Weg bisher noch nie gegangen."

Ihr und ich haben ein neues Jahr begonnen. Ja, wir alle haben viele neue Jahre begonnen, einige mehr als andere. Ich habe mein 88. begonnen. Jedoch hat niemand von uns bisher das Jahr 2003 begonnen. Niemand von uns weiß genau, welche Erfahrungen uns erwarten. Wir wissen, dass sich die Welt derzeit in einer beklagenswerten Lage befindet, und dass die Aussichten düster sind. Die Zukunft ist unbekannt, und, geben wir es zu, das Unbekannte ängstigt uns.

Für euch und mich jedoch muss es nicht ängstigend sein. Es gibt gewisse Dinge, die wir tun können, die unsere Angst zunichte machen werden. Zuerst einmal können wir uns daran erinnern, wer wir sind - Kinder Gottes, besondere Wesen, geschaffen nach Seinem Ebenbild. Wie besonders können wir werden: „Geschaffen nach dem Ebenbilde Gottes".

Dann können wir Josuas Ermahnung zu dieser Sache für uns annehmen. „Seid nicht furchtsam und erschreckt nicht, denn der Herr, euer Gott, ist immer bei euch, wohin auch immer ihr geht. Seid stark und guten Mutes, denn wie Gott Moses gegenüber war, so wird er euch gegenüber sein. Er wird euch nicht vernachlässigen und euch nicht im Stich lassen. Niemals in eurem Leben wird es je möglich sein, dass euch ein Mensch im Wege steht. Euer Weg wird glücklich und erfolgreich sein."

Erinnert euch, was Gott für ein wundervolles Werk schuf, als Er das Universum machte und Er alles nach den göttlichen Gesetzen in Funktion setzte. Und ich spreche nicht von den zehn Geboten; ich spreche von den universellen Gesetzen Gottes, wie die Schwerkraft und die Zentrifugalkraft. Alles, was wir tun müssen, ist, mitzufließen; versucht nicht, gegen den Strom zu schwimmen, lasst einfach zu und lasst Gott unser Leben bestimmen. Gottes Weg ist der Weg der Vollkommenheit. Er kann nicht verbessert werden.

Behandelt jeden genauso, wie ihr behandelt werden möchtet, denn ihr wisst: Was man hinausschickt, das kehrt zurück, und dies ist eines der universellen Gesetze Gottes - wir ernten, was wir säen. Setzen wir uns dies zum Ziel und behalten wir dieses Ziel im Auge.

Florence Chadwick, die im Jahr 1950 mit dem Durchschwimmen des Ärmelkanals in 13 Stunden und 20 Minuten einen Rekord aufstellte, lernte 1952 eine Lektion, als sie versuchte, in eisigem Wasser von Catalina Island nach Palos Verdes zu schwimmen. Sie brach das Unternehmen ab, als starker Nebel aufkam und sie nichts mehr sehen konnte. Sie kletterte an Bord des Begleitbootes und ahnte nicht, dass sie sich weniger als eine halbe Meile vom Ufer entfernt befand. Wenn man das Ziel nicht sieht, vergeht alle Zuversicht und man gibt auf.

Wenn wir also wissen, wer wir sind und dass mit Gott nichts unmöglich ist, und dass „denen, die glauben, alles möglich ist", wenn wir uns zum Ziel setzen, dass Gott unser Leben in jeder Hinsicht leiten soll, dann verschwindet jede Angst und jedes Grübeln darüber, was im Jahr 2003 angesichts der Bedrohung durch Krieg und wirtschaftlichem Kollaps geschehen wird, und das Leben wird schön sein.


Tägliche Meditation

(Es wird vorgeschlagen, diese Meditation jeden Morgen vor dem Anziehen durchzuführen. Sitzt aufrecht, und achtet darauf, dass sich eure Hände, Füße, Arme und Beine in einer bequemen Lage befinden. Es ist wichtig, dass es euch bequem ist. Euer Unterbewusstsein leitet jede Aktivität in eurem Leben und ist wie ein Computer; es gibt wieder, womit es gefüttert wurde. Der Programmierer für diesen computerähnlichen Verstand ist das Bewusstsein. Das computerähnliche Unterbewusstsein kann und sollte täglich neu programmiert werden. Atmet dreimal langsam tief ein und aus; nun lasst euer Bewusstsein eurem Unterbewusstsein folgendes sagen:) (Lest es, bis ihr es auswendig könnt.)

