grenzwandel

31.03.2008 um 22:01 Uhr

es nähert sich...

von: grenzgaenger   Kategorie: endspurt

Stimmung: gelöst und übermütig
Musik: teach your children - crossby, stills, nash & young

 

...langsam aber sicher dem ende. dieses wissenschaftliche geschwurbel. ich kanns bald nicht mehr sehen und hören. manchmal habe ich das gefühl, ich rieche es schon. fünf seiten heute...ok, ist im gegensatz zu dem letzten schreibtagen nicht so viel, aber ich hab auch:

erstens: ein halbmalades wochenende hinter mir, an dem ich abwechselnd stundenlang geschlafen und ein bisschen geistige mechanik - formalitäten, verzeichnisse, erklärungen etc. - gemacht hab nur um dann  wieder stundenlang zu schlafen, um meine magen- und rücken- und kopfschmerzen wenigstens einigermaßen im griff zu behalten.

zweitens: ein neues unterkapitel (statistik)  des ergebniskapitels angefangen, und

drittens: THERAPIE gehabt. hurra. ich kanns nicht glauben. zwei wochen ohne sind rum (ok, an die drei monate im sommer will ich jetzt mal hier nicht denken...), und es war eine sternstunde, eine psychoanalytische sternstunde, so viel gelöst, und aufgedröselt und überhaupt. wie großartig. hach...

 

so. jetzt aber.

das übliche.

 

zu viel: 

geld beim mediamarkt ausgegeben, für druckerpatronen (gott sind die unverantwortlich teuer).

 
zu wenig:

therapeutin...50 minuten sind zu wenig, zu wenig. jawoll. zu wenig. ich werde mich beschweren.

 
fundstück des tages:

knoblauchspray. bei rewe. großartig. einfach toll. brot, butter drauf, fünf mal gesprüht und man riecht hinterher, als wäre man in einem knoblauchfeld groß geworden. man sollte das zeug wirklich nicht mit seinem deo verwechseln...da fällt mir ein, es gibt doch immer mal wieder zeitgenossen, die man nicht so mag...hmm 

 
erkenntnis des tages:

hach. therapie (ich weiß, ich spinne gerade ein bisschen vor übermut, ich kanns selber kaum glauben). ich hab die osterpause richtig gut geregelt bekommen. sagt meine therapeutin. gab sogar therapeutisches lob für das nichtbemühen der produkte der firma wilkinson. und den vögel-traum haben wir auch auseinander genommen. NEIN. nicht das. die vögel auf dem baum. seeeehr interessant. 

31.03.2008 um 16:40 Uhr

*aufeinembeinimkreishüpfundfreu*

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

 

hach. dumdidum. strahl. freu und jubel. und so könnte ich gerade weiter machen. am liebsten wäre ich ihr um den hals gefallen, hätte sie abgeknutscht, die langen haare verwuschelt, am liebsten wär ich einmal um sie herumgehüpft auf einem bein, lachend und tanzend und pfeifend vor lauter erleichterung. pause vorbei.

aber nachdem das alles nicht geht, habe ich mich damit begnügt, sie anzugrinsen und sofort loszuheulen als sie sagte, schön sie zu sehen. herrgott. kaum sieht man die werte frau psychoanalytikerin mal zwei wochen nicht, schon sind die sturzbäche nicht mehr zu bremsen, wenn sie dann lächelnd vor einem steht und man weiß, was einem so unendlich gefehlt hat.

die struktur und der weiser für den weg zu seinem selbst.

31.03.2008 um 07:48 Uhr

der therapie-punk (4): aus gegebenem anlass

von: grenzgaenger   Kategorie: der therapie-punk

Stimmung: who cares
Musik: blöde frage

 

30.03.2008 um 03:47 Uhr

lost in lyrics

 

er saß auf dem podest, sein neuestes buch vor sich, und lächelte still vor sich hin. gleich sollte es losgehen. etwas selbstgefälliges hatte es, das lächeln, bei genauerem hinsehen.

