grenzwandel

31.07.2008 um 18:32 Uhr

ausnahmezustand

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

scheiß-situation. jeder andere würde sich denken 'naja, ist blöd aber was solls', oder 'mach ich halt das auch noch', etc. nicht so die werte frau grenzgängerin, eine völlig gestörte, bipolare borderlinerin. was macht die? entwickelt von 0 auf 100 autoaggressionen deluxe, demontiert sich von oben bis unten selbst, nimmt sich auseinander, zerlegt sich in alle einzelteile, trampelt auf diesen herum, ist fest davon überzeugt, morgen kläglichst zu versagen, macht ein riesen ding aus einer vermutlichen lappalie, ihr ist schlecht und schwindlig, das rechte augenlied zuckt unaufhörlich, dass der vertretungsdoc sich sorgen über ihren allgemeinzustand macht verwendet sie gleich mit gegen sich, und überhaupt diese ganze situation gerade, weil wie blöd kann man sich eigentlich anstellen wegen sowas. die wildesten szenarien und bilder hat sie im kopf, wobei das präsenteste davon ist, dass es ihr möglich ist, sich für einen kurzen moment zu verdoppeln, um endlich mal mit dem messer oder sonstwas spitzem auf sich loszugehen und dieses beschissene häufchen elend ENDLICH beseitigen zu können. und sie würde dabei verdammt nochmal so breit und teuflisch grinsen wie noch nie. so sieht's nämlich aus. so, genau so. eine verfluchte tatsache, der sie vielleicht endlich mal ins auge blicken und ihre konsequenzen ziehen sollte. nein, nein, keine sorge, sie wird sich nichts tun, weder aufschlitzen noch vor den nächsten zug werfen, nein, weil dann hätte dieses leid ja endgültig ein ende. nein, nein, nur die eigene betrafung ist wichtig, und das sich-selbst-quälen,  das quälen des minderwertigen etwas, das es verdient hat, das auf sich rumhacken, das toben, die aggressionen gegen sich selbst, weiter zählt nichts. nur das. nicht mal ein 'ich' kommt ihr über die lippen, nichtmal das, weil wenn sie auch noch erkennen müsste, dass sie selber das ist, die sich das antut, die so mit sich umgeht, die sich am liebsten packen und in jede ecke einzeln schleudern, sich gegen alle vorhandenen wände der wohnung krachen würde, dann himmel hilf. das wäre zuviel. viel zu viel. zumal die werte frau psychoanalytikerin NICHT da ist. nicht daha nicht daha ätschebätsch du bist so beschissen alleine nicht da nicht da nicht da niemand ist da du musst dich schon alleine ertragen du blödes stück scheiße mieses kleines grenzielein kleines schwein ätschebätsch dich mag ja doch niemand so verkorkst wie du bist schon immer warst und nie  nie niemals was richtig gemacht hast und machen wirst übersehen kann man dich muss man dich begreif das endlich friß oder stirb...

irgendwann auf jeden fall lieber letzteres. 

31.07.2008 um 15:43 Uhr

OHNE WORTE!!!

verfluchte, beschissene, dreckige scheiß-situation. könnt ihr nicht so eine entscheidung treffen? was soll diese oberhammerdumpfbackendrecksidee? vor allem: eine halbe stunde??? hallo????? hallohoooo? eine verfickte halbe stunde ist GAR NICHTS, weniger als gar nichts. was wollt ihr? WAS??? mich unter druck setzen? meine streßresistenz testen, IHR ARSCHLÖCHER. lasst mich in  ruhe, in frieden, IN RUHE, verschissene verwaltungsenten, ihr dummen dummen dummen zapfen ihr. ich HASSE es, wenn man mich unter druck setzt und mich in einer solchen situation auch noch BEWERTET!!! ICH HASSE ES, VERFLUCHT NOCH MAL. hört ihr, ich hasse es!!!!! wer bitte schön hat sich diesen bockmist ausgedacht, WER, hä??? boah ihr dummen unfähigen müllidioten, ihr hirnis, ihr tröten ihr, ihr... ARSCHLÖCHER!!! ihr seid unfähig und ich muss die scheiße AUSBADEN. reicht es nicht, was ich gestern abgeliefert habe, das war verdammt nochmal 1a, besser ging es nicht, habt ihr mir nicht zugehört, ihr dreckswurschtel??? eine verfickte halbe stunde? was soll ich da zeigen??? WAS??? und ihr wollt es bewerten? IHR??? HAH, DAS ICH NICHT LACHE.

euch werde ich es zeigen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

mann. erwähnte ich schon, dass ich am ausrasen, am am rad drehen bin??? erwähnte ich das schon???

