grenzwandel

11.01.2009 um 18:48 Uhr

alles erledigt

von: grenzgaenger   Kategorie: blick nach vorne

so, genug für heute. vormittags chemie gekreuzt, ziemlich erfolgreich und befriedigend, wenn man das so nennen kann, und heute nachmittag die pp-präsentation für das referat patientenverfügung für das dienstägliche seminar medizinische soziologie gebastelt. gut isse geworden. ich hätte nicht gedacht, dass es mir so kurz (...) nach der disputation schon wieder spaß macht, vorträge zu konzipieren und zu einer ansehnlichen präsentation zusammenzustellen. irgendwie dachte ich, meine diesbezügliche motivation und freude hielte sind noch in grenzen. aber nein, auch das war höchst befriedigend, zumal ich zur abwechslung mal wieder ein vollständiges endergebnis in den händen halte. das ist ja mit der ganzen stoff-in-den-kopf-klopferei doch was anderes. unendlich ist das, quasi.

und jetzt werde ich mich meiner lauchsuppe widmen und dann dem buch 'der patient' von katzenbach. das verspricht ein gemütlicher abend zu werden. hurra. 

10.01.2009 um 16:53 Uhr

höchst seltsame dinge tragen sich hier zu

ich habe ein durch und durch seltsames problem.

mein rechner ist flach und relativ klein und steht auf meinem schreibtisch. daneben steht eine ikea-schreibtischlampe, beide geräte sind im selben vielfachstecker eingesteckt und das kabel der schreibtischlampe ist hinter dem computer zur steckdose geführt. soweit so gut, klingt ja auch alles relativ unspektakulär. so. wenn ich jetzt aber den computer auf standby habe, dann geht er wieder an, sobald ich - festhalten - die schreibtischlampe anmache!!! ich habe das jetzt mehrere mal hintereinander ausprobiert, um auszuschließen, dass ich halluziniere. es blieb dabei: der computer geht an, wenn ich die lampe anschalte. ist das normal??? oder vielmehr, nein, natürlich ist das nicht normal, es stellt sich eher die frage worauf diese unnormalität zurückzuführen ist und wie ich sie beseitigen kann?!?

hat jemand ne erklärung, idee oder gar einen lösungsvorschlag?

10.01.2009 um 12:08 Uhr

aktivierungsenergie

von: grenzgaenger   Kategorie: blick nach vorne

jetzt habe ich doch wieder deutlich länger geschlafen als geplant. aber wenigstens habe ich es im halbschlaf geschafft, meine ersten kontakte bezüglich des neuen jobs zu aktivieren, die ihrerseits wieder kontakte aktivieren etc. vielleicht wird aus dem 'unterfangen neuer job' ja bald was. mir würde es gut tun, ganz sicher. und jetzt bleibt mir, wie so oft nichts anderes übrig, als mich über meine bücher zu klemmen. heute chemie (addition primärer amine an aldehyde) und morgen physik (optik) und terminologie. aber immerhin bin ich ausgeschlafen, scheint die sonne und ich bin aktiv geworden in der jobsache. kann also nicht mehr viel schiefgehen, zumindest nicht für heute.

09.01.2009 um 21:31 Uhr

überlegungen

von: grenzgaenger   Kategorie: blick nach vorne

ich muss mich, glaube ich, jobtechnisch ein wenig umorientieren. die dauernden wochenendschichten gehen zu sehr an mein zeitbudget und zudem mir an die substanz. ich bin ja unter der woche nicht gerade unterbeschäftigt. die wochenenden, oder zumindest jeweils ein wochenendtag frei pro woche wäre gut. sehr gut sogar. ich brauche also einen job, in dem ich pro monat weniger arbeite und mindestens das selbe verdiene. wie gut, dass die hiesige uniklink genügend stationen hat, auf denen man auch nachts eingesetzt werden kann. und da ich entsprechende kontakte habe, werde ich in nächster zeit meine fühler mal ein bisschen ausstrecken. da muss was passieren. ich habe das wochenende frei, und habe heute, weil ich es mir leisten konnte, eben wegen des freien wochenendes, bis zum späten nachmittag geschlafen. hin und wieder bin ich aufgewacht, habe verschlafen auf die uhr geguckt und innerlich stöhnend beschlossen, dass ich noch nicht aufstehen kann und will. also wurde es halb fünf, als ich endlich am schreibtisch saß.

