grenzwandel

04.06.2008 um 23:21 Uhr

wie in aller welt beschwichtigt man den gott des chaos?

 

HALT. STOP. *ZIEH* *ZERR*. nein diesmal zieht es nicht an MIR, sondern ich ziehe und zerre und versuche den pendelausschlag auf die manische seite zu verhindern. STOPJETZT. so, so isses schon besser.

hier überschlägt sich mal wieder alles, aber auch ALLES. nicht nur, dass ich antibiotikum-volldröhnungs-infusions-bedingt ziemlich faulig und müde bin und das unterbewusstsein ja eigentlich mal wieder beschlossen hatte, mich in den seilen hängen zu lassen, nein, es tun sich just in diesem moment DIE zunkunfts-und karrierechancen auf, in dem ich genau das eigentlich NICHT gebrauchen kann, weil ja therapiebedingt eigentlich an hier gebunden und das auch bleiben wollend, nein, NEIN, gleich zwei traumjobs in sicht bzw. einer in greifbarer nähe. zum einen DER redaktions-/lektoratsjob bei einer DER führenden fachzeitschriften meines hochverehrten studienfaches in vollzeit und unbefristetem arbeitsverhältnis mit der aussicht, an den standort zürich wechseln zu können, allerdings zunächst am standort münchen. also ausgerechnet DIE stadt, die ich wie die pest hasse und mir mal geschworen hatte, bevor ich nach münchen gehe, ziehe ich braunschweig, oder noch schlimmer: bielefeld, vor. aber münchen? uah wie ätzend, aber dann so eine stelle, mit antrittsbeginn aber - weiterer minuspunkt - noch BEVOR die werte frau psychoanalytikerin ihren werten hintern wieder in deutschere gefilde bewegt, als er momentan zugegen ist. die ausschreibung: haargenau auf ALLE meine höchstgeschätzten und verwertbaren kompetenzen und fähigkeiten zugeschnitten. himmelimherrgottnochmal, sowas nennt sich zielkonflikt. unterlagen hin oder nicht, ja oder nein, vorhin mit der besten freundin ausdiskutiert und beschlossen: unterlagen kann man ja mal hinschicken. damit hab ich den job noch nicht, aber bei meinem pech würd ich den auch noch kriegen. und dann hätte ich ein problem. job vs. therapeutin, sprich: seele.

aber dann: gerade vorhin eine mail. von meiner besten freundin aus studienzeiten, die auf's promovieren verzichtete und mit einem kleinen umweg eine punktlandung bei DEM arbeitgeber unseres fachbereichs schlechthin hinlegte, zu kategorisieren als arbeitgeber unser aller träume mit dem deutschen hauptsitz in frankfurt. amerikanisches unternehmen, riesig, marktführer, mit standorten in 40 ländern around the world, unter anderem in *inohnmachtfall* VANCOUVER (scheißescheißescheiße ich will zurück nach canada, laßt mich sofort nach hause), verkehrs- und arbeitssprache *ohbittestelltmichsofortan* englisch, zahlen ein heidengeld, ständiges reisen, big business eben. ähhh, ja, besagte freundin also mailte, sie hätte so ganz nebenbei mal beim kaffee mit ihrem chef gequatscht, unter anderem auch über mich und er lasse mir ausrichten ich solle doch bitte meine unterlagen schicken. ohne umwege. hilfe. HILFE. was will das leben schon wieder von mir, was will es mir sagen, WAS??? dieser arbeitgeber ist schlicht der einzige ausnahmefall, für den ich hier alles und das sofort stehen und liegen lassen würde. zudem wäre es mit ein wenig verbiegen - die ice-hochgeschwindigkeitstrasse machte es - möglich, sich wohnsitztechnisch so zu positionieren, dass sowohl das tägliche pendeln (ähhh, ja, genau ;-) zum arbeitsplatz als auch ein bis zwei mal in der woche zu meiner werten frau psychoanalytikerin irgendwie möglich wäre.

