grenzwandel

23.03.2010 um 05:11 Uhr

meldung des tages

von: grenzgaenger   Kategorie: meldung des tages

 

"Google setzt im Streit mit China auf eine Risikotaktik: Der Konzern hat seine Suchmaschine für die Volksrepublik in die Sonderzone Hongkong verlegt und kurzerhand die Zensur aufgehoben. ... Auf der chinesischsprachigen Seite hieß es: "Willkommen in der neuen Heimat der Google-Suche in China"."

...auf diese idee muss man erst mal kommen. großartig. hätte von mir sein können. hauptsache protest.

 

22.03.2010 um 18:33 Uhr

geschafft.

von: grenzgaenger   Kategorie: blick nach vorne

 

muss ich mir sorgen machen? bei mir laufen seit heute mittag vier songs in der endlosschleife, ununterbrochen...

ich habe es im übrigen tatsächlich geschafft, die angedachten veränderungen auf den weg zu bringen: ich habe die fahrradsaison eröffnet! und morgen gehts mit dem bergesel in die klinik, jawoll. 

 

22.03.2010 um 08:19 Uhr

good morning

von: grenzgaenger   Kategorie: blick nach vorne

 

es geht mir so gut wie lange nicht. nach der erkenntnis, was der einbruch letzte woche zu bedeuten hatte, und den schuppen, die mir von den augen fielen, sehe ich so klar und fühle wie eben schon lange nicht mehr. ich ruhe in mir, bin ruhig und gelassen, vollständig und ausgeglichen. und ich habe lust, ab heute ein paar kleine große dinge zu verändern. ich finde, das ist heute ein perfekter tag dafür. die sonne scheint, es soll warm werden, ich habe gut geschlafen und ein paar dinge zu erledigen, die ich perfekt mit meinen angedachten veränderungen verbinden kann. sehr schön.

ab morgen dann wieder intensivstation, noch sechs mal insgesamt, zwei früh-, ein spätdienst und drei nachtschichten, und dann war es das für dieses mal. mein gott verging die zeit schnell. und ich habe, nebst intensivbezogenem inhaltlichem und organisatorischem eine große menge über mich selber gelernt. unbezahlbar. un-be-zahl-bar.

guten morgen welt.

 

21.03.2010 um 12:50 Uhr

music was my first love

...auf einem meiner ausgedehnten streifzüge durch die musikalischen (un-)tiefen des internets entdeckt: the parlotones...

hier

die südafrikanische indie-szene war mir bisher eher unbekannt, hat mich aber auf anhieb überzeugt. nicht zuletzt durch die entdeckung von eben jenen parlotones und seether:

 

und noch eine musikalische ausgrabung. adam green. nicht unbedingt neu, nicht unbedingt indie, eher anti-folk, aber sehr sehr gut:

hier

 

 

21.03.2010 um 12:00 Uhr

happy end - meldung des tages

von: grenzgaenger   Kategorie: meldung des tages

 

hier

19.03.2010 um 20:32 Uhr

hilfe, hilfe

 

HILFE...

was ist denn hier los??? wo ist mein header-bild???

 

 

17.03.2010 um 20:29 Uhr

nachtschicht

von: grenzgaenger   Kategorie: medizinisches

nachtschicht nummer 3. einer der pfleger meinte, es sei ein etwas unphysiologischer rhythmus; ich finde ihn völlig pathologisch. abends um halb 10 anfangen zu arbeiten, morgens um 8 ins bett gehen, mittags zum frühstück nudeln mit pesto, dann mittagschlaf und zum abendessen müsli mit kaffee. ganz großes kino. aber irgenwann musste es ja so weit sein.

