grenzwandel

29.02.2008 um 23:13 Uhr

GAU

Stimmung: stürmisch
Musik: storm front - billy joel

das rauchen auf dem balkon gerade eben entpuppte sich als größte anzunehmende unvernünftigkeit des heutigen abends.

der gelbe sack des nachbarn flog nur knapp vorbei an meinem allerwertesten.

schädel natürlich.

was denn sonst.

scheiß sucht.

29.02.2008 um 20:44 Uhr

gegenintensität die zweite

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

Stimmung: traurig
Musik: beethovens 5. klavierkonzert

fast hätte ich es mal wieder geschafft. mich selbst auszutricksen - beziehungsweise und um es genau zu nehmen: fast hätte es das vorbewusstsein geschafft, das unterbewusstsein am bewusstwerden zu hindern - hätte ich es geschafft, mir die nächste hürde in den weg zu werfen - gegenintensität die zweite - auf einem weg, der dann, hätte es funktioniert, mal wieder zur katastrophe geführt und im chaos sowiso schon chaotischer emotionen geendet hätte. gegenintensitäten schaffen ist nämlich eine wirkungsvolle art, sich dem bewusstwerden des unterbewusstseins, oder zumindest teile dessen, zu entziehen, beziehungsweise es zu verhindern.

derartige gegenintensitäten schafft man am besten, indem man, zusätzlich zur therapeutischen, eine intensive und dadurch einnehmende beziehung eingeht, welche dann eben jene therapeutische in den hintergrund treten lässt, das einlassen auf sie ist nicht mehr in einem umfang möglich, als dass unterbewusstes sich effektiv in richtung vor- und bewusstsein bewegen könnte. kompliziert ist das, aber so funktioniert es nun mal.

dieses mal habe ich es mit einer virtuellen gegenintensität versucht, man ist ja kreativ, einer, die einerseits - subjektiv - sehr viel ungefährlicher für mich ist, weil einseitig und aus der distanz heraus, andererseits jedoch - objektiv - durchaus das gefahrenpotential hatte, gehabt hätte, mich mal wieder völlig aus der bahn zu werfen, weil es eine beziehung war, gewesen wäre, in der ich völlig ungehindert interpretieren und projizieren konnte, hätte können, ohne dass eine gegenreaktion erfolgt ist bzw. wäre. denn es gab ja kein reales gegenüber, keine projektionsfläche. sprengstoff für meine psyche also.

anfänglich war es spannend, reizvoll, wie neue beziehungen, welche auch immer, halt so sind, sie hat mich eingenommen und abgelenkt und ich habe mich wohl- und gefordert gefühlt. dass ich schon von beginn an sehr unruhig, fahrig und gehetzt dabei war, mich kaum mehr auf etwas anderes konzentrieren konnte, kaum mehr einen gedanken zu fassen geschweige denn ihn zu ende gedacht bekam, habe ich erst viel viel später bemerkt. ab einem punkt wurde es irgendwie komisch, latent - weil noch im vorbewusstsein - ich wurde zunehmend verwirrter, aggressiver und unsicherer, habe mich angegriffen und bewertet gefühlt, ich weiß, es ist absurd, und habe angefangen in die abwehr zu gehen. und hier begann es zu kippen. meine emotionen zogen und zerrten an mir, ich war auf dem besten weg mich zu verlieren und gleichzeitig habe ich mich dafür gehasst, habe mich dafür verachtet, dem nicht gewachsen zu sein, nicht standhalten zu können, jämmerlich zu versagen, gleichzeitig wurde die emotionale oberfläche hart wie granit und darunter tobten die emotionen einen einsamen kampf. und aus der kommandozentrale kam nur noch widersprüchliches. einerseits goss der verstand öl ins emotionale feuer, andererseits kam er mit der schaumkanone.

aber ich habe es erkannt. es ist mir quasi bewusst geworden, das kippen - tröpfchenweise und verlangsamt weil diesbezüglich ungeübt - als es losging, oder mitten drin, wie auch immer, habe ich es wahrgenommen, die gefahr richtig eingeschätzt und die notbremse gezogen, habe einen schritt zurück gemacht und bin schließlich ganz ausgestiegen. grenze erkannt und nicht, naja, vielleicht ein bisschen, aber nur ein bisschen, überschritten. und kaum hatte ich wirklich begriffen, was da gerade passiert, was ich da schon wieder inszeniere, war schluss, dem emotionalen flächenbrand schlagartig der sauerstoff ausgegangen, ich begann prompt, ruhig zu werden, und bin es bis jetzt geblieben. dafür gab es heute sogar therapeutisches lob.

und jetzt, jetzt bin ich nur noch traurig und unendlich müde.

das schlimmste ist allerdings, dass es hier mittlerweile so sehr stürmt, dass auf dem balkon kein rauchen mehr möglich ist.

was soll man dazu noch sagen.

28.02.2008 um 16:14 Uhr

erkenntnistechnischer wahnsinn

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

es gibt menschen, die machen mich wahnsinnig.

warum?

weil sie mich zum nachdenken zwingen.

und zum erkennen.

und selbsterkenntnis kann so bitter sein.

so bitter.

aber: sie tut auch gut.

27.02.2008 um 21:31 Uhr

therapeutische hausaufgaben

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

Stimmung: sarkastisch
Musik: where were you - bonnie tyler

es verschlägt mir nicht häufig die sprache. wirklich nicht. am dienstag allerdings war es mal wieder so weit. ringen musste ich, nach worten. und schwupps sah sich auch die abwehr wieder auf den plan gerufen. schuld war, man höre und staune, meine therapeutin, ja, genau die.

dinge die ich an mir mag, wollte sie hören.

hallo?

geht's noch?

da therapiert mich die frau nicht erst seit gestern, nicht zuletzt genau deswegen, weil ich nachgefragtes nicht weiß, nicht zuletzt, weil ich mir nicht gerade selten überlege, ob ich mich lieber vom ICE oder doch besser vom TGV aus diesem leben katapultieren lassen soll (zentraler aspekt dabei: welcher ist schneller?), nicht zuletzt, weil ich so oft einfach nicht weiß, was ich hier soll, in diesem leben, weil ich nicht weiß was und wer ich bin, mich nicht finde und doch nichts lieber möchte, aber gut, bisher hielt mich allerdings vor allem das mitleid mit den zugführern davon ab. und ja, ok, ich geb's zu, gedanken dieser art sind sowas wie ein ventil. ich bin ziemlich selbstdestruktiv unterwegs - nicht immer aber dennoch - quäle und folter mich gerne, in den entsprechenden situationen eben, aber ich halte mich NICHT für suizidal, denn hey, das ist mir zu final, zu endgültig. denn ich würde das leid nicht mehr fühlen. und darum geht es ja letztendlich, um das fühlen. ums abbauen von spannungen. und dann kommt diese frau und will wissen, was ich an mir mag. gottseidank waren in diesem moment die 50 minuten rum und ich dachte schon, ich bin raus aus der sache, ganz so, wie es mir entspricht, nämlich durch vermeidung, durch nicht-auseinandersetzen mit der gefahr. allerdings hatte ich mich verrechnet. bis zum nächsten mal würde mir doch bestimmt was einfallen, sagte sie, auf dem flur. ich habe selten so doof geguckt, während sie grinsen musste. sie kennt mich.

