A mustard-coloured room

31.10.2005 um 11:22 Uhr

Schriftbild 1

Stimmung: nachdenklich
Musik: Postal Service- Iron and Wine

Mustard- das ist eigentlich Senf. Aber darum geht es mir sowieso nicht, nein, vielmehr um den Sinneseindruck. Wenn sich etwas nach 'Senf' anfühlt, dann denke ich an viel Impulsivität mit bitterem Beigeschmack. Wenn man sich über einen geliebten menschen ärgert- dann ist das Senf!

Heute ist der 31.Oktober, der letzte Tag vor dem grauen Monat, der letzte Atemzug vor einer langen Unterrwasserfahrt. Meine Haare sind gerade fettig, meine Kleidung eine willkürliche Mischung aus allen Unbarkeiten meines Kleiderschranks. Das Bett habe ich natürlich nicht gemacht, das Fenster ist nicht gekippt, Kleidung, getragen und ungetragen, türmt sich feirerlich auf dem Boden.
Meine Mitbewohnerin versucht nett zu sein, das gefällt mir. Sie hat mir einen Zettel hinterlassen, ich darf ein Stück Kuchen zum Frühstück nehmen.

Schade, dass der Morgen so trüb ist. Gerne hätte ich nocheinmal den Sonnenschein um mein Gesicht, damit er mir in der Nase kitzeln kann. Wie gestern, als ich mit meiner Familie auf der Terrasse saß, die anderen rauchten, mein Kater und ich genossen die herrliche Stimmung.

Ein kleiner Bruch

Ich war gerade baden, die Blase an meinem linken Fuß, die übrigens sehr tief unter der Hornhaut war und leider platzte, brennt nun fürchterlich. Ich habe ein großes Loch in meiner Haut- und das nur dank der billigen Flohmarktschuhe mit welchen ich letzten Donnerstag tanzen war.Dennoch nehme ich Woche für Woche große Schmerzen auf mich- nur um in dieser einen Indi-Disco tanzen zu können. Vor fast zwei Wochen knallte ein Ellenbogen gegen meine Brust, kurz über dem Ansatz zur linken Brust entfaltete sich innerhalb weniger Tage ein tiefschwarzer Fleck. Aber da lacht man nur kurz drüber und tanzt weiter.

Ach ich könnte so vieles schreiben,  so viel Gewichtiges, so viel Belangloses. Heute ist mir mehr nach den Kleinigkeiten zumute. Später treffe ich noch eine Freundin, die ich zunehmend zu lieben beginne. Ich bin so fasziniert von ihrer Anmut, fühle mich in ihr wohl aufgehoben, und bin manchmal doch unsicher, das 'richtige' oder'falsche' gesagt zu haben. Ich hab sie letzte Woche in den Nacken gebissen. Sehr liebevoll... ich weiß nicht wie sie von dieser Art der Zärtlichkeit denkt. ich habe außerdem noch einen Freund, den ich liebe, aber immer seltener sehe. Vielleicht flüchte ich immer in mütterlich-weiche Arme wenn es in der kantigen Männerwelt nicht weiter funktioniert.

Ich bin nun zwischem Sexualität, Neigung, Liebe und Zätlichkeit gefangen, weiß nicht wonach ich greifen soll. Habe Angst vor Entsagung...

31.10.2005 um 00:01 Uhr

Dem Fenster entblickt

Die Farben schreien mich an!

Als würde Gelb vom Himmel fallen
Sich an die Wände krallen,
Versuchen aufzuschrein-
Und langsam auf den Boden blättern.

Das Rot plätschert eigentümlich,
Denkt vielleicht dem Vorfrost entgegen,
Lacht bei den strahlenden Erinnerungen,
Und fällt ab,
Denn es weiß, dass es verklingt.

26.10.2005 um 13:11 Uhr

Another hope I clinged on to

Stimmung: -.-
Musik: Tool- Reflection

lay smashed before me...


Es scheint im Wandel.
Schimmert durch die Wände, als
seien sie nurmehr Milchglas-matt.
Schillernd, tänzelnd, einander geneigt.

Möchte toll, unersetzbar sein,
wandle mit den Händen, spreche mit
des Blicks sanfter Woge.

So scheint die weiche Lichtquelle
in meinem Bauch

Sie möcht' im Tanz erst von mir platzen,
die Welt, die runde.

Gezittert wird im Nachfrost.