grenzwandel

30.01.2010 um 15:58 Uhr

verficktes semesterende.

von: grenzgaenger   Kategorie: anatomisches

ich kann nicht mehr. ich bin so erledigt. mein kopf ist dicht, mein körper streikt in form übelster verspannungen, ich schlafe nicht mehr richtig, essen ist schwierig, leben überhaupt. ich habe mir jetzt in bisher 8 tagen das gesamte hirn - struktur und funktionen - in den kopf geprügelt, 250 seiten in dem einen, 350 im anderen buch, dazu schnittbilder, grafiken, schemata. am donnerstag ist das letzte testat, T5 - das berühmt-berüchtigte hirntestat. und ich - genauso wie der rest meiner kommilitonen - kann nicht mehr. die pausen werden immer länger, die konzentration und die merkfähigkeit immer weniger. weit drüber über die grenze des erträglichen vegitiere ich hier vor mich hin, an meinem schreibtisch, gelegentlich mal in der völlig überfüllten ub, und das dann bis abends nach 23 uhr. es ist so ätzend. und ich kann und will nicht mehr. leider muss ich den ganzen stoff ab morgen nochmal komplett wiederholen, außerdem habe ich am montag physiologie- und am dienstag biochemiepraktikum, jeweils einen halben tag, vorbereitung nicht mit eingerechnet. ich könnte kotzen. apropos brechzentrum: n. vagus, formatio reticularis, hirnstamm. ... irgendwann drehe ich völlig durch.

in diesem sinne.

22.01.2010 um 18:02 Uhr

notwendigkeiten

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

die letzten tage und der aktuelle gesundheitliche einbruch sollen mir eine lehre gewesen sein. ich habe in den letzten tagen, wochen, monaten vollkommen vergessen - bzw. es einfach ignoriert - mich um mich und meinen körper zu kümmern. vor allem seit donnerstag letzte woche hatte ich alle, aber auch alle meine grenzen irgnoriert, ich wollte nur eines: den stoff fürs vierte testat in den kopf kriegen, koste es, was es wolle. tja. den stoff habe ich tatsächlich in rekordzeit ins hirn bekommen, aber der preis war zu hoch. am wochenende wurde ich krank, was ich aber mit antibiotikum und tausend anderen sachen einigermaßen im griff hatte, aber am testattag war ich komplett ausgeschaltet. ergo: kein testat, ausweichtermin nächste woche, mittwoch.

ich habe nur noch gelernt, bin früh aufgestanden, morgens die erste marathonschicht, kurze mittagspause, ungesundes essen, oder wahlweise gar keins, und dann weiter. am abend eine weitere pause, same game, kein oder nur ungesundes essen, und dann nochmal ran. und das, obwohl ich eigentlich überhaupt kein abend- geschweige denn nachtlerner bin. morgens früh, kein thema, aber abends ab ca. 8 uhr wird es schwierig, vor allem, wenn der ganze tag so voller lernen war. zudem hatte ich sogut wie keine bewegung, die einzige frische luft kam bisweilen durch die balkontüre, das wars. und was auch noch dazukam: aufgrund eklatanten schlafmangels und erschöpfung habe ich koffein und artverwandte substanzen in rauhen mengen gebraucht, um überhaupt über den tag zu kommen.

am testattag ging also gar nichts mehr. ich war beim arzt, größere aktion insgesamt und konnte natürlich nicht zur prüfung. scheiße. ich hab mich richtig geärgert, weil ich war super vorbereitet. ich hatte zwar nur sechs tage gehabt für kopf, arm und obere extremität, aber ich habe es noch vor keinem testat geschafft, mich so auf das wesentliche zu reduzieren. zudem waren kopf und hals themen, die mir super gut gefallen haben...ich habe festgestellt, dass ich die HNO tierisch spannend finde. ich dachte immer, das ist ein absolut langweiliger fachbereich, schnupfen hier und da, etc. aber weit gefehlt. egal jetzt. keine medizinischen inhalte heute. ... ich musste also zu hause im bett bleiben, völlig ausgeknockt, und habe von gestern abend um 19 uhr bis heute morgen um 10 geschlafen. das hat unglaublich gut getan, aber gereicht hat es nicht.

