grenzwandel

28.09.2009 um 09:05 Uhr

anatomie

von: grenzgaenger   Kategorie: anatomisches

ouchhhh, ich könnte kotzen. ich kann keine embryologie mehr sehen, ich kann keine knochen mehr sehen, ich kann keine nervenzellen mehr sehen, ich kann anatomie nicht mehr sehen. das ist das problem, wenn man rechtzeitig anfängt zu lernen. man ist die letzten beiden wochen vor der prüfung nur am wiederholen, die motivation schwindet dahin, es ist kein druck da, sich auch wirklich hinzusetzen und man entwickelt aversionen gegen den lernstoff. und es sind immer noch 8 tage bis zur prüfung. erwähnte ich es schon? ich könnte kotzen.

26.09.2009 um 20:56 Uhr

samstag

fast acht stunden embryologie gelernt.

termin mit madame kbt ausgemacht, für mittwoch. freue mich riesig.

mit dem herrn informatiker spazieren gewesen und unglaublich viel spaß gehabt. wir haben uns mindestens eine stunde mit der frage beschäftigt, ob schlangen nun knochen haben oder nicht.

jetzt werde ich noch eine runde knochen machen und dann totmüde aber zufrieden ins bett fallen. 

24.09.2009 um 20:12 Uhr

ein durcheinander in meinem kopf

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

inszenierung = manipulation.

manipulation = kontrolle.

manipulation = macht.

manipulation = bewunderung bekommen.

bewunderung = gemocht werden.

bewunderung = sicherheit.

bewunderung vs. nähe. 

bewunderung um nähe zu vermeiden.

angst vor nähe.

nähe = einlassen

nähe = vertrauen

nähe = verletzbar.

verletzbar = fühlen.

umgehen können mit gefühlen?

trauer und wehtun aushalten.

unsicherheit aushalten können?

vertrauen = unsicherheit aushalten können?

selbstbewusstsein brauchen um nähe, unsicherheit und verletzbarkeit aushalten zu können?

selbstbewusstsein vs. manipulation?

selbstsicherheit vs. manipulation?

innere sicherheit vs. manipulation?

authentizität vs. manipulation?

 

manipulation vs. intellekt???

 

ich habe eine wundervolle therapeutin. sie packt jede inszenierung beim schopf und wirft sie mir vor die füße. anschauen. hingucken. nicht ablenken. und vor allem: sie lässt sich nicht manipulieren.

23.09.2009 um 23:07 Uhr

verantwortung

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

vor einem dreiviertel jahr hätte ich mir nie und nimmer vorstellen können, dass mich der gedanke, dass die analyse zu ende sein könnte, nicht erschreckt, sondern ganz im gegenteil, dass sich der gedanke daran richtig anfühlt. vor allem, dass ich es sein werde, die sagt, dass schluß ist, das war nicht vorstellbar. und jetzt fühlt es sich richtig an und erfüllt mich mit einer unglaublichen ruhe und zufriedenheit. einer der größten verdienste der therapie ist, dass die abhängigkeit weg ist, von ihr, der therapeutin und anderen menschen, und dass ich das gefühl habe, auf eigenen beinen stehen zu können, wacklig erstmal, aber dennoch. ich hoffe, ich werde ihn nie wieder brauchen, diesen halt im außen, sondern ihn aus mir selber heraus holen und meinen weg gehen können, mit dem blick nach innen und von innen heraus. und wenn ich doch nach außen gehe, dann möchte ich das merken, dann möchte ich daraufschauen und es analysieren und verstehen können. denn nur so wir der halt in mir stabil werden, sein und bleiben.

vorhin wurde mir etwas ganz ganz wichtiges bewusst. die ganzen jahre über, die ich nun bei meiner therapeutin war, dachte ich immer (wenn auch nicht so bewusst wie jetzt), die analyse ist die perfekte methode für meine therapeutin, sonst wäre sie ja keine analytikerin, und deshalb muss die analyse auch die perfekte methode für mich sein. ich habe mir kein einziges mal ehrlich eingestanden, dass es mir schwerfällt, über meine gefühle zu reden, vor allem liegend, und das wenn möglich auch noch relativ emotionslos. ich habe so viele meiner emotionen so lange ignoriert, unterdrückt, verdrängt. und ich kann und will das in einer therapie, die zum ziel haben soll  zu fühlen, authentisch zu sein, nicht (mehr). ich habe immer gewollt, dass die analyse die perfekte methode für mich ist, aber ich habe kein einziges mal wirklich hingeschaut, geschweige denn jemals ausgesprochen, dass sie es eben nicht ist.