ansonsten gibt es wenig neues. ab nächster woche ist wieder therapie und ich bin schon sehr gespannt. trotz einiger abstürze und akuter sehnsuchtsanfälle haben mir die therapieferien doch ziemlich gut getan. zumindest habe ich gemerkt, wie sehr mir die ganze sache an die substanz geht, mich kraft kostet.

so. und weil ich schon wieder todmüde bin, werde ich auf mehr oder weniger direktem weg wieder ins bett gehen. 

09.01.2009 um 18:38 Uhr

beschäftigung am frühen abend

 

noch fragen?

08.01.2009 um 19:49 Uhr

dreist

von: grenzgaenger   Kategorie: blick nach vorne

das wort des tages ist keto-enol-tautomerie. nur so am rande.

bisweilen wundere ich mich schon sehr über die dreistigkeit gewisser mitmenschen, genauer: mitkommilitonen. da bin ich doch heute mal wieder knapp an einer kompletten gesichtszug-entgleisung vorbeigeschrammt, nämlich als mir die dritte kommilitonin im bunde des patientenverfügungsreferates ohne mit der wimper zu zucken erzählte, dass sie sich mit einem abischnitt von 2,9 - in worten: zweikommaneun - ins medizinstudium eingeklagt hat. da warten horden von studenten mit einer eins vor dem und vielleicht einer zwei oder drei NACH dem komma und zusätzlich guten ergebnissen aus dem medizinertest semesterlang auf ihren studienplatz (an der hisigen uni lag der nc fürs wintersemester 0809 mal wieder bei 1,0) und dann kommen derartige zeitgenossen mit derart schlechten abinoten des weges und klagen sich mal flugs ein und die uni kann nichts dagegen tun. dreister geht es wohl kaum. anstatt sich die letzten beiden jahre in der schule auf den arsch zu setzten, nimmt man sich mal schnell einen anwalt - es gibt schon anwälte, die auf derartige klagen spezialisiert sind - und verklagt die wunschhochschule, und wenn schon, dann auch noch gleich die eliteuni, und keine zwei monate später kann man anfangen, medizin zu studieren. ganz ehrlich, ich würde mich in grund und boden schämen, mal ganz davon abgesehen, dass ich niemals auf solch eine idee gekommen wäre. aber mit dem verantwortung für eigenes tun, bzw. nicht-tun - nichtlernen in diesem fall - zu übernehmen scheint es heutzutage nicht mehr wirklich weit her zu sein. anything goes. ganz offensichtlich. und ich finde es zum kotzen, geschweige denn, dass ich respekt vor solchen leuten habe.

themawechsel. ich habe ein freies wochenende vor mir. jawoll. keine arbeit. statt dessen ausschlaf- und inruhelernaussichten. neben dem üblichen chemiegeraffel stehen lateinische deklinationen, präfixe und suffixe, adjektive etc. auf dem programm, denn die klausur im fach lernen-sich-systematisch-unverständlich-auszudrücken, sprich medizinische terminologie, steht an. und zudem gedenke ich, es mir einfach gutgehen zu lassen und mich für die nächste woche zu wappnen.

07.01.2009 um 23:36 Uhr

wenn es nacht wird...