13.03.2010 um 08:31 Uhr

loch temporär erfolgreich umschifft

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

nachdem ich mich gestern abend noch eine weile erfolgreich anderweitig virtuell ablenken konnte, gings beim ins bett gehen nochmal steil bergab, was mich letztendlich dazu veranlasste, seit langem mal wieder die notfallmedis zu nehmen. und die helfen recht zuverlässig beruhigend, angstlösend, zentrierend. telefone aus, alles still und nicht zu dunkel, und gut. ich habe geschlafen wie ein stein, und heute morgen geht es mir besser. ruhiger, ausgeglichener, mehr bei mir als gestern. und ich gedenke, das nicht wieder herzugeben. ganz wichtig allerdings: kleine schritte, nichts überstürzen, alles der reihe nach. musikmäßig bin ich von den melancholischen songs von seether auf HIM umgestiegen. besser. und jetzt werde ich mal überlegen, was ich heute mache. ich weiß noch nicht, ob das mit der lernerei was wird, aber zum zeitpunkt jetzt vermute ich eher nein. vielleicht schaffe ich es ja doch zum sport, mal gucken.

12.03.2010 um 17:13 Uhr

loch ahead

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

ich weiß nicht so genau, was gerade los ist. an sich geht es mir gut, ich tue das, was ich immer tun wollte, auch wenn der job wirklich hart ist, ich habe gute zukunftsaussichten auf dieser station, verstehe mich mit so ziemlich allen, weiß, was ich will, habe nach wie vor einmal die woche kbt, die mir gut tut und lebe ein weitgehend selbstbestimmtes leben. dennoch fühlt es sich tief innen drin gerade schwer und mühsam an. nicht den ganzen tag, meistens erst ab nachtmittags, abends.

mir hängt das gespräch mit der psychologin am montag hinterher. es war interessant, aber letztendlich hat es mir nicht gut getan. zu intensiv, zu sehr in der vergangeheit verhaftet - ok, das war die intention dieses diagnostischen gesprächs - zu lang. ich vermisse meine therapeutin, bin unausgeglichen, was meine eigene schuld ist, da ich mich neben dem job in der klinik kaum aufraffen kann, was anderes zu machen. ich weiß, dass sport, am besten fitneßstudio, mir super gut tun würde, aber ich schaffe es nicht. zu müde, zu kaputt, zu lethargisch. so durchlässig wie momentan war ich schon lange nicht mehr. und morgen habe ich zu allem überfluß geburtstag, denn 33., den ich alleine hier bei und mit mir verbringen werde. ich habe keine lust, zu meinen eltern zu fahren, zu anstrengend für nur einen tag, zu stressig, zu viel autofahrt. also werde ich hier bleiben und versuchen, endlich endlich mit dem anatomiewiederholen anzufangen. es wird zeit, eigentlich wollte ich das schon anfang des monats machen, aber es ging nicht.

ich habe das bedürfnis, mir etwas gutes zu tun, aber ich habe keine ahnung, was. ich bin zu lahm und zu lethargisch zum lesen, zum malen, zu anstrengend, stadtbummel = zu viele menschen, ausmisten vielleicht, keine ahnung. ich bin gerade sogar zu faul, einkaufen zu gehen obwohl ich genau weiß, dass ich das morgen früh, wenn ich kein amarant-müsli zum frühstück im haus haben werde, bereue. mir fehlt jemand, der mir nahe ist in meiner nähe, der mich in den arm nimmt und festhält. einfach festhält, nicht redet, jemand der mich fühlt und mich versteht. mir fehlt jemand zum anlehnen, eine vertraute schulter, jemand, der mich hält. ich schwanke und ich habe keine ahnung, woran ich mich gerade festhalten könnte, mir fällt einfach nichts ein. ich weiß nicht mal ob ich will, dass mir etwas einfällt. ich weiß gerade gar nichts. der herr kollege wollte nachher nochmal anrufen, da freue ich mich drauf, auch wenn ich keinerlei lust habe ihn wissen zu lassen, wie es mir gerade geht.