31.07.2008 um 14:24 Uhr

...

 

*AMRADDREH*

31.07.2008 um 10:37 Uhr

öhöm

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

ach, was ein tag gestern. erfolgreiche aktion hingelegt, kurzfristig etwas ins grübeln gekommen - jajaja, die grenzgängerin findet IMMER interpretationsspielraum, der ansatzpunkte für die eigene demontage bietet - diese gedanken aber erfolgreich zur seite geschoben, den abend genossen und höchst emotional gewesen, viel gefühlt. 

heute steht diverses auf dem plan, vertretungsdoc und chef-treff als die beiden wichtigsten termine, ansonsten sollte, nein MUSS! ich ENDLICH anfangen, mich an die diss-korrektur und das buch zu setzen, herrgottnochmal. aber eigentlich ist dafür auch morgen noch zeit...grrr, es ist furchtbar. kaum ist der ganze stress vorbei und sind keine deadlines mehr vorhanden, geht hier gar nichts mehr. aber letztendlich: wen interessiert das? mich nicht. der zeitpunkt wird schon kommen, wie immer.

was haben wir noch? genau, den countdown (ich muss gestehen, dass ich meine therapeutin mittlerweile furchtbar vermisse):

lassen wir den heutigen tag großzügig weg, der ist eh schon wieder fast vorbei, sind es noch 31 tage. 

30.07.2008 um 13:08 Uhr

es strahlt

einer der ganz seltenen tage, an denen ich mich einfach nur  richtig toll finde (und zugegebenermaßen auch war und bin!). und jetzt gehe ich in die stadt, geld ausgeben. 

29.07.2008 um 23:00 Uhr

horror-trip am späten abend

mann! wie kann man, oder bzw. frau, bäckersfrau, wieder und wieder mohn hören, wenn ich sesam sage? wie geht das?? sesaaaaaaam. moooooohn. das reimt sich nicht und klingt auch nicht wirklich ähnlich, herrgottnochmal. entweder ich empfehle ihr den nicht-vorhandenen ohrenarzt meines vertrauens oder noch besser, ich schlage ihr vor, das abitur nachzuholen. scheißeaberauch. jeder zweite blick in die bäckertüte gerät zum horrortrip. wieder mohn! dreck. ich hasse dieses zeug. da freut man sich auf ein sesambrötchen mit butter, und was ist in der tüte??? mohnbrötchen! ohhh wie scheiße frustrierend aber auch. ich werde die mohnbrötchen morgen zurücktragen und sesambrötchen fordern. wenn nötig mit gezückter pistole. 

29.07.2008 um 18:35 Uhr

noch ganz dicht?

bei tchibo gibt es gerade im rahmen des programms 'putzbunter' (?) ernsthaft zwei led-schubladenleuchten (??), rosarote, blümchengemusterte staubfang- und polierpantoffeln (???) und einen reinigungsbesen mit abziehlippe (????). wer in aller welt denkt sich denn so was aus? haben die noch alle tassen im schrank?