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

ich fürchte, ich muss demnächst mal ins bett. angesichts der albträume der letzten wochen ist das gar kein so leichtes unterfangen. letzte nach schreiend aufgewacht, schweißgebadet. vorletzte nacht ebenso, und die davor und die davor auch. irgendetwas tut sich. leider kann ich so gar nicht einordnen, was. angst. es ist angst im spiel, soviel kann ich sagen, mehr aber auch nicht. nacht für nacht werde ich verfolgt, von gesichtslosen wesen, die mich um die häuserblöcke jagen, im kreis, immer im kreis, und wieder im kreis, nur im kreis und an jeder hausecke die panisch aufflackernde angst, die verfolger hätten  gemerkt, dass ich immer im kreis renne und kommen mir nun entgegen. verfolgt von grufties, von denen eine reale, unmittelbar drohende gefahr ausgeht, aus deren mitte ich mich jedoch nicht zu befreien weiß, weil der anführer, ein unglaublich schöner mann, mich dermaßen anzieht, mich mit einer macht fasziniert, von der ich mich nicht losreißen kann, tanzend bewege ich mich wie in trance im brennenden zirkuszeltartigen unterschlupf der grufties, beobachte den anführer und eine mir völlig unbekannte, ebenfalls wunderschöne frau, die mich ebenso fasziniert, meinerseits beobachtet und taxiert vom anführer, der nur auf eine möglichkeit wartet, auf mich loszugehen, sobald ich eine unsicherheit zeige, tanzend im brennenden zelt, es ist heiß, stickig und ich komme nicht los. angst, faszination, eine ambivalente mischung, die mich schreiend aus dem schlaf reißt, hilflos verloren im dunkeln. von wieder einschlafen kann keine rede sein, ich will, will nur, dass die nacht vorbeigeht, es morgen wird und ich aufstehen kann, müde, aber froh, der nacht entkommen zu sein. was das alles zu bedeuten hat? ich habe keine ahnung, aber ich fühle, dass es etwas zu bedeuten hat, eine bedeutung hat, etwas wesentliches, bedeutung, für mich, mein leben. ich weiß es nicht. weiß es nicht, will es nicht wissen und dennoch zieht es mich an, die dunkelheit zieht mich an, zieht mich in ihren bann, wieder und wieder, nacht für nacht, im kampf mit den wesen der dunkelheit, meiner dunkelheit, der dunkelheit meiner seele, meines unterbewusstseins, mein film, meiner, film. ich.

07.01.2009 um 09:12 Uhr

mittwochmontag morgen und die boomtown rats

so, der alltag hat mich wieder. nach den einbrüchen der letzten tage sogar erstaunlich ruhig und gelassen. ich brauche struktur. nicht vorhandene struktur tut mir nicht gut. die heutige struktur besteht aus der anatomie- und der chemievorlesung sowie einem noch zu schreibenden chemieprotokoll für morgen. das ist genug der struktur, da sie - schätzungsweise - den ganzen lieben langen tag einnehmen und dafür sorgen wird, dass ich mich nicht zu langweilen brauche. für morgen gibt es ebenfalls genügend struktur, anatomie und chemie-praktikum sowie ein anruf, der mir mein wochenende zu einem freien machen wird. letzteres fällt in die kategorie 'gut für mich sorgen'. und überhaupt: auch die nächsten 5 wochen haben genügend struktur, es stehen die terminologie-, chemie und -physikklausuren an, ab übernächster woche der histologie-mikroskopierkurs, der mit zusätzlichen 4 stunden die woche zu buche schlagen wird. und wenn wir gleich dabei sind: ab 14.2. sind zwar offiziell semesterferien, aber da ich es vorgezogen habe, in der bio-vorlesung regelmäßig mit abwesenheit zu glänzen steht die ersten beiden wochen der sogenannten oder auch semesterferien bio lernen auf dem programm, denn semesterferienwoche 3 und 4 sind mit dem biopraktikum gefüllt, täglich, und um dann noch eins draufzusetzen schreiben wir gleich mitte april bio und haben einen tag später histo-testat, womit dann das zweite semester startet. alles in allem: genug struktur. ach ja, und nicht zu vergessen: ab nächster woche wieder dreimal wöchentlich couch. wie sagte der mann von dbF gestern am telefon? manch einer wäre schon mit einem völlig überlastet, aber bei dir müssen es gleich zwei dinge sein, medizinstudium und therapie, du bist völlig wahnsinnig. das bin ich. zugegeben. aber: ich bin es gerne.

an dieser stelle noch eine dicken fetten gruß und kuss an eine menschin, die ich sehr sehr sehr lieb habe und die sicherlich weiß, dass sie gemeint ist, wenn sie es liest, nä?

und jetzt muss ich los. 