wir haben dennoch unglaublich viel erreicht. ich würde vermutlich nicht mehr leben, wenn ich diesen schritt in die therapie - zu meiner therapeutin - nicht geschafft hätte. ich habe es trotz aller schwierigkeiten geschafft, meine wichtigsten (und destruktivsten) muster aufzudecken, anzuschauen, sie zu analysieren und vor allem: ich habe sie verstanden. nicht von vorne bis hinten, aber soweit, dass ich weiter daran arbeiten kann. und das werde ich tun. in der kbt. die muster habe ich analysiert und sie verstanden. jetzt geht es darum, die feinheiten herauszuarbeiten, auszuprobieren, learning by doing, alleine mit mir und im zwischenmenschlichen. und das kann ich im rahmen einer therapie - glaube ich zumindest - besser, wenn ich die gefühle, die damit verbunden sind, unmittelbar ausagieren, aufstehen und herumlaufen oder auch mal einen tennisball an die wand klatschen kann. ich glaube nicht, dass es mir besonders gut gelingen wird, nur darüber zu reden und nähe und distanz nur über reden herzustellen. ich denke, es ist an der zeit. zumindest sagt mir das mein momentanes gefühl (und das sagt mir auch, dass ich mich gerade über-haupt-nicht gescheit ausdrücken kann und meine sätze ziemlich krumm klingen). es ist an der zeit, verantwortung zu übernehmen. für die analyse. und für mich.

22.09.2009 um 22:43 Uhr

der anfang vom ende?

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

ich bin traurig. das hat sich schon die ganze zeit angedeutet, aber jetzt fühle ich es durch und durch. ich bin traurig und weich. so langsam kommt die erkenntnis bei mir an, dass die analyse tatsächlich im dezember ihr ende finden könnte. zweieinhalb jahre hat sie mich begleitet, die therapie, und mit ihr meine therapeutin. zweieinhalb jahre, war sie der wichtigste mensch in meinem leben, zweieinhalb jahre lang verging kein tag, an dem ich nicht an sie gedacht habe. wir haben bilanziert, heute, bzw. ich, überlegt habe ich, was ich von mir verstanden habe. es war, bzw. ist eine menge. ich habe unglaublich viel geschafft in den letzten zweieinhalb jahren. ausführlich aufschreiben werde ich es, nicht jetzt, irgendwann. und es könnte tatsächlich sein, dass die zeit gekommen ist, die analyse als das zu nehmen, was sie war: unglaublich anstrengend, und erfolgreich. natürlich bin ich nicht durchanalysiert, weit entfert davon, aber möglicherweise ist dennoch der zeitpunkt gekommen, sie zu beenden und stattdessen in die kbt zu wechseln. so klar war mir das noch nie, und mir war auch bis heute nicht bewusst, dass es einzig und alleine an mir liegt, die ideen und die ziele für einen erfolgreichen verlängerungsantrag zu liefern. wenig ist mir heute dazu eingefallen, sehr wenig. ich weiß noch nicht, ob das abwehr war, oder ob die zeit wirklich gekommen ist. ich werde es herausfinden, herausfinden müssen, in den nächsten wochen. es war mir immer klar, dass dieser zeitpunkt irgendwann kommen wird. ist er das jetzt? der gedanke ist lange nicht so beängstigend, wie er mir noch vor einem halben jahr erschien. aber auch das ist ein verdienst der therapie. keine abhängigkeit mehr, sondern auf eigenen beinen stehen. so fühlt sich das also an. traurig. und befreiend. es wird noch eine menge zu überlegen und zu klären geben.

ich werde es auf mich zukommen lassen und versuchen, nach meinen emotionen und bedürfnissen zu handeln, völlig unabhängig von meiner therapeutin. ich liebe diese frau von ganzem herzen, aber deswegen werde ich nicht bleiben wenn ich das gefühl habe, dass es tatsächlich zeit ist, zu gehen.

