grenzwandel

15.04.2010 um 13:35 Uhr

alles weg.

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

ich bin vom wegwerfvirus befallen. habe angefangen, auszumisten. mein keller ist nicht gerade klein und war voll. und ich meine: voll. jetzt ist er, nach drei abenden räumen, bis auf zwei kleine kisten und ein kleines schränkchen leer. die bilanz des ausmistens der wohnung sieht folgendermaßen aus: küche: ein karton voll und zwei große, blaue säcke: weg. bad: ein großer blauer sack: weg. kleiderschrank: 5 große blaue säcke: weg. wohnzimmer/schlafzimmer/arbeitszimmer: 5 kisten bücher und unterlagen: weg. ebenso fünf große blaue säcke mit zeug: weg. übrig sind: die allernotwendigsten küchenutensilien, meine medizinfachbücher, ein paar geographiefachbücher, ein regal voll krimis, romane, klassiker, fantasy und belletristik (und nur die bücher, die ich wirklich mag und gerne gelesen habe), meine malsachen und bilder, meine fotoausrüstung und ca. 30 cds. nur dinge, die mir wirklich was bedeuten. so gnadenlos habe ich noch nie ausgemistet, noch nie. ich habe einfach alles weggeworfen, teilweise, ohne in die kisten und schubladen nochmal genauer reinzugucken, sogar die ordner mit den schriftlichen unterlagen der diss, alles weg. und vor allem habe ich ALLES, was mit erinnerungen  (erstes studium, auslandsaufenthalte, nicht mehr existente beziehungen und freundschaften, familie) verknüpft war, aussortiert. und in die tonne gekloppt. es reicht, wenn diese erinnerungen in meinem kopf sind, sie müssen nicht mehr in form von zeug herumstehen. und das hat so gut getan, so gut. ich fühle mich befreit von all dem ballast. alles weg. der umzug wird ein neuanfang.

08.04.2010 um 22:04 Uhr

so ist das

der rosarote elefant in meinem schrank sagt, die realität lügt.

 

08.04.2010 um 17:18 Uhr

total gaga

 

die wochenlange suche nach einer verschwundenen, hochgiftigen kobra kostet 100.000 euro, eine frau bekommt einen job nicht, weil sie ossi ist, die katholische kirche ist unbeliebter als banken, der ölpreis wird von zockern in die höhe getrieben, frau merkel trauert nun doch und ein komischer gesundheitsminister will mit nc-abschaffung gegen drohenden ärztemangel kämpfen...ja gehts noch? ich weiß schon, warum ich konsequent das verfolgen von aktuellen tagsenachrichten verweigere...

 

07.04.2010 um 17:31 Uhr

tralala

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

ich habe farbe auf dem kopf und genieße mein leben. die aufregungen der letzten tage scheinen weit weg, alles nochmal glimpflich ausgegangen. und seit heute ist sie weg, diese bleierne müdigkeit, die mich in den letzten fast 8 wochen an so ziemlich allem gehindert hat. ich habe einen großteil der letzten beiden monate verschlafen und wenn ich wach war, hab ich entweder auf der intensivstation gearbeitet oder mich gefragt, warum ich so unendlich müde bin. heute morgen stand ich auf und sie war weg, diese müdigkeit, diese schwere. auch bei mir ist die leichtigkeit wieder da, seit heute, und ich genieße sie.

heute morgen war ich bei meiner augenärztin, und die hat mich zum frauenarzt überwiesen.

... ja, jaha doch, ich hab genauso blöd geglotzt. aber das, was mir meine augenlieder ständig entzündet sind genau die selben probleme, die mich manchmal bezüglich meiner haut an den abgrund der weißglut und des frusts treiben. hormonell bedingte, falsche zusammensetzung des sekrets der talgdrüsen. jetzt ist es also so weit. ich habe letztendlich genügend gründe, mir vielleicht doch endlich die pille verschreiben zu lassen. mein frauenarzt redet seit drei jahren auf mich ein, und jetzt hat es meine augenärztin geschafft. zum einen sind es nun die entzündeten augenlider, dann eben die haut und zu guter letzt meine massiven regelschmerzen, die mir mit schöner regelmäßigkeit im wahrsten sinne das bewusstsein rauben. vor zwei tagen war es wieder so weit, mit hat es vor schmerzen einfach die beine weggezogen und batsch, hing ich im gurt. gottseidank war ich - wohlweislich und böses ahnend - nur beifahrer. aber trotzdem. jetzt ist schluß. ich habe also einen termin bei meinem gynäkologen, per überweisung durch die augenärztin. die werte frau sprechstundenhilfe hat auch erstmal verdattert geschwiegen, und ich musste lachen.

die anatomielernerei heute war zwar recht produktiv, aber bezüglich der quantität schweige ich mich lieber aus... . egal. ich habe beschlossen, mir keinen stress zu machen, ich werde die klausur eh bestehen. also was soll's. und stressig wird es noch früh genug.

