grenzwandel

29.06.2009 um 16:56 Uhr

...grins...

 

28.06.2009 um 06:32 Uhr

kinderbetreuung

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

seit ich dem kleinen kind in mir beachtung schenke und es seine dringend benötige zuwendung bekommt, geht es mir unglaublich gut. das ist der hammer. ich habe mich selten so vollständig, so bei mir und so ganz gefühlt. ich habe immer noch momente, in denen das kind sich vehement gehör und gefühl verschafft - vor allem mit dem lernen lassen sich diese momente nicht vereinbaren (seit wann lernt ein zweijähriges kind histologie?) - aber wenn ich ihm zuhöre, versuche herauszufinden, was es will und ihm gebe was es braucht, dann vergehen diese momente, wie sie gekommen sind. und es tut so gut, sich um dieses kind zu kümmern, es tut so unendlich gut. ich habe einen lange vermissten teil von mir gefunden. und ich werde ihn nicht wieder hergeben.

25.06.2009 um 18:52 Uhr

das kind

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

das kind. es ist das kleine kind in mir, das zuwendung braucht. ich fühle, habe es aber bis vorhin nicht begriffen. fühlen ist gut. und in den arm nehmen. das kind braucht zuwendung, sicherheit und ruhe.

24.06.2009 um 15:00 Uhr

pläne

von: grenzgaenger   Kategorie: blick nach vorne

ich muss mich unbedingt sammeln und sortieren. und eine entscheidung treffen. eine strukturelle entscheidung. und dazu will ich einen plan machen. einen übersichts- und entscheidungs-erleichterungs-plan. den brauche ich ganz dringend, sonst verzettel ich mich noch vollends. und das ist nicht gut.

23.06.2009 um 20:40 Uhr

taub

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

ach je. ich bin aufgewühlt, unruhig. und gleichzeitig fühle ich mich irgendwie gelähmt, machtlos und hilflos dem stress in meinem inneren ausgesetzt. manchmal weiß ich einfach nicht, woher ich die ruhe nehmen soll. die ruhe, die ich so dringend bräuchte. ich renne und renne, stolpere vorwärts, manchmal läuft alles wie am schnürchen und dann kommen doch immer wieder die momente, in denen ich das gefühl habe, dass mich das leben überfordert. ich bin nervös, angespannt und das schlimmste ist, ich kann keine prioritäten mehr setzen. alles türmt sich auf zu einem riesigen berg, der unüberwindbar scheint. am liebsten würde ich mich zusammenrollen, mir die bettdecke über den kopf ziehen und mich für immer verkriechen. was ist das, leben? wofür braucht man es? und warum ist es so anstrengend? warum kann ich micht nicht einfach hinsetzen, und immer schön der reihe nach das tun, was ich eben zu tun habe, was ich tun will? warum immer wieder diese zweifel an mir, an meiner kraft und meinem durchhaltevermögen? warum traue ich mir nicht, kann mir selbst kaum sicherheit geben? woher kommen all die zweifel? was mache ich bloß mit diesem leben? und was macht dieses leben bloß mit mir? ich fürchte, wir verstehen uns einfach nicht allzu gut. wir können uns arrangieren, aber die besten freunde werden wir wohl nicht werden.

23.06.2009 um 16:20 Uhr

mpfh

mann, was bin ich genervt. die bescheuerte nachbarin von nebenan, die mich nie auch nur gegrüßt hatte, ist auf einemal scheißefreundlich, kaum dass der postbote eine büchersendung für mich bei ihr abgegeben hatte. sie sind dr., das wusste ich ja gar nicht, hier ist ihr päckchen, schönen abend noch frau dr. grenzgängerin. ich könnte kotzen.

wie gut, dass ich keine lust habe, mich weiter aufzuregen. ich werde mich jetzt noch eine stunde in meine bücher vergraben und mir rückenmark und gehirn nocheinmal zu gemüte führen und mich dann aber schnell wieder dem leider schon toten stieg larsson - bzw. seinem letzten buch - widmen.

 

23.06.2009 um 08:00 Uhr

zufrieden

von: grenzgaenger   Kategorie: blick nach vorne

ich kann mich gerade auf nichts konzentrieren außer auf gewisse urlaubsüberlegungen und -planungen. ich habe beschlossen, belfast mit einzubauen. für 18 pfund euro (natürlich, danke zwischi) mit dem zug, 2 stunden von dublin entfernt. passt perfekt und befriedigt auf gewisse weise meinen abenteuerdrang.

ansonsten ist alles so weit in ordnung. ich habe gestern zwar gelernt, aber nicht allzuviel, und vor allem eher weniger histo als vielmehr biochemie. ich glaube, das hat meinen hürn ganz gut getan. ich bin weitgehend ruhig und gelassen, erstaunlich nach dem einbruch vom donnerstag. und gestern abend habe ich festgestellt, dass ich mich gerade ganz gern habe. schön. kann so bleiben.

und jetzt muss ich trotz allem was tun.