29.07.2008 um 17:37 Uhr

wie-der-lich heiß und schwül

alles gut. alles so gut wie schon eine weile nicht mehr. selbstvertrauen, motivation, ruhige gelassenheit. frisch geduscht. ok, letzteres ist nichts, was schon eine weile her ist, aber bei dem wetter hier, knapp 30 grad bei tropischer-regenwald-ähnlicher luftfeuchte erscheint das morgendliche duschen auch irgendwie als sehr weit weg. pfui. ich will mindestens zwanzig grad weniger. ich brauche einen kälte-herbeizauber-zauber.

es ist doch immer wieder erstaunlich, wie mein hirn innerhalb kürzester zeit, füttert und fordert man es entsprechend, vom absoluten trägheits- und arbeitsunwilligkeits- in den hochleistungsmodus zu springen imstande ist. ich bin gebeistert.

so. und jetzt werde ich mich in die kühlste ecke dieser wohnung legen und mich nicht mehr rühren. ach nee, halt. ich muss noch eine hose bügeln. bäh wie wiederlich. verschoben. auf kurz vor knapp.

 

was fehlt? ach ja, genau, der zählrunter:

noch 33 tage. es wird weniger...

29.07.2008 um 08:36 Uhr

nebenbei...

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

 

da habe ich doch tatsächlich mal wieder richtig richtig gut und erholsam geschlafen. man gebe gibt mir eine aufgabe, eine herausforderung, und alles ist gut. 

28.07.2008 um 17:26 Uhr

die verflixte dreizehn

dreizehn!

dreizehn verfluchte, blockierte wirbel hat er mir eingerenkt, der orthopäde und sportmediziner meines vertrauens. und das ist er wirklich. ein bulle von einem mann, der mich auf der liege vor sich platziert und mich dann mit einem großteil seines körpergewichts und seiner kraft mehrfach längs und quer um die eigene achse windet. lendenwirbelbereich, mittlerer bereich der wirbelsäule und halswirbelsäule, begleitet von einem nicht enden wollenden knacken und krachen. da muss man schon vertrauen haben, sonst ist der anweisung seinerseits 'und jetzt locker lassen' - wenn der schädel unter seinem arm, der die stärke meines oberschenkels hat, eingekeilt ist - nicht im mindesten folge zu leisten. die aufklärungserklärung - von wegen manuelle therapie ohne röntgen, gefahr der knochenbrüche, sehnen- und gefäßverletzung etc. - durfte ich hinterher unterschreiben. wohlgemerkt: hinterher. auf meinen mehr als fragenden blick hin meinte die sprechstundenhilfe lapidar 'das machen wir immer so, sonst würden die patienten reihenweise davonlaufen'. aaaaaaaaha. nun gut. wie gesagt, der werte herr doktor behandelt seit längerem meine sportbedingten und sonstigen orthopädischen zipperlein, ich vertraue ihm. und jetzt kann ich mich wieder bewegen; kein wunder, dass ich mich gefühlt hatte wie meine eigene omma.

und jetzt? jetzt sitze ich hier und stelle meine professionelle streßresistenz unter beweis. über die ich - im gegensatz zur persönlich-psychischen - definitiv verfüge. wenigstens etwas. sowas aber auch.

28.07.2008 um 04:32 Uhr

zauber und bär

wieder-einschlafzauber. ich brauche einen wieder-einschlafzauber. es gibt regen-zauber und anti-regen-zauber, dem-feind-den-tod-an-den-hals-wünsch- und wilde-tiere-fernhalte-zauber, omma-wieder-gesundmach- und ernte-gut-werd-zauber und noch ganz viele mehr. aber von einem wieder-einschlaf-zauber hat noch nie jemand was gehört. gaaanz großes kino. ich habe gerade mal zweieinhalb stunden geschlafen, dann klappten meine augen wieder auf, ich dachte noch 'nein! nein! zubleiben, bittebittezubleibenweiterschlafen' und schon war's vorbei.

wenn man wieder-einschlafzauber googelt, dann kommt meinten sie einschlafbär? nein, ich meinte NICHT einschlafbär, weil einschlafen konnte ich ja, herrgottnochmal. ich kann nur nicht WIEDER einschlafen. wenn überhaupt bräuchte ich einen wieder-einschlafbär. aber vielleicht sollte ich mir so ein tier ja trotzdem mal besorgen...zumal momentan niemand neben mir aufwacht, der sich dann morgens wundert, warum ein einschlafbär über meinem kopf liegt... ungefähr so...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...den ich des nächtens verschämt unter dem bett hervorgeholt habe, weil ich mal wieder nicht wieder einschlafen konnte...die frau dr. grenzgängerin mit einem einschlafbär über dem kopf. herrjeh...

ich werde es nochmal probieren gehen. ohne bär. ich sag's ja: gaaanz großes kino.