22.09.2009 um 15:36 Uhr

erstaunt

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

mein kopf ist so voll, und dann doch wieder nicht.

wir haben eine erste bilanz gezogen. und erstaunlicherweise erschreckt mich der gedanke, dass die analyse im dezember zu ende sein könnte, nicht so sehr, wie ich es vermutet hatte. ich könnte fast sagen: ganz im gegenteil. ich bin ruhig und gelassen und werde schauen, was kommt.

es hat sich eine menge getan. 

21.09.2009 um 11:00 Uhr

abschied und neuanfang

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

ich habe mich wiedergefunden. und ich habe zwei sehr wichtige entscheidungen getroffen. zum einen habe ich mich heute morgen in aller freundschaft von jemandem verabschiedet und zum anderen habe ich endgültig beschlossen, in der psychoanalyse zu bleiben und nicht in die kbt zu wechseln. beide entscheidungen bin ich bereit, mit allen konsequenzen zu tragen. und es geht mir sehr gut damit. das waren die letzten beiden schritte auf dem weg zurück zu mir, von dem ich in den letzten zwei wochen immer wieder abgewichen bin, weg von mir, von meinen gefühlen und von dem, was ich will. jetzt ist es gut, und ich fühle mich wieder vollständig.

20.09.2009 um 19:32 Uhr

reingefallen. mal wieder.

und wieder bin ich darauf hereingefallen. genervt und maulig die letzten tage? ziemlich. und warum? genau. ich habe meine tage bekommen. heute. wie bereits an anderer stelle erwähnt geht das jetzt schon gefühlte unendlich viele jahre so. einmal im monat ist herumgezicke angesagt, und jedes mal frage ich mich, woher das jetzt wieder kommt. jedes einzelne mal. es geht nicht in meinen schädel. ich bin schon so lange eine frau, aber mein hirn weigert sich scheinbar, die entsprechenden einmonatlichen konsequenzen zu speichern und wenn es dann so weit ist, sich daran zu erinnern.

wie dem auch sei. von herumgezicke und -gemaule heute also keine spur mehr, ausgeschlafen aufgestanden, anatomie - immunsystem - niedergerungen und dann sehr sehr gemütlich und enspannt brunchen gewesen mit dem herrn informatiker. hach...

alles richtig gemacht. gestern abend hätte ich die ruhe nicht gehabt, und außerdem, außerdem hatte ich mal wieder einen guten riecher. das treffen gestern abend hätte sowieso nicht stattfinden können, weil der herr nämlich statt bis abends um sieben bis nachts um zwei im studio war, um aufnahmen zu machen. für die erste eigene cd. und das war gestern eben der einzige tag, an dem der trommler verfügbar war. und dann hat es halt doch viel länger als geplant gedauert, wie das eigentlich immer so ist bei sowas, also von daher. passt.

so. und jetzt werde ich nochmal kurz den kommilitonen c. anrufen und dann mal sehen.

19.09.2009 um 21:03 Uhr

ende gelände für heute

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

ich habe mich weitgehend beruhigt. es ist sogar noch ein richtig schöner tag geworden, mit gutem salat, viel anatomie und ruhe. es war letztendlich doch ganz gut, dass ich das treffen auf morgen verschoben habe. ich konnte mich sammeln (auch ohne allzuviel nachzudenken) und jetzt werde ich den kurzen rest des abends genießen. mit ruhe und musik. und ich freue mich auf morgen nachmittag...bis dahin könnte auch der riesenpickel auf meiner nase weitgehend verschwunden sein. zumindest fühlt es sich an, als wäre er auf dem rückzug; besser für ihn ist das, ich habe ihn auch mit allen nur erdenklich vefügbaren mitteln bekämpft. schwere geschütze habe ich aufgefahren. und müde bin ich, nicht zu knapp. diese woche hängt mir doch noch in den knochen. wie schön, dass ich noch zwei wochen habe, bis es an der uni weitergeht. ab nächster woche ist wiederholen und kreuzen angesagt. da freu ich mich drauf. ich habe es doch tatsächlich geschafft, die geforderten 2 kapitel des anatomie-gk's in vier wochen durchzumachen. wie geplant. schön.