so. und jetzt: einmal runterkommen bitte und alles ein wenig relativieren: unterlagen angefordert heißt noch nicht eingestellt. wobei das bei denen - siehe beste studien-freundin - unter umständen ruckzuck geht. madame hatten ihre unterlagen - ebenfalls über den chef eines weiteren dort arbeitenden, ehemaligen kommilitonen angefordert - hingeschickt und eine woche später hatte sie den arbeitsvertrag unterschrieben. ähhh, ja. werde mich mit diesem gedanken auseinandersetzen müssen.

warum in aller welt bin ich nicht beerenpflückende bärenfallenbauerin geworden?

ich bin! NICHT!! N-E-T-T!!! 

04.06.2008 um 20:04 Uhr

teile von mir

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

 

es gehört zu meinem schicksal, ihnen begegnet zu sein und auch, dass sie nun weg sind - vorübergehend, wie sie nicht müde wurden, im vorfeld ihrer abreise zu betonen - und ich hier blieb, mit meinen gedanken, meinem herzen bei ihnen. sie waren da, letzten sommer, haben mich aufgefangen, sind geblieben, und sie sind da, noch immer und werden bleiben.

die wolken hängen tief - seit gestern - an den bergen und es regnet. es ist ein wenig düster, draußen wie drinnen, letzteres schon ein wenig länger, genaugenommen seit anfang der woche. es ist eine ausgleichsbewegung, der ausgleich der manischen kompensation unseres abschieds, ein abschied, der keiner war. gefühlt jedoch bin ich alleine, haltlos und traurig, möchte mich verkriechen, wegsehen, wegfühlen. ich bin des hinguckens müde, möchte die augen schließen und den flaschengeist herbeirufen, der mir vor langer zeit einen wunsch zu erfüllen versprach. ich solle warten, hatte der flaschengeist gesagt, als ich anhob, mir unüberlegterweise etwas zu wünschen, dessen ich niemals bedurft hätte; ich habe gewartet, bis jetzt, aber der geist ist nicht hier, ich kann ihn nicht finden, und herbeirufen lässt er sich nicht.

ich würde jeden wunsch der welt dem ihrer sofortigen rückkehr opfern, nein, es wäre kein opfer, es wäre ein geschenk.

trotz aller mühe und all der energie, die mich das stehenbleiben, das hinsehen und das aushalten kostet und so gerne ich die augen verschließen und wegrennen, flüchten würde vor mir, etwas hält mich davon ab, es schiebt und zieht mich weiter, nach vorne, hindurch. die zeit bleibt nicht stehen und mit jeder sekunde, die vergeht, kommen sie näher, zurück. sie sind nicht weg, nur abwesend, ich weiß, der kopf weiß das, mein herz und das unterbewusstsein jedoch signalisieren etwas anderes, großes, einsamkeit und verlassenheit.

ich werde sie drehen und wenden, diese gefühle, werde sie von allen seiten betrachten, von oben und unten, von rechts und von links, umrunden werde ich sie und auch diagonal angesehen zeigen sie immer neue facetten, ich werde sie anheben, die gefühlsbrocken, und darunterschauen, und zu letzt - wenn mir all ihre seiten bekannt und vertraut sind - werde ich sie besteigen, mit einem lächeln, werde sie streicheln und umarmen und sie ich nennen.

04.06.2008 um 03:16 Uhr

kehrtwende

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

 

wie konnte es wieder so schnell gehen? wie? von einhundert auf null, im bruchteil einer sekunde, einen moment nicht aufgepasst, nicht festgehalten am mühsam gezimmerten gerüst namens innerer halt, ein wort, ein satz, genug, dich mit den waffen des selbstzweifels und des selbsthasses auszustatten und dich in den ring zu rufen. ein ungleicher kampf, unfair und ohne regeln, das ich gewöhnt, klein beizugeben.

das lachen der letzten woche? vergessen. ruhe und gelassenheit, die schönen momente? vergangen. schon wieder standest du auf einem sockel - hast dich selbst hinaufgestellt - und ihn von anderen zementieren lassen. hast herabgeschaut, unnahbar, unantastbar und aus der ferne, gefühlte distanz im einklang mit nähe und sicherheit, und hast dabei übersehen, dass der sockel den namen illusion trägt.