ich habe mich also hingesetzt, mir zeit genommen, viel zeit, verdammt viel zeit sogar, zeit die ich eigentlich gar nicht habe, die abwehr hab ich in die wüste geschickt, für eine weile jedenfalls. nur leider mag die das gar nicht, ignoriert zu werden...sie heißt ja nicht umsonst abwehr, und hier ist sie ja auch schon wieder, genaugenommen abwehrmechanismus #5, ich komme und komme nicht zum punkt und schleiche um den heißen grießbrei herum als wär es das letzte, worum ich jemals schleichen könnte, weg jetzt, verzieh dich.

hier also meine liste, gependel inklusive:

#1: ich bin empathisch. sehr sogar. ich kann sehr gut zuhören, wahrnehmen und zwischen den zeilen lesen und hören und mich in andere einfühlen und -denken. nicht zuletzt deswegen fühlen sich menschen wohl bei mir, mit mir.

erst mal.

ja, genau. wo kämen wir denn da hin, wenn ich nicht spontan, fast schon reflexartig, das gegenargument parat hätte. eine medaille hat schließlich auch zwei seiten. ich bin jemand, der ganz oft, unbewusst natürlich, jaha, jadoch, die anderen, das außen braucht, um zu projizieren, damit ich mich, meine gefühle und stimmungen wahrnehmen kann, um sie zu sehen und zu fühlen. dass es dabei immer und immer wieder verwirrungen gibt und zu dramen und katastrophen kommt mal außen vor gelassen. also vielleicht ist diese fähigkeit, menschen mit empathie an mich zu ziehen und (temporär) an mich zu binden nur mittel zum zweck, manipulation, damit der nachschub an projektionsflächen nicht ausgeht. wer weiß das schon.

#1 zählt also nicht.

#2: ich bin intelligent. und zwar nicht zu knapp. kann unglaublich gut logisch-abstrakt, vernetzt und visuell denken und bin ein verbalakrobat (den größenwahnsinnigen narzissten in mir will ich an dieser stelle mal ignorieren...).

theoretisch toll. praktisch eine katastrophe. ich hasse es, aufgrund dessen bewertet und auf meinen intellekt reduziert zu werden, mich immerundimmer wieder mit ansprüchen konfrontiert zu sehen, die ihresgleichen suchen, nicht zuletzt mit meinen eigenen, mit neid, ich könnte kotzen (hähä, sagte die bulimikerin) wenn ich dieses ganze wir-sind-elite-gefasel höre und mir ist nicht erst eine freundschaft flöten gegangen, weil mein gegenüber entweder von anfang an minderwertigkeits- komplexe hatte oder sie irgendwann bekam. ok, ich kokettiere bisweilen auch damit (meine therapeutin nennt das abwehrmechanismus #2: intellektualisieren), aber wenn ich menschen mag, dann bin ich niemand, der das raushängen lässt. ich denke gerne, und viel, rede und philosophiere über den sinn und unsinn des lebens und an einem punkt steigen die meisten dann aus. großartig. und überhaupt. vielleicht habe ich diese intelligenz ja auch nur, um intellektualisieren und damit abwehren zu können. wer weiß das schon.

#2 zählt also auch nicht.

#3: ich habe blonde haare und braune augen.

das sind äußerlichkeiten, dafür kann ich nichts. an dieser stelle aber vielleicht doch mal einen herzlichen dank an meinen vater. trotzdem:

#3 zählt nicht.

#4: mich interessiert wahnsinnig viel. die interessenspalette ist riesig; und irgendwie kann ich auch ziemlich viel. wie gesagt: irgendwie. mit talenten völlig überfrachtet, wie ein mir nahestehender mensch mal aufgestöhnt hat, als ich ihm meine therapie-cartoons zeigte.

und auch hier: theoretisch toll. praktisch eine katastrophe. ich kann mich nämlich mit allem nicht so beschäftigen, wie ich will und dass es mich bezüglich der tiefe wirklich befriedigt. denn würde ich mich mit wenigem viel anstatt mich mit vielem ein bisschen beschäftigen, würde mich das noch unzufriedener machen weil ich das gefühl hatte, viele meiner interessen zu ignorieren. das geht nicht. genauso ist das mit dem können. ich kann vieles ein bisschen aber wenig wirklich gut. ich bin quasi eine universaldilettantin. ergo:

#4 zählt nicht.

#5: ich habe humor, ok, manchmal vielleicht etwas zu sarkastisch oder zynisch, und ich kann mich unglaublich gut selbst auf den arm nehmen.

ist ein abwehrmechanismus (#1), bagatellisierung genannt, mein tragender sogar, sagt meine therapeutin, also:

#5 zählt nicht

so, und an dieser stelle wurde es dann dünn. es schlossen sich zwar noch zahlreiche überlegungen an, aber für eine #6 reichte es nicht.

was soll ich dazu noch sagen?

ich werde meine therapeutin um rat fragen.

 

27.02.2008 um 18:36 Uhr

licht

Stimmung: frech
Musik: relax - mika

im haus gegenüber wohnt eine lavalampe.

sie gehört einer frau.

sie ist wunderschön.

die lampe.

was denn sonst.

ok, ich geb's zu: die frau auch.

das einzige, was mich an der lavalampe stört ist, dass sie nicht genügend licht gibt, als dass man mehr als umrisse erkennen könnte, wenn sie sich auszieht.

die frau.

wer denn sonst.

schade.

26.02.2008 um 21:10 Uhr

lost and too early

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

Stimmung: fühlend
Musik: crossroads - tracy chapman

eine woche nicht gesehen gesprochen, seit dem hässlichen aus nicht lang her, sitze ich hier und heute, zum ersten mal fühle, verlust, du hast mich gesehen und 'ich lieb dich grad sehr', leide und weine, vermisse das ich, das du und das wir, das uns und mit dir, lachen, genießen, zwei menschen im glück, vergangen, es war...

jetzt ist hier ist heute und nun, weit entfernt, zu weit und vom dort, vom ich und vom mir, die seele verschnürt, kein sehen, gesehen, kein fühlen, gefühlt, kein lassen, nicht mehr, aus und vorbei, gezogen, gezerrt, distanz zu viel nähe, die wärme erfroren, gestrauchelt, gekippt, das gefühl, für mich und für dich, vergessen zu sehen, dich mich uns zu lassen, verfühlt und verpasst...

das uns, gezerrt und gegriffen, nach dir, gerissen an mir, verbeult und verbogen, bin ich, verpasst ist das wir und das uns, heute ist lassen, los-lassen und fühlend verstehen, es geht, es muss, ohne dich ohne uns, freunde, ist leere, die schmerzt und die frisst, die gilt es zu füllen, mit 'ich', meiner seele im hier, verloren, die maske noch auf, am bröckeln und finde ich langsam, ganz langsam zu mir...