06.04.2010 um 21:51 Uhr

schön

letzten donnerstag hatte ich so ein erlebnis der extraklasse. als frau träumt man ja davon, dass es irgendwann mal klingelt, und der traummann vor der tür steht.

so geschehen am donnerstag. vorgeschichte: ich ziehe ja zum 1.6. um. mein nachbar unter mir hat das mitbekommen und meinte, sein chef suche händeringend nach einer wohnung wie der meinen, ob er ihn mal informieren dürfe. klar, kein problem. tat er und gab mir seine telefonnummer, auf dass ich eben jenen mal anrufe, zwecks besichtigungstermin. habe ich getan, kurz gequatscht mit diesem wildfremden mann, termin für donnerstag 8 uhr - noch vor der arbeit - ausgemacht. am donnerstag klingelte es also zur verabredeten zeit, ich öffnete die türe und mich traf fast der schlag. groß, durchtrainiert bis zum geht nicht mehr, blonde strubbelhaare, strahlend braune augen, braungebrannt und lachfältchen. ich muss ihn angestarrt haben, wie eine erscheinung, denn er fragte schließlich amüsiert, ob alles ok sei. er war dann da, hat die wohnung angeschaut, und dann war er immer noch da und blieb und wir haben gequatscht. irgendwann musste er leider los, arbeiten - der herr (ca. 37 oder 38) ist selbständig im bereich umwelttechnologie - und ich blieb ein wenig verwirrt zurück.

und weil mein osterwochenende mehr als aufregend und anstrengend war - deutlich mehr als mir lieb war - kam ich leider überhaupt nicht dazu, ihm eine oster-gruß-sms zu schreiben. das habe ich heute abend nachgeholt, einfach so, weil mir danach war, ohne köder, ohne alles, und vorhin kam eine sms zurück. und GANZ offensichtlich hat er sich gefreut, von mir zu hören und fragte vorsichtig an, ob denn in den nächsten tagen mal zeit für einen kaffee in der sonne am fluß wäre. aber hallo. klar ist dafür zeit, liebend gerne sogar.

und so endet dieser tag - der mich einges an kraft gekostet hat (nachwirkungen der osteraufregungen) - mit einem lächeln. hätte er wahrsheinlich auch ohne diesen kontakt, denn ich habe mich doch ganz gut aufgerappelt, aber so ist das lächeln ein grinsen und noch etwas breiter. kann ja auch nicht schaden. 

04.04.2010 um 07:58 Uhr

des nächtens

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

ich hatte einen völlig abgefahrenen traum, in dem die rote zora eine hauptrolle spielte. sie wohnte nämlich unter mir, beide lebten wir in dem haus, in dem ich auch jetzt momentan wohne. ich oben, sie unten, im 1. stock. auf jeden fall kam ich nachts auf die irgendwie weniger glorreiche idee, mit einem stein und meinem stofftier von meinen balkon auf den ihren herabzuklettern, um dann da zu sitzen und mich zu fragen, was ich hier mache. also kletterte ich unter todesangst wieder auf meinen balkon, konnte aber, weil eben beide hände mit klettern beschäftigt, den stein und das stofftier nicht mit nach oden nehmen. am nächsten tag besuchte ich die zora, mit einem unglaublich schlechten gewissen und sah, wie der stein - ein großer rosenquarz - noch auf dem balkon lag, und das stofftier im bett der roten zora, das, wie meines oben, direkt vor der fensterfront stand, vor der sich der balkon befindet. ich wunderte mich, dass sie sich nicht wunderte, woher auf einmal diese beiden sachen kamen und sagte nichts. in der nächsten nacht kam ich jedoch auf die noch viel weniger glorreiche idee, das ganze spielchen noch einmal zu veranstalten, und nahm diesesmal sogar eine bettdecke mit auf des zoras balkon, den ich wieder unter gefühlter lebensgefahr erkletterte. ich sah, dass sie zwischen ihren bett und der fensterfront eine bettdecke aufgespannt hatte - als sichtschutz - die zudem mit einem meiner bettbezüge bezogen war. ich legte mich mit meiner decke direkt unter das fenster, fror auf den kalten fliesen und fragte mich erneut, was ich hier mache, zumal ich ja die bettdecke beim hochklettern erst recht nicht würde mitnehmen können. ich hörte, wie die zora aufwachte, aufstand und auf die toilette ging - betend, dass sie mich nicht entdeckte - und überlegte, ob ich es wagen könnte, durch ihr zimmer zu schleichen (wohlgemerkt, die balkontür war zu), mit meiner bettdecke, und zudem meine sachen einsammeln könnte. ich ließ es aber dann, und kletterte ohne bettdecke - völlig verärgert über mich - wieder auf meinen balkon zurück.