sie saß im publikum, dritte reihe, hatte ihn fest im blick, und grinste. durch zufall hatte sie erfahren, dass er unterwegs war, auf lesereise, und hatte es sich nicht verkneifen können, sich eine karte zu besorgen. unter keinen umständen besuchte sie normalerweise derartige veranstaltungen. mit dieser verhielt es sich ein wenig anders. wegen ihm war sie gekommen, ausschließlich, hatte sie die reise auf sich genommen. wegen ihm, der seit einiger zeit ihre gedanken und träume bevölkerte, ohne dass sie genau hätte sagen können, weswegen. denn sie kannte ihn nicht, lediglich das, was er schrieb. vieles davon hatte sie gelesen, teilweise gefiel es ihr, manches verstand sie nicht, einiges fand sie schlicht doof. er musste ein profilneurotiker sein, ganz bestimmt sogar. dennoch, er war aufgetaucht, wie aus dem nichts, und hatte sich breitgemacht, in ihren gedanken und träumen. sie war überzeugt davon, dass er das wahrnahm, fühlte. es musste so sein.

er hatte sich gut im griff, auf dem podest, war ruhig, gelassen und wusste ganz offensichtlich, was er tat. er hob den kopf, und ließ sein klaren, ausdrucksstarken blick durch das publikum streifen. unbestimmt, ohne ziel, und doch hätte man meinen können, so dachte sie, als sei er auf der suche. als sich ihre blicke trafen und aneinander hängen blieben, sah sie es aufflackern, in seinen augen, das erkennen, dass es ihre anwesenheit war, die seinen blick geleitet, ihr blick, den der seine gesucht hatte. sie wussten es. beide.

was er alles vorgelesen, welche fragen er danach beantwortet hatte, sie hätte es nicht sagen können. nichts hatte sie mitbekommen von seinen worten, von seiner anwesenheit und seinem wissen um ihre jedoch umso mehr.

lange nachdem er gegangen war, verließ sie den leseraum, den konferenzsaal des hotels, in dem sie ein zimmer gebucht hatte. der rückweg wäre zu weit gewesen. er saß auf der treppe und wartete. erneut trafen sich ihre blicke, zogen sich an und ließen einander nicht wieder los. wie in trance bewegte sie sich auf ihn zu, während er aufstand und ihr die hand hinstreckte.

komm, sagte er.

sie hatten es gewusst. beide.

29.03.2008 um 20:31 Uhr

stumm

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

 

traurig. einsam. leer. verletzt und verstummt.

wenn nicht meine eigenen, dann diese.

 

Das Ganze

Im Taumel war ein Teil, ein Teil in Tränen,
in manchen Stunden war ein Schein und mehr,
in diesen Jahren war das Herz, in jenen
waren die Stürme - wessen Stürme - wer?

Niemals im Glücke, selten mit Begleiter,
meistens verschleiert, da es tief geschah,
und alle Ströme liefen wachsend weiter
und alles Außen ward nur innen nah.

Der sah dich hart, der andre sah dich milder,
der wie es ordnet, der wie es zerstört,
doch was sie sahn, das waren halbe Bilder,
da dir das Ganze nur allein gehört.

Im Anfang war es heller, was du wolltest
und zielte vor und war dem Glauben nah,
doch als du dann erblicktest, was du wolltest,
was auf das Ganze steinern niedersah,

da war es kaum ein Glanz und kaum ein Feuer,
in dem dein Blick, der letzte, sich verfing:
ein nacktes Haupt, in Blut, ein Ungeheuer,
an dessen Wimper eine Träne hing.

Gottfried Benn

29.03.2008 um 10:23 Uhr

besetzt

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

 

du gehst mir nicht aus dem kopf.

ich habe keine ahnung, wie du reingekommen bist. vermutlich hat dir das unterbewusstsein einlass gewährt. wäre das bewusstsein beteiligt gewesen, du hättest keine chance gehabt.

ich denke dinge, die ich sonst nicht denke.

habe vorstellungen, die sich normalerweise meiner vorstellungskraft entziehen.

wünsche, die nie zuvor welche waren.

träume, von denen ich träumte, sie würden wahr.

mein denken ist besetzt.

durch dich.

von dir.

du.