zurück, schmerz und enttäuschung, ich uns und ich mich, sitze und trauer, ich hier und um dich, gemailt ich mag reden und kann doch noch nicht, wenn ich fühle, schriebst du, den moment und melde dich, ein schimmer, die hoffnung, endgültiges aus, zu vermeiden umgehen, der schritt zurück und doch weit ins voraus, ins sehen und fühlen, ohne fehler vergessenes tun, gewartet, zu lange, das handeln verpasst und zog es vorbei, verlassen, gehasst...

worte nur worte, verfühlt und verwirrt, gedanken und stränge verblasst wie das ich, das gefühl und für mich greifbar und nicht, stay in touch and never forget, yourself, das bin ich, bist du sind wir, jetzt und im hier, gefühle sind oder nicht, vorhanden, da oder taub und verdrängt, gehabt, gewesen, und habend im sein, die machtvolle leere, verfühlt, vielleicht, verloren dabei, getäuscht und geirrt, doch niemals ist falsch...

ich kann nicht, noch nicht, die zeit unsere zeit, zu nahe am jetzt, docke ich an, bei dir und verletzt, mal mit und mal ohne, mich, weg zu weit weg, von mir, zerrissen allein, traurig und leer, die seele maskiert, gefühlt und ganz fest, die maske auf meinem gesicht meinem herz, meine seele bist du wo bist du, meine seele bin ich und sind wir, versuche zu finden, was ist, was war und wird sein, verloren fehlst du, denke ich, sitze und wein', wieder und wieder, die tränen der angst...

wir werden sprechen, ich weiß, bist niemand der geht, ohne wort, doch gibt es noch worte, zu sagen, du mir und ich dir, gefühle zu fühlen, lachen zu lachen, genuss zu genießen, und mehr, zwei menschen als freunde, nur freunde, ich weiß es doch nicht und will es so sehr, finde, mich nicht, wanke und greife, nach mir, halte und rutsche, verzweifelt, verwirrt, und doch auf dem weg, zum halt und ich fühle, es gibt ihn, tief drinnen im hier...

warten und lassend, will ich, bewegung in mir, tief drinnen frei seh'n, ich du und dann wir, freunde zusammen, suchen und geb', ich mich und dann dir, kein greifen nach uns und ich weiß es wird gehen, vertraue ich mir, ohne maske und angst, ohne seele verpackt und verschnürt, herz, frei und gefühl von tränen, und schmerz...

irgendwann.

25.02.2008 um 21:04 Uhr

pausengeplänkel

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

Stimmung: latent sarkastisch - aber nur latent
Musik: pause for effect - into darkness

dass das hypersensibelchen probleme mit den therapiepausen hat, is ja nu nichts neues mehr, man betrachte die inszenierung(en) der letzten wochen, die ihren ursprung in der - man höre und staune - therapiepause über weihnachten hatte(n).

großartig. therapeutin weg, sensibelchen alleine, für eine kurze zeit, objektiv betrachtet jedenfalls, und was macht das unterbewusstsein draus? pause = alleine = verlassen = einsam = ungeliebt = oh gott es wird zeit für die nächste katastrophen-inszenierung. thema der heutigen sitzung, denn es stehen dann doch schon wieder pausen an (scheißescheißescheißenochmal...). der osterhase steht vor der tür, bei meiner therapeutin jedenfalls, nicht so bei mir aber gut, jeder so wie er kann undoder will, was wäre der mensch ohne illusionen und auch psychoanalytikerinnen brauchen eine realität außerhalb der analyse, da kommt der oster'sche hoppelhase gerade recht, egal und wo war ich stehen geblieben (die abwehr, die abwehr, da ist sie wieder...), und von der dreimonatigen sommerpause hier mal ganz zu schweigen ...ahhhhhhhhhhhhhh, ein abgrund!

wie wir das denn regeln wollen, die bewusste und somit (hoffentlich) auch die emotional-unterbewusste vorbereitung auf eben jene zeiten, gefühlt: un-zeiten, in der hoffnung, dass die zu inszenierenden katastrophen und dramen diesmal etwas moderater ausfallen, oder bestenfalls sogar ausbleiben werden (wer's glaubt...), wollte sie jedenfalls wissen und ob ich eine idee hätte. hatte ich.

mein vorschlag war, entweder erst gar keine pause zu machen - wovon sie allerdings wenig begeistert war - oder eben mich mitzunehmen, freud hat das seinerzeit ja ganz offensichtlich mit seinen patientinnen auch schon gemacht. gut, das ist wohl einer der gründe, warum die freud'schen psychoanalytischen ansätze immer noch nicht ganz unumstritten sind in der wissenschaft, aber was solls, mir helfen sie, und noch mehr würde es mir helfen, wenn meine therapeutin mich mit in den urlaub nehmen würde. jawoll. ganz ehrlich. ich würde mich auch durchaus alleine zu beschäftigen wissen, hab ich angemerkt, ich bin ja schon groß (intellektuell zumindest). aber so ganz überzeugt hab ich sie nicht bekommen, noch nicht. naja, ich werde ihr wohl noch ein wenig zeit lassen müssen, sich an diesen gedanken zu gewöhnen. sie scheint diesbezüglich allerdings (unbewusst natürlich) in die abwehr gegangen zu sein, jadoch, ehrlich, denn sie kam mit einem ersatzvorschlag. nämlich was ich davon hielte, mir eines ihrer bücher mit in die pause zu geben, quasi als überbrückungsobjekt...ähhh...das letzte mal als ich ihr ein buch für den urlaub ans herz legen wollte (mein lieblingsbuch) hat sie nur gesagt sie hätte schon was anderes vor, hypersensibelchen war prompt beleidigt. gut ich muss zugeben, das war ein schlecht vorbereiteter und daher misslungener manipulationsversuch, weil eigentlich, ja eigentlich wollte ich nur, bewusst und unbewusst, dass sie im urlaub an mich denkt, und zwar jedes mal wenn sie das werk in die hand nimmt, und das ist nu nicht gerade dünn, sie hätte also - in meiner vorstellung jedenfalls - dauernd an mich denken müssen. soweitsogut, das alles schießt mir im bruchteil einer sekunde durch den kopf und ehe ich mich versehe höre ich mich auch schon sagen 'au ja, das ist eine gute idee' (und prompt fingen so ganz nebenbei die stahlnägel an, sich zu lösen...). toll, hätten wir das also geklärt, sagt sie, und jetzt sitze ich hier, betrachte meine vollgestopften bücherregale und denke mir, ein buch, ein buch und noch dazu ein wissenschaftliches, ist doch vielleicht etwas unpersönlich, auch wenn sie es selbst geschrieben hat...

ob sie mir wohl eines ihrer halstücher überlässt? ...therapeutischer stoff - im wahrsten sinne des wortes - als osterpausenüberbrückungsobjekt...

das könnte mir so passen.

ich werde ihr den vorschlag machen. sie wird ein bisschen dumm gucken und (hoffentlich) nichts sagen.

wie gesagt. sie kennt mich.