in der nächsten szene saß ich mit meinem vater - der seit gestern in der klinik ist (eingeliefert mit verdacht auf schlaganfall, der sich jedoch gottseidank nicht bestätigt hat) - in einem auto und fuhr ziemlich schnell auf einem alten industriegelände herum. wir fuhren und fuhren, geradeaus, auf einer alten, breiten mauer, die auf ein riesengroßes bassin zuführte, in dem normalerweise müll lagerte. wir schossen über das ende der mauer hinaus und ich stellte zu meinem entsetzen fest, dass der müll verschwunden war und unter uns ein unglaublich tiefer abgrund gähnte, mit betonboden. ich meinte noch so zu meinem vater, du, der müll ist weg, wir stürzen ab, woraufhin er entgegnete, quatsch, der müll ist noch da, wir werden weich langen. aber der müll war weg und wir fielen diesem unendlich weit entfernten betonboden entgegen, und ich hatte dieses widerliche gefühl, das man beim fallen hat...und dann war der traum zuende; oder zumindest kann ich mich nicht daran erinnern, wie es weiterging.

04.04.2010 um 07:39 Uhr

des nächtens

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

ich hatte einen völlig abgefahrenen traum, in dem die rote zora eine hauptrolle spielte. sie wohnte nämlich unter mir, beide lebten wir in dem haus, in dem ich auch jetzt momentan wohne. ich oben, sie unten, im 1. stock. auf jeden fall kam ich nachts auf die irgendwie weniger glorreiche idee, mit einem stein und meinem stofftier von meinen balkon auf den ihren herabzuklettern, um dann da zu sitzen und mich zu fragen, was ich hier mache. also kletterte ich unter todesangst wieder auf meinen balkon, konnte aber, weil eben beide hände mit klettern beschäftigt, den stein und das stofftier nicht mit nach oden nehmen. am nächsten tag besuchte ich die zora, mit einem unglaublich schlechten gewissen und sah, wie der stein - ein großer rosenquarz - noch auf dem balkon lag, und das stofftier im bett der roten zora, das, wie meines oben, direkt vor der fensterfront stand, vor der sich der balkon befindet. ich wunderte mich, dass sie sich nicht wunderte, woher auf einmal diese beiden sachen kamen und sagte nichts. in der nächsten nacht kam ich jedoch auf die noch viel weniger glorreiche idee, das ganze spielchen noch einmal zu veranstalten, und nahm diesesmal sogar eine bettdecke mit auf des zoras balkon, den ich wieder unter gefühlter lebensgefahr erkletterte. ich sah, dass sie zwischen ihren bett und der fensterfront eine bettdecke aufgespannt hatte - als sichtschutz - die zudem mit einem meiner bettbezüge bezogen war. ich legte mich mit meiner decke direkt unter das fenster, fror auf den kalten fliesen und fragte mich erneut, was ich hier mache, zumal ich ja die bettdecke beim hochklettern erst recht nicht würde mitnehmen können. ich hörte, wie die zora aufwachte, aufstand und auf die toilette ging - betend, dass sie mich nicht entdeckte - und überlegte, ob ich es wagen könnte, durch ihr zimmer zu schleichen (wohlgemerkt, die balkontür war zu), mit meiner bettdecke, und zudem meine sachen einsammeln könnte. ich ließ es aber dann, und kletterte ohne bettdecke - völlig verärgert über mich - wieder auf meinen balkon zurück.