05.01.2009 um 14:10 Uhr

ein zeichen

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

manchmal sind es die völlig unerwarteten ereignisse und begebenheiten, die einem dann doch ein verstohlenes lächeln auf die lippen zaubern. wie gerade eben. ich interpretiere es als zeichen. ich war schon im kh, schon fast umgezogen, da klingelt mein handy. die werte frau pflegedienstleitung mit den worten: grenzie, du kannst wieder nach hause, ich hab mich geirrt." wie geil ist das denn? ich hatte mich zwar aufs arbeiten gefreut, aber jetzt freue ich mich noch mehr über den gewonnenen nachmittag. vielleicht kann ich mich ja doch ein bisschen um die patientenverfügung kümmern. aber erstmal werde ich was essen. ich weiß nicht, wann ich das das letzte mal getan habe.

05.01.2009 um 13:11 Uhr

...

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

scheiße. es geht mir nicht gut. es geht mir gar nicht gut. das arbeiten werde ich überstehen, es wird mich ein wenig ablenken. was ist denn bloß schon wieder los? ein gedanke an den drohenden alltag ab mittwoch und schon ist mir wieder schwindelig und ich habe ein engegefühl in der brust. ich habe das gefühl, das alles nicht zu schaffen, ich will mich zurückziehen, alleine sein, niemanden hören und sehen. therapie erst nächste woche wieder, fühle mich wie im sommer. die drei wochen sind zu lang.was tun? was verdammt nochmal kann ich tun?

05.01.2009 um 10:03 Uhr

ausklang

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

viel besser als gestern ist es nicht wirklich. ich habe trotz wilder kombination aller möglichen dinge grottenschlecht geschlafen, habe angst gehabt, vor dem einschlafen, wegen der albträume, angst vor dem nicht-einschlafen, vor dem wachliegen, und meine gedanken sind karussell gefahren. meine therapeutin hat schon recht gehabt. die drei wochen ohne sie sind zu lang. sie hatte die klinik vorgeschlagen, ich aber wollte lernen und die unifreie zeit genießen. hätte ich doch mal besser auf sie gehört. im sommer wird mir das nicht passieren, habe ich beschlossen. ich muss besser auf mich aufpassen. immer und imemr wieder verliere ich das aus den augen und batsch, kriege ich eins übergebraten. daher werde ich heute nichts tun, und morgen auch nicht, zumindest nicht für die uni. das kann warten. und um nicht völlig nutzlos in der gegend herumzuwandeln und zeit für meine depressionen zu haben, habe ich spontan unserer pflegedienstleitung, die mich vorhin aus dem bett geschmissen hat, zugesagt, heute und morgen einzuspringen. heute spät und morgen früh. das ist ok, so bin ich zumindest jeweils den halben tag abgelenkt und aufgeräumt. physik und die patientenverfügung können warten.

ich bin müde, einfach nur müde. diese anfälle schaffen mich mittlerweile dermaßen, dass ich sie alleine deswegen schon vermeiden möchte, weil ich einfach im ausklang so auf der nase liege und nichts zuwege bringe.wann habe ich mich wieder aus den augen verloren, wann?