29.03.2008 um 09:28 Uhr

frühstück mit dem unterbewusstsein

von: grenzgaenger   Kategorie: der therapie-punk

Stimmung: kontrollierend
Musik: nelly furtado

ich hänge. habe mein tobendes unterbewusstsein entlavt, weiß, warum es tobt. und gebe ihm raum. ein bisschen wenigstens. gerade eben habe ich mit ihm kaffee getrunken und versucht, ihm seinen zustand zu erklären. das ist ja das problem. es tobt nur dann, wenn es nicht versteht - mit ironie und sarkasmus kann es definitiv nichts anfangen, wie madam psychoanalytikerin nicht müde wird, zu betonen, und als der liebe gott eben jene verteilte konnte ich gar nicht aufhören, hier zu schreien - wenn es also ratlos ist, das unterbewusstsein, wenn es vom vorbewusstsein am bewusstwerden gehindert wird, dann sucht es sich eben spalten und ritzen, durch die hindurch es sich bemerkbar machen kann. das berühmte toben eben, in das sich dann irgendwann der verstand einschaltet und schimpft, mit dem unterbewusstsein, und es damit nur noch schlimmer macht.

jetzt habe ich es fast die ganze osterpause geschafft, zu lassen, vor allem mich, und jetzt, da ab montag wieder drei mal die woche couch auf dem programm steht, fange ich an, in die abwehr zu gehen und gleichzeitig zu greifen. mein außen, um dem innen halt zu geben. aber ich sehe es. ich kann das tobende unterbewusstsein mittlerweile sehen, und noch viel wichtiger, ich fühle es und kann es einordnen. so ist es letztendlich in den griff zu kriegen. und genau das tue ich gerade. und nachher werden wir zusammen kochen. was gesundes.

und falls irgendjemand nicht weiß, wie ein tobendes unterbewusstsein aussieht...

hier, bitte:

28.03.2008 um 23:20 Uhr

humpfh. nicht gut.

von: grenzgaenger   Kategorie: endspurt

Stimmung: aggressiv

sieben seiten. preis: kopfschmerzen, bauchkrämpfe, durchfall, paracetamol, buscopan, magnesium, aggressiv, gereizt, genervt, augenlidflattern, kopf in den sand, zähne knirschen und überhaupt, weit über der grenze des länger ertragbaren. und morgen gehts weiter. gnadenlos rennt die zeit davon. egal. soll sie doch. ich bin schneller.

außerdem: am abrutschen in die abwehr, das unterbewusstsein fängt an zu toben und das nächste therapieeinlassungsvermeidungssubjekt ist am horizont erschienen. großartig. aber ich hab es erkannt. das ändert allerdings nichts daran, dass es mich beschäftigt, mich einnimmt, mir keine ruhe lässt, mich nervt und gleichzeitig reizt. ach menno. jetzt ist es also wieder soweit. ich hätte echt drauf verzichten können. 

 

was bleibt?

richtig. das übliche.

 

aber das fällt heute flach.

 

28.03.2008 um 18:40 Uhr

sitzt...

von: grenzgaenger   Kategorie: lacher des tages

Stimmung: aggressiv
Musik: melodie der tasten

 

"Die Ureinwohner des Volkes Wanumpisasa sagten ja immer:

kasimu poása, katinuim humm!

Heißt so viel wie: Rette deinen Arsch, indem du ihn zusammenkneifst."

 

meinte meine beste freundin.

hach, ich liebe diese frau einfach. 

 

sie weiß, warum.

28.03.2008 um 10:02 Uhr

nachtrag zu schrödinger & co.

 

...wie jedoch kann innerhalb eines bestehenden nicht-nichts, nämlich unserer realität, ein echtes nichts geschaffen werden, aus dem dann in einem moment induzierter instabilität - also im moment des nicht-nichts werdenden nichts - etwas entsteht?

als beweis dafür, dass sich das universum selbst aus dem nichts heraus erschafft? neenee meine herren schrödinger, bohr, hawking und wie ihr alle heißt.

da beißt sich die katze doch schon wieder in den schwanz.

28.03.2008 um 09:08 Uhr

muahaha

von: grenzgaenger   Kategorie: endspurt

Stimmung: albern
Musik: die meiner grauen zellen

ich bin heut irgendwie albern unterwegs...

vielleichts liegt's am endrausch...