25.02.2008 um 11:27 Uhr

wider die grüne tonne...im schlafanzug

von: grenzgaenger   Kategorie: lacher des tages

Stimmung: verdattert
Musik: strange condition - pete yorn

gerade eben:

ich steh' auf meinem balkon, gerade aufgestanden (jajaja, ich wollte schon seit stunden am schreibtisch sitzen...ging nicht...das arbeitende unterbewusstsein zollt seinen tribut (in form von müdigkeit)), kaffee und die erste zigarrette in der hand, da sehe ich wie auf der anderen straßenseite ein mann, ebenfalls verschlafen, auf die straße bzw. in seinen fein säuberlich gehegtundgepflegten hof springt, fast schon hysterisch, in marineblauer schlafanzughose (!) und maximal unpassend gelbem, zerknittertem, kurzärmeligem und gestreiftem schlafanzugoberteil sowie nicht minder zerknittertem gesicht (von der frisur, insofern man diese hinterhauptsborsten überhaupt frisur nennen kann) und anfängt, den der papiertonne entschwebten zeitungsteilen nachzuhechten, die sich gerade vorhin dazu entschlossen haben, den garten zu erkunden (heut isses eher windig)...er macht einen angestrengten eindruck, hektisch hechtet und kriecht durch den garten respektive hof, halt hier, unter der rose hängt noch ein quadratmillimeter papier und da, scheiße da zwischen den akkurat gelegten pflastersteinen hat sich ein teil der bams verfangen, und ach herrjeh, um gotteswillen, die schneeglöckchen unterm aldiprospekt verschwunden, und all dieser müll, angewiedertes gesicht ob dieser sauerei und überhaupt was denken die nachbarn, räumt er also die bedruckten, toten bäume wieder auf, zurück in die grüne tonne, macht sie zu, was nicht ganz geht - sonst wär das malheur ja auch gar nicht erst passiert, wie unvorsichtig - nimmt anlauf und schwingt...und hier wurde es wirklich grotesk...seinen schlafanzughosenbepackten allerwertesten auf die grüne tonne, hoppelt ein bisschen auf und ab und steigt dann mit zufriedenem, allerdings immer noch zerknittertem, gesicht wieder herunter. wie von einem thron, die grüne tonne, besiegt, zu isse und das papier gebändigt, tag und garten gerettet, sauber und lieblich anzusehen, er steht noch immer neben der tonne, tätschelt sie...und entschwindet ins haus...

...ich glaube, mit so viel normalität komm' ich nicht klar.

25.02.2008 um 06:50 Uhr

(un-)bewusste unterbewusstseinsprozesse...(?)

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

Stimmung: blockiert
Musik: part of the process - morcheeba

nachdem sich das unterbewusstsein in den letzten wochen, ja fast schon monaten, auf dem rückzug befunden und vom vorbewusstsein in eine zwangsjacke gesteckt worden war - vorbewusst, bewusst, unbewusst, wer weiß das schon - und kann sich das unterbewusstsein überhaupt bewusst am bewusstwerden hindern (eine frage, die wohl in die kategorie 'philosophieren über den sinn und unsinn des lebens' gehört), herrgottnochmal muss das so kompliziert sein und so wird das nie was, befindet es sich nun, nach allerlei chaos-inzenierungen und katastrophen, wieder auf dem...hmmm, wohin den nun eigentlich...halleluhjah. auf jeden fall scheint es, scheine ich (therapie-gebot #3: du sollst nicht abspalten! vollständige liste folgt bei gelegenheit) mich darauf einzustellen (ich glaube, über die arbeitsteilung müssen wir beide, das unterbewusstsein und ich, uns nochmal ausführlich unterhalten...#3 ...jajajaja jaha jadoch ich weiß) ihm wieder mehr freiraum zu lassen, es nicht mehr zu knechten und zu unterdrücken, zu ignorieren und einzuengen; die zeit der therapie-pausen - mit denen das hypersensibelchen nicht wirklich klar zu kommen scheint - ist erst mal vorbei, keine notwendigkeit mehr, gefühltes verlassensein durch gegenintensitätsnähe zu kompensieren: also alle macht dem unterbewusstsein!

ich bin völlig verwirrt, gnadenlos überfordert, zerrissen und so blockiert und bekomme kaum meine gedanken zu fassen geschweige denn bin ich in der lage, eben jene, haben sie es dann doch mal bis ins bewusstsein geschafft, bis zu einem ergiebig-sinnvollen ende zu denken; das chaos hat sich wieder nach innen verzogen und ich kann noch nicht wirklich sagen, ob es das äußere (siehe entsprechende einträge) oder das innere (kopf-)chaos ist, das letztendlich weniger überfordernd ist. für das äußere chaos, soviel steht jedoch fest, gibt es (oder gibt es die aufgrund...) die muster, die es eigentlich loszuwerden gilt..., nee, nicht wirklich loszuwerden, aber auf die es draufzuschauen und sie auseinanderzunehmen, sie draufgeschaut wieder zusammenzubasteln und sie somit handzuhaben lernen gilt (also auch: bewusst! einzusetzen...kann es eigentlich noch komplizierter werden?)...für's äußere chaos gibt's also sowas wie (unbewusste) patentrezepte. und damit ist das äußere chaos also eher handhabbar, gefühlt und again: unbewusst zumindest - auch wenn's immerundimmer wieder wehtut, aber die herrschaften verdrängung und abwehr stehen ja zumeist auch gewehr bei fuß...und hier fängt's dann an, wirklich kompliziert zu werden, verdrängung, abwehr, die psychische müllabfuhr (und hey: was wären wir ohne müllabfuhr, außen wie innen (siehe neapel!) und letztendlich sind alle stränge dann so verworren, dass keiner mehr durchblickt, weder das bewusstsein, noch das unterbewusstsein, geschweige denn ich (jaja, #3, ich weiß). das passt hier alles hinten und vorne nicht und ich bin verwirrt, gnadenlos verwirrt, ich sag's doch.

letztendlich ist es aber das pendeln zwischen innerem und äußerem chaos, eben jenes pendeln zwischen den extremen, das so unendlich anstrengend ist, das pendeln zwischen bei sich und weit weg sein, zwischen sich lassen und sich hassen, zwischen leere und intensität, fühlen, zwischen dunkelschwarz und hellweiß, der eins und der null, sonne und schatten, gut und böse, ein leben in und mit extremen(,) ambivalenzen, dichotomien...

aber dass das pendel, einen weg zwischen den extremen zurücklegt - vom vorhandensein der mitte mal ganz abgesehen - den es wahrzunehmen, zu leben gilt, bewusst, scheine ich immer wieder zu...verdrängen...

blöd, nä?

 

24.02.2008 um 19:25 Uhr

digitale dissoziation

Stimmung: überlegen-d
Musik: imaginary - evanescence

bin am überlegen, ob ich mich digital dissoziieren und einen zweiten blog anlegen soll. einen für alles außerhalb der psycho-analytischen realität. allerdings bin ich mir alles andere als sicher, ob es ein 'außerhalb' gibt.

bewusst, vorbewusst, unbewusst, wer kann das schon trennen?

24.02.2008 um 12:13 Uhr

gone...

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

Stimmung: ruhig
Musik: keine

 

der winter ist vorbei, es riecht nach frühling - innen wie außen - und ich genieße es zum ersten mal seit längerem wieder, alleine zu sein, mit mir... bei mir...