gerade liefen seether und  theatre of tragedy, jetzt him, passend zu meiner stimmung. musik, zusammengesetzt aus tausenden bits and pieces; so fühle ich mich auch gerade. wie ein teilweise ungemachtes puzzle. die einzelnen teile haben einen festen platz, haben ihn jedoch noch nicht gefunden, liegen verloren und alleine in der gegend herum. unvollständig. zerrissen. das einzige, das ich weiß ist, dass ich überhaupt keine lust habe, in dieses loch zu fallen, das sich da gerade langsam aber sicher auftut. mir wird also nichts anderes übrig bleiben, als etwas zu unternehmen, gegenzusteuern und dafür zu sorgen, dass ich entweder drumherum laufe oder drüber hüpfe, über das loch. wenn ich etwas jetzt nicht gebrauchen kann und haben will, dann ist es ein absturz. letztendlich kostet es mehr kraft, aufzustehen und aus dem loch herauszuklettern, als gar nicht erst hineinzufallen.

10.03.2010 um 20:19 Uhr

too much.

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

 

müde - traurig - unausgeglichen - sehnsüchtig - nah - entfernt - verspannt - klein - alleine - unsicher - unruhig - unkonzentriert - frustriert - unmotiviert - schmerzen (herz und körper) - ungefiltert - unabgegrenzt - baumelnd - ratlos - vermissend.

alles auf einmal.

 

 

09.03.2010 um 18:50 Uhr

intensiv

was man auf einer anästhesiologischen intensiv so erlebt, sucht bisweilen seinesgleichen. das highlight des heutigen tages: der 170kg-patient, der schimmel an den beinen hatte, als er bei uns aufschlug und heute nacht sage und schreibe 7 stunden gewaschen und desinfiziert werden musste, der einen hodensack so groß wie ein fußball zwischen den beinen baumeln hat - obwohl, von baumeln kann da nicht mehr wirklich die rede sein - pneumogene sepsis, verdacht auf schweinegrippe, respiratorisch unter aller sau, das herz fast so groß wie die linke lunge (ergo: linke lunge hat die grätsche gemacht), dekus 3. grades am allerwertesten und dessen kreislauf so stabil ist wie ein turm aus bauklötzen bei windstärke 10. eine medizinische, olfaktorische und ästhetische herausforderung, der gute. dagegen ist der 95-jährige oberschenkelhals im durchgangssyndrom eine erholung. hallelujah. ein haufen verrückter mit triefendst schwarzem humor, sarkasten deluxe, der diese station am laufen hält, sowohl ärzte als auch pflegeperonal. und ich mitten drin. großartig. und ich fühle mich sauwohl, soviel ist sicher.

08.03.2010 um 19:49 Uhr

back

da bin ich wieder. extra für sie, herr z., ... und für sie natürlich auch, werte frau rozo... ich habe zwar immer noch nichts wirklich interessantes zu berichten, außer vielleicht, dass ich gestern unter die buchverkäufer gegangen bin. bei amazon. drei bücher verkauft, viel geld verdient. und es stehen noch eine menge weiterer in der warteschlange.

ansonsten bin ich momentan auf der anästhesiologischen intensivstation, praktikieren. harter job, ständig macht irgend jemand die grätsche, teilweise im stundentakt. aber ich bin genau da, wo ich hinwollte, wo ich sein will, bleiben werde. ich bin ja nicht wirklich bekannt dafür, auf oberflächliches jeglicher couleur zu stehen, und von daher ist der job der anästhesistin, notfall- und intensivmedizinerin genau der richtige für mich. man arbeitet permanent am anschlag und alles was man macht, ist an (medizinischer und auch emotionaler) extremität und intensität kaum zu überbieten. und was noch ein vorteil ist: die patienten maulen nicht. es mault sich nämlich so schlecht mit den händen an der hosennaht und schläuchen in allen körperöffnungen. so ist das.

und jetzt weiß ich schon wieder nicht, was ich noch schreiben soll. und ob das bisherige geistreich und originell genug war, weiß ich erst recht nicht. ich bin ein wenig aus der übung, schätze ich. ich werde mir weiterhin mühe geben...