es sind die kleinen dinge, an die ich mich halten sollte, und an die gedanken an die zeiten, an denen es wie am schnürchen lief. nicht zu viel erwarten und vor allem keinen katalog im kopf haben, wie es sein sollte. es gibt kein 'eigentlich müsste ich mich ja so oder so fühlen'. einfach sein. denken im mittelmaß, und leben. so einfach ist das.

19.09.2009 um 12:21 Uhr

idiot

ich bin ein idiot. ein idiot ein idiot ein idiot. und nochmal: ich bin ein alter schisshasiger idiot. und jetzt hab ich noch mehr sehnsucht nach dem herrn informatiker.

19.09.2009 um 10:37 Uhr

in eigener sache

es ist nicht zu fassen. ich habe shon wieder einen pickel bekommen, diesmal mitten auf der nase. so einen von der sorte 'tut höllisch weh und sitzt ganz tief drin'. scheiße. ob dem bis heute abend bis zum treffen mit dem herrn informatiker beizukommen ist?

und dann noch etwas. gibt es hier beautyexperten? ich habe einen finger. ähh...ja, natürlich habe ich einen finger, ich habe sogar zehn finger, aber einer nervt mich besonders. seine nagelhaut, um ganz genau zu sein. die macht nämlich, was sie will, wächst und wächst und egal was ich tue, diesem wachsen ist nicht beizukommen. ich weiß, ich weiß, man soll nicht schneiden, tue ich ja auch nicht, aber um das abschmirgeln komme ich nicht herum. was kann man dagegen tun? gibt es hausmittel, andere wirksame nagelhaut-wachs-stopp-mittel? falls sich jemand damit auskennt, bitte ich herzlichst um ausführliche kommentare diesbezüglich. danke im voraus.

und jetzt: wünsche ich euch einen schönen start in den tag.

19.09.2009 um 01:10 Uhr

gedanken zur nacht

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

Musik: cat stevens

nachdem ich noch etwas unausgeglichen hier herumhing, habe ich spontan die einladung des kollegen f. angenommen, eine dvd zu schauen. das war das beste, was ich machen konnte. wir hatten einen super abend mit harold and maude, rücken- und fußmassage, pickelbekämpfungsprogramm, grüntee und gemütlicher wärme. ich glaube, ich mache mir manchmal einfach zu viele gedanken, was sein soll und was nicht, wie ich mich fühle oder eben nicht, etc., anstatt einfach zu leben. man kann emotionen auch ersticken in all dem herumgedenke.

18.09.2009 um 20:02 Uhr

ach ja...seufz

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

es war mal wieder schwer in der therapie gestern. nach den zweieinhalb wunderschönen aber anstrengenden tagen auf dem stipendiatentreffen und einer langen zugfahrt hatte ich gestern abend überhaupt keine lust auf innenansichten. und ich habe mich dann auch relativ schnell bewertet gefühlt, einmal, zweimal, wobei die aussage 'sie sind schon anklagend hier hereingekommen' schwerer wog als das kurz darauffolgende 'sie inzenieren', weil mir das so halb bewusst war, dass ich gerade über etwas rede, das irgendwie gar nicht so war wie ich es dargestellt habe. ich habe ein bisschen herumgetobt, musste mir promt anhören, ich sei verzogen und habe mich ausführlich schimpfend darüber ausgelassen, dass ich keine lust hätte, mich zu verstellen und jetzt eben lust hätte, zu toben und zu schimpfen. das verging, und die letzte halbe stunde habe ich darüber nachgedacht, wie es mir momentan in bezug auf menschen in meiner nähe geht (momentan tendenziell zu viele kontakte). ich brauche mehr ruhe und zeit für mich selber, vor allem, um für mich zu sorgen und um mir mehr ruhe zu gönnen. ich bin schon wieder am rennen. das ist nicht gut.