in der nächsten szene saß ich mit meinem vater - der seit gestern in der klinik ist (eingeliefert mit verdacht auf schlaganfall, der sich jedoch gottseidank nicht bestätigt hat) - in einem auto und fuhr ziemlich schnell auf einem alten industriegelände herum. wir fuhren und fuhren, geradeaus, auf einer alten, breiten mauer, die auf ein riesengroßes bassin zuführte, in dem normalerweise müll lagerte. wir schossen über das ende der mauer hinaus und ich stellte zu meinem entsetzen fest, dass der müll verschwunden war und unter uns ein unglaublich tiefer abgrund gähnte, mit betonboden. ich meinte noch so zu meinem vater, du, der müll ist weg, wir stürzen ab, woraufhin er entgegnete, quatsch, der müll ist noch da, wir werden weich langen. aber der müll war weg und wir fielen diesem unendlich weit entfernten betonboden entgegen, und ich hatte dieses widerliche gefühl, das man beim fallen hat...und dann war der traum zuende; oder zumindest kann ich mich nicht daran erinnern, wie es weiterging.

03.04.2010 um 07:56 Uhr

frohe ostern

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

irgendwie komme ich schon wieder kaum zum schreiben. das mag daran liegen, dass ich entweder beschäftigt bin oder schlafe, oder aber daran, dass ich momentan ganz oft keine lust habe darüber nachzudenken, wie es mir geht. also, nicht falsch verstehen, liebes unterbewusstsein, es geht mir gut. aber wenn ich anfange nachzudenken, dann kommt der eine punkt hier, und der andere da zum vorschein, der einer genaueren betrachtung bedürfte. eigentlich. zum beispiel die tatsache, dass ich vor einer kleinen weile beschlosen habe, mich in den nächsten wochen mit meiner werten frau ex-psychoanalytikerin zu treffen um ihr zu sagen, dass ich nicht wieder kommen werde. punkt, aus, ende. zweieinhalb jahre analyse drei mal die woche ist genug. und promt, nachdem ich diese entscheidung gefällt hatte, fängt das herumeiern wieder an, die bulimie lässt grüßen. muss ich mir derzeit nur mal wieder das gegenteil beweisen? oder ist da doch noch massiv was im argen? und genau da mag ich momentan nicht drüber nachdenken, weil ich eben das gefühl habe, dass es mir gut geht. ach ist das alles kompliziert.

klinik ist rum, dafür sitze ich schon wieder am schreibtisch und lerne. große anatomieabschlußklausur anfang mai, dann physiologie und biochemie. und so ganz nebenbei bin ich dauermüde und könnte 24 stunden am tag nur schlafen. meiune mitmenschen machen sich schon sorgen, weil immer wenn sie anrufen - zu welcher unmöglichen uhrzeit auch immer - die frau dr. liegt im bett und schläft. ich stehe morgens auf, dusche, trinke kaffe und entweder wurschtel ich dann eine weile rum oder ich lerrne, aber egal, was ich mache, nach spätestens einer stunde bin ich so müde, trotz massenhaft kaffee und grünem tee, oder wahlweise red bull, dass ich im stehen einschlafen könnte. gestern hab ich in diesem zustand noch eine koffeintablette hinterhergeschoben, weil ich mein kapitel fertig lernen wollte, und lag trotzdem eine viertelstunde später im bett und habe zwei stunden geschlafen. ein liter starker grüntee und eine koffeintablette - jeder normale mensch wäre 24 stunden am stück hellwach, nur die frau dr. nicht. die legt sich ins bett und pennt. das ist doch schon pathologisch. irgendwie gebe ich diesem zustand jetzt noch bis ende nächster woche, wenn sich bis dahin nichts geändert hat, werde ich mal meinem doc einen besuch abstatten und mal ein großes blutbild machen lassen. 

ansonsten ist alles gut, sehr gut sogar. der umzug ist bereits in vorbereitung, ich bin kräftig am ausmisten und wegschmeißen und am bücher über amazon verkaufen (sehr lukrative nebeneinnahmequelle), etc.und dann suche ich noch ein sofa. ich will ein neues sofa haben, und ich habe auch schon eines im auge, das ich elendsgeil finde, leider ist das - wie alle schönen dinge - nicht ganz billig. und so bin ich am überlegen, ob ich meinen vancouverurlaub im sommer knicken und mit stattdessen dieses sofa kaufen soll. das nachdenk- und abwägprozess wird sich noch eine weile hinziehen. 

so. ich weile ja momentan im hause meiner eltern, und heute gehts entspannt nach s-town. da war ich schon seit zwei jahren nicht mehr und ich freue mich riesig.