22.06.2009 um 17:22 Uhr

weg

von: grenzgaenger   Kategorie: blick nach vorne

 

urlaub. gerade entschlossen. und gebucht. dublin. 10 tage. im august.

22.06.2009 um 12:12 Uhr

answer

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

 

sie hat geschrieben. meine therapeutin hat mir tatsächlich eine antwortmail geschrieben. ich freue mich riesig.

und werde nicht wieder ins gegenteil verfallen!

 

20.06.2009 um 20:15 Uhr

up up and away

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

liebe frau dr. psychoanalytikerin,

ganz offensichtlich hat die zeit siebenmeilenstiefel angezogen; der erste monat ist rum, vergangen wie im flug. ich zähle die tage und wochen, allerdings hat dieses zählen eine andere qualität als noch im letzten sommer, das warten fällt leichter, viel leichter. wahrscheinlich deswegen, weil ich gar nicht richtig warte. ich lebe mein leben, während sie weg sind.

die ersten zwei wochen bin ich zwar ziemlich taub und gefühllos durch die gegend gewandelt, habe aber dennoch alles geregelt und erledigt bekommen, was anstand. uni und kbt vor allem, aber auch soziales- und privatleben kamen nicht zu kurz. in der dritten woche begann diese gefühlte taubheit zu weichen - nach längerem nachdenken über sie bzw. der akzeptanz der derzeitigen pausensituation (ich habe sie gehenlassen ohne sie aus herz und hirn zu verbannen und wohlwissend, dass sie wiederkommen) - und jetzt bin ich weich. weich und verletzlich. aber das ist in ordnung, ganz offensichtlich bin das ich. manchmal fühle ich mich verloren, aber auch das ist nicht so schlimm und vor allem hindert es mich nicht daran, zu denken, fühlen und zu handeln. ich nehme meine bedürfnisse wahr, oft wenigstens, nicht immer, und manchmal habe ich trotz dieser - oder gerade deswegen - meine durchhänger, manchmal auch ohne gefühle, das wechselt.

die letzten 3 tage hatte ich etwas heftigere durchhänger, mit lethargie, sehr depressiven momenten und gefühlen der sinnlosigkeit und leere. aber ich habe gekämpft, sanft und kontinuierlich, habe mich nicht ganz fallengelassen und ich hatte keinerlei bedürnis zu scheiden oder zu spucken. vor allem das erinnern der schönen, ruhigen und gelassenen momente und zeiten hat geholfen und das erkennen, dass es solche phasen immer wieder geben wird, ich aber gerade lerne, damit umzugehen. am meisten brauche ich die innere ruhe (und vermisse sie, wenn sie nicht da ist) und das gefühl, für mich dazusein; dann ist alles in ordnung, dann geht es mir gut, bin ich bei mir.

mein leben findet statt, weil ich es stattfinden lasse.

kein stillstand.

mein unterbewusstsein ist derzeit ziemlich aktiv (oder ich kontrolliere es weniger), was zu den absurdesten situationen führt. erstens verspreche und verlese ich mich ständig, vorhin wieder: im buch stand bonnie, ich las bosnien (ziemlich bezeichnend, wie ich finde), oder aus der kombination mir und bitte wird des öfteren mitte. und kürzlich telefonierte ich mit c. auf dem festnetz, gleichzeitig rief mein vater auf dem handy an, was dazu führte, dass ich zu c. sagte: 'papa, warte mal, c. ruft gerade an', im selben moment das handy abnahm und zu meinem vater sagte: 'papa ruft gerade an, ich kann jetzt nicht'. wir haben alle ziemlich gelacht.

trotz allem fehlen sie mir ziemlich und ich vermisse sie, das zimmer, die couch, die therapie. was ich aber ganz schön - und ungewohnt - finde sind die momente, in denen ich das alles als ein bestandteil meines lebens wahrnehme, auch wenn sie gerade (körperlich) nicht anwesend sind, die therapie momentan nicht stattfindet. ich habe das gefühl, da verändert sich ganz, ganz langsam eine perspektive.



ich hoffe es geht ihnen gut, sie sind gesund und genießen ihre zeit in b.

machen sie's gut und bis bald,
ihre grenzgängerin

20.06.2009 um 13:58 Uhr

einblick

von: grenzgaenger   Kategorie: anatomisches

 

das programm für das histotestat am 8.7.

erkennen, struktur und funktion beschreiben und in größeren anatomischen zusammenhang einordnen...