03.06.2008 um 16:56 Uhr

dumm gelaufen

 

das war ja klar. völlig klar, dass es mich auch erwischt. kinderkrank mit 31. großartig. ganz großartig. die hausärztin meines vertrauens und ich waren uns schnell einig: ich wollte eine volldröhnung breitbandantibiotikum, die hausärztin jedoch plädierte auf mega-volldröhnung, per infusion kombiniert mit dem stärksten schmerzmittel unterhalb der betäubungsmittelgrenze - tramal - wegen der halsschmerzen, alles direkt und ohne umwege ins system. und da ich ja diesbezüglich nix kenne, alles rein was nur geht, hing ich dann knapp zwei stunden am tropf und schaute der chemie zu, die langsam aber konstant in meinen arm floss. der kreislauf zickte zwar zwischendurch ein wenig, ließ sich aber dann doch recht schnell wieder in den griff kriegen. und der liter flüssigkeit tat ein übriges. morgen das selbe noch einmal, und damit sollte es gegessen sein. scharlach mit einunddreißig. wie albern ist das denn? ich fass' es nicht. nun gut. wenigstens hatten die bazillen kaum zeit, sich auszubreiten. obwohl es mir jetzt gerade im moment gar nicht so schlecht geht - hihi, wie auch bei dem cocktail - werde ich den körper ins bett verfrachten, und für den kopf gibt es ein gutes buch.

03.06.2008 um 10:46 Uhr

BAKTERIEN: STOP! ANHALTEN!! KEINEN SCHRITT WEITER!!!

 

ohhh, ver...! verschon' mich! 

den master of desaster hat es erwischt und auch die grenzgängerin kann das fieber und die halsschmerzen nicht länger verleugnen.

BITTE! NICHT! 

die hausärztin meines vertrauens ist informiert und sämtliche praxis-vorräte an breitbandantibiotika stehen bereit. einfach rein damit, alles, nur hauptsache kein vollständiger ausbruch der einzigen kinderkrankheit, die ich nicht hatte.

 

03.06.2008 um 08:11 Uhr

auf ein neues

von: grenzgaenger   Kategorie: endspurt

so, es hilft ja alles nix und nach dem ventilfunktion-habenden 'anfall' gestern sieht die welt auch schon wieder ein wenig weniger schwarz-weiß aus, die ein oder andere farbe hat sich tatsächlich wieder hervorgewagt. schlafen hilft. irgendwie schaffe ich es ja doch immer wieder, aufzustehen, meist ohne groß darüber nachzudenken...vielleicht sollte mir DAS mal zu denken geben.

was steht an?

KLINGKLONG...womit endspurt runde II eingeläutet wäre.

  • verteidigungsvortrag: zumindest mal das powerpoint-vortragsdesign entwerfen, dann die gliederung der diss hervorkramen und vielleicht mal eine erste vortrags-grobgliederung erstellen.

  • buch-projekt: da muss ich mir wohl mal das zu ersetzende werk genauer zu gemüte führen und vor allem die vorstellungen des spektrum verlags, wie denn das neue auszusehen hat bzw. die konkreten ideen meines chefs, und wie ich mich kenne fallen mir auch noch tausend dinge ein. aufschreiben.

  • ruhe bewahren, gelassen bleiben und vor allem das selbstbewertungs-stopschild ölen, oder noch besser: mit einem raketenantrieb ausstatten.

so, und jetzt wollen wir doch einmal sehen. das wäre ja gelacht.