mein plan ist also folgender, da es so nicht weitergehen kann, das halte ich, hält mein körper nicht durch. ich werde nicht drum herum kommen, weiter sehr sehr viel zu lernen. nächsten mittwoch also T4, dann in 2 wochen hirntestat - hirn ist bei mir noch eine black box - mit physiologie- und biochemiepraktikum direkt an den beiden tagen davor, und am 8.2. ist biochemieklausur. das ist also noch eine verdammte menge. viel weniger lernen ist also nicht, wie gesagt, aber ich kann und werde die rahmenbedingungen optimieren und mich anders strukturieren. und vor allem: ich werde wieder mit mehr ruhe und gelassenheit an die sache herangehen. dass das funktioniert, habe ich mir bisher mehr als einmal bewiesen. alles andere bin nicht wirklich ich.

 

ich werde nicht mehr so früh aufstehen wie bisher. halb sieben reicht auch.

ich will und werde gesünder essen, wieder mehr selber kochen. mehr obst, gemüse, eiweiß, nicht mehr so viele kohlenhydrate. der plan diesbezüglich ist: ich werde morgen vormittag ausführlich einkaufen gehen, für drei tage im voraus, und dann werde ich mittags kochen, ebenfalls für ein bis zwei tage im voraus. und was noch dazugehört: ich werde meinen koffein-, teein-, taurin- und theobrominkonsum drastisch einschränken.

ich werde aufhören, zu rauchen. das tut mir so nicht gut, dieses ätzende gerauche, das habe ich in den letzten beiden tagen gemerkt, in denen ich eben nicht geraucht habe. ich fühle mich körperlich besser (trotz krankheit) ohne dieses gift.

ich werde mehr ausgleich und vor allem bewegung in meinen lernalltag einbauen. mit der bewegung habe ich heute schon angefangen. ich habe einen schönen spaziergang gemacht. ich möchte ein- bis zweimal am tag für 20-30 minuten raus, spazieren, mich bewegen. am besten dann, wenn der kopf eh zu ist, dann wirkt bewegung ja bekanntlich wunder. 

so ganz darauf verzichten, abends zu lernen, werde ich angesichts der stoffmenge nicht können. ich habe gemerkt, dass ich abends - welch wunder - kaum neuen stoff ins hirn bekomme. was ich also tun möchte: abends (damit ist ab ca. 20 uhr gemeint)  wiederholen. ich finde, das ist ein guter plan, denn wiederholen muss ich so und so, ohne das geht es kaum. klar sitzt der größte teil des stoffs, wenn ich ihn gelernt, ihn erarbeitet und meine zusammenfassung dazu geschrieben habe. aber leider reicht das eben nicht, auf die details kommt es an. also: tags neues, abends wiederholung.

und ganz ganz wichtig: ich möchte trotz durchstrukturiertem lerntag auf mich, meinen körper, meine grenzen hören. negativbeispiel, und das soll mir eine lehre sein, der letzte mittwoch, ein tag vor dem testat: ich saß morgens von 6 bis halb 11 am schreibtisch und habe gelernt. dann war ich von 11 bis 12 in der klinischen anatomievorlesung (war superspannend, HNO), anschließend habe ich bis kurz vor 14 uhr mit dem kommilitonen c. den testatstoff nochmal durchgesprochen, und von 14 bis 18 uhr hatte ich präpkurs, inkl. sonokurs. und danach war dann ende gelände. und das schlimme ist: ich konnte mittags schon kaum mehr, bei der besprechung mit c. habe ich schon gemerkt: hoppla, grenze. und ich habe sie ignoriert, gnadenlos. naja, wie die retourkutsch aussah, ist ja bekannt.das passiert mir nicht noch einmal.

 

ich stelle mir das also folgendermaßen vor: morgens werde ich als aller erstes ein thema fürs T4 wiederholen (bis mittwoch). danach werde ich ein bis anderthalb stunden biochemie machen und dann kommt das hürn dran. bis abends eben, und zum abschluß des tages wird das hürnthema des vortages wiederholt.die pausen will ich von der zeit her jetzt nicht festlegen, das bringt mich nur unter druck. ich werde sie dann machen, wenn ich sie brauche. entweder werde ichein bisschen schlafen, oder rausgehen, oder eben anderweitig entspannen, kochen, wie auch immer.

so. das musste jetzt sein. der tag heute war - trotz böser kopfschmerzen - gemütlich. naja, den größten teil habe ich schlafend oder dösend im bett verbracht. am frühen nachmittag war ich dann zu mittagessen und zu einer großartigen cranio-behandlung beim kommilitonen c. mein kiefergelenk war links etwas verschoben, es saß nicht hundertprozentig da, wo es hingehörte. kein wunder, dass sich mein kopf die ganze zeit etwas scheps angefühlt hatte. danach habe ich tief und fest geschlafen, war dann spazieren und jetzt werde ich mich noch ein bisschen um die bude kümmern. geschirr, staub wischen, saugen. alles gemütlich, nur ja keine hektik.