24.02.2008 um 00:12 Uhr

mein weißes, kapriziöses ballett-lama

Stimmung: irgendwie übermütig
Musik: forever young - alphaville

ich bin ein sehr visueller mensch. die bilder kommen und gehen, stetig, kontinuierlich, im minutentakt. und bisweilen entstehen solche, die ich nicht mehr gehen lassen möchte, so absurd sie auch sein mögen, sie sind mir ans herz gewachsen, ein teil von mir, ich liebe, hege und pflege sie, erfreue mich an ihnen und bisweilen lassen sie mich - auch in den unpassendsten momenten - laut auflachen.

eines dieser bilder, das mir seit vielen jahren ein treuer, visueller begleiter ist, ist das weiße, kapriziöse ballett-lama.

eines tages war es da, einfach so, stand etwas verloren, von oben bis unten schlammverkrustet, im jungen, lindgrünen birkenwäldchen. und weil es so hilflos dreinsah, nahm ich mich seiner an; zu diesem zeitpunkt war es allerdings noch braun, wie lamas eben so sind. weil es aber so schmutzig war, und ich gerade nichts anderes zur hand hatte, habe ich es in bleiche gebadet, ich wollte nur den schmutz abwaschen. leider hielt die fellfarbe der chemischen keule nicht stand, und so wurde es weiß. das tier ist sehr kapriziös, sehr eigen und sensibel, und weil im wald, auch im jungen lindgrünen birkenwald, steine auf dem boden liegen, die bisweilen viel zu spitz für zarte lamahufe sind, habe ich ihm ballettschuhe angezogen. ihm hat's gefallen.

wir haben viel spaß seither. rennen um junge birken herum, ärgern die hasen im wald, liegen in der sonne und genießen den frühling, spucken um die wette - bisher hatte ich noch nie eine chance, naja, ich trete immerhin gegen ein lama an, auch wenn's weiß ist und ballettschuhe trägt, spucken kann es - zählen regentropfen und nagen junge birken an (ich muss gestehen, birkenrinde gehört immernochnicht zu meiner lieblingsspeise, aber was tut man nicht alles...) und spielen sonnenstrahlenpuzzel. und noch vieles mehr, wir sind da sehr einfallsreich.

letztlich hat es sich allerdings ein bisschen zuviel freiheit genommen. alles was recht ist, aber so geht das dann doch nicht, wirklich nicht. ich hab so getan als wäre ich böse, denn auch ein weißes ballett-lama ist nicht vogelfrei, auch nicht bei mir, nicht ganz jedenfalls, aber das ging zu weit. es hat mir allerdings lediglich die zunge rausgestreckt, als ich angefangen hatte zu schimpfen - naja, so zu tun - hat sich umgedreht und ist im wald verschwunden.

das lama hat meine therapeutin angespuckt. sie stand ihm im weg. ja, ich weiß, war nicht gut, ich hätte sie warnen sollen, aber wer kommt denn auf so was. in der therapiesitzung zuvor hatte ich ihr nämlich erklärt, was ich mit ihrem namen assoziiere - einen hohen, spitzen, felsigen berg, der einen flamenco-rock trägt. kling seltsam, oder? jaha, jadoch, die bilder, ich weiß, aber weiter im text. das ballett-lama kannte sie zu diesem zeitpunkt schon, und fand es sympathisch. als es das nächste mal auftauchte, ich hatte mich wahnsinnig gefreut, weil ich es schon eine weile nicht mehr gesehen hatte, beschlossen wir, fangen zu spielen. ich brauchte bewegung. gesagt. getan. wir rannten also durch den jungen, lindgrünen birkenwald, ausgelassen und versuchten uns gegenseitig zu kriegen. gar nicht so einfach, das müsst ihr mir glauben. und plötzlich, aus heiterem himmel, stand eben dieser spitze berg mit dem flamenco-rock da, mitten im wald, dem ballett-lama im weg, und wollte nicht weichen. ich dachte noch 'scheiße, wo kommt die denn jetzt her', aber letztendlich ist sie selber schuld, was stellt sie sich auch meinem ausgelassenen, weißen ballett-lama in den weg, so was tut man doch nicht. das lama auf jeden fall fackelte nicht lange, blieb stehen, fixierte sie, legte den kopf in den nacken...ich hab es kommen sehen...und spuckte den berg an. vollkaracho. und ich konnte mir das lachen nicht verkneifen, ich habs versucht, ehrlich, aber es ging nicht. ganz echt nicht. leider stand ich dabei gerade in einer relativ gut besuchten buchhandlung. das lama ist davongaloppiert, wiehernd, kapriziös tänzelnd und mit hoch erhobenem kopf.

ich liebe dieses tier.

bei meiner therapeutin hab ich mich in der nächsten sitzung entschuldigt. sie hat ein bisschen dumm geguckt. aber nichts gesagt.

sie kennt mich.

23.02.2008 um 21:41 Uhr

stahlnägel vs. pinzette

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

Stimmung: siehe musik
Musik: ironic - alanis morissette

also bei allen inszenierungen, unterbewusstseins-verwirrspielchen, therapie-ablenkungsdramen und -einlassungsvermeidungs- strategien, bei allem davonlaufen, halblebigen gegensteuer-versuchen und inneres-kind-ignorier-aktionen der letzten wochen muss man mir eines lassen: ich war erfolgreich.

das fass hab ich verrammelt bekommen, und zwar richtig. und nun, nun sickert so langsam langsam ganz langsam und zäh in mein - ähhh, ja wohin denn nun und vor allem von woher kommend...?, dass das alles wirklich überflüssig war, naja oder vielleicht doch nicht, denn sind es nicht die dramen und katastrophen, die uns letztendlich weiterbringen, auf dem harten und steinigen weg hin zum ort der versöhnung mit dem inneren... - jajajajajaja, klappe da drinnen, du bist noch nicht an der reihe, noch lange nicht - ...ähhh kind, aber wenigstens bin ich intellektuell auf dem neusten stand - sagt meine therapeutin - da kommt es ja auf ein bisschen emotionales minderbemitteltsein nicht wirklich an, oder...doch, oder wie jetzt aber egal, als abwehrstrategin jedenfalls bin ich unschlagbar, quod est demonstrandum...

und nu steh ich da, neben meinem psychen-fass - ein dickes, rundes fass aus korkeiche, äußerst massiv mit eisenringen drumrum - und es ist vernagelt, ja, vernagelt, jadoch, mit unglaublich massiven planken und unzähligen stahlnägeln. und ich steh daneben, der erkenntnis, dass ich das schleunigst wieder aufbekommen sollte, erstaunt ins gesicht blickend, habe ein klitzekleine pinzette in der hand und mache mich an den riesigen stahlnägeln zu schaffen...und weils so absurd ist, hier von wegen psychodynamik und so...und mit der pinzette ist an den fassinhalt MIT SICHERHEIT nicht dranzukommen...stehe ich da und mache mich auch noch lustig über mich selber, kichere albern bis leicht hysterisch, weil haha, wie blöd kann man denn sein mit der pinzette, hihi, und das massive fass, und hehe, aber probieren kann man es ja mal weil eigentlich, sagt man doch so, ist es ja der wille der zählt und nicht das ergebnis, das lassen wir mal außen vor, das ergebnis, denn wer will schon wirklich ganz echt und wahrhaftig ins psycho-fass gucken, die abwehr lässt grüßen, nee, mal ehrlich, bei all dem seelischen müll da drinne, nä, wirklich nicht, und dann kann ich wenigstens behaupten, bewusst, ich hätte es versucht, das unterbewusstsein dabei mal wieder gekonnt zynisch-ironisch augeblendet, es versteht ja nicht, das dummerchen...halts maul da drinnen, kinder später...und...ach ja, weiter nu mit dem pinzettchen...

und die zange liegt direkt daneben...

ich bräuchte sie nur in die hand nehmen.