 

02.06.2008 um 21:37 Uhr

lebloser clown

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

ich hänge in einer endlosschleife, ebenso wie der tote clown in meinem cd-player. ich komme über dieses lied nicht hinweg, fühle mich genauso, ein toter clown eben. nicht gewollt, nie gebraucht, letztendlich überflüssig. benutzt. verbraucht. mißbraucht als sinn des lebens anderer. den sinn des lebens aufgezwungen; was ich will, wollte nie jemand wissen. es war egal, und damit ist es egal, wird egal bleiben. 

ich könnte tränen vergießen, ununterbrochen. schicksalstränen. tränen eines schicksals, das ich nicht kenne, tränen als kittsubstanz für die seele, tränen für jeden moment meines lebens, in dem ich nicht wusste, nicht weiß und nicht wissen werde, was ich hier soll, wer ich bin und was ich will. ich weiß nicht, was zu mir passt, habe keine ahnung, wohin ich gehe. jeder schritt scheint ein schritt in die falsche richtung, richtige richtungen gibt es nicht und nicht bewegen schmerzt ungleich mehr.

wunden, alte wunden, aufgebrochen, aufgerissen. wunden, zugefügt durch andere, in ihrer blindheit für mich, meine seele, für das wesen hinter der fassade, das wesen hinter all der intelligenz und eleganz, hinter einer maske, die brüchiger nicht hätte sein können. wunden, die ich mühsam geflickt hatte, dilettantisch, wie sich jetzt herausstellt. ich habe nicht hingesehen, beim flicken, habe darauf vertraut, sie beim rennen mit geschlossenen augen schon irgendwie verschließen zu können, hauptsache zu, egal wie.

the old furtune teller lies dead on the floor. nobody needs fortunes told any more.

02.06.2008 um 15:30 Uhr

chaos

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

 

in meinem kopf geht mal wieder alles durcheinander. überwiegend gute bis hervorragende ereignisse und neuigkeiten bislang, wovon zwei im wahrsten sinne des wortes zukunftsweisend sind bzw. sein könnten. zum einen die noten der schriftlichen gutachten, zum anderen hat mein chef beschlossen, mich zu seiner co-autorin eines durch den spektrum verlag  neu aufzulegenden, absoluten standard- grundlagenwerks unseres fachs zu machen, mit einem prozent verdienst des jährlichen umsatzes für jeden von uns. ist großartig und genau das, was ich will. wissenschaft, schreiben, redigieren, etc., könnte also nicht besser sein. außerdem will er sich ab jetzt um die frage des vorsitzes meiner disputation kümmern, und steigt vermutlich erst einmal dem prüfungsamt aufs dach. die angeforderten unterlagen an den medizinisch- naturwissenschaftlichen verlag hier vor ort sind auch raus, die sonne scheint und die vögel pfeifen. so weit, so gut.

und doch sitzt ein kleines selbstbewertungs-teufelchen in meinem ohr und versucht permanent, das unterbewusstsein mit (selbst)vorwürfen, unsicherheit, be- und abwertung, mit ablehnung und pendelaufforderungen zu infiltrieren. ich bin mir dessen zwar bewusst, habe aber größte schwierigkeiten, das selbstbewertungs-stopschild hervorzuholen. ich glaube, es klemmt. du hast dies falsch gemacht und das, jenes hättest du besser lassen sollen und überhaupt ist jetzt alles kaputt. weil du so unrealistisch und dämlich warst und bist und sowiso nur vergessenswertes im kopf hast, zu illusorisch bist du und zu träumerisch, zu sensibel und erst recht zu haltlos und zu unsicher, um mit den bällen, die du ins spiel bringst, spielen zu können, so flüstert das teufelchen. es ist zäh, will einfach nicht weichen, hat spaß daran, mich zu quälen. zum toben fehlt mir nach wie vor die kraft, für das ziehen und zerren an mir selbst jedoch ist weißgott noch genügend energie vorhanden. ich habe das gefühl, mich mal wieder bei der welt entschuldigen zu müssen, dass es mich gibt.