20.01.2010 um 10:20 Uhr

dienstplanungen

von: grenzgaenger   Kategorie: medizinisches

grenzi: guten morgen frau xy, hier ist grenzi. ich sollte sie nochmal anrufen wg. der dienstplanung meines praktikums auf der anästhesiologischen intensivstation im märz.

frau xy: ach, guten morgen. die dienstplanung, hmmm, ja. das ist ein ganz schwieriges thema momentan bei uns. wie können sie denn arbeiten?

grenzi: ich bin komplett flexibel.

frau xy: ... wie, komplett flexibel? *staun*. frühschichten?

grenzi: wann immer sie mich brauchen.

frau xy: ... hm. *zögernd* spätschichten?

grenzi: kein problem.

frau xy: ... ... ... wochenenden???

grenzi: die gehören dazu.

frau xy: ... ... ... *trautsichkaumzufragen* und nachtschichten?

grenzi: gerne sogar.

frau xy: ... ... ... ... ... ...  ähhh. ja. mhm. das war einfach. sowas gab es schon lange nicht mehr. eher noch nie. mormalerweise feilschen meine mitarbeiter, wo und wie sie nur können...

grenzi: *grins*

frau xy: ja. also gut. ich sehe schon, wir müssen sie uns warmhalten.

grenzi: *lalala* *nixdagegen* und *sohatteichmirdasvorgestelltunderzählensieesruhigdemchef*

...

alles geritzt. die anästhesie, notfall- und intensivmedizin und ich. *lalala...*

16.01.2010 um 21:35 Uhr

die...

von: grenzgaenger   Kategorie: medizinisches

... entdeckung des tages.

ich bin ja momentan, ähhh..., beschäftigt, jawoll. ziemlich ausgelastet, um genauer zu sein. bisher hat mein immunsystem auch 1a mitgehalten, aber gestern abend bzw. heute morgen haben dann hals und nebenhöhlen beschlossen, schlapp zu machen. hals rot und kratzig, nebenhöhlen dicht. da fängt man schon mal an, sich gedanken zu machen. zudem bin ich ja durchaus experimentierfreudig und nicht umsonst angehende ärztin. heute also ein exkurs in die angewandte hals-nasen-ohren-heilkunde und dann auch noch - eher zufällig - in die dermatologie.

zurück. die nebenhöhlen also. dicht, verschleimt. unangenehm und einem produktiven lernen nicht förderlich. viel trinken, klar, das ist nichts neues, und nasenspülung, so die idee. und alles andere ergab sich von selbst. mir kam nämlich der gedanken, statt einer selbst zusammengemischten salzlösung viel eher mal eine physiologische kochsalzlösung zu nehmen, im klinischen gebrauch ringer-lösung, normalerweise für infusionen verwendet. aber, so der gedanke, da von der zusammensetzung her physiologisch, also gleiche konzentration wie blut und weitere körperflüssigkeiten wahrscheinlich weniger austrocknend, ganz im gegenteil, eher befeuchtend. ich also in die apotheke meines vertrauens, ringer-lösung verlangt (schwei-ne-teuer, ein liter infusion geschlagene 6 euro), bezahlt und wieder nach hause. als erstes musste ich das zeug natürlich probieren (ich bin definitiv oralfixiert. ich habe keine ahnung wie ich es geschafft habe, meine kindheit zu überleben). schmeckt nur so mittel. etwas salzig eben. aber, der erste effekt nach kaum drei schlucken: halsweh weg. dann das zeug dreimal durch die nase gezogen, massenhaft schleim im gefolge beim rauslaufenlassen und dieser effekt hielt noch ca. eine halbe stunde an, dann war alles raus. und blieb draußen. freie nase und nasennebenhöhlen, kein druck mehr, keine schmerzen, alles gut. und auch der hals blieb schmerzfrei. hallelujah. gegen die allgemeine abgeschlagenheit dann noch eine aspirin-komplex eingeworfen und schon war ich wieder bereit. das ganze heute abend nochmal, der selbe effekt. der gegen abend nochmal wiedergekommene schleim (weniger als heute mittag) sowie das halskratzen weg, alles frei. 