Ich bin ein Kind Gottes, erschaffen nach dem Ebenbild Gottes. Ich bin eine sehr besondere Person, erschaffen von Gott, durch Seine Wirkliche Essenz und nach Seinem Wirklichen Bild. Wie besonders kann ein Mensch sein? „Geschaffen nach dem Ebenbilde Gottes!" Da Gott göttlich ist, bin ich, die/der ich nach seinem Ebenbild erschaffen bin, göttlich. Die Göttlichkeit Gottes ist in mir. Gott ist allgegenwärtig und nimmt allen Raum ein, vom entferntesten Planeten in einer Richtung bis zum entferntesten Planeten in der anderen Richtung. Da Gott allen Raum einnimmt und ich einigen Raum einnehme, nehmen Gott und ich denselben Raum ein. Gott ist in mir und ich bin in Gott.

Bevor irgend etwas erschaffen wurde, war ich im Denken Gottes. Ja, ich bin eine sehr besondere Person - ich befand mich im Denken Gottes, bevor die Welt erschaffen wurde.

Alles, was Gott erschaffen hat, wurde für die menschlichen Wesen erschaffen, und ich gehöre zu ihnen - erschaffen nach Seinem Ebenbild - der letzte Akt seiner Schöpferkraft. Gott hat alles so wunderbar erschaffen. Er machte alles auf perfekte Weise und setzte alles in präziser zeitlicher Abfolge in Bewegung, und alles wird gelenkt durch die universalen göttlichen Gesetze. Alle Dinge funktionieren harmonisch, und alles, was ich zu tun brauche, ist, mich dem Fluss hinzugeben - einfach alles fließen lassen und Gott alle meine Tätigkeiten lenken zu lassen.

Ich mache mir absolut keine Sorgen über die heutigen Ereignisse. Gott ist für jeden Aspekt meines Lebens verantwortlich. Er ist in mir und motiviert mich und gibt mir die Kraft, in allem, was ich in Angriff nehme, erfolgreich zu sein. Gott wünscht, dass ich, Sein besonderes Kind, heute Seinen Segen entgegennehme. Da „Gott Liebe ist", werde ich Ihn lieben; ich werde mich selbst lieben; ich werde alles, was ich tue, lieben; ich werde jeden, den ich treffe, lieben, und ich werde vor nichts Angst haben, denn ich weiß, dass Gott alles zu meinem Besten arrangiert.

Heute ist ein schöner Tag, er ist für mich, Gottes besonderem Kind, gemacht. Ja, ich bin etwas Besonderes. Jeder, der das Privileg genießt, mit mir zusammen zu sein, ist wirklich privilegiert, denn ich bin eine nette Person. Jeder, der mich nicht mag, hat ein Problem. Aber es ist sein Problem. Er weiß nur nicht, wie besonders ich bin. Aber „ich weiß", wie besonders ich bin, und ich werde „aufrecht" dastehen. Ich werde gehen, als ob ich versuchen würde, mit meinem Kopf den Himmel zu berühren. Ja, es ist ein schöner Tag. Ich werde in allem, was ich tue, erfolgreich sein. Die Welt wird heute ein besserer Ort sein, weil ich mich darin befinde. Gott hat diesen Tag erschaffen. Ich werde ihn genießen und glücklich sein.


***Betet ohne Unterlass***


Warum ich mich entschieden habe, mit der Lively Stones Fellowhip Gemeinschaft zu haben.