27.03.2008 um 23:37 Uhr

philosophischer reduktionismus? reduktionistische philosophie?

Stimmung: ratlos

dass materie aus dem nichts heraus entsteht, entstehen kann, hat die moderne physik bereits bewiesen. verantwortlich sind - wer hätte es gedacht - quantenprozesse.

dazu bedarf es - richtig - energie.

woher nehmen, die energie? aus dem nichts. natürlich. woher sonst? sagt schrödinger. und nennt es unbestimmtheitsrelation.

ok. ist klar soweit.

da fehlt aber noch was. genau. die raumzeit. denn ohne schon vorhandene, oder zumindest gleichzeitig mit der energie und der materie entstehende raumzeit, passiert...öhöm...nichts.

alles klar.

und auch die raumzeit wiederum entsteht aus dem nichts. durch quantenfluktuation. sagt jedenfalls hawking. wir ignorieren gekonnt die tatsache, dass er das noch nicht bewiesen hat.

logisch geschlussfolgert ergibt sich daraus die instabilität des nichts.

wir schließen weiterhin - ebenfalls logisch - dass das universum sich daher selbst aus dem nichts heraus erschafft.

so. und hier wird es kompliziert.

denn müsste es nicht wenigstens ein gesetz geben, das dem nichts gestattet, instabil zu sein?

 

27.03.2008 um 21:22 Uhr

es stinkt bestialisch

von: grenzgaenger   Kategorie: endspurt

Stimmung: kaputt aber nicht unzufrieden
Musik: the tea party

 
eigenlob stinkt. ich weiß. und in anbetracht der höhe, breite, länge, tiefe, des radius und des durchmessers, des volumens, der masse und der dichte meines eigenlobs zu urteilen, dürfte ich gerade wie eine jauchgrube, die seit der zeit galileis ununterbrochen befülllt wird aber niemals geleert wurde, stinken.
sorry. aber ich muss mich hier gerade mal selbst feiern. mein vergleichskapitel ist fertig. und es ist eine sternstunde der wissenschaft geworden. sage nicht ich. sagt mein chef. er hat es seit ca. einer halben stunde auf dem tisch - digital - und konnte es sich nicht verkneifen, mich postwendend anzurufen und mir meine genialität zu bescheinigen. tschuldigung. aber ich bevorzuge es, in zukunft nicht nur als storch, sondern als giraffe betrachtet zu werden. eine mit flügeln. selbstredend.
so. zurück auf den boden der tatsachen. reine eigenmotivation. noch bin ich nicht fertig. aber es geht mir gut. hürden sind dazu da, um genommen zu werden.
das ändert nichts an der tatsache, dass es heftig war heute. nochmal sieben seiten geschrieben, von heute morgen um 5 uhr an, korrektur des ganzen ab nachmittags, hier und da ein bisschen gefeilt und gekürzt. fertig. sorry, aber ich muss es nochmal erwähnen: ich habe in vier tagen 140 seiten einzelergebnisse zusammengefasst, abstrahiert, interpretiert und verglichen. auf 26 seiten. das mache mir mal bitte jemand nach. muahaha! und es fehlen insgesamt noch sage und schreibe 30 seiten. bis vorhin dachte ich 40, jetzt hab ich noch ne kleinigkeit rausgkickt, und jetzt sind es noch ca. 30 seiten.
unglaublich.
sodele. jetzetle. ich glaube, ich habe mir den feierabend verdient. einen ohne götterzwerge und einäugige könige. aber einen mit wein aus der region und musik. bitte. danke.

und jetzt?

ach so.

the same procedure as every day...

 

zu viel

kaffee, grüntee, kippen, hormone, gedanken an sex


zu wenig

essen, ruhe, magnesium

 

gar nicht

sex

 

erfreunis des tages

ein wenig sonne

die telekom schreibt mir zwei monatsrechnungen gut...dumdidum. ich mag diesen laden. jedesmal wenn ich anrufe, hab ich hinterher was, was ich vorher nicht hatte...dumdidum.