und weil ich neben dem nasereinigen dann auch gleichzeitig mein gesicht gewaschen hatte dachte ich mir so, einmal eincremen mit ringerlösung kann auch meiner gesichtshaut nicht schaden. und auch hier - siehe da und hallelujah: so eine pralle, feuchte und entspannt aussehende haut hat mir mein spiegelbild schon lange nicht mehr entgegen gehalten. 

ringer-lösung. kann ich nur empfehlen. 

so. und nun? richtung bett. morgen gehts weiter mit den halsorganen. 

14.01.2010 um 22:51 Uhr

allerlei

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

Musik: lifehouse

heute hat mir mein unterbewusstsein zur abwechslung mal wieder einen streich gespielt. mittags mit dem kommilitonen c. telefoniert, beide hatten termine in der stadt, beide um 14 uhr präpkurs. ausgemacht, dass wir um 13 uhr in die stadt gehen, jeder sein zeug erledigt und wir uns dann per handy zusammentelefonieren und einen kaffee trinken gehen. ich also los, brauchte nachschub an grünem tee, in die stadt gefahren, geparkt, zum teeladen, um dann vor eben jenem geschäft wie angwurzelt stehen zu bleiben...handy zu hause vergessen. ich habe mein handy noch NIE! vergessen, geschweige denn, wenn klar war, dass ich es brauche. noch nie. noch gar nie. aber heute. wahrscheinlich kam hier und heute zum tragen, dass ich mich in den letzten tagen zweimal über den kommilitonen geärgert habe. nichts schlimmes, gott bewahre, aber meine nerven liegen lerntechnisch blank, und ich habe mich eben geärgert. und vergesse promt das handy. keine chance also, gemeinsam einen kaffee trinken zu gehen. nunja. ich werde darüber nachdenken.

testat gestern bestanden, ohne probleme, aber leider auch ohne anschließende pause. ich habe jetzt genau eine woche für die obere extremität, den kopf und den hals. ganz. großes. kino. und weil ich völlig erledigt bin, gehe ich jetzt ins bett, gekonnt die tatsache ignorierend, dass mir für die vollständigkeit der armmuskulatur noch 5 muskeln fehlen. aber ich kann schlicht nicht mehr. geht gar nicht. morgen wieder.

10.01.2010 um 22:29 Uhr

grenzen

von: grenzgaenger   Kategorie: anatomisches

...weit jenseits der aufnahmefähigkeit...

...noch weiter jenseits der grenze des produktiven lernens...

...und es kommt noch schlimmer: weit, sehr weit davon entfernt, den stoff für mittwoch durchgearbeitet zu haben...

...hart an der grenze zur verzweiflung...

friss oder stirb. funktioniere oder geh unter. renn, wenn du deine träume nicht auf dem harten asphalt der realität zerschellen sehen willst. und hinterfragt wird schon gar nicht. leider bleibt jegliches psychisches und physisches menschliches bedürfnis auf der strecke. emotionen haben hier nichts zu suchen, leg dir eine harte, eine verdammt harte schale zu oder such das weite.

ich habs aufgegeben. für heute. nachdem ich seit heute morgen um sieben am schreibtisch sitze,  einerseits unendlich müde und gleichzeitig innerlich so aufgedreht bin, dass ich zittere, ist jetzt schluß. ich bin fertig mit der welt und kann mir gerade nicht vorstellen, jemals wieder ein buch in die hand zu nehmen.

morgen früh um sechs geht es weiter, dann um 12 ein letztes date mit der leiche und dann ansetzen zum ca. 24-stündigen endspurt. mittwoch um 17 uhr ist testat, und anschließend breche ich mit einem lächeln auf den lippen zusammen. leider ist eine woche später schon das nächste, das schwerste testat. kopf, hals und obere extremität. und, ach ja, das hirntestat fehlt ja auch noch. und ich glaube, da war auch noch irgendwie eine biochemieklausur auf dem plan gestanden...

schluß jetzt. morgen ist ein neuer tag. neues spiel, neues glück.