27.07.2008 um 20:37 Uhr

farben die zweite

 

die neue und verbesserte variante des bildes - für den werten herrn vater - das ich vor kurzem mal gemalt habe:

27.07.2008 um 18:29 Uhr

stand, climb and fall

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

seltsamer tag heute. pharmaindustriell induzierte stabilität, ein extrem seltsames gefühl. ein gefühl, das sich kaum beschreiben lässt. ich würde vermutlich ins bodenlose stürzen, wenn da nicht irgendwelche moleküle in meinem hirn herumschwirrten, die genau das zu verhindern wissen, spürbar als kampf zwischen psyche und physis, absturz nicht möglich, chemisch gebremst. ein schwebezustand, ein ziehen und zerren, ein hoch und runter in einem molekular abgesteckten rahmen, die grenzen unüberwindbar. genug raum jedoch für das wahrnehmen der autoaggressionen, ohne zugehöriges gefühl jedoch. ich liege mitten im wohnzimmer, auf dem frisch gesaugten teppich und stelle mir vor wie ich mir die arme aufschneide, ich schaue mir quasi dabei zu, schneide tief, bis auf die muskeln, nehme eben jene in augenschein, bohre tiefer in der absicht, die knochen freizulegen, immer weiter und weiter. oder ich lasse mich in gedanken vom auto überfahren, wieder und wieder, werde aus diesem leben herauskatapultiert und bin mein eigener zuschauer dabei. das beruhigt. gleichzeitig jedoch ist keinerlei bedürfnis da, es tatsächlich in die tat umzusetzen, wie gesagt, keine zugehörigen emotionen, kein toben. die bloße vorstellung reicht, ist befriedigend, beruhigend und agressionslösend genug. wie schön. es wird wirklich zeit, dass die werte frau analytikerin wieder kommt, ich habe keine lust, das noch lange mitzumachen. auch das ist interessant, ist neu, dass ich gleichzeitig das gefühl habe, das alles eigentlich irgendwie nicht zu wollen, auf derartige gedanken getrost verzichten zu können, und dennoch sind eben jene bezüglich des ignorierens oder verdrängens unbeherrschbar.

was hab ich heute gemacht? lange geschlafen, das bild für den werten herrn vater fertig gemalt, gewaschen, aufgeräumt obwohl es mal wieder nichts zum aufräumen gab und mir gedanken über die nächste woche und über die zeiteinteilung bis zum 1.9. gemacht. irgendwie muss ich die zeit zerhacken (ohoh, die werte frau analytikerin wäre alarmiert ob dieser wortwahl...), dann vergeht sie schneller. ach ja, und zudem habe ich mir mal wieder, wie so oft und wie immer sinnloserweise, gedanken darüber gemacht, was in aller welt schiefgelaufen ist, und wann. warum ich, warum, warum muss ausgerechnet ich mich  mit einem derartigen seelischen müll herumplagen? jajaja, ist ja gut frau psychoanalytikerin, ich weiß, dass ich das als teil von mir akzeptieren muss. ICH WEIß. aber warum? wie groß war einst die chance, ein völlig normaler und psychisch gesunder und stabiler mensch zu werden und wie und warum habe ich sie verpasst, oder wie und warum wurde sie mir genommen? 

naja, egal jetzt. wenden wir uns erfreulicheren dingen des lebens (ha-ha-ha) zu. ich werde jetzt die letzte maschine wäsche waschen und dann salat machen. und vielleicht, vielleicht bin ich ja heute abend mal wieder in der lage, zu lesen. wir werden sehen. ach nein, halt: ich. es wird nicht abgespalten.

 

ach ja, da war doch noch was:

noch 35 tage. immer noch blöd. 