 

erkenntnisse des tages

nylonsocken lassen sich herrlich als haarbänder verwenden

es ist ganz schön schwierig, romana-salatherzen auseinanderzufalten, ohne dass die einzlnen blättchen zerreißen

ich bin unschuldig. da steht's. schwarz auf weiß. undschuldig bin ich. jawoll.
 

27.03.2008 um 09:14 Uhr

bliebe noch zu erwähnen...

von: grenzgaenger   Kategorie: sau-schlaues

 

...hochsprung in den tiefen in den tropen macht spaß.

mich hat der storch gebracht.

 

27.03.2008 um 05:20 Uhr

Von den Tropen in die Traufe...

von: grenzgaenger   Kategorie: sau-schlaues

 

Die Metapher im Wortgefecht ist nicht JederManns Sache.

Erst recht nicht die des Zukurzgekommenen. 

26.03.2008 um 20:42 Uhr

aus die maus

von: grenzgaenger   Kategorie: endspurt

Stimmung: völlig fertig
Musik: johnny cash

ende gelände. acht seiten und eine fast totgeschriebene verfasserin. keine ahnung, wie acht seiten text zustande gekommen sind, ich weiß es echt nicht. ich war relativ ruhig heute, einen großteil des tages, nach dem gestrigen heulkrampf am telefon mit meiner besten freundin. gut geschlafen hatte ich auch, o.k. ich geb's zu, ich hab mich gnadenlos abgeschossen. nein nicht mit alkohol, in meinem zustand gestern waren 30 tropfen tramal, 2 buscopan und 500 mg magnesium angebrachter. damit war innerhalb kürzester zeit ruhe im karton (bitte nicht nachmachen. wirklich nicht. bedarf einiges an übung. war zudem echt ne ausnahme) und ich hab grandios geschlafen. neun stunden am stück. dementsprechend frisch und konzentriert war ich bis zum späten nachmittag, und hatte von heute morgen bis eben nachmittags weitgehend durchgeschrieben. und mich bis vorhin gequält. aber acht seiten sind der hammer. und der text ist richtig geil geworden.

kurzer schock dann heute am späten nachmittag als mir mein chef eröffnete, er habe bis zum 15.4. keine zeit mehr für eine letzte besprechung der arbeit. ich wär fast ausgerastet. er hat's allerdings geschafft, mich einigermaßen zu beruhigen mit dem kommentar, es sei auch nicht notwendig, er kenne ja die einzelnen kapitel, das allerletzte schlusskapitel sei bereits besprochen (zumindest die gliederung, weil geschrieben ist es noch nicht) und alles sei bestens. nagut, ich glaub ihm mal. aber in die kategorie arschloch pack ich ihn trotzdem. da habe ich mein ganzes studium bei ihm studiert, war hiwi, in nicht wenigen projekten mit drin, er betreut seit jahren meine diss, aber für ein letztes treffen hat er keine zeit. arschloch. aber ich bin ehrlich gesagt zu fertig, zu müde, zu kaputt und habe zu wenig energie, mich darüber noch aufzuregen. es ist egal. und das sag ich nicht nur, das meine ich auch so.

ich mag nicht mehr. für heute.

was bleibt?

klaro. das übliche

zu viel:

magen- und rückenschmerzen (heute abend), flatternde nerven


zu wenig:

wie immer: frische luft und bewegung


genug:

essen


gar nicht:

kaffee, mit meiner besten freundin telefoniert


erkenntnisse des tages:


MORGEN GEHT ES DER TELKOM AN DEN KRAGEN

meine beine sehen aus wie osama bin laden im gesicht. ich weiß, sorry, ist unappetitlich, und daher werde ich jetzt auch gleich unter die dusche hüpfen und diesen zustand beseitigen

eine frau mit längeren haaren im wissenschaftlichen endkampf kann gar nicht genug haarspangen besitzen. mit denen verhält es sich nämlich wie mit den socken in der waschmaschine. sie entmaterialisieren sich.

 

oder so ähnlich.