23.02.2008 um 00:32 Uhr

extrem - mitte - extrem

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

Stimmung: sky is falling
Musik: sky is falling - lifehouse, alive - pearl jam

...verworren, verwirrung, mit verwirrung gefüllte leere, paradox und doch möglich, ambivalenz, dichotomie, schwarz und weiß, das eine ende ist so unendlich weit vom anderen entfernt und dazwischen liegt die mitte, die mitte, das pendel schwingt zwischen den extremen und kommt dabei in der mitte vorbei, verbringt aber - wenn man es mal rein mathematisch betrachtet - doppelt so viel zeit im extremen außen wie in der mitte, es hält nicht, hält nicht, pendelt zwischen den extremen, stillstand, beudeutet tod, anhalten, tod in der mitte und könnte es etwas schöneres geben als kein pendeln mehr zwischen den extremen und in der mitte zu sterben...?

...stillstand, ausgependelt, einklang, ruhe, in der eingeklungenen mitte, im einklang mit sich selbst, genug, gependelt, geschwungen, oft, genug, zu oft, immerundimmer wieder in der mitte vorbei gekommen, kurz, zu kurz, nicht angehalten, nicht anhalten können, verpasst, vorbei, kein einklang und wieder schwingt das pendel und steuert das andere extrem an, die mitte fliegt vorbei, in einem bruchteil einer zeiteinheit...

...zeit, was ist zeit und ist extreme zeit die selbe wie mittige zeit, ja, nein, vielleicht und ich weiß es doch nicht, objektiv ja, gefühlt nein, extreme zeit ist zäh wie gummi, stockt, zieht sich zusammen, explodiert, dehnt sich aus und will nicht enden, schwarz, extreme zeit ist schwarz und die mitte ist weiß, ambivalenz, alles in einem und eines im nichts, alles ist fifty fifty aber wenn man das pendel, die beiden extreme und die eine mitte nimmt, dann kann man das als widerlegt betrachten...

ich wusste es schon immer.

 

22.02.2008 um 21:46 Uhr

abwehrmechanismen

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

Stimmung: blockiert und oberflächlich, aber ok
Musik: lab - machine girl (in der endlosschleife)

 

nähe als abwehr. soso. sagt meine therapeutin; als gegenintensität zur therapie, zum einlassen auf eben jene, auf die therapeutin und letztendlich zum einlassen auf das psychische ausmisten. na toll. ich bin unendlich kreativ wenn es um abwehr geht, kaum ist der eine mechanismus durchschaut, schon ist der nächste um die ecke gestürmt, natürlich ohne dass ich es gemerkt habe, und schwupps bin ich wieder mal mitten in einer entsprechenden inszenierung. siehe hh. das war dann wohl auch so'n ding. ich habe angst vor nähe, in der therapie, gehe in nähe zu jemand anderem, weil beides gleich intensiv geht nicht - sagt die therapeutin - was wiederum dazu führt, alles völlig unbewusst natürlich, dass ich angst vor dieser nähe bekomme, und weil meine nähe-distanz-regelung völlig verkorkst ist, schaffe ich distanz mit noch mehr nähe, mit ziehen und zerren, push-and-pull, distanzlosigkeit, zurück-zur-therapie, projektive identifikation, meine gefühle sind ihre gefühle sind meine gefühle, fühle meins als ihres, sie meins als ihres und ich ihres als meines, ach herrje und das kann ja nicht gut gehen. leider passiert mir das immer und immer wieder, und noch viel leiderer verliere ich dabei immer wieder menschen, die mir eigentlich was bedeuten, ganz echt, nicht nur als therapienähe-einlassungs vermeidungs-subjekte, oder als therapiepausenüberbrückungssubjekte, weil das spielt sich ja alles unbewusst ab und weil mein unterbewusstsein und mein bewusstsein sowiso kommunikations- nachhilfe-unterricht brauchen bleibt wieder mal völlige verwirrung, chaos. und weil das so ist, die letzten tage so war, ich in der therapie heute gebeichtet habe, jaha, jadoch, gebeichtet, mein unterbewusstsein wiedermal entlavt wurde - ja, da guckstdu, du unterbewusstes etwas, du, nä? - und ich mal wieder von vorne anfangen kann, bin ich blockiert, die emotionale oberfläche ist hart wie finnischer granit, im kopf tut sich unglaublich viel, aber gefühlt kommt es nicht an, noch nicht. aber wie hat kant doch irgenwann mal so schön gesagt 'ich kann, weil ich will was ich muss'. schenkt dir das leben zitronen, mach limonade draus. das allerdings ist mit sicherheit nicht von kant.

genauso weise isses allemal.

 

22.02.2008 um 01:44 Uhr

HH

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

Musik: bittersweet symphony

...hamburg, hauseingänge, gemüsestand, bagels mit frischkäse und kresse, die reeperbahn, ingo und nico, regen der einen bis auf die knie durchweicht, regen, nässe die nicht zu verstehen aber doch da ist, anders als hier, nicht zu begreifen und doch da, regenschirme von budni, das schanzenviertel und karo...das alles will ich dir zeigen, will dir den weg zeigen den ich das letzte mal mit dir am ohr gegangen bin, mit all den gefühlen, freude und anspannung, gelassenheit und liebe...

...ich lieb dich grad sehr...und honey, bin zu hause...hat sie geschrieben, gesagt, gefühlt, wir haben telefoniert, nächtelang, geträumt, sie in hamburg und ich hier, im süden, sie im regen und ich bei sonnenschein, wir haben uns vermisst, gefühlt, hatten sehnsucht, haben uns geküsst, am telefon, mitten in der nacht, mussten beide früh raus, egal, es gab nur uns, und die erde hat sich gedreht...

...ich habe mir ein zugticket gekauft, voller vorfreude, und doch mit gemischten gefühlen, all die nähe, all die anrufe, tag für tag, all die gefühle, die vertrautheit, das fühlen und gefühlt werden, sehen und gesehen werden, lassen und gelassen werden, unsere treffen, unser miteinander unser wir, manchmal zu nah, zu viel, wo ist die grenze und ich weiß es nicht, uns, wir, sie und ich...

...wir saßen im zug nach hamburg, zusammen, auf ein neues, gemeinsam diesmal, haben gelacht, gelesen, musik gehört, sie hat auf der toilette geraucht, die frau auf dem sitz neben uns hat wissend gelächelt, sie kommt aus unserer welt, hat sie gesagt, wir haben gealbert, geredet, geschwiegen, uns mit gemischten gefühlen auf hh gefreut...so viel nähe hat sie gesagt, und ich muss mich erst an den gedanken gewöhnen, wieder mit jemandem für eine so lange zeit in einem bett zu schlafen, mal sehen und fühlen, meine welt, deine welt, gleichzeitig und doch getrennt...