14.09.2009 um 22:21 Uhr

nur kurz

von: grenzgaenger   Kategorie: blick nach vorne

so. dieser tag ist rum. und ich bin hundehundemüde. ich könnte im stehen einschlafen. gelernt, organisiert, therapie, gepackt. morgen geht es bis donnerstag in nördlichere gefilde, mitten in den ruhrpott, um genau zu sein. stipendiatentreffen. und ich freu mich drauf. die letzte gelegenheit, hier nochmal rauszukommen, bevor die uni wieder losgeht.

ich verabschiede mich also bis donnerstag und wünsch euch schöne tage.

14.09.2009 um 17:52 Uhr

resumee

es war ein wunderschöner, entspannter und entspannender abend.

wir haben gekocht, in völliger harmonie, als hätten wir noch nie etwas anderes zusammen getan.

wie haben in allen wesentlichen dingen bezüglich unser beider leben weitgehend die selben ansichten.

er hat keinen fernseher. dieses kleine detail ist mir mittlerweile doch irgendwie wichtig.

sein bruder heißt wie mein eisbär.

uns interessieren eine menge gleicher dinge. und bei den unterschieden besteht ein reges wechselseitiges interesse. 

der herr hat ein wunderschönes, wirklich ein wunderschönes gesicht. intensiv und trotzdem weich. und eine haut, davon können 99,98% der weltbevölkerung nur träumen.

und er riecht umwerfend gut. ich glaube, ich habe noch nie einen mann getroffen, der SO gut riecht. nein...wir saßen nur eine ganze weile nebeneinander an seinem rechner bzw. keyboard. ich habe nämlich eine ausführliche theoretische und praktische einführung in jazz bekommen.

er ist lieb, nicht so lieb lieb, aber eben lieb. und zurückhaltend. ein einziges mal hat er ganz kurz den arm um mich gelegt, aber nicht so von wegen mal schauen, wie weit ich jetzt gehen kann, nein, weit entfernt davon, eher so ein kurzes ich mag dich.

er kann mir intellektuell das wasser reichen. wir haben über gott und die welt gequatscht, philosophiert und blödsinn geredet.

er hat eine schöne art zu reden. sowohl inhaltlich als auch klanglich.

wir werden uns definitiv wiedersehen. und ich freue mich darauf. 

13.09.2009 um 16:36 Uhr

beautyprogramm

von: grenzgaenger   Kategorie: blick nach vorne

ich kann mich nicht daran erinnern, wann in aller welt ich das letzte mal so ein richtig echtes date hatte. das programm heute nachmittag sieht dementsprechend folgendermaßen aus:

1. duschen. ist klar.

2. haare: waschen, haarkur mit glanzeffekten, und mal wieder mehr als eine minute darauf verwenden, sie zusammen - und hoch zu machen.

3. gesicht: zitronenpeeling und dann maske mit kaffee- und grünteesatz, gemischt mit honig.

4. hände: fingernägel (ok, die sind kurz und eh immer gemacht, aber trotzdem), handpeeling aus olivenöl und teuerstem meersalz, dann hand-crememaske.

5. eincremen komplett

6. den über nacht erwachsenen pickel über der oberlippe behandeln und abdecken. der kollege f. sagt, ein date ohne pickel ist gar kein richtiges date. ich glaube ihm jetzt einfach mal. er kennt sich aus.

7. frischgewaschene bluse bügeln und schwarzes polo-shirt auch.

8. beine werden absichtlich nicht frisch rasiert!

9. und überhaupt...bin ich eigentlich verrückt geworden??? 

 

13.09.2009 um 06:30 Uhr

mischling elb

der elb ist ja jetzt unter die mischlinge gegangen. gestern abend gab es also eine 350mb-rar-datei-download- und team-viewer-entpack-session und schwupps hatte ich einen progressive-mix auf meinem rechner, der auch sofort in i-tunes wanderte. und, ja, was soll ich sagen? ein sehr sehr gelungener mix, ach, was sag ich, hammergut, genau das richtige für einen abend wie gestern, an dem ich mir ein paar gedanken zu viel über das heutige date machte. ich saß hier, und da, der mix lief und ich schwob dahin. meine gedanken kamen zur ruhe, gaben sich der musik hin und ich entspannte.

elb, das hast du richtig richtig gut hinbekommen. weiter so. wann landet der nächste mix auf meinem rechner?