Seit ich erwachsen war, hatte ich schon mit fast jeder größeren christlichen Kirche Gemeinschaft. Nach langen Jahren der Frustration über die „Organisation" der Kirche des Herrn, habe ich mich vor acht Jahren emanzipiert. Seit dieser Zeit reise ich alleine und finde Gemeinschaft, wo ich kann. Doch vor einiger Zeit haben mir ein demütiger, bescheidener Mann und seine Frau, Dr. Willard Fuller und Althea Cook (die Gründer und Vorsitzenden der Lively Stones Fellowship in Lloyd Florida) einen Grund gegeben, eine Pause einzulegen. Es ist ihre „Wir haben nichts zu verkaufen, nur die Wahrheit mitzuteilen"-Botschaft, die mein Herz wieder geöffnet hat, um es noch einmal zu versuchen. Dr. Fuller ist ein begabter Lehrer und Theologe, der lehrt, dass Gott wirklich ein Gott der Liebe und nicht ein Gott der Verdammnis ist, eine Botschaft, die ich niemals so klar und ehrlich vernommen hatte. Es ist dieses Annehmen der Liebe Gottes zusammen mit Einfachheit und Ehrfurcht, das für mich eine großartige Erfahrung ist. Ich möchte euch anspornen, eure Herzen zu öffnen und auf die Worte zu hören, die darin enthalten sind, die Botschaft kommt als ein Flüstern.

Ed Babcock


Zitierenswerte Zitate

„Die einzige Beschränkung für unsere morgigen Unternehmungen sind unsere heutigen Zweifel."
Franklin D. Roosevelt

„Wenn man vor der Schönheit eines Sonnenuntergangs oder eines Berges stehenbleibt und ,Ah!‘ sagt, dann hat man Anteil an der Göttlichkeit"
Joseph Campbell

 

Falsche Vorstellungen

Zwar ist das Gebet ein wesentlicher Bestandteil eines geistig geführten Lebens, doch gibt es viele falsche Konzepte darüber.

Die Klangwellen, die von euren Stimmbändern ausgehen, treffen nie auf das Trommelfell Gottes. Gott hat kein Trommelfell; Er ist Geist. Er hört den Gedanken, bevor er ausgesprochen wird. Einige beten laut, weil sie glauben, im Klang läge ein besonderer Wert.

Den besten Rat über das Beten gibt Jesus in Matthäus 6:5: „Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu. Gott wird es dir vergelten. Plappert nicht wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen. Gott weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet."

Wenn diese Ermahnung Jesu befolgt würde, würde die Debatte über das Gebet in Schulen aufhören.

Beim Gruppengebet spricht der Vorbeter laut, so dass alle im Einklang sind, dass alle gleichzeitig die Gebetsthemen ändern und im Stillen mit dem Vorbeter mitbeten können.


Humor

Gott: „Warum bist du so aufgeregt?"
Petrus: „Unten an den Perlentoren stehen 25 New Yorker!"
Gott: „Und was stimmt damit nicht?"
Petrus: „New Yorker kommen selten hierher, und jetzt sind gleich 25 gleichzeitig da!"
Gott: „Das ist in Ordnung. Geh hinunter und führe sie herein."
(Zwei Minuten später)
Gott: „Warum bist du so schnell wieder da und bist noch aufgeregter als vorher?"
Petrus: „Sie sind weg! Sie sind weg!"
Gott: „Alle 25?"
Petrus: „Nein! Nein! Die Perlentore sind weg!"


Inspirierendes Rezept
von Althea

Ein tiefer Atemzug in Gottes frischer Luft, ein Vorrat an Seiner Wahrheit, ein Gewahrsein Seiner Großen Liebe und der Glaube an die Richtigkeit seines Versprechens, dass „was immer ihr wünscht: wenn ihr betet und glaubt, dass ihr es erhaltet, dann werdet ihr es bekommen" ergeben zusammen immer einen schönen Tag.


21.12.2007 um 16:55 Uhr

Spirit 2

von: Seren_a   Kategorie: Newsletter

Spirit Wind


Newsletter der Lively Stones Fellowship

2. Ausgabe, Frühjahr 2003


Erwiderungen auf die Kritik über das Heilen

Jesus hat uns definitiv den Auftrag gegeben, zu heilen. Er sagte: „Geht hin in alle Welt (das ist Teil des großen Auftrags) und diese Zeichen werden denen, die glauben, folgen: sie werden den Kranken die Hände auflegen und sie werden gesund" (Markus 16:15-18).