04.01.2009 um 19:52 Uhr

strudel ins nichts

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

warum warum warum schlagen diese verfluchten depressionen bevorzugt am abend vor? WARUM? den ganzen tag habe ich es einigermaßen geschafft, sie im griff zu behalten, habe mich durch lernen abgelenkt und jetzt, kaum habe ich nichts zu tun, hänge ich völlig in den seilen. eine unglaubliche spannung macht sich breit, zerrissen, bin ich, es zerreißt mich, zerreißt mich und ich habe dem nichts entgegen zu setzen, ganz im gegenteil, ich gieße öl ins feuer und mache mich auch noch selbst fertig. ich tauge nichts, nicht genug gelernt und schon gar nicht genug verstanden, alles zuviel, zuwenig, unausgeglichen und -gegoren. ich liege im bett und starre die decke an, möchte mir weh tun, weh tun, verflucht einfach nur weh tun um etwas zu spüren. genauso gut könnte ich alle medikamente, die ich im schrank habe, auf einmal in mich reinstopfen, nur um diese beschissene zerrissene leere zu betäuben, die alle emotionen abtötet, mich zu einem erstarrten monster macht. wo ist sie, die oberfläche, unter der ich gefangen bin, die mich einsperrt, im strudel der eigenen psychischen unwegsamkeit? eingeklemmt in einer dunklen ecke meiner seele hebe ich müde den arm und erreiche...nichts. mich umgibt dunkle, kalte leere, undurchsichtigkeit, nichtmal ein nebel, in dem ich stochern könnte, lässt sich ausmachen. meine ohren sind zu und rauschen, mir ist latent schlecht und doch will ich rennen, wegrennen, wegrennen aus dem dunkel heraus, der zerrissenheit entfliehen, sie hinter mir lassen, licht finden. und einen halt, halt mich, halt mich einfach fest, ich falle, ins dunkel, immer tiefer. festhalten, stehen bleiben und aushalten, hinsehen. mach deine verfluchten augen auf und sieh hin, sag mir, was los ist, was zieht und zerrt, was hat diese spirale in gang gesetzt und wie geht es wieder hinaus? wo? wo geht es hinaus, wo ist das ende?

04.01.2009 um 13:37 Uhr

grumpf am sonntag

von: grenzgaenger   Kategorie: blick nach vorne

ich mag physik. ja, ich mag dieses fach, finde es sogar leichter als chemie. eine frage, eine formel, eine antwort. ich mag das. es gibt allerding einen teilbereich der physik, den ich nicht ausstehen kann: die elektrizitätslehre. weil sich eben jener bereich hart an der grenze des mir visuell vorstellbaren bewegt. immer und immer wieder komme ich ins stocken, versuche, mir eine probeladung im elektrischen feld vorzustellen. wie zur hölle stellt man sich zudem elektrische spannung vor, oder, oder, elektrische feldstärke oder klemmspannungen? oder strom? das ist doch ein scheiß. mechanik? absolut einsichtig, optik und ionisierende strahlung ebenfalls. aber e-lehre? ich bin völlig entnervt und habe physik für heute in die ecke verbannt. themawechsel also. referat patientenverfügung. ich bin für die einleitung und die hintergründe zuständig, zudem habe ich mir für drei personen (incl. ich) eine plausible gliederung aus den fingern gesaugt, und die powerpointpräsentation übernehme ebenfalls ich. sowas kann man kein erstsemester machen lassen. das dumme ist nur, dass das gros der literatur in der teilbibliothek des max planck-instituts für ausländisches und internationals strafrecht steht, irgend so ein exoteninstitut, in die nicht jeder rein darf. das referat ist am 13.1. fällig, bedenkt man, das nächste woche die uni wieder losgeht,  am mittwoch, bleibt nicht so wahnsinnig viel zeit. also gilt es auch hier, sich etwas aus den fingern, respektive dem internet zu ziehen und das ein oder andere einem buch zuzuschreiben, das man nie in händen gehalten hat, nur um ein paar titel für die bibliographie zusammenzubekommen. nachdem ich physik jetzt in die ecke geschmissen habe und auch herzlich wenig lust habe, mit chemie weiterzumachen, werde ich mich also nun der patientenverfügung zuwenden müssen. draußen scheint die sonne, herrliches wetter und ich sitze hier und muss mich mit dem sterben auseinandersetzen. wie schön. nun gut. was sein muss, muss sein. irgendwann ist auch dieses semester vorbei.