12.09.2009 um 11:25 Uhr

häh???

von: grenzgaenger   Kategorie: anatomisches

myelinbildende schwann-zellen bilden das internodale myelin myelinisierter nervenfasern.

aha. aber es wird noch besser:

myelinbildende schwann-zellen können auch myelinscheiden um neuronale perikarya peripherer sensorischer ganglien bilden. solche myelinisierten perikarya kommen vor allem im ganglion spirale und vestibulare des VIII. hirnnerven vor. eine weitere besonderheit ist, dass neben dem axon auch der dendritische fortsatz somatosensorischer, pseudounipolarer neurone der spinal- und hirnnervenganglien myelinisiert ist.

benninghoff, bd.1, 2008

ich habs jetzt dreimal gelesen und kann es mir immer noch nicht merken. woran das wohl liegen mag...

11.09.2009 um 22:51 Uhr

freitag abend

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

mir gehen so viele gedanken im kopf herum, so viele. die sitzung gestern war eine ganz ganz wichtige, wenn nicht die wichtigste bisher. den ganzen tage heute habe ich gemerkt, wie diese riesige erkenntnis ankam, sich setze und begann, sich zu integrieren. ich habe letzte nacht geschlafen wie ein stein, traumlos, und auch den halben nachmittag heute habe ich verpennt. wenn ich nicht geschlafen habe, habe ich gestaunt. über dieses gefühl, in mir zu ruhen. ein gefühl, das ich bisher so nicht kannte. diese erkenntnis wirft ein anderes licht auf so vieles, was in meinem bisherigen leben war, vor allem in bezug auf beziehungen jeglicher art. endlich weiß ich, womit und warum ich mich (und meine gegenüber) immer und immer wieder auf die falsche spur geführt habe. ich finde gerade keine anderen worte dafür, aber es kommt den tatsachen ziemlich nahe.

diese erkenntnis wirft auch ein ganz anderes licht auf das date am sonntag. ich muss keine entscheidung treffen, das habe ich nämlich schon getan. und jetzt, endlich, nachdem ich verstanden habe, kann ich dem völlig ruhig und gelassen entgegensehen, es auf mich zukommen lassen und mich freuen. wir sind seit vorhin zum gemeinsamen kochen verabredet. wok. gemüse, hähnchen, couscous, kokos-soße, ananas. wein und mango. garniert mit musik.

ich war biken, vorhin. ich hatte seit ewigkeiten mal wieder lust, mich zu bewegen, so wie früher. nicht biken, joggen, fitness-studio, wie ich es die ganzen letzten jahre gemacht habe, weil es gesund ist, der figur gut tut, etc., nein, einfach nur aus spaß an der bewegung. und es war so schön. ich habe es genossen, die frische luft eingeatmet und meine muskeln gespürt. mein ganzes system hat sich gefreut, und meiner seele hat es gut getan.

und jetzt sitze ich hier, keane singt, durch die balkontür kommt kühle luft, der heizlüfter bläst um meine füße (jetzt kommt mir bloß nicht von wegen energieverschwendung. es ist einfach gemütlich. und außerdem bin ich ja bei einem ökostromanbieter) und lasse meine gedanken und die seele baumeln.

10.09.2009 um 20:58 Uhr

analysiert und verstanden

ganz offensichtlich habe ich schon eine entscheidung getroffen. ich habe darüber gesprochen, es analysiert und verstanden. es ging. es ging sogar gut. sehr gut. ich bin stolz auf mich. und ganz ganz ruhig und gelassen. und erleichtert. ich habe ein ganz ganz wichtiges thema angesprochen, meine urängste quasi. und es ist nichts passiert, als ich dabei blieb und sie anschaute, die ängste. ganz im gegenteil. es hat gut getan. es fühlt sich gut an, rund und vollständig. jetzt trällert singt leonhard cohen nebenher und ich genieße den abend und freue mich auf jeden einzelnen tag der nächsten tage.