Begeht keine Fehler; wenn ihr beginnt, die Kranken zu heilen, dann wird es Leute geben, die sich gegen euch stellen. Sie werden euch kritisieren und versuchen, euch zu davon abzubringen. Sie werden dabei auf die Bibel verweisen. Natürlich müssen sie zu diesem Zweck die Heilige Schrift verdrehen. Der Zweck dieses Schreibens ist, euch zu ermutigen und euch darauf vorzubereiten, in welcher Weise sie vorgehen werden.

Sie werden euch sagen, dass ihr keine „Heilungstreffen" abhalten dürft. Sie werden Jakobus 5:14 zitieren: „Ist jemand unter euch krank, der rufe die Ältesten der Gemeinde." Sie werden euch sagen, dass dies beweist, dass keine Heilungstreffen geplant werden sollen - dass es Aufgabe der Ältesten ist, für die Kranken zu beten. Sie wissen nicht, dass das Wort, das mit „krank" übersetzt wird, das griechische Wort für „dem Tode nahe" ist, und dass es bedeutet: „ohne Kraft - kraftlos".

Das bedeutet natürlich, dass, wenn der Patient nicht zum Treffen gehen kann, die Geistlichen zu dem Patienten kommen werden.

Jesus hielt Heilungstreffen ab. „Alle, die Kranke hatten mit verschiedenen Leiden, brachten sie zu Ihm; und Er legte einem jeden die Hände auf und heilte sie." (Lukas 4:40) Er sagte auch, dass wir größere Dinge als Er tun würden. „Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun." (Johannes 14:12)

Sie werden euch sagen, dass die Ältesten bei Jakobus 5 Medikamente benutzen, dass sie nämlich mit Öl salben. Das ist nicht so; in Genesis 28:18-20 salbte Jakob einen Stein, indem er Öl auf ihn goss. Die Salbung mit Öl ist keine Anwendung von Medikamenten. Die Salbung mit Öl ist ein Symbol für die heilende Macht des Heiligen Geistes. „Gott salbte Jesus von Nazareth mit dem Heiligen Geist und mit Kraft; der ist umhergezogen und hat wohlgetan und gesund gemacht alle, die vom Teufel überwältigt waren." (Apostelgeschichte 10:38)

Sie werden euch sagen, dass es nicht der Glaube des Patienten ist, sondern der Glaube der Ältesten, der in Jakobus 5 die Heilung bewirkt. Der gesunde Menschenverstand sagt uns, dass der Patient die Ältesten nicht kommen lassen würde, wenn er keinen Glauben hätte.

In der Stadt Nazareth war es offensichtlich der fehlende Glaube der Menschen, der Jesus davon abhielt, irgendwelche Wunder zu wirken. „Und Er wirkte dort keine großen Wunder wegen ihres Unglaubens." (Matthäus 13:58)

Eure Kritiker werden euch sagen, dass die spirituelle Heilung des physischen Körpers nur dem apostolischen Zeitalter vorbehalten war. Es stimmt, dass Jesus zu den Aposteln sprach, als Er den sogenannten Großen Auftrag gab, doch Er sagte nicht, dass „diese Zeichen euch Aposteln folgen werden", sondern Er sagte: „Diese Zeichen werden denen folgen, die glauben."

Manchmal spielen euch eure Kritiker direkt in die Hände, wenn sie sagen, dass die Menschen nur glauben, dass sie geheilt seien. Wenn das geschieht, dann benutzt diese Stelle: „Wie der Mensch in seinem Herzen denkt, so ist er" (Sprüche 13:7). „Glauben und Vertrauen" - das eine ist ein Verb, das andere ein Substantiv. Glauben ist Handlung; Vertrauen ist die Ursache dieser Handlung.