26.07.2008 um 20:03 Uhr

blablubb am abend

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

das plan-soll ist erfüllt, sogar darüber hinaus verschiedenes erledigt. ergo: absturz verhindert. müde. viel gemalt. nach wissenschaftlichen beweisen gesucht, dass nutella bei zimmertemperatur verdampft. das glas wird immer leerer und ich kann mir so gar nicht erklären, warum. ich sags ja, meine vermutung: es verdampft. oder vielmehr korrekter: es sublimiert. ich bin ganz sicher. und jetzt? was mach' ich jetzt? allzuviel ist nicht mehr drin, da sich ein klein wenig die nebenwirkungen der dosisverdopplung bemerkbar machen. aber jetzt schon schlafen? das führt nur wieder dazu, dass ich um spätestens drei uhr wieder fit bin und durch die bude geister.

irgendwie funktioniert mein denkorgan so gar nicht wirklich im moment, deutlich abzulesen an den derzeitigen blog-einträgen. ich bin immer noch am herausfinden, ob mich das stört oder ob ich mir nicht weiter gedanken drüber machen soll/muss. ähhh, whatever.

 

aktueller countdown

immer noch 36 tage. blöd.

26.07.2008 um 11:03 Uhr

anti-depressions-programm das zweite

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

im jetzt bleiben. nicht dem derzeitigen doch - im gegensatz zu jenem der ersten vier tage dieser woche - als verhältnismäßig gut zu bezeichnenden zustand mißtrauen, nicht auf erste anzeichen eines stimmungsumschwunges lauern.  naja, allein die sich deutlich bemerkbar machende verdopplung der ssri-dosis dürfte das schlimmste verhindern.

malmarathon gestern, einigermaßen gut geschlafen, einiges zu erledigen heute. als erstes war mal die vom fitneßstudio meines vertrauens geforderte aufstellung meiner bisherigen theoretischen und praktischen tätigkeiten im sport dran. eigentlich dachte ich, ich schreib das mal kurz runter. pustekuchen, ist mehr als über die ganzen jahre hinweg gefühlt, und so kam doch einiges zusammen. das werde ich nachher da einfach hintragen, dann ist das erledigt. einkaufen muß ich, das bild für den werten herrn vater weitermalen und vielleicht schaffe ich es ja auch noch, endlich endlich mal meinen balkon zu machen. insgesamt dürfte das genug programm sein für heute, zumindest genug, um mich nicht permanent an die letzten tage denken zu lassen.

ach ja. es wird zeit einen therapiepausen-ablauf-countdown zu starten. und da die lieblingsfarbe der werten frau dr. psychoanalytikerin lila ist - oder vielmehr: zu sein scheint (aus welchem grund fährt man sonst ein lila cabrio?) - gibts den in - jawoll - lila (gott bin ich durchgeknallt). also:

noch 36 tage. gefühlte 35 zu viel.

25.07.2008 um 16:40 Uhr

kontraste

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

 

auf anfrage vom wolf. das depri-bild von gestern...

25.07.2008 um 12:36 Uhr

stand der dinge

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

es geht tatsächlich besser. bergauf quasi. das ziehen der notbremse war notwendig und hat dementsprechend gutgetan. ich habe zum ersten mal seit einer weile endlich mal wieder gut geschlafen und bin gegen 9 uhr relativ munter aus dem bett gefallen. und um den trott nicht gleich wieder einreißen zu lassen bin ich ein bisschen in aktionismus verfallen. wohnung geputzt (war nicht wirklich notwendig, aber egal), vertretungsdoc angerufen und ssri-dosis-erhöhung diskutiert (und beschlossen, zumindest bis die werte frau dr. psychoanalytikerin wieder da ist) und dann zum künstlerbedarfsgroßhandel gejettet und diverses an farben und leinwänden besorgt, da der werte herr vater nämlich das bunte bild haben will (was in der bisherigen form auf acrylblock-papier gemalt ist). nachdem die werte frau mutter allerdings eines meiner anderen bilder für sage und schreibe 300 euro rahmen ließ (blattversilberter holzrahmen; man kann es auch ernsthaft übertreiben, so mein kommentar dazu), besteht der werte herr vater auf leinwand, damit nicht noch mehr rahmen fällig werden. außerdem kann ich es dann deutlich größer machen, geplant ist nun also 60 X 80: das projekt des tages, dissertationskorrektur hin oder her, es gibt wichtigeres und vor allem entspanndenderes! ach ja, und zudem war ich im fitnessstudio meines vertrauens, da sich recht kurzfristig die gelegenheit ergeben hat, dass ich eventuell ein oder zwei der grundlagentheoriekurse übernehmen kann. das wäre schonmal nicht so schlecht und endlich mal was kopfentlastendes. wir werden sehen. 