20.06.2009 um 11:02 Uhr

beschäftigung

 

lernen macht spaß.

endokrine organe --> hormone --> spannend.

20.06.2009 um 08:20 Uhr

schlafende eier

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

schlafen tut so gut, ich fasse es nicht.

die frage, die mich seit vorgestern beschäftigt ist, ob man ein spiegelei auch machen kann, indem man es föhnt?

18.06.2009 um 11:32 Uhr

abgerutscht

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

herzlich willkommen. ich habe mich schon gefragt, wo ihr seid. ich weiß zwar nicht, was euch veranlasst hat, gerade heute wieder aufzutauchen, aber gut. nein, natürlich nicht gut. dass meinte auch der vertretungspsychodok. und bestellte mich ohne lange zu fackeln auf halb 2. was soll ich sagen. von jetzt auf gleich brach alles ein, die gesamte stabilität, eine metallmanschette schnürte mir die luft ab, das herz raste, gewichte hingen an mir und ich saß völlig unbeweglich da und starrte in die ferne.

weiß der gaier.

17.06.2009 um 20:14 Uhr

10 monate neues leben

heute vor genau 10 monaten habe ich die zusage zum medizinstudium bekommen. und jetzt bin ich mitten drin und komme in dreieinhalb monaten ins dritte semester. die zeit hat siebenmeilenstiefel angezogen. und ich bin glücklich.

15.06.2009 um 21:02 Uhr

black

von: grenzgaenger   Kategorie: lacher des tages

warum sollte man im flugzeug immer vorne sitzen?

wenn man abstürzt, kommt wenigstens der getränkewagen nochmal vorbei...

09.06.2009 um 20:26 Uhr

themensammlung - "körbchen"...t.b.c.

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

- eifersucht (in welchen situationen?)

- aggressionen (-"-)

- manipulation (-"-)

- meine bedürfnisse, gedanken und gefühle wahrnehmen (wann klappt's, wann nicht?)

- für mich sorgen (wie, was ist wichtig, was will ich und was nicht)

- meine grenzen (wahrnehmen, setzen, sie aufrecht erhalten und nicht überschreiten)

- kongruenz (wann bin ich es, wann nicht und wenn nicht, warum nicht, welche gefühle sind damit verbunden, welche gedanken, was hilft)

- was passiert, wenn ich nein sage, meine meinung sage, sauer, maulig oder genervt bin? mag man mich deshalb weniger?

-  gefühle nicht anzweifeln, sondern sie mir gestatten, ihnen raum geben zu sein und genau hinschauen, woher sie kommen: analyse

- nicht in das schwarze loch fallen lassen, das sich manchmal auftut, aktiv dagegen arbeiten, hinschauen, woher kommt die derzeitige stimmung und was kann ich dagegen tun.

- die welt macht nicht mit mir, ich bin kein hilfloses opfer, sondern ICH mache, habe die wahl, treffe aktiv entscheidungen: mir dessen bewusst sein bzw. werden wenn ich mal wieder das gefühl habe, ein spielball der launen meines lebens zu sein

- mit mir alleine bleiben in kritischen situationen ("dann finden sie zu sich"), mich ertragen, aushalten, stimmungen und gefühle zulassen, sie fühlen und sie nicht verdrängen oder kompensieren. und mich vor allem nicht immer und immer wieder auf vertrauten boden stürzen. nur wenn ich neue richtungen einschlage und nicht wieder und wieder auf altbewährtes zurückgreife (muster, personen, etc.), kann sich etwas verändern. neue wege gehen, mit allen konsequenzen.