...kamen wir in hh an, hand in hand in altona, mit all dem gepäck liefen wir lachend, müde und glücklich über den bahnsteig, zum taxi das uns zum hamburger berg bringen sollte, den vermieter thomas angerufen, erreicht, getroffen, gequatscht, gepäck die treppe hoch, umgesehen, glücklich, freudig und erwartungsvoll...erwartungsvoll...verhängnisvoll...geküsst vor dem einschlafen. selig. noch...

...aufgestanden, geraucht, geduscht, frühstücken gegangen beim portugiesen von dem ich so viel gehört hatte, schinken-käse brötchen, jeder eine hälfte, bei sonne in hamburg, deva, hier unterrichte ich, werde die nächsten tage mit schulungen verbringen und wir sehen uns heute abend, essen gegangen im jolie bei den mädels, wein, guter wein und kippen im lokal, eine süße bardame namens melanie und leichte, sanft-passende musik, hände gehalten, kurz, dann nach hause und ins bett, die nase hatte schon angefangen zu laufen, schlafen...

...und in dieser nacht kippte es, schwang das pendel zur anderen seite, pendelte entgegengesetzt, ein guten morgen, gemeinsam aufgestanden, geduscht, nach draußen begleitet, getrieben durch die stadt, stundenlang mitundohne ziel, mal mit, mal ohne, gedacht, an sie, mal mehr, mal weniger, mal mit gemischten, mal mit reinen gefühlen, gefreut, nähedistanzverhandelt, ich weiß nicht was ich gerade fühle und sollte ich es wissen, was gerade passiert, irgend etwas tut sich und ich weiß nicht was, kann es nicht fassen, nicht greifen, die schwarze katze ist gerade zum zweiten mal vorbeigelaufen, die realität hat sich verändert, meine, ihre, unsere und noch können wir es nur ahnen, nichts manifestes, nur gefühlt und doch präsent...

...kaum blickkontakt am abend, ich bin müde und muss mich erholen, muss morgen arbeiten und brauche ruhe, der fernseher läuft und ich kriege nichts mit, meine gedanken rotieren, es liegt nicht an mir, hat sie gesagt und ich glaube ihr, sehe gespenster, meine ich, projiziere, interpretiere und liege dabei völlig falsch, dachte ich, wie immer...

...kaum blickkontakt am morgen, am sonntag morgen und komm um halb zwölf zur schulungssitzung, wir brauchen dich, aufgestanden, nach ihr, geraucht, geduscht, geraucht, geraucht, ein bohren im magen und im herz, etwas läuft gnadenlos schief, was ist es ist es ist es ich kann es nicht fassen, intepretiere und drehe mich im kreis, projiziere und traue meiner wahrnehmung nicht mehr, bin verwirrst, die stränge verworren, undurchsichtig, klebrig, fahrig verlasse ich das haus, meine gefühle nicht mehr gemischt sondern negativ, belastend, lasten auf mir und ich weiß nicht, weiß nichts, sie, ich, wir, sie? ich?? wir??? was passiert, geschieht ich kann es nicht fassen, es entzieht sich und wird dabei intensiver und intensiver und intensiver, grenzen, wo sind sie, meine grenzen, was mache ich hier, was mache ich hier, mache ich hier mache ich hier, wo bin ich, verliere mich, sehe und fühle mich nicht, nicht mehr, und dabei war ich doch gerade noch da, vorhin und wann hab ich angefangen, mich zu verlieren, wann, wann, wann, verdammt nochmal wann...???

...und warum? warum. warum. WARUM? wo bin ich? wollte gefallen, geliebt werden, nähe, schutz und der grashalm im sturm, sie, anstatt ich, sie, verlor mich dabei und sah nur sie, habe mich aufgelöst, vergessen, ver-fühlt. verschwunden, ich, nicht mehr vorhanden, meine gedanken bei ihr, im kreis, es liegt nicht an mir, hat sie gesagt und ich sehe gespenster, mal wieder und alles ist gut...

...sie kommt heim am montag abend, vom arbeiten, angestrengt, müde, erkältet, ich liege im aufwachen im bett und sie verschwindet direkt ins nebenzimmer, ohne ein wort, ohne ein blick, nichts, nur leere, schweigen, distanz, ignorieren, sie mich und ich meine gefühle, die alarmglocken, ich kriege nichts mit, teile die realität, spalte sie ab, die bedrohung, wird nicht wahrgenommen, zu gefährlich, zu massiv, vernichtend, auslöschend, kaputt, kaputt, meine seele wo bist du, wo bin ich? bist du, bin ich sind wir, noch da, jemals da gewesen, da, wo...?

...stehe auf, ertrage es nicht, kann nicht mehr, raus raus raus, schreit es und ich ziehe mich an, die hose, pulli, tasche, geld und den schlüssel, am abend, höre sie im nebenzimmer freudig mit ingo telefonieren, sie hat ein treffen später und ich werde nicht da sein, wenn sie aus dem haus geht, zu dem treffen und weiß sie wird es genießen, genießen können, sich fallen- und loslassen können, vergessen die last, mich, meine anwesenheit, der störfaktor, hindernis des genießens, push-and-pull, nicht funktionierende nähe-distanz-regelung, scheiße scheiße scheiße und immer noch bin ich auf der suche nach mir selbst und kann mich nicht finden, bin weg, einfach weg, aufgelöst, wie nie da gewesen, leere, angst, nackte angst und weiß, glaube zu wissen dass das das problem ist, projiziere und intepretiere, meine und weiß, alles, nichts, oder doch...ich, ich ich ich ich und nochmal ich, da und doch weg, weg, weg, verloren, vergessen, ver-fühlt...

...sie kommt gegen mitternacht mit einer bekannten zurück, die sich über meinen rotwein ärgert und ihn doch trinkt, neckisch spaßig flachst und sie sitzt nur am tisch, reagiert kaum auf meine anwesenheit, nico geht und sie schaut mich an und sagt 'unsere zeit ist vorbei' und 'du bist wunderschön, aber nicht für mich' und ich denke, sage, das messer, das messer, der dolch, sag es nochmal und ramm ihn mir ins herz und sie sagt, 'es gibt kein messer' und ich sterbe ab, teilweise, innerlich, mache dicht, rolläden runter, schotten dicht, abwehr an, keine regung und doch ist es drama, in ihren augen und sie hat keine ahnung, keine ahnung keine ahnung keine ahnung wie es aussieht, in mir, drinnen tief drinnen brodelt es, hass, ich, mich, mir, versagt, verbockt, wieder nicht geschafft, verlassen, alleine, einsam, tot...