26.03.2008 um 12:14 Uhr

arschloch

von: grenzgaenger   Kategorie: idioten dieser Welt

 

gerade eben:

man stelle sich vor: drei aneinander grenzende häuser. viel schneebedingt gestreuter schotter vor allen.

vor dem haus in der mitte: ein ca. 80jähriger, kaum mehr laufen könnender oppa, der die kleinsteine mühsam zusammenkehrt.

aus der garage des linken hauses kommt ein ca 40jähriger, abgefackelt aussehender idiot, mit einem zu schiebenden schottersauger, saugt den gewehg bis zur gemarkungsgrenze des hauses in der mitte und dreht zwei meter vor dem oppa wieder um.

lässt den schotter des hauses in der mitte liegen, damit der oppa auch ja weiterhin was zu tun hat.

arschloch.

26.03.2008 um 11:40 Uhr

nur so nebenbei

von: grenzgaenger   Kategorie: sau-schlaues

 

die kluge demontage dummer menschen ist sinnlos. 

26.03.2008 um 09:15 Uhr

große vögel - kleine katze

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

 

der baum vor dem fenster war voller unterschiedlicher, kleinerer und vor allem großer vögel. einer davon, eine mischung aus adler, habicht und bussard kam ins zimmer geflogen, hat sich auf meinen hingestreckten arm gesetzt und mich mit verstehenden und wissenden, klugen augen angeblickt.

der riesige, schwarzweiß gefleckte vogel auf dem baum, der mit den überdimensionalen, dicken und hängenden flügeln war scheu und ist irgendwann mühsam weggeflogen, aus dem baum vor dem fenster, und hat sich in sicherer entfernung auf einem holzmasten niedergelassen. das zimmer und mich aber hat er nicht aus den eher misstrauisch blickenden augen gelassen.

die kleine schwarze katze war elendiglich am verrecken, völlig dehydriert und irgendwie flach und leer, und damit sie nicht weiter leidet, habe ich ihr mit dem tellerrand das genick gebrochen.

25.03.2008 um 20:34 Uhr

mühseliges dasein

von: grenzgaenger   Kategorie: endspurt

Stimmung: mir tut einfach nur alles weh
Musik: noch keine

herrjeh ist das mühsam heute. nur mit müh' und not das pensum geschafft, fünf seiten, und ich bin so platt. meine nerven liegen brach, blank mein ich, ich hab rücken- und mittlerweile magenschmerzen und kann's mir sowas von nicht leisten hier durchzuhängen. DAS GEHT NICHT. ich bin meinem zeitplan zwei tage hinterher, und bei verbleibenden 21 tagen ist das absolut viel. nix mehr mit relativ, es hat sich ausgerelativt. und aus der erfahrung heraus muss man ja wohl ehrlicherweise sagen, dass sich der rückstand zum ende hin eher aufsummiert als abbaut. (...). es fiel mir so schwer, mich zu konzentrieren, so verdammt schwer. ich denke, dafür gibts zwei gründe: ganz offensichtlich hängt mir der marathon von gestern in den knochen, den fingern und vor allem im kopf, und zudem geht's wieder mal auf das ende eines großen und wichtigen unterkapitels des ergebniskapitels zu. da werd ich immer langsamer, weil ich, wahrscheinlich, einfach schiss hab, es abzuschließen, wieder ein neues anzufangen und schritt für schritt aufs ende zuzurennen. und irgendwann steh ich da, und sie ist fertig, die arbeit, und nach über vier jahren - trotz all des frusts - wird das einfach hart sein. aber gut. ich werde jetzt wohl schluss machen und gucken, dass ich mich ein wenig gesammelt bekomm, damit ich morgen wenigstens ein bisschen vom rückstand reinholen kann.

ach ja, das darf natürlich nicht fehlen:


zu viel:

unkonzentriertheit, ablenkung, rücken- und magenschmerzen, sorgenfalten

 

zu wenig:

essen, schlaf, ruhe, konzentration, wasser, frische luft und bewegung, ansprache, freude, sonne, wärme, blumen, musik, entspannung

 

gar nicht:

rotwein (vergessen zu kaufen)

 

erfreunis des tages:

the big L. hat sich mal wieder blicken lassen

 

erkenntnis des tages:

wenn ich hier durch bin, werde ich mich ausführlichst der lehre der leere widmen. und zwar im postdissertativen erholungskoma.

rauchen. rauchen hilft.