Generation
Frau Hyde macht sich Gedanken darüber, wie ihre Generation heißt.
Die Soziologie hat für viele Generationen Namen erfunden, die mehr oder weniger zutreffend sind. Demnach wäre Frau Hyde die Null-Bock-Generation. Unsere Eltern waren der Weiße Jahrgang.
Frau Hyde allerdings sagt aus eigener Erfahrung, daß zumindest sie nicht Null-Bock-Generation war. Wir wollten etwas bewegen. Wir konnten es nur nicht. Die 68er hatten wir knapp verpaßt. Und unsere Eltern waren mit sich und ihrem Trauma beschäftigt.
Aber im Kleinen haben wir doch viel gekonnt. Wir waren Rebellen. In einer Zeit ohne Handy und Internet waren wir uns näher als die Generation heute.
Aber wie will man eine Generation nennen, die die Lasten der Weißen Jahrgänge mit ertragen mußte, die noch die Nachbeben der Beat-Generation und die Hippie-Bewegung schemenhaft erlebte.
Ein wenig waren wir die verlorene Generation. Verloren zwischen den großen Ereignissen der Zeit. Wir sollten die Dinge erleben, die unseren Eltern verwehrt blieben. Wir wollten die Dinge erleben, die uns als erstrebenswert erschienen.
Wir waren eine melancholische, rebellische, verlorene und erfinderische Generation.
Wie findet ihr eure Generation? Findet ihr euch in der Schublade wieder, in der ihr steckt? Oder seht ihr euch ganz anders?
