grenzwandel

30.09.2011 um 14:40 Uhr

by the way

von: grenzgaenger   Kategorie: lacher des tages

Der Orgasmus eines Schweins dauert 30 Minuten. (Oh. Mein. Gott !!!) Eine Küchenschabe lebt ohne Kopf noch neun Tage bevor sie verhungert. (Gruselig. Ich habe das mit dem Schwein noch nicht ganz verarbeitet.) Eine männliche Gottesanbeterin kann sich nicht paaren, während sein Kopf noch mit seinem Körper verbunden ist. Das Weibchen leitet den Sex ein, indem Sie den Kopf des Männchens abreisst (Lieb......ling, ich bin zu hause. Was soll …..?). Ein Floh kann das 350-fache seiner Körperlänge springen. Das ist so als ob ein Mensch die Länge eines Fußballfeldes springen kann (30 Minuten. Glückliches Schwein! Kannst du dir das vorstellen?). Der Wels hat über 27.000 Geschmacksknospen. (Was könnte auf dem Grund eines Weihers so wohlschmeckend sein?) Manche Löwen paaren sich mehr als 50 Mal am Tag (Ich kann das mit dem Schwein immer noch nicht glauben...Qualität über Quantität). Schmetterlinge schmecken mit Ihren Füßen (Etwas was ich schon immer wissen wollte). Elefanten sind die einzigen Tiere, die nicht springen können (Okay, das ist auch gut so). Der Urin einer Katze leuchtet unter Schwarzlicht (Ich frage mich, wie viel die Regierung ausgegeben hat, um das heraus zu finden). Das Auge eines Vogel Strauß ist größer als sein Hirn (Ich kenne einige solche Leute). Seesterne haben kein Hirn (solche Leute kenne ich auch). Eisbären sind Linkshänder. Menschen und Delfine sind die einzigen Gattungen, die Sex zum Vergnügen haben (Was ist mit dem Schwein? Wissen die Delfine von dem Schwein?)...

30.09.2011 um 09:40 Uhr

sortierungen

von: grenzgaenger   Kategorie: blick nach vorne

seit gestern tobt ein sturm der entrüstung/des entsetzens in meinem postfach. nicht die blümchenwiese betreffend, sondern die tatsache, dass ich überlegt habe, zu gehen. ich habe ganz offensichtlich noch einige leser, auch wenn ich schon lange nicht mehr wirklich regelmäßig geschrieben habe. 

der blog hat mich lange begleitet. in meiner endphase der promotion, als es mir nicht gut ging, zu beginn meines medizinstudiums. irgendwann fehlte mir die zeit, schließlich die lust, zu schreiben. zwischen all den büchern, dem lernen, zum ende meiner therapie hin, verschwand mehr und mehr meine verbale kreativität. und die lust dazu, ihr nachzuspüren. ende 2009 therapieende - eine schwierige zeit - dann 2010 dieser furchbare unfall, seit dem nichts mehr ist, wie es war, immer nur lernen und nebenbei gucken, dass ich auf den beinen bleibe und nicht einknicke. kein leichtes unterfangen, aber es ist mir, bis auf eine ausnahme weitgehend gelungen. und ich bin stolz drauf. ich habe mehr kraft, als ich mir selber zutraue. 

jetzt habe ich das erste staatsexamen in der tasche, es geht in den klinischen abschnitt. die vorklinik - mein studium der allgemeinen naturwissenschaften - ist endlich zu ende, ab jetzt studiere ich medizin. die letzten wochen und monate waren anstrengend, ich habe fast fünf monate gelernt. für zwei tage schriftliche prüfung mit je vier stunden und eine vierstündige mündliche prüfung. ich hätte mir mehr erhofft, notentechnisch - nein, mehr von mir erwartet, wenn ich ganz ehrlich sein soll, und ich bin enttäuscht über das endergebnis, auch wenn das nie wieder jemanden interessieren wird. aber es fühlt sich an wie eine niederlage, wie ein versagen. ich bin meinen erwartungen nicht gerecht geworden. ich hasse es, in prüfungen gehen zu müssen wenn ich nicht das gefühl habe, perfekt vorbereitet zu sein. ich hasse es, es stresst mich und macht mir unglaubliche angst. fakt ist aber auch, dass medizin ein fach ist, bei dem das schlicht und einfach nicht geht, auf jede prüfung perfekt vorbereitet zu sein. die schiere masse des lernstoffs macht es unmöglich. mir zumindest. und auch einem meiner freunde, ein absoluter überflieger, der nebenher auch noch biologie studiert, selbst der muss mut zur lücke beweisen. ich könnte also beruhigt sein. zudem habe ich bereits ein abgeschlossenens studium inklusive promotion, könnte die sache also gelassen angehen. könnte. hätte. wollte. dürfte. aber meines ist das nicht. gar nicht. mut zur lücke. lücken machen mir angst, lücken bedeuten leere. nichtwissen. unzulänglichkeit. versagen. und versagen bedeutet wertlosigkeit. ich bin. leistung. und wenn die leistung unzureichend ist, kommt das einer entwertung meiner gleich. ich weiß. ich weiß. auch jenseits aller leistung bin ich ein mensch. ein liebenswerter. sagt mein kopf. mein gefühl sagt so oft was anderes. aber ich arbeite daran. und ich habe fortschritte gemacht. und werde weitere machen.

und jetzt sitze ich hier, habe seit zwei wochen semesterferien, am 10.10. geht es weiter, und irgendwie habe ich das gefühl, ein bisschen sortieren zu müssen. mein inneres und mein äußeres. ich fange mit außen an, die reihenfole sei nicht repräsentativ.