Eure Gegner werden euch sagen, dass Gott nicht immer eine Person heilen will. Sie werden als Beispiel Paulus anführen, der dreimal für die Beseitigung seines „Pfahles im Fleisch" (zweiter Brief an die Korinther 12:8) betete. Sie werden euch sagen, dass Paulus' Pfahl im Fleisch Kurzsichtigkeit war, weil er sich in seinem Schreiben auf seinen langen Brief bezieht. Nein, er bezieht sich auf die Länge des gesamten Briefes an die Galater: „Seht, was für einen langen Brief ich mit eigener Hand geschrieben habe" (Kapitel 6, Vers 11). Er identifiziert seinen Pfahl im Fleisch gleich im nächsten Vers: „Ein Bote Satans, um mich zu schlagen, damit ich über die Maßen erhöht werde." (Vers 7)

Paulus zählt 18 Schläge auf, die er erhielt: Vorwürfe, Notlagen, Verfolgungen, Schmerz, Hiebe, Gefangenschaft, Aufruhr, Schmach, üble Nachrede, Tod - und seht, wir sind am Leben, gegeißelt, doch nicht getötet, mit Stöcken geschlagen, gesteinigt, schiffbrüchig, bestohlen, geschmäht, verleumdet, wie der Schmutz der Welt behandelt, und nicht einmal sprach er jemals davon, dass er krank sei.

Jesus sagte, der Zweck Seines Kommens in diese Welt sei der, dass „sie das Leben haben, und dass sie es noch reichlicher haben sollen" (Johannes 10:10). Sollen wir etwa glauben, dass Er Krankheit als Teil eines reichlichen Lebens betrachtete?

Ich rate euch dazu, durch das Auflegen der Hände zu heilen. Das war während des Amtes von Jesus sehr verbreitet. Für Ihn hatte es einen doppelten Zweck, die beide auf Euer Amt zutreffen. Als erstes wünschte Er sich aufrichtig, dass die Menschen gesund seien, und außerdem wusste Er, dass körperliche Heilungen die Aufmerksamkeit der Menschen schneller und besser als jede andere Methode erregen würde.

Und, ihr könnt es tun. „Gott sieht nicht die Person an" (Apostelgeschichte 10:34). Alles, was eine Person tun kann, kann auch jede andere tun. Alles, was Gott durch eine Person tun kann, kann Er durch jede andere Person tun. Es ist ein bisschen, wie wenn man hinaus in die Dunkelheit geht; man braucht ein bisschen Mut. Aber ich verspreche euch, Gott wird euch jedes Mal hochhalten. Geht hinaus und tut es; es wird eure Seele in Flammen setzen. Ihr werdet weitere Menschen suchen, die Heilung brauchen.

Und dann ist es eine Tatsache, dass die große Mehrheit der Menschen tatsächlich Heilung von einer oder mehrerer Krankheiten benötigt. Und zudem hat die ganze Welt es nötig, die Macht Gottes in Aktion zu sehen. Paulus sagte: „Und mein Wort und meine Predigt geschah nicht mit überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, auf dass euer Glaube bestehe nicht auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft." (erster Brief an die Korinther 2:4-5).

Den Leuten ist genug gepredigt worden. Das, was die Menschen überall heute am meisten brauchen, ist, dass sie Gottes Kraft in Aktion sehen.


Ihr werdet leben, bis ihr sterbt!

Das setzt zwei Überzeugungen voraus: dass ihr jetzt am Leben seid, und dass ihr tot sein werdet. Stimmt ihr zu, dass es großartig wäre, zu wissen, wie es ist, wenn man tot ist?

Ihr wisst bereits etwas darüber, am Leben zu sein - dass ihr materiell und immateriell seid - dass euer Körper materiell und eure Seele immateriell ist, doch vielleicht ist da noch ein immaterieller Teil: euer Geist. Vielleicht seid ihr physische, psychische und spirituelle Wesen? Könnte es sein, dass der Geist euer wirkliches Selbst ist?