ich kämpfe und kämpfe - und es kostet mich unendlich viel kraft - aber immer und immer wieder lande ich doch nur auf der nase, im zähen sumpf der selbstabwertung und der eigen-demontage. wie soll ich für andere da sein, und für mich, wenn in mir nichts ist, das dieses da-sein zu tragen imstande ist, ich nicht einmal auf mich aufpassen kann. es ist diese verfluchte haltlosigkeit, an der ich noch zugrunde gehen werde. im moment könnte mir das allerdings nicht einmal ein schulterzucken abringen.

wenn es etwas gibt, das auf meiner wunschliste oben steht, und zwar ganz oben, dann ist es, dass mich das meine vergangenheit, die gegenwart und die zukunft in ruhe lassen. denn ohne vergangenheit, gegenwart und ohne zukunft kein ich. ich brauche mich nicht. und ich will mich auch nicht.

02.06.2008 um 10:41 Uhr

nebenbei erwähnt

 

 
1,0

 

02.06.2008 um 08:37 Uhr

fauch

 

ich schaffe es tatsächlich, alles, aber auch wirklich ALLES, gegen mich zu verwenden. selbstabwertung pur. großes kino, frau grenzgängerin, gaaanz großes kino.

 

02.06.2008 um 00:08 Uhr

and in the end...

 

...zehn wundervolle, ruhige und gelassene minuten auf meinem balkon, als abschluß des tages, mit death of a clown als begleitmusik im hintergrund. die gedanken bei jemandem, der sich sanft einen platz in meinem herzen erobert hat...

01.06.2008 um 18:30 Uhr

just found

 

apparently there are musicians who rather just distribute their work than making a great big deal with what they've created. and honestly: they could. it's beautiful music.

 

01.06.2008 um 18:13 Uhr

ansichtssache

 

01.06.2008 um 16:38 Uhr

JAPS

 

AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!

STRAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHL:

Email. VON! MEINER! THERAPEUTIN! Zwei sogar!

FREU! FREU! FREU! FREU! FREU! FREU! FREU! FREU! FREU! FREU!

HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF!

FREU! FREU! FREU! FREU! FREU! FREU! FREU! FREU! FREU! FREU!

HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF!


hab ihr am dienstag geschrieben; wir hatten abgemacht, dass ich ihr schreiben kann, wann immer mir danach ist und was immer ich will. ich schrieb ihr also ein kurzes alltagsupdate, dass es mir total gut geht und dass ich dann doch endlich mal leinwand und pinsel in die hand genommen hatte (war ja ursprünglich ihre idee), die beiden bilder hatte ich als grafik datei in den anhang gepackt. gerade kamen zwei mails.

 

die erste: hallo frau grenzgängerin, obwohl ich keine zeit habe: super! bin stolz auf sie. liebe gruesse. dr. psychoanalytikerin.

zwei minuten später die zweite: ps: darf ich sowas positives überhaupt sagen? ;-)

 

HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF!

HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF! HÜPF!

 

tschuldigung. durchgeknallt. ich muss erst mal zuende hüpfen!

 

01.06.2008 um 10:29 Uhr

kreislaufspirale

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

 

selbstabwertung, unsicherheit und haltlosigkeit sind gefühle, die sich aus den schmerzen nähren, die sie verursachen, aus ihnen entsteht zugleich die leere, die sie mit sich selbst ausfüllen. so wachsen sie, werden stark und mächtig, übermächtig und das ich dabei ohnmächtig, bewegungslos und handlungsunfähig. sie sind - gefühlt - unbezwingbar. wegrennen hilft nicht, wegschauen und der versuch, sie zu ignorieren lässt sie nur weiterwachsen. und in blut lösen sie sich nicht auf. dass es eben jener kraft, der energie, die zum wegrennen, zum ignorieren aufzuwenden notwendig ist, bedarf, um die unsicherheit, die haltlosigkeit und die leere mit ihren eigenen waffen zu schlagen, diese erkenntnis liegt oft, zu oft, unter den trümmern der seele verborgen, die der zerstörerischen kraft eben jener selbstabwertung, der haltlosigkeit und der leere geschuldet sind.