ihr "verordnet" ist, die von Gott eingerichtete Obrigkeit usw. <117>
Diese Dinge bleiben ihm unauflöslich, unnahbar, "über allem Zweifel
erhaben", und da der Zweifel, der in der Praxis ein Rütteln wird, des
Menschen Eigenstes ist, so bleiben diese Dinge über ihm selbst
"erhaben ". Wer nicht davon loskommen kann, der wird glauben;
denn daran glauben heißt daran gebunden sein. Dadurch, daß im
Protestantismus der Glaube ein innerlicherer wurde, ist auch die
Knechtschaft eine innerlichere geworden: man hat jene Heiligkeiten in
sich aufgenommen, sie mit seinem ganzen Dichten und Trachten
verflochten, sie zur " Gewissenssache" gemacht, sich eine " heilige
Pflicht" aus ihnen bereitet. Darum ist dem Prote[97]stanten heilig das,
wovon sein Gewissen nicht loskommen kann, und die Gewissen-
haftigkeit bezeichnet am deutlichsten seinen Charakter.
....ein Tag für mich, hier in meinem Blog wieder einmal etwas zu schreiben.
Ein Feiertag der evangelischen Christen zum Gedenken an die Veröffentlichung der 95 Thesen von Martin Luther.
Welchen Grund gab es für Martin Luther, warum hat er die Kirche reformiert? War es notwendig?
Es war im Jahre 1517 als Martin Luther mit seinen Thesen die Kirche reformieren will. Das Spätmittelalter, eine Zeit in der Columbus Amerika entdeckt, Kopernikus lehrt, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Planetensystems ist, die Bauern sich gegen Entrechtung und Missachtung ihres Standes durch den Adel wehren und das Renaissance-Papsttum sich immer mehr von weltlicher Politik beeinflussen lässt .
Der, wegen seines ausschweifenden Lebensstiles, ständig verschuldete Papst Leo X trieb den Ablasshandel zur wahren Perfektion. Seine Ablassbriefe wurden in ganz Europa wie Wertpapiere gehandelt.
Irgendwie erinnert mich dies an den Turmbau zu Babel und folgende Worte, die ich meinen Enkelkindern aus der Kinderbibel vorlese:
„ ...Gott sah, wie der Turm höher und höher in den Himmel wuchs und war sehr traurig. Er wusste, dass die Menschen danach strebten wichtig und groß zu sein. Sie würden immer größere Pläne haben und denken, dass sie so groß seien wie Gott. Er gab ihnen verschiedene Sprachen und zerstreute sie in alle Länder.“
Auch Luther bekam eine andere Sprache und seine Sprache wurde ebenfalls in alle Länder zerstreut.
Die Sprache des „Protestanten Luther“, ist die Sprache der Eigenverantwortung. Nach dieser Sprache handelt jeder nach „bestem Wissen und Gewissen“, dem Wissen aus der „heiligen Schrift, dem „Wort Gottes“. Das Wort Gottes ist dem Protestant zur „Gewissenssache“ geworden und die „Gewissenhaftigkeit“ bezeichnet am deutlichsten seinen Charakter.
Zitate von Martin Luther ausgesucht aus ca. 200 Zitaten
"Allein der Glaube ist des Gewissens Friede"
"Der Glaube ist der Anfang aller guten Werke"
"Das Wort Gottes ist eine Speise,
wer sie isst, den hungert immer mehr danach"
"Eine der schönsten und herrlichsten Gaben Gottes
ist die Musik, damit man viel Anfechtung und böse Gedanken vertreibt."
"Eine feste Burg ist unser Gott"
"Es ist kein Mensch so böse,
dass nicht etwas an ihm zu loben wäre"
"Wie du an Gott glaubst, so hast du ihn.
Glaubst du, dass er gütig und barmherzig ist,
so wirst du ihn so haben."
"In der Bibel redet Gott selbst mit uns
wie ein Mensch mit seinem Freunde."
"Unser Paradies ist die Bibel.
Und wir sollen darin leben und arbeiten
wie einst die ersten Menschen im Garten Eden. "
"Wenn ich wüsste, dass die Welt morgen untergeht,
würde ich dennoch heute einen Apfelbaum pflanzen."
"Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.
Gott helfe mir! Amen."