Ihr wisst, was es für euren Körper bedeutet, tot zu sein - er zerfällt und existiert nicht mehr. Doch wenn der Körper stirbt, was geschieht dann mit den immateriellen Teilen? Es ist möglich, die Antwort darauf zu wissen, und die Antwort unterscheidet sich sehr von dem, was die Kirchen lehren. Dieses Wissen wird jede Angst vor dem Tod vollkommen ausmerzen. Wenn ihr daran interessiert seid, dann schaut ins Internet: www.willardfuller.com

(Dieser Text erscheint in mehreren Zeitungen und das Kapitel im kommenden Buch mit dem Titel „Reinkarnation" wird im Internet veröffentlicht, in der Hoffnung, dass es Aufmerksamkeit erregt. Wenn ihr irgendetwas davon zur Veröffentlichung gebrauchen könnt, tut es bitte.)


Falsche Vorstellungen

Obwohl die Taufe in der Bibel gelehrt wird und ihre Durchführung sehr schön ist, ist sie jedoch nicht zwingend nötig, um einen Platz bei Gott zu haben. Manche glauben und lehren, dass man getauft sein muss, um „gerettet" und ein Kandidat für den Himmel zu sein.

Ihr erinnert euch sicher, dass am Tag der Kreuzigung einer der Diebe, die zusammen mit Jesus gekreuzigt wurden, zu ihm sagte: „Denke an mich, wenn Du in Dein Reich kommst", worauf er von Ihm die Antwort erhielt: „Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein."

Er war nicht getauft, und doch ging er an diesem Tag mit Jesus ins Paradies.

Nein, keine Form der Taufe oder irgend eine andere physische Handlung gibt einem Menschen einen höheren Platz in Gott. Was unseren Platz in Ihm bestimmt, ist unsere innere Hingabe zur Führung des Heiligen Geistes Gottes.


Humor

Frau durch Sprung vom
fahrendem Auto getötet

Arkansas City (AP) - Eine Frau aus Little Rock wurde gestern getötet, als sie vom Dach eines fahrenden Autos sprang. Sie war wegen eines Vorfalls, der nach Aussage von einigen Dutzend Augenzeugen am besten als „Entrückungsirrtum" bezeichnet werden könnte, auf das Sonnendach geklettert.

Dreizehn weitere Personen wurden verletzt, als zwanzig Autos bei dem Versuch, der Frau auszuweichen, ineinander fuhren. Die Frau war offenbar überzeugt gewesen, dass die „Entrückung" stattfand, als sie zwölf Menschen in der Luft schweben sah und schließlich ein Mann vorbeikam, von dem sie behauptete, er sei Jesus.

„Sie fing zu schreien an: ‚Er ist wiedergekommen, Er ist wiedergekommen' und kletterte dabei durch das Sonnendach auf das Auto", sagte Everett Williams, der Ehemann der 28jährigen Georgann Williams, die bei dem Vorfall zu Tode kam.

„Ich verlangsamte das Tempo, aber sie wartete nicht ab, bis ich anhalten konnte", sagte Williams. „Sie dachte, die Entrückung fände statt und war überzeugt, dass Jesus sie mit in den Himmel nehmen würde", fuhr er fort.

„Das ist das Seltsamste, was ich je erlebt habe, seid ich im Einsatz bin", sagte Paul Madison, der Polizist, der als erster am Unfallort erschien. Madison befragte den Mann, der wie Jesus aussah und erfuhr, dass er wie Jesus gekleidet war und auf dem Weg zu einer Toga-Kostümparty gewesen war, als sich die Plane, mit der sein offener Lieferwagen abgedeckt war, sich lockerte, woraufhin zwölf mit Helium gefüllte Sexpuppen in die Luft stiegen.

Ernie Jenkins aus Fort Smith, 32, dem mehrere seiner Freunde sagten, dass er wie Jesus aussehe, hatte verzweifelt seine Hände in den Himmel gestreckt und gesagt: „Kommt zurück", als Williams Auto ihn überholte. „Meine Frau war davon überzeugt gewesen, dass Jesus die Leute in den Himmel hebt", sagte ihr Ehemann.

Als er über die Sexpuppen befragt wurde, antwortete Jenkins: „Das ist mir alles zu verrückt. Es ist schwer zu glauben... (die letzten Zeilen auf dieser Seite des Newsletters sind leider auch im Original untergegangen)