so. und jetzt werde ich punkt *weißichjetztnichtwieviel* des plans für heute in die tat umsetzen und zur energiespeicherauffüllung feste nahrung zu mir nehmen. oder es zumindest versuchen. aber ich hab mich selbst überlistet und auch hier zu eier notfallvariante gegriffen: frische brötchen und nutella gekauft. funktioniert in aller regel totsicher. 

24.07.2008 um 21:48 Uhr

notfall-stop eingelegt

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

notbremse gezogen. lange mail an die werte frau dr. psychoanalytikerin geschrieben. wie ausgemacht für absolute notfälle. zudem sehr nettes und erheiterndes telefonat geführt mit jemandem, der intuitiverweise genau im richtigen moment anrief, im einzigen moment, in dem ich die kraft hatte, ans telefon zu gehen. und so langsam, ganz langsam fange ich mich. es fühlt sich alles ein wenig leichter an, der druck läßt nach, ich kann den kopf heben. geradeaus gucken. und ich sehe die welt um mich herum, nehme details wahr, farben. der schwarzweiße brei lichtet sich. irgendetwas hat sich gelöst, hoffentlich nicht nur temporär; das ist zum zeitpunkt jetzt allerdings noch nicht wirklich abzusehen. aber zumindest für den moment geht es mir besser. und das ist alles, was zählt.

 

plan für morgen

ernsthaftes gespräch mit dem vertretungsdoc über die ssri-dosierung führen

matte abschlußfirnis für das trübe aber wunderschöne bild von heute besorgen

mal wieder feste nahrung zu mir nehmen

den tag genießen

 

...daß ich heute nochmal derartige worte zu papier...ähhh, auf den bildschirm bringe, hätte ich noch vor ein paar stunden für völlig ausgeschlossen gehalten. mannmannmann ist das mal wieder anstrengend.

24.07.2008 um 15:38 Uhr

desolat

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

warum habe ich sie nicht weggeworfen, nachdem ich das versprechen gab, sie nicht wieder anzurühren? warum liegen sie noch immer im schrank? warum kann ich sie nicht ausblenden, warum nicht? warum ziehen sie mich mit macht an? warum kann ich an nichts anderes denken? nicht. noch. mehr. schnitte. ich habe es ihr versprochen. nicht einmal mir, nicht mir, dem kleinen häufchen elend, nicht mir, nein, ihr habe ich es versprochen, ihr, aber sie ist nicht da. nicht. da. noch lange nicht. und ich liege hier, fühle mich als hingen gewichte an mir, jede bewegung ist eine qual, auf meiner brust liegt ein felsbrocken, das herz rast und ich friere. der grauschwarze brei ist zurück. herzlichen dank du beschissenes, dämliches, nichtsnutziges und hinterhältiges ich. herzlichen dank.

24.07.2008 um 12:29 Uhr

ach du heilige...

...scheiße. vor zwei wochen bewerbung ans rektorat rausgeschickt, und jetzt ruft der akademische direktor der entsprechenden stabsstelle meinen chef an. und mein chef versucht seit zwei stunden bei mir anzurufen. wohlweislich bin ich noch nicht ans telefon gegangen. WAS WILL DER? ausgerechnet jetzt, wo ich eine tomate nicht von einer banane unterscheiden kann und will. mister muphy, scheren sie sich zum teufel! ich brauch sie und ihre gesetze im moment weniger als alles andere.