wie in aller welt beschwichtigt man den gott des chaos?
HALT. STOP. *ZIEH* *ZERR*. nein diesmal zieht es nicht an MIR, sondern ich ziehe und zerre und versuche den pendelausschlag auf die manische seite zu verhindern. STOPJETZT. so, so isses schon besser.
hier überschlägt sich mal wieder alles, aber auch ALLES. nicht nur, dass ich antibiotikum-volldröhnungs-infusions-bedingt ziemlich faulig und müde bin und das unterbewusstsein ja eigentlich mal wieder beschlossen hatte, mich in den seilen hängen zu lassen, nein, es tun sich just in diesem moment DIE zunkunfts-und karrierechancen auf, in dem ich genau das eigentlich NICHT gebrauchen kann, weil ja therapiebedingt eigentlich an hier gebunden und das auch bleiben wollend, nein, NEIN, gleich zwei traumjobs in sicht bzw. einer in greifbarer nähe. zum einen DER redaktions-/lektoratsjob bei einer DER führenden fachzeitschriften meines hochverehrten studienfaches in vollzeit und unbefristetem arbeitsverhältnis mit der aussicht, an den standort zürich wechseln zu können, allerdings zunächst am standort münchen. also ausgerechnet DIE stadt, die ich wie die pest hasse und mir mal geschworen hatte, bevor ich nach münchen gehe, ziehe ich braunschweig, oder noch schlimmer: bielefeld, vor. aber münchen? uah wie ätzend, aber dann so eine stelle, mit antrittsbeginn aber - weiterer minuspunkt - noch BEVOR die werte frau psychoanalytikerin ihren werten hintern wieder in deutschere gefilde bewegt, als er momentan zugegen ist. die ausschreibung: haargenau auf ALLE meine höchstgeschätzten und verwertbaren kompetenzen und fähigkeiten zugeschnitten. himmelimherrgottnochmal, sowas nennt sich zielkonflikt. unterlagen hin oder nicht, ja oder nein, vorhin mit der besten freundin ausdiskutiert und beschlossen: unterlagen kann man ja mal hinschicken. damit hab ich den job noch nicht, aber bei meinem pech würd ich den auch noch kriegen. und dann hätte ich ein problem. job vs. therapeutin, sprich: seele.
aber dann: gerade vorhin eine mail. von meiner besten freundin aus studienzeiten, die auf's promovieren verzichtete und mit einem kleinen umweg eine punktlandung bei DEM arbeitgeber unseres fachbereichs schlechthin hinlegte, zu kategorisieren als arbeitgeber unser aller träume mit dem deutschen hauptsitz in frankfurt. amerikanisches unternehmen, riesig, marktführer, mit standorten in 40 ländern around the world, unter anderem in *inohnmachtfall* VANCOUVER (scheißescheißescheiße ich will zurück nach canada, laßt mich sofort nach hause), verkehrs- und arbeitssprache *ohbittestelltmichsofortan* englisch, zahlen ein heidengeld, ständiges reisen, big business eben. ähhh, ja, besagte freundin also mailte, sie hätte so ganz nebenbei mal beim kaffee mit ihrem chef gequatscht, unter anderem auch über mich und er lasse mir ausrichten ich solle doch bitte meine unterlagen schicken. ohne umwege. hilfe. HILFE. was will das leben schon wieder von mir, was will es mir sagen, WAS??? dieser arbeitgeber ist schlicht der einzige ausnahmefall, für den ich hier alles und das sofort stehen und liegen lassen würde. zudem wäre es mit ein wenig verbiegen - die ice-hochgeschwindigkeitstrasse machte es - möglich, sich wohnsitztechnisch so zu positionieren, dass sowohl das tägliche pendeln (ähhh, ja, genau ;-) zum arbeitsplatz als auch ein bis zwei mal in der woche zu meiner werten frau psychoanalytikerin irgendwie möglich wäre.
so. und jetzt: einmal runterkommen bitte und alles ein wenig relativieren: unterlagen angefordert heißt noch nicht eingestellt. wobei das bei denen - siehe beste studien-freundin - unter umständen ruckzuck geht. madame hatten ihre unterlagen - ebenfalls über den chef eines weiteren dort arbeitenden, ehemaligen kommilitonen angefordert - hingeschickt und eine woche später hatte sie den arbeitsvertrag unterschrieben. ähhh, ja. werde mich mit diesem gedanken auseinandersetzen müssen.
warum in aller welt bin ich nicht beerenpflückende bärenfallenbauerin geworden?
ich bin! NICHT!! N-E-T-T!!!