02.01.2010 um 08:49 Uhr

02.01.2010 - geiles datum

von: grenzgaenger   Kategorie: anatomisches

so. nachdem ich ja gestern morgen sage und schreibe fünf stunden schädel am stück gemacht habe (...hihi, für den ungeneigten leser klingt das bestimmt blöd...), ging dann ab mittags erst mal gar nichts mehr. gottseidank rief der herr kommilitone c. an, wollte wissen, ob ich zum pizzaessen komme und bot mir als nachtisch eine ausführlich cranio-behandlung an. perfekt. besser hätte es nicht laufen können. am bankautomat stellte ich zwar fest, dass meine bankcard abgelaufen ist (...) - ich wusste noch nichteinmal, dass die dinger ablaufen können und wenn sie das schon tun warum schickt mir meine bank dann nicht rechtzeitig nachschub? - aber gut. man ja seine lebendigen privatbankautomaten, und die onlineüberweisung geht ja auch noch, denn kohle ist zu abwechslung mal wieder mehr als genug da. egal, wie dem auch sei. die pizza war gut, die craniobehandlung sensationell. mein gott hat sich mein kopf über diese behandlung gefreut, hat auch bereitwillig mitgemacht und jetzt ist wieder alles da, wo es hingehört und vor allem der druck von der schädelbasis ist weg und ich kann wieder ohne hürden denken. gelobt sei der erfinder der craniosacralen ostheopathie. hallelujah. früh ins bett und promt geschlafen wie ein engel, wie ein stein, wie ein baby, und wild geträumt. aber es fühlt sich an, als hätte sich mein unterbewusstsein mal wieder von einer menge seelenmüll entledigt, und so starte ich frisch und erholt in diesen tag. und er wird beginnen mit...na? naaa? richtig. mit anatomie. munhöhle und kauapparat sind dran. kein schönes thema, muss aber sein. wie dem auch sei. vor dem fenster liegt schnee, und zwar nicht zu knapp, denn es hat die ganze nacht wild geschneit.

mir gehts gut. und ich mag mich.

01.01.2010 um 11:03 Uhr

doktorspielchen 2010

von: grenzgaenger   Kategorie: anatomisches

das erste experiment des neuen jahres ging gründlich in die hose. ich bin ja gerade dabei, das hürn zu lernen, und dazu gehören auch nerven, bzw. hirnnerven. ein thema ist da die sogenannte thermozeption, also das empfinden vom wärmereizen. einschub: auf meinem wohnzimmertisch brennt schon seit tagen eine kerze, die flüssiges kerzenwachs noch und nöcher produziert, was mich ja schon seit angedenken fasziniert. kombiniert man diese beiden leidenschaften, neurologie und kerzenwachs, wie vorhin geschehen, kann man auch mal auf den gedanken kommen, wärmeschmerz bewusst wahrnehmen zu wollen bzw. zu versuchen, eben jenen schmerz nicht als schmerz, sondern ganz neutral einfach als empfindung wahrnehmen zu wollen bzw. zu versuchen, ob das überhaupt geht. gedacht, getan. und so begab es sich, dass sich die frau dr. heißes kerzenwachs in die handfläche goss und dann einfach mal abwartete und versuchte, die damit verbundenen schmerzen neutral zu bewerten, um sie nicht als schmerzen wahrzunehmen. aber irgendwie hat sich die katze da irgendwo in den schwanz gebissen. es hat nicht funktioniert, der schmerz war und blieb ein schmerz, und da ich es mir dabei gemütlich gemacht hatte, kam ich auch nicht rechtzeitig ins bad, um das wachs abzumachen. fazit. eine verbrannte handfläche, verbunden mit SCHMERZEN und die erkenntnis, dass schmerz schmerz ist und bleibt und nicht in ein neutrales empfinden umzudeuten ist. schade, denn wäre es so gekommen, wie ich mir das vorgestellt hatte, dann wäre die welt um eine bahnbrechende erkenntnis reicher, mir der nobelpreis sicher und die pharmaindustrie dem untergang geweiht (zumindest die schmerzmittelproduzierenden abteilungen).

blöd.