09.06.2009 um 19:58 Uhr

gedanken

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

ich stelle gerade fest, dass ich meine therapeutin auf eine sehr angenehme art und weise vermisse. sie fehlt mir, aber sie ist nicht weg. ich denke viel an sie, überlege, was sie gerade wohl macht, wie es ihr geht, zähle die wochen, bis sie wieder da ist und freue mich auf unser wiedersehen. ich habe das gefühl, dass ich die pause geregelt bekomme, dass ich mit mir klarkomme und keine nennenswerte abstürze - vergleichbar mit jenem vom letzten jahr - produzieren werde. hilfreich dabei ist vor allem die struktur, die ich habe, und das programm mit allem, was bis zum 1. september ansteht. ich habe genug zu tun und nur wenig zeit, depressiv zu sein. das ist gut zu wissen. die letzten tage waren anstrengend und ermüdend, aber ich habe mich für mein durchhängen nicht verurteilt oder es negativ bewertet. es war einfach so. und jetzt ist es aber auch wieder gut, oder zumindest besser.

ich werde mich die tage mal hinsetzen und einen detaillierten lernplan für histologie machen und einen rahmen für das neurochirurgiereferat erstellen. ich glaube, ich kann meine lernerei definitiv noch optimieren, und ein gscheiter lernplan wirkt da wunder. struktur tut mir gut, das merke ich immer deutlicher. ich glaube, das bekomme ich aber insgesamt schon recht gut hin, das mich strukturieren. was noch verbessert werden muss ist die wahrnehmung und die integration meiner gefühle und bedürfnisse. die kommen bei aller struktur ein bisschen zu kurz. das problem ist, dass ich sie nur schlecht wahrnehmen kann und was ich nicht wahrnehme, kann ich nicht bewusst ausleben, geschweige denn in meine tage integrieren. ich weiß noch nicht genau, wie ich das angehen soll. aber mir wird etwas einfallen. ich muss für mich sorgen, soviel ist klar. aber ich bin zuversichtlich. eigentlich geht es mir ziemlich gut. ich studiere, was ich immer studieren wollte und liebe es und ich habe eine handvoll menschen um mich herum, die mich begleiten. was jetzt noch wichtig ist, ist eben der mittelweg zwischen arbeit/lernen und erholung/freizeit. aber ich werde, ich will das schaffen. herrgottnochmal ist das anstrengend, an sich zu arbeiten. aber eines ist klar. wenn ich nicht angefangen hätte, genau das zu tun, wenn ich die kurve in die therapie nicht gekriegt hätte, vor nunmehr ziemlich genau 2 jahren, dann wäre ich heute wahrscheinlich nicht mehr. das ist alles schon gut so. ich bin kein durchschnitt, warum also sollte mein leben durchschnittlich verlaufen. ich mag es, mein leben. ich habe die wahl, die möglichkeit, aktiv zu wählen, aus all den alternativen, ich bin der regisseur in meinem leben.

09.06.2009 um 18:54 Uhr

besser

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

nachdem ich die letzten tage ziemlich müde und maulig und nicht so recht bei mir war, ging es mir heute deutlich besser. am meisten hat mich diese oberflächliche taubheit gestört, ich habe kaum etwas gefühlt, konnte mich nicht auf mich konzentrieren, geschweige denn produktiv nachdenken und bin nur um mich herum geeiert. das hatte wohl mehrere gründe. zum einen hab ich mal wieder viel gelernt (was ja eigentlich nichts schlechtes ist), hab aber dabei vergessen, auf mich und meine bedürfnisse zu achten, zum beispiel auf die pausenbedürfnisse. irgendwann war der kopf dann dicht und ich unzufrieden, weil nichts mehr ging. zum anderen war es wohl eine folge der vor einiger zeit prophylaktisch wieder hochgesetzten paroxat-dosis. betäubt trifft es am besten. so hab ich die dosis heute also wieder halbiert (alles mit dem psychodok schon im vorfeld geklärt) und schwupps ging es mir besser. ich fühlte mich, konnte mich, meinen körper, meine gedanken und bedürfnisse wahrnehmen, ohne dass es mir schlecht damit ging. außerdem hab ich meinen tag strukturiert und so einiges - geregelt - erledigt bekommen. vor allem das letzte histokapitel musste heute zwischen 8 und 14 uhr dran glauben. die männlichen geschlechtsorgane. mein gott sind die kompliziert. und danach hab ich halbtagesferien gemacht. geschlafen, gelesen, telefoniert und ausgeruht. hab ich gut gemacht. weil ich jetzt nämlich einen ruhigen und entspannten abend verbringen und ohne genervtsein dem morgigen 12-stunden-tag entgegenblicken kann.

06.06.2009 um 12:30 Uhr

a chly bissi urlaub

der schweizer himmel weint. und mir gehts gut. der nachtwolf ist einkaufen und der elb...moment, ich muss mal gucken gehen...der elb zockt. und sieht dabei komplett entspannt aus. und ich werde mich jetzt aufs bett hauen, alle viere von mir strecken und den lieben gott einen guten mann sein lassen.