...ich erkläre, versuche zu erklären, sitze auf dem bett und sie hat die decke bis unters kinn gezogen, schaut mich an, kalt, letzte woche noch 'ich liebe dich gerade sehr, du berührst mein herz, ich liebe wie du fühlst und ich fühle mich zu hause', jetzt: kälte, distanz, kein rankommen, eine wand, gegen die ich krache, erkläre, rechtfertige, versuche, zu fühlen, nichts, wie soll es bei ihr ankommen, wenn es aus mir nicht herauskommt, was ist es, wo ist es, was, wo, verzweifelt, erstarrt, kalt, ich, sie, und du berührst mein herz nicht, was mache ich hier, schau in deiner erinnerung und es war deine entscheidung, aktion, jeder für sich, im einklang mit sich selbst, einklang, wie denn, wenn ich nicht weiß wo ich bin, wer ich bin was ich bin...

...am morgen danach, ich habe drei schnitte auf dem arm und weiß nicht wie und was und warum, kann mich nicht erinnern, sie hat sie gesehen und mich verächtlich angeschaut, kein handwerkszeug, nichts, nur leere, gefühle? fehlanzeige, wo sind sie, verbrannt, weg, nie dagewesen, zementiert, weggeschlossen und gegangen, wo wo wo wo wo...bin ich...?

...abgehauen, rucksack gepackt, ich, tschüss c. hat sie gesagt und war weg, zur arbeit in hamburg, blinder flucht-aktionismus, bei mir, ich, bahn, reisebüro, nur weg, züge gecheckt und taxi gerufen, zum bahnhof und eine stunde später im zug gesessen, sms geschrieben, keine antwort, bis jetzt nicht, wo ist sie, wo bin ich, sechs stunden und wieder zu hause, leer leer leer und nochmal: leer...

...folter, ich, mich, meine eigenen, gefühle, nicht da, weg, leer, wilkinson hilft immer und mein linker arm kennt das schon, er ist für mich da, rettet mich, meine narben, sie hat sie gemocht, gefühlt, mit ihnen kommuniziert, jetzt werden es ein paar mehr und mir geht es besser, nicht gut, aber besser, ich bin...

...seit ein paar minuten ist sie wieder hier, in der stadt und ich habe das gefühl, wir docken gerade aneinander an, zögernd, und doch...

21.02.2008 um 19:04 Uhr

katalog der gefühle

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

Stimmung: extrem
Musik: am I ever gonna find out - lifehouse

kann mir denn verdammt nochmal niemand sagen, was ich fühlen soll, wie ich fühlen soll, wie kann ich denn bei mir sein, wenn ich gar nicht weiß wer ich bin, wenn ich dauernd mein außen und die anderen brauche, um projizieren zu können, um mich und das was ich projiziere wahrnehmen zu können, wenn ich in mir mal wieder nichts finde, nichts außer leere, und ratlosigkeit, und leere, und ratlosigkeit, und aggressionen gegen mich selber, neeeeiiiiiiin, natürlich nicht gegen meine umwelt, nicht gegen all jene, die es mir genommen haben oder nicht zugelassen haben, dass ich mich auf meine gefühle verlasse, verlassen kann, verlassen darf, nein natürlich bin ich es die scheiße ist, hypersensibelchen, die versagt, die nicht glauben, geschweige denn fühlen kann dass man sie mag so wie sie ist, die nicht wahrhaben kannwillsolldarf, dass man sie nicht permanent be- bzw. abwertet, die sich nicht finden kann und das doch unbedingt will denn natürlich gibt es die momente in denen ich bei mir bin, die gibt es und es sind wunderschöne momente, nur leider verpasse ich immer den zeitpunkt wenn es wieder zu kippen beginnt, wenn ich anfange, mich zu verlieren, zu vergessen, aus den augen aus den sinn, wenn ich nur noch eine marionette meiner selbst bin, mal wieder nicht auf mich aufgepasst habe, in meine muster, in meine völlig verkorkste und sowasvonnichtfunktionierende nähe-distanz-regelungs-und abwehr-mechanismen abrutsche, verdammt nochmal und was noch viel schlimmer ist ist, dass ich jetzt drauf gucken kann, meine muster, zumindest im ansatz erkenne, aber noch kein handwerkszeug vorhanden ist um rechtzeitig die notbremse zu ziehen, anzuhalten, das hamsterrad, und auszusteigen, nein, immerundimmer wieder brauche ich diese inszenierungen um mich immerundimmer wieder an diesem punkt wiederzufinden an dem ich mich frage was ich hier eigentlich soll und ob diese folterveranstaltung namens leben denn nie ein ende haben wird.

dreimal die woche liege ich auf dieser beschissenen couch, der therapie-punk links hinter mir, nehme mich auseinander, guck auf die psychischen einzelteile, suche nach ersatzteilen, oder nach neuware und versuch mich draufgeguckt wieder zusammenzubasteln. und was bringts? allesundnichts, die eins nicht ohne die null, sonne nur mit schatten, oder mond, schwarz und weiß, gut mit böse und yin gehört zu yang.

verständlich?

mitnichten!

 

 

21.02.2008 um 15:12 Uhr

days of grießbrei

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

Stimmung: undefinierbar
Musik: out of breath - lifehouse

stimmung: undefinierbar, das triffts - glaub ich zumindest - ganz gut. gefühle? fehlanzeige. was bleibt? leere. aber auch die ist undefinierbar, und fühlt sich von mal zu mal anders an. seit tagen kann ich nichts anderes als grießbrei essen, ein sicheres zeichen für die leere, aber leider ist die einfach nicht mit grießbrei zu füllen. meine therapeutin würde was vom inneren kind faseln, davon, dass ich mein unterbewusstsein nicht gut behandele, sie sind zu zynisch, würde sie sagen und das versteht ihr unterbewusstsein nicht, es ist ratlos und wenn sich bewusstsein und unterbewusstsein nicht verstehen, nicht miteinander kommunizieren können, dann entsteht verwirrung.

jajajajajadoch. ich weiß. ich hätte mal wieder besser auf mich aufpassen müssen, nicht türe aufreißen und losstürmen, sondern türe aufreißen und erst mal reingucken und feststellen, ob sich das losstürmen lohnt. hab ich nicht getan, bin - wie so oft losgerannt - hab mich verheddert, meine grenzen nicht schnell genug hochgezogen gekriegt, unbewusst den rückzug angetreten - paradoxerweise über den versuch, extreme nähe herzustellen, push-and-pull, und das ist die sicherste methode, jemanden zu vergraulen, die distanz zu kriegen die ich brauche um nähe auszugleichen, und wieder hats funktioniert. rote karte, unsere zeit ist vorbei, hat sie gesagt. hab ich sie geliebt?, verliebt?, nicht wirklich, vielleicht kurz ein bisschen, ich weiß es doch nicht, weiß es nicht, fühle nichts, aber ich habe ihre nähe genossen, ihr ständiges anrufen, ihr mich-an-sich-ziehen, gesehen zu werden, verstanden zu werden, fühlen zu dürfen. bis zu einem punkt, dann wurde es zu nah, folgen siehe oben. naja, und da sitz ich nu wieder, mein linker arm hats abbekommen - er kennt das schon - und esse grießbrei. drei mal am tag, sonst nichts, habe wieder angefangen zu rauchen, starre die berge vor meinem fenster an und warte. darauf, dass es vorbei geht. und das ist das einzige, worauf ich mich verlassen kann. die leere lässt sich nicht mit grießbrei füllen. aber zumindest die zeit lässt sich damit überbrücken. halleluhjah.