02.01.2009 um 18:55 Uhr

physics and more

von: grenzgaenger   Kategorie: blick nach vorne

guter tag. ausgeschlafen, physik gelernt, grünen tee und neues buch gekauft (der seelenbrecher: DANKE für diesen tip! :-)), bewegung gehabt, gesund gegessen, therapie- und unipause bewusst genossen, die entropie des systems grenzies wohnung verringert (leider tut sie das ja nicht freiwillig und von selbst, ganz im gegenteil), einen job vermittelt und die stimme von dbF im ohr gehabt. und das alles mit einer würdigen ruhe und gelassenheit. gut. sehr gut.

was ich nicht geschafft habe ist, mir in der stadt das obergenialsuperschöne new-collection-oberteil von marc'o polo zu kaufen, schlicht, weil die stadt komplett überfüllt war und ich relativ schnell den rückzug angetreten habe, sowie im solarium gewesen. beides steht auf dem plan für morgen. 

...und weil es perfekt passt.. (huhu, schlotter, ist das illegal...tschuldigung herr rippenspreizer, aber ihre cartoons sind einfach zu genial...)

01.01.2009 um 20:02 Uhr

verarbeitung

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

ich hasse jahresenden. und die damit verbundene melancholie. und dann doch wieder nicht. und ich hasse jahresbeginne. und die damit verbundene melancholie. und dann doch wieder nicht. ich habe keine lust, zurückzublicken, und auch keine, nach vorne zu schauen. und irgendwie auch nicht.

zurückschauen, anstrengend, nach vorne schauen, unsicher. mein ganzes leben bestand aus zurückschauen, mir die zukunft herbeizuwünschen, immer in der hoffnung, endlich abstand zu gewinnen, zu mir, vor allem zu mir und dem ich, davonzulaufen, zu rennen, rennen, rennen, nichts wahrnehmen, kompensieren, verdrängen, missachten, vor allem mich, weiter, immer weiter, nur ja nicht anhalten und erst recht nicht hinschauen. denn es könnte ja wehtun. letztendlich habe ich eingesehen, dass ich stehen bleiben, zurückschauen, hinschauen und ertragen, aushalten muss, um irgendwann schmerzfrei in die vergangenheit und in die zukunft blicken zu können.

ich habe begonnen, diesen weg zu gehen, mit allen hürden, hindernissen und schmerzen, die damit verbunden sind. manchmal könnte ich mich winden vor schmerzen, vor traurigkeit und in anbetracht der leere, die ich erkenne, fühle, wenn ich an mich denke, an mich in dieser welt, in diesem leben. leere, trauer, schmerz, verschüttere gefühle, emotionen die nicht wissen wohin, versteckt und verschüttet sind und werden, ein einziges chaos. in meinem kopf, meinem herzen und in meiner seele.

das aufräumen tut weh, ist anstrengend und bisweilen zermürbend, das haus ist baufällig, marode und will in mühsamer kleinstarbeit renoviert werden. ich arbeite daran, reiße die nicht rettbaren teile mit meinen eigenen händen ein, schürfe mich auf, trage wunden davon, zusätzlich zu denen, die sich sowiso schon eingebrannt haben, in meine seele, in den kern des ich.

helfen kann ich mir nur selber, soviel habe ich wahrgenommen, begriffen, ich fühlte und fühle es. es geht voran, in kleinen schritten, immer wieder bleibe ich stehen, wage nicht, weiter zu blicken, zu gehen, habe angst, angst, immer wieder angst vor dem, was noch kommt, was ich noch sehen und ertragen muss. helfen kann ich mir nur selber. ich weiß.

das ziel? was ist das ziel? ein heiles ich? nein, das kann, das wird es nicht geben, dazu ist es zu kaputt, hat die seele zu sehr gelitten, die wunden können zwar heilen, aber sie werden bleiben. das ziel? was ist das ziel? das einzige, das realistisch erscheint ist, die wunden anzunehmen, sie zu sehen, mit ihnen umgehen zu können, sie zu akzeptieren, ihre existenz schätzen zu lernen, denn einst haben sie meine seele vor dem tod bewahrt. ich bin nur vollständig mit meinen wunden, mit den narben, und ich werde lernen, sie zu lieben, mich zu lieben. zu akzeptieren, mich, lernen, gut mit mir umzugehen, mich zu achten, zu respektieren, anzunehmen, mich, mit mir zu leben, ohne groll, ohne hass, auf mich, auf den körper, den kopf und die seele.

denn sie alle haben es verdient, von mir geliebt zu werden.