- ich habe alle, aber wirklich alle unterlagen und aufschriebe der vorklinik in die tonne gehauen, nachdem ich zuvor ein bild von ihnen gemacht hatte. das hat so gut getan. jetzt ist wieder platz im regal, platz für neues. endlich, für neues. ich will voran kommen, neuen stoff, neue herausforderungen für mein hirn. es stehen pharma, toxikologie, virologie, mikrobiologie, pathologie, chirurgie und notfallmedizin auf dem stundenplan für das kommende semester.

- auch den rest meiner bude habe ich - mal wieder - ausgemistet. eigentlich hatte ich erwartet, dass kaum was zum ausmisten da sei, nachdem ich letztes jahr im rahmen des umzugs so dermaßen rigoros alles weggeschmissen hatte. aber dem war nicht so. zwei wäschekörbe voller zeugs hab ich weggetragen, und mein kleiderschrank fehlt noch. und ich habe immer noch das bedürfnis, sachen wegzuschmeißen. was auch immer mir in die finger kommt, dessen kurz-, mittel- und langfristiger nutzen sich mir nicht unmittelbar erschließt, fliegt raus. ohne darüber nachzudenken. ich bin sowas wie das gegenteil eines messies, irgendwie. ich habe das bedürfnis, mein habe auf das notwendigste zu reduzieren. es gibt nur noch weniges, was mir wirklich wichtig ist. meine bücher, sowohl die zum lesen, als auch die zum lernen. meine malsachen, auch wenn ich kaum zeit habe, mich mit ihnen zu beschäftigen. meine steine. meine musik. und mein computer. 

- computer. ich mache jetzt schon seit monaten an einer alternative zur jetztigen situation rum. pc mit musik drauf weil zu viel zum einfach mal überspielen, laptop als arbeits- und internetgerät mit zu wenig speicher für all die musik und boxen, die zu meiner anlage gehören, von denen aber seit jahren nur noch eine funktioniert, respektive existiert. momentan habe ich zeit, mich um die lösung des problems zu kümmern, was mich reichlich nerven kostet. letztendlich bin ich bei der einzigen alternative angekommen, die all die funktionalität in einem gerät vereint, die ich brauche. das macbook pro. zumal ich schon lange auf apple umsteigen will. das windows-geknatsche nervt mich zu tode. wie dem auch sei. jetzt muss ich mich nur noch dazu überwinden, so dermaßen viel geld von meinem konto abzuheben. ich werde es wohl irgendwann in den nächsten tagen tun.

- sport. in den letzten wochen vor den prüfungen ging gar nichts. obwohl ich vorher so lange regelmäßigst, drei mal die woche im fit war. und ich habe es geliebt. es hat mir gutgetan, und mein körper wurde langsam wieder zu dem, den ich von früher kenne. fit, trainiert, schmerzfrei. ausgeglichen. dann war von heute auf morgen schluß (ich idiot, idiot, idiot) und wenn ich jetzt wieder anfange zu gehen, fange ich grad wieder bei null an. ich idiot. aber ich will. ich will so unbedingt, fühle mich so unwohl derzeit und kann mich kaum selber angucken. ich hasse spiegel. es gibt auch in unserer wohnung keinen einzigen ganzkörperspiegel. und momentan ist das noch schlimmer als sonst. nunja. leider ist mein körper momentan noch dermaßen angeschlagen, dass es harakiri wäre, zum sport zu gehen. und der innere schweinehund bellt für meinen geschmack auch noch ein bisschen zu laut. ich hasse dieses tier.

- menschen. ich will einfach regelmäßig (in maßen) unter menschen sein. also nicht im hörsaal, sondern unter meinen ausgewählten freunden (und deren freunden). seit ich hier mit meinem lieblings-zahnkommilitonen zusammenwohne, ist das allerdings schon deutlich besser geworden. der mensch ist einfach dermaßen gesellig, da hab ich mir ein kleines scheibchen abgeschnitten. nur ein kleines, aber immerhin. meine tendenz, mich zu verkriechen, vor allem wenn es mir nicht gut geht, wird weniger. und das tut gut. ich habe eine handvoll, oder naja, eigentlich eher drei finger voll, menschen hier in meinem direktesten umfeld, also freunde (bezeichnenderweie alles männer). und mister r. natürlich, aber der ist ja, also naja, mein freund, nicht ein freund. nundenn. aber zu den freunden: mit dem einen wohne ich zusammen, mit dem zweiten bin ich seit anbeginn unseres studiums befreundet und mit dem dritten wird das gerade zu einer schönen freundschaft. ein zahni, ein humani und ein moli. coole combo. was mir fehlt sind nicht-mediziner. ich hab zwar bekannte hier vor ort, die nicht-mediziner sind, aber da ist keine regelmäßigkeit drin. und die einzige frau (und nicht-medizinerin), ich ich als meine freundin bezeichne, sitzt 400 km weit weg. was wollte ich jetzt eigentlich sagen? jetzt bin ich vom roten faden abgekommen. ... freunde. zusammensein. gesellschaft. wie dem auch sei. mir scheint, dieses thema ist noch nicht durch. sonst wär ich jetzt nicht so verwirrt. ich werde es nochmal aufgreifen.

und jetzt geht mir die puste aus. mitten drin. demnach: es wird an dieser stelle weitergehen. vielleicht ein anzeichen dafür, dass ich diesen blog doch nicht einfach so werde aufgeben können. wollen. wie dem auch sei.

t.b.c.

29.09.2011 um 09:12 Uhr

überlegungen am morgen

von: grenzgaenger   Kategorie: blick nach vorne

irgendwie habe ich keine lust mehr auf diesen blog. und blogigo kommt mir vor wie eine heile blümchenwiese. fernab jedweder (digitalen) realität. ich glaube, es ist an der zeit, sich etwas passenderes zu suchen.